Titelthema Interview mit Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori | Netzwerke Fünf Millionen für innovative Stadtentwicklung | Veranstaltungen IHK-Jahresempfang – Blue Meets Green Wir brauchen Fachkräfte 09 –10 | 2024 Mitarbeiter/innen zu Fachkräften machen Die Agentur für Arbeit Offenbach fördert Berufsabschlüsse, Teilqualifizierungen und Anpassungsweiterbildungen von Beschäftigten und berät Unternehmen sowie Arbeitnehmer/innen zu beruflicher Weiterbildung. Die Suche nach qualifiziertem Personal wird immer schwieriger. Unternehmen stehen in hartem Wettbewerb um Fachkräfte, die immer weniger zur Verfügung stehen. Umso wichtiger ist es, auch in den eigenen Reihen nach Mitarbeiter/innen mit Potenzial Ausschau zu halten. Für Arbeitgeber: Beratung durch den Arbeitgeber-Service Im Rahmen der Beschäftigtenqualifizierung kann die Agentur für Arbeit die berufliche Weiterbildung Beschäf- tigter in Unternehmen fördern. Dies gilt auch für Teil qualifizierungen, den Erwerb eines Berufsabschlusses (z. B. Externenprüfung) und essenzielle Anpassungs weiterbildungen. Das Förderprogramm beinhaltet: • Förderung der Weiterbildungskosten • Förderung durch Arbeitsentgeltzuschüsse • auf Wunsch umfassende individuelle Beratung Je kleiner ein Betrieb ist, desto höher fällt die Förderung aus. Das Förderprogramm ist ein optimales Instru ment, um Mitarbeiter/innen an den Betrieb zu binden. Für Beschäftigte: Berufsberatung im Erwerbsleben Beschäftigten bietet die Agentur für Arbeit Offenbach die ‚Berufsberatung im Erwerbsleben‘. Arbeitnehmer/innen werden individuell dabei begleitet, sich beruflich weiter- zuentwickeln und ihren künftigen Berufsweg zu entwer- fen. Dabei werden die persönlichen Voraussetzungen, Fähigkeiten und Kenntnisse zugrunde gelegt. Arbeitgeber und Personalverantwortliche sollten dieses Instrument kennen und ihren Mitarbeiter/innen empfehlen. Mehr Informationen gibt es hier: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/offenbach/bbie – ANZEIGE – Chancen ergreifen! Aus Beschäftigten Fachkräfte machen Wir informieren und beraten auch Ihr Unternehmen individuell rund um die Möglichkeiten der Beschäftigtenqualifizierung. Rufen Sie uns an. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen. Agentur für Arbeit Offenbach www.arbeitsagentur.de/offenbach Tel.: 06106 844933 offenbach.arbeitgeber@arbeitsagentur.de Publication name: Anz_Offenbacher Wirtschaft_QCG - KOPIE - KOPIE generated: 2024-07-22T09:25:17+02:00 Michael Grunwald Geschäftsführer der Grunwald Display Solutions GmbH in Dreieich, Vizepräsident der IHK Offenbach am Main Der Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unterneh- men und Politik gemeinsam aktiv gegensteuern. Ein persönliches Herzensthema und ein Kernthema unserer IHK ist die Förderung der dualen Ausbildung, ein Erfolgsmodell, das weltweit Anerkennung findet. Durch die enge Verzahnung von Theorie und Praxis entstehen hoch qualifizierte Fachkräfte, die dem Arbeitsmarkt nach erfolgreichem Abschluss sofort zur Verfügung stehen. Es liegt an uns Unternehmern, junge Menschen für die Berufsbilder zu begeistern, für die wir selbst so leidenschaftlich eintreten. Aus eigener Erfahrung kann ich nur empfehlen, den direkten Dialog mit Schülern zu suchen, Schnupper- und Jahrespraktika anzubieten und sich mit Schulen über Lehr- und Lerninhalte auszutauschen. Daneben ist die qualifizierte Zuwanderung ein unverzichtbarer Baustein zur langfristigen Sicherung der Fachkräftebasis. Deutschland muss für ausgebildete Fachkräfte aus dem Ausland als attraktiver Arbeitsmarkt und Lebensort wahrgenommen werden. Dazu gehören eine gelebte Willkommenskultur, effektive Integrationsmaßnahmen sowie klar strukturierte und einfache Verfahren bei den Ausländerbehörden. Für Auszubildende und ausländische Fachkräfte gleichermaßen bedeutend ist der Wohnungs- mangel. Es liegt auch in der Verantwortung der Unternehmen, diesem Thema Priorität einzu- räumen, in der Kommunikation mit Kommunen und Landkreisen Lösungen zu erarbeiten und Mitarbeiter bei der Wohnungssuche zu unterstützen. Auch in unseren Unternehmen müssen wir uns weiterentwickeln und bestehende Standards hinterfragen. Ich möchte anregen, über ein modernes Arbeitsumfeld, flexible Arbeitszeiten und eine werteorientierte Unternehmenskultur zu diskutieren. Deutschland kann den Fachkräftemangel nur erfolgreich bewältigen, wenn alle Beteiligten – Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – schnell, gemeinsam, zielgerichtet und entschlossen handeln. Die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts und damit der Motor unseres gesellschaft- lichen Wohlstandes hängt davon ab, wie gut es uns gelingt, die richtigen Fachkräfte zu finden, zu fördern und zu halten. Lassen Sie uns diese Chancen erkennen und gemeinsam nutzen! Fo to : I H K Fachkräfte sichern – Chancen nutzen Mitarbeiter/innen zu Fachkräften machen Die Agentur für Arbeit Offenbach fördert Berufsabschlüsse, Teilqualifizierungen und Anpassungsweiterbildungen von Beschäftigten und berät Unternehmen sowie Arbeitnehmer/innen zu beruflicher Weiterbildung. Die Suche nach qualifiziertem Personal wird immer schwieriger. Unternehmen stehen in hartem Wettbewerb um Fachkräfte, die immer weniger zur Verfügung stehen. Umso wichtiger ist es, auch in den eigenen Reihen nach Mitarbeiter/innen mit Potenzial Ausschau zu halten. Für Arbeitgeber: Beratung durch den Arbeitgeber-Service Im Rahmen der Beschäftigtenqualifizierung kann die Agentur für Arbeit die berufliche Weiterbildung Beschäf- tigter in Unternehmen fördern. Dies gilt auch für Teil qualifizierungen, den Erwerb eines Berufsabschlusses (z. B. Externenprüfung) und essenzielle Anpassungs weiterbildungen. Das Förderprogramm beinhaltet: • Förderung der Weiterbildungskosten • Förderung durch Arbeitsentgeltzuschüsse • auf Wunsch umfassende individuelle Beratung Je kleiner ein Betrieb ist, desto höher fällt die Förderung aus. Das Förderprogramm ist ein optimales Instru ment, um Mitarbeiter/innen an den Betrieb zu binden. Für Beschäftigte: Berufsberatung im Erwerbsleben Beschäftigten bietet die Agentur für Arbeit Offenbach die ‚Berufsberatung im Erwerbsleben‘. Arbeitnehmer/innen werden individuell dabei begleitet, sich beruflich weiter- zuentwickeln und ihren künftigen Berufsweg zu entwer- fen. Dabei werden die persönlichen Voraussetzungen, Fähigkeiten und Kenntnisse zugrunde gelegt. Arbeitgeber und Personalverantwortliche sollten dieses Instrument kennen und ihren Mitarbeiter/innen empfehlen. Mehr Informationen gibt es hier: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/offenbach/bbie – ANZEIGE – Chancen ergreifen! Aus Beschäftigten Fachkräfte machen Wir informieren und beraten auch Ihr Unternehmen individuell rund um die Möglichkeiten der Beschäftigtenqualifizierung. Rufen Sie uns an. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen. Agentur für Arbeit Offenbach www.arbeitsagentur.de/offenbach Tel.: 06106 844933 offenbach.arbeitgeber@arbeitsagentur.de Publication name: Anz_Offenbacher Wirtschaft_QCG - KOPIE - KOPIE generated: 2024-07-22T09:25:17+02:00 EDITORIAL 3Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 NACHRICHTEN 5 Stadt und Kreis Offenbach sind stärkste Gründungsregion in Hessen 6 Ein Zuschuss für die Tafel Offenbach 7 IHK-Spitze stellt klare Forderungen 8 100 Jahre Glas Lippold GmbH 9 Kurz notiert 12 Preis der Metropolregion 2024 ging nach Offenbach 13 9.000 Euro, um Kinder wünsche zu erfüllen 14 Reingeschaut bei Lyght Living TITELTHEMA 16 Fachkräfte willkommen 18 So finden Unternehmen Fachkräfte im Ausland 20 Extra-Deutschförderung für Azubis 21 Was will die Generation Z? 22 Damit Fachkräfte sich für Hessen entscheiden 26 Abgebrochen und durchgestartet 28 Fachkräfte durch Nachqualifizierung gewinnen 29 Prüferinnen und Prüfer sind entscheidend für die Fachkräfte- sicherung 30 Menschen schätzen Arbeitgeber, die auf Gesundheit setzen 31 Gesundheitsförderung setzt starkes Signal am Fachkräftemarkt 32 Arbeitsplatz und Lebensumfeld müssen attraktiv sein 33 Guter Arbeitsschutz stärkt das Employer Branding 34 Mehr Ausbildung, mehr Fachkräfte 36 „Wir können für die vielfältigen Jobs bei uns begeistern“ 37 Lehrkräfte zeigen Wege in den Beruf RATGEBER 38 Kleinunternehmen im Visier von Cyberkriminellen 39 Trendprodukt aus dem Traditionshaus 40 VERLAGS-SPECIAL BEKANNTMACHUNG 43 Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz BILDUNG 43 Berufsperspektiven zeigen 44 IHK. Die Weiterbildung NETZWERKE 45 Fünf Millionen für innovative Stadtentwicklung 46 Im direkten Dialog mit der Politik 47 WJ gehen neue Wege 47 Wer hat die beste Internetseite im ganzen Land? VERANSTALTUNGEN 48 IHK-Jahresempfang 2024 49 Unternehmen zeigen ihre Sammlungen 49 Infos für (neue) IHK-Mitglieder 50 Save the Dates TITELTHEMA WIR BRAUCHEN FACHKRÄFTE 14 Vielen Unternehmen in der Region fehlt qualifiziertes Personal. Für das Problem gibt es hier keine Patentlösungen, aber vielversprechende Ideen, Unterstüt- zungsangebote und gute Beispiele. 4 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 INHALT Neue Unternehmen sind ein positives Signal für die Zukunft der Region Stadt und Kreis Offenbach sind stärkste Gründungsregion in Hessen Die IHK Offenbach am Main verzeichnet für 2023 einen Anstieg an Gewerbeanmeldungen von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Stadt und Kreis Offenbach wurden im vergangenen Jahr 5.882 Unternehmen neu gegründet und 4.905 Unternehmen abgemeldet. Was die Gründungs- intensität (Gründungen pro 1.000 Einwohner) betrifft, belegt die Region weiterhin den Spitzen- platz in Hessen. Dies unterstreicht die Attraktivität der Region für Unternehmen. Vor allem im Dienstleistungsbereich gab es 2023 viele Zugänge, darunter Reinigungs-, Transport- und Sicherheitsdienste, Werbe- und Marketingangebote sowie Unternehmensberatungen. Auf Anfrage der IHK Offenbach am Main äußerten sich die Jungunter- nehmen überwiegend optimistisch oder neutral zu ihrer Entwicklung seit der Gründung 2023. Die größte Schwierigkeit ist für Gründerinnen und Gründer in der Region weiterhin die Bürokratie. Daneben fordert es sie besonders heraus, neue Kunden zu gewinnen. Viele wünschen sich ein vereinfachtes Steuerrecht und mehr gesellschaftliche Unterstützung. „Die hohe Gründungsdynamik in Stadt und Kreis Offenbach ist ein positives Signal für die Zukunft der Region. Gründungen beleben den Wirtschaftsstandort, schaffen neue Arbeitsplätze und tragen zur Inno- vationskraft bei. Die IHK Offenbach am Main sieht es daher als wichtige Aufgabe, Gründerinnen und Gründer weiterhin aktiv zu unterstützen und sich für Rahmenbedingungen einzusetzen, die erfolgreiche Unternehmensentwicklungen fördern“, kommentiert Holger Winkler, Leiter des IHK-Teams Existenzgründung und Unternehmensförderung, die auf der Internetseite der IHK Offenbach am Main veröffentlichten Zahlen und Auswertungen. Ein positiver Trend ist für ganz Hessen zu beobachten: Nach einem Rückgang der Existenzgründungen im Jahr 2022 ist die Zahl der Gewer- beanmeldungen im Jahr 2023 im gesamten Bundesland wieder leicht gestiegen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Auswertung der Daten des Hessischen Statistischen Landesamts sowie der hessischen IHKs und der Arbeitsgemeinschaft der hessischen Handwerkskammern zu den Gründungs- und Gründungsberatungsaktivitäten im Jahr 2023. Alle Details unter a www.ihkof.de/existenzgruendung a www.hihk.de/gruendungsbarometer2024 IHK hat Starthilfe gegeben Salz in der Luft – fein vernebelt, Salz an den Wänden, Salz statt Sand im Spielbereich, mit Salzplatten verkleidete Säulen – im Salzhara- Inhaliercafé in Mühlheim dreht sich fast alles um Salz, das seit ewigen Zeiten zur Pflege und zur Behandlung von Atemwegen und Haut ein- gesetzt wird. Die Bürokauffrau Christin Heyser-Cardola, die Lehrerin Roksana Solei- mani und die Ingenieurin Ronak Sari-Soleimani haben die Location mit Café, In- und Outdoorspielplatz, Sole-Intensiv-Galaxieraum und Entspannungsangeboten entwickelt. Seit November 2023 empfangen sie Besucher in den von einem Salzgrottenbauer nach ihren Vorgaben gestalteten Räumen. IHK-Magazin bestellen oder abbestellen Wer Mitglied in der IHK Offenbach am Main wird, erhält drei Printausgaben des IHK-Magazins Offen- bacher Wirtschaft per Post. Eine kurze Nachricht per E-Mail mit Angabe des Unternehmensnamens und der Mitgliedsnummer (ID) genügt und das kostenlose Print-Abonnement wird fortgesetzt. Genauso einfach wird das Abonnement der gedruckten Ausgabe per E-Mail abbestellt. E-Mail: redaktion@offenbach.ihk.de Die Online-Ausgabe der Offenbacher Wirtschaft finden Sie unter www.offenbacher-wirtschaft.deNachrichten IHK-Geschäftsbericht 2023 jetzt online | Veranstaltungen Außenwirtschaftstag Hessen 2024 Bekanntmachungen Die IHK-Vollversammlung für die Wahlperiode 2024 bis 2029 ist gewählt Schneller besser werden 05 –06 | 2024 Nachrichten Kirsten Schoder-Steinmüller bleibt HIHK-Präsidentin | Bildung IHK brachte die EU ins Klassenzimmer Ratgeber Jetzt Impressum und Datenschutzerklärung ändern Wirtschaftsstandort Neu-Isenburg 07– 08 | 2024 Die größte Schwierigkeit ist für Gründerinnen und Gründer in der Region weiterhin die Bürokratie. 5Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 NACHRICHTEN Beim Vorbereiten auf die Selbstständigkeit hat sie der Senior Expert Service (SES) auf die Beratungsangebote der IHK Offenbach am Main hingewiesen. „Wir überlegen, Franchise-Kooperationen anzubieten, und wollten unsere Wort-Bild-Marke schützen lassen, was wir inzwi- schen getan haben. Deshalb haben wir uns bei der IHK nicht nur zu Finanzierung und Onlinemarketing Rat geholt, sondern auch zu juristi- schen Fragen. Das hat super funktioniert. Unser Gesprächspartner hat uns wichtige Tipps gegeben und weitere Informationen nachgereicht. Herr Eckmann vom IHK-Team Existenzgründung und Unterneh- mensberatung hat den Bundesverband der Natursalzwelten e. V. ins Gespräch gebracht. Da unser Salzgrottenbauer Vorsitzender ist, konnte er uns nach den Leitlinien des Verbands zertifizieren“, berichtet Chris- tin Heyser-Cardola, die mit Ronak Sari-Soleimani die Geschäfte führt. Während Kinder im Salzhara-Inhaliercafé einfach beim Spielen oder Basteln, auf Schatzsuche, bei einer Märchenstunde oder auf einem Kindergeburtstag von der solehaltigen Atmosphäre profitieren, atmen Erwachsene bei Yoga, Meditation, beim Seniorentreff oder zu den für „die Großen“ reservierten Zeiten im Galaxieraum tief durch. Die Grün- derinnen bieten Frühstück und kleine Mahlzeiten, haben aber auch schon zum Brunch eingeladen. Sie probieren aus, was den Besuchern gefällt, und haben noch viele Ideen. a www.salzhara.de Christin Heyser-Cardola mit einem kleinen Besucher. Während er im Salzhara-Inhaliercafé spielt, wirkt die salzhaltige Umgebung auf seine gereizte Haut. F ot o: A re ns /IH K Fo to : I H K O ffe nb ac h am M ai n Ein Zuschuss für die Tafel Offenbach Am 16. Juni 2024 hat der dritte Spendenlauf der IHK Offenbach am Main im Dreieichpark stattgefunden. Eine Gruppe von Mitarbeiterin- nen und Mitarbeitern, unterstützt von einigen Angehörigen, drehte ambitioniert Runden. Zusammengerechnet liefen sie 200 Kilo- meter, woraus eine Spende von 1.250 Euro resultierte. Die nahm Christine Sparr (M.), Geschäftsführerin der Tafel Offenbach e. V., dankend aus den Händen der IHK-Spenden- lauf-Initiatorinnen Hannah von Guionneau (l.) und Anna Strohmann (r.) entgegen. 6 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 NACHRICHTEN Fo to : P at ric k Sc he ib erIHK-Spitze stellt klare Forderungen Philipp Keßler, Chefredakteur der Offenbach Post, wollte von IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller und IHK-Hauptge- schäftsführer Markus Weinbrenner wissen, wie es den Unternehmen in Stadt und Kreis Offenbach geht und vor welchen Herausfor- derungen sie stehen. Die IHK-Spitze nutzte die Gelegenheit, deutliche Forderungen zu formulieren: Die Wirtschaft in der Region braucht dringend Investitionen, Steuersen- kungen und Bürokratieabbau. Hier geht es zum Interview, das am 29. Juli 2024 in der Offenbach Post erschienen ist: a www.offenbacher-wirtschaft.de/ihk- spitze-stellt-klare-forderungen IHR LOGISTIK- UND TRANSPORTDIENSTLEISTER WELTWEIT www.agotrans.de agotrans Logistik GmbH Behringstraße 1 6 3110 Rodgau Tel. : +49 (0) 6106 - 28 38 - 0 · info@agotrans.de Ihr Unternehmen im IHK-Magazin Die Offenbacher Wirtschaft berichtet in jeder Ausgabe über Aktu- elles aus den Unternehmen in der Region: Wir stellen Betriebe vor, die sich neu am Wirtschaftsstandort angesiedelt haben, berichten von wichtigen personellen Veränderungen, großen Jubiläen und zündenden Geschäftsideen. Schicken Sie uns Ihre Pressemitteilung oder rufen Sie einfach an, damit die Leser des IHK-Magazins erfah- ren, was sich in Ihrem Unternehmen tut! Kontakt Birgit Arens 069 8207-248 redaktion@offenbach.ihk.de Fo to : I H K 7Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 NACHRICHTEN Fo to : L ip po ld Arbeitsjubiläen 40 Jahre Giuseppe Apruzzi KÖBA-Sewifa GmbH Volker Kuchenbrod GEFINAL Blech- & Stahlbau GmbH 35 Jahre Claudia Jiptner Zeppelin Systems GmbH Raffaele Peruzzi KÖBA-Sewifa GmbH 30 Jahre Marion Bayer Zeppelin Systems GmbH Holger Behnicke Zeppelin Systems GmbH Jochen Kunz Hohmann & Sohn GmbH Claudia Martin Zeppelin Systems GmbH Thomas Nikiel MKU-Chemie GmbH Jürgen Roth GEFINAL Blech- & Stahlbau GmbH Mario Steglich Zeppelin Systems GmbH 25 Jahre Erzebeth Hegewald Imtradex Hör- und Sprechsysteme GmbH Thomas Koblenz Zeppelin Systems GmbH Thomas Koch Zeppelin Systems GmbH Mirco Lindner Zeppelin Systems GmbH Reiner Richter Zeppelin Systems GmbH Thomas Sattler Herth+Buss Fahrzeug- teile GmbH & Co. KG Andre Vigi Zeppelin Systems GmbH 20 Jahre Mandeep Kaur Chanty Spitzenfabrik GmbH & Co. KG Alfred Loibl MKU-Chemie GmbH Stefan Pasewalk GEFINAL Blech- & Stahlbau GmbH 15 Jahre Frank Skibbe Chanty Spitzenfabrik GmbH & Co. KG Kim Truong Chanty Spitzenfabrik GmbH & Co. KG 10 Jahre Jaqueline Apel DENTAL-UNION GmbH Jannis Blindenhöfer Wombacher Haus- technische GmbH Maik David-Grob Autohaus Murmann GmbH Joanne Gent-Hebler DENTAL-UNION GmbH Sneshana Kaufmann Chanty Verwaltungs GmbH Sina Aileen Ripper Herth+Buss Fahrzeug- teile GmbH & Co. KG Laura Johanna Weese Herth+Buss Fahrzeug- teile GmbH & Co. KG Steffen Wicht DENTAL-UNION GmbH Schöne Anerkennung für Jubilare Ihre langjährigen Mitarbeiterinnen oder Mit- arbeiter verdienen zu ihren Arbeitsjubiläen besondere Auszeichnungen. Deshalb stellt Ihnen die IHK Offenbach am Main personali- sierte Urkunden zur Verfügung, auf Wunsch kombiniert mit einer Veröffentlichung hier im IHK-Magazin „Offenbacher Wirtschaft“. Wenn Sie auf diese Weise zeigen möchten, wie sehr Sie die Zusammenarbeit mit den Jubilaren schätzen, teilen Sie uns bitte fol- gende Informationen mit: ❙ Name des Jubilars ❙ Jubiläumsdatum ❙ genaue Firmierung des Unternehmens (entsprechend Eintragung in Handelsre- gister bzw. Gewerbeanmeldung). Die Kosten für eine gerahmte Urkunde betra- gen 40,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. a www.ihkof.de/jubilare Kontakt IHK-Kundenservice 069 8207-0 | Fax -149 service@offenbach.ihk.de 100 Jahre Glas Lippold GmbH 1924 als Schreinerei gegründet, hat sich das Sprendlinger Unterneh- men zu einem Glasbauspezialisten entwickelt und realisiert heute auch komplexe Glaskonstruktionen. Die Lippold GmbH kann so ein- drucksvolle wie unterschiedliche Referenzen vorweisen wie das Glas- dach über der Staatskanzlei in München, den weltgrößten gebogenen Spiegel für den A380-Triebwerk-Teststand, beheizbare Spiegeltische für den Sultan von Oman oder das Einkaufszentrum BLOB in Eindhoven. Auch die Küchen Lippold und Senke GmbH sowie die Möbel Lippold MC GmbH gehören zum Familienunternehmen. IHK-Vizepräsident Stephan M. Schader (l.) und IHK-Geschäftsführer Dr. Martin Gegenwart (r.) gratulierten Thomas Lippold (M.) zum Jubiläum und überreichten ihm eine Urkunde der IHK Offenbach am Main. a www.glas-lippold.de 8 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 NACHRICHTEN Der Wirtschaftsstandort Dreieich – Basis für Ihren Erfolg Magistrat der Stadt Dreieich · Wirtschaftsförderung · Hauptstr. 