Es lebe der Handel! Bekanntmachungen Wirtschaftssatzung 2023 der IHK Offenbach am Main | Bildung Bestenehrung – Ausbildung bringt Glück | Netzwerke Hessisches Wirtschaftsarchiv - Unternehmensgeschichten bewahren 01–02 | 2023 Zusammenhalt und Teamgeist seit Tag EINS. Beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie bringen wir Sie im Doppelpack an Ihr ganz persönliches Immobilien-Ziel! Ganz sicher. Mit der Maklerbank vor Ort. Wir managen alles für Sie, denn Immobilienverkauf ist Vertrauenssache. Das Full-Service Paket Ihrer Sparkassen Immobilien Offenbach! B. Eng. Halil und B. Eng. Mujo Behar Leiter der Sparkassen Immobilien Offenbach Telefon 069 – 82 36 93 77 Mail info@s-immobilien-offenbach.de www.s-immobilien-offenbach.de Chancen für den stationären Handel „Totgesagte leben länger“ lautet der Titel einer deutschen Komödie aus dem Jahr 2009, dem zweiten Jahr der Finanzkrise. Als besonders lustig würde ich die Entwicklung im regionalen Einzelhandel zwar nicht bezeichnen, aber vom vielfach prognostizierten düsteren Ende stationärer Geschäftsmodelle sind wir weit entfernt. Zugegeben: Der Onlinehandel gehört zu den Gewinnern des letzten Jahrzehnts. Es wurden über viele Dekaden exorbitante Zuwächse verbucht. Die Corona- pandemie hat dem E-Commerce einen weiteren Schub verliehen, der sich derzeit allerdings wieder etwas relativiert – das Umsatzwachstum flacht ab. Gleichzeitig sind die Herausforderungen für regionale Einzelhändler insge- samt größer geworden: Steigende (Energie-)Kosten, hohe Mieten für Gewerbe- flächen, löchrige Lieferketten, Personalmangel – all das will im betrieblichen Alltag erkannt, bewertet und gemanagt werden. Erfreulich ist, dass wir – es klingt wie ein Paradox – derzeit eine Rückbesinnung auf den regiona- len Handel verzeichnen. „Support your local dealer“ ist mehr als ein schnödes Lippenbekenntnis. Die Chancen auf unternehmerischen Erfolg sind wieder größer geworden. Kundinnen und Kunden sind dankbar, vor Ort einkaufen und sich von kompetenten Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern beraten lassen zu können. Ein bedarfsgerechtes Sortiment und ein dazu passendes Ambiente run- den das regionale Einkaufserlebnis ab. Doch auch hier scheint die Sonne nicht den ganzen Tag: Wer seine Hausaufgaben nicht macht, wird von diesem Trend nicht profitieren. Zu den Hausaufgaben gehört zweifelsohne eine realisti- sche Planung von Umsatz und Kosten. Nur wer seine Zahlen kennt und ohne Emotionen betrach- tet, kann steuern. Hinzu kommt ein zeitgemäßes Marketing. Hier geben die sozialen Medien, die Suchmaschinen und die großen Onlineshops den Takt vor. Und letztlich müssen stationäre und digitale Warenangebote immer enger miteinander verzahnt werden. Auch der regionale Einzelhan- del muss über Onlineshops verkaufen und sein digitales Image pflegen. Ob Kaffeesatz oder Glaskugel: Wie sich die geopolitische Lage in den nächsten Monaten entwi- ckeln wird, kann niemand vorhersagen. Dass aber Kosten weiter steigen werden und der private Konsum zurückgehen wird, gilt nicht nur in Expertenkreisen als ausgemacht. Und so tut uns allen sicher ein wenig Optimismus gut. Hier halte ich es mit dem Maler Henri Matisse: „Es gibt überall Blumen für den, der sie sehen will.“ Fo to : p riv at Christoph Braun Geschäftsführer Braun GmbH, Langen EDITORIAL 3Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 NACHRICHTEN 5 Risiken für Unternehmen immer bedrohlicher 6 Menschen und Wirtschaft 7 Feines aus Leder 7 Sorgen der Unternehmen 8 Arbeitsjubiläen 8 Kurz notiert 9 Bald Blackout in Dreieich? 9 Politik und IHK im Gespräch 10 Gewerberecht im Fokus 10 Im Vorfeld der IHK-Wahl 11 Erfolgreicher Management-Buy-out TITELTHEMA 12 Der EU-Binnenmarkt ist ein Erfolg und bleibt ausbaufähig 15 Hessischer Exportpreis 2023 16 Die Zolltarifnummer 18 ANWR Unternehmensgruppe baut auf Mainhausen 20 „Das Herz der Stadt“ muss attraktiv bleiben 22 Die Heimatstadt gestalten 23 Auf großer Heimat shoppen-Tour 24 Online-Handel nebenberuflich gestartet 28 Nachhaltig einkaufen und leben 30 Viel fairer Handel in der Region RATGEBER 31 Unternehmervollmacht sichert Handlungsfähigkeit BEKANNTMACHUNGEN 33 Wirtschaftssatzung der IHK Offenbach am Main – Geschäftsjahr 2023 34 Vorbemerkungen zum Wirtschaftsplan 2023 34 Erläuterungen zum Erfolgsplan 2023 36 Erfolgsplan für das Jahr 2023 37 Finanzplan für das Jahr 2023 38 Investitionsplan für das Jahr 2023 38 Änderung der Gebührenordnung der IHK Offenbach am Main 39 Bekanntmachung zur Wettbewerbseinigungsstelle 39 IHK-Verband zur Förderung der Außenwirtschaft durch das AHK-Netz BILDUNG 40 IHK. Die Weiterbildung 41 Ausbildung über den Tellerrand 42 Interesse an der dualen Ausbildung stärken 44 Ausbildung bringt Glück NETZWERKE 46 Unternehmensgeschichte(n) bewahren 49 Mit Fachwissen im ehrenamtlichen Einsatz VERANSTALTUNGEN 50 Aktuelles für Versicherungs- und Finanzexperten TITELTHEMA ES LEBE DER HANDEL 12 Der Handel ist von Krisen geschüttelt und muss Umbrüche verkraften - von global bis regional. Wie die Unterneh- men der Branche damit leben und wie die IHK ihnen hilft zeigen diese Beispiele. 4 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 INHALT Der Krieg gegen die Ukraine und seine Folgen für die Energiemärkte haben die Wirtschaft hart getroffen. Zwar war die Lage zum Zeitpunkt der Befragung bei den meisten Unternehmen noch überwiegend zufrie- denstellend. Dafür dürften auch Aufholeffekte nach der Coronapandemie verantwortlich sein. Jedoch ließen die zahlreichen Probleme und Herausforderungen eine weitere Verschärfung der Krise erwarten. Bei den größten Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung lagen die Energie- und Rohstoffpreise mit 77 Prozent deutlich vor den darauffolgenden: der nachlassenden Inlandsnachfrage (64 Prozent), den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (49 Prozent), den Arbeitskosten (48 Prozent) und dem Fachkräftemangel (47 Prozent). Im Vergleich zum lang- jährigen Durchschnitt stieg die Risikobewertung bei fast allen Kriterien, am deutlichsten bei den Energie- und Rohstoffpreisen um 28 Prozent. Für die Politik ergeben sich daraus erhebliche Heraus- forderungen. IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Wein- brenner stellte klar: „Die angekündigten Instrumente und Hilfen, wie die Gas- und Strompreisbremse, müs- sen so schnell wie möglich unbürokratisch umgesetzt werden. Auch Steuersenkungen und die Befreiung von Umlagen wären sinnvoll. Die Unternehmen brauchen dringend Entlastung und Sicherheit. Einige Betriebe sind jetzt schon akut gefährdet und damit auch viele Arbeitsplätze in der Region.“ Den ausführlichen IHK-Konjunkturbericht Herbst 2022 finden Sie im Internet: www.ihkof.de/konjunktur IHK-Konjunkturumfrage Herbst 2022 Risiken für Unternehmen immer bedrohlicher Die Konjunkturumfrage der IHK Offenbach am Main im Herbst 2022 zeigte deutlich, welchen Unwägbarkeiten die Unternehmen in der Region derzeit ausgesetzt sind und wie diese die Entwicklung oder sogar den Fortbestand der Betriebe bedrohen. Der IHK-Konjunkturklimaindex fiel um 36 Punkte auf einen neuen Tiefstand von 72,6 Punkten. So schätzten die Unternehmen in Stadt und Kreis Offenbach die aktuellen Ge- schäftsrisiken im Herbst 2022 ein. Gr af ik : I H K MIT SICHERHEIT GUT VERPACKT – DANK 70 JAHREN ERFAHRUNG. tillmann-verpackungen.de Kathrin Hildebrand Geschäftsführerin 0800-TILLMANN Wo sehen Sie die größten Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung Ihres Unternehmens in den kommenden 12 Monaten? (Mehrfachantworten möglich) 90 % 80 % 70 % 60 % 50 % 40 % 30 % 20 % 10 % 0 % 5Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 NACHRICHTEN IHR LOGISTIK- UND TRANSPORTDIENSTLEISTER WELTWEIT www.agotrans.de agotrans Logistik GmbH Behringstraße 1 6 3110 Rodgau Tel. : +49 (0) 6106 - 28 38 - 0 · info@agotrans.de Neue Geschäftsführung komplett NEU-ISENBURG. Dirk Müller (r.) ist neuer Chief Commercial Officer (CCO) der E.ON Tochtergesellschaften eprimo und E WIE EINFACH. In seiner neuen Funktion verantwortet Müller die Themen Produkt, Pricing und New Business sowie Marketing und Vertrieb. Mit der Besetzung des neu geschaffenen Ressorts ist die Geschäftsführung der beiden Unternehmen, der schon Katja Steger (M.) als Chief Executive Officer (CEO) und Alexander Frohne (l.) als Chief Financial Officer (CFO) angehören, komplettiert. www.eprimo.de/presse Eichmeier im Vorstand der ANWR Group MAINHAUSEN. Der Aufsichtsrat der ANWR GROUP eG hat den hauptamtlichen Vorstand auf vier Personen erweitert. Mit Tobias Eichmeier kam es zu einer Besetzung aus den eigenen Reihen. Der 46-Jährige übernimmt schrittweise die Verantwortung für die Handelssegmente in der Unternehmensgruppe. Die Personalentscheidung soll die Kontinuität im Gremium Vorstand langfristig absichern. Eichmeier ist seit 2020 Geschäftsführer der ANWR Schuh GmbH. Diese Funktion wird er weiterhin, gemeinsam mit Helmut Wies, parallel zu seiner Vorstands- tätigkeit bekleiden. Davor war er beim Outdoorausrüster Globetrotter und dem Sporthändler SportScheck in verschiedenen Management-Positionen tätig. Zum ANWR-Vorstand gehören neben Eichmeier die hauptamtlichen Vorstände Frank Schuffelen (Vorstandsvorsitzender), Matthias Grevener und Fritz Terbuyken. Franz Klimesch vervollständigt das Vorstandsteam als nebenamtlicher Vorstand. www.anwr-group.com Menschen und WirtschaftMenschen und Wirtschaft Fo to : e pr im o Fo to : A N W R GR O U P 6 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 NACHRICHTEN Offenbacher Wirtschaft Ihr Kontakt zu Redaktion und Vertrieb 1. Sie möchten das IHK-Magazin kostenlos beziehen? 2. Sie verzichten auf die Zustellung des gedruckten Magazins? 3. Ihre Anschrift oder Ihre Firmierung haben sich geändert? 4. Wir sollen über Ihr Unter- nehmen im IHK-Magazin berichten? Schreiben Sie uns an redaktion@offenbach.ihk.de Feines aus Leder Fo to : I H K Hochwertige Lederwaren wie Akten- und Reisetaschen, Gürtel, Kleinlederwaren und Accessoires sind die Spezialität der Kreis Ledermanufaktur in Obertshausen. Beim Besuch von IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner berichtete Geschäftsführer Bernd Kreis, dass sein Vater Erich das Unternehmen 1963 gegrün- det hat. Heute fertigen dort 15 Beschäftigte Luxuslederartikel, die im Onlineshop und im Direktverkauf vor Ort angeboten werden. Wichtige Kunden seien zudem Herrenausstatter und andere Fachgeschäfte für Männermode. Bis zu 25 Prozent des Umsatzes werden laut Kreis im Ausland erzielt. Seit 2022 kooperiert die Manu- faktur mit der US-Schuhmarke Alden. Für diesen Partner werden Lederaccessoires mit Co-Labeling hergestellt. www.kreis-ledermanufaktur.de Sorgen der Unternehmen Fo to : I H K Der CDU-Bundestagsabgeordnete Björn Simon (2. v. r.), der Langener Bürgermeister Prof. Jan Werner (2. v. l.) und IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner (r.) haben die Schoder GmbH in Langen besucht. Kirsten Schoder-Steinmüller stellte ihnen ihr Unternehmen gemeinsam mit ihrem Mitarbeiter Martin Zapke (l.) vor. Sie nutzte die Gelegenheit darüber hinaus, um auf die besonderen Herausforderungen für die Wirtschaft hinzuweisen, darunter explodierende Strom- und Gaspreise sowie drohende Versorgungsengpässe. Energieintensive Vorprodukte seien teil- weise nicht mehr verfügbar beziehungsweise deutlich teurer geworden. www.schoder.com Wolf System GmbH 94486 Osterhofen Tel. 09932 37-0 gbi@wolfsystem.de www.wolfsystem.de PRODUKTION MONTAGE PLANUNG Industrie | Gewerbe | Stahl 7Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 NACHRICHTEN Arbeitsjubiläen Schöne Anerkennung für Jubilare Überreichen Sie Ihren langjährigen Mitarbeitern zu deren Arbeitsjubiläum als sichtbare Anerkennung eine Urkunde der IHK Offenbach am Main. Das Jubiläum wird auf Wunsch zusätzlich im IHK-Magazin „Offenbacher Wirtschaft“ veröffentlicht. Bei Interesse teilen Sie uns bitte mit: ❙ Name des Jubilars ❙ Jubiläumsdatum ❙ genaue Firmierung des Unternehmens (entsprechend Eintragung in Handels- register bzw. Gewerbeanmeldung) Die Kosten für eine Urkunde mit Rahmung betragen 30 Euro inkl. MwSt. Weitere Informationen unter www.offenbach.ihk.de/P2863/ Kontakt IHK-Kundenzentrum Telefon 069 8207-0 | Fax -149 service@offenbach.ihk.de 40 Jahre Ulrike Freier Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG 10 Jahre Michael Komm Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Co-Working im Advancis Campus LANGEN. Im Spätsommer 2023 wird das Unternehmen die orangery einen Co-Working-Space mit einer Fläche von mehr als 3.000 Quadratmetern im neuen Advancis Campus in der Monzastraße eröffnen. Geplant sind abschließbare Einzelbüros, flexible Arbeitsplätze im Open-Space-Bereich und Meetingräume. Die Coworker sollen vom Austausch miteinander profitieren sowie von diversen Ange- boten wie Lounge-, Fitness- und Wellnessbereichen, Coffee- und Barbershops, Concierge- und Wäsche-Services sowie Kinderbetreuung. Die Brüder Dominik und Sebastian Groenen haben die orangery 2018 gegründet, um auch abseits der Metropolen flexible, inspirierende und moderne Bürolösungen zu schaffen. https://www.orangery.io/ Durchblick im Siegel-Dschungel BERLIN. Das Vergleichstool Standards-Kompass verspricht Orientierung zu den unzähligen Siegeln, die im Bereich der Nachhaltigkeit existieren. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) haben der Helpdesk Wirtschaft & Menschenrechte und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) den Standards-Kompass entwickelt. Er soll gerade kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) einen Überblick darüber ermöglichen, welche Standards sie bei ihren Sorgfaltsprozessen unterstützen können. https://kompass.wirtschaft-entwicklung.de Automat mit regionalen Produkten DREIEICH. Der „Regiomat“ in der Sprendlinger Bankfiliale der VR Bank Dreieich Offenbach eG bietet rund um die Uhr eine gute Auswahl an Lebensmitteln aus der Region. An dem Automaten in der Offenbacher Straße 2 kann mit Bargeld oder mit Karte bezahlt werden. „Mit dem ‚Regiomat‘ können wir Unternehmen der Region mit Kunden vor Ort zusammenbringen. Wir freuen uns sehr, unser Konzept der regionalen Bank auf diese Art gezielt ausbauen und stärken zu können“, sagt Filialleiter Marco Hauptmann. www.vrbanking.de Kurz notiert 8 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 NACHRICHTEN Bald Blackout in Dreieich? Politik und IHK im Gespräch Fo to : F DP Fo to : I H K Auf Einladung der FDP Dreieich nahm IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Wein- brenner an einer Gesprächsrunde zur Energiesicherheit teil. Unter der Leitfrage „Weiße Weste oder droht ein Blackout in Dreieich?“ diskutierte er mit René Rock, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag und energiepolitischer Sprecher, und Steffen Arta, Geschäftsführer der Stadtwerke Dreieich. Wein- brenner verwies auf die schwierige Lage für die Unternehmen in Stadt und Kreis Offenbach. Der IHK-Klimaindex sei im Herbst drastisch gesunken, ebenso die Erwartungen an die kommenden Monate. Weinbrenner forderte schnelles, prag- matisches Handeln, um die Unternehmen zu entlasten. V. l. n. r.: Jan Blumenthal, Vorstand FDP Dreieich, Steffen Arta, Geschäftsführer der Stadtwerke Dreieich GmbH, IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner, René Rock, Vorsitzender der Freien Demokraten im Hessischen Landtag und energiepolitischer Sprecher, sowie Matthias Magnus, Ortsvorsitzender FDP-Ortsverband Dreieich. V. l. n. r.: Dr. Christian Grünewald, Ida Todisco, Maurice Skowronek, Holger Hinkel und Helena Wolf von der SPD-Fraktion der Stadt Offenbach am Main waren zu Gast in der IHK Offenbach am Main. Mit der IHK-Geschäftsführung, vertreten durch Markus Weinbrenner (r.), Friedrich Rixecker (2. v. r.) und Frank Achenbach (3. v. r), diskutierten sie über die Stadtentwicklung sowie über Mobilität und Energieversorgung. 9Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 NACHRICHTEN Metallverarbeitung Uwe Ebertz GmbH Telefon: 02772 57538-0 ٠ info@mue-ebertz.de www.mue-metallverarbeitung.de WIR DENKEN WEITER, WO ANDERE AUFHÖREN. LASERN KANTEN FRÄSEN DREHEN SCHWEISSEN ROHRLASERNNEU Im Vorfeld der IHK-Wahl Fo to : I H K Fo to : I H K In der Filiale der Heberer Wiener Feinbäckerei im Mühlheimer Tor in Mühlheim traf IHK-Hauptge- schäftsführer Markus Weinbren- ner (r.) die IHK-Vizepräsidenten (v. l. n. r.) Violetta Reimelt, Michael Grunwald, Robert Glaab und Alexander Heberer sowie die IHK-Präsidentin Kirsten Schoder- Steinmüller. Zentrales Thema der Zusammenkunft war die Neuwahl der IHK-Vollversammlung, die 2024 stattfinden wird. Austausch in der IHK bewährt sich Gewerberecht im Fokus Auf Einladung der IHK Offenbach am Main trafen sich 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gewerbeämter aus Stadt und Kreis Offenbach und der IHK, um gemeinsame Schnittstellen bei gewerberechtlichen Themen zu diskutieren. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Herausforderungen, die mit der Umset- zung des Online-Zugangsgesetzes verbunden sind. Außerdem ging es um das Bewachungs- register und den Umgang mit Sonderfällen bei Gewerbeanmeldungen. Schon 2019 hat ein solches Treffen stattgefun- den und positive Resonanz hervorgerufen. Die damals geknüpften Kontakte wurden erneuert und vertieft. Der Austausch soll jährlich wiederholt werden. Das Treffen fand zum zweiten Mal statt und soll zukünftig jährlich angeboten werden. 10 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 NACHRICHTEN Möller Horcher in vertraute Hände gegeben Erfolgreicher Management-Buy-out Dr. Venera D‘Elia, Jennifer Köhler, Tanja Ressel-Nunheim und Julia Schreiber, die als Mitarbeiterinnen schon seit mehreren Jahren zum Führungsteam der Möller Horcher Kommunikation GmbH gehören, haben die Agentur zum 1. Januar 2023 übernommen. Tanja Ressel-Nunheim ist jetzt Geschäfts- führerin. Sie war zuvor Leiterin Operations Management. Die Übernahme soll Mitarbei- tenden, Kunden und Partnerunternehmen maximale Stabilität und ein reibungsloses Fortführen der bestehenden Geschäftsbezie- hungen garantieren. Mitgründer Thomas Möller wird der Agentur weiterhin als festangestellter Senior-Redakteur erhalten bleiben. Gründerin Gabriele Horcher wird sich auf ihre Tätigkeit als Speakerin, Moderatorin und Coach konzentrieren. Die Möller Horcher Kommunikation GmbH wird weiterhin Kunden aus IT, Hightech, Industrie und E-Commerce in den Bereichen Public Relations, Content- und Lead-Mar- keting unterstützen. Als erfahrene Agentur für die integrierte B2B-Kommunikation hat Möller Horcher auch zukünftig Strategie-Ent- wicklung, Beratung und Betreuung sowie Content-Erstellung im Portfolio. Mehr Strategie und Ganzheitlichkeit „Wir sind dankbar für das Fundament, das Gabriele Horcher und Thomas Möller geschaf- fen haben“, sagt die neue Geschäftsführerin. „Darauf können wir die Zukunft der Agentur, die weiterhin unter dem Namen Möller Horcher firmiert, aufbauen. Dabei fokussieren wir uns noch stärker auf die Entwicklung von ganzheitlichen Kommunikationsstrategien und einen optimalen Kommunikationsmix für unsere Kunden.“ Speakerin, Moderatorin und Coach „Ich bin stolz und glücklich, die Möller Horcher Kommunikation als Geschäftsfüh- rerin und Gesellschafterin 22 Jahre begleitet zu haben“, erklärt Gabriele Horcher. „Ich möchte zukünftig Menschen und Unterneh- men auf den nächsten Paradigmenwechsel in der Kommunikation vorbereiten. Auf diese Mission werde ich mich voll und ganz konzentrieren.“ www.moeller-horcher.de www.gabriele-horcher.de V. l. n. r.: Gabriele Horcher und Thomas Möller haben die Agentur an Julia Schreiber, Jennifer Köhler, Tanja Ressel- Nunheim und Venera D’Elia übergeben. Fo to : M öl le r H or ch er K om m un ik at io n 11Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 NACHRICHTEN 30 JAHRE OFFENE UND FREIE GRENZEN IN EUROPA Der EU-Binnenmarkt ist ein Erfolg und bleibt ausbaufähig Ob Geschäftsreisen ohne Grenzkontrollen, IBAN und SEPA statt traditioneller Kontonummer, Niederlassungsfreiheit oder Telefonieren ohne Roaminggebühren: All das wäre undenkbar ohne den EU-Binnenmarkt und seine heute für uns selbstverständlichen Grundfreiheiten, die den freien Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital garantieren. Er könnte noch besser sein. Aber schon jetzt stärkt der EU-Binnenmarkt die Wirtschaft in Deutschland und trägt zu unserem Wohlstand bei. 12 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 TITELTHEMA Autorin Milena Tröß 069 8207-254 troess@offenbach.ihk.de So können wir problemlos in Offenbach wohnen, ein Auto in Brüssel erwerben, Geld bei der Sparkasse in Wien anlegen und für den Hausumbau einen Architekten auf Mallorca ver- pflichten. Der EU-Binnenmarkt trat am 1. Januar 1993 in Kraft. Geschaffen wurde damit ein Wirtschaftsraum ohne Binnengrenzen. Das heißt, aus mehreren nationalen Märkten wurde ein gemeinsamer Markt. Die Grundidee dahinter basiert auf den oben genannten vier Freiheiten. Der Binnenmarkt zählt zu den größten Errungenschaften der EU. Viele Handelspartner in der EU Er stärkt die deutsche Wirtschaft in hohem Maße. Binnenmarkt und Euro sichern der deutschen Wirtschaft Absatzmärkte und Arbeitsplätze, zwei bedeutende Grundlagen für den Wohlstand unseres Landes. Jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland hängt vom Export ab. Dabei sind die EU-Länder Deutschlands wichtigste Handelspartner. Rund 60 Prozent der Exporte gehen dorthin. Der europäische Binnenmarkt ist inzwischen einer der größten einheitlichen Märkte der industrialisierten Welt – ohne Zölle und mit vielen einheitlichen Regelungen, Standards Fo to E EN - iS to ck Enterprise Europe Network Probleme im Binnenmarkt? Das EEN hat den direkten Draht zur EU! Ihr Transport wurde an der Grenze gestoppt? Sie haben einen Auftrag im Aus- land erhalten, dürfen dort aber nicht arbeiten? Das wirkt sich auf Ihr Geschäft aus? Sie haben Lösungsvorschläge, die Sie an direkt an die EU-Kommission herantragen möchten? Teilen Sie uns Ihre Probleme im EU-Binnenmarkt mit. Über das Enterprise Europe Network (EEN) geben wir Ihr Feedback direkt und anonymisiert an die EU-Kommission weiter. www.ihkof.de/een 13Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 TITELTHEMA und technischen Normen. Hier lohnt es sich für Unternehmen, ihre Produkte in größerer Stückzahl herzustellen und damit Kosten zu senken. Die Tatsache, dass mehr als zwei Drittel des gesamten EU-Handels auf Geschäfte zwischen EU-Mitgliedsstaaten (Intrahandel) entfallen, ist ein weiterer Beweis für die Anreizfunktion des Binnenmarktes. Der Brexit war dabei eine Zäsur für Europa und hat den Binnenmarkt geschwächt. Weiter Hürden abbauen Größte Stolpersteine des Binnenmarktes sind die unterschiedliche Auslegung sowie der schleppende Informationsfluss zu Regelungen innerhalb der einzelnen Mitgliedsstaaten. Mit Blick in die Zukunft ist der Ausbau des digitalen Binnenmarktes geplant. Zum Beispiel sollen Hürden im internationalen Onlinehandel abgebaut werden. Auch beim Erbringen grenz- überschreitender Dienstleistungen stehen Unternehmen häufig noch vor Herausforderungen – zum Beispiel wenn Fachkräfte Maschinen im EU-Ausland warten sollen. Informationen bietet die Webinar-Reihe „Weltweit. Rechtssicher. Entsenden“. Trotz nach wie vor bestehender Herausforderungen ist der EU-Binnenmarkt eine Erfolgs- geschichte und ein Pfund, mit dem Europa in der Welt wuchern kann. Die Vollendung des Binnenmarktes bleibt ein wichtiges Ziel, damit Europa auch in Zukunft im globalen Konzert mit den USA und China mitspielen kann. Webinar-Reihe „Weltweit. Rechtssicher. Entsenden.“ Geschäftsreisen sind ein wichtiger Bestandteil der internationalen Geschäftsbeziehungen. Vertriebsmitarbeitende besuchen Kundinnen und Kunden im Ausland. Maschinen müssen vor Ort installiert oder gewartet werden. Vor jeder Entsendung ist unbedingt zu prüfen, ob beziehungsweise welche Melde- und Registrierungspflichten im jeweiligen Zielland bestehen, auch innerhalb des EU-Binnenmarktes. Eine kostenfreie Webinar-Reihe der hessischen IHKs informiert zu Meldevorschriften, arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie den weiteren länderspezifischen Aspekten bei der Entsendung. Entsendung von Mitarbeitern nach Großbritannien Termin: Dienstag, 17.01.2023, 14:00-15:30 Uhr Info und Anmeldung: www.offenbach.ihk.de/international/mitarbeiterentsendung 14 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 TITELTHEMA Bis zum 28. Februar 2023 werden Erfolgsgeschichten von mittelständischen hessischen Industrie- und Handels- unternehmen, Handwerksbetrieben und Dienstleistern mit maximal 250 Beschäftigten in Deutschland und einem Umsatz bis zu 50 Millionen Euro angenommen. Wer teilnimmt, profitiert von hoher Aufmerksamkeit in den Medien. Außerdem winkt den Unternehmen ein professioneller Imagefilm. Der Hessische Exportpreis wird in den drei Kategorien Industrie, Handwerk sowie Handel und Dienstleistungen verliehen. „Im internationalen Geschäft gibt es derzeit viele Herausforderungen für Hessens Wirtschaft: Massive Kostenstei- gerungen bei Energie und Rohstoffen, Lieferkettenprobleme und die Nach- frageschwäche auf wichtigen Absatzmärkten sind nur einige. Allen Widrigkeiten zum Trotz zeigen viele mittel- ständische Betriebe, dass internationaler Erfolg möglich ist. Die besonderen Leistungen der kleinen und mittleren Unternehmen auf Auslandsmärkten würdigen wir mit dem Hessischen Exportpreis. Gemeinsam wollen wir Betrie- ben Mut machen, ihren Erfolg weiterhin auch jenseits heimischer Märkte zu suchen“, sagt Kirsten Schoder- Steinmüller, Präsidentin des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK). www.hessischer-exportpreis.de Engagement auf Auslandsmärkten würdigen Hessischer Exportpreis 2023 Alle zwei Jahre wird der Hessische Exportpreis an Unternehmen verliehen, die mit ihren Produkten oder Dienstleistungen international erfolgreich sind. Die Bewerbungsphase hat begonnen. Die besonderen Leistungen der kleinen und mittleren Unternehmen auf Auslandsmärkten würdigen. 15Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 TITELTHEMA Sie sind ein mittelständisches hessisches Unternehmen und international auf Wachstumskurs? Teilen Sie Ihre Erfolgsgeschichte und bewerben Sie sich um den Hessischen Exportpreis 2023: www.hessischer-exportpreis.de Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2023. Die feierliche Preisverleihung findet am 12. Juli 2023 statt. Anz_Offenbach_Exportpreis_FINAL_210x94mm.indd 1Anz_Offenbach_Exportpreis_FINAL_210x94mm.indd 1 16.11.22 15:1016.11.22 15:10 Richtig wichtig im internationalen Handel Die Zolltarifnummer Warennummer, statistische Warennummer, Warentarifnummer, TARIC-Code, HS-Code, KN-Code, Customs-Tariff-Code, Produkt-Code – es gibt viele Bezeichnungen, die auf eines hinauslaufen: die für Auslandsgeschäfte unverzichtbare Zolltarifnummer. Bei jedem Im- und Export muss die Zolltarif- nummer in der Zollanmeldung angegeben werden. Auch in der Intrahandelsstatistik für den Warenverkehr innerhalb der EU ist sie ein Muss. Mit ihr lässt sich ermitteln, ob Produkte oder Waren Verboten oder Handelsbeschrän- kungen unterliegen und ob Lizenz- oder Genehmigungspflichten beachtet werden müssen. Auch bei der Ermittlung der Umsatz- steuersätze spielt die Zolltarifnummer eine wichtige Rolle. Um vom Warenursprungs- und Präferenzrecht zu profitieren, wird sie ebenfalls benötigt. Was steht wofür? Die Weltzollorganisation (WZO) legt die ersten sechs Stellen (HS – Harmonisiertes System) fest, die von nahezu allen Ländern angewendet werden. In vielen Ländern sowie auch in der EU werden diese um weitere Nummern ergänzt. Deshalb ist beim Export aus der EU eine achtstellige Zoll- „What’s new? im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht!“ Während der gemeinsamen IHK-Informationsveranstaltung „What’s new? im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht“ am 31. Januar 2023 von 15:00 bis 18:00 Uhr in der IHK Hanau geht es um Änderungen zum Jahreswechsel 2022/2023. Anmeldung: Sandra Zumpe, s.zumpe@hanau.ihk.de Fo to : B jö rn W yl ez ic h – Ad ob e St oc k tarifnummer anzuwenden. Bei Einfuhren in die EU ist die Zolltarifnummer elfstellig. Beim Import können anhand der neunten und zehnten Stelle EU-Maßnahmen ermittelt werden. Die elfte Stelle steht für nationale Maßnahmen wie die Höhe der Einfuhrum- satzsteuer oder nationale Beschränkungen. Für die Ermittlung des präferenziellen 16 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 TITELTHEMA bKV – die intelligente Gehaltserhöhung GESUNDX – DIE EXTRAPORTION GESUNDHEIT So einfach geht‘s: Ihre Mitarbeitenden erhalten ein jährliches Gesundheits- budget von 900 EUR. Ihre Investition: lediglich 29,90 EUR im Monat! Noch mehr Möglichkeiten mit der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) der Allianz finden Sie unter: → www.allianz.de/angebot/ gesundheit/bkv Oder sprechen Sie Ihren Vermittler an! M54821_210x140mm_5mm.indd 1M54821_210x140mm_5mm.indd 1 04.08.22 12:2204.08.22 12:22 Kontakt Brigitte Appiah Telefon 069 8207-252 appiah@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de/international Ursprungs und damit verbundene Zollver- günstigungen hingegen sind die ersten vier Stellen maßgeblich. So funktioniert die Zuordnung Für jede Ware gibt es die richtige Zoll- tarifnummer. Die Zuordnung der Ware zur Zolltarifnummer nennt sich „Einreihung“. Das ist nicht immer einfach. Eine Zuordnung geschieht anhand des Warenverzeichnisses für die Außenhandelsstatistik. Herausgeber ist das Statistische Bundesamt. Weitere Möglich- keiten bieten der elektronische Zolltarif (EZT-Online) der deutschen Zollverwaltung und der integrierte Tarif der EU. Auch die Allgemeinen Vorschriften für die Auslegung des Warenverzeichnisses (AV) und die unver- bindlichen Erläuterungen zur Kombinierten Nomenklatur kommen bei der Einreihung von Waren zur Anwendung. Die Zuordnung zur richtigen Zolltarifnummer ist wichtig, um rückwirkende Zahlungen und Strafen zu vermeiden. Auf Änderungen achten! Die WZO überarbeitet das Harmonisierte System alle fünf Jahre umfassend. Die letzte Überarbeitung ist im Januar 2022 in Kraft getreten. Eine neue Fassung erscheint also voraussichtlich erst 2027. Aber zu jedem Jahreswechsel gibt es Änderungen, die die Europäische Kommissionveröffentlicht. Auch unterjährig müssen sich Unternehmen zu etwaigen Anpassungen auf dem Laufenden halten. Das IHK-Team International hilft bei Fragen. 17Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 TITELTHEMA bKV – die intelligente Gehaltserhöhung GESUNDX – DIE EXTRAPORTION GESUNDHEIT So einfach geht‘s: Ihre Mitarbeitenden erhalten ein jährliches Gesundheits- budget von 900 EUR. Ihre Investition: lediglich 29,90 EUR im Monat! Noch mehr Möglichkeiten mit der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) der Allianz finden Sie unter: → www.allianz.de/angebot/ gesundheit/bkv Oder sprechen Sie Ihren Vermittler an! M54821_210x140mm_5mm.indd 1M54821_210x140mm_5mm.indd 1 04.08.22 12:2204.08.22 12:22 Die Krise als Chance genutzt ANWR Unternehmensgruppe baut auf Mainhausen Mainhausen ist für Schuh-, Sport- und Lederwarenhändler eine besondere Adresse, denn dort hat die ANWR Unternehmensgruppe ihre Zentrale. In seiner Funktion als Head of Communications spricht Ullrich Lüke darüber, wie es der Unternehmensgruppe und ihren Branchen seit Ausbruch der Pandemie ergangen ist und welche Zukunftsprojekte es gibt. Ullrich Lüke ist Head of Corporate Communications der ANWR GROUP. Foto: ANWR GROUP Auf den Fachmessen und im Ordercenter auf dem ANWR Campus- treffen sich Hersteller und Händler. Fo to s: A N W R Wir sehen auf drei schwierige Jahre zurück. Wie ist es der ANWR GROUP eG seit Ausbruch der Pandemie ergangen? Wie geht es ihr heute? Das waren schwierige Zeiten mit unkalkulier- baren Risiken, denn mit solchen Rahmen- bedingungen hatten wir – wie alle anderen auch – bislang noch nicht zu kämpfen. Wir als zentrale Unternehmensgruppe sind aufgrund unserer soliden wirtschaftlichen Basis gut durch die Krise gekommen. Das lag vor allem an der diversifizierten Kundenstruktur unserer beiden Banken. Intern haben wir schneller als geplant die Zusammenarbeit in die digitale Welt verlegt. Wie wirkten die Lockdowns? Die Lockdowns haben unsere Handelspartner massiv belastet. Der Schuh-, Sport- und Lederwarenhandel durfte die Geschäfte monatelang nicht öffnen. Der Umsatz brach ein. Die staatlichen Hilfen haben, auch dank unserer Intervention, gut funktioniert. Gab oder gibt es Lieferengpässe? Unsere Handelspartner spüren nach wie vor Lieferengpässe, das heißt bestellte Ware wird verspätet, manchmal gar nicht ausgeliefert. Das liegt zum einen an Problemen bei der Produktion und zum anderen an der Liefer- situation aus Asien. Einige Hersteller möchten die Bestellungen gerne deutlich früher haben. Für den Handel ist beides schwierig. Saison- ware, die zu spät kommt, lässt sich nicht mehr zum normalen Preis verkaufen, und eine Bestellung für die nächste Saison ohne den Abverkauf der aktuellen Produkte ist ebenfalls fast unmöglich. 