Informationen zur Arbeit der IHK Offenbach am Main Geschäftsbericht 2021 2 Geschäftsbericht 2021 Das war 2021 200 Jahre alt wurde die IHK Offenbach am Main 2021. Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen, Institutionen und vom Team der IHK Offenbach am Main hatten seit 2019 Ideen für das außergewöhnliche Jubiläum zusammengetragen. Dann kam Corona. Ab März 2020 stellte sich deshalb die Frage: Wie soll das Jubiläum in der Pandemie, die uns alle und besonders die Unternehmen trifft, überhaupt begangen werden. Es entstand ein Konzept, das Unternehmerinnen und Unternehmer eng einbezog, ihren Anliegen Gehör verschaffte und gleichzeitig Ressourcen schonte. Die Resultate begeisterten: Das Jubiläumssignet und das Motto „200 Jahre IHK Offenbach am Main – 200 Jahre Wandel“ begleiteten die umfangreiche, interaktive Kommunikationskam- pagne zum Jubiläumsjahr in den Online- und Printpublikationen der IHK Offenbach am Main. Die digitale Veranstaltung „feier-abend“ am 21. Juni 2021 erreichte während und nach der Übertragung ein breites Publikum über die IHK-Medienkanäle. Sie zeigte mit einer Zeitreise, im Interview mit dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und der IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller sowie in Diskussionsrunden die Besonderheiten des hiesigen Unternehmertums: Es war und ist außergewöhnlich wand- lungsfähig. Am 19. Oktober 2021 fand der Live-Talk „create change“ vor Ort in der IHK und online statt. Er nahm den Aspekt des Wandels auf und demonstrierte mit Diskus- sionen, Einspielungen und Chats, wie dieser sich derzeit fortsetzt und wie er zukünftig gestaltet werden soll. #GemeinsamZukunftDenken Drei IHK-Konjunkturumfragen bildeten 2021 die Stimmung der Wirtschaft ab: Im Frühjahr herrschten Anspannung und Sorge wegen der Einschränkungen durch Corona. Im Sommer waren die Unternehmen vorsichtig optimistisch. Im Herbst fiel ihr Fazit zum Jahresverlauf erfreulich positiv aus. Die Antworten zeigten, wo besonderer Handlungsbedarf besteht: Die Digitalisierung, die Nachhaltigkeit und die Verfügbarkeit von Fachkräften sind drei Fokusthemen. Die IHK Offenbach am Main hat sie im Visier. Die IHK-Prozesse und Angebote wurden noch stärker an Unternehmensbelangen ausgerichtet. Viele Beratungen und Weiterbildungsveranstaltungen sind inzwischen digital verfügbar, vom Live-Online-Zertifikatslehrgang bis zu individuellen Auskünften zur Finanzierungs- förderung via Teams. 170 Fachleute trafen sich virtuell zum IHK-Branchenforum Versicherungen und Finanzen der IHKs Hanau-Gelnhausen-Schlüch- tern, Darmstadt Rhein Main Neckar und Offenbach am Main. 220 Interessenten informierten sich online während der IHK-Gründertage. Die Internet-Plattform Exportakademie wurde weiterentwickelt. Stärker als bisher kommuniziert die IHK mit ihren Mitgliedsunternehmen und Partnern digital. Information und Austausch finden zunehmend in den sozialen Medien und per Newsletter statt. Kirsten Schoder-Steinmüller Präsidentin Markus Weinbrenner Hauptgeschäftsführer Am 31.12.2021 hatte die IHK Offenbach am Main 34.661 Mitgliedsunternehmen. 