Informationen zur Arbeit der IHK Offenbach am Main Geschäftsbericht 2025 2 3Geschäftsbericht 2025 Geschäftsbericht 2025 im Baupaket I berücksichtigt. Für das Baupaket II wird die Kommission weitere, an den Interessen der Wirtschaft orientierte Verbesserungsideen einbringen. Aber die IHK Offenbach am Main fordert nicht nur von anderen, Bürokratie abzubauen. Sie über- denkt und optimiert kontinuierlich ihre eigenen Abläufe und Arbeitsweisen. Zusätzliche Prozesse wurden digitalisiert: Das Spektrum reicht von digitalen Rechtsangeboten über zahlreiche Optionen im Bildungs- und Prüfungswesen bis zum volldigitalen Ursprungszeugnis. Das Team der IHK Offenbach am Main begann nach intensiver Schulung das KI-Tool Microsoft Copilot zu nutzen, um höhere Effizienz zu erreichen. Mobilität – eine wesentliche Säule, damit unser Standort für Menschen und Unternehmen attraktiv ist – war Thema des Offenbacher Dialogs mit den Bundestagsabgeordneten Tarek Al-Wazir und Björn Simon Ende Oktober. Einige Gäste schilderten, wie die überlastete Verkehrsinfrastruktur ihr wirtschaftliches Fortkommen beeinträchtigt. Was die Regional- tangente Süd angeht, machte die IHK Offenbach am Main ihren politischen Einfluss geltend und führte Stakeholder in Stadt und Kreis Offenbach zusammen. Sie erreichte, dass der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben wird. Um die Zukunft der Unternehmen und der Region zu sichern, blieb die umfassende Gründungs- und Nachfolgeberatung ein Schwerpunkt der IHK-Arbeit. Neben den individuellen Expertengesprächen und den digitalen Gründungstagen zählten dazu die bewährten, von der IHK begleiteten Schülerwettbewerbe, die seit Jahren Gründergeist in zwei Schulen in Offenbach und Obertshausen tragen. Angespannter Ausbildungsmarkt Im Berichtsjahr 2024/25 suchten mehr Jugendliche im Bezirk der Agentur für Arbeit Offenbach einen Ausbildungsplatz, während die Betriebe 174 Angebote weniger als im Vorjahr meldeten, nämlich 1.790 (minus 8,9 Prozent). 255 Jugendliche blieben unversorgt (plus 19,2 Prozent) und 201 Ausbildungsstellen wurden nicht besetzt (27,7 Prozent weniger als im Vorjahr). Zum 30. November 2025 registrierte die IHK Offenbach am Main 1.194 neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse. Das sind 77 Verträge oder 6,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Hessenweit lag der Rückgang bei 6,2 Prozent. Noch immer kennen junge Menschen nur wenige Berufsbilder, sind unsicher, welche davon zukunftsfähig sind und bleiben möglichst lange in der Schule. Unternehmen sparen aus wirtschaftlichen Gründen Stellen ein. Oder sie verzichten auf Personal, weil neue Technologien, wie KI, Aufgaben übernehmen. Gleichzeitig sind höhere berufliche Qualifikationen gefragt. Was die Betriebe brauchen und was die Jugendlichen erwarten, muss zusammenpassen. Deshalb hat die IHK Offenbach am Main die berufliche Orien- tierung in den Schulen durch Ausbildungsscouts und die Kooperation mit der Agentur für Arbeit verstärkt. In Offenbach und Rödermark lernten sich junge Menschen und Unternehmen in der Nacht der Ausbildung kennen, ebenso während der hessenweiten Praktikumswochen. Neu kam die Kooperation mit dem Offenbacher Fußball Club Kickers 1901 e. V. (OFC) im Rahmen der Azubi-Marketing-Kampagne „Jetzt#Können- Lernen“ hinzu. Auch hier geht es darum, die berufliche Bildung zu bewerben und die guten Ausbildungsangebote in der Region zu zeigen. Das war das Jahr 2025 Das war 2025 Der Jahreswechsel 2024/2025 brachte nicht die erhoffte Verbesserung für die deutsche Wirtschaft. Auch die Unternehmen in der Region Offenbach starteten vorsichtig und mit Skepsis ins Jahr. Wegen weltweiter Krisen und Spannungen in den internationalen Beziehungen, kaum kalkulierbarer Energiepreise, bürokratischer Belastungen und einer schwachen Inlandsnachfrage waren sie zurückhaltend beim Einstellen von Personal und bei Investitionen. Die erste Konjunkturumfrage der IHK Offenbach am Main ergab einen Konjunkturklimaindex von 89,1 Punkten, ein Wert deutlich unterhalb der Wachs- tumsschwelle von 100 Punkten. Den Wirtschaftsstandort im Blick Die Zahl der Insolvenzen stieg im ersten Halbjahr 2025 um 16 Prozent. Die Zweifel an der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland wuchsen. Auf Bundesebene prangerte die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) die Missstände an. DIHK-Präsident Peter Adrian forderte einen wirtschaftspolitischen Neustart mit deutlicher Ausrichtung auf Investitionen und Wachstum. Als Gastredner beim Offenbacher Dialog appellierte er an die neue Bundesregierung, die Unternehmen kurzfristig zu entlasten. Mehrfach warnte die IHK Offenbach am Main im Lauf des Jahres vor den fatalen Folgen höherer oder neuer kommu- naler Steuern für den Wirtschaftsstandort. Das Image des Wirtschaftsstandorts Stadt und