Die IHK-Konjunkturumfrage wird dreimal im Jahr durchgeführt. Erläuterung zur Grafik: JB = Jahresbeginn, FS = Frühsommer, HE = Herbst 0/11 Auf einen Blick ▪ Konjunkturklima: Der IHK-Konjunkturklimaindex für die Region Offenbach fällt von 91,6 Punkten zu Jahresbeginn auf jetzt 80,1 Punkte. ▪ Geschäftslage: Die aktuelle Lage bleibt im Frühsommer nahezu unverändert schwach. ▪ Erwartung: Die Beurteilung der künftigen Geschäftslage wird noch einmal stark nach unten gestuft. ▪ Beschäftigung: Der Saldo zur Beurteilung der Beschäftigungspläne erreicht den Tiefststand der letzten Jahre. ▪ Investitionen: Der Indikator für die Investitionsabsichten fällt erneut schwächer aus. ▪ Export: In den kommenden Monaten erwarten die Unternehmen einen weiteren Rückgang ihrer Exporte. ▪ Risiken: Die größten Risiken für die eigene wirtschaftliche Entwicklung sind die Inlandsnachfrage (68 Prozent), die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (62 Prozent) und die Energie- bzw. Rohstoffkosten (59 Prozent). Befragungszeitraum: 22.04.2026 bis 11.05.2026 Der IHK-Konjunkturklimaindex berechnet sich als geometrisches Mittel aus den Antworten von Geschäftslage und Erwartung und stellt den konjunkturellen Gesamtzustand der regionalen Wirtschaft dar. Der Klimaindex kann sich zwischen 0 und 200 Punkten bewegen. Die Wachstumsschwelle liegt beim Wert 100. IHK Offenbach am Main Konjunkturbericht Frühsommer 2026 IHKOF- Konjunkturumfrage braucht endlich Kurswechsel Das Konjunkturklima in der Region Offenbach, Frühsommer 2026 68% sehen in einer nachlassenden Inlandsnachfrage das größte Geschäftsrisiko - 13,1 - 26,2 80,1 102,1 40 60 80 100 120 140 160 -60 -40 -20 0 20 40 60 FS 2 0 1 6 FS 2 0 1 7 FS 2 0 1 8 FS 2 0 1 9 FS 2 0 2 0 FS 2 0 2 1 FS 2 0 2 2 FS 2 0 2 3 FS 2 0 2 4 FS 2 0 2 5 FS 2 0 2 6 In d ex p u n kt e K o n ju n kt u rk li m a S a ld o p u n kt e La g e u n d E rw a rt u n g Geschäftslage Erwartung Klimaindex langjähriger Durchschnitt Die IHK-Konjunkturumfrage wird dreimal im Jahr durchgeführt. Erläuterung zur Grafik: JB = Jahresbeginn, FS = Frühsommer, HE = Herbst 1/11 Das Konjunkturklima in der Region Offenbach Angespannte Lage setzt sich fort Die aktuelle Geschäftslage im IHK-Bezirk Offenbach bleibt im Frühsommer angespannt. Der Saldo verschlechtert sich gegenüber dem Jahresbeginn leicht und liegt nun bei -13,1 Punkten. Während sich die Lageeinschätzungen in der Industrie und bei den Dienstleistern weiterhin auf einem niedrigen Niveau stabilisieren, fällt die Beurteilung im Großhandel deutlich pessimistischer aus als noch zu Jahresbeginn. Beurteilung der aktuellen Geschäftslage Geschäftserwartung erreicht Tiefpunkt Die Geschäftserwartungen der Unternehmen haben sich weiter eingetrübt. Nur noch 9 Prozent der Befragten rechnen in den kommenden Monaten mit einer besseren Geschäftsentwicklung, während 35 Prozent von einer Verschlechterung ausgehen. Der Erwartungssaldo sinkt damit auf den niedrigsten Stand der letzten vier Jahre. Besonders ausgeprägt ist die pessimistische Stimmung in der Industrie, wo sich die Erwartungen nochmals deutlich verschlechtert haben. Beurteilung der Geschäftserwartung 21 % 22 % 19 % 19 % 48 % 46 % 53 % 50 % 31 % 32 % 28 % 32 % FS 2025 H 2025 JB 2026 FS 2026 gut befriedigend schlecht 13 % 15 % 14 % 9 % 62 % 58 % 64 % 56 % 25 % 27 % 22 % 35 % FS 2025 H 2025 JB 2026 FS 2026 besser gleichbleibend schlechter Saldo -8,8 -10,1 -10,4 Saldo -26,2 -7,9 -11,4 -11,7 -13,1 Die IHK-Konjunkturumfrage wird dreimal im Jahr durchgeführt. Erläuterung