5–6 | 2020 Nachrichten Das Beste aus der Situation machen | Ratgeber Corona und die Daten Menschen & Wirtschaft Natürlich geht das! TITELTHEMA Abgefahren CoCorroo nana Wenn man für alle Menschen in der Region erreichbar ist. Online, per E-Mail, Telefon und der Sparkassen-App. Verbundenheit ist einfach. Verbundenheit ist einfach. Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen Mai/Juni 2020 EDITORIAL 3 Mobilität kann nicht warten Eine Ausnahmesituation wie diese haben wohl die wenigsten von uns jemals erlebt. Das Coronavirus entfaltet unfassbare wirtschaftliche Auswirkungen und stürzt viele Unternehmen in die Krise. Bund und Land haben große Summen und Hilfsprogramme bereitge- stellt. Die IHK -Offenbach am Main berät ihre Mitgliedsunternehmen seit Wochen zu allen relevanten Corona-Themen und dabei, Mittel zu beantragen. Allerdings haben vor allem Solo-Selbstständige, Klein- unternehmen und Freiberufler kaum Ansprüche. Auch für Betriebe mit bis zu 250 Mitarbeitern fehlen echte Hilfen. Wir haben die Politik eindringlich auf diese Missstände hingewiesen und gefordert, schnell nachzusteuern. Außerdem braucht die Wirtschaft eine klare Perspek- tive mit einem gemeinsamen Fahrplan Richtung Normalität. Diese Offenbacher Wirtschaft zeigt Beispiele, wie Unternehmer das Beste aus den Gege- benheiten machen. Sie widmet sich auch dem lange geplanten Titelthema Mobilität. Es wird eine Zeit nach Corona geben, wenn die Wettbewerbsfähigkeit der Region und ihrer Unternehmen wieder in den Fokus rückt. Eine drängende Frage lautet: Wie wollen wir zukünftig die Mobilität von Waren und Menschen in FrankfurtRheinMain sicherstellen? Die Mobilitätsleistung aller Verkehrsträger muss ausgebaut, wichtige Projekte schnell umgesetzt und die Verknüpfung von ÖPNV, Straße und Fahrrad optimiert werden. Da die finanziellen Mittel durch die Krise knapper werden, brauchen wir ein länder- und ver- kehrsträgerübergreifendes Mobilitätsentwicklungskonzept FrankfurtRheinMain. Grundlegend ist auch ein politischer Konsens in der Region. Wenn es uns dann noch gelingt, auf Bundesebene Rahmenbedingungen für schnellere Genehmigungsverfahren zu schaffen, sind Verkehrsprojekte keine Generationenaufgaben mehr, sondern sie werden in überschaubareren Zeiträumen realisiert. Ich freue mich darauf, bald gemeinsam mit Ihnen auf der Regionaltangente West von Langen zum Flughafen zu fahren, über die ausgebaute Anschlussstelle Obertshausen oder den Tannenmühlkreisel ohne Stau mit dem Auto unterwegs zu sein oder mit einer neuen S-Bahn aus Rodgau über Offenbach-Hauptbahnhof zum Flughafen zu gelangen. Auch in Krisenzeiten gilt es, die Zuversicht zu bewahren und die Zukunft aktiv zu gestalten. Ihre Fo to : I H K Kirsten Schoder-Steinmüller Präsidentin der IHK Offenbach am Main und Geschäftsführerin der Schoder GmbH in Langen. Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 20204 INHALT TITELTHEMA ABGEFAHREN 16 Titelthema Info NACHRICHTEN 5 Das Beste aus der Situation machen 8 Schub für die Digitalisierung 9 Ein ereignisreiches, unbeschwertes Jahr 10 Bestens versorgt 11 Zeit für die Kernaufgaben gewinnen 12 Frühstücks- und Snack-Kultur sind gut fürs Geschäft 13 Gute Ideen auszeichnen und bekannt machen 14 Neue Anlässe für Innenstadtbesuche schaffen TITELTHEMA 16 Für bestmögliche Mobilität in der Region 19 Am Kaiserlei geht’s rund 20 Mobilität im Unternehmen gestalten 22 Damit der Umstieg leichter fällt 24 Das Rad mit dem großen Plus 26 Wo kein Bus fährt, kommt der Hopper MENSCHEN & WIRTSCHAFT 30 Bei Capanova reingeschaut 32 Vorstandssprecher benannt 32 Arbeitsjubiläen 33 Neue Leitung im Firmenkundengeschäft BEKANNTMACHUNGEN 34 Wichtige Informationen zu den IHK-Abschlussprüfungen im Sommer 2020 35 Zwischenprüfung/Abschlussprüfung Teil 1 in anerkannten Ausbildungsberufen im Herbst 2020 35 Anmeldung zu den Abschlussprüfungen im Winter 2020/2021 NETZWERKE 36 Eine sehr spezielle Erfahrung für junge Unternehmer RATGEBER 37 Die Hilfsangebote im Überblick 38 Corona und die Daten 40 Mit heißem Herzen, aber auch mit kühlem Kopf Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2020 5 NACHRICHTEN Wie erleben Unternehmen die Krise und wie reagieren sie? Das Beste aus der Situation machen Viele Unternehmen haben in den vergangenen Wochen die IHK-Hotline gewählt und sich beraten lassen. Bekomme ich Soforthilfe? Muss ich mein Geschäft schließen? Wie wird Kurzarbeit beantragt? Welche geförderten Kredite gibt es? Wie sich Corona auf den eigenen Betrieb auswirkt und welche Strategie für den Umgang mit der Ausnahmesituation taugt, ist absolut individuell. Das zeigen hier einige Beispiele. Hilfe fürs Homeoffice Die Adacor Hosting GmbH in Offenbach hat als Anbieter von Hosting- und Cloudservices in der Corona-Krise ihre Produktpalette noch stärker auf die Digitalisierung von Geschäftsprozessen fokussiert. Damit kommt sie einem dringenden Bedürfnis vieler Unternehmen entgegen. www.adacor.com Die FLC Furniture GmbH & Co. KG in Neu-Isenburg ver- mietet normalerweise Wohn- und Büromöbel. Jetzt hat sie ihr Geschäftsmodell gewandelt und ergänzt: FLC stellt ab sofort auch Homeoffice-Pakete zur Verfügung. Diese werden individuell für Unternehmen und ihre Mitarbeiter entwickelt, und zwar mit Blick auf ergonomische und sicherheitsrelevante Aspekte. Anregungen zeigt der Online-Katalog. Am Telefon oder per E-Mail helfen FLC- Berater dem Kunden, die passende Lösung zu finden. Der Liefer- und Montageservice bringt und installiert die Möbel innerhalb von 48 Stunden. www.furniture-leasing.net Fo to : F LC Fo to : P ur fit ne ss Gesund und in Kontakt bleiben Als Solounternehmerin ist Ramona Lauer durch die Schließung ihres Studios Samana Yoga in Offenbach existenziell bedroht.Sie setzt auf Digitalisierung und bietet ihren Kunden ein speziell produziertes Online-Programm auf dem YouTube Channel Samana Yoga an. www.samanayoga.de Zu Purfitness gehören elf Studios, sechs davon im Kreis Offenbach. Alle bleiben derzeit zu. Deshalb sind auch hier die Mitglieder eingela- den, mit Videos fit und gesund zu bleiben. www.purfitness.de/training-homeworkout Bei der Premiere des Videokurses versammelten sich laut Purfitness über 150 Teilnehmer vor den heimischen Monitoren. Daniel Ishikawa (r.) und sein Team statten Homeoffices ergonomisch aus. CoCorroo nana Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 20206 NACHRICHTEN Spitzenideen Seit 60 Jahren produziert Chanty Spitzen und beliefert Wäschehersteller weltweit. Nun ist das Unternehmen vorrübergehend auf die Herstellung von Gesichtsmasken umgestiegen. Sie werden aus Restmengen größtenteils vor Ort in Rödermark genäht. Die außergewöhnlichen Textilbarrieren sind wiederverwendbar und können bei 60 Grad gewaschen werden. Zwischen den zwei Spitzenlagen lässt sich ein Filterpapier einfügen. Auch wenn diese Masken keine medizinischen Produkte und nicht zertifiziert sind, kommen sie im Büro, beim Einkaufen oder in der Freizeit zum Einsatz. www.shopchantylace.com Die Seufert Gesellschaft für trans- parente Verpackungen mbH aus Rodgau-Hainhausen hat als Reaktion auf die aktuelle Situation verschie- dene transparente Kunststoff-Lösun- gen aus PET für den Gesichtsbereich sowie für die seitlichen Bereiche des Kopfes entwickelt. Sie können alleine getragen werden, in Kombination mit einer Mundschutzmaske oder mit einer geeigneten Kopfbedeckung. Eine Ausführung namens LiSa TM wurde aufgrund ihrer Besonderheit zum Patent angemeldet. Das Unter- nehmen verhandelt nun mit Markt- ketten und Einkaufsverbänden. www.seufert.com Fo to : C ha nt y ANWR hilft dem Handel Die Handelskooperation ANWR Gruppe in Mainhausen hat mit ihren Gesellschaften für die Segmente Schuhe, Sport und Lederwaren und der DZB Bank schon Mitte März ein Maß- nahmenpaket erarbeitet. Sie appellierte gemeinsam mit dem Bundes- verband der Schuh- und Lederwarenindustrie e. V. HDS/L an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, mittelständische Handelsun- ternehmen sofort zu unterstützen. „Aufgrund der verordneten Schließungen der Schuh-, Sport- und Lederwarengeschäfte fehlen dem Handel die wichtigsten Umsatzwochen für die Frühjahr/Sommer-Saison. Die daraus resultie- renden negativen Auswirkungen können wir derzeit noch nicht absehen“, betont der für den Schuhbereich zuständige Vorstand Fritz Terbuyken. „Wir sind in Verhandlung mit allen Industrie- partnern hinsichtlich der Gewährung einer größtmöglichen Valutierung für aktuell vorlie- gende Rechnungen“, stellt Vorstand Matthias Grevener heraus. Unter anderem wurden Lieferanten gebeten, kurzfristig anstehende Lieferungen an die Handelspartner einzustel- len oder nur noch auf individuellen Abruf zu veranlassen. Um den E-Commerce zu unter- stützen, investiert ANWR zusätzlich in das Marketing zur Suchmaschinenoptimierung für schuhe.de. Die Plattform www.sport2000.com soll wie geplant starten und dem Sportfach- handel Impulse geben. www.anwr-group.com Neben Verpackungen fertigt Seufert nun auch transpa- rente Kunststoff-Schilde aus PET für das Gesicht sowie für die seitlichen Bereiche des Kopfes. Statt Unterwäsche gibt es jetzt Gesichtsmasken von Chanty aus Rödermarkt. IHR LOGISTIK- UND TRANSPORTDIENSTLEISTER WELTWEIT www.agotrans.de agotrans Logistik GmbH Behringstraße 1 6 3110 Rodgau Tel. : +49 (0) 6106 - 28 38 - 0 · info@agotrans.de Fo to : S eu fe rt Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2020 7 NACHRICHTEN Was Ärzte und Labore brauchen Mit einem kurzfristig zusammengestellten Sortiment aus verschiedenen Visualisie- rungs- und Protektionsprodukten leistet das Handelshaus Kager in Dietzenbach einen Beitrag zur Eindämmung der Corona-Krise. Das Angebot beinhaltet neben Fiebermessstreifen und Gesichtsfeldmasken verschiedene Indikatoren für die Desinfektion und Sterilisation sowie Partikelfang- und Gerätefixiermatten. Das Unternehmen richtet sich damit vorrangig an Diagnostiklabore, Praxen und Klini- ken, liefert bei Bedarf aber auch an Industriebetriebe. „Wir haben viele Produkte im Programm, mit denen wir die Mitarbeiter in den Laboren, Kliniken und Arztpraxen derzeit unterstützen können“, erklärt Inhaberin Claudia Berck. www.kager.de Messe mit Sonderkonditionen Die Lederwarenbranche ist von den Auswirkungen der Krise stark betroffen. Des- halb geht die Internationale Lederwarenmesse ILM mit einem kostensenkenden Maßnahmenpaket auf Aussteller und Besucher zu. „Wir warten bewusst nicht ab, was weiter geschehen wird, in der Hoffnung, dass es nicht so schlimm wird. Schon jetzt wollen wir klare Zeichen setzen und damit allen Beteiligten mehr Planungs- sicherheit ermöglichen“, erläutert Messe-Geschäftsführer Arnd Hinrich Kappe die Vergünstigungen, die zur kommenden Veranstaltung (5. bis 7. September 2020) greifen werden. Es geht für die Aussteller um Nachlässe auf die Grundmieten von bis zu 50 Prozent. Besucher zahlen weder Eintritt noch Parkgebühr. Mit Hotels und Gastronomie werden Sonderkonditionen ausgehandelt. www.messe-offenbach.de Fo to : K ag er Starke Initiativen In „Offenbach United“ haben sich Menschen zusammengeschlossen, die „den Laden am Laufen“ halten. Die dazugehörige Website gibt zum Beispiel einen Überblick über lokale Lieferdienste, so dass Kunden den Einzel- handel und die Gastronomie während der vorgegebenen Schließung unterstützen kön- nen. Loimi Brautmann von der Urban Media Project GmbH & Co. KG betont: „Es haben sich Läden aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie, aber auch Dienstleistungen auf der Seite angemeldet.“ www.offenbach-united.de „Gemeinsam mit meinem Team wollte ich etwas für Offenbach tun. ‚Offenbach.help‘ ist eine Liebeserklärung an unsere Lieblingsorte, deren Existenz gerade bedroht ist“, erläutert Thomas Kypta, Vorstandsmitglied von Offen- bach offensiv und Geschäftsführer von Etage 3 Design + Digital. Das Prinzip der Plattform: „Jetzt Gutscheine kaufen, damit Lieblingsorte unterstützen und einlösen, wenn diese wieder geöffnet haben.“ Inzwischen seien rund 30 Lieblingsorte registriert, darunter Gastro- nomen, Einzelhändler, Weinhandlungen, kreative Handwerksbetriebe, ein Wellness- betrieb und Veranstaltungslocations. https://offenbach.help/ Telefon Mail Online 06108 6020 info@tillmann-verpackungen.de tillmann-verpackungen.de Sonderanfertigung • Standardsortiment • Konfektionierung Die richtige Verpackung bringt Ihr Produkt groß raus. IHK Offenbach - 2017.indd 1 11.01.17 11:40 Mit den Partikelfangmatten von Kager lässt sich die Keimbelastung in Schleusen- und Laufzonen von Laboren und Intensivmedizin reduzieren. Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 20208 NACHRICHTEN Corona – wie betrifft die Pandemie Ihr Unternehmen? Glücklicherweise hat die Corona-Pandemie aktuell keine negativen Auswirkungen auf unser Geschäft. Wir haben viele Kunden mit Produkten im FMCG-Bereich (häufig gekaufte und verbrauchte Produkte). Diese Güter aus dem täglichen Bedarf, die zum Beispiel in Apotheken, Drogerien oder Lebensmittel- läden erhältlich sind, werden aktuell weiter stark nachgefragt. Die Vertriebskanäle sind ja weiterhin geöffnet. Welche Maßnahmen haben Sie ergriffen? Ein Teil unserer Belegschaft arbeitet nach wie vor in der Agentur und ein anderer Teil von zu Hause aus. Das dient dem Schutz unserer Mit- arbeiter und stellt gleichzeitig den reibungs- losen Arbeitsablauf sicher. So können wir für unsere Kunden am besten wie gewohnt weiterarbeiten. Es gibt keine Verzögerungen. Außerdem wird bei der Reinigung des Büros noch stärker auf die Hygiene geachtet. Welche Rückmeldungen bekommen Sie von Ihren Kunden? Die sind sehr froh, dass wir ihnen wie gewohnt zur Verfügung stehen und trotz der aktuellen Umstände alles so normal wie möglich weiterläuft. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit derzeit? Natürlich sind auch viele unserer Kunden im Homeoffice und persönliche Treffen fallen leider aus. Neben den digitalen Tools, die wir in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden nutzen, gibt es eine Reihe von Telefonkonfe- renzen und wir halten häufiger Videopräsen- tationen. Das funktioniert ohne Probleme. Fallen Aufträge weg? Bisher nicht, aber die Corona-Pandemie macht sich in weniger Neuanfragen bemerk- bar beziehungsweise wurden neue Projekte verschoben oder Ausgaben im Marketing- bereich gekürzt. Wir hoffen natürlich, dass sich das im Laufe des Jahres wieder normalisiert und die Projekte noch umgesetzt werden. Nehmen Sie finanzielle Hilfen in Anspruch? Nein, denn uns geht es den Umständen entsprechend gut und wir sehen für uns keine Ansprüche. Da gibt es sicherlich Unterneh- men oder auch Solo-Selbstständige, die von der Krise existenzieller betroffen sind, und für die sind die finanziellen Hilfen notwendig. Wir denken an viele Dienstleister und Kollegen und wünschen uns, dass sie alle gut durch diese schwierige Zeit kommen. Wie wird Ihr Unternehmen aus der Corona-Krise hervorgehen? Im Bereich der Digitalisierung sind wir noch schneller geworden und sind Themen jetzt schon früher angegangen. Das betrifft die Möglichkeit für unsere Mitarbeiter, mobiler und damit flexibler arbeiten zu können. Wir wollen das in diesem Tempo weiter voran- treiben. Sie engagieren sich für die Aktion „Offenbach.help“. Was tun Sie konkret und welche Effekte erhoffen Sie sich? Wir finden, das ist eine ganz wichtige Aktion für den Offenbacher Einzelhandel und die Gastronomie. Wir erhoffen uns, dass so viele Betriebe und Gaststätten wie möglich diese schwierige Zeit überstehen. Wir haben bei der Bildbearbeitung und der Fotografie einen unbezahlten Beitrag geleistet, werden diese Aktion auf unseren Kanälen verbreiten und möchten auch an dieser Stelle zur Hilfe aufrufen. www.khdesign.de Flexibles Arbeiten bewährt sich Schub für die Digitalisierung Nadine Hartmann ist Geschäftsführerin der Offenbacher Marken- und Designagentur Khdesign mit den Schwerpunkten Verpackung und Markenkommunikation. Sie berichtet, wie sie und ihr Team Corona erleben. Fo to : K hd es ig n Die Fragen stellte Birgit Arens-Dürr, IHK Offenbach am Main Nadine Hartmann und ihr Team von Khdesign sind noch gut ausgelastet, aber manche Kundenprojekte wurden verschoben. CoCorroo nana Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2020 9 NACHRICHTEN Wir befinden uns gerade in einer unwirklichen Situation, von der wir noch nicht wissen, wie lange sie andauert und welche Konsequenzen sie bringt. 2020 wird zweifellos als Jahr der Corona-Krise in die Annalen eingehen. 2019 war im Vergleich dazu ein ereignisreiches, aber aus heutiger Perspektive unbeschwer- tes Jahr. Der Geschäftsbericht 2019 der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main ruft in Wort und Bild ins Gedächtnis, auf welche Themen sich die IHK- Arbeit im vergangenen Jahr konzentrierte. Der IHK-Geschäftsbericht 2019 steht jetzt auf der Internetseite der IHK Offenbach am Main zum Download bereit. Der Lage- und Bilanzbericht 2019 der IHK Offenbach am Main folgt, sobald die IHK-Vollversammlung den dazugehörigen Jahresabschluss genehmigt hat. www.ihkof.de/geschaeftsbericht 6 Geschäftsbericht 2019 Fit für morgen In der Mühlheimer Willy-Brandt-Halle erarbeitete die IHK-Vollversammlung zusammen mit weiteren ehrenamtlich in der IHK aktiven Unternehmen und haupt-amtlichen IHK-Mitarbeitern den Hand-lungsrahmen für die IHK-Arbeit in den Jahren 2019 bis 2024 mit dem Titel „#GemeinsamFitFürMorgen“. Innovationen präsentiert Mehr als 200 Vertreter mittelständischer Unternehmen und Designagenturen aus der Region Offenbach kamen im Mai zur 5. Design to Business Conference der IHK Offenbach am Main, die diesmal das Motto „Design Future“ hatte. Parlament der Wirtschaft erneuert 90 Unternehmerinnen und Unternehmer kandi-dierten 2019 für die Vollversammlung der IHK Offenbach am Main. IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller gab im Kandidaten-Workshop Einblicke in die Arbeit des Gremiums. Im Frühjahr wurden 34 erfahrene und 23 neue Mitglieder gewählt. Für die kommenden fünf Jahre haben sie sich ein klares Ziel gesetzt - die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und des Standortes zu stärken. GemeinsamMehrErreichen Lorem ipsumFo to : I H K IHK-Geschäftsbericht 2019 Ein ereignisreiches, unbeschwertes Jahr Der IHK-Geschäftsbericht 2019 mit Informationen zur IHK-Arbeit im vergangenen Jahr ist jetzt im Internet verfügbar. Geschäftsbericht 2019 Informationen zur Arbeit der IHK Offenbach am Main WIR MACHEN IHNEN DAS BUSINESSLEBEN EINFACHER. ÖKOENERGIE, ENERGIEDIENSTLEISTUNGEN, IT UND TELEKOMMUNIKATION AUS EINER HAND. Mehr erfahren auf entega.de/geschaeftskunden EINFACH KLIMAFREUNDLICH FÜR ALLE. EN297652_Anzeige_Offenbacher_Wirtschaft_quer_210x136_39L.indd 1 28.01.20 11:26 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 202010 NACHRICHTEN „Das operative Ergebnis vor Steuern und Zin- sen (EBIT) in der EVO-Gruppe ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,2 Millionen Euro auf 30,7 Millionen Euro gestiegen. Der Jahres- überschuss der AG ist ebenfalls gestiegen und beläuft sich auf 13,8 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von beinahe einem Viertel (23,2 Prozent)“, berichtete EVO-Vor- standschef Dr. Christoph Meier bei einer Pressekonferenz. Damit seien die Finanzziele deutlich übertroffen worden. „Mit unseren grünen Ideen schreiben wir schwarze Zahlen. Wir sind stark, voller kreativer Ideen, absolut wettbewerbsfähig und packen mutig die Zukunft an“, erklärte er. Bis zum Ende des Jahres 2022 plant die EVO Investitionen in Höhe von 250 Millionen Euro. Auf dem Werksgelände in Offenbach entsteht in mehreren Bauphasen ein Rechenzentrum, dessen erster Teilabschnitt im Oktober 2020 in Betrieb gehen soll. Im Main-Kinzig- Kreis ist der Bau eines neuen Windparks in Kooperation mit den Kreiswerken Main-Kinzig fortgeschritten. Er soll 14.000 Haushalte mit Strom versorgen. Investiert wird auch in die Leistungsfähigkeit des Stromnetzes, denn durch den Bevölke- rungszuzug und den Ausbau der E-Mobilität steigt der Strombedarf in der Region. „Wir arbeiten mit hohem Einsatz daran, die not- wendige Infrastruktur für das weitere Wachs- tum bereitzustellen. Ein wichtiger Teil davon ist der Ausbau unseres Hochspannungsnetzes“, stellte EVO-Technikvorstand Günther Weiß in Aussicht. Was den Kohleausstieg angeht, solle das Koh- lekraftwerk am Offenbacher Nordring bis zum Ende der Dekade durch eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Alternative ersetzt werden. Die Modernisierung des Müllheiz- kraftwerks stehe mit der Installation einer Anlage zur thermochemischen Behandlung von Klärschlämmen vor dem Abschluss. Etwa 80.000 Tonnen Klärschlämme sollen jährlich angenommen, getrocknet und verbrannt werden. www.evo-ag.de EVO präsentiert Zahlen und Pläne Bestens versorgt Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) verzeichnet für das vergangene Geschäftsjahr ein Plus von gut 23 Prozent und investiert unter anderem in ein Rechenzentrum und einen neuen Windpark. Mit unseren grünen Ideen schreiben wir schwarze Zahlen. Fo to : E VO Zum Bau des EVO-Rechenzentrums sagt der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir: „Das Vorhaben der Energieversorgung Offenbach ist nicht nur eine kluge Investition für das Unternehmen, sondern auch eine gute Nachricht für die Stärkung des Standorts.“ Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2020 11 NACHRICHTEN Die Productware GmbH, ein Electronic-Manufacturing-Services(EMS)-Unterneh- men aus Dietzenbach, stellt einen neuen Service bei der Stücklistenanalyse vor: Für die Lieferung in bestimmte Märkte müssen Produkte zum Beispiel Anforderun- gen in den Bereichen der US-Exportkontrolle (Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien) und RoHS (Beschränkung gefährlicher Stoffe auf Bauteileebene) erfüllen. Diese werden am besten schon in der Produktentwick- lung berücksichtigt. Zur Ermittlung der erforderlichen Informationen ist ein hoher zeitlicher Aufwand, meist auf Entwicklerseite, erforderlich. Hier setzt das Productware-Angebot an: Der EMS-Dienstleister analysiert die Stück- liste des Kunden und ergänzt sie um die relevanten Informationen, und zwar schon in der Entwicklungsphase, also bevor ein Prototyp gefertigt wird. „Durch die Vielzahl von Gesetzen, Richtlinien oder Verordnungen und die daraus resultierenden Anforderungen wird die Entwicklung eines neuen Produkts kompliziert. Mit unserem neuen Service schaffen wir Transparenz und entlasten den Kunden zeitlich, so dass er sich auf seine Kernkompetenz konzentrieren kann. Das geschieht zum Beispiel durch die Auswahl geeigneter Bauteile oder indem wir für definierte Bauteile die erforderlichen Informationen liefern“, erklärt Geschäfts- führer Marco Balling. Er ergänzt: „Den Kunden bieten wir diese Informationen auch in einer Form, die den Import der Daten in ihre Softwarelösungen zur Steuerung von Geschäftsprozessen (ERP-Systeme) gestattet.“ www.productware.de Produktentwicklung einfacher gestalten Zeit für die Kernaufgaben gewinnen Service im Bereich RoHs, Reach, ECCN – Stücklistenanalyse bietet Transparenz und entlastet Entwicklungsabteilungen. Fo to : P ro du ct w ar e PLANUNG – PRODUKTION – MONTAGE WOLF SYSTEM GMBH 94486 Osterhofen Tel. 09932 37-0 gbi@wolfsystem.de WWW.WOLFSYSTEM.DE INDUSTRIE | GEWERBE | STAHL Die Produktentwicklung entlasten und Zeit sparen – das verspricht das neue Productware-Angebot. Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 202012 NACHRICHTEN Heberer jetzt in vielen Rewe-Märkten Frühstücks- und Snack-Kultur sind gut fürs Geschäft Im vergangenen Jahr bescherten die Bestandsfilialen der Wiener Feinbäckerei Heberer erfreuliche Zahlen. 2020 will das Unternehmen vor allem mit neuen Standorten Wachstumssteigerungen erzielen. In den Rewe-Märkten auf der Hafeninsel, in der Löwenstraße und in der Christian-Pleß-Straße in Offenbach sind in die früheren Glocken- brot-Standorte Heberer-Filialen eingezogen. Insgesamt zwölf Über- nahmen dieser Art gab es in der Region. „Wir haben größere Standorte in Frankfurt und Offenbach ausgewählt, darunter im ‚The Squaire‘ am Flughafen, am Riedberg und im Europaviertel. Es waren genau die Plätze dabei, die uns noch gefehlt haben“, berichtet der geschäfts- führende Gesellschafter Alexander Heberer. Jede Filiale sei aufwendig und mit Blick auf die jeweiligen Gegebenheiten neu gestaltet worden. „Wir wollen Qualität und Bequemlichkeit anbieten“, erklärt er. „Der reine Backwarenmarkt stagniert. Deshalb haben wir unser Kon- zept und unsere Sortimentsstrategie weiterentwickelt“, sagt Sandra Heberer. Die Prokuristin gehört zur fünften Generation des Familien- unternehmens und verantwortet unter anderem das Marketing. In den Ballungsräumen gebe es immer mehr Menschen, die außer Haus essen. Mit dem Fokus aufs Frühstück, das es bei Heberer rund um die Uhr gibt, wurde die Auswahl an frisch im Laden gebackenen Brötchen und Snacks – herzhaft wie süß – erweitert und das Kaffeekonzept ausgebaut. Das Geschäftsmodell der Wiener Feinbäckerei Heberer besteht aus den eigenen Filialen, betrieben mit Kommissionären, dem Franchise- Geschäft an Verkehrsknotenpunkten sowie dem Großkundengeschäft mit Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und der Belieferung anderer Bäcker. Hinzu kommt ein Master-Franchise-Vertrag mit SSP Deutsch- land – dem nach eigenen Angaben führenden Dienstleister in der Verkehrsgastronomie in Deutschland – mit dem aktuell 31 Standorte unter der Heberer-Flagge betrieben werden. Heberer hat 220 Filialen in den Kernregionen Rhein-Main, Berlin und Thüringen sowie an Hoch- frequenzstandorten wie Bahnhöfen und Flughäfen. Produziert wird in Mühlheim am Main, Weimar und Zeesen (bei Berlin). www.heberer.de Zusammen mit seiner Nichte Sandra Heberer berichtete Alexander Heberer in der neu eröffneten Filiale im Frankfurter Osthafenquartier von den Entwicklungen und Plänen des Unternehmens. Fo to : H eb er er Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2020 13 NACHRICHTEN Mit dem Hessischen Gründerpreis werden seit 2003 junge Unternehmen ausgezeichnet, die ihren Hauptsitz in Hessen haben, nicht länger als fünf Jahre am Markt sind und deren Grün- der zur Finanzierung ihres Lebensunterhaltes nicht mehr auf staatliche Mittel angewiesen sind. Regionaler Partner ist in diesem Jahr die Stadt Kassel. Der Preis wird in vier Kategorien verliehen. In der Kategorie „Innovative Geschäftsidee“ wird die Auszeichnung an Gründer vergeben, die ein innovatives Produkt oder eine Dienst- leistung erfolgreich an den Markt gebracht haben. Der Gründerpreis „Zukunftsfähige Nachfolge“ zeichnet eine Übernahme aus, die mit kreativen Ideen zur Modernisierung, Weiterentwicklung oder Neuausrichtung eines bestehenden Unternehmens geführt hat. Bewerber, die besondere Verantwortung übernommen haben und zum Beispiel Arbeitsplätze schaffen, ökologische, soziale oder kulturelle Probleme angehen, kommen für die Kategorie „Gesellschaftliche Wirkung“ in Betracht. Kreativen Köpfen, tollen Wissenschaftlern und Gründergeist in hessischen Hochschulen winkt die Aus- zeichnung in der Kategorie „Gründung aus der Hochschule“. Der Hessische Gründerpreis ist nicht mit Geld- oder Sachpreisen dotiert. Die Teil- nehmer profitieren von Präsentationen in der Presse und in sozialen Medien sowie von der Möglichkeit, ihre Netzwerke auszubauen. www.hessischer-gruenderpreis.de „#hgp20 wartet auf Dich“ Gute Ideen auszeichnen und bekannt machen Neue Unternehmen bewerben sich bis zum 29. Mai 2020 kostenlos um den Hessischen Gründerpreis. Wir realisieren den reinen Glasfaserausbau in Ihrem Gewerbegebiet. deutsche-glasfaser.de/business Deutsche Glasfaser Business GmbH / Am Kuhm 31 / 46325 Borken Schneller, stabiler, wirtschaftlicher. Glasfaser für Ihr Unternehmen. 0800 281 281 2 anrufen und Beratungsgespräch vereinbaren! Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 202014 NACHRICHTEN Offenbacher Zukunftsszenarien übertragbar Neue Anlässe für Innenstadtbesuche schaffen Die IHK-Vollversammlung hat in ihrer Frühjahrssitzung intensiv über die Zukunft der Innenstädte diskutiert. IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller betonte: „Der Struktur- wandel im Einzelhandel und die Zunahme des Onlinehandels führen zu massiven Veränderungen auch in der Region Offenbach. Neue Ideen und Lösungsansätze, sowohl individuell für den Einzelhandel als auch insgesamt für die Innenstädte, sind gefragt.“ Sven Lohmeyer vom Büro Urbanista aus Hamburg stellte den Anwesenden seine Analyse der Situation vor und formulierte seine Kernthese: Das Innenstadtversprechen muss erneuert werden. „Die Innenstädte müssen neue Anlässe für den Besuch bieten“, sagt Lohmeyer. Der Handel verliere seine Leitfunktion. Andere Funktionen, wie Arbeiten, Wohnen und Freizeit, müssten wieder gestärkt werden. Er berichtete von gelungenen Beispielen und Konzepten aus dem In- und Ausland. Wichtig seien eine gute Umsetzungsstruktur und klare Verantwortlichkeiten, die die Aktivitäten in der Innenstadt koordinie- ren und vorantreiben. Frank Achenbach, Mitglied der Geschäftsführung der IHK, betonte: „Dieser grundlegende Wandel ist eine große Herausforderung für alle Akteure. Mit dem von Urbanista erstellten Zukunftskonzept Innenstadt Offenbach haben wir gemeinsam mit der Stadt eine konzeptionelle Grundlage geschaffen. Nun gilt es, die notwendigen Strukturen und Mittel zur Verfügung zu stellen und möglichst schnell Maßnahmen umzusetzen.