BESCHÄFTIGUNGS- UND KONJUNKTURPROGNOSE FrankfurtRheinMain 2022 2 IMPRESSUM HERAUSGEBER Initiative PERFORM Zukunftsregion FrankfurtRheinMain c/o IHK Frankfurt am Main Börsenplatz 4 60313 Frankfurt am Main Telefon 069 2197-1379 Telefax 069 2197-1304 wirtschaftspolitik@frankfurt-main.ihk.de www.perform-frankfurtrheinmain.de REDAKTION Sebastian Trippen Minna Heinola Malte Hischemöller Simon Peschges Julia Regel GRAFIK | LAYOUT Sabrina Becker November 2021 Print- oder Onlineverwendung - auch auszugsweise - nur mit Quellenangabe gestattet; Belegexemplar oder Link erbeten. 3 INHALT VORWORT 5 KONJUNKTURPROGNOSE FrankfurtRheinMain 6 BESCHÄFTIGUNGSPROGNOSE FrankfurtRheinMain 8 ENTWICKLUNG IN AUSGEWÄHLTEN BRANCHEN Dienstleistungen 10 Industrie 12 Baugewerbe 14 Handel 16 ANHANG 18 5 VORWORT Die Corona-Pandemie hatte die Wirtschaft in der Metropolregion FrankfurtRheinMain vor allem im Vor- jahr fest im Griff. Die sich anschließende wirtschaftliche Erholung wurde zum Jahreswechsel 2020/2021 durch erneute Beschränkungen unterbrochen. Der weitere Jahresverlauf in 2021 war auf der einen Seite von der sich fortsetzenden wirtschaftlichen Erholung, auf der anderen Seite von immer deutlicher zutage tretenden Problemen in den internationalen Lieferketten gekennzeichnet. Mit dem Fachkräftemangel kehrte zuletzt zudem ein wesent- licher Risikofaktor zurück. Die regionale Wirtschaft hat diese Herausforderungen im Blick, dennoch bewerten 40 Prozent der befragten Unternehmen ihre derzeitige Geschäftslage als gut. Nur noch 16 Prozent schätzen die derzeitige Lage in der Metropolregion als schlecht ein. Auch der Blick auf die kommenden 12 Monate stimmt zuversichtlich: Jedes vierte Unternehmen blickt optimistisch in die Zukunft, nur noch 16 Prozent erwarten eine sich verschlechternde Geschäftslage. Für das laufende Jahr rechnen die regionalen Wirtschaftskammern mit einem Wachstum des Bruttoinlands produkts in der Metropolregion von 2,5 Prozent. Damit konnte das Vorkrisenniveau in diesem Jahr noch nicht erreicht werden. Die bisherige positive Dynamik in der zweiten Jahreshälfte und die zuversichtliche Einschätzung vieler Unternehmen lassen aber einen optimistischen Ausblick auf das kommende Jahr zu. Für das Jahr 2022 rechnen die PERFORM-Kammern vor diesem Hintergrund mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in Frank- furtRheinMain um 5,2 Prozent. Die durch die Corona-Pandemie ausgebremste Wachstumsdynamik auf dem Arbeitsmarkt führte 2020 zu einem einmaligen Stellenrückgang. Für 2021 erwarten die PERFORM-Kammern ein geringes Wachstum von rund 2.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (0,1 Prozent). Das Beschäftigungswachstum der ver- gangenen Jahre wird demnach durch die Corona-Pandemie nur kurzfristig unterbrochen. Für 2022 lassen die Rückmeldungen der Unternehmen die Rückkehr zu einem deutlicheren Beschäftigungswachstum erwarten. Die regionalen Wirtschaftskammern rechnen mit einem Anstieg von rund 54.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (2,2 Prozent). Das Vorkrisenniveau würde dann sogar leicht überschritten. Ulrich Caspar Matthias Martiné Susanne Haus Friedbert Eder Präsident Präsident Präsidentin Präsident IHK Frankfurt am Main IHK Darmstadt Handwerkskammer IHK Aschaffenburg Rhein Main Neckar Frankfurt-Rhein-Main FrankfurtRheinMain wieder auf Wachstumskurs 6 LAGE 2021 Konjunktur in FrankfurtRheinMain Wirtschaft erholt sich im Jahresverlauf: Nachdem die erneuten pandemie bedingten Beschränkungen zum Jahreswechsel 2020/2021 noch für einen Konjunktur dämpfer gesorgt haben, verbesserte sich die Stimmung unter den Unternehmen in FrankfurtRheinMain im Jahresverlauf kontinuierlich. Hauptgrund war die positive Ent- wicklung aus infektiologischer Sicht. Die gelockerten Beschränkungen sorgten für Zuversicht und steigende Umsätze. Im Vergleich zum Vorjahr steigt der IHK-Geschäfts klimaindex* um 20 auf 116 Punkte. Damit liegt er klar über der 100-Punkte-Marke, welche den Bereich zwischen positiver und negativer Gesamtstimmung markiert und sogar leicht über dem Vorkrisenwert von 113 Punkten zum Jahresbeginn 2020. Insbesondere die Finanz-/Kredit-/ und Versicherungswirtschaft trägt zur positiven Gesamtstimmung bei. Unternehmen zeigen sich zufrieden: Im Vergleich zum Vorjahr schätzen die Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage deutlich besser ein. Der IHK-Lageindi- kator* steigt um 27 auf 24 Punkte. Das Vorkrisenniveau kann er damit aber noch nicht erreichen (Jahresbeginn 2020: 29 Punkte). 40 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihre aktuelle Lage als gut (Vorjahr: 26 Prozent) und nur noch 16 Prozent als schlecht (Vorjahr: 29 Prozent). Am unzufriedensten sind weiterhin die Reise- und Veranstaltungsbranche, das Gastgewerbe und die personenbezogenen Dienstleister. Am zufriedensten zeigen sich die Finanz-/Kredit-/ und Versicherungswirtschaft sowie das Baugewerbe. Auf Basis der Rückmeldungen der Unternehmen rechnen die regionalen Wirtschaftskammern mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts in der Metropolregion FrankfurtRheinMain um 2,5 Prozent für das laufende Jahr. Investitionsneigung nimmt zu: Nachdem viele Unternehmen ihre Investitionen im vergangenen Jahr sowie zu Beginn des Jahres 2021 aufgrund der unsicheren Pandemielage zurückgestellt haben, verzeichnet der IHK-Investitionsindikator* wieder ein deutliches Wachstum. Gegenüber dem Vorjahr steigt der Investitionsindikator um 27 auf acht Punkte. Als Hauptmotive für Investitionen geben 59 Prozent der Unter- nehmen Ersatzbedarf, 30 Prozent Produktinnovation und 28 Prozent Rationalisierung an (Mehrfachnennung möglich). IHK-GESCHÄFTSKLIMAINDEX* FÜR ALLE BRANCHEN IN FRANKFURTRHEINMAIN | Angaben in Indikatorpunkten FAKTEN IM ÜBERBLICK 2021 Bruttoinlandsprodukt 2,5 % Geschäftslage gut 39,5 % befriedigend 44,9 % schlecht 15,6 % IHK-Investitionsindikator* Angaben in Punkten III / 2020 -18,8 III / 2021 8,1 Trend im Vergleich zum Vorjahr, siehe Seite 18 * Siehe Anhang Seite 18. 