Kreis Offenbach war Thema des IHK-Jahresempfangs: Gastredner Eric Menges, Geschäftsführer der Frankfurt RheinMain GmbH – International Marketing of the Region, beschrieb, wie dieser im internationalen Standortwettbewerb wahr- genommen wird — nämlich als bedeutender Teil der Metropolregion. IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller verwies im Kontext auf die IHK-Strategie zur Standortentwicklung und forderte Verlässlichkeit und konkrete Verbesserungen von der Politik. Wie sehr die Unternehmen darauf angewiesen sind, bestätigten die Befragungsergebnisse im Rahmen des Standortbarometers 2025 der IHK Offenbach am Main (s. Seite 37) Verwaltung vereinfachen, Strukturen verbessern An Politik und Verwaltung richtete die IHK Offenbach am Main erneut Appelle, Büro- kratie abzubauen – begleitet von konkreten Vorschlägen und Signalen zur Kooperations- bereitschaft. Als Ergebnis ist unter anderem die Reform der Hessischen Bauordnung zu verzeichnen. Die Kommission Innovation im Bau, in der sich der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) engagiert, erarbeitete 20 Vorschläge. 18 davon wurden Kirsten Schoder-Steinmüller Präsidentin Markus Weinbrenner Hauptgeschäftsführer Zum Jahreswechsel 2025/2026 hatte die IHK Offenbach am Main 35.558 Mitgliedsunternehmen. 4 5Geschäftsbericht 2025 Geschäftsbericht 2025 Zusammenarbeiten und vernetzen Kooperationen, Expertenräte und Netzwerke sind grundlegend für die erfolgreiche Arbeit der IHK Offenbach am Main und ihrer Mitgliedsunternehmen. Zusätzlich zu den Netzwerken Design to Business, Cross Innovation Netzwerk und Zoll@Work, die bei ihren Treffen Wirtschaftsakteure aus unterschiedlichsten Branchen zusammenbrachten, gibt es seit 2025 die Business Women IHK. Schon kurz nach der Gründung hatten sich diesem Netz- werk 30 Frauen in Führungspositionen ange- schlossen. Neu ist auch der Expertenrat IHK-Gebäude, der in den nächsten fünf Jahren die Modernisierung des IHK-Gebäudes begleiten wird. Im obersten Stock- werk wurde bereits das Level 4 eingerichtet — mit funktionalen, flexibel nutzbaren Räumen für Austausch und Vernetzung. Gemeinsam mit der Stadt Offenbach und dem Verein Offenbach offensiv e. V. setzte die IHK Offenbach am Main das Projekt Testraum-Allee fort: Im Testraum, einem Gewerberaum, der Teil der Testraum-Alle ist, haben 2025 vier verschiedene Mieter ihre Geschäftsideen erprobt. Eines der Konzepte erhielt die erste Förderzusage im Rahmen des Testraum-Fonds. Die Mitgliederversammlung von Offenbach offensiv e. V. beschloss die Neuauflage des Masterplans. Der Masterplan 2045 knüpft an bereits realisierte Projekte an und zielt darauf, die Stadt strategisch weiterzuentwickeln. Politik fordern, Resilienz stärken Mit Blick auf die Kommunalwahl in Hessen im März 2026 befragte die IHK Offenbach am Main ihre Mitgliedsunternehmen im August 2025 im Rahmen des IHK-Standort- barometers. Aus den Antworten leitete die IHK-Vollversammlung ihre kommunal- politischen Positionen ab. Sie enthalten konkrete Forderungen an die Politik zu den sechs Handlungsfeldern Energie und digitale Infrastruktur, Fachkräfte, kommunale Finanzen, Fläche und Stadtentwicklung, Mobilität und Verwaltung. Kirsten Schoder-Steinmüller Präsidentin der IHK Offenbach am Main Die IHK-Konjunkturumfrage ermittelte im Herbst eine minimal positive Veränderung. Der IHK-Konjunkturklimaindex stieg im Vergleich zum Jahresbeginn auf 89,3 Punkte. Gründe für die Fast-Stagnation dürften sein, dass der von der Bundesregierung versprochene „Herbst der Reformen“ schwach und die weltpolitische Situation ange- spannt blieb. Das Thema Resilienz wurde im vergangenen Jahr für die Wirtschaft noch wichtiger als bisher. Angesichts unberechenbarer Politiker, kriegerischer Auseinandersetzungen und hybrider Bedrohungen, aber auch mit Blick auf die Folgen des Klimawandels brauchen Unternehmen Widerstandskraft und müssen flexibel reagieren können. Die IHK Offen- bach am Main im schlagkräftigen Netzwerk der IHK-Organisation hat sie 2025 dabei unterstützt und wird ihnen auch zukünftig zur Seite stehen. Markus Weinbrenner Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main Bei der IHK Offenbach am Main neu abgeschlossene Ausbildungsverträge im Jahr 2025: 1.194 6 7Geschäftsbericht 2025 Geschäftsbericht 2025 IHK am Puls der Wirtschaft IHK-Jahresempfang 2025 Fotos: Fotografie Link/IHK Die Samson AG hat sich unter anderem wegen der hervorragenden Lage und Infrastruktur für Offen- bach entschieden, berichtete Samson-Projektleiter Sven Donner (l.). Johann Gensert, Inhaber des Hotels Odenwaldblick in Rödermark, schätzt die Nähe von Natur und Busi- ness in der Region. Joanna Cimring (l.) und Janina Bommerstheim (r.) von der Werbeagentur Brand Factory GmbH in Offenbach lobten die Diversität, Offenheit und Kreativität am Standort. Wie