itelthema T Metropolregion Rhein-Main Nachrichten Ohne Ehrenamt geht es nicht | Ratgeber Eigentumsvorbehalt bei Warenlieferungen – Must-have für Exporteure | Netzwerke Auf Bundesebene aktiv für den „besten Unternehmerverband“ 1–2 | 2022 Elektrisierende Gelegenheit. Ein Angebot der Audi Leasing, Zweigniederlassung der Volkswagen Leasing GmbH, Gifhorner Straße 57, 38112 Braunschweig. Zzgl. Überführungskosten und MwSt.. Bonität vorausgesetzt. 1 Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 23,8–21,4 (NEFZ); 25,8–21,7 (WLTP); CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 0. Angaben zu den Kraftstoff-/Stromverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung des Fahrzeugs. 2 Zum Zeitpunkt der Leasingbestellung muss der Kunde der berechtigten Zielgruppe angehören und unter der genannten Tätigkeit aktiv sein. Zur berechtigten Zielgruppe zählen: gewerbetreibende Einzelkunden inkl. Handelsvertreter und Handelsmakler nach § 84 HGB bzw. § 93 HGB, selbstständige Freiberufler / Land- und Forstwirte, einge- tragene Vereine / Genossenschaften / Verbände / Stiftungen (ohne deren Mitglieder und Organe). Wenn und soweit der Kunde sein(e) Fahrzeug(e) über einen gültigen Konzern- Großkundenvertrag bestellt, ist er im Rahmen des Angebots für Audi Businesskunden nicht förderberechtigt. 3 Etwaige Rabatte bzw. Prämien sowie der Herstelleranteil am Umweltbonus sinad im Angebot bereits berücksichtigt. Der Erwerb (Kauf oder Leasing) eines neuen Audi e-tron 50 quattro1 durch Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine nach dem 18.05.2016 wird mit dem Umweltbonus inklusive Innovationsprämie gefördert, sofern das Fahrzeug nach dem 03.06.2020 und bis zum 31.12.2021 zugelassen und der Erwerb nicht zugleich mit anderen öffentlichen Mitteln gefördert wird. Ausnahme: der jeweilige Fördermittelgeber hat eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geschlossen, wobei es aber zum Zeit- punkt der Antragstellung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) noch zu keiner Auszahlung gekommen sein darf. Das Fahrzeug muss im Inland auf den/ die Antragstellerin zugelassen werden (Erstzulassung) und mindestens 6 Monate zugelassen bleiben. Sofern das Fahrzeug nach dem 04.11.2019 erstmalig zum Straßenver- kehr zugelassen wird, beträgt die Höhe des Umweltbonus inklusive Innovationsprämie für den Audi e-tron 50 quattro1 insgesamt 7.500 Euro. Ein Drittel des Umweltbonus wird seitens der AUDI AG direkt auf den Nettokaufpreis gewährt, zwei Drittel des Umweltbonus (Bundesanteil am Umweltbonus inklusive Innovationsprämie) werden nach positivem Zuwendungsbescheid auf Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unter www.bafa.de ausbezahlt. Der Antrag auf Gewährung des Bundesanteils am Umweltbonus muss bei Zulassung nach 04.11.2019 spätestens ein Jahr nach Zulassung über das elektronische Antragsformular unter www.bafa.de eingereicht werden. Auf die Gewährung des Umweltbonus besteht kein Rechtsanspruch und die Förderung endet mit Erschöpfung der bereitgestellten Fördermittel, spätestens jedoch zum 31.12.2025. Nähere Informationen zum Umweltbonus sind auf den Internetseiten des BaFa https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/ Elektromobi litaet/Neuen_ Antrag_stellen/neuen_antrag_stellen.html abrufbar. Abgebildete Sonderausstattungen sind im Angebot nicht unbedingt berück sichtigt. Alle Angaben basieren auf den Merkmalen des deutschen Marktes. Audi Business Leistung: 71 kWh/230 kW Vertragsdauer: 24 Monate Jährliche Fahrleistung: 10.000 km Sonderzahlung: € 5.000,– Monatliche Leasingrate € 247,– Sichern Sie sich den Umweltbonus inklusive Innovationsprämie3. Ein attraktives Leasingangebot für Businesskunden2: z. B. Audi e-tron 50 quattro* * Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 23,8 (NEFZ); 25,8 (WLTP); CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 0; CO2-Effizienzklasse: A+. Angaben zu den Kraftstoff-/Strom- verbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung des Fahrzeugs. Audi pre sense front, Spurverlassenswarnung, Scheinwerfer in LED Technologie, Digitaler Radioempfang u. v. m. Der Audi e-tron 50 quattro1 – jetzt die attraktive Leasingrate von € 247,– für Businesskunden2 sichern. Paul-Brass-Straße 7, 63128 Dietzenbach, Tel.: 0 60 74 / 8 01-5, info.dietzenbach@brass-gruppe.de, www.brass-dietzenbach.audi Afföllerstraße 108, 35039 Marburg, Tel.: 0 64 21 / 5 90 74-0, info.marburg@brass-gruppe.de, www.brass-marburg.audi Autohaus Brass Vertriebs GmbH & Co. KG 4020536_HEW_Brass_21605_G-Lea_210x280_01_RZic.indd 14020536_HEW_Brass_21605_G-Lea_210x280_01_RZic.indd 1 15.12.21 11:0115.12.21 11:01 Franziska Hoefer ist Inhaberin der Apotheke zum Löwen in Offenbach, Mitglied der IHK-Vollversammlung und Vorstandsvorsitzende von Offenbach offensiv e. V. Ein starker Standort für Unternehmen und Fachkräfte Die Voraussetzungen in der Metropolregion FrankfurtRheinMain sind bestens: internationaler Finanzplatz, Verkehrs- und Logistik- drehscheibe, Internetknoten und Wissensregion. Die Unternehmen in Stadt und Kreis Offenbach profitieren von der Wirtschaftskraft, den ausgebildeten Fachkräften aus Betrieben und Hochschulen sowie den vielfältigen Netzwerken. Doch wir stehen auch vor großen Herausforderungen: Wie gestalten wir Mobilität in einer Region, die immer mehr Menschen zur Heimat wird? Wie verändern sich die Anforderungen an Arbeiten und Woh- nen in der Zukunft? Und wie nutzen wir die Chancen der Digitalisie- rung? Gemeinsam mit der Initiative Standortplus im Kreis Offenbach und dem Verein Offenbach offensiv für die Stadt Offenbach unter- stützt die IHK Offenbach am Main die strategische Weiterentwicklung in der Metropolre- gion. Denn die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts ist eine Daueraufgabe. Im September 2021 habe ich den Vorstandsvorsitz des Vereins Offenbach offensiv über- nommen. Ich freue mich, aktiv mitgestalten zu können und die Sicht als Unternehmerin einzubringen. Der Austausch mit Politik und Verwaltung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der IHK Offenbach am Main ist spannend und bietet mir neue Einblicke. Die Innenstädte in Stadt und Kreis Offenbach zukunftsfähig auszurichten, ist dabei eines meiner Herzensthemen. Denn lebendige Zentren mit charakteristischem Flair sind ent- scheidend, damit die Metropolregion ihre Anziehungskraft für Fachkräfte wie auch für Unternehmen behält und sich weiterentwickelt. Was sind aus Ihrer Sicht wichtige Schwerpunkte? Bringen auch Sie Ihre Expertise ein – sei es im Ehrenamt, auf dem IHK-LinkedIn-Kanal oder durch die Teilnahme an Ver- anstaltungen und Umfragen. Unsere IHK bietet vielfältige Möglichkeiten der Beteiligung und lebt von unserem Schwarmwissen als Unternehmerschaft. Davon profitieren wir alle und nicht zuletzt die gesamte Metropolregion FrankfurtRheinMain. Viel Freude beim Mitgestalten Ihre Fo to : I H K Elektrisierende Gelegenheit. Ein Angebot der Audi Leasing, Zweigniederlassung der Volkswagen Leasing GmbH, Gifhorner Straße 57, 38112 Braunschweig. Zzgl. Überführungskosten und MwSt.. Bonität vorausgesetzt. 1 Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 23,8–21,4 (NEFZ); 25,8–21,7 (WLTP); CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 0. Angaben zu den Kraftstoff-/Stromverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung des Fahrzeugs. 2 Zum Zeitpunkt der Leasingbestellung muss der Kunde der berechtigten Zielgruppe angehören und unter der genannten Tätigkeit aktiv sein. Zur berechtigten Zielgruppe zählen: gewerbetreibende Einzelkunden inkl. Handelsvertreter und Handelsmakler nach § 84 HGB bzw. § 93 HGB, selbstständige Freiberufler / Land- und Forstwirte, einge- tragene Vereine / Genossenschaften / Verbände / Stiftungen (ohne deren Mitglieder und Organe). Wenn und soweit der Kunde sein(e) Fahrzeug(e) über einen gültigen Konzern- Großkundenvertrag bestellt, ist er im Rahmen des Angebots für Audi Businesskunden nicht förderberechtigt. 3 Etwaige Rabatte bzw. Prämien sowie der Herstelleranteil am Umweltbonus sinad im Angebot bereits berücksichtigt. Der Erwerb (Kauf oder Leasing) eines neuen Audi e-tron 50 quattro1 durch Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine nach dem 18.05.2016 wird mit dem Umweltbonus inklusive Innovationsprämie gefördert, sofern das Fahrzeug nach dem 03.06.2020 und bis zum 31.12.2021 zugelassen und der Erwerb nicht zugleich mit anderen öffentlichen Mitteln gefördert wird. Ausnahme: der jeweilige Fördermittelgeber hat eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geschlossen, wobei es aber zum Zeit- punkt der Antragstellung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) noch zu keiner Auszahlung gekommen sein darf. Das Fahrzeug muss im Inland auf den/ die Antragstellerin zugelassen werden (Erstzulassung) und mindestens 6 Monate zugelassen bleiben. Sofern das Fahrzeug nach dem 04.11.2019 erstmalig zum Straßenver- kehr zugelassen wird, beträgt die Höhe des Umweltbonus inklusive Innovationsprämie für den Audi e-tron 50 quattro1 insgesamt 7.500 Euro. Ein Drittel des Umweltbonus wird seitens der AUDI AG direkt auf den Nettokaufpreis gewährt, zwei Drittel des Umweltbonus (Bundesanteil am Umweltbonus inklusive Innovationsprämie) werden nach positivem Zuwendungsbescheid auf Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unter www.bafa.de ausbezahlt. Der Antrag auf Gewährung des Bundesanteils am Umweltbonus muss bei Zulassung nach 04.11.2019 spätestens ein Jahr nach Zulassung über das elektronische Antragsformular unter www.bafa.de eingereicht werden. Auf die Gewährung des Umweltbonus besteht kein Rechtsanspruch und die Förderung endet mit Erschöpfung der bereitgestellten Fördermittel, spätestens jedoch zum 31.12.2025. Nähere Informationen zum Umweltbonus sind auf den Internetseiten des BaFa https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/ Elektromobi litaet/Neuen_ Antrag_stellen/neuen_antrag_stellen.html abrufbar. Abgebildete Sonderausstattungen sind im Angebot nicht unbedingt berück sichtigt. Alle Angaben basieren auf den Merkmalen des deutschen Marktes. Audi Business Leistung: 71 kWh/230 kW Vertragsdauer: 24 Monate Jährliche Fahrleistung: 10.000 km Sonderzahlung: € 5.000,– Monatliche Leasingrate € 247,– Sichern Sie sich den Umweltbonus inklusive Innovationsprämie3. Ein attraktives Leasingangebot für Businesskunden2: z. B. Audi e-tron 50 quattro* * Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 23,8 (NEFZ); 25,8 (WLTP); CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 0; CO2-Effizienzklasse: A+. Angaben zu den Kraftstoff-/Strom- verbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung des Fahrzeugs. Audi pre sense front, Spurverlassenswarnung, Scheinwerfer in LED Technologie, Digitaler Radioempfang u. v. m. Der Audi e-tron 50 quattro1 – jetzt die attraktive Leasingrate von € 247,– für Businesskunden2 sichern. Paul-Brass-Straße 7, 63128 Dietzenbach, Tel.: 0 60 74 / 8 01-5, info.dietzenbach@brass-gruppe.de, www.brass-dietzenbach.audi Afföllerstraße 108, 35039 Marburg, Tel.: 0 64 21 / 5 90 74-0, info.marburg@brass-gruppe.de, www.brass-marburg.audi Autohaus Brass Vertriebs GmbH & Co. KG 4020536_HEW_Brass_21605_G-Lea_210x280_01_RZic.indd 14020536_HEW_Brass_21605_G-Lea_210x280_01_RZic.indd 1 15.12.21 11:0115.12.21 11:01 EDITORIAL 3Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 NACHRICHTEN 5 Arbeitsjubiläen 5 Ohne Ehrenamt geht es nicht 6 Die Zukunft der Region mit ihren Unternehmen gestalten 8 Alle wichtigen Sprachen der Welt 9 Besser als das Internet sein 10 Mutmacher in schwierigen Zeiten 10 Kurz notiert 12 Menschen und Wirtschaft 14 Ein neuer Name für drei Märkte 16 Ins Hotel Schlafplatz in Rodgau reingeschaut 18 Wo bleibt die Zeit? 18 Von der Stippvisite bis zum Langzeitaufenthalt 19 Analytik trifft auf IT-Lösungen in der Galvanotechnik TITELTHEMA 20 FrankfurtRheinMain – vielfältig stark 23 Standortmarketing, von dem alle profitieren 24 Kultur in der Region − Kultur für die Region 26 Gemeinsam mehr erreichen 28 ÖPNV für Individualisten 30 Der RMV hat viel geleistet und noch viel zu tun 32 Gewerbe- und Industrieflächen weiter sehr gefragt 34 Im Netzwerk in die Zukunft 36 Aus Offenbach geht die Post ab RATGEBER 38 Must-have für Exporteure 38 Das neue Kaufrecht 39 Keine Klagewelle in Sicht BEKANNTMACHUNGEN 40 Erfolgsplan für das Jahr 2022 41 Finanzplan für das Jahr 2022 42 Neufassung der Gebührenordnung der IHK Offenbach am Main 45 Bekanntmachung zur Wettbewerbseinigungsstelle 46 Wirtschaftssatzung der IHK Offenbach am Main – Geschäftsjahr 2022 47 VERLAGS-SPEZIAL BILDUNG 51 Bewerben, und zwar richtig 52 IHK. Die Weiterbildung 53 IGS Lindenfeld weist den Weg ins Berufsleben 54 Talente aus der Region punkten mit Spitzenergebnissen NETZWERKE 55 Unternehmerische Expertise gefragt 55 Neue Mitglieder des Masterplanbeirats berufen 56 Auf Bundesebene aktiv für den „besten Unternehmerverband“ VERANSTALTUNGEN 57 News für Versicherungsund Finanzexperten 58 Einzelberatung zu individuellen Fragestellungen TITELTHEMA METROPOLREGION RHEIN-MAIN 14 Die Metropolregion FrankfurtRhein- Main ist ein wirtschaftliches Schwer- gewicht in Deutschland und heraus- ragend zum Leben und Arbeiten. 4 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 INHALT Arbeitsjubiläen 40 Jahre Ulrike Freier Herth+Buss Fahrzeug- teile GmbH & Co. KG 10 Jahre Michael Komm Herth+Buss Fahrzeug- teile GmbH & Co. KG Überreichen Sie Ihren langjährigen Mitarbeitern zu deren Arbeitsjubiläum als sichtbare Anerkennung eine Urkunde der IHK Offenbach am Main. Das Jubiläum wird auf Wunsch zusätzlich im IHK- Magazin „Offenbacher Wirtschaft“ veröffentlicht. Bei Interesse teilen Sie uns bitte mit: ❙ Name des Jubilars ❙ Jubiläumsdatum ❙ genaue Firmierung des Unternehmens (entsprechend Eintragung in Handelsregister bzw. Gewerbeanmeldung) Die Kosten für eine Urkunde mit Rahmung betragen 30 Euro inkl. MwSt. Weitere Informationen unter www.offenbach.ihk.de/P2863/ Kontakt IHK-Kundenzentrum Telefon 069 8207-0 | Fax -149 service@offenbach.ihk.de Die meisten Menschen haben die Bilder der Flutkatastrophe im Ahrtal noch im Gedächtnis, Bilder von unvorstellbaren Zerstörungen, aber auch Bilder einer unglaublichen Hilfsbereitschaft. Tausende Helfer aus ganz Deutschland fuhren in das Flutgebiet, um zu helfen, sei es als Privatperson oder als Mitglied einer Institution oder Organisation. Im Ahrtal zeigte sich überdeutlich, was im Alltag oft übersehen wird: Ohne Ehrenamt geht es nicht! Unsere Gesellschaft ist darauf angewiesen, sei es bei der Feuerwehr oder den Rettungsdiensten, im Katastrophen- schutz, in der Justiz oder der Kommunalpolitik, in der Jugendarbeit, in der IHK oder im Sportverein. Ehrenamt ist der Klebstoff, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Für Arbeitgeber aber bedeuten Freistellungen von ehrenamtlich tätigen Mitarbeitenden immer auch eine Beeinträchtigung der betrieb- lichen Abläufe. Manche kommen der Verpflichtung zur Freistellung deshalb eher zähneknirschend nach. Andere unterstützen ehrenamt- liche Aktivitäten ihrer Mitarbeitenden. Wie gehen Sie mit Freistellungen um? Bitte nehmen Sie an unserer kurzen Online-Umfrage teil. Nutzen Sie dazu bitte den QR-Code. Die IHK Offenbach am Main will herausfinden, ob Freistellung in unserer Region ein wichtiges Thema ist und ob Informations- oder Unterstützungsbedarf besteht. Herzlichen Dank für Ihre Teilnahme! IHK-Unternehmensumfrage zur Freistellung ehrenamtlich tätiger Mitarbeiter Ohne Ehrenamt geht es nicht Ehrenamt nimmt Zeit in Anspruch und manchmal kollidiert diese Zeit mit der Zeit, die eigentlich für die Erwerbsarbeit vorgesehen ist. Daher hat der Gesetzgeber für Ehrenämter, die im öffentlichen Interesse sind, einen gesetzlichen Anspruch auf Freistellung von der Arbeits- leistung festgelegt. Wie gehen Unternehmen damit um? Kontakt Peter Sülzen Telefon 069 8207-244 suelzen@offenbach.ihk.de 5Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 NACHRICHTEN IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller machte in ihrer Begrüßung deutlich: „Die Unternehmer, die vor 200 Jahren zum ersten Mal zusammenkamen, hatten nicht nur eine Vision für ihre Unternehmen, sondern auch für die Entwicklung einer prosperierenden Region, die sie mitgestalten wollten. Dieses Ziel hat die IHK in 200 Jahren Wandel vor Ort verfolgt. Eigeninitiative und Verantwortung treiben uns als Unternehmerinnen und Unternehmer in der IHK auch heute an, wenn es um Zukunftsthemen wie die Digitalisierung oder die nachhaltige Transformation der Wirtschaft und unseren Standort geht. Der Dialog mit allen Wirt- schaftsakteuren sowie mit Politik und Verwaltung ist uns wichtig.“ Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir präsentierte in einem Film- beitrag, wie die Zukunft an einem Ort mit besonderem Potenzial aussehen wird: Der Innovationscampus Offenbach, auf dem 36 create change! – 200 Jahre IHK Offenbach am Main Die Zukunft der Region mit ihren Unternehmen gestalten Wie sich der starke Standort Region Offenbach weiterentwickeln soll, war Thema der zweiten Veranstaltung zum 200-jährigen Jubiläum der IHK Offenbach am Main am 19. Oktober 2021. Mehr als 300 Gäste nahmen teil – einige vor Ort, andere online. Zum Zukunftstalk in der IHK trafen sich (v. l. n. r.) Dr. Jürgen Willmann, Kudernak GmbH, Rödermark, Kiki Radicke, Adacor Hosting GmbH, Offenbach, Moderatorin Evren Gezer und Patrik Ponec, Honda R&D Europe GmbH, Offenbach. Fo to s: IH K 6 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 NACHRICHTEN Hektar Zukunft entstehen werden, sei die größte innerstädtische Freifläche in Hessen. Die habe so niemand. Al-Wazir betonte: „Wenn man die Geschichte betrachtet, haben die Offenbacher immer aus ihrer Lage – die auch manchmal nicht einfach war – das Beste gemacht. Und genauso wird es hier auch. Da bin ich mir sicher.“ Die IHK Offenbach am Main nehme bei der Standortentwicklung eine aktive Rolle ein. „Alle ziehen an einem Strang“, hob Al-Wazir hervor. Zukunft entsteht in den Unternehmen in Stadt und Kreis Offenbach. Mit Mut und Engagement werden innovative Produkte und Lösungen entwickelt. Technologien wie künstliche Intelli- genz, additive Fertigung und die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfung sollen auch in Jetzt streamen Aufzeichnungen des IHK-Live-Talks „create change!“ inklusive der Unternehmensporträts sowie der IHK-Zeitreise „feier-abend“ sind verfügbar unter: www.IHKOF.DE/200 Den Innovations- campus, der in seiner Heimatstadt Offenbach entsteht, stellte Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir in einem Film vor. Zukunft Wachstum ermöglichen. Das belegten die in kurzen Filmen gezeigten Unternehmens- beispiele aus der Region. Die Unternehmer und Unternehmerinnen diskutierten im Vorfeld und während der Veranstaltung online in einem „Future Lab“ und brachten ihre Einschätzungen zu den Zukunftsthemen ein. Für sie ist die Digitali- sierung das Topthema in den nächsten zwei Jahren, gefolgt von der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, Produkte und Services. Zweite Priorität hat Nachhaltigkeit, wobei zukünftig das Engagement dafür im eigenen Unternehmen steigen soll. Was die Zukunft der Arbeitswelt angeht, war sich die überwie- gende Mehrheit der Teilnehmenden sicher, auch nach der Pandemie flexibel mobil und in Präsenz arbeiten zu wollen. 7Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 NACHRICHTEN IHR LOGISTIK- UND TRANSPORTDIENSTLEISTER WELTWEIT www.agotrans.de agotrans Logistik GmbH Behringstraße 1 6 3110 Rodgau Tel. : +49 (0) 6106 - 28 38 - 0 · info@agotrans.de Klassische Übersetzungen machen heute nur einen Bruchteil der Aufträge aus. Wichtiger sei den EVS-Kunden, dass ihr Videomaterial für den internationalen Gebrauch so aufgearbei- tet wird, dass es von Japan über die USA, Brasilien, Spanien oder die Türkei verstanden wird und die Firma einheitlich repräsentiert. Besonders gefragt sind webbasierte Trai- ningsvideos, die in 20 bis 50 Länder geschickt werden. Die Übersetzungslösungen reichen von einfacher Untertitelung im sekunden- genauen Timing zum Film bis zur kompletten Synchronisation mit professionellem Sprecher. „Technische und linguistische Expertise clever und kreativ zu kombinieren war anfangs herausfordernd für unsere IT“, erklärt Vick. „Corona hat uns da ein bisschen in die Hände gespielt, denn plötzlich waren persönliche Kontakte nur noch online möglich und unser Know-how war sehr gefragt. Wir haben Video- konferenzen auf Vorstandsebene transkri- biert, mit Untertiteln versehen und teils sogar mehrsprachig Protokoll geführt.