“ Die Diskussion mit den Mitgliedern der IHK-Vollver- sammlung zeigte, dass die für Offenbach entwickelten Ansätze auf die Kommunen im Kreis übertragen werden können. „Der neu eingerichtete IHK-Expertenrat Zukunftsfähige Innenstadt, besetzt mit Unternehmern und weiteren Akteuren aus Stadt und Kreis Offenbach, wird sich mit konkreten Lösungsansätzen beschäftigen“, unterstreicht Achenbach. www.offenbach.ihk.de/standortpolitik Die Offenbacher Innenstadt muss sich verändern, damit Besucher nicht nur zum Einkaufen kommen. Fo to : A re ns -D ür r/ IH K Autorin Laura Becker Telefon 069 8207-246 becker@offenbach.ihk.de Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2020 15 NACHRICHTEN Hilft im Homeoffice DREIEICH. Die Notebook-Unterlagen der Kerst und De Quintal GbR erleichtern das mobile Arbeiten im Home- office, auf Reisen, im Park oder in der Bahn. Dazu ist ein Bambustablett auf einem mit Mikroperlen gefüllten Kissen angebracht. Es sorgt für eine angenehme Arbeitshöhe und sicheres Aufliegen – zum Beispiel auch auf den Beinen. Auf dem Tablett finden Laptop und Maus ausreichend Platz. Bei der Herstellung werde großer Wert auf Lang- lebigkeit, Stabilität und Nachhaltigkeit gelegt, berichtet das Unternehmen. www.cloudyboard.eu Neuer Rekordumsatz DREIEICH. Die MHK Group Dreieich, Dienstleister für mittelständische Fachhandels- und Handwerksunterneh- men der Branchen Küche und Wohnen, Sanitär/Heizung/ Klima sowie Bauen, berichtet für 2019 von einem Umsatz- wachstum von 9,8 Prozent auf 4,338 Milliarden Euro. Auch im Ausland habe sich die Gruppe mit einem Wachstum von 11,8 Prozent auf 2,304 Milliarden Euro deutlich über Marktniveau behaupten können. Neben Deutschland ist die MHK Group mit Belgien, Großbritannien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Spanien in insgesamt acht Ländern vertreten. www.mhk.de Historische Chance OFFENBACH. Mit dem Innovationscampus auf dem ehemaligen Clariant-Gelände im Osten der Stadt geht es voran. Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke erklärt: „Der Erwerb und die Entwicklung des ehemaligen Chemie- standortes in kommunaler Federführung ist ein zentraler Baustein der wirtschaftspolitischen Strategie der Stadt. Mir war es schon lange vor der aktuellen Corona-Krise wichtig, dass wir bei der Ansiedlung von Unternehmen auf möglichst viele unterschiedliche Branchen setzen. Mit dem Erwerb des 36 Hektar großen Geländes von der Firma Clariant, welches wir ab sofort Innovationscampus nennen, haben wir hierfür eine hervorragende Grundlage geschaffen.“ www.offenbach.de Draht-Weissbäcker KG Steinstr. 46 - 48, 64807 Dieburg Tel. (0 60 71) 9 88 10 · Fax (0 60 71) 51 61 Internet: www.draht-weissbaecker.de Email: draht@weissbaecker.de · Draht- und Gitterzäune · Tore · Schiebetore · Drehkreuze · Türen · Schranken · Gabionen · Pfosten · Sicherheitszäune · Mobile Bauzäune · Alu-Zäune · sämtliche Drahtgeflechte · Alu-Toranlagen · Rankanlagen · auch Privatverkauf Zäune · Gitter · tore Manfred Kind 6 NOTAR Olaf Meister 4 NOTAR Thorsten Wolf 7·8 NOTAR Dr. Hans-Joachim Leonhardt 2·3 NOTAR Silvia Lackenbauer 5 Michael Ruthardt 5 Katja Schröder 1 MEDIATORIN Stefan Hering, LL.M. Rechtsanwälte und Notare VERTRAUEN AUF ERFAHRUNG Fachanwälte für: 1 Arbeitsrecht · 2 Familienrecht · 3 Gewerblichen Rechtsschutz 4 Handels- und Gesellschaftsrecht · 5 Insolvenzrecht 6 Miet- und Wohnungseigentumsrecht · 7 Steuerrecht · 8 Verwaltungsrecht Berliner Straße 40 | 63065 Offenbach am Main | Telefon 069/829900 www.knolle.de | www.mentor-ag.de Rechtsanwälte und Notare VERTRAUEN AUF ERFAHRUNG Olaf Meister 4 NOTAR Thorsten Wolf 7·8 NOTAR Dr. Hans-Joachim Leonhardt 2·3 NOTAR Silvia Lackenbauer 5 Michael Ruthardt 5 Katja Schröder 1 MEDIATORIN Stefan Hering, LL.M. Luisa Stein, LL.M. 6 Fachanwälte für: 1 Arbeitsrecht · 2 Familienrecht · 3 Gewerblichen Rechtsschutz 4 Handels- und Gesellschaftsrecht · 5 Insolvenzrecht 6 Miet- und Wohnungseigentumsrecht · 7 Steuerrecht · 8 Verwaltungsrecht Berliner Straße 40 | 63065 Offenbach am Main | Telefon 069/829900 www.knolle.de | www.mentor-ag.de Rechtsanwälte und Notare VERTRAUEN AUF ERFAHRUNG Olaf Meister 4 NOTAR Thorsten Wolf 7·8 NOTAR Dr. Hans-Joachim Leonhardt 2·3 NOTAR Silvia Lackenbauer 5 Michael Ruthardt 5 Katja Schröder 1 MEDIATORIN Stefan Hering, LL.M. Luisa Stein, LL.M. 6 Fachanwälte für: 1 Arbeitsrecht · 2 Familienrecht · 3 Gewerblichen Rechtsschutz 4 Handels- und Gesellschaftsrecht · 5 Insolvenzrecht 6 Miet- und Wohnungseigentumsrecht · 7 Steuerrecht · 8 Verwaltungsrecht Berliner Straße 40 | 63065 Offenbach am Main | Telefon 069/829900 www.knolle.de | www.mentor-ag.de Rechtsanwälte und Notare VERTRAUEN AUF ERFAHRUNG Olaf Meister 4 NOTAR Thorsten Wolf 7·8 NOTAR Dr. Hans-Joachim Leonhardt 2·3 NOTAR Silvia Lackenbauer 5 Michael Ruthardt 5 Katja Schröder 1 MEDIATORIN Stefan Hering, LL.M. Luisa Stein, LL.M. 6 Fachanwälte für: 1 Arbeitsrecht · 2 Familienrecht · 3 Gewerblichen Rechtsschutz 4 Handels- und Gesellschaftsrecht · 5 Insolvenzrecht 6 Miet- und Wohnungseigentumsrecht · 7 Steuerrecht · 8 Verwaltungsrecht Berliner Straße 40 | 63065 Offenbach am Main | Telefon 069/829900 www.knolle.de | www.mentor-ag.de Olaf Meister 4 NOTAR Thorsten Wolf 6∙7 NOTAR Dr. Hans-Joachim Leonhardt 2∙3 NOTAR Stefan Hering LL.M. Luisa Stein LL.M. 5 Ulrike Fuchs 1 VERTRAUEN AUF ERFAHRUNG Fachanwälte für: 1 Arbeitsrecht ∙ 2 Familienrecht ∙ 3 Gewerblichen Rechtsschutz 4 Handels- und Gesellschaftsrecht · 5 Miet- und Wohnungseigentumsrecht 6 Steuerrecht · 7 Verwaltungsrecht Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 202016 TITELTHEMA WAS TUT SICH 2020? Für bestmögliche Mobilität in der Region Die Region Offenbach ist dank ihrer zentralen Lage bedeutender Wirtschaftsstandort und Verkehrsknotenpunkt zugleich. Dass die Verkehrsinfrastruktur saniert und ausgebaut wird, ist essenziell für ihren Erfolg. Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2020 17 TITELTHEMA Fo to : A do be St oc k Es gibt Großprojekte, wie die Regional- tagente West oder einen Fernbahntunnel, die mehrere Jahre in Anspruch nehmen können. Darüber hinaus sind viele kleinere Bauprojekte für den Erhalt und den Ausbau des Bestands der unterschiedlichen Verkehrs- wege wichtig. Regionaltangente West Als Tangentialverbindung umfährt die Regionaltangente großräumig den Frankfurter Westen und stellt eine attraktive Verbindung zwischen Bad Soden und Bad Homburg im Norden und Neu-Isenburg sowie Dreieich im Süden dar. Eine Verlängerung nach Langen wird zurzeit diskutiert. Im Jahr 2020 liegen die Schwerpunkte darin, die komplexen Plangenehmigungs- verfahren für die in die vier Abschnitte Nord, Mitte, Süd 1 und Süd 2 eingeteilte Strecke voranzutreiben und vorzubereiten. Am weitesten vorangeschritten ist der nördliche Teil von Bad Homburg beziehungsweise dem Nordwest-Zentrum bis nach Eschborn. Im Abschnitt Süd 1 vom Flughafen-Regio- nalbahnhof bis Dreieich-Buchschlag wird ein erster Erörterungstermin stattfinden. In beiden Abschnitten werden bereits aus- führende Maßnahmen im Bereich Umwelt und Ingenieurbauwerke gestartet. Süd 2 führt durch Neu-Isenburg. Hier wird in diesem Jahr die Entwurfs- und Genehmigungsplanung erstellt. Daneben kann 2020 der Antrag zur Förderung des Gesamtprojektes eingereicht werden. Ob die RTW nach Langen verlängert werden kann, muss nun detailliert geprüft werden. Erste Untersuchungen zum Kos- ten- Nutzen-Verhältnis zeigen, dass dies die Gesamtwirtschaftlichkeit der RTW verbessern würde. Über 2020 hinaus geht es in weiteren Schrit- ten darum, die Planverfahren abzuschließen und konkrete Ausführplanungen einzuleiten. Anschließend können erste Baumaßnahmen ausgeschrieben und Ausgleichsmaßnahmen in Angriff genommen werden. Straßenbahnlinien 16 und 17 Für diese Straßenbahnlinien, die aktuell von Ginnheim bis Offenbach Stadtgrenze bezie- hungsweise vom Rebstockbad bis Neu-Isen- burg Stadtgrenze führen, sind Verlängerungen über das Frankfurter Stadtgebiet hinaus angedacht. Konkret soll dieses Jahr überprüft werden, ob die Linie 16 über die Offenbacher Innenstadt in Richtung Fechenheim und die Linie 17 über Neu-Isenburg bis nach Dreieich- Sprendlingen geführt werden können. Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 202018 TITELTHEMA Projekt Maßnahmenbeschreibung Bauzeit Baulänge Verkehrsführung während Bauzeit K 168, Deckenerneuerung inklusive Querungsstelle zwischen Langen und Egelsbach Deckenerneuerung und Querungshilfe Oktober 2020 1,8 km Halbseitige Sperrung mit Einbahnstraßenregelung L 3313, Dreieich-Sprendlingen – Neu-Isenburg Grundhafte Erneuerung Juni 2020 500 m Halbseitige Sperrung mit Einbahn- straßenregelung, 1. Bauabschnitt (Kreuzungsbereich) unter Vollsperrung L 3317, Neu-Isenburg, Unterführung DB Bauwerksinstandsetzung Juli bis August 2020 150 m Halbseitige Sperrung L 3097, Ortsdurchfahrt Rödermark- Urberach (Einbahnstraßenring) Grundhafte Erneuerung März bis Juli 2020 (Erneuerung Leitungen (kommunal)); August 2020 Straßenbaumaßnahmen (Hessen Mobil) 400 m Vollsperrung ab März 2020; unproblematische Umfahrung soll gewährleistet sein A 3, grundhafte Erneuerung Landesgrenze Hessen/ Bayern (in Fahrtrichtung Würzburg) Grundhafte Erneuerung der gesamten Fahrbahnbreite Bau des 2. Teils des 3. Bauabschnitts (April bis Oktober 2020) 3,5 km Verkehr in Richtung Würzburg läuft zweistreifig entlang Baustelle und einstreifig auf Gegenfahrbahn weiter A 3, Überführung, AS Offenbach, Ersatzneubau Bauwerkssanierung Juli 2020 bis Herbst 2021 500 m Verkehr läuft beidseitig auf jeweils drei Fahrstreifen weiter A 661, Talbrücke Langen Bauwerkserneuerung Juli 2019 bis November 2020 1,8 km Vollsperrung des östlichen Brückenteils; drei Fahrstreifen in Richtung Norden (Frankfurt) sowie ein Fahrstreifen Rich- tung Süden (Darmstadt) auf westlichem Brückenteil befahrbar A 661, Um- und Ausbau Kaiserlei-Kreisel Ausbau Knotenpunkt Februar 2017 bis Herbst 2021 (städtische Baumaßnahme) 500 m Verkehr wird vor Ort umgeleitet Informationen rhein-main@mobil.hessen.de www.mobil.hessen.de Autorin Judith Müller Telefon 069 8207-250 mueller@offenbach.ihk.de Fernbahntunnel Der Fernbahntunnel soll eine stärkere Trennung von Nah-, Fern- und Güterverkehr ermöglichen und den Frankfurter Hauptbahn- hof für einen Teil des Fernverkehrs von einem Kopf- in einen Durchgangsbahnhof wandeln. Dies wird eine Zeitersparnis für den Fern- verkehr mit sich bringen und mehr Kapazi- täten im Nahverkehr schaffen. Als östlicher Ausgang des Tunnels wird eine nord- und südmainisch verlaufende Variante geprüft. Die vertiefende Machbarkeitsstudie wurde bereits angesto- ßen. Ergebnisse dazu werden im Frühjahr 2021 erwartet. Südtangente In die Untersuchung der Varianten zum Fernbahntunnel muss auch die Option einer Südtangente als S-Bahn-Verbindung aus Rödermark / Rodgau über Offenbach und Frankfurt-Süd zum Flughafen einfließen. Stadt und Kreis Offenbach haben dieses Projekt gemeinsam mit der IHK Offenbach am Main in den Regionalen Nahverkehrsplan einge- bracht. Die Möglichkeiten, auch einer schritt- weisen Realisierung, sind zu untersuchen. Erhalt der Straßenverkehrsinfrastruktur Etliche Straßen werden in diesem Jahr und teilweise weit darüber hinaus erneuert oder ausgebaut. Etliche Straßen werden in diesem Jahr und teilweise weit darüber hinaus erneuert oder ausgebaut. Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2020 19 TITELTHEMA Kaiserlei – viele Menschen aus der Region asso- ziieren den Namen aktuell wohl vor allem mit den Baustellen am ehemaligen Verkehrskreisel. Doch mittlerweile lässt sich das Ergebnis des großflächigen Umbaus erkennen, und das Gebiet wird als hochwertiger Gewerbestandort immer attraktiver. Die mit dem Masterplan Offenbach angestoßene Neuorientierung des Stadtteils nimmt weiter Fahrt auf. Der Verkehrsknoten wurde vor dem Umbau von rund 66.000 Fahrzeugen pro Tag genutzt. Schon in wenigen Jahren sind 94.000 Fahr- zeuge prognostiziert. Doch hierfür war der Kreisverkehr nicht ausgelegt. Um die Kapazi- täten für den Kfz-Verkehr zu erhöhen und den Verkehrsfluss zu optimieren, brauchte es ein neues Konzept. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich noch bis Herbst 2021 andau- ern. Dann ist der mit 250 Metern Durchmesser größte Verkehrskreisel Europas Geschichte und an seiner Stelle werden zwei Kreuzungen den Verkehr zur Autobahn sowie nach Offen- bach und Frankfurt abwickeln. Zudem ist das Ziel, die Verbindungen für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern. Durch den Rückbau werden Flächen in einer Größenordnung von knapp 20.000 Quadrat- metern frei. Die Grundstücke in Premiumlage werden aktuell von der Wirtschaftsförderung der Stadt Offenbach vermarktet: „Der Kaiser- lei ist unser zentrales Entwicklungsgebiet für die nächsten zehn Jahre“, betont Oberbürger- meister Dr. Felix Schwenke. Wie gefragt der Standort ist, zeigen die Ansiedlungen der letzten Jahre. So ist Offenbach seit 2013 Sitz der Europa- und Deutschlandzentrale von Hyundai. Seit 2017 unterhält das Unternehmen Maincubes ein Hochleistungsrechenzentrum am Goethering und ebenso lange ist die Firma Evonik am Kaiserlei ansässig. Mehrere Hotels haben aufgrund der verkehrsgünstigen Lage eine Niederlassung eröffnet. Und die Entwicklung geht weiter: Für 2020 ist der Umzug der regionalen Zentrale der Axa-Versicherung in einen eigens errichteten Neubau an der Berliner Straße geplant. Von Frankfurt aus wird weiter die Idee einer Mehrzweckhalle für bis zu 13.000 Besucher verfolgt. Ob hier bald eine Entscheidung fällt, ist in Corona-Zeiten fraglich. www.masterplan-offenbach.de Der größte Verkehrskreisel Europas ist verschwunden Am Kaiserlei geht’s rund Der Umbau am Kaiserlei bedeutet das Ende für den Kreisel und den Start für die weitere Entwicklung des Standortes. Kontakt Laura Becker Telefon 069 8207-246 becker@offenbach.ihk.de Fo to : S ta dt O ffe nb ac h/ Ge or g Fo to : a do be st oc k – Fo to ly se Anfang 2018: Die Arbeiten haben begonnen, aber noch gibt es den Kreisel. Herbst 2019: Die neue Verkehrsführung wird schrittweise umgesetzt. Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 202020 TITELTHEMA Zwei Unternehmen berichten von ihren Erfahrungen: Hahn Air Lines GmbH, Dreieich Welchen Anlass gab es, sich mit der betrieb- lichen Mobilität an Ihrem Unternehmens- standort auseinanderzusetzen? Umweltbewusstes Handeln gehört zur Ver- antwortung jedes Unternehmens. Wir setzen uns schon länger mit Nachhaltigkeit und der Reduzierung unseres ökologischen Fußab- drucks auseinander und arbeiten derzeit an einem Konzept, um unsere CO2-Emissionen zu senken, beziehungsweise auszugleichen. Unter anderem werden wir Solarpanels auf unserem Hangar montieren, weitere Strom- zapfsäulen für unsere Mitarbeiter bereitstellen und im Rahmen unserer Stiftung, der Hahn Air Foundation, mehr als zwei Millionen Bäume pflanzen. Wir sehen in einem effizienten Mobilitätskonzept eine weitere wichtige Kom- ponente in unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Welchen Nutzen sehen Sie für die Mitarbeiter und Hahn Air als Arbeitgeber durch den Aufbau eines betrieblichen Mobilitätsmanagements? Für uns steht die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter an erster Stelle. Wir bieten bereits viele Annehmlichkeiten, wie kostenloses Mittagessen, Gesundheitskurse und einen Zuschuss zur Kinderbetreuung. 2019 wurden wir von unserer Belegschaft und dem Institut Great Place to Work als einer der besten Arbeitgeber Deutschlands ausgezeichnet. Mit einem Mobilitätskonzept, das auf individuelle Bedürfnisse abgestimmt ist und dabei auf Umweltfreundlichkeit setzt, wollen wir erreichen, dass unsere Mitarbeiter schnell, bequem und ökologisch zur Arbeit kommen können. Auch für potenzielle Bewerber sind Nachhaltigkeit und betriebliche Mobilität wichtige Kriterien, wenn es um die Auswahl des zukünftigen Arbeitsplatzes geht. Betriebliches Mobilitätsmanagement hat viele Vorteile Mobilität im Unternehmen gestalten Das kostenfreie Beratungsprogramm südhessen effizient mobil macht es Arbeitgebern aus der Region Offenbach leicht, ein betriebliches Mobilitätsmanagement einzuführen. co2 Beitrag zur Reduktion des mobilitätsbedingten CO2-Ausstoßes Positives Image Mitarbeitergewinnung bzw. -bindung Erreichbarkeit sichern, Verkehrsprobleme lösen (Finanzielle) Ressourcen effi zient einsetzen Förderung der Gesundheit Effi ziente und nachhaltige Mobilität fördern Erreichbarkeit sichern, Verkehrsprobleme lösen Verkehrsqualität und Verkehrsfl uss verbessern Strategische Kommunikation mit Unternehmen Reduzierung von Zeit und Kosten für Mobilität NUTZEN- DIMENSIONEN BETRIEBLICHES MOBILITÄTS- MANAGEMENT NUTZEN FÜR ARBEITGEBER NUTZEN FÜR MITARBEITER BEITRAG ZU STRATEGISCHEN ZIELEN AUF KOMMUNALER UND REGIONALER EBENEAm Anfang stehen systematische Analysen dazu, wie Mobilität zum und im Unternehmen stattfindet: Sowohl die Pendlerwege als auch Dienstfahrten und -reisen werden unter die Lupe genommen. Auf dieser Basis entsteht ein pass- genauer Maßnahmenplan. Als optionale Bestandteile runden begleitende Workshops für die Belegschaft und das Prädikat „Vorbildlich Mobil“ das Programm ab. Arbeitgeber erhöhen damit ihre Attraktivität im Wettbewerb um Fachkräfte. Sie optimieren ihre Nachhaltigkeit und nutzen die Chance, mit Experten alle Fragen rund um die Themen Mobilität und Verkehr zu klären. Gr af ik : i vm G m bH Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2020 21 TITELTHEMA Somentec Software GmbH, Langen Sie haben sich eingehend mit der Mobilität innerhalb Ihres Unternehmens befasst. Was haben Sie daraus gelernt? Die erste Erkenntnis war, dass man sich eben vorher noch nicht wirklich Gedanken dazu gemacht hat. Natürlich schaut man bei Ein- stellungen auch auf den Wohnort und stellt auch mal die eine oder andere Frage zum Thema Umzug, aber das war´s dann auch (zumindest in der Vergangenheit). Ob die Kollegen inzwischen umgezogen sind oder wie sie dann tatsächlich zur Arbeit gelangen, war eigentlich nie ein Thema. So können ja auch wenige Kilometer Arbeitsweg im Rhein- Main-Gebiet eine Herausforderung sein, egal ob per Auto oder mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Weitere Erkenntnisse: Im Hinblick auf Anbindung und Erreichbarkeit sind wir durch die unmittelbare Nähe zur S-Bahn sowie die Bereitstellung ausreichender Parkplätze in einer komfortablen Situation. Eine interessante Feststellung war, wie sich die Mitarbeiter auf die Nutzung der einzelnen Verkehrsmittel verteilen: Rund 25 Prozent kommen bereits mit dem ÖPNV. Da lohnt es sich, entsprechende Angebote (zum Beispiel ein Jobticket) näher zu betrachten. Es gibt zahlreiche Maßnahmen, die bereits mit geringem Aufwand betrieben werden können, um Mitarbeiter zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder des Fahrrads zu motivieren und so den Straßenverkehr zu entlasten und gegebenenfalls auch direkt das betriebliche Gesundheitsmanagement zu stärken. Gerade für Fahrradnutzer werden seitens Somentec schon einige Anreize geboten: Dienstradleasing, die Bereitstellung von Duschen und Umkleiden oder auch die Abstellmöglichkeit in der Tiefgarage. Können Sie sich vorstellen, als Arbeitgeber künftig etwas anders zu machen in Bezug auf die betriebliche Mobilität? Wenn ja, was? Nicht unbedingt anders, sondern bereits umgesetzte Maßnahmen stärker promoten: zum Frühjahr Fahrradleasing beziehungs- weise generell die Fahrradnutzung bewerben, zum Beispiel durch gemeinsame Teilnahme am Stadtradeln. Das stärkt auch den Team- geist. Wir könnten die Bezuschussung von ÖPNV-Tickets künftig proaktiver anbieten – auch für Bewerber ist das wieder reizvoll. Mit der Förderung von Elektromobilität durch Aufstellung einer Wallbox (spezielle Steck- dosen für E-Autos) und Bereitstellung von Elektro-Fahrzeugen als Dienstwagen möchten wir unseren Beitrag zu nachhaltiger Mobilität erhöhen. Kontakt Judith Müller Telefon 069 8207-250 mueller@offenbach.ihk.de Nie wieder Türöffnung oder Schlüsseldienst! Nie wieder ausgesperrt! Schlüsselaufbewahrung im Schlüsseltresor südhessen effizient mobil Das Programm südhessen effizient mobil ist ein gemeinsames Angebot der ivm Region Frankfurt RheinMain GmbH, der IHK Offenbach am Main und der lokalen Nahverkehrsorganisationen Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach mbH und NiO – Nahverkehr in Offenbach GmbH. www.ihkof.de/mobilitaet Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 202022 TITELTHEMA Elektromobilität wird gefördert Damit der Umstieg leichter fällt Wer seine Unternehmensflotte umrüstet oder Ladestationen installiert, genießt Steuervorteile und bekommt Prämien. Mehr Klimaschutz, neue Märkte, weniger Abhängigkeit von fossilen Energieträgern – all das erhofft sich die Bundesregierung von der Elektromobilität. Deshalb hat sie ein Maßnahmenpaket zu ihrer Förderung auf den Weg gebracht. Umweltbonus Käufer von Elektroautos können eine Prämie beantragen. 6.000 Euro gibt es für rein elektrische Fahrzeuge und 4.500 Euro für Plug-in-Hybride, sofern der Nettolistenpreis unter 40.000 Euro liegt. Bei mehr als 65.000 Euro Listenpreis beträgt die Prämie 5.000 Euro beziehungsweise 4.000 Euro. Bund und Industrie tragen jeweils die Hälfte des Zuschusses. Zuständig ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Das Amt vergibt die Förderung, bis die Bundes- mittel aufgebraucht sind. Das Programm läuft bis zum Jahr 2025. Geschenke vom Finanzamt Für seit dem 1. Januar 2016 erstmals zugelas- sene reine Elektrofahrzeuge (einschließlich Brennstoffzellenfahrzeuge) wurde die Kfz- Steuer-Befreiung auf zehn Jahre erweitert. Sie gilt für Personenkraftwagen, Nutzfahrzeuge, Leichtfahrzeuge und Krafträder für Zulassun- gen bis zum 31. Dezember 2020 (§ 3d Abs. 1 KraftStG). Auch eine vollständige Elektro- Umrüstung von Bestandsfahrzeugen ist einbezogen, soweit es sich um eine verkehrs- rechtlich genehmigte Maßnahme handelt. Für Elektrofahrzeuge fallen bis zum 31. Dezem- ber 2030 geringere Beträge zur Besteuerung des geldwerten Vorteils für die private Nutzung an. Reine E-Autos werden seit Anfang des Jahres nur noch mit 0,25 Prozent des Brutto- listenpreises besteuert, falls sie zuzüglich Sonderausstattung und einschließlich Mehr- wertsteuer unter 40.000 Euro gekostet haben. Teurere reine E-Fahrzeuge werden weiter mit 0,5 Prozent des Bruttolistenpreises versteuert. Voraussetzung ist, dass die Wagen ab dem 1. Januar 2019 angeschafft oder geleast wurden. Eigene Regeln gelten für Hybrid-Fahrzeuge. Die private Nutzung von Diensträdern, ob herkömmliche Fahrräder, E-Bikes (bis zu einer Höchstgeschwindigkeit der elektrischen Unterstützung von 25 km/h) oder Lasten- räder, ist steuerfrei, wenn die Überlassung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeits- lohn erfolgt. Geleaste Diensträder können pauschal besteuert werden. Der geldwerte Vorteil aus der unentgeltlichen oder verbillig- ten Übereignung von betrieblichen Fahrrä- dern an den Arbeitnehmer kann pauschal mit 25 Prozent Lohnsteuer besteuert werden. Für rein elektrisch betriebene Nutzfahr- zeuge und Lastenfahrräder wurde ab dem 1. Januar 2020 das Wahlrecht zu einer Sonderabschreibung von 50 Prozent im Jahr der Anschaffung neben der planmäßigen Absetzung für Abnutzungen (AfA) nach § 7 Abs. 1 EStG geschaffen. Sie sind dabei als Fahrzeuge der EG-Fahrzeugklassen N1, N2 und N3 definiert. Begünstigt sind damit alle Fahrzeuge zur Güterbeförderung unabhängig von einer zulässigen Gesamtmasse. Elektrisch betriebene Lastenfahrräder sind Schwerlast- fahrräder mit einer Nutzlast von mind. 150 kg und einem Mindest-Transportvolumen von 1 m³, die mit einem elektromotorischen Hilfs- antrieb angetrieben werden. Dies gilt für alle nach dem 31. Dezember 2019 und vor dem 1. Januar 2031 angeschafften neuen Elektro- nutzfahrzeuge und elektrischen Lastenfahrräder. Das kostenlose „Betanken“ an Ladestationen beim Arbeitgeber ist bis Ende 2030 für private Elektro- und Hybridfahrzeuge sowie für privat genutzte Dienstwagen steuerfrei. Fo to : P et ai r - st oc k. ad ob e. co m Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2020 23 TITELTHEMA Auch wenn der Arbeitgeber Ladevorrichtungen verbilligt oder unentgeltlich an einen Arbeitnehmer übereignet, gibt es Begünstigungen. Nämlich dann, wenn der Mitarbeiter einen E-Dienstwagen nutzt und zu Hause laden muss. Der Arbeitgeber kann die Kosten für die Anschaffung und Installation übernehmen und sie mit 25 Prozent pauschal lohnversteuern. Gleiches gilt für Arbeitgeberzuschüsse, wenn der Arbeitnehmer eine „Stromtankstelle“ anschafft (§ 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 6 EStG). „Tanken“ – unkompliziert und überall Auch Unternehmen werden beim Aufbau von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur an ihrem Standort unterstützt. Bis 2020 fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) den Aufbau von mindestens 15.000 Ladestationen mit einem Volumen von 300 Millionen Euro. Davon sind 100 Millionen für Normal- ladung bis 22 kW sowie 200 Millionen für Schnellladung ab 22 kW Ladeleistung vorgesehen. Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen, also grundsätzlich alle Unternehmen. Wer als privater Investor Ladesäulen aufstellt, bekommt maximal 60 Prozent der Investitionskosten für einen Lade- punkt erstattet. Die Höchstsätze für Normal- und Schnell- ladepunkte sind abhängig von der Leistungsklasse. Auch die Kosten für Erdarbeiten und Netzanschlüsse können gefördert werden. Unternehmen wenden sich an die Geschäftsstelle Elektromobilität – Projektleitstelle Bundes- projekte, angesiedelt bei der Stadtwerke Offenbach Holding GmbH. Forschung und Entwicklung Das Land Hessen fördert die Entwicklung innovativer Technologien und Produkte für die Elektromobilität mit Zuschüssen in Höhe von bis zu 500.000 Euro. Antrags- berechtigt sind Unternehmen jeder Größe mit Sitz oder Betriebsstätte in Hessen. Nur Projekte mit einem Gesamt- ausgabenvolumen von mindestens 10.000 Euro werden gefördert. Kontakt Peter Sülzen Telefon 069 8207-244 suelzen@offenbach.ihk.de Elektrisiert die Straße. Nicht nur für Design-Fans: Der Audi e-tron Sportback¹ - jetzt bei uns bestellbar. Der erste rein elektrische Sportback von Audi in der Antriebsvariante 55 quattro1 begeistert mit 300 kW (408 PS) Leistung und vereint eine neu interpretierte coupéhafte Linienführung mit sportivem Auftritt. Ergebnis: pure Emotion - ohne Abstriche. Machen Sie sich bereit: Der neue Audi e-tron Sportback1 steht in den Startlöchern. Jetzt sind das Fahrzeug und andere Elektro- und Hybridmodelle bei uns bestellbar! 1 Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 23,9– 20,6 (NEFZ); CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 0. Angaben zu den Kraftstoff-/Stromverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung des Fahrzeug. Alle Angaben basieren auf den Merkmalen des deutschen Marktes. Autohaus Brass Vertriebs GmbH & Co. KG Paul-Brass-Straße 7 63128 Dietzenbach Tel.: 0 60 74 / 8 01-5 Fax: 0 60 74 / 8 01-4 44 info.dietzenbach@brass-gruppe.de www.brass-dietzenbach.audi Afföllerstraße 108 35039 Marburg Tel.: 0 64 21 / 5 90 74-0 Fax: 0 64 21 / 5 90 74-1 00 info.marburg@brass-gruppe.de www.brass-marburg.audi Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 202024 TITELTHEMA Die Vorteile des Fortbewegungsmittels, ob es mit reiner Muskelkraft oder zusätzlich mit einem E-Motor ange- trieben wird, liegen auf der Hand. Gegenüber einem normalen Fahrrad bietet es deutlich bessere Transport- möglichkeiten. Selbst ein hochwertiges Lastenrad mit E-Motor ist in Anschaffung, Unterhalt und Verbrauch kostengünstiger als ein Auto. Auf dem Radweg schnurrt es an Ampelschlangen vorbei und darf gegen für Räder freigegebene Einbahn- straßen fahren. Eine Abstellmöglichkeit ist meist schnell gefunden. Bei Distanzen von wenigen Kilometern genießt sein Nutzer so gut wie immer einen Zeitvorteil. Laut dem Umweltbundesamt zeigen Untersuchungen aus deut- schen Großstädten, dass 40 bis 50 Prozent der Autofahrten über eine Strecke von weniger als fünf Kilometern Länge führen. Sie liegen damit in einem Entfernungsbereich, in dem Fahr- und Lastenräder die schnellsten Verkehrsmittel sind. Darüber hinaus profitieren die Gesundheit des Fahrers und die Umwelt vom „Umsatteln“. Nicht zuletzt leistet ein Unternehmen, das ein Lastenrad einsetzt, einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit und verbessert sein Image. Ideal für den Firmen-Fuhrpark Das Rad mit dem großen Plus Gerade in Innenstädten mit viel Verkehr und wenig Parkplätzen ist ein Lastenrad eine gute Alternative oder Ergänzung zum Firmenwagen. Per Leasing zum Lastenrad Birgit Fabry, Geschäftsführerin von Velocul- tour in Dreieich, hat unter anderem Lasten- räder im Angebot und sagt: „Die Einsatzmög- lichkeiten sind vielfältig – beispielsweise im innerbetrieblichen Transport, im Lieferser- vice von Restaurants oder Kurierdiensten, für Kundenbesuche von Handwerksbetrieben. In der aktuellen Corona-Krise ist ein Lasten- rad ideal zur Auslieferung von Lebensmitteln. Es ist einfach eine nachhaltige Alternative zum Kraftfahrzeug.