unsere starke Region noch attraktiver wird Gastredner Eric Menges, Geschäftsführer der FrankfurtRheinMain GmbH – Interna- tional Marketing of the Region (FRM GmbH), erklärte beim IHK-Jahresempfang, wie die Region im internationalen Standortwettbewerb wahrgenommen wird. In seinem Vortrag „Erfolgsfaktor Standort – eine Außenperspektive auf die Region Offenbach“ schilderte er, dass die FRM GmbH beim Werben um die Ansiedlung ausländischer Unternehmen die Region stets als Einheit vertrete. Die „Region der kurzen Wege“ sei vor allem aufgrund ihrer zentralen Lage und Verkehrsanbindung, ihrer Internationalität und ihrer hohen Lebensqualität attraktiv. Zudem sei sie als Wirtschaftsmotor und Sitz führender Unternehmen aus Branchen wie der Finanz- und Versicherungswirtschaft, Pharma und Life-Sciences sowie Auto- motive anerkannt. Nach dem Vortrag und den Impulsen kamen die Gäste miteinander ins Gespräch. Für viele von ihnen besonders wichtig: Get-together, persönlicher Austausch und Netzwerken beim IHK-Jahresempfang. 8 9Geschäftsbericht 2025 Geschäftsbericht 2025 Auf allen Ebenen für die Wirtschaft engagiert Beim Offenbacher Dialog am 23. April 2025 machte DIHK-Präsident Peter Adrian deutlich, wie dringend die neue Bundesregierung Wirtschaftsthemen bearbeiten und Aufbruchsignale senden muss. Er sehe einige gute wirtschaftspolitische Ansätze im Koalitions- vertrag, aber die Unternehmen wünschten sich zusätzliche kurzfristige Entlastungen. „Wir haben jetzt die Chance, wieder auf einen Wachstumspfad zu kommen. Gerade mit Blick auf globale Verschiebungen müssen wir gemeinsam die deutsche Wirtschaft wieder wettbewerbsfähig machen“, erklärte er. Politiker auf dem Prüfstand Die Verkehrsinfrastruktur war das Thema des Offenbacher Dialogs im Herbst. Auf dem Podium diskutierten die Bundestagsabgeordneten Tarek Al-Wazir (l., Bündnis 90/Die Grünen) und Björn Simon (r., CDU). IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner (M.) moderierte. Einige Gäste konfrontierten die Bundestagsabgeordneten mit Beispielen von Mobilitätsengpässen in der Region und forderten schnellere Lösungen. Nach dem offiziellen Teil diskutierten die Politiker weiter mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Das Publikum bewertete in zwischen- geschalteten Online-Befragungen unter anderem, wie die Arbeit der IHK-Organi- sation in Deutschland wahrgenommen wird. Teilnehmerinnen und Teilnehmer brachten ihre Standpunkte ein und berichteten von eigenen Erfahrungen. Offenbacher Dialog Frühjahr 2025 Offenbacher Dialog Herbst 2025 Offenbacher Dialog IHK am Puls der Wirtschaft 10 11Geschäftsbericht 2025 Geschäftsbericht 2025 IHK am Puls der Wirtschaft KI. Automatisierung. Wachstum. Die IHK-Initiative KAI KÔ hat sich als wichtigster Treffpunkt der deutsch-japanischen Business-Community im Rhein-Main-Gebiet etabliert. Der Wirtschaftsempfang fand wieder im Rahmen des Main Matsuri-Festivals in Offenbach statt. Seit 25 Jahren verbunden Im Oktober besuchte eine IHK-Delegation von Unternehmens- und IHK-Repräsentanten unter Leitung von IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller Offenbachs japanische Partnerstadt Kawagoe. Anlass war das 25-jährige Bestehen der Partnerschaft mit der dortigen IHK. Außerdem diente die Reise dazu, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu vertiefen und die Grundlagen für den deutsch-japanischen Praktikantenaustausch zu erneuern. Auf dem Programm standen unter anderem Besuche bei Niederlassungen deutscher Unternehmen. Fotos: Andreas Riske Zentrales Thema des KAI KÔ 2025 war, wie KI und Automatisierung Wachstum und Innovation beschleunigen. 12 13Geschäftsbericht 2025 Geschäftsbericht 2025 „made in hessen“ – heute und gestern Prof. Dr. Ingo Köhler, Geschäftsführer des Hessischen Wirtschaftsarchivs, führte auf IHK-Initiative durch die Ausstellung „made in hessen“ im Haus der Stadtgeschichte in Offenbach. Er zeigte anhand der Exponate außergewöhnliche hessische Unternehmen und weltberühmte Produkte. WDC: Vorbereiten auf ein ereignisreiches Jahr für die Region 2026 ist die Region FrankfurtRheinMain World Design Capital (WDC). Die IHK-Offenbach am Main brachte die Beteiligten beim WDC-Stammtisch zur Vorbereitung im Level 4 des IHK-Gebäudes zusammen. IHK am Puls der Wirtschaft Wegweisende Projekte und zahlreiche Veranstaltungen werden im Rahmen des WDC Antworten auf die Frage geben, was Design leisten kann – für die Gesellschaft, für das Miteinander der Menschen und für die Demokratie. 