Ratgeber Jetzt Finanzhilfen aus dem HessenFonds beantragen! | Netzwerke Sachverständige: Experten für mehr als 250 Fachgebiete | Veranstaltungen KAI KÔ Deutsch-Japanischer Wirtschaftsempfang Hainburg 07– 08 | 2025 Ausbildung macht mehr aus uns SIND SIE NOCH AUF DER SUCHE NACH VERSTÄRKUNG FÜR IHR TEAM? Dann werden Sie Teil der bundesweiten IHK-Ausbildungskampagne und begeistern Sie junge Menschen jetzt für eine Ausbildung in Ihrem Betrieb. Nutzen Sie die Werbemittel unseres Kommunikationspakets, um Ihre zukünftigen Azubis zu er- reichen – direkt in Ihrem Betrieb vor Ort oder auch digital. Denn Ausbildung bietet nicht nur jungen Menschen Perspektiven für ihre berufliche Zukunft, sondern auch echte Mehrwerte für Ihren Betrieb, etwa die Sicherung von Fachkräftenachwuchs, frische Denkweisen oder die Verjüngung der Unternehmenskultur. Ausbildung macht mehr aus uns. Und am Ende profitieren alle davon. Machen Sie jetzt auf sich aufmerksam und bieten Sie jungen Leuten einen Ort zum #könnenlernen. Alle Informationen zur Kampagne und zum Mitmachen finden Sie unter: ihkof.de/azubikampagne. 210x280mm_IHK_AZ_RZ.indd 1210x280mm_IHK_AZ_RZ.indd 1 14.04.2025 09:58:3114.04.2025 09:58:31 Christian Spahn Bürgermeister der Gemeinde Hainburg Fo to : I H K Hainburg steht für Lebensqualität, Gemeinschaft und Perspektive. Mit rund 15.000 Ein- wohnerinnen und Einwohnern bietet unsere Gemeinde die ideale Balance zwischen länd- licher Idylle und urbaner Nähe. Eingebettet in das wirtschaftsstarke Rhein-Main-Gebiet ist Hainburg ein Ort zum Ankommen, Bleiben und Mitgestalten – für Familien, Berufstätige, Unternehmen und alle, die ein lebenswertes Umfeld suchen. Seit der Gründung am 1. Januar 1977 durch den Zusammenschluss der Ortsteile Klein-Krotzenburg und Hainstadt hat sich Hainburg stetig weiterentwickelt – traditionsbewusst, gemeinschaftlich und zugleich offen für Wandel. Hier leben Verbundenheit und Zukunftsorientierung im Einklang. Die hervorragende Lage mit kurzen Wegen nach Frankfurt, Hanau, Offenbach, Aschaffen- burg, Wiesbaden oder Darmstadt macht Hainburg zu einem begehrten Wohn- und Arbeits- standort. Auch der Frankfurter Flughafen sowie Naherholungsgebiete wie Spessart, Oden- wald, Taunus und Rhön sind schnell erreichbar – urban und naturnah zugleich. Hainburg investiert gezielt in Bildung und Betreuung. Sechs moderne Kindertagesstätten bieten flexible und moderne Betreuungsangebote. Damit schaffen wir Sicherheit und Perspektiven für junge Familien. Auch die Schulbetreuung an unseren drei Grundschulstandorten wurde kontinu- ierlich ausgebaut und an die Bedürfnisse berufstätiger Eltern angepasst. Unsere Gemeinde bietet Unternehmen kurze Entscheidungswege, wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen und niedrige Hebesätze. Hier finden Betriebe ein Umfeld, das Wachstum fördert – ob kleines Familienunternehmen oder internationaler Mittelständler. Der Branchenmix ist vielfältig: Produzierendes Gewerbe, Handel, Gastgewerbe und ein wachsender Dienstleistungssektor prägen das Wirtschaftsleben. Unternehmen profitieren von der Nähe zu regionalen Knotenpunkten, einem starken lokalen Netzwerk, qualifizierten Fachkräften und ausreichend Entwick- lungsspielraum. Unsere Wirtschaftsförderung ist mehr als nur Ansprechpartner. Sie begleitet aktiv auf dem Weg zu Innovation und Erfolg. Mit persönlichem Engagement und maßgeschneiderter Unterstützung setzen wir Impulse für eine nachhaltige Standortentwicklung. Wir pflegen enge Kooperationen mit den Nachbarkommunen, um Fachkräfte zu gewinnen, Projekte gemeinsam umzusetzen und Synergien zu nutzen. Initiativen wie der „Azubi Talk“ bringen junge Talente frühzeitig mit lokalen Unternehmen zusammen – ein nachhaltiger Beitrag zur Fachkräftesicherung. Auch digital ist Hainburg auf Zukunfts- kurs: Der Glasfaserausbau sorgt für Highspeed-Internet und schafft optimale Voraussetzungen für moderne Arbeits- welten und digitale Geschäftsmodelle. Die Ergebnisse sprechen für sich: zunehmende Unternehmenszufriedenheit, steigende Beschäftigungszahlen und ein durchweg positives Entwicklungsklima. Willkommen in Hainburg – investieren Sie in eine starke Zukunft! Ihr Willkommen in Hainburg – Lebensfreude trifft Wirtschaftskraft Ausbildung macht mehr aus uns SIND SIE NOCH AUF DER SUCHE NACH VERSTÄRKUNG FÜR IHR TEAM? Dann werden Sie Teil der bundesweiten IHK-Ausbildungskampagne und begeistern Sie junge Menschen jetzt für eine Ausbildung in Ihrem Betrieb. Nutzen Sie die Werbemittel unseres Kommunikationspakets, um Ihre zukünftigen Azubis zu er- reichen – direkt in Ihrem Betrieb vor Ort oder auch digital. Denn Ausbildung bietet nicht nur jungen Menschen Perspektiven für ihre berufliche Zukunft, sondern auch echte Mehrwerte für Ihren Betrieb, etwa die Sicherung von Fachkräftenachwuchs, frische Denkweisen oder die Verjüngung der Unternehmenskultur. Ausbildung macht mehr aus uns. Und am Ende profitieren alle davon. Machen Sie jetzt auf sich aufmerksam und bieten Sie jungen Leuten einen Ort zum #könnenlernen. Alle Informationen zur Kampagne und zum Mitmachen finden Sie unter: ihkof.de/azubikampagne. 210x280mm_IHK_AZ_RZ.indd 1210x280mm_IHK_AZ_RZ.indd 1 14.04.2025 09:58:3114.04.2025 09:58:31 EDITORIAL 3Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 NACHRICHTEN 5 Unternehmen erwarten Handeln der Politik 6 DIHK-Präsident Peter Adrian zu Gast beim Offenbacher Dialog 8 IHK-Jahresempfang 2025: Standortattraktivität im Fokus 11 glueckkanja ist Favorit für den Exportpreis Hessen 2025 12 Standort Dreieich im Fokus 14 Kurz notiert 14 M14 Menschen und Wirtschaft 16 Arbeitsjubiläen 16 Schöne Anerkennung für Jubilare TITELTHEMA 18 Für eine starke, zukunftsorientierte Wirtschaft in Hainburg 21 Seit einem halben Jahrhundert für Hainburgs Wirtschaft aktiv 22 Tradition im Herzen und Trends im Blick 23 Ein Schuhgeschäft überlebt in schwierigen Zeiten 24 Leidenschaft fürs Angeln 26 Reingeschaut bei Waldcafé Rapp 28 Lebensbegleitung im Alter 29 Hotel-Restaurant aus dem Dornröschenschlaf geweckt 30 Süße Genüsse aus Hainburg 31 Wo Handwerk Hightech trifft 32 Mit Opas Leitsatz in die Zukunft 34 Der Ziegel trotzt Krise und Klima 35 Experten für komfortable Grenzüberschreitungen 36 „Gegessen und getrunken wird immer!