“ Garantierte Datensicherheit Im Lauf von 30 Jahren entwickelte und ermöglichte das EVS-IT-Team ein daten- sicheres Arbeiten an jedem Ort. „Selbst ein Arbeitsplatz am Nordkap wäre realisierbar“, versichert Vick. EVS forscht zu künstlicher Intelligenz, investiert in ihre Weiterentwick- lung und füttert Übersetzungsmaschinen mit Unmengen an Daten. Denn durch maschinelle Übersetzungen können innerhalb kürzester Zeit große Dokumente mit mehreren Tausend Seiten wie juristische Unterlagen oder klinische Studien bearbeitet werden. Da ein vertraulicher Umgang mit sensiblen Daten für alle Kunden ein absolutes Muss ist, lässt sich EVS Translations regelmäßig entsprechend zertifizieren. www.evs-translations.com Offenbacher Übersetzungsspezialist feierte 30-jähriges Bestehen Alle wichtigen Sprachen der Welt Beim Start 1991 war sich Edward Vick sicher: „Der Bedarf ist groß. Und ich kann ihn professionell bedienen.“ Aktuell arbeiten weltweit 150 Menschen für das nach wie vor unabhängige und inhabergeführte Unternehmen. Laut Vick listen die Branchenportale Slator und Nimdzi die EVS Translations GmbH in den Top 100 der weltweit größten Sprachdienstleister. Fo to : E VS Kontakt Michael Schacht Telefon 069 829799-99 salesde@evs-translations.com Edward Vick hat EVS Translations gegrün- det und zu einem Sprachdienstleistungs- unternehmen von globalem Renommee entwickelt. 8 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 NACHRICHTEN Telefon Mail Online 06108 6020 info@tillmann-verpackungen.de tillmann-verpackungen.de Sonderanfertigung • Standardsortiment • Konfektionierung Die richtige Verpackung bringt Ihr Produkt groß raus. IHK Offenbach - 2017.indd 1 11.01.17 11:40 Von der Blechschraube bis zur Schweißanlage, von der Arbeitshose bis zum Pipelinezubehör – die Franz Schneider GmbH & Co. KG hält das Gewünschte bereit oder besorgt es binnen Tagesfrist. „Wir richten auch ganze Baustellen und Werkstätten ein“, erklärt Michael Ziegler, der seit 1984 im Unternehmen arbeitet und seit 2002 Geschäftsführer ist. Das umfangreiche Sortiment, das auch der Online-Shop auf seiner Website zeigt, befindet sich in Offenbach oder im Gießener Zentral- lager des Einkaufsverbands, zu dem der Großhändler gehört. „Was bis 16 Uhr geordert wird, ist am nächsten Tag da, kann abgeholt oder geliefert werden“, verspricht Ziegler. So schnell zu sein, aber auch flexibel und zuverlässig, das sei ausschlaggebend für die Kunden, egal, ob es kleine Handwerksbetriebe sind oder große Industrieunterneh- men. „Wir versuchen immer etwas besser zu sein, vor allem besser als das Internet“, sagt er. Auch Wartungen und Reparaturen erledigt sein Team. „2018 haben wir eine Frankfurter Schweißtechnikfirma übernommen. Einige Mitarbeiter sind qualifiziert, um die jährliche Gasprüfung vorzunehmen. Andere dürfen Regale und Steiggeräte prüfen“, berichtet der Geschäftsführer. Derzeit haben er und sein Sohn Andreas, der seit 2014 im Unterneh- men ist, acht Angestellte. Die sind gelegentlich europaweit unterwegs, aktuell beispielsweise in Dänemark und Polen. Eine Besonderheit ist, dass die Franz Schneider GmbH & Co. KG auch Zubehör für den Pipe- linebau liefert. „Deutschlandweit gibt es nur zwei oder drei weitere Anbieter in diesem Bereich“, erklärt Michael Ziegler. www.werkzeug-schneider.de 75-jähriges Jubiläum im Jahr 2021 Besser als das Internet sein 1946 eröffnete Franz Schneider in einem Hinterzimmer in Offenbachs Frankfurter Straße einen technischen Großhandel. Heute, nach mehreren Umzügen und Erweiterungen, hat das Unternehmen eine riesige Auswahl an unterschiedlichsten Artikeln für Handwerk und Industrie im Angebot. Michael (l.) und Andreas Ziegler haben im vergangenen Jahr den 75. Geburtstag ihres Werkzeuggroßhandels in der Offenbacher Wilhelmstraße gefeiert. Fo to : A re ns -D ür r/ IH K 9Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 NACHRICHTEN Jobs fürs Homeoffice NEU-ISENBURG. Die branchenübergreifende und überregionale Online-Jobbörse jobsathome GmbH richtet sich an Freelancer und Sozialversicherungspflichtige, die einen Job im Homeoffice suchen. Claudia Bauser, Marc Schnieder und Thorsten W. Schnieder haben sie im März 2021 gegründet. „Wir möchten Bewerberinnen und Bewerbern helfen, Arbeitgeber zu finden, die ihnen dauerhaft Homeoffice ermöglichen und nicht nach ein paar Wochen Präsenz- pflicht am Arbeitsplatz fordern“, erklärt Thorsten W. Schnieder. Auch sollen Unternehmen beim Finden geeigneter Fachkräfte unterstützt werden. Der Fokus liegt auf der Stellenbeschreibung, unabhängig vom Wohnort. Eine Umgebungssuche entfällt. www.jobsathome.de Platz für Ausbildung LANGEN. Die Pittler ProRegion Berufsausbildung GmbH (PBA) plant ein zusätzliches Betriebsgebäude an der Ecke Siemens- und Triftstraße, südlich des bestehenden Ausbildungszentrums. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf voraussichtlich 6,1 Millionen Euro. Abzüglich eines KfW-Investitionskostenzuschusses von 1,34 Millionen will sie den Neubau selbst finanzieren. Bei der PBA lernen über 500 junge Menschen aus mehr als 120 Unternehmen in Berufen der Fachbereiche Metall, Elektro, Kältetechnik/Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Facility Management. Sie gehört zu den größten und modernsten Aus- und Weiterbildungs- zentren im Rhein-Main-Gebiet und ist sehr beliebt. www.pba-online.de Logistik für Insektenzucht HEUSENSTAMM. Dematic baut für die Aspire Food Group im kanadischen London (Ontario) die weltweit erste vollauto- matische Anlage zur Produktion von Insektenproteinen. Für den führenden Anbieter von Verzehrinsekten installiert der Intra- logistikspezialist sein „Automated Storage and Retrieval System (AS/RS)“. Mit diesem Regalbediensystem soll die Produktion von Insektenproteinen in Lebensmittelqualität revolutioniert werden und als alternative Proteinquelle einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2022 geplant. www.dematic.com Kurz notiert „So etwas hatte ich bis dato noch nie miterlebt. Alles stand still. Nichts bewegte sich, im wahrsten Sinne des Wortes. Angst und Unsicherheit machten sich breit“, schildert Giorgo Papanikolaou von People Grow, wie es ihm zu Beginn des Lockdowns erging. Der Offenbacher Recruiting-Fachmann konnte aber bald vermitteln, dass seine Methode der Personalgewinnung auch in dieser schwierigen Zeit funktioniert. Andere Autoren erklären, wie sie es schafften, auf Entlassungen und staatliche Hilfen zu verzichten, oder wie sie durch geschicktes Marke- ting ihre Kundenkontakte halten und sogar Neukunden gewinnen konnten. Geschichten von Auswegen und Neuanfängen Mutmacher in schwierigen Zeiten 20 ganz unterschiedliche Unternehmer erzählen auf fast 400 Seiten von ihren Erfah- rungen mit der Coronapandemie – von der Schockstarre über die Suche nach Chancen bis zur gelungenen Neuorientierung. Mutmacher, Herausgeber: Dr. Stefanie Fuchs-Mertins, Josua Koberg, Kosys Akademie & Verlag GmbH, ISBN 3964400106, 29,95 Euro. Erhältlich im Buchhandel. Fo to : I H K 10 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 NACHRICHTEN Die Bank an Ihrer Seite Mehr Informationen finden Sie unter commerzbank.de/kontoangebot. Gerne sprechen wir mit Ihnen persönlich. Vereinbaren Sie dazu einfach einen Termin mit Ihrem regionalen Ansprechpartner. Filiale Offenbach Kaiserstrasse 74 63065 Offenbach am Main Herr Thorsten Schultz Telefon 069 82 001 269 Informationen zur Bewertung: www.commerzbank.de/topkonten brauche ich smarte und professionelle Lösungen für meinen Zahlungsverkehr. Damit sich mein Konto und mein Geschäft optimal ergänzen, Commerzbank KlassikGeschäftskonto Top-Konten für Einzelunternehmer AUSGABE 04/21 Quelle: tetralog Im Test: 33 Anbieter gültig bis 12/22 www.business-punk.com/2021/11/top-konten-2021/ Commerzbank PremiumGeschäftskonto Top-Konten für Einzelunternehmer AUSGABE 04/21 Quelle: tetralog Im Test: 33 Anbieter gültig bis 12/22 www.business-punk.com/2021/11/top-konten-2021/ ANZ Commerzbank IHK Offenbach 210x280 02.12.21 ANZ_Commerzbank_IHK_Offenbach_210x280.indd 1ANZ_Commerzbank_IHK_Offenbach_210x280.indd 1 03.12.21 13:2503.12.21 13:25 Wechsel an der HIHK-Spitze Während der Mitgliederversammlung des Hessischen Industrie- und Handelskammertags (HIHK) im November 2021 wurde Kirsten Schoder-Steinmüller einstimmig zur neuen HIHK-Präsidentin gewählt. Sie folgt auf Eberhard Flammer. Der HIHK vertritt das gesamtwirt- schaftliche Interesse von rund 400.000 Mitgliedsunternehmen mit 1,8 Millionen Beschäftigten in Hessen. Die Betriebswirtin Schoder-Steinmüller leitet die metallverarbeitende Schoder GmbH in Langen und ist seit 2017 Präsidentin der IHK Offen- bach am Main. Sie war Vizepräsidentin des HIHK und will die erfolg- reiche Arbeit des Präsidiums fortführen. „Das Ziel eines wirtschafts- politischen Masterplans greife ich auf. Hessens Betriebe brauchen politische Rahmenbedingungen, die private Investitionen anregen und gleichzeitig staatliche Bürokratie abbauen. Das wird eine große politische Aufgabe angesichts vieler Herausforderungen. Ich nenne beispielhaft den Fachkräftemangel, die demografische Entwicklung, die bröckelnde Infrastruktur und den gemeinsamen Weg zur Klima- neutralität. In meiner Amtszeit werde ich mich mit voller Kraft für die Wettbewerbsfähigkeit hessischer Betriebe einsetzen“, erklärt sie. Fo to : H IH K Fo to : H IH K Fo to : I H K Da rm st ad t/ Kl au s M ai Menschen und WirtschaftMenschen und Wirtschaft Das aktuelle HIHK-Präsidium (v. l. n. r.): Ulrich Caspar, Kirsten Schoder-Steinmüller und Dr. Christian Gastl. Frank Aletter Robert Lippmann Das neue HIHK-Präsidium komplettieren Dr. Christian Gastl, Präsident der IHK Wiesbaden und auch bisheriger Vizepräsident des HIHK, sowie Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt am Main. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier würdigte Eberhard Flammers Engagement und verlieh ihm den Hessischen Verdienstorden. Mit der IHK-Welt vertraut Zum 1. Januar 2022 hat Frank Aletter die Nachfolge von Robert Lippmann als HIHK-Geschäftsführer angetreten, der seit dem 1. November 2021 die IHK Darmstadt Rhein Main Neckar leitet. Aletter war zuvor geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Deutsch-Serbi- schen Wirtschaftskammer (AHK Serbien). Der 43-jährige Jurist verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung in leitenden Funktionen bei deut- schen Auslandshandelskammern und beim DIHK. Er war stellver- tretender Geschäftsführer sowohl der Deutschen Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika als auch der Deutsch-Nieder- ländischen Handelskammer. Beim DIHK in Berlin war er als Leiter des Koordinierungssektors der AHK-Ver- tretungen tätig. www.hihk.de 12 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 NACHRICHTEN Deters steigt bei Sport 2000 aus Hans-Hermann Deters, seit Ende 2014 Geschäftsführer bei Sport 2000, beendet am 31. März 2022 seine berufliche Karriere. „Ich hatte das Privileg, mehr als 30 Jahre in dieser spannenden Sportbranche tätig zu sein. Jetzt freue ich mich aber auch, seit Langem in München wohnhaft, meinen Lebensmittelpunkt künftig wieder dorthin zu verlagern“, so Deters. „Die Sport 2000 ist hervorragend aufgestellt“, betont Matthias Grevener, Vorstand der Muttergesellschaft ANWR Group eG. Deters habe den maßgeblichen Anteil an der erfolg- reichen Ausrichtung zur führenden Verbundgruppe für Spezialisierung beigetragen. Derzeit werde eine adäquate Nachfolge organisiert. www.anwr-group.com Fo to : A N W R Fo to : p riv at Fo to : I H K Zurück nach Langen Uwe Linder wird Anfang April 2022 neuer Geschäftsführer der Stadtwerke Langen. Er folgt auf Manfred Pusdrowski, der in den Ruhestand tritt. Linder ist in Langen aufgewachsen und zur Schule gegangen. Der Diplom-Ingenieur hat an der TH Darmstadt Elektrotechnik studiert. Seinen mehr als 30-jährigen Karriereweg hat er in der kommunalen und regionalen Ver- und Entsorgungswirtschaft be- schritten. Die Leitung der Stadtwerke sieht der 56-Jährige als reizvolle Position: „Ich fühle mich von der fachlichen Breite angesprochen, die mit dieser Aufgabe verbunden ist. In meinen bisherigen Positionen habe ich in mehreren Unterneh- men Erfahrungen in all diesen Themen sammeln können. Hier in Langen kann ich jetzt diese Erfahrungen und Kompetenzen gebündelt einsetzen.“ www.stadtwerke-langen.de Neuer IHK-Vizepräsident Die Vollversammlung der IHK Offenbach am Main hat Michael Grunwald in ihrer Sitzung am 9. Dezember 2021 einstimmig in das Präsidium der IHK gewählt. Der 45-jährige Kaufmann ist Inhaber und Geschäftsführer der Grunwald Display Solutions GmbH in Dreieich. Er gehört seit 2019 der IHK-Vollversammlung an, in der er die Wahlgruppe Großhandel vertritt. Zudem engagiert er sich im IHK-Expertenrat Kommunikation. VIDEO – Safety – Guard – Tower Baustellenüberwachung Sichern Sie Ihr Eigentum Unkomplizierte Sofortmontage einer mobilen Einbruchmeldeanlage jederzeit möglich. Dem Ernstfall einen Schritt voraus • Schnelle und professionelle Sicherung Ihres Objektes innerhalb von 48 Stunden • Kostengünstig mieten Wir beraten Sie gerne individuell in allen Fragen rund um Ihre Sicherheit. Besuchen Sie unser Sicherheitscenter. Heinrich-Krumm-Straße 9 63073 Offenbach www.bws-offenbach.de Telefon: 069/888 145 13Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 NACHRICHTEN Mit einem Umsatz von 83 Millionen Euro für das erste Halbjahr 2021 verzeichnet das Unter- nehmen eine Steigerung von mehr als 100 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2020. Insgesamt geht der Konzern von einem Umsatz von 100 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2021 aus. Nun soll die die Umbenennung dem rasanten Wachstum und der großen Produktpalette Ausdruck verleihen. „One“ bleibe ein wichtiger Bestandteil des Namens, denn es repräsentiere den unternehmerischen Erfolg der Online-Plattform als One-Stop-Lösung. TheOneGroup bildet das Dach für die drei Submarken und baut damit zugleich auf drei Märkten ihre Position aus: TheOneMedical für Medizinbedarf, TheOneFashion für Mode und TheOneTextile für Arbeitsbekleidung. Seit 2019 hat der Konzern 130 neue Mitarbeiter eingestellt und beschäftigt nun insgesamt 180 Menschen in Deutschland, Österreich, Polen, der Türkei und Asien. „Unsere Kunden mögen an unserem Konzept besonders, dass wir schnell eine Lösung für sie suchen und finden. Wir sind flexibel und in der Lage, unsere Produktion im Nu neuen Gegeben- heiten anzupassen“, sagt Geschäftsführer Sascha Fussmann. www.theonegroup.de Flexible Lösungen für Mode und Arbeitsbekleidung Ein neuer Name für drei Märkte Die Dreieicher Textile One GmbH hat ihr Portfolio erweitert und firmiert unter dem neuen Namen TheOneGroup GmbH. Sie beliefert unter anderem Unternehmen, Kliniken, Behörden sowie den Einzel- und Großhandel mit Textil- und Medizinprodukten. Die Gründer und Geschäftsführer von TheOneGroup: Christian Yaglioglu (l.) und Sascha Fussmann (r.). Fo to : T he O ne Gr ou p 14 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 NACHRICHTEN Fo to : A re ns -D ür r/ IH K Was tut man mit einem großen freien Grund- stück in Rodgau-Dudenhofen? Klaus Kaiser dachte darüber mit seinem Architekten nach und der hatte die Idee, ein Hotel zu bauen. Das 2019 eröffnete Haus überzeugt durch klare Formen, ausgesuchte Designelemente und etliche für den Gast angenehme Details. Umgeben wird das Gebäude von einem Wohngebiet, dem Friedhof und dem Gewer- begebiet an der Hegelstraße. Letzteres will die Stadt in den nächsten Jahren komplett umgestalten, um die Aufenthaltsqualität des Areals zu steigern. Das bedeutet: „Hinter unserem Hotel soll eine parkartige Anlage entstehen, außerdem neue Wohnbebauung, ein Ärztehaus und eine Kita. Das verbessert unsere Lage weiter. Die wird jetzt schon in den Buchungsportalen als gut bewertet. Die Umsetzung kann allerdings einige Jahre dauern“, berichtet Kaiser. Von der Autobahn wie von der S-Bahn-Station sind es nur wenige Minuten bis zum „Schlaf- platz“. Die große Parkfläche mit E-Ladestation vorm Haus ist ebenso videoüberwacht wie die Fahrradgarage, in der auch E-Biker ihre Gefährte gut aufgehoben wissen und die Akkus laden. Neben der Eingangstür zum Hotel überrascht ein Check-in-Automat. Kaiser erklärt: „Wir haben keine 24-Stunden- Rezeption, aber am Automaten wird unkom- pliziert zu jeder Tages- und Nachtzeit mit oder ohne vorherige Reservierung eingecheckt.“ Zu gewöhnlichen Anreisezeiten wartet eine Mitarbeiterin am Empfangscounter, an dem Birgit Arens-Dürr hat ins Hotel Schlafplatz in Rodgau reingeschaut 16 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 NACHRICHTEN Klaus Kaiser in einem der individuell gestalteten Hotelzimmer. in Edelstahlbuchstaben „Schlafplatz“ prangt. Im hellen großzügigen Frühstücksraum mit Terrasse bietet das Team morgens ein Frühstücksbuffet an und tischt zum Beispiel selbst gebackenes glutenfreies Brot auf. Die Küche wäre für ein umfangreicheres gastronomisches Angebot geeignet, aber einstweilen passt das Garni-Konzept. Fünf Mitarbeiterinnen beschäftigt Kaiser und berichtet: „Sie wohnen alle in der Nähe, auch Hotelmanagerin Heike Stadlober, die vorher ein Hotel in Frankfurt geleitet hat.“ Auf Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch oder Rumänisch begrüßen oder bewirten sie die Gäste. Im ersten Stock verfügt das Hotel über 37 großzügige Einzelzimmer. Die elf Doppelzim- mer haben jeweils einen geräumigen Balkon. Ein Zimmer ist rollstuhlgerecht. Barrierefrei ist das gesamte Haus. Dank Glasfaseranschluss steht überall superschnelles WLAN zur Ver- fügung. Auf dem Gebäudedach wurde eine Foto- voltaikanlage installiert. „Wir nutzen ein Speichersystem und stellen unsere Industrie- waschmaschinen zum Beispiel möglichst nur bei Sonnenschein an“, sagt Kaiser. Die Anlage deckt auch den Energiebedarf der Wärme- pumpen zum Heizen oder Klimatisieren der Zimmer. Keins davon ist wie das andere, denn Kaisers Ehefrau hat für jedes eine eigene Gestaltung entwickelt. Unterschiedliche Tape- ten, Möbel und Wohntextilien schaffen jeweils Wohlfühlambiente. „Wir haben viele Matrat- zen, Kopfkissen und Handtücher ausprobiert und uns für das entschieden, was wir selbst am besten fanden“, berichtet der Projektent- wickler. Erfahrungslücken in der Hotelbranche macht er durch Überlegen, Testen und Planen wett. Als Bauträger ist er mit allen Gewerken vertraut und kooperiert seit Langem mit Handwerkern. Einer seiner Ansprüche lautet: Das Haus soll nie verwohnt wirken. Sobald etwas beschädigt oder abgenutzt ist, wird es fachgerecht instand gesetzt. Wenige Monate nach der Hoteleröffnung begann die Coronapandemie. „Wir hatten nicht einen Tag zu. Aber es gab starke Schwankungen. Zeitweise waren die Mitarbei- terinnen in Kurzarbeit“, sagt Kaiser. Entlassun- gen hätten nie zur Debatte gestanden. Einige Unternehmen aus der Region sind Stamm- kunden geworden. Zu seinen weiteren Plänen gehört, den niedrigen CO2-Fußabdruck des Hotels feststellen und vom TÜV zertifizieren zu lassen. Was Klaus Kaiser nicht plant, ist ein weiteres Hotel. Das „Schlafplatz“ ist und bleibt ein Unikat. www.schlafplatz-rodgau.de Klaus Kaiser hat viele Häuser gebaut, aber nur ein Hotel. Er hat es „Schlafplatz“ getauft. Seine langjährige Erfahrung als Bauträger, jede Menge Herzblut und viele besondere Ideen seiner Ehefrau sind in das Projekt geflossen. 17Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 NACHRICHTEN Kurze Wege in die City und nach Frankfurt Von der Stippvisite bis zum Langzeitaufenthalt Im vergangenen Sommer hat das Holiday Inn Express Offenbach in der Berliner Straße eröffnet. Es liegt nahe zur S-Bahn Ledermuseum sowie zu Innenstadt und Hauptbahnhof. Das Hotel verfügt über 170 schallisolierte Gästezimmer mit Verdunkelungsrollos. 13 „Longstay-Zimmer“ sind mit Balkon, Küchenzeile mit Kühlschrank, Spülmaschine und Waschtrockner ausgestattet. In 48 Zimmern ist zusätzlich eine Schlafcouch oder ein Extrabett vorhanden. Das Holiday Inn Express Offenbach hat eine Tiefgarage und eine Hotelbar. Ein kontinentales Frühstücksbuffet ist im Zimmerpreis enthalten. www.hiexpress.com Draht-Weissbäcker KG Steinstr. 