14 15Geschäftsbericht 2025 Geschäftsbericht 2025 IHK sichert Zukunft Duale Ausbildung live Die Nacht der Ausbildung steht wie kein anderes Event für praxisnahe Berufsorientierung. In Offenbach (o.) und Rödermark (u.) zeigten Unternehmen und Institutionen ihre Arbeitsfelder und Ausbildungsangebote – von Verwaltung und Büro über Pflege und Erziehung bis zu gewerblich-technischen Bereichen. Foto: Hans-Juergen Herrmann Lehrkräfte als Partner Für eine frühe, gute Berufsorientierung brachte die IHK Offenbach am Main angehende Lehrerinnen und Lehrer in Kontakt mit Mitgliedern des OloV-Netzwerks. OloV steht für die hessenweite Strategie „Optimierung der lokalen Vermittlungs- arbeit im Übergang Schule-Beruf“. Bildungsberater im Boxclub Die Möglichkeit, beim Tag der offenen Tür im Boxclub Nordend mit den IHK- Bildungsberatern über die berufliche Zukunft zu sprechen, nutzten viele Jugendliche. 16 17Geschäftsbericht 2025 Geschäftsbericht 2025 Zahlen und Fakten Die richtigen Fachkräfte für die Region • 2.600 Menschen nahmen an den IHK-Zwischen- und Abschluss- prüfungen teil • 315 Weiterbildungsprüfungen nahm die IHK Offenbach am Main ab • 546 ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer waren 2025 im Einsatz Super-Azubis und Top-Ausbilder Die Ausbildungsbetriebe in Stadt und Kreis Offenbach begleiten Menschen sehr erfolgreich ins Berufsleben und sie entwickeln sie weiter. Bei der IHK-Besten- ehrung werden jedes Jahr die Unternehmen geehrt, denen das besonders gut gelingt, und vor allem die herausragenden Absolventinnen und Absolventen der IHK-Ausbildungs- und Weiterbildungs- prüfungen. Foto: Fotografie Link/IHK TOP 2025 IHK sichert Zukunft Praktikumswochen Täglich Talente treffen An den Praktikumswochen vor und in den hessischen Sommerferien 2025 beteiligten sich 30 Betriebe in der Region. Sie zeigten die vielfältigen Ausbildungsoptionen, die sie anbieten, und lernten Jugendliche kennen, die an einer Ausbildung interes- siert sind. Ausländische Fachkräfte Bei seiner zweiten Sitzung befasste sich der IHK-Expertenrat Fachkräftesicherung und -gewinnung damit, welche Potenziale Fachkräfte mit ausländischem Berufs- abschluss eröffnen und welche Hürden bei ihrer Einstellung zu überwinden sind. Weiterbildung Zertifikate online zeigen Open Badges machen Qualifikationen sichtbar — in Webauftritten, Social Media Accounts und E-Mail-Signaturen. Zwei Unternehmen, 17 Dozierende und zwei Kooperationspartner erhielten 2025 Open Badges. Weiterbildung wirbt und wirkt Auf LinkedIn profiliert sich die IHK-Weiterbildung mit regelmäßigen, zielgerichteten Posts als kompetenter Partner für betriebliche Qualifizierung. 18 19Geschäftsbericht 2025 Geschäftsbericht 2025 Wer übernimmt den Betrieb? In Kooperation mit der Initiative Standort Plus (Kreis Offenbach) beteiligte sich die IHK Offenbach am Main in Dreieich, Rödermark (Foto) und Dietzenbach an der Veranstaltungsreihe „Erfolgreiche Unter- nehmensnachfolge für Unternehmer und Gründer“. Zahlen und Fakten Mehr neue Unternehmen Mitte des Jahres lagen Zahlen zum Grün- dungsgeschehen 2024 vor: In der Region gingen 5.912 Gründerinnen und Gründer den Schritt in die Selbstständigkeit. 5.157 Gewerbe wurden abgemeldet. Mit 12,6 Gründungen pro 1.000 Einwohner zählen Stadt und Kreis Offenbach weiter zu den gründungsintensivsten Regionen Deutschlands. Starkes Interesse am Gründen Während der digitalen Gründungstage in- formierten sich 135 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Thema Existenzgründung. Aus Ideen werden Unternehmen Erneut unterstützte die IHK Offenbach am Main das Projekt Start-up an der Georg-Kerschensteiner-Schule in Obertshausen. Schüler-Teams dachten sich eigene Geschäftsideen aus und begeisterten die Jury mit Mut, Energie und Kreativität. Sieger wurden die Erfinder einer App, die private Parkplätze in Städten an Interessenten vermittelt. IHK sichert Zukunft Schüler machen Marketing Im Wettbewerb Market Minds in der Theodor-Heuss-Schule in Offenbach stellten sich drei IHK-Unternehmen vor und gaben den Schülerinnen und Schülern Aufgaben. Die Teilnehmenden aus sechs Fachoberschulklassen mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung entwickelten daraufhin Werbestrategien für die Auftraggeber. 20 21Geschäftsbericht 2025 Geschäftsbericht 2025 Raum für Weiterentwicklung Die IHK Offenbach am Main hat die zuvor als Bürofläche genutzte vierte Etage des IHK-Gebäudes in einen Ort für Vernetzung und Wissenstransfer umgewandelt. Sie heißt jetzt Level 4 und bringt Unternehmen, Institutionen und die IHK Offenbach am Main zusammen. Die Räume sind mit modernster Technik ausgestattet und können gemietet werden. IHK auf neuen Wegen Herausragende Internetauftritte 2025 ging der Hessische Website Award in Gold an die Pergano GmbH aus Oberts- hausen. Silber gewann die Stauraum GmbH aus Dreieich, Bronze Fermented Grapes aus Lorch. Das Beratungs- und Informationszentrum Elektronischer Geschäftsverkehr (BIEG) der IHKs Frankfurt am Main, Fulda, Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, Offenbach am Main und Wiesbaden verleiht die Auszeichnung an Unternehmen, die sich trotz ihrer begrenzten