zur Grafik: JB = Jahresbeginn, FS = Frühsommer, HE = Herbst 2/11 Einzelindikatoren: Investition, Beschäftigung, Export Einschätzung der Exporte und der Investitions- und Beschäftigungspläne Investitionen brechen weiter ein Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen bleibt deutlich rückläufig. Der Investitionssaldo sinkt auf -23,7 Punkte und erreicht damit einen neuen Tiefstand der vergangenen sechs Jahre. Bereits zum 13. Mal in Folge verharrt der Wert im negativen Bereich. Ein erheblicher Teil der Betriebe plant aktuell, seine Ausgaben zu reduzieren: 43 Prozent wollen weniger investieren, während lediglich 19 Prozent eine Ausweitung ihrer Investitionen vorsehen. Einschätzung über die Investitionspläne -23,7 -17,6 -24,2 -60 -50 -40 -30 -20 -10 0 10 20 30 FS 2 0 1 6 FS 2 0 1 7 FS 2 0 1 8 FS 2 0 1 9 FS 2 0 2 0 FS 2 0 2 1 FS 2 0 2 2 FS 2 0 2 3 FS 2 0 2 4 FS 2 0 2 5 FS 2 0 2 6 Investition Beschäftigung Export 23 % 22 % 18 % 19 % 41 % 41 % 44 % 38 % 36 % 37 % 38 % 43 % FS 2025 H 2025 JB 2026 FS 2026 höher gleichbleibend geringer Saldo -19,4 -15,4 -12,3 -23,7 Die IHK-Konjunkturumfrage wird dreimal im Jahr durchgeführt. Erläuterung zur Grafik: JB = Jahresbeginn, FS = Frühsommer, HE = Herbst 3/11 Einzelindikatoren: Investition, Beschäftigung, Export Unternehmen treten beim Personal auf die Bremse Auch am Arbeitsmarkt zeigt sich die angespannte Lage deutlich. Mit einem Saldo von -17,6 Punkten fällt der Indikator auf ein neues Rekordtief. 69 Prozent der Unternehmen planen ihren Personalbestand stabil zu halten. 26 Prozent rechnen mit einem Rückgang der Beschäftigtenzahlen, während lediglich 8 Prozent zusätzliche Stellen schaffen wollen. Zusätzliches Personal wird derzeit nur in einigen Branchen benötigt, z. B. in der Bauwirtschaft. Einschätzung über die Beschäftigungspläne Exportaussichten bleiben deutlich negativ Die Exporterwartungen der Unternehmen bleiben zur Jahresmitte deutlich eingetrübt. Der Saldo liegt bei -24,2 Punkten und bewegt sich damit weiterhin klar im negativen Bereich. Internationale Entwicklungen wie der Konflikt im Iran sowie erneute Zolldrohungen aus den USA verstärken die Unsicherheit spürbar. 41 Prozent der Betriebe rechnen künftig mit rückläufigen Auslandsumsätzen, während ein ebenso großer Anteil von einer gleichbleibenden Entwicklung ausgeht. Lediglich 17 Prozent erwarten steigende Exporte. Einschätzung über die Entwicklung der Exporte 13 % 9 % 13 % 8 % 69 % 70 % 61 % 66 % 17 % 20 % 26 % 26 % FS 2025 H 2025 JB 2026 FS 2026 höher gleichbleibend geringer 15 % 15 % 18 % 17 % 42 % 54 % 52 % 41 % 42 % 31 % 30 % 41 % FS 2025 H 2025 JB 2026 FS 2026 höher gleichbleibend geringer -17,6 -4 -12,6 -11 Saldo Saldo -24,2 -12,1 -15,4 -27,2 Die IHK-Konjunkturumfrage wird dreimal im Jahr durchgeführt. Erläuterung zur Grafik: JB = Jahresbeginn, FS = Frühsommer, HE = Herbst 4/11 Konjunktur in ausgewählten Branchen Stimmung in der Industrie kippt weiter Das Konjunkturklima in der Industrie Zur Jahresmitte sinken die Erwartungen in der Industrie deutlich, während die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage weitgehend auf niedrigem Niveau verharrt. In der Folge sinkt der IHK-Konjunkturklimaindex für die Industrie auf nur noch 63,2 Punkte. Ein wesentlicher Belastungsfaktor dürfte die nochmals verschlechterte Einschätzung der Exportperspektiven sein. Die Investitionsbereitschaft zeigt zwar leichte Stabilisierungstendenzen, bleibt insgesamt jedoch klar im negativen Bereich. Auch bei der Personalplanung überwiegt weiterhin