Infrastruktur und Verkehrspolitik

Funktionierende Verkehrswege auf den Straßen, in der Luft, auf dem Wasser und auf der Schiene sind von zentraler Bedeutung für das Wachstum und die Entwicklung der Wirtschaft am Standort. Die IHKs setzten sich für einen bedarfsgerechten Ausbau sowie den Erhalt der Verkehrsinfrastruktur ein.

Dabei geht es nicht nur um die Infrastruktur innerhalb des jeweiligen IHK-Bezirks, sondern auch um deren Einbindung in großräumige Verkehrsnetze. Zur Durchsetzung dieser Interessen arbeiten die IHKs auf Landes- und Bundesebene sowie europaweit eng zusammen.

Die IHK vertritt die Interessen ihrer Mitgliedsunternehmen im Themenbereich Verkehrspolitik und setzt sich für gute infrastrukturelle Rahmenbedingungen ein. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über Themen, mit denen sich die IHK aktuell beschäftigt (nicht vollumfänglich).

Luftreinhaltung und Diesel-Fahrverbote

Vor dem Hintergrund der fortlaufenden Diskussion um Dieselfahrverbote hat der Hessische Industrie- und Handelskammertag in einem Positionspapier die zentralen Forderungen der hessischen Wirtschaft zusammengefasst. Die wichtigsten Kernforderungen sind:

  1. Bund und Automobilindustrie sollten sich auf Hardwareumrüstung als effektivstes Mittel zur Luftreinhaltung verständigen - mit Schwerpunkt auf Metropolregionen und betroffene Städte.
  2. Das Land Hessen sollte Rechtsmittel zur Vermeidung von Fahrverboten ausschöpfen.
  3. Das Land Hessen als zuständige Behörde zur Aufstellung der Luftreinhaltepläne sollte betroffene Kommunen dabei unterstützen, die Folgen von Fahrverboten für die Wirtschaft abzumildern.
  4. Die Kommunen sollten Instrumente zur intelligenten Verkehrslenkung und -steuerung einführen oder ausweiten, um den Verkehrsfluss und die Auslastung der Infrastruktur zu optimieren.
  5. Im Falle eines Fahrverbotes sind umfangreiche Ausnahmen für den Wirtschaftsverkehr erforderlich. Stadt und Land sollten in einen Dialog mit der Wirtschaft treten, um schwerwiegende Folgen für die Wirtschaft und den Wirtschaftsstandort abzumildern. Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge der Euro-5-Norm sollten nur dann verhängt werden, falls durch ein Verbot von Dieselfahrzeugen bis Euro-4-Norm sowie von Benzin-Fahrzeugen der Klasse 1 und 2, die Grenzwerte nicht erreicht werden.
  6. Drohende Fahrverbotszonen sollte so klein wie möglich gehalten werden.
  7. Auf Gebühren für Ausnahmegenehmigungen, die die Verwaltungskosten übersteigen, sollte verzichtet werden.
  8. In den betroffenen Städten ist eine schnelle Verdichtung des ÖPNV-Angebotes erforderlich, damit Arbeitnehmer auch weiterhin zu ihren Arbeitsplätzen in den Unternehmen kommen. Härten für betroffene Berufspendler müssen abgefedert werden.
  9. Sobald die Grenzwerte eingehalten werden, ist es geboten, die Fahrverbotszone wieder aufzuheben. Es ist davon auszugehen, dass bis dahin Fahrzeuge ausgetauscht und Fahrzeugflotten modernisiert sind.

Zum HIHK-Positionspapier Luftqualität verbessern - Mobilität optimieren

Position zur Mobilität in der Region Offenbach

Die Position zur Mobilität in der Region Offenbach fasst die zentralen Anforderungen der Wirtschaft an eine zukunftssichere, bedarfsgerechte und leistungsfähige Mobilität zusammen. Es wurde gemeinsam mit dem IHK-Expertenrat Mobilität erarbeitet.

Zur IHK-Position Zukunftsfähige Mobilität in der Region Offenbach

Verkehrspolitische Positionen FRM

Die Wirtschatskammern aus der Metropolregion haben ihre Forderungen und Vorschläge für eine zukunftsfähige Mobilität in FrankfurtRheinMain zusammengefasst.