“ Ein Modell mit solider Grundausstattung, das sich für die gewerb- liche Nutzung eignet, gebe es ab etwa 3.500 Euro. Allerdings sind die Unterschiede in Kapazität, Ausführung und Ausstattung deutlich. Für die Auswahl sind die jeweiligen Bedürfnisse und vorgesehenen Einsatzbereiche maß- geblich. „Mit einem E-Lastenbike geht es viel einfacher. Der Transport ist für den Fahrer erheblich schneller und komfortabler. Die Motorunterstützung ist unschlagbar attraktiv, da sie dem Fahrer Kräfte spart und auch schwere Lasten transportierbar sind“, sagt die Händlerin. Wie ein Pkw oder Lieferwagen kann ein Las- tenrad geleast werden. Fabry und ihr Team kümmern sich um die Vertragsdetails. „Wir bieten ein komplettes Service- und Versiche- rungspaket an. So wird die Investition sehr gut kalkulierbar.“ Darüber hinaus weist sie auf die Möglichkeit des Dienstrad-Leasings für Mitarbeiter hin. Der Preisvorteil könne hier bis zu 48 Prozent im Vergleich zum Kauf betragen. Im Bikeleasing sei als Basis eine Versicherung Pflicht, die Diebstahl, Vandalismus und Unfall abdeckt. Darüber hinaus ist eine Mobilitätsgarantie bis zu 150 Euro enthalten. „Das bedeutet, dass man bei einer Panne einen Transportservice in Anspruch nehmen kann“, erklärt Fabry. „Bei der Premium-Plus-Versicherung ist der komplette Verschleiß abgedeckt. Weiterhin kann man die Inspektionen mit dazu neh- men. Die sind im Velocultour Bikeleasing- Konzept ohnehin inkludiert“, berichtet sie. Zu „Bike-Days“ bringt sie eine Auswahl an infrage kommenden Rädern auf die Firmen- gelände von Interessenten mit und berät individuell. www.velocultour.de Birgit Fabry führt Velocultour gemeinsam mit ihrem Ehemann Holger. Sie verfügen über ein breites Know-how zu Lastenrädern und helfen beim Leasen. Fo to : V el oc ul to ur Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2020 25 TITELTHEMA Wunderbar wandelbar „Wir sind ein Team aus Produktdesignern, Ingenieuren, Projektmanagern und Kreativen aus Frankfurt am Main und Offenbach, das die Zweiradmobilität im urbanen Raum revolu- tionieren möchte“, ist auf der Internetseite von Convercycle Bikes zu lesen. Was sie ent- wickelt haben, ist ein Two-in-one-Rad, das die Vorteile eines kurzen und wendigen Stadtrads (City-Bike) mit den Transportmöglichkeiten eines Lastenrads (Cargo-Bike) vereint. Mit nur einem Handgriff – so die Anbieter – lässt sich das Hinterrad des Gefährts komplett ohne Werkzeug oder großen Kraftaufwand aus einer korbähnlichen Struktur ausklappen. Dadurch entsteht hinter dem Sattel eine Ladefläche, die den Transport von Lasten auch in 40-mal-60-cm-Euronormboxen mit bis zu 60 kg erlaubt (zulässiges Gesamt- gewicht: 180 kg für Gepäck plus Fahrer und Fahrrad). Wird sie nicht benötigt, ist das Hin- terrad schnell wieder in den Korb geklappt. Das Convercycle Bike lässt sich im City- und im Cargo-Modus komfortabel fahren und beladen. Im eingeklappten Modus ist es gut im öffentlichen Nahverkehr oder in Aufzügen transportierbar. Es passt in normale Fahr- radständer. Auf seinem Hinterbau hochkant aufgestellt wird es platzsparend zum Beispiel im Wohnungsflur untergebracht. Eine besondere Gitterrohrrahmen-Konstruk- tion aus hochwertigem Stahl garantiert hohe Stabilität. Vor allem die auf Dreiecken basierende Geometrie des Lastenkorbs ist aus statischer Sicht ein Vorteil. Zusätzlich stabilisieren mehrere Verriegelungsmechanis- men das Rad im ein- und ausgeklappten Zustand. Mit dieser Ausstattung ist es für die gewerbliche Nutzung geeignet. „Unter unseren Kunden sind Hotels und Gastronomiebetriebe, mittelständische Handwerksbetriebe, Architekturbüros, produzierende Unternehmen mit größeren Firmengeländen, Lieferdienste sowie Erlebnis- beziehungsweise Freizeitanbieter“, berichtet David Maurer-Laube, studierter Produktdesigner von der Hochschule für Gestaltung Offenbach und Erfinder des Convercycle Bikes. Der Wartungsaufwand für das Convercycle Bike ist mit dem eines herkömmlichen Fahrrads oder E-Bikes vergleichbar. Beim Bau werden Standardkomponenten verwendet. Auch alle Verschleißteile, die den klappbaren Antrieb ermöglichen, sind Standardteile aus dem Fahrradbau. Demnächst soll passgenaues Zubehör verfügbar sein. Ein Inlay soll im City- und im Cargo-Modus zum Beladen verwendet werden können. Außerdem sind ein Kinder- sitz, eine Kindersitzbank für zwei Kinder, eine verschließbare Box, eine Tiertransportbox, ein Regenschutz sowie Packtaschen geplant. www.convercycle.com Das Convercycle Bike ist schnell vom City-Bike in ein Lasten- rad verwandelt. Fo to : C on ve rc yc le B ik es Vom optimalen Architektenentwurf bis zur schlüsselfertigen Ausführung ▪ GANZHEITLICH: Produktion und Logistik ▪ SPEZIALISIERT: Wohn- und Geschäftshäuser ▪ ERFAHREN: Büro und Handel ▪ VERANTWORTLICH: Planung und Entwicklung ▪ SCHLÜSSELFERTIG: Neubauten und Sanierung ▪ VERBINDLICH: Termin- und Festpreisgarantie A B B A WEIL UNSER MASSSTAB IHRE HOHEN ERWARTUNGEN SIND. www.joekel.de Joekel_AZ_IHK_rz_02.indd 1 26.01.17 09:25 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 202026 TITELTHEMA Smartphone zücken, Hopper-App starten und die individuelle Fahrt buchen: So schnell und einfach lässt sich die Mobilität mit dem Hopper organisieren, beschreibt es die kvgOF. Das Sammeltaxi ist in Seligenstadt, Mainhausen, Hainburg sowie in Klein-Auheim verfügbar. Zudem ist der Hanauer Haupt- bahnhof in das Betriebsgebiet eingebunden. Der Hopper bedient also zunächst den Ost- kreis im Kreis Offenbach sowie Teilbereiche der Stadt Hanau und verhilft den Menschen dort zu mehr Flexibilität und Mobilität. Da sich Passagiere mit ähnlichem Ziel die Fahrt teilen, werden die Straßen entlastet, Ressourcen eingespart und die Umwelt geschont. Der Hopper ist von Montag bis Sonntag zwischen 5:30 Uhr und 1:30 Uhr buchbar, auch an Feier- tagen und selbst in Corona-Zeiten. Flexibel im Ostkreis unterwegs Wo kein Bus fährt, kommt der Hopper Wo Bus und Bahn selten oder kaum fahren, bietet die Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach mbH (kvgOF) seit Juli 2019 einen zusätzlichen Service: das Sammeltaxi Hopper. Im Ostkreis schließt das Sammeltaxi Hopper Lücken im ÖPNV. Fo to : p in ed a- fo to gr af ie 47 % der Nutzer sind zwischen 18 und 35 Jahren alt Zuverlässig dank klarer Regeln Damit der Service reibungslos funktionieren kann, gibt es einige Spielregeln. Der Fahrgast registriert sich normalerweise mit Namen und E-Mail über die Hopper-App auf seinem Handy. Eine telefonische Registrierung und Buchung wird ebenfalls angeboten. Wer einen Fahrtwunsch hat, gibt Abhol- und Zielort an und lässt sich per App zur nächst- gelegenen Haltestelle führen. Ein hinterlegtes Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2020 27 TITELTHEMA System sammelt Anfragen, analysiert und verknüpft die Fahrtwünsche mehrerer Personen. Auf dieser Grundlage ermittelt es die optimale Route. Um Verzögerungen im Betriebsablauf zu vermeiden, müssen die Nutzer pünkt- lich an ihrem ausgewählten Starthaltepunkt bereitstehen. Wer gebucht hat und nicht erscheint, zahlt dennoch. Die Mitnahme von Gepäck ist eingeschränkt. Tiere werden aus Rücksicht auf andere Mitfahrer nicht transportiert. Einige der eingesetzten Fahrzeuge sind barrierefrei. Der Fahrpreis setzt sich variabel aus einem Grundpreis (1,60 Euro), einem Komfortzuschlag (1,00 Euro) sowie einer entfernungsabhängigen Pauschale (0,20 Euro/km) zusammen. Erwachsene bezahlen für eine Fahrt 2,60 Euro bis zu einer Fahrtdistanz von zwei Kilometern rund um den Haltepunkt. Für Strecken über diese Distanz hinaus werden pro angefangenen Kilometer 0,20 Euro zusätzlich berechnet. Ermäßigungen gibt es unter anderem für RMV-Zeitkarten-Inhaber und Kinder. Die Bezahlung erfolgt bargeldlos per Kreditkarte, PayPal oder EC-Karte. Neue Kunden gewonnen Im Februar berichtete die kvgOF, dass mittlerweile mehr als 7.000 Menschen monatlich das Angebot nutzen. Nach einer Kundenbefragung gibt es seit März die Möglichkeit zur Vorausbuchung mit Angabe der gewünschten Abhol- beziehungsweise Ankunftszeit. „Gerade für Pendler ist es wichtig zu wissen, dass sie ihren Anschluss zur S-Bahn oder zum Zug erreichen können”, erklärt Andreas Maatz, Geschäftsführer der kvgOF. Einen minimalen Zeitpuffer für den Zustieg weiterer Passagiere rechne das System eigenständig ein. Die Befragung hat ergeben, dass 47 Prozent der Nutzer des Angebots zwischen 18 und 35 Jahren alt sind. „Mit dem Hopper konnten wir viele Neukunden für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gewinnen“, sagt Maatz und berichtet von Überlegungen, weitere Städte einzubeziehen. www.kvgof-hopper.de NISSAN e-NV200 Kastenwagen Autohaus Mustermann Musterstraße 123 • 45678 Musterhausen Tel.: 01 23 45/67 89 00 www.autohausmustermann.de AUFLADEN. EINLADEN. ABLADEN. DER NEUE NISSAN e-NV200. NISSAN FIRMENKUNDEN 100 % elektrisch. Abb. zeigt Sonderausstattung. 15 Jahre Garan- tie bis 160.000 km für alle NISSAN Nutzfahr- zeug-Modelle sowie für den NISSAN EVALIA. Ausgenommen ist der NISSAN e-NV200, für den 5 Jahre/100.000 km gelten, wobei sich die 5 Jahre Garantie aus 3 Jahren/100.000 km Herstellergarantie und kostenfreien 2 Jahren NISSAN 5★ Anschlussgarantie des teilnehmenden NISSAN Partners zusammensetzen. Der kom- plette Umfang und Inhalt der Anschlussgarantie kann den NISSAN 5★ Anschlussgarantiebedingungen entnommen wer- den, die der teilnehmende NISSAN Partner für Sie bereithält. 160.000 KM160.000 KM AUF ALLE NISSAN NUTZFAHRZEUGE1 ANZEIGE ANZEIGE Herr Tomas, in diesem Jahr wird IVECO 45 Jahre alt. Können Sie kurz skizzieren, wie das Unternehmen entstanden ist? Gunther Tomas: „Die späten 1960-er und frühen 1970-er Jahre waren geprägt durch eine Konsolidierung auf dem Markt der Nutzfahrzeuge. Es gab viele Hersteller, die angesichts neuer technischer Anforderungen und der damaligen Wirtschafts- krise alleine nicht mehr wettbewerbsfähig waren. Unter diesen Vorzeichen erfolgte 1975 der Zusammenschluss von insgesamt fünf Firmen mit einer 150-jährigen Erfahrung in der Entwick- lung und Produktion von LKW: Magirus-Deutz, Fiat, Lancia, Unic und OM. Durch weitere Zugänge in Form von Zukäufen, Allianzen und Joint Ventures entwickelte sich IVECO zu einem führenden Hersteller auf dem internationalen Nutzfahrzeug- Markt – mit fundiertem Know-How für innovative Produktent- wicklungen.“ Können Sie beschreiben, wie IVECO heute aufgestellt ist? Gunther Tomas: „IVECO betreibt Produktionsstandorte in vielen Teilen der Welt. Insgesamt erstrecken sich unsere Ge- schäftsaktivitäten auf mehr als 160 Länder. Dieser Erfolg gründet sich auch auf eine ständige kundenorientierte Weiter- entwicklung unserer Fahrzeuge und Produkte sowie kontinu- ierlichen technischen Innovationen. Unsere Fahrzeuge wur- den vielfach ausgezeichnet, zum Beispiel mit dem „Truck of the Year“-Award 2013 für den IVECO Stralis, den „Van of the Year“-Award 2015 für den Daily sowie den „Truck of the Year“- Award 2016 für den Eurocargo. Auch der Magelys räumte 2016 in seiner Kategorie die „Coach of the Year“-Auszeichnung ab. Noch wichtiger ist für uns aber, dass wir bei unseren Kunden für Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit zur Lösung ihrer Trans- portaufgaben stehen.“ 2018 hat IVECO einen besonderen Geburtstag gefeiert, nämlich das 40-jährige Produktionsjubiläum des IVECO Daily, einer Ikone im Transportermarkt... Gunther Tomas: „... und eine Ikone der Zuverlässigkeit im Ein- satz bei unzähligen Unternehmen, ja. Dafür erhielt er zu seinem 40. Geburtstag den „Van of the Year“-Award.“ Auch bei den Schwergewichten gibt es etwas Neues... Gunther Tomas: „... richtig, den IVECO S-WAY, der 2019 den Stralis in der Produktion ablöste und in diesem Jahr auf den Markt gekommen ist. Er setzt neue Maßstäbe bei der Fahrerori- entierung und punktet mit niedrigen Gesamtbetriebskosten.“ Iveco Süd-West Kompetenter Ansprechpartner für alle Nutzfahrzeugklassen Der Nutzfahrzeug-Hersteller IVECO gehört global zu den erfolgreichsten Anbietern in diesem Markt mit Produktionsstätten an den wichtigsten Industriestandorten sowie in Entwicklungsländern. Der Erfolg beruht auch auf der Innovationskraft von IVECO, etwa im Bereich der alternativen Antriebe, betont Gunther Tomas, Verkaufsleiter der Iveco Süd-West Nutzfahrzeuge GmbH in Frankfurt und Kassel. Gunther Tomas Verkaufsleiter Iveco Süd-West Nutz- fahrzeuge GmbH Gebaut für Profis. Designt für Fans. IVECO S-WAY Magirus Edition ANZEIGE ANZEIGE Herr Tomas, in diesem Jahr wird IVECO 45 Jahre alt. Können Sie kurz skizzieren, wie das Unternehmen entstanden ist? Gunther Tomas: „Die späten 1960-er und frühen 1970-er Jahre waren geprägt durch eine Konsolidierung auf dem Markt der Nutzfahrzeuge. Es gab viele Hersteller, die angesichts neuer technischer Anforderungen und der damaligen Wirtschafts- krise alleine nicht mehr wettbewerbsfähig waren. Unter diesen Vorzeichen erfolgte 1975 der Zusammenschluss von insgesamt fünf Firmen mit einer 150-jährigen Erfahrung in der Entwick- lung und Produktion von LKW: Magirus-Deutz, Fiat, Lancia, Unic und OM. Durch weitere Zugänge in Form von Zukäufen, Allianzen und Joint Ventures entwickelte sich IVECO zu einem führenden Hersteller auf dem internationalen Nutzfahrzeug- Markt – mit fundiertem Know-How für innovative Produktent- wicklungen.“ Können Sie beschreiben, wie IVECO heute aufgestellt ist? Gunther Tomas: „IVECO betreibt Produktionsstandorte in vielen Teilen der Welt. Insgesamt erstrecken sich unsere Ge- schäftsaktivitäten auf mehr als 160 Länder. Dieser Erfolg gründet sich auch auf eine ständige kundenorientierte Weiter- entwicklung unserer Fahrzeuge und Produkte sowie kontinu- ierlichen technischen Innovationen. Unsere Fahrzeuge wur- den vielfach ausgezeichnet, zum Beispiel mit dem „Truck of the Year“-Award 2013 für den IVECO Stralis, den „Van of the Year“-Award 2015 für den Daily sowie den „Truck of the Year“- Award 2016 für den Eurocargo. Auch der Magelys räumte 2016 in seiner Kategorie die „Coach of the Year“-Auszeichnung ab. Noch wichtiger ist für uns aber, dass wir bei unseren Kunden für Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit zur Lösung ihrer Trans- portaufgaben stehen.