“ RATGEBER 38 Kaizen führt Schritt für Schritt zum nachhaltigen Erfolg 39 Online-Händler aufgepasst! 40 Jetzt Finanzhilfen aus dem HessenFonds beantragen! 41 Heimatministerium unterstützt die Gastronomie im ländlichen Raum BILDUNG 42 IHK. Die Weiterbildung 43 Wer hat den besten Online-Auftritt im ganzen Land? NETZWERKE 44 Experten für mehr als 250 Fachgebiete 46 Gany.MED-Führungskräfte sind jetzt Wirtschaftsjuniorinnen 47 9.000 Euro an lokale Organisationen 48 Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken VERANSTALTUNGEN 49 KI. Automatisierung. Wachstum. 50 Kunden mit Storytelling und KI überzeugen TITELTHEMA HAINBURG 18 Hainburg ist traditionsbewusst, gemeinschaftlich und zugleich offen für Wandel, findet sein Bürgermeister. Die Unternehmenseinblicke zeigen, dass er recht hat. 4 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 INHALT Laut IHK-Konjunkturumfrage kein Aufwärtstrend in der Region Unternehmen erwarten Handeln der Politik Die zweite Konjunkturumfrage der IHK Offenbach am Main in diesem Jahr zeigt, dass die Unternehmen in Stadt und Kreis Offenbach ihre aktuelle Lage schwächer als zu Jahresbeginn einschätzen und wenig Entwicklung erwarten. Der IHK-Konjunkturklimaindex für die Region bleibt mit 89 Punkten weiter auf Krisenniveau. Fast ein Drittel der befragten Unternehmen beurteilt die eigene Geschäftslage derzeit als schlecht. Dass sich in der näheren Zukunft positive Entwicklungen ergeben, erwarten lediglich 13 Prozent. Die Bereitschaft zu inves- tieren bleibt weiterhin entsprechend gering. Neun Prozent der Teilnehmer an der Umfrage geben einen höheren Personalbedarf an. Aber bei 21 Prozent ist er gesunken. Auch die Exporterwartungen sind extrem schwach. Die Angst vor hohen Zöllen und einer anhal- tend geringen In- und Auslandsnachfrage beunruhigt die Unternehmen stark. Dement- sprechend negativ fällt die konjunkturelle Stimmung in Industrie und Großhandel aus. Zumindest zeichnet sich eine Aufhellung im Einzelhandel ab. Der Anstieg der Reallöhne dürfte die Kaufkraft gestärkt und dem Konsum leichten Auftrieb verschafft haben. Als weniger hohe Risiken werden derzeit die Energie- und Rohstoffpreise eingestuft. Hoffnungen setzen die Unternehmen in die neue Regierung, den Koalitionsvertrag und Impulse aus dem Inves- titionsprogramm für die Infrastruktur. IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbren- ner enttäuschen und alarmieren die Ergeb- nisse der zweiten IHK-Konjunkturumfrage 2025: „Die aktuellen Einschätzungen der Unternehmerinnen und Unternehmer bele- gen, wie dringend eine neue Wirtschaftspo- litik ist, die konsequent umgesetzt wird und Wirtschaftswachstum anregt. Wir brauchen tiefgreifende strukturelle Reformen in den sozialen Sicherungssystemen und eine umfassende Verwaltungsmodernisierung. Die Unternehmen und die Menschen in Deutschland erwarten, dass die Politik endlich konkret handelt.“ Alle Ergebnisse unter www.ihkof.de/konjunktur Gr af ik : I H K IHR LOGISTIK- UND TRANSPORTDIENSTLEISTER WELTWEIT www.agotrans.de agotrans Logistik GmbH Behringstraße 1 6 3110 Rodgau Tel. : +49 (0) 6106 - 28 38 - 0 · info@agotrans.de Wir brauchen tiefgreifende strukturelle Reformen in den sozialen Sicherungssystemen und eine umfassende Verwaltungsmodernisierung. Laut IHK-Konjunkturumfrage kein Aufwärtstrend in der Region Unternehmen erwarten Handeln der Politik Die zweite Konjunkturumfrage der IHK Offenbach am Main in diesem Jahr zeigt, dass die Unternehmen in Stadt und Kreis Offenbach ihre aktuelle Lage schwächer als zu Jahresbeginn einschätzen und wenig Entwicklung erwarten. Der IHK-Konjunkturklimaindex für die Region bleibt mit 89 Punkten weiter auf Krisenniveau. Fast ein Drittel der befragten Unternehmen beurteilt die eigene Geschäftslage derzeit als schlecht. Dass sich in der näheren Zukunft positive Entwicklungen ergeben, erwarten lediglich 13 Prozent. Die Bereitschaft zu inves- tieren bleibt weiterhin entsprechend gering. Neun Prozent der Teilnehmer an der Umfrage geben einen höheren Personalbedarf an. Aber bei 21 Prozent ist er gesunken. Auch die Exporterwartungen sind extrem schwach. Die Angst vor hohen Zöllen und einer anhal- tend geringen In- und Auslandsnachfrage beunruhigt die Unternehmen stark. Dement- sprechend negativ fällt die konjunkturelle Stimmung in Industrie und Großhandel aus. Zumindest zeichnet sich eine Aufhellung im Einzelhandel ab. Der Anstieg der Reallöhne dürfte die Kaufkraft gestärkt und dem Konsum leichten Auftrieb verschafft haben. Als weniger hohe Risiken werden derzeit die Energie- und Rohstoffpreise eingestuft. Hoffnungen setzen die Unternehmen in die neue Regierung, den Koalitionsvertrag und Impulse aus dem Inves- titionsprogramm für die Infrastruktur. IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbren- ner enttäuschen und alarmieren die Ergeb- nisse der zweiten IHK-Konjunkturumfrage 2025: „Die aktuellen Einschätzungen der Unternehmerinnen und Unternehmer bele- gen, wie dringend eine neue Wirtschaftspo- litik ist, die konsequent umgesetzt wird und Wirtschaftswachstum anregt. Wir brauchen tiefgreifende strukturelle Reformen in den sozialen Sicherungssystemen und eine umfassende Verwaltungsmodernisierung. Die Unternehmen und die Menschen in Deutschland erwarten, dass die Politik endlich konkret handelt.