46 - 48, 64807 Dieburg Tel. (0 60 71) 9 88 10 · Fax (0 60 71) 51 61 Internet: www.draht-weissbaecker.de Email: draht@weissbaecker.de · Draht- und Gitterzäune · Tore · Schiebetore · Drehkreuze · Türen · Schranken · Gabionen · Pfosten · Sicherheitszäune · Mobile Bauzäune · Alu-Zäune · sämtliche Drahtgeflechte · Alu-Toranlagen · Rankanlagen · auch Privatverkauf Zäune · Gitter · tore Mitmachen und drei Tage dokumentieren Wo bleibt die Zeit? Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder führen bis Ende des Jahres die „Zeitverwendungs- erhebung (ZVE) 2022“ durch. Das Hessische Statistische Landesamt sucht rund 800 Haushalte in Hessen, die freiwillig an der Erhebung teilnehmen. Die Daten der ZVE sind eine wichtige Grundlage für gesellschaftspolitische Maßnahmen und machen unter anderem sichtbar, in welchem Umfang unbezahlte Arbeit wie Kinderbetreuung, Haushaltsführung, Pflege und Ehrenamt stattfindet. Die Teilnahme an der Erhebung ist online oder über einen Papierfragebogen möglich. Als Dankeschön erhält jeder teilnehmende Haushalt eine Geldprämie von mindestens 35 Euro, nämlich 15 Euro je Haushalt und 20 Euro je teil- nehmendes Haushaltsmitglied ab zehn Jahren. www.zve2022.de Wir suchen CNC - Werkzeugmaschinen Maschinenhandel ZACH GmbH in Mühlheim Telefon 0 61 08/7 32 82 . zach@zach-maschinen.de Holger Honig I Heusenstammer Straße 3 I 63179 Obertshausen Für mehr Zeit & Diskretion – Termine nach Vereinbarung! SCHAFFEN SIE AUS ALTEN WERTEN NEUE MÖGLICHKEITEN Ankauf von: Schmuck I Gold I Münzen I Uhren I Antiquitäten Tel. 0 6104 9 531315 I www.goldhaus.net Jetzt Termin vereinbaren! Online oder telefonisch! Anz. Goldhaus IHK 90x57mm 06.2021.indd 1Anz. Goldhaus IHK 90x57mm 06.2021.indd 1 22.06.21 17:0822.06.21 17:08 Sie haben Ihre erste Karriere als Unternehmenslenker erfolg- reich abgeschlossen und suchen eine neue Herausforderung? Wir suchen Sie als COACH (m/w/d), für eine CEO-Beratergruppe im Rhein-Main-Gebiet und Südhessen. Kommen Sie in unser Team, bauen Sie mit unserer Unter- stützung eine Gruppe auf und arbeiten Sie mit Top-Entscheidern an deren Herausforderungen – zum Vorteil ihrer Unternehmen, Familien und ihres Umfelds. B info@vistage-hessen.de < www.vistage-hessen.de ✆ 0641 201032-0 Offenbacher WIRTSCHAFT Das Magazin der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main für die Region 3-4 | 2022 TITELTHEMA Wirtschaftsfaktor Mensch Ihre Unternehmensnachrichten im IHK-Magazin Wir berichten in der Offenbacher Wirtschaft – print und online – über Ihr Unternehmen. Senden Sie uns Ihre Nachrichten an: redaktion@offenbach.ihk.de 18 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 NACHRICHTEN Die perfekte Analyse, so exakt wie möglich und so genau wie nötig – nach diesem Maßstab findet das Unternehmen Gravitech effiziente Lösungen, um Proben jeder Art zu bestimmen. Die Inhaberin und Gründerin Dr. Elke Spahn entwickelt kundenspezifische Applikationen und setzt auf über 25 Jahre Erfahrung, Forschung und Entwicklung im Bereich analytische Chemie. Der Oberflächenbeschichter und Geschäftsführer der B+T Unterneh- mensgruppe Frank Benner hat schon vor Jahren den Weg Richtung Industrie 4.0 eingeschlagen und vorausschauende Wartung im Bereich der galvanotechnischen Beschichtung realisiert. Das B+T IT-Department treibt die Digitalisierung des Produktionsprozesses stetig voran. Das Ziel ist es, konstant beste Qualität und Effizienz zu erreichen. Benner sieht im Gravitech-Analysesystem „alino“ großes Potenzial zur Prozessoptimierung. Es führt auch unerfahrene Bediener Schritt für Schritt durch den Prozess und ermöglicht valide Ergebnisse. Gemein- schaftlich wollen die Unternehmen das Analyseverfahren aus dem Labor als vollautomatische Inline-Lösung an die Beschichtungsanlage bringen und maßgeschneiderte Lösungen zum individuellen Kunden- nutzen erarbeiten. www.gravitech.de www.bt-unternehmensgruppe.de Gravitech und B+T kooperieren Analytik trifft auf IT-Lösungen in der Galvanotechnik Die Expertisen der Gravitech GmbH in Rodgau und der B+T Unternehmensgruppe in Hüttenberg fließen in ein Gemeinschaftsprojekt, mit dem Kunden ihre Prozesse optimieren können. Gravitech-Geschäftsführerin Dr. Elke Spahn und Frank Benner, Geschäftsführer der B+T Unterneh- mensgruppe, freuen sich auf die Zusammenarbeit. Fo to : B +T U nt er ne hm en sg ru pp e IHR PARTNER IN SACHEN ETIKETTEN Für jeden Etikettenbedarf die passende Lösung. Individuell in Form, Farbe, Material und Haftung. Herderstraße 8 63073 Offenbach am Main Tel 069 89993-0 Fax 069 89993-45 info@of-etiketten.de www.of-etiketten.de OFFENBACHER ETIKETTENFABRIK Joachim Siebert Anzeige_184x46_2019_Layout 1 23.10.2018 11:25 Seite 1 19Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 NACHRICHTEN KOOPeRatiONeN FÜR eiNe heRaUSRaGeNDe metROPOlReGiON FrankfurtRheinMain – vielfältig stark Zahlen, Daten, Fakten: Knapp 5,8 millionen einwohner erwirtschafteten hier auf 4,1 Prozent der Fläche Deutschlands zuletzt 8,2 Prozent der nationalen Brutto- wertschöpfung. Die 14.753 Quadratkilometer große metropolregion FrankfurtRhein-main (FRm) ist ein wirtschaftliches Schwergewicht. hier werden rund 250 mil-liarden euro im Jahr generiert. Die Bruttowertschöpfung je einwohner liegt mit knapp 43.000 euro deutlich über dem Bundesschnitt von etwa 36.000 euro. 20 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 TITELTHEMA Die drei Bundesländer übergreifende Metropolregion ist überaus vielfältig aufgestellt: FRM ist unter anderem internationaler Finanzplatz, eine Verkehrs- und Logistikdrehscheibe mitten in Europa, europäischer Internetknoten und eine Wissensregion mit 34 Hochschulen, an denen 250.000 junge Menschen studieren. Letzteres kann zu einem riesigen Pluspunkt werden, wenn der Fachkräftemangel weiter zunimmt. Gute Lage Dreh- und Angelpunkt ist der internationale Flughafen Frankfurt am Main, der im Vor-Corona- Rekordjahr 2019 mehr als 70 Millionen Passagiere zählte. Der Flughafen lockt nicht nur viele nachhaltige Investoren an, er ermöglicht es den Menschen in der Metropolregion auch, schnell in viele Länder zu reisen, um dort zum Beispiel als Monteur berufliche Aufgaben zu erfüllen. Der Flughafen zieht: Zahlreiche europäische Institutionen wie die Europäische Zentralbank, die Europäische Aufsichtsbehörde über das Versicherungswesen, die Europäische Organisation für Wettersatelliten oder das Europäische Raumfahrtkontrollzentrum haben ihren Sitz in der Region. Erst kürzlich erfolgte der Zuschlag für den Hauptsitz des International Sustainability Standards Board. Fo to : B ild na ch w ei s 21Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 TITELTHEMA Gutes Leben Was wäre FRM ohne seine weichen Standortfaktoren? Hier punktet die Region mit einer hohen Lebensqualität und einem wunderbaren Freizeit-, Kultur- und Naherholungsangebot. Zahl- reiche Museen, Ausstellungshäuser, Theater und Bühnen von internationalem Rang bieten Abwechslung und Unterhaltung für jeden Geschmack – ob für Familien, Singles oder Paare. Historische Kultur- und Parkanlagen, Schlösser und Burgen, historische Altstädte und eine Vielzahl bedeutender Denkmäler ergänzen das Angebot. 37 Prozent der Fläche sind bewaldet, weitere 42 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt. Trotz ihrer zahlreichen Zentren entfallen nur knapp elf Prozent der Fläche auf Siedlungsflächen und lediglich weitere rund sieben Pro- zent auf Verkehrsflächen. Der Anteil der Gewerbeflächen erreicht gerade einmal zwei Prozent. Wenn zwischen Miltenberg und dem Rheingau, wenn zwischen der Bergstraße und Gießen die meisten Ansiedlungen in Deutschland von ausländischen Unternehmen aus den USA, UK, China und Frankreich zu finden sind, dann gibt es dafür gute Gründe. Gutes Arbeiten Werden die Fakten der beiden letzten Abschnitte zusammengenommen, ist nachvollziehbar, warum FRM so viele junge und qualifizierte Menschen anlockt. Der Mix aus wirtschaftlicher Stärke, erfolgreichen Unternehmen und Institutionen sowie hochwertigem Freizeitangebot sorgt schlicht für Arbeitsplätze und Lebensqualität. Mehr als 2,4 Millionen sozialversiche- rungspflichtig Beschäftigte sind mittlerweile in der Region tätig. Die Wachstumsdynamik der Metropolregion ist beeindruckend: Allein seit dem Jahr 2011 ist die Zahl der sozialversiche- rungspflichtig Beschäftigten um rund 360.000 Personen gewachsen. Parallel dazu ist die Zahl der Einwohner binnen zehn Jahren um rund 330.000 Personen gestiegen. Gute Kooperation Dieses erstaunliche Wachstum bringt neue Herausforderungen mit sich. Sie werden in den kommenden Jahrzehnten angegangen. Die Pendlerverflechtungen sind stark ausgeprägt und nehmen stetig zu. Deswegen stößt die Verkehrsinfrastruktur an vielen Stellen an ihre Kapazitäts- grenzen. Der Bedarf an Fachkräften hat trotz der Corona-Einschränkungen wieder stark zuge- nommen. Für die Fachkräfte fehlt schon heute vielerorts Wohnraum. Darüber hinaus fehlen den Unternehmen zunehmend bezahlbare Gewerbeflächen mit guter verkehrlicher Anbindung. Die immensen Herausforderungen sind nur kommunal- und länderübergreifend auf der Ebene einer koordiniert agierenden Metropolregion zu meistern. Die IHKs setzen hier immer wieder wichtige Impulse und sie helfen damit den Unternehmen. Aktuell übernimmt die Initiative PERFORM viele dieser Aufgaben, damit FRM national und international im harten Wettbewerb der besten Wirtschaftsstandorte weiterhin ganz weit oben steht. www.frankfurt-rhein-main.de www.perform-frankfurtrheinmain.de Kontakt Frank Achenbach Telefon 069 8207-241 achenbach@offenbach.ihk.de 22 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 TITELTHEMA Die FRM GmbH ist im Auftrag von Städten, Landkreisen und Verbänden – darunter die IHKs – aktiv, um aus- ländische Investoren bei ihren ersten Schritten zu einer erfolgreichen Niederlassung in der Region zu unter- stützen. Das regionale Standortmarketing startete mit 22 Gesellschaftern, heute sind es 34. „Seit unserer Gründung schreiben nicht nur die internationalen Unternehmen, die wir angesiedelt haben, Erfolgsgeschichten – unsere Gesellschaft ist ebenfalls eine“, meint Eric Menges, seit 2013 Geschäftsführer der FRM GmbH. „Wir sind – und das ist deutschlandweit einzigartig – länder- übergreifend für Teile von Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz tätig.“ Die Bilanz der Standortmarketinggesell- schaft jedenfalls kann sich sehen lassen: Seit 2005 kamen rund 1.200 ausländische Unternehmen. „Und etwa die Hälfte davon haben wir aktiv unterstützt“, sagt Menges. Wichtig ist ihm die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den regionalen Partnern – ganz besonders mit den lokalen Wirtschaftsförderungen. „Eine Ansiedlung wird nur dann ein Erfolg, wenn Beratung und Unterstützung gemeinsam erfolgen.“ Vom Mittelständler bis zum Schwergewicht Das Team der FRM GmbH besteht aus international erfah- renen Spezialisten, die wissen, was ihre Kunden benö- tigen. Der Service reicht von der Unterstützung bei der Beantragung von Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen über Kontakte in Branchennetzwerken zu international erfahrenen Rechts- und Steuerexperten bis hin zur Suche nach Gewerbe- und Büroimmobilien in der gesamten Region. „Wir sind aber keine Immobilienmakler“, erläutert Menges. „Bittet uns eine Firma um Unterstützung bei der Suche nach einer geeigneten Immobilie, so fragen wir bei unseren Gesellschaftern in der gesamten Metropolregion nach. Liegen uns passende Angebote vor, organisieren wir für unsere Kunden die Besichtigungstermine.“ Wirtschaftsstandort FrankfurtRheinMain Standortmarketing, von dem alle profitieren Seit 16 Jahren ist die „FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region“ (FRM GmbH) der erste Ansprechpartner für internationale Unternehmen. Die Gesellschaft vermarktet die Region international und hilft Firmen aus dem Ausland bei einer Ansiedlung. Eine Ansiedlung wird nur dann ein Erfolg, wenn Beratung und Unterstützung gemeinsam erfolgen. Vom Start-up bis zum internationalen Konzern ist alles dabei. In den vergangenen Jahren unterstützte die FRM GmbH unter anderem die indische ICICI Bank und weitere Geldhäuser, Händler wie den französischen Sportartikler Decathlon, aber auch Industrie- und IT-Firmen wie den koreanischen Konzern LG Electronics. Shanghai, Chicago, Pune, London und Tokio Standortmarketing ist kein Selbstläufer: FRM steht in einem harten Wettbewerb unter anderem mit München, Berlin, Amsterdam und Paris. Bestes Beispiel dafür: der Brexit. Experten sahen die Region von Anfang an als attraktive und wirtschaftlich sinnvolle Alternative für Unternehmen, die vom Austritt Großbritanniens aus der EU betroffen sind. Zahlreiche Banken haben seither, neben dem Hauptsitz in London, eine Niederlassung in Frankfurt eröffnet. Um bei Standortentscheidungen frühzeitig aktiv werden zu können, hat die FRM GmbH Büros in Shanghai, Chicago, Pune und London. In Japan und Taiwan ist das Unter- nehmen über einen Repräsentanten beziehungsweise eine Repräsentantin vertreten. Alle Auslandsbüros sind an die örtlichen deutschen Auslandshandelskammern (AHK) angebunden. So bekommen Firmen, die eine Investition in Deutschland erwägen, direkt und passgenau Informatio- nen, die sie benötigen, um sich in FRM niederzulassen. „Unsere Strategie, mit Büros in unseren Kernländern ver- treten zu sein, hat sich für uns als richtig erwiesen. Das hat besonders die Pandemie mit ihren Reisebeschränkungen gezeigt. Erste Kontakte zu den Unternehmen entstehen schon direkt vor Ort. Und durch die enge Abstimmung der Kollegen im Ausland mit unserer Zentrale in Frankfurt wird der Kunde optimal betreut. Er bekommt ein auf ihn individu- ell zugeschnittenes Servicepaket und hat, wenn er nach FRM kommt, schon alle Informationen, Termine und Ansprech- partner, die er für seinen Start benötigt“, sagt Menges. www.frm-united.de 23Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 TITELTHEMA Ziel ist es, die Kultur in der Region zu vernetzen, Angebote zu bün- deln und in ihrer Vielfalt erlebbar zu machen. Hiervon profitiert auch ein großer Kreis von Veranstaltern, die in den Programmreihen, zum Beispiel zu den „Tagen der Industriekultur“ im Sommer mit offenen Werkstoren, Führungen und Workshops, sichtbar werden. Seit 2005 führt die gemeinnützige Gesellschaft unter dem Slogan „Kultur in der Region – Kultur für die Region“ die kulturellen Potenziale in der Region zusammen. Neben den Orten und Programmen der „Route der Industriekultur Rhein-Main“ präsentieren sich diese vor allem in den Veranstaltungsprogrammen der Projekte „Starke Stücke“ (Internationales Kinder- und Jugendtheaterfestival), „GartenRhein- Main“, „Geist der Freiheit“ sowie dem Jahresprogramm „Museen und Sonderausstellungen“. Auch die Zusammenstellung von 119 Parks aus der Region erfreut sich großer Beliebtheit. Moderation und Kooperation Doch es geht auch um interkommunale Zusammenarbeit: Hier wird sie an konkreten Kulturprojekten sparten- und ressort- übergreifend erprobt. Zum Wohl der Region, denn wo Vertrauen entstanden ist, führt dies meist zu einer konstruktiven Gesprächs- haltung zwischen kommunalen Akteuren – auch bei kontroverseren Themen. Angebote in ihrer Vielfalt erlebbar machen Kultur in der Region − Kultur für die Region Über 50 Städte und Kreise in Hessen, Bayern und Rheinland-Pfalz sowie der Regionalverband haben sich in der Metropolregion FrankfurtRheinMain zusammengeschlossen, um den Menschen in der KulturRegion attraktive Kulturprojekte und Veranstaltungen zu bieten. Mitgliederkarte der KulturRegion ab Januar 2022. Ka rt e: K ul tu rR eg io n Fr an kf ur tR he in M ai n gG m bH 24 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 TITELTHEMA STANDORTVORTEIL GLASFASER. D eu ts ch e G la sf as er B us in es s G m b H , A m K uh m 3 1, 4 6 32 5 B or ke n D G B _1 28 3_ 0 0800 281 281 2 deutsche-glasfaser.de/business Jetzt für Glasfaser entscheiden! Wir bieten Geschäftskunden symmetrische Internetprodukte auf Basis von reinen Glasfaserleitungen. Zusammen machen wir’s möglich. Glasfaser für Ihr Unternehmen. DGB_1283_0_AZ_Standortvorteil_OffenbacherWirtschaft_216x142_pdLitho.indd 1DGB_1283_0_AZ_Standortvorteil_OffenbacherWirtschaft_216x142_pdLitho.indd 1 11.10.21 09:5111.10.21 09:51 Autorin Julia Wittwer KulturRegion FrankfurtRheinMain gGmbH Telefon 069 2577-1780 julia.wittwer@krfrm.de Bei den Projekten der KulturRegion greifen nicht nur die Bereiche Kultur, Bildung und Soziales ineinander, sondern auch Umwelt, Stadt- planung, Denkmalpflege, Tourismus, Regionalmarketing und Wirt- schaftsförderung. Auf einer weiteren Ebene bringt das Kulturnetzwerk kommunale und zivilgesellschaftliche Akteure sowie Vertreter der Wirt- schaft zusammen, die gemeinsam vom Austausch, Erfahrungsschatz und Wissenstransfer profitieren. Mit stetig wachsenden Aufgaben wird schließlich die kontinuierliche Zusammenarbeit mit anderen regiona- len Gesellschaften, Stiftungen, Medien, internationalen Netzwerkpart- nern, Landes- und Bundesministerien immer wichtiger. Impulsgeber: Kultur, Alltag und regionale Identität Die KulturRegion geht von einem breiten Kulturbegriff aus, mit dem sie entlang großer regionaler Themen arbeitet. Das ermöglicht ihr, wichtige aktuelle Entwicklungen zu integrieren: Nachhaltigkeit, Mobilität, kulturelle und politische Bildung. Mit ihren Angeboten, die sie gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern entwickelt, ist sie ganz nah an den Lebenswelten der Menschen in der Region. Die KulturRegion bringt sie an zuweilen ungewöhnlichen Orten zusammen und lädt mit ihren Veranstaltungen zu einem Perspektivwechsel ein durch Erleben, Begreifen und Verstehen. So kann regionale Identität entstehen, indem Zusammenhänge und die Vielfalt des Lebens in Rhein-Main (an)erkannt und verstanden werden. Dadurch wächst auch die Bereitschaft, sich für das Umfeld, die Region zu engagieren. www.krfrm.de 25Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 TITELTHEMA STANDORTVORTEIL GLASFASER. D eu ts ch e G la sf as er B us in es s G m b H , A m K uh m 3 1, 4 6 32 5 B or ke n D G B _1 28 3_ 0 0800 281 281 2 deutsche-glasfaser.de/business Jetzt für Glasfaser entscheiden! Wir bieten Geschäftskunden symmetrische Internetprodukte auf Basis von reinen Glasfaserleitungen. Zusammen machen wir’s möglich. Glasfaser für Ihr Unternehmen. DGB_1283_0_AZ_Standortvorteil_OffenbacherWirtschaft_216x142_pdLitho.indd 1DGB_1283_0_AZ_Standortvorteil_OffenbacherWirtschaft_216x142_pdLitho.indd 1 11.10.21 09:5111.10.21 09:51 Neben der Professionalisierung des hessischen Tourismus geht mit der Destinationsgründung auch eine finanzielle Förderung durch das hessische Wirtschaftsministerium einher. Partner der Destination FrankfurtRheinMain sind die fünf Städte Frankfurt am Main, Offenbach am Main, die Wissenschaftsstadt Darmstadt, die Brüder-Grimm-Stadt Hanau, das bayerische Aschaffenburg und die vier Kreise Groß-Gerau, Offenbach, Wetterau und der Main-Taunus-Kreis. Erklärtes Ziel ist, das touristische Angebot von Stadt und Land noch stärker miteinander zu verzahnen und weitere buchbare Angebote zu schaffen. Dabei bieten die Stadt-Umland-Bezüge herausragende und qualitativ hochwertige Besucheranreize aus Natur- und Stadtkultur. Der Geschäftsführer der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main (TCF) ist gleichzeitig Geschäftsführer der Destination Frankfurt- RheinMain (FRM). Die Geschäftsstelle ist als Stabsstelle bei der TCF angesiedelt. Sowohl durch die Aufgabenverteilung als auch durch den Know-how-Transfer können personelle Ressourcen optimal genutzt und Synergieeffekte erzielt werden. ❙ Messeteilnahmen werden gemeinsam mit der TCF respektive dem Frankfurt Convention Bureau (FCB) geplant, organisiert und durchgeführt. ❙ Einbindung sowohl in die Erlebnisbausteine für Gruppen als auch in das Kurzreiseangebot für Frankfurt am Main; diese werden im Reiseplaner Frankfurt & Rhein-Main online und in einer Printversion präsentiert. ❙ www.frankfurt-rhein-main.de ist das touristische Informations- portal der Region mit Veranstaltungen, Sehenswürdigkeiten, Hotels, Locations, Incentives, Kultureinrichtungen und Gastronomie. Die Website wird gemeinsam mit der Website der TCF gehostet, so Synergien für den Tourismus schaffen Gemeinsam mehr erreichen Anfang 2021 wurde die touristische Destination FrankfurtRheinMain offiziell gegründet. Sie ist eine von zehn Destinationen im Bundesland Hessen. 