Nachrichten Unternehmergeist erleben und ausprobieren | Ratgeber Per Test zu besseren Personalentscheidungen Veranstaltungen Ausstellung „Made in Hessen“ im Haus der Stadtgeschichte in Offenbach Neues wagen 11 –12 | 2024 Ausbildung macht mehr aus uns GEMEINSAM MIT IHREM BETRIEB! Die bundesweite Azubi-Kampagne der IHKs ist in vollem Gange: Mit großen Werbeplakaten, in den sozialen Medien oder auf Messen machen wir neugierig auf das „Lebensgefühl Ausbildung“. Und Sie? Sind herzlich dazu eingeladen, mit Ihrem Unternehmen Teil dieser Kampagne zu werden und junge Leute für eine Ausbildung zu begeistern. Nutzen Sie die Werbemittel unseres Kommunikationspakets, um mitzumachen – direkt in Ihrem Betrieb vor Ort oder auch digital. Lassen Sie uns der jungen Generation zeigen, was #könnenlernen aus einem machen kann. Denn eine Ausbildung bietet viel mehr als nur eine berufliche Zukunft: ein Lebensgefühl, das stolz und glücklich macht. Gemeinsam wollen wir nicht nur den jungen Men- schen, sondern ganz Deutschland klarmachen: Ausbildung macht mehr aus uns. Alle Informationen zur Kampagne und zum Mitmachen finden Sie unter: ihkof.de/azubikampagne. 210x280mm_IHK_AZ_Motiv-allgemein_Arbeitsmarkt_RZ_39L.indd 1210x280mm_IHK_AZ_Motiv-allgemein_Arbeitsmarkt_RZ_39L.indd 1 18.10.2024 14:00:3118.10.2024 14:00:31 Stefan Deuser Mitglied im IHK-Expertenrat Innovation und Design der IHK Offenbach am Main und Geschäftsführer von IQ GREEN Advanced Manufacturing in Obertshausen Fo to : P riv at Wir leben in einer Zeit, in der Veränderungen in fast allen Bereichen unseres Lebens in immer kürzeren Abständen stattfinden – im Wesentlichen verursacht durch eine Vernetzung von Wissen und die daraus resultierenden enormen technologischen Entwicklungssprünge. Dadurch öffnen sich Türen, hinter denen sich völlig neue Möglichkeiten und Chancen verbergen. Es ist eine Herausforderung für uns alle, durch diese Türen zu gehen, um bei dieser rasanten Entwicklung den Anschluss nicht zu verlieren. Bewährtes immer weiter zu verbessern, hat uns weit gebracht und bildet die Basis dafür, dass wir heute Geld verdienen. Unsere Zukunft sichern wir dadurch, dass wir durch Innovation und Transformation Veränderungen aktiv mitgestalten und am Ball bleiben. Aus eigener Erfahrung kann ich jedem empfehlen, sein Leistungsspektrum konsequent am Nutzen für den Kunden auszurichten. Hier ein kleines Beispiel: Zurzeit entwickeln wir gemeinsam mit dem Designstudio Wagner aus Frankfurt (Mitglied im Design to Business-Netzwerk der IHK Offenbach am Main) ein innovatives „Ordnungssystem“ für Produktionshallen, das durch eine bessere Nutzung des vorhandenen Raums wertvolle Fläche einspart und Transparenz in die Materialbewegungen bringt. Der Kunde profitiert dabei von frei gewordener Hallenfläche, eliminiert Mehrfachhandling, weiß immer genau, wo sich seine Produkte befinden, reduziert Fehler und spart Kosten. Die Materialbewegungen erfolgen dabei automatisiert, sind energiesparend, ressourcenschonend und unkompliziert. Die Aufgabenstellung kam nicht von einem Kunden, sondern entstand, weil wir uns mit den Prozessen in der produzierenden Industrie auseinandergesetzt und dabei Verbesserungspotenziale erkannt haben. Der Mut, neue Wege zu gehen, zahlt sich aus. Jedes Unternehmen, das bereit ist, über den Tellerrand zu schauen, Wissensnetzwerke nutzt und in Innovation investiert, eröffnet sich neue Chancen und Perspektiven. Jetzt ist die Zeit, aktiv zu werden und die Zukunft mitzugestalten. Vorhandenes hinterfragen und Neues wagen EDITORIAL 3Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 NACHRICHTEN 5 IHK-Geschäftsführung neu aufgestellt 6 Nachhaltiges Wirtschaften ist möglich und lohnt sich 10 IHK-Verdienstmedaille für Hans-Joachim Giegerich 14 IHK-Vollversammlung beschließt IHK-Strategie 2024 bis 2029 15 Die Wirtschaft braucht einen wahren Befreiungsschlag 16 Langen investiert weiter in eine hohe Lebensqualität 18 50 Jahre PepsiCo Deutschland GmbH 19 Unternehmergeist kennenlernen 20 Attraktive Innenstädte für alle TITELTHEMA 22 Zwei mit grünem Herzen 25 Wie anfangen mit der Nachhaltigkeit? 26 Einzigartige und umweltfreundliche Events ermöglichen 28 reingeschaut ins Musikhaus André 30 Innovativer werden 32 Ein IHK-Ehrenamt übernehmen 34 (Mehr) KI nutzen 36 Mit Plan und Weitsicht zur erfolgreichen Expansion 38 Einen ausländischen Markt erschließen 42 Jetzt Ausbildungsbetrieb werden 44 Barrierefrei werden – Ende Juni wird es ernst RATGEBER 46 Vorbereitung auf und Schutz vor Computerkriminalität 47 Der andere Weg zu fließendem Business-Englisch 48 Per Test zu besseren Personalentscheidungen BEKANNTMACHUNG 49 Mitglieder der Wettbewerbseinigungsstelle BILDUNG 50 Pittler ist ein Aushängeschild für die Stadt Langen 51 IHK. Die Weiterbildung 52 VERLAGS SPECIAL NETZWERKE 54 Der Auftakt für eine erfolgreiche Nachfolge 55 Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken 56 Landeskonferenz 2024 in Offenbach 57 Dynamische Entwicklung in Langen VERANSTALTUNGEN 58 Unsere weltbekannten Marken und Erfindungen TITELTHEMA NEUES WAGEN 22 In der Komfortzone zu verharren und auf Gewohntes zu setzen, scheint bequem – für Menschen wie für Unter- nehmen. Wer aber weiterkommen und wettbewerbsfähig bleiben will, muss bereit sein, Neues zu wagen. 4 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 INHALT IHK Offenbach am Main fördert vernetztes Arbeiten IHK-Geschäftsführung neu aufgestellt Die IHK Offenbach am Main hat ihre IHK-Geschäftsführung zum 1. Oktober 2024 mit neuem Aufgabenzuschnitt zusammengestellt und verkleinert gleichzeitig das Führungsteam. Unter der Leitung von IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner gehören dem Geschäftsführungsteam die bisherigen Mitglieder an: Frank Achenbach (Standortentwicklung, Bildungsberatung und Prü- fungen, Unternehmensförderung, Innovation, International), Marcus Lippold (IT- und Datenmanagement, Facility- und Eventmanagement, Organisationsentwicklung) und Margret Plum (Kommunikation, Kundenservice, Weiterbildung)g. Bereits seit Juni neu in der Geschäfts- führung ist Nicole Grimm für die Bereiche Finanzen, IHK-Beitrag, Recht und Steuern. Nach langjährigem Engagement für die IHK Offenbach am Main und die Unternehmen in Stadt und Kreis Offenbach sind Dr. Martin Gegen- wart (zu Ende September) und Friedrich Rixecker (zu Ende Juni) aus der Geschäftsführung in den Ruhestand ausgeschieden. Markus Weinbrenner erklärt zu den Veränderungen: „Wir setzen auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den Unternehmen. Die ist unerlässlich, um passgenaue, regionalspezi- fische Angebote gemeinsam zu gestalten und die Interessen der regionalen Wirtschaft wirksam zu vertreten. Dafür braucht es im IHK- Team mit insgesamt 70 Mitarbeitenden eine agile Herangehensweise, mit der wir flexibel agieren und die Unternehmen bei ihren komplexen Herausforderungen auf dem Weg der Transformation unterstützen können. Das Prinzip des vernetzten Arbeitens haben wir in der IHK Offenbach am Main in den letzten Jahren konsequent ausgebaut. Zusammen mit einer Stärkung der Fachteams wird die Eigenverant- wortung erhöht und das teamübergreifende und projektbezogene Arbeiten gefördert.“ Das spiegele sich jetzt auch in den Veränderungen in der IHK-Geschäftsführung wider. „Mit dem aktualisierten IHK-Leitbild als Rahmen und unserer gemein- sam mit dem IHK-Ehrenamt erarbeiteten IHK-Strategie als Kompass ist die IHK Offenbach am Main zukunftsfähig aufgestellt, um mit den Unter- nehmen unsere Region gemeinsam zu gestalten“, betont Weinbrenner. IHK-Geschäftsführung (v. l. n. r.) Frank Achenbach, Margret Plum, Marcus Lippold, Nicole Grimm, Markus Weinbrenner. Fo to : H as se l/I H K 5Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 NACHRICHTEN IHK-Jahresempfang 2024 – BLUE meets GREEN Nachhaltiges Wirtschaften ist möglich und lohnt sich Am 9. September 2024 begrüßte die IHK Offenbach am Main in ihren Räumen 300 Gäste aus Wirt- schaft, Politik und Gesellschaft zum IHK-Jahresempfang 2024 mit dem Titel BLUE meets GREEN. Gastrednerin war die Expertin für Zukunftskompetenz und nachhaltiges Wirtschaften, Tina Teucher. Unternehmen aus der Region berichteten von ihren Wegen zur nachhaltigen Transformation. In ihren einleitenden Worten verdeutlichte IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller die Komplexität der ökologischen Transformation für Unternehmen. „Nachhaltiges Wirtschaften muss auf der einen Seite sicherstellen, dass heutige Bedürfnisse befriedigt werden, ohne dass damit auf der anderen Seite zukünftigen Generationen die Lebensgrundlage entzogen wird“, erklärte sie. Sie forderte dafür eine bessere Unterstützung der Wirtschaft durch die Politik. „Für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum brauchen wir mehr staatliche Investitionen in Bildung, Forschung und Infrastruktur, damit auch künftige Generationen noch im Wohlstand leben können“, sagte Schoder-Steinmüller. Die IHK Offenbach am Main setze sich aktiv für ein nachhaltiges Wirtschaften ihrer Mitglieder ein und unterstütze deren Transformation mit einem umfassenden Dienstleistungs- und Beratungsangebot. „Deshalb passt der Titel unseres diesjährigen Jahresempfangs BLUE meets GREEN auch ganz hervorragend. Blau – klar, das steht für die IHK und ihre Mitgliedsunternehmen. Grün – das steht für die Nachhaltigkeit. Grün – das steht aber auch für den Optimismus, den wir brauchen, wenn wir all die großen Herausforderungen der Zukunft lösen wollen. Das muss uns aber keine Angst machen. Ganz im Gegenteil. Wer sich mit Zukunftsthemen befasst, der hat Lust auf Zukunft!“, leitete sie zum Gastvortrag „Challenge accepted: Tradition und Innovation verbinden“ über. Tina Teucher, Expertin für Zukunftskompetenz und nachhaltiges Wirtschaften nannte in ihrem Gastvortrag überraschende Beispiele für nachhaltige Transformationen in Unternehmen.. Fo to s: F ot og ra fie L in k, O ffe nb ac h 6 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 NACHRICHTEN Dr. Jürgen Willmann (l.), Kudernak GmbH Kunststoff- und Dichtungstechnik in Rödermark, berichtete von der ökologischen Transformation in seinem Unternehmen. Daniel Imhäuser, Blasius Schuster GmbH & Co. KG in Offenbach, stellte Circle Hub vor, ein Unternehmensnetzwerk, das darauf zielt, die Transportwege von Bauabfällen zu verkürzen und die Recyclingquote zu erhöhen. Kooperation macht zukunftsfähig Gastrednerin Tina Teucher zeigte auf, wie der Megatrend Nachhaltigkeit für kleine und mittelständische Unternehmen zur Chance wird, wenn sie die Herausforderung geschickt annehmen. Rechtlich und politisch hätten für KMU häufig andere Vorgaben Gültigkeit als für Konzerne. So gebe es teils branchenbezogene Nachhaltigkeitsmanagementinitiativen, die sich gezielt an KMU richten und bewusst auf ihre Probleme, Sorgen und Potenziale eingehen. Zudem würden junge Menschen immer umweltbewusster. Nachhaltig agierende Unternehmen seien deshalb attraktive Arbeitgeber und zögen so hoch qualifizierte, flexible Fachkräfte an. Auch digitale Lösungen stünden nicht im Gegensatz zu Nachhaltigkeit, sondern sie könnten einander befruchten. Teucher betonte: „Die Erfolgsgeschichte der Menschheit beruht auf Zusammenarbeit: Kooperationen machen uns zukunftsfähig.“ Die Arbeit für mehr Nachhaltigkeit könne also genutzt werden, um gleichzeitig die jetzt akut erscheinenden Probleme an der Wurzel zu packen – ganzheitlich lösungsorientiert, für die Firmen und eine lebenswerte Zukunft, regte die Expertin an. Vorbilder aus der Region Drei Unternehmer aus der Region sprachen anschließend darüber, wie sie das Thema Nachhaltigkeit in Angriff nehmen: Georg Picard, Geschäftsführer der Picard Lederwaren GmbH & Co. KG in Obertshausen mit Produktionsstätte in Bangladesch, schilderte, wie er positive Veränderungen in seinen globalen Lieferketten erreicht. Daniel Imhäuser von der Blasius Schuster GmbH & Co. KG in Offenbach stellte das Netzwerk Circle Hub vor. Es bringt Unternehmen der Bau- und Kreislaufwirtschaft aus der Metropolregion zusammen, damit sie kooperieren, um die Transportwege von Bauabfällen zu verkürzen und die Recyclingquote zu erhöhen. Dr. Jürgen Willmann, Geschäftsführer der Kudernak GmbH Kunststoff- und Dichtungstechnik in Rödermark, die Dichtungssysteme unter anderem für die Chemie- und Pharmaindustrie sowie den Maschinenbau herstellt, erklärte, wie Nachhaltigkeit die Prozesse in seinem Unternehmen beeinflusst und welchen Beitrag die Produkte zur ökologischen Transformation leisten. Ihr Unternehmen im IHK-Magazin Die Offenbacher Wirtschaft berichtet in jeder Ausgabe über Aktuelles aus den Unternehmen in der Region: Wir stellen Betriebe vor, die sich neu am Wirtschaftsstandort angesiedelt haben, berichten von wichtigen personellen Veränderungen, großen Jubiläen und zün- denden Geschäftsideen. Schicken Sie uns Ihre Pressemitteilung oder rufen Sie einfach an, damit die Leser des IHK-Magazins erfahren, was sich in Ihrem Unternehmen tut! Kontakt Birgit Arens 069 8207-248 redaktion@offenbach.ihk.de Fo to : I H K 7Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 NACHRICHTEN Rund 300 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft kamen zum Jahresempfang 2024 in die IHK Offenbach am Main. Für IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner demonstrieren die Unternehmensbeispiele, dass sich die Wirtschaft auf den Weg gemacht hat, dass nachhaltiges Wirtschaften möglich ist und sich lohnt. Auch er mahnte an, die Politik müsse „ihre Hausaufgaben machen“ und für verlässliche Rahmenbedingungen sorgen. „Verlässliche Rahmenbedingungen geben Planungssicherheit für Investitionsentscheidungen. Verlässliche Rahmenbedingungen können Regulierungen sein. Regulierungen sind per se nicht schlecht, denn sie sind auch Innovationstreiber. Aber sie müssen auf marktwirtschaftliche Instrumente und ein bürokratiearmes Marktdesign setzen. Das beinhaltet ein innovationsfreundliches und lösungsoffenes Umfeld für die Unternehmen. Diese Rahmenbedingungen müssen auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit berücksichtigen. Kurzum, wir brauchen seitens der Politik einen wirtschaftspolitischen Rahmen, der einen realistischen, pragmatischen und finanzierbaren Umsetzungspfad erlaubt.“ a www.ihkof.de/ihk-jahresempfang Georg Picard (l.), Picard Lederwaren GmbH & Co. KG in Obertshausen, sprach über positive Entwicklungen in den globalen Lieferketten, die sein Unternehmen nutzt.. Wir brauchen seitens der Politik einen wirtschaftspolitischen Rahmen, der einen realistischen, pragmatischen und finanzierbaren Umsetzungspfad erlaubt. 8 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 NACHRICHTEN Schon bei der Registrierung im Foyer der IHK Offenbach am Main ergaben sich erste Begeg- nungen und Gespräche. IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller begrüßte zahlreiche Gäste im IHK-Foyer. Im Anschluss an den offiziellen Teil bot der IHK-Jahresempfang reichlich Gelegenheit, um Kontakte zu pflegen und zu knüpfen. IHR LOGISTIK- UND TRANSPORTDIENSTLEISTER WELTWEIT www.agotrans.de agotrans Logistik GmbH Behringstraße 1 6 3110 Rodgau Tel. : +49 (0) 6106 - 28 38 - 0 · info@agotrans.de 9Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 NACHRICHTEN Streiter für die duale Ausbildung, die IT-Branche, die Region Offenbach IHK-Verdienstmedaille für Hans-Joachim Giegerich Während des Jahresempfangs der IHK Offenbach am Main am 9. September 2024 verlieh IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller die IHK-Verdienstmedaille in Silber an den langjährigen IHK-Vizepräsidenten Hans-Joachim Giegerich und ehrte ihn für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement. In ihrer Laudatio würdigte die IHK-Präsidentin, dass Hans-Joachim Giegerich als IT-Unterneh- mer 24 Jahre lang der IHK-Vollversammlung angehörte und fast 20 Jahre lang IHK-Vizeprä- sident war. Von Beginn seiner unternehmeri- schen Tätigkeit an bis in die Gegenwart habe er IT-Geschichte begleitet und mitgestaltet. Systematisch und flexibel, fokussiert und agil habe er unternehmerische Verantwortung getragen, sozusagen „IT mit Herz und Ver- stand“ umgesetzt. Den Einsatz des Geehrten für die duale Aus- bildung hob Schoder-Steinmüller besonders hervor: „Eine Herzensangelegenheit war und ist für Hans-Joachim Giegerich die Qualifika- tion junger Menschen und ihre Begeisterung für die duale Ausbildung.“ Als engagierter Aus- bilder sei es ihm gelungen, viele Jugendliche erfolgreich auf ihren beruflichen Weg zu brin- gen. Für alle Facetten der Ausbildung habe er sich starkgemacht – für die Berufsorientierung in der Schule, den Übergang von der Schule ins Unternehmen und für mehr Akzeptanz der beruflichen Bildung als Karriereoption. Giege- rich war Vorsitzender des IHK-Berufsbildungs- ausschusses und Mitglied im IHK-Expertenrat Bildungspolitik und Fachkräfte. Als Initiator und Moderator hätten ihn alle an Ausbildungs- themen Beteiligten geschätzt – seien es Unter- nehmen, Schulen oder Gewerkschaften. Im IHK-Schlichtungsausschuss zur Beilegung von Streitigkeiten vermittelte er zwischen Auszubil- denden und Ausbildenden. Auch auf sein Engagement gegenüber Politik und Verwaltung wies die IHK-Präsidentin hin. Sie charakterisierte ihn als Streiter für beste Rahmenbedingungen, ob es um das Berufs- bildungsgesetz, die Ausstattung der Berufs- schulen, die praxisnahe und zukunftsorien- tierte Entwicklung der Ausbildungsberufe oder andere Themen ging. Bei der Deutschen Industrie- und Handels- kammer (DIHK) wirkte Giegerich als stellver- tretender Vorsitzender des Ausschusses für Informations- und Kommunikationstechnolo- gie, als Leiter der Projektgruppe Datensicher- heit wie auch als Vertreter der DIHK im Beirat der Allianz für Cybersicherheit. Zurückkommend auf seine Verdienste vor Ort in Offenbach versicherte sie: „Für die IHK Offenbach am Main in eigener Sache stand er bei nahezu allen strategischen IT-Projekten als Sparringspartner zur Seite und hat die Entwick- lung einer zukunftsfesten IT-Strategie voran- getrieben. Auch hier war sein Blick übergrei- fend und immer auf den Nutzer und Kunden gerichtet: von Datenschutz bis Datensicherheit ebenso wie bei Kosten und Effizienz.