“ Alle Ergebnisse unter www.ihkof.de/konjunktur Gr af ik : I H K IHR LOGISTIK- UND TRANSPORTDIENSTLEISTER WELTWEIT www.agotrans.de agotrans Logistik GmbH Behringstraße 1 6 3110 Rodgau Tel. : +49 (0) 6106 - 28 38 - 0 · info@agotrans.de Wir brauchen tiefgreifende strukturelle Reformen in den sozialen Sicherungssystemen und eine umfassende Verwaltungsmodernisierung. 5Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 NACHRICHTEN 5Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 NACHRICHTEN Zügige Umsetzung konkreter Maßnahmen entscheidend für starke Wirtschaft DIHK-Präsident Peter Adrian zu Gast beim Offenbacher Dialog Beim Offenbacher Dialog am 23. April 2025 in der IHK Offenbach am Main sprach Peter Adrian, Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), über das Thema „Wirtschaftspolitik zwischen Forderungen, Versprechen und Realität: Perspektiven nach der Wahl“. In seinem Vortrag thematisierte er zentrale Handlungsfelder und Erwartungen der Wirt- schaft an die neue Bundesregierung. „Für die deutsche Wirtschaft ist jetzt entscheidend, dass die neue Bundesregierung schnell die Arbeit aufnimmt“, sagte Adrian. „Um das not- wendige Aufbruchssignal zu senden, müssen noch vor der Sommerpause wirkungsvolle Sofortmaßnahmen folgen: die degressive Abschreibung rückwirkend zum 1. Januar 2025 beschließen, die Stromsteuer für alle Branchen dauerhaft auf das EU-Mindestmaß senken und den Pakt für Beschleunigung konkret umsetzen.“ Stabiler Rahmen – neue Dynamik IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller begrüßte die rund 120 Gäste und hob in ihrer Ansprache die entscheidende Rolle einer starken Wirtschaft hervor, um Deutschland zukunfts- und wettbewerbsfähig aufzu- stellen. Sie betonte: „Wirtschaftlicher Erfolg braucht mehr als nur große Worte oder neue Schulden. Als IHK sagen wir klar: Was unsere Unternehmen brauchen, sind zum einen stabile Rahmenbedingungen – und zum anderen eine neue Dynamik. Es wurde viel diskutiert und verhandelt in den vergangenen Wochen und Monaten. Der Weg ist aufgezeigt. Jetzt müssen wir ins Handeln und in die zügige Umsetzung kommen.“ Zum Koalitionsvertrag sagte Schoder-Stein- müller, dass es zwar noch zahlreiche offene Punkte gebe, wies aber auch auf erste positive Aspekte hin, die den dringend geforderten Bürokratieabbau adressieren. Als Beispiele nannte sie die beschlossene Abschaffung des nationalen Lieferkettensorgfaltspflichtenge setzes, die zeitliche Verschiebung und Redu- zierung der Vorgaben zur Nachhaltigkeitsbe richterstattung sowie die Flexibilisierung der Höchstarbeitszeit. Ebenso stellte sie klar: „Besser kann es nur werden, wenn wir uns aktiv einbringen und mitgestalten.“ Genau das sei die Rolle der IHK-Organisationen: „Wir erheben unsere Stimmen, präsentieren die Forderungen der Wirtschaft mit konkreten Handlungsempfeh- lungen und sorgen dafür, dass die Perspektive von Unternehmerinnen und Unternehmern auf allen Ebenen von der Politik gehört wird: lokal, regional, in Hessen, im Bund und in der EU-Politik.“ Peter Adrian ist seit 2021 Präsident der DIHK. Der Unternehmer hat 1989 die Triwo AG in Trier mit Tochtergesell- schaften in den Bereichen Industrie- und Gewerbeparks, Kfz-Testcenter und Sonderflughäfen gegründet. Adrian war von 2006 bis 2023 Präsi- dent der IHK Trier. Er ist geschäftlich mit der Region Offenbach verbunden: Mit dem Frankfurt-Egelsbach Airport betreibt er den verkehrsreichsten Flugplatz der allgemeinen Luftfahrt in Deutschland und einen attraktiven Gewerbestandort. Wirtschaftlicher Erfolg braucht mehr als nur große Worte oder neue Schulden. 6 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 NACHRICHTEN Ihr Unternehmen im IHK-Magazin Die Offenbacher Wirtschaft berichtet in jeder Ausgabe über Aktuelles aus den Unternehmen in der Region: Wir stellen Betriebe vor, die sich neu am Wirtschaftsstandort angesiedelt haben, berichten von wich- tigen personellen Veränderungen, großen Jubiläen und zündenden Geschäftsideen. Schicken Sie uns Ihre Pressemitteilung oder rufen Sie einfach an, damit die Leser des IHK-Magazins erfahren, was sich in Ihrem Unternehmen tut! Kontakt Birgit Arens 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Fo to : I H K Unternehmen schnell entlasten Unter der Überschrift „Wirtschaftspolitik zwischen Forderungen, Versprechen und Realität: Perspektiven nach der Wahl“ beleuchtete DIHK-Präsident Peter Adrian in seiner anschließenden Keynote die aktuelle Situation. „Es stehen einige gute wirtschafts- politische Ansätze im Koalitionsvertrag. Vor dem Hintergrund der aktuellen internationa- len Konflikte und der negativen Folgen für die Wirtschaft braucht es aber noch zusätzliche kurzfristige Entlastungen für Unternehmen.“ So komme der Einstieg in die Unternehmens- steuerreform ab 2028 zu spät. Zudem fehlten Vorschläge, wie man die steigenden Sozial- abgaben in den Griff bekommen will. „Wir haben jetzt die Chance, um wieder auf einen Wachstumspfad zu kommen. Gerade mit Blick auf globale Verschiebungen müssen wir gemeinsam die deutsche Wirtschaft wieder wettbewerbsfähig machen“, erklärte Adrian. Bürokratie ist größtes Hindernis Im Anschluss konnte das Publikum unter der Moderation von IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner zu Fragen wie der Prio- risierung von Handlungsfeldern für die neue Regierung live abstimmen. Hier zeigte sich, dass die Teilnehmenden den Punkt Büro- kratieabbau als den mit Abstand wichtigsten einstuften, gefolgt von schnelleren Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie einer bezahlbaren und sicheren Energieversorgung. Ebenso wurden die Einflussmöglichkeiten der IHK-Organisationen auf wirtschaftspolitische Entscheidungen diskutiert. Hier lieferte Peter Adrian interessante Einblicke zum Austausch zwischen der DIHK und den Arbeitsgruppen der Koalitionspartner: „In den vergangenen Wochen waren wir immer wieder mit Politi- kern im Gespräch und haben die Forderun- gen der Wirtschaft deutlich adressiert. Viele unserer Forderungen finden sich auch im Koalitionsvertrag wieder. So etwa die Senkun- gen der Energiepreise, der nachhaltige Abbau der Bürokratie sowie die Beschleunigung von Genehmigungs- und Planungsverfahren. Wichtig ist jetzt, dass Veränderungen bald im Gesetzblatt und dann schnell konkret in den Betrieben ankommen.