AHK World Business Outlook Herbst 2025 Ergebnisse einer Umfrage bei den deutschen Auslandshan delskammern, Delegationen und Repräsentanzen 2 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Inhalt Wesentliche Ergebnisse ............................................................................................................................. 3 Entwicklung der Weltwirtschaft ................................................................................................................ 4 Aktuelle Geschäftslage ............................................................................................................................... 7 Geschäftserwartungen deutscher Auslandsunternehmen ............................................................... 10 Risiken für deutsche Unternehmen im Ausland .................................................................................. 17 Investitionspläne der Unternehmen ..................................................................................................... 20 Beschäftigungsabsichten ........................................................................................................................ 23 Statistischer Anhang ................................................................................................................................. 25 Methodik Der AHK World Business Outlook basiert auf einer regelmäßigen DIHK-Umfrage bei den Mitgliedsunternehmen der Deutschen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen (AHKs). Sie erfasst im Herbst 2025 die Rückmeldungen von weltweit über 3.500 deutschen Unternehmen, Niederlassungen und Tochtergesellschaf ten sowie Unternehmen mit engem Deutschlandbezug. Die Umfrage wurde vom 29. September bis 17. Oktober 2025 durchgeführt. 41 Prozent der antwortenden Unternehmen stammen aus dem Bereich Industrie und Bauge werbe, 40 Prozent aus dem Dienstleistungssektor und weitere 19 Prozent sind Handelsunternehmen. Kleinere Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern machen 48 Prozent der Antworten aus. 26 Prozent der Unterneh men beschäftigen 100 bis 1.000 Mitarbeiter. Große Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeiter haben einen An teil von 26 Prozent der Befragten weltweit. 50 Prozent sind Tochterunternehmen/Niederlassungen von deut schen Unternehmen, 37 Prozent sind lokale oder (nicht deutsche) internationale Unternehmen ohne Niederlas sung in Deutschland und weitere 13 Prozent sind lokale oder (nicht deutsche) internationale Unternehmen mit einer Niederlassung in Deutschland. Die Ergebnisse für die kontinentalen Regionen sowie den globalen Wert sind gewichtet. Grundlage für die Gewichtung eines einzelnen Landes bildet das durchschnittliche Bruttoinlandspro dukt (BIP) der Jahre 2017–2021 in US-Dollar. Die Fragen zu Geschäftslage, Erwartungen, Konjunktur, Investitio nen und Beschäftigung werden entsprechend gewichtet. Impressum Deutsche Industrie- und Handelskammer Bereich Internationale Wirtschaftspolitik, Außenwirtschaftsrecht Postanschrift: 11052 Berlin | Hausanschrift: Breite Straße 29 | Berlin-Mitte Telefon 030 20308-0 DIHK Online : Homepage | Facebook | X (Twitter) | LinkedIn | Instagram | Youtube Redaktion: Lola Machleid Grafik: Sebastian Titze Titelbild: https://www.gettyimages.de/ Stand: November 2025 https://www.dihk.de/de https://www.facebook.com/DIHKBerlin https://twitter.com/DIHK_News https://www.linkedin.com/company/dihk?originalSubdomain=de https://www.instagram.com/dihk_official/ https://www.youtube.com/c/DihkDeBerlin/featured https://www.gettyimages.de/ 3 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Wesentliche Ergebnisse Konjunkturerwartungen: Mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung weltweit sind die deutschen Unternehmen wieder etwas zuversichtlicher als zuvor. Die nach dem Zollschock im Frühjahr optimistischeren Erwartungen lie gen– im langjährigen Vergleich jedoch nur auf einem durchschnittlichen Niveau. 26 Prozent der Unternehmen rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit einer besseren konjunkturellen Entwicklung an ihren Standorten (Frühjahr 2025: 19 Prozent). Der Anteil derjenigen, die eine Abschwächung erwarten, ist deutlich zurückgegangen – von 33 auf 24 Prozent. Der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen steigt damit von minus 14 auf plus zwei Punkte und erreicht wieder den langjährigen Durchschnittswert (ebenfalls zwei Punkte). Geschäftslage: Deutsche Unternehmen an ihren internationalen Standorten bewerten ihre aktuelle Geschäfts lage im Herbst 2025 etwas schwächer als noch im Frühjahr. Die weltweite Verunsicherung durch den Umbruch des regelbasierten multilateralen Handelsgefüges belastet auch die Geschäfte der Unternehmen an ihren inter nationalen Standorten. Aktuell bewerten 40 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut, 45 Prozent als befriedigend und 15 Prozent als schlecht. Der Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen sinkt damit leicht von 26 auf 25 Punkte. Die aktuelle Geschäftslage liegt weiterhin unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre (34 Punkte). Geschäftserwartungen: Die Geschäftserwartungen der Unternehmen hellen sich weltweit deutlich auf. Der Saldo aus „besser“ und „schlechter“ Meldungen steigt insgesamt wieder auf ein durchschnittliches Niveau: 44 Prozent rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit besseren Geschäften (Frühjahr 2025: 38 Prozent), 46 Prozent er warten stabile Umsätze (Frühjahr 2025: 43 Prozent). Zehn Prozent gehen von einer Verschlechterung ihrer Ge schäftstätigkeit vor Ort aus (Frühjahr 2025: 16 Prozent). Der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen steigt kräftig von 25 auf 34 Punkte und liegt knapp über dem langjährigen Durchschnitt von 33 Punkten. Auswirkungen der US-Handelspolitik: Im Vergleich zum Frühjahr 2025 spüren noch 44 Prozent der Unternehmen negative oder stark negative Auswirkungen der US-Handelspolitik auf ihre Geschäfte (Frühjahr 2025: 60 Prozent). 52 Prozent der Unternehmen erwarten keine Auswirkungen (Frühjahr 2025: 34 Prozent), vier Prozent hingegen sehen positive Effekte (Frühjahr 2025: sieben Prozent), wobei die Betroffenheit sich regional erheblich unter scheidet. Weltweit geben zwei Drittel der Unternehmen mit US-Geschäft Zölle als Beeinträchtigung ihrer Ge schäftstätigkeit an. Nach der Verhandlung zahlreicher bilateraler Rahmenabkommen wird deutlich, wie die neuen Rahmenbedingungen für den Handel aussehen und was sie für die wirtschaftliche Entwicklung weltweit bedeuten. Geschäftsrisiken: Unternehmen sehen sich mit einer Vielzahl konjunktureller und wirtschaftspolitischer Risiken konfrontiert. Das häufigste Geschäftsrisiko bleiben die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (48 Prozent, Frühjahr 2025: 49 Prozent, langjähriger Schnitt 46 Prozent). Besonders hoch bleibt auch das Nachfragerisiko. Knapp die Hälfte der Unternehmen (47 Prozent nach zuvor 46 Prozent) ist besorgt, dass die Nachfrage ein kon junktureller Wackelkandidat werden könnte. Auffällig ist die Zunahme beim nun dritthäufigsten Geschäftsrisiko: Der Wechselkurs ist für 31 Prozent (nach zuvor 27 Prozent) der Unternehmen ein Risiko. Investitionsabsichten: Deutsche Unternehmen zeigen sich an ihren internationalen Standorten wieder investiti onsfreudiger als noch zuletzt. 29 Prozent planen in den kommenden zwölf Monaten höhere Investitionen (Früh jahr 2025: 28 Prozent), während 16 Prozent ihren Kapitaleinsatz reduzieren wollen (Frühjahr 2025: 21 Prozent). Mehr als die Hälfte der Unternehmen beabsichtigt, das Investitionsniveau beizubehalten. Der Saldo steigt damit von sieben auf 13 Punkte und liegt nur knapp unter dem langjährigen Durchschnitt (14 Punkte). Die Investitions dynamik deutscher Unternehmen im Ausland nimmt wieder an Fahrt auf und übertrifft das Niveau des Vorjahres knapp (Herbst 2024: 12 Punkte). Beschäftigungsabsichten: Der etwas zuversichtlichere Blick auf die künftige Konjunkturentwicklung spiegelt sich auch in den Beschäftigungsplänen deutscher Unternehmen im Ausland wider. Mehr Klarheit und Planungssi cherheit – wenn auch unter veränderten Rahmenbedingungen – bringen eine kleine Trendwende. 33 Prozent der Unternehmen planen, ihren Personalbestand in den kommenden zwölf Monaten zu erhöhen, 17 Prozent rech nen mit einem Rückgang. Der Saldo aus steigenden und sinkenden Beschäftigungsabsichten verbessert sich da mit leicht von 15 auf 16 Punkte. Trotz dieser positiven Entwicklung bleiben die Personalpläne hinter dem Vorjah resniveau (Herbst 2024: 21 Punkte) und dem langjährigen Durchschnitt von 22 Punkten zurück. 4 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Entwicklung der Weltwirtschaft Die Weltwirtschaft zieht wieder an. Weltweit blicken die über 3.500 von den AHKs befragten Unternehmen im Herbst 2025 wieder optimistischer in die Zukunft. Die globale Wirtschaft bleibt robuster als erwartet, sie wächst zumindest moderat. Die Zuversicht der Unternehmen nimmt zu, bleibt jedoch – nach dem Zollschock im Früh jahr – im langjährigen Vergleich nur auf einem durchschnittlichen Niveau. Ein größerer Optimismus wird durch die Zunahme des Protektionismus verhindert: Die globalen Herausforderungen bleiben riesig, die entstandenen Verwerfungen im Weltwirtschaftsgefüge sind enorm. 