“ Ehrenamtliches Engagement wie das des Aus- gezeichneten sei unerlässlich für nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum in der Region. „Für diese Aufgabe braucht es unser aller Engagement, auch das der Unternehme- rinnen und Unternehmer in Stadt und Kreis Offenbach. Wir übernehmen Verantwortung in unseren Unternehmen, für Menschen, für unsere Region, für die Gesellschaft. Wir begeistern Menschen, treiben Ideen und Innovationen voran und gestalten Wandel. Wir engagieren uns ehrenamtlich in unserer IHK. Das verdient Anerkennung. Was würden wir ohne Sie machen? Danke, all denjenigen unter Ihnen, die sich ehrenamtlich in der IHK engagieren“, richtete sich die IHK-Präsidentin ans Publikum. IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller und IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner bedankten sich bei ihrem langjährigen Weggefährten Hans-Joachim Giegerich (M.). Fo to : F ot og ra fie L in k, O ffe nb ac h 10 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 NACHRICHTEN Best in action. Der neue Vito Mixto, Vito Tourer und Vito Kastenwagen. Entdecken Sie den besten Vito aller Zeiten – jetzt bei Ihrer Mercedes-Benz Niederlassung Frankfurt. Mit serienmäßigem MBUX Multimediasystem und Platz für Ladung, Passagiere oder beides. Mehr unter mb4.me/vito_frankfurt Jetzt Probe fahren Anbieter: Mercedes-Benz AG, Mercedesstraße 120, 70372 Stuttgart Niederlassung Frankfurt • Center NordWest, Heerstraße 66, 60488 Frankfurt am Main Telefon: 069 8501-2088 • E-Mail: verkauf-transporter@mercedes-benz.com • www.mercedes-benz-frankfurt.de ihkof.de/weiterbildung BESSER.WEITER.BILDUNG. IHK Offenbach am Main MMenschen und Wirtschaft ❙ Engagierte Unternehmerin OFFENBACH. Franziska Hoefer (M.), Inhaberin der Apotheke zum Löwen in Offenbach, Mitglied der Vollversammlung der IHK Offenbach am Main und Vorsitzende des Vereins Offenbach offensiv e. V., wurde für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement von IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller und IHK- Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner mit der IHK-Verdienstmedaille in Bronze ausgezeichnet. a www.apo-zum-loewen.de ❙ Wechsel in der Kommunikation OFFENBACH. Christopher Rux (39) hat die Leitung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Hyundai Motor Deutschland GmbH in Offenbach übernommen. Er folgt auf Bernhard Voß, der das Unternehmen verlassen hat, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. In den Verantwortungsbereich von Christopher Rux fallen die interne und externe Kommunikation der Hyundai Motor Deutschland GmbH, das umfasst die Produktkommunikation unter der Leitung von Saskia Krüger sowie die von Nicole Welscher verantwortete Unternehmenskommunikation. Rux berichtet an Christina Herzog, Direktorin Marketing & PR. Rux, der von Stellantis zu Hyundai kommt, verfügt über einen Master in General Management der School of International Business & Entrepreneurship (SIBE) und arbeitet seit 15 Jahren in der Automobilbranche. a www.hyundai.com/de Fo to : I H K Fo to : H yu nd ai M ot or D eu ts ch la nd 12 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 NACHRICHTEN ❙ Neuer Präsident FRANKFURT. Das Präsidium von Frankfurt Main Finance e. V. hat Oliver Behrens zum Präsidenten der Finanzplatzinitiative gewählt. Behrens folgt auf Gerhard Wiesheu, der das Amt seit 2020 innehatte. Franz von Metzler zieht als neues Mitglied in den Vorstand ein. Als Vorstandsmitglieder bestätigt wurden Dr. Bastian Bergerhoff (Kämmerer der Stadt Frankfurt), Dr. Thomas Book (Deutsche Börse AG), Thomas Groß (Helaba), Nick Jue (ING-DiBa), Bernd Leukert (Deutsche Bank), Kaweh Mansoori (Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum und stellvertretender Ministerpräsident des Landes Hessen), Dr. Cornelius Riese (DZ Bank), Dr. Felix Schwenke (Oberbürgermeister der Stadt Offenbach), Adnan Sheikh (Bürgermeister der Stadt Eschborn), Dr. Ingo Wiedemeier (Frankfurter Sparkasse) und Eva Wunsch-Weber (Frankfurter Volksbank). Qua Amt als Vorsitzender der Gesellschaft für Risikomanagement und Regulierung e. V. ist Gerold Grasshoff (Boston Consulting Group) Mitglied des Vorstands von Frankfurt Main Finance. Oliver Behrens wurde 2024 in den Aufsichtsrat der DWS Group berufen und zu dessen Vorsitzenden gewählt. Bis dahin war er Vorstandsvorsitzender aller Gesellschaften, die für Morgan Stanley in Deutschland operativ tätig sind, und in weiteren leitenden Funktionen für das Bankhaus tätig. Zuvor war Behrens neun Jahre bei der DekaBank. 2007 trat er in den Vorstand der DekaBank ein, wo er unter anderem die Positionen des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden sowie des Vorstandsvorsitzenden innehatte. Begonnen hat er seine Laufbahn mit einer Banklehre bei der Deutschen Bank AG. a www.frankfurt-main-finance.com Kurz notiert ❙ Von Kempinski zu Hilton NEU-ISENBURG. Seit dem 1. Oktober 2024 gehört das Fünf-Sterne-Haus in Gravenbruch, das fast 50 Jahre lang ein Kempinski-Hotel war, zu Hilton. Der Eigentümer des Gebäudes, die Allsco Gravenbruch Hotelbetriebsgesellschaft unter der Leitung von Moris Mashali, will es mit Hilton zusammen weiterentwickeln. Neuer Hoteldirektor ist Alexej Jaritschin. Den 140 Mitarbeitern wurde angeboten, ihre Arbeitsplätze zu behalten. Zunächst sei eine Renovierung der Zimmer und öffentlichen Räume geplant. Der Betrieb soll während der Arbeiten fortgeführt werden. a www.hilton.com ❙ PIZZycle überzeugt OFFENBACH. Marlene Bruch und Filip Raketic sind mit der von ihnen entwickelten Pizzabox PIZZycle als „Kultur- und Kreativpilot*innen 24“ nominiert. Die wiederverwendbare, recycelbare Box ist eine umweltfreundliche Alternative zu Einwegverpackungen. Sie ist stapelbar, platzsparend und hygienisch. Laut den beiden Unternehmern wird sie schon in über 30 Ländern genutzt und kommt bei Pizzaketten wie Domino’s Deutschland zum Einsatz. Die Auszeichnung wird seit 14 Jahren im Namen der Bundesregierung jährlich an 32 Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft und ihre Schnittstellen zu anderen Branchen vergeben. a www.kultur-kreativpiloten.de ❙ Erfolgsgeschichte OFFENBACH. Die Sinope GmbH, IT-Dienstleister aus Offenbach am Main, feiert ihr 25-jähriges Firmenjubiläum. Seit der Gründung hat sie sich vom Start-up zu einem Akteur und Partner vieler Unternehmen in der Rhein-Main-Region etabliert. In den Anfangsjahren waren die Haupttätigkeiten Netzwerkverkabelung, Modem-Einrichtung und die Beschaffung von Druckern und PCs. Heute hostet Sinope komplette IT-Infrastrukturen und Onlineshops von Kunden. „Der Schutz und die Verfügbarkeit aller Daten und Systeme unserer Kunden steht bei uns an erster Stelle. Wir investieren in modernste Technologien und Weiterbildung, um immer auf dem aktuellen Stand der Technologien zu sein“, erklärt Marcus Gierahn, Geschäftsführer für IT-Service und Support bei Sinope. a www.sinope.de VIDEO – Safety – Guard – Tower Baustellenüberwachung Sichern Sie Ihr Eigentum Unkomplizierte Sofortmontage einer mobilen Einbruchmeldeanlage jederzeit möglich. Dem Ernstfall einen Schritt voraus • Schnelle und professionelle Sicherung Ihres Objektes innerhalb von 48 Stunden • Kostengünstig mieten Wir beraten Sie gerne individuell in allen Fragen rund um Ihre Sicherheit. Besuchen Sie unser Sicherheitscenter. Heinrich-Krumm-Straße 9 63073 Offenbach www.bws-offenbach.de Telefon: 069/888 145 Fo to : F ra nk fu rt M ai n Fi na nc e e. V. 13Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 NACHRICHTEN Zukunftsorientiert, fokussiert und agil für die Region Offenbach IHK-Vollversammlung beschließt IHK-Strategie 2024 bis 2029 Mit Blick auf die Wahlperiode 2024 bis 2029 hat die IHK Offenbach am Main ihre Strategie umfassend überarbeitet. In der Sitzung der IHK-Vollversammlung am 24. September 2024 wurde sie verabschiedet. Der inhaltliche Fokus ist auf fünf strategische Felder ausgerichtet: ❙ Attraktivität des Standorts erhöhen. ❙ Digitalisierung meistern. ❙ Ökonomisch, ökologisch und sozial wirtschaften. ❙ Mit globalen Risiken umgehen. ❙ IHK Offenbach am Main zukunftsfähig stärken. Zum einen gibt die Strategie eine langfristige Orientierung und bildet damit in den nächsten Jahren den Rahmen für das Handeln der IHK Offenbach am Main. Der strategische Kompass wurde klar am Interesse der Kunden ausgerichtet. So wurde das IHK- Ehrenamt von Anfang an eng in die Entwicklung der Strategie eingebunden. Zum anderen soll die Strategie kurzfristige Anpassungen ermöglichen. Die Welt dreht sich zunehmend schneller und die IHK- Mitgliedsunternehmen sehen sich mit immer wieder anderen externen Einflüssen und Herausforderungen konfrontiert. Darauf muss die IHK Offenbach am Main schnell reagieren können. Die Mitglieder der in diesem Jahr neu gewählten IHK-Vollversammlung zeigten sich sehr zufrieden mit der neuen IHK-Strategie und beschlossen sie einstimmig. Nun geht es daran, ihre Grundsätze in den kommenden Jahren umzusetzen. a www.ihkof.de/strategie Die Entscheidung über die IHK-Strategie für die kommenden fünf Jahre war einer der Tagesordnungspunkte der Sitzung der IHK-Vollversammlung im September. Fo to : I H K 14 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 NACHRICHTEN Geschäftslage der Unternehmen in der Region schwach, kein Aufschwung in Sicht Die Wirtschaft braucht einen wahren Befreiungsschlag Laut der IHK-Herbst-Konjunkturumfrage bleibt die konjunkturelle Lage in der Region Offenbach angespannt: Die Mehrzahl der Unternehmen beklagt eine schwache Geschäftslage und erwartet keine baldige Besserung. Der IHK-Konjunkturklimaindex ist gesunken und liegt jetzt bei 82,3 Punkten. Investitions-, Beschäftigungs- und Exportpläne werden weiter eingeschränkt. Die Unternehmen in der Region Offenbach befinden sich im Herbst 2024 weiter in einer wirtschaftlich herausfordernden Phase. In der Folge gehen 28 Prozent der Befragten davon aus, dass sie Personal abbauen müssen. Nur 13 Prozent planen zusätzliche Mitarbeitende einzustellen. 47 Prozent rechnen mit einem schlechteren Exportgeschäft. Nur neun Prozent gehen von einer Steigerung der Exporte aus. Die Stimmung der regionalen Wirtschaft entspricht der deutschlandweiten Situation. Aktuelle Prognosen gehen vom zweiten Rezessionsjahr in Folge aus. Mit Blick auf den Deutschen Aktienindex (DAX) mag das zunächst verwundern. Schließlich eilt er von einem Höchststand zum nächsten. Allerdings erzielen die darin enthaltenen börsennotierten deutschen Unternehmen den überwiegenden Teil ihrer Umsätze im Ausland. Der Index spiegelt somit schon lange nicht mehr die Entwicklung der deutschen Wirtschaft wider, die stark durch mittelständische Unternehmen geprägt ist, die einen großen Teil ihrer Umsätze in Deutschland erwirtschaften. Es ist allerhöchste Zeit für wirkungsvolles politisches Handeln, damit sich das Wachstumspotenzial der Wirtschaft voll entfalten kann. Denn nur mit Wachstum und Wohlstand sind zentrale politische und gesellschaftliche Ziele, wie Klimaneutralität, eine gute Infrastruktur oder ein hoher Standard an Sozialleistungen, möglich. Vorrangig muss es darum gehen, die Infrastruktur schleunigst zu modernisieren, Bürokratie in allen wirtschafsrelevanten Bereichen abzubauen sowie Steuern- und Abgabenlasten zu senken, so dass ein international wettbewerbsfähiges Niveau erreicht wird. Außerdem muss ein planbares, attraktives Umfeld für Zukunftsinvestitionen geschaffen werden. Nicht zuletzt sind niedrigere und stabile Energiepreise, eine verlässliche Energieversorgung, geeignete Arbeitsanreize und mehr Investitionen in den Bildungsstandort Deutschland grundlegend, damit die Wirtschaft wieder in Schwung kommt. „Die von der Bundesregierung beschlossene Wachstumsinitiative enthält viele richtige Maßnahmen. Angesichts der schlechten wirtschaftlichen Gesamtsituation und der riesigen Herausforderungen, braucht es allerdings mehr: Die Wirtschaft braucht jetzt einen wahren Befreiungsschlag“, fordert Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main. Alle Ergebnisse im Internet unter a www.ihkof.de/konjunktur Kontakt Judith Müller 069 8207-250 mueller@offenbach.ihk.de 15Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 NACHRICHTEN Dritte Zertifizierung als „Ausgezeichneter Wohnort für Fachkräfte“ Langen investiert weiter in eine hohe Lebensqualität Während des 20-jährigen Jubiläums des Langener Business-Frühstücks wurde die Stadt Langen am 9. Oktober 2024 erneut mit dem Zertifikat „Ausgezeichneter Wohnort für Fachkräfte“ geehrt. Stephan M. Schader, Vizepräsident der IHK Offenbach am Main, überreichte die Urkunde an Bürgermeister Prof. Dr. Jan Werner. Das Zertifikat „Ausgezeichneter Wohnort für Fachkräfte“ würdigt Kommunen, die sich durch gute Infrastruktur, umfassende Serviceangebote und eine hohe Lebensqualität auszeichnen. Dabei wird die Attraktivität für Fachkräfte und ihre Familien in den Mittelpunkt gestellt. Langen hat in den letzten Jahren signifikante Fortschritte gemacht und erfüllt erneut die hohen Anforderungen des Qualitätszeichens. „Langen wurde 2014 als erste Kommune in der Region zertifiziert und hat das Qualitätszeichen nun zum dritten Mal erhalten“, freut sich Bürgermeister Werner. Seitdem hat die Stadt zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um sowohl für ihre Bürgerinnen und Bürger als auch für an der Region interessierte Fachkräfte aus dem In- und Ausland ein attraktiver Wohnort zu bleiben. Unter anderem können Termine beim Bürgerbüro inzwischen digital vereinbart werden und die städtische Website bietet Übersetzungen in verschiedene Sprachen. Ausländische Arbeitgeber sowie deren Beschäftigte werden durch Willkommenspaten unterstützt. Neugeborene erhalten ein Willkommensgeschenk. Bessere Infrastruktur, mehr Angebote Ein Schwerpunkt der Stadtentwicklung lag im Ausbau der Kinderbetreuungsangebote. Neue Einrichtungen wurden errichtet IHK-Vizepräsident Stephan M. Schader (l.) überreichte die Urkunde zum Zertifikat „Ausgezeichneter Wohnort für Fachkräfte“ im Beisein von Joachim Kolbe (M.), Städtischer Fachbereichs- leiter Stadtentwicklung, Wirtschaft, Kultur und Sport, an Langens Bürgermeister Prof. Dr. Jan Werner (r.). Fo to : S ch ai bl e/ St ad t L an ge n 16 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 NACHRICHTEN und bestehende erweitert, so dass die Betreuungsquote in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Zudem entstanden neue Anlaufstellen im Rahmen der Quartiersarbeit, die den Bürgerinnen und Bürgern als zentrale Informations- und Unterstützungspunkte dienen. Das vielfältige Wohnangebot, umfangreiche Beratungs- und Unterstützungsleistungen, wie die Formularhilfe der Migrationsberatung, sowie ein breites Spektrum an interkulturellen und sportlichen Aktivitäten tragen ebenfalls zur hohen Lebensqualität bei. Ambitionierte Ziele bis 2029 Um auch zukünftig als attraktiver Wohn- und Arbeitsort zu bestehen, hat sich Langen ehrgeizige Ziele für die kommenden fünf Jahre gesetzt: Die Innenstadt soll weiterentwickelt, die U-3- und Grundschulbetreuung ausgebaut und bilinguale Bildungsangebote sollen geschaffen werden. Bis 2030 sollen zudem 1.500 neue Wohneinheiten entstehen und viele städtische Dienstleistungen digitalisiert werden. Zertifizierungsprozess und Kriterien Das Qualitätszeichen „Ausgezeichneter Wohnort für Fachkräfte“ wird anhand eines umfangreichen Kriterienkatalogs vergeben, der unter anderem die Handlungsfelder „Zuzug leicht gemacht“, „Beruf und Familie“ sowie „Lebensqualität“ bewertet. Langen entsprach den Voraussetzungen mehr als erforderlich. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess und die genannten Entwicklungsziele waren ebenfalls entscheidend für die Rezertifizierung. „All diese Maßnahmen sind mit großen Anstrengungen verbunden. Aber sie zeigen, dass die Stadt Langen sich den Anforderungen der Zukunft stellt und sich für ihre Bürger und Neubürger engagiert“, fasste IHK- Vizepräsident Schader zusammen. Weitere Informationen zum Qualitätszeichen und eine Übersicht der bisher ausgezeichneten Kommunen unter: a www.ausgezeichneter-wohnort.de Der Wirtschaftsstandort Dreieich – Basis für Ihren Erfolg Magistrat der Stadt Dreieich · Wirtschaftsförderung · Hauptstr. 