Zurückhaltung: Viele Betriebe gehen davon aus, ihre Belegschaften eher zu verkleinern als auszubauen. Einzelindikatoren für die Industrie -27,6 -44,9 63,2 96,2 40 60 80 100 120 140 160 -60 -40 -20 0 20 40 60 FS 2 0 1 6 FS 2 0 1 7 FS 2 0 1 8 FS 2 0 1 9 FS 2 0 2 0 FS 2 0 2 1 FS 2 0 2 2 FS 2 0 2 3 FS 2 0 2 4 FS 2 0 2 5 FS 2 0 2 6 In d ex p u n k te K o n ju n k tu rk li m a S a ld o p u n k te L a g e u n d E rw a rt u n g Geschäftslage Erwartung IHK- Konjunkturklimaindex langjähriger Durchschnitt 10 % 3 % 24 % 7 % 11 % 52 % 48 % 41 % 69 % 33 % 38 % 48 % 35 % 24 % 56 % Geschäftslage Erwartung Investitionen Beschäftigung Export gut/besser befriedigend/gleich bleibend schlecht/abnehmend Trend Die IHK-Konjunkturumfrage wird dreimal im Jahr durchgeführt. Erläuterung zur Grafik: JB = Jahresbeginn, FS = Frühsommer, HE = Herbst 5/11 Konjunktur in ausgewählten Branchen Schwierige Lage im Einzelhandel Das Konjunkturklima im Einzelhandel Nach einer zwischenzeitlichen Aufhellung zu Jahresbeginn verschlechtert sich die Stimmung im Einzelhandel wieder spürbar. Der IHK-Konjunkturklimaindex fällt auf 72,4 Punkte zurück. Ausschlaggebend sind vor allem die erneut eingetrübten Geschäftserwartungen. Die Bewertung der aktuellen Lage bleibt zwar weitgehend stabil, bewegt sich jedoch weiterhin auf einem deutlich negativen Niveau. Einzelindikatoren für den Einzelhandel -21,5 -33,3 72,4 91,7 40 60 80 100 120 140 160 -60 -40 -20 0 20 40 60 FS 2 0 1 6 FS 2 0 1 7 FS 2 0 1 8 FS 2 0 1 9 FS 2 0 2 0 FS 2 0 2 1 FS 2 0 2 2 FS 2 0 2 3 FS 2 0 2 4 FS 2 0 2 5 FS 2 0 2 6 In d ex p u n kt e K o n ju n kt u rk li m a S a ld o p u n kt e La g e u n d E rw a rt u n g Geschäftslage Erwartung IHK-Konjunkturklimaindex langjähriger Durchschnitt 7 % 7 % 13 % 7 % 64 % 53 % 40 % 53 % 29 % 40 % 47 % 40 % Geschäftslage Erwartung Investitionen Beschäftigung gut/besser befriedigend/gleich bleibend schlecht/abnehmend Trend Die IHK-Konjunkturumfrage wird dreimal im Jahr durchgeführt. Erläuterung zur Grafik: JB = Jahresbeginn, FS = Frühsommer, HE = Herbst 6/11 Konjunktur in ausgewählten Branchen Gedämpfte Erwartungen im Großhandel Das Konjunkturklima im Großhandel Die Großhändler bewerten ihre aktuelle Geschäftslage deutlich negativer als zuvor, der Lagesaldo geht spürbar zurück. Auch der Blick auf die kommenden Monate bleibt pessimistisch. Impulse bei den Investitionen sind nicht in Sicht: 60 Prozent der Unternehmen planen, ihre Ausgaben zu reduzieren, während lediglich 20 Prozent eine Ausweitung vorsehen. Entsprechend zurückhaltend fallen auch die Personalplanungen aus – insgesamt ist mit einem weiteren Stellenabbau zu rechnen. Einzelindikatoren für den Großhandel 75,3 -33,4 -15 102 40 60 80 100 120 140 160 -60 -40 -20 0 20 40 60 FS 2 0 1 6 FS 2 0 1 7 FS 2 0 1 8 FS 2 0 1 9 FS 2 0 2 0 FS 2 0 2 1 FS 2 0 2 2 FS 2 0 2 3 FS 2 0 2 4 FS 2 0 2 5 FS 2 0 2 6 In d ex p u n kt e K o n ju n kt u rk li m a S a ld o p u n kt e La g e u n d E rw a rt u n g Geschäftslage Erwartung IHK-Konjunkturklimaindex langjähriger Durchschnitt 19 % 15 % 20 % 5 % 29 % 55 % 20 % 80 % 52 % 30 % 60 % 15 % Geschäftslage Erwartung Investitionen Beschäftigung gut/besser befriedigend/gleich bleibend schlecht/abnehmend Trend Die IHK-Konjunkturumfrage wird dreimal im Jahr durchgeführt. Erläuterung zur Grafik: JB = Jahresbeginn, FS = Frühsommer, HE = Herbst 7/11 Konjunktur in ausgewählten Branchen Trüber Ausblick bei den Dienstleistern Das Konjunkturklima im Dienstleistungsgewerbe Der IHK-Konjunkturklimaindex im Dienstleistungsgewerbe