a n l i e f e r u n g 5 4 S c h u l e b i s t r o S u p e r m a r k t B I B L I O T H E K B r a t h a u s T A X I H O T E L Nachrichten IHK-Wahl - Sie haben gewählt | Ratgeber Viele Gründe sprechen für Indien Veranstaltungen Offenbacher Dialog – Die Verwaltung braucht einen Kulturwandel Gute Ideen für eine starke Region 03 –04 | 2024 Unsere Idee, immer ein wenig besser zu sein, leben wir nicht nur in der Qualität unserer Drucksachen. So ist Nachhaltigkeit ein fester Bestandteil unserer Firmen philosophie. Deshalb produzieren wir Ihre Drucksache CO2-neutral. Unverwechselbar – Nachhaltig Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG | team@zarbock.de | www.zarbock.de www.blauer-engel.de/uz195 AR1 Di es es D ru ck er ze ug ni s is t m it de m Bl au en E ng el a us ge ze ic hn et . Kirsten Schoder-Steinmüller Geschäftsführerin der Schoder GmbH in Langen, Präsidentin der IHK Offenbach am Main und des HIHK, Vizepräsidentin der DIHK Fo to : I H K Wie beurteilen die Mitgliedsunternehmen der IHK Offenbach am Main unse- ren Wirtschaftsstandort? Das hat das IHK-Team Standortentwicklung schon zum fünften Mal seit 2014 gefragt und viele detaillierte Antworten bekommen. Sie finden die Ergebnisse auf der IHK-Website und wesentliche Informationen dazu ab Seite 20 in dieser Ausgabe der Offenbacher Wirtschaft. Ein zentrales Ergebnis verrate ich hier schon: Die Unternehmerinnen und Unternehmer haben dem Wirtschaftsstandort die Durchschnittsnote 2,8 gegeben. 79 Prozent der Menschen, die geantwortet haben, äußern, dass sie mit dem Wirtschaftsstandort zufrieden sind. Das ist nicht verwunderlich, denn unser Wirtschaftsstandort ist stark und hat große Vorzüge. Jedoch haben sich die Zufriedenheitswerte für viele einzelne Standortkriterien verschlechtert. So wird die Verfügbarkeit von Fachkräften nur noch mit einer 4,2 bewertet. Viel Lob und Kritik von Unternehmerinnen und Unternehmern hat die IHK Offenbach am Main mit der Standortumfrage gesammelt und anschließend analysiert. Sie hat Anregungen und Forderungen herausgearbeitet, um diese in Gesprächen mit den Bürgermeistern der Städte und Kommunen sowie mit dem Landrat zu diskutieren. 1.408 Unternehmerinnen und Unternehmer haben sich intensiv mit der IHK-Standortumfrage befasst. Herzlichen Dank! Mit Ihren Antworten und dem Gesamtbild, das daraus entstanden ist, kann sich die IHK Offenbach am Main nicht nur gegenüber Politik und Verwaltung gezielt für die Interessen der Wirtschaft in der Region einsetzen. Sie kann damit auch ihre Leistungen und Ange- bote an den konkreten Bedürfnissen der Unternehmen ausrichten. Ja, es kostet Zeit, an Befragungen teilzunehmen. Aber es lohnt sich. Sie sind hervorragende Instru- mente, um die Anliegen der Unternehmen festzustellen, mit validen Zahlen zu belegen und ihnen Beachtung zu verschaffen. Ein Beispiel dafür ist auch die IHK-Konjunkturumfrage, mit der die IHK Offenbach am Main dreimal im Jahr ermittelt, wie sich die Wirtschaft in der Region entwi- ckelt. Auf Seite 24 finden Sie die Ergebnisse der Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn. Also nehmen Sie bitte an den IHK-Umfragen teil – gleich, ob es um den Standort, die Konjunktur oder Themen wie Digitalisierung oder Bürokratie geht! Die Zeit dafür ist sehr gut investiert. Ihre Ihre Antworten ermöglichen eine zielgerichtete Interessenvertretung EDITORIAL 3Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 a n l i e f e r u n g 5 4 S c h u l e b i s t r o S u p e r m a r k t B I B L I O T H E K B r a t h a u s T A X I H O T E L NACHRICHTEN 5 Sie haben gewählt 5 Ihr Unternehmen im IHK-Magazin 6 Menschen und Wirtschaft 9 Regional verwurzelt, global vernetzt 10 Schwache Erholung, starke Verunsicherung 12 Umweltengagement mit System 12 Spezialisiert auf Kunststoffverarbeitung 13 Ein guter Platz für Lebens- und Unternehmensgeschichten 14 Ernüchterung nach dem Rekordjahr 2022 15 Zuversicht und Modemut auf der ILM 16 Radfahren in der Frankfurter Straße muss sicherer werden 17 Arbeitsjubiläen 17 Schöne Anerkennung für Jubilare 18 Reingeschaut bei Pergano TITELTHEMA 20 IHK-Standortumfrage 2023 für die Region Offenbach 24 Die Ergebnisse im Überblick 28 Hier gibt es Handlungsbedarf RATGEBER 30 Unternehmer finden immer schwerer Nachfolger 32 Viele Argumente sprechen für Indien 34 Jetzt auf Elektromobilität umsteigen! 34 Berufsinfoseminar für Abiturienten 35 VERLAGS-SPECIAL BILDUNG 38 Mit modernisierten Berufen fit für den Klimaschutz 42 IHK. Die Weiterbildung NETZWERKE 43 En Garde im Fechtclub Offenbach! 44 Der neue WJ-Vorstand hat die Arbeit aufgenommen 45 Station Mitte zieht in den ehemaligen Kaufhof 46 Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken 47 Nachhaltiges Bauen mit Holz VERANSTALTUNGEN 48 Individuell, fokussiert, kostenlos 49 Jetzt Ausbildungs-Ass 2024 werden 50 Die Verwaltung braucht einen Kulturwandel TITELTHEMA GUTE IDEEN FÜR EINE STARKE REGION 20 1.408 Unternehmerinnen und Unter- nehmer haben den Wirtschaftsstandort Region Offenbach beurteilt. Was sie gut finden und wo etwas besser werden muss, haben sie deutlich beschrieben. 4 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 INHALT Ihr Unternehmen im IHK-Magazin Die Offenbacher Wirtschaft berichtet in jeder Ausgabe über Aktuelles aus den Unternehmen in der Region: Wir stellen Betriebe vor, die sich neu am Wirtschaftsstandort angesiedelt haben, berichten von wichtigen personel- len Veränderungen, großen Jubiläen und zündenden Geschäftsideen. Schicken Sie uns Ihre Pressemitteilung oder rufen Sie einfach an, damit die Leser des IHK- Magazins erfahren, was sich in Ihrem Unternehmen tut! VIDEO – Safety – Guard – Tower Baustellenüberwachung Sichern Sie Ihr Eigentum Unkomplizierte Sofortmontage einer mobilen Einbruchmeldeanlage jederzeit möglich. Dem Ernstfall einen Schritt voraus • Schnelle und professionelle Sicherung Ihres Objektes innerhalb von 48 Stunden • Kostengünstig mieten Wir beraten Sie gerne individuell in allen Fragen rund um Ihre Sicherheit. Besuchen Sie unser Sicherheitscenter. Heinrich-Krumm-Straße 9 63073 Offenbach www.bws-offenbach.de Telefon: 069/888 145 Die neue IHK-Vollversammlung Sie haben gewählt Vom 18. Januar bis zum 20. Februar 2024 konnten die 35.000 Mitglieder der IHK Offenbach am Main über die neue IHK-Vollversammlung abstimmen. Am 21. Februar 2024, nach Redaktionsschluss für diese Ausgabe der Offenbacher Wirtschaft, wurden die gültigen Stimmen in der IHK Offenbach am Main ausgezählt. Damit steht fest, wer die Interessen der regionalen Wirt- schaft von 2024 bis 2029 in der Vollversamm- lung der IHK Offenbach am Main vertreten wird. Mit der Dritten Wahlbekanntmachung hat der Wahlausschuss die Namen der 57 gewählten Mitglieder der Vollversammlung bekannt gemacht. Diese Wahlbekanntma- chung finden Sie unter www.ihkof.de/wahl Weitere Details folgen in der kommenden Ausgabe der Offenbacher Wirtschaft. STARKE STIMME WIRTSCHAFT STARKE STIMME Wahl2024-OWi-Cover.indd 1Wahl2024-OWi-Cover.indd 1 10.10.2023 10:01:1710.10.2023 10:01:17 Kontakt Birgit Arens Telefon 069 8207-248 E-Mail redaktion@offenbach.ihk.de Fo to : I H K 5Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 NACHRICHTEN ❙ Führungswechsel bei Hyundai OFFENBACH. Ulrich Mechau, bisher Vice President Sales & Ser- vice bei Hyundai Motor Europe, wurde zum 1. Februar 2024 zum President & CEO der Hyundai Motor Deutschland GmbH ernannt, der Hyundai Vertriebs- gesellschaft für den deutschen Markt mit Sitz in Offenbach. Er tritt die Nachfolge von Wang Chul (William) Shin an, der eine neue Aufgabe im globalen Hyundai Motor Company Headquarter, Seoul, übernehmen wird. Mechau kam 2018 als Director of Sales zu Hyundai Motor Europe und übernahm zwei Jahre später die Position Vice President Sales & Service. www.hyundai.com ❙ Geschäftsführung verstärkt RÖDERMARK. Christoph Knottenberg (r.) ist in die Geschäftsführung der DMSFACTORY aufgenommen worden. Das Familienunternehmen versteht sich als IT-Lösungsdienstleister mit Fokus auf Dokumenten- erfassung, Dokumentenmanagement (DMS), Enterprise-Content- Management (ECM), Archivierung, Business Process Management (BPM) und Robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA). Die Position des technischen Geschäftsführers an Knottenberg zu überge- ben, sei die logische Konsequenz aus jahrelanger, loyaler Zusammen- arbeit und der Grundbaustein für eine vielversprechende Zukunft des Unternehmens, erklärt Manfred Forst (l.), Gründer und Geschäftsführer der DMSFACTORY. www.dmsfactory.com Menschen und WirtschaftMenschen und Wirtschaft ❙ Generationswechsel geglückt RÖDERMARK. Der Unternehmensgründer Karlheinz Scholtis (r.) hat die Geschäftsführung der Touristik Partner Service GmbH (TPS) zum 1. Januar 2024 an seinen Sohn Eric Scholtis (l.) übergeben. Die 2006 gegründete TPS GmbH ist auf Bus-Gruppenreisen spezialisiert und richtet sich mit ihrem Angebot ausschließlich an gewerbliche Reisever- anstalter. Eric Scholtis ist Diplom-Kaufmann und war seit 2016 als Pro- kurist im elterlichen Betrieb tätig. 2023 sei das beste Geschäftsjahr der TPS-Firmengeschichte gewesen und damit der Zeitpunkt besonders günstig, den schon für 2021 beschlossenen und durch die Coronapan- demie verhinderten Generationswechsel zu vollziehen, berichtet das Unternehmen. Senior Karlheinz Scholtis ist als Prokurist ins zweite Glied zurückgetreten und wird die Unternehmensentwicklung weiter aktiv begleiten. www.touristik-partner-service.de Fo to : T PS Fo to : H yu nd ai ❙ Trio führt ESO DL OFFENBACH. Giuseppe Sessa, Leiter des Vertriebs und des Stoffstroms bei der ESO DL, einer Beteiligung der Stadtwerke Offenbach und der Meinhardt GmbH, ist seit Jahresbeginn Co- Geschäftsführer bei der ESO DL. Er bildet gemeinsam mit Peter Walther, Geschäftsführer der Stadtwerke Offenbach Holding SOH, und Heiko Linne, Betriebs- leiter der ESO Stadtservice GmbH, ein Trio. Sessa soll auf Wunsch des Gesellschafters die beiden erfolgreichsten Sparten der ESO DL, den Containerdienst und den Stoffstrom, weiterbringen. Hier habe es nach einer sehr erfolgreichen Entwicklung in den vergangenen fünf Jahren im letzten Jahr aufgrund der Wirtschaftskrise einen deut- lichen Einbruch gegeben. www.offenbach.de/stadtwerke Fo to : S ta dt w er ke O ffe nb ac h/ M on ik a M ül le r 6 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 NACHRICHTEN ❙ Neue E-Commerce-Spitze OBERTSHAUSEN. Serenad Kupa ist seit Jahresbeginn Head of E-Commerce bei der Picard Lederwaren GmbH & Co. KG. Sie bringt laut Unternehmen mehrjährige Berufserfahrung und Background aus dem Fashion- und Beauty-Bereich mit. Der Fokus für den Ausbau im E-Commerce-Bereich bei Picard richte sich auf Branding, gezieltes Merchandising und weiteres Wachstum des E-Commerce-Handels. „Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, Teil des Picard-Teams zu sein und die digitale Zukunft des Unternehmens mitzugestalten. Gemeinsam werden wir innovative Lösungen entwickeln, um die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden zu erfüllen und die Position von Picard weiter im E-Commerce zu stärken“, erklärt Kupa. https://picard-fashion.com IHR LOGISTIK- UND TRANSPORTDIENSTLEISTER WELTWEIT www.agotrans.de agotrans Logistik GmbH Behringstraße 1 6 3110 Rodgau Tel. : +49 (0) 6106 - 28 38 - 0 · info@agotrans.de ❙ Engagement und Verdienste gewürdigt OFFENBACH. Während der IHK-Vollversammlung im Dezember 2023 überreichte IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller die IHK-Ver- dienstmedaille in Silber im Beisein von IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner (r.) an Jörg Siebert (M.), Inhaber der Offenbacher Etikettenfabrik Joachim Siebert. Schoder-Steinmüller erklärte: „Das herausragende ehrenamtliche Engagement von Jörg Siebert lässt sich unter dem Motto zusammenfassen: Immer am Ball sein – mit Ruhe, Konzentration und der richtigen Technik. Das hat er für die IHK und in der Region in vielfacher Art unter Beweis gestellt. Dabei hat er seine unternehmerische Expertise in die IHK-Arbeit eingebracht, unter anderem als Mitglied der IHK-Vollversammlung und des IHK-Etataus- schusses seit 1996. Als dessen Vorsitzender seit 2010 bis zum Ende der Wahlperiode im Jahr 2024 gestaltete er mit präzisem Blick und schar- fer Analyse die IHK-Finanzen mit. Fachlich hat Jörg Siebert sich zudem über zusammen 21 Jahre in IHK-Gremien wie dem Forum Mittelstand, den ehemaligen Ausschüssen Industrie- und Umwelt sowie Standort für die Belange und Interessen der Unternehmen engagiert.“ https://shop.of-etiketten.de/ Fo to : I H K ❙ Handelsrichter wiederernannt OFFENBACH/DARMSTADT. Der Präsident des Landgerichts Darmstadt hat auf Vorschlag der IHK Offenbach am Main die Amts- zeit des ehrenamtlichen Handels- richters Ansgar Wiesemann, Geschäftsführer der Contemplare GmbH, Rödermark, mit Wirkung vom 15. Februar 2024 erneut um weitere fünf Jahre verlängert. www.offenbach.ihk.de/recht-und-steuern Fo to : J an C hr is to ph E lle Fo to : P ic ar d ❙ Staffelstab übergeben FRANKFURT. Der Bundesverband Mittelstand, BVMW e. V., hat Cornelia Gärtner zur Leiterin der Wirtschafts- region Rhein-Main benannt. Sie hat den Staffelstab von Rüdiger Muth übernommen, der jetzt Leiter der Verbandsorganisation in der Bundeszentrale des BVMW in Berlin ist. Das BVMW-Team in der Metropolregion setzt sich für die Interessen und Belange des Mittelstands ein und vernetzt die Unternehmen. „Gemeinsam mit meinem energiegeladenen, eingespielten Team sind wir kleinen und mittelständischen Unternehmen bei der Lösung ihrer kleinen und großen Herausforderungen von Nutzen. Mein Fokus liegt auf den zwei gro- ßen Themen Aus- und Weiterbildung sowie dem Dialog zwischen ‚alten Hasen und jungen Besen‘ – indem wir Start-ups, Gründer, Nachfolger und etablierte Unternehmen zusammenbringen“, sagt Gärtner. www.frankfurt.bvmw.de Fo to : B VM W 7Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 NACHRICHTEN ❙ Neues Management-Board EGELSBACH. Die beiden langjährigen Geschäftsführer und Eigen- tümer der delta pronatura GmbH Heiner Beckmann (76) und Gerhard Krauß (62) haben sich Ende 2023 aus dem operativen Geschäft zurück- gezogen und die Zukunft des Familienunternehmens der nächsten Generation übertragen. Nils Beckmann (2. v. l., 40) hat als CEO die Führung des Unternehmens übernommen, das die Marken Dr. Beck- mann, Bullrich, Blistex und Bi-Oil vertreibt. Neben Beckmann besteht das Management-Board aus Marco Buschmeier (r., 52), der als CMO den Bereich Marketing, Innovation & Development und Sustainabi- lity verantwortet. COO Michael Klingel (2. v. r., 52) ist seit Oktober als Director Global Operations an Bord und CFO Jan Zimpelmann (l., 49) seit November als Director Finance & Administration. Perspektivisch werden alle vier Teil der Geschäftsführung sein. www.delta-pronatura.de ❙ Spezialist für Industrieautomation HEUSENSTAMM. Michael Larsson ist seit dem 1. Januar 2024 Präsident der Dematic GmbH. Außerdem wurde er als Vorstandsmitglied der KION Group AG (KGX.DE) berufen. Er tritt die Nachfolge von Hasan Dandashly an, der in den Ruhe- stand gegangen ist. Als Vor- standsmitglied wird Larsson auch die Leitung des KION-Bereichs Industrial Truck Segment (ITS) für