Nachrichten Exportpreis Hessen 2025 | Ratgeber Die verpflichtende E-Rechnung | Netzwerke Wirtschaftsjunioren Offenbach e. V. haben ihren Vorstand 2025 gewählt | Veranstaltungen IHK-Expertengespräche 2025 Abgefahren 01 –02 | 2025 www.mb-goebel.de | 06102 7111-0 Hans-Böckler-Straße 13 63263 Neu-Isenburg Tel. 06102 7111-0 Pittlerstraße 53 63225 Langen Tel. 06103 5072-0 Vor der Pforte 6 63303 Dreieich Tel. 06103 9865-0 Offenbacher Landstr. 45-47 60599 Frankfurt am Main Tel. 069 660589-6 Aschaffenburger Straße 80 63500 Seligenstadt Tel. 06182 9273-0 Darmstädter Landstraße 98 60598 Frankfurt am Main Tel. 069 78808809-0 Bindingstraße 1 60598 Frankfurt am Main Tel. 069 78808809-33 Rostädter Straße 14 63303 Dreieich Tel. 06102 7111-80 Heddingheimer Straße 10 65795 Hattersheim Tel. 06190 9921-0 Dieselstraße 4 65779 Kelkheim Tel. 06195 9930-0 Anbieter: Heinrich Göbel GmbH, Hans-Böckler-Straße 13, 63263 Neu-Isenburg Andreas Maatz Geschäftsführer der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (kvgOF) und Vorsitzender des IHK-Expertenrats Mobilität Fo to : I H K Mobil sein - sicher, zügig und zu einem guten Preis - ist ein grundlegendes menschliches Bedürfnis. Für Unternehmen ist es entscheidend, dass ihre Mit- arbeiterinnen und Mitarbeiter den Arbeitsplatz gut erreichen und pünktlich zu Kundenbesuchen kommen. Zusätzlich sind sie darauf angewiesen, dass Waren zuverlässig befördert werden können. Doch in unserem lebendigen Ballungsraum ist die Mobilität immer wieder eingeschränkt, nicht selten in einem erheblichen zeitlichen und räumlichen Umfang. Pkw und Lkw Busse und Bahnen, Fahrräder und Fußgänger konkur- rieren um knappe Verkehrsräume, die noch dazu immer häufiger in schlechtem Zustand sind. Wer mit Auto, Lieferwagen oder Sattelzug auf unseren Straßen unterwegs ist, verliert kostbare Zeit in Staus und auf der Suche nach einem Parkplatz. Mehr Menschen würden schneller auf E-Autos umsteigen, wenn es klare politische Aussagen und Entscheidungen zum Ausbau der dazugehörigen Infrastruktur und zu passenden Förderprogrammen gäbe. Der ÖPNV kann Verspätungen und Ausfälle nicht vermeiden, weil die vorhandene Infrastruktur baulich und technisch auf Verschleiß gefahren wurde. Und der Fach- und Arbeitskräftemangel ist hier besonders groß. Projekte, die Verbesserungen verheißen, verzögern sich wegen langwieriger Planungs- und Genehmigungsprozesse sowie aus Finanzierungsgründen. Radfahrer und Fußgänger setzen sich einem großen Risiko aus, wenn sie zwischen den motori- sierten Verkehrsteilnehmern vorankommen wollen. Neue oder bessere Fahrradstraßen werden intensiv diskutiert. Von einer grundlegenden Wende hin zu einer nachhaltigeren Mobilität sind wir weit entfernt. Nie wurden in Deutschland so viele Neuwagen zugelassen wie dieses Jahr, sagt die Statistik, während der geplante Ausbau der öffentlichen Mobilität ins Stocken gekommen ist. Ursachen oder Erklärungen liegen fast immer auf der Hand. Was dringend notwendig ist, sind wegweisende Maßnahmen und ganz besonders die finanziellen Mittel und deren Priorisierung, um diese Maßnahmen umzusetzen. Das Potenzial für bahnbrechende Lösungen ist da, in der Stadt und im Kreis Offenbach. Ganz unterschiedliche Menschen, die professionell mit dem Thema Mobilität befasst sind, berich- ten in dieser Offenbacher Wirtschaft, wie sie dazu stehen und wo sie Verbesserungsansätze sehen. Lesen Sie es selbst! Ihr Menschen, Unternehmen, Waren – Mobilität ist existenziell EDITORIAL 3Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 NACHRICHTEN 5 100 Jahre Schoder GmbH 5 50 Jahre Haberstroh Baubedarf GmbH 6 Nur mit verlässlicher Politik kann der Strukturwandel gelingen 8 M8 Menschen und Wirtschaft 9 Starke Stimme – starkes Engagement 9 Kurz notiert 10 Arbeitsjubiläen 10 Schöne Anerkennung für Jubilare 10 IHK-Magazin bestellen oder abbestellen 11 Exportpreis Hessen 2025 TITELTHEMA 12 Mobilität in der Region gemeinsam gestalten und entwickeln 16 Bald Shuttles ohne Fahrer? 18 Güterverkehr nimmt zu – Infrastruktur stagniert 20 Reingeschaut in die Logistic Training Center GmbH 22 Das Land braucht klare Strukturen und Zielrichtungen 24 „Wir sind fest in der Region verankert“ 26 Mit Leidenschaft auf zwei Rädern 28 So kommen alle „Besser zur Arbeit“ RATGEBER 30 Die verpflichtende E-Rechnung 32 Erste Hilfe, wenn ein Angriff erkannt wurde 33 VERLAGS-SPECIAL BEKANNTMACHUNG 39 Wirtschaftssatzung der IHK Offenbach am Main – Geschäftsjahr 2025 40 Erfolgsplan für das Jahr 2025 BILDUNG 41 Für die duale Ausbildung werben und begeistern 41 Richtig bewerben und ins Berufsleben einsteigen 42 IHK. Die Weiterbildung 43 Acht Unternehmen zeigten Jugendlichen Berufsperspektiven 44 Herausragend ins Berufsleben gestartet NETZWERKE 45 Zwei neue Trainer 45 Interessenten-Abend kommt gut an 46 Für gute Entscheidungen in Handelssachen 46 Der Auftakt für eine erfolgreiche Nachfolge 47 Wichtige Impulse für den Wohnungsbau 47 WJ Offenbach am Main e. V. haben ihren Vorstand 2025 gewählt 48 Zuverlässige, kompetente Experten 49 Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken VERANSTALTUNGEN 50 IHK-Expertengespräche 2025 14 Mobilität ist für Unternehmen erfolgs- entscheidend. Wie sie in der Region funktioniert und welche Perspektiven es gibt, beleuchtet das Titelthema dieser Offenbacher Wirtschaft. 4 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 INHALT 50 Jahre Haberstroh Baubedarf GmbH 2024 feierte die Haberstroh Baubedarf GmbH in Rödermark ihr 50-jähriges Bestehen. Das Fachhandelsunternehmen beliefert den Hoch-, Ingenieur- und Industriebau mit Bau-Spezialprodukten wie Baufolien und Dämmung, Bauchemie, Schalungen, Fassadentechnik sowie Werkzeug und Arbeitsmitteln. Inzwischen leitet die dritte Generation der Familie Haberstroh die „Haba“, wie der Betrieb familiär heißt. Das Engagement des Unternehmens für die duale Ausbildung hat die IHK Offenbach am Main bereits mit der Auszeichnung Top-Ausbildungsbetrieb gewürdigt. Zum Jubiläum überreichten IHK-Vizepräsidentin Violetta Reimelt (M.) und Frank Achenbach (r.), Mitglied der Geschäftsführung IHK Offenbach am Main, eine IHK-Urkunde an Eugen, Michael, Peter, Sören und Thomas Haberstroh. a www.haberstroh-gmbh.de Fo to : H ab er st ro h 100 Jahre Schoder GmbH Oft gratuliert IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller (M.) ande- ren Unternehmerinnen und Unternehmern zum Firmenjubiläum. Diesmal war sie selbst an der Reihe: Aus den Händen von IHK-Haupt- geschäftsführer Markus Weinbrenner (l.) nahm sie im Beisein ihrer Tochter Larissa Teichmann (r.) eine IHK-Urkunde zum großen, runden Geburtstag ihrer auf Metallverarbeitung spezialisierten Schoder GmbH in Langen entgegen. 1924 hatte ihr Großvater Werner Schoder einen Gravurbetrieb in Neu-Isenburg gegründet und den Firmensitz 1932 nach Langen verlegt. Dort wuchs und gedieh das Unternehmen, das Sohn Hermann Schoder 1974 übernahm. 2003 folgte ihm Tochter Kirsten. Durch Expansion vergrößerte sich die Betriebsfläche auf 15.000 Quadratmeter, davon 5.600 Quadratmeter Produktionsfläche. Mit Tochter Larissa Teichmann trat 2016 die vierte Generation in den Betrieb ein. CNC-Frästechnik, Industriegravuren, Bleichbearbeitung, Sieb- und Digitaldruck, Erodiertechnik sowie 3D- gedruckte Präge- werkzeuge gehören heute zum Angebotsportfolio der Schoder GmbH. a www.schoder.com Fo to : S ch od er IHR LOGISTIK- UND TRANSPORTDIENSTLEISTER WELTWEIT www.agotrans.de agotrans Logistik GmbH Behringstraße 1 6 3110 Rodgau Tel. : +49 (0) 6106 - 28 38 - 0 · info@agotrans.de 5Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 NACHRICHTEN Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Hüther in der IHK Offenbach am Main Nur mit verlässlicher Politik kann der Strukturwandel gelingen Am 5. November 2024 begrüßte die IHK Offenbach am Main Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Insti- tuts der deutschen Wirtschaft in Köln, als Gastredner des Offenbacher Dialogs zum Thema „Zwischen Green Growth und Greenflation: Chancen und Risiken eines Strukturwandels per Termin“. In ihren einleitenden Worten beschrieb IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller die alarmierende und folgenreiche Verunsiche- rung, unter der die deutsche Wirtschaft aktuell leidet. Unternehmen wagten kaum noch zu investieren, weil sie zum Beispiel nicht wüssten, ob sie sich die Energiepreise hierzulande zukünftig noch leisten oder dringend benötigte Arbeits- und Fachkräfte finden können. Das belege die Konjunkturumfrage der IHK Offenbach am Main vom Herbst 2024. 43 Prozent der Befragten hatten dort geäußert, dass sie ihr Investi- tionsniveau senken werden. „Fatal“, lautete das Fazit der IHK-Präsiden- tin dazu. „Besonders in der jetzigen Situation, in der wir unsere inter- nationale Wettbewerbsfähigkeit zurückgewinnen, unseren Wohlstand sichern und unsere Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel erhöhen müssen“, ergänzte sie. Prof. Hüther machte anhand aktueller statistischer Auswertungen deutlich, welchen komplexen Aufgaben, Schwierigkeiten und Risiken sich Unternehmen gegenübersehen, während sie gleichzeitig die Transformation zur Nachhaltigkeit bewältigen sollen und wollen. Mit den Ergebnissen einer Befragung unter 450 Unternehmen des produ- zierenden Gewerbes belegte er, dass es ganz besonders Bürokratie, politische Unsicherheit und unklare oder widersprüchliche Vorgaben sind, die Unternehmen daran hindern, in den Strukturwandel zu investieren. „Der Wandel zur Klimaneutralität ist für Deutschland ein notwendiger, aber herausfordernder Weg, der gezielte Investitionen und Innova- tionen verlangt. Angesichts von Krisen, globalen Unsicherheiten und Transformationsprozessen steht das Geschäftsmodell Deutschland unter Druck. Nur durch entschlossenes politisches Handeln mit klarer Strategie und Verlässlichkeit können wirtschaftliche Resilienz gestärkt, Hemmnisse überwunden und der Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft erfolgreich gestaltet werden“, betonte er in seinem Vortrag. Nur durch entschlossenes politisches Handeln mit klarer Strategie und Verlässlichkeit können wirtschaftliche Resilienz gestärkt, Hemmnisse überwunden und der Übergang zu einer nach- haltigen Wirtschaft erfolgreich gestaltet werden. Fo to : H as se l/I H K Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln, sprach beim Offenbacher Dialog in der IHK Offenbach am Main über die Herausforderungen und Möglich- keiten des Wandels zur Klimaneutralität für die deutsche Wirtschaft. 6 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 NACHRICHTEN Die Diskussion bestätigte, was den Unternehmen auf den Nägeln brennt. IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner, der die Dis- kussion moderierte, fasste zusammen: „Vernachlässigte Infrastruktur, langwierige Verwaltungsprozesse und brüchige Sozialsysteme – ohne Wirtschaftswachstum werden Qualitätssteigerungen und Effizienz nicht zu erzielen sein. Economy first muss jetzt die Devise sein. Die Unternehmerinnen und Unternehmer wollen ihrer unternehmerischen Verantwortung gerecht werden. Dafür benötigten sie Handlungs- und Gestaltungsspielraum.“ IHK-Präsidentin Schoder-Steinmüller kommentierte die Ausführungen des Gastredners und brachte es auf den Punkt: „Ihr Vortrag bestätigt, dass die IHK Offenbach am Main mit ihren Forderungen an die Politik und mit ihrer Strategie für die nächsten Jahre genau richtig liegt. Mit dem Strukturwandel kann es nur vorwärtsgehen, wenn die Politik endlich wieder verlässliche Voraussetzungen schafft. Nicht nur jedes Unternehmen muss wettbewerbsfähig aufgestellt sein, sondern der Wirtschaftsstandort Deutschland braucht eine Attraktivitätsspritze mit politischem Umsetzungswillen.“ Ihr Unternehmen im IHK-Magazin Die Offenbacher Wirtschaft berichtet in jeder Ausgabe über Aktuelles aus den Unternehmen in der Region: Wir stellen Betriebe vor, die sich neu am Wirtschaftsstandort angesiedelt haben, berichten von wich- tigen personellen Veränderungen, großen Jubiläen und zündenden Geschäftsideen. Schicken Sie uns Ihre Pressemitteilung oder rufen Sie einfach an, damit die Leser des IHK-Magazins erfahren, was sich in Ihrem Unternehmen tut! Kontakt Birgit Arens 069 8207-248 redaktion@offenbach.ihk.de Fo to : I H K Fo to s: A re ns /IH K Mehrere Unternehmer nutzten die Gelegenheit, um dem Gastredner im Anschluss an seinen Vortrag Fragen zu stellen und mit ihm zu diskutieren. 7Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 NACHRICHTEN MMenschen und Wirtschaft ❙ Unermüdliche Unternehmerinnen HEUSENSTAMM. Die Stadt Heusenstamm hat den beiden Unternehmerinnen Irmgard Kämmerer (2. v. r.) vom Geschenkhaus Kämmerer in der Frankfurter Straße und Dorothea Groß (2. v. l.), Inhaberin des Modespiegels im Einkaufszentrum Alte Linde, ihren Wirtschaftspreis, den Professor-Thomas-Engel-Preis, verliehen. Sie zeichnet damit das Lebenswerk der Händlerinnen aus. Für Bürgermeister Steffen Ball (r.) sind beide Unternehmerinnen Vorbilder für die nachfolgende Generation und tragen mit ihren Geschäften einen wichtigen Teil für das Leben in der Heusen- stammer Innenstadt bei. „Kreative, engagierte Händlerinnen und Händler sind mitentscheidend für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt“, hob er bei der Preisver- leihung hervor. a www.heusenstamm.de ❙ EVO-Vorstandsvorsitzender bleibt OFFENBACH. Dr. Christoph Meier bleibt Vorstandsvorsit- zender der Energieversorgung Offenbach AG (EVO). Der Aufsichtsrat des Unterneh- mens hat den promovierten Betriebswirtschaftler einstim- mig in dieser Funktion wieder- bestellt. Der neue Vertrag beginnt am 1. Juli 2025. Die Vereinbarung läuft bis ins Jahr 2030. Dr. Meier führt die EVO seit Juli 2017 als Vorstands- vorsitzender und ist dabei unter anderem für Vertrieb, Controlling, Personalwesen, Digitalisierung, Recht und Revision verantwortlich. a www.evo-ag.de Fo to : A nd ré G ro tja nn /M ag ist ra t d er S ta dt H eu se ns ta m m ❙ Brückenbauer und Mentor OFFENBACH. Am 24. Oktober 2024 ist Jürgen Rose- now, Inhaber der All-In-Media GmbH in Offenbach, überraschend verstorben. Der Unternehmer enga- gierte sich seit 2001 ehrenamtlich in der IHK Offen- bach am Main, zunächst im IT-Ausschuss, später im IHK-Expertenrat IT und Datensicherheit. Er steuerte sein Fachwissen, seine Energie und seine Begeisterung für Technologie und Datenschutz zur IHK-Arbeit bei. Sein fundiertes Know-how war für das Gelingen von IHK-Veranstaltungen wie dem IHK-Sicherheitstag und von IHK-Expertengesprächen entscheidend. „Jürgen Rosenow war nicht nur ein Experte auf seinem Gebiet, sondern ein Mensch, der seine Umgebung durch seinen Einsatz und seine Warmherzigkeit inspirierte. Sein Engagement ging deutlich über berufliche Ver- pflichtungen hinaus – er war Brückenbauer, Mentor und unermüdlicher Förderer der Zusammenarbeit. Mit seinem Wirken hat er Spuren hinterlassen, die weit über seinen Tod hinausreichen“, würdigt Marcus Lip- pold, Mitglied der Geschäftsführung der IHK Offenbach am Main, den Verstorbenen. ❙ Romahn ist WDC-Teamchefin Mit dem Thema „Design for Democracy. Atmospheres for a better life“ wird die Region Frankfurt RheinMain den Titel World Design Capital® 2026 tragen. Carolina Romahn leitet das Organisationsteam für das Projekt. Sie ist eine versierte Kulturmanagerin, die unter anderem von 2007 bis 2017 das Kulturamt der Stadt Frankfurt geleitet hat und Ministerialrätin im Hessi- schen Ministerium für Wissenschaft und Kunst war. Romahn verfügt außerdem über ein großes Netzwerk, insbesondere auf regionaler , Landes- und Bundes- ebene, aber auch in internationalen Kontexten. a www.wdc2026.org Fo to : E VO Fo to : W or ld D es ig n Ca pi ta l 8 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 NACHRICHTEN Kurz notiert ❙ Ausgezeichnet, nachhaltig, innovativ RODGAU. Frank’s CarWash Waschparks hat 2024 sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Heute ist das Unter- nehmen nicht nur am Gründungsstandort Rodgau- Jügesheim vertreten, sondern auch an zwei Standorten in Dietzenbach, Oberursel und Bruchköbel. Es wurde mehrfach zum bundesweiten Sieger des Wettbewerbs „Carwash Profi“ gewählt. Durch den Einsatz von Photo- voltaikanlagen und Wärmepumpen an allen Standorten werde der Energiebedarf größtenteils durch alternative Energiequellen gedeckt, berichtet die Geschäftsführung. In Zisternen gesammeltes Regenwasser werde in den Waschprozess integriert, um große Mengen an Frisch- wasser einzusparen. Moderne Brauchwasseraufberei- tungssysteme ermöglichten eine 98-prozentige Wieder- verwendung des Waschwassers in Badegewässerqualität nach EU-Norm. Zudem sei der Frischwasserverbrauch pro Waschgang durch die Verwendung innovativer „Flowjet-Düsen“ um 30 Prozent gesenkt worden. Seit 2022 setzt das Unternehmen Elektrofahrzeuge in seiner Flotte ein. a https://franks-carwash.de/ ❙ Erster Preis für DLM-Konzept OFFENBACH. Zur „Gesamtsanierung und Neukonzeption des Deutschen Ledermuseums“ hat die Stadt Offenbach einen europaweiten Realisierungswettbewerb in den Fachdisziplinen Architektur und Landschaftsplanung ausgelobt. Aus 19 eingereichten Arbeiten hat die Jury dem Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Rustler Schriever Architekten, Berlin, mit Levin Monsigny Landschafts- architekten GmbH, Berlin, den ersten Preis verliehen. Planungs- und Baudezernent Paul-Gerhard Weiß kündigte die nächsten Schritte an: „Nach der Ent- scheidung durch das Preisgericht schließt sich nun ein Verhandlungsverfahren gemäß der Vergabeverordnung an, in dessen Abschluss im ersten Quartal 2025 der Auftrag für die nächsten Planungsschritte von Gebäude und Freianlagen erteilt werden soll. Parallel dazu laufen die Vergabeverfahren für die weiteren erforderlichen Fachplanungsleistungen sowie die Klärung der weiteren Finanzierung mit den Fördergebern.