zeitlichen und finanziellen Ressourcen souverän im Internet behaupten. Fotos: HDW Foto: Jochen Müller Fotografie 22 23Geschäftsbericht 2025 Geschäftsbericht 2025 Nachhaltig wirtschaften EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) ist ein freiwilliges EU-Umweltmanagementsystem für Unternehmen und Organi- sationen, die effizient mit Ressourcen umgehen und ihre Umwelt- leistung systematisch verbessern möchten. IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller (r.) überreichte EMAS-Urkunden an die Energieversorgung Offenbach (EVO). V.l.n.r. Technikvorstand Günther Weiß, Lea-Marie Hild und Larissa Breitenbach, Stabstelle Nachhaltigkeit und Vorstandsvorsitzender Dr. Christoph Meier. Neue Ideen für die Innenstadt Als „Testraum“ hat die Stadt Offenbach eine zentral gelegene Ladenfläche bis Ende 2027 angemietet. Unternehmen und Start-ups können dort ihre Geschäftskonzepte ausprobieren. Der Testraum ist Teil des Zukunftsprojekts „Testraum-Allee“ der Stadt Offenbach und des IHK-nahen Vereins Offenbach offensiv. Musterverträge Digital und unbürokratisch Mehr als 50.000 Aufrufe der Muster- verträge auf der IHK-Internetseite zeigen eindrucksvoll, wie intensiv die Rechts- angebote der IHK Offenbach am Main nachgefragt sind. Zudem erteilte das IHK-Team Recht und Steuern 2.430 Rechtsauskünfte und 2.670 firmenrecht- liche Stellungnahmen. Sehr groß war das Interesse an den Webinaren zur E-Rech- nung und zum EU AI Act. Foto: Fabian Stransky IHK auf neuen Wegen 24 25Geschäftsbericht 2025 Geschäftsbericht 2025 Kommunikation, die ankommt Die IHK Offenbach am Main erreicht unterschiedliche Zielgruppen wie Unternehmen, Auszubildende, Politik und Verwaltung über die jeweils passenden Kanäle. Sie setzt dabei auf Bewährtes, testet aber auch regelmäßig neue Möglichkeiten. Einige Zahlen für 2025 Gesamtreichweite durch Presseveröffentlichungen: 9.974.677 Gesamtauflage IHK-Magazin Offenbacher Wirtschaft: 120.000 Chats mit dem Chatbot auf der IHK-Website: 3.392 Newsletter: 57.534 aktive Kontakte Besuche IHK-Website: 180.000 Follower auf LinkedIn: 2.800 Im zweiten Halbjahr entstand das Konzept für den Relaunch der IHK-Website, der für 2026 geplant ist. KI für KMU Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich zu aktuellen Tools und Trends beim KI Summit Mittelstand 2025, ausgerichtet von Adacor Hosting, Offen- bach, mit der IHK Offenbach am Main, IHK Hessen innovativ und AI Frankfurt Rhein Main. Adacor-Geschäftsführer Andreas Bachmann (Foto) eröffnete das Event in seinem Unternehmen. Ursprungszeugnisse Aus aller Welt, in alle Welt 5.518 Ursprungszeugnisse, Handelsrech- nungen und sonstige Außenwirtschafts- dokumente hat das IHK-Team International 2025 ausgestellt und bescheinigt. Im September startete das volldigitale Ursprungszeugnis (dUZ) bundesweit in den Realbetrieb. Foto: Sandra Seibt Fotografie IHK auf neuen Wegen 26 27Geschäftsbericht 2025 Geschäftsbericht 2025 IHK kooperiert und vernetzt Vernetzt erfolgreich Die Treffen der Netzwerke CIN (Cross Innovation Netzwerk), Design to Business (D2B) und Business Women IHK brachten insgesamt 545 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen. Eine der Zusammenkünfte fand in den Werkstätten Hainbachtal in Offenbach statt (Foto). An den Webinaren des Teams Innovation und Umwelt, das die Netzwerke betreut, nahmen mehr als 400 Interessenten teil. Bauen im Blick Im Juni fand der Immobilien Jour Fixe auf der Baustelle des zukünftigen Stadt- quartiers „Neue Welt“ in Neu-Isenburg statt. Der Immobilien Jour Fixe ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der IHKs Frankfurt, Darmstadt, Hanau und Offenbach. Business Women IHK gegründet Mit 120 Gästen feierte die IHK Offenbach am Main im Februar den Auftakt ihres Netzwerks Business Women IHK unter dem Motto „Aktiv. Vernetzt. Erfolgreich.“ Es bietet engagierten Frauen eine eigene Plattform für den Erfahrungs- und Wissensaustausch. 28 29Geschäftsbericht 2025 Geschäftsbericht 2025 ÖPNV fährt bald autonom Die Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (kvgOF) berichtete dem Expertenrat Mobilität der IHK Offenbach am Main vom Fortschritt des Projekts KIRA. Es dient den Projektpartnern, darunter die Deutsche Bahn, die kvgOF und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), zum Erproben des autonomen Fahrens auf Stufe 4: Die Fahrzeuge bewegen sich hoch- automatisiert – aktuell noch mit Sicherheitsfahrern an Bord. Partner im Dialog vor Ort Im November kamen Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Gewerbeämter aus Stadt und Kreis Offenbach zum fachlichen Austausch in die IHK Offenbach am Main. Diskutiert wurden neue rechtliche Anforderungen und Erlaubnispflichten, digitale Prozesse sowie bewährte Verfahren und Herausforderungen aus der Praxis. Export und Import aktuell Im Netzwerk Zoll@work teilen Außenhandelsprofis seit Jahren Wissen und Erfahrungen. Im September traf es sich bei Rhenus Freight Logistics in Dietzenbach. Es ging unter anderem um den Einsatz von KI in der Branche, Finanzierung und Absicherung sowie um die internationalen Handelsklauseln Incoterms. Experten für mehr als 250 Fachgebiete IHK-Sachverständige sichern mit ihrer geprüften, unabhängigen Expertise Qualität, schaffen Vertrauen und sorgen für Verlässlichkeit in allen Branchen. Im April vereidigte IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller Prof. Dr.