3Geschäftsbericht 2021 Besonderes Gewicht hatte auch 2021 die Unterstützung der Unternehmen bei ihren Innovations- und Digitalisierungsvorhaben. Mit dem Beratungs- und Informationszentrum elektronischer Geschäftsverkehr (BIEG) bot die IHK in Webinaren und in Einzelgesprächen aktuelles Wissen zu Online-Marketing, E-Commerce und sozialen Medien. Den Themen IT-Sicherheit und Datenschutz widmeten sich der IHK-Sicherheitstag sowie Veranstaltungen zu Einzelaspekten wie der Datensicherheit im Homeoffice. Kostenfreie Innovations- webinare informierten zum Beispiel zu Service Design und Patentschutz. #GemeinsamNachhaltigPlanen Die IHK Offenbach am Main hat sich den UN-Nachhaltigkeitszielen verpflichtet. Das zeigt sich im eigenen Haus, in der Zusammen- arbeit mit dem Ehrenamt und den Unternehmen sowie in der politischen IHK-Arbeit. Im Februar 2021 appellierte die IHK Offenbach am Main an die Stadt Offenbach, in ihrem Verkehrsentwicklungsplan 2035 neben den Mobilitätsbedürfnissen der Bevölkerung auch die der Unternehmen zu berücksichtigen. Sie riet zu einer Verknüpfung mit dem Masterplan. Denn beide Initiativen sind für eine nachhaltige Innenstadtentwicklung grundlegend. Um die Stadt- und Ortszentren in der gesamten Region zu beleben, rief die IHK 2021 erstmals zum „Heimat shoppen“ auf. Die Initiative setzt sich dafür ein, beim lokalen Einzelhandel einzukaufen. Mit dem Hessischen Industrie- und Handelskammertag (HIHK) und dem Land Hessen schrieb sie das Förderprogramm für das „Bündnis für Innenstädte“ aus. Das Innenstadtkonzept für die Stadt Offenbach gewann den Kommunalpreis in Höhe von 1,25 Millionen Euro. Acht Kommunen im Kreis Offenbach erhalten insgesamt 1,45 Millionen Euro an Fördermitteln. Als „Vorbildlich mobil“ zertifizierte die IHK 2021 zwei weitere Arbeitgeber in der Region. Sie fördern ihre Mitarbeitenden besonders dabei, sich nachhaltig fortzubewegen. Wichtige Infrastrukturprojekte wie der Ausbau der B 486 zwischen Langen und der A 5, die Regionaltangente West und der Ausbau von Radschnellverbindungen blieben IHK-Themen. #GemeinsamMenschenMotivieren Jugendliche für die duale Ausbildung begeistern, Fachkräfte weiterbilden, Menschen mit guten Ideen bei der Existenzgründung un- terstützen, Experten gewinnen und in Netzwerken zusammenbringen – die IHK Offenbach am Main motiviert. Die unterschiedlichen digitalen IHK-Formate zur Berufsorientierung wurden von Schülern und Eltern sowie von den Ausbildungsbetrieben intensiv genutzt. Mit der notwendigen Zertifizierung schaffte die IHK die Voraussetzung, damit sie geförderte Weiterbildungsmaßnahmen der Agentur für Arbeit als Träger durchführen kann. Unternehmerinnen und Unternehmer erhielten in 168 IHK-Expertengesprächen für sie maßgeschneiderte Erstberatungen zu Themen wie Finanzierung, Unternehmensnachfolge und Marketing. Die Kooperation in den IHK-Netzwerken setzte sich 2021 fort, oft in Online-Zusammenkünften. Beispielsweise tauschten sich Unternehmerinnen und Unternehmer in der Arbeitsgruppe Industriedialog über die Chancen und Risiken der Europäischen Industriestrategie aus. Sie diskutierten, wie diese politisch gestaltet werden soll und welche Rolle der IHK dabei zukommt. 2021 war das Jahr des großen IHK-Jubiläums, ein Jahr harter Herausforderungen und ein weiteres Jahr der Veränderungen. Gemeinsam mit ihrer IHK haben die Unternehmerinnen und Unternehmer am starken Standort Region Offenbach bewiesen, dass sie zum Wandel bereit sind. Sie haben die damit verbundenen Chancen ergriffen. Kirsten Schoder-Steinmüller Markus Weinbrenner 4 Geschäftsbericht 2021 200 Jahre im Überblick Eine Zeitreise führte am „feier-abend“ von den Anfängen der IHK Offenbach am Main bis in die Gegenwart. Anhand von historischen Belegen, Berichten und Beispielen zeichnete sie ein lebendiges Bild des „speziellen Offenbacher Unternehmertums“. Foto: IHK Appell für mehr Dialog Im Gespräch mit Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und Moderator Samir Ibrahim sprach sich IHK-Präsidentin Kirsten Schoder Steinmüller