26 Prozent der Unternehmen rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit einer besseren konjunkturellen Entwicklung an ihren Standorten (Frühjahr 2025: 19 Prozent). Der Anteil derjenigen, die eine Abschwächung er warten, ist merklich zurückgegangen – von 33 auf 24 Prozent. Der Saldo aus positiven und negativen Erwartun gen steigt deutlich von minus 14 auf plus zwei Punkte und erreicht wieder seinen langjährigen Durchschnitts wert. Die verbesserten Erwartungen der Unternehmen an die Konjunktur an ihren internationalen Standorten weisen darauf hin, dass sich viele Länder neu positioniert haben. Hier spielt auch eine Rolle, dass neue zuverläs sigere Handelspartnerschaften verhandelt werden, um Schlimmeres zu verhindern. Die anfängliche Verunsiche rung infolge der belastenden US-Handelspolitik ist einer gewissen Ernüchterung und Anpassung an die neuen Realitäten gewichen. Konjunkturerwartungen der Unternehmen weltweit (Saldo aus „besser“ minus „schlechter“ - Antworten in Punkten) Die Erwartungen zur künftigen Konjunkturentwicklung unterscheiden sich regional erheblich: In Afrika, Nah- und Mittelost sind deutsche Auslandsunternehmen deutlich optimistischer bezüglich der Kon junktur vor Ort. 50 Prozent der Unternehmen erwarten eine Verbesserung, neun Prozent rechnen mit einer Ver schlechterung (41 nach zuvor 26 Saldopunkten). Der Aufbau der afrikanischen Freihandelszone AfCFTA sorgt für Zuversicht und Vertrauen in ein besseres verlässlicheres Regelwerk das gute Investitions- und Handelsbeziehun gen auf dem Kontinent ermöglicht. Außerdem sind es neben China auch Partner aus arabischen Ländern, Indien, Japan und auch der Türkei, die sich dort verstärkt engagieren – oftmals im Infrastrukturbereich, wovon sich etli che Unternehmen zukünftig positive Effekte erwarten. Besonders hoffnungsvoll sind hier vor allem Unternehmen in der MENA-Region: 52 Prozent rechnen mit einer Verbesserung der Konjunktur vor Ort, nur sieben Prozent mit einer Verschlechterung (45 nach zuvor 44 Saldo punkten). Auch in Subsahara-Afrika sind die Unternehmen überwiegend positiv eingestellt. Hier rechnen 37 -60 -50 -40 -30 -20 -10 0 10 20 30 40 20252024202320222021202020192018201720162015 Saldo Schnitt seit 2015 5 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Prozent der Unternehmen mit einer Verbesserung und nur 17 Prozent mit einer Verschlechterung (20 nach zuvor 13 Saldopunkten) der Konjunktur. Konjunkturerwartungen der Unternehmen weltweit (Anteil der Nennungen in Prozent) In Nordamerika hellen sich die konjunkturellen Erwartungen im Vergleich zum Frühjahr deutlich auf, bleiben je doch insgesamt ebenfalls negativ. Die anfängliche Verunsicherung der Unternehmen ist einer gewissen Ernüch terung gewichen – viele Betriebe stellen sich auf die neuen Rahmenbedingungen ein, die jedoch mit schwierige ren Geschäftsbedingungen verbunden sind. 23 Prozent der Unternehmen erwarten eine Verbesserung der kon junkturellen Lage (nach 13 Prozent im Frühjahr), während 30 Prozent von einer Verschlechterung ausgehen. Der Saldo steigt deutlich von minus 34 auf minus sieben Punkte, liegt aber weiterhin klar unter dem langjährigen Durchschnitt (plus zwölf Punkte). In den USA haben sich die Erwartungen zur konjunkturellen Entwicklung vor Ort deutlich im Vergleich zum Früh jahr verbessert. Nach großer Verunsicherung zu Beginn des Jahres ist die aktuelle Lage zwar weiterhin ange spannt, doch schöpfen Unternehmen in den USA wieder Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung. Ein Viertel der Unternehmen blickt optimistisch auf die Konjunktur in den kommenden zwölf Monaten, 28 Prozent erwarten eine schlechtere (Frühjahr 2025: 14 Prozent besser, 44 Prozent schlechter). Der Saldo steigt um 26 Punkte von minus 30 Punkten auf minus vier Punkte. Er liegt damit jedoch weiterhin noch deutlich unter dem langjährigen Mittel von 19 Punkten. Durch die ersten abgeschlossenen bilateralen Handels- und Investitionsvereinbarungen herrscht jetzt zumindest mehr Klarheit auf was sich die Unternehmen einstellen können. Das stärkt die Pla nungssicherheit der Betriebe – und sorgt wieder für einen leichten Optimismus. Viele Unternehmen haben sich bereits auf das „New Normal“ eingestellt, ihre Handelsstrategien neu aufgesetzt und ihre Perspektiven ange passt. Auch die Steuererleichterungen des „One Big Beautiful Bill Act“ der US-Regierung sorgt für Entlastung bei den Unternehmen. Die Folgen des Government Shutdown lassen sich hingegen noch nicht beziffern, sie tragen aber zur Verunsicherung bei. Im Vergleich zum Frühjahr haben sich die Erwartungen daher verbessert, bleiben jedoch insgesamt negativ. Auch in Mexiko ist eine deutliche Verbesserung der Einschätzungen seit dem Frühjahr 2025 zu verzeichnen, wenngleich die Unternehmen weiterhin pessimistisch (Saldo minus 13 Punkte) sind. Der Ausblick wird auch dadurch gedämpft, dass Mexiko stark vom US-Markt abhängig ist und damit besonders von der volatilen US- Handelspolitik betroffen ist. Die für 2026 anstehende Neuverhandlung des nordamerikanischen Freihandelsab kommens USMCA sorgt zusätzlich für Ungewissheit in der Wirtschaft. Die mexikanische Wirtschaft könnte von der Revision des Abkommens sowohl weiter profitieren als auch schwer getroffen werden. Unternehmen in Kanada bleiben besonders pessimistisch: Nur sieben Prozent erwarten eine bessere konjunktu relle Entwicklung, 41 Prozent eine Verschlechterung. Der sich ergebende Saldo (minus 34 Punkte) liegt weit 37 52 50 30 23 10 30 18 16 17 16 26 46 41 41 45 47 58 55 43 47 53 52 50 17 7 9 25 30 32 15 39 37 30 32 24 0 20 40 60 80 100 Subsahara-Afrika MENA Afrika, Nah- und Mittelost Süd- und Mittelamerika Nordamerika (=USA, Kanada, Mexiko) Greater China Asien/Pazifik (ohne China) Rest Europa inkl. Türkei Sonstige EU, Schweiz, Norwegen, UK Eurozone EU27 Welt gesamt besser gleich schlechter 6 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 hinter Mexiko und den USA zurück. Die volatile Zollpolitik der USA bleibt für Kanadas Wirtschaft ein großer Unsi cherheitsfaktor. Die wirtschaftliche Dynamik Kanadas dürfte insofern einen gehörigen Dämpfer erfahren. In Süd- und Mittelamerika zeigen sich die Unternehmen zuversichtlich mit Blick auf die konjunkturelle Entwick lung im kommenden Jahr. 30 Prozent erwarten eine Aufhellung der wirtschaftlichen Lage, während 25 Prozent von einer Verschlechterung ausgehen. Der Saldo ist wieder positiv (fünf Punkte nach zuvor minus sechs Punkte). Er liegt damit sogar über dem langjährigen Schnitt (drei Punkte). Für die Asien Pazifik Region (ohne Greater China) verbessern sich die Erwartungen zur konjunkturellen Entwick lung deutlich im Vergleich zum Frühjahr. Während knapp ein Drittel der Unternehmen optimistisch ist, sind nur 15 Prozent pessimistisch. Der Saldo dreht ins Positive von minus zehn auf plus 15 Punkte. In Ost- und Süd-Osteuropa sowie der Türkei hellen sich die Konjunkturerwartungen leicht auf – unter dem Strich bleiben sie aber negativ: 18 Prozent rechnen mit einer positiven konjunkturellen Entwicklung vor Ort, 39 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung. Der Saldo steigt von minus 34 auf aktuell minus 21 Punkte. In der Eurozone sind die Unternehmen weniger pessimistisch als in der Vorumfrage. 17 Prozent erwarten eine Verbesserung der Konjunktur, 30 Prozent eine Verschlechterung. Der Saldo steigt von minus 21 Punkten im Früh jahr 2025 auf minus 13 Punkte und liegt damit wieder auf dem Vorjahresniveau. Vom langjährigen Durchschnitt von minus zwei Punkten bleibt der Wert jedoch weiterhin deutlich entfernt. Die Eurozone verliert als Standort international an Wettbewerbsfähigkeit. Dies gilt umso mehr, als die weltwirtschaftliche Unsicherheit gerade in den handelsstarken Volkswirtschaften der Eurozone hohe Reibungseffekte erzeugt. Für die sonstige EU, Schweiz, Norwegen und UK zeichnet sich entgegen dem weltweiten Aufwärtstrend eine er neute Abkühlung im Jahresvergleich ab. 16 Prozent der Unternehmen erwarten eine Verbesserung, 37 Prozent erwarten eine Verschlechterung der Konjunktur vor Ort (Saldo: minus 21, nach zuvor minus 15 Punkte). Besonders pessimistisch sind die Einschätzungen in Greater China (China, Hongkong und Taiwan). Lediglich zehn Prozent der Unternehmen erwarten eine Verbesserung der konjunkturellen Lage vor Ort, während 32 Pro zent von einer weiteren Eintrübung ausgehen. Der Saldo liegt mit minus 22 Punkten klar unter dem langjährigen Durchschnitt (plus ein Punkt). Eine Verschlechterung gegenüber dem Frühjahr ist vor allem in China zu beobach ten. Chinas Wirtschaftswachstum verlangsamt sich aufgrund der anhaltenden Immobilienkrise sowie der schwa chen Binnennachfrage und der alternden Gesellschaft. Die Inlandskonjunktur zieht nicht in dem Maße an, wie China im Außenhandel gleichzeitig Marktanteile erschließt. Hinzu kommt der andauernde Handelskonflikt mit den USA, der trotz der Einigung zwischen diesen Wirtschaftsgiganten nach wie vor für Verunsicherung sorgt - die Auswirkungen auf die Konjunktur vor Ort sind deutlich spürbar. Eine konkrete, kurzfristige konjunkturelle Erho lung ist laut der Unternehmenseinschätzungen nicht in Aussicht – auch wenn die zwischenzeitliche Einigung zwi schen Donald Trump und Xi Jinping zu einer gewissen vorläufigen Erleichterung geführt haben dürfte. Mittelfris tig bleibt der chinesische Markt attraktiv, besonders aufgrund seiner Innovationskraft. In Taiwan hellen sich die konjunkturellen Erwartungen hingegen leicht auf, während sich die Wirtschaftsaussich ten in Hongkong im Vergleich zum Frühjahr sogar spürbar verbessern. 