Insektenschutzinsel - Wiese Ansaat- und Pflegeanleitung Charakteristik und Anwendungsbereiche Diese Saatgutmischung eignet sich zur Ansaat einer Fläche auf wenig genutzten Randbereichen. Sie besteht ausschließlich aus heimischen Wildpflanzen, die unseren Insekten wie z. B. Schmetterlingen, Hummeln und Wildbienen einen wertvollen Lebensraum und durch pollen- und nektarreiche Pflanzenarten ganzjährig reichhaltige Nahrung bietet. Bereits im 1. Wuchsjahr kommen bei termingerechter Aussaat die ein-jährigen Arten zum Blühen. In den Folgejahren werden sie von ausdauernden Arten ersetzt, die einen buntblumigen und lang anhaltenden Blühaspekt bilden. Folgende Punkte sind bei einer Neuanlage zu beachten: Bodenbearbeitung Vor der Einsaat ist das Unkraut zu entfernen, die Grasnarbe abzuschälen, der Boden zu lockern und eine feinkrümelige Bodenstruktur für das Saatbett herzustellen. Aussaatzeitraum und Ansaatmenge Spätsommer oder zeitiges Frühjahr 3 g/m² reines Saatgut auf Kleinflächen Aussaat Die Aussaat sollte auf mageren Boden erfolgen. Bei fetten Böden empfiehlt es sich, diese mit Kalksplitt, Kies oder Sand abzumagern und danach mit einer dünnen Humusauflage als Keimlingsbett auszustatten. Das Saatgut wurde bereits mit Füllstoff gestreckt, sodass sie direkt aussäen können. Gehen sie langsam über die Fläche und bringen das Saatgut mit breitwürfigem Schwung aus. Dabei wird je die Hälfte des Saatgutes einmal längs und einmal quer über die Fläche gesät. Nicht zu dicht streuen!! Bei größeren Flächen kann die Saatgutmischung mit der üblichen landwirtschaftlichen Saattechnik ausgebracht werden. Hierbei ist es wichtig, Striegel und Säscharen hochzustellen. Eine Einarbeitung des Saatgutes sollte entfallen. Wichtig ist der Bodenschluss der Samen, der am besten durch Anwalzen und Andrücken des Saatgutes erreicht wird. Geduld Natur braucht Raum und Zeit um sich zu entfalten Die ersten Keimlinge erscheinen bei feuchtem Boden nach zwei bis drei Wochen. Die Entwicklung der Wildpflanzen erstreckt sich über eine ganze Vegetationsperiode. Einige Samen sind hartschalig und keimen erst im folgenden Frühjahr. Wildblumen benötigen Zeit für die Ausbreitung –manche blühen erst im zweiten Jahr. Mit der Zeit entstehen jedoch dynamische und langlebige blütenreiche Säume. Pflege Die Blumenwiese sollte 2-3-mal jährlich nach Bedarf gemäht werden. Der erste Schnitt erfolgt Anfang bis Mitte Juni, während der Margeritenblüte der Zweite im August und falls erforderlich der Dritte im September/Oktober. Sollte ein sehr hoher, von Gräsern dominierter Aufwuchs auftreten, ist eine Mahd bereits Ende Mai möglich. Schön für die Insekten ist es, wenn nicht alle Bereiche der Blumenwiese auf einmal gemäht werden. Etwa 10 % der Fläche sollten als Altgrasstreifen stehen bleiben. So sind immer blühende Pflanzen vorhanden. Dieser Altgrasstreifen fällt erst im nächsten Jahr bei der Juni-Mahd. Das Mahdgut verbleibt 2-3 Tage auf der Fläche, damit es trocknen kann, die Pflanzen not samen und die Insekten in die noch blühenden Bereiche umsiedeln können. Erst dann wird es abgeräumt, um einen zusätzlichen Nährstoffeintrag zu verhindern. Im ersten Jahr nach der Neuanlage sind immer wieder Säuberungs-schnitte notwendig. Diese sogenannten Schröpfschnitte hindern das bereits im Boden vorhandene und gekeimte Unkraut (Disteln, Melde, Hirtentäschel usw.), sich erneut auf der Fläche auszusamen. Bei starkem Unkrautdruck können diese Säuberungs-schnitte mehrmals notwendig sein. Das gemähte Unkraut sollte von der Fläche entfernt werden. Bitte nicht tiefer als 5 -7 cm mähen, um die bereits aufgelaufenen Wildblumen nicht zu beschädigen. Düngung Sollte unterlassen werden! Je nährstoffärmer eine Fläche ist, umso blütenreicher wird sie. Tipp Eine Blumenwiese sollte so wenig wie möglich betreten werden. Die meisten Blumen sind trittempfindlich und erholen sich nur schwer wieder. Wollen Sie dennoch durch ihre Blumenwiese streifen, bietet es sich an, ein paar kleinere Wege in die Wiese einzumähen. So können Sie Ihre Lieblingsblumen immer aus nächster Nähe betrachten. Auch entlang von Wegen oder Parkplätzen bietet sich eine derartige häufiger Mahdzyklus, in der Breite eines Rasenmähers an, um zu verhindern, dass Pflanzen auf die Wege überhängen. Es verleiht der Fläche eine gepflegte Optik. Wir wünschen Ihnen v ie l Erfo lg und gutes Gel ingen be i Ihrer Aussaat .
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