45 · 63303 Dreieich · Tel: +49 (0) 6103 - 601-681 · E-Mail: wirtschaft@dreieich.de · www.dreieich.de Dreieich liegt zentral in der Region Frankfurt Rhein-Main: in nur 15 Minuten erreichen Sie den Flughafen und die Frankfurter Innenstadt. Mehrere Autobahnanschlüsse, Busse und Bahnen bieten ideale Verkehrsanbindungen. Die erstklassigen Bildungs- und Betreuungsangebote umfassen sämtliche Schultypen sowie das Haus des Lebenslangen Lernens mit angeschlossener Internationaler Schule. Die Immobilienpreise und Steuerhebesätze sind günstiger als in den Großstädten. Attraktive Gewerbegebiete bieten ein breites Spektrum an Flächen und Immobilien. Kontaktieren Sie uns. Wir liefern Ihnen gute Argumente und weitere Informationen. Glänzende Aussichten. w o o g @ w o o g -d es ig n .d e ❙ Wechsel in Aufsichtsrat und Gremium WIESBADEN. Die Gesellschafter der Bürgschaftsbank Hessen (BB-H), Kammern und Verbände Hessens, dazu Institute der Kredit- und Versicherungswirtschaft haben den BB-H-Aufsichtsrat neu gewählt. Den Vorsitz hat Dr. Christof Riess, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, übernommen, seine Stellvertretung Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU). Auch im Gremium selbst gab es Veränderungen: Ausgeschieden sind Karsten Hain, Garten- und Landschaftsbauverband, Gerald Kink, Hotel Oranien, Robert Lippmann, IHK Darmstadt, und Dr. Thomas Wernig, agotrans Logistik. Neu im Aufsichtsrat sind Frank Aletter, Hessi- scher Industrie- und Handelskammertag (HIHK), Robert Mangold, DEHOGA, Hartmut Rup- pricht, Steuerberaterkammer Hessen, Staatssekretär Umut Sönmez, Wirtschaftsministe- rium, und Alexander Tilburgs, Garten- und Landschaftsbauverband. Zugleich genehmigte die Gesellschafterversammlung den Jahresabschluss 2023, der trotz des Abschwungs der Konjunktur im vergangenen Jahr eine robuste Geschäftsentwicklung dokumentiert. Ins- gesamt wurden 154 Vorhaben hessischer Unternehmen besichert, 61,7 Millionen Euro an Bürgschaften und Garantien vergeben und so 134 Millionen Euro Investitionen und Liquidi- tät ermöglicht. Der Bestand an Bürgschaften und Garantien blieb trotz des sinkenden Neugeschäfts bei 343 Millionen Euro stabil. a www.bb-h.de Kurz notiert ❙ Lorenz Snack-World zieht um NEU-ISENBURG/OFFENBACH. Die Lorenz-Snack- World-Gruppe verlegt Ende 2025 ihren Hauptsitz mit allen Verwaltungseinheiten und der Produkt- entwicklung nach Offenbach-Kaiserlei. Das zu den führenden europäischen Snack-Herstellern gehö- rende Familienunternehmen wird in das CO2-neu- tral betriebene Bürohaus LEIQ im Kaiserlei-Viertel einziehen. a www.lorenz-snacks.de ❙ ILM-Termine im Jubiläumsjahr OFFENBACH. Im kommenden Jahr steht ein großes Jubiläum an: Seit 75 Jahren wird Offenbach dann der Schauplatz für die Internationale Lederwaren- messe (ILM) sein. Die Messe Offenbach hat mitge- teilt, dass die ILM #161 vom 15. bis 17. Februar 2025 und die ILM #162 vom 30. August bis 1. September 2025 stattfinden werden. a www.ilm-offenbach.de 9Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 NACHRICHTEN ❙ Auf Kracke folgt Franzen OFFENBACH. Im Juni wurde Prof. Bernd Kra- cke (linkes Foto l.) feierlich in der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach verabschiedet. Insgesamt war er dort 25 Jahre tätig, 18 davon als Präsident. „Dank ihm ist die Hochschule ein offener und kreativer Ort, an dem nicht nur Kunst und Design, sondern auch Gesell- schaft und Zukunft gestaltet werden“, lobte der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (linkes Foto r.) Krackes Engagement und ver- lieh ihm für seine hervorragenden Verdienste um das Land Hessen und seine Bevölkerung den Hessischen Verdienstorden. Voraussicht- lich am 1. Oktober 2024 tritt die Kunst- und Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Brigitte Franzen Krackes Nachfolge als Präsidentin der HfG an. Sie wechselt vom Senckenberg Natur- museum Frankfurt nach Offenbach. a www.hfg-offenbach.de Fo to s: H fG F ot o: G et ty Im ag es /D IH K ❙ Hauptgeschäftsführerin für die DIHK BERLIN. Dr. Helena Melnikov wird zum 1. Januar 2025 neue Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Industrie- und Handelskam- mer (DIHK) in Berlin. Die Vollversammlung der DIHK hat die 42-jährige promovierte Volljuristin zur Nachfolgerin von Martin Wansleben gewählt, der Ende 2024 nach 23 Jahren in Ruhestand gehen wird. Aktuell arbeitet Melnikov als Hauptgeschäftsführerin beim Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) mit Zentralsitz in Eschborn, wo sie seit 2021 auch dem Vor- stand angehört. Von 2014 bis 2021 war sie Hauptgeschäftsführerin des Waren-Vereins der Hamburger Börse. Als Abteilungsleiterin Recht und Wettbewerb beim Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) arbeitete sie zuvor schon drei Jahre an der direkten Schnittstelle zwischen Unter- nehmen und Politik in Berlin. Melnikov wurde im heutigen Usbekistan geboren und wuchs in der ehemaligen Sowjetunion auf. Mit acht Jahren siedelte sie mit ihrer Familie nach Deutschland um. Sie spricht neben Deutsch auch fließend Englisch und Russisch. a www.dihk.de 10 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 NACHRICHTEN ❙ 15 Prozent Umsatzplus MÜHLHEIM. Das Unternehmen Wiener Feinbäckerei Heberer berich- tet, dass es seinen Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr 2023 um 15,6 Prozent auf knapp 90 Millionen Euro gesteigert hat. Es habe damit über Plan gelegen und ein operatives Ergebnis von über zwei Millionen Euro erreicht sowie ein positives siebenstelliges Betriebsergebnis nach Steuern. Für 2024 sei erneut moderates Wachstum geplant. Außerdem setzt das Unternehmen weiter auf sein Investitionsprogramm mit Neu- eröffnungen und Umbauten, will weiter interessante Plätze neu besetzen sowie bestehende Filialen erweitern und aufwerten. a https://heberer.de ❙ Neuer Betreiber im Delta Hotel OFFENBACH. Seit dem 1. Juni 2024 ist die Upside Hotels & Resorts Holding GmbH, ein Tochterunternehmen der Solutions Holding aus Mün- chen, neuer langjähriger Pächter des am Kaiserlei gelegenen Delta Hotels by Marriott Frankfurt Offenbach. Im Zuge des Betreiberwechsels hat sich der Eigentümer New Century Investment (NCI) aus Hangzhou bereit erklärt, insgesamt vier Millionen Euro in die Optimierung des Hotels zu investieren. a www.marriott.com ❙ ANWR GROUP übernimmt Zentrasport MAINHAUSEN. Die ANWR GROUP eG hat das operative Geschäft der Zentrasport Österreich eG übernommen. Martina Novotny, Vorständin der ANWR GROUP, kommentiert: „Damit bieten wir den angeschlossenen Mitgliedern einen sicheren Rahmen für die Zukunft.“ Mit der Integration der SPORT 2000 Österreich in die ANWR GROUP stärke die internationale Handelskooperation die Position ihrer Sport-Division. „Aus der bisher aus fünf Ländern bestehenden SPORT 2000 GmbH wird nun mit Österreich und Tschechien ein Sieben-Länder-Verbund“, sagt Tobias Eichmeier, Vor- stand ANWR GROUP und unter anderem zuständig für das Sportbusiness der Unternehmensgruppe. Besondere Synergien erwarte man durch die enge Zusammenarbeit von Händlern aus Österreich, der Schweiz und Süddeutschland in den Kompetenzbereichen Wintersport und Bike. a www.anwr-group.com ❙ Moderner Komfort am Marktplatz OFFENBACH. Am neu gestalteten Marktplatz und damit in unmittelbarer Nähe der S-Bahn-Station hat das Hotel Loginn Offenbach mit 152 Zim- mern und acht Apartments, einer Lobby mit Lounge und Bar, Frühstücks- restaurant und Fitnessraum eröffnet. Nach den Loginn Hotels in Berlin, Leipzig, Stuttgart und Waiblingen ist es das fünfte Haus der jungen, wachstumsorientierten Marke der ACHAT Hotelgruppe. a www.achat-hotels.com ❙ Zwei Buchhandlungen ausgezeichnet OFFENBACH/NEU-ISENBURG. Die Steinmetz’sche Buchhandlung in Offenbach und Buch 78 in Neu-Isenburg bekommen dieses Jahr den Deutschen Buchhandlungspreis. Insgesamt werden 2024 bundesweit 108 Geschäfte mit dem Preis gewürdigt, der mit einer Million Euro dotiert ist. Bis zu 100 Buchhandlungen erhalten 7.000 Euro, fünf 15.000 Euro und die drei herausragendsten 25.000 Euro. Die genauen Platzierungen werden bei der Verleihung am 8. September 2024 in Frankfurt /Oder bekannt gegeben. a www.steinmetz-buch.de a https://buch78.buchhandlung.de F ot o: M on ik a W al th er Anzeige tillmann-verpackungen.de Kathrin Hildebrand Geschäftsführerin 0800-TILLMANN MIT SICHERHEIT GUT VERPACKT – DANK ÜBER 70 JAHREN ERFAHRUNG. ❙ Frischer Blick auf die Innenstadt NEU-ISENBURG. Neues Citymanagement gestartet: Birgit Roßkopf vom Unternehmen Cima Beratung und Management GmbH, das bundesweit Städte, Gemeinden und Regionen berät, wird zunächst für ein Jahr im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ in der Hugenotten- und Waldenserstadt als Citymanagerin zur Entwicklung des Ortskerns beitragen. Als Binde- glied zwischen Gewerbe, Gastronomie, Einzelhandel, Immobilienei- gentümern und der Stadt wird sie unter anderem Netzwerk-Veranstal- tungen organisieren und Ideen zusammentragen und umsetzen, die die Innenstadt Neu-Isenburgs schöner und erlebbarer machen sollen. „Wir wollen gemeinsam mit allen Akteuren und dem Citymanagement die Frankfurter Straße und die Fußgängerzone aufwerten, damit sie sich als attraktive Standorte für den Einzelhandel und die Gastrono- mie präsentieren und zum Einkaufen und Verweilen in der Innenstadt einladen. Ein wichtiges Projekt der städtischen Wirtschaftsförderung“, sagt Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein. a www.neu-isenburg.de 11Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 NACHRICHTEN Circle Hub verbindet Unternehmen und fördert Kreislaufwirtschaft Preis der Metropolregion 2024 ging nach Offenbach Die Regional-Initiative Circle Hub Urban Mining mit Sitz im Hafen Offenbach hat den erstmals offiziell vergebenen Preis der Metropolregion erhalten. IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller, Thomas Krüdewagen, Wirtschaftsjunioren Offenbach e. V. (l.), und IHK-Geschäftsführer Frank Achenbach (r.) gratulierten Daniel Imhäuser, dem Initiator des Circle Hub Urban Mining. Der mit 10.000 Euro dotierte Publikumspreis zeichnet Projekte oder Initiativen aus, die sich um die interkommunale oder länderübergrei- fende Zusammenarbeit in der Metropolregion verdient machen und zur wirtschaftlichen Entwicklung beitragen. Das trifft auf die im Circle Hub organisierte innovative Büro- und Kooperationsstruktur besonders zu: Das Netzwerk, initiiert vom Entsorgungs- und Wiederaufbereitungsspezialisten Blasius Schuster, bringt seit Januar mittlerweile 24 Unternehmen der Bau- und Kreislaufwirt- schaft aus Frankfurt /Rhein-Main zusammen, um durch die Kooperation die Transportwege von Bauabfällen zu verkürzen und deren Recyclingquote zu erhöhen. Die Zusammen- arbeit der Unternehmen entlang des gesam- ten Kreislaufs verspricht neue Lösungen für nachhaltiges Bauen und gleichzeitig einen stärkeren Fokus auf die Wirtschaftlichkeit von Bauprojekten. Offenbachs Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke erklärte, das Netzwerk sei inhalt- lich zwar naheliegend, allerdings müsse man sich im harten ökonomischen Wettbewerb erst einmal wagen, das einzugehen. Inno- vation und Fortschritt seien Gemeinschafts- aufgaben, aber damit sie konkret werden, brauche es immer „Anpacker“ wie den Circle Hub im Rockywood in Offenbach. Blasius-Schuster-Geschäftsführer Daniel Imhäuser betont: „Durch den Preis schaut die Metropolregion mit uns auf ein zentrales Thema: die Kreislaufwirtschaft Bau. Denn auf den Gebäudesektor entfallen 60 Prozent aller Abfälle und 40 Prozent der CO2-Emissionen. Gemeinsam können wir buchstäblich viel bewegen, Ressourcen sparen und das Klima weniger belasten.“ Die Entscheidung für den Standort Offenbach habe man sehr bewusst getroffen: „Der Circle verbindet Menschen und Unternehmen der Kreislaufwirtschaft – in einer Stadt, die viel Verbindendes und große Offenheit gegenüber Unternehmertum und Wirtschaft hat.“ Das hat auch zehn Unter- nehmen aus Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz überzeugt, die nun ebenfalls unter dem Dach des Circle und damit neu in Offenbach sind. a https://blasiusschuster.de F ot o: IH K 12 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 NACHRICHTEN Fo to : G al er ie P la ka t a m M ar kt S el ig en st ad t 9.000 Euro, um Kinder wünsche zu erfüllen Der Verein MainLichtblick e. V., Frankfurt, feierte seine diesjährige Charitygala im Juni mit 172 Gästen im Atrium der Frankfurter ODDO BHF Bank. Insge- samt erzielte die Veranstaltung einen Spendenerlös von 112.530 Euro. Die Summe kam unter anderem durch eine Versteigerung zustande, für die Unter- nehmen originelle und exklusive Sachspenden zur Verfügung gestellt hatten. Die Seligenstädter Galerie Plakat am Markt (Foto) hatte das von Udo Linden- berg handsignierte Kunstwerk „Komet“ gestiftet. Ein Liebhaber erwarb es für 9.000 Euro. Seit seiner Grün- dung im Jahr 2013 hat der Verein MainLichtblick e. V. laut seinen Initiatoren schwerkranken, körperlich beeinträchtigten und traumatisierten Kindern und Jugendlichen fast 3.000 Herzenswünsche erfüllt und mehr als 20.500 beteiligten Kindern und Jugend- lichen so einen Lichtblick geschenkt. a www.plakatammarkt.de 13Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 NACHRICHTEN Birgit Arens hat bei Lyght Living reingeschaut Daniel Ishikawa hat Lyght Living – Furniture Leasing 2011 in Neu-Isenburg gegründet. 2019 war klar, dass die Raumkapazitäten dort nicht mehr ausreichten. „Deshalb sind wir 2020 nach Rodgau-Jügesheim gezogen, im ersten Coronajahr. Zuerst mussten wir viele Möbel abholen und einlagern, weil Menschen das Land in der Pandemie verlassen haben. Wenige Monate später war die Nachfrage wieder da, weil die Möbelhäuser geschlossen hatten und sich Containerlieferungen ver- zögerten. Wir gehörten zu den wenigen, die lieferfähig waren“, berichtet er. Arbeiten und Wohnen verändern sich In der Coronazeit sei das Geschäft gut gelau- fen, weil die Unsicherheit groß war. „Und das setzt sich fort“, beobachtet der Unternehmer. „Niemand weiß, wie lange uns das Thema Homeoffice begleitet und wie Büroflächen zukünftig genutzt werden. Wir haben heute einen ganz anderen Kundenmix als vor fünf Jahren.