“ a www.dlm.de ❙ TOP-Organisation 2024 DIETZENBACH. Das europäische IT-Cluster Silicon Valley Europe (SVE) hat die Kreisstadt mit dem Qualitätssiegel TOP-Organisation 2024 ausgezeichnet. Die Jury erklärte in ihrer Begründung, Dietzenbach sei herausragend durch sein konsequentes und langfristiges Engagement in der digitalen Transformation sowie nachhaltigen Stadtentwicklung. Besonders wurden die flächen- deckende Glasfaserinfrastruktur, die wegweisenden Smart-City-Initiativen und das geplante CO₂-neutrale Rechenzentrum von EdgeConneX hervorgehoben. Im Bereich Nachhaltigkeit punkteten energieeffiziente Bau- vorhaben und umfangreiche Umweltprojekte. Dietzen- bach verfolge einen integrativen Ansatz, um wirtschaft- liches Wachstum und Klimaschutz zu vereinen. a www.dietzenbach.de a https://silicon-valley-europe.com IHK ehrt ihr langjähriges Präsidiumsmitglied Wolf Matthias Mang Starke Stimme – starkes Engagement Die IHK Offenbach am Main hat den Unternehmer Wolf Matthias Mang am 6. November 2024 für sein langjähriges und außergewöhn- liches ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. IHK- Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller überreichte ihm im Rahmen des Offenbacher Dialogs die IHK-Verdienstmedaille in Silber. „Eine starke Stimme, klare Worte, pointierte Analyse zusammen mit unternehmerischem Sachverstand, das sind Eigenschaften, die das Handeln von Wolf Mang für die IHK geprägt haben“, erklärte die IHK-Präsidentin. Mit Überzeugung setze er sich seit Jahrzehn- ten für die Interessen des Mittelstands und der Wirtschaft ein, sowohl in der Region als auch weit darüber hinaus. Der Geschäftsführer der Arno Arnold GmbH in Obertshausen und Aufsichtsratsvorsit- zende der Oechsler AG im mittelfränkischen Ansbach gehörte mehr als 25 Jahre der Vollversammlung der IHK Offenbach am Main an. Fast 20 Jahre hatte er das Amt des Vizepräsidenten inne, davon über 15 Jahre das des Ersten Vizepräsidenten. Zudem brachte er seine Expertise in mehrere IHK-Ausschüsse ein, unter anderem in den Finanz- und Rechtsausschuss, dessen Vor- sitzender er zehn Jahre lang war, und in den IHK-Etatausschuss von 2001 bis zu seinem Ausscheiden aus der IHK-Vollversamm- lung im Frühjahr 2024. „Wolf, hier warst du auch mir ein kritischer Ratgeber, immer die Effizienz und Kundennutzen im Blick“, lobte Schoder-Steinmüller ihren Mitstreiter. Mang engagiert sich auch auf Landes- und Bundesebene in führenden Wirtschafts- verbänden. Seit 2014 ist er Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmer- verbände (VhU) und Vorstandsvorsitzender von Hessenmetall. In diesen Funktionen sowie als Präsidiumsmitglied des Deut- schen Arbeitgeberverbandes in Berlin verschafft er den Anliegen des Mittelstands Gehör. Als Vizepräsident und Schatzmeis- ter des Instituts der deutschen Wirtschaft habe er schließlich auch den Kontakt zum Gastredner des Offenbacher Dialogs, Prof. Dr. Michael Hüther, für die IHK Offen- bach am Main hergestellt, berichtete die IHK-Präsidentin. Mit einem Hinweis auf das Verantwortungs- bewusstsein und das christlich geprägte Menschenbild, das Wolf Matthias Mang und seiner Frau Simone Weinmann-Mang Leit- linie und Kraftquelle im unternehmerischen wie im privaten Wirken sei, beendete Scho- der-Steinmüller ihre Laudatio. Die beiden Familienunternehmer lebten „Werte, die in unserer Gesellschaft keine Bedeutung ver- lieren dürfen und für die zu streiten wichtig ist“, stellte sie fest. Wolf Matthias Mang setzt sich seit Jahrzehn- ten für die Interessen des Mittelstands und der Wirtschaft ein, unter anderem in der IHK Offenbach am Main. Fo to : A re ns /IH K 9Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 NACHRICHTEN Arbeitsjubiläen 40 Jahre Thomas Bach EAB Elektroanlagenbau GmbH Rhein/Main Thomas Gerhold EAB Elektroanlagenbau GmbH Rhein/Main Roland Krakrügge EAB Elektroanlagenbau GmbH Rhein/Main Marcus Rosin Köba-Sewifa GmbH 30 Jahre Andreas Grimm EAB Elektroanlagenbau GmbH Rhein/Main Ingo Hildebrandt GEFINAL Blech- und Stahlbau GmbH Stefan Helmut Muenscher EAB Elektroanlagenbau GmbH Rhein/Main Frank Müller EAB Elektroanlagenbau GmbH Rhein/Main Jürgen Schmitt EAB Elektroanlagenbau GmbH Rhein/Main Uwe Schneiker EAB Elektroanlagenbau GmbH Rhein/Main 25 Jahre Bernhard Niesik EAB Elektroanlagenbau GmbH Rhein/Main Norman Schwarzer EAB Elektroanlagenbau GmbH Rhein/Main Joachim Wischer EAB Elektroanlagenbau GmbH Rhein/Main 20 Jahre Andreas Ziegler ASSION KG Schöne Anerkennung für Jubilare Ihre langjährigen Mitarbeiterinnen oder Mit- arbeiter verdienen zu ihren Arbeitsjubiläen besondere Auszeichnungen. Deshalb stellt Ihnen die IHK Offenbach am Main personali- sierte Urkunden zur Verfügung, auf Wunsch kombiniert mit einer Veröffentlichung hier im IHK-Magazin „Offenbacher Wirtschaft“. Wenn Sie auf diese Weise zeigen möchten, wie sehr Sie die Zusammenarbeit mit den Jubilaren schätzen, teilen Sie uns bitte fol- gende Informationen mit: ❙ Name des Jubilars ❙ Jubiläumsdatum ❙ genaue Firmierung des Unternehmens (entsprechend Eintragung in Handelsregis- ter bzw. Gewerbeanmeldung). Die Kosten für eine gerahmte Urkunde betra- gen 40,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. a www.ihkof.de/jubilare Kontakt IHK-Kundenservice 069 8207-0 | Fax -149 service@offenbach.ihk.de IHK-Magazin bestellen oder abbestellen Wer Mitglied in der IHK Offenbach am Main wird, erhält drei Printausgaben des IHK-Magazins Offenbacher Wirtschaft per Post. Eine kurze Nachricht per E-Mail mit Angabe des Unternehmensnamens und der Mitgliedsnummer (ID) genügt und das kostenlose Print-Abonnement wird fortgesetzt. Genauso einfach wird das Abonne- ment der gedruckten Ausgabe per E-Mail abbestellt. E-Mail: redaktion@offenbach.ihk.de Die Online-Ausgabe der Offenbacher Wirtschaft finden Sie unter www.offenbacher-wirtschaft.de Titelthema Interview mit Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori | Netzwerke Fünf Millionen für innovative Stadt entwicklung | Veranstaltungen IHK-Jahresempfang – Blue Meets Green Wir brauchen Fachkräfte 09 –10 | 2024 Nachrichten Unternehmergeist erleben und ausprobieren | Ratgeber Per Test zu besseren Personalentscheidungen Veranstaltungen Ausstellung „Made in Hessen“ im Haus der Stadtgeschichte in Offenbach Neues wagen 11 –12 | 2024 10 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 NACHRICHTEN Mehr erfahren auf allianz.de/die-bkv Eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) der Allianz für Ihr Unternehmen: der Benefit, der für Mitarbeitende sofort wirkt – und sich für Sie sofort auszahlt. x = extra lohnend GESUNDX M69802_IHK-Anzeige_2023_210x143mm_3mm_001 1M69802_IHK-Anzeige_2023_210x143mm_3mm_001 1 06.07.23 15:57:5506.07.23 15:57:55 Bewerbungen ab sofort möglich Exportpreis Hessen 2025 Kleine und mittlere Unternehmen aus Hessen, die grenzüberschreitend tätig sind, können sich bis zum 3. März 2025 für den Exportpreis Hessen 2025 bewerben. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre von den hessischen IHKs, den hessischen Handwerkskammern und dem Land Hessen verliehen. Schirmherr des Wettbewerbs ist Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori. Ausgezeichnet werden produzierende Unter- nehmen, Handels- und Dienstleistungsunter- nehmen sowie Handwerksbetriebe, die weni- ger als 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland haben und besondere interna- tionale Erfolge aufweisen können. Neben einer Trophäe erhalten die Preisträger einen eigens für sie produzierten Unterneh- mensfilm in deutscher und englischer Spra- che. Die feierliche Preisverleihung wird am 3. Juli 2025 in Frankfurt am Main stattfinden. „Die mittelständische hessische Export- wirtschaft ist ein kraftvoller Motor, der nicht nur die Region, sondern auch die gesamte deutsche Wirtschaft antreibt. Mit Innovations- geist, Qualität und einem globalen Weitblick entstehen in Hessen Produkte, die weltweit begehrt sind. Mit dem Exportpreis Hessen zeichnen wir diese herausragenden Leistun- gen aus“, sagt Kirsten Schoder-Steinmüller, Präsidentin des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK). a www.exportpreis-hessen.de NACHRICHTEN WAS HEUTE BESCHLOSSEN WIRD, IST ERST IN ZEHN JAHREN REALISIERT Mobilität in der Region gemeinsam gestalten und entwickeln Für den Kreis Offenbach hat Alexander Böhn das Thema Mobilität im Fokus. Wie er die aktuelle Situation einschätzt und was er für die nächsten Jahre erwartet, erklärt er im Interview. 12 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 TITELTHEMA Was hat Sie an Ihrer neuen Funktion als für Mobilität zuständiger Kreisbeigeordneter über- rascht? Was kam trotz Ihrer politischen Erfahrung unerwartet? Alexander Böhn: Ich bin nun seit fast 30 Jahren beruf- lich im Verkehrs- beziehungsweise Mobilitätsbereich zuhause und da können Sie mir glauben, dass einen so schnell nichts mehr überrascht. Vielmehr habe ich mich gefreut, die Perspektive noch einmal zu wech- seln und den Fokus von meiner Heimatgemeinde auf den gesamten Kreis Offenbach auszuweiten – man- che Themen betreffen ja die ganze Region. Ich habe in den ersten Monaten seit meinem Amtsantritt viele Akteure getroffen, die mir bekannt waren, aber auch einige neue kennengelernt. Sie alle haben gemein, die Mobilität im Rhein-Main-Gebiet gestalten und verbessern zu wollen. Wir haben bereits in einigen Runden Ideen ausgetauscht, wie man weiter voran- kommen kann, und besprochen, wo aktuell die Priori- täten für den Kreis und die Region liegen. Wie sehen Sie die Mobilität im Kreis Offenbach in zehn Jahren? Welche Grundsteine müssen dafür jetzt gelegt werden? Alexander Böhn: In Ihrer Frage steckt schon die erste wichtige Erkenntnis: Die Mobilität, die wir in zehn Jahren erleben, wird heute beschlossen und geplant. Bei umfangreicheren Bau- und Infrastrukturmaßnah- men gehe ich sogar noch einen Schritt weiter. Dort brauchen wir unter den aktuellen Rahmenbedingun- gen fast 20 Jahre von der Idee bis zur Realisierung. Wichtige Grundsteine für die nächsten Jahre im Kreis Offenbach haben wir aber bereits gelegt und müssen diese nun weiterentwickeln oder verwirk- lichen. Das Thema Nahmobilität wird uns stark beschäftigen. Indem wir die Angebote für den Fuß- und Radverkehr verbessern, komfortabler und sicherer machen, wollen wir den Pkw-Verkehr in der Nahdistanz reduzieren. Wir werden in zehn Jahren drei Radschnellverbindungen haben: neben dem FRM 1, der Frankfurt und Darmstadt über Neu-Isen- burg, Dreieich, Langen, Egelsbach und Erzhausen verbindet, den FRM 9, der von Seligenstadt mitten durch den Kreis Offenbach bis zum Frankfurter Flug- hafen reicht, und den FRM 8 von Hanau kommend über Mühlheim bis nach Offenbach. Außerdem wird im Jahr 2034 die Regionaltangente West (RTW) schon länger in Betrieb sein und alle Städte und Gemeinden haben idealerweise durch die S-Bahn beziehungsweise Odenwaldbahn im Halbstunden- takt eine Verbindung in Richtung Frankfurt. Im Hinblick auf den ÖPNV ist es uns ein großes Anliegen, die Angebotssituation insgesamt zu ver- bessern und die Zuverlässigkeit des S-Bahn-Betriebs zu erhöhen – insbesondere auch die der Linie S2, die zwischen Niedernhausen im Taunus und Dietzenbach verkehrt. Ein weiterer wichtiger Meilenstein wird das auto- nome Fahren sein, das zurzeit auch vom Rhein- Main-Verkehrsverbund und der Deutschen Bahn im Kreis Offenbach erprobt wird. Wenn es uns gelingt, einzelne Verkehrsmittel autonom auf die Strecke zu bringen, könnte das die Finanz- und auch Personal- situation im ÖPNV entscheidend verbessern. Allgemein ist aus meiner Sicht intensiv daran zu arbeiten, die einzelnen Verkehrsträger besser zu verknüpfen und den Umstieg zu erleichtern. Das bedeutet auch, dass die Verknüpfungen pünktlich und verbindlich funktionieren sowie komfortabel buchbar sein müssen. Welche Bedeutung messen Sie der RTW bei und was muss zur Realisierung geschehen? Wie wird die Anbindung Langens sichergestellt? Alexander Böhn: Die RTW ist aus meiner Sicht eines der größten Schienen-Infrastrukturprojekte im Rhein- Main-Gebiet. Es verbindet Nord nach Süd durch den Westen Frankfurts hindurch, ohne – wie andere S-Bahnen – durch das Nadelöhr S-Bahn-Tunnel an der Hauptwache zu fahren. Dies kann einige Stre- cken enorm entlasten, Reisezeiten verkürzen und auch neue Nutzerinnen und Nutzer auf die Schiene bringen. Aber an dieser Stelle zeigt sich, wie zeitauf- wändig solch ein Projekt ist und mit welcher Kosten- unsicherheit bei derart langwierigen Planungs- und Bauzeiträumen zu rechnen ist. Was zur Realisierung geschehen muss? Es müssen alle Finanzierungspart- ner die Finanzkraft und auch den Mut haben, dieses Projekt, das ja bereits in der Ausführung ist, zu Ende zu bringen. Langen ist zwar bereits vergleichsweise gut an das S-Bahn-Netz angeschlossen, würde von der RTW aber sicherlich weiter profitieren. Deshalb sind wir mit den beteiligten Städten des Kreises und der RTW- Planungsgesellschaft in Gesprächen, was möglich ist, was nicht und was dies für die ganze Situation bedeutet. Die Finanzierung des ÖPNV stellt eine große Herausforderung dar. Wie wird sich dieser im Kreis Offenbach entwickeln? 13Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 TITELTHEMA Alexander Böhn: Die Fahrgastzahlen pendeln sich zurzeit wieder auf einem Niveau wie vor der Corona- pandemie ein. Es gibt allgemein viele Nutzerinnen und Nutzer, die auf einen funktionierenden ÖPNV angewiesen sind und nicht die Wahl zwischen Auto und ÖPNV haben. Insofern sehe ich es auch als Daseinsvorsorge, dass diese Menschen das Recht auf eine angemessene Qualität und Zuverlässigkeit im System haben, um ihren Alltag planbar bestreiten zu können. Der ÖPNV wird allerdings nie kostendeckend sein und die Finanzierung zunehmend schwieriger. Aus diesem Grund müssen wir fortwährend kritisch hinterfragen, mit wie viel Geld wir das System realis- tisch unterstützen wollen und auch können. Dies gilt es immer wieder aufs Neue festzulegen, da es stets vorkommen kann, dass sich wichtige Beteiligte aus der Finanzierung zurückziehen, Gelder nicht fließen oder nicht zielgerichtet genug bei den Nahverkehrs- organisationen vor Ort ankommen. Wenn wir das jetzige Versorgungsniveau halten wol- len, das zeigen viele Prognosen, werden wir in einigen Jahren mit einem deutlich höheren Zuschussbedarf rechnen müssen. Gründe dafür sind unter anderem Preissteigerungen, fehlende Verfügbarkeit und auch notwendige sowie gesetzlich vorgeschriebene Investi- tionen. Dies sehe ich als enorme Herausforderung, für die Lösungen gefunden werden müssen. Angesichts knapper Kassen: Wie lässt sich ein Aus- bau der A 3 und damit verbunden der Anschluss Obertshausen / Tannenmühlkreisel ermöglichen? Alexander Böhn: Aus meiner Sicht ist die Leistungs- fähigkeit der Autobahnstrecken bei uns nicht das Pro- blem. Vielmehr sind es die Autobahnkreuze, Knoten- punkte und Verästelungen, die teilweise den Verkehr nicht abwickeln können. Diese gilt es zu erneuern und die Kapazitäten zu verbessern. Dazu gibt es bereits einen Plan, den damals HessenMobil erarbeitet hat und den die Autobahn GmbH jetzt weiter umsetzt. Mit der A 3, A 5 und der A 661 verlaufen drei Autobah- nen durch beziehungsweise direkt am Kreis Offen- bach vorbei, auf denen sich rund 300.000 Kraftfahr- zeuge pro Tag bewegen. Limitierend ist immer der Zu- und Abstrom. Die Anzahl der Fahrzeuge, die pro Stunde nach Frankfurt einfahren können, ist durch die Aufnahmekapazität des Stadtnetzes begrenzt und dies ist bereits seit Jahren am Limit. Deshalb finde ich es wichtig, parallel zu großen Projekten mit mehr als zehn Jahren Planungs- und Bauzeit zeitnahe Verbesserungen durch kurzfristige Maßnahmen zu schaffen. Eine solche ist auch der Ver- kehrsversuch am Tannenmühlkreisel. Dort haben alle Beteiligten den Mut bewiesen, auf einer fundierten wissenschaftlichen und verkehrsplanerischen Basis etwas auszuprobieren – im Wissen, dass Unfallhäu- fungsstellen in und um den Knotenpunkt reduziert werden müssen. Ich persönlich fahre mindestens zweimal täglich durch den Kreisel und stelle dabei fest, dass es zu den meisten Zeiten besser als vorher funktioniert. Dennoch