Nord- und Südamerika überneh- men. Gleichzeitig wird er die Verantwortung für die Region Dematic Nord- und Südamerika tragen. Larsson sei seit 35 Jahren in der Industrieautomation und Robotik tätig und habe sich als strategischer Geschäftsleiter mit Fokus auf Kundinnen und Kunden sowie Mitarbei- tende bewährt, berichtet das Unternehmen. www.dematic.com ❙ Außenbewirtung ohne Gebühr LANGEN. Auch 2024 verzichtet die Stadt Langen auf kostenpflich- tige Sondernutzungsgenehmigungen für die Außenbestuhlung von Restaurants, Cafés und Kneipen im öffentlichen Raum. Es muss lediglich ein Antrag beim zuständigen Fachdienst gestellt werden. Wegen gestiegener Kosten für Energie und Lebensmittel, Personalmangels und der Rückkehr zum Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf Speisen in Restaurants fürchteten viele Betreiber um ihre Existenz. „Wir nehmen diese Nöte sehr ernst und deshalb möchten wir die Gastronomen unterstützen, soweit uns mög- lich ist“, erklärt Bürgermeister Jan Werner. Außerdem belebe die Außengastronomie in den warmen Monaten die Stadt und steigere ihre Attraktivität. www.langen.de ❙ Kostenlos parken OFFENBACH. Das Parkhaus Innenstadt an der Berliner Straße (Zufahrt an der Ziegelstraße) hat seit Jahresbeginn einen beson- ders attraktiven Tarif: Bis zum 31. Dezember 2024 können Fahr- zeuge pro Tag für eine Stunde kostenlos geparkt werden. Ab der zweiten Stunde beträgt die Parkgebühr 1,20 Euro pro Stunde. An Markttagen (Dienstag, Freitag, Samstag) gilt bis 10:00 Uhr ein Tarif von 50 Cent pro Stunde. Von 19 Uhr bis 7 Uhr kann zum Nachttarif von insgesamt zwei Euro geparkt werden. „Wir möchten das Park- haus Innenstadt mit diesem Angebot noch bekannter machen. Gerade auch Kundinnen und Kunden der Innenstadt, die auf das Auto angewiesen sind, sollen erkennen, wie gut von hier aus die Geschäfte und auch der Wochenmarkt erreichbar sind“, sagt Martin Wilhelm, Aufsichtsratsvorsitzender des Stadtservices der Stadtwerke. Auch solle zur Verringerung des lästigen und umwelt- schädlichen Suchverkehrs nach Parkplätzen beigetragen werden. www.offenbach.de ❙ Abfall richtig trennen NEU-ISENBURG. Lorenz Deutschland ist Partner der Initiative „Mülltrennung wirkt“. Mit den dualen Systemen klärt das Fami- lienunternehmen seit Januar 2024 mit einer Online-Kampagne darüber auf, wie leere Verpackungen richtig entsorgt werden. Es sei unverzichtbar, Lebensmittel für den Transport und zum Schutz zu verpacken und wichtig, diese Verpackungen nachhaltiger zu gestalten. Schon heute sei die Mehrheit der Verpackungen des internationalen Markenportfolios recyclingfähig. Bis Ende 2025 sollen es 100 Prozent sein. Entscheidend sei aber auch die richtige Abfalltrennung. „Gemeinsam mit ‚Mülltrennung wirkt‘ möchten wir Verbraucher in Deutschland zum Mitmachen motivieren und informieren, wie unsere Verpackungen am besten entsorgt wer- den können“, sagt Ines Dzeko, Head of CSR. https://lorenz-snacks.de/ Fo to : D em at ic Fo to : d el ta p ro na tu ra 8 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 NACHRICHTEN Regional verwurzelt, global vernetzt In ihrer Funktion als DIHK-Vizepräsidentin hat Kirsten Schoder-Steinmüller, die auch Präsidentin des HIHK und nicht zuletzt der IHK Offenbach am Main ist, an der Reise von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck nach Oman, Saudi-Arabien und Israel teilgenommen. Eine DIHK-/HIHK-Delegationsreise mit DIHK-Hauptgeschäfts- führer Dr. Martin Wansleben hat Schoder-Steinmüller darüber hinaus zu Sondierungen nach Singapur und Thailand geführt. Die Vernetzung in der Welt soll auch den Wohlstand zuhause sichern. „Wir sehen in vielen anderen Ländern, dass Menschen sehr viel hungriger sind als bei uns, etwas erreichen zu wollen“, sagt Schoder-Steinmüller. Deshalb müsse sich auch in Deutschland Leistung wieder mehr lohnen. „Wir müssen die Wirtschaft stärken, weil wir uns sonst das, woran wir uns gewöhnt haben, nicht mehr leisten können“, mahnt sie. Fo to : D IH K 9Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 NACHRICHTEN IHK-Konjunkturumfrage zeigt, wo es brennt Schwache Erholung, starke Verunsicherung Die erste Konjunkturumfrage der IHK Offenbach am Main im neuen Jahr zeigt, dass die Stim- mung der Unternehmen in der Region weiter getrübt ist. Allerdings beurteilen sie ihre derzeitige Situation tendenziell positiver als im Herbst und erwarten, dass die Geschäfte bald etwas besser laufen. Der IHK-Konjunkturklimaindex steigt zu Jahresbeginn 2024 um 10,8 Punkte auf 96,3 Punkte. Er liegt weiter deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 110 Punkten. Wirklich bergauf geht es noch nicht: Investitionen und Neueinstellungen von Personal sind kaum geplant. In der Industrie laufen die Geschäfte weiterhin nur mäßig. Der Großhandel ist skeptisch, was die zukünftige Ent- wicklung betrifft. Drei Aspekte lassen dennoch auf eine Belebung der Konjunktur hoffen: Erstens haben sich die Auslands- geschäfte besser entwickelt als Ende 2023 erwartet. Zweitens berichtet die Dienstleistungsbranche, dass sich ihre Situation stabilisiert hat. Schließlich lassen hohe Tarif- abschlüsse und eine niedrigere Inflation hoffen, dass der private Konsum bald anzieht. Nach wie vor verunsichern viele unterschiedliche Risiko- faktoren die Wirtschaft. Durch die unklaren wirtschafts politischen Rahmenbedingungen sehen sich die Unter- nehmen besonders stark in ihrer Entwicklung gehemmt. Unternehmensinteressen oben auf die Agenda „Wie unsere Unternehmerinnen und Unternehmer auf die IHK-Konjunkturumfrage geantwortet haben, zeigt, dass Abgaben und Steuern, Unsicherheiten, politische Kontro- versen und Verzögerungen von Infrastrukturprojekten sie frustrieren. Zweifel an der langfristigen Wettbewerbsfähig- keit des Wirtschaftsstandorts Deutschland werden immer lauter“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbren- ner und präzisiert: „Die Betriebe sollen nachhaltiger und digitaler werden. Gleichzeitig müssen sie sich auf ihr Kern- geschäft konzentrieren und sich intern weiterentwickeln. Dafür fehlen allerdings zunehmend qualifizierte Fach- Gr af ik en : I H K 10 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 NACHRICHTEN Sie haben ein Business. Wir haben Lösungen. Exklusiv für Geschäftskunden: Mit uns profi tieren Sie von einem umfangreichen Produkt- und Service-Angebot und persönlicher Nähe. LET’S GO! MediaMarktSaturn Business. Jetzt Geschäftskunde werden kräfte. Sie können all das nur schaffen, wenn die Politik für verlässliche Rahmenbedingun- gen sorgt. Das ist angesichts der globalen Kri- sen und Herausforderungen sowie der hohen Transformationsdynamik ein großer Kraftakt. Aber wenn Deutschland seinen Wohlstand behalten soll, gehören die Bedürfnisse und Interessen der Wirtschaft ganz oben auf die politische Agenda. Die Entscheiderinnen und Entscheider in Politik und Verwaltung müssen Unsicherheiten aus dem Weg räumen und pragmatische Lösungen rasch umsetzen. Nur so wird es ihnen gelingen, das Vertrauen der Unternehmen wiederherzustellen und dem Wirtschaftsstandort eine Zukunftsperspektive zu garantieren.“ Alle Ergebnisse unter www.ihkof.de/konjunktur 11Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 NACHRICHTEN DWD hat EMAS eingeführt Umweltengagement mit System Nach einer zweijährigen Planungs- und Umsetzungsphase hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Einführung des Umweltmanagementsystems EMAS (Eco- Management and Audit Scheme) am Standort Offenbach erfolgreich abgeschlossen. Während einer Feierstunde im Dezember 2023 überreichte IHK-Hauptge- schäftsführer Markus Weinbrenner das EMAS-Zertifikat an DWD-Präsidentin Prof. Dr. Sarah Jones. Fo to : D W D Kontakt Peter Sülzen Telefon 069 8207-244 E-Mail suelzen@offenbach.ihk.de www.emas.de Spezialisiert auf Kunst- stoffverarbeitung Das Familienunternehmen Form-Plast Engi- neering und Kunststoffverarbeitungs-GmbH in Langen feierte 2023 sein 50-jähriges Bestehen. IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller (r.) und IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbren- ner (l.) gratulierten dem Geschäftsführer Andreas Markus Held (2. v. l.) und seiner Ehefrau Susanne Held (2. v. r.), die die Finanzbuchhaltung ver- antwortet, und überreichten ihnen eine Urkunde der IHK Offenbach am Main. Der Ingenieur Artur E. Held gründete das Unternehmen 1972. Sein Sohn Andreas Markus Held übernahm die Geschäftsleitung 1987, entwickelte den Kunst- stoffbereich und die Produktion der Kunststoff- form weiter und baute ab 1998 den Geschäftsbe- reich Hydraulik auf. https://hydraulik-langen.de Mit der Eintragung in das offizielle EMAS-Register an der IHK Kassel-Mar- burg und der Veröffentlichung der Umwelterklärung im Internet unter- streicht der DWD seine Verpflichtung zu Transparenz und zur kontinuierlichen Verbesserung seiner Umweltleistungen. Mit dem europäischen Umweltmanage- mentsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) können Unterneh- men Ressourcen intelligent einsparen, einen wirksamen Beitrag zum Umwelt- schutz leisten und gesellschaftliche Ver- antwortung zeigen. Die Zertifizierung stellt sicher, dass alle Umweltaspekte, von Energieverbrauch bis zu Abfall und Emissionen, rechtssicher und trans- parent umgesetzt werden. Zertifizierte Unternehmen und Organisationen dürfen das EMAS-Logo für Marketing- zwecke nutzen. Informationen zum Zertifizierungsprozess und zu Förder- möglichkeiten gibt es bei der IHK Offen- bach am Main. Fo to : F or m -P la st 12 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 NACHRICHTEN Erinnerungen online zuverlässig bewahren Ein guter Platz für Lebens- und Unternehmensgeschichten Erinnerungen an Geschehnisse, wichtige Menschen oder auch an die Geschichte eines Unternehmens bewahren, das soll die Online-Plattform Relefant erleichtern. Auf Relefant können Text-, Bild-, Ton- und Filmdokumente gespeichert, bearbeitet, organisiert und mit anderen geteilt werden. Initiator Ulrich Kreimeyer erklärt die Hinter- gründe. Wie sind Sie auf die Idee für Relefant gekommen? Der Impuls kam aus Gesprächen mit meiner Familie. Mein Vater hatte ein ereignisreiches Leben. Er musste als 15-Jähriger 1945 an Hilfseinsätzen im Krieg teilnehmen. Darüber, über die schwierigen Zeiten danach sowie den Wiederaufbau in den 50er- und 60er-Jah- ren haben wir uns viel unterhalten. Er schrieb auf mein Anraten ein spannendes Buch über sein Leben. Mein Sohn ist IT-Student und hat mit mir darüber gesprochen, wie man mit innovativen Ideen ein Unternehmen auf- bauen könnte. Beides zusammen führte zur Idee Relefant: Lebenserinnerungen auf einer digitalen Plattform nachhaltig und individuell zu erfassen, in Form und Abfolge zu bringen und über Jahrzehnte zu erhalten. Reicht es nicht, wenn ich meine Fotos und Videos auf meinem Handy oder meinem Computer speichere? Fotos und Videos sind eine Basis für unsere Erinnerungen. Viel spielt sich auch im Kopf ab. Eindrücke, Erlebnisse und Zusammen- hänge mit wichtigen Menschen ergeben die Geschichten. „Wie war denn der Opa?“ – könnten die Enkel fragen. Wenn Opa seine Geschichte erzählt und hinterlegt hat, Sprachaufnahmen hinzugefügt, die Ereignisse aufgeschrieben hat, dann wird die Lebens- geschichte komplett und gibt den Enkeln ihre Wurzeln. Erinnerungen zu sammeln und zu beschreiben, kann heilsame Wirkung haben. Der Blick auf die eigene Lebensgeschichte mache sie reicher und kompletter, haben uns Menschen erzählt. Für wen ist Relefant die richtige Plattform? Relefant können Menschen jeden Alters sich selbst oder ihren Liebsten schenken, vielleicht zum runden Geburtstag, zu Weihnachten, zum Renteneintritt, zum Jubiläum. Man kann das Gespeicherte für sich selbst nutzen, teil- weise oder insgesamt mit anderen Menschen teilen. Der technische Schutz war uns beson- ders wichtig. Die persönlichen Memoiren sind für niemanden zugänglich, es sei denn, sie werden gezielt geteilt. Was muss ich tun, um die Plattform zu nutzen? Relefant einfach kostenlos ausprobieren und „schnuppern“! Den Link zur Anmeldung gibt es auf der Homepage. Tutorials und Videos zum Kennenlernen und Nutzen sind dort, aber auch auf Youtube, verlinkt. Hochgela- dene Erinnerungen können unterschiedlich genutzt, gespeichert oder als Buch gedruckt werden. Am besten mit dem kleinsten Abo starten und bei höherem Speicherbedarf ein Upgrade buchen! Wie sehen Sie die Zukunft von Relefant? Wir haben eine repräsentative Marktstudie durchgeführt, die das Potenzial zeigt. Auf der Frankfurter Buchmesse 2023 haben wir mit vielen Menschen gesprochen, die ihre indivi- duellen Hintergründe und Lebensgeschichten endlich erzählen und niederlegen möchten. Auch Familien, Vereine und Unternehmen haben angefragt, wie sie ihre Erinnerungen gemeinsam bewahren können. Diese Grup- pen-Erinnerungen werden wir demnächst technisch ermöglichen. Wir werden die Platt- form stetig um weitere Funktionen ergänzen. Die Fragen stellte Birgit Arens Erinnerungen lassen sich auf Relefant sammeln, ordnen, speichern und teilen. Fo to : A do be St oc k Kontakt Ulrich Kreimeyer Telefon 0171 1717524 E-Mail info@relefant.de www.relefant.eu 13Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 NACHRICHTEN IHK-Magazin bestellen oder abbestellen Wer Mitglied in der IHK Offenbach am Main wird, erhält drei Printausgaben des IHK-Magazins Offenbacher Wirtschaft per Post. Eine kurze Nachricht per E-Mail mit Angabe des Unternehmensnamens und der Mitgliedsnummer (ID) genügt und das kostenlose Print-Abonnement wird fortgesetzt. Genauso einfach wird das Abonne- ment der gedruckten Ausgabe per E-Mail abbestellt. E-Mail: redaktion@offenbach.ihk.de Die Online-Ausgabe der Offenbacher Wirtschaft finden Sie unter www.offenbacher-wirtschaft.deNachrichten IHK-Wahl – Kandidaten jetzt im Internet | Ratgeber Vorsicht, wenn Grundbesitz bewertet wird! | Netzwerke Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken | Veranstaltungen IHK-Boarding Was ändert sich im neuen Jahr? 11 –12 | 2023 STARKE STIMME WIRTSCHAFT STARKE STIMME Wahl2024-OWi-Cover.indd 1Wahl2024-OWi-Cover.indd 1 10.10.2023 10:01:1710.10.2023 10:01:17Bildung Nacht der Ausbildung erstmals in Rödermark | Ratgeber Präventions programm für Logistik-Unternehmen Nachrichten Ab in die Mitte 2024 | Netzwerke WJ Offenbach auf Twinning-Touren 01 –02 | 2024 ANWR GROUP eG bleibt zuversichtlich Ernüchterung nach dem Rekordjahr 2022 Das Geschäftsvolumen der ANWR-Unternehmensgruppe sank 2023 um fünf Prozent gegenüber dem Rekord-Vorjahr auf 20,7 Milliarden Euro. „2023 war ein besonders herausforderndes Jahr“, sagt Frank Schuf- felen, CEO der ANWR GROUP eG. „Die Inflationsraten, der hohe Kostendruck sowie die durch die geopolitische Lage gedrückte Konsumstimmung machten dem Handel insgesamt zu schaffen. Als genossenschaftliche Gemeinschaft setzen wir deshalb auf die Profi- lierung der uns angeschlossenen Handelsunternehmen und fördern damit langfristig deren Profitabilität.