IHK-Vizepräsident Robert Glaab, der die Sitzung in Vertretung für die verhinderte IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller leitete, skizzierte die Situation im Arbeits- und Ausbildungsmarkt: „Viele Unternehmen stehen unter erheblichem Kosten- und Veränderungsdruck und agieren bei Neueinstellungen und Ausbildungsangeboten zurückhaltender. Gleichzeitig fehlen in vielen Bereichen weiterhin qualifizierte Fachkräfte.“ Er betonte: „Berufliche Bildung und Weiterbildung sind gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten keine Nebensache. Sie sind eine zentrale Investition in die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und in die Zukunft unseres Standorts.“ Zu wenige Ausbildungsstellen, zu wenige passende Bewerbungen Carmen Giss gab zunächst einen Überblick über die aktuellen Arbeitsmarktzahlen für den Bezirk der Agentur für Arbeit Offenbach. Ihre Auswertung zeigte: Seit 2022 ist die Anzahl Arbeitsloser kontinuierlich gestiegen. Wie in ganz Deutschland ging die industrielle Beschäftigung auch in Stadt und Kreis Offenbach zurück, zudem nimmt die Anzahl gemeldeter Arbeitsstellen seit 2022 kontinuierlich ab. Anschließend stellte sie zusammen mit Frank Hofmann, Mitglied der Geschäftsführung der IHK Offenbach am Main, die Situation des Ausbildungsmarkts im Bezirk Offenbach vor. Statistisch gibt es deutlich mehr Ausbildungsinteressierte als -stellen. Gleichzeitig geben jedoch etliche Betriebe an, dass sie vorhandene Ausbildungsplätze mangels passender Bewerbungen nicht besetzen können. Gründe hierfür sind aus Sicht der Unternehmen mangelnde schulische Basiskenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie mangelnde soziale Kompetenzen, beispielsweise Zuverlässigkeit, Leistungsbereitschaft und Konfliktfähigkeit. Um eine bessere Datenbasis zu vorhandenen Ausbildungsstellen zu gewinnen und offene Stellen im Ausbildungsatlas der Industrie- und Handelskammern sichtbar zu machen, sei es dringend erforderlich, dass Betriebe ihre Ausbildungsstellen an die Agentur für Arbeit melden, appellierte Giss. Die IHK Offenbach am Main wird im Rahmen einer „Qualitätsoffensive Bildung“ den Austausch mit Betrieben, Berufsschulen und Auszubildenden verstärken und in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Maßnahmen zur Stärkung der beruflichen Ausbildung entwickeln. Stipendium über 5.000 Euro für zusätzlichen Platz im Joblinge-Programm Wie die Vermittlung junger Menschen ins Berufsleben gelingen kann, stellten schließlich Gamze Alimoradian, Team Lead Offenbach, und Duygu Pfaffmann, Project Lead Gamechanger, von der Joblinge gAG FrankfurtRheinMain vor. Die Initiative bringt Unternehmen, Einrichtungen der öffentlichen Hand und engagierte Privatpersonen zusammen, um Jugendliche mit unterschiedlichen Schwierigkeiten auf dem Weg zur Ausbildungs- oder Arbeitsstelle zu unterstützen. Glaab informierte die Mitglieder der IHK-Vollversammlung, dass über die von der IHK verwaltete Offenbacher Stiftung für Berufsbildung ein Stipendium in Höhe von 5.000 Euro bereitgestellt wurde, um einen zusätzlichen Teilnehmerplatz im Joblinge-Programm zu finanzieren. ***
Der Wettbewerbsdruck durch chinesische Anbieter nimmt für deutsche Unternehmen spürbar zu. Das zeigt eine aktuelle DIHK-Sonderumfrage unter rund 1.300 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die wachsende Konkurrenz nicht nur das China-Geschäft, sondern den Industriestandort Deutschland insgesamt vor neue Herausforderungen stellt. Chinesische Unternehmen konkurrieren längst nicht mehr ausschließlich über den Preis. Viele haben technologisch und qualitativ aufgeholt und treten zunehmend als ernstzunehmende Wettbewerber auf. Deutsche Unternehmen reagieren darauf jedoch nicht mit Rückzug, sondern suchen aktiv nach Strategien, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage: Zwei Drittel der Unternehmen spüren zunehmend die Konkurrenz durch chinesische Wettbewerber 35 Prozent der Betriebe bewerten den Wettbewerbsdruck als stark oder sehr stark. Besonders betroffen sind die Industrie und in China engagierte Unternehmen. Der Wettbewerbsdruck wird im EU-Binnenmarkt stärker wahrgenommen als