45 · 63303 Dreieich · Tel: +49 (0) 6103 - 601-681 · E-Mail: wirtschaft@dreieich.de · www.dreieich.de Dreieich liegt zentral in der Region Frankfurt Rhein-Main: in nur 15 Minuten erreichen Sie den Flughafen und die Frankfurter Innenstadt. Mehrere Autobahnanschlüsse, Busse und Bahnen bieten ideale Verkehrsanbindungen. Die erstklassigen Bildungs- und Betreuungsangebote umfassen sämtliche Schultypen sowie das Haus des Lebenslangen Lernens mit angeschlossener Internationaler Schule. Die Immobilienpreise und Steuerhebesätze sind günstiger als in den Großstädten. Attraktive Gewerbegebiete bieten ein breites Spektrum an Flächen und Immobilien. Kontaktieren Sie uns. Wir liefern Ihnen gute Argumente und weitere Informationen. Glänzende Aussichten. w o o g @ w o o g -d es ig n .d e Kontakt Judith Müller 069 8207-250 mueller@offenbach.ihk.de 17Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 NACHRICHTEN Arbeitsjubiläen 50 Jahre Raffaele Radesca Alfred Clouth Lackfabrik GmbH & Co. KG 45 Jahre Heinz Krostewitz Hohmann & Sohn GmbH 25 Jahre Holger Heßler Dabico Airport Solutions Germany GmbH Marcel Lägel Dabico Airport Solutions Germany GmbH Gerlinde Reiner Alfred Clouth Lackfabrik GmbH & Co. KG 15 Jahre Julien Hofmeister Wombacher Haus- technische GmbH 10 Jahre Sascha Diehl DENTAL-UNION GmbH Schöne Anerkennung für Jubilare Ihre langjährigen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter verdienen zu ihren Arbeitsjubiläen besondere Auszeichnungen. Des- halb stellt Ihnen die IHK Offenbach am Main personalisierte Urkunden zur Verfügung, auf Wunsch kombiniert mit einer Veröffentlichung hier im IHK-Magazin „Offenbacher Wirt- schaft“. Wenn Sie auf diese Weise zeigen möchten, wie sehr Sie die Zusammenarbeit mit den Jubilaren schätzen, teilen Sie uns bitte folgende Informationen mit: ❙ Name des Jubilars ❙ Jubiläumsdatum ❙ genaue Firmierung des Unternehmens (entsprechend Ein- tragung in Handelsregister bzw. Gewerbeanmeldung). Die Kosten für eine gerahmte Urkunde betragen 40,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. a www.ihkof.de/jubilare Kontakt IHK-Kundenservice 069 8207-0 | Fax -149 service@offenbach.ihk.de Fo to : P ep si co 50 Jahre PepsiCo Deutschland GmbH Die Pepsico-Niederlassung in Nieder-Roden startete 1974 mit 23 Beschäftigten. Aktuell arbeiten dort 175 Menschen und das Unternehmen bildet aus. In Rodgau produziert und füllt das Unternehmen zentral alle Getränke für die DACH-Region ab, und zwar insgesamt 270 Millionen Liter jährlich. In den kommenden Jahren plant PepsiCo Deutschland, in den Standort zu investieren. IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner (l.) gratulierte Plant- Manager René Plößer (r.). a www.pepsi.de 18 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 NACHRICHTEN Im Wettbewerb Geschäftsgründungen durchgespielt Unternehmergeist kennenlernen Die IHK Offenbach am Main bringt Unternehmergeist in die Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS) in Obertshausen und in die Theodor-Heuss-Schule (THS) in Offenbach. Das Ziel ist es, jungen Menschen die Option der beruflichen Selbstständigkeit realitätsnah vorzustellen. Beim Auftakt in der GKS, wo die Wirtschaftspaten e. V. das Projekt begleiteten, berichteten eine Jungunternehmerin und zwei Jungunternehmer den Schülerinnen und Schülern der 13ten Klasse von ihren Unternehmensgründungen: Luka Androic erzählte von der Überzeugungsarbeit, die er leistete, um ein bestehendes Ingenieurbüro in Offenbach zu übernehmen. Alisha Wiegand aus Dietzenbach sprach darüber, dass sie durch ihre eigene Erfahrung auf die Idee kam, sich als Coachin für Stressmanagement und Burnout-Prävention selbstständig zu machen. Robert Baake beschrieb, wie er sich mit seinem Bruder zusammentat, um das familieneigene „Mein Schlosshotel“ in Heusenstamm zu führen, für dessen Restaurant ein neues Konzept entwickelte und einen weiteren Gastronomiebetrieb übernahm. Inspiriert von den Gründungsgeschichten nahmen die Schülerinnen und Schüler die Businesspläne für ihre eigenen Geschäftsideen in Angriff, um durchzuspielen, wie eine Unternehmensgründung funktioniert. Erfahrene Wirtschaftspaten standen ihnen dabei zur Seite. Am 7. Oktober 2024 wurden in der GKS die Gewinner des Wettbewerbs gekürt. Sieger wurde die Geschäftsidee „Späti auf Reisen“, ein Liefertruck, der über eine App spätabends zu Parks und Veranstaltungen bestellt werden kann, wenn viele Geschäfte bereits geschlossen sind. Platz zwei belegte „Seniorhelp per iPad“, eine smarte Lösung für Terminplanung, Fahrgemeinschaften sowie Lebens- und Arzneimittelversorgung speziell für Senioren. Dritte wurde „Nature Buddy“, eine Plattform, die vertrauenswürdige Betreuung für Pflanzen und Haustiere für Zeiten vermittelt, in denen deren Besitzer abwesend sind. In der Theodor-Heuss-Schule startete am 7. Oktober 2024 ein Marketingwettbewerb, bei dem die Schüler in Dreier-Teams für reale Unternehmen Marketingkonzepte entwickeln, von denen die besten am 27. Januar 2025 einer Jury vorgestellt werden. Auch hier werden drei Sieger gekürt. Robert Baake aus Heusenstamm berichtete von seinem beruflichen Werdegang und sprach darüber, wie er mit seinem Bruder den familieneigenen Betrieb übernommen und weiterentwickelt hat. Fachlehrkräfte, die Wirtschaftspaten e. V., die IHK Offenbach am Main und junge Selbststän- dige zogen beim Start-up-Projekt in der GKS an einem Strang: Sie zeigten den Schülerin- nen und Schülern, wie ein Unternehmen gegründet wird. Fo to s: A re ns /IH K Kontakt Bernd Eckmann 069 8207-141 eckmann@offenbach.ihk.de 19Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 NACHRICHTEN „heimat shoppen“ meets Zukunft Innenstadt Attraktive Innenstädte für alle Die Innenstädte stehen vor großen Herausforderungen – auch in Hessen. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, der Onlinehandel und veränderte Konsumgewohnheiten haben viele lokale Geschäfte in Bedrängnis gebracht. Dem wirkt die Initiative „heimat shoppen in Hessen“ entgegen und betont die Bedeutung des lokalen Handels. Auch Offenbach spürt den Wandel. Die Kommune ist frühzeitig in den Transformations- prozess eingestiegen und hat ein eigenes Zukunftskonzept in Kooperation mit dem an die IHK Offenbach am Main angegliederten Verein Offenbach offensiv aus der Taufe gehoben. Profitiert hat Offenbach dabei auch vom Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum. Im Rundgang mit Kirsten Schoder- Steinmüller, Präsidentin der IHK Offenbach am Main und des Hessischen Industrie- und Handelskammertags (HIHK), und Offenbachs Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke machte sich „heimat shoppen“-Schirmherr Kaweh Mansoori vor Ort ein Bild davon, wie Hessens Innenstädte von Förderprogrammen wie diesem profitieren. Zentrale Anlaufstelle wird die „Station Mitte“ werden, die im Offenbacher Zukunftskonzept prioritär vorangetrieben wurde und in der ehemaligen Galeria-Kaufhof-Filiale ihre Heimat finden wird. Mit der Hauptnutzung durch eine neue Stadtbibliothek wird die Station Mitte zu einem offenen Ort des Wissens und der Gemeinschaft, an dem Menschen zusammenkommen und gerne ihre Zeit verbringen. Als zentrale Anlaufstelle und Frequenzbringer entsteht ein sogenannter Dritter Ort, der Menschen neben dem Zuhause, der Schule oder dem Arbeitsplatz Raum gibt, um das zu tun, was sie gerne tun. Räume für Veranstaltungen, Ausstellungen, Vereine und Initiativen sind wichtiger Bestandteil HIHK- und IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller (3. v. r.) und der hessische Wirtschaftsminister Kaweeh Mansoori (2. v. r.). informierten sich auf ihrem „heimat shoppen“-Rund- gang in Offenbach im Rathaus-Pavillon über die aktuelle Zwischennutzung und den geplanten Umbau des Gebäudes. Fo to : S el in a Sp ie ss /U rb an M ed ia P ro je ct 20 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 NACHRICHTEN 5.-7.11. Webinare & 15.11. Live-Event Ideen. Impulse. Inspiration. start & connect IHK-Gründungstage 2024 ihkof.de/gruendung der Planung. Zudem wird es ein Café und im Untergeschoss eine Etage zum Einkaufen geben. „Innenstädte sind das Herz jeder Kommune. Sie sind nicht nur Orte des Handels, sondern auch Zentren des sozialen Lebens, der Kultur und der Identität. Attraktive und lebendige Innenstädte fördern den Austausch zwischen Menschen, stärken das Gemeinschaftsgefühl und tragen zur Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger bei. Deshalb ist es so wichtig, diesen wertvollen Raum zu revitalisieren und zukunftsfähig zu gestalten. Dafür braucht es innovative Konzepte, die den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht werden und gleichzeitig den lokalen Einzelhandel stärken. Durch gezielte Investitionen in Infrastruktur, Kultur und Freizeitangebote schaffen wir ein Umfeld, das sowohl Einwohner als auch Besucher anzieht“, sagte HIHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller. Der hessische Wirtschaftsminister und Schirmherr der Aktion heimat shoppen in Hessen, Kaweh Mansoori, zeigte sich beeindruckt vom Mut zur Veränderung, den Offenbach an den Tag gelegt hat: „Innenstädte zu beleben hat nicht nur einen wirtschaftlichen Grund, sondern auch einen wichtigen sozialen Grund. Hier in Offenbach zeigt sich, wie wichtig es ist, die Innenstadt vielseitig zu strukturieren. Mit einer guten Mischung an verschiedenen Angeboten gelingt es, Innenstädte auch in Zeiten verstärkten Onlinehandels lebendig und attraktiv zu halten. Die Initiative heimat shoppen ist ein hervorragender Anlass, den Menschen die Freude am Einkaufen in ihrer eigenen Stadt wieder ins Bewusstsein zu rücken.“ Offenbachs Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke ergänzte: „Mein Ziel ist, dass natürlich so viel Handel wie möglich bleibt. Aber klar sind auch zwei Dinge: Erstens wird es nicht mehr so werden wie früher und zweitens sind wir auch auf die Besitzer der Gebäude und deren Mitarbeit angewiesen. Um nicht blind draufloszuarbeiten, haben wir zusammen mit der IHK das Zukunftskonzept Innenstadt mit 16 Zukunftsprojekten entwickelt. Es setzt klare Ziele, und zu den Projekten des Konzepts gehören zum Beispiel Zwischennutzungen, etwa mit der HfG (Hochschule für Gestaltung), Veranstaltungen wie die Straßenoper oder eben heimat shoppen und das Projekt Testraumallee. Hier bezuschussen wir bei neuen Ladenkonzepten die Erstausstattung und am Anfang die Miete – um beim Start zu helfen, wenn man in diesen herausfordernden Zeiten so mutig ist, einen neuen Laden aufzumachen.“ Die Station Mitte wurde im Jahr 2021 mit dem 1. Kommunalpreis für besonders innovative Projekte im Rahmen des Förderprogramms Zukunft Innenstadt ausgezeichnet. Damit verknüpft waren Fördermittel von einer Million Euro. Das Land Hessen hat zudem die von der Insolvenz der Warenhaus-Kette Galeria Karstadt Kaufhof betroffenen Städte mit insgesamt drei Millionen Euro über das Städtebauförderprogramm Zukunft Innenstadt unterstützt, von denen die Stadt Offenbach 625.000 Euro erhielt. a www.heimat-shoppen.de Die Initiative heimat shoppen ist ein hervorragender Anlass, den Menschen die Freude am Einkaufen in ihrer eigenen Stadt wieder ins Bewusstsein zu rücken. Kontakt Laura Becker 069 8207-246 becker@offenbach.ihk.de 21Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 NACHRICHTEN Ein Paradies für heimische Arten im Gewerbegebiet Zwei mit grünem Herzen Auf über 14.000 Quadratmetern ist auf dem Grundstück der Held Systems GmbH in Dietzenbach ein Außengelände mit verschiedenen Lebensbereichen für Tiere und Pflanzen entstanden. Geschäftsführer Held, dem diese hohe ökologische Wertigkeit wichtig war, betraute den auf das Gebiet der Naturgärten spezialisierten und erfahrenen Freiraumplaner und Garten- und Landschaftsbaumeister Daniel Wiljotti aus Offenbach mit dem Projekt. Im Interview sprechen die beiden darüber. Geschäftsführer Held (r.) und Landschaftsbaumeister Wiljotti (l.) haben das Firmengengelände der Held Systems GmbH in Dietzenbach naturnah umgestaltet. Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 202422 TITELTHEMA Herr Held, was macht Ihr Unternehmen und was war Ihnen bei Ihrem Umzug von Heusenstamm nach Dietzenbach wichtig? Held: Wir bauen vor allem kundenspezifische Anlagen und Sondermaschinen mit Lasersystemen. In Dietzenbach fertigen wir Maschinen, die in die ganze Welt exportiert werden. Wir haben hier ein großzügiges Gelände mit moderner Fertigungshalle, Erweiterungsfläche und einem großem Außenareal. Die verkehrliche Anbindung ist super. Gleichzeitig blicken wir direkt ins Grüne, umgeben von Feld, Wiese und Wald. Bei der Gestaltung des Außengeländes und dem Bau des Gebäudes haben wir voll auf Nachhaltigkeit gesetzt. Ökonomisches Handeln und ökologische Verantwortung müssen ineinandergreifen. Nur so werden wir künftig erfolgreich wirtschaften können. Herr Wiljotti, Sie haben das Konzept erarbeitet, den Entwurfsplan erstellt und mit Ihrem Team die Arbeiten umgesetzt. Was waren die wesentlichen Schritte? Wiljotti: Nun, durch das Anliegen von Herrn Held, ein Außengelände mit hohem ökologischem Potenzial zu erstellen, das bewusst weit über die Anforderungen des B-Plans (Bebauungsplans) hinausgeht, hatte das Konzept von Anbeginn seine ganz ureigene DNA. Die nächsten Schritte waren dann jene: Wir haben eine Analyse der Bodenverhältnisse vorgenommen. Im Anschluss haben wir eine Bestandsaufnahme des Geländes und der angrenzenden Waldeinheiten und Wiesenbestände durchgeführt, um eine bestmögliche Vernetzung mit den später von uns gepflanzten Gehölzen zu erzielen. Was kennzeichnet nun das von Ihnen erarbeitete Konzept? Wiljotti: Das Hauptmerkmal ist sicherlich, dass ausschließlich heimische Bäume und Sträucher gepflanzt wurden. Lassen Sie mich an dieser Stelle bitte anmerken, dass ein Drittel unserer Insekten auf unsere heimischen Gehölze angewiesen ist. Die im B-Plan geforderte Anzahl von 145 Gehölzen haben wir um 100 Stück erweitert. Die geforderten 50 Prozent der Dachflächenbegrünung wurden sogar verdoppelt. Für die Begrünung der Fassadenteile haben wir Spalierobst gepflanzt. Anstelle einer im B-Plan nicht näher definierten Wiesenmischung haben wir eine hochwertige Regiosaatmischung ausgebracht. Ein begrüntes Rückhaltebecken fängt mehrere 10.000 Liter Wasser auf, unter anderem das Dachflächenwasser. Zusätzlich, also nicht im B-Plan gefordert, haben wir eine Streuobstwiese mit alten Apfelsorten angelegt. Ferner wurden Hügel und Senken errichtet. Hierdurch können sich noch mehr Kleinstlebewesen ansiedeln, gleichzeitig erhöht sich dadurch das Potenzial des Mikroklimas. Was waren wichtige Faktoren bei der Umsetzung, was ist künftig geplant? Wiljotti: Hier gibt es viele Faktoren, die Arbeitsabläufe haben immer zügig ineinandergegriffen, nicht nur vor Ort. Einen großen Anteil daran hatte nämlich auch Bernd Weber vom Stadtplanungsamt der Stadt Dietzenbach, der das Projekt mit seinem Fachwissen begleitet hat. Ferner müssen die verbauten Materialien von hoher Qualität und nachhaltig sein, ein Beispiel: Substrate müssen auf die jeweiligen Pflanzen abgestimmt und selbstverständlich frei von Torf sein. Für die Zukunft ist neben der Mahd der Wiesenbestände, auch eine Schafbeweidung geplant. Auch werden wir noch Habitate für Amphibien errichten. Wahrscheinlich ab Ende 2025 werde ich ehrenamtlich auf dem Gelände kleinere Exkursionen anbieten, ganz gleich ob für Schulklassen, Vertreter aus der Wirtschaft oder Privatpersonen. 23 TITELTHEMA Sie brennen für den Artenschutz, Herr Wiljotti. Was treibt Sie an? Wiljotti: Mich bewegt dazu, dass ich, wenn auch im Kleinen, etwas bewegen kann. Oder bei diesem Projekt gemeinsam mit Herrn Held. Und Antrieb gibt es sicherlich reichlich; schauen Sie, wir haben einen massiven Rückgang unserer Insekten zu beklagen, alleine über 50 Prozent unserer Wildbienen sind in ihrem Bestand gefährdet. Gleichzeitig sind jedoch über 80 Prozent unserer wichtigsten Kulturpflanzen auf Fremdbestäubung angewiesen. Nur noch 21 Prozent unserer Waldbäume weisen keine Kronenverlichtung auf. Nur noch acht Prozent unserer Fließgewässer sind in einem einwandfreien ökologischen Zustand, über 60 Prozent unserer Biotopeinheiten sind in ihrem Bestand gefährdet. Die Liste ließe sich weiter fortsetzen. Welche Vorteile bietet Ihnen Ihr naturnahes Firmengelände, Herr Held? Held: Unser Gelände kann zur Naherholung für unsere Mitarbeitenden genutzt werden, aber auch für Gespräche, Meetings und vieles mehr. Darüber hinaus bietet das Gründach Vorteile bei der Isolierung. Das Betriebsgelände ist wie eine grüne Visitenkarte nach außen. Wir erfüllen schon jetzt Nachhaltigkeitsstandards und wurden bei einem Nachhaltigkeitsranking von einem unserer Kunden auf Platz eins gewählt. Was können Sie Unternehmen raten, die ihr Betriebsgelände umgestalten möchten, Herr Wiljotti? Wiljotti: Ach, mit Empfehlungen tue ich mir schwer. Vielleicht ist es ein Einstieg, sich grundsätzlich mehr mit der Thematik Natur und Artenschutz auseinanderzusetzen und ein Verstehen zu entwickeln, dass ein gesundes Wirtschaften nur mit einer gesunden Ökologie funktioniert. Lohnenswert ist es allemal, für uns und unsere zukünftigen Generationen. Die Fragen stellte Judith Müller, Team Standortentwicklung der IHK Offenbach am Main. a www.held-systems.com a www.wiljotti.de Mehr Natur wagen! Die IHK Offenbach am Main unterstützt Unternehmen, die ihr Firmengelände naturnah umgestalten möchten. Mehr Informationen unter a www.offenbach.ihk.de/P5799 Das mehr als 14.000 Quadratmeter große Außenareal der Held GmbH wurde ökologisch nachhaltig umgestaltet. Fo to s: H el d Sy st em s G m bH Kontakt Judith Müller 069 8207-250 mueller@offenbach.ihk.de 24 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 TITELTHEMA EMAS-Audit lohnt sich Einzigartige und umweltfreundliche Events ermöglichen Nachhaltigkeit wird für die Veranstaltungsbranche immer wichtiger – so sieht es auch die spaces mgt GmbH in Offenbach, die außergewöhnliche Gebäude wie den mehr als 100 Jahre alten Industriebau Fredenhagen in der Sprendlinger Landstraße im Portfolio hat. Das Unternehmen nimmt ökologische Verantwortung wahr, ermöglicht umweltfreundliche Veranstaltungen und ist EMAS-validiert. September 2024: v. l. n. r. IHK-Nachhaltigkeitskoordinator Peter Sül- zen überreicht die EMAS-Urkunde an spaces-mgt-Geschäftsführer Lukas Kranz und spaces-mgt-Umweltmanagerin Milena Gilcher. „Events waren lange die letzte Bastion verschwenderischer Momente“, erklärt spaces- mgt-Geschäftsführer Lukas Kranz. Doch auch in der Veranstaltungsbranche sei ein Umdenken notwendig. Ziel müsse es sein, einzigartige Erlebnisse zu schaffen, die gleichzeitig ressourcenschonend und umweltverträglich sind. „Für spaces mgt steht fest, dass es beim Thema Nachhaltigkeit keine Ausnahmen mehr geben kann“, sagt er. Diese Haltung sei nicht nur gesetzlich verankert, sondern werde auch von vielen Kunden erwartet. Deshalb hat das Unternehmen begonnen, die Nachhaltigkeit in den eigenen Event-Locations schrittweise zu verbessern. Wichtig für den Nachhaltigkeitsansatz: Die spaces mgt nutzt bestehende Gebäude. „Unser Portfolio besteht überwiegend aus historischen Gebäuden und ehemaligen Industriehallen“, berichtet Kranz und ergänzt: „Eine derartige Weiternutzung von Bestandsbauten ist mit einem deutlich geringeren Energie- und Ressourcenverbrauch verbunden als ein Abriss und Neubau, wenn die ‚Graue Energie‘ des Bestandes einbezogen wird.“ „Graue Energie“ ist die Energiemenge, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung eines Produktes oder eines Gebäudes aufgewendet werden muss. » Fo to : s pa ce s m gt G m bH 25Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 TITELTHEMA EMAS ist anspruchsvoll, aber gut Schon vor der offiziellen Validierung durch EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) hatte das Unternehmen verschiedene Einzelmaßnahmen zur Energie- und Ressourceneinsparung umgesetzt. Doch Kranz betont, dass es seinem Team wichtig war, „Fakten zu schaffen“ und das Thema systematisch anzugehen. Daher fiel die Entscheidung für das Öko-Audit EMAS. spaces mgt profitierte dabei von den Erfahrungen des Schwesterunternehmens satis&fy, das sich vor zwei Jahren der EMAS-Validierung gestellt hat. Der kontinuierliche Wissensaustausch habe geholfen, die eigenen Prozesse zu optimieren und gleichzeitig die konzernweite Zusammenarbeit im Bereich Umweltschutz zu stärken. „Wir wollen unser Handeln reflektieren und unsere Potenziale ausloten“, betont Kranz. „Das EMAS-Audit ist umfangreich und geht wirklich in die Tiefe“, lautet Kranz‘ Fazit. Es umfasst nicht nur den Ressourcenverbrauch und das Abfallmanagement, sondern auch Themen wie Abwässer, Brandschutz und Logistik – und das an jedem einzelnen Standort. Doch der Aufwand lohne sich: „Das Ergebnis kann sich allerdings sehen lassen – ein Umweltmanagementsystem, das eine Messgröße für Verbesserungen darstellt und Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz schafft.