für einen noch stärkeren Dialog zwischen Wirtschaft und Politik aus. Unternehmensstimmen zum Standort Wie unterstützt die Politik die Wirschaft? Was macht den Standort Region Offen- bach aus und wie bleibt er stark? In den Diskussionsrunden bezogen Unternehmer- innen und Unternehmer Stellung. … jetzt ansehen! Der „feier-abend“ fand digital statt. Die Aufzeichnungen zu beiden Jubiläumsveranstal- tungen sind weiter verfügbar unter www.ihkof.de/200 200 Jahre IHK OF - 200 Jahre Wandel 5Geschäftsbericht 2021 Starke Interaktivität Nachhaltigkeit, New Work, Innovation - in den Gesprächsrunden und Einspielungen ging es um zentrale Zukunftsthemen. Das IHK-Future Lab sammelte und präsentierte Wünsche, Anregungen und Bewertungen. V.l.n.r.: Dr. Jürgen Willmann, Geschäftsführender Gesellschafter, Kudernak GmbH, Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer, IHK Offenbach am Main, Kiki Radicke, Leiterin People Operations & Culture, Adacor Hosting GmbH, Evren Gezer, Moderatorin, Patrik Ponec, Vice President, Honda R&D Europe GmbH. Live und online Nach Monaten einschneidender Pandemie-Einschränkungen kamen zur zweiten Jubi- läumsveranstaltung am 19. Oktober 2021 wieder Gäste in die IHK. Außerdem folgten viele Teilnehmer dem interaktiven Live-Talk „create change“ im Internet. Stolz auf die Region Offenbach Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir führte über den Innovationscampus in Offenbach. Er hob hervor, was die Region auszeichnet und in welcher Rolle er die IHK sieht. Gut sichtbarer großer Geburtstag Das 200-jährige Jubiläum spiegelte sich in der gesamten IHK-Kommunikation des Jahres 2021 wider, im Magazin Offenbacher Wirtschaft, auf der Inter- netseite, in den Newslettern und in der Korrespondenz. 200 Jahre IHK OF - 200 Jahre Wandel 6 Geschäftsbericht 2021 Netzwerke für heute und morgen Die IHK Offenbach am Main kooperiert im Interesse der Unternehmen auf allen Ebenen der IHK-Organisation. Den DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben traf die IHK-Präsidentin in Lübeck beim DIHK-Netzwerktag „Business Women IHK“. Es ging um nachhaltige Unternehmensführung. Im November übernahm Kirsten Schoder-Steinmüller auch das Amt der HIHK-Präsidentin. Es ermöglicht ihr noch deutlicher gute Rahmenbedin- gungen für die Wirtschaft in der gesamten Metropolregion und in Hessen einzufordern. Foto: Guido Kollmeier Mit gutem Beispiel voran Schon einige Arbeitgeber in der Region haben das Prädikat „Vorbildllich Mobil“ erhal- ten. Die IHK hat anhand eines Kriterienkatalogs überprüft, wie weitreichend sie ihre betriebliche Mobilität analysiert und Maßnahmen zur Optimierung abgeleitet haben. Entwicklungsziele werden vereinbart, die binnen drei Jahren erreicht werden sollen. In Langen wurden 2021 die Stadtverwaltung und die Somentec Software GmbH zertifiziert. V.l.n.r. Stefan Löbig, Erster Stadtrat Langen, Christine Breser, ivm Region Frankfurt RheinMain GmbH, Judith Müller, IHK Offenbach am Main, und Bürgermeister Jan Werner. Foto: Stadt Langen Innovatives Offenbach Von der Industriebrache zum innovativen Gewerbestandort: Das ehemalige Clariant- Gelände wird gemäß dem Offenbacher Masterplan, den die IHK angestoßen hat und begleitet, zum Innovationscampus werden. Im März kündigte die Samson AG an, ihren Unternehmenssitz von Frankfurt dorthin zu verlegen. IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner sprach von einem epochalen Meilenstein für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Offenbach. Foto: Alex Habermehl Fotografie #GemeinsamZukunftDenken 7Geschäftsbericht 