116,2 60 70 80 90 100 110 120 130 140 III 2 02 1 II 20 21 I 2 02 1 III 2 02 0 II 20 20 I 2 02 0 III 2 01 9 II 20 19 I 2 01 9 III 2 01 8 II 20 18 I 2 01 8 III 2 01 7 II 20 17 I 2 01 7 III 2 01 6 II 20 16 I 2 01 6 III 2 01 5 II 20 15 I 2 01 5 III 2 01 4 II 20 14 I 2 01 4 III 2 01 3 II 20 13 I 2 01 3 III 2 01 2 II 20 12 I 2 01 2 III 2 01 1 II 20 11 I 2 01 1 III 2 01 0 II 20 10 I 2 01 0 Quelle: IHK Frankfurt am Main 7 AUSBLICK 2022 Konjunktur in FrankfurtRheinMain Unternehmen sind vorsichtig optimistisch: Insgesamt blickt jedes vierte Unter nehmen optimistisch in die Zukunft. 58 Prozent gehen von einer gleichbleibenden Situation aus und 16 Prozent sind pessimistisch. Im Vergleich zum Vorjahr hellen sich die Erwartungen damit auf. Der IHK-Erwartungsindikator* steigt um 13 auf neun Punkte und liegt mit diesem Wert sogar elf Punkte über dem Vorkrisenwert von minus zwei Punkten. Positive Erwartungen an das Auslandsgeschäft: Im Gegensatz zum Vorjahr sind die Exporterwartungen der Unternehmen nun positiv. Im Verlauf des Jahres 2021 erholte sich auch die Weltkonjunktur. Dies zeigt sich in gefüllten Auftragsbüchern der Exporteure. Der IHK-Exportindikator* steigt um 27 auf zwölf Punkte und liegt damit wieder im gesamtwirtschaftlichen Wachstumsbereich. Der Vorkrisenwert vom Jahresbeginn 2020 wird damit klar überschritten (Vorkrisenwert: minus drei Punkte). Risiken für die weitere Entwicklung der Geschäftslage: 53 Prozent der Unter nehmen sehen im Fachkräftemangel das größte Risiko für die weitere wirtschaft liche Entwicklung ihres Unternehmens. Am größten ist das Risiko im Bau- und Gastgewerbe sowie in der Verkehrsbranche. Das zweitgrößte Risiko stellen mit 51 Prozent die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen dar, dicht gefolgt von zu hohen Rohstoff- und Energiepreisen (48 Prozent). Unter den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen klagen die Unternehmen besonders häufig über die vorherr- schende Rohstoffknappheit und Versorgungsengpässe bei Vorprodukten. Hinzu kommen Befürchtungen über eine steigende Steuer- und Abgabenlast in Folge der hohen Staatsausgaben sowie neue Corona-Beschränkungen. Potential für starkes Wachstum in 2022: Die zuletzt weiter angezogenen Erwartungsindikatoren und die im kommenden Jahr zu erwartenden Nachholeffekte der durch die Pandemie besonders betroffenen Branchen in der Metropolregion lassen einen optimistischen Ausblick zu. Die regionalen Wirtschaftskammern sehen daher im Jahr 2022 das Potential für ein Wachstum in FrankfurtRheinMain von plus 5,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. IHK-ERWARTUNGSINDIKATOR* FÜR AUSGEWÄHLTE BRANCHEN IN FRANKFURTRHEINMAIN | Angaben in Indikatorpunkten FAKTEN IM ÜBERBLICK 2022 Bruttoinlandsprodukt 5,2 % Zukünftige Geschäftslage günstiger 25,5 % gleichbleibend 58,1 % ungünstiger 16,4 % IHK-Exportindikator* Angaben in Punkten III / 2020 - 14,6 III / 2021 12,4 Trend im Vergleich zum Vorjahr, siehe Seite 18 * Siehe Anhang Seite 18. 9,1 III 2 02 1 II 20 21 I 2 02 1 III 2 02 0 II 20 20 I 2 02 0 III 2 01 9 II 20 19 I 2 01 9 III 2 01 8 II 20 18 I 2 01 8 III 2 01 7 II 20 17 I 2 01 7 III 2 01 6 II 20 16 I 2 01 6 III 2 01 5 II 20 15 I 2 01 5 III 2 01 4 II 20 14 I 2 01 4 III 2 01 3 II 20 13 I 2 01 3 III 2 01 2 II 20 12 I 2 01 2 III 2 01 1 II 20 11 I 2 01 1 III 2 01 0 II 20 10 I 2 01 0 6,9 32,5 FrankfurtRheinMain Finanzdienstleister Gastgewerbe -60 -50 -40 -30 -20 -10 0 10 20 30 40 Quelle: IHK Frankfurt am Main 8 HOCHRECHNUNG 2021 Gesamtwirtschaft Beschäftigungsboom findet in Pandemie ein Ende: Am Jahresende 2020 ver- zeichnete die Metropolregion erstmals seit 2009 einen Stellenabbau von rund 10.000 Stellen (minus 0,4 Prozent). Das stetige Beschäftigungswachstum in der Metropol region findet damit während der Corona-Pandemie ein Ende. Zum Jahresende waren noch rund 2.460.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Region tätig. Rückkehr zu leichtem Beschäftigungsaufbau in 2021: Die andauernden wirt- schaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sowie die Probleme in den globalen Liefer- ketten bremsen die Beschäftigungsentwicklung weiter aus. Im Vergleich zum Vorjahr kommt es aber wieder zu einem leichten Wachstum der Beschäftigung. Die regiona- len Wirtschaftskammern gehen auf Basis der Rückmeldungen der Unternehmen zum Jahresende von einem Beschäftigungsanstieg von rund 2.500 Stellen (plus 0,1 Pro- zent) aus. Ende des Jahres 2021 wären damit rund 2.462.000 sozialversicherungs- pflichtig Beschäftigte in der Metropolregion FrankfurtRheinMain tätig. Finanzlage nach Branchen unterschiedlich: Gefragt nach den prägenden Fakto ren der aktuellen Finanzlage geben 73 Prozent der befragten Unternehmen an, dass sie ihre Finanzlage als unproblematisch betrachten. Für 14 Prozent ist der Rückgang des Eigenkapitals und für 13 Prozent sind Liquiditätsengpässe prägend für die derzei- tige Finanzlage. Ein Blick in die einzelnen Branchen ergibt ein differenzierteres Bild: Bei den personenbezogenen Dienstleistern geben nur 54 Prozent an, dass die Finanz lage unproblematisch sei, im Gastgewerbe sogar nur 37 Prozent. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Beschränkungen wirken sich hier nachhaltig auf die generelle Finanzlage aus. Wenig Sorgen um die Finanzlage macht sich hingegen das Kredit- und Versicherungsgewerbe: Hier geben 93 Prozent an, die finanzielle Lage sei unproblematisch. BESCHÄFTIGUNGSENTWICKLUNG IN FRANKFURTRHEINMAIN BIS 2022 FAKTEN IM ÜBERBLICK 2021 Veränderung der Beschäftigung + 0,1 % Veränderung der Beschäftigung 2019 + 1,6 % 2020 - 0,4 % 2021 Hochrechnung + 0,1 % Neue Stellen + 2.460 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2.462.271 * Siehe Anhang Seite 18. 8,7 -40 -30 -20 -10 0 10 20 III 2 02 1 II 20 21 I 2 02 1 III 2 02 0 II 20 20 I 2 02 0 III 2 01 9 II 20 19 I 2 01 9 III 2 01 8 II 20 18 I 2 01 8 III 2 01 7 II 20 17 I 2 01 7 III 2 01 6 II 20 16 I 2 01 6 III 2 01 5 II 20 15 I 2 01 5 III 2 01 4 II 20 14 I 2 01 4 III 2 01 3 II 20 13 I 2 01 3 III 2 01 2 II 20 12 I 2 01 2 III 2 01 1 II 20 11 I 2 01 1 III 2 01 0 II 20 10 I 2 01 0 III 2 00 9 II 20 09 I 2 00 9 III 2 00 8 II 20 08 I 2 00 8 III 2 00 7 II 20 07 I 2 00 7 III 2 00 6 II 20 06 I 2 00 6 III 2 00 5 II 20 05 I 2 00 5 Hochrechnung | Prognose 2022 1.500.000 1.750.000 2.000.000 2.250.000 2.500.000 2.750.000 3.000.000 IV 2 02 2 IV 2 02 1 IV 2 02 0 IV 2 01 9 IV 2 01 8 IV 2 01 7 IV 2 01 6 IV 2 01 5 IV 2 01 4 IV 2 01 3 IV 2 01 2 IV 2 01 1 IV 2 01 0 IV 2 00 9 IV 2 00 8 IV 2 00 7 IV 2 00 6 IV 2 00 5 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen 9 PROGNOSE 2022 Gesamtwirtschaft Fachkräftemangel ist wieder Thema: Die Rückmeldungen der befragten Unternehmen zu den künftigen Beschäftigungsplanungen zeigen, dass weiterhin die Mehrheit der Unternehmen ihre Beschäftigten halten möchte (66 Prozent). 13 Pro- zent planen für die nächsten Monate zwar mit Stellenstreichungen, das sind aber schon elf Prozentpunkte weniger als noch im Vorjahr. Der IHK-Beschäftigungs indikator* steigt im Vergleich zum Vorjahr um 21 Punkte und liegt damit bei neun Punkten. Nachdem der Fachkräftemangel im vergangenen Jahr das erste Mal seit Jahren nicht mehr Hauptrisiko für die wirtschaftliche Entwicklung war, landet er nun wieder zurück an der Spitze der Risiken: 53 Prozent der Unternehmen schätzen den Fachkräftemangel als Risikofaktor ein. Schwierigkeiten bei Stellenbesetzung: 43 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie Schwierigkeiten haben, offene Stellen zu besetzen. Nur 17 Prozent haben keine Probleme und 40 Prozent weisen derzeit keine offenen Stellen aus. Besonders betroffen von Problemen bei der Stellenbesetzung sind die Metall- (66 Prozent) und Elektroindustrie (61 Prozent) sowie das Baugewerbe (57 Prozent). Aber auch das Verkehrsgewerbe (53 Prozent) und das Gastgewerbe (51 Prozent) sehen sich beson- ders mit Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung konfrontiert. Steigerung der Arbeitgeberattraktivität zur Fachkräftebindung: Um dieser Herausforderung zu begegnen, planen 49 Prozent die Steigerung der Arbeitgeber attraktivität. Weitere Reaktionen rücken die Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte in den Fokus: Unternehmen wollen mehr Ausbildung (43 Prozent), mehr Weiterbildung (32 Prozent) und ganz allgemein eine Steigerung der Mitarbeiterkompetenzen (31 Prozent) vorantreiben. Aber auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird von jedem dritten Unternehmen (33 Prozent) als relevanter Faktor eingeschätzt. Die regionalen Wirtschaftskammern erwarten auf der Grundlage der vorliegenden Rückmeldungen der Unternehmen aus FrankfurtRheinMain für das Jahr 2022 ein Beschäftigungswachstum von rund 54.000 Stellen (2,2 Prozent). Das Vorkrisenniveau wäre dann sogar leicht überschritten. IHK-BESCHÄFTIGUNGSINDIKATOR* FÜR ALLE BRANCHEN IN FRANKFURTRHEINMAIN | Angaben in Indikatorpunkten * Siehe Anhang Seite 18. FAKTEN IM ÜBERBLICK 2022 Veränderung der Beschäftigung + 2,2 % Veränderung der Beschäftigung 2020 - 0,4 % 2021 Hochrechnung + 0,1 % 2022 Prognose + 2,2 % Neue Stellen + 54.170 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 2.516.441 8,7 -40 -30 -20 -10 0 10 20 III 2 02 1 II 20 21 I 2 02 1 III 2 02 0 II 20 20 I 2 02 0 III 2 01 9 II 20 19 I 2 01 9 III 2 01 8 II 20 18 I 2 01 8 III 2 01 7 II 20 17 I 2 01 7 III 2 01 6 II 20 16 I 2 01 6 III 2 01 5 II 20 15 I 2 01 5 III 2 01 4 II 20 14 I 2 01 4 III 2 01 3 II 20 13 I 2 01 3 III 2 01 2 II 20 12 I 2 01 2 III 2 01 1 II 20 11 I 2 01 1 III 2 01 0 II 20 10 I 2 01 0 III 2 00 9 II 20 09 I 2 00 9 III 2 00 8 II 20 08 I 2 00 8 III 2 00 7 II 20 07 I 2 00 7 III 2 00 6 II 20 06 I 2 00 6 III 2 00 5 II 20 05 I 2 00 5 Quelle: IHK Frankfurt am Main 10 HOCHRECHNUNG 2021 Dienstleistungen1 Beschäftigungswachstum ausgebremst: Pandemiebedingt ergibt sich mit einem Plus von etwa 1.700 Beschäftigten ein stark gebremstes Beschäftigungswachstum für das Jahr 2020 gegenüber 2019 (plus 0,1 Prozent). Ende 2020 waren insgesamt rund 1.580.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Dienstleistungsbranche tätig. Im Gastgewerbe ließ sich sogar ein Stellenabbau beobachten. Im Vergleich zum Jahr 2019 waren 2020 insgesamt 13 Prozent weniger sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Gastgewerbe angestellt. Das stärkste relative Wachstum innerhalb der Branche verzeichnete das Grundstücks- und Wohnungswesen mit einem Plus von etwa vier Prozent. Die regionalen Wirtschaftskammern gehen von einem stärker aus- geprägten Beschäftigungswachstum für das Jahr 2021 aus. Für das Jahr 2021 ergibt die Hochrechnung ein Beschäftigungswachstum von rund 6.300 Stellen (plus 0,4 Pro- zent). Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Dienstleistungs- branche in der Region FrankfurtRheinMain läge damit Ende 2021 bei rund 1.585.000. IHK-Lageindikator* erholt sich: 38 Prozent der befragten Unternehmen der Dienstleistungsbranche sprechen von einer guten Geschäftslage, 17 Prozent schätzen ihre Geschäftslage als schlecht ein. Der IHK-Lageindikator verzeichnet ein deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr: Aktuell liegt er bei plus 21 Punkten (Vorjahr: minus fünf Punkte). Der IHK-Lageindikator der Dienstleistungsbranche liegt aber weiterhin leicht unter dem Durchschnitt aller Branchen (24 Punkte). Gastgewerbe und personenbezogene Dienstleistungen am stärksten betroffen: Die pandemiebedingten Einschränkungen wirkten sich in einigen Branchen weiter stark auf die Geschäftslage aus. Der IHK-Lageindikator liegt im Gastgewerbe und bei den personenbezogenen Dienstleistern jeweils bei minus 14 Punkten. Im Vorjahresvergleich verbessert sich der IHK-Lageindikator im Gastgewerbe um 24 Punkte, bei den personen bezogenen Dienstleistungen um 15 Punkte. Als schlecht eingeschätzt wird die Geschäftslage von 36 Prozent der Unternehmen im Gastgewerbe und von 38 Prozent der personen bezogenen Dienstleister. Die besten Werte erreicht der IHK-Lageindikator bei den Versiche- rungen (56 Punkte), den Finanzdienstleistern (48 Punkte) und im Kreditgewerbe (42 Punkte). BESCHÄFTIGUNGSENTWICKLUNG BEI DEN DIENSTLEISTUNGEN BIS 2022 FAKTEN IM ÜBERBLICK 2021 Veränderung der Beschäftigung + 0,4 % Veränderung der Beschäftigung 2019 + 2,3 % 2020 + 0,1 % 2021 Hochrechnung + 0,4 % Neue Stellen + 6.316 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 1.585.235 Hochrechnung | Prognose 2022 1.000.000 1.100.000 1.200.000 1.300.000 1.400.000 1.500.000 1.600.000 1.700.000 IV 2 02 2 IV 2 02 1 IV 2 02 0 IV 2 01 9 IV 2 01 8 IV 2 01 7 IV 2 01 6 IV 2 01 5 IV 2 01 4 IV 2 01 3 IV 2 01 2 IV 2 01 1 IV 2 01 0 IV 2 00 9 IV 2 00 8 IV 2 00 7 IV 2 00 6 IV 2 00 5 * Siehe Anhang Seite 18. 1 Umfasst die Abschnitte Verkehr und Lagerei (H), Gastgewerbe (I), Information und Kommunikation (J), Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (K), Grundstücks- und Wohnungswesen (L), Öffentl. Verwaltung, sonstige öffentl. und persönliche Dienstleistungen (M-S) und Private Haushalte (T). Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen 11 PROGNOSE 2022 Dienstleistungen Aufwärtstrend bei den Geschäftserwartungen: Der IHK-Erwartungsindikator* der Dienstleistungsbranche steigt von einem Vorjahreswert von minus sieben Punk- ten in den positiven Bereich auf elf Punkte. Die Branche beurteilt die zukünftige Geschäftslage inzwischen häufiger eher als günstig (27 Prozent) als ungünstig (16 Prozent). Die Dienstleistungsbranche liegt beim IHK-Erwartungsindikator sogar leicht über dem Durchschnitt aller Branchen (neun Punkte). Gastgewerbe blickt optimistischer in die Zukunft: Der IHK-Erwartungs indikator im Gastgewerbe liegt bei sieben Punkten. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem das Gastgewerbe am pessimistischsten in die Zukunft schaute, ist das eine Steige- rung um 41 Punkte. Unter den Teilbranchen blickt inzwischen das Kreditgewerbe mit einem IHK-Erwartungsindikator von minus acht Punkten am pessimistischsten in die Zukunft. Den höchsten IHK-Erwartungsindikator weisen aktuell die Versicherungen (38 Punkte) und die Finanzdienstleister (33 Punkte) auf. Fachkräftemangel wieder größtes Entwicklungsrisiko: Während der Fach- kräftemangel als größtes Risiko im vergangenen Jahr kurzfristig abgelöst wurde, kehrt er aktuell mit 54 Prozent wieder zurück an die Spitze. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen folgen im Risikoranking der Dienstleistungsbranche mit 53 Prozent direkt dahinter. Die Inlandsnachfrage, die im Vorjahr als größtes Risiko genannt wurde, geben in diesem Jahr immer noch 41 Prozent als Risiko an. Zukünftige Beschäftigungsentwicklung positiv: Der IHK-Beschäftigungs indikator* steigt deutlich von minus 13 Punkten im Vorjahr auf nun elf Punkte. 24 Prozent der Unternehmen planen in den kommenden Monaten mit mehr Beschäf- tigten und 13 Prozent mit einem Stellenabbau. Damit liegt der Indikator leicht über dem Durchschnitt aller Branchen von neun Punkten. Die Prognose geht auf Grund- lage der Rückmeldungen der Unternehmen von einem Zuwachs von 41.000 Beschäf- tigten (plus 2,6 Prozent) innerhalb der Dienstleistungsbranche aus. IHK-BESCHÄFTIGUNGSINDIKATOR* DIENSTLEISTUNGEN | Angaben in Indikatorpunkten FAKTEN IM ÜBERBLICK 2022 Veränderung der Beschäftigung + 2,6 % Veränderung der Beschäftigung 2020 + 0,1 % 2021 Hochrechnung + 0,4 % 2022 Prognose + 2,6 % Neue Stellen + 41.216 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 1.626.451 11,0 -40 -30 -20 -10 0 10 20 III 2 02 1 II 20 21 I 2 02 1 III 2 02 0 II 20 20 I 2 02 0 III 2 01 9 II 20 19 I 2 01 9 III 2 01 8 II 20 18 I 2 01 8 III 2 01 7 II 20 17 I 2 01 7 III 2 01 6 II 20 16 I 2 01 6 III 2 01 5 II 20 15 I 2 01 5 III 2 01 4 II 20 14 I 2 01 4 III 2 01 3 II 20 13 I 2 01 3 III 2 01 2 II 20 12 I 2 01 2 III 2 01 1 II 20 11 I 2 01 1 III 2 01 0 II 20 10 I 2 01 0 III 2 00 9 II 20 09 I 2 00 9 III 2 00 8 II 20 08 I 2 00 8 III 2 00 7 II 20 07 I 2 00 7 III 2 00 6 II 20 06 I 2 00 6 III 2 00 5 II 20 05 I 2 00 5 * Siehe Anhang Seite 18. Quelle: IHK Frankfurt am Main 12 HOCHRECHNUNG 2021 Industrie Rückgang der Beschäftigung: Die Industrie ist weiterhin vom Beschäftigungs abbau geprägt. Zum Jahresende 2020 waren in der Metropolregion FrankfurtRheinMain rund 406.