Informationen zum „Prädikat Vorbildlich Mobil“, das IHK-Audit zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement Stand Juni 2025 „Prädikat Vorbildlich Mobil“ - IHK- Audit zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement Seite 2 von 7 Allgemeine Informationen zum „Prädikat Vorbildlich Mobil“ Die Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main bietet in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain (ivm GmbH) und/oder den kommunalen Gebietskörperschaften das IHK-Audit „Prädikat Vorbildlich Mobil“ an. Die Auditierung ist für Arbeitgeber im IHK-Bezirk Offenbach kostenfrei. Welchen Nutzen hat das IHK-Audit? • Es bestätigt Arbeitgebern eine nachhaltige Strategie für die eigene Mobilität • Es schafft Verbindlichkeit für die Umsetzung von Mobilitätsmaßnahmen • Es hilft Maßnahmen und Prozesse qualitativ begutachten zu lassen • Es erhöht die Außenwahrnehmung und -darstellung des Engagements für nachhaltige Mobilität Welches Ziel hat das IHK-Audit? • Es soll Arbeitgeber und deren Mitarbeitenden motivieren, ihre Mobilität langfristig nachhaltig, effizient, sicher und umweltschonend zu gestalten. Wie ist das IHK-Audit aufgebaut? • In einem Bewertungsgespräch werden mit Hilfe eines Kriterienkatalogs das Betriebliche Mobilitätsmanagement bewertet sowie Entwicklungsziele und Maßnahmen festgehalten. Diese werden bei einem Re-Audit überprüft. • Nach erfolgreicher Prüfung erhalten die Arbeitgeber ein Zertifikat. • Das Zertifikat ist drei Jahre gültig. Danach ist ein Re-Audit erforderlich, welches für fünf Jahre gilt. Wer kann teilnehmen? • Das IHK-Audit richtet sich an alle Arbeitgeber im IHK-Bezirk Offenbach. „Prädikat Vorbildlich Mobil“ - IHK- Audit zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement Seite 3 von 7 Formale Rahmenbedingungen I. Mit der Teilnahme am Audit werden die formalen Rahmenbedingungen akzeptiert. II. Verleihung i. Alle Arbeitgeber im IHK-Bezirk Offenbach können sich mit dem „Prädikat Vorbildlich Mobil“ zertifizieren lassen. ii. Die Zertifizierung ist kostenfrei. iii. Bei der Überprüfung der Voraussetzungen für die Auditierung wird die IHK Offenbach am Main fachlich durch die ivm GmbH unterstützt. iv. Auditierungsgegenstand bildet der Kriterienkatalog und die festgelegten Maßnahmen und Entwicklungsziele. Die Ergebnisse des Bewertungsgesprächs werden in einem Auditprotokoll festgehalten. v. Die IHK Offenbach am Main, die ivm GmbH und der Antragsteller verpflichten sich, über die im Rahmen des Audits bekannt gewordenen dienstlichen Vorgänge der jeweils anderen Partei Dritten gegenüber Stillschweigen zu bewahren. Die Schweigepflicht besteht auch nach Beendigung des Auditierungsprozesses fort. vi. Die Gültigkeit des Prädikats beginnt mit dem Monat der Zertifikatsübergabe. Das Audit ist drei Jahre gültig, Re-Audits jeweils fünf Jahre. III. Benutzung i. Der erfolgreich auditierte Arbeitgeber erhält ein Prädikat von der IHK und ein Logo, an dem ihm ein allumfassendes Nutzungsrecht zusteht (bspw. Verwendung des Zertifikats im eigenen Internetauftritt oder in gedruckten Publikationen). Beides darf ausschließlich in der von der IHK gelieferten Form genutzt werden. ii. Die IHK ist allein berechtigt, das Logo „Prädikat Vorbildlich Mobil“ herstellen zu lassen und an die ausgezeichneten Unternehmen auszugeben. Das Prädikat und das Logo dürfen nur für die Dauer der gültigen (Re-)Auditierung verwendet werden. IV. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Eine öffentliche Berichterstattung der IHK über die Verleihung eines einzelnen Zertifikats erfolgt nach enger Abstimmung mit dem auditierten Arbeitgeber. „Prädikat Vorbildlich Mobil“ - IHK- Audit zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement Seite 4 von 7 Auswertung des Anforderungskatalogs für das Audit und Ergebnis Anhand des Anforderungskatalogs für das Audit ist das Ergebnis des Audits dokumentiert. • Die Bewertung der Einzelkriterien erfolgt von 0 Punkte (nicht erfüllt) bis zur angegebenen maxi- malen Punktzahl (voll erfüllt) • Das Audit ist mit mindestens 42 Punkten (70 Prozent) erfolgreich bestanden. Das Audit ist für drei Jahre gültig, danach ist ein Re-Audit möglich, da Entwicklungsziele und Maßnah- men definiert wurden. „Prädikat Vorbildlich Mobil“ - IHK- Audit zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement Seite 5 von 7 Anforderungskatalog für das Audit 1. Zieldefinition und Analyse der betrieblichen Mobilität Maximale Punktzahl Erreichte Punktzahl Allgemeine Ziele des Mobilitätskonzeptes sind definiert und es wurden geplante Schwerpunkte gesetzt. 