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Deutsche Wirtschaft im Wettbewerb mit China


Chinesische Konkurrenz wächst: Unternehmen setzen auf Innovation statt Rückzug

Der Wettbewerbsdruck durch chinesische Anbieter nimmt für deutsche Unternehmen spürbar zu. Das zeigt eine aktuelle DIHK-Sonderumfrage unter rund 1.300 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die wachsende Konkurrenz nicht nur das China-Geschäft, sondern den Industriestandort Deutschland insgesamt vor neue Herausforderungen stellt.

Chinesische Unternehmen konkurrieren längst nicht mehr ausschließlich über den Preis. Viele haben technologisch und qualitativ aufgeholt und treten zunehmend als ernstzunehmende Wettbewerber auf. Deutsche Unternehmen reagieren darauf jedoch nicht mit Rückzug, sondern suchen aktiv nach Strategien, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage:

  • Zwei Drittel der Unternehmen spüren zunehmend die Konkurrenz durch chinesische Wettbewerber
    35 Prozent der Betriebe bewerten den Wettbewerbsdruck als stark oder sehr stark. Besonders betroffen sind die Industrie und in China engagierte Unternehmen.
  • Der Wettbewerbsdruck wird im EU-Binnenmarkt stärker wahrgenommen als in Drittmärkten. 
    Industrieunternehmen stehen vor allem im EU-Binnenmarkt, Handelsbetriebe insbesondere im Inland unter Druck. Unternehmen mit Investitionen beziehungsweise Standorten in der Volksrepublik spüren die Konkurrenz am stärksten im chinesischen Binnenmarkt.
  • Innovation ist die wichtigste Antwort auf den zunehmenden Wettbewerb
    Ein Rückzug aus umkämpften Geschäftsfeldern kommt für 88 Prozent der Betriebe nicht infrage. Stattdessen setzen 60 Prozent der Unternehmen auf Produktinnovation, 50 Prozent auf Kostensenkung, 39 Prozent verstärken die Suche nach neuen Absatzmärkten, um dem zunehmenden Wettbewerb aus China zu begegnen, 31 Prozent kooperieren mit chinesischen Partnern.
  • Die Unternehmen erwarten vor allem ein geeintes Vorgehen Europas 
    67 Prozent der Befragten fordern, dass die EU geschlossen gegenüber China auftritt, 60 Prozent finden, die EU sollte strategische Abhängigkeiten reduzieren, 49 Prozent wünschen sich den Ausschluss chinesischer Unternehmen von kritischer Infrastruktur, und 36 Prozent plädieren für eine stärkere Beschränkung des EU-Binnenmarktes.
  • Wettbewerbsverzerrungen mit stärkeren EU-Maßnahmen begegnen
    55 Prozent der Unternehmen stimmen stärkeren handelspolitischen Maßnahmen gegenüber China zu oder eher zu – auch dann, wenn sie selbst von negativen Konsequenzen betroffen wären. 37 Prozent lehnen dies eher oder vollständig ab. 

Die Umfrage macht deutlich: Der Wettbewerb mit China wird zu einer dauerhaften Herausforderung für die deutsche Wirtschaft. Gleichzeitig zeigt sich, dass viele Unternehmen auf Innovation, neue Märkte und strategische Anpassungen setzen, um ihre Position im internationalen Wettbewerb zu stärken.

Die gesamten Ergebnisse der Befragung können Sie unter ▶️ Ergebnisse der DIHK-Sonderumfrage abrufen.