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Sanktionen gegen Russland


EU verabschiedet 21. Sanktionspaket gegen Russland

Die Europäische Union hat ihr 21. Sanktionspaket gegen Russland beschlossen und verschärft damit den wirtschaftlichen Druck auf die russische Kriegswirtschaft weiter. Im Fokus der neuen Maßnahmen stehen insbesondere die Bereiche Energie, Finanzdienstleistungen, Kryptowährungen, Handel sowie der militärisch-industrielle Komplex. Zudem umfasst das Paket mit 218 neuen Listungen – darunter 48 Personen und 170 Organisationen – die größte Erweiterung der EU-Sanktionsliste seit vier Jahren.

Im Finanzsektor werden Vermögenssperren und Finanzierungsverbote gegen zahlreiche russische Banken und Finanzinstitute verhängt. Darüber hinaus weitet die EU ihre Maßnahmen auf weitere Kreditinstitute und Kryptodienstleister aus, die zur Umgehung bestehender Sanktionen beitragen könnten. Erstmals wird zudem die Möglichkeit geschaffen, Kryptodienstleister in Drittstaaten vollständig vom EU-Markt auszuschließen, wenn sie Russland bei der Sanktionsumgehung unterstützen.

Auch im Energiesektor werden die Maßnahmen ausgeweitet. Die EU hält am Ölpreisdeckel für russisches Rohöl fest und setzt dessen automatische Anpassung bis Juli 2027 aus. Zudem werden weitere Schiffe der sogenannten russischen „Schattenflotte“, zusätzliche Unternehmen des Ölsektors sowie Akteure aus den Bereichen Gold, Diamanten und Bergbau sanktioniert.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Einschränkung von Russlands militärischer Leistungsfähigkeit. Neue Exportbeschränkungen betreffen unter anderem Güter und Technologien, die für die Rüstungsindustrie sowie die Produktion von Drohnen und anderen militärischen Anwendungen genutzt werden können. Zudem werden weitere Unternehmen aus Russland und Drittländern mit verschärften Handels- und Exportbeschränkungen belegt.

Für Unternehmen in der EU bedeutet das neue Sanktionspaket insbesondere einen erhöhten Prüfungsbedarf bei Geschäftsbeziehungen, Zahlungsströmen und Lieferketten. Die neuen Regelungen sind bereits in Kraft und bei Exportkontroll- und Compliance-Prüfungen zu berücksichtigen.

Mehr erfahren unter ⇒ Ukraine-Krieg: Informationen für die Wirtschaft