muss an einigen Stellen zeitnah nachjustiert und der Verkehrsfluss optimiert werden. Insgesamt gesehen könnte sich die Situation am Ende aber deutlich gegenüber früher verbessern. Um solch einen Versuch durchzuführen, ist es allerdings auch wichtig, immer wieder zu erklären, warum man etwas auf eine bestimmte Weise tut und welche Rahmen- bedingungen es gibt. Im Fall des Verkehrsversuchs: um langwierige Genehmigungs- beziehungsweise Beteiligungsverfahren zu vermeiden und schneller eine praktikable Lösung für alle Beteiligten – allen voran für die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilneh- mer – zu finden. Die Fragen stellte Maximilian Kaps, IHK Offenbach am Main Seit Juni 2024 ist der Diplom- Ingenieur (FH) M. Sc. Alexander Böhn (CDU) Kreisbeigeordneter. Der erfahrene Kommunal- politiker hat als Teamleiter und als stellvertretender Dezernent bei Hessen Mobil – Straßen- und Verkehrsmanagement im Dezernat Betrieb Osthessen gearbeitet. Von März 2017 bis November 2024 war er Bürgermeister der Gemeinde Hainburg. Fo to : K re is O ffe nb ac h 14 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 TITELTHEMA Schalten Sie jetzt Ihre Anzeige in der Offenbacher Wirtschaft! Wir beraten Sie gern. Kontakt: Marion Stumpp | Telefon 0 69/42 09 03-51 | marion.stumpp@zarbock.de RELEVANZ ENTSCHEIDET 91 % Von den 2,6 Millionen Menschen im weitesten Leserkreis der IHK-Zeitschrien beurteilen 91 Prozent ihre IHK-Zeitschri als mittelstandsrelevant. Kein Wunder, sie berichtet über die Wirtscha vor Ort und kommt direkt an den Arbeitsplatz. Mehr dazu auf: www.rem-studie.de Autonomes Fahren im Kreis Offenbach Bald Shuttles ohne Fahrer? Die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs wird Schritt für Schritt autonom. Das Projekt „KI-basierter Regelbetrieb Autonomer On-Demand-Verkehre“ – kurz KIRA –, initiiert und vorangetrieben von dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und der Deutschen Bahn (DB), in der Realisierung unterstützt von der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (kvgOF) als lokalem Partner, steht für dieses Szenario. Noch erprobt das KIRA-Projekt autonomes Fahren im offentlichen Nahverkehr in der Region. F ot o: R M V/ DB , A rn e La nd w eh r Es geht um ein autonomes Verkehrssystem, das sowohl den zukünftigen Fahrgästen als auch den Verkehrsunter- nehmen viele Vorteile verspricht. Das Forschungsprojekt wurde ins Leben gerufen, um die Funktionsfähigkeit autonomer On-demand-Verkehre unter Realbedingungen zu erproben und damit wichtige Erkenntnisse für den zukünftigen Einsatz autonomer Fahrzeuge im ÖPNV zu gewinnen. Perspektivisch soll das autonome Fahren dazu führen, Betriebskosten im öffentlichen Nahverkehr zu senken und gleichzeitig die Kapazitäten im On-demand- Sektor, also flexible Mobilität auf Abruf, zu erhöhen. Maximilian Maisel, Projektleiter des Hopper-Systems bei der kvgOF, erklärt: „Es besteht akuter Fahrermangel in der ÖPNV-Branche, der sich noch weiter zuspitzen wird. Die Lösung, die wir im Team mit KIRA entwickeln, soll hier ansetzen.“ Ein zukunftsweisendes Konzept Der Kern des KIRA-Projekts ist die Erprobung des autono- men Fahrens im öffentlichen Nahverkehr. Statt mensch- licher Fahrer steuern in naher Zukunft Technik und künstli- che Intelligenz (KI) die Fahrzeuge. Während der Erprobung ist noch ein Sicherheitsfahrer an Bord. „Das Fahrzeug setzt die Fahrtaufträge selbstständig um, und eines Tages wird die Überwachung des Betriebs vollständig remote erfolgen“, erklärt Maisel. Die Technologie für das Pilotprojekt KIRA stammt von Mobileye, einem weltweit führenden Unternehmen für autonomes Fahren. „Die kvgOF wurde aufgrund ihrer umfangreichen Erfahrung im Bereich On-demand-Verkehr als einer von zwei lokalen Partnern zur Umsetzung aus- gewählt“, berichtet der Projektleiter. „Wir sind bereits seit Jahren in diesem Bereich tätig, und die Weiterentwick- lung hin zum autonomen Fahren ist für uns der nächste logische Schritt.“ Herausforderndes Projekt KIRA muss nicht nur eine technologische, sondern auch rechtliche und organisatorische Hürden nehmen. Da autonomes Fahren in Deutschland mit KIRA als Pionier Fahrt aufnimmt, ist eine enge Zusammenarbeit mit den Behörden notwendig. Ein weiterer wichtiger Aspekt des Projekts ist die kon- tinuierliche Verbesserung des Fahrverhaltens sowie 16 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 TITELTHEMA des Kartenmaterials. „Während der Validierungsfahrten werden wichtige Erkenntnisse über die Fahrumgebung gewonnen und das System dadurch immer besser“, erläu- tert Maisel. „Zudem sind die Fahrzeuge mit modernen Sensoren ausgestattet, um eine nahtlose Bestimmung der Fahrumgebung sicherstellen zu können. Mit LiDAR- und Radarsensoren sowie 13 Kameras für die Rundumerken- nung ausgestattet, haben die Fahrzeuge andere Verkehrs- teilnehmer, die Straße, Verkehrszeichen, Ampeln oder etwaige Hindernisse jederzeit im Blick.“ Sicherheit und Akzeptanz erreichen Bei den Testfahrten ist ein Sicherheitsfahrer an Bord, der im Pilotprojekt eine Kontrollfunktion hat. „Der Sicherheits- fahrer verhält sich ansonsten so, als wäre er nicht da“, sagt Maisel. Das Ziel besteht darin, die Fernüberwachung zu testen und die Technik weiter zu optimieren. In der nächs- ten Testphase sollen erste Testfahrten mit einer geschlos- senen Nutzergruppe durchgeführt werden. „Autonomes Fahren wird die Zukunft des öffentlichen Verkehrs gestalten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es flächendeckend etabliert wird“, ist Maisel überzeugt. Fah- rerloses Fahren im ÖPNV wird nicht nur Kosten reduzie- ren, sondern auch die Angebotsqualität des öffentlichen Nahverkehrs deutlich verbessern. Es wird erwartet, dass mit der zukünftigen Integration autonomer Technologie in den Regelverkehr Fahrgäste ihre Fahrten über Buchungs- apps noch bequem buchen, überall abgeholt werden kön- nen, und die Fahrzeuge ihre Fahrten eigenständig bündeln und effizient ans Ziel fahren. Nun gilt es, das autonome Fahren der Gesellschaft näherzubringen. Auch wenn es Vorbehalte geben sollte, zeigt Maisel Optimismus: „Der Blick auf bereits etablierte autonome Verkehre, zum Beispiel in den USA, lässt uns erwarten, dass die Technologie von den Nutzerinnen und Nutzer gut angenommen werden wird.“ Die Zukunft des Nahverkehrs Das KIRA-Projekt ist ein wegweisendes Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das nicht nur die Zukunft des öffent- lichen Nahverkehrs in der Region prägen wird, sondern auch als Blaupause für die gesamte Branche dient. Das Potenzial von autonomen On-demand-Verkehren ist groß. Die Projektpartner haben das gemeinsame Ziel, den öffentlichen Verkehr effizienter, flexibler und nachhaltiger zu gestalten – und damit einen bedeutenden Schritt in die Zukunft der Mobilität zu machen. a https://kira-autonom.de/ Autonomes Fahren wird die Zukunft des öffentlichen Verkehrs gestalten. Autor Maximilian Kaps 069 8207-247 kaps@offenbach.ihk.de 17Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 TITELTHEMA Jetzt alle Hebel gegen den Verkehrsinfarkt in Bewegung setzen Güterverkehr nimmt zu – Infrastruktur stagniert Dass in Deutschland der Güterverkehr bis 2040 besonders stark zunehmen wird und der Lkw hier mit einem Plus von 34 Prozent das dominierende Verkehrsmittel bleibt, waren zwei zentrale Ergebnisse aus der Verkehrs- prognose, die das Bundesministerium für Digitales und Verkehr im Oktober 2024 veröffentlicht hat. Wie wenig die Verkehrsinfrastruktur für diese Entwicklung gerüstet ist, erleben Unternehmer aus der Region schon jetzt. „Eine funktionierende Infrastruktur ist entscheidend für uns als Logis- tiker“, sagt Georg Duwensee, Kaufmännischer Leiter der Duwensee Spedition und Lagerhaus GmbH in Heusenstamm. „Stillstand auf den Straßen verursacht höhere Kosten und ist ökologisch nicht hilfreich. Das kann niemand wollen“, steht für ihn fest. Dennoch führen Baustel- len, Staus wegen hohen Verkehrsaufkommens und Umleitungen dazu, dass es für sein Unternehmen schwieriger wird, den Kunden genaue Lieferzusagen zu geben. „Zumindest können die Informationen durch den Einsatz moderner Telematiksysteme an die Situation auf den Stra- ßen angepasst werden“, sagt er und ist froh, auf Verständnis zu treffen: „Zum Glück wissen unsere Kunden, wie es aktuell um den Zustand der Straßenverkehrsinfrastruktur bestellt ist.“ Bei der Routenplanung hat sein Team vor allem die Situation auf den Autobahnen im Blick und leitet daraus gegebenenfalls Empfehlungen an die Fahrer ab. „In der Region ist im Besonderen die A 3 zu nennen, die bei kleinsten Störungen bereits komplett überlastet ist, was zu langen Wartezeiten und Ausweichverkehr im gesamten Kreis führt. Die sich verschärfende Situation bei den Brücken in Deutschland generell belastet uns ebenfalls sehr. Auch das Zusammenführen von Fahrrad- verkehr mit Lkw-Verkehr in den Städten halten wir für nicht richtig. Hier sollte ein abgetrennter Ausbau wie in anderen Ländern erfolgen“, wünscht sich der Unternehmer. Maut für den Straßenbau „Die Logistikbranche leistet durch die Mautzahlungen einen erheb- lichen Beitrag. Dieses Geld sollte für die Finanzierung der Straßeninfra- struktur zur Verfügung stehen, anstatt zum Stopfen von Haushaltslö- chern in anderen Bereichen verwendet zu werden“, fordert er. Um den Anliegen seines Unternehmens und der Branche Gehör zu verschaffen, setzt er weniger auf Politik oder Verwaltung, sondern auf Interessen- Dr. Thomas Wernig leitet die mittelständische, familiengeführte agotrans Logistik GmbH, die sich auf die Disposition innereuropäischer Güterkraftverkehre konzentriert. Georg Duwensee ist Kaufmännischer Leiter des Familienunternehmens Duwensee Spedi- tion und Lagerhaus, das seit 1965 Lagerlogistik und innereuropäische Transporte anbietet und im Besonderen auf UK-Transporte spezialisiert ist. Fo to : I H K Fo to : D uw en se e 18 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 TITELTHEMA VIDEO – Safety – Guard – Tower Baustellenüberwachung Sichern Sie Ihr Eigentum Unkomplizierte Sofortmontage einer mobilen Einbruchmeldeanlage jederzeit möglich. Dem Ernstfall einen Schritt voraus • Schnelle und professionelle Sicherung Ihres Objektes innerhalb von 48 Stunden • Kostengünstig mieten Wir beraten Sie gerne individuell in allen Fragen rund um Ihre Sicherheit. Besuchen Sie unser Sicherheitscenter. Heinrich-Krumm-Straße 9 63073 Offenbach www.bws-offenbach.de Telefon: 069/888 145 verbände und die IHK Offenbach am Main. „Ansonsten hilft uns eher die moderne Technik, um mit den Problemen der Verkehrssituation zurechtzukommen“, sagt Duwensee. Dämpfer für die Effizienz Dr. Thomas Wernig leitet die agotrans Logistik GmbH in Rodgau. Er beschreibt, wie die Verkehrssituation in seinem Unternehmen zu Lasten der Effizienz geht: „Die Kostenoptimierung der Touren ist aufgrund der hohen Stauanfälligkeit der A 3, insbesondere während des Berufsver- kehrs, nur schwer umsetzbar. Gleiches gilt für die zahlreichen Baustellen in den Städten.“ Die regelmäßigen Verkehrsbehinderungen erforderten die Einplanung von Zeitpuffern, wodurch die Lkw nicht immer voll- ständig ausgelastet werden könnten. „Um die erforderlichen Mengen dennoch zu bewältigen, müssen zusätzliche Lkw im Nahverkehrsbereich eingesetzt werden. Dies führt zu einer Erhöhung der Kosten für unser Unternehmen“, erklärt er. „Unzulänglichkeiten in der Verkehrsinfrastruk- tur wirken sich unmittelbar auf unsere Prozesse aus. Wir bemühen uns, dem durch eine zunehmend effiziente Tourengestaltung entgegenzuwir- ken, stoßen dabei jedoch an Grenzen“, stellt er fest. Um die Auswirkungen der prekären Verkehrssituation in Städten wie Frankfurt, Offenbach sowie anderen Metropolen wie Köln, Hamburg oder München abzufedern, berücksichtigen die von agotrans Logistik genutzten Systeme teilweise bereits Metropol-Zuschläge. „Diese Zusatz- kosten fließen in die Kalkulation ein und werden entsprechend transpa- rent an unsere Kunden weitergegeben“, bedauert der Geschäftsführer. Was sich dringend ändern sollte Wie die Mobilität in der Region verbessert werden könnte, liegt für Wernig auf der Hand: „Die Fertigstellung des Riederwaldtunnels sowie der Ausbau der A 3, insbesondere an den Anschlussstellen Hanau, Heusenstamm und Tannenmühlkreisel, und der A 5 könnten eine spür- bare Entlastung für die Verkehrsinfrastruktur bewirken.“ Und es geht nicht nur um die Straßen. Ebenso sei es essenziell, den Ausbau des Stromnetzes voranzutreiben, um die erforderliche Lade- infrastruktur für CO₂-neutrale Technologien zu schaffen. Dies würde Logistikunternehmen die Möglichkeit bieten, verstärkt in nachhaltige Technologien zu investieren. „Ich fordere ausdrücklich keine Subven- tionen. Jedoch sind die notwendigen Rahmenbedingungen unerläss- lich, um überhaupt sinnvoll in solche Technologien investieren zu können. Die Elektromobilität wäre bereits deutlich weiter verbreitet, wenn diese Voraussetzungen erfüllt wären“, ist er überzeugt. a www.duwensee-gmbh.de a www.agotrans.de Autorin Birgit Arens 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Kontakt Maximilian Kaps 069 8207-247 kaps@offenbach.ihk.de Der IHK-Expertenrat Mobilität Was tun gegen den Fahrermangel im Personen- und Waren- transport? Wie gelingt die Verkehrswende in der Region? Ist die Verkehrsplanung aktuell und zukunftsgerichtet? Gemeinsam identifizieren die Mitglieder des IHK-Expertenrats Mobilität Verkehrsprobleme in Stadt und Kreis Offenbach. Sie erarbeiten Lösungsvorschläge und ermöglichen es der IHK Offen- bach am Main gegenüber Entscheidern in Politik und Verwaltung Position zu beziehen. Das Gremium tagt mehrmals im Jahr und diskutiert unterschiedliche Themenschwerpunkte. Mehr zum IHK-Expertenrat Mobilität: a www.offenbach.ihk.de.P4842 19Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 TITELTHEMA Fo to s: A re ns / I H K Bis in die hinterste Reihe ist der große LTC- Schulungsraum mit Frauen und Männern besetzt. An digitalen Arbeitsplätzen testen sie, was die Trainerin am Smartboard vermittelt. Sie fragen nach, tauschen sich aus und üben konzentriert mit einer Spezial-Software, die Logistikunternehmen einsetzen. „Gute Arbeitskräfte für die Logistik werden immer gesucht“, weiß Elke Wasser. „Seit 40 Jahren bin ich in diesem Geschäft und nur während der Finanzkrise gab es weniger Ein- stellung. Der Flughafen ist ein Riesenmotor für die Branche, und in Stadt und Kreis Offenbach ist die Logistik ein wichtiger Wirtschaftszweig. Es geht nicht nur um den Transport, sondern auch um Umschlag und Lagerung“, sagt sie. Die gelernte Speditionskauffrau war nach kurzer Familienpause als Personal- und Ausbildungsleiterin in Speditionen tätig und wechselte dann zu einem Weiterbildungs- anbieter. 2010 machte sie sich selbstständig. „Ich wollte näher an den Unternehmen sein“, erklärt sie ihre Motivation. Das gelang, als der Logistikdienstleister Dachser einen Gebäu- dekomplex im Gewerbegebiet Gehespitz in Neu-Isenburg bezog und den Gründern Elke Wasser und Daniel Helling Räume anbot. Aktuell beschäftigt das LTC 20 Mitarbeiter, darunter sechs eigene Trainer. Dazu kommen 20 bis 30 externe Trainer. „Alle sind vom Fach und sprechen die Sprache der Unternehmen“, versichert die Geschäftsführerin. Damit die Lehrinhalte den realen Anforderungen entspre- chen und die passende Software geschult wird, nimmt das LTC-Team regelmäßig Rücksprache mit den Arbeitgebern. „Die Kompetenz der Trainer und die große Nähe zu den Unterneh- Birgit Arens hat in die Logistic Training Center GmbH reingeschaut Theorie und Praxis sind im LTC eng verzahnt. Alle Trainerinnen und Trainer bringen Erfahrungen aus der Logistikbranche mit. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sammeln Wissen im Schulungszent- rum und bei Praktika in Partnerunternehmen. 20 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 TITELTHEMA Mit Daniel Helling, Niederlassungsleiter Frankfurt, hat Elke Wasser (r.) das LTC gegründet. Ihr Sohn Maximilian Wasser gehört inzwischen auch der Geschäftsleitung an. Die langjährige Mitarbeiterin Vera Krieger-Moutafidis (l.) hat als Leitung Organisation, Verwaltung und QM wichtige Aufgaben übernommen. men sind unsere Alleinstellungsmerkmale“, ist Wasser sicher. Großen Wert legt sie auf Netz- werkarbeit: „Wir sind unter anderem Mitglied bei Weiterbildung Hessen e. V. sowie im House of Logistic & Mobility, Frankfurt, und arbeiten als Gründungsmitglied intensiv in der Aircargo Community Frankfurt mit.