7 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Aktuelle Geschäftslage Deutsche Unternehmen an ihren internationalen Standorten bewerten ihre aktuelle Geschäftslage im Herbst 2025 etwas schwächer als noch im Frühjahr. Die US-Handelspolitik und deren Reaktionen stellen auch für viele deutsche Unternehmen an ihren ausländischen Standorten eine Belastung ihrer Geschäftstätigkeit dar. Aktuell schätzen 40 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut ein, 45 Prozent als befriedigend und 15 Prozent als schlecht. Der Saldo aus positiven und negativen Einschätzungen sinkt leicht von 26 auf 25 Punkte. Die aktu elle Geschäftslage liegt weiterhin unter dem weltweiten Durchschnitt der vergangenen Jahre (34 Punkte). Im Vergleich der Wirtschaftszweige ist die Geschäftslage bei den Dienstleistungsunternehmen noch am besten: Hier bewerten 46 Prozent ihre Lage als gut und lediglich zehn Prozent als schlecht (Saldo 36 Punkte). Handelsun ternehmen (40 Prozent gut, 14 Prozent schlecht, Saldo 26 Punkte) sind zurückhaltender in der Bewertung ihrer aktuellen Geschäftssituation. Die Lagebewertungen der Industrie und Bauunternehmen fällt im Vergleich zu den anderen Branchen am schlechtesten aus (40 Prozent gut, 15 Prozent schlecht, Saldo 25 Punkte). Geschäftslage der Unternehmen weltweit (Saldo aus „gut“ minus „schlecht“ minus Antworten in Punkten) Das weltweite Stimmungsbild der Unternehmen in Bezug auf ihre aktuelle Geschäftslage bleibt insgesamt ge dämpft – allerdings mit deutlichen regionalen Unterschieden. Erneut schlechter als noch im Frühjahr 2025 bewerten Unternehmen in Nordamerika ihre aktuelle Geschäftslage: Nur noch 40 Prozent der in Nordamerika tätigen Unternehmen berichten von einer guten Geschäftslage (Früh jahr 2025: 49 Prozent), während 15 Prozent sie als schlecht einstufen. Der Saldo sinkt um elf Punkte von 36 auf aktuell 25 Punkte und liegt damit weiter merklich unter dem langjährigen Mittel von 49 Punkten. Während sich die aktuelle Geschäftslage für Unternehmen in Kanada verbessert hat, verschlechtert sie sich für Unternehmen in Mexiko und den USA im Vergleich zum Frühjahr erheblich. In Kanada beurteilen über die Hälfte der Unternehmen (55 nach zuvor 45 Prozent) ihre Lage als gut, nur noch drei Prozent hingegen als schlecht. Der resultierende Saldo steigt von 34 auf aktuell 52 Punkte. Er liegt damit wie der über dem langjährigen Schnitt von 50 Punkten. Unternehmen wenden beim Handel mit den USA aufgrund des andauernden Zollkonflikts nun verstärkt das nordamerikanische Freihandelsabkommen USMCA an. Die Wahl einer neuen Regierung im Frühjahr scheint auch die Wirtschaftsstimmung aufgehellt zu haben und sorgt bei Unternehmen für Planbarkeit, die sich positiv auf deren Geschäftstätigkeit auswirkt. -20 -10 0 10 20 30 40 50 60 20252024202320222021202020192018201720162015 Saldo Schnitt seit 2015 8 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Geschäftslage der Unternehmen weltweit (Anteil der Nennungen in Prozent) In Mexiko hingegen bewerten nur noch 32 Prozent ihre Lage als gut (Frühjahr 2025: 36 Prozent) und 13 Prozent als schlecht. Der Saldo sinkt von 28 auf aktuell 19 Punkte. Die Stimmungseintrübung ist insbesondere auf die sektoralen US-Zölle auf Stahl, Aluminium und Autos zurückzuführen, welche nicht durch das Freihandelsabkom men USMCA abgedeckt werden. In den USA bewerten 40 Prozent der Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als gut. Der Anteil der negativen Lagebewertungen hat im Vergleich zum Frühjahr zugelegt – von 13 auf 16 Prozent. Der Saldo sinkt deutlich von 37 auf 24 Punkte und liegt spürbar unter dem langjährigen Durchschnitt (52 Punkte). Die deutschen Unterneh men bekommen hier die Auswirkungen der US-Handels- und Wirtschaftspolitik sowohl direkt als auch über ihre Lieferketten zu spüren. Denn viele deutsche Industriebetriebe in den USA sind auf den Import von Vorleistungen angewiesen, die nun den US-Zöllen unterliegen. Im Vergleich zur vorherigen Umfrage hat sich die Lagebewertung der Unternehmen in Süd- und Mittelamerika von positivem Niveau aus leicht verschlechtert: 47 Prozent berichten von einer guten Geschäftslage, zwölf Pro zent von einer schlechten. Damit sinkt der Saldo um zwei Punkte auf 35 Punkte. In Greater China bewerten deutsche Unternehmen ihre Geschäftslage erneut schlechter als im Frühjahr. Der An teil positiver Bewertungen sinkt von 24 auf nur noch 18 Prozent, 23 Prozent der Unternehmen schätzen ihre Situ ation als schlecht ein. Der Saldo verringert sich leicht von minus zwei auf minus fünf Punkte. In Hongkong sinkt der Saldo auf vier Prozentpunkte nach zuvor 17 Punkten. In Taiwan sinkt der Saldo auf null nach zuvor 16 Punkten. In China selbst bleibt die Lagebewertung im Vergleich zum Frühjahr unverändert schwach – 18 Prozent der Unternehmen melden eine gute, 23 Prozent eine schlechte Geschäftslage. Der Saldo verharrt bei minus fünf Punkten und bleibt damit seit dem Frühjahr 2023 negativ. Deutsche Unternehmen an ih ren Standorten in China bedienen vornehmlich den chinesischen Markt und sind daher direkt mit der konjunktu rellen Binnenschwäche sowie dem dort hohen Wettbewerbsdruck konfrontiert. In der Asien-Pazifik-Region (ohne Greater China) bewerten deutsche Unternehmen die aktuelle Geschäftslage etwas schwächer als im Frühjahr 2025. 39 Prozent beurteilen ihre Lage als gut, 17 Prozent als schlecht. Der Saldo sinkt leicht von 23 auf aktuell 22 Punkte. 34 60 56 47 40 18 39 37 36 39 37 40 49 34 37 41 45 59 44 46 49 46 49 45 17 6 7 12 15 23 17 17 15 15 14 15 0 20 40 60 80 100 Subsahara-Afrika MENA Afrika, Nah- und Mittelost Süd- und Mittelamerika Nordamerika (=USA, Kanada, Mexiko) Greater China Asien/Pazifik (ohne China) Rest Europa inkl. Türkei Sonstige EU, Schweiz, Norwegen, UK Eurozone EU27 Welt gesamt gut befriedigend schlecht 9 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Auch in Ost- und Südosteuropa (ohne EU) sowie in der Türkei fällt die Einschätzung verhaltener aus als im Früh jahr. 37 Prozent der Unternehmen melden eine gute Geschäftslage, rund die Hälfte eine stabile, und 17 Prozent eine schlechte Lage. Der Saldo fällt von 27 Punkten im Frühjahr auf aktuell 20 Punkte ab. In der Eurozone verschlechtert sich die Geschäftslage der Unternehmen erneut leicht. Der Saldo sinkt von 28 auf 24 Punkte und bleibt auch hinter dem Wert des Vorjahres (25 Punkte) zurück. Der Abwärtstrend der vergangenen Jahre setzt sich damit fort. Die neuverhandelten US-Einfuhrzölle von mindestens 15 Prozent belasten Unterneh men zusätzlich zu strukturellen Problemen. Die Entlastungen, die durch die Entbürokratisierung von Regularien auf EU-Ebene geplant oder gar schon umgesetzt sind, kommen bei den Unternehmen noch nicht an. Eine positive Entwicklung zeigt sich hingegen in Afrika, Nah- und Mittelost sowie in der MENA-Region: Dort ver bessert sich die Geschäftslage deutlich – der Saldo steigt von 39 auf 49 bzw. von 44 auf 54 Punkte. In Subsahara-Afrika trübt sich indes die Lage ein. Der Saldo sinkt von 26 auf 17 Punkte; 34 Prozent der Unterneh men bewerten ihre Situation als gut, 17 Prozent als schlecht. 10 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Geschäftserwartungen deutscher Auslandsunternehmen Die Geschäftserwartungen der Unternehmen haben sich weltweit deutlich aufgehellt. Im Vergleich zum Frühjahr 2025 macht sich ein gewisser Optimismus breit, zumindest auf durchschnittlichem Niveau. 44 Prozent rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit besseren Geschäften (Frühjahr 2025: 38 Prozent), 46 Prozent erwarten stabile Umsätze (Frühjahr 2025: 43 Prozent). Nur noch zehn Prozent gehen von einer Ver schlechterung ihrer Geschäftstätigkeit vor Ort aus (Frühjahr 2025: 16 Prozent). Der Saldo aus positiven und nega tiven Erwartungen steigt damit merklich von 25 auf 34 Punkte und liegt wieder knapp über dem langjährigen Durchschnitt von 33 Punkten. Diese Verbesserung der geschäftlichen Perspektive bleibt jedoch hinter der erwar teten konjunkturellen Belebung zurück (Saldoanstieg um 16 Punkte). Offenbar gelingt es den deutschen Unter nehmen nur bedingt, an der robusten Entwicklung der Weltwirtschaft zu partizipieren. Der sogenannte Liberation Day war der Auftakt für die neue Zollpolitik der USA und ein Schock für die Weltwirt schaft. Eine weltweit große Verunsicherung stellte sich ein. Die Unternehmen haben sich mittlerweile aber sicht lich an die neuen, ungünstigeren Rahmenbedingungen angepasst. Die anfängliche große Verunsicherung der Unternehmen ist einer eher nüchternen Einschätzung gewichen. Geschäftserwartungen der Unternehmen weltweit (Saldo aus „besser“ minus „schlechter“ minus Antworten in Punkten) Die wirtschaftliche Entwicklung in Nordamerika war im vergangenen Jahr sehr volatil und seit Einführung der neuen US-Zollpolitik im Frühjahr 2025 unter spürbarem Einfluss handelspolitischer Unsicherheiten. Jetzt haben sich die Geschäftserwartungen der Unternehmen wieder deutlich erholt: 39 Prozent rechnen im kommenden Jahr mit wieder besseren Geschäften, während nur noch 13 Prozent eine Verschlechterung erwarten. Der Saldo steigt kräftig von fünf auf aktuell 26 Punkte. Deutsche Unternehmen mit Standorten in den USA zeigen sich zuversichtlich in ihren Geschäftserwartungen für das kommende Jahr. Sowohl die Konjunktur- als auch die Geschäftsaussichten haben sich im Vergleich zum Frühjahr deutlich gebessert, bleiben jedoch sowohl hinter dem globalen als auch hinter dem langjährigen US- Durchschnitt zurück. Mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Betriebe erwartet bessere Geschäfte, während nur 13 Prozent von einer Verschlechterung ausgehen. Der Saldo der Geschäftserwartungen steigt von neun auf aktuell 24 Punkte, liegt damit weiterhin deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt (45 Punkte). Deutsche Unterneh men in den USA erwarten stärker von der konjunkturellen Entwicklung vor Ort profitieren zu können als im -40 -30 -20 -10 0 10 20 30 40 50 60 20252024202320222021202020192018201720162015 Saldo Schnitt seit 2015 11 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 internationalen Vergleich. Zudem könnten Unternehmen mit US-Produktionsstandorten teilweise vom sich ab schottenden und somit reduzierten internationalen Wettbewerb in den USA Nutzen ziehen. Besonders deutlich verbessern sich die Geschäftserwartungen für das kommende Jahr in Kanada: Mehr als ein Drittel der Unternehmen (38 Prozent) rechnet mit einer Verbesserung ihrer Geschäfte, während nur noch 17 Pro zent mit einer Verschlechterung rechnen. Der Saldo dreht deutlich