“ Das Fazit von IHK-Präsidentin Kirsten Scho- der-Steinmüller: „Dieser Abend verdeutlicht, wie dringend Unternehmen auf die zügige Umsetzung wirtschaftsfreundlicher Reformen warten und wie wichtig verlässliche Rahmen- bedingungen und Planungssicherheit für Investitionsbereitschaft, Wettbewerbsfähig- keit und damit Wachstum sind. Jetzt ist es Zeit, dass die neue Regierung liefert.“ Während der lebhaften Diskussion brachten mehrere Teilnehmer ihre Standpunkte ein oder befragten den Referenten. Fo to s: IH K 7Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 NACHRICHTEN „Hier & Jetzt“ die Zukunft des Wirtschaftsstandorts gestalten IHK-Jahresempfang 2025: Standortattraktivität im Fokus Rund 300 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung folgten der Einladung der IHK Offenbach am Main zum IHK-Jahresempfang am 19. Mai 2025. Unter dem Motto „Hier & Jetzt“ stand im Mittelpunkt der Veranstaltung die Frage, was Stadt und Kreis Offenbach als Wirtschaftsstandort auszeichnet. Gastredner Eric Menges, Geschäftsführer der FrankfurtRheinMain GmbH – International Marketing of the Region, beleuchtete in sei- nem Vortrag die Wahrnehmung der Region im internationalen Standortwettbewerb. Vertre- ter und Vertreterinnen von drei Unternehmen skizzierten, was Stadt und Kreis Offenbach aus ihrer Perspektive attraktiv macht. Standort stärken – jetzt handeln IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller betonte in ihrer Begrüßung die Dringlich- keit, Standortfragen aktiv anzugehen: „Um unseren Standort Stadt und Kreis Offenbach erfolgreich weiterzuentwickeln, brauchen wir jetzt den Mut zu gestalten, den Willen zu entscheiden und ein Mindset, das offen ist für Möglichkeiten und Neuerungen.“ Sie verwies auf die sieben Handlungsfelder der IHK-Strategie zur Standortentwicklung – von Fachkräftesicherung, beruflicher Bildung und Existenzgründung über die Schaffung von Gewerbe- und Wohnflächen bis zu Verkehrsin- frastruktur, Energieversorgung und zukunfts- fähigen Innenstädten. Dabei unterstrich sie auch die Rolle und Verantwortung der Politik: „Unsere Unternehmen brauchen nicht nur ein schönes Zielbild für morgen, sondern auch Verlässlichkeit und konkrete wirtschaftspoliti- sche Verbesserungen im ‚Hier und Jetzt‘.“ Sie verwies auf Projekte wie den Masterplan und das Zukunftskonzept Innenstadt für Offenbach sowie Standort Plus Kreis Offen- bach. Diese Initiativen hätten bereits spürbare positive Wirkung gezeigt – in Form neuer Unternehmensansiedlungen und steigender Beschäftigungszahlen. Schoder-Steinmüller würdigte das Engagement aller Beteiligten. Sie appellierte an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft: „Wir müssen gemeinsam Verant- wortung für die Zukunft der Region überneh- men. Ein attraktiver Standort entsteht durch die Menschen, die hier aktiv sind.“ Die Region aus internationaler Sicht Gastredner Eric Menges machte in seinem Vortrag „Erfolgsfaktor Standort – eine Außenperspektive auf die Region Offenbach“ deutlich, dass die FRM GmbH beim Werben um die Ansiedlung ausländischer Unter- nehmen die Region stets als Einheit vertrete. Präsentierten den Standort Region Offenbach aus unterschiedlichen Perspektiven: V. l. n. r.: IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner, Eric Menges, FrankfurtRheinMain GmbH, Jo- hann Gensert, Hotel Odenwaldblick, IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller, Joanna Cimring und Janina Bommersheim, BrandFactory, Sven Donner, SAMSON AG. Fotos: Fotografie Link, Offenbach Fo to s: IH K 8 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 NACHRICHTEN IHK-Magazin bestellen oder abbestellen Wer Mitglied in der IHK Offenbach am Main wird, erhält drei Printausgaben des IHK-Magazins Offenbacher Wirtschaft per Post. Eine kurze Nachricht per E-Mail mit Angabe des Unternehmensnamens und der Mitgliedsnummer (ID) genügt und das kostenlose Print-Abonnement wird fortgesetzt. Genauso einfach wird das Abonne- ment der gedruckten Ausgabe per E-Mail abbestellt. E-Mail: redaktion@offenbach.ihk.de Die Online-Ausgabe der Offenbacher Wirtschaft finden Sie unter www.offenbacher-wirtschaft.deNachrichten Unternehmen bleiben pessimistisch | Veranstaltungen Offenbacher Dialog: Im Gespräch mit dem DIHK-Präsidenten | Bildung Teilzeitausbildung anbieten und motivierte Bewerber finden Im Zentrum 03 – 04 | 2025 Nachrichten IHK-Geschäftsbericht 2024 jetzt online | Bildung Neue Talente fürs Unternehmen entdecken Ratgeber Was Geschäftsführungen über KI wissen müssen Bürokratie bremst 05 – 06 | 2025 Die „Region der kurzen Wege“ sei vor allem aufgrund ihrer zentralen Lage und Verkehrs- anbindung, ihrer Internationalität und ihrer hohen Lebensqualität attraktiv. Zudem sei Frankfurt/RheinMain als Wirtschaftsmotor und Sitz führender Unternehmen aus Bran- chen wie der Finanz- und Versicherungs- wirtschaft, Pharma und Life Sciences sowie Automotive anerkannt. Herausforderungen, aber auch Chancen, gebe es vor allem bei der Flächenentwicklung sowie bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte. Abschließend erinnerte Menges: „Wir sind alle Botschafter unserer Region und stolz darauf, hier zu leben und zu arbeiten.