“ Mit verschiedenen Initiativen sei dies im letzten Jahr untermauert worden. Die volatilen Rahmenbedingungen hätten zu einem verhaltenen Waren- einkauf der angeschlossenen Händler geführt. Das wiederum habe die Entwicklung des Geschäftsvolumens der ANWR-Unternehmensgruppe der letzten Jahre gedämpft. Die eigenen Verbundgruppen ANWR, GARANT, REXOR, SPORT 2000 und Goldkrone in Deutschland und dem europäischen Ausland lagen 2023 mit 2,9 Mrd. Euro neun Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Bereich Schuhe schloss das Jahr mit 1,3 Mrd. Euro (minus neun Prozent) ab, der Bereich Sport mit 1,5 Mrd. Euro (minus neun Prozent). Das Abrechnungsvolumen des Bereichs Leder- waren lag mit 116 Mio. Euro drei Prozent unter dem Vorjahr. Die beiden Banken der ANWR-Unternehmensgruppe, DZB BANK GmbH und AKTIVBANK AG, erzielten ein Geschäftsvolumen in Höhe von 17,7 Mrd. Euro. Das entspricht einem Minus von vier Prozent. Die Banken erbringen Finanzdienstleistungen für Verbundgruppen, die mehrheitlich nicht zur ANWR-Unternehmensgruppe gehören, unter anderem in den Branchen Baustoffe, Holz, Möbel, Kfz, Sanitär und Heizung, Spielzeug sowie Fahrrad. Kooperation als Kraftwerk Trotzdem sieht sich die ANWR GROUP für die Zukunft gut aufgestellt. „Wir glauben an die Stärke des kooperierenden Einzelhandels“, versi- chert Schuffelen. „Gemeinsam mit vielen Tausend Unternehmerinnen und Unternehmern auf Händler- wie auf Lieferantenseite verfügen wir über ein enormes Kraftwerk. Wir sind in der Lage, den Wandel im Handel aktiv zu gestalten. Ein solches Kraftwerk gibt Stabilität.“ Diesem Auftrag will die ANWR-Unternehmensgruppe mit ihrem dies- jährigen Zukunftsfestival „RETAIL BEATS“ Rechnung tragen: „Am 6. Juni wird auf dem Campus in Mainhausen der Herzschlag des mittel- ständischen Schuh-, Sport- und Lederwarenhandels zu spüren sein. Auf wichtige Fragen des Handels werden wir an diesem inspirieren- den Tag Antworten geben und gemeinsam Zukunftsmut tanken“, ist Frank Schuffelen überzeugt. www.anwr-group.com Fo to : A N W R Frank Schuffelen ist CEO der ANWR GROUP. 14 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 NACHRICHTEN Reisegepäck ist besonders gefragt Zuversicht und Modemut auf der ILM Rund 250 Marken aus über 20 Ländern präsentierten vom 3. bis 5. Februar 2024 ihre Kollektionen für Herbst/Winter 2024/25 auf der Internationalen Lederwarenmesse ILM in Offenbach. Die Messeleitung berichtet von gut frequentierten Hallen und einem bemerkenswerten Zuwachs an internationalen Einkäufern. „Die ILM ist das Wohnzimmer der Branche. Wir bringen zusammen, was zusammengehört: Aussteller, Händler und Designer. Alle kom- men nach Offenbach“, versichert Messe-Geschäftsführer Arnd Hinrich Kappe. Die Stimmung beschreibt er als durchweg positiv und aufge- schlossen. Ein Höhepunkt sei auch das Rahmenprogramm gewesen: Hochkarätige Keynote-Sprecher und Podiumsdiskussionen hätten Einblicke in Branchentrends und zukünftige Entwicklungen geliefert. „Edle, zeitlose Taschen, die die Schönheit des Materials in den Vorder- grund rücken, werden von unseren Kunden gesucht und gefunden“, berichtet Stefan Bruder von Abro in Rodgau. „Es geht um Taschen, die vielseitig einsetzbar sind“, ergänzt Brigitte Reiner von L.Credi, München. Wertige Optiken und funktionale Details seien unerlässlich. Dezente Farben, allen voran Schwarz, Taupe und Grau, aber auch mutige Beeren- und Brauntöne sowie Grün in sämtlichen Schattierun- gen sollen im nächsten Herbst und Winter Akzente setzen. „Mit Koffern sind wir aktuell auf der Sonnenseite unserer Branche“, freut sich Axel Bree von Stratic in Rodgau. Die Nachfrage nach funktionalem, leich- tem Reisegepäck reiße nicht ab. www.ilm-offenbach.de IHR PARTNER IN SACHEN ETIKETTEN Für jeden Etikettenbedarf die passende Lösung. Individuell in Form, Farbe, Material und Haftung. Herderstraße 8 63073 Offenbach am Main Tel 069 89993-0 Fax 069 89993-45 info@of-etiketten.de www.of-etiketten.de OFFENBACHER ETIKETTENFABRIK Joachim Siebert Anzeige_184x46_2019_Layout 1 23.10.2018 11:25 Seite 1 Fo to : A re ns / I H K Die Nachfrage nach Reisegepäck war auf der ILM nach Herstelleraussage hoch. 15Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 NACHRICHTEN IHK begrüßt Kompromisslösung Radfahren in der Frankfurter Straße muss sicherer werden Die IHK Offenbach am Main begrüßt die Pläne zur Einrichtung von Radfahrstreifen in der Frankfurter Straße in Offenbach. IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner betont: „Wir haben zahlreiche Gespräche mit Vertretern von Politik und Verwaltung sowie Unternehmen geführt und nun ist eine gute Kompromisslösung dabei herausgekommen. Der Abschnitt zwischen Wetterdienst und IHK ist eine Gefahrenstelle für Radfahrerinnen und Radfahrer. Deshalb ist die Einrichtung von Schutzstreifen nachvollziehbar. Die eigentliche Gefahrenquelle liegt jedoch in der Beschaffenheit des Straßenbelages. Wir plädieren daher dafür, das Kopfsteinpflaster und die Schienen herauszunehmen. Es entfallen allerdings auch über 60 Parkplätze: Deshalb haben wir uns in den Gesprächen für die Bedürfnisse der Unternehmen sowie deren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eingesetzt. Die für Offenbach neue Gewerbeparkregelung ist ein Ergebnis dieser Gespräche. Wir begrüßen sehr, dass Bürgermeisterin Sabine Groß persönlich auf betroffene Unternehmen zugegangen ist und nach Lösungen gesucht hat. Die Kurzzeitparkplätze im Bereich der Ortho-Klinik sind dadurch ins Kon- zept aufgenommen worden.“ Aus Sicht der IHK haben nicht nur die Anwohner einen Parkbedarf, sondern auch die Unternehmen im Quartier und ihre Arbeitskräfte. Deshalb ist die Schaffung der 32 Gewerbeparkplätze der richtige Ansatz. Hier können Pendler, die auf das Auto angewiesen sind und die im Quartier arbeiten, kostengünstig über den Tag parken. Weinbrenner unterstreicht: „Wir halten jedoch angesichts flexibler Arbeitszeitmo- delle eine etwas längere Parkdauer als die geplanten neun Stunden für erforderlich. Nach der Umsetzung sollte beobachtet werden, wie sich die Situation für die Radfahrenden und für das Anwohner- und Gewerbeparken entwickelt. Gegebenenfalls sind dann die Regelungen noch einmal weiterzuentwickeln.“ www.offenbach.ihk.de/standortpolitik Schienen, Kopfsteinpflaster, parkende Autos, dichter Verkehr – wer auf dem westlichen Teil der Frankfurter Straße in Offenbach Fahrrad fährt, lebt gefährlich. Fo to : A re ns / I H K 16 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 NACHRICHTEN Arbeitsjubiläen 25 Jahre Christoph Choroba Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Klaus-Dieter Hagge Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Danijela Hildenbeutel Imtradex Hör- und Sprechsysteme GmbH Hans-Ulrich Kimpel Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH Beate Naumann R. Alfred Zimmermann KG (Nachtrag aus 2023) 20 Jahre Riko Mahr DENTAL-UNION GmbH Marc Peter Abass GmbH Sylvia Straub Zöller Lamitex GmbH Chuming Zhang MKU-Chemie GmbH 10 Jahre Petra Armbruster DENTAL-UNION GmbH Snezha Chakarova DENTAL-UNION GmbH Petra Ciprysova MKU-Chemie GmbH Deniz Demir Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Christian Fidler DENTAL-UNION GmbH Uwe Naumann MKU-Chemie GmbH Lucas Richter Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Peter Thilthorpe Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Schöne Anerkennung für Jubilare Ihre langjährigen Mitarbeiterinnen oder Mit- arbeiter verdienen zu ihren Arbeitsjubiläen besondere Auszeichnungen. Deshalb stellt Ihnen die IHK Offenbach am Main personali- sierte Urkunden zur Verfügung, auf Wunsch kombiniert mit einer Veröffentlichung hier im IHK-Magazin „Offenbacher Wirtschaft“. Wenn Sie auf diese Weise zeigen möchten, wie sehr Sie die Zusammenarbeit mit den Jubilaren schätzen, teilen Sie uns bitte fol- gende Informationen mit: ❙ Name des Jubilars ❙ Jubiläumsdatum ❙ genaue Firmierung des Unternehmens (entsprechend Eintragung in Handelsregis- ter bzw. Gewerbeanmeldung). Die Kosten für eine gerahmte Urkunde betra- gen 40,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. www.ihkof.de/jubilare Kontakt IHK-Kundenservice Telefon 069 8207-0 | Fax -149 E-Mail service@offenbach.ihk.de Ansprechpartnerin: Judith Naethe 0261 30471-78 | naethe@ihk-akademie-koblenz.de IHK-Akademie Koblenz e.V. | Josef-Görres-Platz 19 | 56068 Koblenz www.ihk-akademie-koblenz.de Beratung und weitere Informationen: Profitieren Sie von unseren vielfältigen, praxisnahen Online-Weiterbildungen in Ihrer Branche, damit der nächste Schritt auf der Karriereleiter gelingt. © H BS – A do be S to ck Geprüfte/-r Betriebswirt/-in Geprüfte/-r Handelsfachwirt/-in Geprüfte/-r Industriefachwirt/-in Geprüfte/-r Veranstaltungsfachwirt/-in Geprüfte/-r Wirtschaftsfachwirt/-in NACHRICHTEN Fo to : D e As tis /IH K Petra und Julian Herbert konzentrieren sich im Unterneh- men aufs Kreative und zeigen, wie Pergano Pizza natürlich und umweltfreundlich verpackt. Julian Herbert und seine Mutter Petra empfangen in den offenen, weitläufigen Geschäftsräumen, die sich über gut 4.500 Quadratmeter in Obertshausen erstrecken. Im Obergeschoss ist reichlich Platz zum Verhan- deln, Entwickeln, Präsentieren und Verkaufen. Wie Kunstwerke prangen markant gestaltete Pizzakartons an zwei Wänden. Viele zeigen Restaurant-Logos. Andere werben für die Recruiting-Kampagnen von Konzernen. Mit- ten auf der Etage fängt ein Besprechungspa- villon aus Recyclingkarton den Blick. Dahinter zeigt ein Showroom einen Teil des Angebots. Einige Glastüren führen in separate Bereiche für Verwaltung oder kreatives Arbeiten. Einen Stock tiefer türmen sich im Lager Pizza- kartons, daneben Stapel von Pizzapapier. Die dünnen, transparenten Blätter sind die ursprüngliche Pergano-Innovation. Sie geht auf Henry, den Vater der Herbert-Brüder, zurück. Er ist Inhaber eines großen Papier- und Drucknetzwerks. „Ich hatte die Idee für das Pizzapapier und die Jungs haben darin Potenzial erkannt“, freut er sich. Julian Herbert nennt Details: „Das Pizzapapier bildet eine Funktionsbarriere. Die Pizza klebt nicht am Karton und behält ihren frischen Geschmack. Der Karton bleibt frei von organi- schen Substanzen wie Fett und kann ins Alt- papier. In einem patentierten mechanischen Verfahren werden die Poren des Papiers verschlossen. Es verträgt bis zu 500° C Hitze, Birgit Arens hat bei Pergano reingeschaut 18 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 NACHRICHTEN besteht aus reiner Zellulose ohne chemische Zusätze und ist vegan und kompostierbar.“ Das Gründerteam leistete Überzeugungs- arbeit. „In 15.000 Pizzerien haben wir das Produkt gezeigt und erklärt“, berichtet Julian Herbert. Nachhaltigkeit sei dabei zunächst kaum ein Thema gewesen, die Gesundheits- und Geschmacksverbesserung aber schon. „Pizzakartons kommen oft aus der Türkei oder aus China. Sie können monatelang in Contai- nern unterwegs sein. Wir lassen unsere Ver- packungen aus nachwachsenden Materialien ausschließlich in Deutschland produzieren.“ So sind zwar keine Billigkartons herzustellen, aber die persönlichen Gespräche und viel Marketing führten zu guter Nachfrage, berich- tet Petra Herbert. Ihr Mann recherchiert kurz: „2023 hat Pergano 6,8 Millionen Pizzakartons verkauft.“ Und der Sohn kündigt an: „Für dieses Jahr streben wir die Verdoppelung an.“ Pergano, das sind aktuell die drei Gründer, ein zwölfköpfiges Team sowie Petra Herbert als PR-Spezialistin und Henry Herbert als Berater, der sein Expertenwissen beisteuert. Justus Herbert ist Geschäftsführer. Andre Mordhorst leitet den Vertrieb. Die eigentliche Geburtsstunde des Start-ups schlug 2018 im Privathaus der Herberts in Obertshausen. Von dort zogen die Gründer in ein Sechs-Quadratmeter-Büro in einem Frankfurter Co-Working-Space. Mit dem Erfolg wuchs der Platzbedarf, und nach weiteren Stationen kehrte Pergano 2022 nach Oberts- hausen zurück. „Wir haben auch in Frankfurt und Offenbach gesucht. In Obertshausen ging alles seriös zu. Die Wirtschaftsförderung hat uns sehr unterstützt. Mit der Gefi Bau GmbH, unserem Vermieter, haben wir gut zusam- mengefunden. Hier können wir weiterwach- sen“, ist Julian Herbert sicher. Tatsächlich klingt es nach Wachstum, was Pergano angestoßen hat und plant. Gebrandete Lebensmittelverpackungen für qualitäts- und nachhaltigkeitsbewusste Bäckereien, Feinkostanbieter, Foodtrucks oder Freizeitparks gehören schon zum Sorti- ment, aber auch komplette Gestaltungs- und Marketingkonzepte inklusive Internet- und Social-Media-Auftritt. Längst geht es um mehr als Papier und Pappe. Julian Herbert erklärt: „Wir bündeln die besten Lösungen für die Gastronomie in einem Netzwerk. Daher kön- nen wir hochwertige Gläser, Geschirr, Besteck oder Servietten in hoher Stückzahl von den Herstellern beziehen und günstig anbieten. Auch in kleinen Mengen. Ein eigenes Pergano- Banking wird unseren Kunden finanzielle Spielräume verschaffen.“ Auch andere lässt das Unternehmen an seinem Erfolg teilhaben, wie Petra Herbert beschreibt: „Vom Verkaufserlös jedes Blatts Pizzapapier spenden wir einen Teil an den Bundesverband Kinderhospiz e. V. So tragen wir dazu bei, dass kranke Kinder ihre Lebens- träume verwirklichen können.“ www.pergano.de Pizza sollte nachhaltiger, gesünder und schöner verpackt werden – fanden Justus und Julian Herbert sowie Andre Mordhorst. Sie gründeten das Start-up Pergano, verwirklichten die Vision und entwickeln sie weiter. 19Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 NACHRICHTEN a n l i e f e r u n g 5 4 S c h u l e b i s t r o S u p e r m a r k t B I B L I O T H E K B r a t h a u s T A X I H O T E L EINE GUTE GRUNDLAGE FÜR DIE INTERESSENVERTRETUNG IHK-Standortumfrage 2023 für die Region Offenbach Vom 1. bis 30. November 2023 hat das Team Standortentwicklung der IHK Offenbach am Main Unternehmen zu allen relevanten Themen rund um den Standort Region Offenbach befragt. IHK-Geschäftsführer Frank Achenbach hat die Ergebnisse in allen 14 Kommunen vorgestellt und gibt Antwort auf zentrale Fragen. 