2021 Rechtssicherheit für die IHK-Arbeit Seit dem 12. August 2021 ist das Zweite Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern (IHKG) in Kraft. Es präzisiert, wie und zu welchen Themen sich die IHKs und ihre Dachorganisation für ihre Unternehmen einbringen und öffentlich äußern dürfen. In der Konsequenz wird der DIHK e. V. zum 1. Januar 2023 in eine bundesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts umgewandelt, die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK). Alle deutschen IHKs sind darin Mitglieder. Foto: burdun - stock.adobe.com IHK wird noch digitaler Perspektiven für die Mobilität IHK-Statements und -Initiativen bezogen sich 2021 zum Beispiel auf den Verkehrsent- wicklungsplan für die Stadt Offenbach und die bestmögliche Führung von Radschnell- verbindungen 2035 in der Region. Um über die Dreieichbahn und die Verlängerung der S2 zu diskutieren, Interessen zu bündeln und Lösungen zu finden, lud die IHK Vertreter der angrenzenden Gemeinden an einen runden Tisch. Foto: annacovic - stock.adobe.com Fortschritt fördern Das von der IHK mitinitiierte Netzwerk Future Factory für kleine und mittlere Unternehmen bringt Wissenschaft, Designagenturen und produzierende Unternehmen zusammen. Das Ziel: Aus Innovationsideen sollen marktfähige Lösungen werden. Von 2019 bis 2021 wurden in diesem Rahmen fünf Projekte mit Mitteln des Bundeswirtschafts- ministeriums gefördert. Online-Beratungen, Webinare, ein Chatbot auf der Internetseite – viele IHK-Angebote sind schon digital verfüg- bar. Wenn die Vorgaben des Onlinezu- gangsgesetzes umgesetzt sind, werden 89 hoheitliche Leistungen, darunter das Beantragen und Einreichen von Doku- menten, digital möglich sein. Die IHK Offenbach am Main arbeitet mit Hoch- druck daran. Appelle vor der Wahl 2021 wählten die Hessen ihre Kreistage, Stadt- und Gemeindeparlamente neu. Im Vorfeld verdeutlichte die IHK Offenbach am Main, was ihre Mitgliedsunterneh- men von der Politik erwarten: Sie forder- te unter anderem ausreichende Flächen für Wohnen und Gewerbe, den Erhalt lebendiger Ortszentren, eine funktionie- rende Mobilität, eine lückenlose digitale Infrastruktur sowie die zuverlässige Versorgung mit Energie. 8 Geschäftsbericht 2021 2021 erschien die Bilanz zu den bisherigen Ergebnissen des Masterplans. Damit die Region stark bleibt Im November antworteten 1.400 Unternehmerinnen und Unternehmer auf die IHK-Standortumfrage. Aus ihren Einschätzungen lassen sich die wichtigsten Standort- faktoren, positive Entwicklungen und Defizite ermitteln. Die Ergebnisse zeigen, wo die IHK Offenbach am Main ihre Anstrengungen intensivieren muss – sei es in Gesprächen mit Verwaltung und Politik oder wenn sie eigene Angebote und Initiativen konzipiert. Langfristig geplant Viele Ideen aus dem 2016 beschlossenen Masterplan für die Stadt Offenbach wurden in den letzten fünf Jahren in Angriff genommen. Ein Masterplanbeirat mit Vertretern und Vertreterinnen der Stadt und des IHK-nahen Vereins Offenbach offensiv e.V. fördert und begleitet die Umsetzung. Die zehn Schlüsselprojekte sind bereits sichtbar vorangeschritten. Langfristige Ziele bleiben im Blick. Erste Ziele erreicht Städte entwickeln Im September 2021 war der DIHK- Arbeitskreis Stadtentwicklung zu Gast bei der IHK Offenbach am Main. Diskussionsthemen waren unter an- derem der Hochwasserschutz und die zukünftige Entwicklung von Büro- und Gewerbeflächen. Zwei Rundgänge führ- ten die Experten aus ganz Deutschland durch das Offenbacher Nordend und den Hafen sowie durch die Innenstadt. #GemeinsamNachhaltigPlanen 