26 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 TITELTHEMA findet der Gast unter www.frankfurt-tourismus.de das Angebot der Destination und umgekehrt. ❙ Die RheinMainCard, die durch Ermäßigungen in zahlreichen Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie bei Stadtführungen und Schiffstouren attraktiv für Endkundinnen und Endkunden ist, wird jährlich neu aufgelegt und an verschiedenen Verkaufsstellen in der Destination angeboten. ❙ Das Social-Media-Team der TCF bespielt ab 2022 auch die Facebook- und Instagram-Kanäle der Destination, wobei Story- telling eine größere Rolle einnehmen wird. Mit dem Einsatz neuerer Features wie Reels (Kurzvideos) und Guides (Unterseiten im Profil) wird die Destination in abwechslungsreichen Formaten präsentiert. ❙ Eine reich bebilderte Imagebroschüre in neuem Corporate Design stellt sowohl Themen wie Kunst & Kultur, Aktivität & Gesundheit, Kulinarik & Genuss als auch die einzelnen Partner vor. ❙ Produktion eines Flyers zu Camping- und Wohnmobilstellplätzen sowie Outdooraktivitäten. ❙ Beteiligung am Buchprojekt „Routen der Freiheit“ mit dem Societäts-Verlag Frankfurt. ❙ Beteiligung an der groß angelegten Leitkampagne der Hessen Agentur GmbH im Look der neuen Markenfamilie „Hessen. Urbanes. Land.“ Mit dieser an unterschiedliche Milieus adressierten Kampagne sollen Aufmerksamkeit, Inspiration und Buchungen für das Reiseland Hessen und damit auch für die Destinationspartner erzeugt werden. Vom bisher Erreichten profitieren zum einen die Destination FRM als Ganzes, zum anderen auch die Partner im Einzelnen. In Kooperation mit dem renommierten Reise- und Kulturführer Merian entstand das Heft „Frankfurt & Rhein-Main“ sowie die Rhein-Main Podcast-Staffel „Reisen beginnt im Kopf“. In Zusammenarbeit mit dem Fotografen David Vasicek wurde aus- sagekräftiges und einheitliches Film- und Videomaterial mit einer emotionalen Bildsprache produziert. Der Einsatz von Bewegtbild hat zusätzlich dazu beigetragen, dass der gemeinsame Webauftritt deut- lich an Attraktivität gewonnen hat. Die Partner können alle gemeinsam erstellten Werbemittel auch individuell für ihre Zwecke einsetzen. www.frankfurt-rhein-main.de Auf Entdeckungsreise in FRM: Die Stangenpyramide in Dreieich-Götzenhain ist ein begehbares Kunstwerk, das ungewohnte Blicke auf die Frankfurter Skyline eröffnet. Fo to : # vi si tr he in m ai n, D av id V as ic ek Autorin Dorothea Niestert Telefon 069 247455-458 niestert@infofrankfurt.de 27Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 TITELTHEMA Bald will die kvgOF nur noch Elektro- fahrzeuge als Hopper einsetzen. Fo to : k vg O F Andreas Maatz, Geschäftsführer der kvgOF, berichtet von den bisherigen Erfahrungen und weiteren Plänen. Herr Maatz, der Hopper existiert nun eine ganze Weile. Wie wird das Angebot in der Region angenommen? Der Hopper wird als Gewinn für alle Altersgruppen gesehen und ist für viele mittlerweile ein fester Bestandteil der täglichen Mobilität gewor- den. Dementsprechend ist das Feedback durchweg positiv. Im Oktober 2021 hatten wir seit Beginn der Pandemie einen neuen Fahrgastrekord mit knapp 6.000 Fahrgästen. Stichwort Pandemie. Wie hat sich der Hopper in Zeiten von Corona geschlagen? Unter Einhaltung der für den ÖPNV geltenden Hygieneregeln konnten wir im vergangenen Jahr monatlich um die 4.000 Personen befördern, was angesichts drei bis sieben Fahrzeugen nicht gerade wenig ist. Wir haben das Sitzplatzangebot von sieben auf vier Sitzplätze reduziert. Das empfinden die Fahrgäste als sehr angenehm. Seit Ende November gilt zudem die 3G-Regel im Hopper. Wir sind davon überzeugt, dass der Hopper dank dieser Maßnahmen trotz Pandemie als sicheres Verkehrsmittel wahrgenommen wird. Wie gestalten sich die Fahrtkosten des Hoppers und gibt es Neues zum Buchungssystem? Die Fahrpreise gliedern sich in das Tarifsystem des RMV ein. Es ist lediglich ein geringer Aufschlag für die bedarfsgerechte Beförderung und eine Kilometerpauschale bei längeren Strecken zu zahlen. Zusätz- lich gilt ein Komforttarif, wenn vergleichbar gute Fahrtangebote mit Bus und Bahn gegeben sind. Wie sieht Ihre Zukunftsvision für den Hopper aus? Der On-Demand-Verkehr wird meiner Überzeugung nach innerhalb der nächsten zehn Jahre zu einem festen Bestandteil des ÖPNV werden. Ein wesentlicher Baustein hierfür ist das autonome Fahren. Technolo- giepartner, Verkehrsunternehmen und Politik müssen dabei an einem Strang ziehen, denn nur dann kann die Mobilität auf Abruf ihr volles Potenzial entfalten. Gibt es schon konkrete Pläne, wie sich der Hopper in den kommenden Jahren entwickeln soll? Wir arbeiten im Moment an der Ausweitung des Hopper-Angebots auf weitere Kommunen im Kreis. Dort sollen bereits im Sommer 2022 die ersten Fahrzeuge rollen. 2023 sollen dann die übrigen Kommunen On-Demand-Angebot kommt gut an ÖPNV für Individualisten Seit Juli 2019 ergänzt der Hopper – ein Kleinbus, der auf Bestellung fährt – das Angebot der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach mbH (kvgOF) im Ostkreis. 28 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 TITELTHEMA folgen. Der Hopper soll so fest in den lokalen Nahverkehr der Kreis- kommunen eingebunden werden. Was muss geschehen, um eine Vernetzung mit dem sonstigen ÖPNV zu gewährleisten? Beide Verkehre müssen so miteinander verknüpft werden, dass dem Kunden ein möglichst breites Angebot an Verkehrsoptionen ange- boten werden kann. Fährt zum Beispiel zu einer bestimmten Uhrzeit kein Bus mehr, sollte dem Kunden automatisch der Hopper als Option angezeigt werden. Das kann allerdings nur funktionieren, wenn beide Systeme miteinander verknüpft sind. Inwiefern kann der Hopper ein Vorbild für andere Städte, Gemeinden und Verkehrszusammenschlüsse darstellen? Der Hopper beweist, dass Innovation auf kommunaler Ebene machbar ist und im suburbanen Raum richtig ansetzt. Hier brauchen die Men- schen im Alltag neue Mobilitätslösungen jenseits der Linienbusse und S-Bahnen. Zusammen mit starken Technologiepartnern können auch kleinere Kommunen oder Verkehrsorganisationen einen On-Demand- Verkehr auf die Straße bringen. Wichtig ist ein einheitliches Miteinan- der der Partner und der Wille aller Beteiligten, etwas Neues zu wagen. Das ist der Hopper Der kvgOF Hopper ist einer der ersten „On-Demand-Verkehre” in Deutschland. Der Kunde ruft den Kleinbus per App oder Telefon. Dieser holt ihn ab und bringt ihn zum Wunschziel. Es gibt weder einen festen Fahrplan noch bestimmte Linien. Auf der Route steigen weitere Passagiere zu. Das Angebot ergänzt den Linienverkehr und verbessert die Feinerschließung der Kommunen. Hopper fahren in Seligenstadt, Mainhausen, Hainburg, Klein-Auheim und bis zum Hanauer Hauptbahnhof. www.kvgof-hopper.de Die Fragen stellte Robin Hillesheim, IHK Offenbach am Main Daimlerstr. 12 – 14 63303 Dreieich 06103 20107-218 www.dalektron.de anfrage218@dalektron.de ► Etiketten, Karten ► Etikettendrucker ► Etikettieranlagen ► Thermotransferfolie ► Barcodescanner ► Mobile Datenerfassung ► Softwarelösungen ► Laserkennzeichnung 29Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 TITELTHEMA Wie hat der RMV die Metropolregion voran- gebracht und welche Vorhaben stecken derzeit in der Pipeline? Prof. Knut Ringat, seit 2009 Sprecher der Geschäftsführung, bezieht im Interview Stellung. Herr Prof. Ringat, der RMV steht heute als Synonym für öffentlichen Nahverkehr in der Metropolregion FrankfurtRheinMain. Seit wann gibt es ihn eigentlich? 2020 haben wir unseren 25. Geburtstag gefeiert. Die Gründung 1995 war schon eine richtige Nahverkehrsrevolution. In den Jahren zuvor fuhren immer weniger Fahrgäste mit und Schienenstrecken wurden stillgelegt. Mit der RMV-Gründung hat sich das Blatt gewen- det. 2019 sind 824 Millionen Fahrgäste mit uns gefahren und damit über 50 Prozent mehr als zum RMV-Start. Unser Erfolgsrezept ist der Grundsatz: „Ein Fahrplan, ein Fahrschein, ein 26 Jahre Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) Der RMV hat viel geleistet und noch viel zu tun Der RMV ist ein Zusammenschluss von Landkreisen und Städten zwischen Aschaffenburg und Mainz/Wiesbaden sowie Bergstraße und Mittelhessen. Sein Einzugsgebiet reicht zwar über die Metropolregion hinaus. Er ist aber im Kern perfekt auf die Metropolregion zugeschnitten. Ob Handyticket oder Auslastungsprognose auf dem Smartphone – der RMV digitalisiert den öffentlichen Personennahverkehr. Prof. Knut Ringat ist seit 2008 Geschäftsfüh- rer und seit September 2009 Sprecher der Geschäftsführung des RMV. Darüber hinaus ist er seit 2009 Vizepräsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV) und Vorsitzender der Sparte Verbund- und Aufgabenträgerorganisationen des VDV. Fo to : R M V/ H ol ge r P et er s 30 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 TITELTHEMA Fahrpreis“. Ein weiteres Plus ist unsere regionale Veranke- rung, mit der wir immer nah an den Menschen sind. Was bedeutete die Coronapandemie für den RMV? Mit der Coronapandemie entfielen zahlreiche Anlässe für Mobilität. So, wie der Straßenverkehr massiv zurück- ging, sank auch die Auslastung der Busse und Bahnen im RMV. Wichtig ist, dass wir jetzt schnell wieder an die Vor-Corona-Nachfrage anknüpfen. Bis 2030 wollen wir nicht nur, wir müssen auch die Zahl der Fahrgäste um 30 Prozent erhöhen, um die Klimaziele im Verkehrssektor zu erreichen. Wie passt dieses Wachstumsziel zum überlasteten Schienennetz in Hessen? Mehr Fahrgäste auf der Schiene kann es nur mit einem Ausbau der Schienenwege geben. Nach Jahren des Planens stehen wir jetzt vor einem Jahrzehnt des Bauens. Egal, ob Kinzigtalbahn, Regionaltangente West oder eigene Gleise für die S6 zwischen Frankfurt und Bad Vilbel: All diese Projekte werden endlich verwirklicht. Natürlich bleiben dabei Einschränkungen nicht aus. Das Durchhal- ten lohnt sich aber: Die Baumaßnahmen sind Voraus- setzung, dass mehr dringend benötigte Züge im Knoten Frankfurt fahren können – und wir somit den ÖPNV als Ganzes verbessern. 30 Prozent mehr Fahrgäste passt aber doch auch nicht zum Trend zum Homeoffice? Auch wir gehen davon aus, dass Homeoffice nach Corona bleibt. Wir müssen aber sehen, dass 2020 laut dem Statistischen Bundesamt nur 13 Prozent aller Pendle- rinnen und Pendler Bus und Bahn genutzt haben. Wenn es uns gelingt, noch mehr Autofahrer zum Umsteigen zu bewegen, sind die aktuell freien Kapazitäten schnell wieder ausgelastet. Großes Potenzial bieten Freizeitver- kehre, die in Summe der gefahrenen Kilometer genauso viel ausmachen wie Arbeits- und Ausbildungswege. Wie wollen Sie die Menschen überzeugen, vom Auto umzusteigen oder wieder mehr mit Bus und Bahn unterwegs zu sein? Wir nutzen den Schub, den Corona der Digitalisierung verpasst hat. Dazu gehört im Jahr 2022 das Release der grundlegend neu aufgesetzten RMV-App, die andere Verkehrsmittel stark einbezieht. Auch die bundesweite Vernetzung ist vorgesehen. Sie können dann mit der RMV-App Fahrkarten für die U-Bahn in München kaufen. Zudem testen wir eine Technik, mit der Fahrgäste einfach einsteigen und losfahren können – für das richtige Ticket sorgt das Smartphone automatisch. Einen regelrechten Boom erleben wir beim JobTicket, das wir ebenfalls weiterentwickeln wollen. Für Gelegenheitsfahrer haben Fo to : R M V/ Ja n H aa s wir den „PrepaidRabatt“, mit dem es 20 Prozent Rabatt auf Einzelfahrkarten gibt. Große Potenziale stecken außerdem in On-Demand-Angeboten. Das sind Shuttles, die den ÖPNV ergänzen – vor allem dort, wo Bus und Bahn nicht ganz passgenau fahren und die Menschen lieber ins Auto steigen. Im RMV bauen wir aktuell Deutschlands größtes Netzwerk auf. Lassen sich mit solchen On-Demand-Angeboten Gewinne machen? Die Verkehrs- und Mobilitätswende gibt es nicht zum Nulltarif. Jede Angebotsausweitung – egal, ob Bus, Bahn oder on demand – benötigt Zuschüsse, um finanziert zu werden. Hier ist die Politik gefragt, die richtigen Weichen zu stellen. Denn eines ist klar: Ohne massive Ausweitun- gen im ÖPNV verfehlen wir die Klimaziele. Das ist nicht nur desaströs für unsere Umwelt, sondern bedeutet auch milliardenschwere Strafzahlungen an die EU. Und bevor das Geld so verloren geht, ist es doch besser in einen leistungsstarken öffentlichen Nahverkehr investiert. www.rmv.de www.buehrer-wehling.de INDUSTRIEBAU Bührer + Wehling entwickelt plane- rische Ideen, mit denen Sie sich als Bauherr persönlich identifizieren können. Wir finden heraus, was Sie antreibt und finden Lösungen, die in Sachen Individualität, Funktionalität und Design einzigartig sind. KREATIVITÄT GEPLANT 31Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 TITELTHEMA Die Pandemie ist für die Metropolregion eine Herausforderung, bei der sich die breit diversifizierte und auch international aus- gerichtete Wirtschaft in FrankfurtRheinMain bislang als recht krisenresilient erwiesen hat. Da Innovationen und Unternehmertum vor allem in den Ballungsräumen entstehen, wird die Region auch nach der Krise ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleiben und weiterhin Unternehmen und Arbeitnehmer anziehen. Die derzeitigen Herausforderungen – unter anderem bei der Flächenpolitik – bleiben jedoch auch nach Überwindung der Krise bestehen. Damit die Unternehmen nach dem Ende der Pandemie durchstarten können und die Region auch künftig prosperiert, gilt es nach wie vor, die Knappheit an Gewerbe- und Industrieflächen zu beseitigen. Aus diesem Grund ist für die Initiative Perform das Thema Flächenentwick-lung einer der entscheidenden inhaltlichen Schwerpunkte. Neben der Verfügbarkeit von ausreichend Gewerbe- und Industrieflächen am richtigen Standort müssen Flächen bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen – wie unter anderem eine leistungsfähige Infrastruktur, eine geeignete Grundstücks- größe und eine gute Breitbandversorgung. Darüber hinaus sind die gewerblichen Mietpreise ein wichtiges Kriterium für die Standort- und Investitionsentscheidung. Die neun IHKs der Metropolregion Frankfurt- RheinMain (Aschaffenburg, Darmstadt Rhein Main Neckar, Frankfurt am Main, Gießen- Friedberg, Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, Limburg, Offenbach am Main, Rheinhessen und Wiesbaden) haben mithilfe von Experten Neuauflage „Gewerbemieten in FrankfurtRheinMain“ erschienen Gewerbe- und Industrieflächen weiter sehr gefragt Die IHKs in der Metropolregion haben die Situation auf dem Markt für Gewerbe- und Industrieflächen analysiert. Corona hat einiges verschoben, aber die Lage nicht grundsätzlich verändert. GEWERBEMIETEN IN FRANKFURTRHEINMAIN 2021 COMMERCIAL RENTS IN FRANKFURTRHEINMAIN 2021 FRANKFURT- RHEINMAIN Zahlen, Daten, Fakten im Vergleich Die aktuelle „PERFORM“-Publikation „Gewerbemieten in FrankfurtRheinMain 2021“ bietet einen umfassenden Überblick über den gewerblichen Immobilien- markt in der Region und steht als Download kostenfrei zur Verfügung. www.perform-frankfurtrheinmain.de/gewerbemieten-frm/ aktuelle Orientierungswerte zu Büro-, Einzel- handels- und Gastronomiemieten sowie zu Mietpreisen für Hallen-, Logistik- und Produktions-, aber auch Lager- und Abstell- flächen zusammengetragen. Nachfrage sehr unterschiedlich Die Auswertung zeigt, dass die Coronapan- demie unterschiedliche Auswirkungen auf die einzelnen Assetklassen des Gewerbe- immobilienmarkts hat: Während die Nach- frage nach Lager- und Logistikflächen entlang der Nord-Süd-Achse im Rhein-Main-Gebiet und der Region Rhein-Neckar – auch aufgrund der wachsenden Bedeutung des E-Commerce – weiterhin steigt, gestaltet sich die Situation auf dem Markt für Einzelhandelsimmobilien weiterhin schwierig. 32 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 TITELTHEMA WIR LEBEN INNOVATION! Dieses 3D-gedruckte Prägewerkzeug für Kartonagen ent- steht in einem Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt und wird Papierveredelung bereichern: Günstiger und schneller verfügbar als Metall-Prägewerkzeuge Hochaufl ösend im Bereich von 25 µm Vorschau in realitätsnahen Modellen SCHODER GMBH Heinrich-Hertz-Straße 19 · 63225 Langen Tel.: +49 (0) 61 03 / 59 71-0 · Fax.: -59 www.schoder.com · info@schoder.com Damit die Unternehmen nach dem Ende der Pandemie durchstarten können und die Region auch künftig prosperiert, gilt es nach wie vor, die Knappheit an Gewerbe- und Industrieflächen zu beseitigen. Der Strukturwandel vom stationären zum webbasierten Einzelhandel wurde in den vergangenen beiden Jahren beschleunigt. Das könnte auf lange Sicht zu einer Verringe- rung oder einer Umnutzung der bestehenden Handelsflächen in den Innenstädten führen. Bei den Büroflächen zeichnet sich nach einem zwischenzeitlichen Rückgang der Flächen- nachfrage eine zunehmende Stabilisierung ab. Durch die Ausweitung digitaler Arbeitswel- ten und die Verlagerung von Arbeitsplätzen können sich Chancen für flexible, kleinere, effizient nutzbare Büroflächenlösungen ergeben. Daher ist aktuell keine großflächige Reduktion der Büroflächen zu beobachten, sondern eine vertikale Verschiebung hin zu mehr Gemeinschafts- und Kommunikationsflächen. Aufgrund fehlender Flächen- potenziale finden aktuell weniger Neubauaktivitäten im Bereich Logistik statt, wodurch das Angebot deutlich abgenommen hat. Für zusätzlichen Druck könnte der steigende Internethandel im Lebensmittelbereich sorgen, wenn dafür neue regionale Verteilzentren errichtet werden müssen. Zunehmend werden erschlossene und verkehrlich gut gelegene Areale für Logistiker gebraucht. Die wirtschaftliche Dynamik ist derzeit insgesamt stark von der Digitalisierung geprägt, wodurch nicht zuletzt die Nachfrage nach Flächen für Rechenzent- ren wächst. Große anmietbare Bestandsflächen sind Mangelware Für alle Segmente gilt: Die in der Region ansässigen und hinzuziehenden Betriebe benötigen ausreichend Flächen und Möglich- keiten zur weiteren Entfaltung beziehungs- weise Neuansiedlung. Große anmietbare Bestandsflächen, die den Nutzeransprüchen entsprechen, sind unverändert Mangelware in der Metropolregion. Neue Bauvorhaben zur Entlastung fehlten zuletzt auch in den Rand- bereichen. Um dem Bedarf an großflächigen Gewerbegebieten nachzukommen und einer Zersiedelung entgegenzuwirken, ist es sinn- voll – und oft auch kostengünstiger –, neue Standorte entlang von Entwicklungsachsen einer Region interkommunal zu entwickeln. Autoren Sebastian Trippen und Ann-Kristin Engelhardt Telefon 069 2197-0 info@frankfurt-main.ihk.de www.frankfurt-main.ihk.de 33Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 TITELTHEMA WIR LEBEN INNOVATION! Dieses 3D-gedruckte Prägewerkzeug für Kartonagen ent- steht in einem Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt und wird Papierveredelung bereichern: Günstiger und schneller verfügbar als Metall-Prägewerkzeuge Hochaufl ösend im Bereich von 25 µm Vorschau in realitätsnahen Modellen SCHODER GMBH Heinrich-Hertz-Straße 19 · 63225 Langen Tel.: +49 (0) 61 03 / 59 71-0 · Fax.: -59 www.schoder.com · info@schoder.com „Für mich als Unternehmer geht es beim Netzwerken immer um die Frage nach dem Nutzen“, bringt Jürgen Willmann, Geschäftsführer der Kudernak GmbH aus Rödermark, seine Überzeugung auf den Punkt. Er ist Mitglied im Cross-Innovation-Netzwerk und im Forschungsnetz- werk Future Factory der IHK. Als Spezialist für Industriedichtungen interessiert ihn vor allem der Austausch mit anderen produzierenden Unternehmen – nicht nur über Zukunftsthemen, sondern auch be- ratend „auf Augenhöhe“, um über unterschiedlichste Fragestellungen zu sprechen. Cross Innovation: Austausch und persönliche Kontakte Vor der Pandemie trafen sich die Führungskräfte und Inhaber der aktuell 24 Mitglieder im Cross-Innovation-Netzwerk persönlich und vor Ort in den Unternehmen oder in wissenschaftlichen Einrichtungen wie der University of Applied Sciences in Frankfurt oder der Hoch- schule für Gestaltung in Offenbach. Vertrauen ist die Voraussetzung für Offenheit und echten Austausch. Vertrauen braucht Zeit, persönliche Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse. Das ist in der derzeitigen Situation schwierig. „Da heißt es kreativ sein! Daher haben wir die Netzwerktreffen auf virtuelle Formate umgestellt – mit großem Erfolg”, sagt IHK-Innovationsberater und Netzwerkmanager Dr. Sven Saage. www.offenbach.ihk.de/innovation-umwelt/ cross-innovation-netzwerk Future Factory: gemeinsame Entwicklungsprojekte mit Förderung Während es im Cross-Innovation-Netzwerk primär um das Kennenler- nen und Voneinanderlernen geht, bietet die Future Factory Unterstüt- zung bei der Umsetzung konkreter Innovationsprojekte. Das Netzwerk verbindet Unternehmen aus Hessen und Partner wie die