-Ing. Felix Wellnitz, Wellnitz Architekten BDA, Offenbach am Main, als öffentlich bestellten Sachverständigen für den Bereich „Wärme- und Feuchteschutz“. IHK kooperiert und vernetzt 30 31Geschäftsbericht 2025 Geschäftsbericht 2025 WJ Offenbach am Main e. V.: aktiv und engagiert In Offenbach gibt es sehr aktive Wirtschaftsjunioren (WJ). Nach dem Prinzip „One Year to Lead“ tauschen die jungen Unternehmer und Führungskräfte ihre Führungsmannschaft jährlich aus. (V.l.n.r.) Thomas Krüdewagen, Past-Präsident, Florian Obermaier vom Landes- vorstand, Gino Scalinci, Jennifer Pia Gehrke und Präsident 2025 Sven Franzen von den WJ Offenbach am Main e.V., Nathalie Jung, Stellvertretende Landesvorsitzende, neben Sandra Hug, Schatzmeisterin, und Marcel Huang Van, Vize-Präsident, beide von den WJ Offenbach am Main e. V. Foto: WJ Offenbach am Main e. V. Foto: WJ Offenbach e.V. IHK kooperiert und vernetzt Minister trifft Experten Der IHK-Expertenrat International tagte im August bei der MKU-Chemie GmbH in Rödermark-Urberach. Manfred Pentz (5.v.l.), Hessischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung und Bevollmächtigter des Landes Hessen beim Bund, nahm daran teil und berichtete von Initiativen zum Bürokratieabbau. 32 33Geschäftsbericht 2025 Geschäftsbericht 2025 Aktuelles zum Offenbacher Hafen Der Hafen steht für Offenbachs Wandel. Über seine Zukunft diskutierten im Level 4 der IHK Offenbach am Main Bozica Niermann, Leiterin der Wirtschaftsförderung und Geschäftsführerin der Mainviertel GmbH & Co. KG, Wolfgang Malik, Präsident des Boxclubs Nordend-Offenbach und Stadtrat (Die Grünen), sowie Prof. Dr. Kai Vöckler, Hochschule für Gestaltung Offenbach und Mitglied der Lenkungsgruppe Masterplan für die Stadt Offenbach, mit Frank Achenbach (Mitglied der IHK-Geschäftsführung), Geschäftsführer des Vereins Offenbach offensiv e. V. IHK gestaltet Standorte Engagiert IHK spricht für Unternehmen In 25 Politikgesprächen machten IHK- Vertreterinnen und -Vertreter die Anliegen von Unternehmen deutlich. Im August sprachen IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner (l.), IHK-Vizepräsident Schader (2.v.l.), IHK-Referent Alexander Krebs (2.v.r.) und Frank Achenbach (r.), Mitglied der IHK-Geschäftsführung, mit der SPD-Landtagsabgeordneten Nadine Gersberg. Klaviere als Publikumsmagnete Zum dritten Mal veranstaltete das Musikhaus André „Spiel mich! – Klaviere in Offenbach“ gemeinsam mit der IHK Offenbach am Main. Unterstützt vom Verein Offenbach offensiv e. V. sowie engagierten lokalen Unternehmen wie dem Modehaus M. Schneider oder dem Fahrradladen artefakt, wurde die Aktion zu einem wichtigen Teil des Offen- bacher Kultursommers. 34 35Geschäftsbericht 2025 Geschäftsbericht 2025 Handel schätzt heimat shoppen Die Initiative zeigte erneut die Vielfalt der Angebote und die Vorteile des lokalen Einkaufens, wie persönliche Beratung, individuelle Angebote und ein Einkaufserlebnis mit Nähe und Service. Jeder Einkauf vor Ort stärkt die lokalen Strukturen, Arbeitsplätze sowie die Attraktivität der Innenstädte und Ortszentren. Viele Masterplan-Projekte schon realisiert Der Masterplan Offenbach wird fort- geschrieben. In der Fußgängerzone wird das ehemalige Galeria-Gebäude zur Station Mitte umgewandelt. Ideen für Ortszentren In Heusenstamm nahmen Mitglieder des IHK-Expertenrats Zukunftsfähige Innenstadt und der AG Innenstadt der Initiative Standort Plus die weitere Entwicklung der Frankfurter Straße mit Bürgermeister Steffen Ball (5.v.l.) und Wirtschaftsförderin Juliane Blümmel (2.v.l.) in den Blick. IHK gestaltet Standorte 36 37Geschäftsbericht 2025 Geschäftsbericht 2025 IHK-STANDORTBAROMETER für die Region Offenbach 2025 Positive & negative Erfahrungen Im März 2026 findet in Hessen die nächste Kommunalwahl statt. Viele Entscheidungen, die für Unternehmen relevant sind, werden auf der Ebene der Kommunen und Kreise getroffen. Mit dem IHK-Standortbarometer geben wir den Unternehmen in der Region Offenbach eine starke Stimme und machen ihre Anliegen im politischen Dialog sichtbar. Die Ergebnisse fließen direkt in unsere kommunalpolitischen Positionen ein. 05 0402 01 03 Höhe der kommunalen Steuern Schnelle und digitale Prozesse/Genehmigun- gen Leistungsfähige Glasfaserversorgung Sicherheit und Sauberkeit Verkehrsplanung und Mobilitätsangebote 59 % 47 % 46 % 43 % 41 % Top 5 Themen aus Sicht der Unternehmen Methodik Kontakt Die Befragung zum IHK-Standortbarometer fand online im August 2025 statt. Alle Gewerbetreibenden in Stadt und Kreis Offenbach waren aufgerufen teilzunehmen. 