“ 2018 hat IVECO einen besonderen Geburtstag gefeiert, nämlich das 40-jährige Produktionsjubiläum des IVECO Daily, einer Ikone im Transportermarkt... Gunther Tomas: „... und eine Ikone der Zuverlässigkeit im Ein- satz bei unzähligen Unternehmen, ja. Dafür erhielt er zu seinem 40. Geburtstag den „Van of the Year“-Award.“ Auch bei den Schwergewichten gibt es etwas Neues... Gunther Tomas: „... richtig, den IVECO S-WAY, der 2019 den Stralis in der Produktion ablöste und in diesem Jahr auf den Markt gekommen ist. Er setzt neue Maßstäbe bei der Fahrerori- entierung und punktet mit niedrigen Gesamtbetriebskosten.“ Iveco Süd-West Kompetenter Ansprechpartner für alle Nutzfahrzeugklassen Der Nutzfahrzeug-Hersteller IVECO gehört global zu den erfolgreichsten Anbietern in diesem Markt mit Produktionsstätten an den wichtigsten Industriestandorten sowie in Entwicklungsländern. Der Erfolg beruht auch auf der Innovationskraft von IVECO, etwa im Bereich der alternativen Antriebe, betont Gunther Tomas, Verkaufsleiter der Iveco Süd-West Nutzfahrzeuge GmbH in Frankfurt und Kassel. Gunther Tomas Verkaufsleiter Iveco Süd-West Nutz- fahrzeuge GmbH Gebaut für Profis. Designt für Fans. IVECO S-WAY Magirus Edition ANZEIGE ANZEIGE Apropos sparsam: Umweltfreundliche Antriebe sind eines der zent- ralen Themen unserer Tage… Gunther Tomas: „Deswegen finden Sie alternative Antriebe bei uns über die komplette Fahrzeug-Range. Wir bieten beispiels- weise den Daily, den Eurocargo sowie den S-WAY in der Natu- ral Power Version mit Erdgas als Kraftstoff. Gasbetriebene Fahrzeuge erfüllen spielend heutige und zukünftige Abgasnor- men, ermöglichen freie Fahrt in Umweltzonen, erlauben dank niedriger Geräusch-Emissionen Nachtlieferungen, verbrauchen weniger und günstigeren Kraftstoff als Dieselfahrzeuge, profi- tieren auf Antrag von Steuererleichterungen und staatlicher Förderung bis zu 12.000 € bei Anschaffung eines IVECO-Gas- fahrzeugs. Mit den alternativen Gasantrieben von IVECO punkten Spediteure aber auch bei umweltbewussten Kunden und sorgen für einen echten Wettbewerbsvorteil. Obendrein spart man damit z.B. Mautgebühren auf deutschen Straßen. Wird auch der S-WAY bei der Iveco Süd-West Nutzfahrzeuge GmbH erhältlich sein? Gunther Tomas: „Selbstverständlich. Als 100-prozentige Nie- derlassungstochter der Iveco-Magirus AG sind wir seit über 20 Jahren kompetenter Ansprechpartner für die Region zwischen Kassel und Freiburg und führen das gesamte IVECO-Nutzfahr- zeugprogramm. Zudem sind wir Vertragshändler und Service- partner für alle Fiat Professional Produkte. Kunden finden bei uns für jeden Einsatzzweck, ob KEP, Spedition oder Kommu- naldienst, garantiert das ideale Fahrzeug. Wir beraten auch vor Ort zu unseren umfangreichen Ersatzteil- und Servicelösungen. So bleiben unsere Kunden stets mobil und können sich ganz auf Ihr Geschäft konzentrieren. Auch in diesen schwierigen Corona- Zeiten sind wir selbstverständlich weiterhin für Sie da!“ LEICHT ZU HABEN UNSERE SOFORT VERFÜGBAREN DAILY EASY-MODELLE ab 19.999 €* * Sonderpreis zzgl. MwSt. und Überführungskosten für einen Daily 35S12V mit Radstand 3520 mm und Dachhöhe 1900 mm. Dieses Angebot gilt für Gewerbekunden und nur bei teilnehmenden IVECO-Partnern bis 30.06.2020 und nur, solange der Vorrat reicht. Abbildungen unverbindlich, Modelle können abweichen. Irrtum, Widerruf, Fehler und Änderungen vorbehalten. Kontakt Telefon 069 794097 – 0 info@iveco-sw.de www.isw-nutzfahrzeuge.de www.facebook.com/iveco- suedwest/ Iveco Süd-West Nutzfahrzeuge GmbH Betrieb Frankfurt Xaver-Fendt-Str. 1 60437 Frankfurt/Main Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 202030 MENSCHEN & WIRTSCHAFT Fo to : C ap an ov a „Capanova ist die erste Naturkosmetik- Serie zum Haare stylen für Männer“, sagt Benjamin Koch. Er hat sie entwickelt und im Frühjahr auf den Markt gebracht. Auf die Geschäftsidee kam der Gründer durch eine eigene, ungute Erfahrung mit einem Stylingprodukt: „Meine Haare wurden immer dünner und fielen teilweise sogar aus – gleich zwei Probleme, die ich vor der Verwendung so nicht kannte“, erzählt er. Mit ärztlicher Unterstützung stellte er fest: Womit er seine Haare in Form brachte und eigentlich pflegen wollte, war so reich an Chemie, dass sie nicht mehr atmen konnten und abzusterben drohten. Auf der Suche nach einer natürlichen Alternative, erkannte er eine Marktlücke. „Im Bereich Haarstyling werden immer noch aus ökologischer Sicht kritische Inhaltsstoffe eingesetzt, weil angeblich mit Naturinhalts- stoffen kein Halt im Männerhaar zu erzeugen ist“, kritisiert er. Nummer „1“ werden „Ich hatte nie vor, ein Unternehmen zu gründen“, sagt der 36-Jährige, der nach Ausbildung und Studium in Marketing und Vertrieb angestellt war. Capanova, was so viel bedeutet wie „neues Haar“, entwickelte er „nebenbei“. Als er wusste, was er wollte, nahm er Kontakt zu einer Werbeagentur auf und sah sich nach einem Produzenten um. „Das war eine Herausforderung. Die Auswahl an Herstellern in diesem kleinen, aber stark wachsenden Markt ist noch recht überschau- bar. Und ich suchte ja nach einem, der meine Birgit Arens-Dürr hat bei Capanova reingeschaut Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2020 31 MENSCHEN & WIRTSCHAFT Vision die weltweite Nummer ‚1‘ zu werden, auch stückzahlenmäßig in der Produktion abbilden kann“, berichtet Koch. Schließlich fand er diesen strategischen Schlüsselpartner, zu dem er sagt: „Einer der weltweit größten Naturkosmetikproduzenten glaubt an das Projekt und unterstützt mich auf meinem Weg. Durch diese Partnerschaft stecken in Capa- nova über 40 Jahre Wissen und Erfahrung mit Rezepturen auf Naturkosmetik-Ebene.“ Finanziert hat Koch das Projekt mit Eigen- kapital. Eine Handvoll privater Investoren hat sich beteiligt. „Wir sind finanziell absolut gefestigt. Ein, zwei strategische Partner würde ich allerdings noch ins Boot holen“, meint er. Was wirkt in Capanova? „Derzeit verkaufen wir in unserem Online- Shop eine Haarpaste, ein Haarclay (Clay = Ton oder Lehm) zum Modellieren und zum Fixieren das erste rein natürliche Männer- haarspray. Zur Pflege bieten wir mit unserem tiefenwirksamen ‚Leave-In‘ eine Kur an, die nicht ausgespült wird“, beschreibt Koch die derzeitige Linie. Sie ist mit dem unabhän- gigen Natrue-Label zertifiziert, das für reine Natur- und Biokosmetik vergeben wird. „Wir verwenden unter anderem Argan-, Avocado und Brokkolisamen-Öl, Ginkgo- und Bam- busblätter, Vulkanasche und Rosmarin und haben es geschafft, mit besten Rohstoffen ohne Zusatz von Chemie oder Mikroplastik Produkte herzustellen, die trotzdem sehr gute Stylingergebnisse erzielen“, sagt der Geschäftsführer. Dass seine Erzeugnisse dem Männerhaar guttun sei ein positiver Effekt. Dass sie die Umwelt nicht belasten, ein weiterer. „Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind mir wichtige Anliegen. Deshalb haben wir eine WWF-Patenschaft übernommen. Vor allem aber haben wir entschieden, ein komplett klimaneutrales Unternehmen zu sein. Den CO2-Ausstoß, den wir verursachen, gleichen wir aus, indem wir das Waldschutz-Projekt Madre de Dios in Peru unterstützen. Das Kli- maschutzprojekt gibt es seit 2009. Dabei wird ein 100.000 Hektar großes Gebiet geschützt und nachhaltig bewirtschaftet, um eine der wichtigsten Kohlenstoffsenken unseres Pla- neten zu erhalten.“ Er findet es enttäuschend, dass sich nicht mehr Unternehmen mit dem Thema Klimaneutralität befassen. Nichts überstürzen „Das nächste Ziel lautet, mit unseren ersten vier Produkten in die Sortimente von Droge- rien und Bio-Supermärkten aufgenommen zu werden“, erklärt Koch. Natürlich werde er oft gefragt, wie es mit einer Capanova-Frauenli- nie aussieht. Dazu sagt er: „Mit der Zielgruppe Männer kenne ich mich aus und ich sage mir: ‚Schuster bleib bei deinen Leisten‘. Es wird auch beim Thema Haare bleiben. Wir haben keine Körperpflegeprodukte geplant. Sicher werden wir die Linie nach und nach erweitern. Es ist wichtig, immer wieder etwas Neues anzubieten, zum Beispiel ein Shampoo oder Bartpflege. Aber wir wollen nicht zu viele Baustellen auf einmal aufmachen.“ https://www.capanova.de/ Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 202032 MENSCHEN & WIRTSCHAFT Arbeitsjubiläen 40 Jahre Michael Dittmann Peter Herth Röder Präzision GmbH, Egelsbach 30 Jahre Renald Huebner Röder Präzision GmbH, Egelsbach 25 Jahre Ralf Peschel Röder Präzision GmbH, Egelsbach 20 Jahre Franz Weih HEMA Maschinen- und Apparateschutz GmbH 15 Jahre Salvatore Amenta Baake GmbH & Co. KG Mussie Girmay Bernd Rachor HEMA Maschinen- und Apparateschutz GmbH 10 Jahre Patrik Gruner Ing. R. Gruner GmbH & Co. KG Ruth Trautmann PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG Iwona Lyszka Ratiolab GmbH Christoph Walter Sheraton Offenbach Hotel 5 Jahre Matthias Hemm Sheraton Offenbach Hotel Überreichen Sie Ihren langjährigen Mitarbeitern zu deren Arbeitsjubiläum als sichtbare Anerkennung eine Urkunde der IHK Offenbach am Main. Das Jubiläum wird auf Wunsch zusätz- lich in unserer Mitgliederzeitschrift „Offenbacher Wirtschaft“ veröffentlicht. Bei Interesse teilen Sie uns bitte mit: ❙ Name des Jubilars ❙ Jubiläumsdatum ❙ genaue Firmierung des Unternehmens (entsprechend Ein- tragung in Handelsregister bzw. Gewerbeanmeldung) Die Kosten für eine Urkunde mit Rahmung betragen 30 Euro inkl. MwSt. Weitere Informationen unter www.offenbach.ihk.de/P2863/ Kontakt IHK-Kundenzentrum Telefon 069 8207-0 | Fax -149 service@offenbach.ihk.de Stärkung der Außenwahrnehmung Vorstandssprecher benannt Frank Schuffelen vertritt die Mainhausener Genossenschaft nach außen. Die ANWR Group eG hat erstmals die Rolle des Vorstands- sprechers besetzt. Die Wahl fiel auf den 51-jährigen Schuffelen, der seit 2011 im Vorstand der Gruppe tätig ist. Aktuell verantwortet er die Bereiche Unternehmens- entwicklung und Unternehmenskommunikation sowie Personal, Finanzen, Controlling und das interne Kontroll- system. Zudem fungiert er als Aufsichtsratsvorsitzender der DZB Bank GmbH und der Aktivbank AG. www.anwr-group.com Fo to : A N W R Heusenstammer Straße 3 l 63179 Obertshausen Tel. 0 6104 9 531315 l www.goldhaus.net l Uhren l Silberwaren l Antiquitäten Ankauf von: l Schmuck l Gold l Münzen l Sammlungen l Porzellan l Bestecken SCHAFFEN SIE AUS ALTEN WERTEN NEUE MÖGLICHKEITEN Öffnungszeiten: Mo-Fr 10.00 - 13.00 Uhr + 15.00 - 18.00 Uhr I Sa 10.00 - 13.00 Uhr - Parkplatz im Hof - Sofortige Auszahlung l Zinn l Gemälden l Nachlässen Anz. Goldhaus 2sp. 90x66mm final.indd 1 05.02.20 18:51 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2020 33 MENSCHEN & WIRTSCHAFT Zum Marktbereich Offenbach gehören für das Geldinstitut auch die Filialen Heusenstamm, Mühlheim und Obertshausen. Im Privat- und Unternehmenskundensegment ist das Geschäftsvolumen 2019 dort gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Prozent gestiegen. „Insgesamt wurden hier in der Region 1.059 neue Kunden hinzugewonnen“, freut sich Hans-Theo Burtscheidt, Niederlassungsleiter Privat- und Unternehmerkunden aus Darmstadt. Die Bereitschaft zum Wechsel der Bankverbindung sei hoch. Die Commerzbank habe dabei mit dem kostenlosen Girokonto gepunktet. Im Firmenkundensegment seien 2019 in der Region Offenbach 38 neue mittelständische Unternehmen hinzugekommen. „Der Mittelstand in Offenbach wird in den nächsten Jahren ins- besondere für die zwei Megatrends Digitalisierung und Klimawandel Lösungen finden müssen. Zudem stellen Fachkräftemangel, Unter- nehmensnachfolge oder internationale Handelskonflikte Herausfor- derungen dar. Als Mittelstandsbank haben wir viele Antworten darauf für unsere Firmenkunden, und wir können sie mit unserer Expertise strategisch begleiten“, verspricht Frank Lankau, der am 1. März 2020 die Niederlassungsleitung in Darmstadt von Guido Groß übernommen hat. Der gebürtige Darmstädter Lankau ist seit über 30 Jahren bei der Commerzbank in verschiedenen Funktionen im Firmenkunden- geschäft tätig. www.commerzbank.de Zuversichtlich ins Jubiläumsjahr Neue Leitung im Firmenkundengeschäft Vor 150 Jahren wurde die Commerzbank in Deutschland gegründet. In der Region Offenbach sieht sie sich gut aufgestellt. V. l. n. r.: Frank Lankau mit Theo Burtscheidt, Niederlassungsleiter Privat- und Unternehmerkunden aus Darmstadt, und Thorsten Schultz, Gruppenleiter Unternehmerkunden- berater Niederlassung Darmstadt. Fo to : A re ns -D ür r/ IH K IHR PARTNER IN SACHEN ETIKETTEN Für jeden Etikettenbedarf die passende Lösung. Individuell in Form, Farbe, Material und Haftung. Herderstraße 8 63073 Offenbach am Main Tel 069 89993-0 Fax 069 89993-45 info@of-etiketten.de www.of-etiketten.de OFFENBACHER ETIKETTENFABRIK Joachim Siebert Anzeige_184x46_2019_Layout 1 23.10.2018 11:25 Seite 1 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 202034 BEKANNTMACHUNG Wichtige Informationen zu den IHK-Abschlussprüfungen im Sommer 2020 Die IHK Offenbach am Main verschiebt, wie alle anderen IHKs in Deutschland, die bundeseinheitlichen schriftlichen Abschlussprüfungen Sommer 2020 in allen Ausbildungsberufen. Aufgrund der aktuellen Lage ist die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen zum ursprünglichen Termin nicht gewährleistet. Damit leisten wir einen weiteren Beitrag zum gemeinsamen Aufruf der Bundeskanz- lerin und der Ministerpräsidenten der Länder, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen. Die IHK-Organisation plant, die schriftlichen IHK-Ausbildungsprüfungen in der Kalenderwoche 25 durchzuführen: Industriell-technische schriftliche Prüfungen: 16. und 17. Juni 2020 Kaufmännische schriftliche Prüfungen: 18. und 19. Juni 2020 Generell gilt, egal welche schriftliche Prüfung: Einladung erhalten für 28. April – verschoben auf 18. Juni Einladung erhalten für 29. April – verschoben auf 19. Juni Einladung erhalten für 12. Mai – verschoben auf 16. Juni Einladung erhalten für 13. Mai – verschoben auf 17. Juni Die genauen Termine, sowohl für die schriftlichen als auch für die praktischen/mündlichen Prüfungen, werden den Auszubildenden rechtzeitig schriftlich mit einem neuen Einladungsschreiben mit- geteilt (ca. 4 Wochen vor dem Termin). Die mündlichen und prakti- schen Prüfungen werden von Ende Mai bis Ende Juli stattfinden. Wichtige Informationen für die Ausbildungsbetriebe: Die Ergeb- nisse der Abschlussprüfungen Sommer 2020 werden erst im Juli 2020 vorliegen. Die Prüflinge der kaufmännischen Berufe erhalten ihre Prüfungsbescheinigungen umgehend per Post. Gleichzeitig werden die Ausbildungsunternehmen informiert. Die Prüflinge der gewerblich-technischen Berufe erhalten ihre Ergebnisse im Laufe des Julis. Alle Informationen werden in der Einladung zur Prüfung enthalten sein. Wann endet das Ausbildungsverhältnis? • Mit Ablauf der im Ausbildungsvertrag festgelegten Ausbildungs- zeit oder • wenn die Ausbildungsprüfung vor Ablauf der vereinbarten Aus- bildungszeit bestanden wurde. Hier gilt der Tag des Empfangs der Prüfungsbescheinigung Achtung: Auszubildende, deren Ausbildungsvertrag vor dem letzten Prüfungstag endet, haben ein Anrecht auf Vertragsverlängerung. Abgesagte Abschlussprüfung Teil 1 Frühjahr 2020 Alle Prüfungsteilnehmer, die im Frühjahr 2020 für ihre Abschlussprü- fung Teil 1 angemeldet waren, werden ihre Prüfung im Herbst 2020 zum regulären Termin absolvieren. Mechatroniker: 15. September 2020 Industriell-technische Berufe: 22. und 23. September 2020 (die praktischen Termine werden noch festgelegt) Kaufmännische Berufe: 28. und 29. September 2020 und weitere noch festzulegende Termine Die entsprechenden Termine, sowohl für die schriftlichen als auch für die praktischen Prüfungen, werden den betreffenden Auszu- bildenden und den Ausbildungsunternehmen rechtzeitig schriftlich mitgeteilt. Beleihen Sie Ihre private Kapitallebens- oder private Rentenpolice zum aktuellen Rückkaufswert. Ohne Schufa-Eintragung. Sie erhalten das Angebot online unter www.lv-kredit.de Bis zu einer Darlehenssumme von 39.999 Euro können Sie das Darlehen jederzeit und ohne Vorfälligkeitsentschädigung zurückzahlen. Die kreditgebende Bank ist die Volksbank Weschnitztal eG, das Angebot gilt bundesweit für Policen aller Lebensversicherer im GdV ab 1.000 Euro. Fondsgebundene Policen können bis zu 60 % des aktuellen Fondsguthabens beliehen werden. Auch beitragsfreie Policen werden beliehen. Wenn die nächsten Monate nicht zu Ihrem persönlichen Lockdown werden sollen: Handeln Sie jetzt! Kontakt WhatsappKontakt Apple Business Chat Beleihung Ihrer Kapitallebens- und privaten Rentenpolice Schnell, günstig, unbürokratisch Fragen? 