18 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 TITELTHEMA Die Fragen stellte Birgit Arens IHK Offenbach am Main Wie hart wurden die für ANWR wichtigen Branchen getroffen? Haben diese sich erholt? Während der Schuh- und der Lederwaren- handel sehr gelitten haben, ist der Sportfach- handel robust durch die Krise gekommen. Produkte für Outdoorsport und Running waren sehr gefragt. Aktuell bewegen sich die Umsätze noch nicht auf dem Vor-Corona- Niveau. Die Rahmenbedingungen mit Krieg in der Ukraine, steigenden Preisen für Energie und viele andere Produkte sowie die Kaufzurückhaltung dämpfen den guten Weg erheblich. Haben die Krisen auch positive Entwicklungen oder Veränderungen angestoßen oder beschleunigt? Viele unserer Handelspartner haben die Krise als Chance genutzt, ihr Geschäftsmodell überprüft und auf eine neue, zukunftsge- richtete Basis gestellt. Ohne den Druck von außen wäre es nicht immer in der kurzen Zeit passiert. Auch die Digitalisierung im Handel geht voran. Welche Risiken haben Sie derzeit besonders im Blick? Ein Risiko für unsere Handelspartner ist der Frequenzverlust in den Innenstädten. Gemeinsam mit Politik und Handel leisten wir unseren Beitrag, um gegenzusteuern. Ein Risiko für den Handel sind auch Index- mieten, deren Anpassung an die Entwicklung der Inflation gekoppelt ist. Hier müssen wir gemeinsam gegensteuern. Wie geht ANWR mit der Energiepreisentwicklung um? Wir haben dies genau im Blick. Am Standort Mainhausen zum Beispiel achten wir darauf und sensibilisieren die Mitarbeitenden, sorgsam mit Strom und Heizung umzugehen. Zudem haben wir einen entsprechenden Notfallplan entwickelt. Unsere Handelspart- ner beraten wir intensiv zur Energieeffizienz. Gleichzeitig platzieren wir die Bedürfnisse des Handels in Bezug auf die Energiepreisbremse der Bundesregierung in enger Abstimmung mit dem Handelsverband Deutschland (HDE). Gemeinsam stark Die ANWR Unternehmensgruppe fungiert einerseits als Genos- senschaft, die ihre Mitglieder wirtschaftlich betreut und fördert. Andererseits ist die Unternehmensgruppe eine internationale Han- delskooperation mit rund 5.000 angeschlossenen selbstständigen Unternehmen und Partnerschaften zu den wichtigsten Herstellern. Weitere 20.000 Unternehmen des Groß- und Einzelhandels nutzen über 80 internationale Verbände die Finanzierungsangebote über die DZB Bank GmbH in Mainhausen und die Aktivbank AG in Pforz- heim und Frankfurt, die zur ANWR Unternehmensgruppe gehören. www.anwr-group.com Faires und nachhaltiges Herstellen und Handeln ist heute gefordert. Wie wird ANWR diesen Ansprüchen gerecht? Bei der Auswahl der Produktion und Lieferketten für die Eigenmarken unserer Gesellschaften berücksichtigen wir Aspekte der Nachhaltigkeit, unter anderem durch die Produktion in Europa, faire Arbeitsbedingun- gen und die Verwendung von natürlichen Materialien. Wie beurteilen Sie damit zusammen hängende Vorgaben, zum Beispiel das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz? Wir begrüßen, fördern und unterstützen die Aspekte von fairem und nachhaltigem Handeln in unseren Geschäftsprozessen und -beziehungen. Es braucht dafür sicherlich Regeln und Vorgaben. Wir dürfen aber nicht in eine Überregulierung verfallen. Wie steht die ANWR Unternehmensgruppe heute zum Thema Globalisierung? Die Globalisierung hat zuletzt ihre politischen und logistischen Grenzen aufgezeigt. Sie sollte mit Bedacht und Augenmaß erfolgen. Viele Industriepartner verlagern Produktions- stätten wieder zurück nach Europa, auch vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit und der hohen Geschwindigkeit der Marktverände- rungen. Das ANWR Ordercenter O1 auf dem Campus Mainhausen soll einen Neubau erhalten. Welchem Zweck wird er dienen? Wann ist Baubeginn? Die Raumkapazitäten des O1 sind ausge- schöpft und weitere internationale Hersteller aus der Schuh- und Sportindustrie möchten an unserem Standort mit Showrooms und auch Vertriebsbüros vertreten sein. Diesem Bedarf kommen wir mit dem Neubau nach. Der Baubeginn verzögert sich allerdings bis in das Jahr 2023 hinein. Welche Bedeutung hat Mainhausen für die ANWR Unternehmensgruppe? Der Standort ist überaus wichtig für unsere Gruppe. Über 500 Menschen arbeiten hier in den unterschiedlichen Gesellschaften. Der Campus lockt durch die Fachmessen und das Ordercenter jährlich Fachbesucher aus dem In- und Ausland an. Davon profitiert auch die Region. 19Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 TITELTHEMA Ideen und Konzepte für den Laden-Mix im Isenburg-Zentrum „Das Herz der Stadt“ muss attraktiv bleiben Das Isenburg-Zentrum gehört seit einem halben Jahrhundert zu den großen Einkaufszentren im Rhein-Main-Gebiet. Mit den Shopteilen Ost, Mitte und West dehnt es sich über eine Fläche von 44.000 Quadratmetern aus, bietet Platz für 140 Geschäfte und 1.600 günstige Parkplätze. Die Pandemie, der Krieg und daraus folgende Konflikte haben Veränderungen in Gang gesetzt. „Aktuell stehen 25 Läden leer“, berichtet Center-Managerin Annett Gurczinski. Sie kennt sich mit dem Einkaufszentrum bestens aus. 2014 und 2015 hat sie es vor ihrer Elternzeit geleitet. Von 2017 bis 2022 arbeitete sie im Frankfurter MyZeil, das ebenfalls von der ECE Market- places GmbH & Co. KG betrieben wird. 2022 ist sie nach Neu-Isenburg zurückgekehrt, pünktlich zum 50sten Geburtstag des Einkaufszent- rums. „Ich wohne mit meiner Familie in Dietzenbach und bin in der Region gut vernetzt“, sagt sie. Mehr Mieter, mehr Frequenz „Während der Pandemie sind einige Mietverträge ausgelaufen. Manche Unternehmen gingen in die Insolvenz“, erklärt Gurczinski, warum einige Geschäftsräume ungenutzt sind. Allerdings, die großen Ankermieter Saturn, P & C, C & A, H & M, Rewe, Müller, Zara und Douglas sind dem Isenburg-Zentrum treu geblieben und haben ihre Verträge verlängert. Ebenfalls positiv: Roßmann hat sich durch einen Umzug auf eine neue Fläche vergrößert. Aldi eröffnet Ende März 2023 auf der ehemaligen Netto-Fläche. Statt McDonald’s gibt es jetzt Joe’s Burger und die Center-Managerin kann weitere Zugänge nennen, die vielversprechend sind. Doch sie beobachtet, dass derzeit nur wenige Gastronomen oder Einzelhändler einen Zehn-Jahres-Vertrag abschlie- ßen wollen. „Als Vermieter sind wir deshalb gefordert, Kompromiss- lösungen anzubieten. Wir wollen weiterhin langfristige Partnerschaften finden“, erklärt sie. So können sich in leerstehenden Shops Pop-up-Konzepte auspro- bieren. Wenn das Konzept erfolgreich ist, kann ein festes Mietverhält- nis folgen. Nach wie vor gibt es ein Corona-Testzentrum in einem Ladengeschäft. In der Vorweihnachtszeit beherbergte ein Laden einen Geschenk-Einpack-Service, ein anderer eine Modelleisenbahn- Ausstellung. Auf einer großen Freifläche im Obergeschoss, früher gastronomisch genutzt, spielen Kinder. Wer sie begleitet, findet bequeme Sitzgelegenheiten und ein offenes Regal zum Bücher- tauschen. Dennoch steht fest: „Den Leerstand zu vermindern ist die größte Aufgabe neben dem Ziel, die Frequenz zurückzuholen.“ Annett Gurczinski ist in einer bewegten Zeit als Center-Managerin ins Isenburg-Zentrum zurückgekehrt. Fo to : O N AT -P H O TO -1 20 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 TITELTHEMA Autorin Birgit Arens Telefon 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Es gilt, die Kunden zurückzugewinnen, die im Pandemie-Lockdown ihr Einkaufsverhalten geändert haben oder aus Angst vor Ansteckung stark frequentierte Orte meiden. Kundeninteresse im Blick Bauliche Maßnahmen und ein Energiesparkonzept zielen darauf ab, das IZ nicht nur nachhaltiger zu machen, sondern gerade auch seine Anziehungskraft zu stärken. „2023 wird der Brunnen im Herzen des Zentrums für circa 80.000 Euro saniert. Mehrere Mietpartner werden umbauen. H & M will zum Beispiel ein neues Konzept umsetzen und wird die Geschäftsräume umgestalten. In diesem Zusammenhang werden die Rolltreppen und die Aufzugsanlage erneuert“, berichtet Gurczinski. Zusätzliche Mieter, die den Branchen-Mix optimieren könn- ten, wären für sie etwa ein City-Baumarkt oder Unternehmen aus dem Dekobereich sowie ein Hörgeräte-Akustiker oder ein regionales Café. Aktuell schwierig sei es, konstant einheitliche Öffnungszeiten für alle Geschäfte durchzusetzen. „Die Mietpartner finden erschwert Personal, um von 10 bis 20 Uhr zu öffnen. Vor allem Fachverkäufer fehlen sehr“, berichtet sie. Das ganze Jahr über locken Marketing-Aktionen ins Isenburg-Zent- rum. „2022 war in den Sommerferien ab 18 Uhr das Parken kostenfrei. Dann haben wir mehrere Cash-Back-Aktionen durchgeführt. Kunden konnten sich ab einem Einkauf ab 50 Euro einen Center-Gutschein an der Kundeninfo abholen. Sie erhielten dann einen Zehn-Prozent- Rabatt auf einen Einkauf. Promoter-Teams haben in Wohngebieten und Schwimmbädern sowohl in Neu-Isenburg als auch im Landkreis 5-Euro-Gutschein-Coupons verteilt“, zählt die Center-Managerin auf. Noch bis zum 8. Januar 2023 lädt sie gemeinsam mit der Stadt Neu-Isenburg zu Isenburg on Ice auf eine Kunsteisbahn auf dem Rosenauplatz ein – vor dem Center und mitten in Neu-Isenburg. „Das Isenburg-Zentrum ist das Herz der Stadt. Mit den Gewerbetreibenden in den umliegenden Straßen und der Wirtschaftsförderung stehen wir im engen Austausch“, versichert sie. Erwartungsvoll beobachtet Annett Gurczinski die Entwicklung des „Stadtquartiers Süd“, das auf den ehemaligen Flächen des Güter- bahnhofs, der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein und dem früheren Agfa-Gelände entstehen wird. „Dort sind bis zu 750 Wohnein- heiten für ungefähr 1.700 Menschen geplant, gerade zehn Gehminuten vom IZ entfernt.“ www.isenburg-zentrum.com 21Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 TITELTHEMA Nutzen Sie unsere Fertigungstiefe für Ihre passgenauen Bauteile! CNC-FRÄSTECHNIK INDUSTRIEGRAVUREN CNC-DREHTECHNIK BLECHBEARBEITUNG SIEB-/DIGITALDRUCK ERODIERTECHNIK SCHWEISSEN / BOLZENPRESSEN SCHODER GMBH Heinrich-Hertz-Straße 19 · 63225 Langen Tel.: 0 6103 / 59 71-0 · Fax: 0 6103 / 59 71-59 info@schoder.com · www.schoder.com Arbeitsschritt 1: CNC-Laserschneiden Maximale Tafelgröße: 3.000 x 1.500 mm Edelstahlabschirmgehäuse aus Aluminium mit Bohrungen Arbeitsschritt 3: CNC-Abkanten Bis zu einer Abkantlänge von 2.000 mm Arbeitsschritt 2: Bandschleifen Maximale Teilebreite: 1.200 mm Ein starkes Team: Ihre Idee & unsere Fertigungstiefe Stadtmarketing Obertshausen stärkt Handel und Gewerbe Die Heimatstadt gestalten In der Region gibt es eine Reihe von Initiativen, die sich der Förderung von Handel und Gewerbe widmen. Ziemlich jung und sehr engagiert ist das Stadtmarketing Obertshausen. „Der Verein wurde am 20. Oktober 2020 gegründet. Zu diesem Zeitpunkt ging es in erster Linie darum, das Gewerbe während der Coronakrise zu stärken“, sagt der Vorsitzende Holger Bischoff. Im Allgemeinen haben er und seine Mitstreiter die gemeinsame Gestaltung ihrer Heimatstadt Obertshausen im Fokus. „Wir verstehen uns als Netzwerker und möchten alle Stakeholder in unserem Prozess mitnehmen. Schwerpunktmäßig haben wir deshalb unsere Ressorts in fünf Bereiche aufgeteilt: Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Gewerbe, Bürger und Stadtentwicklung“, erklärt er. Der Mix an Geschäften in Obertshausen ist vielseitig in seinem Angebot. Nun geht es dem Verein darum, die Stärken der Stadt herauszuarbeiten, die Attraktivität für Gewerbetreibende und Kunden weiter zu verbessern und herauszufinden, wo Verände- rungen guttäten. Anfang 2022 wurde in Obertshausen die O-CARD eingeführt. „Mittlerweile sind diesem City-Karten-System rund 27 Geschäfte bei- getreten“, berichtet Bischoff und beschreibt: „Mit Rabatt-Aktionen, Gewinnspielen und Newslettern bieten wir den Gewerbetreiben- Beim Heimat shoppen engagiert sich das Stadt- marketing Obertshausen unter anderem, um die Gewerbetreibenden in seinem Heimatort tatkräftig zu unterstützen. Fo to : S ta dt m ar ke tin g O be rt sh au se n 22 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 TITELTHEMA Auf großer Heimat- shoppen-Tour Fo to : S ta dt D re ie ic h Dreieich hat im Rahmen der „Heimat shoppen“-Aktionstage 2022 die „HeimatShoppenQueen“ beziehungsweise den „HeimatShoppenKing“ gesucht. Gekürt wurde Julia Schäfer (M.), die zusammen mit Begleitung Lisa (l.) und Citymanagerin Sylvie Angersbach (r.) am 29. November 2022 auf großer Einkaufstour in den Dreieicher Geschäften unterwegs war und ihren Gewinn von 500 Euro eingelöst hat. www.heimat-shoppen.de den Marketing-Tools an, um ihre Geschäfts- aktivitäten zu steigern.“ Gemeinsam mit der Stadt ist das Stadtmarketing Obertshausen zudem federführend an der von der IHK ins Leben gerufenen Initiative Heimat shoppen beteiligt. „Auch bei weiteren Themen und Projekten, wie bei Zukunft Innenstadt, den Insektenwiesen oder beim Adventskalender, arbeitet der Verein punktuell mit der Stadt Obertshausen zusammen und steht auch so allgemein im regen Austausch“, sagt er. Für 2023 stellt Bischoff den Händlern und ihren Kunden weitere tolle Aktionen rund um die O-CARD in Aussicht. „Und natürlich sind wir im September wieder in Kooperation mit der Stadt beim Heimat shoppen am Start“, kündigt er an. www.stadtmarketing-obertshausen.de Kontakt Holger Bischoff h.bischoff@stadtmarketing-obertshausen.de 23Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 TITELTHEMA Beruflicher Neuanfang im Netz Onlinehandel nebenberuflich gestartet Corona hat auch Chancen eröffnet. Ines-Désirée Gerlach hat ihre genutzt. Als ihr Arbeitgeber Kurzarbeit anmeldete, zögerte sie nicht lange und verwirklichte ihren Traum von einer eigenen Schmuckmarke Inezirae. „Die Idee für meine eigene Schmuckmarke hatte ich schon lange. Das war sozusagen ein Kindheitstraum. Von Anfang an stand fest, dass ich meinen Schmuck online verkaufen möchte. Ich war überzeugt, dass ich meine Zielgruppe so am besten erreiche“, berichtet Gerlach. Sie gründete 2018. Aber erst in der Pandemie kam sie dazu, Onlineseminare zu besuchen und ihren Internet-Shop zu professionalisieren. „Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass ein direkter Vertriebsweg am Anfang hilft, um die Zielgruppe gründlich kennenzuler- nen. Das macht es anschließend einfacher, sie genau anzusprechen“, hat sie gelernt. Deswegen verkauft sie ihren Schmuck inzwischen auch in Kooperation mit einem Geschäft in der Nähe von Madrid. „Dort sehe ich, wie die Kollektionen bei den Kundinnen ankommen. Dieses Wissen übertrage ich auf meinen Webshop“, berichtet sie. Zusätzlich präsentiert sie ihre Kollektionen auf Ver- anstaltungen, verbessert ihr Netzwerk in der Region und wirbt in sozialen Medien. „Das Kundenvertrauen gewinnt man nicht über Nacht. Man muss es sich erst aufbauen. Für Inezirae interessieren sich vor allem Frauen zwischen 30 und 50 Jahren, die Wert auf außergewöhnliche, nachhaltig und fair pro- duzierte Schmuckstücke legen. Es geht ihnen nicht um das neueste modische Accessoire, sondern um ein zeitloses Schmuckstück mit Bedeutung, das sie für sich selbst oder als Geschenk für einen lieben Menschen kaufen“, erklärt sie. Online geht’s flexibler und günstiger Die Gründerin hat unter anderem in Deutsch- land und Asien im Marketing, später als Produktmanagerin eines Automobil- und Industriezulieferers gearbeitet. „2015 war in Asien schon deutlich zu sehen, wie wichtig das Thema Digitalisierung, gerade bezogen auf mobile Endgeräte, ist. Da steckte das Thema bei uns in Deutschland noch in den Kinder- schuhen“, sagt sie. „Nur im Onlinehandel konnte ich als Angestellte nebenberuflich gründen. Im Internet habe ich Flexibilität, kann ausprobieren. Gerade in der Entwicklungs- phase wirft man Konzepte und Strategien gerne mal über den Haufen. Nicht zuletzt sind natürlich die Fixkosten für einen Webshop deutlich niedriger als für ein Ladengeschäft.