326 haben geantwortet. Judith Müller 069 - 8207-250 mueller@offenbach.ihk.de ihkof.de/standortbarometer Digitale Infrastruktur Wirtschaftsförderung & Verwaltung Mobilität Kommunale Steuern Vernetzung & Zusammenarbeit Flächen & Stadtentwicklung Kinderbetreuung & soziale Infrastruktur Sonstige Punkte Zufriedenheit mit kommunalen Themen Schaffung von Wohnraum Verkehrsplanung und Mobilitätsangebote Höhe der kommunalen Steuern Strategisches Gewerbeflächenmanagement Sicherheit und Sauberkeit Schnelle und digitale Prozesse/Genehmigungen Nachmittagsbetreuung für Kinder Leistungsfähige Glasfaserversorgung Unterstützungsangebote zur Arbeitskräftegewinnung Engagement für attraktive Innenstädte Etablierung einer Willkommenskultur Vernetzungsmöglichkeiten von Unternehmen Attraktive Freizeit- & Kulturangebote Erreichbarkeit & Service der Wirtschaftsförderung Kein aktiver Gewerbeverein! Bebauung von ausgewiesenem Gewerbegebiet mit Wohnungen! Fehlende Kindergartenplätze! Keine Berührungs- punkte mit der eigenen Kommune! Zu hohe Gewerbe- & Grundsteuer! Straßenbauar- beiten werden nicht angekündigt! Zu bürokratisch, lange Prozesse! Kein flächen- deckender Ausbau & Verzögerungen! Glasfaser im Gewerbegebiet vorhanden! Ausbau der Lade- möglichkeiten für E-Fahrzeuge! Hoffnung auf Hebesatzsenkungen! Gute Netzwerke unter Unternehmen - auch interkommunal! Sicherheit und Gestaltung der Innenstädte! Gute Entwicklung bei der Verfügbarkeit von Kinderbetreuung! Starke Neuansied- lungen von Firmen! Aktive Wirtschaftsförderung & pragmatische Lösungen! Mutiger Ausbau und frühzeitige Verlegung /// Digitalisierung schreitet voran Schlechte Koordination /// Falsche Anbieterwahl /// Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude fehlen Schnelle Gewerbeanmeldung /// Bürgermeis- ter kümmert sich /// Unterstützung bei Expansion /// Positive Willkommenskultur für neue Unternehmen /// Nette Mitarbeiter und Unterstützung bei Neuansiedlung Lange Bearbeitungszeiten & Terminprobleme (z. B. Kfz-Anmel- dung) /// Unklare oder fehlende Kommunikation /// Kaum Informationen und fehlende Ansprechpartner /// Politiker ignorieren Erfahrung der Unternehmen Ausbau Hopper-Angebot /// Ausbau der Radwegeinfrastruktur Schlechte Baustellenkommunikation /// Fehlender Verkehrsfluss /// Parkplatzmangel für Mitarbeitende /// Schlechter ÖPNV, S- Bahn-Sperrungen /// Desolater Zustand der Straßen Wahrnehmung von massiven Erhöhungen ohne erkennbare Gegenleistungen Wirtschaftsklubs als Plattform Vernetzungsangebote fehlen teilweise komplett Neugestal- tung von Aufenthaltsflächen /// Erschließung neuer Gewerbegebiete /// Genehmigung zahlreicher Mehrfamilienhäuser Fehlende Flächen für Wohnen & Gewerbe /// Fehlen sichtbarer Stadtbildpflege /// Zunehmend Vandalismus & Ver- müllung Unterstützung gemeinnütziger Organisationen Verkürzte Betreuungszeiten Engagement für Nach- haltigkeit Praxisferne Maßnahmen und Abbruch von Projekten (z. B. Grüner Wasserstoff) /// Mangelnde allgemeine Sicherheit Unterstützung für Unternehmen durch die Kommune 3,2 sehr unzufrieden weiß nichtunzufriedeneher unzufrieden eher zufriedenzufriedensehr zufrieden 13 % 20 % 21 % 19 % 8 % 12 % 8 % Zufriedenheit mit den Bedingungen der Kommune sehr unzufrieden weiß nicht unzufriedeneher unzufrieden eher zufriedenzufriedensehr zufrieden 2,7 15 % 31 % 30 % 13 % 5 % 4 % 1 % 3,42,9 3,23,1 3,3 3,5 3,63,5 3,5 3,8 2,6 3,9 2,8 4,0 Mehrfachauswahl möglich, Prozentzahlen zeigen die Häufigkeit der Nennung an. IHK-STANDORTBAROMETER für die Region Offenbach 2025 Positive & negative Erfahrungen Im März 2026 findet in Hessen die nächste Kommunalwahl statt. Viele Entscheidungen, die für Unternehmen relevant sind, werden auf der Ebene der Kommunen und Kreise getroffen. Mit dem IHK-Standortbarometer geben wir den Unternehmen in der Region Offenbach eine starke Stimme und machen ihre Anliegen im politischen Dialog sichtbar. Die Ergebnisse fließen direkt in unsere kommunalpolitischen Positionen ein. 05 0402 01 03 Höhe der kommunalen Steuern Schnelle und digitale Prozesse/Genehmigun- gen Leistungsfähige Glasfaserversorgung Sicherheit und Sauberkeit Verkehrsplanung und Mobilitätsangebote 59 % 47 % 46 % 43 % 41 % Top 5 Themen aus Sicht der Unternehmen Methodik Kontakt Die Befragung zum IHK-Standortbarometer fand online im August 2025 statt. Alle Gewerbetreibenden in Stadt und Kreis Offenbach waren aufgerufen teilzunehmen. 