“ Immer noch werden einzelne Woh- nungen eingerichtet. „Die Wohnungsmärkte in den Ballungszentren sind weiter sehr schwierig. Es wird viel zu wenig gebaut, weil es sich nicht lohnt. Pendler und Fachkräfte aus dem Ausland würden gerne möbliert mieten. Aber das ist sehr teuer. Für diese Men- schen beziehungsweise ihre Arbeitgeber ist es oft günstiger, eine unmöblierte Wohnung mit Mietmöbeln nach ihrem eigenen Geschmack einzurichten“, sagt Ishikawa. Die meisten Aufträge kommen nun von gewerblichen Kundinnen und Kunden wie Service-Appartement- und Co-Living-Anbie- tern, Boardinghäusern und großen Arbeitge- bern. Auch durch Kooperationen mit Reloca- tion Providern, die nur auf Zeit in der Region lebende Personen unterstützen, entstehen Kontakte. Neben privat genutzten Räumen stattet Lyght Living immer mehr Räume in Unternehmen aus, und zwar nicht nur Büros, sondern auch Empfangs-, Besprechungs- und Lounge-Bereiche. Das Mieten macht es leicht, die Einrichtung immer auf einem aktuellen Stand zu halten. Kreislauf ist ein Muss In den USA, in Großbritannien, Hongkong, den Niederlanden oder Dänemark sei es längst gängig, Möbel zu mieten. Hierzu- lande müsse die Option noch bekannter werden. Lyght Living stellt neben Möbeln auch Küchen, Teppiche, Geschirr, Besteck, Elektrogeräte, Lampen und Dekoration bereit. Interessenten wählen auf der Internetseite des Unternehmens aus. Die Bestellung wird geliefert und fachgerecht montiert. Nach der Nutzungszeit wird alles wieder abgebaut und zurückgebracht. „Ohne Kreislaufwirtschaft würde unser Geschäftsmodell nicht funktionieren. Die Retouren werden in der Rodgauer Werkstatt gereinigt, aufbereitet, verpackt und wieder ins Lager gebracht. Nach sieben bis acht Nutzungszyklen werden sie aussortiert und an karitative Einrichtungen gespendet. Nur wenn etwas nicht mehr repariert werden kann, wird es entsorgt“, erklärt Ishikawa. Eine gute Qualität und Reparaturfähigkeit sind dafür Voraussetzungen: Hochwertige Vollholz- tische werden abgeschliffen. Kommoden und Schränke kommen zum Beispiel aus einer 14 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 TITELTHEMA Fo to : L yg ht L iv in g Geschäftsführer Daniel Ishikawa (l.) prüft mit einem Mitarbeiter, ob eine Lampe aufbereitet werden muss, bevor sie wieder ins Lager kann. Schweizer Manufaktur, die langfristig Ersatz- teile bereithält. Außerdem setzt Lyght Living vorwiegend auf modulare Sofas, die neu bezogen werden können. Derzeit ist das Unternehmen in der DACH- Region und in Dänemark aktiv. Ishikawa hat 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und kooperiert sowohl mit Logistikdienstleistern aus der Region als auch mit überregional tätigen Speditionen. Neben dem Hauptsitz mit Zentrallager und Reparaturwerkstatt in Rodgau unterhält er einen Standort in Zug in der Schweiz sowie Zwischenlager in Berlin, Hamburg und München. Nun überlegt er, weitere Reparaturstellen einzurichten, und vor allem soll Lyght Living bekannter werden, denn schließlich – so versichert der Unterneh- mer – sind die Kundinnen und Kunden „alle glücklich und empfehlen uns weiter“. a www.lyght-living.com Möbel zu mieten schenkt Flexibilität, ist nachhaltig und gerade dann günstig, wenn die Einrichtung nicht auf Dauer benötigt wird. Darauf beruht das Geschäfts- modell, mit dem Daniel Ishikawa erfolgreich ist. 15Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 TITELTHEMA Sprachkenntnisse sind zentral Fachkräfte willkommen Der Fachkräftemangel stellt hessische Unternehmen vor große Herausforderungen. Deshalb wird es immer wichtiger, qualifizierte Mitarbeiter aus dem Ausland zu rekrutieren. Um die Bedürfnisse und Erwartungen der Unternehmen zu verstehen, haben die zehn hessischen IHKs ihre Mitgliedsbetriebe befragt. 16 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 TITELTHEMA Die Befragung fand vom 15. Februar bis 28. April 2024 statt. Insgesamt nahmen 322 Unternehmen aus ganz Hessen daran teil. Die Ergebnisse zeigen: 62 Prozent der Unternehmen können ihren aktuellen Fachkräftebedarf nicht decken. Obwohl 65 Pro- zent bisher keine Erfahrung mit der Anwerbung von Fachkräften aus Drittstaaten haben, ziehen 73 Prozent diese Möglichkeit in Betracht. Die größte Herausforderung bei der Einstellung internationaler Fachkräfte sind fehlende Deutschkenntnisse. 59 Prozent der Unternehmen nennen dies als zentrales Hindernis. Weitere Hürden sind die Komplexität und Dauer des Migrationsprozesses (46 Prozent), fehlende Informationen zur rechtssicheren Anwerbung (30 Prozent), fehlende Kontakte ins Ausland (23 Prozent) und hohe Kosten (zwölf Prozent). Nur 13 Prozent der Befragten sehen keine Hindernisse bei der Anwerbung internationaler Fachkräfte. Eine solide sprachliche Grundlage ist für die Integration internationaler Fachkräfte entscheidend. 32 Prozent der befragten Unternehmen erwarten bei der Einreise ein Sprachniveau von mindestens B1, 26 Prozent sogar B2. 37 Prozent der Unternehmen sind bereit, Sprachkurse in Deutschland zu finanzieren und die Fachkräfte dafür wäh- rend der Arbeitszeit freizustellen. Außerdem ist der Zeitrahmen entscheidend. Ein Drittel der Betriebe ist der Meinung, dass der gesamte Prozess maximal drei Monate dauern sollte. Weitere 30 Prozent akzeptieren einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten. Während des Migrations- und Integrationsprozesses benötigen ausländische Fach- kräfte Unterstützung. Die Betriebe sind bereit, bei der Wohnungssuche und der Integ- ration im Betrieb zu helfen, erwarten aber staatliche Unterstützung beim Visumspro- zess und der Finanzierung von Sprachkursen. „Die Umfrage zeigt uns nicht zum ersten Mal: Hessische Betriebe sind auf ausländi- sche Fachkräfte angewiesen. Dafür müssen die Abläufe aber deutlich schneller wer- den, und das bereits noch, bevor ausländische Fachkräfte einreisen, zum Beispiel bei der Visumserteilung. Die schwarz-rote Landesregierung beabsichtigt laut Koalitions- vertrag in der aktuellen Legislaturperiode das Welcomecenter Hessen zu einer zent- ralen Willkommensstelle weiterzuentwickeln, die sowohl für ausländische Fachkräfte und Studierende als auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber Anlauf-, Beratungs- und Servicestelle sein soll. Ob eine schnelle Abwicklung durch diese zusätzlichen Behör- den erreicht werden kann, bleibt abzuwarten. Die Pläne gehen grundsätzlich jedoch in die richtige Richtung“, sagt HIHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller. a www.hihk.deFo to : A do be S to ck – st ud io v- zw oe lf Eine solide sprachliche Grundlage ist für die Integration internationaler Fachkräfte entscheidend 17 TITELTHEMA Hand in Hand for International Talents So finden Unternehmen Fachkräfte im Ausland Das Projekt Hand in Hand for International Talents bringt qualifizierte aus- ländische Fachkräfte mit deutschen Unternehmen in Kontakt. Das Bundes- ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fördert die Initiative. IHKs und Auslandshandelskammern (AHKs) unterstützen bei der Realisierung. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz soll eine faire und sichere Zuwanderungspolitik für qualifizierte Berufstätige ermöglichen, deren Fähigkeiten in Deutschland stark nachgefragt werden. Die Bundes- agentur für Arbeit, drei AHKs, IHKs und die IHK- FOSA (bundesweites Kompetenzzentrum deutscher IHKs zur Feststellung der Gleichwertigkeit ausländi- scher Berufsabschlüsse) haben Kooperationsstruk- turen geschaffen, die deutsche Betriebe effektiv beim Anwerben ausländischer Fachkräfte. Stadt und Kreis Offenbach bilden dafür eine Pilotregion. Das Ziel ist eine Blaupause, die zeigt, wie das Fachkräfte- Einwanderungsgesetz erfolgreich implementiert werden kann. Unternehmen, die am Projekt Hand in Hand for International Talents teilnehmen, werden im gesamten Prozess begleitet – vom Recruiting und Matching über Visa- und Einreiseformalitäten, Deutschkurse und die Anerkennung von Berufen. Die Fachkräfte werden sorgfältig auf das Leben und Arbeiten in Deutschland vorbereitet und nach der Einreise bei der Integration unterstützt. Recruiting Days im September 2024 Auf der Projektwebsite gibt es nicht nur alle Details, sondern auch die Profile von Fachkräften, die einen Arbeitgeber in Deutschland suchen und die man unkompliziert während der sogenannten Recruiting Days kennenlernen kann. Dabei handelt es sich um ein virtuelles Speeddating, das drei bis vier Mal im Jahr stattfindet. Dabei können sich IHK-Mitglieds- unternehmen in vorab terminierten, 15-minütigen An den Recruiting Days lernen Unternehmen aus der Region online Fachkräfte im Ausland kennen. Fo to : A do be S to ck – fi zk es 18 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 TITELTHEMA Upgrade leicht gemacht Tauschen Sie Ihren alten Mac ein! *Erhalten Sie zusätzlich 100 € zum tatsächlichen Restwert Ihres alten Macs! Tauschen Sie jetzt Ihren alten Mac oder Ihr iPad ein und erhalten Sie ein brandneues Modell mit M3- oder M4-Prozessor! Unser Trade-In-Programm ist schnell, sicher und umweltfreundlich. Profitieren Sie von professioneller Datenlöschung und einem einfachen Prozess. Unterstützen Sie unsere Mission für Nachhaltigkeit und Innovation. Ihr Upgrade wartet auf Sie! *Die Aktion gilt nur für gewerbetreibende Kunden, solange der Vorrat reicht, und kann einmal pro Kunde in Anspruch genommen werden. Jetzt starten Videogesprächen mit mehreren Bewerberinnen oder Bewerbern austauschen, sich einen ersten Eindruck von den potenziellen Neuzugängen machen und bei Interesse weitere Treffen vereinbaren – ganz egal, wo auf der Welt sich die Gesprächspartnerinnen oder -partner gerade aufhalten. Die IHK Offenbach am Main lädt jetzt zu den nächsten Recruiting Days vom 10. bis 12. September 2024 ein. Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmen aus den Bereichen IT, Elektronik und Industrieelektrik, Metall und Mechatronik sowie Hotellerie und Gastrono- mie. Anmeldeschluss ist der 5. September 2024. Weitere Termine folgen. Personalerin traf fünf Fachkräfte Jana Aydin ist International-Recruiting-Spezialistin bei der Apleona GmbH, einem Real-Estate- und Facility-Manager in Neu-Isenburg. Im Juni 2024 hat sie an den Recruiting Days teilgenommen. Sie erklärt dazu: „Die Apleona Gruppe ist ein großes Unternehmen mit vielen Standorten in ganz Deutschland. Dementsprechend sind wir ständig auf der Suche nach gut ausgebildeten Mitarbeitern. Diese Fachkräfte nun auch im Ausland zu suchen, ist für uns ein essenzieller Schritt, um weiterhin am Markt handlungs- fähig zu bleiben. Also haben wir uns nach Möglichkeiten umgesehen, um das Thema internationale Rekrutierung stärker in unseren Unternehmensprozessen zu etablieren. Wir sind dann über die IHK auf das Projekt Hand in Hand for International Talents aufmerksam gemacht worden. Das Projekt ist ideal für Unternehmen, die sich neu mit den Prozessen der Fachkräfteeinwanderung beschäftigen. Man wird eng bei den einzelnen Schritten betreut. So auch bei den Recruiting Days. Es ist ein niederschwelliges Angebot, das sehr gut organisiert ist und einem so viel Arbeit abnimmt.“ Während des Online-Speeddatings hat die Personalex- pertin fünf Fachkräfte kennengelernt. „Die Recruiting Days haben uns beeindruckt. Es war für uns eine hervorragende Gelegenheit, talentierte Fachkräfte aus verschiedenen Ländern zu treffen. Die Organisation war erstklassig, und wir konnten in kurzer Zeit viele vielversprechende Gespräche führen. Wir sind überzeugt, dass dieses Format ein relevanter Pfeiler im internationalen Recruiting sein wird, und freuen uns darauf, bald einige der Kandidaten in unser Team aufzunehmen.“ Unternehmen, die ebenfalls Fachkräfte aus dem Ausland einstellen wollen, aber nicht wissen, wie sie das Thema angehen können, rät sie: „Das Thema ist komplex und man braucht Ausdauer, keine Frage. Ein Tipp ist, sich Unterstützung zu holen, sich zu vernetzen, Angebote wahrzunehmen. Aber vor allem ist es wichtig, mutig zu sein und zu wagen, die neuen Schritte zu gehen.“ Es ist ein niederschwelliges Angebot, das sehr gut organisiert ist und einem so viel Arbeit abnimmt Infos und Anmeldung zu den Recruiting Days www.dihk-service-gmbh.de/de/unsere-projekte Kontakt Anna Strohmann 069 8207-156 strohmann@offenbach.ihk.de TITELTHEMA Lese-, Schreib- und Gesprächskompetenz werden gezielt und möglichst individuell gestärkt, damit es den Auszubil- denden besser gelingt, die Anforderungen in der betrieb- lichen Praxis zu bewältigen, die Inhalte im schulischen Kontext zu durchdringen und sich das notwendige Fach- wissen anzueignen. Die Deutschförderung mit vier wöchentlichen Unterrichts- stunden beziehungsweise 160 Unterrichtsstunden im Jahr wird zusätzlich zur regulären Stundentafel der Berufs- schule angeboten. Viele berufliche Schulen haben sie schon fest in ihrem Bildungsangebot verankert. Die eingesetzten Lehrkräfte sind für für den Unterricht in Deutsch als Zweitsprache qualifiziert und mit der Fachsprache der jeweiligen beruflichen Fachrichtung der Schülerinnen und Schüler vertraut. Sie können ihren Unterricht mit den Handreichungen „Erfolgreich Deutsch lernen in der Ausbildung“ des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen gestalten und Fortbil- dungsangebote der Lehrkräfteakademie wahrnehmen. Die Mindestgruppengröße für die zusätzlichen Deutschkurse liegt bei acht Schülerinnen oder Schülern mit Flucht- oder Zuwanderungsgeschichte. Bis zur maximalen Gruppen- größe von 16 können weitere Lernende der beruflichen Schule die Fördermöglichkeit nutzen. Azubis freistellen „Deutsch ist die Voraussetzung für das Lernen und den Ausbildungserfolg – im Betrieb und in der Berufsschule“, bringt es Kultusminister Armin Schwarz auf den Punkt. Die Initiative des Landes Hessen zur Deutschförderung unterstreicht das Engagement für die duale Ausbildung, für den erfolgreichen Einstieg in eine berufliche Karriere junger Menschen und für die Fachkräftesicherung am Wirtschaftsstandort Hessen. Damit die Schülerinnen und Schüler daran teilnehmen können, müssen ihre Ausbil- dungsbetriebe sie freistellen. a https://wirtschaft.hessen.de/wirtschaft/ berufliche-bildung Viele Seminare als Webinar buchbar Perfekt auf meine Bedürfnisse und Ziele abgestimmt Zugeschnitten auf die Heraus- forderungen von morgen Weiterkommen – Mit Weiterbildungen der TÜV NORD Akademie dem Fachkräftemangel entgegenwirken! Einfach schnell und direkt informieren: akd-f@tuev-nord.de tuev-nord.de/seminare Hinterher weiß ich mehr! Sprachbarrieren überwinden Extra-Deutschförderung für Azubis Wer eine berufliche Ausbildung absolvieren will, braucht gute Deutschkenntnisse. Deshalb fördert das Land Hessen den zusätzlichen Deutschunterricht für Schülerinnen und Schüler mit Flucht- oder Zuwanderungsgeschichte im Rahmen des zweiten Berufsschultages. Gute Deutschkenntnisse sind grundlegend, damit die duale Ausbildung gelingt und Unternehmen auf qualifizierte Fachkräfte zählen können. F ot o: A do be S to ck – F ot of re un di n TITELTHEMA Viele Seminare als Webinar buchbar Perfekt auf meine Bedürfnisse und Ziele abgestimmt Zugeschnitten auf die Heraus- forderungen von morgen Weiterkommen – Mit Weiterbildungen der TÜV NORD Akademie dem Fachkräftemangel entgegenwirken! Einfach schnell und direkt informieren: akd-f@tuev-nord.de tuev-nord.de/seminare Hinterher weiß ich mehr! Fo to : M an po w er Gr ou p Flexibilität und finanzielle Sicherheit im Fokus Was will die Generation Z? Im Rahmen seines Arbeitsmarktbarometers für das dritte Quartal 2024 wollte der Personaldienst leister ManpowerGroup, Frankfurt, wissen, welche Erwartungen Menschen der sogenannten Gen Z an den Arbeitsmarkt haben. Dazu bat Manpower 1.050 Arbeitgeber in Deutschland um eine Einschätzung. Die Generation Z, die ultimativen Digital Natives, prägt zunehmend den Arbeitsmarkt. Diese Generation, geboren zwischen 1995 und 2010, wird bis 2025 voraussichtlich etwa 27 Prozent der Belegschaft ausmachen. Um für die jungen Talente attraktiv zu sein und sie langfristig zu binden, müssen Unternehmen laut eigenen Angaben besonders auf Flexibili- tät bei den Arbeitszeiten, erhöhte Entlohnung und finanzielle Stabilität setzen. Flexibilität bei den Arbeitszeiten (73 Prozent), erhöhte Entlohnung und finanzielle Stabilität (71 Prozent), eine verstärkte Konzentration auf Zweck und Werte (71 Prozent) sowie bessere Technologietools (70 Prozent) sind aus Arbeitgebersicht die effektivsten Wege, um das Engagement und die Produktivität der jüngeren Mitarbeitenden zu fördern. „Die Gen Z ist eine technikaffine, wertorientierte und pragmatische Generation, die nach Authentizität, Flexibilität und finanzieller Sicherheit strebt. Sie ist versiert im Umgang mit sozialen Medien sowie digitalen Plattfor- men und erwartet eine Integration von Tech- nologie in allen Lebensbereichen. Die Einfüh- rung neuer Technologien ist damit nicht nur eine Geschäftsstrategie, sondern auch etwas, das Personalabteilungen berücksichtigen sollten, um Mitarbeitende von heute motiviert zu halten“, sagt Iwona Janas, Country-Mana- ger der ManpowerGroup Deutschland. Bedürfnisse und Erwartungshaltung der Gen Z stellen für Arbeitgeber Chancen, aber auch Herausforderungen dar. Wie die Umfrage weiter zeigt, sind für deutsche Arbeitgeber die Erwartungen an die Work-Life-Balance (33 Prozent), an die Vergütung (32 Prozent) und an das berufliche Fortkommen (31 Pro- zent) die größten Herausforderungen in Bezug auf jüngere Arbeitnehmende mit weniger als zehn Jahren Berufserfahrung. 30 Prozent der Arbeitgeber gaben an, dass die Erwartungen an Technologie am Arbeitsplatz, wie zum Beispiel generative KI, eine Herausforderung sind. Während 26 Prozent der Arbeitgeber Schwierigkeiten haben, die Generation Z zu rekrutieren und zu binden, sehen 27 Prozent der Befragten unzureichende Fähigkeiten der jüngeren Mitarbeitenden als problematisch an. Zudem stellen für 29 Prozent der Arbeitge- ber das Engagement und die Motivation der Mitarbeitenden der nächsten Generation eine anspruchsvolle Aufgabe dar. a www.manpowergroup.de/de/insights/ studien-und-research GenZ erwartet von Arbeitgebern • Flexibilität bei den Arbeitszeiten (73 %) • Erhöhte Entlohnung und finanzielle Stabilität (71 %) • Eine verstärkte Konzentration auf Zweck und Werte (71 %) • Bessere Technologietools (70 %) TITELTHEMA IHK Offenbach am Main im Austausch mit dem Hessischen Wirtschaftsminister Damit sich Fachkräfte für Hessen entscheiden Kaweh Mansoori, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum und stellvertreten- der Ministerpräsident, spricht darüber, wie das Wohnen, Leben und Arbeiten in Hessen wieder attraktiver werden kann. Birgit Arens: Herr Minister, der Fachkräftemangel ist für uns und sicher auch für Sie ein Thema, das wir ganz oben auf der Liste haben. In der Presse war zu lesen, dass Sie hier auf Frauen und Migranten setzen. Das klingt gut. Aber wir sehen da Hindernisse, ganz besonders, dass Wohnraum fehlt. Wo sollen die junge Mut- ter und der Facharbeiter mit Migrationshintergrund, die unsere Unternehmen einstellen wollen, wohnen? Was werden Sie tun, damit wieder mehr bezahlbare Wohnungen gebaut werden? Kaweh Mansoori: In der Tat ist das Thema bezahlbares Wohnen ein zentraler Standortfaktor. Wir haben viele Leute, die wichtigen, systemre- levanten Berufen nachgehen, gute Arbeit machen, und sich am Ende des Monats die Mieten in dieser Form nicht leisten können. Aber es geht um Miete und um Wohneigentum. Wir haben als neue Landesregierung mit dem Hessengeld zum Beispiel eine Maßnahme auf den Weg gebracht, um die Eigentumsbildung zu erleichtern. Insgesamt müssen wir dafür sorgen, dass preisgünstiger gebaut werden kann. Für mich hat Priorität, die Bau- wirtschaft anzukurbeln und dafür zu sorgen, dass bezahlbare Wohnungen entstehen. Steigenden Materialkosten, Zinsentwicklung und Bauland- knappheit sind nur einige Hürden. Um die baurechtlichen Bedingungen insbesondere für den Wohnungsbau zu verbessern und die Bautätigkeit anzukurbeln, haben wir mehrere wichtige Initiativen gestartet. So wollen wir beispielsweise mit der Kommission Innovation im Bau das Baurecht modernisieren und entschlacken. Frank Achenbach: Ich begleite das Thema schon lange und schon andere Minister haben gesagt: „Wir wollen an die Hes- sische Bauordnung ran“. Dann war es mehr Kosmetik. Was ich jetzt sehe, mit der Kommission, ist ein größerer Schritt. Trotzdem braucht es am Ende den politischen Mut, Verände- rungen durchzusetzen. Wie mutig wollen Sie vorgehen? Kaweh Mansoori: Ich habe die Rückendeckung der Koalition, dass das kein Reförmchen wird, sondern eine echte Reform. Es gibt bereits erste V. l. n. r.: Frank Achenbach und Birgit Arens von der IHK Offenbach am Main erfuhren von Kaweh Mansoori, was er beitragen will, um dem Fachkräftemangel in Hessen entgegenzuwirken. 