2 1.1 Rahmenbedingungen am Standort und in dessen Umfeld Analyse der… 1.1.1 großräumlichen, regionalen Verkehrsanbindung mit Bahnlinien- und Straßenangebot 1 1.1.2 nahräumlichen, lokalen Verkehrsanbindung mit Rad- und Fußwegen sowie dem ÖPNV-Angebot 1 1.1.3 Ausstattung mit Pkw-Stellplätzen, Fahrradabstellanlagen sowie Ladeinfrastruktur in ihrer Qualität und Quantität 2 1.2 Wohnortverteilung der Mitarbeitenden 1.2.1 Durchführung einer Wohnstandortanalyse und Ableiten erster Erkenntnisse 3 1.3 Innerbetriebliche Regelungen und Mobilitätsangebote Analyse der… 1.3.1 Beschäftigtenstruktur sowie Arbeitszeitmodelle (z. B. Alters- und Geschlechterverteilung) 1 1.3.2 Regelungen zu Dienstfahrten und -reisen (z. B. Organisation von Dienstreisen, Regelungen für die Verkehrsmittelwahl, weitere Regelungen) 1 1.3.3 Verfügbare Dienstfahrzeuge und deren Auslastung (z. B. Anzahl, Nutzung und Antrieb von Dienst-Pkw und Dienstfahrrädern, Kfz-Fahrleistung im Dienstreiseverkehr) 1 1.3.4 Regelungen zu Kfz-Stellplätzen und -Nutzung (z. B. Parkgebühren, Parkberechtigungen, Fahrgemeinschaften- Förderung) 1 1.3.5 Aktivitäten zur Förderung des Radverkehrs (z. B. Anreize wie Fahrradleasing und Reparaturstationen) 1 1.3.6 Aktivitäten und Angebote zur Förderung der ÖPNV-Nutzung (z. B. Bezuschussung/Vergünstigung von Fahrkarten) 1 1.3.7 Information und Kommunikation der Mobilitätsangebote (z. B. Intranet, Onboarding) 1 1.3.8 Regelungen, Angebote und Informationen zur Anreise für Besucher (z. B. Kfz- und Radabstellmöglichkeiten, Informationen auf Homepage und in Printmedien) 1 1.4 Mitarbeitendenbefragung 1.4.1 Erfassung von Mobilitätsverhalten, der Haltung zu Mobilitätsangeboten sowie von Hemmnissen und Verbesserungsvorschlägen 4 „Prädikat Vorbildlich Mobil“ - IHK- Audit zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement Seite 6 von 7 Maximale Punktzahl 60 / Erreichte Punktzahl XX 1. Sonderpunkte Für Aktivitäten die deutlich über übliche Strategien und Maßnahmen des Betrieblichen Mobilitätsmanagements hinausgehen werden Sonderpunkte vergeben (maximal 3 Punkte je Aktivität, maximal 3 Aktivitäten). 2. Entwicklungsziele (verpflichtend) Folgende, messbare Entwicklungsziele werden festgehalten: (z. B. Erhöhung des Anteils des Radverkehrs oder ÖPNVs auf Arbeitswegen um X Prozent) • XXX • XXX 3. Maßnahmen(verpflichtend) Folgende konkrete Maßnahmen werden festgehalten: • XXX • XXX 2. Maßnahmenplan 2.1 Entwicklung von Maßnahmen im Bereich.. Maximale Punktzahl Erreichte Punkt 2.1.1 ÖPNV (z. B. Jobticket, Infomonitor, Mobilitätsbudget, Anpassung Schichtzeiten) 4 2.1.2 Fußverkehr (z. B. Beleuchtung, Gehwege, Zuwegung, Beschilderung) 2 2.1.3 Radverkehrs (z. B. Abstellanlagen, Spinden und Umkleiden, Fahrradleasing) 4 2.1.4 effiziente Pkw-Nutzung auf Arbeitswegen (z. B. Fahrgemeinschaften, Ladeinfrastruktur, Parkraummanagement) 4 2.1.5 dienstliche Mobilität und Fuhrpark (z. B. Flottenumstellung auf alternative Antriebe, Dienstreiserichtlinie, Flottenmanagement) 4 2.1.6 Information und Kommunikation (z. B. Intranet, Onboarding, Mobilitätstag) 4 2.1.7 Besucher- und/oder Kundenmobilität (z. B. Anreiseinformationen) 2 2.2 Abstimmung des Mobilitätskonzepts 2.2.1 Umsetzungsleitfaden mit Priorisierung, Zeitplan und Zuständigkeiten 5 2.2.2 Abstimmung mit intern relevanten Stellen und Gremien 5 2.2.3 Benennung einer Stelle zur Koordinierung der Umsetzung (Voraussetzung für Re-Auditierung) 5 „Prädikat Vorbildlich Mobil“ - IHK- Audit zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement Seite 7 von 7 Es werden konkrete Maßnahmen aus allen Handlungsfeldern aufgeführt, die bis zur Re-Auditierung realisiert werden sollen und deren Umsetzung sich prüfen lässt. Es können auch Prüfaufträge aufgeführt werden. Diese müssen spätestens zum Re-Auditierungsverfahren geprüft sein und bei positivem Ergebnis in einen Umsetzungsauftrag fließen. Für die Re-Auditierung ist die Benennung einer mobilitätsbeauftragten Person erforderlich. Ansprechpartnerin IHK Offenbach am Main Judith Müller Team Standortentwicklung IHK Offenbach am Main Frankfurter Straße 90 63067 Offenbach am Main Telefon: 069 8207-250 E-Mail: mueller@offenbach.ihk.de mailto:mueller@offenbach.ihk.de
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