“ Zukunft von Menschen und Unternehmen „Zu uns kommen motivierte Menschen, die eine neue berufliche Zukunft in der Logis- tik suchen“, sagt Wasser. Im gewerblichen Bereich qualifiziert das LTC vor allem Männer. Im kaufmännischen Bereich sind es unge- fähr gleich viele Männer und Frauen. „Die Schulungsteilnehmerinnen und -teilnehmer sind arbeitslos. Wir beraten sie dazu, wie sie Bildungsgutscheine zur Finanzierung beantra- gen. Einige haben in Branchen gearbeitet, die nicht mehr aktuell sind. Frauen nach der Kinderpause sind darunter, Menschen mit körperlichen Einschränkungen und geflüch- tete Menschen“, berichtet sie. Mehrwöchige Praktika in Partnerunternehmen sind feste Bestandteile der Qualifikationsangebote. Trai- niert wird auch im Testzollamt in Karlsruhe. Ab 2025 bietet das LTC zusätzlich die Schu- lung zum Cargo Specialist in Teilqualifikation (TQ) an. Wer diesen Weg geht, kann schritt- weise berufliche Kenntnisse und Fertig- keiten erwerben und den Berufsabschluss nachholen. Das kann man aber auch in einer Umschulung zum Speditions- und Logistik- kaufmann/-kauffrau tun, die seit mehreren Jahren in Zusammenarbeit mit der IHK Offen- bach am Main durchgeführt wird. Ein weiteres Standbein des Schulungszent- rums sind Firmenseminare. Für die Logistik fordert der Gesetzgeber unterschiedliche Schulungsnachweise zu Spezialthemen wie Gefahrgut, Luftsicherheit oder Zoll und Außenhandel. In Präsenz in Neu-Isenburg, inhouse im Unternehmen oder online gehen die LTC-Trainer auf die Schwerpunkte und Anliegen des jeweiligen Betriebs ein. Auch Seminare für Führungskräfte, Personalent- wicklung und andere Soft-Skills-Themen gehören zum LTC-Programm, das Unterneh- men aus der Region und aus dem gesamten Bundesgebiet nutzen. Wichtige Branche unter Druck „Die Bedeutung der Logistik wird vielen Menschen erst dann klar, wenn die Regale leer bleiben“, sagt Elke Wasser. Sie sieht die gesamte Branche derzeit vor großen Heraus- forderungen und nennt die Digitalisierung und die Einführung von KI, die Transformation zur Nachhaltigkeit und die CO2-Bepreisung, den angespannten Markt und das überlastete Schienennetz. Wie sehr besonders der demo- graphische Wandel den Logistikunternehmen zu schaffen macht, beobachtet sie seit Jah- ren: „Viele Fachkräfte gehen in den nächsten Jahren in Rente und viele werden gebraucht.“ Das LTC-Team ist darauf eingestellt und enga- giert sich weiter gegen diesen gravierenden Fachkräftemangel. a www.logistic-training-center.com Elke Wasser und ihr Team sind darauf spezialisiert, Fachkräfte für den Einsatz in der Logistikbranche zu qualifizieren und weiterzubilden. Bis zu 2.000 Men- schen, schätzt sie, haben im Logistic Training Center (LTC) in Neu-Isenburg ihrem beruflichen Werdegang bereits eine neue Richtung gegeben. 21Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 TITELTHEMA Das Autohaus Göbel ist hundert Jahre alt und fit für die Zukunft Das Land braucht klare Strukturen und Zielrichtungen Deutschland ist nach wie vor ein Autoland. Am 1. Januar 2024 waren laut Statista 49,1 Millionen Pkw zugelassen. Allerdings durchlebt die Automobilbranche bewegte Zeiten. Stefan Göbel vom Autohaus Heinrich Göbel mit Stammsitz in Neu-Isenburg hinterfragt politi sches Vorgehen, sieht sein Unternehmen gut aufgestellt und bleibt wach für Veränderungen. „Das Problem gerade ist nicht, dass die Branche verunsichert ist, sondern der Konsument. Die Politik kann den Menschen nicht diktie- ren, was sie fahren sollen, vor allem dann nicht, wenn Stellplätze mit Lademöglichkeit für E-Autos fehlen und es außerdem keinen Markt für E-Gebrauchtwagen gibt. Deshalb bleiben Benziner und Diesel. Es bringt sowieso wenig für die Umwelt, wenn wir in Deutschland auf E-Mobilität umsteigen, unsere gebrauchten Verbrenner aber nach Indien oder Afrika exportiert werden und dort weiterfahren“, erklärt der Geschäftsmann und Kfz-Meister, der sich die Geschäftsführung mit seiner Frau Stefanie teilt. Die Verbraucher hielten sich aktuell mit Neukäufen zurück. „Inzwi- schen liegt die Haltedauer für einen Pkw bei zehn Jahren. Wir sprechen von einer ‚Kubanisierung‘“, berichtet er in Anspielung auf die Oldtimer, die auf der Karibikinsel seit Jahrzehnten gefahren werden. Für seine Unternehmensgruppe ist das kein Nachteil, denn sie hat neben dem Neu- und Gebrauchtwagenverkauf einen starken Schwer- punkt im Servicebereich. „Reparaturen werden immer gebraucht“, erklärt der Experte. Breit und professionell aufgestellt 2024 hat die Heinrich Göbel GmbH mit Hauptsitz in Neu-Isenburg ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Gestartet als Ersatzteilladen hat das Unternehmen heute zehn Standorte im Rhein-Main-Gebiet und beschäftigt 320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Neben unserer Hauptmarke Mercedes bieten wir weitere Marken und haben auch eine freie Werkstatt in den Betrieb integriert. Wir sind breit und professio- nell aufgestellt und bringen unsere eigene Marke ‚Autohaus Göbel‘ in den Vordergrund“, sagt der Geschäftsführer. Laufe es in einem Bereich oder an einem Standort einmal weniger gut, gleiche sich das an ande- rer Stelle aus. Im Verlauf seiner 100-jährigen Historie ist das Autohaus Göbel kontinuierlich gewachsen. Fo to s: A ut oh au s G öb el 22 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 TITELTHEMA IHR PARTNER IN SACHEN ETIKETTEN Für jeden Etikettenbedarf die passende Lösung. Individuell in Form, Farbe, Material und Haftung. Herderstraße 8 63073 Offenbach am Main Tel 069 89993-0 Fax 069 89993-45 info@of-etiketten.de www.of-etiketten.de OFFENBACHER ETIKETTENFABRIK Joachim Siebert Menschen Möglichkeiten zeigen Für Veränderungen und Kompromisse zeigt sich Göbel offen: „Ich versuche alles so aufzustellen, dass unser Geschäft noch lange funk- tioniert, dass wir die Mobilität unserer Kunden und die Jobs unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleisten können.“ Fachkräfte findet er durchaus. „Wir werden gut wahrgenommen und kriegen jede Position besetzt. Wichtig ist es, den Menschen im Unternehmen Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Wir erleben zwar eine Flut von Headhunting, aber 70 Prozent der Abgeworbe- nen kommen wieder zu uns zurück“, stellt er fest. Ausbildung hat in seinem Betrieb Tradition. 600 Menschen haben in den vergangenen 100 Jahren ihren Beruf im Autohaus Göbel erlernt. „Auf eine Azubi- Stelle bekommen wir 80 bis 100 Bewerbungen. 20 bis 25 nehmen wir. Ein Altmeister kümmert sich ausschließlich um die Azubis, für die wir 1,1 Millionen Euro im Jahr ausgeben“, berichtet Stefan Göbel. Kritisch sieht er, dass einige Große der Branche weniger in Ausbildung investie- ren, aber ausgelernte Fachkräfte abwerben. Und nicht nur seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet das Familienunternehmen Entwicklungsmöglichkeiten, sondern auch den Kindern der Göbels. „Sie sind jetzt 21 und 24 Jahre alt und könnten einsteigen, wenn sie Interesse haben“, sagt der Senior, der selbst nach dem frühen Tod seines Vaters schon mit 22 Jahren zur Unternehmens- leitung gekommen ist. Veränderungen in Sicht Wie die Mobilität im Land und in der Region derzeit gestaltet wird, betrachtet er mit Skepsis. „Fahrradwege müssen gebaut, aber auch genutzt werden. Wenn sie wenig befahren werden und den Pkw-Ver- kehr stark einschränken, wirken sie nicht erleichternd, sondern sie verstärken den Frust.“ Dass der Verkehr in den Innenstädten kollabiert, schreibt er nicht zuletzt den Lieferdiensten zu. „Jede Menge Boten und Anlieferer verstopfen die Straßen und parken unkontrolliert in der zweiten Reihe. Ein Unternehmen wie Amazon belastet unsere Infra- struktur erheblich, ohne hier im Land irgendwelche Steuern zu zahlen“, gibt er zu bedenken. Was Förderprogramme angeht, fehlen ihm Strukturen. „Ob Wasser- stoff oder E-Mobilität, es gibt keine Zielrichtungen. Das Geld fließt in zu viele unterschiedliche Töpfe“, findet er und wünscht sich: „Die Politik müsste einmal auf Reset drücken und klare Strukturen schaffen.“ Sein Rat an Unternehmen, die darüber grübeln, wie sie ihren Fuhrpark in dieser Situation organisieren sollen, lautet: „Still halten und wach bleiben!“, ganz so, wie er es selbst macht. „Es kommen Veränderungen. Aber keiner weiß, welche Ideen die nächste Regierung hat!“, meint er. Noch sieht Stefan Göbel nicht, dass jemand die richtigen Antworten auf die wichtigen Fragen zur Mobilität gefunden hat. Doch um die Verkehrssituation im Rhein-Main-Gebiet zu entspannen, hätte er schon eine Idee: „Wie wäre es mit einer Seilbahn?“, schlägt er vor. a https://mb-goebel.de/ Einen guten Automarken-Mix, zehn solide Standorte und ein zuverlässiges Team haben Stefanie und Stefan Göbel. Eine durchdachte, verlässliche Politik wünschen sie sich. 23Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 TITELTHEMA Hyundai setzt auf Nachhaltigkeit und E-Mobilität „Wir sind fest in der Region verankert“ Ulrich Mechau, President & CEO der Hyundai Motor Deutschland GmbH, über die Vorzüge des Rhein-Main-Gebiets und warum das Unternehmen weiter unverändert auf Elektro-Kurs ist. Herr Mechau, seit über zehn Jahren ist Hyundai Deutschland in Offenbach ansäs- sig. Warum fühlen Sie sich im Rhein-Main- Gebiet wohl? Ulrich Mechau: Es gibt viele gute Gründe, sich hier wohlzufühlen: hervorragende Infrastruktur und Verkehrsanbindung an die ganze Welt, dennoch kurze Wege und die Möglichkeit, dem Trubel der Großstadt zu entfliehen und sich in der Natur im Rhein-Main-Gebiet zu erholen. Für uns als nationale Hyundai Vertriebsgesellschaft kam noch die Nähe zur Hyundai Europa- zentrale, die sich ebenfalls in Offenbach – im selben Gebäude am Kaiserlei – befindet, sowie zum europäischen Design- und Entwicklungs- zentrum in Rüsselsheim hinzu. Das erleichtert die Zusammenarbeit und Kommunikation ungemein. All diese Faktoren sorgen dafür, dass wir fest in der Region verankert und als Arbeitgeber in den vergangenen zehn Jahren noch attraktiver geworden sind. Woran machen Sie das fest? Ulrich Mechau: Schon beim Umzug im Herbst 2013 hat uns ein großer Teil der Belegschaft an den neuen Standort begleitet – trotz der 160 Kilometer Entfernung. Das zeigt, wie hoch die Identifikation mit dem Unternehmen war und ist, wie gern sie für Hyundai arbeiten und wie wir als Team agieren. Seitdem ist die Zahl der Beschäftigten um mehr als ein Drittel gestiegen. Insgesamt beschäftigt Hyundai mit seinen zahlreichen Tochtergesellschaften in Deutschland – die meisten mit Sitz im Rhein- Main-Gebiet – derzeit über 2.800 Menschen. Das macht uns zum größten direkten Arbeit- geber unter den Automobilimporteuren. Wo steht die Marke Hyundai heute? Ulrich Mechau: Unsere Fahrzeuge überzeugen mit einem markanten Design, fortschritt- licher Antriebstechnik und einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis. Zwei wichtige Eckpfeiler sind die moderne SUV-Palette, die gut die Hälfte unserer Zulassungen auf dem deutschen Automobilmarkt ausmacht, sowie die elektrifizierten Antriebe, sei es als Hybrid, Plug-in-Hybrid oder vollelektrisch, denn hier sind wir hervorragend aufgestellt. Nehmen Sie hier als Beispiel den neuen SANTA FE, der mit seinem markanten Design und der modernen Technik in der Wahrnehmung für einen Schub sorgt und ausschließlich mit elektrifizierten Antrieben ausgestattet ist. F ot os : H yu nd ai M ot or D eu ts ch la nd G m bH Hyundai in Deutschland Die Hyundai Motor Deutschland GmbH mit Sitz in Offenbach am Main ist eine 100-prozentige Tochter der südkoreanischen Hyundai Motor Company. Vor über 30 Jahren startete Hyundai auf dem deutschen Markt, hat seither seinen Marktanteil auf hohem Niveau gefestigt. Auch 2024 ist Hyundai zum wiederholten Male die stärkste asiatische Automobil- marke in Deutschland. a www.hyundai.de Die deutsche Importgesellschaft und die Europazentrale von Hyundai Motor am Kaiserlei in Offenbach. 24 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 TITELTHEMA Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Ist sie wirklich elektrisch? Ulrich Mechau: Selbstverständlich, es ist mir auch persönlich wichtig, dass Hyundai als Unternehmen für Nachhaltigkeit steht. Wir treiben das Thema Elektromobilität weiter offensiv voran und bestreiten bereits heute einen substanziellen Teil unseres gesamten Absatzes mit batterieelektrischen Fahr- zeugen – deutlich mehr als der Marktdurch- schnitt. Und wir setzen die eingeschlagene Richtung mit den E-Autos fort und bauen unser Angebot an E-Fahrzeugen im Portfolio weiter aus. Zum Beispiel mit dem neuen Elektro-Kleinwagen INSTER. Mit der Kombi- nation aus großem Platzangebot, kompak- ten Abmessungen, attraktivem Preis und modernster Ausstattung ist er eine Antwort auf die gesellschaftliche Herausforderung, Elektromobilität bezahlbar zu machen. So ein Paket bietet derzeit noch kein anderer Auto- mobilhersteller. Mit dem gerade enthüllten IONIQ 9, der im Sommer nächsten Jahres in den Handel rollt, werden wir zudem ein großes neues vollelektrisches SUV im Ange- bot haben. Wir haben viel vor und bleiben sozusagen „unter Strom“. Übrigens teilt auch der Offenbacher Oberbür- germeister unsere Leidenschaft und ist schon seit Jahren mit großer Überzeugung in einem vollelektrischen Hyundai unterwegs. Die Fragen stelle Birgit Arens, IHK Offenbach am Main Ulrich Mechau, President & CEO der Hyundai Motor Deutschland GmbH. www.hessischer-exportpreis.de Exportpreis Hessen 2025: Jetzt bewerben!Erzählen Sie Ihre Erfolgsgeschichte! Ihr mittelständisches Unternehmen aus Hessen wächst international? Über Ihre Erfolge auf den globalen Märkten wollen wir mehr erfahren. Zeigen Sie uns, was Sie und Ihr Team leisten und bewerben Sie sich bis zum 3. März 2025 für den Exportpreis Hessen! Freuen Sie sich auf eine feierliche Preisverleihung mit dem Hessischen Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori am 3. Juli 2025 in Frankfurt. Exportpreis25_OF_4c_210x136mm.indd 1Exportpreis25_OF_4c_210x136mm.indd 1 08.11.24 10:5108.11.24 10:51 TITELTHEMA threeoak - bicycles setzt auf hochwertige Ware und guten Service Mit Leidenschaft auf zwei Rädern In Dreieich hat Dean Szczuka 2014 den Fahrradladen threeoak - bicycles eröffnet und damit sein Hobby zum Beruf gemacht. Seit der Gründung hat sich das Geschäft kontinuierlich entwickelt – von bescheidenen Anfängen in der eigenen Garage bis zum florierenden Handel mit Werkstatt und Frankfurter Filiale. Szczuka absolvierte seine Ausbildung zum Zweiradme- chaniker mit Fachrichtung Fahrradtechnik vor über 20 Jahren in Mörfelden. Nach seinem Meister- abschluss in Frankfurt vor elf Jahren startete er zunächst in der heimischen Garage. Doch es war schnell klar: Die Nachfrage war groß und das Potenzial für einen eigenen Laden gegeben. Mit einem Pop-up-Store in Dreieich sammelte er erste Erfahrungen, bevor er das Konzept weiter- entwickelte und schließlich sein eigenes Geschäft in der Joinvillerstraße eröffnete. Heute beschäftigt threeoak - bicycles zwei Gesellen und einen Jahrespraktikanten. „Die Jungs machen die Werkstatt. Ich kümmere mich um das Kaufmännische“, beschreibt der Chef die Aufgabenteilung. Szczuka hat auch schon ausgebildet. „Die Suche nach passenden Auszubildenden ist jedoch nicht einfach“, erzählt er. „Man muss richtig Lust auf das Thema haben. Intrinsische Moti- vation ist das A und O.“ Der Trend geht zum E-Bike, sagt Dean Szczuka. Trotzdem finden alle, die mit reiner Muskelkraft weiterkommen wollen, bei ihm eine breite Auswahl an Rädern. Fo to : A re ns / I H K 26 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 TITELTHEMA SCHAFFEN SIE AUS ALTEN WERTEN NEUE MÖGLICHKEITEN Ankauf von: Schmuck I Gold I Silber Uhren I Münzen I Barren I Bestecke I Zinn Porzellan I Figuren I Antiquitäten Seit 20 Jahren ihr Experte vor Ort! Holger Honig I Heusenstammer Straße 3 I 63179 Obertshausen Mo-Fr: 10.00 - 13.00 Uhr I 15.00 - 18.00 Uhr oder nach Vereinbarung Tel. 0 6104 9 531315 I www.goldhaus-obertshausen.de Anz. Goldhaus IHK 90x57mm 10.2022.indd 1Anz. Goldhaus IHK 90x57mm 10.2022.indd 1 20.10.22 10:2420.10.22 10:24 Seit 2023 gibt es eine Dependance in Frankfurt-Sachsen- hausen. „Mit der Frankfurt Bicycle Company wollen wir unseren erstklassigen Service in die Großstadt bringen“, verspricht die threeoak - bicycles-Internetseite. Können, Qualität, faire Preise Das Geschäft von threeoak - bicycles läuft laut dem Geschäftsführer rund. Allerdings kämpft er mit densel- ben Herausforderungen wie fast alle stationären Einzel- händler: „Die größte Konkurrenz ist der Onlinehandel mit seinen niedrigen Preisen“, erklärt er. threeoak - bicycles punkte jedoch mit persönlichem Service und Beratung, die im Netz fehle. Gerade die Werkstatt erfreue sich großer Beliebtheit. „Corona hat einen Fahrrad-Boom ausgelöst. Heute gibt es deutlich mehr Fahrräder auf der Straße als vor der Pan- demie. Das Servicegeschäft geht hervorragend. Es wird auch von Kunden geschätzt, die ihr Rad gar nicht bei uns gekauft haben. Wir beraten sorgfältig und unsere Preise sind fair“, sagt er. Im Verkauf spiele Qualität die entscheidende Rolle. threeoak - bicycles bietet zum Beispiel Qualitätsräder der Marken Giant und Ridley sozusagen für die ganze Familie. Auch sportlich ambitionierte Radlerinnen und Radler fin- den das passende Rennrad, Mountainbike oder Gravelbike im Sortiment. Außerdem präsentiert der 200 Quadratmeter große Laden eine umfangreiche Auswahl an unterschiedlichs- ten E-Bikes. Die hochwertigen und entsprechend teuren Räder werden meist per Dienstrad-Leasing finanziert und nach drei Jahren, zum Ende des Vertrags, in der Regel gegen neue Räder ausgetauscht. In der E-Mobilität sieht der Fachmann einen Trend, der den Fahrradmarkt in Zukunft formen wird. Radfahren in der Region „Die Fahrradwege im Kreis Offenbach sind gut, aber aus- baufähig“, beurteilt Szczuka die Infrastruktur für sein Lieb- lings-Fortbewegungsmittel. Besonders wichtig findet er die Strecke zum Flughafen, die seiner Ansicht nach bereits gut ausgebaut ist. Barrierefreie Bahnzugänge wären hilf- reich, damit Pendler und andere Reisende das Rad besser im Zug mitnehmen und weiter entferne Ziele erreichen können. Gute Beschilderungen, unmissverständliche Verkehrsregeln und mehr Rücksicht im Straßenverkehr wünscht er sich darüber hinaus. Engagement jenseits des Ladens Dean Szczuka ist nicht nur Unternehmer mit Herz- blut, sondern er engagiert sich auch außerhalb seines Geschäfts für seine Branche und für die Region. Als Mit- glied der Vollversammlung der IHK Offenbach am Main und im IHK-Expertenrat Mobilität bringt er sein Wissen und seine Erfahrung ein – sowohl als Gewerbetreibender als auch als leidenschaftlicher Radfahrer. Sein Ziel ist klar: Er will den Radverkehr in der Region weiter voranbringen und das Bewusstsein für nachhaltige Mobilität stärken. Mit einem Lächeln verabschiedet sich Szczuka: „Wir leben das, was wir tun – und das spüren unsere Kunden.