22 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 TITELTHEMA Bundesländer, die innovative Ansätze für das Bauen im Bestand bei der Fortschreibung ihrer Bauordnungen verfolgen. Ähnliche Lösungs- ansätze werden derzeit in der Kommission beraten. Ich werde in Kürze einen Termin mit dem niedersächsischen Wohnungsbauminister, dem Baugewerbe und der Bauindustrie aus beiden Bundesländern haben. Wir werden auch die Entwicklungen auf Bundesebene, die von Bau- ministerin Clara Geywitz angestoßen wurden, zum Anlass für Verbesse- rung auf Landesebene nehmen. Den im Bauvertragsrecht geschaffenen Voraussetzungen für einfachere Bauweisen wie dem Gebäudetyp E soll das Bauordnungsrecht nicht entgegenstehen. Indem wir Abweichun- gen vom geltenden Recht erleichtern, können im Einzelfall pragmati- sche und kostengünstigere Lösungen gefunden werden. Damit soll den Bauherrschaften durch alternative Bauweisen ein einfacher Weg geboten werden, Baukosten zu sparen und niedrigere Mieten zu ermöglichen. Ich glaube, dass das für viele Menschen eine gute Alternative wäre. Birgit Arens: Menschen wünschen sich attraktive Wohn-, aber auch Lebensräume. In unseren Innenstädten und Ortskernen sieht es traurig aus. Es gibt viel Leerstand. Die IHKs versuchen zur Belebung der Zentren beizutragen, zum Beispiel durch die Initia- tive Heimat shoppen, für die Sie in Hessen Schirmherr sind. Wo sehen Sie Möglichkeiten, hier etwas zum Positiven zu wenden? Kaweh Mansoori: Die Situation in den Innenstädten treibt mich massiv um. Wir haben in dem gemeinsamen Bündnis, an dem die IHKs beteiligt sind, klar formuliert: Es geht nicht nur um die Innen- stadt als Wirtschaftsfaktor oder Handelsplatz, sondern um Begeg- nungsräume, wo sich unterschiedlichste Menschen treffen. Ich halte das für essenziell für unsere freiheitliche Demokratie. Es gibt vielfältige Initiativen, teilweise zusammen mit den IHKs, wie das Pro- gramm „Zukunft Innenstadt“ oder der Wettbewerb „Ab in die Mitte“, die niedrigschwellig Innovation fördern und kreative Ideen anregen. Schon mit kleinen Maßnahmen ist es möglich, öffentliche Räume enorm aufzuwerten. In dem Bündnis sprechen wir auch darüber, wie die Förderprogramme des Landes angepasst werden müssen und wo man in Zukunft Schwerpunkte setzt. Wir sammeln in ergebnisoffenen Prozessen kluge Ideen, wie es weitergeht. Ich glaube allen Akteuren ist bewusst, dass es für eine Gesellschaft nicht gut ist, wenn unter- schiedliche Menschen sich nicht mehr begegnen, sondern unter sich bleiben. Frank Achenbach: Beim letzten Bündnistreffen habe ich nachgefragt, wie es mit der Weiterführung von „Zukunft Innenstadt“ aussieht. Wird es eine weitere Förderungsrunde von Seiten des Landes geben? Kaweh Mansoori: Wichtig ist, dass wir nicht nur Pläne machen, sondern am Ende auch etwas umsetzen. Es geht darum, klar zu identi- fizieren, was wir konkret machen wollen. Wir haben uns im Koalitions- vertrag vorgenommen, dass wir Modellregionen zum Ausprobieren etablieren. Die Veränderung in den Innenstädten hat teilweise mit verändertem Kaufverhalten und Online-Shopping zu tun. Auf Handels- seite geht es darum, Mehrwerte zu schaffen. Ich bin im Austausch mit dem Handelsverband, der sich Konzepte überlegt, um etwa ein bestimmtes Segment in einem Raum zu stärken, um einen echten Qualitätsvorsprung gegenüber dem Online-Shopping zu schaffen. Wenn es sich lohnt, weil ich da etwas bekomme, das es online gar nicht gibt, dann spielt auch der Preis nicht die zentrale Rolle. Birgit Arens: Was meinen Sie konkret mit Segment? Kaweh Mansoori: Schwerpunkt Schuhe vielleicht oder Schwer- punkt Küchenutensilien. Dass Sie als Kunde wissen, da gibt es auch ein besonderes Maß an Expertise. Das sind Lösungen, die sich die Wirtschaft überlegt. Die können wir politisch durch Maßnahmen der Städteplanung begleiten und indem wir eben Wohnen, Arbeiten hochwertige öffentliche Aufenthaltsräume, Gastronomie, Handel und Wirtschaft zusammenbringen. Manchmal bietet das geltende Recht nicht die Basis dafür, jede Idee umzusetzen. Da muss man auch bereit sein, Räume zum Experimentieren zu schaffen und die müssen aus- finanziert sein. Das ist in dieser Haushaltslage nicht einfach. Aber wir werden uns aus der gegenwärtigen Krise nicht heraussparen können. Frank Achenbach: Ein Spezialthema ist die Sonntagsöffnung. Den ersten Schritt sind Sie gegangen. Wann kommt der zweite, schwieri- gere Schritt, der den Anlassbezug bei der Genehmigung von vier ver- kaufsoffenen Sonntagen im Jahr in den Innenstädten ermöglicht? Kaweh Mansoori: Der Schritt, den wir jetzt gegangen sind bei den vollautomatisierten Verkaufsflächen, würde ich nicht einen ersten Schritt nennen, sondern einen sehr mutigen, also uns gleich an 24 Stunden zu orientieren. Ich finde es grundsätzlich mit Blick auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf, nicht falsch, dass wir uns als Gesellschaft auf einen Tag verständigen, der grundsätzlich - soweit das möglich ist - frei von Arbeit sein soll. Eine Pause, um schöne Dinge zu machen, Ausflüge zu unternehmen. Frank Achenbach: … Essen zu gehen in der Gastrono- mie, wo dann Menschen arbeiten müssen. Es geht ja nicht um 365 Tage im Jahr, sondern um vier Sonntage. Kaweh Mansoori: Wir haben uns im Koalitionsvertrag vorgenommen, die Sonntagsöffnung auf eine rechtssichere Grundlage zu stellen. Und das wird aller Voraussicht nach nicht anders gehen, als dass das Thema Anlassbezug anders geregelt wird, damit es nicht in jedem Einzelfall zu Streitigkeiten kommt, die dann vor Gericht ausgetragen werden. Für Ver- Birgit Arens ist Chefredakteurin des IHK-Magazins Offenbacher Wirtschaft. Fo to s: A m re i P fe iff er /H M W VW 23Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 TITELTHEMA lässlichkeit zu sorgen, ohne die Sonntagsöffnung im großen Stil zu erwei- tern, das könnte ein Kompromiss sein, der gesellschaftlich versöhnt. Birgit Arens: Wo auch die Chance besteht, dass die Arbeit- nehmervertretungen und die Kirchen mitmachen? Kaweh Mansoori: Das muss man dann sehen. Zum Gesetzesent- wurf für die vollautomatisierten Verkaufsflächen ist meines Wissens von Kirchen und Gewerkschaften angekündigt worden, das rechtlich überprüfen zu lassen. Das muss man akzeptieren. Wir sind in einem Rechtsstaat und alles kann überprüft werden. Wir geben uns Mühe, einen möglichst breiten gesellschaftlichen Konsens herzustellen. Birgit Arens: Wir sprechen viel darüber, wie die Menschen leben und was sie für Bedürfnisse haben. Dazu gehört auch, zügig von A nach B kommen. Das ist in unserem Ballungs- raum nicht immer einfach, weder für Menschen noch für Waren. Schiene, Straße, Radwege – es gibt reichlich Verbesserungs- potenzial, aber auch Finanzierungsgrenzen. Wie wollen Sie die hessische Verkehrsinfrastruktur zukunftsfähig aufstellen? Kaweh Mansoori: Ich bin selbst in einer Flächenkommune groß gewor- den. In meinem Ortsteil ist der Bus sonntags viermal in die Kreisstadt Gießen gefahren. Jetzt lebe ich mitten in der Stadt Frankfurt. Da werde ich alle vier Minuten von der U 4 abgeholt. Die Lebenswirklichkeiten sind sehr unterschiedlich in Hessen. Aber alle Menschen haben einen Anspruch darauf, mobil zu sein. Und für die unterschiedlichen Bedarfe etwas anzubieten, das braucht eben auch eine Vielfalt in der Verkehrs- politik. Beim Auto wird es eher darum gehen, nachhaltigen Antriebs- technologien eine stärkere Chance zu geben, indem wir zum Beispiel die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität stärker ausbauen. Je dichter besiedelt das Gebiet ist, desto stärker ist die Bedeutung des ÖPNVs, auch die der Schiene. Da spielen Preis und Verlässlichkeit eine große Rolle. Ich bin glühender Verfechter des Deutschlandtickets. Da werden zum ersten Mal Bus und Bahn aus der Perspektive der Fahrgäste gedacht, die nicht mehr überlegen müssen, gilt mein Ticket oder gilt es nicht? Wichtig ist vor allem, dass wir in der Infrastruktur Verlässlichkeit bieten. Moderne Individualmobilität da, wo wir nicht in der Taktzahl mit Bussen und Bah- nen fahren können, Zwischenangebote wie Bürgerbusse und Ruf-Taxis, und einen guten, attraktiven, eng getakteten ÖPNV im dicht besiedelten Gebiet, so wird glaube ich das Verkehrsthema gelöst. Frank Achenbach: Kriegen wir es auch finanziert? Kaweh Mansoori: Wir müssen es finanzieren. Für die Wirtschaft spielt eine marode Verkehrsinfrastruktur eine Riesenrolle. Eines der schlimmsten Beispiele, das mir einfällt, ist die Bergshäuser Brücke in Nordhessen. Die wird vom Netz gehen, bevor die neue Brücke da ist. Das ist verkehrspolitisch und wirtschaftspolitisch eine Katastrophe. So etwas darf uns nicht passieren. Da wird Wohlstand vernichtet. Deswe- gen muss man jetzt im Zuge dieser ganzen Haushaltskonsolidierung sehr darauf achten, nicht an den falschen Ecken und Ende zu sparen. Sondern – soweit das möglich ist – Investitionen in die Infrastruktur sicherzustellen. Ich finde die Diskussion auf der Bundesebene, so etwas wie einen Infrastrukturfonds einzurichten, sehr sinnvoll. Damit könnten wir über Haushaltsperioden hinweg Mittel für die Zukunfts- investitionen bereitstellen, die notwendig sind, damit die Wirtschaft wächst. Nur, wenn wir Wachstum generieren, ist sichergestellt, dass wir ausreichend Mittel haben für Förderprojekte und soziale Politik, die mir persönlich als Sozialdemokrat auch sehr wichtig ist. Frank Achenbach: Wird das Geld auch für neue Projekte rei- chen? Die Regionaltangente West (RTW) ist zwar schon teil- weise finanziert, aber es gibt ja noch andere Projekte, auch neue. Ihr Vorgänger hat den Schwerpunkt eher auf die Sanierung von Straßen und Eisenbahnstrecken gelegt. Sie haben eben die Vielfalt der Infrastruktur beschrieben. Kaweh Mansoori: In der Finanzierung der Straßeninfrastruktur gilt weiterhin der Grundsatz Sanierung vor Neubau. Aber wir werden nicht gänzlich am Neubau von Infrastruktur vorbeikommen. Aus meiner Sicht ist die RTW ausfinanziert. Wir treiben jetzt das Planungsrecht für die Regionaltangente Ost (RTO) voran. Keine Metropole der Welt kann gut organisiert werden, was die Verkehrsströme betrifft, ohne dass sie einen Ringverkehr um die Kernstadt hat. Das Zentrum zu umfahren, ist notwendig, um die Pendlerströme von der Straße auf die Schiene zu bekommen. Deswegen sind das wichtige Investitionen, und viele Zukunftsprojekte werden auch dazu beitragen, an anderen Stellen wieder neue Kapazitäten zu schaffen. Die Kernidee etwa hinter dem Fernbahntunnel in Frankfurt ist ja, dass wir ein stückweit den Fern- verkehr und den Nahverkehr voneinander trennen können und auf beiden Infrastrukturen für mehr Verlässlichkeit sorgen, weil unter- schiedliche Geschwindigkeiten dann nicht auf der gleichen Struktur aufeinandertreffen. Das kann dann zum Beispiel Raum für eine Süd- tangente schaffen. Frank Achenbach: Wenn es um neue Projekte geht, lau- tet die spannende Frage: Wie kann man erreichen, dass die politischen Entscheidungszeiten und die Planungs- und Genehmigungszeiten nicht ins Exorbitante steigen? Was kann ein hessischer Wirtschaftsminister dazu beitragen? Kaweh Mansoori: Als Bundestagsabgeordneter habe ich viele Gesetze im Bereich der Planungs- und Genehmigungsbeschleunigung mit unterstützt. Manche Ideen sind kopierbar. Standardisierung spielt eine große Rolle. Wir haben das im Bereich erneuerbare Energien auf der Bundesebene gemacht. Das ist auch im Infrastrukturrecht denkbar. Wichtig ist, dass wir die Bürgerbeteiligung so aufstellen, dass sich Frank Achenbach gehört der Geschäftsführung der IHK Offenbach am Main an. Gleichzeitig koordiniert er das Thema Stadtentwicklung und Wohnen für die hessischen IHKs. 24 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 TITELTHEMA die Menschen mitgenommen fühlen. Ein großer Teil der Verzögerung resultiert daraus, dass Infrastrukturprojekte bis in die letzte Instanz beklagt werden. Der Versuch, einen breitestmöglichen Konsens zu schaffen, ist eine Stellschraube, um schneller zu werden. Die Leute müssen sehen, dass ihre Argumente in irgendeiner Form Berücksichti- gung finden. Das heißt nicht, dass der Staat immer so entscheidet, wie die Bürgerinitiative das fordert. Birgit Arens: Das wird interessant bei der RTO nach den Reaktionen auf den ersten Aufschlag. Kaweh Mansoori: Deswegen muss man sensibel reagieren, wenn die Leute sagen, diese Variante geht in dieser Form nicht. Sonst ist der Konflikt anschließend vorprogrammiert und der wird politisch nicht besser, indem ich dann den Instanzenzug straffe. Eine entscheidende Rolle für die Beschleunigung kommt der Modernisierung der Verwal- tung zu. Einer der Gründe, warum es so lange dauert, solche Akten zu bewältigen, ist, dass sie analog geführt werden. Wir müssen Geneh- migungsverfahren voll digitalisieren. Im Baurecht machen wir das jetzt in Hessen. Baugenehmigungsverfahren werden jetzt sukzessive komplett digital. Und dann müssen wir auch den Fachkräftemangel in der öffentlichen Verwaltung ansprechen. Im Rahmen der Beschleu- nigungskommission aus Bund und Ländern wurde identifiziert, dass wir etwas wie eine ebenenunabhängige In-House Consulting für den Staat aufbauen müssen, die bei unterschiedlichen Projekten unterstüt- zen kann. Denn selbst, wenn wir es wollten, würden wir nicht genug Arbeits- und Fachkräfte finden, um in allen Behörden das Personal aufzustocken. Wir müssen überlegen, wie wir klug und effizient mit dem Personal umgehen, aus Kostengründen, aber auch, weil uns die Leute fehlen. Frank Achenbach: Es gibt noch ein Seitenthema zur Mobili- tät. Besonders groß ist der Fachkräftemangel bei unseren Logistikunternehmen. Was kann man tun, um Menschen für die Verkehrsbranche, für die Logistikbranche zu begeistern? Kaweh Mansoori: Wir haben einen runden Tisch, wo es primär um die Personalbedarfe im Busverkehr geht. Aber die Erkenntnisse, die wir da sammeln, sind für die Verkehrsbranche insgesamt von großer Relevanz. Ich glaube, wir müssen deutlich schneller werden bei der Integration von Arbeitskräften aus dem Ausland. Der Erwerb der Sprache muss schneller gehen, Führerscheine müssen möglicherweise schneller anerkannt werden. Ich will es aber verknüpfen mit anderen Zuständigkeiten, die ich habe. Es ist gerade ein neuer Tarifvertrag für den Busbereich abgeschlossen worden. Da liegt der Lohneckwert bei 20,14 Euro. Die frei finanzierte Wohnung in Frankfurt kostet den Quadratmeter 19 bis 20 Euro. Wie soll ein Busfahrer von dem Gehalt so eine Wohnung bezahlen? Deswegen müssen wir im niedrigpreisi- gen Segment Wohnungen anbieten. Ich würde gerne mit den großen Arbeitgebern der Region darüber sprechen, was wir tun müssen, damit die sich stärker im Bau von Werkswohnungen betätigen. Vielleicht ist die neue Wohnungsgemeinnützigkeit, die der Bund auf den Weg bringt, ein Schlüssel, um über dieses Thema ins Gespräch zu kommen. Tochtergesellschaften von Unternehmen, die keinen anderen Zweck verfolgen, als preisgünstige Wohnungen für die eigenen Beschäftigten zur Verfügung zu stellen und damit gar kein Geld verdienen wollen, könnten zumindest steuerbegünstigt gestellt werden, damit daraus ein Geschäftsmodell werden kann, das sich wirtschaftlich trägt. Nur wenn wir diese unterschiedlichen Ansätze zusammenbringen: einfaches Baurecht, geförderten Wohnungsbau, aber auch Werkswohnungen für Betriebsangehörige, werden Menschen, die 20 Euro die Stunde verdienen, Wohnungen finden, sich in der Region ansiedeln und Lkw und Busse fahren. Birgit Arens: … und in den Städten einkaufen, sich begeg- nen – hier schließt sich der Kreis. Das bringt uns zu der Frage, was für Sie als Radikal-Pragmatiker, wie sie sich selbst nen- nen, so wichtig ist, dass Sie damit gleich anfangen wollen? Kaweh Mansoori: Wir packen vieles gleichzeitig an, weil es gleiche Prioritäten hat. Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage hat die Bauwirt- schaft eine große Chance, insgesamt die Konjunktur zu verbessern. Deswegen haben wir ganz schnell die Kommission Innovation im Bau eingesetzt. Ich glaube an den Effekt von einfacherem Baurecht und wir werden dafür zeitnah erste Vorschläge auf den Tisch legen. Ich habe auch früh die gleichzeitige Entbürokratisierung des Tariftreue- und Ver- gaberechts in Hessen und die Verbindung mit guter Arbeit und fairen Löhnen verknüpft. Da werde ich den Gesetzentwurf noch in diesem Jahr präsentieren. Das Ziel ist, dass die Eintrittshürden für Unter- nehmen leichter werden, dass die Bürokratie abgebaut wird, dass der Anwendungsbereich des Gesetzes kleiner wird und wir dort, wo das Gesetz Anwendung findet, insgesamt für fairen Wettbewerb sorgen. Es kann nicht sein, dass Bauunternehmen in Hessen Steuern zahlen und diese Bauaufträge finanzieren, sich aber anschließend nicht darauf bewerben können, weil sie immer unterboten werden von anderen, die sich nicht an die Löhne halten, die hier bei uns bezahlt werden. Das zusammenzubringen ist Ziel des Gesetzes und das sind zwei gewichtige Beispiele, wo wir in diesem Jahr noch Antworten geben. Birgit Arens: Wir freuen uns darauf und bedanken uns sehr für das Gespräch. Seit dem 18. Januar 2024 ist der Jurist Kaweh Mansoori Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum sowie stellvertretender Ministerpräsident. 25Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 TITELTHEMA Professionelles Recruiting überzeugt Bewerber Abgebrochen und durchgestartet Zu entscheiden, wie es nach der Schule weitergehen soll, ist für junge Menschen nicht einfach. Wenn der eingeschlagene Weg nicht passt, ist es richtig, einen anderen zu gehen und zum Beispiel eine duale Ausbildung in einem Unternehmen zu absolvieren. Kevin Beier wurde bei der adicon Gesellschaft für Bauwerksabdichtungen mbH in Rödermark zum Kaufmann für Büromanagement ausgebildet und legte seine Prüfung mit grandiosen 87 Punkten nach vorgezogener Prüfung ab. Im Gespräch mit IHK-Bil- dungsberater Alexander Krebs beschreibt er, wie es dazu kam und wie er sich heute mit seiner beruflichen Entscheidung fühlt. Kevin, wenn du dich zurückerinnerst an deine Schulzeit, Abschluss 9. / 10. Klasse, Mittlere Reife. Wie kamst du auf die Idee, eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement zu machen? Das ging über Umwege (er lacht). Ich habe zuerst die Oberstufe „Chemietechnik“ angefangen, aber schnell gemerkt, dass das nix für mich ist. Ich habe abgebrochen. Auch Corona hat die Sache nicht einfacher gemacht. Dann habe ich mich zurückerinnert an meine beiden Praktika im Büro und dachte mir: Dann mache ich halt das, war ja nicht so uninteressant. Quasi eine Notlösung damals. O. K., gute Entscheidung im Nachhinein, oder? Und warum bist du bei adicon in Röder- mark gelandet? Du wohnst ja in Gründau?! Damals wohnte ich noch in Hanau. Da habe ich mich im weiten Umkreis von Hanau und Offenbach beworben und auch einige Bewerbungsgespräche geführt. Bei keinem Unternehmen war es aber so strukturiert und professionell wie bei adicon. Dieser Eindruck war ent- scheidend für meine Zusage, auch wenn ich noch einige andere Angebote hatte. Diese Entscheidung, Kaufmann für Büromanagement zu lernen, war im Nachhinein die komplett richtige Wahl. Quasi aus der 2b-Lösung wurde die 1a-Lösung. Ich bin sehr zufrieden, insbesondere mit der Betriebswahl. Das hört sich super an. Du wurdest nun auch übernommen. Wer hat denn den ersten Schritt unternommen und wie kam es dazu? Das war witzig, denn als ich Ende des zweiten Lehrjahrs darüber nachdachte, was ich denn nach der Ausbildung machen soll, kam der Geschäftsführer Herr Haberstroh auf mich zu und fragte, ob ich übernommen werden will, und hat mir auch direkt einen Vertrag vorgelegt. Da war ich sehr froh, denn etwas später hätte ich selbst gefragt, ob ich bleiben kann. Ich darf jetzt im Team Rechnungs- Eine duale Ausbildung war nicht Kevin Beiers erste Wahl. Heute ist er froh, dass er sich dafür entschieden hat. Fo to : a di co n Ge se lls ch aft fü r B au w er ks ab di ch tu ng en m bH 26 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 TITELTHEMA wesen die Debitoren/Kreditoren bearbeiten, was mir liegt. Es gab zudem einen Renteneintritt auf dieser Position, was das Ganze erleichtert hat. Nun stellt sich mir die Frage, ob die IHK in irgendeiner Phase bei dir präsent war oder sogar geholfen hat, Probleme zu lösen? In der Übergangszeit Schule/Ausbildung bin ich schon ganz allein auf die Idee gekommen wegen der Praktika. Die Bewerbungen habe ich zwar auch an die Arbeitsagen- tur geschickt, aber ansonsten den Prozess allein bewältigt, was für mich okay war. Ich kann mich aber sehr positiv an meine Prüfungsvorbereitungszeit, die ich in der IHK absolviert habe, erinnern. Inhalte und Dozenten waren da schon super abgestimmt und das hat mir geholfen, die Prüfung so gut abzuschließen. Auch die Theorie- und Praxisprüfung behalte ich in guter Erinnerung. Das hängt aber bestimmt auch damit zusammen, dass ich mit guten Noten da rauskam. Klasse. Zu guter Letzt die Frage: Was hast du mit deinem ersten „echten“ Facharbeitergehalt gemacht? Ja, da habe ich in der Tat nichts für mich gemacht, sondern erst mal meine gesamte Familie, zwölf Personen, zum Essen eingeladen. Auch wenn der Opa gesagt hätte, er zahlt, hätte ich das nicht zugelassen, da es mir wichtig war, mich so für die Unterstützung zu bedanken. für Arbeits- und Umweltschutz www.stb-hsc.com für Arbeits- und Umweltschutz www.stb-hsc.com Rheinstraße 35 · 63225 Langen Telefon +49 6103 301 240 0 mail@stb-hsc.com · www.stb-hsc.com für Arbeits- und Umweltschutz www.stb-hsc.comSCHAFFEN SIE AUS ALTEN WERTEN NEUE MÖGLICHKEITEN Ankauf von: Schmuck I Gold I Silber Uhren I Münzen I Barren I Bestecke I Zinn Porzellan I Figuren I Antiquitäten Seit 20 Jahren ihr Experte vor Ort! Holger Honig I Heusenstammer Straße 3 I 63179 Obertshausen Mo-Fr: 10.00 - 13.00 Uhr I 15.00 - 18.00 Uhr oder nach Vereinbarung Tel. 0 6104 9 531315 I www.goldhaus-obertshausen.de Anz. Goldhaus IHK 90x57mm 10.2022.indd 1Anz. Goldhaus IHK 90x57mm 10.2022.indd 1 20.10.22 10:2420.10.22 10:24 Kontakt Alexander Krebs 069 8207-331 krebs@offenbach.ihk.de www.deine-nacht-der-ausbildung.de Weiter mit dem IHK-Erfolgsmodell Nacht der Ausbildung Die IHK Offenbach am Main engagiert sich stark in der Berufs- orientierung und bietet unterschiedliche Veranstaltungen, damit junge Menschen und Ausbildungsbetriebe zueinan- derfinden. Ausbildungsbetriebe besichtigen, erfahren, was zu einem Beruf gehört, Ausbilder, Mitarbeiter und Auszu- bildende kennenlernen – all das geht in einer Nacht der Ausbildung. Die praxisnahe Berufsorientierung hilft jungen Menschen gute Entscheidungen für ihren Einstieg ins Arbeits- leben zu treffen. Sie sammeln realistische Eindrücke von Unternehmen und Berufen und können Ausbildungen entde- cken, die zu ihren Fähigkeiten, Interessen und Zielen passen. Gleichzeitig haben die teilnehmenden Betriebe Gelegenheit, geeignete Azubis unter den Besuchern auszumachen. Nächste Termine: ❙ Nacht der Ausbildung Rödermark 8. November 2024 ❙ Nacht der Ausbildung Offenbach März 2025 27Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 TITELTHEMA Berufsabschluss nachholen, neue Aufgaben übernehmen Fachkräfte durch Nachqualifizierung gewinnen Wer Fachkräfte sucht, sollte sich ruhig im eigenen Unternehmen umsehen. Gibt es Teammitglieder, die zwar keinen Berufsabschluss haben, aber Arbeitserfahrung, und die darüber hinaus fähig und motiviert sind, sich weiterzuentwickeln? Dann kommen eine Umschulung oder eine Nachqualifizierung in Frage. Wenn Menschen keinen Berufsabschluss haben, ihr Berufsabschluss als veraltet gilt oder in Deutschland nicht anerkannt ist, gelten sie als Geringqualifizierte. Ihnen bietet unser Bildungssystem verschiedene Möglich- keiten, einen Berufsabschluss nachzuholen. Umschulen geht auch im Betrieb Umschulungen vermitteln in verkürzter Zeit alle Inhalte des Ausbildungsberufs und ermöglichen die Teilnahme an den Abschlussprüfungen. Es gibt zwei Arten davon, die Umschulung beim Bildungs- träger und die betriebliche Umschulung. Bei einer Umschulung beim Bildungsträger lernen arbeitssuchende Menschen in Vollzeit in einer Schule alle theoretischen Inhalte. Die Praxis vermittelt ihnen ein sechs- bis neunmonatiges Praktikum in einem Betrieb. Für Unternehmen ist dies ein guter Weg, die Umschülerin oder den Umschüler kennenzu- lernen und nach bestandener Abschlussprü- fung einzustellen. Aber auch die betriebliche Umschulung ist attraktiv für Unternehmen: Hier können Umschüler genau wie Auszu- bildende die Berufsschule besuchen und werden im Betrieb praktisch ausgebildet. Mit Berufserfahrung in die Externenprüfung Aufgrund ihres Aufbaus eignen sich Umschu- lungen besonders für Arbeitssuchende. Doch ein Großteil der Geringqualifizierten in Deutschland ist erwerbstätig. Als angelernte Arbeitskräfte leisten sie in ihren Betrieben wichtige Arbeit und werden wertgeschätzt. Allerdings können sie mangels Berufsab- schluss oft nicht vielseitig eingesetzt werden. Um die gesammelte Berufserfahrung zu honorieren, bietet das Berufsbildungsgesetz diesen Menschen die Möglichkeit, als Exter- nenprüflinge ohne vorherige Ausbildung oder Umschulung an der Abschlussprüfung teilzunehmen. Voraussetzung ist, dass sie mindestens das Anderthalbfache der Aus- bildungszeit als Berufserfahrung nachweisen können. Für Betriebe lohnt sich also ein Blick in die Personalakten, um angelernte Arbeitskräfte zu vollqualifizierten Fachkräften zu entwickeln. Teilqualifizierung – Schritt für Schritt Ein dritter Weg, den Berufsabschluss schrittweise nachzuholen, ist die sogenannte Teilqualifizie- rung (TQ). Hier werden die Kompetenzbereiche des Berufsbilds in Bausteine aufgeteilt, so dass die Qualifizierung schrittweise und flexibel erfol- gen kann. Mitarbeitende werden gezielt für neue Aufgaben im Betrieb ausgebildet und können ihre Berufserfahrungen komplettieren. Die Bau- steine können jeweils mit einer IHK-Kompetenz- feststellung abgeschlossen und ein IHK-Zertifikat kann erworben werden. Bei einer Kompetenz- feststellung durch eine IHK ist sichergestellt, dass die TQ nach bundeseinheitlichen Standards stattgefunden hat und die Inhalte dem Berufs- bild entsprechen. Nach erfolgreichem Abschluss aller Bausteine eines Berufs ist eine Anmeldung zur Externenprüfung möglich. Erfüllen Teil- nehmer oder Teilnehmerinnen nach Abschluss einzelner TQ-Bausteine bereits die Voraussetzun- gen für die Externenprüfung, steht ihnen auch der direkte Weg zum Berufsabschluss offen. Mit TQs können also Qualifizierungslücken geschlossen werden. Die TQ-Bausteine sind ein effektives Mittel zur Personalentwicklung und lassen sich an den Bedarf des Betriebs anpas- sen. Die theoretische Schulung übernimmt im Rahmen der TQ ein Bildungsträger, während die Praxis im Betrieb vermittelt wird. Die Agentur für Arbeit fördert die Durchführung von TQs. In angelernten Arbeitskräften steckt oft mehr Potenzial. Unternehmen sollten sie dabei unterstützen, sich weiter zuentwickeln und einen Berufsabschluss nachzuholen. Kontakt Eva Brandl 069 8207-327 brandl@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de/ausbildung https://teilqualifikation.dihk.de/de Fo to : A do be S to ck – W es te nd 61 28 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 TITELTHEMA Ein wichtiges Engagement für den Wirtschaftsstandort Prüferinnen und Prüfer sind entscheidend für die Fachkräftesicherung Unsere Wirtschaft braucht gut ausgebildete Fachkräfte. Und wer stellt sicher, dass diese über die nötigen Qualifikationen verfügen? Ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer bei der IHK Offenbach am Main, die sich mit großem Engagement dafür einsetzen, dass die Aus- und Weiterbildung auf höchstem Niveau stattfindet. Die Menschen, die in der IHK Offenbach am Main Prüfungen abnehmen, übernehmen Verantwortung und genießen hohes gesell- schaftliches Ansehen. Sie haben Einfluss darauf, welche Kompetenzen der Nachwuchs mitbringt, und gestalten so die Zukunft der Wirtschaft mit. Sie kommen aus unterschied- lichsten Branchen und sorgen mit ihrer Exper- tise und ihren Erfahrungen aus der Praxis für ausgewogene Prüfungen, die den Anforderun- gen der realen Arbeitswelt entsprechen. Gleichzeitig bieten sich ihnen Einblicke in den Prüfungsablauf und die Möglichkeit, die Anfor- derungen und Bewertungskriterien kennenzu- lernen. Diese Erfahrungen sind für die Tätigkeit im eigenen Unternehmen von großem Nutzen, ebenso der Austausch mit Prüferinnen und Prüfern aus anderen Betrieben. Wer kann Prüfer oder Prüferin werden? ❙ Fachkompetenz: Ausbildung oder Weiter- bildung im zu prüfenden Beruf ❙ Mehrjährige Berufspraxis: Aktive Praxis- erfahrung als Fachkraft im Unternehmen ist wichtig ❙ Urteilsvermögen: die Fähigkeit, objektiv zu bewerten und fundierte Entscheidungen zu treffen ❙ Pädagogisches Gespür: Verständnis für die Bedürfnisse der Prüflinge und die Fähig- keit, Prüfungsgespräche angemessen zu führen ❙ Verantwortungsbewusstsein: Zuverlässig- keit, Verschwiegenheit und Pünktlichkeit bei der Einhaltung von Prüfungsterminen Was bietet die IHK? ❙ Fortbildung: Regelmäßige Fortbildungen halten Prüferinnen und Prüfer auf dem neuesten Stand ❙ Austausch: andere Prüfer und Prüferinnen kennenlernen und wertvolle Kontakte knüpfen ❙ Anerkennung: Die ehrenamtliche Prüfer- tätigkeit wird geschätzt, gewürdigt und vergütet Jetzt Prüferin oder Prüfer werden! Sie sind eine erfahrene Fachkraft und möch- ten Ihr Wissen weitergeben? Sie möchten einen Beitrag zur Zukunft unserer Region leisten? Dann werden Sie Prüferin oder Prüfer bei der IHK Offenbach am Main! Kontakt Thomas Süsser 069 8207-313 suesser@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de/ausbildung/ pruefer-in-der-aus-und-weiterbildung Ansprechpartnerin: Kathleen Zinselmeier 0261 30471-77 | zinselmeier@ihk-akademie-koblenz.de IHK-Akademie Koblenz e.V. | Josef-Görres-Platz 19 | 56068 Koblenz www.ihk-akademie-koblenz.de Beratung und weitere Informationen: Entdecken Sie unsere vielfältigen Online-Weiterbildungen, die Ihnen flexibles und berufsbegleitendes Lernen ermöglichen © ty – A do be S to ck Ausbilder der Ausbilder/-innen Employer Brand Manager/-in (IHK) Kaufmännische/-r Assistent/-in im Gesundheits- und Sozialwesen (IHK) Personalentwickler/-in (IHK) Projektmanager/-in (IHK) Recruiter/-in (IHK) TITELTHEMA Best Practice VR Bank Dreieich-Offenbach eG Menschen schätzen Arbeitgeber, die auf Gesundheit setzen Für ihren Einsatz im Bereich der Mitarbeitergesundheit hat die R+V BKK in Kooperation mit der Akademie Deutscher Genossenschaften (ADG) der VR Bank Dreieich-Offenbach eG im Jahr 2024 das Siegel „Gesundheitsorientiertes Unter- nehmen“ verliehen, denn sie offeriert ihren Mitarbeitenden ein außergewöhnliches Portfolio zur Gesundheitsförderung. Im Präventionsbereich kooperiert die VR Bank Dreieich-Offenbach eG mit dem Gesund- heitsdienstleister APUS GmbH, der „aktive Pausen“, Webinare zu Ernährung und Gesund- heit sowie Ergonomieberatung am Arbeits- platz anbietet. Ob digital oder in Präsenz genutzt – der Arbeitgeber subventioniert die Kosten dafür komplett. Weitere Bausteine, damit die Mitarbeitenden fit bleiben und sich wohlfühlen, sind der Betriebssport und das Jobrad-Leasing. Selbstverständlich ist das ganze Team gegen Unfälle abgesichert. Zur Unterstützung der mentalen Gesundheit kooperiert die Genossenschaftsbank mit dem Unternehmen Human Protect. Dessen speziell geschulte Coaches stehen den Mit- arbeiterinnen und Mitarbeitern in schwierigen Lebenslagen mit einer 24/7-Hotline anonym zur Seite, sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld. Auch durch interne Maßnahmen sorgt die VR Bank Dreieich-Offenbach eG für das Wohlbe- finden ihres Personals, zum Beispiel in Form von persönlichen Coachings, Stress- und Resi- lienz-Schulungen. Diese vermitteln Metho- denkompetenz und tragen zu Stressreduktion oder Konfliktlösung bei. Zusätzlich führt das Gesundheitsteam der Bank Gesundheitsbefragungen innerhalb der Belegschaft durch, kombiniert mit einer psychischen Gefährdungsbeurteilung gemäß Arbeitsschutzgesetz. Auf Basis dieser Ergeb- nisse werden die Angebote spezifisch und bedarfsorientiert weiterentwickelt. „Die Gesundheit und das Wohlbefinden unse- rer Mitarbeitenden liegen uns sehr am Herzen. Deshalb sind wir stolz darauf, ein so breites Portfolio – das weit über die gesetzlichen Vor- gaben hinausgeht – anzubieten. Wir werden auch weiterhin alles daransetzen, unseren Mitarbeitenden die bestmögliche Unterstüt- zung für ihre Gesundheit zu garantieren“, sagt Stephan M. Schader, Vorstandsvorsitzender bei der VR Bank Dreieich-Offenbach eG. a www.vrbanking.de V. l. n. r.: Stephan M. Schader, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Dreieich-Offenbach eG, Thomas Schaaf, Vorstand R+V BKK, und Jens Prößer, Vorstand der VR Bank Dreieich-Offenbach eG. Fo to : V R Ba nk D re ie ic h- O ffe nb ac h eG 30 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 TITELTHEMA Krankenkasse hilft bei der BGM-Etablierung Gesundheitsförderung setzt starkes Signal am Fachkräftemarkt Wer die Gesundheit seiner Beschäftigten mit einem betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) fördert, sichert sich wertvolle Wettbewerbsvorteile – bei der Produktivität und auf dem Arbeitsmarkt. Die Gesundheit der Beschäftigten ist nicht nur eine der wichtigsten Unternehmens- ressourcen, eine aktive Gesundheitsstrategie trägt auch zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit bei, stärkt das Betriebsklima, motiviert Beschäftigte und wird zum Teil der Arbeitgebermarke. Dies kann den entscheidenden Unterschied bei der Gewinnung von Personal machen, gerade auch von internationalen Fachkräften. Betriebliche Gesundheitsförderung kommt also nicht nur den Beschäftigten zugute, sondern lohnt sich auch für das Unternehmen. Geringere Krankenstände und verbessertes Wohlbefinden steigern die Einsatzbereitschaft und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden. Zufriedenheit und Kommunikation fördern die Identifikation mit dem Arbeitgeber. Ein resilienter Betrieb, zufriedene und gesunde Mitarbeitende – das wirkt auch als starkes Sig- nal nach außen und steigert die Attraktivität für potenzielle Bewerberinnen und Bewerber. Die BARMER in Hessen bietet Unternehmen umfassende Beratung zur Entwicklung einer eigenen passgenauen Gesundheitsstrategie, unabhängig von der Größe des Betriebs. Mit einem Maßnahmenportfolio, das eine Vielzahl an Screenings, Trainings- und Beratungsmo- dulen, Vorträgen sowie Workshops enthält, werden die Mitarbeitenden gezielt erreicht. Mögliche Schwerpunkte sind zum Beispiel die Themenfelder Ernährung, psychische Erkrankungen oder Bewegung. Die Angebote können sowohl digital als auch in Präsenz sowie zweisprachig – auf Deutsch oder Eng- lisch – umgesetzt werden. Durch Bedarfsana- lysen und Evaluationen wird sichergestellt, dass alle Maßnahmen zum jeweiligen Betrieb passen und nachhaltig wirken. Wichtig zu wis- sen: Investitionen in ein BGM können unter Berücksichtigung von § 20 SGB V seitens der BARMER bis zu 100 Prozent gefördert oder auch steuerlich geltend gemacht werden. Im Rahmen des betrieblichen Gesund- heitsmanagements können internationale Fachkräfte auch vom sogenannten BARMER Welcome Service profitieren. Dieser bietet den perfekten Start in das Berufsleben in Deutschland (Onboarding) und umfasst eine Beratung in sieben Landessprachen. Screenings, Trainings- und Beratungsmodule, Vorträge oder Workshops sind Maßnahmen, die zu einem betrieblichen Gesundheitsmanagement gehören können. VIDEO – Safety – Guard – Tower Baustellenüberwachung Sichern Sie Ihr Eigentum Unkomplizierte Sofortmontage einer mobilen Einbruchmeldeanlage jederzeit möglich. Dem Ernstfall einen Schritt voraus • Schnelle und professionelle Sicherung Ihres Objektes innerhalb von 48 Stunden • Kostengünstig mieten Wir beraten Sie gerne individuell in allen Fragen rund um Ihre Sicherheit. Besuchen Sie unser Sicherheitscenter. Heinrich-Krumm-Straße 9 63073 Offenbach www.bws-offenbach.de Telefon: 069/888 145 Autor Gino Scalinci 0160 90456334 gino.scalinci@barmer.de www.barmer.de Fo to : G et ty Im ag es /B ar m er 31Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 TITELTHEMA Draht-Weissbäcker KG Steinstr. 