20 TITELTHEMA a n l i e f e r u n g 5 4 S c h u l e b i s t r o S u p e r m a r k t B I B L I O T H E K B r a t h a u s T A X I H O T E L Verteilung der Antworten nach Unternehmenssitz 14 Kommunen 1.408 Antworten bei rund 35.000 Unternehmen Mühlheim am Main 4 % Offenbach am Main 26 % Neu-Isenburg 7 % Dreieich 10 % Langen 10 % Egelsbach 3 % Rödermark 8 % Dietzenbach 5 % Rodgau 7 % Hainburg 4 % Seligenstadt 5 % Mainhausen 3 % Obertshausen 4 % Heusenstamm 4 % Wen haben Sie befragt und wer hat geantwortet? In unserem IHK-Bezirk, der Stadt und Kreis Offen- bach umfasst, gibt es rund 35.000 Unternehmen. Davon sind etwa 12.000 Unternehmen im Handels- register eingetragen und 21.000 sind Kleingewerbe- treibende. Wir haben alle Unternehmen per Brief angeschrieben, die im Handelsregister eingetragen sind, da dies tendenziell größere Unternehmen sind. Zusätzlich haben wir aber noch viele weitere Kleingewerbetreibende per E-Mail angeschrieben oder über unsere Webseite, in unseren Newslettern und in unserem IHK-Magazin zur Teilnahme auf- gerufen. Es haben sich insgesamt 1.408 Unternehmen an der Umfrage beteiligt. Die meisten aus der Stadt Offenbach (26 Prozent), Dreieich und Langen (je zehn Prozent). Die Branchenschwerpunkte sind bunt gemischt. Mit etwa 70 Prozent beteiligten sich Unternehmen mit bis zu neun Beschäftigten. Aller- dings haben auch 100 Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten die Fragen beantwortet. Warum führen Sie die Standortumfrage regelmäßig durch? Unsere Aufgabe ist es, die Interessen der Unter- nehmen aus Stadt und Kreis Offenbach gegenüber Politik und Verwaltung zu vertreten. Dafür sprechen wir kontinuierlich mit politischen Fraktionen, Bun- des- und Landtagsabgeordneten, Bürgermeistern, Verwaltungen und vielen weiteren Personen. Die Standortumfrage bietet eine gute Grundlage hierzu. Wir haben schwarz auf weiß, was als beson- ders wichtig erachtet wird am Unternehmensstand- ort. Dies ist bereits die fünfte Standortumfrage seit 2014. Somit können wir Trends und Veränderungen ableiten und das auch auf kommunaler Ebene. Mit Gr af ik en : K im A ng ie C ic ut tin 8 % Verarbeitendes Gewerbe 10 % Einzelhandel 7 % Großhandel 2 % Handel/ Reparatur Kfz 6 % Baugewerbe 10 % Dienstleistungen 2 % Verkehrs- wirtschaft 5 % Grundstücks- und Wohnungswesen 9 % Information und Kommunikation 8 % Finanz-, Kredit- und Versicherungswirtschaft 14 % Andere Dienstleistung 11 % Sonstige 4 % Gastgewerbe 4 % Gesundheits- und Sozialwesen Verteilung der Antworten nach Branchen schwerpunkt 21 TITELTHEMA was sind die Unternehmen zufrieden, mit was unzufrie- den? Wo gibt es Fehlentwicklungen, wo besteht Hand- lungsbedarf? Viele teilen konstruktive Kritik mit, geben uns so Aufgaben und Priorisierung für unsere künftige Arbeit, damit wir die Unternehmen bestmöglich unter- stützen können. Was sind drei zentrale Ergebnisse? Die Region Offenbach erhält insgesamt die Note 2,8. Das bedeutet, eine Grundzufriedenheit mit dem Wirtschafts- standort liegt auf jeden Fall vor. Allerdings haben sich die Zufriedenheitswerte für viele Kriterien im Zeitverlauf verschlechtert. Das zeigt, dass an vielen Stellen gearbeitet werden muss, um die Standortbedingungen zu verbessern. Die Verfügbarkeit von Fachkräften ist das wichtigste Thema für die Unternehmen. Gleichzeitig ist die Zufriedenheit diesbezüglich deutlich zurückgegangen (Note 4,2). Hier müssen die Anstrengungen künftig noch mal verstärkt und es muss an ganz vielen verschiedenen Stellschrauben angesetzt werden. 30 Prozent der befragten Unternehmen nutzen derzeit Glasfaser. Weitere 24 Prozent planen einen Anschluss ans Glasfasernetz. In den Kommunen finden wir sehr unter- schiedliche Situationen vor. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist heutzutage ein Muss für einen starken Wirtschaftsstandort. Hier muss sich viel bewegen, damit wir wettbewerbsfähig bleiben. Was passiert mit den Ergebnissen? Wir veröffentlichen die Ergebnisse auf unserer IHK-Inter- netseite. Außerdem haben wir bereits Gespräche mit den Bürgermeistern aus allen 14 Kommunen und mit dem Landrat geführt. Hier haben wir über Ergebnisse, Verän- derungsbedarf und mögliche Aktivitäten auf kommunaler Ebene diskutiert. Die Standortumfrage werden wir auch als Grundlage für weitere Politikgespräche nutzen, und um eine Priorisie- rung für unsere künftige Arbeit abzuleiten. Die Fragen stellte Judith Müller, IHK Offenbach am Main. Alle Ergebnisse der IHK-Standort umfrage unter: www.ihkof.de/stu Wie ist Ihre Zufriedenheit mit dem Standort insgesamt? sehr hoch hoch eher hoch eher gering gering sehr gering 1 = sehr hoch bis 6 = sehr gering Durchschnittsnote 2023 2,8 Durchschnittsnote 2021 2,7 37 % eher hoch 13 % 15 % 29 % 4 % 2 % Wie haben sich die Standortbedingungen in den letzten fünf Jahren aus Ihrer Sicht verändert? stark verbessert verbessert eher verbessert eher verschlechtert verschlechtert stark verschlechtert 1 = stark verbessert bis 6 = stark verschlechtert Durchschnittsnote 2023 3,3 Durchschnittsnote 2021 3,3 40 % eher verbessert 3 % 16 % 31 % 7 % 3 % Frank Achenbach und sein IHK-Team Standortentwicklung haben schon fünf Standortumfragen durchgeführt und dabei wichtige Informationen für die IHK-Arbeit gewonnen. Fo to : I H K keine Beschäftigten/ nur mich 30 % 50 bis 99 Beschäftigte 6 % 1 bis 9 Beschäftigte 39 % 100 bis 199 Beschäftigte 3 % 10 bis 19 Beschäftigte 10 % 200 bis 499 Beschäftigte 3 % 20 bis 49 Beschäftigte 8 % mehr als 500 Beschäftigte 1 % Verteilung der Antworten nach Unternehmensgröße (gemessen an der Zahl der Beschäftigten) 22 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 TITELTHEMA Sparkasse OffenbachSparkasse Offenbach Wenig Fachkräfte, hohe Wohnungspreise, gute Anbindung Die Ergebnisse im Überblick Zu vielen entscheidenden Standortkriterien hat die IHK Offenbach am Main erfahren, wie ihre Mitgliedsunter nehmen sie aktuell sehen. Die Teilnehmer an der IHK-Standortumfrage haben ihre Bewertungen nach dem Schulnotensystem abgegeben (1 = sehr hoch, 2 = hoch, 3 = eher hoch, 4 = eher gering, 5 = gering, 6 = sehr gering). Allgemeine Standortzufriedenheit Die Region Offenbach ist ein starker Wirtschaftsstandort, der von den Unternehmen die Gesamtnote 2,8 erhält. Seit 2016 ist die Gesamt- zufriedenheit damit leicht zurückgegangen. Insgesamt blicken aber 79 Prozent der Befragten positiv auf die Region Offenbach. Damit ist weiter eine Grundzufriedenheit gegeben. Die Bewertungen in den Kommunen liegen zwischen 2,5 und 2,9 und gehen damit nicht sehr weit auseinander. Unternehmen mit den Branchenschwerpunkten Einzelhandel und Gastgewerbe sind insgesamt unzufriedener mit dem Standort. Dazu tragen sicher die allgemeinen aktuellen Rahmenbe- dingungen bei. Unternehmen aus dem Bereich Handel bzw. Reparatur von Kraftfahrzeugen und der Gesundheitsbranche äußern eine höhere Gesamtzufriedenheit. Wie sich der Standort innerhalb der letzten fünf Jahre entwickelt hat, wird mit einer Note von 3,3 als befriedigend ein- geschätzt. 2023 2021 Standortzufriedenheit insgesamt 2,8 2,7 Veränderung der Standortbedingungen 3,3 3,3 Wirtschaftsfreundlichkeit und Verwaltung Die Wirtschaftsfreundlichkeit der Verwaltung ist für drei Viertel der Unternehmen von hoher Bedeutung und damit der zweitwichtigste Standortfaktor (nach der Verfügbarkeit von Fachkräften). Die top vier Bürokratiebelastungen auf kommunaler und Kreisebene betreffen Steuern, Bauen, Energie und Gewerberecht. Bei der Zufrie- denheitsabfrage zu verschiedenen Verwaltungseinheiten schneiden die Bürgerbüros mit 2,8 am besten und die Ausländerbehörden mit 4,4 am schlechtesten ab. Die Bürgermeister in der Region werden in ihrer Offenheit für Wirt- schaftsthemen sehr unterschiedlich wahrgenommen und mit Noten zwischen 2,1 und 3,9 bewertet. Während 53 Prozent der befragten Unternehmen mit der Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung „eher bis sehr zufrieden“ sind, sehen sich 47 Prozent weniger gut unterstützt und stufen ihre Zufriedenheit mit „eher niedrig bis sehr niedrig“ ein. Größere Unternehmen sind tendenziell zufriedener mit der Wirtschaftsförderung als kleinere. 2023 2021 Wirtschaftsfreundlichkeit der kommunalen Verwaltung 3,2 3,3 Unterstützung durch die kommunale Wirtschaftsförderung 3,5 3,3 Offenheit des (Ober-)Bürgermeisters zu Wirtschaftsthemen 2,9 3,0 Informationsangebot zum Wirtschaftsstandort 3,3 – 79 % sehen die Region Offenbach als Wirtschafts- standort positiv 74 % finden, dass die Wirtschaftsfreundlichkeit der Verwaltung eine hohe Relevanz hat Alle Ergebnisse der IHK-Standort umfrage unter: www.ihkof.de/stu 24 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 TITELTHEMA Ist die Handlungsfähigkeit Ihres Unternehmens gefährdet? Erfahren Sie, wie Sie sich mit dem Legal Entity Identifier (LEI) rechtlich absichern. Code scannen & mehr erfahren! Die Abgabefrist Ihrer Bilanzen sitzt Ihnen im Nacken? Schnell umsetzen, direkt übermitteln und Frist einhalten! LEIReg www.leireg.de www.ebilanz-online.de Code scannen & mehr erfahren! Zufriedenheit mit Institutionen auf kommunaler und Kreisebene Gesamtnote Region Offenbach Baubüro 3,7 Gewerbeamt 2,9 Bürgerbüro 2,8 Ordnungsamt 3,5 Gesundheitsamt 3,4 Veterinäramt 3,3 Bauaufsicht 4,0 Amtsgericht Offenbach 4,0 Ausländeramt 4,4 Kfz-Zulassungsstelle 3,3 IHK 3,0 Energieversorger/Netzbetreiber 3,3 Verkehrsinfrastruktur Auch in Zeiten von Digitalisierung und Homeoffice bleiben Anbindung und Erreichbarkeit der Unternehmen von zentraler Bedeutung. Mit 1,8 erhält die Anbindung der Standorte in der Region an die Autobahn einen Topwert. Zufriedenheit besteht mit 2,1 auch für die Anbindung an den Flughafen und mit 2,3 für die generelle Erreichbarkeit der Unternehmen. Während die Anbindung an das Radwegenetz seit 2021 besser beurteilt wird, sinkt die Zufriedenheit mit den Parkmöglichkei- ten und dem Zustand der Straßen. Als wichtigste Handlungsfelder für eine zukunftsfähige Verkehrsinfra- struktur werden mit 60 Prozent der „Erhalt der Straßeninfrastruktur und Umbau von Engstellen“ genannt sowie mit 54 Prozent die „Aus- weitung und Ertüchtigung des ÖPNV“. 2023 2021 Erreichbarkeit Ihres Unternehmens 2,3 2,5 Anbindung an den Flughafen 2,1 2,5 Anbindung an das Autobahnnetz 1,8 2,2 Anbindung an den Fernbahnverkehr 3,0 2,9 Anbindung an den ÖPNV 2,6 2,6 Anbindung an das Radwegenetz 2,6 2,8 Zustand der Straßen 3,4 3,2 Parkmöglichkeiten 3,6 3,4 Arbeitsmarkt und Bildung Die „Verfügbarkeit von Fachkräften“ ist für 80 Prozent von hoher Bedeutung, wird aber in der Region nur mit 4,2 bewertet. Mehr als jedes zweite Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden will künftig zusätzliche Arbeitskräfte einstellen. Für drei Viertel der Unternehmen ab 50 Mitarbeitenden ist die Verfügbarkeit von Auszubildenden von großer Relevanz. Jedoch steigt auch hier die Unzufriedenheit. Dane- Mit 1,8 erhält die Region für die Anbindung an das Autobahnnetz einen Topwert Hier besteht Handlungsbedarf! Die Verfügbarkeit von Fachkräften ist das wichtigste Standortkriterium, erhält aber nur die Note 4,2 Anzeige 25Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 TITELTHEMA ben hat sich auch die Zufriedenheit mit der Betreuung von Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren verschlechtert, von 3,0 im Jahr 2016 zu 3,8 im Jahr 2023. Die Lage in den Kommunen ist hier offensichtlich sehr unterschiedlich, so dass die Bewertungsspanne zwischen 3,2 und 4,2 liegt. 2023 2021 Verfügbarkeit von Auszubildenden 3,9 3,5 Verfügbarkeit von Fachkräften 4,2 3,7 Räumliche Nähe zu Schulen/Schulangebot 2,6 2,8 Kooperation mit Schulen 3,4 – Betreuungsangebot für Kinder 0–6 Jahre* 3,8 3,2 Betreuungsangebot für Grundschulkinder 3,6 – Verfügbarkeit von Deutschsprachkursen für ausländische Arbeitskräfte 3,8 – *2021 abgefragt als Betreuung von Kleinkindern Planen Sie in der nächsten Zeit eine Erweiterung/ Veränderung Ihres Unternehmens, für die Sie zusätz liche Mitarbeitende benötigen? Region ja 36 % nein 51 % weiß nicht 14 % Flächen und Standortkosten Der Anteil von ansässigen Unternehmen, die künftig zusätzliche Flächen benötigen, ist seit 2021 von 30 Prozent auf 18 Prozent im Jahr 2023 zurückgegangen. Am häufigsten geben Unternehmen aus dem Bereich Verkehr, Bau sowie Großhandel an, weitere Flächen zu benöti- gen. 46 Prozent wollen den Standort verlassen, wenn sie die zusätzlich benötigte Fläche nicht finden. In diesem Themenbereich finden sich die drei Standortkriterien mit den geringsten Zufriedenheitswerten der Befragung: Miet-/Kaufpreise von Wohnimmobilien (4,5), Höhe der Grundsteuer (4,4), Verfügbarkeit von Wohnimmobilien (4,3). 2023 2021 Verfügbarkeit von Gewerbeflächen 3,3 3,4 Miet-/Kaufpreise von Gewerbeflächen 3,9 3,8 Verfügbarkeit von Wohnimmobilien 4,3 4,2 Miet-/Kaufpreis von Wohnimmobilien 4,5 4,3 Höhe der Gewerbesteuer 4,1 3,9 Höhe der Grundsteuer 4,4 4,2 Planen Sie in den nächsten Jahren eine Erweiterung/ Veränderung Ihres Unternehmens, für die Sie zusätz liche Flächen am Standort benötigen? Region Offenbach ja 18 % nein 66 % weiß nicht 16 % Sollten Sie die zusätzlich benötigten Flächen vor Ort nicht finden, würden Sie Ihren Standort verlagern? Region Offenbach ja 46 % nein 34 % weiß nicht 20 % Digitale Infrastruktur Die Versorgung mit Glasfaser am Unternehmensstandort und die Netzabdeckung (Mobilfunk) sind für 68 Prozent bzw. 66 Prozent der Unternehmen wichtige Standortkriterien. Bei den Unternehmen ab 50 Mitarbeitenden ist die Glasfaserversorgung sogar der wichtigste Standortfaktor mit 85 Prozent. Die Zufriedenheit mit der Glasfaserver- sorgung am Unternehmensstandort beträgt durchschnittlich 3,4. Die Bandbreite in den Kommunen geht weit auseinander. Mainhausen glänzt mit einer 1,6, während die geringste Zufriedenheit 4,1 beträgt. 30 Prozent der befragten Unternehmen nutzen derzeit Glasfaser. Bei weiteren 24 Prozent ist ein Anschluss geplant. Die Angaben reichen in den 14 Kommunen von 15 Prozent Glasfasernutzung bis zu 90 Prozent. Wenn kein Glasfaseranschluss genutzt wird, liegt das vor allem an einer fehlenden Versorgung im Umfeld. Viele Befragte sehen jedoch auch keinen Bedarf bzw. geben an, dass ihre aktuelle Internetverbin- dung ausreicht. Die Zufriedenheit mit der Höhe der Gewerbesteuer hat sich von 3,6 in 2018 zu 4,1 in 2023 verschlechtert 30 % nutzen aktuell Glasfaser, bei 24 % ist der Anschluss geplant 26 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 TITELTHEMA 2023 2021 Versorgung mit Glasfaser an Ihrem Unternehmensstandort 3,4 – Versorgung mit Glasfaser in Ihrer Kommune insgesamt 3,5 – Netzabdeckung (Mobilfunk) 3,1 2,9 Nutzen Sie aktuell einen Glasfaseranschluss? Region ja 30 % nein 41 % nein, ist aber geplant 24 % weiß nicht 4 % Standortattraktivität Besonders bei der Gewinnung von Fachkräften spielt die Attraktivität des Unternehmensstandortes z. B. in Bezug auf Einkaufen, Gastrono- mie oder Freizeitmöglichkeiten eine große Rolle. Die Region erhält hier Durchschnittswerte von 2,9 für das Kultur-, Sport- und Freizeitangebot bis 4,1 für die Attraktivität der Innenstadt bzw. des Ortskerns. Letzteres Kriterium ist besonders wichtig für die Unternehmen. Die Kommunen in der Region weisen hier die größte Notenspanne von 2,2 bis 4,8 auf. Nahezu alle Standortkriterien in diesem Themenbereich werden heute schlechter bewertet als in früheren Befragungen. 2023 2021 Vernetzungsgrad der Unternehmen untereinander 3,4 – Image der Kommune 3,4 3,2 Attraktivität der Innenstadt bzw. des Ortskerns 4,1 3,8 Einkaufsmöglichkeiten 3,4 3,2 Gastronomisches Angebot 3,2 3,0 Hotelangebot und Tagungsmöglichkeiten 3,4 3,3 Kultur- Sport- und Freizeitangebot 2,9 2,9 Gesundheitsversorgung 3,0 2,9 Ökologische Nachhaltigkeit Bei der Frage nach umgesetzten Maßnahmen auf dem Weg zur Klima- neutralität zeigt sich, dass ein Großteil der Unternehmen – nämlich 72 Prozent – schon Energieeinsparmaßnahmen ergriffen haben. Bei einer Unternehmensgröße ab 50 Mitarbeitenden liegt die Anzahl bei über 90 Prozent. Am zweithäufigsten (40 Prozent) haben sich Unter- nehmen mit nachhaltigem Einkauf beschäftigt oder auf Ökostrom (31 Prozent) umgestellt. Nur ein geringer Anteil der Unternehmen hat bereits eine Energie- (elf Prozent) oder CO2-Bilanz (sechs Prozent) erstellt. Nur wenige geben an, noch nichts unternommen zu haben. Bei größeren Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden haben alle bereits Maßnahmen umgesetzt. Ihren Umsetzungsgrad bei der Transformation bis zur Klimaneutralität schätzen die Unternehmen bei sich selbst mit einer 3,4 höher ein als in ihrer Kommune (3,8) oder am gesamten Standort Deutschland (3,5). 