“ a www.threeoak.de Autor Maximilian Kaps 069 8207-247 kaps@offenbach.ihk.de Die größte Konkurrenz ist der Onlinehandel mit seinen niedrigen Preisen. 27Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 TITELTHEMA Mehr Zufriedenheit – weniger CO₂ So kommen alle „Besser zur Arbeit“ Das kostenfreie Programm „Besser zur Arbeit“ macht es für Arbeitgeber leicht, ein passen- des Mobilitätskonzept für ihr Unternehmen zu entwickeln. Der Snack-Hersteller Lorenz in Neu-Isenburg hat es genutzt. Das Unternehmen wird nach Offenbach-Kaiserlei ziehen und sieht den Umbruch als gute Chance, um Veränderungen im Mobilitätsverhalten anzuregen. Sie haben am Programm „Besser zur Arbeit“ teilgenommen und einen individuellen Mobilitätsplan erstellt. Welche Erkenntnisse haben Sie über die Mobilitätsbedürfnisse Ihrer Mitarbeiter gewonnen? Hat Sie etwas überrascht? Talina Vazquez: Unsere Beschäftigten wohnen sehr verstreut in einer Vielzahl von Kommu- nen rund um Neu-Isenburg und damit in der Regel nicht nah zum Arbeitsplatz. Fast 70 Pro- zent von ihnen nutzen nie Bus oder Bahn, auch nicht in der Freizeit. Was war der Auslöser, sich intensiver mit der Infrastruktur am Standort und der Verkehrsmittelwahl Ihrer Mitarbeitenden auseinanderzusetzen? Talina Vazquez: Unser Ansatz war, in Bezug auf das Thema Mobilität unsere Umwelt- bilanz zu verbessern und die Mitarbeiter- zufriedenheit zu erhöhen. Das Programm bot eine gute Möglichkeit, bessere und nachhaltigere Lösungen für die Arbeitswege zu finden. Welche Bedeutung kann die betriebliche Mobilität für Ihr Unternehmen haben? Talina Vazquez: Die Erreichbarkeit eines Standortes ist ein wichtiger Faktor für bestehende, aber auch mögliche neue Kolle- ginnen und Kollegen. Vor allem, wenn wir uns wünschen, dass Mitarbeitende trotz Home office-Option oft und gerne ins Büro kommen. Vielen ist es wichtig, auch ohne Auto gut zum Arbeitsplatz kommen zu können. Wenn wir es außerdem schaffen, den CO₂-Rucksack unserer Mitarbeitenden zu verkleinern, ist viel gewonnen. Können Sie uns etwas über den Prozess bei der Erarbeitung eines betrieblichen Mobili- tätsmanagements bei Ihnen im Unterneh- men erzählen? In welchen Schritten sind Sie vorgegangen? Wer war beteiligt? Talina Vazquez: Zunächst habe ich Kol- leginnen und Kollegen von Betriebsrat, Facility-Management, Fuhrpark, CSR und Per- sonalwesen involviert und uns das Beratungs- programm durch die ivm vorstellen lassen. Uns wurde dann ein zusätzliches Beratungs- büro aus Heidelberg zur Seite gestellt. Ende 2023 haben wir mit Hilfe der Beraterinnen begonnen, die Standort- und Wohnort-Ana- lysen durchzuführen und die Belegschaft zu befragen. Dann folgten drei Coaching- Termine: Erst haben wir die wichtigsten Erkenntnisse aus den Analyseergebnissen gezogen, dann über mögliche Handlungsfel- der gesprochen und schließlich die empfoh- lenen Maßnahmen in einem Mobilitätsplan zusammengefasst. Die Vorschläge haben wir intern aus der Kosten-Nutzen-Perspektive betrachtet und zeitlich priorisiert. Weil wir zu dem Zeitpunkt den künftigen Standort noch nicht kannten, haben wir einige Maßnahmen für später geparkt. Durch den anstehenden Fo to s: L or en z B ah ls en S na ck -W or ld Mitarbeitende von Lorenz erhielten bei einem internen Mobilitätstag relevante Infos zur Verkehrsmittelwahl und zum Jobrad-Leasing. 28 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 TITELTHEMA Umzug ist der Prozess auch noch längst nicht abgeschlossen. Welche Maßnahmen haben Sie bereits implementiert und welche planen Sie für die Zukunft? Können Sie bereits Änderungen im Mobilitätsverhalten Ihrer Mitarbeitenden ausmachen? Talina Vazquez: Unsere unmittelbare Haupt- maßnahme bestand in der internen Kom- munikation über bestehende Angebote und Infrastruktur, weil wir gemerkt hatten, dass viele Mitarbeitende darüber nicht Bescheid wussten. Nach Bekanntgabe des neuen Standorts im Juli haben wir außerdem einen Mobilitätstag organisiert. Wir wollten die Umbruchsituation nutzen und die Beleg- schaft schon jetzt für den Gedanken öffnen, am künftigen Standort eventuell ein anderes Verkehrsmittel zu nutzen. Im Zuge dessen haben wir auch Werbung für das Jobrad gemacht, hatten den ADFC für Fahrradco- dierungen und Schnell-Checks vor Ort. Es gab E-Bikes für Probefahrten, individuelle Arbeitsweg-Beratungen durch die ivm und vieles mehr. Das Angebot wurde insgesamt super angenommen und wir haben uns sehr über die Unterstützung durch externe Part- ner gefreut! Toll ist auch, dass viele Kolle- ginnen und Kollegen durch diesen Tag unter anderem motiviert wurden, sich ein Jobrad zuzulegen. Die nächste größere Maßnahme, die wir aktuell planen, ist die Einführung des Jobtickets. Sie planen, Ende 2025 Ihren Unternehmens- sitz von Neu-Isenburg nach Offenbach zu verlegen. Welche Faktoren sind Ihnen in Bezug auf die betriebliche Mobilität dabei wichtig? Talina Vazquez: Die Verteilung der Wohn- orte war für uns ein wichtiger Faktor bei der Auswahl des neuen Standortes, um daraus eine möglichst ideale Lage des neuen Büro- gebäudes abzuleiten und die räumliche Veränderung für die Gesamtheit der Beschäf- tigten gering zu halten. Eine gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrad und Auto war ein maßgebliches Kriterium für unsere Suche, weil wir durch den Umzug auch die Mitarbeitermobilität CO₂-neutraler ermöglichen wollten. Was haben Sie aus dem Prozess gelernt und was können Sie anderen Arbeitgebern raten? Talina Vazquez: Dass auch scheinbar kleine Maßnahmen oft viel bewirken können! Diese Erkenntnis gewinnt man schnell durch eine Analyse der aktuellen Mobilitätssituation. Das ist absolut empfehlenswert! Die Fragen stellte Judith Müller, IHK Offenbach am Main. a www.lorenz-snacks.de Was ist „Besser zur Arbeit“? Ein betriebliches Mobilitätsmanagement kann für Mitarbeitende den Stress und die Kosten reduzieren, die durch das Pendeln zwischen dem Arbeitsplatz und dem Zuhause entstehen. Weitere positive Effekte: Die Menschen sind oft zufriedener und pro- duktiver, die Umwelt wird geschont und die Arbeitgeberattraktivität steigt. Zudem können mit Hilfe eines zur Seite gestellten Mobilitätscoachs Lösungen für individuelle, verkehrsbedingte Fragestellungen erarbeitet werden. Die IHK Offenbach am Main und die ivm (Gesellschaft für Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain) bieten zusammen mit der Kreis- verkehrsgesellschaft Offenbach mbH und der NiO – Nahverkehr in Offenbach GmbH mit „Besser zur Arbeit“ ein für Arbeitgeber kosten- freies Programm, um passende Mobilitäts- konzepte zu erarbeiten. a www.BesserZurArbeit.de Die Fragen beantwortete Talina Vazquez, Responsible Sourcing (nachhaltige Beschaffung) bei Lorenz. IHR PARTNER FÜR PRODUKTIONS- UND INDUSTRIELOGISTIK mit verfügbaren Flächen und vielfältigen Dienstleistungen DISTRIBUTIONS- LOGISTIK ERSATZTEIL- LOGISTIK RETOUREN- LOGISTIK BESCHAFFUNGS- LOGISTIK PRODUKTIONS- LOGISTIK ▪ Rhein-Neckar ▪ Rhein-Main ▪ Osthessen ▪ Berlin Jetzt verfügbare Logistikfl ächen unter www.pfenning-group.com sichern! Kontakt Judith Müller 069 8207-250 mueller@offenbach.ihk.de 29Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 TITELTHEMA Was Betriebe jetzt wissen müssen Die verpflichtende E-Rechnung Seit Anfang des Jahres müssen alle Unternehmen in Deutschland elektronische Rechnungen (E-Rechnungen) empfangen können. Das sind Rechnungen, die in einem strukturierten Format ausgestellt, übermittelt und empfangen werden und eine elektronische Verarbeitung ermöglichen. Die Neuregelung markiert einen weite- ren wichtigen Schritt für die digitale Transformation der Wirtschaft. Ab 2028 folgt für Unternehmen im B2B-Geschäft die Pflicht zur Ausstellung von E-Rechnungen. Viele Unternehmen nutzen die Umstellung für eine Modernisierung ihrer internen Abläufe, insbesondere der Finanzbuchhaltung. Allerdings stellt bereits die Pflicht zum Empfang von E-Rechnungen für viele Betriebe, vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU), eine große Herausforderung dar. Mit dem Projekt „Mehrwertsteuer im digitalen Zeitalter“ (VAT in the Digital Age – ViDA) der EU-Kommission sollen ab 2030 die E-Rechnungspflicht und ein elektronisches Meldesystem für grenzüberschreitende Umsätze einge- führt werden. Ziel des Meldesystems ist die Eindämmung des Umsatzsteuerbetrugs. In Vorbereitung auf diese Neuerungen will die EU die E-Rechnung in Form eines strukturierten Datensatzes zum Standard der B2B-Rech- nungsstellung festschreiben. Unternehmen können zwischen verschiedenen Anbietern und Formaten wählen, solange sie die neue EU-Norm erfüllen. Die in der Praxis bereits intensiv verwendeten Formate ZUGFeRD und XRechnung erfüllen diesen Standard. Neuer Standard Unternehmerische Rechnungsempfänger (auch Kleinun- ternehmer) müssen in der Lage sein, E-Rechnungen nach den neuen Vorgaben zu empfangen. Das Bundesfinanz- Transformationen im Rechnungswesen sind nicht Neues. Die E-Rechnung weckt Hoffnungen auf einen weiteren Digitalisierungsschub für die deutsche Wirtschaft. Fo to : A do be S to ck – B um an n 30 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 RATGEBER ministerium stellt in einem kürzlich veröffentlichten Schreiben klar, dass Betriebe kein Recht auf eine wei- tere Rechnung haben, selbst wenn sie die Annahme einer E-Rechnung verweigern oder technisch hierzu noch nicht in der Lage sind. Ausnahmen gelten lediglich bei der Rechnungsstellung für bestimmte steuerfreie Umsätze, Kleinbetragsrechnungen und Fahrausweise. Herausforderungen und Chancen Im Unterschied zu den bisherigen PDF-Rechnungen muss eine E-Rechnung in einem maschinenlesbaren, strukturierten Datenformat erstellt und übermittelt werden. Der Empfänger soll die Rechnungsdaten so direkt und automatisiert in der Buchhaltungssoftware des Empfängers weiterverarbeiten können – ohne manuelle Eingaben, die fehleranfällig und zeitrau- bend sind. Zur neuen E-Rechnungs-Pflicht gehören auch Vor- gaben für die digitale Archivierung. Erforderlich sind revisionssichere Dokumentenmanagementsysteme, die eine künftig mindestens achtjährige, unveränder- bare Archivierung der elektronischen Daten sicher- stellen. Auch wenn für den Versand und den Empfang eine E-Mail ausreicht, müssen Unternehmen in Tools investieren, mit denen die neuen Standards erfüllt werden können. Ursprünglich wollte die Bundes- regierung ein kostenloses Angebot zum Erstellen und zur Visualisierung von E-Rechnungen anbieten. Dieses Vorhaben wurde aber nicht umgesetzt, weil der Markt für ein ausreichend großes und kosten- günstiges Angebot sorge. Digitale Transformation der Wirtschaft Unternehmen müssen vor allem dafür Sorge tragen, dass die interne Verarbeitung und Archivierung der strukturierten Daten möglich sind. Und: Auch wenn die Pflicht zur Ausstellung von E-Rechnungen erst ab 2028 für alle gelten wird, sollten sich Betriebe möglichst schnell auch mit den hierfür erforder- lichen Investitionen befassen. Reibungslos wird die Einführung der E-Rechnung nur dann erfolgen, wenn die Vorgaben von den Unternehmen kostengünstig umgesetzt werden können. Gleichzeitig haben viele Betriebe bei kostenlosen Angeboten Sorge hinsichtlich der Datensicherheit. Gelingt die Umstellung in der Breite, kann dies für die deutsche Wirtschaft einen Schub zu einer Digitalisie- rung weiterer Betriebsabläufe auslösen. Durch die automatisierte Bearbeitung sollten sich Rechnungen künftig schneller und ressourcenschonender erstellen und verarbeiten lassen, was die Effizienz der betrieb- lichen Abläufe merklich erhöhen dürfte. Autorin Brigitte Neugebauer DIHK Berlin tillmann-verpackungen.de Kathrin Hildebrand Geschäftsführerin 0800-TILLMANN MIT SICHERHEIT GUT VERPACKT – DANK ÜBER 70 JAHREN ERFAHRUNG. Kontakt Marianna Kartziou 069 8207-222 kartziou@offenbach.ihk.de Mehr Infos Weitere Details zur E-Rechnung stehen auf der Internet- seite der IHK Offenbach am Main bereit. Beachten Sie auch die aktuellen Veranstaltungshinweise zum Thema. a www.offenbach.ihk.de/P5994 31Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 RATGEBER Die Bedeutung der Cybersicherheit für Kleinst- und Kleinunternehmen Erste Hilfe, wenn ein Angriff erkannt wurde In einer dreiteiligen Serie macht Dr. Gerd Dettweiler die Bedeutung der Cybersicherheit für Unternehmen deutlich. Er war über 20 Jahre bei einem Systemintegrator im Bereich IT-Sicherheit tätig und ist unter anderem Leiter des Forums Rhein-Main im Cyber-Sicherheits-Netzwerk des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Im dritten Teil der Serie erklärt er, wie sich KMU am einfachsten vor Computerkriminalität schützen können. Sobald der Verdacht besteht, dass ein Unternehmen Opfer eines Hacker-Angriffs geworden ist, müssen die Betroffenen ruhig bleiben und sollten nie überstürzt handeln. Einen guten Leitfaden bieten die Top-12-Maß- nahmen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BDI). Sofern einzelne Computer betroffen sind, sollten diese umge- hend vom Netzwerk beziehungsweise vom Internet getrennt und ausgeschaltet werden. Wer unsicher ist und fremde Hilfe benötigt, findet diese zum Beispiel kostenlos über den Kontakt zum Cyber-Sicherheitsnetzwerk des BSI, kurz CSN. Über eine interaktive Landkarte sind online die Kontaktdaten zu einem digita- len Ersthelfer in der Nähe einsehbar. Sofern sich ein geschäftsschädigender Daten- diebstahl abzeichnet, sollte stets die Polizei eingebunden werden. In Hessen ist dafür das Cyber Competence Center zuständig (https://hessen3c.de). Dessen Mitarbeite- rinnen und Mitarbeiter unterstützen KMU kostenlos und rund um die Uhr bei der Bewäl- tigung von Cyberangriffen und IT-Sicherheits- vorfällen. Autor Dr. Gerd Dettweiler Dettweiler Consulting www.cybersicherheit.jetzt/ Wer einen Cyberangriff feststellt, sollte nicht in Schockstarre verfallen, sondern ruhig und besonnen reagieren. Vorbeugen – erkennen – handeln Teil 1 der dreiteiligen Serie „Die Bedeutung der Cybersicherheit für Kleinst- und Klein- unternehmen“, in dem es darum geht, warum gerade Kleinst- und Kleinunter- nehmen oft von Cyberkrimalität betroffen sind, wurde in der Ausgabe September/ Oktober der Offenbacher Wirtschaft in der Rubrik Ratgeber veröffentlicht. Teil 2 befasste sich in der Ausgabe November/ Dezember 2024 mit „Vorbereitung auf und Schutz vor Computerkriminalität“. Die gesamte Serie ist im Internet verfügbar. a www.offenbacher-wirtschaft.de Ad ob e St oc k – Ta ni to st 32 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 RATGEBER Impressum: Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, Sontraer Straße 6, 60386 Frankfurt am Main, Telefon 0 69/42 09 03-75 Die Textbeiträge in diesem Verlagsthema wurden von den werbenden Unternehmen verfasst.www.zarbock.de 1/2 2025 Banken – Partner der Wirtschaft Foto: Freepik/jannoon028 2 VerlagsThema | Banken – Partner der Wirtschaft Wie werden wir erfolgreich nachhaltig und nachhaltig erfolgreich? Gemeinsam finden wir die Antworten für morgen. Als größter Mittelstandsfinanzierer Deutschlands* helfen wir Ihnen, aus den großen Herausforderungen der Zukunft noch größere Chancen für Ihr Unter- nehmen zu machen. Lassen Sie sich beraten. sls-direkt.de/unternehmen *Bezogen auf die Sparkassen-Finanzgruppe. Weil’s ummehr als Geld geht. Fachkräftemangel – Mit betrieblicher Altersvorsorge gegensteuern? Die Zahl der fehlenden Fachkräfte wird in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter steigen. Unternehmen müssen deshalb noch härter um qualifizierte Beschäftigte kämpfen. Ein wirksames Recruiting-Werkzeug sehen viele Experten in der betrieblichen Altersvorsorge. Rentenlücke, drohende Altersarmut – diese Sorgen treiben einen großen Teil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland um. Vorsorge abseits der gesetzlichen Renten- versicherung wird deshalb immer wichtiger. Dessen sind sich inzwischen so gut wie alle bewusst. Da verwundert es nicht, dass die betriebliche Altersvorsorge (bAV) in der Rangliste der populärsten Benefits regelmäßig einen Spitzenplatz einnimmt. So landete die bAV noch im vergangenen Sommer bei einer Studie der Ausgabenmanagement-Plattform circula.de auf dem dritten Platz, gleich hinter Mobilitätszuschüs- sen und flexiblen Arbeitsformen – und noch vor Sachbezügen wie Einkaufsgutscheinen oder gesund- heitlichen Benefits. Nach Ansicht von bAV-Expertin Cordula Vis-Paulus kann die betriebliche Altersvorsorge in der Tat helfen, „den Beschäftigten eines Unternehmens die Angst vor Altersarmut zu nehmen“, so die Beraterin in einem Gespräch mit dem Versicherungs- Fachmagazin „Pfefferminzia“. Vis-Paulus weiter: „Mit einem guten bAV-Angebot verschaffen sich Unternehmen im Wett- bewerb um Fachkräfte einen Vorteil, der im Zweifel den Aus- schlag geben kann, für welchen Arbeitgeber der Betreffende sich entscheidet.