Zu den Verkehrspolitischen Positionen FRM

Verkehrsinfrastruktur in Hessen

Die hessischen IHKs haben in der Broschüre "Verkehrsinfrastruktur in Hessen" den Status Quo 2016 für die prioritären Straßen-,Schienen-, Wasserstraßen- und Luftverkehrsprojekte zusammengestellt.

Zur Broschüre Verkehrsinfrastruktur in Hessen.

Regionaltangente West

Die IHK Offenbach unterstützt den Bau der Regionaltangente West (RTW). Das Schienenprojekt soll mehrere große Arbeitsstandorte miteinander verbinden. Mehr zur RTW.

A 3 höher priorisieren

Zusammen mit Städten und Gemeinden aus der Region sowie anderen IHKs engagiert sich die IHK Offenbach für den achtspurigen Ausbau plus Seitenstreifenfreigabe zwischen dem AK Offenbach und der AS Hanau.
Die A 3 hat als Hauptverkehrsachse des Rhein-Main-Gebietes eine enorm hohe Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft. Auf dem Abschnitt zwischen dem Autobahnkreuz Offenbach bis zur Anschlussstelle Hanau sind allerdings kilometerlange Staus, eine eingeschränkte Verkehrssicherheit und Ausweichverkehre durch die Kommunen an der Tagesordnung. Der Schaden für die Wirtschaft ist hoch. Tausende Arbeitnehmer, Zulieferer und Kunden stecken täglich im Stau.

Der Engpass muss endlich behoben werden! Lesen Sie mehr dazu in unserem Argumentationspapier A 3 höher priorisieren

Kettenreaktion durch Tempo 30

Die Ausweisung von Tempo 30 und (Lkw-) Durchfahrtsverboten auf immer mehr Land- und Bundesstraßen in Hessen sieht die Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs kritisch. Auf der Internetseite der IHKs in Hessen erfahren Sie warum es zu einer Kettenreaktion kommen kann.

Verkehrsinfrastrukturfinanzierung

Die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland ist chronisch unterfinanziert. Die hessischen IHKs haben ihre Forderungen an die Politik in der Position "Nachhaltige Verkehrswegefinanzierung" zusammengestellt.

Verkehrsumfrage

Die hessischen IHKs und das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung haben in einer gemeinsamen Umfrage ermittelt, wie Hessens Unternehmen die Verkehrsinfrastruktur in unserem Bundesland beurteilen. Zu den Ergebnissen der hessischen Verkehrsumfrage.

Ausbau der B 486

Die IHKs Darmstadt Rhein Main Neckar und Offenbach am Main begrüßen die Planungen von Hessen Mobil zum vierspurigen Ausbau der B 486 zwischen der Anschlussstelle Langen/Mörfelden an
der Autobahn A 5 und Langen. Mehr zum Aubau der B486

Blaue Plakette

Die hessischen IHKs und HWKs haben in einer Umfrage die Auswirkungen der kurzfristigen Einführung einer "Blauen Plakette" erfasst. Die Unternehmen gaben an, dass 72 Prozent ihrer Fahrzeuge dann nicht mehr in Umweltzonen einfahren dürften. Die Ankündigung des Bundesumweltministeriums, die Einführung
der Blauen Plakette zunächst zurückzustellen bewerten wir daher positiv.

In einem Positionspapier zur Luftreinhaltung finden sich Vorschläge und Forderungen der Wirtschaft zur Reduzierung der NOX-Emissionen.

Die Ergebnisse der Befragung sind in der Pressemeldung zur Blauen Plakette festgehalten.

Ansprechpartner

 Achenbach Frank

Frank Achenbach

Geschäftsführer

+ 49 69 8207–241

E-Mail schreiben Meine Kompetenzen sind

Politikberatung, Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung, Standortmarketing, Verkehrspolitik

Ansprechpartner

 Müller Judith

Judith Müller

Referentin

+ 49 69 8207–250

E-Mail schreiben Meine Kompetenzen sind

Statistik, Konjunktur, Verkehrspolitik, Wirtschaftsförderung, Betriebliches Mobilitätsmanagement