46 - 48, 64807 Dieburg Tel. (0 60 71) 9 88 10 · Fax (0 60 71) 51 61 Internet: www.draht-weissbaecker.de Email: draht@weissbaecker.de · Draht- und Gitterzäune · Tore · Schiebetore · Drehkreuze · Türen · Schranken · Gabionen · Pfosten · Sicherheitszäune · Mobile Bauzäune · Alu-Zäune · sämtliche Drahtgeflechte · Alu-Toranlagen · Rankanlagen · auch Privatverkauf Zäune · Gitter · tore Fo to : P ER SU S Pe rs on al G m bH Personaldienstleister hilft Unternehmen, qualifiziertes Personal zu finden Arbeitsplatz und Lebensumfeld müssen attraktiv sein Die PERSUS Personal GmbH aus Bad Mergentheim hat ihre Expansion fortgesetzt und eine Niederlassung in Neu-Isenburg eröffnet. Damit ist PERSUS an neun Standorten bundesweit vertreten. Das Team in der neuen Niederlassung ist seit vielen Jahren in der Region aktiv. Die Niederlassung richtet sich an gewerblich-technische Hilfs- und Fachkräfte sowie an die Logistikbranche. „Wir sind ein Generalist und bieten das komplette Spektrum an qualifiziertem Personal und Hilfskräften an“, erläutert Sandra Höflich, die Niederlassungsleiterin. Die Fachkräftesituation in der Region Offenbach betrach- tet sie als angespannt. Höflich erklärt: „Bundesweit wie auch in Offenbach ist der Fachkräftemangel aufgrund von Demografie und Digitalisierung verschärft. Die Babyboo- mer gehen in den Ruhestand, während weniger junge Menschen nachrücken. Zudem führen Digitalisierung und ökologische Transformation zu großen Verschiebungen in den nachgefragten Kompetenzen. Die Nachfrage über- steigt deutlich das lokale Angebot.“ Besonders gesucht seien qualifizierte Fachkräfte in fast allen Branchen und Bereichen, auch in der Region Offenbach. Unternehmen hier stehen vor der Heraus- forderung, nicht nur den Job, sondern auch die Region zu bewerben. „Wir müssen attraktiv sein für neue Kolleginnen und Kollegen, die gerne zu uns kommen“, sagt Höflich. „Es ist nicht nur eine Entscheidung für den Arbeitsplatz, sondern auch für die Region Offenbach als Lebensumfeld.“ PERSUS unterstütze Arbeitgeber dabei, flexibel auf die Bedürfnisse der Wirtschaft zu reagieren. Zeitarbeit sei ein wichtiges Instrument, um Auslastungs- und Produk- tivitätsschwankungen zu bewältigen. Höflich betont: „Für Unternehmen und Mitarbeiter ist es wichtig, einen professionellen und erfahrenen Partner wie PERSUS zu haben. Die Fachkräftezuwanderung aus dem Ausland ist ein großes Thema, um die Nachfrage nach qualifiziertem Personal zu decken. Viele Unternehmen haben nicht die Ressourcen und das Know-how dafür. Hier kommen wir ins Spiel.“ Mit der Eröffnung der neuen Niederlassung in Neu-Isen- burg setze PERSUS ein Zeichen für die Zukunft und den Anspruch, weiterhin ein verlässlicher Partner für Unter- nehmen und Fachkräfte zu sein. Kontakt Sandra Höflich 06102 8686290 neu-isenburg@persus.de www.persus.de Niederlassungsleiterin Sandra Höflich beim Vorstellungsgespräch. 32 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 TITELTHEMA Fo to : W an de lW er ke r C on su lti ng G m bH Anna und Stefan Ganzke sind Gründer und Geschäftsführer der WandelWerker Consulting GmbH. Gemeinsam mit ihrem Team unterstützen sie mittelständische Unternehmen und Konzerne dabei, Arbeitsunfälle kontinuierlich und nachhaltig zu senken sowie eine gelebte Arbeitsschutzorganisation zu entwickeln. Autor Stefan Ganzke 0202 38487977 service@wandelwerker.com www.wandelwerker.com Die Bedeutung von Arbeits- und Gesundheitsschutz für das Recruiting Guter Arbeitsschutz stärkt das Employer Branding In Zeiten des Fachkräftemangels setzen Unternehmen vor allem auf attraktive Gehälter und Boni, um junge Talente zu gewinnen. Was viele jedoch oftmals nicht wissen: Immer mehr junge Menschen legen großen Wert auf Sicherheit am Arbeitsplatz. Wer dies erkennt und eine gelebte Arbeitsschutz- organisation besitzt, verfügt über ein wertvolles Instrument für die Gewinnung von Fachkräften. Für viele Menschen, gerade aus der jüngeren Generation, ist der Arbeitsplatz nicht nur ein Ort, an dem sie Geld verdienen. Sie möchten sich an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen und langfristig gesundheitliche Vorteile gesichert wissen. Unternehmen, die den Arbeits- und Gesundheitsschutz im Blick haben und dies überzeugend umsetzen, gelten daher als attraktive Arbeitgeber. Es lohnt sich, in eine gute betriebliche Sicherheitskultur zu investieren und dies sowohl nach innen als auch nach außen darzustellen. Menschen im Unternehmen fühlen sich wertgeschätzt, und indem ein Unternehmen seine Sicherheitskul- tur authentisch und transparent nach außen hin kommuniziert, macht es qualifizierte Fachkräfte auf sich aufmerksam und baut eine starke Arbeitgebermarke auf. Teil der Unternehmenskultur Für einen guten Arbeitsschutz kommt es nicht nur auf technische und organisatorische Maß- nahmen an. Auch die psychische Sicherheit und eine lernende Organisation sind zentrale Faktoren. Für einen gelebten Arbeits- und Gesundheitsschutz braucht es darüber hinaus ein Umdenken in der gesamten Organisation, das sowohl Führungskräfte als auch Mitarbei- ter befähigt und einbindet. Diese Vorgehens- weise führt in Unternehmen dazu, dass die Akzeptanz für Sicherheitsmaßnahmen steigt. Auf diese Weise entsteht nicht nur ein wirksa- mer Arbeits- und Gesundheitsschutz, sondern auch eine erfolgreiche Unternehmenskultur. 33Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 TITELTHEMA Unternehmen machen bei JETZT#KÖNNENLERNEN mit Mehr Ausbildung, mehr Fachkräfte Die bundesweite IHK-Marketingoffensive JETZT#KÖNNENLERNEN wirbt für die duale Ausbildung. In Social Media erzählen Auszubildende anderen jungen Menschen von ihren Erfahrungen in Betrieb und Berufs- schule. Das „Lebensgefühl Ausbildung“ vermitteln sie auch auf großformatigen Plakaten, die an Bahnhöfen und anderen stark frequentierten Orten hängen oder auch von Unternehmen präsentiert werden. Schließlich geht es darum, jungen Menschen zu zeigen, wie gut der Einstieg ins Berufsleben mit einer Ausbildung in einem der engagier- ten Betriebe in der Region gelingen kann. Die Plakate sind echte „Eyecatcher“ und bieten den Unternehmen eine ideale Möglichkeit, um auf ihre Ausbildungsangebote aufmerk- sam zu machen. Die Manroland Sheetfed GmbH, Offenbach, die Biotest AG, Dreieich, und das Schwimm- bach Rosenhöhe Offenbach zeigen, wie es funktioniert. Die IHK Offenbach am Main berät und informiert ihre Mitgliedsunternehmen dazu, wie sie von der Kampagne profitieren können. Fo to :s K re bs /IH K Oben: Dieter Rohrer (l.), Partner Aus- und Weiterbildung, und Dirk Neumüller, Leitung Nachhaltigkeitsmanagement und Unterneh- menskommunikation, setzen sich bei Biotest für JETZT#KÖNNENLERNEN ein. Rohrer erklärt dazu: „Wir sind ständig auf der Suche nach geeigneten Fachkräften. Deswegen ist die Azubikampagne ein wertvoller Beitrag, um das Unternehmen mit dem Lebensgefühl Aus- bildung zu verbinden.“ Links: Bei Manroland Sheetfed in Offenbach, einem der größten Ausbildungsbetriebe in der Region, brachten die Auszubildenden Jovana Gajic, Daniel Heckwolf, Roberto Fraccica, Alen Taletovic, Benedikt Clauss und Georgij Krutikov Plakate der IHK-Azubi-Marketingkampagne am Außengelände an. „Mit unserer über einhundertjährigen Tradition sind wir heute moderner und innovativer denn je. Wir verbinden bewährte Methoden mit neuster technolo- gischer Entwicklung und bereiten unsere Auszubildenden und Studenten umfassend auf eine erfolgreiche Zukunft vor. Zehn unterschiedliche Ausbildungsberufe und fünf Studiengänge machen Manroland Sheetfed zu einem attraktiven Ausbildungsbetrieb für junge Menschen“, sagt Ausbildungsleiter Matthias Derzbach. 34 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 TITELTHEMA Kontakt Alexander Krebs 069 8207-331 krebs@offenbach.ihk.de JETZT#KÖNNENLERNEN für Unternehmen Sie möchten sich anschließen und jungen Talenten mit der IHK-Azubi-Marketingkampagne zeigen, dass sie in Ihrem Betrieb mit einer Ausbildung durchstarten können? Mehr Infos zu den Möglichkeiten und zum Marketingmaterial unter a www.ihkof.de/ausbildung Im Schwimmbad Rosenhöhe sorgen Badleiterin und Ausbilderin Alexandra Szeremeta (l.) und Auszu- bildende Angela Bobija dafür, dass die Besucherinnen und Besucher auf die Option duale Ausbildung aufmerksam werden. Die Ausbilderin erklärt: „Wir sind stolz darauf, die Ausbildungskampagne zu präsen- tieren. Sie zeigt die Vielfalt und die Chancen, die eine Ausbildung bietet. Gemeinsam möchten wir junge Talente inspirieren und ihnen den Weg in eine erfolgreiche berufliche Zukunft eröffnen!“ mail@wolfsystem.de www.wolfsystem.de PRODUKTION MONTAGE PLANUNG Industrie | Gewerbe | Stahlbau Wolf System GmbH 94486 Osterhofen 09932 37-0 35Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 TITELTHEMA Was Arbeitgeber attraktiv macht „Wir können für die vielfältigen Jobs bei uns begeistern.“ Die europäische Branchenplattform MHK Group in Dreieich wurde als TOP-JOB-Arbeitgeber ausgezeichnet. Sie ist einer der großen Arbeitgeber im Kreis Offenbach: die MHK Group. 1980 gegründet, beschäftigt das Unternehmen in der Drei- eicher Zentrale knapp 600 Mitarbeitende in unterschiedlichsten Bereichen, denn der eins- tige Einkaufsverbund hat sich über die Jahr- zehnte zu einer der führenden europäischen Branchenplattformen für Küche und Wohnen entwickelt. Marken wie musterhaus küchen und REDDY Küchen sind in ganz Deutschland ein Begriff. Daneben ist die MHK Group mit ihren Verbänden interdomus Haustechnik, Deutscher Wohnbau Verbund und TOP Maler- meister Deutschland auch Spezialist in den Bereichen Sanitär, Heizung und Klimatechnik, Wohnbau und Malerhandwerk. Einen wesentlichen Fokus bildet die Unter- stützung und Stärkung des mittelständischen Fachhandels und Fachhandwerks. Dafür stellt die MHK Group ihren mehr als 4.200 Part- nerinnen und Partnern ein einzigartiges Netzwerk mit einer Vielzahl exzellenter Dienstleistungen, innovativer Produkte und Technologien zur Verfügung. Das Angebot reicht von digitalen Prozesslösungen für die Betriebspraxis über Marketing- und Vertriebsunterstützung und eine international erfolgreiche Küchen- planungssoftware bis hin zu maßgeschneiderten Bankleistungen. Entwickelt und umgesetzt werden all diese Services und Leistungen in Dreieich. Unternehmenskultur überzeugt Anfang Juli wurde die MHK Group als TOP-JOB-Arbeitgeber ausge- zeichnet. Basis war eine Befragung der Mitarbeitenden. Besonders positiv wurde die traditionell starke Unternehmenskultur bewertet. „Diese konnten wir für die neue Zeit als management-geführtes Unter- nehmen erhalten“, resümiert Volker Klodwig, Vorstandsvorsitzender der MHK Group. „Unsere Unternehmenskultur zeichnet sich durch eine ausgeprägte Kundenorientierung, Kollegialität und Lösungs- orientierung aus.“ Wenn es um die Identifikation mit den Kunden, dem Unternehmen und den Dienstleistungen geht, erzielte die MHK Group die besten Werte. Um offene Stellen und Aufgaben zu bewerben, setzte die Unter- nehmensgruppe beim Employer Branding in der Vergangenheit auf die klassischen Recruitingkanäle. Allein auf diesem Weg konnten viele gute Bewer- berinnen und Bewerber motiviert werden, sich mit den attraktiven Jobangeboten im persönlichen Gespräch auseinanderzu- setzen. „Kommen die Kandidatinnen und Kandidaten bei uns im Haus mit uns ins Gespräch, gelingt es uns recht schnell, sie für die Zusammenarbeit zu begeistern und sie als Kolleginnen und Kollegen zu gewinnen, die unser Team fachlich bereichern und menschlich ergänzen“, berichtet Personal- leiter Martin Isermann. Aber auch die MHK Group spürt die Veränderungen am Arbeits- markt sehr deutlich. „Wir müssen mehr Zeit und Energie in das Personalmarketing und Recruiting investieren als noch vor fünf Jahren“, stellt Isermann fest. Der Aufwand für „Active Sourcing“ und Personaldienstleister hat sich verdoppelt. Zudem unterstütze eine Werbekampagne den Social-Media-Auftritt der Gruppe. Mit Blick in die Zukunft hält der Personalexperte fest: „Das Rhein-Main-Gebiet weist insgesamt noch moderate Stellenüberhangsquoten aus. Die Situation wird sich aber weiter verschärfen. Wir stellen uns dauerhaft darauf ein, mehr in die Aus- und Weiterbildung zu investieren.“ Neue Wege im Recruiting Beim Recruiting könne sich ein Unternehmen heute nicht mehr nur auf eine Methode oder eine externe Beratung verlassen. „Es sind viele – oft kleine – Schritte erforderlich, um in Summe erfolgreich zu sein“, betont Isermann. Die MHK Group habe in der Vergangenheit schon viel richtig gemacht. Neu sei, dass sie sich jetzt dem Markt- Benchmark der Universität St. Gallen und der zeag GmbH, Zentrum für Arbeitgeberattraktivität, gestellt habe. „Im Vordergrund steht hier für uns, zusätzliche Erkenntnisse zu unserer Arbeitgeberattraktivität herauszuarbeiten. Und gleichzeitig spüren wir, dass unsere Bewerber unsere Auszeichnung als TOP-JOB-Arbeitgeber wahrnehmen und wertschätzen. Darüber freuen wir uns sehr.“ a www.mhk.de a www.topjob.de 36 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 TITELTHEMA Fo to : I H K Lehrkräfte zeigen Wege in den Beruf Am ersten Netzwerktag der IHK Offenbach am Main und des Studienseminars Grund-, Haupt-, Real- und Förderschulen (GHRF) Offenbach dis- kutierten 30 angehende Lehrkräfte mit Vertreterinnen und Vertretern von zehn außerschulischen Kooperationspartnern aus Stadt und Kreis Offenbach zur beruflichen Orientierung in der Schule. Stefan Schulze und Tim Beckmann, die Ausbilder der Lehrkräfte, unterstrichen die Bedeu- tung nachhaltiger beruflicher Orientierung und die Rolle der Lehrkräfte als Multiplikatoren. Alexander Krebs, Bildungsberater der IHK Offenbach, sprach in seinem Vortrag über spezifische regionale Herausforderungen und Möglichkeiten. Bei einem „Marktplatz der Möglichkeiten“ knüpften die Teilnehmer Kontakte und tauschten sich aus. Sie suchen Personal? Wir sind Ihr kompetenter Partner. schnell – unbürokratisch – passgenau Wir vermitteln mit detaillierten Kenntnissen der regionalen Wirtschaft arbeitsuchende Menschen aus allen Branchen in der Region Offenbach und im Rhein-Main Gebiet. Unser Angebot und Ihre Vorteile: Gemeinsam ermitteln wir das Anforderungsprofil des zu besetzenden Arbeitsplatzes, gerne auch direkt vor Ort in Ihrem Unternehmen. Passgenaue Vorschläge für Ihren Bedarf sichern den nachhaltigen Erfolg bei der Stellenbesetzung. Durch ein befristetes Praktikum in Ihrem Betrieb lernen Sie Ihre neuen Mitarbeitenden noch besser kennen. Bei Bedarf beraten wir Sie als Arbeitgeber und Ihre neuen Mitarbeitenden auch nach der Einstellung. Unser Service ist selbstverständlich kostenfrei. Sprechen Sie mit uns: MainArbeit Kommunales Jobcenter Offenbach Berliner Str. 190, 63067 Offenbach am Main Tel.: 0800 101-8100 • Mainarbeit-Arbeitgeber@offenbach.de www.mainarbeit-offenbach.de Zeit für ein Website- Facelift? www.bieg-hessen.de Kostenfreie und neutrale Online-Marketing-Beratung Frankfurt am Main Fulda Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern Offenbach am Main Wiesbaden BIEG Hessen ist eine Serviceeinrichtung der Industrie- und Handelskammern: 37Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 TITELTHEMA Die Bedeutung der Cybersicherheit für Kleinst- und Kleinunternehmen Kleinunternehmen im Visier von Cyberkriminellen In einer dreiteiligen Serie macht Dr. Gerd Dettweiler die Bedeutung der Cybersicherheit für Unternehmen deutlich. Er war über 20 Jahre bei einem Systemintegrator im Bereich IT-Sicherheit tätig und ist unter anderem Leiter des Forums Rhein-Main im Cyber-Sicherheits-Netzwerk des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Im ersten Teil der Serie zeigt er, wie und warum Cyberkriminelle Kleinst- und Kleinunternehmen ins Visier nehmen. Die fortschreitende Digitalisierung hat zur Folge, dass sich heute noch kaum ein Unter- nehmen ohne die Unterstützung durch Com- putersysteme führen lässt. Notwendigerweise sind die Rechner mit dem Internet verbunden, und dadurch unter bestimmten Umständen aus der Ferne angreifbar. Cyberkriminelle nutzen Schwachstellen im Betriebssystem oder in der Software aus, um sich unerlaubten Zugriff auf die Unternehmensrechner zu ver- schaffen. Manchmal rufen die Betrüger auch dreist im Unternehmen an und geben sich als helfende Mitarbeiter des Microsoft-Kun- denservice aus. Sie senden gerne täuschend echt aussehende E-Mails ins Unternehmen, die schädliche Anhänge oder Verlinkungen beinhalten und versuchen einen digitalen Ein- bruch vorzubereiten, indem sie die Empfänger dazu verleiten, die Anhänge zu öffnen oder auf die vergifteten Links zu klicken. Das Ziel ist immer das gleiche: Datenklau, mit der Option, damit Geld zu machen. Oder noch schlimmer: Erpressung per Verschlüsselungstrojaner. Viele kleine Unternehmen nehmen die digitalen Bedrohungen leider nicht ernst. „Ich bin doch klein und unbedeutend, und bei uns ist nichts zu holen“, sind oft gehörte Einschätzungen der Firmeninhaber. Genau da täuschen sie sich! Weil große Firmen mittlerweile eigene Abtei- lungen zur Cyberabwehr betreiben, haben die Kriminellen gelernt, dass es bei den „Kleinen“ viel einfacher ist, erfolgreich zu sein. Die treffen nämlich wenig oder sogar keine Vorsorge. Wie eine wirksame Vorsorge aussehen sollte, beschreibt Teil 2 der Serie in der Ausgabe November/Dezember 2024 der Offenbacher Wirtschaft. Datenklau oder Erpressung – Cyberkriminalität kann Unternehmen jeder Größe in eine existenzielle Krise stürzen. Autor Dr. Gerd Dettweiler Dettweiler Consulting www.cybersicherheit.jetzt/ Fo to : D et tw ei le r 38 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 RATGEBER Fo to : C la ra G öt z – w w w .d af or oa rt el ie r.d e Softwareanwendungen schnell, intuitiv und einfach entwickeln Trendprodukt aus dem Traditionshaus Seit 40 Jahren schafft das Softwarehaus Vectorsoft AG die Voraussetzungen, damit andere Unter nehmen selbst Anwendungen entwickeln können. 