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Industrie tätig. Das ist ein Minus von 12.100 Stellen (minus 2,9 Prozent) gegenüber dem Jahr 2019. Der Rückgang aus dem Jahr 2019 (minus 0,7 Prozent) wurde damit nochmal übertroffen. Dieser Trend zum Beschäftigungsabbau hält laut Hochrechnungen auch im Jahr 2021 an. Ende 2021 werden demnach noch rund 401.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in den Industrie betrieben der Metropolregion arbeiten (minus 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Corona auf dem Rückzug: Die schockartigen Auswirkungen der Corona- Pandemie im Jahr 2020 lassen im Jahr 2021 allmählich nach. Was bleibt sind die nicht gelösten Handelskonflikte und der Strukturwandel. Sie sind durch die Pandemie nicht verschwunden, wurden allenfalls verdeckt. Eine immer stärkere Herausforderung werden die Rohstoffknappheit und Lieferengpässe, die den unternehmerischen Alltag prägen. Unter dem Strich bleibt im Jahr 2021 ein abermaliger Personalabbau. Ein Blick auf den IHK-Lageindikator* macht jedoch Mut. Seit Jahresbeginn 2021 verzeichnet er wieder positive Werte. Zuletzt berichteten 45 Prozent der Industrieunternehmen von einer guten und nur 13 Prozent von einer schlechten Geschäftslage. Das ent- spricht einem IHK-Lageindikator von 32 Punkten (Vorjahr: minus dreizehn Punkte). Damit befindet sich die Geschäftslage in der Industrie sogar oberhalb des Vor-Corona- Krisenniveaus. Ein ähnlich hohes Niveau wurde zuletzt im Frühsommer 2019 erreicht. Alle Bereiche profitieren: Innerhalb der Industrie berichten vor allem die Vorleis- tungs- und Investitionsgüterproduzenten von einer guten Geschäftslage. Die Ge- und Verbrauchsgüterproduzenten zeigen hingegen ein aktuelles Stimmungsbild unterhalb des Branchendurchschnitts. Alle Industriebereiche haben sich jedoch aus dem insge- samt negativen Marktumfeld im Jahr 2020 herausgearbeitet und weisen mittlerweile wieder einen positiven IHK-Lageindikator auf. Die Auftragseingänge aus dem In- und Ausland ziehen weiter an und liegen mittlerweile in der Nähe der letzten Höchstwerte zum Jahresbeginn 2018. BESCHÄFTIGUNGSENTWICKLUNG IN DER INDUSTRIE BIS 2022 FAKTEN IM ÜBERBLICK 2021 Veränderung der Beschäftigung - 1,2 % Veränderung der Beschäftigung 2019 - 0,7 % 2020 - 2,9 % 2021 Hochrechnung - 1,2 % Stellenrückgang - 4.866 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 400.666 * Siehe Anhang Seite 18. 300.000 325.000 350.000 375.000 400.000 425.000 450.000 IV 2 02 2 IV 2 02 1 IV 2 02 0 IV 2 01 9 IV 2 01 8 IV 2 01 7 IV 2 01 6 IV 2 01 5 IV 2 01 4 IV 2 01 3 IV 2 01 2 IV 2 01 1 IV 2 01 0 IV 2 00 9 IV 2 00 8 IV 2 00 7 IV 2 00 6 IV 2 00 5 Hochrechnung | Prognose 2022 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen 13 PROGNOSE 2022 Industrie Exporterwartungen halten gutes Niveau: Die hiesigen Industriebetriebe sind inter national gut vernetzt. Die internationalen Handelskonflikte und der erste Lockdown im Frühjahr 2020 trafen die regionale Industrie hart. Mit den anschließenden Lockerungen setzte eine stete Erholung ein. Zuletzt rechneten 30 Prozent der Unternehmen mit einem steigenden Exportvolumen, 14 Prozent mit einem fallenden. Der IHK-Exportindikator* liegt aktuell bei plus 16 Punkten (Vorjahr: minus 15 Punkte). Der Indikator befindet sich damit sogar oberhalb des Vorkrisenniveaus. Der positive Trend scheint aber vorerst gestoppt. Die gute Auftragslage trifft auf Lieferengpässe und Rohstoffknappheit. Erwartungen flachen ab: Die internationalen Engpässe wirken sich auch auf die Gesamterwartungen der Branche aus. Nach dem Corona-Schock im Frühsommer 2020 setzte eine deutliche Erholung ein, die den IHK-Erwartungsindikator* schnell und stark steigen ließ. Mittlerweile werden Werte erreicht, die zuletzt im Herbst 2018 gemessen wurden. Diese positive Entwicklung scheint aber vorerst gestoppt. In der aktuellen Umfrage erwarten 30 Prozent der Unternehmen eine günstigere Geschäfts lage in den kommenden Monaten, 15 Prozent eine eher ungünstigere. Unter dem Strich liegt der IHK-Erwartungsindikator bei 15 Punkten (Vorjahr: neun Punkte). Dessen ungeachtet zeigen die Investitionspläne der Unternehmen weiterhin einen positiven Trend. Der IHK-Investitionsindikator* erreichte zuletzt 15 Punkte und legt gegenüber dem Vorjahr (minus 25 Punkte) deutlich zu. Einen höheren Wert erreichte er zuletzt im Herbst 2018 (20 Punkte). Viele Industrieunternehmen wollen jetzt die während der Corona-Pandemie aufgeschobenen Investitionen nachholen. Beschäftigung erholt sich: Im Jahr 2022 schlagen die gute Geschäftslage und die Investitionspläne auf die Beschäftigung durch. Auf Basis der Rückmeldungen der Unternehmen erwarten die regionalen Wirtschaftskammern für das Jahr 2022 in der Industrie ein Plus von 1,4 Prozent. Das entspricht einem Zuwachs von 5.600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Inwiefern sich ein positiver Trend in den folgenden Jahren etablieren kann, hängt insbesondere von den weiteren Entwick lungen in Hinblick auf Rohstoffknappheit und Lieferengpässe ab. IHK-BESCHÄFTIGUNGSINDIKATOR* INDUSTRIE | Angaben in Indikatorpunkten * Siehe Anhang Seite 18. FAKTEN IM ÜBERBLICK 2022 Veränderung der Beschäftigung + 1,4 % Veränderung der Beschäftigung 2020 - 2,9 % 2021 Hochrechnung - 1,2 % 2022 Prognose + 1,4 % Neue Stellen + 5.609 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 406.275 7,9 -40 -30 -20 -10 0 10 20 III 2 02 1 II 20 21 I 2 02 1 III 2 02 0 II 20 20 I 2 02 0 III 2 01 9 II 20 19 I 2 01 9 III 2 01 8 II 20 18 I 2 01 8 III 2 01 7 II 20 17 I 2 01 7 III 2 01 6 II 20 16 I 2 01 6 III 2 01 5 II 20 15 I 2 01 5 III 2 01 4 II 20 14 I 2 01 4 III 2 01 3 II 20 13 I 2 01 3 III 2 01 2 II 20 12 I 