2,2 bis 4,8 Die größte Notenspanne innerhalb der Kommunen in der Region Offenbach weist die Attraktivität der Innenstadt bzw. des Ortskerns auf Nur 5 % aller Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten haben noch keine Maßnahmen auf dem Weg hin zur Klimaneutralität getroffen für Arbeits- und Umweltschutz www.stb-hsc.com für Arbeits- und Umweltschutz www.stb-hsc.com Rheinstraße 35 · 63225 Langen Telefon +49 6103 301 240 0 mail@stb-hsc.com · www.stb-hsc.com für Arbeits- und Umweltschutz www.stb-hsc.com 27Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 TITELTHEMA Fazit und Handlungsempfehlungen Hier gibt es Handlungsbedarf Die Ergebnisse der Standortumfrage zeigen, was unsere Region auszeichnet und wie viel sie Unternehmen zu bieten hat. Sie verdeutlichen aber ebenso, was die Wirtschaft in Stadt und Kreis Offenbach daran hindert, ihre Potenziale auszuschöpfen und sich bestmöglich zu entwickeln. Genau hier muss die Arbeit weitergehen. Die IHK Offenbach am Main hat aus der IHK-Standortumfrage eine Vielzahl von Einschätzungen und Anregungen von Unternehmerinnen und Unternehmern gewonnen, sowohl für den gesamten Wirt- schaftsstandort als auch für die einzelnen Städte und Gemeinden. Einige Themen haben sich als besonders drängend heraus- kristallisiert. Fachkräfte Die Verfügbarkeit von Fachkräften ist das zentrale Thema. Das Kriterium hat die höchste Relevanz für die Unternehmerinnen und Unternehmer und einen der niedrigsten Zufriedenheitswerte. Deshalb müssen alle relevanten Stellen zusammenarbeiten und die vorhandenen Stellschrauben drehen, damit die Fachkräfteverfügbarkeit zunimmt. Ansätze dafür gibt es bei der Kinderbetreu- ung, Willkommenskultur, Fachkräftezuwan- derung, Ausbildung, Qualifizierung und Berufsorientierung. Wohnraum Die Fachkräfteverfügbarkeit hängt eng damit zusammen, ob Wohnimmobilien verfügbar und erschwinglich sind. Auch hier fielen die Bewertungen schlecht aus. Kommunen müssen Flächen für Wohnungsbau aus- weisen. Unternehmen sollten sich mit der Wohnraumsituation ihrer Mitarbeitenden beschäftigen und zum Beispiel „Azubiwoh- nen“ anbieten. Verwaltung Ob die Verwaltungseinheiten eines Stand- ortes wirtschaftsfreundlich sind, ist für Unternehmen sehr bedeutend. Handlungs- spielräume sollten hier unbedingt ausgenutzt werden. Institutionen mit niedrigen Zufrie- denheitswerten sollten sich selbst reflektieren und überlegen, wie sie ihre Serviceorientie- rung stärken können und ob sich Prozesse kundenfreundlicher gestalten lassen. Digitale Infrastruktur Unternehmen brauchen leistungsfähige digitale Infrastrukturen. Die Versorgung mit Glasfaser ist in der Region sehr unterschied- lich. Viele Ausbauprojekte laufen aktuell. Anbindung an Anbindung an Erreichbarkeit Ihres Rad weg en et z den ÖPNV Schulen/Schulangebot Ku ltu r- , S po rt - un d Off e nh eit de s ( Obe r-) Bürge rmeist ers das Autobahnnetz den Flughafen Unternehm ens Anbin du ng an da s Anbindung an Räumliche Nähe zu Fr ei ze ita ng eb ot zu W irt sch aft sth em en 1 2 3 4 5 6 1,8 2,1 2,3 2,6 2,6 2,6 2,9 2,9 Hohe Zufriedenheit 1 = sehr hoch bis 6 = sehr gering, Durchschnittsnote: Miet-/Kaufpreis von Höhe der Verfügbarkeit von Fac hk räf ten Gewerbesteuer bzw. des Ortskerns M ie t- /K au fp re is e vo n Ve rfü gb ark eit vo n Wohnimmobilien Grundsteuer W ohnim m obilien Verf üg ba rke it vo n Höhe der Attraktivität der Innenstadt Ge w er be f ä ch en Au szu bil de nd en 1 2 3 4 5 6 4,5 4,4 4,3 4,2 4,1 4,1 3,9 3,9 Geringe Zufriedenheit 1 = sehr hoch bis 6 = sehr gering, Durchschnittsnote: STANDORTFAKTOREN IM ÜBERBLICK 28 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 TITELTHEMA Der flächendeckende Glasfaserausbau muss Priorität haben und in Kooperation mit Telekommunikationsanbietern intensiviert und vorangetrieben werden. Auch mit Blick auf den Ausbau der 5G-Technologie sind die Kommunen und die Unternehmen gefordert, geeignete Standorte für Mobilfunkmasten bereitzustellen. Verkehrsinfrastruktur Nach wie vor sind die gute verkehrliche Anbindung und die zentrale Lage die ent- scheidenden Standortfaktoren für die Region Offenbach. Diese Wettbewerbsvorteile gilt es zu erhalten. Eine Priorität sollte auf der Ver- besserung der Verkehrsinfrastruktur liegen. Wo alles gut funktioniert, sollten Struktu- ren gepflegt werden. Engstellen müssen behoben werden. Wichtig ist es auch, die Angebote im ÖPNV auszubauen und weiter zu optimieren. Gewerbeflächen Weniger Unternehmen haben derzeit einen zusätzlichen Flächenbedarf. Dies dürfte vor allem an der aktuellen wirtschaftlichen Lage und der Transformation der Arbeitswelt liegen. Trotzdem sind es immerhin noch 18 Prozent, die künftig zusätzliche Flächen benötigen. Ein Großteil davon werden ihren Standort verlassen, wenn sie sich vor Ort nicht weiterentwickeln können. Kommunen brauchen dringend eine Flächenstrategie, um Potenziale zu identifizieren und eine qualitative Entwicklung der Bestandsgebiete voranzutreiben. Innenstädte und Ortskerne Die Innenstadt beziehungsweise der Ortskern bleibt ein zentraler Identifikationspunkt und Imagefaktor für jede Kommune. Die Zufrie- denheit mit vielen Kriterien, die einen Stand- ort „lebenswert“ machen, nimmt ab. Das hängt sicher nicht zuletzt mit der schwierigen Entwicklung zusammen, die viele Gewerbe- treibende, die für die Innenstädte wichtig sind, zuletzt durchlaufen haben – verursacht durch die Pandemie, den Fachkräftemangel, die Rückkehr zu 19 Prozent Mehrwertsteuer in der Gastronomie oder die Konkurrenz durch den Onlinehandel. Alle Beteiligten sollten überlegen, wie die Zentren lebendig bleiben. Es geht darum, gemeinsam Orte zu schaffen, an denen sich Menschen gerne aufhalten und begegnen. Autorin Judith Müller Telefon 069 8207-250 E-Mail mueller@offenbach.ihk.de 1 2 3 4 5 6 3,83,2 2,1 2,5 1,8 2,2 2,8 2,6 2,5 2,3 4,1 3,8 3,5 3,9 3,7 4,2 Betreuungsangebot Anbindung an Anbindung an das Rad weg en et z Unternehmens bzw. des Ortskerns Ve rf üg ba rk ei t v on Ve rfü gb ark eit vo n für Kinder 0-6 Jahre den Flughafen das Autobahnnetz Anb ind un g a n Erreichbarkeit Ihres Attraktivität der Innenstadt Au sz ub ild en de n Fa ch krä fte n Veränderung zu 2021 1=sehr hoch bis 6=sehr gering, 2021 grau, 2023 farbig Durchschnittsnote: Verfügbarkeit von Wirtschaftsfreundlichkeit der Erreichbarkeit Ihres am Unter ne hm en sst an do rt Gewerbesteuer (Mobilfunk) An bi nd un g an d as Pa rkm ög lic hk eit en Fachkräften kommunalen Verwaltung Unternehm ens Vers orgu ng m it Gl as fa se r Höhe der Netzabdeckung Au to ba hn ne tz 100% 80% 60% 40% 20% 80 % 74 % 72 % 68 % 67 % 66 % 56 % 55 % Hohe Bedeutung Angaben in Prozent Alle Ergebnisse der IHK-Standort umfrage unter: www.ihkof.de/stu Gr af ik en : K im A ng ie C ic ut tin Kategorien: ● Wirtschaftsfreundlichkeit und Verwaltung ● Verkehrsinfrastruktur ● Arbeitsmarkt und Bildung ● Flächen und Standortkosten ● Digitale Infrastruktur ● Standortattraktivität 29Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 TITELTHEMA DIHK-Report muss aufrütteln Unternehmer finden immer schwerer Nachfolger Es war noch nie so herausfordernd geeignete Nachfolgerinnen oder Nachfolger zu finden. Das zeigt der Report Unternehmensnachfolge der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Die Analyse des Reports, basierend auf rund 24.000 Kontakten von IHK-Beraterinnen und -Beratern aus dem Jahr 2022, lässt eine alarmierende Prognose zu: Innerhalb der nächsten fünf Jahre könnten etwa eine Viertelmillion Unternehmen, deren Inhabe- rinnen und Inhaber über 60 Jahre alt sind, vorzeitig schließen. Dem Report zufolge gibt es in der IHK-Nachfolgeberatung mehr als dreimal so viele Angebote wie Übernahme- interessenten. Das nachlassende Interesse, ein Unterneh- men zu übernehmen, lässt sich maßgeblich auf die demografische Entwicklung zurück- führen. Mit anderen Worten: Es gibt einfach nur wenige Menschen, die eine Nachfolge antreten könnten. Allein dadurch ist der starke Rückgang in den letzten beiden Jahren aber nicht zu erklären. In den IHK-Beratungs- gesprächen wird deutlich, wie sehr die unge- wisse wirtschaftliche Zukunft, die steigenden Kosten für Energie, der Fachkräftemangel sowie die enorme Regulierungsdichte verun- sichern und vor dem Schritt in die Selbststän- digkeit abschrecken. IHK berät und bringt Interessierte zusammen Die IHK Offenbach am Main bietet zum Thema Nachfolge ein umfassendes Unterstützungs- paket an. Den Schwerpunkt bildet die indi- viduelle Beratung, zum Beispiel im Rahmen eines IHK-Expertengesprächs. Darüber hinaus ist die IHK Offenbach am Main Regionalpart- ner der Unternehmenswerkstatt Deutschland, eines Onlineportals mit integriertem Busi- nessplantool sowie einem Unternehmens- wertrechner. Die Nutzung ist kostenfrei. Zwei IHK-Onlinetutoren unterstützen auf Wunsch digital und stehen für Fragen zur Verfügung. Die IHK Offenbach am Main ist auch Regional- partner von Deutschlands größter Unter- nehmensbörse Nexxt-Change. Abgerundet wird das IHK-Angebot mit umfangreichem Informationsmaterial und regelmäßig statt- findenden Veranstaltungen. Kontakt Holger Winkler Telefon 069 8207-226 E-Mail winkler@offenbach.ihk.de Fo to : A do be S to ck – tu ne di n Das eigene Lebenswerk in gute Hände weiterzugeben, ist eine wichtige und schwierige Aufgabe. Infos und Angebote zur Unternehmens- nachfolge DIHK-Report Unternehmensnachfolge 2023: www.offenbach.ihk.de/N1615 Unternehmenswerkstatt Deutschland: www.uwd.de IHK-Expertengespräch: www.ihkof.de/expertengespraeche Nexxt-Change Unternehmensbörse: www.nexxt-change.org 30 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 RATGEBER Sicherheit in den Lieferketten schaffen Viele Argumente sprechen für Indien Welche Rolle spielt Indien für deutsche Mittelständler? Welche Branchen haben in Indien die besten Chancen? Was sind die größten Risiken für die Investoren? Ein Gespräch über diese und weitere Fragen mit Stefan Halusa, Geschäftsführer der AHK Indien. Am südlichsten Zipfel Mumbais sitzt vis à vis vom World Trade Center Stefan Halusa, Geschäftsführer der AHK Indien, die in sechs Wirtschaftsmetropolen des Landes rund 100 Mitarbeitende beschäftigt. Über Mangel an Interesse am Standort Indien kann der asien- erfahrene Manager und ehemalige Präsident der AHK Korea seit dem Ende von Covid-19 nicht klagen. Welche Rolle spielt Indien für deutsche Mittelständler? Das Interesse hat nach dem Ende von Covid- 19 deutlich zugenommen. Speziell in diesem Jahr (Anmerk. der Redaktion: 2023) haben wir gespürt, dass sich auch vermehrt selbst kleinere Mittelständler Indien anschauen. Sie wollen keine Millionen investieren und gehen eher vorsichtig vor. Sie suchen erst einmal geeignete Geschäftspartner, bauen später gegebenenfalls eine kleine Produktion auf. Verstärkt wird auch vor Ort geforscht und ent- wickelt, weil es hier schneller und günstiger ist. Was spricht für Indien? Die Firmen müssen im Rahmen des China- De-Risking ihre Lieferketten stärker diversifi- zieren. Indien punktet unter anderem mit der weltgrößten Bevölkerung, noch dazu einer sehr jungen Bevölkerung, relativ niedrigen Lohnkosten, liegt näher an Europa als China, ist politisch stabil, hat die einstige Kolonial- macht Großbritannien bereits als Volkswirt- schaft überholt, und auch die erstmalige Ausrichtung des G-20-Gipfels hat internatio- nal für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Dennoch: Die Firmen gehen nicht aus China weg. Aber wenn sie erweitern wollen, machen sie es nicht mehr in China, sondern suchen sich andere Märkte, unter anderem Indien. Welche deutschen Branchen haben in Indien die besten Chancen? Dazu zählen Maschinenbau und Automobil- industrie, zumal sich in Pune schon sehr früh die deutschen Autobauer angesiedelt haben und das ganze Ökosystem vor Ort ist. Daneben sehen wir Investments von Pharma und Chemie. Auch bei Medizintechnik und erneuerbaren Energien wird sich viel tun. Was sind die größten Risiken für die Investoren? Ziel der indischen Regierung ist es, das Land auch als Industriestandort stärker zu pushen. Dafür muss die Infrastruktur weiter konsequent verbessert werden, um die ver- gleichsweise hohen Logistikkosten senken zu können, die durch die ineffizienten Systeme entstehen. Dies ist ein klarer Schwerpunkt der indischen Regierung. Ein zweites Thema ist, dass bei stark wach- sender Bevölkerung sehr viele Arbeitsplätze geschaffen werden müssen, um den sozialen Frieden zu bewahren. Das Wachstum muss auch in größeren Teilen der Bevölkerung ankommen. Last, but not least, könnte sich aufgrund der stärker gewordenen Stellung Indiens eine Haltung entwickeln, dass das wei- tere Wachstum ein Selbstläufer ist und damit weitere Reformen und der Fortschritt bei den Handelsabkommen abgebremst werden. An der Spitze der Regierung steht seit fast zehn Jahren Narendra Modi mit seiner hindunationalistischen BJP. Was hat er erreicht? Indien gilt traditionell als schwieriger, komplizierter und bürokratischer Markt. Das trifft nach wie vor zu. Aber es ist auch einiges passiert. Für Firmengründungen etwa gibt es in einigen Bundesstaaten die One-Window- Lösungen mit einem Ansprechpartner für den gesamten Prozess. Steuererklärungen und Bezahlprozesse laufen mittlerweile auf elekt- ronischem Weg. Das entzieht der Korruption Selbst auf den farbenprächtigen, traditionellen Märkten wird heute oft mit dem Handy bezahlt. Fo to : A do be St oc k - s ai ko 3p 32 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 RATGEBER Ausbildung macht mehr aus uns Unter dem Motto Jetzt #könnenlernen startet die erste bundes weite Azubi-Kampagne der IHKs – eine echte Mitmachkampagne auch für Ihren Betrieb. Seien Sie dabei und nutzen Sie Botschaften und Motive, die ein neues „Lebens gefühl Ausbildung“ nach außen tragen. Die Werbe mittel werden Teil eines Kommunikationspakets speziell für Betriebe sein und können auf Ihren digitalen Kanälen oder direkt bei Ihnen vor Ort platziert werden. Gemeinsam zeigen wir dem ganzen Land und speziell der jungen Generation: Ausbildung macht mehr aus uns. Sprechen Sie unsere Ausbildungsberater direkt an. Alle Informationen zur Kampagne und zum Mitmachen finden Sie unter: ihkof.de/azubikampagne. GEMEINSAM MIT IHREM BETRIEB! WAS WIR MAL WERDEN WOLLEN: STOLZ AUF UNS. JETZT #KÖNNENLERNEN 210x136_IHK_M2_Motiv_Leona.indd 1210x136_IHK_M2_Motiv_Leona.indd 1 31.03.2023 11:52:5131.03.2023 11:52:51 zumindest auf der oberen Ebene den Boden, auf der lokalen Ebene sicher noch nicht im gleichen Maß. Positiv war auch die Einführung der ein- heitlichen Goods and Services Tax, die eine Vielzahl von Steuern ersetzte und Steuererklä- rungen vereinfachte. Für Neuansiedlungen und Gründungen sind die Einkommens- steuersätze in einigen Bereichen von mehr als 30 auf unter 20 Prozent gesenkt worden. Allerdings nur bei Produktionsbeginn vor dem 31. März 2024. Noch nicht gelungen ist die Reform des Arbeitsrechts, mit dem mehr als 20 auf vier Gesetze reduziert werden sollen, vor allem mit dem Ziel, die Zahl der forma- len Beschäftigungsverhältnisse zu erhöhen. Damit würden auch mehr Inder eine Altersver- sorgung erhalten. Das bevölkerungsstärkste Land der Erde punktet mit einer sehr jungen Bevölkerung. Wie leicht finden deutsche Mittelständler geeignete Fachkräfte vor Ort? Bei Industriearbeitsplätzen gibt es sicher Engpässe, weil es kein duales System wie in Deutschland gibt. Wir versuchen als Kammer gegenzusteuern, vergeben A-Zertifikate für Ausbildungen wie Mechatroniker, Werkzeug- macher, Industriemechaniker, bilden die Aus- bilder aus, stellen sicher, dass das deutsche Curriculum eingehalten wird und bei den Prü- fungen theoretische und praktische Kennt- nisse dem deutschen Niveau entsprechen. Seit Jahren wird um ein Handelsabkommen mit der EU gerungen. Wie stehen heute die Chancen auf einen Abschluss? Vor den Wahlen in Indien im Mai 2024 wird sicher nichts mehr passieren. Das gilt auch für das Abkommen Indien – UK. Die wichtigsten Themen sind für die Unternehmen Zollsätze, Zollverfahren, Ursprungszeugnisse und nicht tarifäre Handelshemmnisse. Europa will ein vollumfängliches Abkommen inklusive Nach- haltigkeitsthemen, Indien will sich eher erst einmal auf die Kernthemen konzentrieren. Die Fragen stellte: Eli Hamacher, Wirtschaftsjournalistin https://indien.ahk.de www.offenbach.ihk.de/international Fo to : w w w .e ve nt fo to gr af .in Für Firmengründungen etwa gibt es in einigen Bundesstaaten die One-Window- Lösungen mit einem Ansprechpartner für den gesamten Prozess. Stefan Halusa leitet die AHK Indien und gibt Aus- kunft über die Chancen und Hürden für deutsche Unternehmen auf dem indischen Markt. 33Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 RATGEBER HIHK-Webinarreihe für Selbstständige und kleine Unternehmen Jetzt auf Elektromobilität umsteigen! Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Verbrennerflotten auf Elektro fahrzeuge umzustellen. Aber wie gelingt das optimal und wirtschaftlich? Ist eine Elektro- flotte ohne eigene Lademöglichkeit machbar? Welche Stolpersteine gibt es? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der kostenfreien Webinarreihe „Elektromobilität für Selbstständige und kleine Unternehmen“ des Hessischen Industrie- und Handelskam- mertags (HIHK). Erhalten Sie praxisnahe Tipps und Lösungsansätze, um den Umstieg auf Elektromobilität erfolgreich zu bewältigen und Ihre unternehmerische Zukunft nach- haltig zu gestalten. Experten beantworten Ihre Fragen live und stellen gemeinsam mit Ihnen die Weichen für eine zukunftsfähige Mobilität. Die 45-minütigen Webinare starten jeweils um 9:30 Uhr. ❙ 5. März: Elektromobilität in Unternehmen: Dos and Don’ts ❙ 12. März: E-Auto anschaffen ohne eigene Lademöglichkeit – kann das gut gehen? ❙ 19. März: E-Fahrzeuge unter steuerlicher Betrachtung ❙ 16. April: Dynamische Stromtarife als Treiber der E-Mobilität ❙ 23. April: Finanzielle Förderung ❙ 30. April: Elektromobilität in der ambulan- ten Pflege – ein Praxisbeispiel aus Rüdes- heim am Rhein www.hihk.de Die Informationen aus der HIHK-Webinarreihe ereichtern es, den Unternehmensfuhrpark auf Elektrofahrzeuge umzurüsten. Fo to : A do be St oc k Berufsinfo-Seminar für Abiturienten An zwei Tagen im Februar kamen 110 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Offenbacher Albert-Schweitzer-Gymnasiums zur Berufsorientierung in die IHK Offenbach am Main. Am ersten Veranstal- tungstag präsentierten die IHK-Bildungsberater, die Berufs- und Studienberatung der Agentur für Arbeit Offenbach und weitere Partner ein breites Spektrum an Möglichkeiten, wie es nach der Schule weitergehen kann. Am zweiten Veranstaltungstag ließen Personalexperten der Städtischen Sparkasse Offenbach, der Zürich Gruppe Deutschland und der Wirtschaftsjunioren Offenbach am Main die Jugendlichen anhand von Eignungstests und in Assessmentcentern trainieren, damit sie bald gut vorbereitet an betrieblichen Aus- wahlverfahren teilnehmen können. Fo to : K re bs /IH K 34 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 RATGEBER | BILDUNG Impressum: Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, Sontraer Straße 6, 60386 Frankfurt am Main, Telefon 0 69/42 09 03-75 Die Textbeiträge in diesem Verlagsspecial wurden von den werbenden Unternehmen verfasst.www.zarbock.de 3/4 2024 1Veranstaltungen, Messen und Events | VerlagsSpecial Veranstaltungen, Messen und Events Von 100 – 1.000 Personen bietet Ihnen die Messe Offenbach viel Raum und Freiheiten für individuelle Gestaltungswünsche. www.messe-offenbach.de Kein Platz zum Feiern? Wir schon. Eventmarketing: Da können Ihre Kunden was erleben! Kundenbindung erhöhen, das Corporate Branding stärken und letztlich mehr Umsatz machen: Eventmarketing gilt als eines der wirkungsvollsten Instrumente in der Unterneh- menskommunikation. Was verbirgt sich dahinter? Red Bull macht’s, Coca-Cola macht’s und auch Harley Davidson wird immer genannt, wenn es um Best-Practice-Beispiele für exzellentes Eventmarketing geht. Seien es die Biker-Treffen des Motorradherstellers, die Flugtage des Energydrink-Produzenten oder die roten Weihnachts-Trucks, die vor dem Fest für Coca- Cola durch Deutschland rollen – was Emotionalität, Erlebnis- charakter und Interaktivität angeht, sind die Veranstaltungen der drei Weltkonzerne kaum zu schlagen. Natürlich kann nicht jeder Betrieb einen vergleichbaren Aufwand betreiben. Die gute Nachricht ist aber: es geht auch eine oder zwei Nummern darun- ter. Erfolgreiches Eventmarketing ist auch für kleine und mittlere Unternehmen machbar. Es müssen nicht unbedingt Extrem-Erlebnisse sein Dazu mag es hilfreich sein, sich zunächst einmal über den Begriff klar zu werden. Eventmarketing, so Gablers Wirtschaftslexikon, „soll für ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein Unternehmen im Rahmen eines besonderen firmeninternen oder -externen, in- formierenden oder unterhaltenden Ereignisses die Basis für eine erlebnisorientierte Kommunikation schaffen“. Eventmarketing verstehe sich somit als „Bestandteil der Kommunikationspolitik“. Das klingt erstmal etwas wissenschaftlich und „verkopft“ – trägt aber bei der praktischen Umsetzung im besten Fall dazu bei, Produkte oder Marken bekannt zu machen und Kunden lang- fristig ans Unternehmen zu binden. Der Fantasie sind bei der Gestaltung des Events dabei praktisch keinerlei Grenzen gesetzt. 2 Veranstaltungen, Messen und EventsVerlagsSpecial | 6.000 Quadratmeter Bis zu 2.000 Personen Keine Location? Kein Problem. „Das muss nicht immer mit Extrem-Erlebnissen verknüpft sein“, sagen Experten der Website eventmanagement-studieren.com. Als Beispiele nennen die Fachleute etwa Kulturveranstaltungen auf dem Firmengelände, Mitmach-Aktionen wie Kochabende in einem Restaurant oder einen Leseabend in einer Buchhandlung. Wich- tig: Das Event muss zur Marke passen und die Zielgruppe muss adäquat angesprochen werden. Der Vorteil gegenüber Flyern oder klassischem Onlinemarketing: „Ein Event in einem entspannten Rahmen, das den Fokus nicht vordergründig auf die Marke rich- tet, ist weniger aufdringlich und setzt den Teilnehmer nicht unter Druck, etwas kaufen zu müssen.“ Stattdessen löse es „im besten Fall eine positive Emotion aus und verknüpft diese mit der Marke“. So funktioniert gutes Eventmarketing Was macht nun gutes Eventmarketing aus? Profis der Firma „Onlineprinters“ nennen fünf Faktoren, die den Veranstaltungs- erfolg ausmachen: Außergewöhnlichkeit des Erlebnisses (unter anderem durch die Möglichkeit zur Interaktion) Starke Event-Branding-Strategie (durch konsequente Einbin- dung der Marke in den Kontext der Veranstaltung) Personalisierung (durch persönliche Ansprache der Zielgrup- pe, etwa bei Einladungen) Vorab Anreize setzen (zum Beispiel durch wiederholtes „Neu- gierigmachen“ auf die Veranstaltung mittels E-Mail, Social Media oder kleinen Teasern auf der Firmenwebsite) Wirkung nach dem Event nachklingen lassen (etwa durch Versendung einer Fotogalerie von der Veranstaltung) Betriebe, die nicht über ausreichende Manpower verfügen, um selbst eine attraktive Veranstaltung auf die Beine zu stel- len, können auch über die Beauftragung einer Event-Agentur nachdenken – es muss ja nicht gleich eine Flugshow oder ein Weihnachts-Truck sein. Events erfolgreich bewerben – so klappt’s Nutzen Sie für die Promotion Ihrer Veranstaltung alle Kanäle. Neben den sozialen Netzwerken und Ihrer Website (vielleicht in Form eines Blogs?) sollten Sie dabei die klassische Pressearbeit und/oder Anzeigen in Printmedien auf keinen Fall vernachläs- sigen (natürlich abgestimmt auf die Zielgruppe). Traditionelle Medien wie Radio, Zeitungen und Zeitschriften gehören nach wie vor zu den wichtigsten Instrumenten im Eventmarketing. Sinnvoll kann es auch sein, für die Zeit vor oder unmittelbar nach dem Event einen Mitarbeiter als Pressesprecher fungieren zu lassen. Fo to : U ns pl as h / C H U T TE RS N A P 3Veranstaltungen, Messen und Events | VerlagsSpecial 1/2 Seite Offenbacher Wirtschaft (Anzeige 1/4 Seite = 90x128 mm) Entwurf 1 Lay2 Eine der schönsten Veranstaltungs- und Tagungshallen im Rhein- Main-Gebiet freut sich auf Ihren Besuch. Ausgezeichneter Service, kurze Wege, außergewöhnliche Architektur, moderne Technik und ein eingespieltes Team erwarten Sie in diesem überraschend viel- fältigen, wandelbaren Haus mit den Glasgemälden von Weltrang. Herzlich willkommen in der Neuen Stadthalle Langen Gastlich. Festlich. Professionell. Südliche Ringstraße 77, 63225 Langen Telefon: 06103 203-410 E-Mail: neue-stadthalle@langen.de www.neue-stadthalle-langen.de Messen trotz Digitalisierung im B2B-Marketing hochrelevant Die Digitalisierung verändert in großem Maße Prozesse in Unternehmen. Dazu gehört, wie Unternehmen intern und extern zusammenarbeiten, wie Daten im Marketing verar- beitet und genutzt werden und wie Unternehmen mit ihrer Kundschaft kommunizieren. Dabei gewinnt die persönliche Begegnung immer mehr an Bedeutung, speziell auf Mes- sen. Zu diesen Erkenntnissen gelangt der Bundesverband Industrie Kommunikation (bvik) in seiner aktuellen Studie zum Digitalisierungsgrad in B2B-Unternehmen. Drei Themenfelder wurden untersucht: New Work, Einsatz von Marketing-Technologien und Künstlicher Intelligenz sowie Messen und Events. Das sind die Hauptergebnisse zum Thema Messen und Events: Relevanz von Messen durch Digitalisierung nicht verringert 82 Prozent der befragten Industrieunternehmen geben an, dass die Relevanz von Messen genauso wichtig oder sogar wichtiger ist als vor der Pandemie. Der persönliche Kontakt zum Kunden bleibt ein zentraler Baustein der Kundenbindung und Neukun- dengewinnung. Hohe Relevanz digitaler Touchpoints vor und nach der Messe Rund um eine Messebeteiligung nutzen Unternehmen zusätzlich digitale Möglichkeiten, insbesondere vor und nach der Messe. Mehr als 90 Prozent nutzen E-Mail-Marketing für Einladungen und Nachbereitung ihrer Messebeteiligung. Mehr als 70 Pro- zent sehen virtuelle Content-Angebote (z. B. Webinare, Produkt- präsentationen, Whitepaper) als relevant oder teils relevant. Hybride Formate haben sich nicht bewährt und durchgesetzt Während einer Messe spielen digitale Elemente nur eine unter- geordnete Rolle. Die Relevanz virtueller Content-Angebote, di- gitaler Experience-Plattformen oder einer begleitenden Präsenz im Metaverse wird aktuell als gering bewertet. Social Media ist wichtiger Baustein der Messekommunikation Nahezu 100 Prozent der Befragten begleiten ihre Messeteil- nahme durch Social-Media-Aktivitäten, mit Schwerpunkt auf gezielten LinkedIn-Kampagnen. Instagram folgt mit großem Abstand. Andere Kanäle spielen im B2B-Marketing kaum eine Rolle. Leadgenerierung durch Messen ist relevant Fast 30 Prozent der Leadgenerierung werden dem Messe- und Event-Engagement zu- geschrieben, 55 Prozent weiteren klassischen Ver- triebsaktivitäten. Digitale Veranstaltungen machen im Bereich Leadgenerie- rung einen Anteil von 16 Prozent aus. www.auma.de Fo to s: IL M O ffe nb ac h Vier neue Ausbildungsordnungen ab August 2024 Mit modernisierten Berufen fit für den Klimaschutz Wer einen nachhaltigen und systemrelevanten Beruf erlernen möchte, ist mit einer Ausbildung zum Umwelt- technologen/zur Umwelttechnologin bestens aufgestellt: Insgesamt vier frisch aktualisierte, topmoderne Berufsprofile qualifizieren begehrte Nachwuchskräfte, die maßgeblich zur Gestaltung der Zukunft beitragen. Weil Digitalisierung, Klimawandel, technischer Fortschritt und recht- liche Neuerungen die Anforderungen an die entsprechenden „Fach- kräfte“-Ausbildungsberufe deutlich verändert haben, wurden diese jetzt umbenannt und modernisiert: Gemeinsam entwickelten das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), die IHK-Organisation und weitere Sozialpartner, Sachverständige und die zuständigen Bundes- ministerien vier neue Ausbildungsordnungen, die zum 1. August 2024 in Kraft treten. Fachkräfte werden Umwelttechnologen Mit der Neuordnung ändern sich nicht nur die Abschlussbezeichnun- gen. Die modernisierten Ausbildungsordnungen für den betrieblichen Teil sowie die darauf abgestimmten Rahmenlehrpläne für den schuli- schen Teil der Ausbildung lösen die bestehenden Ausbildungsregelun- gen aus dem Jahr 2002 ab. Künftig gilt: Umwelttechnologen/Umwelttechnologinnen für Wasserversorgung (zuvor Fachkräfte für Wasserversorgungstechnik) stellen einwandfreies Trinkwasser zur Verfügung. Dazu bedienen sie Draht-Weissbäcker KG Steinstr. 46 - 48, 64807 Dieburg Tel. (0 60 71) 9 88 10 · Fax (0 60 71) 51 61 Internet: www.draht-weissbaecker.de Email: draht@weissbaecker.de · Draht- und Gitterzäune · Tore · Schiebetore · Drehkreuze · Türen · Schranken · Gabionen · Pfosten · Sicherheitszäune · Mobile Bauzäune · Alu-Zäune · sämtliche Drahtgeflechte · Alu-Toranlagen · Rankanlagen · auch Privatverkauf Zäune · Gitter · tore Fo to : A m or n Su riy an / iS to ck / Ge tty Im ag es P lu s Bei drei der vier neu geordneten Berufe geht es um die Wasserver- und -entsorgung. 