Technische Hochschule Mittelhessen und die TU Darmstadt. „Innovationen sind immer mit Kosten und Risiken verbunden. Deshalb helfen wir bei der Projektvorbereitung, Kontakten zu Partnern und der Akquise von Austausch, Unterstützung, Projektarbeit Im Netzwerk in die Zukunft Was bewegt die Wirtschaft der Metropolregion? Was sind die Zukunftsthemen für Industrie, Handel und die Kreativwirtschaft? In der Future Factory, dem Cross-Innovation-Netzwerk und dem Design-to-Business-Netzwerk der IHK Offenbach am Main arbeiten Unternehmen gemeinsam an Lösungen für eine erfolgreiche Zukunft. Das Cross-Innovation-Netzwerk war vor der Pandemie zu Besuch bei S&P Schäffer & Peter GmbH in Mühlheim. Fo to : K at rin S ch an de r 34 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 TITELTHEMA Kontakt Dr. Sven Saage Telefon 069 8207-404 saage@offenbach.ihk.de Frank Irmscher Telefon 069 8107-342 irmscher@offenbach.ihk.de Fördermitteln“, fasst Jens Memmesheimer, Berater der Darmstädter Jöin GmbH, zusammen. Unternehmen im Future-Factory-Netzwerk erhalten damit umfassende Unterstützung durch die IHK und den För- derberater. Der Erfolg spricht für sich: Fünf Projekte mit acht Partnern und einem Volumen von 2,5 Millionen Euro sind bislang umgesetzt worden. Die entwickelten Lösungen wenden Technologien wie künst- liche Intelligenz, additive Fertigung oder Augmented Reality an. „Sie bedeuten einen echten Schritt in die Zukunft für die Unternehmen. Das ist der Nutzen von Netzwerken“, ist Saage überzeugt. www.future-factory-netzwerk.de Mit Design besseres Business Das hessenweite Design-to-Business-Netzwerk der IHK bringt Experten aller Designbereiche in Hessen zusammen. IHK und Agenturen arbei- ten eng zusammen, um kleinen und mittleren Unternehmen Beratung und Unterstützung bei ihren Zukunftsthemen zu bieten. „Diese Platt- form ist einzigartig. Es entstehen persönliche Kontakte. Auch unter den Agenturen gibt es neue Kooperationen“, kommentiert Ulrike Wernig- Pohlenz, Geschäftsführerin der Offenbacher Designagentur HDW Partner. Rund 60 Produktentwickler, Digitalisierungs- und Kommuni- kationsexperten aus 30 Firmen von Limburg bis Darmstadt vereint das Netzwerk. Unzählige Kontakte sind über Webinare, Konferenzen und kostenfreie Beratungen der IHK entstanden. Eine wertvolle Basis, mit der 2022 besonders auch Nachhaltigkeitsthemen verfolgt werden. www.design-to-business.de Was man in Afrika schon vor Jahrhunderten wusste, stimmt bis heute. Allein ist man schneller. Aber wie viel Wert hat eine Grup- pe, wenn man nicht nur schnell eine kurze Distanz überwinden will, sondern einen langen Aufstieg erfolgreich meistern? Kann eine Gruppe nicht Ziele erreichen, die für einen Einzelnen un- erreichbar sind? Was im Gelände wahr ist, stimmt auch im Beruf. Als Unterneh- mer, CEO und Führungskraft ist man in der Realität aber meist allein unterwegs. Man trifft die wegweisenden Entscheidungen allein. Genau da setzt VISTAGE an. Seit über 60 Jahren arbeitet VIS- TAGE weltweit mit mehr als 23.000 Mitgliedern in Peer-Bera- tergruppen. Sie bestehen aus erfolgreichen Entscheidern aus unterschiedlichen Branchen, die im vertraulichen Rahmen mit ihrem Coach an ihren Unternehmen arbeiten. Die Gruppe bringt das, was man allein nicht erreicht: den Blick von Außen, die Er- fahrung, den Austausch. Denn wer kann Unternehmer besser beraten als Unternehmer? Warum jeder CEO eine Peer-Beratergruppe braucht Willst du schnell gehen – geh allein. Willst du weit gehen – geh mit Freunden. (Afrikanisches Sprichwort) – Anzeige – VISTAGE Hessen GmbH info@vistage-hessen.de www.vistage-hessen.de Telefon: 0641 / 201032-0 35Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 TITELTHEMA Der nach eigenen Angaben größte private Briefdienstleister Deutsch- lands hat 200 Arbeitsplätze in Waldhof geschaffen und verarbeitet dort täglich bis zu drei Millionen Geschäftsbriefe, Mailings oder Kataloge, bevor sie in die bundesweite Zustellung gehen. Laut dem geschäftsführenden Gesellschafter Michael Mews könnten es noch mehr werden. „Auf rund 9.000 Quadratmetern haben wir die Weichen für wachsende Sendungsmengen gestellt. Dazu haben wir nicht nur kräftig in modernste Sortier- und Frankiertechnik mit Highspeed- Datenverbindungen investiert. Besonderen Wert haben wir auch auf höchsten Umwelt- und Klimaschutz gelegt, indem wir auf kurze und damit emissionsmindernde logistische Wege sowie CO2-Neutralität geachtet haben. Beispielsweise beziehen wir ‚grünen Strom‘, nutzen ressourcenschonende Anlagen und setzten auf E-Mobilität.“ Komplexe Gemeinschaftsleistung Erst Anfang 2021 hatte dvs mit den Planungen für den Umzug aus Frankfurt begonnen. „Zugegeben: Unser Ziel, im Sommer an den Start zu gehen, war sportlich. Denn bei einem Großprojekt wie diesem sind zahlreiche Dritte eingebunden, von Handwerkern für Baumaß- nahmen bis zu Behörden für Genehmigungsverfahren. Dass wir schlussendlich eine Punktlandung hingelegt haben, freut uns umso mehr. Unser Dank gilt allen Beteiligten, also unserem hoch motivierten Team, den zahlreich beteiligten lokalen Gewerken und nicht zuletzt der Wirtschaftsförderung der Stadt Offenbach“, äußert sich Mews lobend. Der Stammsitz von dvs liegt im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die Metropolregion FrankfurtRheinMain in der verkehrsgeografischen Mitte Deutschlands und Europas sei die ideale Ergänzung für ein neues Sortierzentrum. Allerdings sei hier der Wettbewerb um Gewerbeflächen und Arbeitskräfte hoch. So war dvs froh, angesichts einer veränderten Nutzung des bisherigen Standorts im Frankfurter Stadtgebiet seitens des Vermieters einen so guten und ausbaufähigen neuen Standort zu finden. „Wir wollten mit unserem Sortierzentrum in der Region bleiben, um unser bewährtes Team zu halten. In Bieber-Waldhof passte einfach alles“, sagt der Gesellschafter. Vor allem die hervorragende Anbindung an Autobahn und ÖPNV, ausreichende Flächen für Anlieferungen und Parkmöglichkeiten ein- schließlich E-Ladesäulen hätten überzeugt. Kunden setzen weiter auf Gedrucktes Im Sortier- und Redresszentrum Rhein-Main wird rund um die Uhr im Schichtbetrieb gearbeitet. Sendungen werden nach Orten und Forma- ten sortiert, frankiert und elektronisch erfasst, bevor sie in die Emp- fängerregionen und damit in die eigentliche Zustellung gehen. „Immer mehr Kunden übermitteln uns Sendungen auch digital, beispielsweise FrankfurtRheinMain ist für dvs ein idealer Standort Aus Offenbach geht die Post ab Das Unternehmen dvs – Deutscher Versand Service GmbH mit Stammsitz in Ratingen hat im September 2021 sein neues Sortier- und Redresszentrum Rhein-Main in Bieber-Waldhof eröffnet. Blick in das dvs-Sortierzentrum. Fo to s: d vs – D eu ts ch er V er sa nd S er vi ce G m bH 36 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 TITELTHEMA Monatsabrechnungen“, berichtet Mews. „Diese Hybridpost drucken Partner dezentral aus, um neben Laufzeiten für Transportwege die damit verbundenen CO2-Emissionen zu sparen. Dank unserer Zustellpartner können wir eine 100-prozentige Haushaltsabdeckung in allen Regionen gewährleisten.“ Seit mehr als 20 Jahren bietet dvs Großkunden, darunter Banken, Versicherungen, Energieversorger, Handels- und Telekommunikationsunternehmen sowie Behörden, den Versand ihrer Geschäftspost an. „Wir analysieren ihr Postaufkommen und unterbreiten ihnen ein transparen- tes, kostengünstiges, individuelles Angebot. Sie sparen Portokosten und profitieren von Zusatzleistungen“, sagt Mews. „Derzeit laufen rund 84 Prozent der Briefmengen in Deutschland über die Deutsche Post. Es gibt also noch viel für uns zu gewinnen – und ebenso für Geschäftskunden. Denn mehr Wettbewerb heißt auch mehr Preis- und Leistungswettbewerb.“ Das Geschäftsvolumen des Unternehmens hat in der letz- ten Zeit deutlich zugenommen. „Unter dem Strich steht allein inmitten der Coronakrise ein stolzes Wachstumsplus von mehr als zehn Prozent. Wir entwickeln uns erfolgreich gegen den Markttrend, denn das Briefvolumen sinkt angesichts der Digitalisierung stetig – konkret um etwa zwei bis drei Prozent pro Jahr, allerdings vor allem bei Privatkorrespondenz“, erläutert er. Für Geschäftskunden seien Briefe und gedruckte Mailings weiterhin wesentlich, um Aufmerksamkeit und Vertrauen von Adressaten zu gewinnen. Idealerweise pushen sie digitale Angebote. So glänze vor allem das Dialogmarketing mit Rekordzahlen, weil physische Sendungen nachweislich wirksamer seien Kontakt Jenny Mahlberg Telefon 02102 3707-350 jenny.mahlberg@deutscherversandservice.de Der geschäftsführende Gesellschafter Michael Mews berichtet, wie dvs das neue dvs-Sortier- und Redress- zentrum Rhein-Main zukunftsfähig aufgestellt hat. als beispielsweise E-Mails oder Newsletter. „Dabei können wir für immer mehr nationale Briefsendungen die Laufzeit ,E+1‘ sicherstellen: Einen Werktag nach der Einlieferung erreichen sie die Empfänger. Das zeigen zertifizierte Messungen.“ Gerade hat dvs das Jahresendgeschäft erfolgreich abgeschlossen, berichtet Mews und fügt hinzu: „Da geht bei uns immer richtig die Post ab. Das kann gerne so weitergehen!“ www.deutscherversandservice.de DURC HST ART ER www.offenbach.de/existenzgruendung W ir ts ch af ts fö rd er u n g O ff en b ac h Wir helfen Dir beim Durchstarten! WiFoe-AZ-90x57mm-OF-Wirtschaft-2021-22.indd 1 22.11.21 11:2137Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 TITELTHEMA In der 11. Auflage sind die Regelungen des Eigentumsvorbehalts in fast 80 Ländern aufgeführt – von Ägypten bis Weißrussland (Belarus). Wer nachliest, ob Forderun- gen aus Warenlieferungen in das betreffende Land durch die Vereinbarung des Eigentumsvorbehalts ausreichend geschützt werden, wird feststellen, dass häufig gravierende Unterschiede zum deutschen Recht bestehen. Deshalb kann es ratsam sein, sich für andere Formen der Sicherung der Ansprüche aus dem Ausfuhr- geschäft zu entscheiden. Solche Alternativen werden entsprechend aufgeführt. Für die aktualisierte Auflage wurden die Länderkapitel überarbeitet. Alle Länder- informationen basieren auf Materialien, die von deutschen Auslandshandels- kammern (AHKs), deutschen Botschaften oder Rechtsanwälten zur Verfügung gestellt wurden. Zu den Regelungen des Eigentumsvorbehalts und alternativen Sicherungsmöglichkeiten sind jeweils die Anschriften der AHKs, der deutschen Botschaft sowie die einiger Rechtsanwälte aufgelistet. Die Publikation kann beim Kundenzentrum der IHK Offenbach am Main zum Preis von 45 Euro zzgl. MwSt. bestellt werden. Kontakt Andrea Zbiral-Müller Telefon 069 8207-225 zbiral@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de Warenlieferungen ins Ausland absichern Must-have für Exporteure Wer Waren exportiert, muss sich mit der jeweiligen Rechtsprechung im Zielland auseinandersetzen. Die IHK Offenbach am Main unterstützt international tätige Unternehmen mit der aktualisierten Auflage ihrer Publikation „Der Eigentumsvorbehalt bei Warenlieferungen ins Ausland“. Kontakt Telefon 069 8207-0 Fax 069 8207-149 service@offenbach.ihk.de Warenlieferungen ins Ausland Export Business Guide Eigentumsvorbehalt Weltkarte Länder A - Z Geballtes aktualisiertes Wissen für Exporteure. Achtung – Änderungen seit Januar 2022 Das neue Kaufrecht Die Verbraucherrechte (B2C) werden weiter gestärkt. Es gibt zahlreiche Neuerungen für alle Verkäufer im Online- und stationären Handel. Nicht nur die neuen Definitionen für Produkte lassen aufhorchen (z. B. „digitale Elemente“ und „analoge Waren“), sondern die Abwick- lung von Sachmängeln ist zukünftig anzupas- sen. Verkäufer im B2B-Bereich sind durch die Begrifflichkeiten und Vorschriften mittelbar auch betroffen. Die IHK Offenbach am Main bietet Informa- tionen, Checklisten und Schulungsangebote dazu. www.offenbach.ihk.de/recht-und-steuern Gr af ik : I H K 38 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 RATGEBER Schon seit 2018, als das besondere elek- tronische Anwaltspostfach (beA) eingeführt wurde, können Anwälte und Anwältinnen sämtliche Schriftsätze nicht nur in Papierform, sondern auch digital bei Gericht einreichen. Die Praxis zeigt, dass auch die Gerichte von der Übermittlung per beA vermehrt Gebrauch machen. Darüber hinaus hat § 128a Abs. 1 Zivilprozessordnung (ZPO) in der Corona- pandemie an Bedeutung gewonnen, da die Gerichte immer häufiger digitale Videover- handlungen statt Präsenzverhandlungen bevorzugen. Das BMJV-Online-Klagetool würde die Gerichtspraxis weiter digitalisieren und modernisieren. Wir alle könnten Klagen digital einreichen, vorausgesetzt, es ist keine anwaltliche Unterstützung vorgeschrieben. Insbesondere vor Amtsgerichten, Arbeits- und Verwaltungsgerichten sowie Sozialgerichten ist eine Vertretung durch den Anwalt nicht erforderlich. Ausgestaltung noch offen Das BMJV hat sich noch nicht abschließend zu den Details des Online-Klagetools geäußert. Fest steht, dass das Projekt in Kooperation mit dem Fellowship-Programm „Tech4Germany“ läuft und ein Prototyp entwickelt wird. Bei einer Klageeinreichung mittels Online-Kla- getool müssten auf jeden Fall die in der ZPO genannten Mindestvoraussetzungen erfüllt sein. Sonst kann die Klage bereits unzulässig sein. Dazu gehören neben der Bezeichnung der Parteien und des Gerichts auch die „bestimmte Angabe des Gegenstands und Grundes des erhobenen Anspruchs“ sowie ein „bestimmter Klageantrag“. Diese Angaben könnten per Online-Formular abgefragt und das ausgefüllte Formular könnte digital an das zuständige Gericht übermittelt werden. Allerdings ist vor allem die Formulierung eines „bestimmten Klageantrags“ für juristi- sche Laien eine schwierige Herausforderung. Es ist zu erwarten, dass das BMJV ihnen zum Online-Klagetool Hilfestellungen und Muster- anträge anbieten wird. Nach der ZPO muss die Klageschrift außer- dem mit der Unterschrift der für den Schrift- satz verantwortlichen Person versehen sein, damit Rechtssicherheit und Rechtsklarheit gegeben sind. Wie eine Originalunterschrift unter der Klageschrift über das Online-Klage- tool umgesetzt werden kann, ist noch unklar. Denkbar wäre eine elektronische Signatur. Das könnte die Nutzungsmöglichkeiten der digitalen Klagemöglichkeit allerdings einschränken. Konsequenzen für Unternehmen? Bisher ist die Hemmschwelle, zu klagen, hoch. Bei geringer Forderungshöhe oder auch generell scheuen Betroffene Aufwand, Prozessrisiko und Kosten. Wird das Verfahren durch das Online-Klagetool vereinfacht, könn- ten Klagen zunehmen. Eine große Klagewelle müssen Unternehmen wohl nicht fürchten. Die neue Option vermindert schließlich nur den Aufwand. Die Gefahr, zu unterliegen und Kosten tragen zu müssen, droht der klagenden Partei weiterhin genauso wie bei jedem Gerichtsprozess. Für Unternehmen, die Forderungen mit niedrigem Streitwert geltend machen wollen, ohne einen Rechtsanwalt einzuschalten, kann das neue Online- Klagetool von Vorteil sein. BMJV-Online-Klagetool Keine Klagewelle in Sicht Wir sind längst daran gewöhnt, viele unserer Angelegenheiten online zu erledigen. Wenn Ansprüche in einem Streitfall durchgesetzt werden sollen, ist das bisher nur eingeschränkt möglich. Aber 2021 hat das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) das Projekt zur digitalen Klageeinreichung gestartet. Autorin Polina Schwarz BRP Renaud und Partner mbB Telefon 069 133734-56 polina.schwarz@brp.de www.brp.de 39Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 RATGEBER BEKANNTMACHUNGEN Erfolgsplan für das Jahr 2022 Kontengr. Plan 2022 Plan 2021 Ist 2020 1. Erträge aus IHK-Beiträgen 50 7.165,0 7.977,5 8.479,8 davon – Erträge IHK-Beiträge Vorjahre 500 455,0 1.017,5 986,4 – Grundbeiträge Vorjahre 50000 155,0 187,5 165,9 – Umlagen Vorjahre 50010 300,0 830,0 820,6 – Erträge IHK-Beiträge lfd. Jahr 501 6.710,0 6.960,0 7.493,4 – Grundbeiträge lfd. Jahr 50100 2.770,0 2.710,0 2.881,9 – Umlagen lfd. Jahr 50110 3.940,0 4.250,0 4.611,5 2. Erträge aus Gebühren 51 892,5 806,1 815,2 davon – Erträge aus Gebühren Berufsbildung 510 658,7 588,3 557,2 – Erträge aus Gebühren Weiterbildung 512 51,5 47,0 53,6 – Erträge aus sonstigen Gebühren 513 182,3 170,8 204,4 3. Erträge aus Entgelten 52 636,4 548,7 617,7 4. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Leistungen 530 0,0 0,0 0,0 5. Andere aktivierte Eigenleistungen 532 0,0 0,0 0,0 6. Sonstige betriebliche Erträge 54 416,0 363,9 429,5 davon – Erträge aus öffentlichen Zuwendungen 541 42,1 10,3 39,5 – Erträge aus Erstattungen 542 11,0 11,0 55,6 – Erträge aus Abführung an gesonderte Wirtschaftspläne 59001 0,0 0,0 0,0 Betriebserträge 9.109,9 9.696,2 10.342,2 7. Materialaufwand 60-61 -926,4 -851,4 -856,8 a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffe und für bezogene Waren 60 -170,5 -172,6 -174,2 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 61 -755,9 -678,8 -682,6 8. Personalaufwand 62,64 -5.818,6 -5.590,0 -5.548,7 a) Gehälter 62 -4.321,2 -4.154,6 -4.160,2 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 64 -1.497,4 -1.435,4 -1.388,5 9. Abschreibungen 65 -420,0 -511,0 -402,5 a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des 650-656 -420,0 -511,0 -402,5 Anlagevermögens und Sachanlagen b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, 657+658 0,0 0,0 0,0 soweit diese die in der IHK üblichen Abschreibungen überschreiten (Haus der Wirtschaft) 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen 66-69 -3.356,8 -3.223,5 -2.916,0 davon – Zuführungen an gesonderte Wirtschaftspläne 79000 0,0 0,0 0,0 Betriebsaufwand -10.521,8 -10.175,8 -9.724,0 Betriebsergebnis -1.411,9 -479,6 618,2 11. Erträge aus Beteiligungen 55 0,0 0,0 0,0 12. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 56 0,0 0,0 11,6 13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57 -50,0 -25,0 -3,1 davon – Erträge aus Abzinsung 579 0,0 0,0 0,0 – Verwahrkosten 579 -50,0 -25,0 -7,5 14. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 74 0,0 0,0 0,0 15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 75 -250,0 -250,0 -207,3 davon – Aufwendungen aus Aufzinsung 759 -250,0 -250,0 -205,4 Finanzergebnis -300,0 -275,0 -198,8 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.711,9 -754,6 419,4 16. Außerordentliche Erträge 58 0,0 0,0 0,0 17. Außerordentliche Aufwendungen 76 0,0 0,0 0,0 18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 77 0,0 0,0 0,0 19. Sonstige Steuern 70 -73,4 -81,0 -81,6 20. Jahresergebnis (+ Jahresüberschuss / - Jahresfehlbetrag) -1.785,3 -835,6 337,8 21. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr 724,0 0,0 0,0 22. Entnahmen aus Rücklagen 2.558,0 1.578,0 1.362,0 a) aus der Ausgleichsrücklage 80410 556,0 130,6 0,0 b) aus anderen Rücklagen 80412 2.002,0 1.447,5 1.362,0 23. Einstellungen in Rücklagen -1.496,7 -742,5 -685,7 a) in die Ausgleichsrücklage 80400 0,0 0,0 0,0 b) in andere Rücklagen 80402 -1.496,7 -742,5 -685,7 24. Bilanzergebnis (+ Bilanzüberschuss / - Bilanzfehlbetrag) 0,0 0,0 1.014,2 Beträge in T€ 40 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 BEKANNTMACHUNGEN Finanzplan für das Jahr 2022 Plan 2022 Plan 2021 1. Jahresergebnis vor außerordentlichen Posten -1.785.300,00 -835.564,53 2. +/- AFA und Sonderposten 420.000,00 511.000,00 a) +/- Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf 420.000,00 511.000,00 b) - Erträge aus der Auflösung der Sonderposten 0,00 0,00 3. +/- Veränderungen Rückstellungen / RAP 0,00 0,00 a) +/- Rückstellungen 0,00 0,00 b) +/- RAP 0,00 0,00 4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) 0,00 0,00 [bspw. Abschreibung auf ein aktiviertes Disagio] 5. +/- Abgänge von Gegenständen des Anlagevermögens 0,00 0,00 6. +/- Veränderungen aus der Abnahme und Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus 0,00 0,00 IHK-Beiträgen, Gebühren, Entgelten und sonstigen Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. 7. +/- Veränderungen aus der Zunahme und Abnahme der Verbindlichkeiten aus 0,00 0,00 IHK-Beiträgen, Gebühren, Entgelten und sonstigen Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. 8. +/- Außerordentliche Posten 0,00 0,00 9. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.365.300,00 -324.564,53 10. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögen 0,00 0,00 11. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -205.000,00 -53.000,00 a) - Grundstücke und Gebäude -175.000,00 -33.000,00 b) - Technische Anlagen 0,00 0,00 c) - Betriebs- und Geschäftsausstattung -30.000,00 -20.000,00 12. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen 0,00 0,00 Anlagevermögens 13. - Auszahlungen für Investitionen des immateriellen Anlagevermögens 0,00 -21.150,00 14. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 200.000,00 0,00 15. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0,00 -400.000,00 16. = Cashflow aus Investitionstätigkeit -5.000,00 -474.150,00 17. + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0,00 0,00 a) + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0,00 0,00 b) - Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 0,00 0,00 18. - Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten 0,00 0,00 19. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0,00 0,00 20. = Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes (Summe der Zeilen 9, 16 und 19) -1.370.300,00 -798.714,53 Beträge in € 41Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 BEKANNTMACHUNGEN Gebührentarif zur Gebührenordnung der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main vom 9. September 2021 1. Außenwirtschaft - Beglaubigungen und Bescheinigungen 1.1 Ausstellung von Ursprungszeugnissen und Beglaubigungen von Handelsrechnungen (§ 1 Absatz 3 IHKG) 9,50 € 1.2 Carnet ATA 1.2.1 Ausstellung von internationalen Carnets je Satz für Mitglieder der Industrie- und Handelskammer (§ 1 Absatz 3 IHKG i. V. m. A.T.A. Übereinkommen, BGBl. II 1965, S. 948) 41,– € 1.2.2 Ausstellung von internationalen Carnets für Nichtmitglieder und Privatpersonen (§ 1 Absatz 3 IHKG i. V. m. A.T.A. Übereinkommen, BGBl. II 1965, S. 948) 56,– € 1.2.3 Zusätzlich zu der IHK-Gebühr nach der vorstehenden Nummer 1.2.1 oder 1.2.2 fällt bei der Ausstellung von internationalen Carnets eine Gebühr für die Internationale Handelskammer (ICC-Gebühr) und ein Neufassung der Gebührenordnung der IHK Offenbach am Main Gebührenordnung der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main § 1 Gebühren, Auslagen, Vorschüsse (1) Für die Inanspruchnahme besonderer Anlagen und Einrichtungen oder für besondere Tätig- keiten erhebt die Kammer Gebühren nach ihrem Gebührentarif. Dieser ist Bestandteil der Gebühren- ordnung. (2) Die Kammer kann zusätzlich vom Gebühren- schuldner Auslagen ersetzt verlangen, die den üblicherweise von der Kammer zu tragenden Verwaltungsaufwand überschreiten. (3) Die Kammer kann vom Gebührenschuldner einen angemessenen Vorschuss für Gebühren und Auslagen verlangen. § 2 Bemessung der Gebühren (1) Gebühren sind als feste Sätze (oder Rahmensätze) zu bestimmen. (2) Sind für eine Tätigkeit Rahmensätze bestimmt, so ist die Gebühr nach Verwaltungsaufwand und wirtschaftlichem Wert für den Gebührenschuldner zu bemessen. (3) Für den Fall, dass die beantragte Tätigkeit vom Gebührenschuldner nicht voll in Anspruch genom- men wird, kann der Gebührentarif Ermäßigung der Gebühr vorsehen. § 3 Gebührenschuldner Gebührenschuldner ist, wer besondere Anlagen und Einrichtungen der Kammer benutzt oder gebührenpflichtige Tätigkeiten beantragt hat oder zu dessen Gunsten eine solche Tätigkeit vorgenom- men wurde. Schulden mehrere Schuldner eine Gebühr gemeinsam, so kann die Kammer jeden für den gesamten Betrag in Anspruch nehmen. § 4 Entstehung des Anspruchs (1) Der Anspruch auf Gebühren entsteht bei antragsgebundenen Tätigkeiten mit Eingang des Antrags, sonst mit der Benutzung der Anlage oder Einrichtung oder der Durchführung der Tätigkeit. (2) Die Kammer kann Post- und Zustellgebühren und Barauslagen, die ihr anlässlich einer gebühren- pflichtigen Inanspruchnahme erwachsen, gesondert in Rechnung stellen. Dabei werden Auf- wendungen für Fahrt, Verpflegung und Unterkunft nach den bei der Kammer geltenden Richtlinien in Ansatz gebracht. (3) Gebühren und Auslagen sind innerhalb der gesetz- lichen Zahlungsfrist zu entrichten. § 5 Fälligkeit Gebühren und Auslagen werden mit der Bekannt- gabe an den Gebührenschuldner fällig, wenn die Kammer keinen anderen Zeitpunkt bestimmt. § 6 Mahnung und Beitreibung (1) Gebühren, die nicht innerhalb der festgesetzten Frist entrichtet worden sind, sind mit einer neuen Zahlungsfrist anzumahnen. In der Mahnung ist der Gebührenschuldner auf die Folgen der Nichtzah- lung innerhalb der neuen Frist hinzuweisen. (2) Für die Beitreibung von Gebühren gelten die Vorschriften der Beitragsordnung entsprechend. § 7 Stundung, Erlass, Niederschlagung (1) Gebühren und Auslagen können auf Antrag gestun- det werden, wenn ihre Zahlung mit erheblichen Härten für den Gebührenpflichtigen verbunden ist und der Gebührenanspruch durch die Stundung nicht gefährdet wird. Gestundete Gebühren und Auslagen sind entsprechend § 234 der Abgaben- ordnung vom 16.3.1976 in geltender Fassung (BGBl. III 610-1-3) zu verzinsen. (2) Gebühren und Auslagen können im Falle einer unbilligen Härte auf Antrag ganz oder teilweise erlassen werden. Im Interesse einer gleichmäßigen Behandlung aller Kammerzugehörigen ist an den Begriff der unbilligen Härte ein strenger Maßstab anzulegen. (3) Gebühren und Auslagen können niedergeschlagen werden, wenn ihre Beitreibung keinen Erfolg verspricht oder wenn Aufwand und Kosten der Beitreibung in einem Missverhältnis zur Gebühren- schuld stehen. § 8 Verjährung Für die Verjährung der Gebühren gelten die Vorschriften der Abgabenordnung über die Steuern von Einkommen und Vermögen entsprechend. § 9 Rechtsmittel (1) Gegen den Gebührenbescheid ist der Widerspruch nach den Bestimmungen der Verwaltungsge- richtsordnung gegeben. Über den Widerspruch entscheidet die Kammer. (2) Gegen den ablehnenden Widerspruchsbescheid kann innerhalb eines Monats nach Zugang vor dem zuständigen Verwaltungsgericht Klage erhoben werden. Die Klage ist gegen die Kammer zu richten. (3) Rechtsmittel gegen Gebührenbescheide haben keine aufschiebende Wirkung (§ 80 Abs. 2 Ziff. 1 VwGO). § 10 Inkrafttreten Diese Gebührenordnung tritt am ersten des auf die öffentliche Bekanntmachung folgenden Monats in Kraft. Die Vollversammlung der IHK Offenbach am Main hat in ihrer Sitzung vom 9. September 2021 gemäß § 3 Absätze 6 und 7 in Verbindung mit § 4 Satz 2 Ziffer 2 Gesetz zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern vom 18.12.1956 (BGBl. I S. 920), zuletzt geändert durch Artikel 1 Zweites Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern vom 7. August 2021 (BGBl. I S. 3306) folgende Neufassung der Gebührenordnung der IHK Offenbach am Main beschlossen: Tarif-Nr. Gebührenpflichtige Leistung Gebühr Tarif-Nr. Gebührenpflichtige Leistung Gebühr 42 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 BEKANNTMACHUNGEN Carnet-Versicherungsentgelt an (§ 1 Absatz 3 IHKG i. V. m. A.T.A. Übereinkommen, BGBl. II 1965, S. 948) 1.4 Sonstige Bescheinigungen (§ 1 Absatz 3 IHKG) 9,50 € 2. Rücktritt von einer Ausbildungs-, Weiterbildungs- oder Sachkundeprü- fung nach Zulassung (Stornogebühr): Bei Rücktritt von der Prüfung nach erfolgter Anmeldung bis vier Wochen vor der Prüfung wird eine Storno- gebühr in Höhe von 30 % der jeweils fälligen Gebühr erhoben, bei Rücktritt zu einem späteren Zeitpunkt oder Nichtteilnahme an der Prüfung ohne wichtigen Grund eine Stornogebühr von 50 % der jeweils fälligen Gebühr. 3. Finanzanlagenvermittler 3.1 Registrierung eines Finanzanlagenvermittlers (§ 34f Absatz 5 Halbsatz1 i. V. m. § 11a Absatz 1 Satz 1, Absatz 5 GewO) 45,– € 3.2 Registrierung eines Angestellten eines Finanzanlagenvermittlers (§ 34f Absatz 5 GewO) 20,– € 3.3 Änderung der Registerdaten (§ 34f Absatz 5 Halbsatz 2 i. V. m. §11a GewO) 25,– € 3.4 Schriftliche Auskunft aus dem Vermittlerregister (§11a Absatz 2 GewO) 15,– € 3.5 Erlaubnis für Finanzanlagenvermittler 3.5.1 Gesamterlaubnis (3 Kategorien) (§ 34f Absatz 1 Satz 1 GewO) 300,– € 3.5.2 Teilerlaubnis (2 Kategorien: § 34f Absatz 1 Satz 2 und 3 GewO) 250,– € 3.5.3 Teilerlaubnis (1 Kategorie) (§ 34f Absatz 1 Satz 2 und 3 GewO) 200,– € 3.5.4 Erweiterung des Erlaubnisumfanges um 1 Kategorie (§ 34f Absatz 1 Satz 2 Halbsatz 2 GewO) 50,– € 3.5.5 Erweiterung des Erlaubnisumfanges um 2 Kategorien (§ 34f Absatz 1 Satz 2 Halbsatz 2 GewO) 100,– € 3.6 Überprüfung der Erlaubnisvoraussetzungen nach Erteilung der Erlaubnis (§ 34f Absatz 2 i. V. m. Absatz 1 GewO) 50,– € – 200,– € 3.7 Prüfungspflicht (§ 24 FinVermV) 3.7.1 Überprüfung der Pflichten der Finanzanlagenvermittler nach den §§ 12 – 23 FinVermV 50,– € – 3.000,– € 3.7.2 Überprüfung der Prüfungspflicht (§ 24 Absatz 2 Satz 1 Halbsatz 1, Sätze 2 und 3 FinVermV i. V. m. § 34f Absatz 1 GewO) 50,– € – 3.000,– € 3.7.3 Nachforderung des Prüfberichts gemäß § 24 Absatz 1 FinVermV 25,– € – 100,– € 3.8 Gleichwertigkeitsprüfung (§ 5 FinVermV) 50,– € – 500,– € 3.9 Ersatz- oder Zweitbescheinigung der Erlaubnis (§ 34f GewO) 20,– € 4. Öffentliche Bestellungen und Vereidigungen 4.1 Überprüfung eines Erstantrages (Verfahrensgebühr) (§ 36 GewO i. V. m. § 5 HAG IHKG u. § 5 SVO) 500,– € 4.2 Bearbeitung und Überprüfung von sonstigen Anträgen (z.B. Fortsetzung eines ruhenden Verfahrens nach nicht nachgewiesener Sachkunde; Wiederholungsanträge; erneuter Antrag nach Ablauf einer befristeten Bestellung; Antrag auf Erweiterung des Bestellungsgebietes oder Umschreibung des Sachgebietes) (§ 36 GewO i. V. m. § 5 HAG IHKG u. § 5 SVO) 100,– € - 500,– € 4.3. Öffentliche Bestellung und Vereidigung als Sachverständige (Bestellungsgebühr) (§ 36 GewO i. V. m. § 5 HAG IHKG u. § 5 SVO) 300,– € 4.4 Zu den Gebühren nach den Ziffern 4.1 bis 4.3 sind ggfs. der IHK Offenbach am Main in Rechnung gestellte Kosten/ Gebühren für die Inanspruchnahme von Fachgremien bei anderen IHKs oder einem ad hoc- Fachgremium zu erstatten (§ 36 GewO i. V. m. § 5 HAG IHKG u. § 5 SVO) 4.5 Rücknahme oder Widerruf einer öffentlichen Bestellung/ Vereidigung (§§ 48, 49 HVwVfG i. V. m. § 36 GewO i. V. m. § 5 HAG IHKG u. § 5, 23 SVO) 300,– € 4.6 Überprüfung der besonderen Sachkunde eines Sachverständigen durch ein Fachgremium der IHK Offenbach am Main (§ 36 GewO i. V. m. § 5 HAG IHKG u. § 5 SVO) 1.250,– € 4.7 Zu der Gebühr nach Ziffer 4.6 sind ggfs. der IHK Offenbach am Main in Rechnung gestellte Auslagen (Fahrtkosten, ggfs. Übernachtungskosten) der Mitglieder des Fachgremiums der IHK Offenbach am Main zusätzlich zu erstatten (§ 36 GewO i. V. m. § 5 HAG IHKG u. § 5 SVO) 4.8 Überprüfung von Gutachten auf Veranlassung einer anderen IHK (§ 36 GewO i. V. m. § 5 HAG IHKG u. § 5 SVO) 250,– € 5. Berufsausbildung/Weiterbildung 5.1 Ausbildung und Umschulung 5.1.1 Zwischenprüfung / 1. Teil einer Abschlussprüfung in einem Beruf mit Fertigkeitsprüfung (§ 48 BBiG) 200,– € 1 250,– € 2 5.1.2 Zwischenprüfung / 1. Teil einer Abschlussprüfung in einem Beruf ohne Fertigkeitsprüfung (§ 48 BBiG) 150,– € 1 188,– € 2 5.1.3 (Teil 2 der) Abschlussprüfung in einem Beruf mit Fertigkeitsprüfung (§ 37 BBiG) 290,– € 1 363,– € 2 5.1.4 (Teil 2 der) Abschlussprüfung in einem Beruf ohne Fertigkeitsprüfung (§ 37 BBiG) 175,– € 1 219,– € 2 5.1.5 Prüfung von Zusatzqualifikationen mit Fertigkeitsteil (§ 49 BBiG) 220,– € 5.1.6 Prüfung von Zusatzqualifikationen ohne Fertigkeitsteil (§ 49 BBiG) 146,– € 5.1.7 Wiederholung einer der in 5.1.1 bis 5.1.6 genannten Prüfungen 50 % der Gebühr 5.1.8 Die in den Nummern 5.1.1 bis 5.1.4 genannten Gebühren reduzieren sich um 35,– €, wenn von dem Ausbildungsbetrieb ein Mitarbeiter oder der Unternehmer selbst als Prüfer berufen ist 5.1.9 Besondere, durch den Ausbildungsberuf bedingte Prüfungsaufwendungen (Material, Versicherungen usw.) sind nach § 1 Absatz 2 der Gebührenordnung zu erstatten. 5.1.10 Zertifizierung von Qualifizierungsbausteinen der Berufsausbildungs- vorbereitung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) (§ 69 BBiG) 60,– € 5.1.11 Die in den Nummern 5.1.1 bis 5.1.4 genannten Gebühren gelten für externe Prüflinge (§ 45 BBiG) entsprechend. 5.1.12 Prüfung der Zulassungsvoraussetzungen für externe Prüflinge (§ 45 Absatz 2 und 3 BBiG) 100,– € 5.2 Weiterbildung 5.2.1 Weiterbildungsprüfungen ohne gesonderte Prüfungsteile (§ 53, 54 BBiG) 250,– € 5.2.1.1 mit Fertigkeitsteil, Dokumentation bzw. Projektarbeit inkl. Fachgespräch, Fallstudie u. Ä. (zusätzlich zu 5.2.1) 100,– € 5.2.1.2 Fortbildungsprüfung/ Prüfungsteil nach §§ 53, 54 BBiG mündlich 150,– € 1 Gebühr gilt für Berufsausbildungs- und Umschulungsverhältnisse, die ab dem 1. August 2017 begonnen haben 2 Gebühr gilt für Berufsausbildungs- und Umschulungsverhältnisse, die ab dem 1. August 2019 begonnen haben Tarif-Nr. Gebührenpflichtige Leistung Gebühr Tarif-Nr. Gebührenpflichtige Leistung Gebühr 43Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 BEKANNTMACHUNGEN 5.2.2 Weiterbildungsprüfungen mit gesonderten Prüfungsteilen 5.2.2.1 Fortbildungsprüfung/ Prüfungsteil nach §§ 53, 54 BBiG schriftlich 150,– € 5.2.2.1.1 mit Demonstration, Fachgespräch, mündlicher Situationsaufgabe, Situationsgespräch u. Ä. nach §§ 53, 54 BBiG (zusätzlich zu 5.2.2.1) 50,– € 5.2.2.2 mit Fertigkeitsteil, Dokumentation bzw. Projektarbeit inkl. Fachgespräch, Fallstudie u. Ä. nach §§ 53, 54 BBiG 100,– € 5.2.2.3 Integrierter berufs- und arbeitspädagogischer Teil nach §§ 53, 54 BBiG 150,– € 5.2.3 Ausbildereignungsprüfung 150,– € 5.2.3.1 Ausbilderprüfung/ AEVO Prüfung schriftlich (§ 4 AusbEignV) 100,– € 5.2.3.2 Ausbilderprüfung mündlich (§ 4 AusbEignV) 100,– € 5.2.4 Wiederholungsprüfungen 5.2.4.1 Vollständige Wiederholung (je Prüfung bzw. Prüfungsteil) Beträge jeweils von 5.2.1 bis 5.2.3 (§§ 53, 54 BBiG, § 4 AusbEignV) 5.2.4.2 Wiederholung eines Prüfungsteils 50 % des zu wieder- (§§ 53, 54 BBiG, § 4 AusbEignV) holenden Prüfungsteils 5.2.5 Unterrichtung im Bewachungsgewerbe 5.2.5.2 für Unselbstständige (40 Unterrichtsstunden) (Personenkreis i.S. von § 34a Absatz 1a Satz 1 Nr. 2 und Absatz 2 Nr. 2 GewO i. V. m. §§ 4, 6 Bewachungsverordnung) 445,– € 5.3 Sonstiges 5.3.1 Bescheinigung über die volle oder teilweise Befreiung vom Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse nach § 6 Ausbildereignungsverordnung (AusbEignV) 25,– € 5.3.2 Neuausfertigung von Prüfungsdokumenten einschl. Bescheinigung der Gleichwertigkeit von ausländischen Bildungsabschlüssen (§§ 37, 50, 50a, 102 BBiG) 25,– € 5.3.3 Übersetzung von Zeugnissen der Weiterbildung (§§ 53, 54 BBiG) 25,– € 6. Fachkundebescheinigungen im Bereich Verkehr 6.1 Fachkundebescheinigung ohne Prüfung für den Straßengüter- und Straßenpersonenverkehr ohne Taxi- und Mietwagenverkehr (Entscheidung über Anerkennung leitender Tätigkeit – einschließlich Ausstellung des Schulungsnachweises) (§ 8 Absatz 2 GBZugV, § 7 Absatz 3 PBZugV) 80,– € 6.2 Fachkundebescheinigung ohne Prüfung für den Taxi- und Mietwagenverkehr (Entscheidung über Anerkennung leitender Tätigkeit - einschließlich Ausstellung des Schulungsnachweises) (§ 8 Absatz 2 GBZugV, § 7 Absatz 3 PBZugV) 65,– € 6.3 Ausstellung von Fachkundebescheinigungen auf Grund gleichwertiger Abschlussprüfungen, Umschreibungen beschränkter Fachkundebescheinigungen und die Erstellung von Zweitschriften (§ 7 GBZugV, § 6 PBZugV) 35,– € 7. Unterrichtungsverfahren Gaststättengewerbe 7.1. Ersatzausstellung von Sachkunde-/Unterrichtungs- bescheinigungen (auch für Ziff. 6) 20,– € 8. Versicherungsvermittler – Registrierungs- und Erlaubnisverfahren 8.1 Registrierung eines Versicherungsvermittlers/ Versicherungsberaters (§§ 34d Absatz 10 Satz 1 Alt. 1 i. V. m. § 11a Absatz 1 Satz 1, Absatz 5 GewO) 45,– € 8.2 Erlaubnis für Versicherungsvermittler/ Versicherungsberater (§§ 34d Absatz 1, Absatz 2 GewO) 200,– € 8.3 Erlaubnisbefreiung für Versicherungsvermittler (§ 34d Absatz 6 i. V. m. § 34d Absatz 1 Satz 1 GewO) 125,– € 8.4 Schriftliche Auskunft aus dem Vermittlerregister (§ 11a Absatz 2 GewO) 15,– € 8.5 Anmeldung dritter EU- oder EWR- Staaten (§ 34d Absatz 10 Satz 1 i. V. m. § 11a Absatz 4 GewO) 20,– € 8.6 Änderung der Registerdaten (§ 34d Absatz 10 Satz 2 GewO i. V. m. § 11a Gewerbeordnung), Umtausch der Erlaubnis vom Vermittler zum Berater oder Statuswechsel (§ 156 Absatz 2 GewO; § 34d Absatz 1 Satz 3 GewO) 25,– € 8.7 Ersatz- oder Zweitbescheinigung für Erlaubnis oder Erlaubnis- befreiung (§§ 34d Absatz 1, Absatz 2 und Absatz 6 GewO) 20,– € 8.8 Überprüfung der Dokumentationspflichten der Versicherungsvermittler (§ 23 Absatz 1 VersVermV) 100,– € - 3.000,– € 8.9 Überprüfung des Provisionsannahmeverbots für Versicherungsberater (§ 23 Absatz 2 VersVermV) 100,– € - 3.000,– € 8.10 Überprüfung der Erlaubnisvoraussetzungen nach Erteilung der Erlaubnis (§§ 34d Absatz 5 i.V.m. Absatz 1 und Absatz 2 GewO) 50,– € - 200,– € 8.11 Gleichwertigkeitsprüfung (§ 6 VersVermV) 50,– € – 500,– € 9. Gebühren für die Prüfung der Berufskraftfahrer gemäß der Berufskraftfahrer-Qualifikations-Verordnung 9.1 Grundqualifikation für Fahrer im Straßengüter- und Straßenpersonenverkehr 9.1.1 Theoretische Prüfung(Fragebogen / 240 Min.) (§ 2 Absatz 1 Nr. 1 BKrVQG i. V. m. § 1 Absatz 2 BKrFQV) 210,– € 9.1.2. Praktische Prüfung (210 Min.) (§ 2 Absatz 1 Nr. 1 BKrFQG i. V. m. § 1 Absatz 2 BKrFQV) 1.200,– € 9.1.3 Theoretische Prüfung Quereinsteiger (Fragebogen / 170 Min.) (§ 2 Absatz 1 Nr. 1 BKrFQG i. V. m. § 1 Absatz 5 BKrFQV) 200,– € 9.1.4 Praktische Prüfung Quereinsteiger (210 Min.) (§ 2 Absatz 1 Nr. 1 BKrFQG i. V. m. § 1 Absatz 5 BKrFQV) 1.200,– € 9.1.5 Theoretische Prüfung Umsteiger (Fragebogen / 110 Min.) (§ 2 Absatz 1 Nr. 1 BKrFQG i. V. m. § 3 BKrFQV) 190,– € 9.1.6 Praktische Prüfung Umsteiger (120 Min.) (§ 2 Absatz 1 Nr. 1 BKrFQG i. V. m. § 3 BKrFQV) 900,– € 9.2 Beschleunigte Grundqualifikation für Fahrer im Straßengüter- und Straßenpersonenverkehr 9.2.1 Theoretische Prüfung (Fragebogen / 90 Min.) (§ 2 Absatz 2 BKrFQG i. V. m. § 2 Absatz 6 BKrFQV) 120,– € 9.2.2 Theoretische Prüfung Quereinsteiger (Fragebogen / 60 Min.) (§ 2 Absatz 2 BKrFQG i. V. m. § 2 Absatz 9 BKrFQV) 110,– € 9.2.3 Theoretische Prüfung Umsteiger (Fragebogen / 45 Min.) (§ 2 Absatz 2 BKrFQG i. V. m. § 3 BKrFQV) 105,– € 9.3 Ersatzausstellung einer Prüfungsbescheinigung (BKrFQG, BKrFQV) 31,– € 10. Mahngebühr/Erinnerungsgebühr gemäß § 8 Absatz 2 Beitragsordnung in Verbindung mit §§ 1 Absatz 1 und 3 Satz 1 Gebührenordnung (Beitragsschuldnermahnung) 5,– € 11. Gebühren nach der Chemikalien-Klimaschutzverordnung 11.1 Erteilung einer Sachkundebescheinigung nach der Chemikalien- Klimaschutzverordnung aufgrund einer erfolgreich abgelegten IHK- oder HwK-Abschluss- oder Weiterbildungsprüfung (§ 5 Absatz 2 und Absatz 3 ChemKlimaschutzV) 0,– € - 40,– € 11.2 Entscheidung über die Erteilung einer Sachkunde- bescheinigung nach der Chemikalien-Klimaschutz- verordnung aufgrund mehrerer Teilprüfungen (§ 5 Absatz 2 und Absatz 3 ChemKlimaschutzV) 40,– € - 200,– € 11.3 Entscheidung über die Erteilung einer vorläufigen Sachkundebescheinigung nach der Chemikalien- Klimaschutzverordnung aufgrund einschlägiger Vorkenntnisse (§ 5 Absatz 2 und Absatz 3 ChemKlimaschutzV) 40,– € - 60,– € Tarif-Nr. Gebührenpflichtige Leistung Gebühr Tarif-Nr. Gebührenpflichtige Leistung Gebühr 44 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 BEKANNTMACHUNGEN 12. Honorar-Finanzanlagenberater 12.1 Registrierung eines Honorar-Finanzanlagenberaters (§ 34h Absatz 1 Satz 4 i. V. m. § 34f Absatz 5 Halbsatz 1 i. V. m. § 11a Absatz 1 Satz 1, Absatz 5 GewO) 45,– € 12.2 Registrierung eines Angestellten eines Honorar-Finanzanlagenberaters (§ 34h Absatz 1 Satz 4 i. V. m. § 34f Absatz 6 GewO) 25,– € 12.3 Änderung der Registerdaten (§ 34f Absatz 5 Halbsatz 2 i. V. m. §11a GewO) 25,– € 12.4 Schriftliche Auskunft aus dem Vermittlerregister (§11a Absatz 2 GewO) 15,– € 12.5 Erlaubnisverfahren für Honorar-Finanzanlagenberater 12.5.1 Gesamterlaubnis (3 Kategorien) (§ 34h Absatz 1 Satz 1 GewO) 300,– € 12.5.2 Teilerlaubnis (2 Kategorien) (§ 34h Absatz 1 Satz 2 und 3 GewO) 250,– € 12.5.3 Teilerlaubnis (1 Kategorie) (§ 34h Absatz 1 Satz 2 und 3 GewO) 200,– € 12.5.4 Umwandlung einer Erlaubnis nach § 34f GewO (Finanzanlagenvermittler) in eine Erlaubnis nach § 34h GewO (§ 34h Absatz 1 Satz 5 GewO) 50,– € 12.6 Überprüfung der Erlaubnisvoraussetzungen nach Erteilung der Erlaubnis (§ 34h Absatz 1 Satz 4 i. V. m. § 34f Absatz 2, Absatz 1 GewO) 50,– € - 200,– € 12.7 Überprüfung der Pflichten der Honorar- Finanzanlagenberater nach den §§ 12 – 23 FinVermV (§ 24 Absatz 2 FinVermV) 50,– € - 3.000,– € 12.8 Anordnung der Überprüfung der sich aus den §§ 12 bis 23 FinVermV ergebenden Pflichten (§ 24 Absatz 2 Satz 1 Halbsatz 1, Satz 2 FinVermV i. V. m. § 34h Absatz 1 GewO) 50,– € - 3.000,– € 12.9 Ersatz- oder Zweitbescheinigung der Erlaubnis (§ 34h GewO) 20,– € 13. Immobiliardarlehensvermittler – Registrierungsverfahren 13.1 Registrierung eines Immobiliardarlehensvermittlers (§ 34i Absatz 8 Nr. 1i. V. m. § 11a Absatz 1 und Absatz 5 GewO) 75,– € 13.2 Registrierung eines Angestellten eines Immobiliardarlehensvermittlers (§ 34i Absatz 8 Nr. 2 i. V. m. § 11a Absatz 1 und Absatz 5 GewO) 20,– € 13.3 Änderungen der Registerdaten (§ 11a GewO, § 34i Absatz 8 Nr. 3 GewO) 25,– € 13.4 Registrierung eines Vermittlers mit Erlaubnis aus einem anderen EU-/EWR-Staat (§ 34i Absatz 4, § 11a Absatz 1a GewO) 50,– € 13.5 Schriftliche Auskunft aus dem Vermittlerregister (§ 11a Absatz 2 GewO) 15,– € Diese Gebührenordnung ist von der Vollversammlung der Industrie- und Handels- kammer Offenbach am Main gemäß § 3 Abs. 6 und 7 in Verbindung mit § 4 Satz 2 Ziffer 2 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern vom 18. Dezember 1956 (BGBl. I S. 920), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Zweiten Gesetzes zur Änderung des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern vom 7. August 2021 (BGBl. I S. 3306), am 9. September 2021 beschlossen worden. Der Beschluss der Vollversammlung ist mit Bescheid vom 27. Oktober 2021 vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen genehmigt und am 1. November 2021 ausgefertigt worden und wird hiermit bekannt gemacht. Offenbach am Main, den 1. November 2021 Kirsten Schoder-Steinmüller Markus Weinbrenner Präsidentin Hauptgeschäftsführer Bekanntmachung zur Wettbewerbseinigungsstelle Liste der Mitglieder der Wettbewerbseinigungsstelle, die gemäß § 15 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), in Verbin- dung mit der Hessischen Verordnung über Einigungsstellen, für das Jahr 2022 von der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main aufgestellt ist. Vorsitzender Nemeczek, Heinrich Rechtsanwalt Pariser Straße 12 60486 Frankfurt am Main Telefon 0157 34292022 rechtsanwalt@heinrich-nemeczek.de Stellv. Vorsitzende Lawrence, Katharina Juristin Verbraucherzentrale Hessen e. V. Geschäftsstelle Große Friedberger Str. 13 - 17 60313 Frankfurt Telefon 069 972010-47 Telefax 069 972010-50 lawrence@verbraucherzentrale- hessen.de Stellv. Vorsitzender Hennecke, Dr. Bernd Rechtsanwalt Dreieichring 62 63067 Offenbach am Main Telefon 069 888328 Mobil 0175 2477377 Dr.Hennecke@gmx.de Beisitzer Diefenbach, Dr. Hans Rudolf Apotheker Dr. Hans R. Diefenbach Am Wiesengrund 12 63075 Offenbach am Main Gotesdiner, Valeria Verpachtung von Geschäftsräumen Frankfurter Str. 47 63065 Offenbach am Main Telefon : 069 80906706 valeria@gotesdiner.de Kurz, Christian Christian Kurz und Aleksander Skrinjar GbR ASCKY webdesign + development Freigasse 6 63303 Dreieich Telefon 06103 5097902 christian@ascky.de Noé, Dr. Dietmar Noé Immobilien Dielmannstr. 