2 01 2 III 2 01 1 II 20 11 I 2 01 1 III 2 01 0 II 20 10 I 2 01 0 III 2 00 9 II 20 09 I 2 00 9 III 2 00 8 II 20 08 I 2 00 8 III 2 00 7 II 20 07 I 2 00 7 III 2 00 6 II 20 06 I 2 00 6 III 2 00 5 II 20 05 I 2 00 5 Quelle: IHK Frankfurt am Main 14 HOCHRECHNUNG 2021 Baugewerbe Baubranche wächst weiter: Der positive Trend in der Baubranche in Frankfurt RheinMain hat sich im Jahr 2020 fortgesetzt. Ende 2020 wurden dort 130.725 sozial versicherungspflichtige Beschäftigte gezählt. Das ist ein Plus von 2,6 Prozent (plus 3.300 Beschäftigte) gegenüber dem Vorjahr. Die Bauwirtschaft in FrankfurtRhein- Main wird voraussichtlich auch Ende 2021 ein Plus bei den Beschäftigtenzahlen aufweisen können. Die Hochrechnung ergibt eine Zunahme von etwa 1.650 Stellen (plus 1,3 Prozent). Ende des Jahres werden dann rund 132.400 sozialversicherungs pflichtige Beschäftigte im Baugewerbe tätig sein. Der Beschäftigungsaufbau ver- langsamt sich damit erneut. Zwar ist die Nachfrage nach Arbeitskräften unverändert hoch, im Baugewerbe ist jedoch der Fachkräftemangel im Vergleich zu den anderen Branchen mit Abstand die größte Herausforderung. Geschäftslage auf hohem Niveau: Die Geschäftslage im Baugewerbe befindet sich weiterhin auf einem sehr guten Niveau. Der coronabedingte Einbruch im Früh- sommer 2020 wurde schnell hinter sich gelassen. Seitdem lässt sich ein positiver Trend mit einem saisonüblichen Rückgang zum Jahresbeginn 2021 beobachten. Der IHK- Lageindikator* liegt aktuell bei 47 Punkten und damit fast genau auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 46 Punkte). Lediglich vier Prozent bezeichnen die aktuelle Geschäftslage als schlecht. Die Top-Lageindikator-Werte aus den Jahren 2017 bis Ende 2019 (Schwan- kung zwischen 58 bis 62 Punkten) werden damit aber noch nicht wieder erreicht. Die- ses Bild deckt sich mit der zurückliegenden Beschäftigungsentwicklung. Zwar werden weiterhin positive Wachstumsraten erzielt. Diese fallen jedoch zunehmend niedriger aus und reichen nicht mehr an die Entwicklung aus den Jahren 2017 bis 2019 heran. Gesamte Branche profitiert: Innerhalb des Baugewerbes berichten beide Berei- che – das Bauhaupt- und das Ausbaugewerbe – von einer sehr guten Geschäftslage. Im Bauhauptgewerbe liegt der IHK-Lageindikator bei 42 (Vorjahr 41 Punkte), im Aus- baugewerbe bei 53 Punkten (Vorjahr 55 Punkte). Die Auftragslage im Baugewerbe bleibt nach der Erholung aus dem Corona-Tief auf hohem Niveau, die Reichweite der Aufträge liegt auf Vorkrisenniveau. Auch hier gerät die Entwicklung aber ins Stocken. BESCHÄFTIGUNGSENTWICKLUNG IM BAUGEWERBE BIS 2022 FAKTEN IM ÜBERBLICK 2021 Veränderung der Beschäftigung + 1,3 % Veränderung der Beschäftigung 2019 + 3,1 % 2020 + 2,6 % 2021 Hochrechnung + 1,3 % Neue Stellen + 1.645 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 132.370 * Siehe Anhang Seite 18. Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen Hochrechnung | Prognose 2022 60.000 75.000 90.000 105.000 120.000 135.000 150.000 IV 2 02 2 IV 2 02 1 IV 2 02 0 IV 2 01 9 IV 2 01 8 IV 2 01 7 IV 2 01 6 IV 2 01 5 IV 2 01 4 IV 2 01 3 IV 2 01 2 IV 2 01 1 IV 2 01 0 IV 2 00 9 IV 2 00 8 IV 2 00 7 IV 2 00 6 IV 2 00 5 15 PROGNOSE 2022 Baugewerbe Erwartungen sind verhalten: Die Geschäftserwartungen zeigen saisonbereinigt nach oben, bewegen sich aber insgesamt noch im negativen Bereich. Von allen Unter- nehmen der Baubranche erwarten 77 Prozent künftig eine gleichbleibende Geschäfts- lage, während neun Prozent von einer besseren und 14 Prozent von einer schlechteren Lage ausgehen. Der IHK-Erwartungsindikator* liegt entsprechend mit minus 5 Punkten im negativen Bereich und auf dem Vorjahreswert. Die positive Grundstimmung aus den Jahren 2019 und früher wird damit nach wie vor nicht erreicht. Der eklatante Fachkräftemangel, die Probleme in den internationalen Lieferketten sowie die hohen Energie- und Rohstoffpreise stehen optimistischeren Ausblicken derzeit im Weg. Investitionsabsichten wieder im grünen Bereich: Der IHK-Investitions indikator* nimmt einen ähnlichen Verlauf wie die Gesamterwartungen, erreicht am Ende jedoch wieder den Wachstumsbereich. Nach dem coronabedingten Rückgang folgte eine Erholung auf zuletzt plus vier Punkte (Vorjahr: minus acht Punkte). Im Einzelnen planen 25 Prozent der Unternehmen mehr und 21 Prozent weniger Inves- titionen ein. 54 Prozent wollen die Investitionen konstant halten. Während im Bau- hauptgewerbe die pessimistischen Investitionspläne etwas überwiegen, sind es im Ausbaugewerbe die Optimisten, die zunehmend das Ruder übernehmen. Der positive Trend bei den Investitionsabsichten flacht jedoch zunehmend ab. Baubranche bleibt Wachstumsstütze: Die Baubetriebe sehen sich aktuell den Problemen in den internationalen Lieferketten und entsprechend hohen Preisen bei den Rohstoffen gegenüber. Das bremst den Optimismus. Die Unternehmen bauen jedoch weiter Beschäftigung auf, sofern Fachkräfte verfügbar sind, um Aufträge zu halten und für die Zeit nach den Lieferproblemen gewappnet zu sein. Das spiegelt sich auch in den geäußerten Beschäftigungsplänen der Unternehmen wider. Die Pro- gnose der regionalen Wirtschaftskammern geht für 2022 von einem Wachstum von etwa 3.100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus. Das entspricht einem Plus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2021. Das Baugewerbe in FrankfurtRhein- Main bleibt damit eine der wichtigsten Wachstumsstützen in der Metropolregion. IHK-BESCHÄFTIGUNGSINDIKATOR* BAUGEWERBE | Angaben in Indikatorpunkten * Siehe Anhang Seite 18. FAKTEN IM ÜBERBLICK 2022 