38 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 BILDUNG steuerungs- und regelungstechnische Anlagen in einem Wasserwerk oder einer Wasseraufbereitungsanlage. Falls erforderlich, verlegen sie auch Rohrleitungen. Die Überprüfung der Trinkwasserqualität fällt ebenfalls in ihren Aufgabenbereich. Arbeitgeber sind hauptsäch- lich private und kommunale Wasserversorgungsunternehmen sowie Pumpstationen und Wasseraufbereitungsbetriebe. Wichtige Aspekte im Neuordnungsprozess waren der nachhaltige Umgang mit der Ressource Wasser und die Optimierung von Prozessen, um Wasser- verluste zu verhindern. Umwelttechnologen/Umwelttechnologinnen für Abwasserbewirt- schaftung (zuvor Fachkräfte für Abwassertechnik) bereiten Abwässer auf und warten die Rohrsysteme. Dazu bedienen sie die Maschinen und Anlagen, die Abwasser aufbereiten und reinigen. Auch Wartung und Instandhaltung zählen zu ihren Aufgaben. Sie führen qualitäts- sichernde Maßnahmen durch und sorgen dafür, dass die Umwelt nicht gefährdet wird. Umwelttechnologen für Abwasserbewirtschaftung arbeiten überwiegend in abwasserreinigenden Betrieben wie etwa öffentlichen Kläranlagen und in Betrieben mit eigener Abwasserrei- nigung, beispielsweise Chemieunternehmen. Vor dem Hintergrund des Klimawandels wurde das Profil um einem neuen Schwerpunkt Regenwasserbewirtschaftung erweitert, zudem wurden weitergehende Reinigungsverfahren ergänzt. Umwelttechnologen/Umwelttechnologinnen für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (zuvor Fachkräfte für Rohr-, Kanal- und Industrie- service) sorgen für die korrekte Entsorgung und Verwertung von Abfällen. Sie nehmen Abfälle an, prüfen und kontrollieren ihre Zusammensetzung, um sie einer fachgerechten Weiterverarbeitung zuzuführen. Auch Kontrollen und Messungen zur Vermeidung von Gefahren für die Umwelt gehören zu ihren Aufgaben. Arbeitgeber sind vor allem Abfallbeseitigungsbetriebe, Müllverbrennungsan- lagenbetreiber und Recyclinghöfe. Hier entfallen die bisherigen Schwerpunkte, so dass die Absolventinnen und Absolventen künftig vielfältiger einsetzbar sind. Umwelttechnologen/Umwelttechnologinnen für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen (zuvor: Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirt- schaft) reinigen und warten Abwasserleitungen und -kanäle. Sie führen Reparaturen und Analysen von Rohrleitungen und Kanälen durch, reinigen Anlagen und führen die Reststoffe einer umweltgerechten Ent- sorgung zu. Arbeitgeber sind vorwiegend Abwasserwirtschaftsbetriebe und Industriereinigungsbetriebe. Die Ausbildung erfolgt hier weiterhin in den beiden Schwerpunkten Rohrleitungsnetze beziehungsweise Industrieanlagen, allerdings wurden die zeitlichen Richtwerte dafür jeweils von 30 auf 42 Wochen erhöht. Das gilt für alle vier Berufe Die Gesamtausbildungsdauer für alle vier Berufe beträgt drei Jahre. Die gemeinsamen Kernqualifikationen bleiben erhalten. Allerdings verringert sich der zeitliche Umfang für diese Inhalte von 15 auf zwölf Monate. So bleibt mehr Raum für die berufsspezifischen fach- lichen Inhalte. An die Stelle der traditionellen Prüfungsstruktur mit Zwischen- und Abschlussprüfung tritt in Zukunft die gestreckte Abschlussprüfung: In Teil 1 werden – für alle Berufe gleich – nach zwölf Monaten die Kern- qualifikationen geprüft. Gegenstand von Teil 2 sind dann die berufs- spezifischen Inhalte; hier erfolgt die Prüfung am Ende der Berufsaus- bildung. Wie werden wir erfolgreich nachhaltig und nachhaltig erfolgreich? Gemeinsam finden wir die Antworten für morgen. Machen Sie den Wandel zur Chance: mit umfassender Beratung und der passenden Finanzierung. Mehr dazu: s.de/2qq7 Weil’s ummehr als Geld geht. Mehr Infos Die Rahmenlehrpläne zu den neuen Berufen sind abrufbar auf den Seiten der Kultusministerkonferenz unter www.kmk.org Weiterführende Informationen gibt es auch in der IHK- Lehrstellenbörse: www.ihk-lehrstellenboerse.de/berufe Details finden Sie auch beim BIBB unter www.bibb.de/UT-Berufe Kontakt Wolfgang Potoczny Telefon 069 8207-335 E-Mail potoczny@offenbach.ihk.de 39Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 BILDUNG FÜR JEDEN DAS RICHTIGE DABEI! 01. MÄRZ AB 16:00 UHR DEINE NACHT DER AUSBILDUNGS IN OFFENBACH „Open Doors“ bei 21 Unternehmen in der Stadt Offenbach deine-nacht-der-ausbildung.de 11. ‒ 15. MÄRZ FÜNF TAGE LANG WOCHE DER AUSBILDUNG: MATCHING Arbeitgeber suchen an Schulen nach Auszubildenden für 2024. offenbach.ihk.de/P5889 IHK-Azubi-Kampagne_Flyer_Terminuebersicht.indd 1IHK-Azubi-Kampagne_Flyer_Terminuebersicht.indd 1 06.02.2024 10:26:5606.02.2024 10:26:56 Jetzt informieren: ihkof.de/ ausbildung 24. JUNI ‒ 23. AUGUST DEN GANZEN SOMMER LANG IN GANZ HESSEN: PRAKTIKUMSWOCHEN Täglich neue Berufsfelder und neue Unternehmen kennenlernen! praktikumswoche.de 08. NOVEMBER AB 16:00 UHR DEINE NACHT DER AUSBILDUNGS IN RÖDERMARK „Open Doors“ bei Unternehmen rund um die Stadt Rödermark deine-nacht-der-ausbildung.de 12. NOVEMBER AB 19:00 UHR ROTARISCHE BERUFSINFORMATION IN DER IHK Über 100 Berater stellen ihre Berufe vor. 14. NOVEMBER GANZTÄGIG BERATUNGSTAG „FIT FÜR DIE BEWERBUNG“ IN DER IHK Bewerbungstraining für Hauptschülerinnen und Hauptschüler durch Berater der Deutschen Bank. IHK-AUSBILDUNGSBOTSCHAFTER Azubis geben Schülern in den Schulen authentische Einblicke in ihr Berufsalltag. ganzjährig > > > erfolg-durch-ausbildung.de #KOENNENLERNEN Eine Kampagne für Berufsorientierung und den Weg von der Schule in den Beruf. ganzjährig > > > ausbildung-macht-mehr-aus-uns.de IHK-Azubi-Kampagne_Flyer_Terminuebersicht.indd 2IHK-Azubi-Kampagne_Flyer_Terminuebersicht.indd 2 06.02.2024 10:27:1306.02.2024 10:27:13 IHK. Die Weiterbildung Seminare und Workshops Korrespondenztraining Auszubildende lernen, einen Geschäftsbrief und eine geschäftliche E-Mails korrekt zu schreiben. Das Seminar befähigt vor allem dazu, treffend und überzeugend zu texten. Es festigt darüber hinaus Rechtschreibung und Zeichensetzung sowie Schreib- und Gestal- tungsregeln für die Text- und Informationsver- arbeitung (DIN 5008). www.offenbach.ihk.de/E13834 Bildungsurlaub: Gesund führen In den Unternehmen hat ein Wertewandel eingesetzt. Das Wohlbefinden und damit die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen zunehmend im Mittelpunkt unternehmerischen Denkens und Handelns. Das geht weit über Work-Life-Balance hinaus und bezieht den Wandel in Märkten und Werten ein. www.offenbach.ihk.de/E13921 Reisekosten- und Bewirtungs- recht Dieses Praxisforum vermittelt Hilfe bei der Umsetzung gesetzlicher Neuregelungen und aktueller Rechtsprechung. Anhand konkreter Fälle aus der Praxis der Teilnehmer werden mit dem Referenten passende Lösungen erarbeitet. www.offenbach.ihk.de/E13803 * U.-Std. = Unterrichtsstunden AUSBILDER 15.04. – 26.04.2024 | Bildungsurlaub: IHK-Prüfungslehrgang „Ausbildung der Ausbilder (IHK)“ – Vollzeit, 80 U.-Std. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 749 Euro AUßENWIRTSCHAFT – IHK-EXPORTAKADEMIE 16.04.2024 | IHK-Webinar „Import 2 – zollrechtliche Abwicklung“, Steffen Hondrich, 1 Tag. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 249 Euro IHK-Seminar „Basiswissen – Zoll für Einsteiger“, Brigitte Appiah, 3 Std. . . . . . . . . . .199 Euro AZUBI 19.03.2024 | IHK-Seminar „Korrespondenztraining – wie formuliere ich Mails und Briefe professionell?“, Christiane Kauer, 1 Tag. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 199 Euro 22.04.2024 | IHK-Seminar „Erfolgreiches Telefonieren und Kommunizieren“, Birgit Konrad, 1 Tag. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 199 Euro FÜHRUNG & LEADERSHIP 13. – 14.03.2024 | IHK-Seminar „Vom Mitarbeiter zur Führungskraft“, Matthias Dahms, 2 Tage. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 449 Euro 20. – 21.03.2024 | IHK-Seminar „Grundlagen erfolgreicher Führung“, Mike Pfannemüller, 2 Tage. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 399 Euro 28.03.2024 | IHK-Seminar „Gesundheitsförderung mit guter Führung“, 1 Tag . . . . . 249 Euro 18. – 30.04.2024 | Bildungsurlaub: IHK-Zertifikatslehrgang „Gesund führen“, 64 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.499 Euro IMMOBILIENMANAGEMENT 25. – 26.03.2024 | IHK-Seminar „Mietverwaltung und Betriebskostenabrechnung“, Uwe Effenberger, 2 Tage. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 449 Euro PERSONALMANAGEMENT 15.03.2024 | IHK-Seminar „Praxisforum: Reisekosten- und Bewirtungsrecht“ Thomas Leibrecht, 1 Tag. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 249 Euro SOFT SKILLS 14.03.2024 | IHK-Seminar „Besserwisser, Rechthaber, Tyrannen und Co. – heikle Gesprächssituationen wirksam meistern“, Tanja Herzig, 1 Tag . . . . . . . . . . 249 Euro 27.03.2024 | IHK-Seminar „Umgang mit schwierigen Situationen und Menschen meistern“, 1 Tag. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 249 Euro Kontakt Sandy Wagner Telefon 069 8207-344 wagner@offenbach.ihk.de www.ihkof.de/anmelden www.ihkof.de/weiterbildung Alle Weiterbildungsangebote der IHK Offenbach am Main: 42 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 BILDUNG NETZWERKE WJ OF kooperieren mit lokalen Vereinen En Garde im Fechtclub Offenbach! Bereits im Sommer 2023 haben sich die beiden Offenbacher Vereine beschnuppert und bei einem Probe-Fechten im Fechtclub Offenbach kennengelernt. Eine Handvoll Junioren haben sich getraut, ihr gewohntes Umfeld zu verlassen und den Schreibtisch gegen das Florett einzutauschen. tillmann-verpackungen.de Kathrin Hildebrand Geschäftsführerin 0800-TILLMANN MIT SICHERHEIT GUT VERPACKT – DANK ÜBER 70 JAHREN ERFAHRUNG. F ot o: W J O ffe nb ac h 2023 haben die WJ Offenbach sehr aktiv Kontakt mit dem Fechtclub Offenbach aufgenommen. Sie wollen auch zu weiteren Vereinen in Stadt und Kreis Offenbach Verbindungen knüpfen. Kontakt Thomas Krüdewagen kruedewagen@wj-offenbach.de Telefon 069 8207-232 www.wj-offenbach.de Gudrun Bayer und Rostislav Dergay brachten den WJ neben der historischen und theoreti- schen Einführung auch die ersten Bausteine einer praktischen Ausbildung näher. Wer weiß schon, dass die Grundausbildung im Fechten eine mehrjährige harte Arbeit und Disziplin verlangt? Auch ein kleines Turnier durfte nicht fehlen. Dabei konnten die erlernten Elemente direkt erprobt und eingesetzt werden. Am 21. März 2024 treffen sich die WJ erneut für ein Probe-Fechttraining mit dem Fecht- club Offenbach. Interessierte, die zwanglos in die Welt der WJ eintauchen möchten, können sich unter www.wj-offenbach.de anmelden. Aufruf an Vereine in der Region Ein Jahresziel 2024 der WJ Offenbach ist es, ihr Netzwerk durch die Zusammenarbeit mit den lokalen Vereinen zu erweitern. Sie möch- ten WJ-Engagement auch vereinsübergrei- fend möglich machen und durch gegenseitige Unterstützung Synergien schaffen. Setzt euch mit den WJ Offenbach in Verbin- dung, damit wir gemeinsam mehr bewirken können! 43Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 NETZWERKE Wertvolle Erfahrung und frischer Wind Der neue WJ-Vorstand hat die Arbeit aufgenommen Die Wirtschaftsjunioren (WJ) Offenbach haben im Dezember 2023 ihren Vorstand 2024 gewählt. Das Prinzip „One Year to Lead“ sorgt für jährlichen Wechsel und dafür, dass der Vereinsnachwuchs Praxiserfahrung in führenden Positionen sammeln kann. Das Jahresmotto der WJ Offenbach lautet: #WAGEN.WIRKEN.WACHSEN Ins Amt des Kreissprechers und Präsidenten wurde Thomas Krüdewagen von Krüdewagen Consulting gewählt. Er tritt in die Fußstapfen von Vorjahres-Präsidentin Maren Seum, Abass GmbH. Als Vizepräsident vertritt Marcel Hoang Van, Kanzlei- gründungsberater & Sales Consultant bei DATEV eG, den Verein. Sandra Hug, Partnerin der Edelmann Steuerberatung, hat auch dieses Jahr das Amt der Schatzmeisterin inne. Als weiteres Vor- standsmitglied wird der Existenzgründer Haider Manuel Rivera Paternina dem Vorstand angehören. Auch Gino Scalinci, Regionalgeschäftsführer der Barmer, scheidet nach drei Jahren Vorstandstätigkeit nicht komplett aus. Er engagiert sich weiter in der Neumitgliederakquise und der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Ebenso unterstützt Jennifer Pia Gehrke, Rechtsanwältin, den Vorstand weiterhin aktiv bei diversen anstehenden Aufgaben. Vor allem ihre jahrelange Erfahrung und Mitgliedschaft bei den WJ sind eine extreme Bereicherung. Wissen, was für junge Führungskräfte wichtig ist Wer nun mehr erfahren möchte, wer und was sich genau hinter den Kulissen der Wirtschaftsjunioren befindet, ist herzlichst eingeladen, sich auf unserer Homepage oder in unseren Social- Media-Kanälen anzumelden und vorbeizuschauen. Mit knapp 100 Mitgliedern sind die WJ Offenbach bestens aufgestellt, um die Stimme der jungen Wirtschaft zu repräsentieren. LinkedIn: www.linkedin.com/company/wj-offenbach/ Instagram: www.instagram.com/wjoffenbach/ Facebook: https://www.facebook.com/wjoff/ Kontakt Gino Scalinci E-Mail scalinci@wj-offenbach.de www.wj-offenbach.de F ot o: W J O ffe nb ac h V. l. n. r.: Gino Scalinci, Jennifer Pia Gehrke, Haider Manuel Rivera Paternina, Thomas Krüdewagen und Sandra Hug. 44 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 Großartige Neuigkeiten für die Offenbacher Innenstadt Station Mitte zieht in den ehemaligen Kaufhof Der IHK-nahe Verein Offenbach offensiv e. V. begrüßt die Pläne der Stadt Offen- bach, das ehemalige Galeria-Kaufhof-Gebäude zu erwerben und zu nutzen. Die Offenbach-offensiv-Vorsitzende Franziska Hoefer freut sich: „Das sind tolle Neuigkeiten für die Offenbacher Innenstadt und alle Offen- bacher. Mit der Entscheidung, die ehemalige Kaufhof-Immobilie zu kaufen und darin die Station Mitte zu realisieren, geht die Stadt einen großen und wichtigen Schritt.“ Das Ziel, die Station Mitte in zwei Jahren am künftigen Standort zu eröffnen, ist ambitioniert. Stefan Becker, Vorstandsmitglied von Offenbach offensiv e. V., befürwortet die Standortwahl in der Frank- furter Straße: „Die Station Mitte in einer der Schlüssel-Immobilien der Frankfurter Straße zu realisieren, ist das richtige Signal für unsere Innenstadt. Die zentrale Lage wird mehr Frequenz und ein vielfältiges Publikum in die Innenstadt ziehen. Wichtig ist, dass die Realisierung nicht zu lange dauert. Die Innenstadt braucht die Station Mitte so schnell wie möglich.“ Für die Orientierungsphase vor dem Umbau sollte bereits eine Inte- rimsnutzung, wenn möglich am neuen Standort, realisiert werden. So wird die Idee der Station Mitte für alle erlebbar. Erste Erkenntnisse zu den neuen Angeboten sowie ein Gefühl für die Räumlichkeiten und deren Auslastung werden für das Konzept der Station Mitte sehr hilf- reich sein. Mehr vom Zukunftskonzept für die Innenstadt Daneben bleiben die Projekte des Zukunftskonzepts Innenstadt im Fokus: Mit dem Kick-off der Testraumallee vergangenen Dezember im OFTEN hat Offenbach gezeigt, welches Potenzial innerstädtische Standorte haben, wie Aufenthaltsqualität geschaffen werden kann und wie Menschen über die Stadtgrenze hinaus einen Grund zum Einkau- fen und zum Verweilen in der Innenstadt finden. Für die Jahre 2024 und 2025 stehen neben Bundes- und Landesförder- mitteln auch Haushaltsmittel der Stadt Offenbach für die Innenstadt zur Verfügung. Mit diesem Rückhalt gilt es nun, die Maßnahmen für alle sichtbar werden zu lassen. Auch der Rathaus-Pavillon hat sich im vergangenen Sommer zu einem Treffpunkt in der Innenstadt ent- wickelt. „Die Agentur Mitte leistet hier bereits wertvolle Arbeit und so braucht es weiterhin Mut für die Umsetzung des Zukunftskonzepts Innenstadt. Wir werden weiter konsequent und gemeinsam daran arbeiten, unser Offenbach von morgen zu gestalten“, ergänzt Hoefer. Die Station Mitte soll bald wieder Leben in das ehemalige Galeria-Kaufhof- Gebäude und vor allem in die Offenbacher Fußgängerzone bringen. Info Offenbach offensiv e. V. ist ein Verein, in dem sich hauptsächlich engagierte Unter- nehmerinnen und Unternehmer aus der Region Offenbach am Main zusammen- getan haben. Mit dem Masterplan 2030 und dem „Zukunfts- konzept Innenstadt“ hat der Verein Offenbach offensiv gemeinsam mit der Stadt Offenbach zwei starke Strategien entwickelt und in die Umsetzung gebracht. Ziel des Vereins ist es, den Wohn- und Wirtschaftsstandort Offenbach zu stärken. www.offenbach-offensiv.de Fo to : A re ns / I H K 45Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 NETZWERKE Die Profildatenbank des Enterprise Europe Network (EEN) Internationale Geschäftspartnerschaften Der EEN-Online-Marktplatz listet mehr als 10.000 Firmenprofile und lässt sich nach Suchbegriffen und Regionen filtern. Die aktuellen Top-Profile der EEN-Profildatenbank bieten spannende Möglichkeiten, um Kontakte für das internationale Geschäft zu knüp- fen. Schauen Sie