“ GreenPackage für Veranstalter Für Unternehmen und Agenturen, die in den Locations von spaces mgt Veranstaltungen planen, wurde das „GreenPackage“ entwickelt. Das Angebot soll es Kunden leicht machen, umweltfreundlichere Events zu gestalten: In einem Dokument werden die wichtigsten Informationen zu den nachhaltigen Konzepten der Partner sowie mögliche umweltfreundliche Alternativen gebündelt. So können Veranstalter auf einen Blick prüfen, welche Angebote und Dienstleister ihr Event umweltfreundlicher machen. Auch eine Auswahl an Initiativen zum Umweltschutz, die in das Veranstaltungskonzept integriert werden können, ist Teil des „GreenPackage“. Kranz weist jedoch darauf hin, dass es aktuell noch nicht möglich sei, eine vollständig CO2- neutrale Veranstaltung zu planen. „Aber durch die Wahl nachhaltigerer Produkt- und Dienstleistungsalternativen ist es möglich, den ökologischen Fußabdruck zu verringern und so bereits positiv zu wirken.“ Transformation voranbringen spaces mgt will einen Wandel in der Eventbranche anstoßen. Der Geschäftsführer formuliert es so: „Wir hoffen, dass wir einen positiv wirkenden und inspirierenden Geist aus der Flasche gelassen haben, der unserer Branche hilft, ihren ‚Footprint‘ durch einen engagierten ‚Handprint‘ spürbar zu verkleinern.“ Die Zertifizierung nach EMAS ist für Kranz und sein Team ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Veranstaltungsbranche. a www.spaces-management.de IHR PARTNER IN SACHEN ETIKETTEN Für jeden Etikettenbedarf die passende Lösung. Individuell in Form, Farbe, Material und Haftung. Herderstraße 8 63073 Offenbach am Main Tel 069 89993-0 Fax 069 89993-45 info@of-etiketten.de www.of-etiketten.de OFFENBACHER ETIKETTENFABRIK Joachim Siebert Anzeige_184x46_2019_Layout 1 23.10.2018 11:25 Seite 1 26 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 TITELTHEMA Für Unternehmen aller Branchen und Größen von Bedeutung Wie anfangen mit der Nachhaltigkeit? Zweifellos ist EMAS der steinigste Weg zu mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Unternehmen. Aber es ist nicht der einzige. Im Gegenteil, die Transformation zu mehr Nachhaltigkeit ist so individuell, wie Ihr Unternehmen individuell ist. Doch am Beginn eines jeden Weges steht die Standortbestimmung. Von wo starte ich eigentlich? Es gibt zahlreiche – auch kostenlose – Hilfsmittel für eine solche Standortbestimmung, an denen man sich orientieren kann. Wer ganz am Anfang steht, sollte mit einer Energie- und CO2- Bilanz beginnen. Für die weiteren Koordinaten, die zu einer Standortbestimmung benötigt werden, empfiehlt sich ein Blick in einen oder mehrere der zahlreichen Nachhaltigkeitsstandards. Diese sind unterschiedlich umfangreich, doch enthalten sie auch gemeinsame Datenpunkte. Für kleine und mittlere Unternehmen wird derzeit auf europäischer Ebene ein vereinfachter Berichtsstandard entwickelt, der sogenannte VSME- Standard. Er befindet sich gerade in einer letzten Überarbeitung, bevor er dann als Empfehlung der Kommission veröffentlicht wird. Er enthält nur die notwendigsten Datenpunkte, quasi als kleinster gemeinsamer Nenner aller anderen Standards. Dadurch eignet er sich besonders gut für eine erste Standortbestimmung. Wenn der Standort bestimmt ist, sollte man aber nicht gleich losrennen, sondern zuerst überlegen, welches diejenigen Datenpunkte sind, die die größten Auswirkungen in Sachen Nachhaltigkeit haben. Wo habe ich den größten Hebel? Ein Einzelhandelsunternehmen beispielsweise, bei dem vielleicht zweimal am Tag die Toilettenspülung betätigt wird, sollte sich nicht als Erstes um das Thema Wasserverbrauch kümmern, wenn andere Dinge einen größeren Einfluss auf die Nachhaltigkeit haben. Es geht darum, sich (zunächst) auf das Wesentliche zu konzentrieren. Sind die wesentlichen Punkte ermittelt, dann sind diese das Ziel der Wanderung, und Sie können sich nun überlegen, auf welchen Wegen Sie dieses Ziel erreichen. Aber auch dabei sind Sie nicht allein! Wie bei einer guten Wander-App gibt es viele Möglichkeiten, sich anzusehen, welche Wege andere Unternehmen schon gegangen sind. So gibt es beispielsweise für betriebliche Klimaschutzmaßnahmen auf der IHK-Plattform Unternehmensnetzwerk Klimaschutz den KlimaGuide als digitale Datenbank guter Beispiele. Auch Möglichkeiten, sich mit anderen Unternehmen auszutauschen und zu vernetzen, sind reichlich vorhanden. Und wenn Sie dann für Ihre Wanderung eine Begleitung möchten, gehen wir den Weg mit Ihnen gemeinsam. a www.klima-plattform.de Fo to : m .m ph ot o Es gibt viele Wege zu mehr Nachhaltigkeit. Die IHK Offenbach am Main hilft Unternehmen bei der Auswahl und begleitet sie. Kontakt Peter Sülzen 069 8207-244 suelzen@offenbach.ihk.de 27Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 TITELTHEMA Das Musikhaus André ist ein familiengeführtes Fachgeschäft inmitten der Offenbacher Fußgängerzone. Als Verlagshaus – unter anderem von Wolfgang Amadeus Mozart – hat es Geschichte geschrieben. 2024 feiert es sein 250-jähriges Bestehen. Im Jubiläumsjahr reiht sich eine Veranstaltung an die nächste – Konzerte, Festakt, Ausstellung, Lesungen, Stadtspaziergänge. „Es ist eine erhebliche Zusatzbelastung“, sagt Hans- Jörg André. Da Sohn Moritz schon im Laden mitarbeitet, kann sich der Vater stark auf das Festprogramm konzentrieren und der 28-jährige Junior schon mehr Verantwortung übernehmen. Moritz André ist selbst Musiker und Produzent. „Ich habe einen starken Bezug zu unserem Laden. Ich bin hier auf- und in die Rolle hineingewachsen. Ich arbeite gerne mit Menschen und bin ein Familienmensch“, charakterisiert er sich selbst. Ein BWL-Studium hat ihn fit für den kaufmännischen Part der Aufgabe gemacht. Die ist nicht unkompliziert, aber Hans-Jörg André ist zuversichtlich: „Der stationäre Musikfachhandel hat heute zwei Probleme: Zum einen bedroht ihn – wie den stationären Einzelhandel insgesamt – der Onlinehandel.“ Das eigene Geschäft sei aber zukunftsfähig aufgestellt: „Früher gab es in Offenbach sechs Musikfachgeschäfte. Heute sind wir als Vollsortimenter allein. Unsere Auswahl und unsere Preise sind gut. Wir bieten fachliche Beratung und das handwerkliche Know-how zum Warten und Reparieren. Kunden können jederzeit wiederkommen. Wir verstecken uns nicht.“ Gerade für Einsteiger sei es schwierig, Instrumente online zu erwerben. Mancher suche mit seinem (Fehl-) kauf anschließend im Musikhaus Rat. „Das Wissen zu den Instrumenten ist online natürlich da“, ergänzt der Sohn, warnt allerdings: „Die Recherche ist mühsam und es gibt viele Fake- Bewertungen.“ Der Vater berichtet weiter: „Das zweite Problem ist die Situation der Innenstädte, in die zu wenig Menschen kommen. Was den Musikfachhandel vor Ort angeht, gibt es deshalb inzwischen viele weiße Flecken in Deutschland. Wir sind froh über unsere Innenstadtlage. Der Branchenmix hat sich hier zwar nicht verbessert, aber Offenbachs Zentrum ist nicht tot. Unsere Kunden sind sozusagen ‚querbeet‘. Offenbachs Vielvölker- Gemisch ist ein Reichtum.“ Besonders lobt er das Engagement der Wirtschaftsförderung: „Die Innenstadt ist Offenbachs Herz und die Stadt fördert sie großartig. Sie achtet darauf, wie Läden vermietet werden, und belebt leerstehende Flächen mit interessanten Zwischenlösungen. Offenbach erfüllt noch die Innenstadtfunktion. Dass weiter Menschen zuziehen, und zwar zum großen Teil aus Frankfurt, belegt, dass Offenbach attraktiv ist.“ Moritz André sammelt eigene Erfahrungen in der Innenstadt: „Ich habe zum Beispiel das Schaufenster unterschätzt, denn ich selbst gehöre ja zur ‚Generation Internet‘“, sagt er. „Es gibt Kunden, die man über das Schaufenster in den Laden locken kann.“ Den Internetauftritt will er zum virtuellen Schaufenster entwickeln. Er feilt an der Suchmaschinenoptimierung und baut den Click & Collect-Shop aus, in dem Waren online bestellt werden, um sie anschließend im Laden abzuholen. „Das ganze Birgit Arens hat ins Musikhaus André reingeschaut 250 Jahre Musikverlag Johann André Zum großen Jubiläum wurde viel Wissenswertes zusam- mengetragen und aufbereitet. Wie das Programm zum Jubiläum, das bis Ende des Jahres reicht, sind die Infor- mationen im Internet verfügbar. a www.andre250.de a www.offenbach.de/klangderzeitkapsel 28 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 TITELTHEMA Fo to : M us ik ha us A nd ré Moritz und Hans-Jörg André planen keinen radikalen Wandel, sondern eine behutsame Weiterentwicklung des Fachgeschäfts. Sortiment wird der Shop nicht abbilden“, erklärt er, denn bei André gibt es unzählige Artikel von der Nasenflöte zu 2,50 Euro über Ersatz- und Zubehörteile, Noten, Verstärker, weiteres elektronisches Equipment, Schlagzeuge, Blas- und Saiteninstrumente bis zu unterschiedlichsten digitalen Keyboards und Pianos. Um den Einstieg ins Musizieren erschwinglicher zu machen, bietet das Musikhaus auch gebrauchte Instrumente und solche zum Mieten an. Diese Services will Moritz André erweitern und online besser zugänglich machen. Einen radikalen Wandel strebt der neue Geschäftsführer nicht an. Wie sein Vater ist er vom Vollsortiment überzeugt. Er kann sich vorstellen, Musikfachhändler auszubilden. Auch das hat Tradition bei André und ist Einstellungsvoraussetzung. Außergewöhnliche Investitionen plant Moritz André nicht. Es muss immer investiert werden – sind sich Vater und Sohn einig. Mehr Umsatz sei natürlich willkommen, aber weder soll der Laden größer werden noch wünscht sich der Nachfolger einen weiteren Standort. „Ich will einen freien Kopf behalten“, steht für Moritz André fest. a www.musik-andre.de Im traditionsreichen Musikhaus André in Offenbach wird Moritz André zum Jahreswechsel die Geschäftsführung von seinem Vater Hans-Jörg André übernehmen. Mit ihm wagt sich die achte Generation ans Ruder. 29Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 TITELTHEMA Wie Unternehmen durch neue Wege zukunftsfähig bleiben Innovativer werden Gerade in Zeiten schneller technischer Fortschritte und großer Unsicherheiten ist es für Unternehmen wichtig, ihre gewohnten Pfade zu verlassen. Innovation bietet die Chance, auf neue Anforderungen von Kunden und Märkten zu reagieren und gleichzeitig interne Abläufe zu verbessern. Unternehmen, die es wagen, ihre Komfortzone zu ver- lassen, eröffnen sich neue Möglichkeiten für Wachstum und Erfolg. Dabei geht es nicht nur um neue Technologien, sondern auch um einen Wandel in der Unternehmenskultur – hin zu mehr Offenheit, Kreativität und Agilität. Das Team Innovation der IHK Offenbach am Main begleitet Unternehmen auf ihrem Weg in eine innovative Zukunft. Seine Mission lautet: Unternehmen bei Themen wie Digitalisierung, agile Methoden und New Work zu unterstützen. Dafür bietet das Team neben individuellen Beratungsgesprächen regelmäßige Sprechstunden wie die Zukunfts-, Mediations- oder KI-Sprechstunden gemeinsam mit Experten aus der Region an. Es organisiert darüber hinaus praxisorientierte Webinare, die Unternehmen helfen, ihr Innovationspotenzial zu erkennen und von anderen Unternehmen zu lernen. Durch eine langjährige enge Partnerschaft mit der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main und der Frankfurt University of Applied Sciences sichert das Team Innovation den Unternehmen in der Region zudem praxisnahe, wissenschaftliche Expertise. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Vernetzung von Unternehmen in den Netzwerken „Design to Business“ (D2B) und „Cross Innovation Netzwerk“ (CIN), um den branchenübergreifenden Austausch zu fördern. Zum Beispiel finden regelmäßig Netzwerktreffen statt, bei denen Unternehmen Einblick auch in ihre Innovationen gewähren und zum Austausch einladen. Netzwerktreffen im ReSULT (Research Lab for Sustainable, Lightweight Building Technologies) der Frankfurt University of Applied Sciences, September 2024, mit Professorin Dr.-Ing. Petra Rucker-Gramm. Fo to s: IH K 30 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 TITELTHEMA Teil eines innovativen Netzwerks werden Das Team Innovation der IHK Offenbach am Main gibt Auskunft zu Design to Business und dem Cross Innovation Netzwerk. Es informiert über Veranstaltungen und zu Beratungsangeboten. a innovation@offenbach.ihk.de a www.offenbach.ihk.de/innovation-nachhaltigkeit/gemeinsam-innovativ Karoline Arndt, Robin Hillesheim und Sabrina Herrmann sind das Team Innovation der IHK Offenbach am Main. Digitalisierung als Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit Für Manfred Domnowski, Gründer und Geschäftsführer der webFLEX. digital GmbH & Co. KG (D2B) aus Dreieich, ist die Digitalisierung der Schlüssel zu mehr Effizienz und Wachstum. „Digitale Programme können nicht nur die Kundenbetreuung verbessern, sondern auch interne Prozesse. Automatisierte Arbeitsabläufe sparen Zeit und minimieren Fehler. Gleichzeitig eröffnet die digitale Markterschließung neue Möglichkeiten, um überregional Kunden zu gewinnen und Umsatzpotenziale auszuschöpfen“, sagt er. Dr. Thomas Wernig, Mitglied in der IHK-Vollversammlung und Geschäftsführer der agotrans Logistik GmbH (CIN) aus Rodgau, setzt seit kurzem auf eine intelligente Softwarelösung, um die Tourenplanung effizienter und ressourcenschonender zu gestalten. „Die Einführung einer neuen Software war für uns ein bedeutender Schritt, um Leerfahrten zu reduzieren, Kraftstoff zu sparen und den CO2-Ausstoß zu minimieren.“ Neben der technischen Umstellung ging es auch um einen kulturellen Wandel im Unternehmen, den intensive Mitarbeiterschulungen unterstützt haben. Kommunikation und Mitarbeiterwissen treiben Innovation Tanja Ressel-Nunheim, Geschäftsführerin der Möller Horcher Kommunikation GmbH (D2B), betont, dass Innovation nicht nur neue Technologien, sondern auch die Verzahnung interner Abteilungen erfordert: „An vielen Stellen schlummert wertvolles und spezifisches Wissen, welches sich nur nutzen lässt, wenn ein interner Austausch zustande kommt.“ Die VIDEOR E. Hartig GmbH, ein Mitglied des CIN, setzt stark auf die aktive Mitgestaltung durch ihre Mitarbeiter. „Ein eigens eingerichtetes Team arbeitet heute an wichtigen Themen wie Geschäftsmodellentwicklung und Produktoptimierung und ermutigt alle Mitarbeitenden, sich an der Weiterentwicklung der gemeinsamen Vision zu beteiligen. Dieses Konzept ermöglicht einen Informationsfluss über viele Kanäle und damit nicht nur ‚von oben‘“, versichert Dominik Mizdrak, Mitglied in der IHK-Vollversammlung und Geschäftsführer. Was bedeutet „Innovativ(er) werden“ konkret? Mitglieder von „Design to Business“ (D2B) und „Cross Innovation Netzwerk“ (CIN) erklären, wie sie das Thema in ihren Unternehmen angehen. 31Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 TITELTHEMA Im Einsatz für die Zukunft der regionalen Wirtschaft Ein IHK-Ehrenamt übernehmen Ehrenamtliches Engagement ist für die IHK Offenbach am Main unverzichtbar. Profis, die ihre Erfahrung und ihre Expertise auf unterschiedlichste Weise einbringen, halten die IHK-Arbeit auf einem aktuellen Stand und geben ihr eine sinnvolle Richtung. Ein IHK-Ehrenamt lohnt sich – für die IHK, für alle, die sich ehrenamtlich einsetzen, und die Region. Als Selbstverwaltung der Wirtschaft brauchen IHKs die aktive Mitarbeit von Unternehmerinnen und Unternehmern. Diese Menschen wissen aus ihrer Praxis sehr genau, was die regionale Wirtschaft zum jeweiligen Zeitpunkt herausfordert, wo sie Unterstützung braucht und wo Chancen genutzt werden können. Ein IHK-Ehrenamt bietet ihnen Möglichkeiten, Wirtschaft und Politik aktiv mitzugestalten und auf diese Weise Maßstäbe für die Entwicklung der Region zu setzen. Dienst für die ganze Region Ehrenamtlich tätige Unternehmerinnen und Unternehmer repräsentieren die IHK Offenbach am Main in der Öffentlichkeit, allen voran das IHK-Präsidium. Ehrenamtliche bringen ihr Wissen und ihre Erfahrungen in der IHK-Vollversammlung ein und geben dem IHK-Team zum Beispiel in Expertenräten, Ausschüssen oder projektbezogen Impulse. Als Prüferinnen und Prüfer stellen sie sicher, dass die Betriebe in der Region qualifizierte Nachwuchsfachkräfte finden. Dank der guten und intensiven Zusammenarbeit mit „ihren Ehrenamtlichen“ kann die IHK Offenbach am Main das Sprachrohr der Wirtschaft in der Region sein. Das Know-how dieser engagierten Männer und Frauen ist grundlegend, um die IHK-Arbeit praxisnah und relevant zu gestalten. Persönlicher Gewinn Sicher, jedes Ehrenamt fordert heraus und braucht Zeit. Aber es fördert auch die persönliche Entwicklung, zum Beispiel hinsichtlich Kommunikationsfähigkeit, Teamgeist und Führungskompetenz. Wer ehrenamtlich in der IHK Offenbach am Main aktiv ist, setzt sich mit unterschiedlichen Themen und Sichtweisen auseinander, erweitert den eigenen Blickwinkel und findet mit anderen gemeinsam neue Lösungsansätze – auch für die Herausforderungen im eigenen Betrieb. Daneben steigert das Engagement für die IHK die Reputation als Unternehmer oder Unternehmerin und macht IHK-Ehrenamtliche zu anerkannten Ansprechpartnern. 1.100 Menschen arbeiten derzeit in unterschiedlichsten Funktionen ehrenamtlich in der IHK Offenbach am Main. Wer selbst aktiver Teil dieses starken Netzwerks werden will, ist herzlich willkommen. a www.offenbach.ihk.de/ueber-uns/ehrenamt Anfang des Jahres fand die Wahl zur IHK-Vollversammlung statt. 