sinkt auf 88,9 Punkte und liegt damit deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 106,7 Punkten. Bei der Bewertung der aktuellen Geschäftslage halten sich – wie bereits zu Jahresbeginn – positive und negative Einschätzungen in etwa die Waage. Vergleichsweise stabil zeigen sich dabei insbesondere Versicherungs- und Finanzdienstleister sowie unternehmensnahe Anbieter. Die Erwartungen für die kommenden Monate sinken hingegen bei nahezu allen Dienstleistern. Sowohl bei den Investitions- als auch bei den Beschäftigungsplänen überwiegt weiterhin Zurückhaltung. Einzelindikatoren für das Dienstleistungsgewerbe 0 88,9 -21 106,7 40 60 80 100 120 140 160 -60 -40 -20 0 20 40 60 FS 2 0 1 6 FS 2 0 1 7 FS 2 0 1 8 FS 2 0 1 9 FS 2 0 2 0 FS 2 0 2 1 FS 2 0 2 2 FS 2 0 2 3 FS 2 0 2 4 FS 2 0 2 5 FS 2 0 2 6 In d ex p u n k te K o n ju n k tu rk li m a S a ld o p u n k te L a g e u n d E rw a rt u n g Geschäftslage Erwartung Klimaindex langjähriger Durchschnitt 24 % 9 % 16 % 7 % 51 % 62 % 43 % 65 % 24 % 30 % 41 % 27 % Geschäftslage Geschäftserwartung Investitionen Beschäftigung gut/besser befriedigend/gleich bleibend schlecht/abnehmend Trend Die IHK-Konjunkturumfrage wird dreimal im Jahr durchgeführt. Erläuterung zur Grafik: JB = Jahresbeginn, FS = Frühsommer, HE = Herbst 8/11 Fazit Externe Belastungen verstärken strukturelle Herausforderungen Die konjunkturelle Entwicklung in der Region Offenbach ist zur Jahresmitte 2026 rückläufig. Der IHK‑Konjunkturklimaindex sinkt deutlich von 91,6 auf 80,1 Punkte und liegt damit tief im rezessiven Bereich unter der Wachstumsschwelle von 100 Punkten. Während die aktuelle Geschäftslage in etwa auf dem Niveau zum Jahresbeginn verbleibt, hat sich der Blick in die Zukunft merklich eingetrübt. Die Unternehmen agieren zunehmend vorsichtig, verschieben Investitionen und stellen kaum zusätzliches Personal ein. Diese Entwicklung ist eng mit den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verknüpft. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten sowie die daraus resultierenden Belastungen auf Energie‑, Rohstoff- und Liefermärkten bremsen die ohnehin schwache wirtschaftliche Dynamik und schaffen zusätzliche Unsicherheit. Steigende Preise treiben die Inflation und schmälern die Kaufkraft der privaten Haushalte. Damit zeichnet sich auch zum Frühsommer Stagnation ab. Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage zeigen zudem eine deutliche Verschiebung in der Risikowahrnehmung der Unternehmen. Besonders stark in den Fokus rückt die schwache Inlandsnachfrage, die mit 68 Prozent den höchsten Wert seit der Corona- 3% 14% 17% 26% 47% 59% 62% 68% 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% Wo sehen Sie die größten Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung Ihres Unternehmens in den kommenden 12 Monaten? (Mehrfachantworten möglich) Frühsommer 2026 Jahresbeginn 2026 langjähriger Durchschnitt Markus Weinbrenner, IHK- Hauptgeschäftsführer „Die Politik muss jetzt ihre Hausaufgaben machen. Wir brauchen keine Symbolpolitik sondern strukturelle Reformen in den Sozialsystemen, bei Steuern und Abgaben und in der Energiepolitik.