ins Positive und steigt um ganze 50 Punkte von minus 31auf aktuell plus 21 Punkte. In Mexiko ist die Verbesserung der Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate ähnlich deutlich: Der Saldo springt hier von minus zwei Punkten auf aktuell plus 44 Punkte. Insbesondere Mexiko, aber auch Kanada profitieren derzeit noch stark durch das USMCA und den vereinfachten Zugangsmöglichkeiten zum US-Markt. Diese starke Wettbewerbssituation im internationalen Vergleich führt insbesondere in Mexiko zu dieser geschäft lichen Zuversicht. Geschäftserwartungen der Unternehmen weltweit (Anteil der Nennungen in Prozent) Auch in der Asien-/Pazifik Region hellt sich die Stimmung der Unternehmen bei den Geschäftserwartungen im Vergleich zum Frühjahr auf: Die Hälfte der Unternehmen rechnet im nächsten Jahr mit besseren Geschäften, nur neun Prozent der Unternehmen erwarten eine Verschlechterung. Der Saldo steigt von 35 Punkten auf aktuell 41 Punkte. In Greater China sind die Unternehmen mit Blick auf die Geschäftserwartungen für das kommende Jahr indes pessimistischer als noch im Frühjahr: Knapp ein Viertel der Unternehmen erwartet eine Verbesserung der Ge schäfte (23 Prozent), 14 Prozent erwarten eine Verschlechterung. Der Saldo sinkt leicht von elf auf nur noch neun Punkte und liegt damit deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 25 Punkten. Dies wird von China geprägt. Die Unternehmen sind bei ihren Erwartungen im Vergleich zum Frühjahr pessimisti scher. Der starke und durch die US-Handelspolitik gestiegene Wettbewerbsdruck und die schwache Binnennach frage bereitet den Unternehmen hier große Sorgen. In Taiwan sind die deutschen Unternehmen insgesamt weit zuversichtlicher als im Durchschnitt der Region Grea ter China (Saldo: 9 Punkte). Auch wenn sich der Wert dort von 26 auf 21 Punkte leicht verschlechtert hat, ist der Saldo im positiven Bereich. In Hongkong wiederum hellen sich die Erwartungen auf: Der Saldo klettert von 22 auf 27 Punkte. 61 65 64 56 39 23 50 28 31 38 35 44 36 32 33 35 48 63 41 61 55 49 51 46 3 3 3 9 13 14 9 11 14 13 14 10 0 20 40 60 80 100 Subsahara-Afrika MENA Afrika, Nah- und Mittelost Süd- und Mittelamerika Nordamerika (=USA, Kanada, Mexiko) Greater China Asien/Pazifik (ohne China) Rest Europa inkl. Türkei Sonstige EU, Schweiz, Norwegen, UK Eurozone EU27 Welt gesamt besser gleich schlechter 12 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 In der Eurozone sind die Unternehmen hinsichtlich der Geschäftserwartungen zuversichtlicher als bei der Bewer tung ihrer Geschäftslage: 38 Prozent rechnen im kommenden Jahr mit besseren Geschäften, 13 Prozent mit schlechteren. Der Saldo steigt von 18 auf 25 Punkte. Er nähert sich damit wieder dem langjährigen Durchschnitt von 28 Punkten. In Ost-/Südosteuropa (ohne EU) und in der Türkei hellen sich die Geschäftserwartungen abermals auf. 28 Pro zent erwarten eine Verbesserung und nur elf Prozent eine Verschlechterung ihrer Geschäfte. Der Saldo steigt so mit um vier Punkte auf aktuell 17 Prozentpunkte. Er nähert sich weiter dem langjährigen Durchschnitt von 19 Punkten. In Süd- und Mittelamerika bleibt die Stimmung bei den Geschäftserwartungen auf hohem Niveau stabil. Der Saldo liegt unverändert bei 47 Punkten. 56 Prozent der Unternehmen rechnen im kommenden Jahr mit besseren Geschäften, lediglich neun Prozent gehen von einer Verschlechterung aus. Für die Region Afrika, Nah- und Mittelost zeigt sich ein ähnliches Bild. Insgesamt bewerten die Unternehmen in diesen Regionen ihre Erwartungen für die Geschäfte im kommenden Jahr positiver als noch zuvor. Der Saldo liegt bei 61 Punkten und damit über dem langfristigen Durchschnitt (37 Punkte). 13 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Auswirkungen der US-Handelspoli tik Die US-Handelspolitik wirft seit Beginn des Jahres ihren Schatten auf die internationalen Handelsbeziehungen. Sie hat sich zu einem zentralen Unsicherheitsfaktor für die globale Wirtschaft entwickelt. Durch protektionisti sche Maßnahmen wie hohe Zölle, Exportkontrollen und die Aufkündigung bisheriger Handelsabkommen werden internationale Lieferketten gestört, Investitionen gehemmt und die Verlagerung von Produktionsstandorten in Erwägung gezogen. Inzwischen hat sich die Situation etwas stabilisiert, insbesondere da Unternehmen mehr Sicherheit darüber haben, welche Zölle für sie gelten, beziehungsweise wie sie darauf reagieren können. Nach der Verhandlung zahlreicher bilateraler Rahmenabkommen wird deutlich, wie die neuen Rahmenbedingungen für den Handel aussehen und was sie für die wirtschaftliche Entwicklung weltweit bedeuten. Im Vergleich zum Frühjahr 2025 ist weltweit der Anteil der Unternehmen, die negative oder stark negative Auswir kungen der US-Handelspolitik auf ihre Geschäfte vor Ort spüren, von 60 auf 44 Prozent gesunken. Acht Prozent spüren aktuell stark negative Auswirkungen (Frühjahr 2025: 17), 36 Prozent negative Auswirkungen (Frühjahr 2025: 43). 52 Prozent der Unternehmen erwarten keine Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit (Frühjahr 2025: 34 Prozent), vier Prozent erwarten sogar positive Effekte (Frühjahr 2025: sieben Prozent). Anteil der Unternehmen, die negative Auswirkungen der US-Handelspolitik für ihre Geschäfte vor Ort spüren (Angaben in Prozent) In allen Weltregionen ist ein Rückgang der akuten Betroffenheit zu beobachten. Dennoch zeigen sich große Un terschiede in den jeweiligen Regionen. Besonders in Nordamerika und Greater China geht der Anteil der betroffenen Unternehmen im Vergleich zum Frühjahr, unmittelbar nach den Zollankündigungen, weniger deutlich zurück als in den übrigen Regionen der Welt. In Nordamerika liegt der Anteil der Unternehmen, die negative oder stark negative Auswirkungen der US-Han delspolitik auf ihre Geschäfte vor Ort spüren bei 76 Prozent. Zuvor waren es noch 86 Prozent (23 Prozent stark 63 55 57 58 86 72 61 49 53 66 61 60 44 31 33 42 76 69 51 34 40 47 44 44 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Subsahara-Afrika MENA Afrika, Nah- und Mittelost Süd- und Mittelamerika Nordamerika Greater China Asien/Pazifik (ohne Greater China) Ost-/Südosteuropa (ohne EU), Türkei Sonstige EU, Schweiz, Norwegen, UK Eurozone EU27 Welt Herbst 2025 Frühjahr 2025 14 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 negativ; 54 Prozent negativ). Der hohe Wert ist insbesondere auf die direkte Betroffenheit durch die International verflochtenen Lieferketten der Unternehmen zurückzuführen. In Greater China spüren die Betriebe weiterhin stärkere Auswirkungen der US-Handelspolitik als im weltweiten Durchschnitt, auch wenn die Belastungen im Vergleich zum Frühjahr etwas geringer eingestuft werden. Der Han delskonflikt zwischen den beiden Großmächten, China und den USA, beeinträchtigt die Geschäftstätigkeit vor Ort deutlich – vor allem durch eine mangelnde Planbarkeit und schwer abschätzbare Folgen. Noch immer be richten 69 Prozent der Unternehmen von negativen oder stark negativen Auswirkungen (Frühjahr 2025: 72 Pro zent). Im Erhebungszeitraum war der Handelskonflikt zwischen China und den USA insbesondere von Eskalati onsmaßnahmen und gegenseitigen Drohungen geprägt. Eine Einigung lag erst danach vor, gleichwohl ist diese nur temporär. In der EU nimmt der Anteil der Unternehmen, die unter den Folgen der US-Handelspolitik leiden, deutlich ab – von 61 auf 44 Prozent. Das neue EU-USA-Abkommen bringt zumindest etwas mehr Planungssicherheit. Es führt aber mit einem Basiszollsatz von 15 Prozent auch zu einer merklichen Zusatzbelastung – und somit zu einer Ab schwächung des Handels mit den USA. In den Monaten Januar bis September war das deutsche Handelsvolu men mit den USA um etwa 12 Mrd. Euro niedriger als noch im Vorjahreszeitraum. In der Folge hat China die USA als wichtigster Handelspartner Deutschlands wieder abgelöst. Auswirkungen der US-Handelspolitik für die Geschäfte der Unternehmen vor Ort (Angaben in Prozent) Von den Unternehmen mit direkten Geschäftsbeziehungen zu den USA spüren weltweit sogar 65 Prozent nega tive Auswirkungen. Besonders ausgeprägt ist dies in Nordamerika (USA, Kanada, Mexiko) und Greater China, wo jeweils 82 Prozent der Betriebe Belastungen verzeichnen. Weltweit, wie auch in den USA selbst, vermelden nur noch vier Prozent positive Auswirkungen für ihre Geschäfte durch die US-Handelspolitik (nach sieben und acht Prozent im Frühjahr 2025). Davon haben einige Unternehmen das Freitextfeld genutzt, um die Vorteile für ihr Unternehmen zu spezifizieren. Einzelne Unternehmen erhoffen sich, dass sie aufgrund niedriger US-Zölle im Vergleich zu anderen Ländern in Zukunft profitieren können – sei es durch eine höhere US-Nachfrage oder einer Verlagerung der Lieferkette. Weiterhin bieten neue Märkte infolge von breiteren Handelsumlenkungen zum Teil neues Marktpotenzial für deutsche Unternehmen. Auch nennen manche Unternehmen vereinzelt positive Effekte in Form von gestiegener Nachfrage nach inländischen Produk ten. 8 8 8 8 23 13 9 6 5 5 4 8 36 23 25 34 54 56 43 28 35 42 39 36 55 61 60 51 18 29 45 65 59 52 56 52 2 8 7 6 5 2 3 1 1 1 1 4 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Subsahara-Afrika MENA Afrika, Nah- und Mittelost Süd- und Mittelamerika Nordamerika Greater China Asien/Pazifik (ohne Greater China) Ost-/Südosteuropa (ohne EU), Türkei Sonstige EU, Schweiz, Norwegen, UK Eurozone EU27 Welt stark negativ negativ keine positiv 15 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Welche Aspekte der US-Wirtschaftspolitik beeinflussen die Unternehmen aktuell am stärksten? (Angaben in Prozent, Mehrfachnennung möglich, nur Angaben von Unternehmen mit US-Geschäft) Besonders auf die handelsstarken Regionen EU, Greater China und Nordamerika, die historisch eine starke Zu sammenarbeit mit den USA pflegen, wirken sich die verschiedenen