59 Frauen und Männer aus dem Kreis der 90 Kandi- datinnen und Kandidaten gehören dem Gremium nun für fünf Jahre an. Im April trafen sie sich zur konstituierenden Sitzung. Worauf sich ihre ehrenamtliche Arbeit in dieser Zeit konzentrieren soll, haben sie in der IHK-Strategie 2024 bis 2029 festgelegt. Kontakt Margret Plum 069 8207-130 plum@offenbach.ihk.de Fo to : I H K 32 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 TITELTHEMA Neues wagen Offene Forderungen abgeben ohne die eigene Kundenbeziehung zu gefährden Sind Sie schon einmal auf einer offenen Forderung „sitzen geblieben“ oder haben länger auf Ihr Geld warten müssen? Das ist nicht nur ärgerlich, sondern nimmt Zeit in Anspruch und sorgt für zusätzliche Kos- ten. Reagieren Sie deshalb sofort, wenn ein Kunde nicht zahlt und vertrauen Sie auf das Forderungsmanagement von Creditreform. Mit unseren Spezialisten ganz in Ihrer Nähe und umfassenden Inkassolösungen helfen wir Ihnen, Zahlungsausfälle zu reduzieren – ohne dabei Ihre Kundenbeziehung zu belasten. Ansprache, Vorgehen und Kom- munikationswege stimmen wir im Vorfeld ebenso mit Ihnen ab wie die Erfolgsaus- sichten auf Basis unserer Bonitätsinforma- tionen. Mit rund 70.000 Inkassokunden und 1,6 Mio. neuen Inkassofällen jährlich sind wir branchenübergreifend Ihr Experte für ein erfolgreiches Forderungsmanagement. Wir kennen Ihre Schuldner – und Ihre Schuldner kennen uns. Als führende deut- sche Auskunftei verfügen wir über um- fassende Informationen und kennen die wirtschaftliche Situation Ihres Schuldners genau. Gleichzeitig ist dem Schuldner be- wusst, dass eine unbezahlte Rechnung ne- gative Auswirkungen auf seine Bonitätsaus- kunft haben kann. Dies führt in der Regel zu einer höheren Zahlungsbereitschaft. Wir legen Wert auf den persönlichen Kontakt und sind mit unseren Experten vor Ort auch in Ihrer Nähe. Zusätzlich bieten wir Ihnen online über unsere Kundenplattform Meine Creditreform jederzeit und von überall Zugriff auf unsere Inkassolösungen. Zu Beginn starten wir mit unserem vorge- richtlichen Inkasso: Nach Rechnungsstel- lung unterstützen wir Ihre Buchhaltung bei der Überwachung der Zahlungseingänge. Gerät Ihr Kunde in Verzug, prüfen wir sei- ne finanzielle Situation auf Basis sämtlicher Schuldnerregistereinträge, veröffentlichter Insolvenzfälle und laufender Inkassover- fahren. Anschließend unterstützen wir Sie im schriftlichen und telefonischen Mahn- verfahren und handeln Zahlungsvereinba- rungen aus – in der Regel ohne anwaltli- che Unterstützung. Zahlt Ihr Kunde trotz mehrfacher Mahnung nicht, leiten wir nach erneuter Prüfung der Erfolgsaussich- ten das gerichtliche Mahnverfahren ein und erwirken einen Forderungstitel sowie die Zwangsvollstreckung. Ist die Forderung strittig, stellen wir auf Wunsch den Kon- takt zu spezialisierten Anwälten her. Wäh- rend des gesamten Verfahrens sind wir an Ihrer Seite und führen die gesamte Kor- respondenz mit Gerichten und Gerichts- vollziehern. Bleibt die Zwangsvollstre- ckung erfolglos, weil das Vermögen Ihres Schuldners nicht ausreicht, kontrollieren wir seine finanzielle Situation fortan. Ein Gläubigertitel ist bis zu 30 Jahre lang gül- tig – sobald Ihr Schuldner wieder zu Geld kommt, veranlassen wir einen erneuten Vollstreckungsversuch. Selbstverständlich unterstützen wir auch im Ausland! Unser Auslandsinkasso bietet Ihnen professionelle Unterstützung bei der Durchsetzung Ihrer Forderungen weltweit – mit eigenen Landesgesellschaften oder spezialisierten Partnern vor Ort. Bleiben Sie flüssig – mit professioneller Unterstützung von Creditreform Sind Sie schon einmal auf einer offenen Forderung „sitzen geblieben“ oder haben länger auf Ihr Geld warten müssen? Das ist nicht nur ärgerlich, sondern nimmt Zeit in Anspruch und sorgt für zusätzliche Kosten. Reagieren Sie deshalb sofort, wenn ein Kunde nicht zahlt und vertrauen Sie auf das Forderungsmanagement von Creditreform. Mit unseren Spezialisten ganz in Ihrer Nähe und umfassenden Inkassolösungen helfen wir Ihnen, Zahlungsausfälle zu reduzieren – ohne dabei Ihre Kundenbeziehung zu belasten. Ansprache, Vorgehen und Kommunikationswege stimmen wir im Vorfeld ebenso mit Ihnen ab wie die Erfolgsaussichten auf Basis unserer Bonitätsinformationen. Mit rund 70.000 Inkassokunden und 1,6 Mio. neuen Inkassofällen jährlich sind wir branchenübergreifend Ihr Experte für ein erfolgreiches Forderungsmanagement. INKASSO & AUSSENSTÄNDE UNSERE LÖSUNGEN IM FORDERUNGSMANAGEMENT FACTORING DEBITORENMANAGEMENT MAHNWESEN INKASSO WARENKREDIT-/FORDERUNGSAUSFALL- VERSICHERUNG SPIEL- RÄUME SCHAFFEN ABSICHERN UNTER- STÜTZEN VORGE- RICHTLICHES INKASSO GERICHT- LICHES MAHN- VERFAHREN ZWANGS- VOLL- STRECKUNG TITEL- ÜBER- WACHUNG Einsatzgebiete • Schneller Einzug fälliger Forderung • Verbesserung Ihrer Prozesse durch Auslagerung des kompletten Mahnwesens • Verringerung des Forderungsbestandes • Langzeitüberwachung säumiger Schuldner FORDERUNGSMANAGEMENT Das gesamte Forderungsmanagement aus einer Hand Effiziente Lösungen für Ihr Forderungsmanagement Advertorial Erfolgsmotor für kleine und mittelständische Unternehmen (Mehr) KI nutzen Große Unternehmen nutzen künstliche Intelligenz (KI) intensiv, kleine zögern noch. So lautete ein Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten Studie des Münchener Ifo-Instituts. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) halten KI für komplex, teuer oder schwer zugänglich, heißt es dort. Tatsächlich kann KI gerade ihnen helfen, wettbewerbsfähig zu bleiben. Wie wäre es zum Beispiel, Routineaufgaben mit Hilfe von KI zu automatisieren? Wiederkehrende Tätigkeiten, die bisher viel Zeit und Mitarbeitereinsatz in Anspruch genommen haben, können von KI in vielen Fällen effizient erledigt werden. Das Team gewinnt dadurch Zeit, um kreativ und produktiv zu sein. Einfach einsteigen Der Einstieg in die KI-Welt muss nicht kompliziert oder teuer sein. Viele KI-Tools bieten die Möglichkeit, mit einer manchmal kostenlosen Basisversion zu starten und bei Bedarf auf erweiterte Funktionen umzusteigen. Das minimiert das finanzielle Risiko und erlaubt es dem Unternehmen, sich nach und nach mit der Technologie vertraut zu machen. Wo ansetzen? Besonders in den Bereichen Kundenservice, Marketing, Produktion und Personalwesen kann KI erhebliche Erleichterungen bringen. Chatbots eignen sich, um den Kundenservice rund um die Uhr zu unterstützen. Sie beantworten häufig gestellte Fragen automatisch, entlasten das Personal und sorgen für eine schnelle Bearbeitung von Kundenanfragen. KI kann das Arbeiten leichter machen und Abläufe verbessern. Unternehmen brauchen qualifizierte Fachkräfte, die wissen, wie die Technologie richtig eingesetzt wird. Fo to : A re ns /IH K 34 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 TITELTHEMA Im Marketing hilft KI, Zielgruppen besser zu verstehen und personalisierte Kampagnen zu entwickeln. Durch die Analyse von Nutzerdaten können Werbemaßnahmen genauer auf die Bedürfnisse und Interessen von Kunden abgestimmt werden. So werden Marketingstrategien effizienter und die Kundenzufriedenheit steigt. In der Produktion kann KI dazu beitragen, Prozesse zu optimieren und die Qualität zu verbessern. Mit Hilfe vorausschauender Wartung (Predictive Maintenance) können Maschinen zum Beispiel frühzeitig repariert oder Ersatzteile ausgetauscht werden, bevor es zu teuren Ausfällen kommt. Auch im Personalwesen bringt KI Vorteile. Die Automatisierung von Bewerbungsprozessen durch KI-gestützte Software erleichtert die Suche nach passenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. KI kann beispielsweise Lebensläufe vorab analysieren und die vielversprechendsten Bewerbungen herausfiltern. Das spart Zeit, die die Personalabteilungen nutzen können, um sich auf geeignete Kandidaten oder Kandidatinnen zu konzentrieren. Alle ins Boot holen Ob es einem Unternehmen gelingt, KI einzuführen, hängt stark von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ab. Das gesamte Team muss frühzeitig in den Prozess einbezogen werden und die Vorteile der neuen Technologie erkennen. Es muss deutlich werden, dass es um eine Verbesserung der Abläufe geht und nicht darum, Stellen einzusparen. Schulungen und Weiterbildungsangebote helfen, Berührungsängste abzubauen und alle fit für den Umgang mit KI zu machen. KI ist erfolgsentscheidend KI ist kein vorübergehender Trend, sondern ein entscheidender Faktor für den Geschäftserfolg. Sie funktioniert dann wirklich gut, wenn kompetente Fachkräfte sie richtig einsetzen, die Ergebnisse kontrollieren oder weiterbearbeiten. Kein Unternehmen sollte die Chancen ungenutzt lassen, die KI eröffnet. Durch einen schrittweisen Einstieg, die Auswahl passender Tools und mit einem motivierten Team kann KI in KMU zu Effizienzsteigerung, Kostenreduktion und langfristigem Wachstum beitragen. Autoren Birgit Arens & ChatGPT 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Fit in KI Die IHK Offenbach am Main unterstützt Unternehmen, die KI-Wissen aufbauen und entwickeln wollen. Von der Erstberatung über die KI-Sprechstunde bis zum Lehrgang reichen die Angebote, die teilweise mit externen Partnern realisiert werden. Die IHK-Website bündelt geballte Informationen zu unterschiedlichsten KI-Themen. Der KI-Wissensspeicher sammelt dort Aufzeichnungen von Webinaren, unter anderem zu Content-Erstellung und Prozessgestaltung mit KI oder zur Nutzung von ChatGPT. a www.ihkof.de/ki Jetzt anmelden! Weiterbildung KI-Manager (IHK): online, in Kooperation mit der Bildungs gGmbH des DIHK, 14. Januar 2025 bis 24. April 2025 a www.offenbach.ihk.de/E14335 Kontakt Robin Hillesheim 069 8207-351 hillesheim@offenbach.ihk.de Besser schreiben mit KI: Mit ChatGPT perfekte Websitetexte zaubern, online, kostenlos für Mitglieder der IHK Offenbach am Main, 14. Februar 2024 a www.bieg-hessen.de 35Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 TITELTHEMA Entwicklung sichert Wettbewerbsfähigkeit Mit Plan und Weitsicht zur erfolgreichen Expansion Die Expansion und die Weiterentwicklung eines Unternehmens sind wichtige Schritte, um lang- fristiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Sie ermöglichen es, neue Märkte zu erschließen, die Reichweite zu vergrößern und Marktanteile zu steigern. Expansion kann die Verbreitung einer Innovation, eines bestehenden Produkts oder auch die Eröffnung neuer Filialen umfassen. Investitionen sind hierbei fast immer notwendig. Deshalb ist es wichtig, im Vorfeld die eigenen Potenziale und Marktchancen gründlich zu prüfen, um Risiken zu erkennen und Fehler zu vermeiden. Der Umfang der Prüfung variiert je nach Vorhaben und schließt in der Regel damit, dass ein Businessplan erstellt wird. Häufig stellt eine Marktanalyse den Einstieg in das Prüfszenario dar. Sie beleuchtet aktuelle Markttrends, Wettbewerber und potenzielle Kundenbedürfnisse. Ziel ist es, den Zielmarkt genau zu verstehen, Alleinstellungsmerkmale zu identifizieren und Strategien zu entwickeln, um sich vom Wettbewerb abzuheben. Um die definierte Zielgruppe zu erreichen, ist es unabdingbar, im Vorfeld geeignete Marketing- und Vertriebsmaßnahmen sorgfältig zu planen. Die Wahl des Markteintritts – sei es beispielsweise durch Joint Ventures, Partnerschaften oder Direktinvestitionen – muss zudem gut durchdacht sein. Kontinuierliches Monitoring nach Markteintritt hilft, Strategien anzupassen Digitale Tools und Berater mit Spezialwissen unterstützen Unternehmen, die sich vergrößern wollen. Fo to : A do be S to ck – In si de Cr ea tiv eH ou se 36 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 TITELTHEMA und Produkte sowie Dienstleistungen zielgerichtet zu verbessern. Eine umfassende finanzielle Planung ist entscheidend, um sicherzustellen, dass genügend Ressourcen für die Expansion vorhanden sind, und um die Liquidität zu sichern. Dazu gehört auch das Risikomanagement, um die Gefahr finanzieller Verluste zu minimieren. Die Expansion kann neue Fähigkeiten und zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfordern. Deshalb ist auch das Personalmanagement gefragt. Es muss die benötigten Talente gewinnen und Mitarbeitende, die schon zum Team gehören, gegebenenfalls weiterbilden. Externe Hilfe – auch von der IHK Beim Erstellen des Businessplans können externe Experten Hilfestellung leisten und gegebenenfalls auch die Umsetzung des gesamten Vorhabens begleiten. Im Rahmen einer geförderten Beratung kann ein Zuschuss zum Beratungshonorar beantragt werden. Zudem macht es Sinn, beim notwendigen Fremdkapitalbedarf die Möglichkeit einer Einbindung von Fördermitteln (Land und/ oder Bund) zu prüfen. Die Suche nach Fördermitteln erfolgt nach den Kriterien: Verwendungszweck, Standort, Höhe des Kapitalbedarfs und Betriebsalter. Ein hilfreiches Instrument bei der Planung einer Expansion kann das digitale Tool Unternehmenswerkstatt Deutschland (UWD) sein, deren Kooperationspartnerin die IHK Offenbach am Main ist. Mit der UWD können Unternehmen nach Anmeldung in Eigenregie systematisch Businesspläne für neue Geschäftsbereiche entwickeln und individuelle Expansionsstrategien erarbeiten. Die Nutzung ist kostenfrei und ein IHK-Online-Tutor steht auf Wunsch begleitend zur Seite. So kann die Unternehmenswerkstatt dazu beitragen, Expansionsvorhaben zielgerichtet und nachhaltig zum Erfolg zu führen. Auch die IHK-Expertengespräche sind ein gutes Angebot für Unternehmen, die sich vergrößern wollen. In den individuellen Beratungsgesprächen an bestimmten Terminen geht es um Schwerpunktthemen wie Fördermöglichkeiten im Bereich Finanzierung und Beratung, Marketing oder rechtliche Angelegenheiten. Die IHK-Experten unterstützen in allen Unternehmensphasen. Die Teilnahme an den Expertengesprächen ist für IHK- Mitglieder kostenfrei. Vorbereitung und Hilfe Die Expansion eines Unternehmens erfordert sorgfältige Planung, einschließlich fundierter Marktanalyse und präziser Marketingstrategien. Eine umfassende finanzielle Planung hilft, Risiken zu minimieren und den Erfolg zu sichern. Unterstützung durch externe Berater oder durch die IHK sowie die Nutzung digitaler Tools wie der Unternehmenswerkstatt bieten Orientierung und erleichtern es, Expansionsziele nachhaltig zu erreichen. a www.offenbach.ihk.de/existenz- gruendung-unternehmensfoerderung Autor Holger Winkler 069 8207-226 winkler@offenbach.ihk.de mail@wolfsystem.de www.wolfsystem.de PRODUKTION MONTAGE PLANUNG Industrie | Gewerbe | Stahlbau Wolf System GmbH 94486 Osterhofen 09932 37-0 37Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 TITELTHEMA Den wichtigen strategischen Schritt wagen Einen ausländischen Markt erschließen Die Erschließung eines neuen Marktes ist ein strategisch wichtiger Schritt für Unternehmen, die expandieren möchten. Sie bietet nicht nur die Chance auf neue Einnahmequellen, sondern auch die Möglichkeit, die Abhängigkeit von bestehenden Märkten zu verringern und das Unternehmen widerstandsfähiger gegen wirtschaftliche Schwankungen zu machen. Allerdings ist der Eintritt in einen neuen Markt komplex und erfordert sorgfältige Analyse und Planung. Es ist verlockend, kostet aber Mut, im Ausland unternehmerisch aktiv zu werden. Mit sorgfältiger Planung und Unterstützung sind die Risiken kalkulierbar und die Aussicht auf Erfolg ist gut. Der erste Schritt besteht darin, einen vielversprechenden Markt zu identifizieren. Hierbei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Zunächst sollten Unternehmen ihre eigenen Stärken und Schwächen analysieren, um herauszufinden, in welchen Märkten sie konkurrenzfähig sein könnten. Zur Marktanalyse gehört es, sich systematisch Informationen über Branchen, Kunden, Wettbewerber und andere Größen eines Marktes zu beschaffen und sie auszuwerten. Ebenfalls wichtige Faktoren bei der Marktauswahl sind Kundentrends und -bedürfnisse. Unternehmen müssen recherchieren, welche Produkte oder Dienstleistungen in einem bestimmten Markt stark nachgefragt werden und ob ihre eigenen Produkte in diese Lücke(n) passen. Dieser Markt sollte dann gründlich sondiert werden. Dazu gehört die regulatorische Prüfung. Jedes Land hat seine eigenen Vorschriften, die Unternehmen beachten müssen. Dies reicht von Zöllen und Steuern bis hin zu arbeits- und umweltrechtlichen Auflagen. Viele Länder bieten Vorteile wie Steuererleichterungen und die Wahl der Unternehmensform muss den Unternehmenszielen und gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Der Standort im Markt spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Fo to : A do be S to ck 38 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 TITELTHEMA Gute Geschäfte im Ausland ❙ Das Team International der IHK Offenbach am Main unterstützt Unternehmen, die ein Auslandsen- gagement planen oder ausbauen möchten. Unter anderem finden regelmäßig die für IHK-Mitglieds- unternehmen kostenlosen IHK-Expertengespräche „International erfolgreich“ statt. www.ihkof.de /expertengespraeche ❙ Rund um die Welt stehen in den deutschen Auslands- handelskammern Ansprechpartner vor Ort bereit, die mit den jeweiligen Gegebenheiten vertraut sind. www.ahk.de ❙ Internationale Kooperationspartnerschaften finden Unternehmen über das Enterprise Europe Network, www.een.ec.europa.eu. Aktuelle Angebote auf Seite 55 dieser Offenbacher Wirtschaft. Kontakt Brigitte Appiah 069 8207-255 appiah@offenbach.ihk.de ihkof.de/weiterbildung Weiterbildungsprogramm 2024 IHK Offenbach am Main Unterstützung am Zukunftsmarkt Beim Markteintritt hilft die Expertise von erfahrenen Beratern und Kontakten vor Ort. Die Experten haben ein tiefes Verständnis der lokalen Gegebenheiten und können Unternehmen wichtige Tipps für die richtige Markteintrittsstrategie geben. Aber wie findet man die richtigen Berater? Sehr gut zum Beispiel über die lokalen Auslandshandelskammern (AHKs). Die AHKs bieten Netzwerke von Fachleuten und Beratern, die auf bestimmte Branchen oder Märkte spezialisiert sind. Sie können Unternehmen nicht nur bei der Marktanalyse unterstützen, sondern auch rechtliche und regulatorische Fragen klären. Gute Kontakte Nachdem die ersten Marktanalysen abgeschlossen sind und Beratungen eingeholt wurden, ist es wichtig, passende Geschäftspartner vor Ort zu finden. Gerade bei der Expansion in internationale Märkte kann es sinnvoll sein, mit lokalen Partnern zusammenzuarbeiten, die bereits über eine etablierte Infrastruktur und Marktkenntnis verfügen. Sie können nicht nur dabei helfen, logistische Herausforderungen zu bewältigen, sondern auch den Vertrieb der Produkte vor Ort erleichtern. Unternehmen sollten jedoch sorgfältig auswählen, mit wem sie kooperieren, denn es ist wichtig, Partner zu wählen, die ähnliche Unternehmenswerte teilen und eine langfristige Zusammenarbeit anstreben. Messen und Branchenveranstaltungen sind hervorragende Orte, um Kontakte zu knüpfen. Hier treffen sich Branchenexperten, potenzielle Geschäftspartner und Berater, die Einblicke in den Zielmarkt geben können. Ebenso ist die B2B-Plattform des Enterprise Europe Network (EEN) eine Möglichkeit, um geeignete Geschäftspartner zu finden. Aber auch die AHKs unterstützen bei der Suche. 39Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 TITELTHEMA Advertorial Mutige Antwort auf die Transformation in der Automobilbranche AVEMO Group: Aus vier wird eins! Seit dem 01.01.2023 vereinen die vier in- habergeführten Familienbetriebe Best Auto-Familie, Gelder & Sorg, Göthling & Kaufmann und Autohaus Marnet ihre Kräfte und gestalten den enormen Wandel im Au- tomobilhandel unter dem Dach der neuen Holding Gesellschaft: der AVEMO Group (lat. avere = besitzen/haben und mobilitas = Mobilität/Beweglichkeit). Dabei ist die Transformation der Branche in vollem Gange. Überproduktion im gesättigten Markt mit darauffolgendem Margendruck, zunehmender Wettbewerbsdruck durch chi- nesische Anbieter sowie Online-Plattformen, Fachkräftemangel, Kapitalintensität, Wandel zur E-Mobilität mit reduzierten Servicevolu- men und folgende Konzentrationswellen sind wesentliche Schlüsselfelder. Der Zusammenschluss selbst ist das Ergebnis einer über 4-jährigen Evaluierungszeit, begon- nen im Herbst 2018. Es folgten mehr als 30 ganztägige Arbeitstreffen der jeweiligen Ge- schäftsführer der vier Autohausgruppen mit den ersten strategischen Überlegungen zur zukünftigen Ausrichtung. Bemerkenswert hierbei: Der Zusammen- schluss erfolgte auf Augenhöhe aus einer Po- sition der Stärke heraus. Es bestand keinerlei Zwang, diesen Schritt zu gehen – vielmehr wurde die Initiative aus freien Stücken und vorausschauend ergriffen, was sicherlich zum Erfolg beigetragen hat. Ziel ist es, den permanenten Wandel und damit einhergehenden Herausforderungen durch die Transformation der Branche ge- meinsam noch besser zu managen. So können notwendige Investitionen in die dringend erforderliche Prozess-Digitalisie- rung, den Ausbau der innerbetrieblichen E-Mobilität Infrastruktur, E-Commerce Lö- sungen oder in die Sicherstellung der ESG- Anforderungen gemeinsam geschultert wer- den. Außerdem bietet sich jetzt die Chance das Leistungsportfolio vor Kunde an den jeweili- gen Standorten besser an deren Bedürfnissen auszurichten. Die Herausforderung liegt in der Bereitschaft aller, neue Wege zu gehen und Gewohnheiten zu überdenken. Die Geschäftsführung muss lernen, Entscheidungen abzustimmen und Vertrauen zu fassen. Trotz ähnlicher Leistun- gen hatte jede Gruppe bisher ihre eigene Er- folgsformel; nun gilt es, einen gemeinsamen, optimalen Weg zu finden. Im Mittelpunkt steht, Prozesse aus Kundensicht zu bewerten und den Mehrwert für den Kunden zu erhö- hen. Mitarbeitende bleiben dabei der Schlüssel zum Erfolg – ein gutes Arbeitsumfeld, at- traktive Entlohnung und Weiterbildung ha- ben höchste Priorität. Change-Management ist entscheidend, um Mitarbeitende auf den neuen Kurs mitzunehmen und Widerstände zu bewältigen. Nichts ist beständiger als der Wandel, dieser Realität stellt sich die AVEMO Group. Reihenfolge v.l.n.r.: AVEMO Geschäftsführung: Christian Just, Norbert Sorg, Niels Marnet, Frank Göthling, Frank Müller, Marcus Müller TRADITION IM NEUEN GEWAND Autohaus Best GmbH Dieselstraße 61 63165 Mühlheim am Main 06108 6002 0 autohaus-best.de Ein Unternehmen der AVEMO Group 38 Marken Immer in Ihrer Nähe Sie sind neugierig geworden? Jetzt einfach den Code scannen und noch mehr erfahren → Standorte im Gebiet Rhein-Main und Franken 2.500 Mitarbeitende Fahrzeuge im Bestand Attraktive, gemeinsame Angebote 7 6.000 Unter unserer neuen Marke AVEMO bieten wir seit Anfang 2023 gemeinsam Mobilität für Menschen und Unternehmen an. Wir – die Autohausgruppen Best, Gelder & Sorg, Göthling & Kaufmann und Marnet – freuen uns, Ihnen gemeinsam noch mehr Vorteile bieten zu können. Wir sind weiterhin wie gewohnt unter unseren bekannten Namen für Sie da. Ausbilden sichert die Unternehmenszukunft Jetzt Ausbildungsbetrieb werden Menschen zu Fachkräften auszubilden ist eine wichtige, verantwortungsvolle gesellschaftliche Aufgabe. Es ist aber vor allem auch eine hervorragende Möglichkeit, um qualifizierten Unternehmensnachwuchs zu entwickeln. Ausbilden ist eine gute Investition in die Zukunft, denn Ausbildungsbetriebe sind angesehen und gelten als attraktive Arbeitgeber. Gerade in Zeiten fehlender Fachkräfte bietet es sich an, junge Menschen ins Team aufzunehmen und von Grund auf an die praktischen Aufgaben im Unternehmen heranzuführen. Die Berufsschule vermittelt ihnen währenddessen das theoretische Wissen, das für ihren Ausbildungsberuf benötigt wird. Diese duale Ausbildung bewährt sich seit Jahrzehnten als echtes deutsches Erfolgsmodell und gilt in anderen Ländern als Vorbild. Natürlich müssen Auszubildende betreut werden. Aber sie arbeiten auch von Anfang an mit, steuern frische Ideen und Herangehensweisen bei. Die meisten Ausbildungsabsolventen fühlen sich ihrem Betrieb verbunden. Sie lassen sich gerne in ein Arbeitsverhältnis übernehmen, und ihr gesammeltes Wissen bleibt im Unternehmen. Für den Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin bedeutet das, dass sie seltener auf dem Arbeitsmarkt nach neuen Fachkräften suchen müssen, was aufwändig und schließlich mit einem höheren Fehlbesetzungsrisiko verbunden ist. Wann ist ein Betrieb geeignet? Die Bildungsberater der IHK Offenbach am Main sind die richtigen Ansprechpartner in allen Fragen der Erstausbildung. Sie geben Auskunft und entscheiden, welcher Ausbildungsberuf in Frage kommt und ob ein Betrieb alle Voraussetzungen erfüllt. Um Ausbildungsbetrieb zu werden, müssen Unternehmen betrieblich geeignet sein. Das bedeutet, der Betrieb muss nach Art und Größe in der Lage sein, die Inhalte des Ausbildungsrahmenplans zu vermitteln. Der Ausbildungsrahmenplan ist Teil des Berufsbilds und wird dem Betrieb mit der Verordnung und den Ausbildungsunterlagen vom Bildungsberater genau erklärt. Im August 2024 sind in Hessen 18.600 IHK-Auszubildende ins neue Ausbildungsjahr gestartet. Sie lernen vom Automobilkaufmann bis zum Zerspanungsmechaniker in über 150 Berufen, die bei rund 12.500 IHK-Unternehmen ausgebildet werden. Fo to : A do be S to ck – w w w .in du st rie bl ic k. ne t 42 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 TITELTHEMA Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Zahl der Auszubildenden in einem angemessenen Verhältnis zur Teamgröße steht. Als Faustregel gilt: Auf einen Auszubildenden kommen zwei Fachkräfte, die selbst fachlich die Fähigkeiten und Kenntnisse mitbringen, die in der Ausbildung vermittelt werden sollen. Wer darf ausbilden? Im Betrieb muss ein verantwortlicher Ausbilder bestimmt werden, der für die Ausbildung persönlich, fachlich und arbeitspädagogisch geeignet ist. Was das im Einzelnen bedeutet, muss erklärt werden. Zum einen sollten Ausbilder didaktische Fähigkeiten haben, also gut Wissen vermitteln können. Zum anderen sind Geduld, Einfühlungsvermögen und Kommunikationstalent wichtig, um mit den jungen Menschen zusammenzuarbeiten und sie weiterzuentwickeln. Ausdrücklich nicht geeignet ist, wer Kinder und Jugendliche nicht beschäftigen darf oder wer wiederholt oder schwer gegen das Berufsbildungsgesetz oder andere bildungsrechtliche Vorschriften verstoßen hat. Fachlich geeignet ist, wer eine Abschlussprüfung in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden hat und eine angemessene Zeitlang praktisch tätig war. Auch vergleichbare schulische Prüfungen oder Hochschulabschlüsse werden akzeptiert. Wichtig ist, dass der Ausbilder über eine persönliche und berufliche Reife verfügt. Manche Ausbildungsinhalte dürfen auch „Ausbildungshelfer“ vermitteln. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfüllen zwar nicht alle Erfordernisse der fachlichen Eignung, haben aber genug berufliche Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, um den Auszubildenden einzelne Ausbildungsinhalte nahezubringen. Die arbeitspädagogische Eignung schließlich wird durch die Prüfung nach der Ausbildereignungs-Verordnung nachgewiesen. Hier geht es um die Kompetenz zum selbstständigen Planen, Durchführen und Kontrollieren der Berufsausbildung. Das beginnt beim Einstellungsverfahren und reicht über verschiedene Unterweisungsmethoden und Lernkontrollen bis hin zur Beurteilung und zur Formulierung von Zeugnissen. Die IHK Offenbach am Main bietet Vorbereitungsseminare auf den „Ausbilderschein“ an und nimmt die Prüfung ab. Der nächste Schritt Unternehmen, die ausbilden wollen, die genannten Voraus- setzungen schon erfüllen oder dies anstreben, setzen sich am besten gleich mit den Bildungsberatern der IHK Offenbach am Main in Verbindung. Die Experten beantworten offene Fragen, helfen beim Ausfertigen der Ausbildungsverträge und begleiten Unternehmen und Auszubildende während der Ausbildung als Ansprechpartner. Kontakt Alexander Krebs 069 8207-331 krebs@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de/ausbildung/ www.stark-fuer-ausbildung.de SCHAFFEN SIE AUS ALTEN WERTEN NEUE MÖGLICHKEITEN Ankauf von: Schmuck I Gold I Silber Uhren I Münzen I Barren I Bestecke I Zinn Porzellan I Figuren I Antiquitäten Seit 20 Jahren ihr Experte vor Ort! 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Nachfragen von meiner Seite wurden schnell und unkompliziert beantwortet. ❙ 3. Welche Bedeutung hat das Thema Ausbildung für Ihr Unternehmen? Auszubildende sind eine Bereicherung für mein Unter- nehmen. Wenn wir ausbilden, gewinnen wir Fachkräfte, die unser Unternehmen von Grund auf kennen, die wir fördern und ihren gewählten Schwerpunkten entsprechend ent- wickeln können. Ich benötige keine Azubis zum Kaffeeholen oder Kopieren. Unsere Auszubildenden sind unser Personal von morgen. 43Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 TITELTHEMA Wen es betrifft und was jetzt geschehen sollte Barrierefrei werden – Ende Juni wird es ernst Bereits im Juli 2021 wurde das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) verabschiedet. Es setzt die Richtlinie (EU) 2019/882 über Barrierefreiheitsanforderungen in nationales Recht um. Zusammen mit der konkretisierenden Verordnung (BFSGV) schafft es die Grundlage für eine inklusive Gesellschaft. Das Ziel des BFSG ist es, Hindernisse für Menschen mit Behinderungen abzubauen und eine gleichberechtigte digitale Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben zu ermöglichen. Worum geht es? Das BFSG verpflichtet private Unternehmen, gesetzlich festgelegte Produkte und Dienstleistungen barrierefrei zu gestalten. Barrierefreiheit bedeutet, dass diese Angebote für alle Verbraucher (B2C), unabhängig von ihren geistigen oder körperlichen Einschränkungen, zugänglich und nutzbar sind. Das gelingt zum Beispiel durch alternative Darstellungsformen, dank einfacher Bedienung oder Funktionalität mit unterstützenden Technologien wie Vorlesefunktion oder Untertitel. Fo to : A do be S to ck – h ka m a 44 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 TITELTHEMA Draht-Weissbäcker KG Steinstr. 46 - 48, 64807 Dieburg Tel. (0 60 71) 9 88 10 · Fax (0 60 71) 51 61 Internet: www.draht-weissbaecker.de Email: draht@weissbaecker.de · Draht- und Gitterzäune · Tore · Schiebetore · Drehkreuze · Türen · Schranken · Gabionen · Pfosten · Sicherheitszäune · Mobile Bauzäune · Alu-Zäune · sämtliche Drahtgeflechte · Alu-Toranlagen · Rankanlagen · auch Privatverkauf Zäune · Gitter · tore Gemeint sind vor allem digitale Angebote wie Internetseiten und Apps, aber auch Dienstleistungen in den Bereichen Finanzwesen, Transport und E-Commerce. Ab dem 28. Juni 2025 müssen alle neuen Produkte und Dienstleistungen barrierefrei sein. Für bestimmte Bereiche gelten Übergangsfristen. Wer ist betroffen? Die Auswirkungen auf Unternehmen hängen von Branche und Art der Angebote ab: Während für Produkte Anforderungen an die Nutzung gestellt werden, gelten für Dienstleistungen erhöhte Informationspflichten. Meist ist gefordert, dass Produkte und Dienstleistungen eine Wahrnehmung über mindestens zwei Sinne ermöglichen. Konkrete Produkt- und Dienstleistungsanforderungen ergeben sich aus der Verordnung (BFSGV) sowie den Leitlinien zum BFSG. Für Hersteller gilt, dass sie das Konformitätsbewertungsverfahren durchlaufen, einen Nachweis darüber durch eine Konformitäts- erklärung erbringen und besonderen Kennzeichnungspflichten nachkommen müssen. Händler müssen sicherstellen, dass sie nur CE-gekennzeichnete Produkte vertreiben, die den Barrierefreiheitsanforderungen, auch denen ihrer Hersteller und Importeure (B2B), entsprechen. Dienstleister haben ihre Kunden in ihren AGB über die Barrierefreiheit ihrer Dienstleistung samt deren Funktionsweise zu informieren. Kleinunternehmen (unter zehn Beschäftigte; Umsatz unter zwei Millionen Euro pro Jahr), die Dienstleistungen erbringen, sind von bestimmten Vorschriften ausgenommen. Gesetzlich verankerte Konformitätsvermutungen erleichtern es, die Anforderungen einzuhalten. Was passiert bei Nichtbeachtung? Die zuständige überwachende Behörde kann die Einhaltung der Vorgaben prüfen, anmahnen oder sanktionieren. Wirtschaftsaktivitäten können eingeschränkt oder untersagt, Produkte in Extremfällen zurückgerufen werden. Im Gesetz sind Bußgelder von 10.000 bis zu 100.000 Euro vorgesehen. Verbraucher können Verstöße bei der Marktüberwachungsbehörde melden, Mitbewerber wettbewerbsrechtliche Abmahnungen aussprechen. Wer bietet Hilfe? Beim Umsetzen der Vorgaben hilft der neutrale IHK-Partner Beratungs- und Informationszentrum elektronischer Geschäftsverkehr Hessen GbR (BIEG). Die IHK Offenbach am Main biete kostenfreie Onlineseminare an. Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit informiert in einer Webinar-Reihe. Auch spezialisierte Kompetenzzentren unterstützen. Um den Anforderungen rechtzeitig zu entsprechen, empfiehlt sich, schnellstmöglich Know-how zum Thema zu sammeln und die Barrierefreiheit bei den nächsten Anpassungen von Websites, Verträgen oder AGB „gleich mitzuplanen“. Kontakt Andrea Zbiral-Müller 069 8207-225 zbiral@offenbach.ihk.de Auf dem Weg zur Barrierefreiheit Eine Basis-Checkliste hält die IHK Offenbach am Main für ihre Mitgliedsunternehmen bereit. Sie kann über recht@offenbach.ihk.de angefordert werden. Weiterführende Links: Bitte jeweils den Suchbegriff Barrierefreiheit eingeben! a www.bieg-hessen.de a www.bundesfachstelle-barrierefreiheit.de a www.lbit.hessen.de Autor Simon Peetz, Rechtsreferendar IHK Offenbach am Main 45Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 TITELTHEMA Die Bedeutung der Cybersicherheit für Kleinst- und Kleinunternehmen Vorbereitung auf und Schutz vor Computerkriminalität In einer dreiteiligen Serie macht Dr. Gerd Dettweiler die Bedeutung der Cybersicherheit für Unternehmen deutlich. Er war über 20 Jahre bei einem Systemintegrator im Bereich IT-Sicherheit tätig und ist unter anderem Leiter des Forums Rhein-Main im Cyber-Sicherheits-Netzwerk des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Im zweiten Teil der Serie erklärt er, wie sich KMU am einfachsten vor Computerkriminalität schützen können. Viele kleine Unternehmen fühlen sich mit dem Thema Cybersicherheit überfordert. Sie wissen nicht genau, was das überhaupt ist und schon gar nicht, wie und wo sie damit anfangen sollen. Das ist ganz normal, da ihr Kerngeschäft meist in ganz anderen Bereichen liegt. Die IT ist schließlich nur ein notwendiges Hilfsmittel. Dieses Dilemma hat auch das Netzwerk Mittelstand Digital erkannt und zusammen mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informa- tionstechnik einen niederschwelligen Anforderungskatalog für die IT-Sicherheitsberatung von Klein- und Kleinstunternehmen entwickelt. Dieser sogenannte CyberRisikoCheck ist im Jahr 2023 als Normvor- schlag DIN SPEC 27076 veröffentlicht worden. Er behandelt sechs grundlegende Bereiche, beispielsweise Fragen dazu, wie im Unter- nehmen der Schutz vor Schadprogrammen umgesetzt ist und aktuell gehalten wird, ob die Mitarbeiter für die Erkennung üblicher Angriffs- techniken sensibilisiert werden oder ob eine regelmäßige Sicherung wichtiger Daten vorgenommen wird. Auf Basis des CyberRisikoChecks empfehlen wir der Geschäftsführung mit einem erfahrenen Berater oder einer Beraterin eine Bestandsaufnahme der IT-Sicherheit durchzuführen. Sie werden anschließend genau wissen, welche Anforderungen des Katalogs überhaupt für das Unternehmen relevant sind und wo gegebenenfalls konkret nachzubessern ist. Mit dem daraus generierten Pflichtenheft sind Unternehmen in der Lage, IT-Dienstleister bedarfsgerecht mit der Absicherung ihrer IT-Landschaft zu beauftragen. Fo to : A do be S to ck – G ar y Autor Dr. Gerd Dettweiler Dettweiler Consulting www.cybersicherheit.jetzt Vorbeugen – erkennen - handeln Teil 1 der dreiteiligen Serie „Die Bedeutung der Cybersicherheit für Kleinst- und Kleinunternehmen“, in dem es darum geht, warum gerade Kleinst- und Kleinunternehmen oft von Cyber- kriminalität betroffen sind, wurde in der Ausgabe September/ Oktober der Offenbacher Wirtschaft in der Rubrik Ratgeber veröffentlicht. Teil 3 wird dazu Auskunft geben, was zu tun ist, wenn ein Cyberangriff erkannt wurde. Der Beitrag wird in der Ausgabe Januar/Februar 2025 der Offenbacher Wirtschaft erscheinen. a www.offenbacher-wirtschaft.de 46 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 RATGEBER Training bildet reale berufliche Situationen ab Der andere Weg zu fließendem Business-Englisch Nadja Müller aus Seligenstadt verbindet Business-Coaching mit Englisch-Training. Ihre Kundinnen und Kunden bestehen damit in einer globalisierten Geschäftswelt. Muss man heute noch Englisch lernen, wenn doch die App auf dem Handy ruckzuck eine Übersetzung liefert? „Ich bin der Auffassung, dass Übersetzungsapps gute Tools sind, die unterstützen können. Aber sie erfassen oft nicht den Kontext oder die Nuancen von Sprachen. Das kann zu Missverständnissen führen. Außerdem kommt bei einem Austausch über eine App kein natürlicher Gesprächsfluss in Gang. Gestik, Mimik und Emotionen gehen verloren“, erklärt Müller. „Wer sich beruflich auf Englisch unterhalten will, braucht präzise Sprachkenntnisse, die eine fundierte und authentische Kommunikation ermöglichen“, ist sie überzeugt. Ihre Methode der Sprachvermittlung kombiniert Business-Coaching mit intensivem Englisch-Training: Reale berufliche Szenarien werden nachgestellt, in denen Präsentationen auf Englisch geübt und Diskussionen moderiert werden. Individuelle rhetorische Stärken der Lernenden werden gefördert, so dass sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrer eigenen Art und Weise weiterentwickeln können. Wer Grundkenntnisse aus der Schulzeit mitbringt, sei dafür schon gut gerüstet. „Im Einzelcoaching gehe ich auf den individuellen Wissensstand des Coachees ein. Beim Gruppencoaching teile ich die Personen gegebenenfalls sehr sensibel in Gruppen ein. So werde ich unterschiedlichen Sprachniveaus gerecht und die Lernenden sind nicht über- oder unterfordert“, erklärt sie. Was ihre Methode so besonders mache, sei die schnelle, praxisnahe Vermittlung. „Ich entwickele für jeden Coachee einen individuellen ‚Sprachkosmos‘, bestehend aus hilfreichen Satzbausteinen, Umschrei- bungen und Floskeln, die direkt auf die beruflichen Anforderungen zugeschnitten sind. So wird das Gelernte nicht nur schnell verinner- licht, sondern auch direkt in der Praxis angewandt. Die Teilnehmen- den entwickeln ein gutes Gespür für die englische Sprache und über- winden Sprachbarrieren oft schneller, als sie es für möglich gehalten hätten“, versichert Müller. 