06253 / 9800 8131 Nutzen Sie unsere Hotline für Ihr individuelles Angebot per Messenger: Vermittlung durch die LifeFinance KG, Griesheim Zwischenprüfung/Abschlussprüfung Teil 1 in anerkannten Ausbildungsberufen im Herbst 2020 Die IHK Offenbach am Main informiert bis Mitte Mai 2020 alle Ausbildungsbetriebe schriftlich, welche Auszubildenden zur Zwischenprüfung/Abschlussprüfung Teil 1 im Herbst 2020 vorgesehen sind. Für die in diesem Aufforderungs-/Anmeldeschreiben genannten Auszubildenden ist eine Anmeldung zur Zwischenprüfung nicht mehr erforderlich. Für die Anmeldung zur Abschlussprüfung Teil 1 ist der Anmeldeschluss der 30. Mai 2020. Spätere Anmeldungen können für diese Prüfung nicht mehr berücksichtigt werden. Auszubildende, die im Schreiben genannt sind, jedoch nicht an der Prüfung teilnehmen sollen, müssen der IHK Offenbach am Main bis 30. Mai 2020 schriftlich gemeldet werden. Die Teilnahme an der Zwischenprüfung/Abschlussprüfung Teil 1 ist Zulassungs- voraussetzung für die Abschlussprüfung/Abschlussprüfung Teil 2. Zur Zwischenprüfung/Abschlussprüfung Teil 1 im Herbst 2020 werden von der IHK Offenbach eingeplant: Für die industriell-technische Zwischenprüfung: • alle Auszubildenden in zweijährigen Ausbildungsberufen, deren Ausbildung in der Zeit vom 1. April 2019 bis 31. März 2020 begonnen hat; • alle Auszubildenden, die aufgrund der Berufsgrundbildungsjahr- oder Berufsfach- schul-Anrechnungsverordnung eine verkürzte Ausbildung in zweijährigen Aus- bildungsberufen in der Zeit vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2020 begonnen haben bzw. beginnen Für die kaufmännische Zwischenprüfung/Abschlussprüfung Teil 1: Alle Auszubildenden in kaufmännischen und kaufmännisch-verwandten Ausbildungsberufen, deren Ausbildungsdauer 3 Jahre beträgt Ausbildungsbeginn 01.03.2019 verkürzt 2 ½ Jahre beträgt Ausbildungsbeginn 01.08.2019 verkürzt 2 Jahre beträgt Ausbildungsbeginn 01.03.2020 Verkäufer, Fachlageristen, Servicefahrer, Servicefachkraft für Dialogmarketing und Kaufleute für Dialogmarketing: Ausbildungsbeginn 01.08.2019 Gastronomieberufe: 3 Jahre Ausbildungsbeginn 01.08.2019 verkürzt 2 + 2 ½ Jahre Ausbildungsbeginn 01.03.2020 Alle Auszubildenden, die vor den genannten Terminen ihre Ausbildung begonnen und noch keine Zwischenprüfung/Abschlussprüfung Teil 1 abgelegt haben. Für Auszubildende, die zum Zeitpunkt der Prüfung das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist gem. § 35 Abs. 2 BBiG der Ausbildungsbetrieb verpflichtet, die ärztliche Bescheinigung über die erste Nachuntersuchung gem. § 33 Abs. 1 JArbSchG vorzulegen. Bitte reichen Sie eine Kopie der Bescheinigung ein. Anmeldung zu den Abschlussprüfungen im Winter 2020/2021 Zur Winterprüfung 2020/2021 sind von den Ausbildungsbetrieben anzumelden bzw. können sich selbst anmelden: • Auszubildende, deren Ausbildungszeit bis zum 30. April 2021 endet. • Auszubildende, deren Ausbildungszeit nach dem 30. April 2021 endet und die die Abschlussprüfung vorzeitig ablegen möchten. • Wiederholer (auch Teilwiederholer). • Externe Bewerber, die aufgrund ihrer Berufstätigkeit an der Prüfung teilnehmen möchten. Anmeldeschluss ist für alle Berufe der 1. August 2020. Später eingehende Anmeldungen können nicht mehr berücksichtigt werden. Ver- antwortlich für die rechtzeitige Anmeldung ist der Ausbildungsbetrieb, bei vorzeitiger Prüfung / Externenprüfung der Prüfungsbewerber. Auskünfte über die Prüfungsanmeldungen erteilen im Geschäftsbereich Aus- und Weiterbildung für kaufmännische Berufe Karin Basler (Telefon 069 8207-323), Dilan Köse – auch für IT-Berufe – (Telefon 069 8207-215) und Ortrud Schmidts (Telefon 069 8207-322). Für industriell-technische Berufe Sandra Martin (Telefon 069 8207-312), Mehtap Sayar (Telefon 069 8207-338) und Jennifer Wesenberg (Telefon 069 8207-337). Firmen, die bis zum 14. Juni 2020 nicht im Besitz der Anmeldeformulare sind, bitten wir um Anruf (Telefonnummern siehe oben). Anmelde- und Antragsformulare für vorzeitige Prüfung / Externenprüfung können von unserer Homepage unter www. offenbach.ihk.de (Aus- und Weiterbildung / Prüfungen in der Ausbildung / ....) heruntergeladen werden. Prüfungstermine Kaufmännische / IT-Abschlussprüfungen: 24. / 25. November 2020 (schriftliche Prüfung) 11. bis 29. Januar 2021 (mündliche Prüfungen / praktische Übungen / Präsentationen und Fachgespräche) Industriell-technische Abschlussprüfungen: 1. / 2. Dezember 2020 (schriftliche Prüfung) Die praktischen und mündlichen Prüfungen sind ab 11. Januar bis Ende Februar 2021 geplant. Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2020 35 BEKANNTMACHUNG Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 202036 NETZWERKE Die Krise gemeinsam bewältigen Eine sehr spezielle Erfahrung für junge Unternehmer Die Corona-Krise trifft alle Branchen und bringt Unsicherheit und Chaos. Auch Offenbachs junge Wirtschaft bleibt nicht verschont. Corona bewegt die Wirtschaftjunioren. Es berichten: Jennifer Gehrke (l.), Landesvorsitzen- de der WJ Hessen 2020, Sven Franzen (M.), Wirtschaftsjunior, Mitglied der Vollversammlung der IHK Offenbach am Main und Unternehmer aus Offenbach sowie Larissa Steinmüller (r.), Präsidentin der WJ Offenbach und Mitglied der Geschäftsführung der Schoder GmbH in Langen. Allerdings berichten die Wirtschaftsjunioren Offenbach (WJ) von unterschiedlichen Aus- wirkungen. Während sich einige vor Aufträgen kaum retten können, müssen andere ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken und ums Überleben kämpfen. Besonders schwierig ist es für diejenigen, die sich noch nicht auf Online-Business eingestellt hatten und jetzt kreativ werden müssen. Die Consulting-Bran- che leidet besonders. Auch wenn Beratung online erfolgen kann, wird diese Dienstleis- tung derzeit als Luxus betrachtet. Steuer- und Finanzberater haben dagegen einen extrem starken Zulauf. Insbesondere für Arbeitgeber sind die aktuel- len Herausforderungen groß. Auch wenn die Einrichtung der Homeoffice-Plätze schnell und einfach war, gilt es jetzt, die Mitarbeiter aus der Ferne zu führen. Gleichzeitig steht die Beantragung von Corona-Hilfen, Kurzarbeit und Sofortkrediten an. Und wer noch Kapazi- tät hat, versucht kreativ zu sein, um sein aktuelles Geschäftskonzept zu überdenken. Die sogenannte Soforthilfe für Unternehmen wird von vielen als unfair empfunden, denn die bekommen nur diejenigen Selbstständi- gen und Unternehmer, die akut in finanzieller Notlage sind. Das bedeutet für alle, die gut gewirtschaftet haben: Sie müssen ihr über Jahre erarbeitetes Polster zuerst aufbrauchen, um in wirtschaftliche Not zu geraten. Erst dann können sie eventuell die Soforthilfe in Anspruch nehmen. Sven Franzen, Geschäfts- führer der Tiger Marketing Group GmbH, aktiver Wirtschaftsjunior und Mitglied der Vollversammlung der IHK Offenbach am Main, klagt darüber, dass sämtliche Personal- ausgaben bei der Berechnung des Liquiditäts- engpasses außen vor bleiben müssen: „Das Soforthilfeprogramm ist aus meiner Sicht eine Mogelpackung. In meiner Branche sind die Gehälter die wichtigsten Ausgabepositio- nen. Wenn wir für diese keine Unterstützung erhalten, wird uns die versprochene Sofort- hilfe nicht helfen. Zudem braucht es auch über die drei Monate der Soforthilfe hinaus ein Perspektive für die Unternehmen.“ Dennoch ist er zuversichtlich: „Diese Zeiten sehe ich als große Chance für uns alle. Deutschland wird sich verändern: Digitalisie- rung und Homeoffice haben in zwei Wochen Einzug gehalten, neue Googles der neuen Welt von morgen mit innovativen Ideen und Geschäftsmodellen werden geboren – hoffentlich auch deutsche! Wir sehen derzeit, wie Kunden unsere digitalen Marketing-Men- toring-Programme stark nutzen, um sich für die Zeit nach Corona zu wappnen und sich von Experten begleiten zu lassen. Denn eins ist sicher: Stillstand und Kopf in den Sand stecken ist keine Alternative.” Die derzeitige WJ-Landesvorsitzende Jennifer Gehrke appelliert, sich gegenseitig zu unter- stützen: „In schwierigen Zeiten zeigt sich umso mehr, dass es wichtig ist, sich mit Men- schen zu vernetzen, die sich mit ähnlichen Themen und Problemen beschäftigen. Die WJ stellen für junge Unternehmer ein belastbares Netzwerk dar, in dem sie Hilfe erhalten und Antworten bekommen – niemand ist in dieser Situation alleine.“ Larissa Steinmüller, die amtierende WJ-Prä- sidentin in Offenbach, berichtet, wie die Zusammenarbeit derzeit weitergeht: „Trotz der Corona-Krise blicken die Wirtschafts- junioren nach vorn. Wir unterstützen, wo es nötig ist, sei es mit Tipps für Arbeitgeber oder als Einkaufshilfe für Risikogruppen. Wir entwickeln neue Formate und treffen uns virtuell. Das kommt besser an als gedacht. In solchen Zeiten sieht man, wie wichtig es ist, ein starkes Netzwerk hinter sich zu wissen. Wir freuen uns auf Neuzuwachs und heißen junge Fach- und Führungskräfte, Selbstständige und die, die es werden möchten, willkommen.“ Im Augenblick tauschen sich die Wirtschafts- junioren Offenbach regelmäßig in Video- konferenzen (Zoom-Calls) aus und stehen einander mit Rat und Tat zur Seite. Jeder, der teilnehmen möchte, ist herzlich eingeladen. www.wj-offenbach.de Fo to : W J CoCorroo nana Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2020 37 RATGEBER Checkliste Die Corona-Checkliste der Hessischen Industrie- und Handelskammern führt alles auf, woran Unternehmer in diesen Tagen denken sollten. www.hihk.de Soforthilfe für Unternehmen Die Corona-Soforthilfe der Landesregierung soll die Liquidität von Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern sichern. Der Zuschuss beträgt maximal 30.000 Euro. www.offenbach.ihk.de/P5475 Finanzhilfen Förderkredite und Bürg- schaften helfen, Liquiditäts- engpässe zu überbrücken. www.offenbach.ihk.de/P5459 Öffnungsleitlinien Die strengen Regeln für Handel und Gastronomie werden nach und nach gelockert. Hier gibt es jeweils aktuelle Informationen. www.offenbach.ihk.de/P5463 Arbeitsrecht, Grundsicherung Wer bekommt Grundsiche- rung? Wie wird Kurzarbeit beantragt? Was gilt für Mit- arbeiter im Homeoffice und was in Quarantäne? Die Corona-Krise wirft ungewohnte Fragen auf. www.offenbach.ihk.de/P5460 Vertragsrecht Wie wirken sich Liefereng- pässe, -verzögerungen oder -ausfälle rechtlich aus? Ist die Pandemie ein Fall von „höherer Gewalt“? Helfen spezielle Klauseln? www.offenbach.ihk.de/P5464 Produktrecht Schnelles, unbürokratisches Handeln ist jetzt wichtig. Deshalb gelten vorüberge- hend für bestimmte Produkte Ausnahmeregeln. www.offenbach.ihk.de/P5461 Steuererleichterungen Bei den Finanzbehörden können Unternehmen Steuererleichterungen bean- tragen: zinslose Stundung, Vollstreckungsaufschub, die Herabsetzung von Einkommen- beziehungsweise Körper- schaftsteuervorauszahlungen oder des Steuermessbetrages. www.offenbach.ihk.de/P5473 Warenverkehr Ein vorrangiges Ziel ist es der- zeit, die Unternehmen und die Bevölkerung ausreichend mit Waren zu versorgen. www.offenbach.ihk.de/P5465 Dienstreisen Einreiseverbote und/oder Quarantänefälle erschweren den Montage- und Dienst- leistungsverkehr. Was ist derzeit möglich und welche Dokumente sind mitzuführen? www.offenbach.ihk.de/P5466 Auslandsinformationen Über Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in anderen Ländern informie- ren die deutschen Auslands- handelskammern (AHKs). www.offenbach.ihk.de/P5468 #GemeinsamCoronaÜberstehen Die Hilfsangebote im Überblick Viele Unternehmen brauchen jetzt Hilfe. Unkompliziert, schnell, am besten sofort. Beratung, Rechtssicherheit, Zuschüsse, Darlehen – wo es sie gibt, zeigt dieser Überblick. Die täglich aktualisierte Version steht im Internet zur Verfügung: www.ihkof.de/coronavirus CoCorroo nana Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 202038 RATGEBER Viele Menschen arbeiten jetzt im Homeoffice. Jedes Unternehmen, das dies ermöglicht, sollte eine Nutzungsrichtlinie haben, um den datenschutzrechtlichen Anforderungen zu genügen, entsprechende sicherheitstech- nische Voraussetzungen zur Vertraulichkeit zu gewährleisten und die Verfügbarkeit sicherzustellen. Die Regeln müssen definiert, dokumentiert und kommuniziert werden. Vor allem an Folgendes ist zu denken: • Hard- und Software sollten vom Unter- nehmen gestellt und vorbereitet sein. • Zugriffe auf Unternehmensdaten finden nur über eine gesicherte VPN-Verbindung statt. • Daten werden möglichst nicht lokal gespeichert. • Ausdrucke oder Papierdokumente werden vermieden. Wenn