“ Faire Qualität Ihren Schmuck lässt Gerlach in Thailand pro- duzieren, wo sie zwei Jahre gelebt hat. „Dort habe ich meine ersten Designs kreiert. Mir ist die Nähe zu meinen Herstellern wichtig. Ich möchte wissen, wer meinen Schmuck unter welchen Bedingungen herstellt, wie die Qualität ist und woher die Rohstoffe kommen. Damit Inezirae noch nachhaltiger und die Lieferkette kürzer wird, möchte ich zu einem Hersteller in Europa wechseln, der meine Vorstellungen von Qualität und Nachhaltig- keit teilt. Die verwendeten Materialien sollen zum Beispiel recycelt und konfliktfrei sein“, erwartet sie. (Anm. der Redaktion: verantwor- tungsbewusst beschafft und finanziert) Für Ines-Desirée Gerlach ist es grundlegend, dass der Schmuck ihrer Marke Inezirae fair hergestellt wird und nachhaltig ist. Fo to : I ne zi ra e 24 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 TITELTHEMA Sowohl mit der Schmuckherstellung als auch mit dem Onlinemarketing hat sich Gerlach intensiv befasst. 2018 hat sie in Singapur einen Abschluss in Fine Jewellery Design erworben. „Ich habe gelernt, Designs manuell und mit Hilfe von 3-D-Programmen zu planen und zu entwerfen. Außerdem bringt mir ein pensionierter Goldschmied einige Techniken bei. Zum Thema Onlinemarketing habe ich Seminare belegt und halte mich auf dem Laufenden.“ Eine Agentur hat sie bei der Webseiten-Gestaltung unterstützt. „Es war ein langer Weg zum für mich richtigen Shopsys- tem. Zwei musste ich verwerfen. Das jetzige ist sehr intuitiv. Solange nicht programmiert werden muss, kann ich das meiste selbst umsetzen“, erklärt sie. Nicht einfach, aber aussichtsreich Für 2023 hat sich die Onlinehändlerin vorgenommen, ihren Shop und ihre Marke in Deutschland weiter zu etablieren. „Meine Marke soll stärker wahrgenommen werden, besonders dafür, dass ihr Schmuck nachhaltig produziert wird und auch nachhaltig getragen werden kann. Ein Beispiel aus meiner Mari- Kollektion zeigt den Mehrfachnutzen meiner Schmuckstücke: Das Fußkettchen kann im Winter als Armband getragen werden.“ Um all ihre Ideen und Pläne verwirklichen zu können, plant sie, eine studentische Aushilfe für das Onlinemarketing einzustellen. Außerdem möchte sie mit Influencerinnen oder Influen- cern kooperieren. In der Pandemie seien Onlineshops wie Pilze aus dem Boden gesprossen, nicht alle mit seriösen Absichten. „Es gibt viele Drop-Shipping-Accounts (Anmerkung der Redaktion: Händler hat kein Lager, sondern lässt Hersteller oder Großhändler direkt an den Kunden liefern), die nur auf Gewinnmaximie- rung und das schnelle Geschäft aus sind. Das registrieren die Kunden. Sie sind vorsichtiger bei Onlinekäufen, insbesondere wenn es um neue und unbekannte Marken geht“, erkennt sie die Herausforderung, lässt sich aber nicht abschrecken. „Sicher ist es online oder generell mit einem neuen Business nicht immer einfach. Aber man sollte nicht gleich aufgeben und sich vor allem trauen, Fehler zu machen. Nur wer Fehler macht, kann daran wachsen.“ www.inezirae.com Autorin Birgit Arens Telefon 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Kontakt Ines-Désirée Gerlach Telefon 06103 8707099 info@inezirae.com 25Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 TITELTHEMA kolumbus gmbh . max-planck-str. 14 . 63128 dietzenbach telefon: 0 60 74 - 85 03-0 . e-mail: zentrale@kolumbus-gmbh.de www.kolumbus-gmbh.de müsste, sollte, könnte … unser vorsatz: wir befreien sie vom konjunktiv und drucken die personalisierte post an ihre kunden. ohne wenn und aber. umweltfreundlich ab kleinster aufl age, weil digital. datenschutzkonform und portosparend. da müssten, sollten, könnten sie eigentlich direkt jetzt unverbindlich anrufen – dann würde 2023 schon mal sehr gut anfangen: 0 60 74 - 85 03-0. Fo to : A re ns /IH K „Während der Pandemie mussten wir fünf Monate lang schließen. Der Handel mit Braut- kleidern kam fast zum Erliegen. Nicht alle Kolleginnen und Kollegen haben überlebt“, berichtet die Geschäftsfrau. Ungefähr 150 Brautkleider präsentiert Oprée in ihrem Fachgeschäft, dazu Schuhe und Accessoires wie Schleier, Diademe und Haargestecke. „Die Auswahl ist groß und kann überfordern“, ist sie sich bewusst. Sie hat ein Gefühl dafür entwickelt, welcher Schnitt und welches Material der Figur einer Frau schmeicheln. „Die Kundinnen wissen nicht immer, was ihnen gefällt und was ihnen steht. Sie zeigen mir Fotos von Facebook oder Instagram. Da sage ich schon mal: ‚Darf ich dir da noch was anderes empfehlen.‘ Mein Ziel lautet: Jede Braut soll besonders attraktiv aussehen.“ Sie berät und verkauft nur zu vereinbarten Terminen, auch abends oder am Wochen- ende. „Ich nehme mir viel Zeit und spreche die kleinsten Details an“, versichert sie. Wenn der Hochzeitstermin naht, kommt eine Maß- schneiderin dazu. Sie kann das Kleid kürzen, enger oder weiter machen, den Ausschnitt, den Unterstoff oder die Ärmel ändern – bis alles sitzt und die Braut glücklich ist. Meerjungfrau, Vintage oder Prinzessin? Ein schlichtes Modell gibt es derzeit ab 600 Euro. Ein aufwendiges kann 2.000 Euro kosten. Die meisten Kleider – einige Jump- Birgit Arens hat bei Oprée Brautmoden reingeschaut Brigitte Oprée bietet eine große Auswahl an Brautkleidern und nimmt sich viel Zeit für die Beratung der Bräute. 26 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 TITELTHEMA Seit zwölf Jahren verkauft Brigitte Oprée im Einkaufszentrum Alte Linde in Heusenstamm Brautmoden – mit Leidenschaft und Erfolg. Corona, Lieferkettenschwierigkeiten und die Inflation schaden ihrer Branche. suits hat Oprée auch – sind ivory (creme- weiß). „Das sieht schöner zur Haut aus als Knallweiß“, erklärt sie. Auch Blush, ein zartes Rosé, und hellbraun-golden schimmerndes Cappuccino seien gefragt. Viel Spitze, dezent glitzernde Stoffe sowie V-Ausschnitte nennt sie als weitere Trends. „Das Besondere ist, dass ich alle Stile anbiete: Vintage, inspiriert von der Hippie-Zeit, figurbetonte Meerjung- frau-Modelle, Prinzessinnenkleider, klassische Brautmode, Kleider für ‚Curvy-Size-Damen‘ und für schwangere Bräute.“ Auf der Website des Fachgeschäfts ist das breite Angebot zu betrachten, aber nicht zu bestellen. Das widerspräche Oprées Konzept. „Meine Schneiderin erzählt mir ab und zu von ent- täuschten Bräuten, die sich ein ‚maßgeschnei- dertes‘ Kleid übers Internet bestellt haben. Sie kommen zu ihr, weil es nicht passt.“ Einmalig schön Oprée Brautmoden führt europäische Marken, vor allem deutsche, französische und niederländische. „Gefertigt wird viel in Polen. Die Stoffe kommen teilweise aus China. Alles ist sehr vernetzt. Das führte zu Engpässen, als die Lieferketten unterbrochen waren“, berichtet sie. „Brautkleider werden meist nur einmal getragen. Als Abendkleider eignen sie sich eher nicht. Man erkennt ihren ursprünglichen Zweck. Einfärben ist schwierig, denn die Stoffe nehmen die Farbe schlecht und unter- schiedlich an“, erklärt die Expertin. In einem kleinen Secondhand-Bereich bietet sie im Auftrag von Kundinnen Kleider an, die diese zuvor bei ihr erstanden haben. Sie unterstützt damit den Nachhaltigkeitsgedanken. „Manche Bräute kommen alleine, andere mit der Freundin, der Mama oder dem Papa. Vor Corona haben ganze Gruppen das Auswählen des Brautkleids wie ein Event zelebriert“, erzählt Oprée. Hochzeits-Shows im Fern- sehen, Berichterstattungen zu Promi-Hoch- zeiten und Social-Media-Posts haben die Art zu heiraten verändert. „Nur etwa 25 Prozent der Paare gehen noch in die Kirche. Eine stimmungsvolle Atmosphäre bieten heute auch Standesämter, wie das Heusenstammer Schloss. Teilweise ist Platz für 60 Gäste. Auch im Standesamt heiraten Bräute heute in Weiß. Eine Ehe zu schließen ist nicht mehr nur ein amtlicher Akt. Das kann sehr persönlich sein, mit Livemusik und Ansprachen von professio- nellen Traurednerinnen oder -rednern.“ Aber noch ist nichts wie vor der Pandemie, bedauert sie: „Jetzt fragen sich die Paare, ob sie im Krieg heiraten dürfen und ob sie sich das Hochzeitsfest leisten können, wenn alles immer teurer wird. Die Preise der Restaurants und Event-Locations haben angezogen und die für Brautgarderobe steigen auch.“ Brigitte Oprée ist dennoch zuversichtlich. „Drei Jahre lang haben Bräute kaum feiern dürfen. Die Vorgaben waren streng, die Angst vor Ansteckung groß. Tanzen war zeitweise verboten. Ich hoffe, dass Hochzeitsfeste jetzt wieder in den Fokus kommen.“ https://brautmoden-opree.de 27Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 TITELTHEMA Konsequent handeln Nachhaltig einkaufen und leben „Die Pandemie hat mir die Augen geöffnet, dass wir etwas tun müssen“, sagt Laura Funk. Sie hat ihren Bürojob hinter sich gelassen und in Seligenstadt einen Laden für nachhaltige Produkte eröffnet – zum großen Teil unverpackt, in Bio-Qualität und aus der Region. Mit Straßenbahn und Odenwald-Express pendelt die Gründerin montags bis samstags von ihrem Wohnort Frankfurt über Neu-Isen- burg in ihre Heimatstadt Seligenstadt. Ihr geräumiger Laden liegt an der Frankfurter Straße, nicht weit vom Kreisel, an dem die Babenhäuser Landstraße abzweigt. Ende Mai 2022 hat die gelernte Hotelfachfrau und Betriebswirtin begonnen, dort Lebensmittel und allerlei Haushaltsbedarf zu verkaufen. Gäste bewirtet sie auch. Denn „Fräulein Laura“ ist inzwischen gleichzeitig Café und lädt zum Verweilen ein. „Eigentlich war das gastronomische Angebot nicht das Ziel. Aber erst haben wir eine Früh- stücksbowl aus dem Sortiment zusammen- gestellt. Dann kamen die Kaffeemaschine und der wöchentlich wechselnde vegetarische Mittagstisch“, berichtet sie. Die Speisen und Getränke werden an einem langen Tisch im Laden oder auf der Terrasse verzehrt. Es gibt sie auch zum Mitnehmen, selbstverständlich in Mehrwegbehältern oder in den eigenen Gefäßen der Kundinnen und Kunden. Wie früher und noch schöner „Fräulein Laura“ – das klinge ein bisschen wie Tante Emma. Und in Tante-Emma-Läden sei früher auch nicht alles verpackt gewesen. Bei Laura Funk können die Käuferinnen und Käufer das meiste selbst abwiegen oder -messen und dann abfüllen. Verpackungs- material bringen sie am besten selbst mit. Für spontane Kundschaft stehen Gefäße bereit. Ansprechend präsentiert Funk auf rund 140 Quadratmetern Getreide und Mehle, Kräuter und Gewürze, Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte, Nüsse, Süßigkeiten, Fette und Öle. Außer- dem gehören Milchprodukte, Käse aus der Hungener Käsescheune, Konfitüre und Gelee aus dem Seligenstädter Marmeladenhaus, Herzhaftes im Glas von Deckers in Rödermark oder ausgesuchte Weine und Spirituosen zum Sortiment. Daneben führt der Laden Laura Funk will Genuss bereiten und Nachhaltigkeit fördern. Mit ihrem Ladengeschäft ist sie „dort angekommen, wo ich hinwill“, sagt sie. Fo to : A re ns /IH K Haushalts-, Küchen- und Hygieneartikel. Eine Auswahl an Keramik und an Heimtextilien ist ebenfalls zu finden. Die Ladenbesitzerin zeigt begeistert das bio- und Demeter-zertifizierte Obst und Gemüse, das sie vom Weilerhof in Großostheim bezieht: „Das Gemüse ist so frisch und aromatisch, ich habe das Gefühl, es wird kurz vor der Anlieferung aus der Erde gezogen. Wir verkaufen es nicht nur, sondern verwenden es auch für den Mittagstisch.“ Mehr als ein Lebensmittelladen „Hier kommen ganz unterschiedliche Men- schen zusammen. Mitarbeiter von Unterneh- men schauen in der Pause vorbei. Einzelper- sonen und Familien erledigen ihren täglichen Einkauf oder gleich den für die ganze Woche. Mütter mit Kindern treffen älteren Menschen. Freundinnen trinken einen Kaffee oder ein Glas Wein“, freut sich die Seligenstädterin. Sie hat eine Begegnungsstätte geschaffen, die für viele Zielgruppen passt. Die Raclette-Abende und die Workshops, die gelegentlich im Laden stattfinden, seien schnell ausgebucht. Auf den drei Standbeinen Unverpackt-Laden, Mittagstisch und After- Work-Veranstaltungen sieht Funk ihr Konzept zukunftsfähig aufgestellt. Zwei Aushilfskräfte helfen ihr, es zu realisieren. Jeden Monat regis- triert sie etwas Wachstum und genießt den Zuspruch. „Das ist ein Ort zum Wohlfühlen“, laute das Kundenlob für „Fräulein Laura“. Sie selbst sagt: „Der Laden macht viele glücklich.“ www.fraeulein-laura.de Autorin Birgit Arens Telefon 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de 28 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 TITELTHEMA 29Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 TITELTHEMA Weltweit ist einfach. Wenn sich Kompetenzen ergänzen. S-International Mittelhessen ist Partner der „Ein Fairtrade-Kreis unterstützt den fairen Handel auf kommunaler Ebene und vernetzt Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirt- schaft, die sich dafür vor Ort starkmachen. Der Kreis Offenbach wurde am 1. Februar 2020 erstmals ausgezeichnet und am 1. Februar 2022 rezertifiziert“, berichtet Sibylle Möller, die Fairtrade- Beauftragte beim Kreis Offenbach. „Fairtrade-Kreis bedeutet, globale Verantwortung zu übernehmen und Trends zu verfolgen. Deshalb ist Bildungsarbeit in dem Bereich ein wichtiger Eckpfeiler.“ Um zertifiziert zu werden, musste der Kreis einige Kriterien erfüllen. Unter anderem galt es eine Steue- rungsgruppe mit Mitgliedern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu bilden. Sie tagt regelmäßig und initiiert Maßnahmen, um den fairen Handel zu fördern. Gemessen an 360.514 Einwohnern im Kreis, waren 47 Einzelhändler und 24 Gastronomiebetriebe zu nennen, die mindestens zwei fair gehandelte Produkte im Sortiment haben. Auch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit für die Fairtrade-Idee ist eine der geforderten Voraussetzungen. Insgesamt nehmen schon 130 Einzelhandelsläden aus allen Kreis- kommunen an der Kampagne teil. Darunter sind große Einzelhandels- ketten, Drogeriemärkte, aber auch kleinere Biomärkte, Weltläden, Unverpackt-Läden sowie 38 Gastronomiebetriebe, die fair gehandelte Produkte anbieten. Auch Fairtrade-Schools und eine Fairtrade-Kita gibt es inzwischen. Seit Oktober 2020 ist der Kreis Offenbach Mitglied bei Rhein.Main.Fair e. V. Die Rhein-Main-Region ist seit Februar 2021 auch als Faire Region ausgezeich- net und der Kreis Offenbach ist Mitglied ihrer Steuerungsgruppe. Jetzt listen lassen! Fairtrade-Managerin Möller richtet ihren Appell an Einzelhändler und Gastronomiebetriebe: „Wer mehr als zwei fair gehandelte Produkte im Sor- timent hat und noch nicht aufgelistet ist, kann sich gerne bei mir melden.