20 Jahre Erfahrung und ein Leben zwischen zwei Kulturen Neben ihrer Ausbildung als Systemischer Coach kann Nadja Müller auf über 20 Jahre Berufserfahrung in der Sozialberatung zurückgreifen. Fast ein Jahrzehnt hat sie in einem englischsprachigen Land gelebt und gearbeitet. „Das hat mein tiefes Verständnis für die englische Kultur und Sprache geprägt“, sagt sie. Ihr Angebot richtet sie an alle, die beruflich mit der englischen Sprache in Kontakt kommen – ob Geschäftsführerin oder Mitarbeitender im Kundenservice. a www.nadjamüllercoaching.com Nadja Müller (2. v. r.) hat eine Methode ent- wickelt, um englische Sprachkenntnisse praxisnah zu vermitteln. Fo to : M ül le r 47Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 RATGEBER Berufseinstieg erleichtern, Abbrüche vermeiden Per Test zu besseren Personalentscheidungen Bewerbungs- und Eignungstests erleichtern Unternehmen das Finden geeigneter Bewerberinnen und Bewerber. So werden Ausbildungsabbrüche und Kündigungen vermieden, die für die Betriebe teuer und zeitaufwändig sind. Der Ausbildungspark Verlag im Offenbacher Nordend bietet bewährte Standardtests, aber auch auf individuelle Anforderungen abgestimmte Tests. Marcus Mery und Bülent Gültekin haben das Unternehmen 2009 als Fachverlag für Ratgeber zu Ausbildung, Beruf und Karriere gegründet. Seit rund zehn Jahren entwickeln sie auch digitale Angebote und sehen sich heute als führenden E-Learning-Anbieter in ihrer Sparte. „Als Ausbildungsleiter in einem internationalen Unternehmen hatte ich festgestellt, dass viele junge Menschen mit dem Thema Berufseinstieg schlicht überfordert sind“, sagt Gültekin und berichtet: „Die meisten Bewerberinnen und Bewerber sind im Auswahlverfahren immer an denselben Stellen gescheitert – an der Bewerbung und am Einstellungstest. Marcus hatte zu dieser Zeit bereits Erfahrungen als Verleger gesammelt. So haben wir uns zusammengetan, um Menschen beim Berufseinstieg durch praxisnahe Ratgeber zu helfen.“ Heute beschäftigen sie 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Redaktion, Kundenservice, Grafik, IT, Social Media und im Lager. Auswahlverfahren auf einer neuen Stufe Das Verlagsportfolio richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber, aber auch an Schulen und Bildungsträger und nicht zuletzt an Unternehmen und Behörden. Speziell für Arbeitgeber wurde eine eigene Tochtergesellschaft aufgebaut, die Deutsche Gesellschaft für Bewerberauswahl oder kurz degeba. Sie unterstützt Unternehmen und Behörden mit Einstellungs- und Eignungstests bei der Auswahl von Azubis und dual Studierenden. „Mit unseren Tests decken wir alle möglichen Branchen und Berufe ab, vom öffentlichen Dienst über Industrie und Handel bis hin zu Handwerk und Gastgewerbe“, erklärt Mery. Ob ein Standardtest reicht oder ein maßgeschneiderter besser ist, hänge von den jeweiligen Anforderungen ab. „Wenn ein Betrieb für die betreffende Stelle durchschnittliche Ansprüche in puncto Niveau und Umfang hat, sind unsere standardisierten, schnell verfügbaren Basistests eine komfortable Wahl. Wenn man aber zum Beispiel bestimmte Bereiche besonders intensiv prüfen möchte oder einen exotischen Beruf mit besonderen Anforderungen hat, ist man mit einem maßgeschneiderten Premium-Test besser bedient. Unternehmen können sogar eigene Aufgaben in ihren Test einbinden lassen, etwa Fragen zum Unternehmen“, sagt Gültekin, und Mery versichert: „Wir hören oft, dass unser Konzept mit kurzen Lieferzeiten und der einfachen Umsetzung gut ankommt. Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Viele finden es praktisch, dass sie von uns nicht nur Onlinetests beziehen können, sondern auch papierbasierte Tests, um die Vertrauenswürdigkeit ihrer Kandidaten in einem Präsenz-Nachtest in den Betriebsräumen zu prüfen. Insbesondere kleinere und mittelgroße Unternehmen schätzen es, dass sie mit uns ganz einfach individuelle Eignungs- oder Einstellungstests entwickeln können und so ihr Auswahlverfahren auf eine neue Stufe bringen.“ Mit Berufseinsteigern in Kontakt kommen Ein weiteres Angebot für Arbeitgeber ist das Karriereportal www.ausbildungspark.com/news, wo sie sich präsentieren und zeigen können, in welchen Berufen sie ausbilden. Das geschieht zum Beispiel per Gastbeitrag im Blog oder mit Videos, die im verlagseigenen Studio professionell für Unternehmen produziert werden. Und wer erst einmal Ausbilder werden möchte, findet beim Ausbildungspark Verlag Testtrainer zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung. „Aktuell ist der Fachkräftemangel natürlich ein großes Thema. In der nächsten Zeit wollen wir deswegen noch mehr Möglichkeiten für Unternehmen schaffen, mit Berufseinsteigern in Kontakt zu kommen“, beschreibt Gültekin die Pläne für den Verlag. „Auf unserem Karriereportal ausbildungspark.com haben wir pro Jahr über vier Millionen Nutzer. Das sind junge Leute, die engagiert sind, viel Motivation mitbringen und gerne auf interessante Job- Angebote reagieren. Außerdem möchten wir unseren YouTube-Kanal mehr für Arbeitgeber öffnen; unsere Videos erzielen bis zu 140.000 Aufrufe. Wir denken, dass es für Unternehmen sehr interessant sein kann, in diesem Umfeld auf sich aufmerksam zu machen.“ a www.ausbildungspark.com a www.degeba.de Marcus Mery ist einer der beiden Gründer und Geschäfts- führer des Ausbildungspark Verlags in Offenbach. Fo to : A us bi ld un gs pa rk V er la g 48 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 RATGEBER BEKANNTMACHUNG IHK-Magazin bestellen oder abbestellen Wer Mitglied in der IHK Offenbach am Main wird, erhält drei Printausgaben des IHK-Magazins Offenbacher Wirtschaft per Post. Eine kurze Nachricht per E-Mail mit Angabe des Unternehmensnamens und der Mitgliedsnummer (ID) genügt und das kostenlose Print-Abonnement wird fortgesetzt. Genauso einfach wird das Abonnement der gedruckten Ausgabe per E-Mail abbestellt. E-Mail: redaktion@offenbach.ihk.de Die Online-Ausgabe der Offenbacher Wirtschaft finden Sie unter www.offenbacher-wirtschaft.de STARKE STIMME WIRTSCHAFT STARKE STIMME Wahl2024-OWi-Cover.indd 1 Wahl2024-OWi-Cover.indd 1 10.10.2023 10:01:17 10.10.2023 10:01:17 Bildung Nacht der Ausbildung erstmals in Rödermark | Ratgeber Präventions programm für Logistik-Unternehmen Nachrichten Ab in die Mitte 2024 | Netzwerke WJ Offenbach auf Twinning-Touren 01 –02 | 2024 a n l i e f e r u n g 5 4 S c h u l e b i s t r o S u p e r m a r k t B I B L I O T H E K B r a t h a u s T A X I H O T E L Nachrichten IHK-Wahl – Sie haben gewählt | Ratgeber Viele Gründe sprechen für Indien Veranstaltungen Offenbacher Dialog – Die Verwaltung braucht einen Kulturwandel Gute Ideen für eine starke Region 03 –04 | 2024 Mitglieder der Wettbewerbseinigungsstelle Liste der Mitglieder der Wettbewerbseinigungsstelle, die gemäß § 15 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), in Verbindung mit der Hessischen Verordnung über Einigungsstellen, für das Jahr 2025 von der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main aufgestellt ist. Vorsitzende Dr. Wulf, Julia Rechtsanwältin und Notarin Taylor Wessing Partnerschaftsgesellschaft mbB Thurn-und-Taxis-Platz 6 60313 Frankfurt am Main Telefon 069 971300 Fax 069 97130100 j.wulf@taylorwessing.com Beisitzer Diefenbach, Dr. Hans Rudolf Apotheker Am Wiesengrund 12 63075 Offenbach am Main Telefon 069 866337 Gotesdiner, Valeria August-Hecht-Str. 45 63067 Offenbach am Main Telefon 069 836838 valeria@gotesdiner.de Haydar, Sirri HS Dienstleistungen GmbH Industriestraße 12 63533 Mainhausen Telefon 06182 8249-14 Telefax 06182 8249-19 info@hs-dienstleistungen.de Kurz, Christian Christian Kurz und Aleksander Skrinjar GbR ASCKY webdesign + development Freigasse 6 63303 Dreieich Telefon 06103 5097902 christian@ascky.de Noé, Dr. Dietmar Noé Immobilien Dr. Dietmar Noé Dielmannstr. 25 63069 Offenbach am Main Telefon 069 82375181 noe.immobilien@arcor.de Stellv. Vorsitzende Lawrence, Katharina Juristin Verbraucherzentrale Hessen e. V. Geschäftsstelle Große Friedberger Str. 13 – 17 60313 Frankfurt Telefon 069 972010-47 Fax 069 972010-50 lawrence@verbraucherzentrale-hessen.de 49Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 Neubau für noch bessere Lern- und Arbeitsbedingungen Pittler ist ein Aushängeschild für die Stadt Langen Die Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH (PBA) hat ein neues Gebäude eröffnet und setzt damit ein starkes Zeichen im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Nach 16 Monaten Bauzeit und einer Investition von 6,1 Millionen Euro wurde der PBA-Schulungscampus in Langen um zusätzliche moderne Werkstätten und Schulungsräume erweitert. Insgesamt umfasst die Ausbildungsfläche nun 11.000 Quadratmeter. Dies ermöglicht es der PBA, 20 bis 30 Auszubildende mehr pro Jahr aufzunehmen. 230 Auszubildende sind es aktuell – so viele wie nie zuvor. Der Neubau vereint alle fünf Elektroberufe unter einem Dach und bietet zudem eine doppelstöckige Werkhalle sowie eine Tiefgarage. Auch neue Übernachtungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten wurden geschaffen. Entworfen wurde das Gebäude von M&P baugewerbliche Architekten, Hünstetten. Ausführender Generalunternehmer war die Firma LIG Bau GmbH aus Langen. Bürgermeister Prof. Dr. Jan Werner betonte die Bedeutung des Neubaus, durch den der Stadt keine Kosten entstanden sind: „Das ist ein starkes Symbol für unser Engagement, jungen Menschen eine qualifizierte Ausbildung zu bieten. In Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels ist die Ausbildung von Nachwuchskräften der Schlüssel zur Lösung dieses Problems.“ Er sieht in der PBA ein „Aushängeschild der Stadt Langen“. Sie mache aus jungen Menschen hoch qualifizierte und auf dem Markt stark gefragte Fachkräfte und sei zudem ein finanziell gesundes Unternehmen mit einer weiterhin sehr positiven wirtschaftlichen Entwicklung. a www.pba-online.de Im neuen PBA-Gebäude sind alle fünf Elektroberufe vereint, die dort zum Beispiel an den hier abgebildeten Stationen ausgebildet werden. Fo to : S ch ai bl e/ St ad t L an ge n 50 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 BILDUNG Kontakt Claudia Albert 069 8207-330 albert@offenbach.ihk.de IHK. Die Weiterbildung Seminare und Workshops * U.-Std. = Unterrichtsstunden a www.ihkof.de/weiterbildung Alle Weiterbildungsangebote der IHK Offenbach am Main: Ausbilder 04.12.2024 – 26.02.205 | Ausbildung der Ausbilder – online, in Kooperation mit didaris, 60 U.-Std. 600 Euro 10. – 21.02.2025 | Bildungsurlaub: Ausbildung der Ausbilder (IHK) – Vollzeit, IHK OF, 80 U.-Std. 749 Euro Auszubildende 13.01.2025 | Prüfungsvorbereitung alle IT-Berufe (Teil 1 der Abschlussprüfung), online, in Kooperation mit didaris, 26 U.-Std. 350 Euro Betriebswirtschaft & Rechnungswesen 21.01. – 08.04.2025 | Fachkraft für Buchführung, online, in Kooperation mit didaris, 84 U.-Std.1.399 Euro Büromanagement 12.11.2024 | Kundenorientiert telefonieren – die Visitenkarte Ihres Unternehmens, IHK OF, Referentin Julia Szwerinski, 8 U.-Std. 249 Euro Führung und Leadership 03. – 05.12.2024 | Lohn- und Gehaltsabrechnung mit Datev – Neuanwender, online, Referentin Martina Lorenz, 21 U.-Std. 529 Euro 11. – 12.02.2025 | Der Sprung in die Führung, IHK OF, Referent Mike Pfannemüller, 16 U.-Std. 449 Euro Immobilienmanagement 03. – 10.12.2024 | Onlinetraining für Immobilienmakler/-innen nach § 34c GewO in Kooperation mit der DIHK-Bildungs-gGmbH, 20 U.-Std. 990 Euro 14.01. – 12.02.2025 | Prüfungsvorbereitung Zertifizierter Verwalter nach § 26a Wohnungseigentumsgesetz, online, in Kooperation mit der DIHK-Bildungs- gGmbH, 68 U.-Std. 1.790 Euro IT, Digitalisierung & Digitale Transformation 19.11. –26.11.2024 | IHK-Online-Sprint „Das Hinweisgeberschutzgesetz“ – Ihr Hinweis- gebersystem als Meldestellenbeauftragte/-r richtig nutzen, 3 x 60 Min.290 Euro Soft Skills 27.11.2024 | Umgang mit schwierigen Situationen und Menschen meistern, IHK OF, Referent Mike Pfannemüller, 8 U.-Std. 249 Euro 13. – 14.01.2025 | Agilität und Kommunikation, online, Referent Bjarne Wosnitza,16 U.-Std 399 Euro Bildungsurlaub: Ausbildung der Ausbilder (IHK) – Vollzeit Wer ausbilden will, muss über die persönliche und fachliche Eignung nach § 28 des Berufsbildungs- gesetzes wie auch über pädagogische, rechtliche, organisatorische, psychologische und methodische Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen. Die Ausbil- derprüfung („Ausbilderschein“) ist bundesweit die einzige anerkannte und einheitliche Qualifikation zum Nachweis berufs- und arbeitspädagogischer Kennt- nisse. Jetzt anmelden und den Bildungsurlaub dafür nutzen! www.offenbach.ihk.de/E14320/ Lohn- und Gehaltsabrechnung mit Datev – Neuanwender Sie kennen die theoretischen Grundlagen zur Lohn-/ Gehaltsabrechnung und möchten nun Abrechnungen mit dem Programm DATEV Lohn und Gehalt durch- führen? In diesem Seminar führen Sie anhand praxis- naher Musterfälle selbstständig Lohnabrechnungen direkt am PC durch. Checklisten helfen bei der Lösung und bei der zukünftigen Anwendung. www.offenbach.ihk.de/E13837/ Agilität und Kommunikation Sie erlernen nicht nur die Grundlagen agiler Metho- den, sondern erfahren, wie diese Prinzipien in der Kommunikation und Führung angewendet werden. Am Ende des Seminars sind Sie in der Lage, agiles Arbeiten in Ihrem Team zu etablieren, Veränderungen souverän zu managen und durch effektive Kommu- nikation und Führung ein Umfeld zu schaffen, das kontinuierliche Verbesserung und Innovation fördert. www.offenbach.ihk.de/E14374/ 51Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 BILDUNG Impressum: Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, Sontraer Straße 6, 60386 Frankfurt am Main, Telefon 0 69/42 09 03-75 Die Textbeiträge in diesem Verlagsspecial wurden von den werbenden Unternehmen verfasst.www.zarbock.de 1 Moderne ArbeitsweltVerlagsSpecial | Führung im digitalen Zeitalter – worauf kommt es an? Beschleunigte Arbeitsprozesse, umfassende Vernetzung, mobiles und flexibles Arbeiten: Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt grundlegend. Braucht es eine neue Führungskultur? Und wenn ja – wie soll sie aussehen? Zumindest die erste Frage beantworten Fachleute kurz und einhellig mit einem klaren „Ja“. Digitale Führungskompetenz, digital Leadership, Leadership 4.0: Wie man es auch nennen mag – Führungsaufgaben gestalten sich im digitalen Zeitalter anders als in der analog organisierten Berufswelt von gestern. Dafür sorgt eine ganze Reihe von Treibern, zu denen laut Digital-Experten der Unternehmensberatung „Consultingheads“ unter anderem steigender Innovationsdruck, exponentielles Wachstum von Daten und kollektivem Wissen sowie ein verschärfter, globalisierter Wettbewerb gehören. Die Etablierung räumlich und zeitlich flexibler Arbeitsmodelle, bis hin zu Arbeitsplätzen in unterschiedlichen Zeitzonen und eine wachsende Fluktuation von Mitarbeitern zählen Fachleute ebenfalls dazu. Kulturwandel ist notwendig Die zentrale Frage, die sich aus all dem ergibt: Wie reagieren Führungskräfte von heute und morgen auf die andauernde digitale Revolution? Zu den „Herausforderungen erfolgreicher Führung im digitalen Wandel“ hat die Vereinigung der deutschen 9/10 2024 Moderne Arbeitswelt Moderne Arbeitswelt | VerlagsSpecial 2 Fo to s: Is to ck ph ot o / A nt on V ie rie tin Flexibles Arbeiten: So profitieren auch Arbeitgeber Der Wettbewerb um Fachkräfte verschärft sich weiter. Gerade bei jungen Job-Kandidaten müssen Unternehmen heute mehr bieten als eine gute Bezahlung – etwa flexible Arbeitszeiten. Sie gehören zu den wichtigsten Kriterien, nach denen Angehörige der Generationen Y und Z eine neue Stelle aussuchen. Viele Fachleute sagen: Ohne Flexibilität bei der Gestaltung des Arbeitsalltags ist es inzwischen schwer, geeignete Mitarbeiter zu finden und zu halten. Unternehmen können bei flexiblen Arbeitszeitmodellen auf unter- schiedliche Formen zurückgreifen. Die Palette reicht von Gleitzeit- Regelungen mit einer festen Kernarbeitszeit über die Komprimierung der Arbeitszeit auf wenige Wochentage bis zu völlig freier Einteilung der Jahresarbeitszeit nach den Wünschen des Mitarbeiters oder die Aufteilung einer Stelle auf mehrere Kolleginnen und Kollegen. Kommt die Möglichkeit, im Homeoffice oder remote zu arbeiten hin- zu, entsteht ein attraktives Stellenangebot, das für viele Bewerber interessant sein dürfte. Berufliche und private Lebensbereiche lassen sich so leichter in Einklang bringen: Stichwort „Work-Life-Balance“ – anders als in früheren Jahrzehnten liegt darin heute für viele Men- schen ein wesentliches Element ihrer Lebens- und Karriereplanung. Abgesehen von der Positionierung als attraktiver Arbeitgeber profi- tieren Unternehmen aber noch aus anderen Gründen von flexiblen Arbeitsmodellen: Weniger Stress und mehr Zufriedenheit mit dem Job – das reduziert erfahrungsgemäß Fehlzeiten von Beschäftigten. Und: In einer wirtschaftlichen Krise sind flexible Dienstzeiten eine Möglichkeit Arbeitsstunden vorübergehend zu reduzieren und da- mit Kosten zu sparen. Mit Home- und Remote-Arbeitsplätzen lassen sich außerdem teure Büroflächen verringern. Führungskräfteverbände ULA („United Leaders Association“) ein interessantes Positionspapier veröffentlicht. Kernthese: Ohne einen gleichzeitigen Wandel der Führungskultur in Unternehmen kann der digitale Wandel nicht stattfinden. Da einzelnes Herrschaftswissen an Bedeutung verliere, seien zum Beispiel hierarchische Strukturen zunehmend in Frage gestellt. Praktische Konsequenz: „Gefragt sind Führungspersönlichkeiten, die auf die Fähigkeiten der Mitarbeitenden vertrauen und ihnen Raum für eigene Ideen lassen.