Aspekte der US-Handelspolitik unterschied lich stark aus. Weltweit geben zwei Drittel der Unternehmen mit US-Geschäft Zölle als Beeinträchtigung an. Am stärksten be troffen sind hier Unternehmen in Greater China (88 Prozent), insbesondere in China. Die Drohungen im Handels konflikt zwischen den USA und China umfassten erweiterte Exportkontrollen für seltene Erden und eine ver schärfte Überwachung der Halbleiternutzer durch China sowie von amerikanischer Seite Zölle von über 100 Pro zent auf US-gebundene Exporte aus China. Die zwölfmonatige Aussetzung durch den US-China-Deal, verschiebt den Konflikt sehr wahrscheinlich nur in die Zukunft. Unternehmen in Nordamerika (USA, Kanada und Mexiko) sehen sich mit 77 Prozent stärker betroffen als im welt weiten Durchschnitt (66 Prozent). Viele Unternehmen sind hier von den sektoralen Zöllen auf u.a. Stahl, Alumi nium und Autos betroffen, welche das USMCA (United States–Mexico–Canada Agreement) nicht abdeckt. Für US MCA-kompatible Produkte müssen viele Unternehmen noch den komplexen USMCA-Anerkennungsprozess durchlaufen, bevor Entlastungen ihnen zugutekommen können. Weiterhin leiden deutsche Unternehmen in den USA unter erhöhten Kosten in der gesamten Lieferkette. Auch im EU-Ausland sehen drei Viertel (75 Prozent) der deutschen Unternehmen die nun auf 15 Prozent festgelegten Basiszölle als größten negativen Einfluss auf ihre Geschäfte. Weltweit sieht sich knapp ein Viertel der Unternehmen mit US-Geschäft mit einem erhöhten Wettbewerbsdruck konfrontiert (24 Prozent), knapp ein Fünftel (19 Prozent) ist von den Exportkontrollen betroffen. US-amerikani sche und chinesische Exportkontrollen treffen Greater China besonders hart. Dort sind sie das zweitgrößte Prob lem nach den Zöllen, die den Handel zusätzlich belasten. Insbesondere die Ankündigungen von neuen Export kontrollen im Rohstoff- und Technologiebereich sind hier hervorzuheben. 7 13 10 21 25 12 17 77 6 2 23 15 10 27 15 88 5 10 7 16 18 15 21 75 8 11 13 16 19 19 24 66 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 Andere Unternehmenskultur / Werte Sanktionen Industriepolitik, Local-Content-Vorgaben Standortpolitik der USA (z. B. Kosten für Steuern) Exportkontrollen Wettbewerbsdruck Zoll Welt EU27 Greater China Nordamerika 16 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Ebenfalls 19 Prozent nennen weltweit die Standortpolitik in den USA (z.B. Steuern) als für sie stärksten Einfluss der US-Wirtschaftspolitik auf ihre Geschäfte. Mit den verbesserten steuerlichen Rahmenbedingungen verschaffen sich die USA einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Staaten. In Nordamerika stellt die US-Standortpolitik sogar für ein Viertel der dortigen deutschen Unternehmen einen zunehmenden Einfluss für ihre Geschäfte dar. In den USA selbst, verschärfen die Streichung von Investitionsanreizen im Rahmen des Inflation Reduction Acts, insbesondere im Energiebereich, und der zunehmende Wettbewerbsdruck die Lage. Weltweit nennen 16 Prozent die Industriepolitik und Local-Content-Vorgaben als Herausforderung. In Nordame rika ist es immerhin ein Fünftel der Unternehmen (21 Prozent). Abweichende technische Standards und Produkt anforderungen – insbesondere im Automobilbereich, aber auch im Maschinenbau und in der Elektrotechnik und Einschränkungen in der öffentlichen Beschaffung sowie die schwer zu erfüllenden Anforderungen von „Buy Ame rican“ belasten die deutschen Unternehmen vor Ort. Weltweit nennen 13 Prozent der deutschen Unternehmen im Ausland die US-Sanktionen als für sie spürbaren Aspekt der Handelspolitik der Vereinigten Staaten. In Greater China geben 23 Prozent an, aktuell von diesen Sanktionen betroffen zu sein. Durch ihre extraterritoriale Reichweite können US-Sanktionen auch deutsche Un ternehmen anderswo in Mitleidenschaft ziehen. Zugleich können chinesische Unternehmen, insbesondere durch Listungen der US-Behörden direkt ins Visier genommen werden. Unternehmen hatten die Möglichkeit weitere Aspekte der US-Handelspolitik, die sie betreffen, in einem Freitext feld spezifizieren. Neben der ausgelösten allgemeinen handelspolitischen Unsicherheit und spezifischen Besorg nissen über die bilateralen Beziehungen mit den USA wird auch der Wechselkurs genannt. Auch Engpässe in der Logistik, die unter anderem auf Verzögerungen bei der Verzollung von Lieferungen in den USA, Preiserhöhungen für Kunden und hohe Frachtkosten zurückzuführen sind, werden mehrfach genannt. Unternehmen nennen zu dem Schwierigkeiten und Verzögerungen im Visaprozess, welche teilweise Geschäftsreisen verzögern und verhin dern. 17 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Risiken für deutsche Unternehmen im Ausland Die Weltwirtschaft wächst moderat, auch wenn es an Dynamik fehlt. Unternehmen sehen sich weiterhin mit einer Vielzahl konjunktureller Risiken konfrontiert – etwa einer schwachen Nachfrage, wechselkursbedingten Unsi cherheiten und unklaren wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Zudem sorgt die handelspolitische Unsi cherheit weiterhin für eine eingeschränkte Planbarkeit bei den Geschäftstätigkeiten der Unternehmen. Das häufigste Geschäftsrisiko bleiben die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (48 Prozent, Frühjahr 2025: 49 Prozent, langjähriger Schnitt 46 Prozent). Auch das Nachfragerisiko steigt leicht gegenüber dem Früh jahr an, es beschäftigt ebenfalls knapp die Hälfte der Unternehmen (47 Prozent nach zuvor 46 Prozent). Die Kons umbereitschaft ist auf vielen Märkten zurückhaltend. Auffällig ist die Zunahme beim nunmehr dritthäufigsten Geschäftsrisiko: Der Wechselkurs ist für 31 Prozent (nach zuvor 27 Prozent) der Unternehmen eine Herausforde rung. Die deutliche Abwertung des US-Dollars innerhalb dieses Jahres ist dabei auch vor allem ein weltwirt schaftliches Thema. Rückläufig sind strukturelle Risiken wie Energiepreise (19 nach zuvor 24 Prozent), Rohstoff preise (21 nach zuvor 24), Arbeitskosten (30 nach zuvor 33 Prozent) sowie der Fachkräftemangel (30 Prozent nach zuvor 34 Prozent). Geschäftsrisiken der Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten (in Prozent, Mehrfachantworten möglich) Betrachtet man die verschiedenen Branchen, zeigt sich ein differenzierteres Bild: Die Nachfrage gilt bei den In dustrie- und Bauunternehmen als das größte Risiko (49 Prozent), gefolgt von den wirtschaftspolitischen Rah menbedingungen (45 Prozent). Im Dienstleistungssektor hingegen überwiegen die wirtschaftspolitischen Rah menbedingungen deutlich (50 Prozent; Nachfrage: 44 Prozent). Bei Handelsunternehmen liegen diese beiden Risiken gleichauf bei 48 Prozent, gefolgt vom Wechselkursrisiko (41 Prozent). Auch beim Blick in die Regionen zeigen sich deutliche Unterschiede. In Nordamerika werden wirtschaftspoliti sche Rahmenbedingungen im weltweiten Vergleich am häufigsten als Risiko genannt. Für fast zwei Drittel der Unternehmen (64 Prozent nach zuvor 73 Prozent) bleibt die Wirtschaftspolitik dort ein Geschäftsrisiko. In Nord amerika sehen zudem die Hälfte der Unternehmen (50 Prozent nach 57 Prozent) Handelsbarrieren als zentrales Risiko für ihre Geschäftstätigkeit. Während die politischen Risiken im Vergleich zum Frühjahr zwar sinken, 10 24 19 17 24 22 26 33 34 27 46 49 9 19 19 20 21 22 25 30 30 31 47 48 Infrastruktur Energiepreise Rechtssicherheit Störungen der Lieferkette Rohstoffpreise Finanzierung Handelsbarrieren Arbeitskosten Fachkräftemangel Wechselkurs Nachfrage Wirtschaftspolitik Herbst 2025 Frühjahr 2025 18 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 bleiben sie im internationalen Vergleich weiterhin überdurchschnittlich. Die mangelnde Nachfrage wird hier von 45 Prozent der Unternehmen genannt. Besonders in den USA sind die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen mit 59 Prozent eines der häufigsten Geschäftsrisiken, 55 Prozent sehen Handelsbarrieren beziehungsweise die Bevorzugung einheimischer Unter nehmen als Belastung. Zusätzlich zu der weiterhin schwer berechenbaren Handels- und Zollpolitik wirken vor allem bestehende Marktzugangsbarrieren – etwa im Bereich der öffentlichen Beschaffung – risikoverstärkend. Die neue Unwägbarkeit, welche aktuell durch die US-Handelspolitik besonders verstärkt wird ist das Wechsel kursrisiko (29 nach zuvor 14 Prozent). Als Leitwährung spielt die Entwicklung des US-Dollars für Unternehmen weltweit eine enorm große Rolle. Der Wertverlust des US-Dollars schwächt nicht nur den Dollar als weltweite Leitwährung, er macht US-Exporte im globalen Wettbewerb auch preislich wettbewerbsfähiger – eine gezielte Nebenwirkung der US-Handelspolitik. Strukturelle Risiken wie der Fachkräftemangel, der in den USA traditionell ein großes Geschäftsrisiko darstellt, aber auch die Arbeitskosten gewinnen indes aktuell im Vergleich wieder an Bedeutung. Geschäftsrisiken der Unternehmen in den USA in den kommenden zwölf Monaten (in Prozent, Mehrfachantworten möglich) Die engen wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Kanada bzw. Mexiko und den USA werden durch die Zollpo litik besonders belastet. In Kanada steigt das Risiko der Handelsbarrieren im Vergleich zum Frühjahr weiter von 59 auf aktuell 62 Prozent, in Mexiko ist der Anstieg sogar noch stärker (von 26 auf jetzt 38 Prozent). Insbesondere die Neuverhandlung des USMCA spielt dabei eine wichtige Rolle. Auch die Störungen in der Lieferkette steigen in Kanada deutlich als Geschäftsrisiko von 24 auf 31 Prozent. In der Europäischen Union sehen 60 Prozent der Unternehmen die Nachfrage als größtes Risiko. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als noch in der Vorumfrage. Leicht angestiegen ist erneut die Bedeutung der Wirtschaftspo litik als zweitgrößtes Geschäftsrisiko: 51 Prozent der Unternehmen nennen sie als Risiko, nach 49 Prozent in der Vorumfrage. Mit den Vereinigten Staaten als größten Handelspartner ist die EU von den Folgen der US-Handels politik besonders betroffen. In der Asien-Pazifik-Region nennen 51 Prozent der Unternehmen die schwache Nachfrage als größtes Ge schäftsrisiko – ein Anstieg um zwei Prozentpunkte gegenüber der Vorumfrage. Deutlich zugenommen hat auch die Bedeutung des Wechselkursrisikos, das nun für 46 Prozent der Betriebe eine Herausforderung darstellt. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen werden dagegen etwas seltener als Risiko genannt (42 Prozent 4 7 27 10 21 41 20 14 35 40 71 70 4 6 18 19 20 27 28 29 39 43 55 59 0 10 20 30 40 50 60 70 80 Infrastruktur Energiepreise Rohstoffpreise Finanzierung Rechtssicherheit Störungen der Lieferkette Arbeitskosten Wechselkurs Fachkräftemangel Nachfrage Handelsbarrieren Wirtschaftspolitik Herbst 2025 Frühjahr 2025 19 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 nach zuvor 44 Prozent). In Indien sehen inzwischen mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 Prozent nach 38 Prozent) Wechselkursveränderungen als zentrales Geschäftsrisiko für ihre Aktivitäten. Die Abwertung der indi schen Rupie gegenüber dem US-Dollar verteuert dort die Importkosten. Die Unternehmen in der Region Greater China (China, Taiwan, Hong Kong) nennen erneut die Nachfrage als größtes Risiko (73 nach zuvor 71 Prozent), gefolgt von wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (46 zuvor 43 Prozent) und Handelsbarrieren (41 zuvor 43 Prozent). Die schwache Binnenkonjunktur in China sowie der Zoll konflikt und die zunehmende Entkopplung zwischen China und den USA sind auch hier die Hauptursachen für diese Entwicklung. In Süd- und Mittelamerika sehen sich die Unternehmen weiterhin in hohem Maße mit unsicheren wirtschaftspoli tischen Rahmenbedingungen konfrontiert. Insgesamt nennen 53 Prozent dieses Risiko (nach 55 Prozent im Vor jahr), der Trend ist damit leicht rückläufig. Eine Zunahme zeigt sich jedoch insbesondere in Argentinien und Bra silien – dort steigt der Anteil der Nennungen deutlich auf 73 Prozent (nach 47 Prozent) beziehungsweise 49 Pro zent (nach 36 Prozent). Der Befragungszeitraum fiel in die Zeit des Wahlkampfs in Argentinien und hat damit ver mutlich einen großen Einfluss auf die Einschätzung des wirtschaftspolitischen Risikos. In Afrika, Nah- und Mittelost bewerten die Unternehmen neben der Wirtschaftspolitik auch die Wechselkursent wicklung als zentrale Geschäftsrisiken. Beide Risikofaktoren haben sich im Vergleich zum Frühjahr leicht verrin gert (Wirtschaftspolitik: 40 nach 41 Prozent; Wechselkurse: 37 nach 41 Prozent). Finanzierungsfragen spielen ebenfalls eine geringere Rolle (34 nach 37 Prozent) als noch zuletzt. Dagegen nimmt das Nachfragerisiko leicht zu – von 30 auf 33 Prozent. In Subsahara-Afrika steigt insbesondere das Risiko im Bereich Wirtschaftspolitik deut lich an – von 55 auf 62 Prozent. Finanzierungsprobleme bleiben ebenfalls ein bedeutendes Risiko, gehen aber leicht zurück (46 nach 50 Prozent). Deutlich zugenommen hat dagegen die Bedeutung von Lieferkettenstörun gen, die nun 32 statt zuvor 27 Prozent der Unternehmen als Risiko nennen. Darüber hinaus hatten die Unternehmen die Möglichkeit weitere Risiken in einem Freitextfeld hinzuzufügen. Da bei wurde vor allem der zunehmende Wettbewerbsdruck durch staatlich gefördertes Preisdumping aus China sowie die Konkurrenz aus Asien als zusätzliche Geschäftsrisiken genannt. Weitere Herausforderungen betreffen die digitale Transformation und den technologischen Wandel, insbesondere im Bereich Künstlicher Intelligenz. Politische Unsicherheiten im Inland oder der Region sowie vereinzelt Korruption und Kriminalität wurden als re levante Risikofaktoren benannt. Auch Bürokratie, Überregulierung in Form von Nachhaltigkeitsvorgaben werden außerdem als geschäftlich unsicheres Terrain genannt. 20 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Investitionspläne der Unternehmen Deutsche Unternehmen zeigen sich an ihren internationalen Standorten wieder etwas investitionsfreudiger. 29 Prozent planen in den kommenden zwölf Monaten höhere Investitionen (Frühjahr 2025: 28 Prozent), während 16 Prozent ihren Kapitaleinsatz reduzieren wollen (Frühjahr 2025: 21 Prozent). Mehr als die Hälfte der Unternehmen beabsichtigt, das Investitionsniveau beizubehalten. Der Saldo aus steigenden und sinkenden Investitionsplänen verbessert sich damit von sieben auf 13 Punkte und liegt nur knapp unter dem langjährigen Durchschnitt von 14 Punkten. Der Kapitaleinsatz deutscher Unternehmen im Ausland gewinnt somit wieder an Fahrt, die Pläne über treffen sogar leicht das Niveau des Vorjahres (Herbst 2024: 12 Punkte). Investitionsabsichten der Unternehmen (Saldo aus „höher“ minus „geringer“-Antworten in Punkten) Investitionsabsichten der Unternehmen (Anteil der Nennungen in Prozent) -50 -40 -30 -20 -10 0 10 20 30 40 20252024202320222021202020192018201720162015 Saldo Schnitt seit 2015 37 51 49 33 24 25 29 23 21 26 24 29 46 42 43 56 55 56 59 54 61 52 53 55 17 7 8 11 21 19 12 23 18 22 23 16 0 20 40 60 80 100 Subsahara-Afrika MENA Afrika, Nah- und Mittelost Süd- und Mittelamerika Nordamerika (=USA, Kanada, Mexiko) Greater China Asien/Pazifik (ohne China) Rest Europa inkl. Türkei Sonstige EU, Schweiz, Norwegen, UK Eurozone EU27 Welt gesamt höher gleich geringer 21 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 In Nordamerika planen 24 Prozent der Unternehmen im kommenden Jahr mehr zu investieren, 21 Prozent beab sichtigen ihre Investitionen vor Ort zu verringern. Es deutet sich damit zwar eine Aufwärtsbewegung beim Kapi taleinsatz an, der Saldo liegt mit plus drei Punkten aber weiterhin weit vom langjährigen Durchschnitt von plus 20 Punkten entfernt. Auch in den USA bleiben die Investitionsabsichten deutscher Unternehmen verhalten: Die Pläne liegen unter dem globalen Durchschnitt. Gegenüber dem Frühjahr, d. h. nach dem sogenannten Liberation Day, zeigt sich jedoch eine leichte Erholung. 24 Prozent der Unternehmen wollen im kommenden Jahr ihre Investitionen erhö hen, 21 Prozent planen zurückzufahren. Der Saldo verbessert sich leicht von minus fünf auf plus drei Punkte. Trotz der jüngsten Einigung zwischen der EU und den USA, die neue Investitionszusagen mit sich brachte, bleibt die tatsächliche Investitionsbereitschaft hinter den Erwartungen zurück. Vom langjährigen Durchschnittswert von 24 Punkten sind die Investitionspläne deutlich entfernt. Dies zeigt, dass die Unsicherheit über handelspoliti sche Rahmenbedingungen, als auch über den Standort USA, weiterhin die Investitionsbereitschaft der deut schen Unternehmen vor Ort bremst. Investitionsabsichten deutscher Unternehmen weltweit und in den USA (Saldo in Punkten) In Kanada planen 14 Prozent der deutschen Unternehmen höhere Investitionen im kommenden Jahr, während 28 Prozent ihre Investitionen reduzieren wollen. Der Saldo verbessert sich damit von minus 30 auf minus 15 Punkte. Der langjährige Durchschnitt liegt bei plus fünf Punkten. In Mexiko hingegen hat sich die Investitionsstimmung spürbar aufgehellt. 28 Prozent der Unternehmen beab sichtigen, ihre Investitionen auszuweiten, nur 15 Prozent wollen sie zurückfahren. Der Saldo dreht damit deutlich ins Positive – von minus 21 auf plus 14 Punkte. Mexiko profitiert aktuell stark vom globalen Trend zum Nearsho ring und seiner geografischen Nähe zu den USA. Aufgrund der engen volkswirtschaftlichen Verflechtungen mit den USA, bleibt Mexiko trotz des Handelskonflikts als Lieferant für die USA unverzichtbar. Unternehmen finden hier ein junges, produktives Arbeitskräfteangebot. Staatliche Investitionsanreize, Infrastrukturprojekte sowie Fortschritte beim modernisierten EU-Handelsabkommen machen das Land zusätzlich zu einem gefragten Standort für deutsche Unternehmen. Die EU kann bislang kaum von der unter dem Strich belastenden US-Handels- und Wirtschaftspolitik Nutzen zie hen. Zu wenige Anreize für Investitionen, zu langsam ist die Umsetzung einer spürbaren Entlastung der Unter nehmen beim Thema Bürokratie. Knapp ein Viertel (24 Prozent) der Betriebe plant, ihre Investitionen im kom menden Jahr aufzustocken, mehr als ein Fünftel der Unternehmen (23 Prozent) beabsichtigt indes, die Investitio nen zu verringern. Der Saldo liegt somit bei nur einem Punkt und verliert vier Punkte im Vergleich zur -50 -40 -30 -20 -10 0 10 20 30 40 50 60 2025202420232022202120202019201820172016 Saldo USA Saldo Weltweit 22 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Vorumfrage. Trotz zunehmender Unsicherheit im transatlantischen Handel und einzelner Verlagerungstenden zen innerhalb des EU-Binnenmarktes bleibt ein breiter Investitionsimpuls bislang aus. Die EU verliert als Stand ort sogar weiter an Attraktivität. Die überbordende Bürokratie ist abschreckend für Unternehmen. Das scheint schwerer zu wiegen als die Vorteile durch den Marktzugang zum großen Europäischen Binnenmarkt. In der Asien-Pazifik-Region (ohne Greater China) haben sich die Investitionspläne der deutschen Unternehmen für die kommenden zwölf Monate leicht verschlechtert. 29 Prozent der Betriebe planen höhere Investitionen, während zwölf Prozent ihre Ausgaben reduzieren wollen. Der Saldo sinkt geringfügig von 18 auf 17 Punkte. Auch in Subsahara-Afrika zeigt sich eine leicht rückläufige Investitionsbereitschaft. 