“ Stimmen aus der regionalen Wirtschaft Drei Unternehmensstimmen aus Stadt und Kreis Offenbach ergänzten den international- externen Blick mit konkreten Erfahrungsbe- richten. Johann Gensert, Inhaber des Hotels Oden- waldblick in Rödermark, sagte: „Mitten im Grünen und direkt vor den Toren der Metro- polregion Frankfurt: Dieser Standort zeichnet unser Business-Natur-Hotel seit über 60 Jah- ren aus. Und um der Herausforderung des Arbeits- und Fachkräftebedarfs in Hotellerie und Gastronomie zu begegnen, setzen wir auf attraktive und faire Arbeitsbedingungen und ein positives Arbeitgeber-Image.“ Joanna Cimring, Geschäftsführerin der Werbeagentur Brand Factory GmbH, Offen- bach, betonte: „Offenbach als Standort für unsere Werbeagentur tut uns gut – Diversität, Offenheit und Kreativität sind die Grundpfeiler für unsere Arbeit und da hat Offenbach viel zu bieten.“ Janina Bommersheim, Senior Art Directorin und Ausbilderin bei der Brand Factory GmbH, hob den Wert der Ausbildung hervor: „Gute Ausbildung bedeutet, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern Wachstum zu ermöglichen.“ Sven Donner, Projektleiter bei der SAMSON AG, die derzeit auf dem Innovationscampus ihren neuen Firmensitz in Offenbach realisiert, erklärte: „Offenbach ist ein traditionsreicher Industriestandort mit hervorragender Lage und Infrastruktur. Die Nähe zu unserem bisherigen Standort ermöglicht es unseren Mitarbeitenden, ihren Lebensmittelpunkt beizubehalten. Damit schaffen wir die besten Voraussetzungen, um gemeinsam mit Offen- bach zu wachsen.“ www.ihkof.de/ihk-jahresempfang Gastredner Eric Menges, Geschäfts- führer der FrankfurtRheinMain GmbH – International Marketing of the Region, beim IHK-Jahresempfang 2025. 9Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 NACHRICHTEN Anzeige Impressionen vom IHK-Jahresempfang 2025 10 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 NACHRICHTEN Cloudbasierte Sicherheitslösungen für Märkte weltweit glueckkanja ist Favorit für den Exportpreis Hessen 2025 Hessische Unternehmen sind weltweit erfolgreich und ihre Geschichten verdienen es, erzählt zu werden. Ob innovative Produkte, kluge Marktstrategien oder mutige Expansionen, der Exportpreis Hessen würdigt herausragende Leistungen auf internationalen Märkten. Das Offenbacher Unternehmen glueckkanja AG gehört zu den Nominierten in der Kategorie Handel und Dienstleistungen. „Mit unseren Cloudbasierten Sicherheitslösungen ‚Made in Germany‘ schützen wir Unternehmen weltweit – von Europa über Nordamerika bis nach Australien und Japan. Die Nominierung für den Exportpreis Hessen ist für uns eine besondere Anerkennung der Innovationskraft und des Engagements unseres Teams in Offen- bach. Unsere enge Partnerschaft mit Microsoft sowie die konse- quente Ausrichtung auf den internationalen Markt sind zentrale Bausteine unseres Erfolgs. Wir freuen uns sehr über die Würdigung und sehen sie als Ansporn, die digitale Sicherheit unserer Kunden weltweit weiter zu stärken“, sagt Vorstand Christian Kanja. Neun Unternehmen sind für den Exportpreis Hessen 2025 nomi- niert. Die hessischen IHKs vergeben die Auszeichnung gemeinsam mit den hessischen Handwerkskammern und dem Land Hessen. Am 3. Juli 2025 verleiht Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori die Preise in der IHK Frankfurt am Main an die drei Gewinner. In diesem Jahr haben sich 37 Unternehmen um den Export- preis Hessen beworben. Teilnehmen konnten hessische Unternehmen mit maximal 250 Beschäftigten in Deutsch- land, die exportieren oder grenzüberschreitend tätig sind. Jetzt mehr erfahren: www.exportpreis-hessen.de Der hessische Außenhandel Die hessische Industrie erwirtschaftet über die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland. Der Außenhandel bleibt damit ein zentraler Treiber für Wachstum und Beschäfti- gung. 2024 exportierten hessische Unternehmen Waren im Wert von 80 Milliarden Euro. Das entspricht zwar einem Rückgang von rund zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr, liegt jedoch über dem bundesweiten Durchschnitt. Zwei Drittel der hessischen Exporte gehen in andere europäische Märkte. Frankreich liegt weiter auf Platz eins. Polen war 2024 erstmals der zweitwichtigste europäische Markt für Hessen und der drittwichtigste Markt weltweit nach den USA und Frankreich. Sehr gut lief das Geschäft mit der Schweiz. Die Ausfuhren dorthin stiegen um 17 Prozent. Die Exporte aus Hessen sind breit diversifiziert: Führend sind chemische und pharmazeutische Produkte, gefolgt von Maschinen, Kfz-Teilen, elektrischen Ausrüstungen und IT-Erzeugnissen. Diese Vielfalt stärkt die Resilienz der Wirtschaft und sichert ihre Position in globalen Wert- schöpfungsketten. www.weltweit-erfolgreich.de/hessen/ Die Nominierten für den Exportpreis Hessen erhalten einen für sie produzierten Unter- nehmensfilm in deutscher und englischer Sprache. Christian Kanja, Geschäftsführer glueckkanja AG, beim Filmdreh Exportpreis Hessen 2025 mit Milena Tröß (l.) und Brigitte Appiah (r.) vom Team International der IHK Offenbach am Main. Kontakt Milena Tröß 069 8207-254 troess@offenbach.ihk.de Fo to : I H K 11Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 NACHRICHTEN IHK-Vollversammlung vor Ort Standort Dreieich im Fokus Die Vollversammlung der IHK Offenbach am Main tagte zu ihrer Sitzung am 3. Juni 2025 bei der MHK Group in Dreieich in deren Eventlocation area3. IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller warf in ihrer Begrüßung zunächst einen Blick auf die aktuelle wirtschaftspolitische Situation, die die Unternehmerinnen und Unternehmer auch in der Region bewegt: „Die ersten 100 Tage der neuen Bundesregierung werden zeigen, wie ernst es ihr ist, den Weg für Wachstum und Investitionen freizumachen. Gerade jetzt, wo international um Standortvorteile, Fachkräfte und Technologien gerungen wird, sind deutsche Unter- nehmen durch überbordende Bürokratie, hohe Energiekosten und ein investitionsfeindliches Steuersystem stark belastet. Hier muss die Politik dringend gegensteuern und ein starkes Aufbruchssignal an die Wirtschaft senden. Auch international braucht es das Zeichen, dass Deutschland ein verlässlicher Partner bleibt und den globalen Unsicherheiten trotzt.