25 63069 Offenbach am Main Telefon 069 82375181 noe.immobilien@arcor.de Tarif-Nr. Gebührenpflichtige Leistung Gebühr 45Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 BEKANNTMACHUNG I. Wirtschaftsplan Der Wirtschaftsplan wird wie folgt verabschiedet: 1. im Erfolgsplan mit Erträgen in Höhe von 9.109.900 Euro – davon Erträgen aus Beiträgen und Umlagen in Höhe von 7.165.000 Euro – davon Erträgen aus Gebühren in Höhe von 892.500 Euro – davon Erträgen aus Entgelten in Höhe von 636.400 Euro – davon sonstigen betrieblichen Erträgen 416.000 Euro im Erfolgsplan mit Aufwendungen in Höhe von -10.521.800 Euro – davon Materialaufwand in Höhe von -926.400 Euro – davon Personalaufwand in Höhe von -5.818.600 Euro – davon Abschreibungen in Höhe von -420.000 Euro – davon sonstiger betrieblicher Aufwand -3.356.800 Euro mit einem Finanzergebnis in Höhe von -300.000 Euro mit einem voraussichtlichen Ergebnisvortrag in Höhe von 723.958 Euro mit einem Saldo der Rücklagenveränderungen in Höhe von -1.061.342 Euro 2. im Finanzplan mit Investitionseinzahlungen in Höhe von 200.000 Euro Investitionsauszahlungen in Höhe von -205.000 Euro II. Beitrag 1. Natürliche Personen und Personengesellschaften, die nicht im Handelsregister eingetragen sind, und eingetragene Vereine, wenn nach Art oder Umfang ein in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb nicht erforderlich ist, sind vom Beitrag freigestellt, soweit ihr Gewerbeertrag nach dem Gewerbesteuer- gesetz oder, soweit für das Bemessungsjahr ein Gewerbesteuermessbetrag nicht festgesetzt wird, ihr nach dem Einkommensteuergesetz ermittelter Gewinn aus Gewerbebetrieb 5.200 Euro nicht übersteigt. Nicht im Handelsregister eingetragene natürliche Personen, die ihr Gewerbe nach dem 31. Dezember 2003 angezeigt und in den letzten fünf Wirtschaftsjahren vor ihrer Betriebseröffnung weder Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit erzielt haben noch an einer Kapital- gesellschaft mittelbar oder unmittelbar zu mehr als einem Zehntel beteiligt waren, sind für das Geschäftsjahr der IHK, in dem die Betriebseröffnung erfolgt, und für das darauf folgende Jahr von der Umlage und vom Grundbeitrag sowie für das dritte und vierte Jahr von der Umlage bereit, wenn ihr Gewerbeertrag hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb 25.000 Euro nicht übersteigt. 2. Als Grundbeiträge sind zu erheben von 2.1. Nichtkaufleuten a) mit einem Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb, bis 25.000 Euro, soweit nicht die Befreiung nach Ziffer II. 1 eingreift 50,00 Euro b) mit einem Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb, über 25.000 Euro 70,00 Euro 2.2. Kaufleuten mit einem Verlust oder mit einem Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb, bis 37.000 Euro 220,00 Euro 2.3. Kaufleuten mit einem Gewerbeertrag, hilfsweise Gewinn aus Gewerbebetrieb, ab 37.001 Euro 330,00 Euro Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main hat am 9. Dezember 2021 gemäß den §§ 3 und 4 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern (IHKG) vom 18.12.1956 (BGBI. I S. 920), zuletzt geändert durch Art. 1 des Zweiten Gesetzes zur Änderung des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern vom 7. August 2021 (BGBl. I S. 3306), und der Beitragsordnung vom 4. Dezember 2007, zuletzt geändert durch Beschluss der Vollversammlung vom 15. März 2018, folgende Wirtschaftssatzung für das Geschäftsjahr 2022 (1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022) beschlossen: 2.4. allen IHK-Mitgliedern, die nicht nach Ziffer II.1. vom Beitrag befreit sind und ein Kriterium der zwei nachfolgenden Kriterien erfüllen: – mehr als 500.000.000 Euro Bilanzsumme – mehr als 50.000.000 Euro Umsatz – auch wenn sie sonst nach Ziffer II. 2.1 – 2.3 zu veranlagen wären 500,00 Euro 2.5. Kapitalgesellschaften, die nach Ziffer II. 2.2. – 2.4. zum Grundbeitrag veranlagt werden und deren Tätigkeit sich in der Komplementärfunktion in einer ebenfalls der IHK Offenbach zugehörigen Personenhandelsgesellschaft erschöpft, wird der Grundbeitrag auf Antrag um 25 % ermäßigt. 2.6. Gesellschaften mit Verwaltungssitz im Bezirk der IHK Offenbach, deren sämtliche Anteile von einem im Handelsregister eingetragenen Unternehmen gehalten werden, das seinen Verwaltungssitz im Bezirk der IHK Offenbach hat, wird der Grundbeitrag auf Antrag ebenfalls um 25 % ermäßigt. 3. Als Umlagen sind zu erheben 0,28 % des Gewerbeertrages bzw. Gewinns aus Gewerbebetrieb. Bei natürlichen Personen und Personengesellschaften ist die Bemessungsgrundlage einmal um einen Freibetrag von 15.340 Euro für das Unternehmen zu kürzen. 4. Soweit der Grundbeitrag nach II. 2.4. und die Umlage nach Ziffer II.3. sich zusam- men auf weniger als 5.000,00 Euro belaufen, beträgt der Beitrag 5.000,00 Euro. 5. Die Beitragserhebung für das Jahr 2022 erfolgt ebenfalls wieder mit einer Vorauszahlung in Höhe von 100 %. 6. Soweit ein Gewerbeertrag bzw. Gewinn aus Gewerbebetrieb für das Bemes- sungsjahr nicht bekannt ist, wird eine Vorauszahlung des Grundbeitrages und der Umlage auf der Grundlage des letzten der IHK vorliegenden Gewerbeertrages bzw. Gewinns aus Gewerbebetrieb erhoben. Soweit der IHK bisher keine Daten bekannt sind, erfolgt zunächst eine vorläufige Veranlagung mit dem jeweiligen Grundbeitrag in der untersten Staffel. III. Kredite 1. Investitionskredite Für Investitionen können Kredite in Höhe von 0,00 Euro aufgenommen werden. 2. Kassenkredite Zur Aufrechterhaltung der ordnungsgemäßen Kassenwirtschaft dürfen Kassenkredite bis zur Höhe von 0,00 Euro aufgenommen werden. IV. Gesamtdeckungsprinzip, Deckungsfähigkeit Alle Erträge dienen, soweit nichts anderes bestimmt ist, zur Deckung aller Aufwen- dungen (Gesamtdeckungsprinzip). Zweckgebundene Mehrerträge sind nur für damit verbundene Mehraufwendungen zu verwenden. Personalaufwand und alle übrigen Aufwendungen sind insgesamt gegenseitig deckungsfähig. Investitionsausgaben werden ebenfalls für gegenseitig deckungsfähig erklärt. Die vorstehende Wirtschaftssatzung wird hiermit ausgefertigt und im Mitteilungsblatt „Offenbacher Wirtschaft“ Heft Januar/Februar 2022 sowie im Internet veröffentlicht. Offenbach am Main, 9. Dezember 2021 Kirsten Schoder-Steinmüller Markus Weinbrenner Präsidentin Hauptgeschäftsführer Wirtschaftssatzung der IHK Offenbach am Main – Geschäftsjahr 2022 46 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 Impressum: Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, Sontraer Straße 6, 60386 Frankfurt am Main, Telefon 0 69/42 09 03-75 Die Textbeiträge in diesem Verlagsthema wurden von den werbenden Unternehmen verfasst.www.zarbock.de Impressum: Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, Sontraer Straße 6, 60386 Frankfurt am Main, Telefon 0 69/42 09 03-75 Die Textbeiträge in diesem Verlagsspecial wurden von den werbenden Unternehmen verfasst.www.zarbock.de Foto: Ridofranz 1/2 2022 Banken, Investitionen und Finanzierung 2 VerlagsSpecial | Banken, Investitionen und Finanzierung Unser Versprechen: Wir sind auf allen Wegen erreichbar. Besondere Zeiten. Einfache Lösungen. Ab sofort auch Videoberatung möglich. frankfurter-volksbank.de Immer für Sie da. Digital & persönlich. Wie sehr sich Bürgschaften rechnen Dass sich das System der Bürgschaftsbanken für alle Beteiligten lohnt, lag für Kenner der Materie schon immer auf der Hand – nun belegen dies die Ergebnisse einer gerade veröffentlichten Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums ein- drücklich. Bürgschaftsbanken ersetzen für Unternehmen Sicherheiten, die deren Hausbanken für Finanzierungen benötigen. Dadurch wer- den viele wirtschaftlich sinnvolle Vorhaben erst ermöglicht. Das schafft Wachstum und Arbeitsplätze. Das Engagement der pri- vatwirtschaftlich organisierten Bürgschaftsbanken wird wiede- rum von Land und Bund durch Rückbürgschaften abgesichert. Für die Studie der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschafts- prüfungsgesellschaft (PwC) wurden insgesamt 735 mittelstän- dische Unternehmen untersucht. Bei 79 Prozent der Befragten stieg nach dem Engagement der Bürgschaftsbanken der Um- satz, bei 75 Prozent verbesserte sich das Jahresergebnis, bei 77 Prozent wuchs die Zahl der Mitarbeitenden – und 62 Prozent gaben an, dass die Finanzierung erst durch die Bürgschaftsbank möglich wurde. Die Studie berechnet auch das Verhältnis von Kosten und Nut- zen: Jeder Euro, der über eine Bürgschaft oder Garantie verge- ben wird, löst einen Investitionsimpuls von 2,12 Euro zusätz- lichen Investitionen aus. Hochgerechnet auf alle deutschen Bürgschaftsbanken bedeutet dies: Dank der Bürgschaftsbanken wächst das Bruttoinlandsprodukt um 2,8 Milliarden Euro pro Jahr, entstehen jährlich 40.000 neue Arbeitsplätze! Noch beeindruckender fällt die Gesamtrechnung aus, wenn zusätzliche Steuereinnahmen, Sozialabgaben und Transferleis- tungen den tatsächlich entstandenen Ausfallzahlungen ge- genübergestellt werden: Der wirtschaftliche Nutzen des Bürg- schaftswesens übersteigt nämlich die Kosten um das 17-fache, es gibt hier also ein Kosten-Nutzen-Verhältnis von 1:17. Weitere Informationen unter www.bb-h.de Freuen sich über die Studie zur Wirkung ihrer Bürgschaften: die Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Hessen Michael Schwarz (links) und Sven Volkert. (Foto: Heike Rost) Sicherheiten für Ihren Erfolg • Selbständigkeit • Betriebsübernahme • Auftrags-Vorfinanzierung • Unternehmensvergrößerung Eine Bürgschaft sichert den Bankkredit für Ihr Vorhaben. Sprechen Sie mit uns. www.bb-h.de Tel. (0611) 1507-0 Aktuelle Angebote der Bürgschaftsbank Hessen: • Klassische Bürgschaft bis 2,5 Million Euro • Betriebsmittelfinanzierungen zur Sicherung der Liquidität können bis zu 90 Prozent verbürgt werden • Express-Bürgschaft möglich • „Bürgschaft ohne Bank“ bis zu 1 Million Euro Ständig aktualisierte Infos zu Förderungen unter bb-h.de/corona 3 | VerlagsSpecialBanken, Investitionen und Finanzierung Unser Versprechen: Wir sind auf allen Wegen erreichbar. Besondere Zeiten. Einfache Lösungen. Ab sofort auch Videoberatung möglich. frankfurter-volksbank.de Immer für Sie da. Digital & persönlich. 2 VerlagsSpecial | Banken, Investitionen und Finanzierung Unser Versprechen: Wir sind auf allen Wegen erreichbar. Besondere Zeiten. Einfache Lösungen. Ab sofort auch Videoberatung möglich. frankfurter-volksbank.de Immer für Sie da. Digital & persönlich. Wie sehr sich Bürgschaften rechnen Dass sich das System der Bürgschaftsbanken für alle Beteiligten lohnt, lag für Kenner der Materie schon immer auf der Hand – nun belegen dies die Ergebnisse einer gerade veröffentlichten Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums ein- drücklich. Bürgschaftsbanken ersetzen für Unternehmen Sicherheiten, die deren Hausbanken für Finanzierungen benötigen. Dadurch wer- den viele wirtschaftlich sinnvolle Vorhaben erst ermöglicht. Das schafft Wachstum und Arbeitsplätze. Das Engagement der pri- vatwirtschaftlich organisierten Bürgschaftsbanken wird wiede- rum von Land und Bund durch Rückbürgschaften abgesichert. Für die Studie der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschafts- prüfungsgesellschaft (PwC) wurden insgesamt 735 mittelstän- dische Unternehmen untersucht. Bei 79 Prozent der Befragten stieg nach dem Engagement der Bürgschaftsbanken der Um- satz, bei 75 Prozent verbesserte sich das Jahresergebnis, bei 77 Prozent wuchs die Zahl der Mitarbeitenden – und 62 Prozent gaben an, dass die Finanzierung erst durch die Bürgschaftsbank möglich wurde. Die Studie berechnet auch das Verhältnis von Kosten und Nut- zen: Jeder Euro, der über eine Bürgschaft oder Garantie verge- ben wird, löst einen Investitionsimpuls von 2,12 Euro zusätz- lichen Investitionen aus. Hochgerechnet auf alle deutschen Bürgschaftsbanken bedeutet dies: Dank der Bürgschaftsbanken wächst das Bruttoinlandsprodukt um 2,8 Milliarden Euro pro Jahr, entstehen jährlich 40.000 neue Arbeitsplätze! Noch beeindruckender fällt die Gesamtrechnung aus, wenn zusätzliche Steuereinnahmen, Sozialabgaben und Transferleis- tungen den tatsächlich entstandenen Ausfallzahlungen ge- genübergestellt werden: Der wirtschaftliche Nutzen des Bürg- schaftswesens übersteigt nämlich die Kosten um das 17-fache, es gibt hier also ein Kosten-Nutzen-Verhältnis von 1:17. Weitere Informationen unter www.bb-h.de Freuen sich über die Studie zur Wirkung ihrer Bürgschaften: die Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Hessen Michael Schwarz (links) und Sven Volkert. (Foto: Heike Rost) Sicherheiten für Ihren Erfolg • Selbständigkeit • Betriebsübernahme • Auftrags-Vorfinanzierung • Unternehmensvergrößerung Eine Bürgschaft sichert den Bankkredit für Ihr Vorhaben. Sprechen Sie mit uns. www.bb-h.de Tel. (0611) 1507-0 Aktuelle Angebote der Bürgschaftsbank Hessen: • Klassische Bürgschaft bis 2,5 Million Euro • Betriebsmittelfinanzierungen zur Sicherung der Liquidität können bis zu 90 Prozent verbürgt werden • Express-Bürgschaft möglich • „Bürgschaft ohne Bank“ bis zu 1 Million Euro Ständig aktualisierte Infos zu Förderungen unter bb-h.de/corona 4 VerlagsSpecial | Banken, Investitionen und Finanzierung Weltweit ist einfach. Wenn sich Kompetenzen ergänzen. S-International Mittelhessen ist Partner der Die Jugendlichen übten mit 15 Personalbetreuern und -spezialisten der Deutsche Bank AG, wie Bewerbungsgespräche verlaufen. Sie bekamen darüber hinaus Tipps für die Recherche nach Ausbildungs- möglichkeiten oder dazu, welche Kleidung angemessen ist. Bürgermeisterin Sabine Groß berichtet: „Mit dem Patenschaftsmodell (PMO) haben wir in Offenbach ein ganz wichtiges Instrument für Schülerinnen und Schüler, um ihnen den Weg in den Beruf zu ebnen. Das Engagement der Patinnen und Paten aus Wirtschaft, Bürgerschaft und Industrie ist beeindruckend und wichtig. Besonders danke ich den Ausrichtern von der Deutsche Bank AG und der Offenbacher Industrie- und Handelskammer.“ Das PMO ist ein Gemeinschaftsprojekt des Jugendamts der Stadt Offenbach und des Evangelischen Dekanats Frankfurt-Offenbach. Guido Rünger und Jessica Schröder von der Deutsche Bank AG sind sich einig: „Nach einem Jahr Pause freuen wir uns sehr über den Bera- tungstag und gerade in diesen für uns alle erschwerten Zeiten ist es wichtig, ein positives Signal zu setzen. Vor allem die Schülerinnen und Schüler mussten viele Entbehrungen hinnehmen in der Pandemie. Wir erleben immer wieder, wie viel Energie und Potenzial in den Jugend- lichen steckt. Unsere Personalverantwortlichen haben viel Spaß dabei, die Jugendlichen zu beraten und zu coachen, und helfen dabei, ihnen Brücken in die Berufswelt zu bauen und ihnen Mut zu machen.“ Jana Maria Kühnl, IHK-Teamleiterin Bildungsberatung, freute sich darüber, dass der Beratungstag des PMO nach einem Jahr coronabe- dingten Aussetzens wieder in der IHK stattfinden konnte. „Wir brau- chen genau solche Initiativen, um junge Leute fit für die Ausbildung zu machen. Fachkräfte werden händeringend gesucht. Die Betriebe wollen ausbilden, oft fehlen ihnen jedoch geeignete Bewerber.“ Den Beratungstag unterstützte auch Miriam Wüst vom Evangelischen Verein für Jugendsozialarbeit. Drazenka Vecerin war die PMO-Projektleiterin des 16. Beratungstags. Sie resümiert: „Es ist eine außerordentliche Zusammenkunft unter erschwerten Hygienebedingungen durchgeführt worden. Die Koope- rationspartner und Beraterinnen und Berater der Deutsche Bank AG im Hause der IHK und das PMO-Team haben in diesem Jahr enormes Vertrauen gezeigt und gemeinsam wichtige Verantwortung über- nommen.“ Der 17. Beratungstag „Fit für die Bewerbung“ soll im November 2022 stattfinden. www.patenschaftsmodell-of.de Personaler helfen beim Start ins Berufsleben Bewerben, und zwar richtig Rund 30 Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen der Offenbacher Integrierten Gesamtschulen Ernst-Reuter, Geschwister-Scholl und Mathildenschule kamen am 16. November 2021 zum Beratungstag „Fit für die Bewerbung“ in die IHK Offenbach am Main. Bürgermeisterin Sabine Groß dankte den Projektbeteiligten vor Ort. (v. l. n. r.): Jessica Schröder, Personalwesen Deutsche Bank AG, Patrick Probst, Abteilungsleiter Jugendamt Offenbach, Bürgermeisterin Sabine Groß, Alexander Krebs, Bildungsberatung IHK Offenbach am Main, und Miriam Wüst, Evangelischer Verein für Jugendsozialarbeit. Fo to : H an s- Ju er ge n H er rm an n 4 VerlagsSpecial | Banken, Investitionen und Finanzierung Weltweit ist einfach. Wenn sich Kompetenzen ergänzen. S-International Mittelhessen ist Partner der 51Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 BILDUNG IHK. Die Weiterbildung Seminare und Workshops Ausbilder werden Dieser Lehrgang bereitet die Teilnehmenden optimal auf die schriftliche und praktische Prüfung vor und gibt ihnen hilfreiche Tipps für die zukünftige Rolle als Ausbilder mit auf den Weg. Teilzeitlehrgang www.offenbach.ihk.de/E13092/ Vollzeitblocklehrgang www.offenbach.ihk.de/E13094/ Richtig mit Lieferanten- erklärungen umgehen Als innergemeinschaftliches Nachweispapier über den Status der Ware, aber auch für nationale Handelsgeschäfte ist die Lieferan- tenerklärung in Zeiten des globalen Handels nahezu unabdingbar. Hier geht es um die Bedeutung dieser Papiere für denjenigen, die sie ausstellen, und jene, die sie nutzen, um zu beachtende Regeln und Formvorschriften. Aber auch darum, welche Risiken und Folgen drohen, wenn Lieferantenerklärungen falsch ausgestellt werden. www.offenbach.ihk.de/E12931/ Wirtschaftsfachwirt (IHK) – für Allrounder Der geprüfte Wirtschaftsfachwirt ist nicht auf einen speziellen Wirtschaftszweig ausgerich- tet, sondern kann als echter „Allrounder“ in Unternehmen unterschiedlichster Branchen Führungsaufgaben wahrnehmen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwerben im Verlauf des Lehrgangs vertiefte betriebs- wirtschaftliche, rechtliche, steuerliche und fachübergreifende Qualifikationen. https://www.offenbach.ihk.de/E12934/ U.