“ 2023 lag die Zahl der in Deutschland abgeschlossenen bAV- Verträge bereits bei 16,55 Millionen (Quelle: statista.de). Zu Beginn des Jahrhunderts waren es erst knapp 7,5 Millionen. Der Hintergrund: Seit 2002 haben Beschäftigte einen Rechts- anspruch darauf, dass ein Teil ihres Einkommens per sogenannter Entgeltumwandlung in die Altersvor- sorge fließt, etwa in eine Rentenversicherung. Ar- beitgeber müssen die Beiträge mit mindestens 15 Prozent bezuschussen. Damit haben Arbeit- nehmerinnen und Arbeitnehmer gleich zwei Vor- teile: Neben dem Zuschuss vom Chef genießen sie Steuervorteile, da durch die Entgeltumwandlung das Bruttoeinkommen sinkt und sie weniger Geld an den Fiskus abführen müssen. Viele Betriebe erhöhen Ihre Attraktivität als Arbeitgeber, indem sie bAV-Beiträge über den Mindestanteil von 15 Prozent hinaus bezuschussen oder sie sogar kom- plett übernehmen. Der Vorteil dabei: Anders als zum Beispiel bei einer Gehaltserhöhung sind Zahlungen in die Altersvorsorge für Arbeitgeber sozialabgabenfrei. Außerdem können sie als Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Angesichts eines Defizits von geschätzten 728.000 Fachkräften im Jahr 2027 (so eine Schätzung des Instituts der Deutschen Wirtschaft) ist die bAV also auch aus unternehmerischer Sicht vielleicht nicht die schlechteste Idee. Fo to : U ns pl as h / Fa bi an B la nk Wie werden wir erfolgreich nachhaltig und nachhaltig erfolgreich? Gemeinsam finden wir die Antworten für morgen. Als größter Mittelstandsfinanzierer Deutschlands* helfen wir Ihnen, aus den großen Herausforderungen der Zukunft noch größere Chancen für Ihr Unter- nehmen zu machen. Lassen Sie sich beraten. sls-direkt.de/unternehmen *Bezogen auf die Sparkassen-Finanzgruppe. Weil’s ummehr als Geld geht. 4 VerlagsThema | Banken – Partner der Wirtschaft Weltweit ist einfach. Wenn man einen starken Partner mit internationalem Netzwerk hat. Regional verankert, weltweit vernetzt. www.s-international-mittelhessen.de Weltweit ist einfach. Wenn man einen starken Partner mit internationalem Netzwerk hat. Regional verankert, weltweit vernetzt. www.s-international-mittelhessen.de Weltweit ist einfach. Das Angebot an tatsächlich oder auch nur vermeintlich nachhaltig orientierten Finanzprodukten ist inzwischen fast unüberschaubar. An welchen Kriterien lassen sich seriöse Anlagen erkennen? Augen auf bei der Geldanlage: Immer mehr Anleger achten da- rauf, dass ihr Geld nicht nur gute Erträge abwirft, sondern auch unter ökologischen, sozialen und ethischen Gesichtspunkten eingesetzt wird. Sie wollen keine Unternehmen unterstützen, die beispielsweise Waffen herstellen, Kinderarbeit nutzen oder in irgendeiner Form die Umwelt schädigen. Der Haken an der Sache: „Eine einfache Antwort, welche In- vestments grün und nachhaltig sind und welchen Umwelt- und Sozialnutzen sie haben, gibt es leider nicht“, so Fachleute des Umweltbundesamtes in einer Mitteilung aus dem September 2024. Sie nennen aber einige Anhaltspunkte, an denen sich nachhaltig aufgebaute Produkte erkennen lassen, etwa bei der Auswahl von Fonds. Investoren sollten laut Umweltbundesamt hier beispielsweise auf die Nennung der Kürzel PAB (Paris-ali- gned Benchmark) oder CTB (Climate Transition Benchmark) achten. „Solche Fonds verfolgen eine Anlagestrategie, die Kli- maneutralität bis 2050 bei den Anlageobjekten erreichen“, er- klären die Bundesamts-Experten. Eine wichtige Rolle bei der Auswahl nachhaltiger Finanzproduk- te spielen die sogenannten ESG-Kriterien. Sie stehen für Envi- ronment, Social und Governance, also für Ökologie, Soziales und Unternehmensführung. Es handelt sich um eine Art Güte- siegel, das die Finanzbranche sich gegeben hat, um Unterneh- men zu kennzeichnen, die sich in ihrer Geschäftspraxis sowohl ökologisch als auch sozial-ethisch verhalten. Viele Analysten nutzen diese Kriterien inzwischen bei der Erstellung von Nach- haltigkeits-Ratings, an der Anleger sich ebenfalls orientieren können. Das Umweltbundesamt nennt als weiteren Anhalts- punkt das Klassifizierungssystem der EU-Taxonomie: „Sie gibt wissenschaftsbasierte Kriterien vor, die Wirtschaftsaktivitäten erfüllen müssen, damit sie sich nachhaltig nennen können.“ Interessanterweise wurden in den Kriterienkatalog dieser Ver- ordnung auch Atomenergie und Erdgas aufgenommen, was den Vorstellungen von ökologischer Sinnhaftigkeit mancher Anleger nicht wirklich entspricht. Sie sollten deshalb immer genau hinschauen, was hinter vermeintlich nachhaltigen An- geboten steckt und mit den eigenen Wertvorstellungen abglei- chen. Denn hinzukommt: Begriffe wie „grün“, „ethisch“ oder „klimafreundlich“ sind rechtlich nicht geschützt. Das bietet Un- ternehmen die Möglichkeit zum „Greenwashing“, also zu einer lediglich vorgespiegelt nachhaltigen Wirtschaftstätigkeit. Eine gute Beratung ist deshalb vor der Geldanlage auch im Hinblick auf ökologisch-sozial-ethische Aspekte zu empfehlen. Entspre- chende Hilfe bieten zum Beispiel die Verbraucherzentralen. Aber auch Banken sind seit 2022 verpflichtet, in der Anlageberatung die Nachhaltigkeitswünsche ihrer Kundinnen und Kunden an- zusprechen. Fo to : P ix ab ay / G le n Ke lp / m it KI e rs te llt Nachhaltig investieren: Worauf Anleger achten sollten Weltweit ist einfach. Wenn man einen starken Partner mit internationalem Netzwerk hat. Regional verankert, weltweit vernetzt. www.s-international-mittelhessen.de Weltweit ist einfach. Wenn man einen starken Partner mit internationalem Netzwerk hat. Regional verankert, weltweit vernetzt. www.s-international-mittelhessen.de Weltweit ist einfach. Fo to : P ix ab ay / G le n Ke lp / m it KI e rs te llt 6 VerlagsThema | Banken – Partner der Wirtschaft www.vrbanking.de/mitgliedschaft Tel. 06103 95-3000 kontakt@vrbanking.de Melanie Hartig, Eppertshausen Ich bin Mitglied.erreichen wir mehr.Zusammen VR Bank Dreieich-Offenbach eG Ein starker, regionaler Partner Die Welt dreht sich schnell, kurzlebige Trends wechseln sich mit weltweiten Krisen und regionalen Herausforderungen ab. Um ein Unternehmensschiff durch diesen Wellengang zu steuern braucht es gute Ideen, Innovationen und Mut. Genossenschaftsbanken haben genau diese Voraussetzungen. Sie schaffen es, die Stärken, Ideen und Innovationen vieler zu bündeln, um schließlich der mutige Partner zu sein, auf den sich das Unternehmen ebenso verlassen kann, wie die Privatperson. Stabiles Fundament Das vorausschauende Wirtschaften im Sinne aller bietet vor allem Stabilität, die gerade in aktuell unsicheren Zeiten enorm wichtig ist. Um diese aufbauen zu können, gilt es, Verantwor- tung zu übernehmen – und genau diese trägt die VR Bank Drei- eich-Offenbach eG als Bank der Region gerne. Sie beschränkt sich nicht auf die Abwicklung finanzieller Aufgaben. Sie lebt ein nachhaltiges, tragfähiges Konzept, das sich durch die Kombi- nation der finanziellen Unterstützung mit regionaler Zugkraft auszeichnet. Für eine tragfähige Zukunft Unterstützung braucht Weitsicht. Deshalb werden durch die Bank Kundenbedürfnisse regelmäßig analysiert, Angebote hin- terfragt und Entwicklungen am Markt mit in die Überlegungen einbezogen. Zu letzterem gehört zum Beispiel das Thema der Digitalisierung. Diese möchte die VR Bank Dreieich-Offenbach eG für Kunden greifbar machen und öffnet dazu Türen. Die Tür zur digitalen Welt der Finanzen führt beispielsweise über ein Online-Girokonto. Die Besonderheit: Diese Chance auf digitales Banking wird von der Bank nicht bepreist. Gebührenfrei ent- steht so die Möglichkeit für jeden, den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten. Für ihre Mitglieder Bei allen Herausforderungen mutig zu sein ist einfacher, wenn man weiß, wofür. Deshalb wird die VR Bank Dreieich-Offenbach eG auch künftig eng an ihren Mitgliedern, Kundinnen und Kun- den bleiben und auch künftig laufend in ihre Kommunikations- kanäle investieren. Digitale, analoge und hybride Lösungen tref- fen so genau dort auf den Bedarf, wo dieser entsteht. So kann eine starke Gemeinschaft wachsen. Für ein gestärkte Region. BEKANNTMACHUNG Wirtschaftssatzung der IHK Offenbach am Main – Geschäftsjahr 2025 Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main hat am 5. Dezember 2024 gemäß den §§ 3 und 4 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern (IHKG) vom 18.12.1956 (BGBI. I S. 920), zuletzt geändert durch Art. 1 des Zweiten Gesetzes zur Änderung des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern vom 7. August 2021 (BGBl. I S. 3306), und der Beitragsordnung vom 4. Dezember 2007, zuletzt geändert durch Beschluss der Vollversammlung vom 15. März 2018, folgende Wirt- schaftssatzung für das Geschäftsjahr 2025 (1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2025) beschlossen: I. Wirtschaftsplan Der Wirtschaftsplan wird wie folgt verabschiedet: 1. im Erfolgsplan mit Erträgen in Höhe von 9.012.308 EUR – davon Erträgen aus Beiträgen und Umlagen in Höhe von 7.095.608 EUR – davon Erträgen aus Gebühren in Höhe von 986.800 EUR – davon Erträgen aus Entgelten in Höhe von 557.000 EUR – davon sonstigen betrieblichen Erträgen 372.900 EUR – im Erfolgsplan mit Aufwendungen in Höhe von –14.109.300 EUR – davon Materialaufwand in Höhe von –1.000.500 EUR – davon Personalaufwand in Höhe von –6.988.500 EUR – davon Abschreibungen in Höhe von –497.600 EUR – davon sonstiger betrieblicher Aufwand –5.622.700 EUR mit einem Finanzergebnis in Höhe von –235.000 EUR Sonstige Steuern –13.200 EUR mit einem voraussichtlichen Ergebnisvortrag in Höhe von 5.450.608 EUR mit einem Saldo der Rücklagenveränderungen in Höhe von 50.280 EUR 2. im Finanzplan mit Investitionseinzahlungen in Höhe von 0 EUR Investitionsauszahlungen in Höhe von –320.000 EUR II. Beitrag 1. Unternehmen, die im Handels- oder Genossenschaftsregister eingetragen sind, sind Kaufleute im Sinne dieser Wirtschaftssatzung. Natürliche Personen und Personengesellschaften, die nicht im Handels- oder Genossenschaftsregister eingetragen sind, und eingetragene Vereine, wenn nach Art oder Umfang ein in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb nicht erforderlich ist, sind vom Beitrag freigestellt, soweit ihr Gewerbeertrag nach dem Gewerbesteuer- gesetz oder, soweit für das Bemessungsjahr ein Gewerbesteuermessbetrag nicht festgesetzt wird, ihr nach dem Einkommensteuergesetz ermittelter Gewinn aus Gewerbebetrieb 5.200 € nicht übersteigt. Nicht in einem der vorgenannten Register eingetragene natürliche Personen, die ihr Gewerbe nach dem 31. Dezember 2003 angezeigt und in den letzten fünf Wirt- schaftsjahren vor ihrer Betriebseröffnung weder Einkünfte aus Land- und Forst- wirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit erzielt haben noch an einer Kapitalgesellschaft mittelbar oder unmittelbar zu mehr als einem Zehntel beteiligt waren, sind für das Geschäftsjahr der IHK, in dem die Betriebseröffnung erfolgt, und für das darauf folgende Jahr von der Umlage und vom Grundbeitrag sowie für das dritte und vierte Jahr von der Umlage bereit, wenn ihr Gewerbe- ertrag, hilfsweise der Gewinn aus Gewerbebetrieb, 25.000 € nicht übersteigt. 2. Als Grundbeiträge sind zu erheben von 2.1 Nichtkaufleuten a) mit einem Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb, bis 25.000 €, soweit nicht die Befreiung nach Ziffer II. 1 eingreift 50,00 € b) mit einem Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb, über 25.000 € 70,00 € 2.2 Kaufleuten mit einem Verlust oder mit einem Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb, bis 37.000 € 220,00 € 2.3 Kaufleuten mit einem Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb, ab 37.001 € 330,00 € 2.4 allen IHK-Mitgliedern, die nicht nach Ziffer II.1. vom Beitrag befreit sind und ein Kriterium der zwei nachfolgenden Kriterien erfüllen: – mehr als 500.000.000 € Bilanzsumme – mehr als 50.000.000 € Umsatz – auch wenn sie sonst nach Ziffer II. 2.1 – 2.3 zu veranlagen wären – 500,00 € 2.5 Kapitalgesellschaften, die nach Ziffer II. 2.2. – 2.4. zum Grundbeitrag veranlagt werden und deren Tätigkeit sich in der Komplementärfunktion in einer ebenfalls der IHK Offenbach zugehörigen Personenhandelsgesellschaft erschöpft, wird der Grundbeitrag auf Antrag um 25 % ermäßigt. 2.6 Gesellschaften mit Verwaltungssitz im Bezirk der IHK Offenbach, deren sämtliche Anteile von einem im Handelsregister eingetragenen Unternehmen gehalten werden, das seinen Verwaltungssitz im Bezirk der IHK Offenbach hat, wird der Grundbeitrag auf Antrag ebenfalls um 25 % ermäßigt. 3. Als Umlagen sind zu erheben 0,26 % des Gewerbeertrages bzw. Gewinns aus Gewerbebetrieb. Bei natürlichen Personen und Personengesellschaften ist die Bemessungsgrundlage einmal um einen Freibetrag von 15.340 € für das Unter- nehmen zu kürzen. 4. Soweit der Grundbeitrag nach II. 2.4. und die Umlage nach Ziffer II.3. sich zusam- men auf weniger als 5.000,00 € belaufen, beträgt der Beitrag 5.000,00 €. 5. Die Beitragserhebung für das Jahr 2025 erfolgt ebenfalls wieder mit einer Voraus- zahlung in Höhe von 100 %. 6. Soweit ein Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb für das Bemes- sungsjahr nicht bekannt ist, wird eine Vorauszahlung des Grundbeitrages und der Umlage auf der Grundlage des letzten der IHK vorliegenden Gewerbeertrages bzw. Gewinns aus Gewerbebetrieb erhoben. Soweit der IHK bisher keine Daten bekannt sind, erfolgt bei Kaufleuten zunächst eine vorläufige Veranlagung mit dem jeweiligen Grundbeitrag in der untersten Staffel. III. Kredite 1. Investitionskredite Für Investitionen können Kredite in Höhe von 0,00 Euro aufgenommen werden. 2. Kassenkredite Zur Aufrechterhaltung der ordnungsgemäßen Kassenwirtschaft dürfen Kassenkre- dite bis zur Höhe von 0,00 Euro aufgenommen werden. IV. Gesamtdeckungsprinzip, Deckungsfähigkeit Alle Erträge dienen, soweit nichts anderes bestimmt ist, zur Deckung aller Aufwen- dungen (Gesamtdeckungsprinzip). Zweckgebundene Mehrerträge sind nur für damit verbundene Mehraufwendungen zu verwenden. Personalaufwand und alle übrigen Aufwendungen sind insgesamt gegenseitig deckungsfähig. Investitionsausgaben werden ebenfalls für gegenseitig deckungsfähig erklärt. Die vorstehende Wirtschaftssatzung wird hiermit ausgefertigt und im Mitteilungsblatt „Offenbacher Wirtschaft“, Heft Januar/Februar 2025 sowie im Internet veröffentlicht. Offenbach am Main, den 5. Dezember 2024 Kirsten Schoder-Steinmüller Markus Weinbrenner Präsidentin Hauptgeschäftsführer 39Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 BEKANNTMACHUNG Beträge in T€ Plan 2025 Ist 2023Erfolgsplan für das Jahr 2025 Plan 2024Kontengr. 10.133,88.730,07.095,61. Erträge aus IHK-Beiträgen 50 2.085,11.055,02.630,0davon - Erträge IHK-Beiträge Vorjahre 500 177,0200,0200,0- Grundbeiträge Vorjahre 50000 1.908,1855,02.430,0- Umlagen Vorjahre 50010 8.048,77.675,04.465,6- Erträge IHK-Beiträge lfd. Jahr 501 3.044,32.850,01.516,6- Grundbeiträge lfd. Jahr 50100 5.004,44.825,02.949,0- Umlagen lfd. Jahr 50110 1.028,41.033,8986,82. Erträge aus Gebühren 51 747,3780,0730,0davon - Erträge aus Gebühren Berufsbildung 510 78,772,572,5- Erträge aus Gebühren Weiterbildung 512 202,4181,3184,3- Erträge aus sonstigen Gebühren 513 558,4575,1557,03. Erträge aus Entgelten 52 0,00,00,04. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Leistungen 530 0,00,00,05. Andere aktivierte Eigenleistungen 532 916,6462,1372,96. Sonstige betriebliche Erträge 54 30,530,538,8- davon: Erträge aus öffentlichen Zuwendungen 541 99,08,88,8- davon: Erträge aus Erstattungen 542 0,00,00,0- davon: Erträge aus Abführung an gesonderte Wirtschaftspläne 59001 12.637,310.801,09.012,3Betriebserträge -873,2-1.014,7-1.000,57. Materialaufwand 60-61 -136,3-179,2-163,4a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffe und für bezogene Waren 60 -736,9-835,5-837,1b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 61 -5.384,6-6.414,5-6.988,58. Personalaufwand 62,64 -4.430,5-4.882,2-5.420,7a) Gehälter 62 -954,1-1.532,3-1.567,8b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 64 -356,2-440,0-497,69. Abschreibungen 65 -356,2-440,0-497,6a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 650-656 0,00,00,0b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der IHK üblichen Abschreibungen überschreiten (Haus der Wirtschaft) 657+658 -3.460,7-4.930,7-5.622,710. Sonstige betriebliche Aufwendungen 66-69 0,00,00,0- davon: Zuführungen an gesonderte Wirtschaftspläne 79000 -10.074,7-12.799,9-14.109,3Betriebsaufwand 2.562,6-1.998,9-5.097,0Betriebsergebnis 0,00,00,011. Erträge aus Beteiligungen 55 39,90,015,012. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 56 2,33,50,013. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57 0,00,00,0- davon: Erträge aus Abzinsung 579 0,00,00,0- davon: Verwahrkosten 579 0,00,00,014. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 74 -145,2-250,0-250,015. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 75 -145,2-250,0-250,0- davon: Aufwendungen aus Aufzinsung 759 -103,0-246,5-235,0Finanzergebnis Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -5.332,0 -2.245,4 2.459,6 0,00,00,016. Außerordentliche Erträge 58 0,00,00,017. Außerordentliche Aufwendungen 76 0,00,00,018. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 77 -12,4-73,2-13,219. Sonstige Steuern 70 Plan 2025 Ist 2023Erfolgsplan für das Jahr 2025 Plan 2024Kontengr. 20. Jahresergebnis (+ Jahresüberschuss / - Jahresfehlbetrag) -5.345,2 -2.318,6 2.447,2 3.961,03.205,95.395,521 Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr 1.936,52.613,01.113,022. Entnahmen aus Rücklagen 1.000,01.500,00,0a) aus der Ausgleichsrücklage 80410 936,51.113,01.113,0b) aus anderen Rücklagen 80412 0,0-3.500,3-1.163,323. Einstellungen in Rücklagen 0,00,00,0a) in die Ausgleichsrücklage 80400 0,0-3.500,3-1.163,3b) in andere Rücklagen 80402 24. Bilanzergebnis (+ Bilanzüberschuss / - Bilanzfehlbetrag) 0,0 0,0 8.344,7 40 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 Zahlen zum Ausbildungsstart 2024 Für die duale Ausbildung werben und begeistern In Stadt und Kreis Offenbach wurden zum Start des Ausbildungsjahres 2024 wieder mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen als in Hessen insgesamt. Zwar verzeichnet die IHK Offenbach am Main 18 Verträge weniger als 2023. Doch mit diesem Minus von 1,7 Prozent liegt sie deutlich unter dem hessischen Durchschnitt von 2,1 Prozent. „Ich denke, dass die meisten jungen Menschen noch zu wenig über die Ausbildung und die verschiedenen Ausbildungsberufe wissen“, vermutete IHK-Vizepräsident Michael Grund- wald im Interview mit der Offenbach Post. Darum sei es wichtig, weiter aufzuklären und zu informieren. Das tut die IHK-Organisa- tion derzeit zum Beispiel mit der Kampagne „JETZT#KÖNNENLERNEN – Ausbildung macht mehr aus uns“. Unternehmen können sich daran beteiligen und für ihre Ausbildungsan- gebote werben. a www.ihkof.de/azubikampagne Die Manroland Sheetfed GmbH in Offenbach ist einer der Ausbildungsbetriebe, die sich an der bundesweiten IHK-Kampag- ne „JETZT#KÖNNENLERNEN – Ausbildung macht mehr aus uns“ beteiligen. Fo to : I H K Richtig bewerben und ins Berufsleben einsteigen 65 Schülerinnen und Schüler aus den Abgangsklassen neu und zehn aus fünf integrierten Gesamtschulen kamen zum 19. Beratungstag Fit für die Bewerbung des Patenschaftsmodells Offenbach (PMO) in die IHK Offenbach am Main. Seit 2005 begleiten ehrenamtliche PMO-Paten junge Menschen auf dem Weg ins Berufsleben. Jörg Meyer hat es initiiert. Aktuell ist der Evangelische Verein für Jugend und Sozialarbeit Frankfurt e. V. Kooperationspartner des beim Jugendamt angesiedelten Projekts. Den Beratungstag hat das PMO mit der IHK Offenbach am Main und der Deutschen Bank ins Leben gerufen. „Haupt- ziel ist es, den jungen Menschen aus den Abgangsklassen Zuversicht und Hoffnung zu vermitteln“, erklärt Meyer. 14 Profis der Deutschen Bank erklärten den Jugendlichen, wie Bewerben funktioniert. Fo to : P M O 41Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 BILDUNG IHK. Die Weiterbildung Seminare und Workshops Qualifizierung für Fachkräfte, die ausbilden Fachkräftesicherung ist wichtig, um Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Zentrale Akteure sind dabei die Ausbilde- rinnen und Ausbilder. Das Qualifizierungs- programm schult Teilnehmer zu kompeten- ten Lernprozessbegleitern, die moderne, handlungsorientierte und praxisnahe Ausbildungsmethoden anwenden können. Arbeitsintegriertes Lernen steht dabei im Fokus. www.offenbach.ihk.de/E14221/ Wirtschaftsfachwirt (IHK) Wirtschaftsfachwirte nehmen als „Allroun- der“ in Unternehmen und Wirtschaftsorga- nisationen unterschiedlicher Größe und Branchenzugehörigkeit sowie in verschie- denen Bereichen Sach-, Organisations- und Führungsaufgaben wahr. Der Lehrgang ver- mittelt betriebswirtschaftliche, rechtliche, steuerliche und fachübergreifende Kennt- nisse. Er befähigt dazu, betriebswirtschaft- liche Abläufe im Gesamtzusammenhang zu erfassen, unternehmerische Entscheidun- gen mitzuverantworten und umzusetzen. www.offenbach.ihk.de/E14195/ KI-Manager (IHK) – online Künstliche Intelligenz (KI) ist eine Schlüssel- technologie, die Wirtschaft und Gesellschaft verändert. KI-Manager (IHK) verstehen die strategische Bedeutung der KI für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens und seiner Geschäftsprozesse. www.offenbach.ihk.de/E14337/ * U.-Std. = Unterrichtsstunden a www.ihkof.de/weiterbildung Alle Weiterbildungsangebote der IHK Offenbach am Main: Ausbilder 11.02. – 19.03.2025 | Qualifizierungsprogramm für ausbildende Fachkräfte, IHK Offenbach am Main, 4 Tage. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 599 Euro 11.03. – 12.04.2025 | Ausbildung der Ausbilder (IHK) – Teilzeit, IHK Offenbach am Main, 80 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 749 Euro Auszubildende 17.03.2025 | Korrespondenztraining: Wie formuliere ich Mails und Briefe professionell? IHK Offenbach am Main, Referentin: Christiane Kauer, 8 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . 199 Euro Betriebswirtschaft & Rechnungswesen 21.01. – 08.04.2025 | Fachkraft für Buchführung (IHK), online, IHK-Zertifikatslehrgang in Kooperation mit didaris, 84 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . 1.399 Euro 07.03.2025 – 24.10.2026 | Wirtschaftsfachwirt/-in, Prüfungslehrgang Mod. 1 und 2, IHK Offenbach am Main, 650 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3.990 Euro Personalwesen & Personalmanagement 05.02. – 19.05.2025 | Fachkraft für Personalwesen (IHK), online, IHK-Zertifikatslehrgang in Kooperation mit didaris, 100 U.-Std. . . . . . . . . . . . . . 1.700 Euro 17.02. – 07.03.2025 | Lohnbuchhalter/-in (IHK), online, IHK-Zertifikatslehrgang in Kooperation mit didaris, 60 U.-Std. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.249,50 Euro Führung & Leadership 11. – 12.02.2025 | Der Sprung in die Führung, IHK Offenbach am Main, Referent: Mike Pfannemüller, 16 U.-Std. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 449 Euro Immobilienmanagement 14.02.2025 | Steigende Zinsen – sinkende Nachfrage?, online, Referenten: Robert Stöber, Uwe Laflue, 8 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 249 Euro IT, Digitalisierung & Digitale Transformation 04.02. – 15.05.2025 | KI-Manager (IHK), online, in Kooperation mit der DIHK-Bildungs-gGmbH, 64 U.-Std. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.590 Euro Schutz & Sicherheit 21. – 28.01.2025 | IHK-Online-Sprint „Hinweisgeberschutzgesetz“ – Ihr Hinweisgebersystem als Meldestellenbeauftragte/-r richtig nutzen, online, in Kooperation mit der DIHK-Bildungs-gGmbH, 3-mal 60 Min. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 319 Euro 18.02. – 06.03.2025 | Fachkraft für Video-Sicherheitstechnik (IHK), Rödermark, IHK-Zertifikatslehrgang in Kooperation mit VIDEOR E. Hartig GmbH, 60 U.-Std. . . 2.200 Euro Umwelt, Energie & Nachhaltigkeit 04. – 18.02.2025 | IHK-Online-Sprint „Nachhaltigkeitsberichterstattung“, online, in Kooperation mit der DIHK-Bildungs-gGmbH, 6 U.-Std. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 319 Euro Kontakt Claudia Albert 069 8207-330 albert@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de 42 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 BILDUNG Zweite „Nacht der Ausbildung“ in Rödermark Acht Unternehmen zeigten Jugendlichen Berufsperspektiven Organisiert von der IHK Offenbach am Main und der Wirtschaftsförderung Rödermark fand am 8. November 2024 die „Nacht der Ausbildung“ in Rödermark statt. Die Veranstaltung ist ein wesentlicher Baustein im IHK- Angebot zur Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler, der an einem Tag Einblicke in unterschiedliche Ausbildungsbetriebe ermöglicht. In Rödermark beteiligten sich acht Unternehmen und Einrichtungen. In den Räumen der adicon® Gesellschaft für Bauwerksabdichtungen mbH eröffneten IHK-Vizepräsident Michael Grunwald, Bürgermeister Jörg Rotter sowie die adicon®-Geschäftsführer Thomas und Peter Haberstroh stellvertretend für alle acht teilnehmenden Unternehmen die Nacht der Ausbildung. Auf dem Betriebsgelände konnten die Besucherinnen und Besucher anschließend die Ausbildungsberufe Bauwerksabdichter, Kaufleute für Büromanagement und Fachkraft für Lagerlogistik kennenlernen. Thomas und Peter Haberstroh wiesen darauf hin, die Nacht der Ausbildung sei eine herausragende Chance, sich als Unternehmen den ansässigen Jugendlichen auf eine beson- dere Art zu präsentieren und ihnen die Möglichkeiten einer Ausbildung näherzubringen. Weiterführende Schulen in Dietzenbach, Rodgau und Münster sowie die Oswald-von-Nell-Breuning-Schule in Rödermark hatten insbesondere ihre Abschlussklassen des Jahres 2025 auf das Info-Angebot aufmerksam gemacht. Alexander Krebs, IHK-Team Bildungsberatung, unterstrich: „Während der Nacht der Ausbildung werden die Ausbildungsbetriebe und ihre Angebote für den möglichen Fachkräftenachwuchs erlebbar. Für die Jugendlichen ist das Event ideal, um den Weg in ein Praktikum oder sogar gleich in eine duale Berufsausbildung zu ebnen.“ IHK-Vizepräsident Michael Grunwald von Grunwald Display Solutions GmbH zeigte sich begeistert von dem Event. Der Geschäftsführer der Grunwald Display Solutions GmbH in Dreieich erklärte: „Das Enga- gement von Unternehmen und Institutionen bei der Organisation solcher Veranstaltungen ist entscheidend, um unseren spannenden Ausbildungsberufen eine breite öffentliche Plattform zu geben – nur so können wir junge Menschen für das begeistern, was uns selbst antreibt.“ Bürger- meister Jörg Rotter war sehr zufrieden mit dem Ablauf des Aktionsta- ges. „Im vorigen Jahr eine erfolgreiche Premiere, jetzt eine tolle zweite Auflage: Das ist ein starkes Signal. Wir erkennen, dass das Format ‚passgenau‘ ist und von jungen Leuten gut angenommen wird“, bilan- zierte der Verwaltungschef. Ein zentraler Aspekt aus seiner Warte: „Wir bemühen uns als Stadt in Kooperation mit den ortsansässigen Unter- nehmen schon seit vielen Jahren ganz intensiv und gezielt, wenn es an der Nahtstelle von Schule und Beruf darum geht, Kontakte zu knüpfen und Anschubhilfe zu geben. Die ‚Nacht der Ausbildung‘ hat einmal mehr deutlich gemacht, wie wichtig dieses Engagement ist.“ Die duale Ausbildung ist ein entscheidendes Werkzeug im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Deshalb engagiert sich die IHK Offen- bach am Main intensiv in der Berufsorientierung und bringt junge Menschen und Ausbildungsbetriebe in Kontakt. Die nächste „Nacht der Ausbildung“ gibt es am 21. Februar 2025 in Offenbach. a www.offenbach.ihk.de/ausbildung Interessierte Jugendliche in der Schmoll Maschinen GmbH in Rödermark im Gespräch mit Ausbildern. Fo to : I H K … nur so können wir junge Menschen für das begeistern, was uns selbst antreibt. 43Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 BILDUNG ihkof.de/weiterbildung BESSER.WEITER.BILDUNG. IHK Offenbach am Main IHK Offenbach am Main ehrt ihre besten Prüfungsabsolventen Herausragend ins Berufsleben gestartet Am 7. November 2024 ehrte die IHK Offenbach am Main in ihren Räumen die besten Aus- und Weiter- bildungsabsolventen der Abschlussprüfungen 2024 für ihre herausragenden Leistungen. IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller zeichnete insgesamt 43 Ausbildungs- und einen Weiterbildungsabsolventen als Medien- fachwirt aus, die ihren Abschluss mit der Note 1 erreicht haben. Besonders hob sie Srour Abbas hervor, der in seiner Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik, Fachrichtung Zerspanungstechnik bei der Karl Mayer Stoll Textilmaschinenfabrik GmbH in Obertshausen das beste Ergebnis in ganz Hessen erzielt hat. Die IHK Offenbach am Main zählte dieses Jahr 1.201 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Ausbildungsabschlussprüfungen. 976 von ihnen haben sie bestanden und stehen nun als qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung. Schoder-Steinmüller dankte den Ausbilderin- nen und Ausbildern in den Unternehmen, die von der IHK Offenbach am Main als Top-Aus- bildungsbetriebe in Stadt und Kreis Offen- bach gewürdigt werden. „Diese grandiosen Leistungen sind auch Ihr Verdienst. Sie haben Ihre Schützlinge in den vergangenen Monaten und Jahren intensiv auf ihrem beruflichen Weg begleitet. Dabei haben Sie ihnen nicht nur das praktische Wissen im Rahmen der Ausbildung vermittelt, sondern vielleicht noch etwas viel Wichtigeres – die Begeisterung für Ihren Beruf“, sagte die IHK-Präsidentin. Großes Lob fand die IHK-Präsidentin auch für die engagierten Lehrkräfte an den Berufsschu- len, die ehrenamtlichen IHK-Prüferinnen und Prüfer und die Teams Bildung und Weiterbil- dung der IHK Offenbach am Main. Das Duo Sarah und Gabriel von Planet Radio moderierte den festlichen Abend, den die Band „Schöne Haare“ musikalisch unter- malte. Mehr zur IHK-Bestenehrung: a https://ihkof.de/bestenehrung-2024 Fo to : P at rik S ch ei be r/ IH K IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller (rechts im blauen Anzug) und IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner (2. v. l.) zeichneten die besten Aus- und Weiterbildungs absolventen der Abschlussprüfungen 2024 aus. 44 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 BILDUNG NETZWERKE WJ Offenbach am Main e. V. bilden sich weiter Zwei neue Trainer Die Wirtschaftsjunioren (WJ) Deutschland und der weltweite Dachverband JCI bieten eine Vielzahl hochwer- tiger und erschwinglicher Weiterbildungen an – vom zweistündigen Abendtraining über ein breites Angebot auf Konferenzen bis hin zur viertägigen Führungskräfte-Akademie. Im November 2024 haben Eric Bublat und Gino Scalinci von den WJ Offenbach am Main e. V. eine solche Fortbildung in Karlsruhe besucht. Den Startpunkt für die Laufbahn als Trainerin und Trainer bildet der WJD-Trainer-Kurs, der zweimal pro Jahr an wechselnden Orten in Deutschland angeboten wird. Passend dazu gibt es Aufbau-Fortbildun- gen. Am Ende dieses speziellen Trainings wissen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer genau, wie Erwachsene lernen. Sie können ein Trai- ning selbst effizient vorbereiten und alle, die daran teilnehmen, aktiv beim Lernen unterstützen. „Was wir in der Ausbildung gelernt haben, können wir aber auch in unserer beruflichen Praxis anwenden. Denn hier sind wir alle ebenfalls regelmäßig gefordert, Wissen und Fertigkei- ten zu vermitteln und andere bei ihrer Weiterbildung und -entwicklung zu unterstützen“, sagt Gino Scalinci. Den besonderen WJ-Spirit vermittelt Interessenten-Abend kommt gut an Das Angebot, mehr über die WJ Offenbach am Main e. V. zu erfahren, haben im November acht junge Unternehmerinnen und Unternehmer angenommen. Sie sind zum Interessenten-Abend in die Gutsschänke Neuhof in Dreieich gekommen. In seiner Funktion als Betreuer für Neumitglieder gab Gino Scalinci einen ausführ- lichen Einblick in die WJ-Welt. Er erklärte, welche Menschen die WJ Offenbach am Main e. V. repräsentieren, und beschrieb die Möglichkeiten, sich aktiv in die WJ-Arbeit einzubringen, ob wirtschaftlich, politisch oder sozial. Darüber hinaus stellte er Pro- jekte, Trainings und Akademien vor, wobei er auf seine eigenen Erfahrungen und die anderer Wirtschaftsjunioren Bezug nahm. In guter WJ-Tradition folgte ein offener Aus- tausch mit Netzwerken. „Wir sind uns sicher, dass wir heute den WJ-Spirit vermitteln konnten und bereits in ein paar Wochen neue Mitglieder begrüßen können“, sagte Sandra Hug, WJ-Schatzmeisterin 2024. In der Gutsschänke Neuhof in Dreieich ging es darum, welche Interessenten Mitglied der WJ Offenbach am Main e. V. werden wollen und was sie dort erwartet. Fo to : W J O ffe nb ac h am M ai n e. V. Fo to : W J O ffe nb ac h am M ai n e. V. Gino Scalinci (M.) mit seinem neu erworbenen Trainer-Zertifikat. WJ-Kalender Januar/Februar 2025: ❙ 29.01.2025 Airbrush-Workshop – die Kunst mit dem Luftpinsel ❙ 03.02.2025: Bewerbertraining Adolf-Reich- wein-Schule ❙ 19.02.2025: Berufsinfoseminar/ Center 202 Albert-Schweizer-Schule ❙ 22.02.202: WJ Blind Dinner Alle Veranstaltungen der WJ Offenbach am Main e. V.: Den WJ Offenbach am Main e. V. folgen und wissen, was für junge Führungskräfte wichtig ist LinkedIn: www.linkedin.com/company/ wj-offenbach Instagram: www.instagram.com/wjoffenbach Facebook: www.facebook.com/wjoff 45Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 Wissen und Erfahrung zum Nutzen der Gesellschaft einbringen Für gute Entscheidungen in Handelssachen IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller hat die Handelsrichterin Birgit Berdux-Pusch für ihre 20-jährige Tätigkeit und den Handelsrichter Manuel Hofer für seine zehnjährige Tätigkeit am Landgericht Darmstadt geehrt. Gemeinsam mit der IHK Darmstadt Rhein- Main-Neckar und der IHK Hanau-Gelnhau- sen-Schlüchtern hatte die IHK Offenbach am Main alle amtierenden Handelsrichterinnen und Handelsrichter zur gemeinsamen Ehrung eingeladen. Auch Dr. Felix Kunkel, Vizepräsi- dent des Landgerichts Darmstadt, und zwei weitere Berufsrichter waren anwesend. Zum Rahmenprogramm gehörten die musikali- sche Begleitung durch das Streichquartett Concertino und eine Führung im deutschen Ledermuseum. Handelsrichterin oder -richter werden Handelsrichter sind als ehrenamtliche Richter in den Kammern für Handelssachen tätig. Sie werden auf Vorschlag der IHKs für eine Dauer von fünf Jahren ernannt und können wieder- ernannt werden. Je zwei Handelsrichter ent- scheiden zusammen mit einem Berufsrichter als Vorsitzendem über Rechtsstreitigkeiten in Handelssachen, also in Verfahren, die Unter- nehmen oder wirtschaftliche Sachverhalte betreffen. Ihre kaufmännische Betrachtung und ihre Kenntnis über bestehende Handels- gebräuche erleichtern die Beurteilung und sorgen dafür, dass Entscheidungen in Wirt- schaftsfragen effizient und verständlich sind. Dieses verantwortungsvolle Ehrenamt bietet die Chance, unternehmerisches Wissen und Erfahrung zum Nutzen der Gesellschaft ein- zusetzen und selbst Einblick in die Justiz zu nehmen. Interessenten melden sich gerne bei der IHK Offenbach am Main. Kontakt Thomas Maier 069 8207-224 maier@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de/recht-und-steuern Die Offenbacher Unternehmerin Birgit Berdux-Pusch ist seit 20 Jahren Handelsrichterin. Den Steuerberater Manuel Hofer aus Pfungstadt ehrte IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller für seine zehnjährige Tätigkeit als Handelsrichter. Fo to s: A re ns / I H K Übernahmebereite Unternehmen finden und anbieten Der Auftakt für eine erfolgreiche Nachfolge Deutschlands größte Unternehmensnachfolge-Börse heißt nexxt-change. Sie bringt Inhaberinnen und Inhaber von Unternehmen mit Menschen in Kontakt, die an einer Existenzgründung interessiert sind. Die IHK Offenbach am Main unterstützt das Zustandekommen von Unternehmensnachfol- gen. Dies schließt die Vermittlung rein finanziel- ler Beteiligungen, wie zum Beispiel stille Teilha- berschaften, sowie jegliche Vermittlung durch Dritte oder Immobilienvermittlungen aus. Aktuelle Angebote aus der Region OF-19/24-A Unternehmen der Werbetechnik sucht Nach- folger/-in OF-20/24-A Traditionsreiches Schreibwarengeschäft sucht Nachfolger/-in Ausführliche Informationen zu den Inseraten unter a www.nexxt-change.org Kontakt Ulrike Henschel 069 8207-146 henschel@offenbach.ihk.de 46 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 NETZWERKE Gut aufgestellt für ein neues, projektreiches Jahr WJ Offenbach am Main e. V. haben ihren Vorstand 2025 gewählt Nach dem Prinzip „One Year to Lead“ tauschen die Wirtschaftsjunioren (WJ) ihre Führungsmannschaften auf Bundes-, Landes sowie auf Kreisebene jährlich aus. Zum Vor- stand der WJ Offenbach e. V. gehören 2025 als Präsident Sven Franzen, Tiger Marketing, Offenbach, als Vizepräsident Marcel Hoang Van, Datev eG, Dietzenbach, und als Schatz- meisterin Sandra Hug, Edelmann & Partner StB-Gesellschaft mbB, Offenbach. Jennifer Pia Gehrke und Gino Scalinci unterstützen den Vorstand mit ihrer langjährigen Exper- tise. Der von den WJ Offenbach gegründete LAKO-Verein hat überschüssige finanzielle Rücklagen gespendet. Je 3.000 Euro erhielten der Essen und Wärme e. V., die Kinder- und Jugendfarm Offenbach e. V. und die Initiative Jeder kann helfen. Wichtige Impulse für den Wohnungsbau Am 8. November 2024 diskutierten die hessischen IHK-Planungsreferenten mit Elke Barth (4. v. r.), Mitglied des Hessi- schen Landtags, über den Wohnungsbau in Hessen. Die IHK Offenbach am Main hat innerhalb der hessischen IHKs die Federführung zum Thema Raumordnung inne und war Organisatorin und Gastgeberin des Treffens. Seit Juni 2024 arbei- tet die Kommission Innovation im Bau erfolgreich mit Beteiligung des HIHK an Lösungen für einen einfacheren, schnelle- ren und preiswerteren Wohnungsbau in der Region. Elke Barth betonte, die Landesregierung messe der Entbürokratisie- rung und der Vereinfachung von Verfahren höchste Priorität bei. Inzwischen hat die Kommission dem Wirtschaftsminister ein Eckpunktepapier überreicht, das zentrale Forderungen und Maßnahmen zusammenfasst. Die Politik wird daraus ein erstes Paket schnüren, das in den parlamentarischen Prozess einfließt. Ein zweites Paket zur Reform der technischen Baubestimmungen soll folgen. Fo to : I H K V. l. n. r. Thomas Krüdewagen, Past-Präsident, Florian Obermaier, Landesvorstand, Kreisbetreuer für Offenbach, Gino Scalinci und Jennifer Pia Gehrke, beratende Funktion, Sven Franzen, Präsident 2025, Nathalie Jung, Stellvertretende Landesvorsitzende, Sandra Hug, Schatzmeisterin und Marcel Huang Van, Vize-Präsident. Fo to : W J O ffe nb ac h e. V. 47Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 NETZWERKE Aktuelle Hinweise aus dem Sachverständigenwesen Zuverlässige, kompetente Experten Bei den folgenden Sachverständigen wurde die öffentliche Bestellung erneuert: ❙ Veit Pietz, Hainburg, Bestellungsgebiet „Überprüfung von Verduns- tungskühlanlagen“ ❙ Dipl.-Ing. Ingolf Kluge, Offenbach am Main, Bestellungsgebiet „Arbeitsschutz im Hoch- und Tiefbau“ ❙ Detlev Brauweiler, Offenbach am Main, Bestellungsgebiet „Bewer- tung von bebauten und unbebauten Grundstücken“ ❙ Erwin Heberer, Heusenstamm, Bestellungsgebiet „Lasersicherheit bei Lasern der Materialbearbeitung“ Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige Die Bezeichnungen „Sachverständiger“ und „Gutachter“ sind in Deutschland rechtlich nicht geschützt. Deshalb garantieren sie nicht die tatsächliche Sachkunde einer Person. Anders verhält es sich mit Sachverständigen, die nach § 36 Gewerbeordnung öffentlich bestellt sind. Durch die öffentliche Bestellung werden Gerichten, Unterneh- men und Verbrauchern besonders zuverlässige, unparteiische und erfahrene Personen zur Verfügung gestellt. Diese Experten haben auf einem bestimmten Sachgebiet Kenntnisse und Fähigkeiten nach- gewiesen, die weit über dem Durchschnitt liegen. Sachverständige für wirtschaftliche und technische Bereiche werden durch die IHKs öffentlich bestellt und vereidigt. Sachverständigenverzeichnisse a www.svv.ihk.de a www.svd-handwerk.de IHK-Sachverständiger werden Wer bereits gutachterlich tätig ist, kann sich unter bestimmten Voraus- setzungen öffentlich bestellen und vereidigen lassen. Die IHK Offen- bach am Main berät dazu. Kontakt Thomas Maier 069 8207-224 maier@offenbach.ihk.de 48 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 NETZWERKE Die Profildatenbank des Enterprise Europe Network (EEN) Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken Der EEN-Online-Marktplatz listet mehr als 10.000 Firmenprofile und lässt sich nach Suchbegriffen und Regionen filtern. Die aktuellen Top-Profile der EEN-Profildatenbank bieten spannende Möglichkeiten, um Kontakte für das internationale Geschäft zu knüp- fen. Schauen Sie sich jetzt um und finden Sie Ihr Perfect Match! a https://een.ec.europa.eu/partnering-opportunities Sie möchten eine Nachricht erhalten, sobald ein passendes Profil online ist? Sie möchten Ihr eigenes Suchprofil erstellen? Wir beraten Sie gerne persönlich! Kontakt Milena Tröß 069 8207-254 troess@offenbach.ihk.de FRENCH COMPANY SEEKS PARTNER TO PROVIDE PAPER/ CARDBOARD REEL SLITTER REWINDER INDUSTRIAL MACHINE A French SME, specialising in the supply of paper and cardboard reels for the packaging and paper industry worldwide, is looking for a slitter rewinder machine that can slit large reels (width 2.40m and diameter 1.50m) into wider reels (width from 51mm up to 100mm) and rewind them into smaller reels (diameter from 100mm up to 200mm). The SME is looking for a partner prefera- bly located in Europe, who can supply a machine either new or second-hand, under a supplier agreement. Request more information: BRFR20241106006 SPANISH COMPANY SEEKS 100% ORGANIC CERTIFIED BEESWAX SUPPLIERS FOR PHARMACY PRODUCTS A Spanish company, specialising in pharmacy and paraphar- macy products made from beeswax, seeks reliable suppliers of 100% organic certified beeswax. The aim is to build a stable supplier base that meets high standards for organic, sustaina- ble sourcing. Suppliers must have recognised certifications, offer flexibility in order volumes. Cooperation involves sample validation, pricing evaluation, and ensuring eco-friendly prac- tices, with final supplier selection and procurement negotiati- ons . Request more information: BRES20241014013 TECHNOLOGY OF CHEMICAL SILICON RECOVERY FROM PHOTOVOLTAIC PANEL WASTE It is known, that parts of solar panels, as frames, mostly alumi- num, can be easily removed and recycled. At the same time, remaining content of panel, mixture of tamper proof glass, glue, silicon cells, and plastic backplane are difficult to sort. Therefore, the company from Latvia is looking for a chemical separation technology from crushed waste particles, containing Si, and, if possible other precious metals. Request more information: TRLV20241113030 CUSTOM CLOTHING MANUFACTURING AND BRAND APPAREL PRODUCTION SERVICES A Ukrainian company offers high-quality custom tailoring services for men and women. Located in Kyiv, the fully equipped sewing facility specializes in the production of garments in quantities of 100 – 2000 pieces. In addition, the company provides textile manufacturing services for brands and businesses, including fabric sourcing, garment branding, and pattern creation. The manufacturer strives to provide customers with complete gar- ment manufacturing solutions, from design to delivery. The com- pany is seeking partnerships with companies and brands in the fashion and apparel industry, including clothing brands, retailers and private label companies. Request more information: BOUA20241108007 49Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 NETZWERKE VORSCHAU 03–04 Offenbacher WIRTSCHAFT Das Magazin der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main für die Region 1–2 | 2025 Im Zentrum Ausgabedatum 2. Januar 2025 Titelbild Adobe Stock / radoma Das Magazin wird auf umweltfreundlichem FSC®-Papier klimaneutral gedruckt. Designkonzept, Gestaltung, Verlag und Druck Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, 60386 Frankfurt www.zarbock.de Verlagsleitung: Ralf Zarbock Anzeigendisposition Anja Bäumel Tel. 069 420903-75 anja.baeumel@zarbock.de Anzeigenpreisliste Gültig ab 1. November 2024 Mediadaten www.offenbach.ihk.de/P167 IMPRESSUM Herausgeber Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Postfach 10 08 53 63008 Offenbach am Main Frankfurter Straße 90 63067 Offenbach am Main Tel. 069 8207-0 | Fax -199 redaktion@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de Verantwortlich Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main Redaktion redaktion@offenbach.ihk.de Birgit Arens (Chefredakteurin) Tel. 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr ( jeweils am 1. des Monats) Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der IHK-Mitgliedschaft und kann jederzeit per Hinweis an den Herausgeber beendet oder wieder aufgenommen werden. Wir nutzen in der IHK Offenbach am Main eine Sprache, die gerecht ist und niemanden bevorzugt oder benachteiligt, jeden anspricht und nieman- den ausschließt. Unsere Sprache respektiert die aktuellen Recht- schreibregeln und ist gleichzeitig verständlich, eindeutig und gut lesbar. Da wir im Sinne der Gleichbehandlung immer alle Geschlechter mei- nen, verwenden wir zum Beispiel Doppelnennun- gen, geschlechterneutrale Begriffe, Pluralformen, Funktionsbezeichnungen oder abwechselnd die männliche und die weibliche Form. Wenn gele- gentlich nur eine Form genannt wird, um bessere Lesbarkeit zu erreichen oder weil es übergeordne- te Vorgaben erzwingen (z. B. Prüfungsordnungen), gilt diese im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter und Personengruppen. Mit dieser Vorgehensweise beabsichtigen wir keinerlei Wertung. Auf Zusatzzeichen und Binnengroßbuchstaben verzichten wir, weil diese die Barrierefreiheit, den Lesefluss und die Auffindbarkeit durch Suchma- schinen beeinträchtigen. Derzeit gibt es in Deutschland keine einheitlichen Regeln für eine geschlechtergerechte Sprache. In der IHK Offenbach am Main nehmen wir an der Diskussion zum Thema teil und entwickeln auch im Netzwerk der deutschlandweiten IHK-Organi- sation weitere praxisnahe, akzeptable Lösungen dazu. Sie haben Fragen, Hinweise oder Anregungen zur geschlechterneutralen Sprache? Dann schreiben Sie uns: redaktion@offenbach.ihk.de Titelthema | Im Zentrum Anzeigenschluss für die Ausgabe März/April 2025 ist der 7. Februar 2025. Redaktionsschluss für die Ausgabe Mai/Juni 2025 ist der 1. April 2025. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Themen aus aktuellen Anlässen ändern können. Schritt für Schritt zum Erfolg IHK-Expertengespräche 2025 Auch 2025 lädt die IHK Offenbach am Main ihre Mitgliedsunternehmen zu den IHK-Expertengesprächen ein. Aus dem Angebot zu unterschiedlichsten Themen gestalten Interessenten ihr individuelles Beratungsprogramm. Die Expertengespräch sind Einzelberatungen, in denen Spezialisten zu unterschiedlichen Themen Auskunft geben – von Finanzie- rungsstrategien über Marketing und Unter- nehmensnachfolge bis hin zu rechtlichen Fragen. Jeweils für 60 Minuten dreht sich alles um den individuellen Beratungsbedarf der Unternehmerin oder des Unternehmers. Die IHK-Expertengespräche sind kostenfrei und praxisnah. Eine vorherige Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Jetzt für Januar und Februar 2025 anmelden! ❙ 14.01.: International erfolgreich ❙ 20.01.: Finanzierung ❙ 23.01.: Gründen … gut beraten starten ❙ 28.01.: Recht und Steuern für Gründer ❙ 30.01.: Marketing und Vertrieb ❙ 30.01.: Internationale Fachkräfte in Deutschland einstellen, aber wie? ❙ 04.02.: International erfolgreich ❙ 05.02.: Wissen, wachsen, gewinnen: Geförderte Beratung ❙ 11.02.: Online-Marketing und E-Commerce ❙ 20.02.: Gründen … gut beraten starten ❙ 24.02.: Finanzierung ❙ 28.02.: Internationale Fachkräfte in Deutschland einstellen, aber wie? Anmeldung und Information: a www.ihkof.de/expertengespraeche Kontakt Ulrike Henschel 069 8207-146 henschel@offenbach.ihk.de Fo to : A do be S to ck / I R- Cr ea tiv e 50 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2025 VERANSTALTUNGEN Business to Business Ihr direkter Kontakt zum Marktplatz: 0 69/42 09 03-75 oder per E-Mail verlag@zarbock.de Mit einer Anzeige in der Offenbacher Wirtschaft erreichen Sie 20.500 Entscheiderinnen und Entscheider in Stadt und Kreis Offenbach. Wir beraten Sie gerne: Marion Stumpp Telefon 0 69 /42 09 03-51 marion.stumpp@zarbock.de Anzeigenschluss für die März/April-Ausgabe: 7. Februar 2025 Sichern Sie sich Ihre Platzierung unter 0 69 /42 09 03-51 verlag@zarbock.de PRÄSENTATIONSMAPPENDesignmappen Datenschutzbeauftragter www.all-in-media.com Zeitarbeit Koch & Benedict GmbH Personal-Service. Ihr zuverlässiger Partner bei Personalbedarf. Tel. 08 00/2 04 01 00 (kostenfrei) www.kochundbenedict.de Kamine Immobilien NEUE PERSPEKTIVEN ERÖFFNEN adler-immobilien.de Tel. 069. 955 22 555 Wir bieten kostenfreie, innovative Be- wertungskonzepte für Wohnimmobilien durch unsere Dekra-Sachverständigen. Sie planen eine Immobilie zu verkaufen – nehmen Sie hier in Zeiten variabler und volatiler Entwicklungen die Hilfe von Experten an. Informieren Sie sich über den optimalen Verkaufswert. IT-Beratung NoAgency Regional Direkt IT-Architektur Mobile App Cloud DevOps SecOps ML BI PM Wireless Sensors Embedded PCB Design KnowledgeAdvantage.de GmbH Softwareentwicklung 0174 42 99 183 Anzeigen-Hotline: 0 69/42 09 03-51 verlag@zarbock.de Softwareentwicklung Wir sind für Sie da! Sie suchen nach effizienten IT Lösungen für Ihr Unternehmen? 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