sich jetzt um und finden Sie Ihr Perfect Match! https://een.ec.europa.eu/partnering-opportunities Sie möchten eine Nachricht erhalten, sobald ein passendes Profil online ist? Sie möchten Ihr eigenes Suchprofil erstellen? Wir beraten Sie gerne persönlich! Kontakt Mirjam Röhm Telefon 069 8207-256 E-Mail roehm@offenbach.ihk.de DANISH HOSPITAL LOOKING FOR ADJUSTABLE STEPPING STOOLS FIT FOR AN OPERATING THEATER A Danish hospital is looking for a solution to their challenge with stepping stools in the operating room. Their current solution is not adjustable and not hygienic (meaning they need to be switched/ stacked by non-sterile staff during operations, complicating the entire process). The hospital is looking to enter into preliminary dia- logue with interested companies, discussing possible solutions. Request more information: TRDK20231130015 ITALIAN START-UP IS LOOKING FOR AI SUPPLIERS TO DEVELOP ITS CUTTING-EDGE ATHLETIC PERFORMANCE SOFTWARE An Italian start-up is developing a user-friendly and powerful software to unlock athletic potential and prevent injuries with AI-driven movement analysis. It is seeking AI specialists skilled in image recognition. Request more information: TRIT20231030014 TECHNICAL COLLABORATION SOUGHT FOR PROCESSING PHOTOVOLTAIC MODULES BACKSHEETS POST-GLASS SEPARATION An Italian SME active in the disposal of end-of-life PV modules is seeking more efficient methods for valorising raw materials from their disposal processes. Currently, the process involves the separation of aluminium frames and junction boxes, while much of the modules‘ components remain not valorised, exception made for glass which is extracted leaving the “backsheet” as the residual product of the process. Collaboration with a company capable of processing PV module backsheets post-glass separation is sought. Request more information: TRIT20231120011 MACEDONIAN COMPANY IS LOOKING FOR PLASTIC AND METAL COMPONENTS SUPPLIERS IN THE AUTOMOTIVE INDUSTRY Macedonian FDI manufacturer specializing in the production of electronic components like capacitors and bricks for the automo- tive industry seeks a partner experienced in producing products from plastic and metals (copper alloys). This includes expertise in plastic parts, plastic cases, trays, as well as metal products, copper alloy busbars under supplier or outsourcing agreement. The partner preferably should have an international experience with foreign partners, with at least ISO 9001, which can provide a large quantity of components upon their specific requirements. Additionally, they must possess the knowledge and equipment to conduct thorough quality and functionality tests to ensure products meet industrial standards and customer specifications. Request more information: BRMK20231229003 SLOVENIAN COMPANY IS LOOKING FOR PARTNERS IN THE CONFECTIONERY AND FOOD INDUSTRY Established in 1992, this Slovenian company is a major supplier in Europe and SIS for cocoa powder, butter, and beans from Asia and Africa. This subsidiary supplies various products, including desiccated coconut, cocoa powder, and cocoa butter, all certified with HACCP, ISO, and FSSC22000. The company collaborates with the top ten largest European cocoa product manufacturers like Cargill and Barry Callebaut, ensuring a wide reach in the market. Based in Ljubljana, the company is committed to supplying premium quality confectionery raw materials at competitive prices, focusing on customer satisfaction and market demands. In essence, the company aims to form mutually beneficial partners- hips with businesses that share a commitment to quality, reliabi- lity, and value in the confectionery and food production sectors. Request more information: BRSI20231227019 46 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 NETZWERKE SCHAFFEN SIE AUS ALTEN WERTEN NEUE MÖGLICHKEITEN Ankauf von: Schmuck I Gold I Silber Uhren I Münzen I Barren I Bestecke I Zinn Porzellan I Figuren I Antiquitäten Seit 20 Jahren ihr Experte vor Ort! Holger Honig I Heusenstammer Straße 3 I 63179 Obertshausen Mo-Fr: 10.00 - 13.00 Uhr I 15.00 - 18.00 Uhr oder nach Vereinbarung Tel. 0 6104 9 531315 I www.goldhaus-obertshausen.de Anz. Goldhaus IHK 90x57mm 10.2022.indd 1Anz. Goldhaus IHK 90x57mm 10.2022.indd 1 20.10.22 10:2420.10.22 10:24 Offenbacher Beispiel zeigt, wie es funktioniert Nachhaltiges Bauen mit Holz Beim Immobilien Jour fixe am 29. Januar in der IHK Offenbach am Main berichtete Achim Nagel, Geschäfts- führer der PRIMUS developments GmbH mit Sitz in Hamburg, zu ressourcenschonendem Bauen mit Holz. Achim Nagel informierte die 35 Teilnehmer an der Veranstaltung am Beispiel des Projekts Rockywood im Hafengebiet Offenbach. Erfahrun- gen mit dem Baustoff Holz und einer seriellen Bauweise hat er zuvor schon unter anderem als Bauherr des Studentenwohnheims WOODIE in Hamburg und des Abgeordnetenhauses LUISE in Berlin gesammelt. Der Immobilien Jour fixe ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der IHKs Darmstadt, Frankfurt am Main, Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern und Offenbach am Main. Im Wechsel bieten die vier IHKs neun bis zehn Vorträge im Jahr mit anschließender Diskussion zu aktuellen Themen aus dem Immobilienbereich an. Sie möchten künftig zu dieser Veranstaltungsreihe eingeladen werden? Schreiben Sie uns und wir nehmen Sie in unseren Verteiler auf. A+ GmbH │ 63811 Stockstadt │ E-Mail: info@aplus.it │ www.aplus.it Ihr Vorteil: Alles aus einer Hand Rufen Sie uns gleich an (06027) 40 39 50 Wir kümmern uns um Ihre IT! www.aplus.it/ ueber-uns Kontakt Dr. Martin Gegenwart Telefon 069 8207-221 E-Mail gegenwart@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de/recht-und-steuern 47Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 NETZWERKE Fachleute beraten Unternehmerinnen und Unternehmer Individuell, fokussiert, kostenlos Speziell für kleine und mittelständische Unternehmen hat die IHK Offenbach am Main ein besonderes Angebot: die IHK-Expertengespräche. In den Einzelberatungen geben Spezialisten zu unterschiedlichen The- men Auskunft – von Finanzierungsstrategien über Marketing bis hin zu rechtlichen Fragen. Die einstündigen Gespräche orientieren sich am Bedarf der Unternehmerin oder des Unternehmers. Sie sind kostenfrei und praxisnah. Eine vorherige Anmeldung ist unbedingt erforderlich. www.ihkof.de/expertengespraeche IHK-Expertengespräche gibt es zu folgenden Themen: ❙ International A–Z ❙ Förderung von Beratungen ❙ Fachkräftegewinnung ❙ Gründung ❙ Gründungszuschuss ❙ Innovation ❙ Insolvenz ❙ Marketing und Vertrieb ❙ Unternehmensnachfolge ❙ Onlinemarketing und E-Commerce ❙ Patente und Marken ❙ Recht und Steuern für Gründer Kontakt Ulrike Henschel Telefon 069 8207-146 E-Mail henschel@offenbach.ihk.de Eine Stunde lang beantworten Spezialisten der jeweiligen Fachgebiete Fragen und geben Rat. Fo to : S to ck Ad ob e – co nt ra st w er ks ta tt 48 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 VERANSTALTUNGEN Auszeichnung für kreative Ausbildungsideen Jetzt Ausbildungs-Ass 2024 werden Unternehmen, Institutionen, Schulen und Initiativen können sich noch bis zum 30. Juni bewerben, um zum „Aus- bildungs-Ass 2024“ der Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD) und der Junioren des Handwerks gewählt zu werden. Voraussetzung dafür: Sie nutzen außergewöhnliche Konzepte bei der Ausbildung der Fachkräfte von morgen. „Als junge Wirtschaft wollen wir Unternehmen für neue Wege in der dualen Ausbildung begeistern“, sagt die WJD-Bundesvorsitzende Simone Rechel anlässlich der Neuausschreibung. In Zeiten des wach- senden Fachkräftemangels seien innovative Ausbildungskonzepte wichtiger denn je. Deshalb suchen die WJD solche Unternehmen, die ❙ in Sachen Ausbildung außergewöhnlich engagiert sind, ❙ ihre Auszubildenden überdurchschnittlich fördern, ❙ neue oder kreative Wege in der Ausbildung gehen und ❙ auch Nachwuchskräften eine Chance geben, die eine besondere Förderung benötigen. Ebenso gefragt sind Initiativen, Institutionen und Schulen, die einen Beitrag zur Schaffung neuer Ausbildungsplätze leisten und in beson- derer Weise dabei unterstützen, den Weg ins Berufsleben zu finden. Der Wettbewerb umfasst die drei Kategorien „Industrie, Handel und Dienstleistungen“, „Handwerk“ sowie „Ausbildungsinitiativen“ und ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung wird am 25. November 2024 in Berlin stattfinden. Erst an diesem Tag erfahren die Preisträger ihre Platzierung. Parallel dazu informieren die WJD die Presse und unterstützen auch die Preis- träger bei ihrer Pressearbeit. Die Teilnahme an der Preisverleihung ist kostenfrei. Jeder Gast trägt seine Reise- und mögliche weitere beglei- tende Kosten selbst. www.ausbildungsass.de Alles klar im Online- Marketing? Kostenfreie und neutrale Online-Marketing-Beratung www.bieg-hessen.de Frankfurt am Main Fulda Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern Offenbach am Main Wiesbaden BIEG Hessen ist eine Serviceeinrichtung der Industrie- und Handelskammern: 49Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 VERANSTALTUNGEN VORSCHAU 05–06 Ausgabedatum 1. März 2024 Titelbild Kim Angie Cicuttin Das Magazin wird auf umweltfreundlichem FSC®-Papier klimaneutral gedruckt. Designkonzept, Gestaltung, Titelbild, Verlag und Druck Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, 60386 Frankfurt www.zarbock.de Verlagsleitung: Ralf Zarbock Anzeigendisposition Anette Kostrzewa Tel. 069 420903-75 anette.kostrzewa@zarbock.de Anzeigenpreisliste Gültig ab 1. November 2023 Mediadaten www.offenbach.ihk.de/P460 IMPRESSUM Herausgeber Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Postfach 10 08 53 63008 Offenbach am Main Frankfurter Straße 90 63067 Offenbach am Main Tel. 069 8207-0 | Fax -199 redaktion@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de Verantwortlich Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main Redaktion redaktion@offenbach.ihk.de Birgit Arens (Chefredakteurin) Tel. 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr ( jeweils am 1. des Monats) Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der IHK-Mitgliedschaft und kann jederzeit per Hinweis an den Herausgeber beendet oder wieder aufgenommen werden. Wir nutzen in der IHK Offenbach am Main eine Sprache, die gerecht ist und niemanden bevorzugt oder benachteiligt, jeden anspricht und nieman- den ausschließt. Unsere Sprache respektiert die aktuellen Recht- schreibregeln und ist gleichzeitig verständlich, eindeutig und gut lesbar. Da wir im Sinne der Gleichbehandlung immer alle Geschlechter mei- nen, verwenden wir zum Beispiel Doppelnennun- gen, geschlechterneutrale Begriffe, Pluralformen, Funktionsbezeichnungen oder abwechselnd die männliche und die weibliche Form. Wenn gele- gentlich nur eine Form genannt wird, um bessere Lesbarkeit zu erreichen oder weil es übergeordne- te Vorgaben erzwingen (z. B. Prüfungsordnungen), gilt diese im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter und Personengruppen. Mit dieser Vorgehensweise beabsichtigen wir keinerlei Wertung. Auf Zusatzzeichen und Binnengroßbuchstaben verzichten wir, weil diese die Barrierefreiheit, den Lesefluss und die Auffindbarkeit durch Suchma- schinen beeinträchtigen. Derzeit gibt es in Deutschland keine einheitlichen Regeln für eine geschlechtergerechte Sprache. In der IHK Offenbach am Main nehmen wir an der Diskussion zum Thema teil und entwickeln auch im Netzwerk der deutschlandweiten IHK-Organi- sation weitere praxisnahe, akzeptable Lösungen dazu. Sie haben Fragen, Hinweise oder Anregungen zur geschlechterneutralen Sprache? Dann schreiben Sie uns: redaktion@offenbach.ihk.de Beilage Wortmann AG, Hüllhorst Offenbacher WIRTSCHAFT Das Magazin der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main für die Region 5–6 | 2024 Schneller besser werden Titelthema | Schneller besser werden Anzeigenschluss für die Ausgabe Mai/Juni 2024 ist der 9. April 2024. Redaktionsschluss für die Ausgabe Juli/August 2024 ist der 3. Juni 2024. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Themen aus aktuellen Anlässen ändern können. Offenbacher Dialog diskutiert Wege zum Bürokratieabbau Die Verwaltung braucht einen Kulturwandel Zukunft digitale Verwaltung: weniger Bürokratie, effiziente Verfahren – ein Kulturwandel? – so lautet der Titel des Offenbacher Dialogs am 14. März 2024 um 17:00 Uhr in der IHK Offenbach am Main. Prof. Dr. Thomas Meuche, Leiter des Kompetenzzentrums Digitale Verwaltung (KDV) der Hochschule Hof in Bayern, spricht zum Auftakt. Für den Experten Meuche steht fest, dass es bedeutend mehr als ein wenig Technik braucht, um die deutsche Verwaltung fit für die Herausforderungen der Zukunft zu machen. Derzeit fehlt seiner Ansicht nach das generelle Grundverständnis für den Umgang mit Daten. Er schlägt einen Kulturwandel vor. Eine wirtschaftsfreundliche und digitale Verwaltung – es könnte alles so einfach sein! Diskutieren Sie mögliche Lösungsansätze mit dem Gastredner und tauschen Sie sich praxisnah aus! www.ihkof.de/ofd Offenbacher Dialog Informieren. Diskutieren. Netzwerken. Kontakt Scolastica Treccarichi Telefon 069 8207-113 E-Mail treccarichi@offenbach.ihk.de 50 Offenbacher Wirtschaft März/April 2024 VERANSTALTUNGEN Business to Business Ihr direkter Kontakt zum Marktplatz: 0 69/42 09 03-75 oder per E-Mail verlag@zarbock.de Mit einer Anzeige in der Offenbacher Wirtschaft erreichen Sie 20.000 Entscheider in Stadt und Kreis Offenbach. Wir beraten Sie gerne: Marion Stumpp Telefon 0 69 /42 09 03-51 marion.stumpp@zarbock.de Nachrichten IHK-Wahl – Kandidaten jetzt im Internet | Ratgeber Vorsicht, wenn Grundbesitz bewertet wird! | Netzwerke Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken | Veranstaltungen IHK-Boarding Was ändert sich im neuen Jahr? 11 –12 | 2023 STARKE STIMME WIRTSCHAFT STARKE STIMME Wahl2024-OWi-Cover.indd 1 Wahl2024-OWi-Cover.indd 1 10.10.2023 10:01:17 10.10.2023 10:01:17 Bildung Nacht der Ausbildung erstmals in Rödermark | Ratgeber Präventions programm für Logistik-Unternehmen Nachrichten Ab in die Mitte 2024 | Netzwerke WJ Offenbach auf Twinning-Touren 01 –02 | 2024 Anzeigenschluss für die Mai/Juni-Ausgabe: 9. April 2024 Sichern Sie sich Ihre Platzierung unter 0 69 /42 09 03-51 verlag@zarbock.de PRÄSENTATIONSMAPPENPräsentationsmappen Sicherheit Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit 24h-Service BWS Sicherheitsdienste GmbH Tel. 0 69 / 88 81 45 Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit www.bws-offenbach.de Sicherheitsdienst Datenschutzbeauftragter www.all-in-media.com Zeitarbeit Koch & Benedict GmbH Personal-Service. Ihr zuverlässiger Partner bei Personalbedarf. Tel. 08 00/2 04 01 00 (kostenfrei) www.kochundbenedict.de Kamine Immobilien NEUE PERSPEKTIVEN ERÖFFNEN adler-immobilien.de Tel. 069. 955 22 555 Wir bieten kostenfreie, innovative Be- wertungskonzepte für Wohnimmobilien durch unsere Dekra-Sachverständigen. Sie planen eine Immobilie zu verkaufen – nehmen Sie hier in Zeiten variabler und volatiler Entwicklungen die Hilfe von Experten an. Informieren Sie sich über den optimalen Verkaufswert. 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