-Std. = Unterrichtsstunden Beratung in der IHK-Weiterbildung Alessia Savoca Telefon 069 8207-175 weiterbildung@offenbach.ihk.de www.ihkof.de/weiterbildung Ausbilder IHK-Prüfungslehrgang „Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung“ Teilzeit . . . . . . . . . . . . . . . .02.02.–27.04.2022 (90 U.-Std). | 729 € IHK-Prüfungslehrgang „Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung“ Vollzeitblock. . . . . . . . . . . .03.02.–19.02.2022 (60 U.-Std.) | 729 € IHK-Seminar „Azubis anleiten, führen und motivieren“. . . . . . . . . . 17.02.2022 (1 Tag) | 225 € Außenwirtschaft – IHK-Exportakademie IHK-Seminar „Lieferantenerklärungen – Bedeutung, Regeln, Konsequenzen“. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 08.02.2022 (1 Tag) | 299 € IHK-Seminar „Der Zollbeauftragte, seine Haftung für Pflichtverletzungen und IKS“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 08.03.2022 (1 Tag) | 249 € Betriebswirtschaft & Rechnungswesen IHK-Prüfungslehrgang „Wirtschaftsfachwirt/-in“ . . 04.03.2022–21.10.2023 (654 U.-Std.) | 3.900 € Büromanagement IHK-Seminar „Effektives Zeitmanagement“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24.01.2022 (1 Tag) | 225 € Live-Online-Training „Hybrid Work – die Vorteile von Büroarbeit und mobilem Arbeiten bewusst nutzen“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11.03.2022 (4 U.-Std.) | 199 € Immobilienmanagement IHK-Zertifikatslehrgang „Grundlagen der Immobilienwirtschaft“ – Webinar. . . . . . . . . . . . . . . . . .17.01.–09.03.2022 (60 U.-Std.) | 920 € IHK-Seminar „Einführung in die WEG-Verwaltung“ . . . . . . . . . 09.–10.02.2022 (2 Tage) | 425 € Marketing & Vertrieb IHK-Zertifikatslehrgang „Online Marketing Manager/-in“ in Kooperation mit der DTP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14.02.–17.03.2022 (80 U.-Std.) | 1.960 € IHK-Zertifikatslehrgang „eCommerce Manager/-in“ eLearning in Kooperation mit der DTP . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18.02.–29.04.2022 (80 U.-Std.) | 1.960 € Personalmanagement & -führung IHK-Zertifikatslehrgang „Business Coach“. . . . . . . . . .19.01.–03.02.2022 (80 U.-Std.) | 4.970 € IHK-Zertifikatslehrgang „Personalfachkraft“ – Webinar . . . . . . . . . . . . . . . . . 01.02.–18.05.2022 (101 U.-Std.) | 1.250 € IHK-Seminar „Vom Mitarbeiter zur Führungskraft“ . . . . . . . . . 07.–08.03.2022 (2 Tage) | 399 € Persönlichkeitsentwicklung IHK-Abendworkshop „Grenzen setzen im Berufsalltag“. . . . . . . . 22.02.2022 (3 U.-Std.) | 85 € 52 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 BILDUNG ihkof.de/weiterbildung BESSER.WEITER.BILDUNG. IHK Offenbach am Main In seiner Funktion als HIHK-Präsident gratulierte Eberhard Flammer gratulierte den ausgezeichneten Schulen und betonte: „Es kann gar nicht genug berufliche Orientierung an hessischen Schulen geben. Das Gütesiegel signalisiert Schülern und Eltern: Diese Schule gibt im besten Sinne Orientierung. Sie zeigt ihren Schülerinnen und Schülern, wie attraktiv Beruf und Studium sein können und was für ein erfolgreiches Durchstarten nach der Schule notwendig ist. Hessens Wirtschaft ist dabei das Bewusstsein für die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung wichtig. Wir werben fortlaufend um Nachwuchs für die duale Ausbildung und auch das duale Studium. Bis 2035 könnten in Hessen zusammengerechnet Gütesiegel an Schulen verliehen IGS Lindenfeld weist den Weg ins Berufsleben Da sie ihre Schüler vorbildlich auf Ausbildung und Studium vorbereiten, haben 16 Schulen 2021 das „Gütesiegel Berufs- und Studienorientierung Hessen“ erhalten, darunter die IGS Lindenfeld in Offenbach. Die Auszeichnung fand virtuell unter der Schirmherrschaft des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK) statt. 495.000 Fachkräfte fehlen, vor allem beruflich Qualifizierte. Deshalb leisten Hessens Schulen mit praxisnaher beruflicher Orientierung einen großen Beitrag zur Sicherung von Fachkräften und Wohlstand in Hessen.“ www.hihk.de Es kann gar nicht genug berufliche Orientierung an hessischen Schulen geben. Unser Weiterbildungsangebot 2022 Neugierig schauen wir auf das neue Jahr. Was wird es uns wohl bringen? Zum Beispiel das vielfältige Weiterbildungsprogramm der IHK Offenbach am Main. Ob Zertifikatslehrgänge, Prüfungslehrgänge, Weiterbildungsberatung oder Firmenseminare – finden Sie noch heute die passende Weiter- bildung für sich, Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 53Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 BILDUNG Bei persönlichen Besuchen in den Betrieben ehrten IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller und IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner die beiden Topabsolventinnen und ihre Unternehmen. Deutschlands beste Personaldienstleistungskauffrau Virginia Cini (99 von 100 Punkten) wurde bei Thermo Fisher Scientific GmbH, Spezialist für Laborequipment und -software in Dreieich, ausgebildet. Hessens beste Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (94 von 100 Punkten) hat ihre Ausbildung bei den Stadtwerken Offenbach abgeschlossen. Dass seine Mitarbeiterin Cini und sein Unternehmen ausgezeichnet wurden, begeistert Christian Vilmar, Area HR Director Germany, und Iris Becker, HR Generalist: „Frau Cini passt perfekt in die Thermo Fisher- Familie. Wir werden sie auf ihrem weiteren Karriereweg aktiv begleiten, sie fordern und fördern. Für uns ist die Ausbildung junger Menschen ein elementarer Baustein der Fachkräftesicherung.“ Peter Walther, Geschäftsführer der Stadtwerke Offenbach, freute sich über die Auszeichnung der Auszubildenden. „Wir haben hier wirk- Engagierter Nachwuchs sichert die Zukunft der Unternehmen Talente aus der Region punkten mit Spitzenergebnissen Die IHK Offenbach am Main hat die besten Absolventen der Winterprüfung 2020/21 und der Sommerprüfung 2021 sowie ihre Ausbildungsbetriebe ausgezeichnet. Eine junge Nachwuchskraft hat bundesweit das beste Ergebnis in ihrem Beruf erreicht. Eine zweite ist die Beste in Hessen. 55 der insgesamt 1.500 Prüflinge schafften die Traumnote „sehr gut“. lich ein Ausnahmetalent ausgebildet. Es ist ein Glück, sie im Team zu behalten und in ihrer beruflichen Entwicklung zu unterstützen. Außerdem bin ich sehr stolz auf die Ausbildungsabteilung, die unter der Leitung von Jasmin Noll eine erstklassige Organisation und Durch- führung sicherstellt.“ IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller gratulierte allen Absolventen zu ihren hervorragenden Ergebnissen. „Wir sind sehr stolz auf Sie und Sie können das auch sein. Wir freuen uns, mit Ihnen hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervorgebracht zu haben, die mit Freude, höchstmöglichem Einsatz und unerschöpf- lichem Tatendrang dazu bereit sind, unsere und ihre eigene Zukunft mitzugestalten. Ohne die Unterstützung der Ausbilderinnen und Ausbilder sind solche großartigen Ergebnisse nicht möglich.“ An die Ausbildungsteams von Thermo Fisher Scientific und den Stadt- werken Offenbach überreichte die IHK Offenbach am Main das Signet „TOP-Ausbildungsbetrieb 2021“. www.ihkof.de/beste Ehrung der bundesbesten Absolventin im Bereich Personaldienstleistung 2021, Virginia Cini (M.), mit IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller (r.) und Iris Becker (l.), Human Resources Generalist und Ausbilderin bei Thermo Fisher. Fo to : P lu m /IH K 54 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 BILDUNG Der Präsident des Landgerichts Darmstadt hat Christian Küpper-Holmes, selbstständiger Unternehmer aus Neu-Isenburg, ab dem 1. September 2021 für fünf Jahre zum Handelsrichter ernannt. Des Weiteren wurden die Amtszeiten folgender Handels- richter, jeweils vorgeschlagen durch die IHK Offenbach am Main, um weitere fünf Jahre verlängert: ❙ Suat Karakuz, selbstständiger Unternehmer aus Dietzenbach, seit 15. August 2021 ❙ Dr. Michael Fraenzel, Geschäftsführer der Karl Kolb Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Dreieich, seit 1. November 2021 ❙ Herbert Gotta, Inhaber der Gotta & Schäfer GbR, Dieburg, seit 1. Dezember 2021 Am 31. August 2021 endete nach 19 Jahren die Amtszeit des Handelsrichters Michael Fazler. Nach vierjähriger Tätigkeit ging die Amtszeit von Hans Erich Seum am 31. Dezember 2021 zu Ende. Die IHK Offenbach am Main bedankt sich herzlich für das ehrenamtliche Engagement. Neue Mitglieder des Masterplanbeirats berufen Seit der Masterplan für die Offenbacher Stadtentwicklung vor fünf Jahren beschlos- sen wurde, begleitet ein Beirat mit Vertretern der Stadt Offenbach und des IHK-initiierten Vereins Offenbach offensiv e. V. die Umset- zung. Im Oktober 2021 wurde er turnus- gemäß neu berufen. Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke und die im September neu gewählte Vorstandsvorsitzende Franziska Hoefer leiten den Beirat. V. l. n. r.: IHK-Geschäftsführer Frank Achenbach, die neu gewählte Vorstandsvorsitzende Franziska Hoefer, Marc Gatzweiler, Stefan Becker, Bürgermeisterin Sabine Groß, Barbara Levi-Wach, Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke, Dr. Klaus-Peter Kißler. Foto: Plum/IHK Aktuelles zu Handelsrichtern Unternehmerische Expertise gefragt Alle im Folgenden genannten ehrenamtlichen Handelsrichter wurden von der IHK Offenbach am Main vorgeschlagen. 55Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 NETZWERKE NETZWERKE Sven Franzen hat eine spannende Aufgabe übernommen, über die wir in diesem Interview mehr erfahren möchten. Warum engagierst du dich im Ressort Unternehmertum? Ich bin überzeugter Wirtschaftsjunior seit 2008. Für mich ist es selbst- verständlich sich für den besten Unternehmerverband in Deutschland zu engagieren – und das im Bundesvorstand. Ich bin mir sicher, dass wir als die Stimme der jungen Wirtschaft in Deutschland viel bewegen können. Deshalb engagiere ich mich 2022 im Bundesvorstand für das Ressort Unternehmertum. Welche Ziele hast du dir im WJ-Bundesvorstand für das Jahr 2022 gesetzt? Unser primäres geschlossenes Ziel über den gesamten Bundesvor- stand hinweg ist, den Restart nach Corona und die damit einhergehen- den Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Wir möchten unsere Kreise, Mitglieder und Interessenten „enablen“, den Restart aktiv mit anzupacken und mit uns die Zukunft zu gestalten. Meine Ziele für das Ressort Unternehmertum sind kurz zusammengefasst: ❙ das Bild des Unternehmers zu stärken ❙ das Netzwerk auch im Businesskontext unter den Junioren im Verband zu stärken Sven Franzen spricht über seine Motivation und Ziele Auf Bundesebene aktiv für den „besten Unternehmerverband“ Es ist nicht selbstverständlich, dass Unternehmerinnen und Unternehmer sich ehrenamtlich engagieren. Trotzdem bringen sich einige vor Ort ein. Unser Offenbacher Wirtschaftsjunior Sven Franzen, CEO Tiger Marketing Group GmbH in Offenbach, ist zusätzlich im Bundesvorstand der WJ Deutschland aktiv. Die Fragen stellte Gino Scalinci WJ-Ressortleiter Kommunikation scalinci@wj-offenbach.de Sven Franzen ist fast schon ein Urgestein der WJ Offenbach, Mitglied der Vollversammlung der IHK Offenbach am Main und nun auch im Bundesvorstand der WJ Deutschland engagiert. Fo to : p riv at ❙ ein starker Einsatz für das Schulfach Unternehmertum ❙ Vereinfachung von Gründung und Eintritt in das Unternehmertum Hast du ein Anliegen oder Projekt, das dir besonders am Herzen liegt – in Offenbach, Hessen oder Deutschland? Mein größtes Ziel ist es, junge Menschen für das Unternehmertum zu begeistern. Ihnen aufzuzeigen, dass Gründen erfüllt und man damit die Zukunftsgestaltung selbst in die Hand nimmt. Ich möchte mit unseren verbundenen Projekten wie WWW (Wirtschaftswissen im Wett- bewerb) dazu inspirieren, dass früher und mutiger gegründet wird. Wir brauchen Unternehmer, wir brauchen Mittelstand und wir sollten dabei unsere jungen Generationen zukunftsorientiert einbinden. Dazu zählen auch Speakings, Konferenzen und das Schulfach oder Studien- gänge zum Unternehmertum, damit dies endlich ein anerkannter Karriereweg wird und nicht nur als Status in Formularen angegeben werden kann. Deutschland war schon immer ein Land der Denker und Erfinder. Nun ist es Zeit, dies auch in konkrete Gründungen und eigene Unternehmen und Start-ups zu überführen. 56 Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 Jetzt Follower der WJ Offenbach werden Folge uns auf Instagram, LinkedIn oder besuche uns in einer unserer unzähligen und vielfältigen Veranstaltungen! Wir freuen uns auf den offenen Austausch. LinkedIn www.linkedin.com/company/wj-offenbach/ Instagram www.instagram.com/wjoffenbach/ Facebook www.facebook.com/wjoff/ WJ-Kalender für das erste Quartal 2022 18.01.2022 WJ-Stammtisch 19.02.2022 WJ Blind Dinner 02.03.2022 WJ-Heringsessen Alle Infos und Termine www.wj-offenbach.de IHK-Branchenforum Versicherungen und Finanzen News für Versicherungs- und Finanzexperten Im jährlichen Branchenforum für Versicherungen und Finanzen liefern die IHKs Darmstadt Rhein Main Neckar, Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern und Offenbach am Main am 4. Februar 2022 von 9:00 bis 14:00 Uhr ein kompaktes, informatives Programm. Die kostenfreie Veranstaltung findet digital statt. Eine Anmeldung ist erforderlich. Professor Dr. Matthias Beenken vom Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Dortmund berichtet über die Auswirkungen der Pandemie auf den Vertrieb. Dr. Joachim Kaetzler, Rechtsanwalt der Frankfurter Kanzlei CMS Hasche Sigle, wirft den Blick auf das Thema Geldwäscheprävention im Jahr 2025. Er erklärt, wie die EU-Kommission den Rahmen für die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung verbessern will. Michaela Stecking vom Hessischen Landesamt für Natur- schutz, Umwelt und Geologie spricht über Auswirkungen des Klimawandels und setzt dabei einen Fokus auf das Thema Starkregen. Licht und Schatten des nachhaltigen Investierens zeigt Ludwig Gatti auf. Er ist Regional Manager der Investment- firma Dimensional Fund Advisors. Wer seine Soft Skills für den geschäftlichen Erfolg verbessern möchte, erfährt das von Michael Mayer, Business-Knigge-Trainer und Vorstand der Deutschen- Knigge-Gesellschaft. Im Anschluss bleibt Zeit zum Netzwerken. Einzelne Vorträge können als Weiterbildung nach § 7 VersVermV anerkannt werden. www.ihkof.de/branchenforum Kontakt Marianna Kartziou Telefon (069) 8207 222 kartziou@offenbach.ihk.de 57Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 VERANSTALTUNGEN Ausgabedatum 3. Januar 2022 Titelbild IHK Das Magazin wird auf umweltfreundlichem FSC®-Papier klimaneutral gedruckt. Designkonzept, Gestaltung, Titelbild, Verlag und Druck Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, 60386 Frankfurt www.zarbock.de Verlagsleitung: Ralf Zarbock Anzeigendisposition Anette Kostrzewa Tel. 069 420903-75 anette.kostrzewa@zarbock.de Anzeigenpreisliste Gültig ab 1. November 2021 Mediadaten www.offenbach.ihk.de/P460 IMPRESSUM Herausgeber Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Postfach 10 08 53 63008 Offenbach am Main Frankfurter Straße 90 63067 Offenbach am Main Tel. 069 8207-0 | Fax -199 redaktion@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de Verantwortlich Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main Redaktion redaktion@offenbach.ihk.de Birgit Arens-Dürr (Chefredakteurin) Tel. 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr ( jeweils am 1. des Monats) Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der IHK-Mitgliedschaft und kann jederzeit per Hinweis an den Herausgeber beendet oder wieder aufgenommen werden. Wir nutzen in der IHK Offenbach am Main eine Sprache, die gerecht ist und niemanden bevorzugt oder benachteiligt, jeden anspricht und nieman- den ausschließt. Unsere Sprache respektiert die aktuellen Recht- schreibregeln und ist gleichzeitig verständlich, eindeutig und gut lesbar. Da wir im Sinne der Gleichbehandlung immer alle Geschlechter mei- nen, verwenden wir zum Beispiel Doppelnennun- gen, geschlechterneutrale Begriffe, Pluralformen, Funktionsbezeichnungen oder abwechselnd die männliche und die weibliche Form. Wenn gele- gentlich nur eine Form genannt wird, um bessere Lesbarkeit zu erreichen oder weil es übergeordne- te Vorgaben erzwingen (z. B. Prüfungsordnungen), gilt diese im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter und Personengruppen. Mit dieser Vorgehensweise beabsichtigen wir keinerlei Wertung. Auf Zusatzzeichen und Binnengroßbuchstaben verzichten wir, weil diese die Barrierefreiheit, den Lesefluss und die Auffindbarkeit durch Suchma- schinen beeinträchtigen. Derzeit gibt es in Deutschland keine einheitlichen Regeln für eine geschlechtergerechte Sprache. In der IHK Offenbach am Main nehmen wir an der Diskussion zum Thema teil und entwickeln auch im Netzwerk der deutschlandweiten IHK-Organi- sation weitere praxisnahe, akzeptable Lösungen dazu. Sie haben Fragen, Hinweise oder Anregungen zur geschlechterneutralen Sprache? Dann schreiben Sie uns! VORSCHAU 3-4 Offenbacher WIRTSCHAFT Das Magazin der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main für die Region 3-4 | 2022 TITELTHEMA Wirtschaftsfaktor Mensch Titelthema | Wirtschaftsfaktor Mensch Anzeigenschluss für die Ausgabe März/April 2022 ist der 7. Februar 2022. Redaktionsschluss für die Ausgabe Mai/Juni 2022 ist der 1. April 2022. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Themen aus aktuellen Anlässen ändern können. IHK-Expertengespräche Einzelberatung zu individuellen Fragestellungen Mit Fachleuten über genau die Themen sprechen, die für das eigene Unternehmen entscheidend sind – diese exklusive Möglichkeit bietet die IHK Offenbach am Main mit ihren kostenlosen Expertengesprächen. IHK-Berater und externe Experten diskutieren mit dem Ratsuchenden seine Pläne, Ziele oder Herausforderungen. Sie unterstützen ihn dabei, individuelle Lösungen zu entwickeln und Förderungen zu erschließen. Die IHK-Expertengespräche finden je nach Situation per Videocall oder in den Räumlichkeiten der IHK Offenbach am Main statt. Eine Online-Anmeldung zur Terminvereinbarung ist erforderlich. Termine im ersten Quartal 2022 17.01. Gründen – gut beraten starten 24.01. Finanzierung 31.01. Online-Marketing und E-Commerce 01.02. International erfolgreich 03.02.IHK-Expertengespräch Marketing und Vertrieb 09.02. Februar-Patentsprechtag 10.02. Recht und Steuern 15.02. Beratungsförderung 21.02. Finanzierung 03.03. Innovationsförderung und -finanzierung www.ihkof.de/expertengespraeche 58 VERANSTALTUNGEN Offenbacher Wirtschaft Januar/Februar 2022 Business to Business Ihr direkter Kontakt zum Marktplatz: 0 69/42 09 03-75 oder per E-Mail verlag@zarbock.de PRÄSENTATIONSMAPPENPräsentationsmappen Anzeigen-Hotline: 0 69/42 09 03-75 Anzeigenschluss für die März/April-Ausgabe: 7. Februar 2022 Sichern Sie sich Ihre Platzierung unter 0 69 /42 09 03-75 verlag@zarbock.de Sicherheit Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit 24h-Service BWS Sicherheitsdienste GmbH Tel. 0 69 / 88 81 45 Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit www.bws-offenbach.de Sicherheitsdienst StahlhallenbauStahlhallenbau Andre -Michels.de STAHL HALLEN BAU 02651. 96200 Mit einer Anzeige in der Offenbacher Wirtschaft erreichen Sie 24.000 Entscheider in Stadt und Kreis Offenbach. Wir beraten Sie gerne: Marion Stumpp 069/42 09 03 55 marion.stumpp@zarbock.de itelthema t Wirtschaftsstandort Seligenstadt Nachrichten Nachrichten Vorsichtiger Optimismus in der Region Offenbach Vorsichtiger Optimismus in der Region Offenbach | Bildung| Bildung Zeigen, wie cool die duale Zeigen, wie cool die duale Ausbildung ist Ausbildung ist | Veranstaltungen | Veranstaltungen „feier-abend“ – virtuell ins Jubiläumsjahr gestartet „feier-abend“ – virtuell ins Jubiläumsjahr gestartet 7–8 | 2021 itelthema t Global oder regional? Nachrichten Konjunktur besser als erwartet | Bildung Unternehmen bilden trotz Pandemie aus | Netzwerke Hessen fördert Offenbach | Veranstaltungen Was (neue) IHK-Mitglieder wissen wollen 11–12 | 2021 Apartmenthotels Apartments-Seligenstadt.de Die preiswerte Hotelalternative Eine Nacht oder ein ganzes Jahr Preisanfrage 06182-827120 Immobilien Wohnen & Arbeiten unter einem Dach Baugruppe sucht Mitstreiter für ein Grundstück in OF oder Ffm. 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