“ Sie erkennt an, dass die neue Bundesregierung wichtige und überfäl- lige Signale setzen will: mehr Mittel für Infrastruktur, bessere Rahmen- bedingungen für Investitionen, weniger Bürokratie, leichtere Grün- dungen und Förderung von Spitzentechnologien. „Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Noch vor der Sommerpause braucht es spürbare Entlastungen für die Wirtschaft“, mahnte die IHK-Präsidentin. Dreieich ist attraktiv für Menschen und Firmen Martin Burlon, Bürgermeister der Stadt Dreieich, lenkte den Fokus auf die zweitgrößte Kommune und den wirtschaftsstarken Standort im Kreis Offenbach. Er skizzierte die wirtschaftliche Entwicklung, Pers- pektiven und Herausforderungen für Dreieich: „Die Stadt Dreieich ist bislang in den letzten Jahren robust durch alle wirtschaftlichen Höhen und Tiefen gekommen. Durch den Mix der bei uns angesiedelten, auch international tätigen Unternehmen konnten wir unsere Gewerbesteu- ereinnahmen kontinuierlich steigern. Die aktuellen Entwicklungen in den USA, aber vor allem auch die konjunkturelle Lage in Deutschland werden auch bei uns Auswirkungen haben, deren Umfang wir noch nicht abschätzen können. Davon unbenommen ist die Attraktivität von Dreieich als Wohnort und Unternehmensstandort in direkter Nähe Die Entwicklung und Perspektiven der Stadt Dreieich standen im Fokus der Sitzung der IHK-Vollversammlung. Ob der angekündigte Investitionsbooster zündet, ist fraglich, wenn nicht auch die Bürokratie abgebaut, Genehmigungs- und Vergabeverfahren vereinfacht und beschleunigt werden. Fo to : I H K 12 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 NACHRICHTEN zum Finanzstandort Frankfurt und dem Flughafen. Die Kaufkraft der Bevölkerung ist im Kreisvergleich einzigartig und wir sind bestrebt, auch dieses Potenzial durch ent- sprechende Angebote im Ort zu behalten.“ Frank Bermbach, Mitglied des Vorstands der MHK Group, Vorstandsvorsitzender der CRONBANK AG und Mitglied der IHK-Vollversammlung, präsentierte die Historie des 1980 gegründeten Unternehmens. Die MHK Group ist eine der großen europäischen Einkaufs- und Dienst- leistungsverbundgruppen für mittelständische Fachhan- dels- und Handwerksunternehmen rund um das Thema Haus und Wohnen. Bermbach stellte die Vision der Unternehmensgruppe in der Entwicklung innovativer Produkte und Technologien vor. „Unsere Mission bei der MHK Group ist klar: Wir stärken mehr als 4.300 mittel- ständische Unternehmen darin, in einem dynamischen Marktumfeld nicht nur zu bestehen, sondern erfolg- reich zu agieren. Gerade wenn die Herausforderungen wachsen, ist der Zugang zu Skaleneffekten, Know-how und digitaler Infrastruktur entscheidend – dafür stehen wir.“ Wirtschaft stärken, Zukunft sichern Auf der Tagesordnung der IHK-Vollversammlung stand die aktuelle Konjunkturlage in der Region mit den Ergeb- nissen der IHK-Konjunkturumfrage zum Frühsommer. IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner beschrieb die Lage so: „Angesichts einer unsicheren nationalen und internationalen Gemengelage können die Unternehmen aktuell keinen absehbaren Aufwärtstrend erkennen. Die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten zwölf Monaten bleiben im Saldo negativ. 25 Pro- zent der befragten Unternehmen befürchten schlechtere Geschäfte, nur 13 Prozent erwarten eine positive Entwick- lung. Die Exporterwartungen sind schwach, die Beschäf- tigungspläne besorgniserregend und die Investitions- bereitschaft bleibt weiterhin verhalten.“ Er betonte: „Die Maßnahmen der neuen Bundesregierung gehen in die richtige Richtung. Ob der angekündigte Investitions- booster zündet, ist fraglich, wenn nicht auch die Büro- kratie abgebaut, Genehmigungs- und Vergabeverfahren vereinfacht und beschleunigt werden.“ Schoder-Steinmüller unterstrich zum Abschluss: „Unsere Region hat Potenzial, wie wir heute live an dem Spirit der Stadt Dreieich und unseres Mitgliedsunternehmens MHK Group erleben konnten. Unternehmen sind die Grundlage für Wohlstand, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen in den Kommunen. Wir werden uns als IHK bei der Kom- munalwahl 2026 dafür einsetzen, dass kommunalpoliti- sche Entscheidungen auch die Interessen der Wirtschaft berücksichtigen. Unser Ziel ist: Wirtschaft stärken, Zukunft sichern.“ Ihr Gateway für perfekt ausgebildete IT-Azubis Wir programmieren Ihre Talente zukunftssicher auf Erfolg www.provadis.de/itausbildung Ihre Vorteile bei Hessens größtem Ausbildungsdienstleister IT-Know-how auf neuestem Stand Individuelle Betreuung der Auszubildenden Weniger Aufwand für Ihre interne Ausbildung Absicherung Ihrer IT-Kapazitäten Flexible Buchung von Seminaren & Kursen tillmann-verpackungen.de Kathrin Hildebrand Geschäftsführerin 0800-TILLMANN MIT SICHERHEIT GUT VERPACKT – DANK ÜBER 70 JAHREN ERFAHRUNG. 13Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 NACHRICHTEN Kurz notiert ❙ Innenstadtprojekt ausgezeichnet DIETZENBACH. Beim Landeswettbewerb „Ab in die Mitte!