“ Grundsätzlich bedeute digitale Führungskompetenz, nicht nur technische Werkzeuge nutzen zu können, sondern, so die ULA-Autoren, „vor allem eine andere Haltung zu leben und in der Führung umzusetzen – je mehr Aufgaben von Computern erledigt werden können, desto bedeutender wird das Miteinander im Arbeitsleben“. Lebenslanges Lernen neu definiert Als weiteren zentralen Erfolgsfaktor nennt das Experten- Papier „lebenslanges Lernen“ – an sich kein neuer Faktor, wenngleich die Fachleute ihn nun weiter fassen: „Neben digitaler Kompetenz und fachlichen Inhalten werden Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit, vernetztes Denken und Aufbau von Netzwerken sowie die Führung von verteilten Teams heute zu Essential Skills.“ Anforderung an Unternehmen: Sie sind mehr denn je gefordert, entsprechende Weiterbildung zu ermöglichen und die erworbenen Skills regelmäßig trainieren zu lassen. Übernahmebereite Unternehmen finden und anbieten Der Auftakt für eine erfolgreiche Nachfolge Deutschlands größte Unternehmensnachfolge-Börse heißt nexxt-change. Sie bringt Inhaberinnen und Inhaber von Unternehmen mit Menschen in Kontakt, die an einer Existenzgründung interessiert sind. Die IHK Offenbach am Main unterstützt das Zustandekommen von Unternehmensnachfol- gen. Dies schließt die Vermittlung rein finanziel- ler Beteiligungen, wie zum Beispiel stille Teilha- berschaften, sowie jegliche Vermittlung durch Dritte oder Immobilienvermittlungen aus. Aktuelle Angebote aus der Region OF-10/24-A Hausverwaltung mit ca. 550 Einheiten sucht kompetenten Nachfolger OF-12/24-A Hersteller/Händler Produkte der Bauchemie (Kleb-/Dichtstoffe, Reparaturmassen). Zwei verbundene GmbHs suchen aufgrund alters- bedingter Nachfolge einen neuen Besitzer OF-13/24-A Agentur – Werbeagentur, Werbetechnik und Produktion sucht Nachfolge OF-14/24-A Ladengeschäft für Schreiben/Malen/Bas- teln sucht Nachfolge aus gesundheitlichen Gründen OF-15/24-A Brautmodengeschäft abzugeben OF-16/24-A Ehrgeizige Nachfolge für erfolgreiches Unter- nehmen der Druck- und Werbeproduktion OF-17/24-A Mittelständisches Medienhaus sucht Nachfolge OF-18/24-A Nachfolge für Boutique, 80 qm, 1 a Lage, besteht seit über 21 Jahren, gesucht Ausführliche Informationen zu den Inseraten unter a www.nexxt-change.org Kontakt Ulrike Henschel 069 8207-146 henschel@offenbach.ihk.de NETZWERKE Für Selbstständige aller Branchen: Datenschutz leicht gemacht Ein Angebot der DAUERHAFT KOSTENFREI ds-kleinunternehmen.de Schützen Sie die Daten Ihrer Kunden, Mitarbeitenden und Dienstleister! DATENSCHUTZ FÜR KLEINUNTERNEHMEN ist ein kostenfreies Internet-Angebot der Stiftung Datenschutz für alle, die mit möglichst wenig Aufwand die Anforderungen des Datenschutzes erfüllen wollen. Das Angebot vermittelt das notwendige Grundwissen und zeigt, wie kleine Unternehmen in zwölf Schritten fi t für den Datenschutz werden. Zusätzlich stehen Arbeitshilfen, Muster, Checklisten und Praxisbeispiele zur Verfügung. Die Arbeit der Stiftung Datenschutz wird aus dem Bundeshaushalt gefördert (Einzelplan des BMJ). Die Profildatenbank des Enterprise Europe Network (EEN) Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken Der EEN-Online-Marktplatz listet mehr als 10.000 Firmenprofile und lässt sich nach Suchbegriffen und Regionen filtern. Die aktuellen Top-Profile der EEN-Profildatenbank bieten spannende Möglichkeiten, um Kontakte für das internationale Geschäft zu knüpfen. Schauen Sie sich jetzt um und finden Sie Ihr Perfect Match! a www.een.ec.europa.eu/partnering-opportunities Sie möchten eine Nachricht erhalten, sobald ein passendes Profil online ist? Sie möchten Ihr eigenes Suchprofil erstellen? Wir beraten Sie gerne persönlich! Austrian SME is looking for commercial agreements for mixed reality application An Austrian SME is offering a local multiuser mixed reality applica- tion for enterprises. Their modular framework combines various basic interaction types and building-blocks to adapt to a variety of use cases. Designed with scalability in mind, modules can be customized or developed to fit individual client‘s needs. The com- pany is open to collaborations with industry clients interested in implementing state-of-the-art MR local multiplayer solutions to streamline business processes. Request more information: BOAT20240827012 Expert is sought with specialization in the design of cameras A Greek company with experience in gynecology, has developed a prototype surgical tool that uses cameras. It is now interested in crea- ting a commercial product in order to massively offer it to the market. Subsequently it seeks for experts with specialization in the design of cameras (preferably but not essentially for medical use) who can produce an industry level model for commercial use. Request more information: TRGR20240822005 Barcelona-based air pollution sensor company seeks distributor with environmental sector expertise for tender management In addition to hardware expertise, the Spanish company also provides a high level of understanding of the problem of air pollution in cities. Bettair is a complete solution (from Hardware to Platform) that permits to map air pollution in cities based on accurate gas sensors by using an advanced post-processing algo- rithm. The SME is looking for a distributor partner with experience in the environmental sector to identify and manage the tendering procedures in the country. Request more information: BRES20240916018 Manufacturer of construction materials for solar projects seeks trading partners The Turkish company produces end products primarily for the renewable energy sector, as well as for the automotive, defense, and aviation industries. It manages all processes related to various steel and aluminum components, from raw materials to finished products. The company is offering project-based engi- neering solutions and aims to partner with businesses in the solar energy sector that have their own designs and prefer contract manufacturing. Request more information: BOTR20240919013 Kontakt Mirjam Pai 069 8207-256 pai@offenbach.ihk.de tillmann-verpackungen.de Kathrin Hildebrand Geschäftsführerin 0800-TILLMANN MIT SICHERHEIT GUT VERPACKT – DANK ÜBER 70 JAHREN ERFAHRUNG. 55Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 NETZWERKE NETZWERKE WJ-Highlight des Jahres Landeskonferenz 2024 in Offenbach Jedes Jahr findet sie statt: Die Landeskonferenz (LAKO) der Wirtschaftsjunioren (WJ) Hessen. Vom 30. August bis zum 1. September 2024 trafen sich diesmal rund 220 Teilnehmende zur LAKO HESSEN 2024 in Offenbach am Main, um dieses besondere Ereignis gebührend zu feiern. Für drei Tage hieß es lernen, netzwerken und Spaß haben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus Hessen und ganz Deutschland. Sogar eine Delegation aus dem weltweiten JCI-Netzwerk aus Wisconsin (USA) folgte der Einladung nach Offenbach. Bei den Veranstaltungen waren auch prominente Gäste anzutreffen, darunter Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke, IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner und der FDP-Landtagsabgeordneter Oliver Stirböck. Den Auftakt machte ein stimmungsvoller Welcome-Abend in der Alten Schlosserei der Energieversorgung Offenbach, bei dem die beiden Konferenzdirektoren Jennifer Pia Gehrke und Sven L. Franzen das Wochenende offiziell eröffneten. Der Samstag bot ein vielseitiges Programm mit zahlreichen Tagesveranstaltungen: Von spezifischen Fachvorträgen über sportliche Aktivitäten, Unternehmensbesichtigungen und Brauereiführungen bis zu Wein-Tastings war sozusagen für jeden etwas dabei. Damit alle unbeschwert teilnehmen konnten, war eine Kinderbetreuung organisiert. Abends ging es zum glamourösen Galaabend unter dem Motto „We love Offenbach“ ins AREA3 in Dreieich-Sprendlingen. Die WJ Offenbach am Main e. V. wollten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der LAKO 2024 die Möglichkeit geben, Stadt und Region Offenbach von ihrer bunten, vielfältigen und überraschend positiven Seite kennenzulernen und zu erleben. Dass das gelungen ist, bestätigen zahlreiche lobende Rückmeldungen. Am Sonntag endete die Konferenz mit einem traditionellen Farewell- Brunch, bei dem der LAKO-Staffelstab an die Organisatoren der nächsten Konferenz übergeben wurde. Besonders spannend: 2025 werden gleich zwei Kreise, Lahn-Dill und Wetzlar, die Landeskonferenz gemeinsam ausrichten. Auch hier werden die Offenbacher Wirtschaftsjunioren wieder vertreten sein und Akzente setzen. Zum Galaabend unter dem Motto „We love Offenbach“ hatten die WJ Offenbach am Main e. V. die LAKO-Gäste ins AREA3 in Dreieich-Sprendlingen eingeladen. 56 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 NETZWERKE Dynamische Entwicklung in Langen Der Immobilien Jour Fixe, zu dem die IHKs Darmstadt, Frankfurt am Main, Hanau-Geln- hausen-Schlüchtern und Offenbach am Main eingeladen hatten, ermöglichte Einblicke in das Neubaugebiet rund um den Langener Bahnhof. Die Flächen westlich und östlich der Bahnlinie Frankfurt – Darmstadt, die jahrelang brachlagen, werden durch den Stadtumbau wiederbelebt. Der Rundgang führte zum Advancis Campus, dem Multipark auf der Westseite sowie zu neuen Wohn-, Handels- und Dienstleistungsprojekten auf der Ostseite. Langens Bürgermeister Prof. Dr. Jan Werner (im gelben Hemd) informierte, wie sich die Entwicklungen auf die gesamte Stadt auswirken – von der Anpassung der Infrastruktur bis hin zu den Perspektiven für die Zukunft. Fo to : C ar l R ak ip Landespreis für Europa-Projekt Die LAKO auch einer Auszeichnung einen würdigen Rahmen: Die WJ Offenbach am Main e. V. erhielten den Landespreis in der Kategorie „Low Budget, High Profile“ für die Veranstaltung „Europa für Offenbach“, die am 2. Mai 2024 in der IHK Offenbach am Main stattgefunden hat. Es ging dabei um die Bedeutung der Europäischen Union für die Region Offenbach. Im Vorfeld der EU-Wahl am 9. Juni 2024 zeigte sie die positiven Aspekte der EU in einer Zeit, in der Europa zunehmend mit Bürokratie und politischer Polarisierung in Verbindung gebracht wird. „Es war uns wichtig, nicht nur die Herausforderungen, sondern auch die Chancen und Errungenschaften der Europäischen Union aufzuzeigen“, erklärte der Präsident der WJ Offenbach am Main e. V. Thomas Krüdewagen, der die Organisation leitete. „Als Wirtschaftsjunioren fühlen wir uns verpflichtet, einen positiven Beitrag zur politischen und gesellschaftlichen Debatte zu leisten, besonders in unserer Heimatregion.“ Die Auszeichnung würdigt nicht nur den innovativen Ansatz der Veranstaltung, sondern auch das große ehrenamtliche Engagement der Wirtschaftsjunioren Offenbach. Mit geringem Budget, aber hohem Einsatz haben die Mitglieder des Vereins eine Plattform geschaffen, die es ermöglichte, die komplexen und oft abstrakten Themen der Europapolitik für die lokale Bevölkerung greifbar zu machen. „Wir werden das Preisgeld für ein Projekt oder eine Institution in der Region spenden, damit hier weiter an der Wichtigkeit der Europäischen Idee gearbeitet werden kann und unser Kernthema unserer Veranstaltung fortgeführt wird“, erklärte Krüdewagen. Kontakt Gino Scalinci scalinci@wj-offenbach.de www.wj-offenbach.de WJ-Kalender November/Dezember 2024 ❙ 14. November 2024 Unterstützung bei „Fit für die Bewerbung“ ❙ 10. Dezember 2024 Mitgliederversammlung Alle Veranstaltungen der WJ Offenbach am Main e. V.: Den WJ Offenbach am Main e. V. folgen und wissen, was für junge Führungskräfte wichtig ist LinkedIn: www.linkedin.com/company/ wj-offenbach Instagram: www.instagram.com/wjoffenbach Facebook: www.facebook.com/wjoff Fo to : S ta dt L an ge n 57Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 Weltbekanntes aus der Region Bis zum 16. Februar 2025 zeigt das Haus der Stadt- geschichte in Offenbach die Ausstellung „Made in Hes- sen – Globale Industriegeschichten“. Die umfangreiche Wanderausstellung präsentiert Industriegeschichte anhand von Produkten, Marken und Ideen, die aus Hessen ihren Weg in die ganze Welt gefunden haben. Mehr Informationen und Ansichten der Exponate unter: awww.offenbach.de/made-in-hessen awww.made-in-hessen.online VORSCHAU 01–02 Offenbacher WIRTSCHAFT Das Magazin der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main für die Region 01–02 | 2025 Abgefahren Ausgabedatum 1. November 2024 Titelbild Adobe Stock / Zamurovic Brothers Das Magazin wird auf umweltfreundlichem FSC®-Papier klimaneutral gedruckt. Designkonzept, Gestaltung, Titelbild, Verlag und Druck Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, 60386 Frankfurt www.zarbock.de Verlagsleitung: Ralf Zarbock Anzeigendisposition Anja Bäumel Tel. 069 420903-75 anja.baeumel@zarbock.de Anzeigenpreisliste Gültig ab 1. November 2023 Mediadaten www.offenbach.ihk.de/P167 IMPRESSUM Herausgeber Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Postfach 10 08 53 63008 Offenbach am Main Frankfurter Straße 90 63067 Offenbach am Main Tel. 069 8207-0 | Fax -199 redaktion@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de Verantwortlich Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main Redaktion redaktion@offenbach.ihk.de Birgit Arens (Chefredakteurin) Tel. 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr ( jeweils am 1. des Monats) Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der IHK-Mitgliedschaft und kann jederzeit per Hinweis an den Herausgeber beendet oder wieder aufgenommen werden. Wir nutzen in der IHK Offenbach am Main eine Sprache, die gerecht ist und niemanden bevorzugt oder benachteiligt, jeden anspricht und nieman- den ausschließt. Unsere Sprache respektiert die aktuellen Recht- schreibregeln und ist gleichzeitig verständlich, eindeutig und gut lesbar. Da wir im Sinne der Gleichbehandlung immer alle Geschlechter mei- nen, verwenden wir zum Beispiel Doppelnennun- gen, geschlechterneutrale Begriffe, Pluralformen, Funktionsbezeichnungen oder abwechselnd die männliche und die weibliche Form. Wenn gele- gentlich nur eine Form genannt wird, um bessere Lesbarkeit zu erreichen oder weil es übergeordne- te Vorgaben erzwingen (z. B. Prüfungsordnungen), gilt diese im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter und Personengruppen. Mit dieser Vorgehensweise beabsichtigen wir keinerlei Wertung. Auf Zusatzzeichen und Binnengroßbuchstaben verzichten wir, weil diese die Barrierefreiheit, den Lesefluss und die Auffindbarkeit durch Suchma- schinen beeinträchtigen. Derzeit gibt es in Deutschland keine einheitlichen Regeln für eine geschlechtergerechte Sprache. In der IHK Offenbach am Main nehmen wir an der Diskussion zum Thema teil und entwickeln auch im Netzwerk der deutschlandweiten IHK-Organi- sation weitere praxisnahe, akzeptable Lösungen dazu. Sie haben Fragen, Hinweise oder Anregungen zur geschlechterneutralen Sprache? Dann schreiben Sie uns: redaktion@offenbach.ihk.de Beilage Albrecht Midland, Dreieich Wortmann AG, Hüllhorst Titelthema | Abgefahren Anzeigenschluss für die Ausgabe Januar/Februar 2025 ist der 5. Dezember 2024. Redaktionsschluss für die Ausgabe Januar/Februar 2025 ist der 2. Dezember 2024. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Themen aus aktuellen Anlässen ändern können. Informationen für neue Mitglieder Die IHK-Mitgliedschaft hat viele Vorteile Am 10. Dezember 2024, um 14:00 Uhr, begrüßt die IHK Offenbach am Main ihre neuen Mitglieder beim IHK-Boarding. Das IHK-Team erklärt, wie es die Mitgliedsunternehmen unterstützt und wie diese vom star- ken IHK-Netzwerk profitieren. Die „Neuen“ erfahren, welche IHK-Leistungen ihnen zur Ver- fügung stehen, lernen Ansprechpartner für unterschiedliche Themen kennen und erhalten Informationen zu Veranstaltungen. Im Chat beantwortet das IHK-Team individuelle Fragen. a www.ihkof.de/boarding Fo to : M us eu m sv er ba nd H es se n e. V. 58 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2024 VERANSTALTUNGEN Business to Business Ihr direkter Kontakt zum Marktplatz: 0 69/42 09 03-75 oder per E-Mail verlag@zarbock.de Mit einer Anzeige in der Offenbacher Wirtschaft erreichen Sie 20.000 Entscheiderinnen und Entscheider in Stadt und Kreis Offenbach. Nachrichten Kirsten Schoder-Steinmüller bleibt HIHK-Präsidentin | Bildung IHK brachte die EU ins Klassenzimmer Ratgeber Jetzt Impressum und Datenschutzerklärung ändern Wirtschaftsstandort Neu-Isenburg 07– 08 | 2024 Titelthema Interview mit Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori | Netzwerke Fünf Millionen für innovative Stadt entwicklung | Veranstaltungen IHK-Jahresempfang – Blue Meets Green Wir brauchen Fachkräfte 09 –10 | 2024 Wir beraten Sie gerne: Marion Stumpp Telefon 0 69 /42 09 03-51 marion.stumpp@zarbock.de Anzeigenschluss für die Januar/Februar-Ausgabe: 5. Dezember 2024 Sichern Sie sich Ihre Platzierung unter 0 69 /42 09 03-51 verlag@zarbock.de PRÄSENTATIONSMAPPENPräsentationsmappen Sicherheit Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit 24h-Service BWS Sicherheitsdienste GmbH Tel. 0 69 / 88 81 45 Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit www.bws-offenbach.de Sicherheitsdienst Datenschutzbeauftragter www.all-in-media.com Zeitarbeit Koch & Benedict GmbH Personal-Service. Ihr zuverlässiger Partner bei Personalbedarf. Tel. 08 00/2 04 01 00 (kostenfrei) www.kochundbenedict.de Kamine Immobilien NEUE PERSPEKTIVEN ERÖFFNEN adler-immobilien.de Tel. 069. 955 22 555 Wir bieten kostenfreie, innovative Be- wertungskonzepte für Wohnimmobilien durch unsere Dekra-Sachverständigen. Sie planen eine Immobilie zu verkaufen – nehmen Sie hier in Zeiten variabler und volatiler Entwicklungen die Hilfe von Experten an. Informieren Sie sich über den optimalen Verkaufswert. 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EN370295_MK_2024_AZ_IHK_OF_210x280_39L.indd 2EN370295_MK_2024_AZ_IHK_OF_210x280_39L.indd 2 06.08.24 09:4806.08.24 09:48
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