326 haben geantwortet. Judith Müller 069 - 8207-250 mueller@offenbach.ihk.de ihkof.de/standortbarometer Digitale Infrastruktur Wirtschaftsförderung & Verwaltung Mobilität Kommunale Steuern Vernetzung & Zusammenarbeit Flächen & Stadtentwicklung Kinderbetreuung & soziale Infrastruktur Sonstige Punkte Zufriedenheit mit kommunalen Themen Schaffung von Wohnraum Verkehrsplanung und Mobilitätsangebote Höhe der kommunalen Steuern Strategisches Gewerbeflächenmanagement Sicherheit und Sauberkeit Schnelle und digitale Prozesse/Genehmigungen Nachmittagsbetreuung für Kinder Leistungsfähige Glasfaserversorgung Unterstützungsangebote zur Arbeitskräftegewinnung Engagement für attraktive Innenstädte Etablierung einer Willkommenskultur Vernetzungsmöglichkeiten von Unternehmen Attraktive Freizeit- & Kulturangebote Erreichbarkeit & Service der Wirtschaftsförderung Kein aktiver Gewerbeverein! Bebauung von ausgewiesenem Gewerbegebiet mit Wohnungen! Fehlende Kindergartenplätze! Keine Berührungs- punkte mit der eigenen Kommune! Zu hohe Gewerbe- & Grundsteuer! Straßenbauar- beiten werden nicht angekündigt! Zu bürokratisch, lange Prozesse! Kein flächen- deckender Ausbau & Verzögerungen! Glasfaser im Gewerbegebiet vorhanden! Ausbau der Lade- möglichkeiten für E-Fahrzeuge! Hoffnung auf Hebesatzsenkungen! Gute Netzwerke unter Unternehmen - auch interkommunal! Sicherheit und Gestaltung der Innenstädte! Gute Entwicklung bei der Verfügbarkeit von Kinderbetreuung! Starke Neuansied- lungen von Firmen! Aktive Wirtschaftsförderung & pragmatische Lösungen! Mutiger Ausbau und frühzeitige Verlegung /// Digitalisierung schreitet voran Schlechte Koordination /// Falsche Anbieterwahl /// Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude fehlen Schnelle Gewerbeanmeldung /// Bürgermeis- ter kümmert sich /// Unterstützung bei Expansion /// Positive Willkommenskultur für neue Unternehmen /// Nette Mitarbeiter und Unterstützung bei Neuansiedlung Lange Bearbeitungszeiten & Terminprobleme (z. B. Kfz-Anmel- dung) /// Unklare oder fehlende Kommunikation /// Kaum Informationen und fehlende Ansprechpartner /// Politiker ignorieren Erfahrung der Unternehmen Ausbau Hopper-Angebot /// Ausbau der Radwegeinfrastruktur Schlechte Baustellenkommunikation /// Fehlender Verkehrsfluss /// Parkplatzmangel für Mitarbeitende /// Schlechter ÖPNV, S- Bahn-Sperrungen /// Desolater Zustand der Straßen Wahrnehmung von massiven Erhöhungen ohne erkennbare Gegenleistungen Wirtschaftsklubs als Plattform Vernetzungsangebote fehlen teilweise komplett Neugestal- tung von Aufenthaltsflächen /// Erschließung neuer Gewerbegebiete /// Genehmigung zahlreicher Mehrfamilienhäuser Fehlende Flächen für Wohnen & Gewerbe /// Fehlen sichtbarer Stadtbildpflege /// Zunehmend Vandalismus & Ver- müllung Unterstützung gemeinnütziger Organisationen Verkürzte Betreuungszeiten Engagement für Nach- haltigkeit Praxisferne Maßnahmen und Abbruch von Projekten (z. B. Grüner Wasserstoff) /// Mangelnde allgemeine Sicherheit Unterstützung für Unternehmen durch die Kommune 3,2 sehr unzufrieden weiß nichtunzufriedeneher unzufrieden eher zufriedenzufriedensehr zufrieden 13 % 20 % 21 % 19 % 8 % 12 % 8 % Zufriedenheit mit den Bedingungen der Kommune sehr unzufrieden weiß nicht unzufriedeneher unzufrieden eher zufriedenzufriedensehr zufrieden 2,7 15 % 31 % 30 % 13 % 5 % 4 % 1 % 3,42,9 3,23,1 3,3 3,5 3,63,5 3,5 3,8 2,6 3,9 2,8 4,0 Mehrfachauswahl möglich, Prozentzahlen zeigen die Häufigkeit der Nennung an. Wie wirtschaftsfreundlich ist die Region? Mit Blick auf die Kommunalwahlen 2026 befragte die IHK Offenbach am Main ihre Mitgliedsunternehmen für das IHK-Standortbarometer 2025. Insgesamt antworteten 326 Unter- nehmen. Die Mehrheit bewertete die Standortbedingungen in Stadt und Kreis Offenbach positiv (76 Prozent). Ein Kreis mit großem Potenzial In der Eventlocation area3 der MHK Group in Dreieich beschrieb Bürgermeister Michael Burlon der IHK-Vollversammlung, wie sich die zweitgrößte Gemeinde im Kreis Offenbach entwickelt, welche Perspektiven und welche Herausforderungen er sieht. IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller bezeichnete die MHK Group und die Stadt Dreieich als beispielhaft für das Potenzial der gesamten Region. Was Unternehmen vor der Wahl fordern Im Dezember 2025 verabschiedete die Vollversammlung der IHK Offenbach am Main einstimmig ihre Stellungnahme „Kommunalpolitische Positionen“ im Vorfeld der hessi- schen Kommunalwahlen 2026. Darin bündelte sie zentrale Themen und Forderungen der Wirtschaft, unter anderem auf Grundlage des Standortbarometers (siehe S. 37 unten). IHK gestaltet Standorte 38 Geschäftsbericht 2025 Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Frankfurter Straße 90 63067 Offenbach am Main 069 8207-0 service@offenbach.ihk.de offenbach.ihk.de Fotos und Grafiken: IHK Offenbach am Main, wenn nicht anders angegeben. GemeinsamWirtschaft
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