2019 hat Dr. Markus Pilz die Geschäftsführung übernommen. Im Interview berichtet er über die 2024 gelaunchte Vectorsoft-Plattform yeet. Sie nennen yeet eine Low-Code- Plattform. Was genau ist das? Der Begriff Low-Code bezeichnet die Art und Weise, Software mit visuellen Werkzeugen und intuitiven grafischen Methoden her- zustellen. Im Gegensatz zu No-Code kann man mit yeet weiter gehen und Logiken der Anwendung mittels bekannter Script-Spra- chen definieren. Welche Arten von Anwendungen können mit yeet erstellt werden? Es sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Besonders gut unterstützt yeet datenzent- rierte Ansätze: Beispielsweise wird aus einem überladenen Excel-Sheet eine übersichtliche zentrale Webanwendung – mit browserbasier- tem Zugriff für jedes Endgerät. So entstehen schlanke mobile Apps, aber auch ganze CRM- oder ERP-Lösungen. Wann immer Daten erfasst oder angezeigt werden sollen, ist yeet besonders effizient – egal für welche Branche. Für wen eignet sich die Plattform und welche Voraussetzungen sind nötig, um damit zu arbeiten? Seit 40 Jahren sind Softwarehäuser und IT- Abteilungen unsere Zielgruppe. Mit yeet wer- den zusätzlich Start-ups angesprochen, die keine passende Lösung für ihre Geschäftsidee am Markt finden. Abgesehen von einer gewis- sen IT-Affinität benötigt man lediglich einen Webbrowser, um mit yeet durchzustarten. Die Plattform selbst ist wahlweise beim Kunden installiert oder in der vectorsoft-Cloud. Sie stellen Unternehmen Zeit- und Geld- ersparnisse bei der Softwareentwicklung in Aussicht. Wie begründen Sie das? Unser Team hat sein Herzblut in Usability gesteckt, wodurch einfaches und intuitives Arbeiten möglich wird. So lassen sich bei- spielsweise Datentabellen per Drag and Drop mit der Erfassungsmaske der Zielanwendung verknüpfen, die übliche Datenbankprogram- mierung entfällt. Diese hochgradige Auto- matisierung von yeet bringt im Vergleich zu klassischer, rein textbasierter Programmie- rung eine Beschleunigung um den Faktor fünf bis zehn. Projekte können entsprechend schneller und kostengünstiger umgesetzt werden. Wie gewährleistet vectorsoft die Sicherheit und Skalierbarkeit von yeet-Anwendungen? Unter der „Motorhaube“ von yeet findet sich eine eigens von vectorsoft hergestellte Datenbanktechnologie, die über 40 Jahre gereift und bei vielen Kunden international im Einsatz ist. Die Betriebssicherheit ist ange- sichts großer Userzahlen und Terabytes an Datenvolumen praktisch erwiesen. Welche Support- und Schulungs- angebote bietet vectorsoft? Exzellenter Support bedeutet direkte Erreich- barkeit unseres Expertenteams während der Öffnungszeiten. Außerdem bieten wir für unsere Kunden neben grundlegenden auch individuelle Workshops an, die auf ihre Projekte maßgeschneidert werden. Welche Pläne haben Sie für yeet? Wie bei allem wird KI eine prägende Rolle für die Weiterentwicklung von yeet spielen, das heißt, durch visuelle Analysen und genera- tive Ansätze wird das Erstellen von Web applikation künftig noch einfacher und noch schneller werden. a www.vectorsoft.de Dr. Markus Pilz hat nun zusätzlich zur bestehenden vectorsoft-Lösung conzept 16 die innovative Plattform yeet für Low-Code-Entwickler im Unternehmensportfolio. 39Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 RATGEBER Impressum: Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, Sontraer Straße 6, 60386 Frankfurt am Main, Telefon 0 69/42 09 03-75 Die Textbeiträge in diesem Verlagsspecial wurden von den werbenden Unternehmen verfasst.www.zarbock.de VerlagsThema | Berufliche Weiterbildung1 Berufliche Weiterbildung: So profitieren Sie als Arbeitgeber Lebenslanges Lernen – für Arbeitnehmer, die ihre Karriere vorantreiben wollen, ist das unerlässlich. Berufliche Weiter- bildung wird deshalb immer wichtiger. Doch auch Unterneh- men profitieren, wenn Beschäftigte ihren Horizont und ihre Qualifikationen erweitern. Berufliche Kenntnisse vertiefen und ergänzen, neue Fähigkeiten entwickeln, der Karriere einen Schub geben – für Arbeitneh- merinnen und Arbeitnehmer liegen die Vorteile der beruflichen Weiterbildung auf der Hand. Fachleute des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sehen darin gar „den Schlüssel zu Aufstieg und Erfolg im Berufsleben“. Manche Unternehmens- verantwortliche runzeln dagegen häufig erst einmal die Stirn, wenn Beschäftigte mit dem Wunsch nach beruflicher Weiter- bildung auf sie zukommen – gehen solche Maßnahmen doch zunächst einmal mit Fehlzeiten und letztlich mit Kosten einher. Attraktivität als Arbeitgeber steigt Aber: Es steigt auch die Zahl der Betriebe, die in beruflicher Weiterbildung ein hervorragendes Mittel im Wettbewerb um begehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erkennen. Fakt ist: Unternehmen, die ihrer Belegschaft Zugang zu regelmäßigen Schulungen bieten, erhöhen ihre Attraktivität als Arbeitgeber – in Zeiten des Fachkräftemangels ein schlagkräftiges Argument, um sich von anderen Betrieben abzusetzen. 9/10 2024 Berufliche Weiterbildung Weiterbildung lohnt sich! Mit uns erfolgreich in eine neue Zukunft Betriebliche und überbetriebliche Umschulungen, Blended-Learning-Umschulungen, Teilqualifikationen, Externenprüfungsvorbereitungen, umschulungs- begleitende Hilfen (ubH) , Fort- und Weiterbildungen Wir beraten Sie gern! Fortbildungsakademie der Wirtschaft (faw) gGmbH Ulanenplatz 12 Ziegelstr. 8 63452 Hanau 63065 Offenbach Ulrich Lilienthal Chrsitine Euler Tel.: 06181 92168-15 Tel.: 069 2648884-17 E-Mail: hanau@faw.de www.faw.de/hanau Fo to s: Is to ck ph ot o / Sv et aZ i Doch nicht nur als Werkzeug für erfolgreiches Recruiting kann betriebliche Weiterbildung eingesetzt werden. Sie erhöht auch die Bindung vorhandener Mitarbeiter ans Unternehmen, indem sie ihnen berufliche Chancen eröffnet und das Gefühl vermittelt, gebraucht zu werden – was wiederum hilft, die Personalfluktu- ation zu senken. Weiterbildung hilft, Kosten zu senken Unterm Strich kann sich berufliche Weiterbildung sogar kos- tensenkend auswirken. Ein Grund dafür: Erstklassig geschulte Mitarbeitende sichern dem Unternehmen wichtiges Know-how. Das trägt dazu bei, Prozesse zu optimieren und die Auslagerung von Arbeiten auf externe Dienstleister zu verringern. Gleichzei- tig steigt nach einer Weiterbildung in aller Regel die Produk- tivität der Beschäftigten – sie arbeiten routinierter, effektiver, motivierter. Und: Wer die besseren Leute im Betrieb hat, steigert letztlich immer seine Konkurrenzfähigkeit auf dem Markt. Für Unternehmen lohnt sich betriebliche Weiterbildung also gleich in mehrfacher Hinsicht. Übrigens: Neben der beruflichen Weiterbildung können Be- schäftigte auch Maßnahmen zur allgemeinen und politischen Weiterbildung sowie zur Weiterbildung an Hochschulen nut- zen. Zu den erstgenannten gehören beispielsweise Kurse zu Teamfähigkeit, zu Medienkompetenz oder Sprachkurse. Auch wenn diese nicht unmittelbar berufsbezogen sind, erhöhen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer damit ihre allgemeinen Kompetenzen – was dem Betrieb ebenfalls zu Gute kommt. Glei- ches gilt für Weiterbildung an Hochschulen, mit der Akademiker ihr Wissen auf dem aktuellen Stand der Fachrichtung halten können. Mehr Informationen hält unter anderem das Bundesministe- rium für Bildung und Forschung unter www.bmbf.de bereit. Fo to s: Is to ck ph ot o / Sv et aZ i VerlagsThema | Berufliche Weiterbildung3 Das Leben ist zu kurz für irgendwann ... Starte noch dieses Jahr in Deine Zukunft! • Aufstiegsfortbildung • Weiterbildung • Umschulung • Prüfungsvorbereitung kaufmännische Berufe · Weiterbildung für die Sicherheitsbranche Coaching und Bewerbungstraining (alle Berufsgruppen) Angebote für Migrant*innen Deutsche Angestellten-Akademie DAA Frankfurt am Main Walter-Kolb-Straße 5 – 7 60594 Frankfurt am Main 069 972002-0 info.frankfurt-main@daa.de daa-frankfurt-main.de Online weiterbilden: Alles ist möglich Sich beruflich weiterbilden, bequem von zu Hause aus? Viele Anbieter machen das mit Online-Lehrgängen und -Semina- ren möglich. Denn was im Homeoffice funktioniert, klappt auch beim Thema Weiterbildung. Dabei stehen unterschied- liche Formen zum digitalen Lernen zur Auswahl. Zum Beispiel besteht die Möglichkeit, allein oder in einer fes- ten Gruppe online zu lernen. So können Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr eigenes Tempo festlegen oder – Vorteil der Gruppenvariante – sich gemeinsam mit anderen immer wieder motivieren und gegenseitig helfen. Komplette Online-Fernlehrgänge bieten ein Höchstmaß an Fle- xibilität. Teilnehmende können überall und jederzeit auf Inhalte zugreifen. Dabei kommen meist multimediale Hilfsmittel wie Videos, Grafiken, Texte und Dokumente zum Einsatz, aus de- nen Lernende sich bedienen können – je nachdem was für ein „Lerntyp“ sie sind. Manche Anbieter haben aber auch Hybrid-Seminare im Pro- gramm, bei denen Präsenzveranstaltungen mit Webinaren kombiniert werden – das beste aus beiden Welten! Der große Vorteil: Arbeiten und lernen in der gewohnten Umgebung, in entspannter Atmosphäre erleichtert den Lernerfolg. Wobei na- türlich auch die Gefahr besteht, sich durch den üblichen Alltag daheim ablenken zu lassen. Fachleute raten deshalb dazu, sich hier immer feste Termine zu setzen, um Struktur und Disziplin in das Weiterbildungsprojekt zu bringen. Fo to : I st oc kp ho to / K at er yn a O ny sh ch uk BEKANNTMACHUNG Aufgaben gehen an IHK Frankfurt am Main Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz Übertragung der Aufgaben nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz und der Berufskraftfahrer-Qualifikationsverordnung von der IHK Offenbach am Main auf die IHK Frankfurt am Main Die Vollversammlung der IHK Offenbach am Main hat in ihrer Sitzung vom 16. April 2024 folgenden Beschluss gefasst: Die Vollversammlung der IHK Offenbach am Main beschließt die Übertragung der gesetzlichen Aufgaben nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz und der Berufskraftfahrer-Qualifikationsverordnung auf die IHK Frankfurt am Main und ermächtigt die Präsidentin und den Hauptgeschäftsführer, mit der IHK Frankfurt am Main eine entsprechende Vereinbarung zu schließen. Mit der Übertragung der Aufgabe auf die IHK Frankfurt am Main sollen die Gebühren- tarife für die Prüfung der Berufskraftfahrer gemäß der Berufskraftfahrer-Qualifika- tionsverordnung aus der Gebührenordnung der IHK Offenbach am Main gestrichen werden (Gebührentarife 9. bis 9.3). Offenbach am Main, den 10. Mai 2024 Kirsten Schoder-Steinmüller Markus Weinbrenner Präsidentin Hauptgeschäftsführer Genehmigung des Beschlusses der IHK-Vollversammlung durch das Hessische Minis- terium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum mit Schreiben vom 13. Juni 2024 – Geschäftszeichen III-2-A-041-d-18-00010#012 Ausfertigung: Offenbach am Main, den 18. Juni 2024 Kirsten Schoder-Steinmüller Markus Weinbrenner Präsidentin Hauptgeschäftsführer Berufsperspektiven zeigen Auf Initiative der Strahlemann-Stiftung, Heppen- heim, erhält die Geschwister-Scholl-Schule in Offen- bach eine „Strahlemann Talent Company“, in der Jugendliche ihre eigenen Interessen und Stärken entdecken können. Durch eine enge Zusammen- arbeit mit regionalen Unternehmen erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Arbeits- welt und werden bei der Berufswahl unterstützt. Am 1. Juli 2024 fand die Unterzeichnung der Koopera- tionsvereinbarung mit den Projektbeteiligten statt. V. l. n. r.: Andreas Hofer, Projektleiter Strahlemann- Stiftung, Norbert Salcher, Hahn Air Foundation, Vor- stand, Hanna Daum, randstad stiftung, Geschäfts- führender Vorstand, Alexander Burkart, ehemaliger Schulleiter der Geschwister-Scholl-Schule. a www.strahlemann-stiftung.de Fo to : S tra hl em an n- St ift un g 43Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 IHK. Die Weiterbildung Seminare und Workshops Heutige Azubis verstehen und ausbilden Aktuell sorgt das Verhalten von Azubis oft für Fragezeichen. Belastbarkeit, Frustra- tionstoleranz und Auffassungsgabe werden im Vergleich zu früheren Jahrgängen als niedriger erlebt, der Unterschied zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung hingegen als größer. Druck hat mittlerweile fast immer die Konsequenz, dass die Azubis sich diesem entziehen. Mit dem richtigen Wissen gelingt es trotzdem, erfolgreich und mit beidseitiger Freude auszubilden. www.offenbach.ihk.de/E13840 Export 2 – Grundlagen des Präferenzrechts Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiten sich den Umgang mit den Regeln zum nicht präferenziellen und des präferen- ziellen Ursprungs anhand von praxisnahen Beispielen und erhalten einen Überblick über die Freihandelsabkommen der Europäischen Union. Das bei der Präferenzermittlung zu beachtende Regelwerk, die Ausstellung und die Kontrolle von Lieferantenerklärungen, Präferenz- und Freiverkehrsnachweisen wer- den ausführlich behandelt. www.offenbach.ihk.de/E13846/ Erfolgreich führen Nur gut ausgebildete Führungskräfte können die vielfältigen Anforderungen der täglichen Führungsarbeit erfolgreich bewältigen. Wer kompetent führen will, muss wirksame Kom- munikationsinstrumente sowie situations- und mitarbeitergerechtes Verhalten beherr- schen und auch den jüngeren Generationen gerecht werden. www.offenbach.ihk.de/E13964/ * U.-Std. = Unterrichtsstunden a www.ihkof.de/weiterbildung Alle Weiterbildungsangebote der IHK Offenbach am Main: Ausbilder 08. – 09.10.2024 | IHK-Seminar „So ticken die Azubis heute! Neue Ansichten – Frische Einsichten – für AusbilderInnen“, Julia Szwerinski, 16 U.-Std. 499 Euro Auszubildende 24.09.2024 | IHK-Seminar „Korrespondenztraining: Wie formuliere ich Briefe und E-Mails professionell?“, Christiane Kauer, 8 U.-Std199 Euro IHK-Seminar „Kunden- und Gastgespräche souverän führen“, Tanja Herzig, 8 U.-Std199 Euro Außenhandel 26.09.2024 | IHK-Seminar „Export 2 – Grundlagen des Präferenzrechts“, Sven Knaack, 8 U.-Std249 Euro 08.10.2024 – 28.01.2025 | IHK-Zertifikatslehrgang „Exportmanager/-in“ – online, in Kooperation mit didaris, 84 U.-Std. 1.990 Euro 14.10.2024 | IHK-Seminar „Export 3 – Auftragsabwicklung“ – online, Steffen Hondrich, 8 U.-Std249 Euro Betriebswirtschaft & Rechnungswesen 01.10.2024 – 24.01.2025 | IHK-Zertifikatslehrgang „Fachkraft für Buchführung“, in Kooperation mit didaris, 84 U.-Std 1.399 Euro 08.10.2024 | IHK-Seminar „AGB und Verträge passgenau gestalten“, Andrea Zbiral-Müller, 8 U.-Std249 Euro Büromanagement 26.09.2024 | IHK-Seminar „Moderne Geschäftskorrespondenz“, Christiane Kauer, 8 U.-Std249 Euro Führung & Leadership 19.09. – 01.10.2024 | Zertifikatslehrgang „Gesund Führen“, Bildungsurlaub, 64 U.-Std. 1.499 Euro 07. – 08.10.2024 | IHK-Seminar „Grundlagen erfolgreicher Führung“ Mike Pfannemüller, 16 U.-Std 399 Euro Personalmanagement 19.09.2024 | IHK-Seminar „Arbeitszeugnisse rechtssicher gestalten und interpretieren“, Marcus Wiedemann, 8 U.-Std 249 Euro 24.09. – 17.12.2024 | IHK-Zertifikatslehrgang „Qualifizierte Personalfachkraft“, in Kooperation mit didaris, 100 U.-Std. 1.700 Euro Kontakt Claudia Albert 069 8207-330 albert@offenbach.ihk.de 44 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 BILDUNG Gutes Budget, um gestartete Projekte und neue Ideen zu realisieren Fünf Millionen für innovative Stadtentwicklung Die Hochschule für Gestaltung Offenbach (HfG), die Stadt Offenbach, die IHK Offenbach am Main und der Verein VAIR e. V. haben gemeinsam ein Förderprojekt des Bundesforschungs- ministeriums eingeworben. Mit bis zu fünf Millionen Euro soll in den kommenden vier Jahren die Innovationscommunity „Transformation by Design“ aufgebaut werden. Das Projekt zielt darauf ab, durch die Zusam- menarbeit von Hochschule, Stadtverwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft innovative Lösungen für städtische Herausforderungen zu entwickeln. Dabei sollen insbesondere die Themen Nachhaltigkeit, sozialer Zusam- menhalt und Innovationsfähigkeit im Fokus stehen. Frank Achenbach, Mitglied der Geschäftsfüh- rung der IHK Offenbach am Main, betont das Potenzial des Projekts: „Mit der Innovations- community können wir die bereits begonne- nen Prozesse der Stadtentwicklung weiter vorantreiben und neue Potenziale erschlie- ßen. Insbesondere die junge Bevölkerung, die migrantische Ökonomie und die Innovations- kompetenz in Hochschule, Stadt und Wirt- schaft sollen stärker eingebunden werden.