Vietnam: Dynamischer Wachstumsmarkt und strategischer Partner für deutsche Unternehmen Die wirtschaftlichen Kennzahlen unterstreichen Vietnams Attraktivität: 2025 wuchs das BIP um beeindruckende 8,02 % , die höchsten FDI-Zuflüsse der Geschichte erreichten 38,42 Mrd. USD , und der bilaterale Handel mit Deutschland stieg in den ersten zehn Monaten auf 20,17 Mrd. USD (+18,8 %). Deutsche Exporte legten um 22 % zu – ein klares Signal für die Nachfrage nach Hightech und industriellen Lösungen. Rund 600 deutsche Unternehmen sind bereits vor Ort aktiv und schaffen über 50.000 Arbeitsplätze , zunehmend auch in digitalen Dienstleistungen und Logistik. Die Zukunftsthemen sind klar definiert: grüne Energie, Smart Grids, Wasserstofftechnologien, KI und Cybersecurity. Projekte wie die Siemens Mobility–VinSpeed-Kooperation für Hochgeschwindigkeitszüge oder Offshore-Windparks von PNE zeigen, wie deutsche Technologie Vietnams Klimaziele unterstützt. Parallel dazu stärken duale Ausbildungsprogramme und Initiativen wie „Talents 2.0“ die Fachkräftebasis – ein entscheidender Faktor für nachhaltiges Wachstum. Vietnam punktet nicht nur als Produktionsstandort, sondern auch als Innovationshub mit wachsender Konsumkraft. Die strategische Lage in Südostasien, politische Reformen und ein offenes Investitionsklima machen das Land zu einem Schlüsselmarkt für deutsche Unternehmen, die ihre Lieferketten diversifizieren und neue Märkte erschließen wollen. Jetzt mehr erfahren bei der AHK Vietnam : Building for the Long Term: German Expertise and Vietnamese Ambition 2.3.2026 - Beratungstag Vietnam Beim Beratungstag Vietnam erhalten Sie praxisnahe Einblicke und individuelle Strategien für Ihren Erfolg in Vietnam. AHK‑Experte Björn Koslowski steht Ihnen im persönlichen 1:1‑Gespräch in der IHK Offenbach am Main zur Verfügung und beantwortet Ihre Fragen zu Marktentwicklung, rechtlichen Rahmenbedingungen und Geschäftskultur. Nutzen Sie die Gelegenheit, sich über aktuelle Trends wie Digitalisierung, grüne Technologien und Fachkräftepartnerschaften zu informieren. ▶️ Sichern Sie sich Ihren Beratungstermin!
Das Europäische Parlament hat am 16. Dezember 2025 mit großer Mehrheit der im Trilog im Rahmen des Omnibus-I-Pakets erzielten Einigung zur Abschwächung und Vereinfachung der Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) zugestimmt. Nach der noch ausstehenden formalen Annahme durch den Rat kann die Richtlinie im EU-Amtsblatt veröffentlicht werden. Die wichtigsten Änderungen im Überblick: Engerer Anwendungsbereich: Erfasst werden künftig Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten und über 1,5 Mrd. Euro weltweitem Nettoumsatz. Für Franchise-Unternehmen gelten ebenfalls höhere Schwellenwerte als ursprünglich angedacht: In den Anwendungsbereich fallen Unternehmen, deren Lizenzgebühren 75 Mio. Euro übersteigen und deren weltweiter Nettoumsatz mehr als 275 Mio. Euro beträgt. Drittstaatenunternehmen sind bei entsprechenden in der EU erwirtschafteten Umsätzen betroffen. Risikobasierter Ansatz für Sorgfaltspflichten entlang der Wertschöpfungskette: Sorgfaltspflichten sollen über die gesamte Wertschöpfungskette hinaus ausgeübt und nicht auf direkte Geschäftspartner beschränkt werden, sind jedoch risikobasiert auszugestalten. Unternehmen müssen nur dort aktiv werden, wo tatsächliche oder potenzielle negative Auswirkungen festgestellt werden. Risiken können nach Schwere und Eintrittswahrscheinlichkeit priorisiert und nacheinander adressiert werden. Für die abstrakte Risikoanalyse ist ausschließlich auf verfügbare Informationen abzustellen. Zusätzliche Informationen von direkten oder indirekten Geschäftspartnern sind im Rahmen der vertieften Risikoanalyse nur dann einzuholen, wenn diese notwendig sind und nicht anderweitig beschafft werden können. Aussetzung von Geschäftsbeziehungen: Die Pflicht zur Beendigung von Geschäftsbeziehungen unter bestimmten Umständen entfällt. stattdessen ist unter bestimmten Voraussetzungen eine Aussetzung vorgesehen. Begrenzung der