37 Prozent der dort aktiven Unternehmen planen, ihre Investitionen auszuweiten, 17 Prozent wollen sie verringern. Der Saldo geht entspre chend von 22 auf 20 Punkte zurück. In Greater China hat sich die Investitionsbereitschaft deutscher Unternehmen im Vergleich zum Frühjahr deutlich verbessert (plus sechs Punkte nach zuvor minus 15 Punkte). Trotz der aktuell trüben Stimmung planen Unter nehmen in China wieder mit deutlich expansiveren Investitionsbudgets: Mehr als jedes vierte Unternehmen (26 Prozent) will seine Investitionen in den kommenden zwölf Monaten erhöhen. Unternehmen planen hier die ei gene Position im chinesischen Markt mittelfristig zu festigen oder sogar auszubauen. Dies geschieht, um den An schluss in führenden Branchen zu erhalten und andererseits aber auch, um die beträchtliche Innovationskraft Chinas für die globale Positionierung zu nutzen. Nicht zuletzt ist der dortige Marktzugang an lokale Produktion geknüpft. In Taiwan und Hongkong hingegen gehen die Investitionsabsichten erneut zurück. Ähnlich wie im weltweiten Durchschnitt planen 33 Prozent der Unternehmen in Süd- und Mittelamerika höhere Investitionen an ihren Standorten. Der Saldo der Investitionsabsichten bleibt stabil bei 22 Punkten. In der MENA-Region hat sich die Investitionsbereitschaft deutlich aufgehellt. Rund die Hälfte der Unternehmen (51 Prozent) beabsichtigt, ihre Investitionen vor Ort zu erhöhen – deutlich mehr als im globalen Durchschnitt (29 Prozent). In der Gesamtregion Afrika, Nah- und Mittelost planen 49 Prozent der Unternehmen, ihre Investitionen in den kommenden zwölf Monaten auszuweiten. Das ist im weltweiten Vergleich ein sehr hoher Wert. 23 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Beschäftigungsabsichten Der moderat zuversichtliche Blick auf die künftige Konjunkturentwicklung spiegelt sich auch in den Beschäfti gungsplänen deutscher Unternehmen im Ausland wider. Mehr Klarheit und Planungssicherheit – wenn auch un ter merklich veränderten Rahmenbedingungen – bringen etwas bessere Beschäftigungspläne. 33 Prozent der Unternehmen planen, ihren Personalbestand in den kommenden zwölf Monaten zu erhöhen, 17 Prozent reduzieren die Anzahl der Belegschaften. Der Saldo aus steigender und sinkender Beschäftigung verbes sert sich damit leicht von 15 auf 16 Punkte. Trotz dieser positiven Entwicklung bleiben die Personalpläne hinter dem Vorjahresniveau (Herbst 2024: 21 Punkte) und dem langjährigen Durchschnitt von 22 Punkten zurück. Beschäftigungsabsichten der Unternehmen (Saldo aus „höher“ minus „geringer“-Meldungen in Punkten) Beschäftigungsabsichten der Unternehmen (Anteil der Nennungen in Prozent) -30 -20 -10 0 10 20 30 40 20252024202320222021202020192018201720162015 Saldo Schnitt seit 2015 36 51 49 31 34 14 37 23 24 31 28 33 49 43 43 55 48 51 50 54 59 49 53 50 15 6 8 14 18 35 13 23 17 20 19 17 0 20 40 60 80 100 Subsahara-Afrika MENA Afrika, Nah- und Mittelost Süd- und Mittelamerika Nordamerika (=USA, Kanada, Mexiko) Greater China Asien/Pazifik (ohne China) Rest Europa inkl. Türkei Sonstige EU, Schweiz, Norwegen, UK Eurozone EU27 Welt gesamt höher gleich geringer 24 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Weltweit steigen die Beschäftigungsabsichten deutscher Unternehmen im Ausland wieder leicht an. Beim Blick auf die einzelnen Regionen zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede. Am stärksten fällt die Einstellungsbereitschaft in der MENA-Region aus. 51 Prozent der Unternehmen planen, ih ren Personalbestand im kommenden Jahr zu erhöhen, nur sechs Prozent rechnen mit Einschränkungen. Der Saldo steigt von 37 auf 45 Punkte – bleibt jedoch hinter der Dynamik früherer Jahre zurück. In Nordamerika verbessern sich die Beschäftigungsaussichten insgesamt. Die Pläne erreichen mit 16 Punkten ein ähnliches Niveau wie im weltweiten Durchschnitt. Besonders deutlich fällt die Aufhellung in Mexiko aus: Knapp ein Drittel der Unternehmen will im kommenden Jahr neue Mitarbeitende einstellen, 12 Prozent planen Stellenabbau. Der Saldo steigt dort spürbar. Wegen des erleichterten US-Marktzugangs durch das USMCA, vorteilhafter Arbeitskosten und Investitionsanreizen ist der Produktionsaufbau aktuell in Mexiko ein Grund für optimistische Beschäftigungspläne der deutschen Unterneh men vor Ort. Auch in den USA zeigen sich die Unternehmen zuversichtlicher als im Frühjahr. 36 Prozent planen zusätzliche Einstellungen, 19 Prozent müssen Personal reduzieren. Der Saldo verbessert sich von 12 auf 17 Punkte, bleibt aber deutlich hinter dem langjährigen Durchschnitt (35 Punkte). In Kanada hingegen trüben sich die Beschäftigungsperspektiven ein: Nur noch 10 Prozent der Unternehmen pla nen Beschäftigungsaufbau, 21 Prozent erwarten einen Stellenabbau. In Süd- und Mittelamerika bleiben die Beschäftigungsabsichten deutscher Unternehmen unverändert auf dem Niveau des Frühjahrs. Der Saldo liegt bei plus 17 Punkten. Besonders optimistisch zeigen sich Betriebe in Para guay und Uruguay, während Unternehmen in Brasilien und Argentinien ihre Einstellungspläne zurücknehmen. In Subsahara-Afrika hingegen trübt sich das ansonsten positive Bild ein. Nur noch 36 Prozent der Unternehmen planen Beschäftigung aufzustocken, 15 Prozent rechnen mit einem Stellenabbau. Der Saldo sinkt deutlich um sieben Punkte auf nunmehr 21 Punkte. Er liegt damit jedoch deutlich über dem Saldo im Vorjahr von acht Punk ten. In Greater China gehen die Beschäftigungsabsichten im Vergleich zur Vorumfrage deutlich zurück. Lediglich 14 Prozent der Unternehmen wollen ihre Belegschaft aufstocken, während 35 Prozent die Belegschaft verringern wollen. Der Saldo fällt ab in den negativen Bereich – von minus vier auf minus 21 Punkte. Vor dem Hintergrund der aktuell trüben Konjunktur in China verringern sich die Beschäftigungspläne der Unter nehmen dort (Saldo minus 26 nach minus vier Punkten). Beschäftigungsentscheidung werden in China traditio nell eher längerfristig getroffen. So lange noch kein Aufwärtstrend bei der konjunkturellen Entwicklung vor Ort zu erkennen ist, bleiben Unternehmen sehr zurückhaltend bei Ihren Plänen neues Personal an sich zu binden. Auch in Hongkong verschlechtern sich die Erwartungen weiter. In Taiwan hingegen hellen sich die Perspektiven auf: Ein Drittel der Unternehmen plant, den Personalbestand im kommenden Jahr zu erhöhen. Der Saldo nimmt dort deutlich zu – von fünf auf aktuell 33 Punkte. 25 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Statistischer Anhang Auswertung der Ergebnisse nach Ländern Jeweils Saldo aus gut/besser-Antworten minus schlecht/geringer-Antworten Aktuelle Geschäftslage Geschäfts- erwartungen Konjunkturerwar tungen vor Ort Investitionsab sichten Beschäftigungs absichten Welt gesamt 25 34 2 13 16 EU27 23 21 -16 1 9 Eurozone 24 25 -13 4 11 Finnland 4 42 -4 27 4 Frankreich -3 23 -26 0 10 Griechenland 51 57 1 33 27 Italien 26 24 -4 9 12 Niederlande 50 21 -4 -17 -8 Österreich 28 8 -25 -24 3 Portugal 8 25 -4 23 21 Slowakei 11 -12 -61 -42 -15 Slowenien 16 11 -30 -23 -15 Spanien 29 29 -6 20 23 Sonstige EU, Schweiz, Norwe gen, UK 21 17 -21 3 7 Bulgarien 43 17 -14 18 21 Rumänien 39 9 -28 -10 6 Schweden 25 45 3 -3 15 Schweiz 33 19 -4 13 15 Tschechien 22 17 -5 -6 17 Ungarn 8 3 -27 -10 -1 Vereinigtes Königreich 18 25 -28 18 9 Ost-/Südosteuropa (ohne EU), Türkei 20 17 -21 0 0 Aserbaidschan 46 71 33 9 33 Bosnien und Herzegowina 26 37 -11 24 5 Kosovo 63 78 5 13 26 Nordmazedonien 33 15 8 3 8 Türkei 13 7 -30 -8 -11 Ukraine 42 21 -16 29 16 Weißrussland (Belarus) 7 9 -35 -9 16 Asien/Pazifik (ohne Greater China) 22 41 15 17 24 Indien 42 48 41 21 34 Indonesien 26 52 -4 20 17 Japan 7 39 5 28 29 Kasachstan 31 31 23 0 14 Korea, Süd -36 14 -36 6 -23 Malaysia 29 42 25 19 35 Philippinen 39 39 12 21 22 Singapur -4 20 -2 -8 0 26 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Aktuelle Geschäftslage Geschäfts- erwartungen Konjunkturerwar tungen vor Ort Investitionsab sichten Beschäftigungs absichten Sri Lanka 55 70 55 26 23 Thailand 9 32 -21 -2 7 Vietnam 12 52 8 52 12 Greater China -5 9 -22 6 -21 Hong Kong, SAR 4 27 0 -21 -19 Taiwan 0 21 -4 -10 33 China -5 7 -25 12 -26 Nordamerika 25 26 -7 3 16 Kanada 52 21 -34 -15 -10 Mexiko 19 44 -13 14 21 USA 24 24 -4 3 17 Süd- und Mittelamerika 35 47 5 22 17 Argentinien 42 27 22 19 15 Bolivien 3 37 -15 6 -9 Brasilien 35 41 -5 15 11 Costa Rica 55 66 22 37 27 Ecuador 36 60 20 54 28 Paraguay 65 70 70 57 57 Uruguay 54 60 -3 43 31 Afrika, Nah- und Mittelost 49 61 41 41 41 MENA 54 62 45 44 45 Subsahara-Afrika 17 58 20 20 21 Ägypten 54 64 46 52 46 Irak 85 67 59 64 61 Israel 59 80 63 62 48 Katar 52 55 24 29 14 Kenia 0 37 -16 19 -5 Marokko 32 68 43 35 54 Nigeria 26 72 45 41 40 Oman 10 50 15 28 -10 Pakistan 51 58 36 40 10 Saudi-Arabien 55 50 50 29 53 Tunesien 4 30 -4 9 39 Vereinigte Arabische Emirate 61 56 36 31 38 27 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Geschäftsrisiken für deutsche Unternehmen im Ausland in Prozent, Mehrfachnennung möglich N ac hf ra ge Fi na nz ie ru ng Ar be its ko st en Fa ch kr äf te m an ge l W ec hs el ku rs En er gi ep re is e Ro hs to ffp re is e Re ch ts si ch er he it W irt sc ha fts po lit ik In fra st ru kt ur H an de ls ba rr ie re n St ör un ge n de r L ie fe rk et te Weltweit 47 22 30 30 31 19 21 19 48 9 25 20 EU27 60 16 44 36 13 28 19 20 51 9 18 15 Eurozone 57 15 40 40 3 26 17 15 56 8 17 14 Finnland 75 25 25 29 4 8 13 4 46 4 33 13 Frankreich 74 13 29 35 3 10 6 16 74 3 13 13 Griechenland 43 33 32 43 0 39 26 7 41 14 13 22 Italien 61 8 24 39 4 27 14 7 49 5 18 15 Niederlande 43 13 35 35 4 43 17 9 48 13 35 22 Österreich 69 9 51 20 6 20 14 14 66 3 11 20 Portugal 43 4 52 35 0 17 30 4 39 0 30 17 Slowakei 56 15 64 44 1 28 14 31 72 9 12 6 Slowenien 54 11 48 43 4 35 19 15 52 11 15 11 Spanien 62 14 30 46 3 11 16 19 70 3 17 14 Sonstige EU, Schweiz, Norwegen, UK 61 17 46 30 21 28 20 26 46 11 20 15 Bulgarien 45 7 67 55 0 12 17 31 43 19 14 14 Rumänien 61 20 44 29 18 43 28 27 61 16 16 24 Schweden 68 20 18 18 13 13 20 10 33 8 40 10 Schweiz 63 7 30 44 22 26 11 19 67 19 11 11 Tschechien 51 7 56 37 34 41 22 17 32 12 15 12 Ungarn 68 20 52 30 30 31 20 30 42 5 18 14 Vereinigtes Königreich 38 12 24 10 0 8 14 32 58 18 28 12 Ost-/Südosteuropa (ohne EU), Türkei 34 28 42 44 32 20 18 27 50 8 18 25 Aserbaidschan 23 41 18 27 32 27 36 18 41 9 41 32 Bosnien und Herzegowina 