Veränderung der Beschäftigung + 2,4 % Veränderung der Beschäftigung 2020 + 2,6 % 2021 Hochrechnung + 1,3 % 2022 Prognose + 2,4 % Neue Stellen + 3.122 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 135.492 0,7 -40 -30 -20 -10 0 10 20 III 2 02 1 II 20 21 I 2 02 1 III 2 02 0 II 20 20 I 2 02 0 III 2 01 9 II 20 19 I 2 01 9 III 2 01 8 II 20 18 I 2 01 8 III 2 01 7 II 20 17 I 2 01 7 III 2 01 6 II 20 16 I 2 01 6 III 2 01 5 II 20 15 I 2 01 5 III 2 01 4 II 20 14 I 2 01 4 III 2 01 3 II 20 13 I 2 01 3 III 2 01 2 II 20 12 I 2 01 2 III 2 01 1 II 20 11 I 2 01 1 III 2 01 0 II 20 10 I 2 01 0 III 2 00 9 II 20 09 I 2 00 9 III 2 00 8 II 20 08 I 2 00 8 III 2 00 7 II 20 07 I 2 00 7 III 2 00 6 II 20 06 I 2 00 6 III 2 00 5 II 20 05 I 2 00 5 Quelle: IHK Frankfurt am Main 16 HOCHRECHNUNG 2021 Handel Beschäftigungsabbau im Handel: Nachdem das Beschäftigungswachstum im Jahr 2019 bereits weniger stark gewachsen ist als in den Jahren zuvor, kam es im Jahr 2020 zu einem Abbau von rund 3.000 Stellen (minus 0,9 Prozent). Ende des Jahres 2020 waren im Handel damit noch rund 334.900 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte tätig. Basierend auf den Rückmeldungen der Unternehmen wird für das laufende Jahr nur noch ein sehr geringer Rückgang der Beschäftigtenzahlen von mi- nus 0,1 Prozent erwartet. Im Handel wären Ende des Jahres 2021 damit noch rund 334.600 Beschäftigte tätig. Verbesserte Geschäftslage: Der IHK-Lageindikator* erreicht in diesem Jahr 19 Punkte (plus 19 Punkte im Vergleich zum Vorjahr). 36 Prozent schätzen die der- zeitige Geschäftslage positiv ein, 17 Prozent negativ. In der Betrachtung des Durch- schnitts aller Branchen, liegt der IHK-Lageindikator des Handels damit unter dem branchenübergreifenden Durchschnittswert von 24 Punkten. Der Großhandel (mit Handelsvermittlung) schätzt die Geschäftslage besser ein als der Einzelhandel. Beim Großhandel liegt der IHK-Lageindikator bei 25 Punkten (Vorjahr: minus vier). Unter den befragten Unternehmen sprechen 41 Prozent von einer guten und 15 Prozent von einer schlechten Geschäftslage. Der Einzelhandel weist einen IHK-Lageindikator von 18 Punkten auf (Vorjahr: neun Punkte). Im Einzelhandel sprechen 34 Prozent von einer aktuell guten Geschäftslage, 16 Prozent von einer schlechten. Umsätze erholen sich: Der IHK-Umsatzindikator* im Handel steigt im Vergleich zum Vorjahr (minus 20 Punkte) deutlich auf plus fünf Punkte. Die Beurteilung der Umsatzlage ist im Handel gegenwärtig deutlich besser als während der corona bedingten Lockdown-Phasen. Im Einzelhandel steigt der IHK-Umsatzindikator von minus 14 Punkten im Vorjahr auf derzeit plus drei Punkte. Auch der Großhandel (mit Handelsvermittlung) verzeichnet eine Zunahme des IHK-Umsatzindikators, der jetzt bei acht Punkten (Vorjahr: minus 21 Punkte) und damit über dem Durchschnitt der Handelsbranche liegt. BESCHÄFTIGUNGSENTWICKLUNG IM HANDEL BIS 2022 FAKTEN IM ÜBERBLICK 2021 Veränderung der Beschäftigung - 0,1 % Veränderung der Beschäftigung 2019 + 0,7 % 2020 - 0,9 % 2021 Hochrechnung - 0,1 % Stellenrückgang - 304 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 334.563 * Siehe Anhang Seite 18. 260.000 280.000 300.000 320.000 340.000 360.000 IV 2 02 2 IV 2 02 1 IV 2 02 0 IV 2 01 9 IV 2 01 8 IV 2 01 7 IV 2 01 6 IV 2 01 5 IV 2 01 4 IV 2 01 3 IV 2 01 2 IV 2 01 1 IV 2 01 0 IV 2 00 9 IV 2 00 8 IV 2 00 7 IV 2 00 6 IV 2 00 5 Hochrechnung | Prognose 2022 Quelle: Bundesagentur für Arbeit, eigene Berechnungen 17 PROGNOSE 2022 Handel Unterschiedliche Erwartungen im Handel: Mit einem IHK-Erwartungsindikator* von drei Punkten steigt die Einschätzung der künftigen Geschäftslage im Handel um elf Punkte (Vorjahr: minus acht Punkte). 22 Prozent der Unternehmen erwarten eine eher günstige und 19 Prozent eine eher ungünstige Geschäftslage im kommenden Jahr. Der IHK-Erwartungsindikator liegt unter dem Durchschnitt aller Branchen (neun Punkte). Während sich die Erwartungen im Großhandel (mit Handelsvermittlung) mit einem Indikator von ebenfalls neun Punkten dem branchenübergreifenden Durch- schnitt annähern, bleiben die Erwartungen im Einzelhandel mit einem Indikator von null Punkten getrübter. Hier halten sich die positiven (20 Prozent) und negativen Erwartungen (ebenfalls 20 Prozent) die Waage. Geplante Investitionen ziehen wieder an: In den beiden Vorjahren war der IHK-Investitionsindikator* für den Handel negativ. Während er im Jahr 2020 sogar auf minus 18 Punkte gefallen ist, steigt er in diesem Jahr sehr stark um 25 Punkte auf sieben Punkte. 27 Prozent der Unternehmen kalkulieren mit steigenden Investitionsausgaben, während 20 Prozent mit geringeren Ausgaben rechnen. Nach dem Corona-Schock im Frühsommer des vergangenen Jahres kann sich der IHK-Investitionsindikator damit deutlich verbessern und liegt in etwa im Schnitt aller Branchen (acht Punkte). Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass der Einzelhandel mit vier Punkten im Vergleich zum Großhandel mit zehn Punkten etwas geringere Investitionsausgaben plant. Steigendes Beschäftigungswachstum im Jahr 2022: Der IHK-Beschäftigungs indikator* steigt von minus fünf Punkten im Vorjahr auf nun sechs Punkte. Inzwi- schen rechnen in der Handelsbranche die Unternehmen damit häufiger mit einem Stellenaufbau (16 Prozent) als mit einem Stellenabbau (zehn Prozent). Rund 74 Pro- zent der Unternehmen planen ihren derzeitigen Personalstand beizubehalten. Auf Grundlage der vorliegenden Rückmeldungen der Unternehmen erwarten die regio nalen Wirtschaftskammern für das Jahr 2022 einen Anstieg der Beschäftigung im Handel um rund 5.500 Stellen (plus 1,6 Prozent). Ende des kommenden Jahres wären demzufolge etwa 340.100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Handel tätig. IHK-BESCHÄFTIGUNGSINDIKATOR* HANDEL | Angaben in Indikatorpunkten * Siehe Anhang Seite 18. FAKTEN IM ÜBERBLICK 2022 Veränderung der Beschäftigung + 1,6 % Veränderung der Beschäftigung 2020 - 0,9 % 2021 Hochrechnung - 0,1 % 2022 Prognose + 1,6 % Neue Stellen + 5.514 Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 340.078 5,6 -40 -30 -20 -10 0 10 20 III 2 02 1 II 20 21 I 2 02 1 III 2 02 0 II 20 20 I 2 02 0 III 2 01 9 II 20 19 I 2 01 9 III 2 01 8 II 20 18 I 2 01 8 III 2 01 7 II 20 17 I 2 01 7 III 2 01 6 II 20 16 I 2 01 6 III 2 01 5 II 20 15 I 2 01 5 III 2 01 4 II 20 14 I 2 01 4 III 2 01 3 II 20 13 I 2 01 3 III 2 01 2 II 20 12 I 2 01 2 III 2 01 1 II 20 11 I 2 01 1 III 2 01 0 II 20 10 I 2 01 0 III 2 00 9 II 20 09 I 2 00 9 III 2 00 8 II 20 08 I 2 00 8 III 2 00 7 II 20 07 I 2 00 7 III 2 00 6 II 20 06 I 2 00 6 III 2 00 5 II 20 05 I 2 00 5 Quelle: IHK Frankfurt am Main 18 ANHANG Der IHK-Geschäftsklimaindex dient als Barometer zur Beurteilung der aktuellen und der zukünftigen Geschäftslage in den Unternehmen. Er setzt sich aus der Lage- beurteilung und den Erwartungen der Unternehmen zusammen. Ein Wert von 100 stellt die Grenze zwischen positiver und negativer Gesamtstimmung dar. Der IHK-Lageindikator wird ebenso wie der IHK-Erwartungsindikator, der IHK-Investitionsindikator, der IHK-Exportindikator und der IHK-Umsatzindikator als Saldo aus den gewichteten positiven Antworten (Antwort: „gut“ bzw. „wird steigen”) und negativen Antworten (Antwort: „schlecht“ bzw. „wird sinken”) ermittelt. Neutrale Aussagen bleiben unberücksichtigt. Der IHK-Beschäftigungsindikator wird aus der Frage nach der geplanten Be- schäftigung in den kommenden zwölf Monaten berechnet. Er ist der Saldo aus den positiven Antworten („wird steigen“) und den negativen Antworten („wird sinken“). Insgesamt werden in der Region FrankfurtRheinMain rund 9.000 Unternehmen drei- mal jährlich nach ihren Beschäftigungsabsichten befragt. Da bei dieser Umfrage nur bereits länger am Markt bestehende Unternehmen befragt werden, wird der Indikator systematisch verzerrt. Tatsächlich findet eine ständige Fluktuation im Unternehmens- sektor statt. Damit werden zum einen auch Unternehmen befragt, die demnächst vom Markt ausscheiden werden und deshalb von einem Beschäftigungsrückgang ausgehen. Zum anderen können diejenigen Unternehmen nicht befragt werden, die erst in nächster Zeit gegründet werden. Diese tragen aber nennenswert zur tatsäch- lichen Beschäftigung bei. Dementsprechend wäre ein Beschäftigungsindikator von null bereits mit einem Zuwachs an Arbeitsplätzen verbunden, obwohl er zunächst auf Stagnation hindeuten würde. TRENDAUSSAGEN Veränderung des Saldos gegenüber dem Vorjahr ... um mehr als 10 Punkte ... zwischen 10 und 5 Punkte ... zwischen 4,9 und -4,9 Punkte ... zwischen -5 und -10 Punkte ... um mehr als -10 Punkte HOCHRECHNUNG 2021 PROGNOSE 2022 Entwicklung absolut Veränderungsrate in Prozent Sozialversicherungs- pflichtig Beschäftigte Ende 2021 Entwicklung absolut Veränderungsrate in Prozent Sozialversicherungs- pflichtig Beschäftigte Ende 2022 Gesamtwirtschaft* + 2.460 + 0,1 2.462.271 + 54.170 + 2,2 2.516.441 darunter Dienstleistungen + 6.316 + 0,4 1.585.235 + 41.216 + 2,6 1.626.451 Industrie - 4.866 - 1,2 400.666 + 5.609 + 1,4 406.275 Baugewerbe + 1.645 + 1,3 132.370 + 3.122 + 2,4 135.492 Handel - 304 - 0,1 334.563 + 5.514 + 1,6 340.078 * Gesamtwirtschaft enthält auch die Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (A) 19 Arbeitslosenquote Werte in Prozent Oktober 21 | Oktober 20 | Oktober 11 < 3% 3 bis 4,9 % 5 bis 6,9 % 7 bis 8,9 % 9 % Vogelsbergkreis 3,4 | 3,9 | 4,5 Gießen 5,2 | 5,9 | 6,6 Limburg-Weilburg 4,0 | 4,6 | 5,4 Hochtaunuskreis 4,3 | 5,0 | 3,8 Wetteraukreis 3,8 | 4,7 | 4,6 Rheingau-Taunus-Kreis 3,9 | 4,7 | 4,3 Frankfurt am Main 6,1 | 7,3 | 7,2 Main-Kinzig-Kreis 4,4 | 5,6 | 5,0 Mainz 5,3 | 6,3 | 5,5 Mainz-Bingen 3,5 | 4,3 | 4,0 Main-Taunus-Kreis 4,1 | 4,8 | 4,4 Groß-Gerau 5,2 | 6,1 | 5,0 Worms 7,5 | 8,5 | 7,0 Alzey-Worms 3,8 | 4,6 | 4,1 Bergstraße 3,3 | 4,5 | 4,5 Offenbach 8,9 | 10,5 | 10,2 Offenbach (LK) 4,6 | 5,8 | 5,7 Darmstadt 5,5 | 6,5 | 5,7 Darmstadt-Dieburg 4,2 | 5,1 | 4,8 Aschaffenburg 5,0 | 6,1 | 5,2 Aschaffenburg (LK) 2,8 | 3,5 | 2,6 Odenwaldkreis 4,5 | 5,0 | 5,6 Miltenberg 2,9 | 3,5 | 2,6 Wiesbaden 7,6 | 7,8 | 7,0 Fulda 2,7 | 3,4 | 3,5 PERFORM: Als Gemeinschaftsinitiative der Wirtschaftskammern in der Metropolregion FrankfurtRheinMain setzt sich PERFORM für die Weiterentwicklung der Region ein. Hier bündeln die Industrie- und Handelskammern und die Handwerkskammern der Metropolregion ihre Kräfte und möchten gemeinsam konkrete Projekte auf den Weg bringen, mit denen FrankfurtRheinMain eine prosperierende Wirtschaftsregion bleibt. Bei einer Arbeitslosenquote von unter drei Prozent ist nach allgemeiner Definition Vollbeschäftigung erreicht. Aktuell liegen die Landkreise Fulda mit einer Quote von 2,7 Prozent, Aschaffenburg mit 2,8 Prozent und Miltenberg mit 2,9 Prozent in diesem Bereich. Sechs weitere Landkreise weisen eine Arbeitslosenquote von unter vier Prozent auf, darunter der Landkreis Bergstraße (3,3 Prozent), der Vogelsbergkreis (3,4 Prozent) und der Landkreis Mainz-Bingen (3,5 Prozent). HERAUSGEBER Initiative PERFORM Zukunftsregion FrankfurtRheinMain c/o IHK Frankfurt am Main Börsenplatz 4 60313 Frankfurt am Main www.perform-frankfurtrheinmain.de
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