“ Globale Verantwortung übernehmen Viel fairer Handel in der Region Fair produzierte Waren gab es früher nur in Weltläden oder bei Aktionsgruppen. Heute verkaufen viele Einzelhändler Fairtrade-Produkte und 815 deutsche Städte und Kreise sind schon Fairtrade-zertifiziert. Der Kreis Offenbach und die Kommunen Hainburg, Langen und Neu-Isenburg zählen dazu. Kontakt Sibylle Möller Telefon 06074-8180-3109 www.kreis-offenbach.de/fairtrade A+ GmbH │ 63811 Stockstadt │ E-Mail: info@aplus.it │ www.aplus.it Ihr Vorteil: Alles aus einer Hand Rufen Sie uns gleich an (06027) 40 39 50 Wir kümmern uns um Ihre IT! www.aplus.it/ ueber-uns SCHAFFEN SIE AUS ALTEN WERTEN NEUE MÖGLICHKEITEN Ankauf von: Schmuck I Gold I Silber Uhren I Münzen I Barren I Bestecke I Zinn Porzellan I Figuren I Antiquitäten Seit 20 Jahren ihr Experte vor Ort! Holger Honig I Heusenstammer Straße 3 I 63179 Obertshausen Mo-Fr: 10.00 - 13.00 Uhr I 15.00 - 18.00 Uhr oder nach Vereinbarung Tel. 0 6104 9 531315 I www.goldhaus-obertshausen.de Anz. Goldhaus IHK 90x57mm 10.2022.indd 1Anz. Goldhaus IHK 90x57mm 10.2022.indd 1 20.10.22 10:2420.10.22 10:2430 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 TITELTHEMA So sorgen Geschäftsführer für den Notfall vor Unternehmervollmacht sichert Handlungsfähigkeit Unternehmer sollten frühzeitig in einem Vertretungsplan festlegen, wer sie im Notfall vertritt und welche Aufgaben zu übernehmen sind. Um sicherzustellen, dass der Vertreter alle notwendigen Befugnisse hat, ist eine als Unternehmervollmacht ausgestaltete Generalvollmacht empfehlenswert, die auch im Todesfall gültig bleibt. Wichtig ist, dass die Vollmacht den Unternehmer als Vollmachtgeber sowie den Bevollmächtigten und dessen Befugnisse eindeutig benennt. Ist der Unternehmer auch als Geschäftsführer einer GmbH tätig, ist darauf zu achten, dass ein Geschäfts- führer keine Generalvollmacht erteilen kann. Denn seine Verantwortung für die Gesellschaft ist nicht übertragbar. Hier ist die Vollmacht als Generalhand- lungsvollmacht auszugestalten. Die Unternehmervollmacht muss schriftlich erteilt werden. Idealerweise wird sie notariell beurkundet. Andernfalls kann der Vertreter beispielsweise keine Verfügungen über Grundbesitz oder GmbH-Anteile treffen. Eine gesonderte Bankvollmacht ist ebenfalls ratsam. Eine Generalvollmacht ist kein Ersatz für ein Testament. Sie kann jedoch helfen, die Lücke zwischen Tod und Erteilung des Erbnachweises zu schließen, mit dem die Erben im Rechtsverkehr ihre legitime Nachfolge belegen können. Der Bevoll- mächtigte ist gegenüber den Erben rechenschafts- pflichtig. Vollmacht setzt absolutes Vertrauen voraus Eine Unternehmervollmacht verleiht weitreichende Befugnisse, die auch missbraucht werden könn- ten. Der Bevollmächtigte ist gegenüber Dritten umfassend zur Vertretung berechtigt. So wäre es ihm zum Beispiel möglich, ein im Eigentum des Vollmachtgebers stehendes Grundstück auf sich selbst zu übertragen. Eine Vollmacht sollte daher Wenn ein Unternehmer durch Unfall oder plötzliche Krankheit nicht mehr geschäfts- fähig ist, kann er nicht ohne Weiteres vom Ehepartner vertreten werden. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig einen Vertreter zu benennen und mit einer Unternehmervoll- macht auszustatten. Fo to : B ut ch – A do be S to ck 31Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 RATGEBER nur bei absolutem Vertrauen erteilt werden. Wissenswert ist, dass sich Bevollmächtigte bei der Fortführung der Geschäfte an die Weisungen des Vollmachtgebers halten beziehungsweise nach dessen mutmaß- lichem Willen handeln müssen. Eine Unternehmervollmacht kann jederzeit widerrufen werden, sofern der Vollmachtgeber geschäftsfähig ist. Der Widerruf erfolgt durch eine Erklärung gegenüber dem Bevollmächtigten und die Rückgabe oder Kraftloserklärung der Vollmachtsurkunde. Sind mehrere Ausfertigun- gen der Vollmacht im Umlauf, müssen alle Exemplare zurückgefordert werden. Notfallkoffer mit allen wichtigen Unterlagen Um im Ernstfall für eine rasche Fortführung des Unternehmens zu sorgen, müssen die benannten Vertreter ohne lange Suche auf Soft- ware, Lizenzen und Passwörter zugreifen können. Empfehlenswert ist daher, einen Notfallkoffer vorzubereiten. In diesem sollten beispiels- weise wichtige Dokumente zu Unternehmensverträgen, Kunden- und Dienstleisterkontakten, Produktionsgeheimnissen, Auftragsbeständen sowie Kalkulationsdaten hinterlegt sein. Auch Miet-, Gesellschafts- oder Kreditverträge können hier verwahrt werden. Des Weiteren ist es sinnvoll, Jahresabschlüsse und Grundbuchauszüge zu dokumentieren. Bevollmächtigte Personen sollten einen Überblick über Bankverbindungen, Versicherungen und Ansprechpartner bei Finanz- und Rechtsgeschäften haben. Wichtig ist, dass Unternehmer ihre Vertrauenspersonen über diese Vorsorgemaßnahme informieren und den Koffer so hinterlegen, dass die Inhalte bei Bedarf direkt genutzt werden können. Außerdem sollte der Notfallkoffer regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls aktualisiert werden. https://ratgeber-notar.de 32 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 RATGEBER Zeit für ein Website- Facelift? Frankfurt am Main Fulda Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern Offenbach am Main Wiesbaden BIEG Hessen ist eine Serviceeinrichtung der Industrie- und Handelskammern: www.bieg-hessen.de Kostenfreie und neutrale Online-Marketing-Beratung BEKANNTMACHUNG I. Wirtschaftsplan Der Wirtschaftsplan wird wie folgt verabschiedet: 1. im Erfolgsplan mit Erträgen in Höhe von 10.275.800,00 EUR – davon Erträgen aus Beiträgen und Umlagen in Höhe von 8.135.000,00 EUR – davon Erträgen aus Gebühren in Höhe von 1.020.700,00 EUR – davon Erträgen aus Entgelten in Höhe von 680.300,00 EUR – davon sonstigen betrieblichen Erträgen 439.800 EUR im Erfolgsplan mit Aufwendungen in Höhe von –12.890.600,00 EUR – davon Materialaufwand in Höhe von – 993.700,00 EUR – davon Personalaufwand in Höhe von –6.058.100,00 EUR – davon Abschreibungen in Höhe von –420.000,00 EUR – davon sonstiger betrieblicher Aufwand –5.418.800,00 EUR mit einem Finanzergebnis in Höhe von –246.500,00 EUR mit einem voraussichtlichen Ergebnisvortrag in Höhe von 971.856,96 EUR mit einem Saldo der Rücklagenveränderungen in Höhe von – 1.962.843,04 EUR 2. im Finanzplan mit Investitionseinzahlungen in Höhe von 200.000 Euro Investitionsauszahlungen in Höhe von –30.000 Euro II. Beitrag 1. Natürliche Personen und Personengesellschaften, die nicht im Handelsregister eingetragen sind, und eingetragene Vereine, wenn nach Art oder Umfang ein in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb nicht erforderlich ist, sind vom Beitrag freigestellt, soweit ihr Gewerbeertrag nach dem Gewerbesteuer- gesetz oder, soweit für das Bemessungsjahr ein Gewerbesteuermessbetrag nicht festgesetzt wird, ihr nach dem Einkommensteuergesetz ermittelter Gewinn aus Gewerbebetrieb 5.200 € nicht übersteigt. Nicht im Handelsregister eingetragene natürliche Personen, die ihr Gewerbe nach dem 31. Dezember 2003 angezeigt und in den letzten fünf Wirtschaftsjahren vor ihrer Betriebseröffnung weder Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit erzielt haben, noch an einer Kapital- gesellschaft mittelbar oder unmittelbar zu mehr als einem Zehntel beteiligt waren, sind für das Geschäftsjahr der IHK, in dem die Betriebseröffnung erfolgt, und für das darauffolgende Jahr von der Umlage und vom Grundbeitrag sowie für das dritte und vierte Jahr von der Umlage befreit, wenn ihr Gewerbeertrag hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb 25.000 € nicht übersteigt. 2. Als Grundbeiträge sind zu erheben von 2.1. Nichtkaufleuten a) mit einem Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb, bis 25.000 Euro, soweit nicht die Befreiung nach Ziffer II. 1 eingreift 50,00 Euro b) mit einem Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb, über 25.000 Euro 70,00 Euro 2.2. Kaufleuten mit einem Verlust oder mit einem Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb, bis 37.000 Euro 220,00 Euro 2.3. Kaufleuten mit einem Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb, ab 37.001 Euro 330,00 Euro Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main hat am 8. Dezember 2022 gemäß den §§ 3 und 4 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern (IHKG) vom 18.12.1956 (BGBI. I S. 920), zuletzt geändert durch Art. 1 des Zweiten Gesetzes zur Änderung des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern vom 7. August 2021 (BGBl. I S. 3306), und der Beitragsordnung vom 4. Dezember 2007, zuletzt geändert durch Beschluss der Vollversammlung vom 15. März 2018, folgende Wirtschaftssatzung für das Geschäftsjahr 2023 (1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023) beschlossen: 2.4. allen IHK-Mitgliedern, die nicht nach Ziffer II.1. vom Beitrag befreit sind und ein Kriterium der zwei nachfolgenden Kriterien erfüllen: – mehr als 500.000.000 Euro Bilanzsumme – mehr als 50.000.000 Euro Umsatz – auch wenn sie sonst nach Ziffer II. 2.1 – 2.3 zu veranlagen wären 500,00 Euro 2.5. Kapitalgesellschaften, die nach Ziffer II. 2.2. – 2.4. zum Grundbeitrag veranlagt werden und deren Tätigkeit sich in der Komplementärfunktion in einer ebenfalls der IHK Offenbach zugehörigen Personenhandelsgesellschaft erschöpft, wird der Grundbeitrag auf Antrag um 25 % ermäßigt. 2.6. Gesellschaften mit Verwaltungssitz im Bezirk der IHK Offenbach, deren sämtliche Anteile von einem im Handelsregister eingetragenen Unternehmen gehalten werden, das seinen Verwaltungssitz im Bezirk der IHK Offenbach hat, wird der Grundbeitrag auf Antrag ebenfalls um 25 % ermäßigt. 3. Als Umlagen sind zu erheben 0,28 % des Gewerbeertrages bzw. Gewinns aus Gewerbebetrieb. Bei natürlichen Personen und Personengesellschaften ist die Bemessungsgrundlage einmal um einen Freibetrag von 15.340 € für das Unter- nehmen zu kürzen. 4. Soweit der Grundbeitrag nach II. 2.4. und die Umlage nach Ziffer II.3. sich zusammen auf weniger als 5.000,00 € belaufen, beträgt der Beitrag 5.000,00 €. 5. Die Beitragserhebung für das Jahr 2023 erfolgt ebenfalls wieder mit einer Voraus- zahlung in Höhe von 100 %. 6. Soweit ein Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb für das Bemes- sungsjahr nicht bekannt ist, wird eine Vorauszahlung des Grundbeitrages und der Umlage auf der Grundlage des letzten der IHK vorliegenden Gewerbeertrages bzw. Gewinns aus Gewerbebetrieb erhoben. Soweit der IHK bisher keine Daten bekannt sind, erfolgt zunächst eine vorläufige Veranlagung mit dem jeweiligen Grundbeitrag in der untersten Staffel. III. Kredite 1. Investitionskredite Für Investitionen können Kredite in Höhe von 0,00 Euro aufgenommen werden. 2. Kassenkredite Zur Aufrechterhaltung der ordnungsgemäßen Kassenwirtschaft dürfen Kassenkredite bis zur Höhe von 0,00 Euro aufgenommen werden. IV. Gesamtdeckungsprinzip, Deckungsfähigkeit Alle Erträge dienen, soweit nichts anderes bestimmt ist, zur Deckung aller Aufwen- dungen (Gesamtdeckungsprinzip). Zweckgebundene Mehrerträge sind nur für damit verbundene Mehraufwendungen zu verwenden. Personalaufwand und alle übrigen Aufwendungen sind insgesamt gegenseitig deckungsfähig. Investitionsausgaben werden ebenfalls für gegenseitig deckungsfähig erklärt. Die vorstehende Wirtschaftssatzung wird hiermit ausgefertigt und im Mitteilungsblatt „Offenbacher Wirtschaft“, Heft Januar/Februar 2023, sowie im Internet veröffentlicht. Offenbach am Main, 8. Dezember 2022 Kirsten Schoder-Steinmüller Markus Weinbrenner Präsidentin Hauptgeschäftsführer Wirtschaftssatzung der IHK Offenbach am Main – Geschäftsjahr 2023 33Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 BEKANNTMACHUNG Erläuterungen zum Erfolgsplan 2023 1. Erträge aus Beiträgen Die der IHK bekannten Gewerbeerträge aus Vorjahren sind Grundlage für die Gegenwartsveranlagungen der Beiträge. Gleichzeitig wird aber auch die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung für die Planung miteinbezogen. Die Beitragsbescheide werden durch die endgültig gemeldeten Gewerbeerträge im Rahmen einer endgültigen Abrechnung entsprechend nach oben oder unten korrigiert. Im Wirtschaftsjahr 2023 sind endgültige Abrechnungen vor allem für die Jahre 2020 und 2021 zu erwarten. Die Vorauszahlung wird mit 100 % erhoben. 2. Erträge aus Gebühren Bei den Erträgen aus Gebühren wird ein leichter Zuwachs erwartet, der ins besondere mit den wachsenden Zahlen an Prüfungsteilnehmern in der Aus- und Weiterbildung begründet werden kann. 3. Erträge aus Entgelten Bei den Entgelten – insbesondere für Seminare und Lehrgänge der Weiterbildung – wird ebenfalls ein leichter Anstieg geplant, da Weiterbildungsmaßnahmen, die wegen der Pandemie verschoben wurden, jetzt nachgeholt werden. Hinzu- kommt, dass digitale Angebote der Weiterbildung verstärkt angeboten und genutzt werden. 4. Keine Erläuterung 5. Keine Erläuterung 6. Sonstige betriebliche Erträge Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen fallen insbesondere die Einnahmen in Höhe von rund 200.000 € aus der Vermietung von Büroflächen, Veranstal- tungs- und Tagungsräumen sowie Stellplätzen in der Tiefgarage ins Gewicht. Hierzu zählt zukünftig auch das bislang von den Teams Kommunikation und Hauptgeschäftsführung genutzte 4. OG, das im Rahmen des New-Work-Projektes „Shared Desk“ frei gemacht wurde für die Nutzung durch Mitgliedsunternehmen. Möglich wurde dies, indem bei der Planung des neuen IHK-Gebäudes im Jahre 1995 Reserveflächen vorgesehen wurden für die Weiterentwicklung der IHK durch Ausweitung des Angebots an die Mitgliedsunternehmen und damit einen höheren Bedarf an Flächen für neue Mitarbeitende. Soweit diese Flächen nicht durch die IHK selbst genutzt werden, können sie zur Miete angeboten werden und tragen mit den so erwirtschafteten Erträgen zur Finanzierung des IHK-Haus- halts bei, was sonst durch höhere Beiträge, Gebühren und Entgelte erfolgen müsste. 7. Materialaufwand Beim Materialaufwand sind die Aufwendungen entsprechend den Anforderun- gen und den aktuellen Entwicklungen vorsichtig geplant und angepasst worden. 8. Personalaufwand Bei den Personalaufwendungen wurde eine Tarifsteigerung von 3 % Prozent zugrunde gelegt. Gleichzeitig wurden und werden weiterhin Einsparungen durch die temporäre Nichtbesetzung offener Stellen erzielt. Bei den Zuführungen zu den Personalrückstellungen wurde das jährlich neu einzuholende Gutachten berücksichtigt. Die sonstigen Personalaufwendungen, wie z. B. Fortbildung des Personals, Beihilfen sowie die „Förderpartnerschaft Nachwuchsförderung“ beim FKV (Fach- und Führungskräfteverband der IHKs und AHKs) von 2.000 € p. a. sind unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Zugleich ist hier zu beachten, dass die IHK zur Verbesserung des IT-Supports an zwei Berufsschulen dort die Ausbildung von zwei Fachinformatikern unter- stützt. Damit soll ein Beitrag zur Digitalisierung der Berufsschulen und so eine Verbesserung der Qualität der beruflichen Ausbildung erreicht werden. Außerdem hat die IHK beschlossen, eine zusätzliche Stelle für die Fachkräfte- beratung einzurichten, die Unternehmen bei der Suche und Qualifizierung von dringend benötigten Kräften auch aus dem Ausland unterstützt. Wegen der aktuellen und insbesondere durch die Energiekrise getriebenen Entwicklung der Verbraucherpreise hat die IHK zudem vorgesehen, allen Mit- arbeitenden eine freiwillige Inflationsausgleichsprämie zu zahlen, die sich 2023 auf rund 22 TEUR insgesamt summiert. Diese wird jedoch aus der schon bislang freiwillig von der IHK gezahlten Teamprämie finanziert, so dass diese Leistung den Aufwand nicht erhöht. 9. Abschreibungen Die für die Abschreibung erforderliche Summe wurde aus der Anlagenbuchhal- tung ermittelt. 