Einbeziehung von Stakeholdern: Konsultationen zur Informationssammlung sowie zu Präventions- und Abhilfemaßnahmen sollen sich auf direkt betroffene Stakeholder beschränken. Keine verpflichtenden Klimaschutzpläne: Unternehmen sollen im Rahmen der CSDDD nicht mehr zur Verabschiedung und Umsetzung von Klimaschutzplänen verpflichtet werden. Die Vorgabe entfällt vollständig. Streichung des spezifischen, EU-weiten Haftungsregimes: Auf ein spezifisches, EU-weiter Haftungsregime soll verzichtet werden. Entsprechende Vorgaben wurden gestrichen. Absenkung der maximalen Höhe von Geldbußen: Die maximale Höhe von Geldbußen wird auf drei statt fünf Prozent des Nettoumsatzes von Unternehmen begrenzt. Die Mitgliedstaaten sind aufgefordert, die Vorgaben bis zum 26. Juli 2028 in nationales Recht umsetzen. Für Unternehmen kommen die Vorschriften ab dem 26. Juli 2029 zur Anwendung. Die Berichtspflichten für Unternehmen greifen jedoch erst ab dem Geschäftsjahr, welches zum oder nach dem 1. Januar 2030 beginnt.
[Offenbach am Main, 16. Dezember 2025] Der IHK-Expertenrat International traf sich in Offenbach zu einem intensiven Austausch über die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im deutsch-amerikanischen Wirtschaftsraum. Im Mittelpunkt standen die Chancen und Risiken für deutsche Unternehmen im Süden der USA – einer der dynamischsten Wirtschaftsregionen Nordamerikas. Zu Gast war Jona Rowold, Director Consulting Services der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer (AHK USA-Süd), der aus erster Hand Einblicke in das AHK-Netzwerk, Standortvorteile, Markteintrittsstrategien und aktuelle Konjunkturtrends gab. Diskutiert wurden neben der US-Zollpolitik unter anderem die Wettbewerbsfähigkeit der EU versus USA und der sogenannte „big beautiful bill“, der Anreize zum Investieren von Forschungs- und Entwicklungsausgaben in den USA bieten soll. Die Teilnehmenden beleuchteten zudem kulturelle Unterschiede im Geschäftsleben, wie den hohen Stellenwert von Netzwerken, indirekter Kommunikation und der transaktionellen Herangehensweise im US-Markt. Ein Risiko bleibt der Fachkräftemangel in den USA, dem Deutschland mit der Dualen Berufsausbildung begegnet. Die Veranstaltung bot Geschäftsführern und internationalen Entscheiderinnen und Entscheidern eine Plattform für den fachlichen Austausch und die Vernetzung rund um die transatlantischen Beziehungen. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, individuelle Fragen zu stellen und Erfahrungen aus der Praxis zu teilen.
Grundlage dafür sind unter anderem das IHK-Standortbarometer sowie die Rückmeldungen zahlreicher Unternehmen aus Stadt und Kreis Offenbach. Viele für Unternehmen relevante Entscheidungen werden auf kommunaler Ebene getroffen – etwa zur Höhe der Grund- und Gewerbesteuer, zur Verkehrsführung, zur Qualität der Kinderbetreuung oder zur Verfügbarkeit schneller Glasfaseranschlüsse. „Mit unseren Kommunalpolitischen Positionen leisten wir einen klaren inhaltlichen Beitrag und zeigen auf, was Unternehmen am Standort benötigen“, betonte IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller. Positionen zu zentralen Handlungsfeldern im Überblick Die Kommunalpolitischen Positionen decken sechs zentrale Handlungsfelder ab. Sie zeigen, wo Kommunen ansetzen müssen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu sichern und die Standortbedingungen nachhaltig zu verbessern. „Als Interessenvertretung der Wirtschaft ist es unsere Aufgabe, diese Themen und den kommunalpolitischen Handlungsbedarf klar zu adressieren“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner. „Eine starke Wirtschaft ist schließlich die Basis für attraktive und lebenswerte Städte und Gemeinden.