das unmöglich ist, Dokumente verschließen, ansonsten auf sichere Entsorgung durch Schreddern achten – spätestens nach Transport ins Büro. • Unbefugte wie Familienangehörige dürfen unternehmensrelevante Unterlagen nicht einsehen. Das gilt besonders für personen- bezogene Daten. Bildschirm entsprechend positionieren! • Beim Verlassen des Arbeitsplatzes wird der Rechner gesperrt. • Bei Telefonaten sollten Dritte die Inhalte nicht mithören können. • Der Umgang mit Datenschutzvorfällen muss geregelt sein. • Erforderlichenfalls Zutrittsrecht des Arbeitgebers vereinbaren. • Auch die vielfältigen Meeting-Technolo- gien sollten vor einer Nutzung datenschutzrechtlich genau unter die Lupe genommen werden. Wer darf noch in die Firma? Wenn weiter vor Ort im Unternehmen gearbeitet wird, stellt sich die Frage: Sollen noch Besucher und Gäste empfangen wer- den? Am besten gibt und unterschreibt, wer immer sich ankündigt, eine Selbstauskunft. Mit der Erhebung und Verarbeitung dieser personenbezogenen Daten kann festgestellt werden, ob ein potenzieller Besucher sich im relevanten Zeitraum in einem Risiko- gebiet aufgehalten hat, in Kontakt mit einer nachweislich oder möglicherweise infizierten Person stand oder sogar selbst infiziert sein könnte. Sollte eine davon zutreffen, steht der Besuch selbstverständlich nicht zur Debatte. Werden eine Infizierung oder ein Zusammen- treffen mit einer infizierten Person in den 14 Tagen nach dem Unternehmensbesuch festgestellt, sind das besuchte Unternehmen und die Kontaktpersonen unverzüglich zu informieren. Mit der Selbstauskunft sollte der Verantwort- liche festhalten, wer mit dem Besucher zu tun hatte. Da eine Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen angenommen wird, sollten Selbstauskünfte nach vier Wochen vernichtet werden, spätestens aber nach Ende der Pande- mie. Die Rückseite des Dokuments eignet sich, um dort den Informationspflichten gemäß Art. 13 DSGVO gerecht zu werden. Natürlich gehört das Verfahren der Selbstauskunft von Besuchern und Gästen in das Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten (VVT). Will man Gesundheitsdaten zum Schutz der eigenen Mitarbeiter erheben, zum Beispiel Fiebermessungen beim Zutritt zum Unter- nehmen oder gewissen Bereichen, ist auch In der Ausnahmesituation Datendisziplin wahren Corona und die Daten Die Pandemie hat einiges relativiert. Aktuell stehen gesundheitliche und wirtschaftliche Interessen im Vordergrund. Aber auch das Thema Datenschutz bleibt für Unternehmen nicht nur relevant, sondern existenziell. Manfred Schlitt hat die Firma CAS vor 30 Jahren gegründet. Mit seinen Mitarbeitern betreut er Unter- nehmen als externer Datenschutzbeauftragter. Fo to : C AS CoCorroo nana Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2020 39 RATGEBER hier der Datenschutz zu beachten. Verarbeitet das Unternehmen Corona-Informationen von seinen Beschäftigten, gehört auch dieses Verfahren in das VVT, es sei denn, es ist unter dem Thema „Personaldatenverarbeitung“ zusammengefasst beziehungsweise integriert. DSGVO: Drohen jetzt hohe Bußgelder? Nach Andeutungen verschiedener Aufsichts- behörden drohte Anfang des Jahres das Ende der Schonfrist in Sachen Datenschutzgrund- verordnung (DSGVO). Dann kam Corona. Zu Zeiten des alten Bundesdatenschutzgeset- zes (BDSG) hatte der Discounter Lidl mit 1,46 Millionen Euro die höchste Strafe in Deutsch- land erhalten. Inzwischen wurde gegenüber der Deutschen Wohnen eine Strafe von 14,5 Millionen Euro ausgesprochen, also fast das Zehnfache. Britische Unternehmen kamen Verstöße am teuersten zu stehen: Zwei Fälle mit je über 100 Millionen Euro sind belegt. Die Grundsätze unserer Verfassung sind immer der Maßstab. Auch das informationelle Selbstbestimmungsrecht, das seit dem Urteil von 1983 Grundpfeiler des Datenschutzes ist, basiert auf den Artikeln 1 und 2 unseres Grundgesetzes. „Ernsthaftigkeit, Klarheit und Transparenz sind in diesen Zeiten sehr wichtig“, sagte Finanzminister Olaf Scholz in einer Talkrunde. Das gilt für alle Bereiche, auch für den Datenschutz. Vermutlich werden hier Bußgelder – soweit sie überhaupt in den kommenden Monaten ausgesprochen werden – niedrig sein. Es ist in dieser sehr speziellen Situation eher zu erwarten, dass die Aufsichtsbehörden bei Verstößen gegen die DSGVO eindringliche Hinweise ausspre- chen werden, die mit einer Nachbesserungs- pflicht verbunden sind. Autor Manfred Schlitt Telefon 06104 9808 18 manfred.schlitt@cas-datenschutz.de www.cas-datenschutz.de Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 202040 RATGEBER Kinder werden zu Verhandlungspartnern auf Augenhöhe. Wollen oder können sie das Unternehmen nicht weiterführen, steht die Suche im Kreis der Mitarbeiter, der Geschäfts- partner oder außerhalb der Unternehmens- sphäre an. Das heißt nur allzu oft, über den eigenen Schatten zu springen. Immer mehr Chefinnen und Chefs müssen sich dieser Herausforderung stellen. Nachfolge gewinnt an Brisanz Demografie und Fachkräftemangel machen auch vor den Unternehmern selbst nicht halt. Ein Schlaglicht auf die Situation wirft eine aktuelle Veröffentlichung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), der DIHK-Report Unternehmensnachfolge. Danach suchten 6.911 Alt-Inhaber zuletzt den Rat ihrer IHK – so viele wie nie zuvor. Mit 48 Prozent hatte fast jeder zweite noch keinen Nachfolger gefunden – auch dies ist ein Rekord. Besonders betroffen sind Händler, Hotel- und Gaststätten-Betreiber. Damit der Übergang gelingt In jedem Fall gilt es, Souveränität zu be- wahren und Mitarbeiter rechtzeitig, syste- matisch und mit Fingerspitzengefühl in den Nachfolgeprozess einzubeziehen, damit das Unternehmen auch in der sensiblen Über- gangsphase wettbewerbsfähig bleibt. Der DIHK-Report Unternehmensnachfolge gibt Hinweise, worauf Unternehmenslenker vor allem achten sollten: • Senior-Unternehmer sollten sich rechtzeitig mit dem Gedanken vertraut machen, dass schon bald neue Köpfe das Unternehmen steuern werden. Dazu gehört auch der Entwurf alternativer Lebensmodelle – ohne Unternehmen. Doch 38 Prozent können emotional nur schwer vom Lebenswerk lassen. • Der nüchterne Blick auf das eigene Lebens- werk ist gefragt. Viele Senior-Unternehmer haben auch bei der Kaufpreisermittlung einen starken Fokus auf die über Jahre oder Jahrzehnte geleisteten Mühen. Die Folge: Unternehmensnachfolge angehen Mit heißem Herzen, aber auch mit kühlem Kopf Eine Unternehmensnachfolge ist ein epochales Ereignis. Es geht um den Abschied vom eigenen Lebenswerk. Der Autor Dr. Marc Evers ist Leiter des Referats Mittelstand, Existenzgründung, Unternehmensnachfolge im Bereich Wirtschafts- und Finanzpolitik, Mittel- stand, des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) in Berlin. Fo to : D IH K / P au l A id an P er ry Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2020 41 RATGEBER SCHÜTZEN SIE IHRE MITARBEITER UND DIE UMWELT. WWW.CORONA-20.DE JETZT ONLINE BESTELLEN Art Decor GmbH - Import Anfragen für Großmengen: post@art-decor.de BLITZVERSAND AUS DEUTSCHLAND WWW.CORONA-20.DE JETZT ONLINE BESTELLEN ZERTIFIZIERTE MASKEN ( FFP2 , KN95, N95, ) Elsteraue 3, 07586, Bad Köstritz art-decor_AZ_IHK_185x60_KW15.indd 1art-decor_AZ_IHK_185x60_KW15.indd 1 08.04.2020 12:19:2608.04.2020 12:19:26 43 Prozent rufen zunächst einen überhöhten Preis auf. Hier ist der Perspektivwechsel wichtig: Potenzielle Übernehmer bewerten das Unternehmen ganz nüchtern anhand seiner Marktchancen. • Die Herausforderung der Unternehmens- nachfolge muss unverzüglich angegangen werden, auch wenn die Materie emotional herausfordernd und steuerlich wie rechtlich kompliziert ist. Viele – 43 Prozent – sind zum Zeitpunkt der IHK-Beratung nicht genügend vorbereitet. • Senior-Unternehmer sollten keine riskante Wette eingehen. 31 Prozent warten mit der Unternehmensübertragung, weil sie sich bessere Angebote für ihr Unternehmen erhoffen. Häufig unterbleiben dann jedoch notwendige Investitionen in Modernisierung und Digitalisierung, das Unternehmen verliert schleichend an Wert. Zudem können wachsende Konflikte mit Finanzierungs- und Geschäftspartnern die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens schmälern. Mehr Hilfe, weniger Bürokratie Das intensive Engagement der IHKs zeigt durchaus Erfolg. Im Schnitt der letzten Jahre steigen die Teilnehmerzahlen bei IHK-Bera- tungen, Seminaren und Nachfolgetagen. Auch Wirtschaftsförderer und Politik sind aufgerufen, die Unternehmensnachfolge zu unterstützen. Die Bundesregierung will mit einem neuen Programm die vielfältigen Vor-Ort-Initiativen unterstützen. Es muss jedoch noch mehr geschehen. Unternehmensnachfolgen müssen schneller und einfacher möglich sein – dafür setzt sich der DIHK in Berlin vehement ein. Die Mehrheit der Personen, die eine unternehmerische Zukunft für sich in Betracht ziehen, bewertet die Bürokratie als große Hürde. Erforderliche Genehmigungen sollten digital und aus einer Hand mittelstandsfreundlich zur Verfügung gestellt werden und jegliche Doppelmeldun- gen der Vergangenheit angehören. Wenn die Bundesregierung rasch die 100 wichtigsten Verwaltungsleistungen für Unternehmen online zur Verfügung stellen würde – wie im Online-Zugangsgesetz angekündigt – würde dies die Hürden für potenzielle Unternehmer verringern. Mittelstandsfreundliche Steuerpolitik Ein Ärgernis für immerhin jeden fünften Alt-Inhaber und Nachfolge-Interessenten sind Unsicherheiten bei der Anwendung des neuen Erbschaftsteuergesetzes. Hier sollte bei der Unternehmensbewertung das verein- fachte Ertragswertverfahren von der Finanz- verwaltung akzeptiert werden – ohne weitere aufwendige Begutachtungen und andere Bewertungsverfahren. Auch bei der Wegzugsbesteuerung und der Reform der Grunderwerbsteuer drohen Hür- den für die Unternehmensnachfolge, die mit einer mittelstandsfreundlichen Ausgestaltung der jeweiligen Regelungen vermieden werden könnten. Autor Dr. Marc Evers DIHK Berlin Telefon 030 20308-2614 Kontakt Holger Winkler Telefon 069 8207-226 winkler@offenbach.ihk.de Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 202042 RATGEBER VORSCHAU 7-8 Offenbacher WIRTSCHAFT Das Magazin der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main für die Region 7–8 | 2020 Rubrik Thema | Rubrik Thema Rubrik Thema | Rubrik Thema TITELTHEMA Wirtschaftsstandort Egelsbach ▲ Titelthema | Egelsbach Anzeigenschluss für die Ausgabe Juli/August 2020 ist der 12.06.2020. Redaktionsschluss für die Ausgabe September/Oktober 2020 ist der 01.08.2020. Mehr Online-Werbung Der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. hat neue Marktzahlen zur digitalen Werbewirtschaft veröffentlicht. Im vergangenen Jahr 2019 konnten netto 3,613 Milliarden Euro mit digitaler Display- Werbung umgesetzt werden. Das sind rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr 2018, in dem 3,276 Milliarden Euro umgesetzt wurden. „Die stärksten Treiber sind Bewegtbild, Mobile und der intelligente Einsatz von Technologie“, sagt Rasmus Giese (United Internet Media), Vorsitzender des OVK. Chemikalien im Internet Die EU-Überwachungsbehörden für Chemikalienrecht starten ein umfangreiches Projekt zur Kontrolle von Angeboten in Online-Shops und auf Handelsplattformen wie Amazon oder Ebay. Der Dekra e. V. rät Anbietern, ihre Angebotsinformationen, Kennzeichnungen und die Einhaltung von Schadstoffgrenzwerten zu überprüfen. Die Kontrollen umfassen Online-Angebote von Chemieprodukten wie Reinigern, Klebstoffen und Ähnlichem auf die korrekte Kennzeichnung gemäß Art. 48 der CLP- Verordnung, die Einhaltung von Schadstoffgrenzwerten gemäß REACH Anhang XVII sowie Angebote von Biozidprodukten wie Desinfektionsmitteln auf die Einhaltung der Vorgaben gemäß EU-Biozidverordnung. Verstöße werden im Rahmen der nationalen Vorschriften sanktioniert. Gut für Ebay-Händler Gute Nachrichten für Händler, die ihre Waren über die Verkaufsplattform Ebay anbieten: Seit Ende März können sie andere Ebay-Konten autorisieren, den Account mitzunutzen. Somit können Mitarbeiter Teile der Geschäftsabwicklung übernehmen, ohne dass die kostbaren Login-Daten des Hauptaccounts mit meh- reren Personen geteilt werden. Die Plattform will die Privilegien der autorisierten Nutzer Schritt für Schritt erweitern. IMPRESSUM Herausgeber Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Postfach 10 08 53 63008 Offenbach am Main Frankfurter Straße 90 63067 Offenbach am Main Tel. 069 8207-0 | Fax -199 redaktion@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de Verantwortlich Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der IHK-Mitgliedschaft. Dieser Bezug kann jederzeit durch einen Hinweis an den Herausgeber beendet werden, aber auch jederzeit nach einem entsprechenden Hinweis wieder aufgenommen werden. Designkonzept, Gestaltung, Titelbild, Verlag und Druck Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, Frankfurt www.zarbock.de Verlagsleitung: Ralf Zarbock Anzeigendisposition Anette Kostrzewa Tel. 069 420903-75 anette.kostrzewa@zarbock.de Anzeigenpreisliste Gültig ab 1. Januar 2020 Mediadaten www.offenbach.ihk.de/P460 Redaktion redaktion@offenbach.ihk.de Birgit Arens-Dürr (Chefredakteurin) Tel. 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr ( jeweils am 1. des Monats) Ausgabedatum 4. Mai 2020 Titelbild istockphoto – ThomasVogel Das Magazin wird auf umweltfreundlichem FSC®-Papier klimaneutral gedruckt. Business to Business Ihr direkter Kontakt zum Marktplatz: 0 69/42 09 03-75 oder per E-Mail verlag@zarbock.de PRÄSENTATIONSMAPPENIndividuelle Mappen Anzeigen-Hotline: 0 69/42 09 03-75 Bitte in Druckbuchstaben ausfüllen. Pro Feld bitte nur ein Zeichen eintragen. Nach jedem Satzzeichen ein Feld frei lassen. Leerstellen zählen als ein Feld. Die Laufzeit Ihrer Anzeige beträgt mindestens sechs Ausgaben. Die Abrechnung über die Gesamtlaufzeit erfolgt nach der ersten Ausgabe. Anette Kostrzewa Sontraer Straße 6 60386 Frankfurt am Main Telefon 0 69/42 09 03-75 Telefax 0 69/42 09 03-70 E-Mail verlag@zarbock.de ■■ Bitte veröffentlichen Sie in mindestens sechs Ausgaben unsere Fließtextanzeige in der Rubrik | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | Firma Ansprechpartner Straße/Nr. PLZ/Ort Telefon E-Mail | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | Monatlich: 7,– € 14,– € 21,– € 28,– € Nur Web-Site-Adresse: 12,– €/Zeile Coupon Marktplatzanzeige Events www.drehorgel-frankfurt.de Drehorgelmusik für viele Anlässe Datenschutz Extern. Für Unternehmen. 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