32 32 37 74 11 37 32 53 63 16 21 32 Kosovo 21 37 37 68 5 47 26 21 53 21 11 21 Nordmazedonien 41 26 46 62 5 33 23 21 28 10 13 23 Türkei 25 42 66 19 74 13 15 38 57 2 13 9 Ukraine 42 16 42 58 26 5 5 21 32 16 0 26 Weißrussland (Belarus) 47 12 26 35 26 2 5 19 65 2 26 44 Asien/Pazifik (ohne Greater China) 51 17 25 32 46 15 25 12 42 8 36 25 Indien 46 13 15 30 53 11 28 8 45 11 48 22 Indonesien 43 35 13 22 57 13 13 26 57 22 39 35 Japan 43 12 20 29 84 16 30 1 19 3 15 20 Kasachstan 37 17 43 40 74 11 11 11 26 9 20 31 Korea, Süd 59 18 50 18 64 9 18 14 23 0 50 9 Malaysia 67 15 27 37 28 13 21 4 42 4 39 25 Philippinen 35 25 29 35 29 29 29 37 55 22 29 31 28 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 N ac hf ra ge Fi na nz ie ru ng Ar be its ko st en Fa ch kr äf te m an ge l W ec hs el ku rs En er gi ep re is e Ro hs to ffp re is e Re ch ts si ch er he it W irt sc ha fts po lit ik In fra st ru kt ur H an de ls ba rr ie re n St ör un ge n de r L ie fe rk et te Singapur 76 6 32 22 26 6 32 2 44 2 52 22 Sri Lanka 23 21 21 47 45 30 28 15 53 13 38 38 Thailand 71 14 14 25 21 11 23 21 61 2 38 21 Vietnam 64 28 28 32 20 8 28 16 48 8 32 16 Greater China 73 11 14 12 25 3 10 7 46 0 41 17 Hongkong 62 15 15 19 8 8 19 0 38 0 46 31 Taiwan 71 13 4 21 21 0 17 4 50 0 29 0 China 79 9 18 5 35 2 4 12 47 0 44 18 Nordamerika 45 14 20 28 30 6 16 23 64 7 50 25 Kanada 48 3 10 14 41 7 28 10 62 7 62 31 Mexiko 46 12 10 15 25 4 9 32 74 12 38 21 USA 43 19 28 39 29 6 18 20 59 4 55 27 Süd- und Mittelamerika 40 26 24 22 44 9 18 26 53 14 13 17 Argentinien 61 21 12 9 58 6 6 24 73 18 18 9 Bolivien 36 35 18 7 86 17 34 39 69 7 14 38 Brasilien 36 17 32 35 33 5 14 38 49 14 14 14 Costa Rica 39 35 32 21 38 12 12 5 48 17 11 2 Ecuador 32 16 8 12 20 4 12 48 72 16 8 20 Paraguay 26 26 17 17 26 4 22 22 35 22 13 4 Uruguay 44 23 42 34 30 6 13 3 23 7 8 13 Afrika, Nah- und Mittelost 33 34 21 26 37 23 26 15 40 9 26 23 MENA 33 32 22 27 36 24 26 15 36 7 24 21 Subsahara-Afrika 35 46 20 22 44 17 24 12 62 22 33 32 Ägypten 29 35 24 33 48 34 29 16 31 6 19 21 Irak 31 29 13 13 29 18 13 24 33 13 22 2 Israel 20 37 27 24 25 5 22 5 36 5 15 14 Katar 50 32 11 25 4 0 4 11 32 4 36 32 Kenia 32 47 21 5 37 0 16 16 74 0 42 21 Marokko 39 25 4 29 14 14 29 21 21 7 25 7 Nigeria 30 47 28 17 45 28 32 4 60 30 30 45 Oman 42 47 37 42 11 16 37 11 37 11 32 21 Pakistan 37 21 3 8 47 34 16 11 68 8 32 32 Saudi-Arabien 23 48 23 38 23 8 28 25 35 10 28 18 Tunesien 70 13 43 22 17 26 26 22 52 13 22 22 Vereinigte Arabische Emirate 44 21 26 20 29 20 30 11 41 3 38 33 29 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Spüren die Unternehmen Auswirkungen der US-Handelspolitik für das Geschäft vor Ort? in Prozent stark negativ negativ keine positiv Insgesamt Nega tiv Herbst 2025 Insgesamt Negativ Frühjahr 2025 Welt 8 36 52 4 44 60 EU27 4 39 56 1 44 61 Eurozone 5 42 52 1 47 66 Finnland 4 50 46 0 54 - Frankreich 3 32 61 3 35 67 Griechenland 3 24 74 0 26 52 Italien 5 51 42 1 57 77 Niederlande 8 54 33 4 63 84 Österreich 3 33 61 3 36 63 Portugal 0 42 54 4 42 64 Slowakei 7 48 44 1 55 58 Slowenien 4 48 48 0 52 46 Spanien 6 48 44 2 54 86 Sonstige EU, Schweiz, Norwegen, UK 5 35 59 1 40 53 Bulgarien 0 33 67 0 33 61 Rumänien 4 34 62 0 38 62 Schweden 3 53 45 0 55 62 Schweiz 15 26 56 4 41 73 Tschechien 2 32 66 0 34 48 Ungarn 5 35 60 0 40 55 Vereinigtes Königreich 8 33 54 6 40 63 Ost-/Südosteuropa (ohne EU), Türkei 6 28 65 1 34 49 Aserbaidschan 4 17 71 8 21 39 Bosnien und Herzegowina 0 26 74 0 26 44 Kosovo 0 32 68 0 32 52 Nordmazedonien 8 10 83 0 18 42 Türkei 6 46 48 0 52 51 Ukraine 5 16 79 0 21 73 Weißrussland (Belarus) 12 37 51 0 49 28 Asien/Pazifik (ohne Greater China) 9 43 45 3 51 61 Indien 8 47 43 2 55 53 Indonesien 0 39 61 0 39 61 Japan 7 42 49 1 49 75 Kasachstan 6 23 66 6 29 29 Korea, Süd 18 55 23 5 73 89 Malaysia 9 45 43 3 54 58 Philippinen 10 29 55 6 39 51 Singapur 10 56 30 4 66 93 30 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 stark negativ negativ keine positiv Insgesamt Nega tiv Herbst 2025 Insgesamt Negativ Frühjahr 2025 Sri Lanka 9 36 51 4 45 71 Thailand 9 41 46 4 50 64 Vietnam 12 44 40 4 56 57 Greater China 13 56 29 2 69 72 Hong Kong, SAR 27 38 35 0 65 64 Taiwan 17 54 29 0 71 71 China 5 65 26 4 70 76 Nordamerika 23 54 18 5 76 86 Kanada 21 59 14 7 79 86 Mexiko 24 51 19 6 75 88 USA 23 54 19 4 76 86 Süd- und Mittelamerika 8 34 51 6 42 58 Argentinien 0 38 56 6 38 53 Bolivien 3 26 66 4 29 39 Brasilien 7 30 55 7 37 50 Costa Rica 23 50 24 3 73 80 Ecuador 4 32 60 4 36 45 Paraguay 13 35 43 9 48 60 Uruguay 1 24 68 7 25 40 Afrika, Nah- und Mittelost 8 25 60 7 33 57 MENA 8 23 61 8 31 55 Subsahara-Afrika 8 36 55 2 44 63 Ägypten 7 20 62 11 27 60 Irak 22 18 56 4 40 43 Israel 2 13 77 9 14 - Katar 10 28 62 0 38 58 Kenia 5 53 42 0 58 - Marokko 11 22 56 11 33 36 Nigeria 9 26 62 4 34 62 Oman 20 20 60 0 40 58 Pakistan 0 23 62 15 23 62 Saudi-Arabien 3 35 63 0 38 68 Tunesien 9 35 52 4 43 43 Vereinigte Arabische Emirate 9 43 45 3 52 60 31 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Welche Aspekte der US-Wirtschaftspolitik beeinflussen die Un ternehmen aktuell am stärksten? (in Prozent, Mehrfachnennung möglich, nur Unternehmen mit US-Geschäft) Zoll Export- kontrollen Sankti onen Wettbe werbs- druck Unterneh mens- kultur / Werte Standort politik der USA Industriepoli tik, Local-Con tent-Vorgaben An dere Welt 66 19 13 24 11 19 16 8 EU27 75 15 7 21 10 18 16 5 Eurozone 72 15 8 26 15 22 19 4 Griechenland 54 0 15 23 23 15 15 8 Italien 77 23 3 32 16 19 16 0 Niederlande 64 18 0 9 27 18 27 0 Österreich 58 8 0 25 33 25 17 17 Slowakei 82 9 9 14 14 23 18 9 Slowenien 75 19 13 44 6 13 13 0 Spanien 78 22 13 17 4 35 17 4 Sonstige EU, Schweiz, Norwe gen, UK 79 16 8 16 5 14 14 5 Rumänien 95 32 5 5 0 23 18 5 Schweden 67 33 0 8 0 8 8 17 Tschechien 70 20 0 60 10 20 20 20 Ungarn 79 2 9 11 4 6 13 0 Vereinigtes Königreich 76 24 12 18 24 24 24 0 Ost-/Südosteuropa (ohne EU), Türkei 41 17 37 22 15 17 7 7 Türkei 53 24 35 35 6 24 12 6 Weißrussland (Belarus) 33 25 50 17 8 0 0 0 Asien/Pazifik (ohne Greater China) 68 18 14 31 10 16 15 7 Indien 78 13 15 26 2 17 11 6 Japan 58 31 4 19 8 15 15 15 Kasachstan 36 36 73 27 9 9 0 0 Korea, Süd 80 20 0 40 10 30 10 0 Malaysia 60 8 12 56 8 4 16 0 Philippinen 68 26 5 32 32 26 42 5 Singapur 68 21 11 43 11 25 18 4 Sri Lanka 79 14 7 21 14 0 7 14 Thailand 75 8 17 25 13 13 8 4 Vietnam 91 18 0 18 27 27 9 0 Greater China 88 27 23 15 2 10 15 6 Hong Kong, SAR 88 24 24 12 6 18 18 12 China 92 38 31 15 0 8 15 0 32 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Zoll Export- kontrollen Sankti onen Wettbe werbs- druck Unterneh mens- kultur / Werte Standort politik der USA Industriepoli tik, Local-Con tent-Vorgaben An dere Nordamerika 77 12 10 17 13 25 21 7 Kanada 87 9 4 17 4 35 22 9 Mexiko 78 14 4 18 6 16 24 10 USA 74 13 13 17 18 28 20 6 Süd- und Mittelamerika 55 15 13 20 8 14 10 16 Argentinien 71 0 0 7 14 14 14 14 Bolivien 40 20 5 10 10 10 0 30 Brasilien 64 11 29 21 11 11 14 11 Costa Rica 60 10 13 27 3 27 10 10 Uruguay 33 39 6 6 17 11 17 28 Afrika, Nah- und Mittelost 51 28 14 29 13 22 19 10 MENA 50 26 12 27 13 20 17 11 Subsahara-Afrika 61 37 24 34 11 29 29 3 Ägypten 39 28 7 30 14 25 18 8 Irak 69 15 8 15 15 31 15 8 Israel 24 24 0 19 14 14 0 24 Nigeria 61 39 33 22 17 33 39 6 Pakistan 69 19 19 44 0 6 0 19 Vereinigte Arabische Emirate 77 27 40 20 17 20 23 13 33 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Fragebogen Wie beurteilen Sie die gegenwärtige geschäftliche Lage Ihres Unternehmens? • gut • befriedigend • schlecht Welche geschäftliche Entwicklung erwarten Sie für Ihr Unternehmen vor Ort in den kommenden zwölf Monaten? • besser • gleichbleibend • schlechter Wie beurteilen Sie die konjunkturelle Entwicklung vor Ort in den nächsten zwölf Monaten? • besser • gleichbleibend • schlechter Wie werden sich die Ausgaben Ihres Unternehmens für Investitionen vor Ort in den kommenden zwölf Monaten voraussichtlich entwickeln? • höher • gleichbleibend • geringer • keine Investitionen Wie wird sich die Beschäftigtenzahl Ihres Unternehmens vor Ort in den kommenden zwölf Monaten voraussicht lich entwickeln? • höher • gleichbleibend • geringer Wo sehen Sie die größten Risiken bei der wirtschaftlichen Entwicklung Ihres Unternehmens in den kommenden zwölf Monaten? (Mehrfachnennungen möglich) • Nachfrage • Finanzierung • Arbeitskosten • Fachkräftemangel • Wechselkurs • Energiepreise • Rohstoffpreise • Rechtssicherheit • Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen • Infrastruktur • Handelsbarrieren / Bevorzugung einheimischer Unternehmen • Störungen in der Lieferkette (z.B. Logistik, fehlende Vorprodukte) Sehen Sie darüber hinaus weitere Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung Ihres Unternehmens? 34 | AHK World Business Outlook – Herbst 2025 Spüren Sie Auswirkungen der US-Handelspolitik für das Geschäft Ihres Unternehmens vor Ort? • Ja, eine starke negative Auswirkung • Ja, eine negative Auswirkung • Nein, keine Auswirkungen • Ja, positive Auswirkungen + Freitext (optional) Hat Ihr Unternehmen US-Geschäft (Export, Import, Investitionen vor Ort)? • Ja • Nein Welche Aspekte der US-Wirtschaftspolitik beeinflussen Ihr Unternehmen aktuell am stärksten? (nur wenn US- Geschäft) • Zölle / Zollkosten • Exportkontrollen (z.B. Technologiebeschränkungen) • Sanktionen • Erhöhter Wettbewerbsdruck aufgrund von Handelsumlenkungen • Unternehmenskultur / Werte • Standortpolitik der USA (z.B. Kosten für Steuern, Arbeit, Energie) • Industriepolitik, Local-Content-Vorgaben • Andere: _________ (Freitextfeld) Wesentliche Ergebnisse Entwicklung der Weltwirtschaft Aktuelle Geschäftslage Geschäftserwartungen deutscher Auslandsunternehmen Risiken für deutsche Unternehmen im Ausland Investitionspläne der Unternehmen Beschäftigungsabsichten Statistischer Anhang
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