“ Energie und digitale Infrastruktur: Die digitale Infrastruktur muss konsequent ausgebaut werden. Dazu gehören vereinfachte und digitalisierte Genehmigungsverfahren für Glasfaser- und Mobilfunknetze sowie eine flächendeckende Versorgung – insbesondere entlang zentraler Verkehrsachsen und in Gewerbegebieten. Für die Ansiedlung von Rechenzentren sollen regionale Strategien entwickelt werden, die Flächenbedarf, Stromversorgung und Abwärmenutzung berücksichtigen. Die Energiewende ist technologieoffen und praxistauglich zu gestalten. Fachkräfte: Die digitale Ausstattung der Schulen – insbesondere der beruflichen Schulen – ist deutlich auszubauen. Berufsorientierung soll durch Kooperationen mit Unternehmen und Kampagnen gestärkt werden. Für internationale Fachkräfte braucht es zentrale Anlaufstellen, Sprachförderangebote und digitalisierte Verfahren. Das Modell „Fast Lane Fachkräfte“ sollte ausgeweitet werden. Eine verlässliche Ganztagsbetreuung in KITAs und zukünftig schrittweise in der Grundschule ist sicherzustellen. Kommunale Finanzen: Kommunen benötigen eine stabile Einnahmebasis, ohne zusätzliche steuerliche Belastungen für Unternehmen. Das Konnexitätsprinzip ist strikt einzuhalten. Die IHK Offenbach am Main lehnt neue kommunale Steuern oder Abgaben sowie weitere Erhöhungen der Gewerbesteuer-Hebesätze ab. Kommunale Ausgaben sollten regelmäßig auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit soll ausgebaut werden. Fläche & Stadtentwicklung: Es braucht eine vorausschauende, flexible und interkommunal abgestimmte Flächenpolitik. Geeignete Areale müssen frühzeitig gesichert und Brachflächen aktiviert werden. Innenstädte sollen als identitätsstiftende Räume gestärkt und innovative Konzepte erprobt werden. Mobilität: Alle Verkehrsträger müssen gestärkt werden und Hauptverkehrsachsen sowie Zufahrten zu Gewerbestandorten leistungsfähig bleiben. Der ÖPNV ist durch verlässliche Taktung und flexible Angebote zu verbessern. Benötigt werden zudem sichere Radwegenetze, multimodale Mobilitätsstationen und eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur. Verwaltung: Verwaltungsprozesse müssen medienbruchfrei digitalisiert und Verfahren vereinfacht und beschleunigt werden. Das Once-Only-Prinzip ist umzusetzen. Erfolgreiche Praxisbeispiele anderer Kommunen sollten übernommen und der Erfahrungsaustausch gestärkt werden. Weitere Informationen: ihkof.de/kommunalepositionen
Unsere Expertengespräche sind keine Vorträge, sondern echter Austausch: Stellen Sie Ihre Fragen, diskutieren Sie Ihre Herausforderungen und finden Sie gemeinsam Lösungsansätze. Mit dem Jahresprogramm 2026 der IHK-Expertengespräche begleiten wir Sie durch alle Unternehmensphasen – von Gründung über Nachfolge bis zur Weiterentwicklung. Profitieren Sie von praxisnahen Impulsen, individueller Beratung und wertvollen Netzwerken.
Wie bei früheren Phishing-Kampagnen fordern die Angreifer in den Phishing-E-Mails Mitgliedsunternehmen dazu auf, mit Klick auf einen Link ihre Unternehmensdaten zu aktualisieren , darunter Name, Anschrift, Mobilnummer und IBAN. Die mit der Betreffzeile Pruefung und ggf. Anpassung Ihrer Unternehmensdaten verschickten E-Mails wirken auf den ersten Blick mitunter sehr glaubwürdig. Die Angreifer verwenden in ihren Anschreiben Logodateien der IHKs sowie ein Porträtfoto und Unterschrift einer angeblichen IHK-Mitarbeiterin. Auffällig ist im Anschreiben, dass der Text keine Umlaute oder ß verwendet. Nach aktuellem Kenntnisstand zielt die Phishing-Kampagne zwar nicht auf die Abfrage hochsensibler Daten wie beispielsweise Kennwörter oder nutzt schadhafte Software , dennoch raten wir dringend vom Öffnen der Links oder gar einer Dateneingabe ab. Es ist nicht auszuschließen, dass die Betreiber der Phishing-Kampagne die so erlangten Daten für künftige Angriffe auf die Wirtschaft in der Region Offenbach verwenden. Dazu zählen insbesondere sogenannte Social-Engineering-Angriffe , bei denen sich Angreifer ihr zuvor erlangtes Wissen für Betrugsversuche, das Erschleichen sensibler Informationen oder andere kriminelle Zwecke zunutze machen. Bei vergangenen Phishing-Wellen haben die Angreifer die erlangten Daten unter anderem dafür genutzt, sich gegenüber der angegebenen Kontaktperson als Bankmitarbeiter*in auszugeben und versucht, mittels Social-Engineering-Techniken das