“ Die Innovationscommunity wird in den kom- menden Jahren verschiedene Projekte initiie- ren, um Offenbach zu einer noch attraktiveren und zukunftsfähigen Stadt zu machen. Dabei sollen die Stärken der Stadt wie die hohe kulturelle Vielfalt und das kreative Potenzial genutzt werden. Das Förderprogramm DATIpilot des Bun- desforschungsministeriums unterstützt die Umsetzung innovativer Ideen und fördert den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis. a www.bmbf.de/datipilot V. l. n. r.: Dr. Kai Vöckler, Pro- fessor für Urban Design an der HfG, Frank Achenbach, Mitglied der Geschäfts- führung der IHK Offenbach am Main, Anne Schwarz, Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung der Stadt Offenbach, und Ahmed Arriouach, Aufsichtsratsvor- sitzender des VAIR e. V. vor dem Offenbach-Schriftzug in der Berliner Straße. Fo to : H ei ke A nd er se n Kontakt Frank Achenbach 069 8207-241 achenbach@offenbach.ihk.de 45Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 NETZWERKE NETZWERKE WJ treffen Entscheider in Berlin und Wiesbaden Im direkten Dialog mit der Politik Vom 3. bis 7. Juni 2024 fand der diesjährige Know-how-Transfer der Wirtschaftsjunioren Deutschland mit dem Deutschen Bundestag statt. Im Rahmen des Formats trafen Vertreterinnen und Vertreter der jungen Generation im Mittelstand in der Woche der Europawahl Bundeskanzler Olaf Scholz, Vizekanzler Robert Habeck sowie die Kabinettsmitglieder Christian Lindner und Marco Buschmann und Oppositionsführer Fried- rich Merz. Der Know-how-Transfer ermöglichte es jedem teilnehmenden WJler, einen Bundestagsabgeordneten zu begleiten und unmittelbare Einblicke in die politischen Ent- scheidungsprozesse auf Bundesebene zu nehmen. Dabei fand ein intensiver Austausch über die Herausforderungen und Chancen der deutschen Wirtschaft statt. Am 7. Oktober 2024 geht es für die WJ in Hessen weiter, denn sie werden Spitzenpolitikern aus der hessischen Lan- desregierung begegnen und die exklusive Möglichkeit zum persönlichen Austausch mit einem Mitglied des Hessischen Landtags erhalten. Auch hier haben sich die Offenbacher WJ beworben und werden sicher einen der begehrten Plätze ergattern. Wirtschaftsjuniorinnen und -junioren aus ganz Deutschland kamen zum Know-how-Transfer mit Spitzenpolitikerinnen und -politikern nach Berlin, darunter Thomas Krüdewagen von den WJ Offenbach am Main e. V. Fo to : W irt sc ha fts ju ni or en D eu ts ch la nd WJ-Kalender Sept./Okt. 2024 ❙ 12.09.2024 Innenstadt-Rundgang: Zukunfts- projekte & Innenstadtentwicklung ❙ 30.10.2024 WJ Stammtisch Alle Veranstaltungen der WJ Offenbach am Main e. V.: Den WJ Offenbach am Main e. V. folgen und wissen, was für junge Führungskräfte wichtig ist LinkedIn: www.linkedin.com/company/ wj-offenbach Instagram: www.instagram.com/wjoffenbach Facebook: www.facebook.com/wjoff 46 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 NETZWERKE Jetzt um den Hessischen Website Award 2024 bewerben Wer hat die beste Internetseite im ganzen Land? Bis zum 31. Oktober 2024 können sich Unternehmen mit ihrem Internetauftritt um den Hessischen Website Award 2024 bewerben. Bei der Preisverleihung am 17. Dezember 2024 in der IHK Frankfurt am Main winken Ruhm und Siegprämien. Ausrichter ist das IHK-Beratungszentrum BIEG Hessen. Zum 13. Mal beweist der Award dieses Jahr, dass Kleines im Internet groß wirken kann, und belohnt mittelständi- sche Unternehmen aus Hessen für ihre herausragenden Internetauftritte. Pensionen waren schon vertreten, Uhrenhersteller, Zauberkünstler, Friseursalons. Die Sieger bieten Motorradreisen in die USA an, beliefern Baustellen mit ausrollbaren Straßen oder verkaufen online frischen Fisch. Sie haben verstanden, wie sie das Internet für sich nutzen können – und zwar ohne die großen Budgets und Marketingabteilungen der Konzerne. a www.website-award-hessen.de Fo to : B IE G WJ gehen neue Wege Die Vorstandsitzungen der WJ Offenbach am Main e. V. fanden in den letzten Jahren gewöhnlich in den Räumlichkeiten der IHK Offenbach am Main oder in einem nahe gelegenen Restaurant statt. Im Juni sah das anders aus: Sie quartierten sich im B&B Hotel am Kaiserlei in Offenbach ein. Auch zukünftig sollen neue, interessante Orte in der Region besichtigt und ausprobiert werden. Deshalb sind die WJ Offenbach e. V. offen für Vorschläge, Anregungen und Einladungen und freuen sich auf Kontaktaufnahmen. Der Vorstand der Wirtschaftsjunioren Offenbach am Main e. V. zu Gast im B&B Hotel am Kaiserlei in Offenbach. V. l. n. r.: Stefan Fischer, Thomas Krüdewagen, Maximilian Kaps, Sandra Hug, Jennifer Pia Gehrke und Marcel Hoang Van. Fo to : W J O ffe nb ac h am M ai n e. V. Kontakt: willkommen@wj-offenbach.de www.wj-offenbach.de Kontakt Nora Hartel BIEG Hessen 069/2197-1208 nora.hartel@bieg-hessen.de 47Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 IHK-Jahresempfang Blue Meets Green Stimmt das, Frau Teucher? Die Expertin für Zukunftskompetenz und nachhaltiges Wirtschaften Tina Teucher wird mit ihrem Impulsvor- trag „Challenge accepted: Tradition und Innovation verbinden“ den Auftakt zum IHK-Jahresempfang am 9. September 2024 geben. Hier kommentiert sie einige verbreitete Ansichten zum Thema Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit, das ist doch nur ein Trend! Genau! Ein Megatrend, der über Jahrzehnte anhält. Sowohl die Krisen – wie Klimaerhitzung und Biodiversi- tätsverlust – als auch die Chancen – wie nachhaltige Innovationen – gehen so schnell nicht wieder weg. Und Unternehmen, die für mehr Nachhaltigkeit arbeiten, können davon profitieren. Was in Deutschland passiert, spielt keine Rolle, wenn Länder wie China, Indien oder die USA nichts ändern. Weltweit liegt Deutschland auf Platz 7 von 193 Ländern bei den CO2-Emissionen! Im europäischen Vergleich hat Deutschland die höchsten Emissionen – mit diesem Argu- ment könnten sich also alle anderen europäischen Länder von der Verantwortung freimachen, Klimaschutzmaßnah- men zu treffen. Der Fraktionsvorsitzende der Fratelli d’Ita- lia, einer rechtsradikalen italienischen Partei, gab sogar Deutschland die Schuld an der Hitzewelle in Italien, da die CO2-Emissionen pro Kopf in Deutschland über 50 Prozent höher sind als in Italien. Unser Wohlstand bringt auch Verantwortung mit sich. Jemand mit solchen Ressourcen muss beginnen, mit gutem Beispiel vorangehen und Ideen generieren, wie klimaneutrales Leben möglich ist. Das macht es ande- ren Akteuren leichter, die Strategien für sich zu nutzen beziehungsweise sie anzupassen und weiterzuentwickeln. Als Wirtschaftsstandort mit großem Fachwissen kann Deutschland große Wirkung entfalten. Denn von den Tech- nologien, die deutsche Unternehmen zur Problemlösung entwickeln, profitieren auch andere Akteure – auch in Län- dern mit zum Beispiel weniger Expertise im entsprechen- den Gebiet oder nicht genügend finanziellen Mitteln für die Entwicklung. Die dabei entwickelten Patente kommen den deutschen Unternehmen dann wieder zugute. China und die USA haben aktuell hohe CO2-Emissionen. Aber: Sie haben viel stärkere Programme zur Reduktion laufen. Schon heute fährt jedes vierte verkaufte Auto in China elektrisch. Außerdem ist CO2 über hunderte Jahre in der Atmosphäre klimawirksam, weshalb die Entwicklung auch historisch betrachtet werden muss. Deutschland besetzt Platz 3 (von 193) auf der Liste der Länder, die seit 1792 die meisten Emissionen ausgestoßen haben, und hat deshalb eine Mitverantwortung, diese Entwicklung umzukehren. Nachhaltigkeit ist einfach nur teuer. Nachhaltiges Wirtschaften braucht oft hohe Investitio- nen – aber es sind eben Investitionen in die Zukunft, keine reinen Kosten. Es gilt, langfristig zu denken. Schon kurz- Tina Teucher ist Speakerin, Moderatorin, Autorin und Beraterin für nachhaltiges Wirtschaften. 48 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 VERANSTALTUNGEN bis mittelfristig ist Nachhaltigkeit bereits ein Verkaufsargu- ment für eigene Produkte und kann – richtig kommuni- ziert – zu einem höheren Absatz und/oder zu stärkerer Kundenbindung führen. Die Entwicklung neuer Technologien birgt Chancen mit wirtschaftlichem Nutzen in der Zukunft – von der Ein- führung neuer Produkte über die Verbesserung bestehen- der bis hin zur Eröffnung ganz neuer Geschäftszweige. Stichwort: Dienstleistung statt Konsum. Auch das zentrale Thema erneuerbare Energien hat großes Potenzial, die Wirtschaft zu stärken. Beides hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung nachgewiesen. Kleine und mittelständische Unternehmen haben andere Sorgen, Digitalisierung und Fachkräftemangel zum Beispiel. Nachhaltigkeit bietet auch kleinen Unternehmen teils große finanzielle Einsparpotenziale. Rechtlich und politisch gelten häufig andere Vorgaben als für Konzerne und so gibt es teils branchenbezogene Nachhaltigkeits- managementinitiativen, die sich gezielt an KMU richten und bewusst auf die Probleme, Sorgen und Potenziale kleinerer Firmen eingehen. Zudem werden junge Men- schen immer umweltbewusster. Nachhaltig agierende Unternehmen sind deshalb attraktive Arbeitgeber und ziehen so hoch qualifizierte, flexible Fachkräfte an. Auch digitale Lösungen stehen nicht im Gegensatz zu Nachhal- tigkeit, sondern beide können einander befruchten. Wir können die Arbeit für mehr Nachhaltigkeit also nutzen, um gleichzeitig die jetzt akut erscheinenden Probleme an der Wurzel zu packen – ganzheitlich lösungsorientiert, für unsere Firmen und eine lebenswerte Zukunft. a www.tinateucher.com Fo to : A xe l Ö la nd Jetzt anmelden! IHK-Jahresempfang 2024 Termin: Montag, 9. September 2024, 17:00 Uhr Ort: IHK Offenbach am Main Infos und Anmeldung: a www.ihkof.de/jahresempfang 20 Jahre Kunst privat! Unternehmen zeigen ihre Sammlungen Alle, die schon immer mal eindrucksvolle Kunst hinter den Türen von Unternehmen und Institutionen entdecken wollten, sollten es nicht verpassen: Vom 18. bis 22. September 2024 heißt es in Hessen wieder Kunst privat!. Folke Mühlhölzer, Geschäftsführer der HA Hessen Agentur GmbH, erklärt: „Mittlerweile knapp 1.500 Kunstinteressierte nehmen dieses exklusive Angebot regelmäßig wahr. Und auch die Anzahl der Führungen nimmt stetig zu.“ Seit 2005 wird die landesweite Kunstaktion im Auftrag des hes- sischen Wirtschaftsministeriums veranstaltet, nun also schon zum 20. Mal. Das Projekt lebt vom unternehmerischen Engagement. Die Anmeldung zu den Führungen ist für Kunstinteressierte ab sofort möglich unter: a www.kunstprivat.net IHK-Jahresempfang 2024 Die IHK Offenbach am Main kennenlernen Infos für (neue) IHK-Mitglieder Einsteigen, zuhören und durchstarten heißt es am 10. Oktober 2024, um 14:00 Uhr, wenn die IHK Offen- bach am Main ihre neuen Mitglieder begrüßt. Beim IHK-Boarding berichten Mitglieder aus dem IHK- Team von ihrer Arbeit und stellen die vielfältigen Angebote und Benefits für Mitgliedsunternehmen vor. Die Teilneh- merinnen und Teilnehmer erfahren Wissenswertes über individuelle Beratungen, Weiterbildungen, Veranstaltun- gen und die Möglichkeiten, in den IHK-Netzwerken aktiv mitzuwirken. Alle Fragen werden im Chat zum Boarding beantwortet. a www.ihkof.de/boarding 49Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 VERANSTALTUNGEN Offenbacher WIRTSCHAFT Das Magazin der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main für die Region 11–12 | 2024 Neues wagen VORSCHAU 11–12 Titelthema | Neues wagen Anzeigenschluss für die Ausgabe November/Dezember 2024 ist der 10. Oktober 2024. Redaktionsschluss für die Ausgabe Januar/Februar 2025 ist der 2. Dezember 2024. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Themen aus aktuellen Anlässen ändern können. Ausgabedatum 2. September 2024 Titelbild Freepik, A. Schubert / Zarbock Das Magazin wird auf umweltfreundlichem FSC®-Papier klimaneutral gedruckt. Designkonzept, Gestaltung, Titelbild, Verlag und Druck Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, 60386 Frankfurt www.zarbock.de Verlagsleitung: Ralf Zarbock Anzeigendisposition Martina Zarbock Tel. 069 420903-75 martina.zarbock@zarbock.de Anzeigenpreisliste Gültig ab 1. November 2023 Mediadaten www.offenbach.ihk.de/P167 IMPRESSUM Herausgeber Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Postfach 10 08 53 63008 Offenbach am Main Frankfurter Straße 90 63067 Offenbach am Main Tel. 069 8207-0 | Fax -199 redaktion@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de Verantwortlich Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main Redaktion redaktion@offenbach.ihk.de Birgit Arens (Chefredakteurin) Tel. 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr ( jeweils am 1. des Monats) Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der IHK-Mitgliedschaft und kann jederzeit per Hinweis an den Herausgeber beendet oder wieder aufgenommen werden. Wir nutzen in der IHK Offenbach am Main eine Sprache, die gerecht ist und niemanden bevorzugt oder benachteiligt, jeden anspricht und nieman- den ausschließt. Unsere Sprache respektiert die aktuellen Recht- schreibregeln und ist gleichzeitig verständlich, eindeutig und gut lesbar. Da wir im Sinne der Gleichbehandlung immer alle Geschlechter mei- nen, verwenden wir zum Beispiel Doppelnennun- gen, geschlechterneutrale Begriffe, Pluralformen, Funktionsbezeichnungen oder abwechselnd die männliche und die weibliche Form. Wenn gele- gentlich nur eine Form genannt wird, um bessere Lesbarkeit zu erreichen oder weil es übergeordne- te Vorgaben erzwingen (z. B. Prüfungsordnungen), gilt diese im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter und Personengruppen. Mit dieser Vorgehensweise beabsichtigen wir keinerlei Wertung. Auf Zusatzzeichen und Binnengroßbuchstaben verzichten wir, weil diese die Barrierefreiheit, den Lesefluss und die Auffindbarkeit durch Suchma- schinen beeinträchtigen. Derzeit gibt es in Deutschland keine einheitlichen Regeln für eine geschlechtergerechte Sprache. In der IHK Offenbach am Main nehmen wir an der Diskussion zum Thema teil und entwickeln auch im Netzwerk der deutschlandweiten IHK-Organi- sation weitere praxisnahe, akzeptable Lösungen dazu. Sie haben Fragen, Hinweise oder Anregungen zur geschlechterneutralen Sprache? Dann schreiben Sie uns: redaktion@offenbach.ihk.de Vollbeilage Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main Top-Veranstaltungen im Herbst Save the Dates Den IHK-Sicherheitstag am 10. Oktober 2024 und den Offenbacher Dia- log am 5. November 2024 am besten gleich vormerken! Beide Veranstal- tungen sind kostenlos und finden in der IHK Offenbach am Main statt. IHK-Sicherheitstag 2024 Der IHK-Sicherheitstag, zu dem die IHKs Offenbach, Darmstadt Rhein Main Neckar und Hanau-Gelnhausen- Schlüchtern mit Kooperationspart- nern zusammen einladen, beginnt mit dem Impulsvortrag „Wie Unternehmen die Demokratie stärken können“. Es folgt ein Überblick über die aktuelle Sicherheits- beziehungsweise Bedrohungssituation für Unternehmen aus Expertensicht. Weitere Themen sind KI-optimierte Angriffe und IT- Berechtigungen als Sicherheitslücke. a www.ihkof.de/sicherheitstag Offenbacher Dialog Im November ist der Wirtschaftsforscher Professor Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, Gast beim Offenbacher Dialog. Er wird über aktuelle Herausforderungen sowie notwendige Rahmenbedingungen für die Wirtschaft sprechen und dabei die Themen Zukunftssicherung und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland in den Fokus nehmen. a www.ihkof.de/ofd Offenbacher Dialog Informieren. Diskutieren. Netzwerken. 50 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2024 VERANSTALTUNGEN Business to Business Ihr direkter Kontakt zum Marktplatz: 0 69/42 09 03-75 oder per E-Mail verlag@zarbock.de Mit einer Anzeige in der Offenbacher Wirtschaft erreichen Sie 20.000 Entscheiderinnen und Entscheider in Stadt und Kreis Offenbach. Nachrichten IHK-Geschäftsbericht 2023 jetzt online | Veranstaltungen Außenwirtschaftstag Hessen 2024 Bekanntmachungen Die IHK-Vollversammlung für die Wahlperiode 2024 bis 2029 ist gewählt Schneller besser werden 05 –06 | 2024 Nachrichten Kirsten Schoder-Steinmüller bleibt HIHK-Präsidentin | Bildung IHK brachte die EU ins Klassenzimmer Ratgeber Jetzt Impressum und Datenschutzerklärung ändern Wirtschaftsstandort Neu-Isenburg 07– 08 | 2024 Wir beraten Sie gerne: Marion Stumpp Telefon 0 69 /42 09 03-51 marion.stumpp@zarbock.de Anzeigenschluss für die November/Dezember- Ausgabe: 10. Oktober 2024 Sichern Sie sich Ihre Platzierung unter 0 69 /42 09 03-51 verlag@zarbock.de PRÄSENTATIONSMAPPENPräsentationsmappen Sicherheit Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit 24h-Service BWS Sicherheitsdienste GmbH Tel. 0 69 / 88 81 45 Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit www.bws-offenbach.de Sicherheitsdienst Datenschutzbeauftragter www.all-in-media.com Zeitarbeit Koch & Benedict GmbH Personal-Service. Ihr zuverlässiger Partner bei Personalbedarf. Tel. 08 00/2 04 01 00 (kostenfrei) www.kochundbenedict.de Kamine Immobilien NEUE PERSPEKTIVEN ERÖFFNEN adler-immobilien.de Tel. 069. 955 22 555 Wir bieten kostenfreie, innovative Be- wertungskonzepte für Wohnimmobilien durch unsere Dekra-Sachverständigen. Sie planen eine Immobilie zu verkaufen – nehmen Sie hier in Zeiten variabler und volatiler Entwicklungen die Hilfe von Experten an. Informieren Sie sich über den optimalen Verkaufswert. 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