9Geschäftsbericht 2021 Grenzen überwinden Nicht reisen, keine Messen besuchen und trotzdem internationale Geschäftskontakte pflegen und neu finden? Das funktionierte auch in der Pandemie sehr gut mit Hilfe des Enterprise Europe Network (EEN). Es bot virtuelle B2B-Events und individuelle Beratungen durch das EEN-Team der hessischen IHKs. Der EEN-Online-Marktplatz listet mehr als 10.000 Firmenprofile. Verantwortung für Mensch und Umwelt Zum Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), das seit Juni 2021 die Verantwortung deutscher Unternehmen zur Achtung von Menschenrechten in globalen Lieferketten regelt, informierten IHK-Webinare. Wen es betrifft, welche Vorbereitungen sinnvoll und welche praktischen Konsequenzen zu erwarten sind, erfuhren die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung von einem spezialisierten Rechtsanwalt. Der DIHK und die IHK Offenbach am Main setzen sich auf EU-Ebene für praxistaugliche und wirkungsvolle Instrumente in Lieferketten ein, um Menschenrechte, Umwelt- sowie Sozialstandards in Drittländern zur Geltung zu bringen. Es darf jedoch kein „Bürokratiemonster“ ent- stehen. Foto: Adobe Stock - aufwind-luftbilder.de Analog und digital für nachhaltigen Erfolg Gewerbetreibende in unseren Städten und Gemeinden müssen auch online sicht- bar sein. Das hat die Pandemie sehr deutlich gezeigt. Deshalb haben die Initiative Standortplus Kreis Offenbach und die Wirtschaftsförderung der Stadt Offenbach im November „Stadt & Kreis Online Plus“ ins Leben gerufen. In kostenlosen Weiterbil- dungen erfahren kleine und mittelständische Unternehmen wie Einzelhandelsge- schäfte, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, Anwaltskanzleien oder Arztpraxen, wie sie gelungene Internetauftritte gestalten. Lebendige Ortskerne Im September lockten die „Heimat shoppen“-Aktionstage in die Zentren von Offenbach und Offenbach-Bieber, Langen, Obertshausen, Rodgau und Seligenstadt. Der lokale Einzelhandel und weitere Akteure stellten sich und ihre Angebote vor. Der Verein Offenbach offensiv e.V. und die Initiative Standortplus Kreis Offenbach unterstützten die Aktion als Sponsoren. 10 Geschäftsbericht 2021 #GemeinsamMenschenMotivieren Auftragslage Umsatz Kosten Liquidität Digitalisierung Auswirkungen der Pandemie für den Geschäftsaufbau Q ue lle : I H K O ff en ba ch a m M ai n Aktiv und motiviert Corona hielt die Wirtschaftsjunioren auch 2021 nicht auf: Sie veranstalteten zum Beispiel Bewerbertrainings für Schüler und luden vor den hessischen Wahlen zum digitalen Frühstück mit dem Landtagsabgeordneten Oliver Stirböck (FDP). In Work- shops und Vorträgen positionierten sie sich gegen Rassismus und Diskriminierung. In Rodgau feierten sie ihr Sommerfest. Ende des Jahres stellte sich der Vorstand der WJ Offenbach für 2022 vor. V.l.n.r.: Vorstand Nadine Plachta, Schatzmeisterin Sandra Hug, Präsident Gino Scalinci, Vize-Präsidentin Maren Seum, Past-Präsidentin Anna Wolf und Geschäftsführerin Milena Keuerleber. Foto: WJ Sachverständige Die kennen sich wirklich aus „Gutachter“ kann sich in Deutschland jeder nennen. Anders ist es mit Sach- verständigen, die nach § 36 Gewerbe- ordnung öffentlich bestellt werden. Sie haben in ihrem Sachgebiet deutlich überdurchschnittliche Kenntnisse und Fähigkeiten nachgewiesen. Für wirt- schaftliche und technische Bereiche bestellen und vereidigen die IHKs solche Experten. Am 21. September 2021 über- reichte IHK-Geschäftsführer Dr. Martin Gegenwart (l.) dem Sachverständigen Thomas Angersbach (r.) seine Bestel- lungsurkunde. Gründen in der