in Drittmärkten. Industrieunternehmen stehen vor allem im EU-Binnenmarkt, Handelsbetriebe insbesondere im Inland unter Druck. Unternehmen mit Investitionen beziehungsweise Standorten in der Volksrepublik spüren die Konkurrenz am stärksten im chinesischen Binnenmarkt. Innovation ist die wichtigste Antwort auf den zunehmenden Wettbewerb Ein Rückzug aus umkämpften Geschäftsfeldern kommt für 88 Prozent der Betriebe nicht infrage. Stattdessen setzen 60 Prozent der Unternehmen auf Produktinnovation, 50 Prozent auf Kostensenkung, 39 Prozent verstärken die Suche nach neuen Absatzmärkten, um dem zunehmenden Wettbewerb aus China zu begegnen, 31 Prozent kooperieren mit chinesischen Partnern. Die Unternehmen erwarten vor allem ein geeintes Vorgehen Europas 67 Prozent der Befragten fordern, dass die EU geschlossen gegenüber China auftritt, 60 Prozent finden, die EU sollte strategische Abhängigkeiten reduzieren, 49 Prozent wünschen sich den Ausschluss chinesischer Unternehmen von kritischer Infrastruktur, und 36 Prozent plädieren für eine stärkere Beschränkung des EU-Binnenmarktes. Wettbewerbsverzerrungen mit stärkeren EU-Maßnahmen begegnen 55 Prozent der Unternehmen stimmen stärkeren handelspolitischen Maßnahmen gegenüber China zu oder eher zu – auch dann, wenn sie selbst von negativen Konsequenzen betroffen wären. 37 Prozent lehnen dies eher oder vollständig ab. Die Umfrage macht deutlich: Der Wettbewerb mit China wird zu einer dauerhaften Herausforderung für die deutsche Wirtschaft. Gleichzeitig zeigt sich, dass viele Unternehmen auf Innovation, neue Märkte und strategische Anpassungen setzen, um ihre Position im internationalen Wettbewerb zu stärken. Die gesamten Ergebnisse der Befragung können Sie unter ▶️ Ergebnisse der DIHK-Sonderumfrage abrufen.
Die Teilnahme am hessischen Gemeinschaftsstand auf der SPS Italia bietet insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen einen attraktiven und kosteneffizienten Einstieg in internationale Märkte. Vom 25. bis 28. Mai 2027 präsentiert sich Hessen auf der SPS Italia in Parma, einem der wichtigsten Treffpunkte für intelligente, digitale und nachhaltige Industrie. Die Messe gilt als Referenzveranstaltung für den italienischen Fertigungssektor und bringt Fachleute aus Maschinenbau, Industrieautomation und Robotik zusammen. Im Mittelpunkt stehen Themen wie: C-Techniken Fertigungsautomatisierung Mess-, Regel- und Steuerungstechnik Als Aussteller am hessischen Firmengemeinschaftsmessestand profitieren Sie von einem professionellen Messeauftritt unter der Dachmarke Hessen, reduzierten Organisations- und Standkosten sowie wertvollen Kontakten zu potenziellen Kunden, Partnern und Multiplikatoren. Werden Sie Teil des Gemeinschaftsstands und nutzen Sie die SPS Italia 2027, um Ihre Lösungen auf einem der wichtigsten Industriemärkte Europas zu präsentieren. Jetzt mehr erfahren!
Unternehmerische Krisen entstehen häufig nicht von heute auf morgen. Oft sind erste Warnsignale schon lange vor den eigentlichen Problemen erkennbar. Wer diese frühzeitig wahrnimmt und gezielt handelt, kann Risiken reduzieren und die Handlungsfähigkeit seines Unternehmens sichern. Mit der kostenfreien Webinarreihe „UnternehmensCheckup“ , die die IHK Offenbach am Main in Kooperation mit der Unternehmenswerkstatt Deutschland anbietet, möchten wir Gründerinnen, Gründer und insbesondere unsere Mitgliedsunternehmen für das Thema Krisenprävention sensibilisieren und praxisnahes Wissen vermitteln. Die Online-Veranstaltungen greifen wichtige Themen einer modernen und vorausschauenden Unternehmensführung auf. Ein besonderes Highlight der Reihe ist der Erfahrungsbericht eines Unternehmers, der offen über unternehmerische Herausforderungen, getroffene Entscheidungen und die gewonnenen Erkenntnisse aus der Praxis berichtet. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihr Wissen zu erweitern, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und Ihr Unternehmen widerstandsfähig für zukünftige Herausforderungen aufzustellen. Die vollständige Übersicht aller Webinare, Termine und Anmeldemöglichkeiten finden Sie auf unserer Seite zur Webinarreihe „UnternehmensCheckup".