“ Die IHK-Konjunkturumfrage wird dreimal im Jahr durchgeführt. Erläuterung zur Grafik: JB = Jahresbeginn, FS = Frühsommer, HE = Herbst 9/11 Pandemie erreicht. Ebenfalls als zentrales Risiko bewerten die Betriebe die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (62 Prozent gegenüber 49 Prozent im langjährigen Mittel). Zugleich gewinnen steigende Energie- und Rohstoffpreise deutlich an Gewicht: Ihr Anteil steigt auf 59 Prozent (langjährig: 35 Prozent). Demgegenüber verliert der Fachkräftemangel an relativer Bedeutung und wird nur noch von 26 Prozent der Unternehmen als Risiko genannt (langjähriger Durchschnitt: 40 Prozent). Insgesamt zeigt sich eine Wirtschaft, die nicht an einem einzelnen Problem leidet, sondern mit einem Bündel gleichzeitig wirkender Belastungsfaktoren konfrontiert ist. Externe Krisen treffen auf strukturelle Herausforderungen im Inland, sodass die Unternehmen eine hohe Widerstandsfähigkeit beweisen müssen. Umso wichtiger ist es, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gezielt zu verbessern und Vertrauen zurückzugewinnen. Die Unternehmen brauchen jetzt strukturelle Reformen. Dazu gehören wettbewerbsfähige Energiepreise, eine spürbare Entlastung von bürokratischen Anforderungen, Entlastung bei Lohnnebenkosten und bei Steuern und Abgaben. Hierzu bedarf es einer konsistenten Wirtschaftspolitik über alle Ressorts hinweg, um die Anreize für Investitionen zu erhöhen und Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Deutschland wieder zu gewinnen. Einzelmaßnahmen ohne strategischen Zusammenhang reichen nicht aus. Entscheidend ist vielmehr ein umfassendes, aufeinander abgestimmtes Reformpaket, welches die Grundlage für neues Wachstum in Deutschland schafft. Die IHK-Konjunkturumfrage wird dreimal im Jahr durchgeführt. Erläuterung zur Grafik: JB = Jahresbeginn, FS = Frühsommer, HE = Herbst 10/11 Erläuterung Die Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main veröffentlicht dreimal im Jahr die Ergebnisse ihrer Konjunkturumfrage. Grundlage ist eine Befragung von mehr als 350 Unternehmen des IHK-Bezirks aus allen Branchen. Die Auswahl der Befragten wurde nach der Wirtschaftsstruktur in Stadt und Kreis Offenbach getroffen und die Antworten werden nach Unternehmensgröße und Bedeutung der Branche gewichtet. Aus den Ergebnissen der Umfrage errechnet die IHK den sogenannten Klimaindex der Konjunktur. Er berechnet sich als geometrisches Mittel aus den Antworten zur aktuellen und künftigen Geschäftslage und stellt den konjunkturellen Gesamtzustand der regionalen Wirtschaft dar. Der Klimaindex kann sich zwischen 0 und 200 Punkten bewegen. Die Wachstumsschwelle liegt beim Wert 100. Darüber ist ein zunehmendes Wachstum zu erwarten. Ein Wert unter 100 deutet auf ein ungünstiges Geschäftsklima hin. Die Klimaindizes für Lage, Erwartung, Export, Beschäftigungs- und Investitionspläne werden aus dem Saldo der jeweiligen positiven und negativen Antworten errechnet. Neutrale Aussagen bleiben unberücksichtigt. Das Dienstleistungsgewerbe umfasst die Branchen Gastgewerbe, Verkehr, Banken, Versicherungen und Finanzdienstleistungen, unternehmens- und personenbezogene Dienstleistungen. Grafiken: IHK Offenbach am Main, 2026 Trendaussage: Veränderung des Saldos im Vergleich zur letzten Umfrage: um mehr als 15 Punkte zwischen 15 und 7,5 Punkte zwischen 7,4 und –7,4 Punkte zwischen –7,5 und -15 Punkte um mehr als –15 Punkte Herausgeber: Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Frankfurter Straße 90, 63067 Offenbach am Main, Telefon 069 8207-0 www.offenbach.ihk.de Stand: 19.05.2026 Alle Rechte liegen beim Herausgeber. Ein Ausdruck bzw. Nachdruck – auch auszugsweise – ist nur mit Nennung des Herausgebers gestattet. IHK Offenbach am Main Judith Müller Standortentwicklung Telefon 069 8207-250 mueller@offenbach.ihk.de Kontakt Impressum
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