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen Zu der Erhöhung des Betriebsaufwands in 2023 gegenüber 2022 um rund 2,4 Mio. EUR tragen insbesondere die Aufwendungen für die Digitalisierung (Konto 67431 / rund 1 Mio. EUR) sowie für Erneuerungen und Instandhaltungen am IHK- Gebäude (Konto 69450 / rund 1,3 Mio. EUR) bei. Für beide Bereiche waren bereits im Plan 2022 zahlreiche Maßnahmen geplant und Rücklagen gebildet worden. Allerdings konnten Instandhaltungsmaßnahmen wegen fehlender Kapazitäten bei Auftragnehmern sowie Lieferengpässen bei Material nicht wie vorgesehen durchgeführt werden. Sie mussten geschoben werden und haben die für 2023 ohnehin schon geplanten Aufwendungen weiter erhöht. Ähnliches gilt für die Maßnahmen zur Digitalisierung der Prozesse in der IHK insbesondere zur Umsetzung der Anforderungen des Online-Zugangs-Gesetzes OZG. Wegen des Cyber-Angriffs auf die IT-Infrastruktur der IHK-Organisation im Sommer 2022 mussten alle hier vorgesehenen Projekte vorübergehend gestoppt werden, bis die Schäden durch die Sabotage beseitigt sind. Daraus folgt, dass auch hier die für 2022 geplanten Aufwendungen in das Jahr 2023 geschoben werden mussten und die dann vorgesehenen Aufwendungen steigen. Vorbemerkungen zum Wirtschaftsplan 2023 Der vorliegende Wirtschaftsplan 2023 berücksichtigt die Entwicklungen im Geschäftsjahr 2022 und die sich daraus ergebenden Annahmen für das Jahr 2023. Diese sind in die Planungen der einzelnen Konten eingeflossen. IHK-Beiträge Im Jahr 2023 bleiben die Beitragssätze stabil. Jahresergebnis Das Jahr 2023 schließt voraussichtlich mit einem Jahresergebnis in Höhe von –2.934.700 EUR ab, das durch den Ergebnisvortrag und Entnahmen aus den Rück- lagen auszugleichen ist. 34 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 STANDORTVORTEIL GLASFASER. D eu ts ch e G la sf as er B us in es s G m b H · A m K uh m 3 1 · 4 6 32 5 B or ke n D G B _2 37 0 _0 deutsche-glasfaser.de/business Jetzt für Glasfaser entscheiden!Glasfaser für Ihr Unternehmen. Wir bieten Geschäftskunden symmetrische Internetprodukte auf Basis von reinen Glasfaser-Leitungen – gemeinsam Großes gestalten. 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Ergebnisvorträge sowie Entnahmen und Einstellungen zu den Rücklagen Das Jahr 2023 schließt voraussichtlich mit einem ausgeglichenen Ergebnis ab. Hierzu trägt auch der Vortrag des für 2022 erwarteten positiven Ergebnisses von 971.856 EUR bei. Das Gebot der Schätzgenauigkeit gilt für die Ansätze im Wirtschaftsplan und der Rücklagen. Ausgleichsrücklage: Die Ausgleichsrücklage hat zum 31.12.2022 einen voraussichtlichen Bestand von 2.364.892 EUR. Diese Rücklage wird sukzessive abgebaut. So ist für das Jahr 2023 eine Entnahme in Höhe von 1.306.820 EUR vorgesehen, so dass diese zum 31.12.2023 noch einen voraussichtlichen Bestand von 1.058.072 EUR hat und damit 8,2 % des planmäßigen Aufwands abdeckt. Gemäß der aktuellen mittel- fristigen Finanzplanung wird die vollständige Auflösung der Ausgleichsrücklage bis Ende 2024 erwartet. Die Risiken werden in einem Risikomanagement-System systematisch erfasst, bewertet und überwacht. Die Risiken, die nicht durch Versicherungen oder andere zweckgebundene Rücklagen abgesichert sind, werden durch die Ausgleichrücklage abgedeckt. Diese ausgewählten Risiken werden mit Eintritts- wahrscheinlichkeiten und möglichen Schadenssummen quantifiziert. Instandhaltungsrücklage: Ein aktualisiertes Gutachten über das IHK-Gebäude offenbart die Notwendigkeit erheblicher Instandhaltungsmaßnahmen, die teilweise auch die Sicherheit des Gebäudes betreffen. Die vorzunehmenden Maßnahmen wurden in einem Zeitplan für deren Umsetzung priorisiert. Die im Rücklagenspiegel dargestellten Veränderungen der Instandhaltungsrücklage entsprechen diesem Plan. IT-Rücklagen: Die bisher für einzelne Vorhaben getrennt gebildeten IT-Rücklagen sind wegen der notwendigen Umsetzung des Online-Zugangs-Gesetzes (OZG) sowie der aktualisierten Planungen der IHK-Digital-GmbH zur Digitalisierung zahlreicher Prozesse in der IHK-Organisation überholt. Deshalb und auf Empfehlung der Rechnungsprüfungsstelle (RPS) wurden diese Rücklagen vollständig einer neu gebildeten Digitalisierungsrücklage zugeführt. Die aus dieser Rücklage zu finanzierenden Projekte sind in einem Maßnahmenplan differenziert ausgewie- sen und erläutert. 35Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 STANDORTVORTEIL GLASFASER. D eu ts ch e G la sf as er B us in es s G m b H · A m K uh m 3 1 · 4 6 32 5 B or ke n D G B _2 37 0 _0 deutsche-glasfaser.de/business Jetzt für Glasfaser entscheiden!Glasfaser für Ihr Unternehmen. Wir bieten Geschäftskunden symmetrische Internetprodukte auf Basis von reinen Glasfaser-Leitungen – gemeinsam Großes gestalten. DGB_2370_0_AZ_Standortvorteil_IHK_Offenbacher_Wirtschaft_216x142_RZ.indd 1DGB_2370_0_AZ_Standortvorteil_IHK_Offenbacher_Wirtschaft_216x142_RZ.indd 1 11.04.22 15:3311.04.22 15:33 BEKANNTMACHUNG Erfolgsplan für das Jahr 2023 Kontengr. Plan 2023 Plan 2022 Ist 2021 1. Erträge aus IHK-Beiträgen 50 8.135,0 7.165,0 8.317,7 davon – Erträge IHK-Beiträge Vorjahre 500 875,0 455,0 886,7 – Grundbeiträge Vorjahre 50000 175,0 155,0 154,1 – Umlagen Vorjahre 50010 700,0 300,0 732,7 – Erträge IHK-Beiträge lfd. Jahr 501 7.260,0 6.710,0 7.431,0 – Grundbeiträge lfd. Jahr 50100 2.770,0 2.770,0 2.972,4 – Umlagen lfd. Jahr 50110 4.490,0 3.940,0 4.458,6 2. Erträge aus Gebühren 51 1.020,7 892,5 902,2 davon – Erträge aus Gebühren Berufsbildung 510 752,2 658,7 654,0 – Erträge aus Gebühren Weiterbildung 512 68,0 51,5 57,4 – Erträge aus sonstigen Gebühren 513 200,5 182,3 190,8 3. Erträge aus Entgelten 52 680,3 636,4 625,8 4. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Leistungen 530 0,0 0,0 0,0 5. Andere aktivierte Eigenleistungen 532 0,0 0,0 0,0 6. Sonstige betriebliche Erträge 54 439,8 416,0 411,8 davon – Erträge aus öffentlichen Zuwendungen 541 31,9 42,1 10,3 – Erträge aus Erstattungen 542 13,1 11,0 67,2 – Erträge aus Abführung an gesonderte Wirtschaftspläne 59001 0,0 0,0 0,0 Betriebserträge 10.275,8 9.109,9 10.257,5 7. Materialaufwand 60-61 –993,7 –926,4 –930,2 a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffe und für bezogene Waren 60 –183,0 –170,5 –153,6 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 61 –810,7 –755,9 –776,6 8. Personalaufwand 62,64 –6.058,1 –5.818,6 –5.551,3 a) Gehälter 62 –4.509,0 –4.321,2 –4.087,3 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 64 –1.549,1 –1.497,4 –1.464,0 9. Abschreibungen 65 –420,0 –420,0 –372,5 a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des 650–656 –420,0 –420,0 –372,5 Anlagevermögens und Sachanlagen b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, 657+658 0,0 0,0 0,0 soweit diese die in der IHK üblichen Abschreibungen überschreiten (Haus der Wirtschaft) 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen 66-69 –5.418,8 –3.356,8 –2.967,3 davon – Zuführungen an gesonderte Wirtschaftspläne 79000 0,0 0,0 0,0 Betriebsaufwand –12.890,6 –10.521,8 –9.821,2 Betriebsergebnis –2.614,8 –1.411,9 436,3 11. Erträge aus Beteiligungen 55 0,0 0,0 0,0 12. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 56 0,0 0,0 12,6 13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57 3,5 –50,0 –28,1 davon – Erträge aus Abzinsung 579 0,0 0,0 0,0 – Verwahrkosten 579 0,0 –50,0 –32,7 14. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 74 0,0 0,0 0,0 15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 75 –250,0 –250,0 –167,8 davon – Aufwendungen aus Aufzinsung 759 –250,0 –250,0 –167,8 Finanzergebnis –246,5 –300,0 –183,3 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit –2.861,3 –1.711,9 253,0 16. Außerordentliche Erträge 58 0,0 0,0 0,0 17. Außerordentliche Aufwendungen 76 0,0 0,0 0,0 18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 77 0,0 0,0 0,0 19. Sonstige Steuern 70 –73,4 –73,4 –73,4 20. Jahresergebnis (+ Jahresüberschuss / – Jahresfehlbetrag) –2.934,7 –1.785,3 179,6 21. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr 971,9 724,0 1.014,2 22. Entnahmen aus Rücklagen 1.962,8 2.558,0 1.660,2 a) aus der Ausgleichsrücklage 80410 1.306,8 556,0 0,0 b) aus anderen Rücklagen 80412 656,0 2.002,0 1.660,2 23. Einstellungen in Rücklagen 0,0 –1.496,7 –1.176,6 a) in die Ausgleichsrücklage 80400 0,0 0,0 0,0 b) in andere Rücklagen 80402 0,0 –1.496,7 –1.176,6 24. Bilanzergebnis (+ Bilanzüberschuss / – Bilanzfehlbetrag) 0,0 0,0 1.677,4 Beträge in T€ 36 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 BEKANNTMACHUNG Finanzplan für das Jahr 2023 Plan 2023 Plan 2022 1. Jahresergebnis vor außerordentlichen Posten –2.934.700,00 –1.785.300,00 2. +/– AFA und Sonderposten 420.000,00 420.000,00 a) +/– Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (–) auf 420.000,00 420.000,00 b) – Erträge aus der Auflösung der Sonderposten 0,00 0,00 3. +/– Veränderungen Rückstellungen / RAP 0,00 0,00 a) +/– Rückstellungen 0,00 0,00 b) +/– RAP 0,00 0,00 4. +/– Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (–) 0,00 0,00 [bspw. Abschreibung auf ein aktiviertes Disagio] 5. +/– Abgänge von Gegenständen des Anlagevermögens 0,00 0,00 6. +/– Veränderungen aus der Abnahme und Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus 0,00 0,00 IHK-Beiträgen, Gebühren, Entgelten und sonstigen Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. 7. +/– Veränderungen aus der Zunahme und Abnahme der Verbindlichkeiten aus 0,00 0,00 IHK-Beiträgen, Gebühren, Entgelten und sonstigen Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. 8. +/– Außerordentliche Posten 0,00 0,00 9. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit –2.514.700,00 –1.365.300,00 10. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0,00 0,00 11. – Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen –30.000,00 –205.000,00 a) – Grundstücke und Gebäude 0,00 –175.000,00 b) – Technische Anlagen 0,00 0,00 c) – Betriebs- und Geschäftsausstattung –30.000,00 –30.000,00 12. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen 0,00 0,00 Anlagevermögens 13. – Auszahlungen für Investitionen des immateriellen Anlagevermögens 0,00 0,00 14. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 200.000,00 200.000,00 15. – Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0,00 0,00 16. = Cashflow aus Investitionstätigkeit 170.000,00 –5.000,00 17. + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 0,00 0,00 a) + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 0,00 0,00 b) – Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 0,00 0,00 18. – Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten 0,00 0,00 19. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0,00 0,00 20. = Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes (Summe der Zeilen 9, 16 und 19) –2.344.700,00 –1.370.300,00 Beträge in € 37Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 BEKANNTMACHUNG Investitionsplan für das Jahr 2023 Einzel- Maßnahmen Pauschal Gesamt Einzel Gesamt Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und 0,00 0,00 0,00 0,00 0.00 ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich 0,00 0,00 0,00 0,00 –175,000.00 Bauten auf fremden Grundstücken Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 –30.000,00 –30.000,00 0,00 –30,000.00 Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 200.000,00 200.000,00 0,00 200,000.00 Auflösung Festbrief / Sparbrief 200.000,00 Finanzanlagen 0,00 200.000,00 200.000,00 0,00 200.000,00 Anlagevermögen 0,00 170.000,00 170.000,00 0,00 –5.000,00 0,00 170.000,00 170.000,00 0,00 –5.000,00 Beträge in T€ Vorjahr Die Vollversammlung der IHK Offenbach am Main hat in ihrer Sitzung vom 21. September 2022 folgende Änderungen der Gebührenordnung der IHK Offenbach am Main beschlossen: a) im Bereich Ausbildungsprüfungen 1. Keine Unterscheidung mehr zwischen Berufen mit und ohne Fertigkeit. 2. Gebühr für Zwischen- und Abschlussprüfung Teil 1 in Höhe von 250,00 EUR. 3. Gebühr für eine Abschlussprüfung Teil 2 oder Abschlussprüfung in Höhe von 363,00 EUR. 4. Änderung der Stornobedingungen: Bei der Nichtteilnahme an der Prüfung aus wichtigem Grund und einem Rücktritt vor der Prüfung wird eine Stornogebühr von 50 % der Prüfungsgebühr fällig. 5. Einführung einer Gebühr für die Begutachtung von Umschulungsmaßnahmen in Höhe von 500,00 EUR bei Erstbegutachtungen und 175,00 EUR bei Folgebegut- achtungen. und b) Im Bereich Weiterbildungsprüfungen 1. Anhebung der Prüfungsgebühren Ausbildereignungsprüfung • Schriftliche Prüfung von 100,00 EUR auf 120,00 EUR • Mündliche Prüfung von 100,00 EUR auf 120,00 EUR 2. Anhebung der Prüfungsgebühren Weiterbildungsprüfungen • Schriftliche Prüfung von 150,00 EUR auf 200,00 EUR • Mündliche Prüfung von 150,00 EUR auf 200,00 EUR 3. Einführung einer Gebühr für die Überprüfung der Zulassungsvoraussetzungen in Höhe von 100,00 EUR 4. Änderung der Stornobedingungen: Bei der Nichtteilnahme an der Prüfung aus wichtigem Grund und bei einem Rücktritt vor der Prüfung eine Stornogebühr von 50 % der Prüfungsgebühr fällig. Die neue Gebührenordnung soll ab dem 01.02.2023 gelten. Es gilt die zum Prüfungszeitraum gültige Prüfungsgebühr. Der Beschluss der Vollversammlung ist mit Bescheid vom 24. November 2022 vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen genehmigt und am 5. Dezember 2022 ausgefertigt worden und wird hiermit bekannt gemacht. Offenbach am Main, 5. Dezember 2022 Kirsten Schoder-Steinmüller Markus Weinbrenner Präsidentin Hauptgeschäftsführer Änderung der Gebührenordnung der IHK Offenbach am Main Diese und weitere Unterlagen können auf der IHK-Website unter www.offenbach.ihk.de/ueber-uns/unsere-aufgaben/rechtsgrundlagen-der-ihk/ zur Kenntnis genommen werden. 38 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 BEKANNTMACHUNG Bekanntmachung zur Wettbewerbseinigungsstelle Liste der Mitglieder der Wettbewerbseinigungsstelle, die gemäß § 15 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), in Verbindung mit der Hessischen Verordnung über Einigungsstellen, für das Jahr 2023 von der Industrie- und Handels- kammer Offenbach am Main aufgestellt ist. Vorsitzender Nemeczek, Heinrich Rechtsanwalt Köpenicker Landstr. 124 12437 Berlin Mobil 0157 34292022 rechtsanwalt@heinrich-nemeczek.de Stellv. Vorsitzende Lawrence, Katharina Juristin Verbraucherzentrale Hessen e. V. Geschäftsstelle Große Friedberger Str. 13 - 17 60313 Frankfurt Telefon 069 972010-47 Telefax 069 972010-50 lawrence@verbraucherzentrale- hessen.de Stellv. Vorsitzender Hennecke, Dr. Bernd Rechtsanwalt Dreieichring 62 63067 Offenbach am Main Telefon 069 888328 Mobil 0175 2477377 Dr.Hennecke@gmx.de Beisitzer Diefenbach, Dr. Hans Rudolf Apotheker Dr. Hans R. Diefenbach Am Wiesengrund 12 63075 Offenbach am Main Telefon 069 866337 Gotesdiner, Valeria Valeria Gotesdiner August-Hecht-Str. 45 63067 Offenbach am Main Telefon 069 836838 valeria@gotesdiner.de Kurz, Christian Christian Kurz und Aleksander Skrinjar GbR ASCKY webdesign + development Freigasse 6 63303 Dreieich Telefon 06103 5097902 christian@ascky.de Noé, Dr. Dietmar Noé Immobilien Dr. Dietmar Noé Dielmannstr. 25 63069 Offenbach am Main Telefon 069 82375181 noe.immobilien@arcor.de Die Vollversammlung der IHK Offenbach am Main hat in ihrer Sitzung vom 21. September 2022 beschlossen, der von der Verbands versammlung am 23. Juni 2022 beschlossenen Auflösung des IHK-Verbands zur Förderung der Außenwirtschaft durch das AHK-Netz mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2022 zuzustimmen. Der Beschluss der Vollversammlung ist mit Schreiben vom 31. Oktober 2022 vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen genehmigt worden und wird hiermit bekannt gemacht. Ausfertigung, Offenbach am Main, den 2. November 2022 Kirsten Schoder-Steinmüller Markus Weinbrenner Präsidentin Hauptgeschäftsführer IHK-Verband zur Förderung der Außenwirtschaft durch das AHK-Netz (IHK-Verband) 39Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 Vom Umgang mit Azubis Ausbilder und Ausbildungsbeauftragte müssen wesentliche Führungsinstrumente sicher beherrschen, darunter Anleiten, Motivieren, Kommunizieren und Kontrol- lieren. Dabei stellt das Führen von jungen Menschen ganz besondere Anforderungen an Ausbildungsbeauftragte und Ausbilder. Denn sie sind gleichzeitig Coach, Erzieher, Unterweiser und Führungskraft. www.offenbach.ihk.de/E13447/ WEG-Verwaltung Dieses Kompaktseminar bietet einen professionellen Einstieg in das Thema Wohnungseigentumsverwaltung. Es eignet sich besonders für Neueinsteiger, die einen ersten Einblick in das Thema suchen. Aber auch für interessierte Verwaltungsbeiräte, Wohnungseigentümer und Immobilien- makler ist es bestens geeignet. www.offenbach.ihk.de/E13480/ Digitale Transformation im Unternehmen Die Digitalisierung in Unternehmen schreitet schnell voran. Heute reicht es für Unterneh- men nicht mehr aus, klassische Geschäfts- modelle und Prozesse weiterzuführen. Die digitale Transformation des Unternehmens und aller Mitarbeitenden ist notwendig, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. www.offenbach.ihk.de/E13485/ * U.