Unternehmen aus der Europäischen Union, die nach ukrainischen Technologiepartnern, Innovationsakteuren oder Projektpartnern suchen, können im Rahmen von ITBridge Connect 2026 gezielt neue Kontakte aufbauen. Im Zentrum der Veranstaltung steht ein mehrwöchiges Online-Matchmaking mit vorab vereinbarten B2B-Gesprächen , das die Anbahnung grenzüberschreitender Geschäfts- und Kooperationsbeziehungen unterstützt. Die Initiative vernetzt Unternehmen, Start-ups, Cluster, Forschungseinrichtungen, Europäische Digitale Innovationszentren (EDIHs), Investoren und Wirtschaftsförderungsorganisationen beider Regionen. Ziel ist es, den Aufbau grenzüberschreitender Kooperationen in den Bereichen Digitalisierung, Technologieentwicklung und Innovation zu unterstützen. Im Mittelpunkt steht das digitale B2B-Matchmaking vom 21. Oktober bis 26. November 2026. Über die Veranstaltungsplattform können Teilnehmende Unternehmensprofile einsehen, passende Kooperationspartner identifizieren und individuelle Online-Gespräche vereinbaren. Die Gespräche bieten die Möglichkeit, konkrete Geschäftsmöglichkeiten, Technologiepartnerschaften sowie die Beteiligung an gemeinsamen Projekten oder Konsortien zu erörtern. Ergänzend zum Matchmaking findet am 21. Oktober 2026 ein Online-Forum mit Fachvorträgen, Diskussionsrunden und Pitch-Sessions statt. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Innovationsökosystemen der EU und der Ukraine beleuchten aktuelle Entwicklungen der digitalen Zusammenarbeit und stellen Praxisbeispiele für internationale Partnerschaften vor. Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmen und Organisationen, die nach Geschäftspartnern, technologischen Kooperationen oder Projektpartnern für internationale Innovationsvorhaben suchen. Termine Online-Forum ITBridge Connect 2026 21. Oktober 2026, 10:00 bis 12:30 Uhr (MEZ) B2B-Matchmaking 21. Oktober bis 26. November 2026 Individuell vereinbare Online-Gespräche über die Veranstaltungsplattform Bei Interesse an einer Teilnahme, kontaktieren Sie Mirjam Pai | Tel. 069 8207-256 | E-Mail schreiben
Der Wettbewerbsdruck durch chinesische Anbieter nimmt für deutsche Unternehmen spürbar zu. Das zeigt eine aktuelle DIHK-Sonderumfrage unter rund 1.300 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen (wir berichteten: Deutsche Wirtschaft im Wettbewerb mit China ). Die Ergebnisse machen deutlich: Die wachsende Konkurrenz beeinflusst längst nicht mehr nur das China-Geschäft deutscher Unternehmen. Sie stellt zunehmend auch den Industriestandort Deutschland vor strukturelle Herausforderungen. Die Hessische Industrie- und Handelskammer (HIHK) hat jetzt die Ergebnisse der Sonderumfrage für Hessen ausgewertet und mit den bundesweiten Daten verglichen. Demnach nehmen hessische Unternehmen den Wettbewerbsdruck durch chinesische Anbieter vor allem auf ihren Heimatmärkten wahr. 62 Prozent berichten von einer stärkeren Konkurrenz im Inland, 66 Prozent im EU-Binnenmarkt. Deutlich geringer fällt die Wahrnehmung auf Drittmärkten mit 45 Prozent sowie auf dem chinesischen Markt selbst mit 38 Prozent aus. Auf die veränderten Marktbedingungen reagieren die Unternehmen unterschiedlich, ein Rückzug aus betroffenen Geschäftsfeldern bleibt jedoch die Ausnahme. Lediglich sieben Prozent der befragten Unternehmen wählen diesen Weg. Die große Mehrheit stellt sich dem verschärften Wettbewerb und entwickelt strategische sowie zukunftsorientierte Antworten, um ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Die vollständige Auswertung für die hessische Wirtschaft steht auf dem Hessischen Außenwirtschaftsportal zur Verfügung: China erhöht Wettbewerbsdruck auch auf hessische Unternehmen.
Die Europäische Kommission hat dem Rat am 11. September 2026 die bereinigte und vollständige Fassung des Handelsabkommens zwischen der Europäischen Union und Indien zur Genehmigung vorgelegt. Bereits im Februar 2026 hatte die Kommission den Vertragstext einschließlich der Anhänge veröffentlicht. Damals fehlten jedoch unter anderem die präferenziellen Ursprungsregeln. Mit der nun vorliegenden Endfassung stehen sämtliche Abkommensbestandteile zur Verfügung, darunter die Zollabbaupläne (Anhang 2) sowie die präferenziellen Ursprungsregeln (Anhang 3) . Die vollständigen Vertragsdokumente können auf der Website der Europäischen Kommission eingesehen werden. Eine vorläufige Anwendung des Handelsteils des Abkommens ist voraussichtlich in den ersten Monaten des Jahres 2027 möglich.
Die Weltwirtschaft verändert sich rasant – und mit ihr die Chancen, Anforderungen und Herausforderungen für exportorientierte Unternehmen. Um Sie auch künftig noch gezielter , praxisnah und bedarfsorientiert beraten und unterstützen zu können, möchten wir Sie besser kennenlernen. Mit Ihrer Teilnahme an der Umfrage helfen Sie uns, unsere Angebote im Bereich Export und internationale Märkte noch passgenauer auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen. Daher bitten wir Sie, an unserer kurzen Umfrage teilzunehmen und uns mitzuteilen, in welche Länder Sie exportieren. Die Beantwortung dauert nur 3-5 Minuten – Ihre Angaben helfen uns, relevante Zielmärkte zu identifizieren, passende Veranstaltungen und Informationsangebote zu entwickeln und unsere Unterstützung noch stärker an Ihrer Praxis auszurichten. Selbstverständlich werden Ihre Angaben vertraulich behandelt.? Vielen Dank für Ihre Unterstützung!✨