Pandemie Im Sommer 2021 befragte die IHK Offenbach am Main die Gründerinnen und Gründer des Jahres 2020, nach den Auswirkungen der Pandemie. Sie berichteten von Einbußen, Liquiditätsproblemen und Auftragsrückgängen. Dennoch gaben sie sich kämpferisch. Wer heute gründet, bereitet sein Vorhaben intensiv vor. Die IHK Offenbach am Main hilft mit ihrem breitgefächerten, weitgehend digitalisierten Angebot. Dazu zählen beispielsweise die kostenlosen IHK-Expertengespräche. Die erstmals digitalen IHK- Gründertage vom 28. bis 30. September 2021 besuchten mehr als 200 Interessenten. Begeistert für die IHK Der virtuelle Rundflug fand schon 2020 großen Anklang. Auch im Frühjahr und Herbst 2021 boardete die IHK Offenbach am Main neue Mitglieder. Dabei gab es Informationen zum Angebotsportfolio, zu Netzwerken und Veranstaltungen sowie zu den Möglichkeiten, in der IHK aktiv mitzuwirken. NAME OF PASSENGER IHRE ZUGANGSDATEN ERHALTEN SIE DURCH ANMELDUNG UNTER DEM GENANNTEN LINK. NAME OF PASSENGER GATE boarding time WWW.I HKOF. DE/BO ARDIN G 14:00 17A 17A IHK-ID No. IHK-ID No. DATE DATE SEAT SEATSIE IHKNAME OF PASSENGER IHRE ZUGANGSDATEN ERHALTEN SIE DURCH ANMELDUNG UNTER DEM GENANNTEN LINK. NAME OF PASSENGER GATE boarding time WWW.IHKOF.DE/BOARDING 14:00 17A 17A IHK-ID No. IHK-ID No. DATE DATE SEAT SEAT SIE IHK 11Geschäftsbericht 2021 Herausragende Leistungen honoriert Weil die Pandemie kein Fest zuließ, ehrte die IHK-Präsidentin die besten Ausbildungs- absolventen des Jahres in ihren Betrieben. Den bundesweit besten Abschluss im Bereich Personaldienstleistung erreichte 2021 Virginia Cini (Mitte). IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller (r.) gratulierte der erfolgreichen Nachwuchs-Fachkraft und ihrer Ausbilderin Iris Becker (l.) im Unternehmen Thermo Fisher Scientific GmbH in Dreieich. Den Weg ins Berufsleben bereitet Bildungsmesse, Azubi-Speeddating oder Eltern-Info - Berufsorientierung hat für die IHK Offenbach am Main einen hohen Stellenwert. Sie sichert den Unternehmen qualifizierten Fachkräftenachwuchs und führt junge Menschen auf Karrierewege. Die bewährten Formate wurden wie 2020 digital angeboten und intensiv genutzt. Fakten Zum Stichtag 30. September ver- zeichnete die IHK Offenbach am Main mit 1.220 Neuverträgen ein Plus von 5,9 Prozent. Im Gegensatz dazu sank die Zahl der Neuverträge hessenweit um zwei Prozent. Prüfungen 2021 Pandemie-Routine im Prüfen Großer Dank gebührt den 722 ehrenamt- lichen Prüferinnen und Prüfern, die sich 2021 in den Aus- und Weiterbildungs- prüfungen der IHK Offenbach am Main engagierten. Dank der 2020 gesammelten Erfahrungen fanden die Prüfungen 2021 zwar wieder mit erheblichem Aufwand, aber routiniert unter Corona-Bedingungen statt. 2.800 Personen nahmen an Ausbil- dungs-, 310 an Weiterbildungsprüfungen teil. Im Lockdown waren viele Ausbildungsbetriebe im Hotel- und Gastronomiebereich geschlossen. Gleichzeitig standen zukünftige Fachkräfte dieser Branchen kurz vor der Abschlussprüfung. Die IHK Offenbach am Main, der Dehoga und die Georg-Kerschen- steiner-Schule in Obertshausen organisierten dreiwöchige Kurse, in denen sich 580 Auszubildende praktisch vorbereiten konnten. Das Hessische Wirtschaftsministerium finanzierte die Aktion mit 930.000 Euro. Genau die richtige Initiative Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Frankfurter Straße 90 63067 Offenbach am Main 069 8207-0 service@offenbach.ihk.de offenbach.ihk.de Fotos: IHK Offenbach am Main, wenn nicht anders angegeben. GemeinsamWirtschaft
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