angegebene Bankkonto zu kapern . Die zentrale IT-Dienstleisterin der IHKs, die IHK-GfI, hat den Hosting- sowie Domaindienstleister der Betrugswebsite bereits kontaktiert und über den Betrugsversuch informiert. In der Regel deaktivieren Dienstleister solche Websites nach begründeten Hinweisen innerhalb weniger Tage. Da das erneute Aufsetzen derartiger Websites für Angreifer keine große technische Herausforderung darstellt, empfehlen wir unseren Mitgliedsunternehmen weiterhin eine dauerhaft hohe Wachsamkeit für Phishing-E-Mails, Social-Engineering- und weitere Betrugsversuche. Achten Sie bei E-Mails verstärkt auf folgende Hinweise: Ist die Anrede persönlich? Betrüger nutzen oft unpersönliche Anreden wie bspw. „ Sehr geehrte Unternehmer “ statt namentlicher Ansprache. Sind die tatsächliche Absenderadresse oder die angegebenen Links identisch mit der sichtbaren? Dafür mit dem Cursor über die Absenderzeile oder Link fahren , ohne darauf zu klicken . So erfahren Sie, ob in der Absenderzeile oder hinter dem Linktext eine andere Adresse eingebettet ist. Gibt es im Text Rechtschreibfehler ? Sind Grammatik und Wortwahl auffällig und gegebenenfalls auf eine (schlechte) Übersetzung zurückzuführen? Sind die Vokale ä, ö und ü evtl. so geschrieben ae , oe und ue ? Enthält die Nachricht verdächtige Links oder unerwartete Anhänge ? Ist das Anschreiben besonders dringlich oder drohend formuliert, bspw. mit Formulierungen wie „Ihr Konto wird gesperrt, wenn Sie nicht sofort reagieren!“
Der Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat heute die Ergebnisse des AHK World Business Outlook Herbst 2025 veröffentlicht. Nach dem Rückschlag durch die US-Zollpolitik im Frühjahr hellt sich die Stimmung in vielen Weltregionen spürbar auf. Das belegt der aktuelle AHK World Business Outlook der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), basierend auf mehr als 3.500 Antworten aus rund 90 Ländern weltweit. Die wesentlichen Ergebnisse der Umfrage: Nach dem Rückschlag durch die US-Zollpolitik im Frühjahr hellt sich die Stimmung in vielen Weltregionen spürbar auf. Während die Konjunkturerwartungen der Unternehmen in Deutschland verhalten bleiben, steigt die Zuversicht der deutschen Betriebe an ihren Auslandsstandorten deutlich. Weltweit erwarten 44 Prozent der Unternehmen bessere Geschäfte – im Inland sind es hingegen nur 15 Prozent. Der Aufschwung bleibt fragil, doch die Orientierung ist klar: Wachstum findet jenseits der deutschen Grenze statt. Das spiegelt sich auch in den Investitions- und Beschäftigungsplänen wider. Im Ausland wollen 29 Prozent der Unternehmen ihre Investitionen erhöhen, während lediglich 16 Prozent Kürzungen planen. Beim Personal beabsichtigen 33 Prozent aufzustocken, während 17 Prozent mit einem Abbau rechnen. Im Inland übertreffen die Unternehmen mit Rückbau diejenigen mit Zuwachs indes bei Weitem. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Risiken im internationalen Geschäft weiter zu. Fast jedes zweite Unternehmen (48 Prozent) nennt die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als größtes Geschäftsrisiko, 47 Prozent beklagen eine schwache Nachfrage. Hinzu kommen steigende Wechselkursrisiken (31 Prozent) und neue Handelsbarrieren (25 Prozent). Die schwache wirtschaftliche Dynamik in Deutschland wirkt sich direkt negativ auf die Exporterwartungen aus. Nach drei Jahren Rückgang rechnet die DIHK auch für 2025 mit einem Minus von einem Prozent. Erst 2026 wird wieder ein leichtes Plus von 0,5 Prozent erwartet. Deutschland profitiert damit nur eingeschränkt vom weltweiten Wachstum. Auch die US-Handelspolitik bleibt weltweit spürbar. Die anfängliche Verunsicherung der Wirtschaft über die erratischen und belastenden Maßnahmen aus Washington ist inzwischen einer Phase der Ernüchterung und strategischen Anpassung gewichen. 44 Prozent der deutschen Unternehmen an ihren ausländischen Standorten berichten von negativen oder stark negativen Effekten – von Zöllen über Exportkontrollen bis hin zu Local-Content-Vorgaben.