-Std. = Unterrichtsstunden Kontakt Alessia Savoca Telefon 069 8207-175 weiterbildung@offenbach.ihk.de www.ihkof.de/weiterbildung Ausbilder IHK-Lehrgang „Ausbildung der Ausbilder, Teilzeit“ . . . . . . . . . . . . . .06.02.2023 – 26.04.2023 (80 U.-Std.) | 729 Euro Ausbildung IHK-Seminar „Auszubildende anleiten, führen und motivieren“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22.02.2023 (1 Tag) | 225 Euro Außenwirtschaft – IHK-Exportakademie IHK-Live-Online-Weiterbildung „Lieferantenerklärungen – Bedeutung, Regeln, Konsequenzen . . . . . . . . . . . . . . 07.02.2023 (1 Tag) | 299 Euro Immobilienmanagement IHK-Seminar „Einführung in die WEG-Verwaltung (Hausverwaltung Eigentum)“. . . . . . . . 06.02.2023 – 07.02.2023 (2 Tage) 425 Euro IHK-Seminar „Einführung in die Mietverwaltung (Wohnraum)“. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15.02.2023 (1 Tag) | 245 Euro Kommunikation Abendworkshop „Grenzen setzen im Berufsalltag“ . . . . . . . . . . . . . . 14.02.2023 (3 U.-Std.) | 85 Euro Marketing & Vertrieb IHK-Live-Online-Weiterbildung „Social Media Manager“, eLearning in Kooperation mit der DTP . . . . . . . . . . . . . . . . . 17.02.2023 – 21.04.2023 (80 U.-Std.) | 1.960 Euro IHK-Live-Online-Weiterbildung „Online Marketing Manager“, eLearning in Kooperation mit der DTP . . . . . . . . . . . . . . . . . 24.02.2023 – 28.04.2023 (80 U.-Std.) | 1.960 Euro Personalmanagement & -führung IHK-Live-Online Weiterbildung „Qualifizierte Personalfachkraft (IHK)“ in Kooperation mit Didaris. . . . . . . . . . . . . . . 09.02.2023 – 20.04.2023 (100 U.-Std.) | 1.606,50 Euro IHK-Live-Online-Weiterbildung „Digitalisierungsmanager/-in (IHK)“ in Kooperation mit Didaris. . . . . . . . . . . . . . . . 15.02.2023 - 31.05.2023 (81 U.-Std.) | 1.963,50 Euro IHK. Die Weiterbildung Seminare und Workshops www.ihkof.de/weiterbildung Alle Weiterbildungsangebote der IHK Offenbach am Main: 40 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 BILDUNG ihkof.de/weiterbildung BESSER.WEITER.BILDUNG. IHK Offenbach am Main Das Unternehmen überzeugte die Expertenjury mit einem Aus- bildungskonzept, das auf eine ganzheitliche Wissensvermittlung anstelle einer rein fachlichen Fokussierung setzt. So können die Auszubildenden und dual Studierenden unter dem Motto „Ausbildung über den Tellerrand hinaus“ an kostenlosen Vorträgen von Experten zu Themen wie Altersvorsorge, Versicherungen oder Einkommenssteuer- erklärungen teilnehmen. „Vorträge zu weiteren zukunftsrelevanten Themen sind bereits in Planung“, sagt Philipp Rother, Ausbildungs- leiter der Karl Mayer Stoll Textilmaschinenfabrik GmbH. Seit 1996 küren die Wirtschaftsjunioren Deutschland gemeinsam mit der Inter Versicherungsgruppe, den Junioren des Handwerks und dem Hand- werk Magazin Deutschlands kreativste Ausbildungskon- zepte. „Die heute ausgezeich- neten Betriebe leisten einen essenziellen Beitrag für das deutsche Ausbildungssystem. Mehr Digitalisierung, mehr Inklusion und mehr Werbung für das duale System: So kann uns die Trendwende gelingen“, erklärte die Bundes- vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Deutschland Denise Schurzmann anlässlich der Preisverleihung. www.karlmayer.com Karl Mayer Stoll Textilmaschinenfabrik GmbH ausgezeichnet Ausbildung über den Tellerrand In Berlin wurden am 11. November 2022 die besten Ausbildungsbetriebe Deutschlands der Jahre 2022, 2021 und 2020 mit dem „Ausbildungs-Ass“-Preis geehrt. Die Karl Mayer Stoll Textilmaschinenfabrik GmbH aus Obertshausen erhielt die Auszeichnung als Deutschlands „Ausbildungs-Ass“ 2021 in der Kategorie Industrie, Handel und Dienstleistung. Fo to : C hr ist ia n Sc hn ei de r P ho to gr ap hy V. l. n. r.: Michael Schillinger, Vertriebsvorstand der Inter Versicherungsgruppe, Philipp Rother, Ausbildungsleiter der Karl Mayer Stoll Textilmaschinenfabrik GmbH, und die Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren Deutschland Denise Schurzmann bei der Preisverleihung. So kann uns die Trendwende gelingen. 41Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 BILDUNG Das Fazit zur Bilanz lautet: Die Zahl der Bewerbungen um eine Ausbildungsstelle in Stadt und Kreis Offenbach ist gesunken, während das Angebot an Ausbildungsstellen im Vergleich zum vorangegangenen Ausbil- dungsjahr zugenommen hat. Vorteile der Ausbildung deutlich machen Bei der Agentur für Arbeit Offenbach haben sich 3.266 Interessenten um einen Ausbil- dungsplatz beworben. Das sind 299 Personen oder 8,4 Prozent weniger als zuvor. 2.104 Ausbildungsstellen wurden der Agentur für Arbeit gemeldet, was einem Plus von 4,9 Prozent entspricht. 169 davon wurden nicht besetzt. Das sind 27,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. „So sehr wir uns freuen, dass wir den Jugendlichen mehr Ausbildungsstellen anbieten konnten, so schade ist es, dass nicht alle besetzt werden konnten. Es funktioniert schließlich nur, wenn der junge Mensch und der Ausbildungsplatz zusammenpassen. Lei- der ist das Interesse für die duale Ausbildung nicht in dem Umfang da, wie es wünschens- wert wäre. Wir betrachten es als unsere Aufgabe, junge Frauen und Männer weiter von den vielen Vorteilen einer dualen Ausbildung zu überzeugen. Auch die Kommunikation mit den Eltern ist entscheidend“, sagt Thomas Iser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Offenbach. IHK verzeichnet starkes Plus Hans-Joachim Giegerich, Vizepräsident der IHK Offenbach am Main, erklärt, dass in diesem Ausbildungsjahr bei der IHK 1.452 17 Prozent mehr Ausbildungsverträge in der Region Interesse an der dualen Ausbildung stärken Am 2. November 2022 präsentierten die IHK Offenbach am Main, die Agentur für Arbeit Offenbach und die Handwerkskammer (HWK) Frankfurt-Rhein-Main die Daten zum Ausbildungsmarkt 2022. Veranstaltungsort waren die Räume der Stadtwerke Offenbach am Standort Stadtservice in der Daimlerstraße. Q ue lle : H IH K Gr af is ch e Da rs te llu ng : S om m er /IH K O ffe nb ac h am M ai n 42 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 BILDUNG Fo to : A re ns /IH K Im Anschluss an die Präsentation der Zah- len zum aktuellen Ausbildungsjahr luden die Stadtwerke Offenbach zum Austausch mit Auszubildenden in ihrer Werkstatt ein. V. l. n. r.: Mohammad Sadeqi, Auszubilden- der, Gerlinde Klos, Leiterin des Kompe- tenzcenters Personal der Stadtwerke Offenbach, Giuseppe Sessa, Prokurist und Leiter Vertrieb/Stoffstrom der Stadtwerke Offenbach, IHK-Geschäftsführer Friedrich Rixecker, IHK-Vizepräsident Hans-Joachim Giegerich, Thomas Iser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Offenbach, Fabienne Jung, Auszubildende, und Florian Schöll, Geschäftsführer Berufli- che Bildung der HWK Frankfurt-Rhein-Main. Ausbildungsverträge abgeschlossen wurden. Das entspricht einem Plus von 17 Prozent. „Damit liegen wir über dem ‚Vor-Corona- Niveau‘. Trotzdem wird der Fachkräftemangel zur Existenzbedrohung für unsere Unter- nehmen. Die demografische Entwicklung in den nächsten Jahren wird die Situation verschärfen. Deshalb hat die IHK Offenbach am Main kontinuier- lich für die duale Ausbildung geworben und Berufsorien- tierung angeboten, auch während des Pandemie-Lockdowns und danach erst recht: zum Beispiel durch Ausbildungsbot- schafter, mit Elternabenden, bei der Nacht der Ausbildung und natürlich während der Ausbildungsmesse.“ Giegerich sieht die Politik in der Pflicht und erwartet, dass sie sich stärker für die duale Ausbildung einsetzt: „Die berufliche Orientierung muss fester Bestandteil des Fachunterrichts werden. Die Berufsschulen müssen zukunftsfähig und digital aufgestellt werden. Geförderter Wohn- raum, wie es ihn für Studierende seit Langem gibt, muss denjenigen, die sich für eine duale Ausbildung entscheiden, genauso angeboten werden. Wir als Unternehmen und IHK werden die unterschiedlichen Angebote in unseren Betrieben weiter attraktiv gestalten und Schulabsolventen motivieren, den Karriereweg Ausbildung einzuschlagen.“ Florian Schöll, Geschäftsführer Berufliche Bildung der HWK Frankfurt-Rhein-Main, berichtet, dass im Handwerk für dieses Aus- bildungsjahr im Kammer- bezirk 3.343 Ausbildungs- verträge abgeschlossen wurden. Das entspricht einem leichten Rückgang von –1,3 Prozent. „Inte- ressenten können sich auch jetzt noch bewerben und in Ausbildungen einsteigen“, erklärt Schöll. „Wir müssen den jungen Menschen das riesige Spektrum an beruflichen Möglich- keiten in unseren Betrieben deutlich zeigen. Die Karriereoptionen sind vielfältig, ob man im Angestelltenverhältnis bleibt oder sich als Meister selbstständig macht.“ Von den Gastgebern kamen gute Nachrichten: Die Stadtwerke Offenbach haben in diesem Ausbildungsjahr alle offenen Ausbildungs- stellen besetzt. „Wir spüren jedoch deutlich, dass vor allem die Besetzung der handwerk- lichen Ausbildungsberufe immer schwerer wird. Die Anzahl der Bewerbungen geht von Jahr zu Jahr zurück“, bedauert Gerlinde Klos, Leiterin des Kompetenzcenters Personal der Stadtwerke Offenbach. Im Anschluss besuchten die Teilnehme- rinnen und Teilnehmer Auszubildende der Stadtwerke an ihrem Arbeitsplatz auf dem Betriebsgelände in der Daimlerstraße: Annamaria Cirillo Barbato lernt Kauffrau für Büromanagement. In der Werkstatt werden Mohammad Sadeqi und Fabienne Jung ausgebildet. Sie berichteten, warum sie sich für ihre Ausbildung bei den Stadtwerken entschieden haben und welche Chancen sich ihnen dadurch eröffnen. Wir müssen den jungen Menschen das riesige Spektrum an beruflichen Möglichkeiten in unseren Betrieben deutlich zeigen. 43Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 BILDUNG IHK-Vizepräsident Hans-Joachim Giegerich gratulierte allen Absolventen zu ihren hervorragenden Ergebnissen. „Sie haben mit Ihrer Ausbildung eine solide Basis gelegt für Ihren weiteren beruflichen Weg. Sie dürfen stolz und glücklich sein über die erstklassigen Ergebnisse, die Sie mit Ihrem Berufsabschluss erzielt haben.“ Insgesamt haben 64 von 1.600 Prüflingen die Ausbildung 2022 mit der Note „sehr gut“ abgeschlossen. Praxisbezug ist wichtig Eve Bauch hat als beste Kauffrau für Büro- management mit 99 Punkten gleichzeitig das beste Prüfungsergebnis insgesamt erzielt. Ihre Ausbildung absolvierte sie bei der dormakaba Deutschland GmbH, Dreieich. Das Unternehmen ist auf Produkte, Lösungen und Services rund um Zutritt und Sicherheit zu Gebäuden spezialisiert. „Ich habe eine Ausbildung gefunden, die mir rundum Spaß gemacht hat. Nach einem Semester Betriebswirtschaft fehlte mir beim Studium der Bezug zur Praxis. Der Umgang mit Menschen wie auch die Arbeit mit Zahlen liegen mir. Das konnte ich in der Ausbildung mit vielen neuen Aspekten kombinieren. Ich hatte das Glück, in meinem Ausbildungsbetrieb wie auch in der Berufsschule tolle Menschen zu treffen – von Ausbildern über Arbeitskollegen und anderen Azubis, die mich begleitet haben. Aber ein bisschen Anstrengung war schon auch notwendig“, bilanzierte Bauch. Sascha Luft, Ausbilder bei dormakaba am Standort Dreieich, beschrieb die Motivation des Unternehmens zur Ausbildung so: „Wir haben uns schon immer für Ausbildung ent- schieden, um die Fachkräfte von morgen im eigenen Unternehmen auszubilden und junge Menschen zu fordern und fördern. Für uns war es ein Glücksfall, dass es in dieser Runde perfekt gepasst hat. Wir sind sehr stolz auf die herausragende Leistung von Eve Bauch. Wir freuen uns, sie weiter auf ihrem beruflichen Weg zu begleiten, am Standort Dreieich und in unserer Gruppe.“ Weiterbildung fördert Karriere Janina Hartmann aus Alsfeld hat als Beste den Bachelor Professional in Media abge- schlossen. Mit ihrer Weiterbildung hat sie bereits den zweiten Karriereschritt gemacht. „Als gelernte Mediengestalterin in einer Druckerei habe ich das Handwerkszeug von Grund auf gelernt. Mit der Qualifizierung auch in Managementthemen hat sich ein neues Betätigungsfeld eröffnet. Nach dem Arbeit- geberwechsel – wieder in eine Druckerei – arbeite ich im kaufmännischen Bereich in Kalkulation und Vertrieb. Hier kann ich hervorragend mein Praxis-Know-how aus der Ausbildung mit meinen in der Weiterbildung Herausragende Fachkräfte mit Spitzenergebnissen Ausbildung bringt Glück Die IHK Offenbach am Main hat am 10. November 2022 die 26 besten Ausbildungsabsolventinnen und -absolventen der Prüfungen 2022 in ihrem Beruf sowie die zwei besten Weiterbildungsteilnehmerinnen ausgezeichnet. Ebenso wurden die jeweiligen Ausbildungsbetriebe für ihr besonderes kontinuierliches Engagement geehrt. IHK-Vizepräsident Hans-Joachim Giegerich (l.) und IHK- Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner (r.) gratulierten Eve Bauch, die als beste Kauffrau für Büromanagement geehrt wurde und das beste Prüfungsergebnis insgesamt erzielt hat, und ihrem Ausbilder Sascha Luft (2. v. l.) von der dormakaba Deutschland GmbH am Standort Dreieich. Fo to s: IH K 44 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 BILDUNG Ihre ausgezeichneten Ausbildungsabschlüsse eröffnen den Geehrten gute Karriereaussichten. erworbenen Fähigkeiten kombinieren“, bestätigte Hartmann. Giegerich richtete an die Ausbildungsunter- nehmen ein großes Dankeschön für ausge- zeichnetes Ausbildungsengagement: „Sie sind als Ausbildungsbetriebe attraktiv aufgestellt und erreichen mit Ihrem Ausbildungsangebot die Jugendlichen. Sie können am besten bestätigen, dass hierfür auch manch neuer Weg im Recruiting von Auszubildenden, wie zum Beispiel frühzeitige und intensive Präsenz in den Schulen, eingeschlagen werden muss. Sie haben engagierte Aus- bilder und Ausbilderinnen sowie Prüfer und Prüferinnen, die Ausbildung mitgestalten. Damit übernehmen Sie Verantwortung für die Zukunft junger Menschen und leisten einen gesellschaftlichen Beitrag, damit auch andere Unternehmen von gut ausgebildeten Fachkräften profitieren können.“ Qualität der Ausbildung sichern Die Beispiele der Besten an dem Abend bestätigen das Erfolgsmodell „Duale Aus- bildung“. Giegerich betonte: „Unser oberstes Ziel ist, die Ausbildung zukunftsorientiert am Bedarf der Unternehmen auszurichten. Dabei spielen veränderte Anforderungen an Berufe und Qualifikationen genauso eine Rolle, wie Prozesse für Unternehmen und Auszu- bildende modern und effizient zu gestalten. Das wird nur gemeinsam mit allen an der Ausbildung Beteiligen – Wirtschaft, Schule, Politik, Eltern, Auszubildenden – gelingen, damit höchste Qualität der Ausbildung garantiert bleibt.“ Giegerich rief alle Absolventen auf: „Machen Sie weiter. Sie haben die beste Grundlage für Ihre nächsten beruflichen Schritte gelegt. Dafür wünschen wir Ihnen weiterhin viel Mut und eine glückliche Hand, neue Wege zu gehen. Damit die Rahmenbedingungen stimmen, wird die IHK Sie unterstützen.“ Der Abend wurde zauberhaft gestaltet und moderiert von AbraXas sowie musikalisch begleitet von der Band Doctor Blond. www.ihkof.de/beste VIDEO – Safety – Guard – Tower Baustellenüberwachung Sichern Sie Ihr Eigentum Unkomplizierte Sofortmontage einer mobilen Einbruchmeldeanlage jederzeit möglich. Dem Ernstfall einen Schritt voraus • Schnelle und professionelle Sicherung Ihres Objektes innerhalb von 48 Stunden • Kostengünstig mieten Wir beraten Sie gerne individuell in allen Fragen rund um Ihre Sicherheit. Besuchen Sie unser Sicherheitscenter. Heinrich-Krumm-Straße 9 63073 Offenbach www.bws-offenbach.de Telefon: 069/888 145 45Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 BILDUNG HWA ist das Gedächtnis der Firmen Unternehmensgeschichte(n) bewahren Ein Gespräch mit Dr. Ingo Köhler, Geschäftsführer des Hessischen Wirtschaftsarchivs (HWA), Darmstadt, über die Bedeutung von Firmenarchiven als Image- und Wettbewerbsfaktoren und weshalb es ratsam ist, düstere Kapitel der Unternehmensgeschichte nicht zu verschweigen. Herr Dr. Köhler, wenn das große Firmenjubiläum naht und eine Festschrift produziert werden soll, ist das Erstaunen oft groß: Die vorgefundenen Lücken in den Unternehmensarchiven sind nicht selten beträchtlich und kaum zu schließen. Was ist da falsch gelaufen? Manchmal ging durch Kriegszerstörungen, Umstrukturierungen oder falsche Lagerung wertvolles Archivgut verloren. Ein anderer Aspekt ist Nachlässigkeit. Unternehmen richten den Fokus in ihrem Alltagsgeschäft stets darauf, wie sie Produkte oder Dienst- leistungen neu entwickeln oder optimieren können, um den Gewinn zu steigern und im Wettbewerb bestehen zu können. Diese starke Gegenwartsorientierung führt dazu, dass Geschichte oft ins Hintertreffen gerät. Traditionsunternehmen, die ein 100- oder 150-jähriges Bestehen feiern und dies zum Anlass nehmen, ihre Firmengeschichte auf arbeiten zu lassen, kommen nicht umhin, sich auch mit ihrer Rolle in der NS-Zeit zu befassen. Warum ist es Ihrer Meinung nach gut und richtig, wenn sich Unternehmen Ihrer Vergangenheit stellen? Es geht um Moral und die Frage, welche Werte ich als Unternehmen glaubwürdig vorleben will. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die NS-Zeit noch überwiegend totgeschwiegen. Das änderte sich erst in den Achtziger- und Neunziger- jahren: Durch öffentliche Debatten über ihre NS-Vergangenheit waren es vor allem Groß- konzerne, die von der historischen Realität eingeholt wurden und das braune Kapitel in ihrer Unternehmensgeschichte daraufhin professionell aufarbeiten ließen. Viele Fami- lienunternehmen tun sich damit bis heute schwer. Menschlich ist das nachvollziehbar: Die späte Erkenntnis, dass der eigene Vater oder Großvater in die Gräueltaten des Nazi- Regimes verstrickt war und zwei Gesichter hatte, kann für die Nachkriegsgeneration sehr schmerzhaft sein. Solche Traumata vertiefen sich nur, wenn man sich nicht offen mit ihnen auseinandersetzt. Kann es sinnvoll sein, bislang verdrängte Phasen der Unternehmenshistorie durch einen unbeteiligten Dritten wissenschaftlich aufarbeiten zu lassen? Das empfehle ich dringend. Wenn es um historische Verantwortung geht, dann geht es zuallererst auch um historische Genauig- keit. In Firmen gibt es oft Gründermythen oder einzelne Unternehmerpersönlichkeiten werden romantisch verklärt. Diese verstellten Geschichtsbilder können durch die wissen- schaftliche Aufarbeitung einer objektiven historischen Einordnung weichen. Zudem endete in vielen Unternehmen die Unter- nehmensgeschichte in den Dreißigerjahren und setzte mit dem Wirtschaftswunder wieder ein. Solche Zeitsprünge findet man sogar heute noch in vielen Jubiläums- schriften. Wenn Wissenschaftler diese Phase historisch aufarbeiten, birgt dies die Chance, die NS-Geschichte des Unternehmens im historischen Kontext zu verstehen – und auch für sich selbst Klarheit zu gewinnen. Können Unternehmen ihre wissenschaftlich aufgearbeitete Historie für ihr Marketing gewinnbringend nutzen, auch über das Firmenjubiläum hinaus? Durchaus, denn die Unternehmensgeschichte kann ein Imagefaktor sein. Für Unternehmen wird jedoch nicht nur die Außenwirkung immer wichtiger, sondern auch die interne Kommunikation. Jubiläen sind nämlich zentrale Ereignisse, die Identifikation stiften Dr. Ingo Köhler leitet das Hessische Wirtschaftsarchiv in Darmstadt. Fo to : H W A 46 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 NETZWERKE Draht-Weissbäcker KG Steinstr. 46 - 48, 64807 Dieburg Tel. (0 60 71) 9 88 10 · Fax (0 60 71) 51 61 Internet: www.draht-weissbaecker.de Email: draht@weissbaecker.de · Draht- und Gitterzäune · Tore · Schiebetore · Drehkreuze · Türen · Schranken · Gabionen · Pfosten · Sicherheitszäune · Mobile Bauzäune · Alu-Zäune · sämtliche Drahtgeflechte · Alu-Toranlagen · Rankanlagen · auch Privatverkauf Zäune · Gitter · tore und Mitarbeitende enger an das Unterneh- men binden können. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels ist das Purpose- Management (Anm. der Redaktion: es geht um den Unter- nehmenszweck) zunehmend entscheidend. Denn viele Bewerberinnen und Bewerber schauen genau hin: Hat das Unternehmen eine Tradition? Für welche Werte steht es und kann ich mich damit identifizieren? Produ- ziert es nachhaltig und sozialverträglich? Unternehmensgeschichte kann somit ein Wettbewerbsfaktor beim War for Talents sein. Warum lohnt sich für Unternehmen ein aufmerksamer Blick auf die eigene Vergangenheit? Gerade in der Rückschau mit ausreichend zeitlichem Abstand zeigt sich, wie Unter- nehmen Krisen gemeistert haben und es schaffen, in turbulenten Phasen stabil und erfolgreich zu bleiben. Dieses sogenannte Resilienz-Management ist untrennbar mit der Unternehmensgeschichte verbunden. Jeder kennt den Spruch: „Das haben wir schon immer so gemacht.“ In Entscheidungs- strukturen und Produktionsprozessen lassen sich durchaus historische Pfadabhängig- keiten ablesen und Erfolgsfaktoren des Unternehmens identifizieren. Sich derer bewusst zu sein, ist ein Mehrwert. Doch dazu benötigt man ein Archiv als Sammelplatz des Erfahrungsschatzes. Es hat die Funktion eines Gedächtnisses, auf das man bei Bedarf zugreifen und nachschauen kann, warum diese oder jene Entscheidung in einer Krisen- situation die richtige war. Zurückzuschauen bietet Orientierung, um Zukunftsfragen besser lösen zu können. Die Fragen stellte Petra Menke, IHK Frankfurt am Main Das Hessische Wirtschaftsarchiv Das Hessische Wirtschaftsarchiv (HWA) ist seit mehr als 30 Jahren die zentrale Sammelstelle für historische Kulturgüter aus dem Wirtschafts- leben in Hessen. Die gemeinnützige Serviceagentur der hessischen IHKs und der Handwerkskammer Frank- furt-Rhein-Main archiviert Unterlagen von Unternehmen, Verbänden und Organisationen der regionalen Wirt- schaft. Das HWA macht Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte in Ausstellungen und Events erlebbar. Darüber hinaus berät es Unterneh- men in allen Fragen der historischen Kommunikation sowie der Archivie- rung und Digitalisierung. www.hessischeswirtschafts- archiv.de 47Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 NETZWERKE NETZWERKE WJ bieten Fortbildungsreihe Antidiskriminierung in der Arbeitswelt 2020 haben die Offenbacher Wirtschaftsjuniorinnen und Wirtschaftsjunioren (WJ) eine Vortragsreihe „Wirtschaftsjunioren gegen Rassismus und Diskriminierung“ angeboten. Daran knüpfen drei Halbtagsworkshops im Februar 2023 gegen Diskriminierung in der Arbeitswelt und am Arbeitsplatz an. Die WJ setzen sich für ein lebendiges und gelingendes Miteinander in diversen Unternehmen ein. Gelebte Vielfalt und die Verankerung von vielfaltsorientierten Werten sollten mittler- weile Standard in modernen Unternehmen sein. Sie werden von Kunden und Kundinnen erwartet und Fachkräfte auf Jobsuche achten vermehrt auf das soziale Auftreten von Unter- nehmen. Wunsch und Wirklichkeit Auch wenn die meisten Menschen der Wunsch nach Weltoffenheit und gelebter Vielfalt in der Arbeitswelt verbindet, bleibt die Umsetzung im Alltag herausfordernd. Da gibt es zum Beispiel immer noch den Kollegen, der seiner Kollegin in der Mittagspause mit einem sexistischen Spruch begegnet, und das immer und immer wieder. Oder vielleicht ist da die Mitarbeiterin, die ihre neue Kollegin nicht ordentlich einarbeiten möchte. Sie hat Vorbehalte, weil die „Neue“ ein Kopftuch trägt. Wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben: Wir haben selbst noch Klischees im Kopf, die ausschlaggebend dafür sind, wie wir Menschen einordnen und wie wir mit ihnen umgehen. Wir sind nicht immer so offen, wie wir es gerne wären. Mit anderen Worten: Vorurteile und Dis- kriminierung sind in der Arbeitswelt leider noch genauso verbreitet wie in der Gesell- schaft. Daher ist es umso wichtiger, dass wir uns aktiv mit diesen Themen befassen. Wir können gemeinsam Strategien dagegen entwickeln und uns für gelebte Vielfalt in der Arbeitswelt starkmachen. Mehr wissen und sensibler werden Die Fortbildungen der WJ Offenbach vermit- teln zunächst aktuelles Wissen zur Diskrimi- nierung in der Arbeitswelt und am Arbeits- platz. Anschließend geht es darum, das eigene Denken und Verhalten zu reflektieren und die Sensibilität für die Themen zu schär- fen. Auch wie eine angemessene Haltung gestärkt und ins eigene Handeln übertragen werden kann, erarbeiten und trainieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Kontakt Gino Scalinci Präsident WJ Offenbach scalinci@wj-offenbach.de www.wj-offenbach.de Die Wirtschaftsjunioren Offenbach engagieren sich für Diversity in der Arbeitswelt. Mit Stolz haben sie die Charta der Vielfalt unterzeichnet. Fo to : A na na lin e/ Ad ob e St oc kv 48 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 WJ-Kalender Januar / Februar 2023 17.01.2023 WJ-Unternehmens- besichtigung: RMT RehaMed Technology GmbH Dietzenbach 01.02.2023 Workshop Antidiskriminierung – Modul 1 15.02.2023 Workshop Antidiskriminierung – Modul 2 22.02.2023 WJ-Heringsessen 01.03.2023 Workshop Antidiskriminierung – Modul 3 Weitere Informationen und Anmeldung: www.wj-offenbach.de Den WJ Offenbach folgen und wissen, was für junge Führungskräfte wichtig ist LinkedIn www.linkedin.com/ company/wj-offenbach/ Instagram www.instagram.com/ wjoffenbach/ Facebook www.facebook.com/wjoff/ Fo to : I H K H an au -G el nh au se n- Sc hl üc ht er n Während einer feierlichen Veranstaltung im Hessischen Spielzeug- und Puppen- museum in Hanau-Wilhelmsbad umriss Frank Richter, Präsident des Land- gerichts Hanau, in seinem Grußwort die wichtige Rolle und Bedeutung der Handelsrichter. Dr. Gunther Quidde, Hauptgeschäftsführer der IHK Hanau-Gelnhausen- Schlüchtern, ehrte die seit zehn Jahren ehrenamtlich tätigen Anwesenden. Dr. Martin Gegenwart, Mitglied der Geschäftsführung der IHK Offenbach am Main, würdigte den Einsatz von Kirsten Schoder-Steinmüller, die seit 20 Jahren Handelsrichterin ist. Markus Demuth, Junker Immobilienverwaltungs GmbH, Rodgau (zehn Jahre), Dr. Michael Fraenzel, Karl Kolb GmbH & Co. KG Scientific Technical Supplies, Dreieich (20 Jahre), Olaf Michael Mayer, L-U-T Luft- und Umwelttechnik GmbH, Offenbach am Main (20 Jahre) und Martin Möller, K&K Getränke GmbH, Offenbach am Main (20 Jahre) erhielten ihre Urkunden im Nachhinein. V. l. n. r.: Peter Herdt, Rödermark (zehn Jahre), Eva-Maria Ellmerich, DTP Akademie RheinMain GmbH, Offenbach (zehn Jahre), Dr. Martin Gegenwart, Mitglied der Geschäftsführung der IHK Offenbach am Main, Kirsten Schoder-Steinmüller, Schoder GmbH, Langen (20 Jahre), Frank Richter, Präsident des Landgerichts Hanau und Herbert Gotta, Dieburg (zehn Jahre). Langjährige Handelsrichterinnen und -richter geehrt Mit Fachwissen im ehrenamtlichen Einsatz Zum siebten Mal seit 2011 würdigten die IHKs Darmstadt, Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern und Offenbach am Main das Engagement ihrer ehrenamtlichen Handelsrichterinnen und Handelsrichter. 49Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 NETZWERKE Ausgabedatum 2. Januar 2023 Titelbild adobestock - dashu83 Das Magazin wird auf umweltfreundlichem FSC®-Papier klimaneutral gedruckt. Designkonzept, Gestaltung, Titelbild, Verlag und Druck Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, 60386 Frankfurt www.zarbock.de Verlagsleitung: Ralf Zarbock Anzeigendisposition Anette Kostrzewa Tel. 069 420903-75 anette.kostrzewa@zarbock.de Anzeigenpreisliste Gültig ab 1. November 2022 Mediadaten www.offenbach.ihk.de/P460 IMPRESSUM Herausgeber Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Postfach 10 08 53 63008 Offenbach am Main Frankfurter Straße 90 63067 Offenbach am Main Tel. 069 8207-0 | Fax -199 redaktion@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de Verantwortlich Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main Redaktion redaktion@offenbach.ihk.de Birgit Arens (Chefredakteurin) Tel. 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr ( jeweils am 1. des Monats) Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der IHK-Mitgliedschaft und kann jederzeit per Hinweis an den Herausgeber beendet oder wieder aufgenommen werden. Wir nutzen in der IHK Offenbach am Main eine Sprache, die gerecht ist und niemanden bevorzugt oder benachteiligt, jeden anspricht und nieman- den ausschließt. Unsere Sprache respektiert die aktuellen Recht- schreibregeln und ist gleichzeitig verständlich, eindeutig und gut lesbar. Da wir im Sinne der Gleichbehandlung immer alle Geschlechter mei- nen, verwenden wir zum Beispiel Doppelnennun- gen, geschlechterneutrale Begriffe, Pluralformen, Funktionsbezeichnungen oder abwechselnd die männliche und die weibliche Form. Wenn gele- gentlich nur eine Form genannt wird, um bessere Lesbarkeit zu erreichen oder weil es übergeordne- te Vorgaben erzwingen (z. B. Prüfungsordnungen), gilt diese im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter und Personengruppen. Mit dieser Vorgehensweise beabsichtigen wir keinerlei Wertung. Auf Zusatzzeichen und Binnengroßbuchstaben verzichten wir, weil diese die Barrierefreiheit, den Lesefluss und die Auffindbarkeit durch Suchma- schinen beeinträchtigen. Derzeit gibt es in Deutschland keine einheitlichen Regeln für eine geschlechtergerechte Sprache. In der IHK Offenbach am Main nehmen wir an der Diskussion zum Thema teil und entwickeln auch im Netzwerk der deutschlandweiten IHK-Organi- sation weitere praxisnahe, akzeptable Lösungen dazu. Sie haben Fragen, Hinweise oder Anregungen zur geschlechterneutralen Sprache? Dann schreiben Sie uns: redaktion@offenbach.ihk.de Vollbeilage Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG VORSCHAU 3-4 Offenbacher WIRTSCHAFT Das Magazin der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main für die Region 3-4 | 2023 Ressourcen im Blick Titelthema | Ressourcen im Blick Anzeigenschluss für die Ausgabe März/April 2023 ist der 08. Februar 2023. Redaktionsschluss für die Ausgabe Mai/Juni 2023 ist der 01. April 2023. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Themen aus aktuellen Anlässen ändern können. Aktuelles für Versicherungs- und Finanzexperten Fo to : M on si tj - S to ck .A do be .c om Am 10. Februar 2023 findet das IHK-Branchenforum Versicherungen und Finanzen in der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern statt und informiert zu aktuellen The- men der Branche. Die Teilnahme kann voraussichtlich als Weiterbildung gemäß Paragraf 7 Versicherungsvermittlerverordnung (VersVermV) angerechnet werden. Infos und Anmeldung: www.ihk.de/hanau. 50 VERANSTALTUNGEN Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2023 Business to Business Ihr direkter Kontakt zum Marktplatz: 0 69/42 09 03-75 oder per E-Mail verlag@zarbock.de PRÄSENTATIONSMAPPENPräsentationsmappen Sicherheit Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit 24h-Service BWS Sicherheitsdienste GmbH Tel. 0 69 / 88 81 45 Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit www.bws-offenbach.de Sicherheitsdienst Mit einer Anzeige in der Offenbacher Wirtschaft erreichen Sie 24.000 Entscheider in Stadt und Kreis Offenbach. Wir beraten Sie gerne: Marion Stumpp 069/42 09 03 51 marion.stumpp@zarbock.de itelthema t Besser heute als morgen Nachrichten IHK-Energieumfrage – Unternehmen erwarten weitere erhebliche Preissteigerungen | Bildung Hybride Bildungsmesse überzeugt Betriebe und Bewerber | Veranstaltungen Boarding – die IHK stellt sich und ihre Angebote vor 11–12 | 2022 Offenbacher WIRTSCHAFTDas Magazin der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main für die Region 1-2 | 2023 itelthema t Es lebe der Handel! Apartmenthotels Apartments-Seligenstadt.de Die preiswerte Hotelalternative Eine Nacht oder ein ganzes Jahr Preisanfrage 06182-827120 Datenschutzbeauftragter www.all-in-media.com Datenschutzbeauftragter www.all-in-media.com LagertechnikLagertechnik Zeitarbeit Koch & Benedict GmbH Personal-Service. Ihr zuverlässiger Partner bei Personalbedarf. Tel. 08 00/2 04 01 00 (kostenfrei) www.kochundbenedict.de Zeitarbeit Koch & Benedict GmbH Personal-Service. Ihr zuverlässiger Partner bei Personalbedarf. 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