“ hat Dietzenbach die Jury mit dem Projekt „SINN.VOLL – eine Stadt im Gleichgewicht“ über- zeugt und 10.000 Euro gewonnen. Das Projekt ver- bindet über neun Tage hinweg sechs unterschied- liche Events. Jede Veranstaltung spricht mehrere Sinne an und nutzt die Räume und Orte der Innenstadt, um den Dialog zwischen den Menschen zu fördern. Von kulinarischen Entdeckungsreisen bis hin zu musikalischen und kulturellen Darbietun- gen – es gibt für jede und jeden etwas zu entdecken und zu erleben. www.dietzenbach.de ❙ Digitales Spielen LANGEN/SELIGENSTADT. Einmal jährlich verleiht der Verband der deutschen Games-Branche zusam- men mit der Bundesregierung den Deutschen Computerspielpreis an Spiele-Entwickler. Als bestes Familienspiel wurde 2025 „Prim“ von Common Colors aus Langen ausgezeichnet. Der Lehrer Jonas Fisch hat das Spiel nebenberuflich entwickelt. Ein Sonderpreis ging an das Flipper- und Arcademu- seum Seligenstadt, weil es die Geschichte digitaler Spiele vermittelt. www.prim-game.com www.flipperundarcade.de ❙ Näher am Flughafen NEU-ISENBURG. Die Fluggesellschaft Condor verlegt ihren Verwaltungssitz von Neu-Isenburg nach Gateway Gardens am Flughafen Frankfurt. Der Umzug soll Anfang 2026 abgeschlossen sein. Das Condor-Trainingscenter bleibt in Dreieich. www.condor.com ❙ Bald mehr als eine Milliarde FRANKFURT. Zum dritten Mal in Folge hat die Hessi- sche Landesbank Helaba 2024 einen Rekordgewinn erzielt. Das Vorsteuerergebnis stieg gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent auf 767 Millionen Euro. Mittelfristig wird ein Ergebnis von über einer Milliarde Euro angestrebt. Aktuell plant die Helaba, 300 Fachkräfte einzustellen, und zwar bevorzugt junge Menschen, um dem demografischen Wandel zu begegnen. Am Standort in Frankfurt arbeiten rund 6.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Landesbank. www.helaba.com MMenschen und Wirtschaft ❙ Wechsel an der Biotest-Spitze DREIEICH. Der Aufsichtsrat der Biotest AG hat einen Wechsel des Chief Executive Officer (CEO) beschlossen. Dr. Jörg Schüttrumpf wurde am 28. Mai 2025 mit sofortiger Wirkung für drei Jahre zum Mitglied des Vorstands der Biotest AG bestellt. Er hat die Funktion des CEO übernommen und ist auf den bisherigen CEO Peter Janssen gefolgt. Dieser wurde laut Biotest in gegenseitigem Einvernehmen als Mitglied des Vorstands und CEO der Biotest AG abberufen. www.biotest.com Fo to : B io te st ❙ Verstärkung aus der Familie OBERTSHAUSEN. Der 33-Jährige Martin Picard (v. r. n. l. Martin, Georg und Thomas Picard) startet als Director Sales des traditionsreichen Taschenherstellers PICARD. Mit seiner Erfahrung als Gründer und CEO der Marke und des Online- Shops Störtebekker bringe er umfassendes Know-how im digitalen Vertrieb, ein ausgeprägtes Gespür für Markenentwicklung und unternehmerische Perspektive in das Familienunternehmen ein, erklärt die Geschäftsleitung. „Ich möchte das Beste aus beiden Welten verbinden: Die Agilität eines Start-ups und die Stärke eines Familienunternehmens mit fast 100 Jahren Geschichte“, sagt Martin Picard. Seine Ziele seien die konsequente Stärkung der Marke im Premiumsegment, der Ausbau internationaler Märkte und eine noch engere Verzahnung von Vertrieb und Markenstrategie. Die Entscheidung für den Einstieg sei gereift, nicht erzwungen. „Ich bin mit Taschen aufgewachsen, aber mein Weg zurück zu PICARD war kein Automatis- mus. Erst durch den Blick von außen habe ich erkannt, wie viel Kraft und Potenzial in diesem Unternehmen steckt.“ Geschäftsführer Georg Picard kommentiert die Personalie: „Dass mein Cousin Martin jetzt Teil des Führungskreises wird, ist ein starkes Zeichen für Kontinuität, aber auch für Bewegung. Er bringt neue Energie mit, die PICARD guttun wird.“ www.picard-fashion.com Fo to : P ic ar d Fa sh io n 14 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 NACHRICHTEN MMenschen und Wirtschaft Wenn Hacking zum Kinderspiel wird Wird IT-Sicherheit zur Pflicht Seit über 30 Jahren schützen wir Unternehmen mit maßge- schneiderten IT-Sicherheitslösungen. Persönlich, zuverlässig und immer auf dem neuesten Stand. Was passiert, wenn Ihre Systeme plötzlich stillstehen? Wie lange könnten Sie sich einen Ausfall leisten, ohne Kunden oder Daten zu verlieren? Und wer übernimmt die Verantwortung, wenn sensible Informa- tionen in falsche Hände geraten? Cyberangriffe treffen nicht nur Konzerne – gerade mittelstän- dische Unternehmen sind ein beliebtes Ziel. Veraltete Systeme, fehlende Sicherheitsrichtlinien oder ungeschulte Mitarbeitende öffnen oft Tür und Tor für Angreifer. Als IT-Systemhaus mit umfassender Erfahrung in der Betreuung mittelständischer Unternehmen helfen wir Ihnen, genau diese Schwachstellen zu erkennen und zu beseitigen. Wir entwickeln passgenaue Sicherheitsstrategien, abgestimmt auf Ihre Prozesse und Anforderungen. Vom Schutz Ihrer Netzwerke über E-Mail- Sicherheit bis hin zu regelmäßigen Backups und Security-Awa- reness-Schulungen – wir stärken Ihre Abwehr, bevor ein Vorfall zum Desaster wird. Cyberangriffe sind keine Frage des Ob, sondern des Wann. Lassen Sie uns gemeinsam sicherstellen, dass Ihr Unternehmen auch mor- gen noch arbeitsfähig, geschützt und rechtskonform ist. Sicherheit beginnt mit einem Gespräch – sind Sie bereit? www.abass.de Tim Ross (Sicherheitsexperte der abass GmbH). A D V E R TO R I A L Unternehmen stellen sich vor Arbeitsjubiläen 40 Jahre Rolf-Christoph Engel Herth+Buss Fahrzeug- teile GmbH & Co. KG Alfred Mentzel Offenbacher Verkehrs-Betriebe GmbH Frank Röder Offenbacher Verkehrs-Betriebe GmbH Frank Tschischka Offenbacher Verkehrs-Betriebe GmbH 35 Jahre Musa Savci PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG 30 Jahre Irina Kasdorf MKU-Chemie GmbH 25 Jahre Viktor Kremer Herth+Buss Fahrzeug- teile GmbH & Co. KG Stefanie Lefèvre Offenbacher Verkehrs-Betriebe GmbH Hasan Oezcan Köba-Sewifa GmbH Janine Winkler Herth+Buss Fahrzeug- teile GmbH & Co. KG 20 Jahre Andreas Reich MKU-Chemie GmbH Stefanie Scheidler Skynet Worldwide Express GmbH 15 Jahre Elena Müller Dental-Union GmbH 10 Jahre Concetta Aruta Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Sybille-Manuela Hagge Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Kristin Müller Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Than Ron Pham Chanty Spitzenfabrik GmbH & Co. KG Felix Schmitt Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Askin Wätzold Yukatel GmbH Schöne Anerkennung für Jubilare Ihre langjährigen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter verdienen zu ihren Arbeits- jubiläen besondere Auszeichnungen. Deshalb stellt Ihnen die IHK Offenbach am Main personalisierte Urkunden zur Verfügung, auf Wunsch kombiniert mit einer Veröffentlichung hier im IHK-Magazin „Offenbacher Wirtschaft“. Wenn Sie auf diese Weise zeigen möch- ten, wie sehr Sie die Zusammenarbeit mit den Jubilaren schätzen, teilen Sie uns bitte folgende Informationen mit: ❙ Name des Jubilars oder der Jubilarin ❙ Jubiläumsdatum ❙ genaue Firmierung des Unterneh- mens (entsprechend Eintragung in Handelsregister bzw. Gewerbeanmel- dung). Die Kosten für eine gerahmte Urkunde betragen 40,00 Euro zuzüglich Mehrwert- steuer. www.ihkof.de/jubilare Kontakt IHK-Kundenservice 069 8207-0 | Fax -149 service@offenbach.ihk.de Kurz notiert ❙ Wo Menschen gerne arbeiten DIETZENBACH. Das internationale Forschungs- und Beratungsinstitut „Great Place to Work“ hat das IT- Dienstleistungsunternehmen controlware als „Great Place to Work“ zertifiziert und bescheinigt ihm damit eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit auf allen Ebenen. Für eine ausgezeichnete Nachwuchsförde- rung erhielt controlware zudem die Zertifizierung „Great Start!“. www.controlware.de ❙ Investition in KI SELIGENSTADT. Der italienische multinationale Konzern GEFRAN mit Standort in Seligenstadt beteiligt sich an dem italienischen Softwareunter- nehmen 40Factorym, das auf Industrial IoT und generative KI-Lösungen spezialisiert ist. GEFRAN investiert vier Millionen Euro und erwirbt damit 22 Prozent des Aktienkapitals. GEFRAN ist auf die Entwicklung und Herstellung von Sensoren, industriellen Prozesssteuerungssystemen und Auto- matisierungskomponenten spezialisiert. Mit der Zusammenarbeit soll die Entwicklung von daten- basierten Prozesslösungen ausgebaut werden. www.gefran.de ❙ Feels like Hessen WIESBADEN. Bis zum 1. August 2025 können Gestalterinnen und Gestalter aller Disziplinen aus Hessen – vom Profi bis zum Nachwuchstalent – ihre Bewerbungen für den Kalenderwettbewerb Feels like Hessen einreichen. Er findet diesmal in Kooperation mit der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 statt. Das Motto „Looking Forward – das Morgen gemeinsam gestalten“ ist eine Ein- ladung zur aktiven Beteiligung an der Gestaltung unserer Lebensräume. Kreative aus ganz Hessen sind aufgerufen, das besondere Lebensgefühl dieses Bundeslandes visuell einzufangen. www.kreativwirtschaft-hessen.de ❙ Adacor übernimmt Delivion ESSEN /OFFENBACH. Die Adacor Hosting GmbH treibt ihr Wachstum im Bereich Public Cloud gezielt voran und übernimmt die Delivion GmbH aus Mülheim an der Ruhr. Ziel der strategischen Entscheidung sei es, die technologische Basis und Marktposition in einem Geschäftsfeld, das bereits seit mehreren Jahren erfolgreich parallel zum etablierten Private-Cloud-Angebot aufgebaut wurde, zu stärken. „Wir sind sehr begeistert von der modernen Herangehensweise und tiefen Public-Cloud-Expertise, die Martin Ostrowski und sein Team mitbringen. Mit dieser Verstärkung gehen wir den nächsten Schritt auf unserem Weg, Adacor als Full-Stack-Cloud-Company mit Private Cloud, Public Cloud und KI weiterzuentwickeln“, betont Andreas Bachmann, CEO und Gründer von Adacor. www.adacor.com 16 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 NACHRICHTEN im BIEG Website-Check SCHARFE ANALYSEN www.bieg-hessen.de VIELFALT ALS ENTSCHEIDENDE GRUNDLAGE FÜR EINEN ERFOLGREICHEN STANDORT Für eine starke, zukunftsorientierte Wirtschaft in Hainburg Daniela Kschiwan repräsentiert die Wirtschaftsförderung in Hainburg. Sie ist die erste Ansprechpartnerin für Unternehmerinnen und Unternehmer. Im Interview mit der Offenbacher Wirtschaft spricht sie über ihre Aufgaben, Initiativen und Ziele. Wirtschaftsförderin Daniela Kschiwan und Bürgermeister Christian Spahn sind ein engagiertes Team, das den Wirtschaftsstandort Hainburg sichern und weiterbringen will. 18 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 TITELTHEMA Fo to : G em ei nd e H ai nb ur g Frau Kschiwan, was hat Sie motiviert, die Wirt- schaftsförderung in Hainburg zu übernehmen? Im Frühjahr 2024 kam Christian Spahn, damals noch Erster Beigeordneter, auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich es mir vorstellen könne, diesen Bereich in Hainburg aufzubauen und zu gestalten. Was bringen Sie für diese Auf gabe mit, was qualifiziert Sie dafür? Für diese Aufgabe bringe ich ganz viel Motivation mit und das Herzblut, in Hainburg etwas bewegen zu können. Ich bin in Hainburg aufgewachsen und kenne viele der Unternehmen und Inhaber schon seit Jahrzehnten. Seit 1995 bin ich in Hainburg bei der Gemeindeverwaltung tätig. Hier habe ich im Bereich der Finanzen, unter anderem zuständig für die Gewerbesteuer, viele weitere Unternehmen kennengelernt. Daraus ist eine gute Basis für eine weitere Zusammenarbeit entstanden. Was verstehen Sie unter einer guten, zeitgemäßen Wirtschaftsförderung? Im heutigen wirtschaftlichen Umfeld ist es von ent- scheidender Bedeutung, dass sich Gemeinden und Unternehmen nachhaltig und zukunftsorientiert aufstellen. Ein stabiles Netzwerk aus regionalen Akteuren bildet dabei die Grundlage für eine wider- standsfähige lokale Wirtschaft. Anders als vor 20 bis 30 Jahren verfügt auch Hainburg heute nicht mehr über umfangreiche Flächenreserven, um durch klassische Ansiedlungspolitik große Unternehmen zu gewinnen. Umso wichtiger ist es, neue Wege zu gehen: Innova- tive Ideen, die gezielte Nutzung vorhandener Poten- ziale und ein kluger Umgang mit den Ressourcen vor Ort sind gefragt. Gleichzeitig gewinnen Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und der Einsatz künstlicher Intelligenz zunehmend an Bedeutung. Sie bieten Chancen, um die Standortqualität zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit der Unter- nehmen langfristig zu sichern. Wobei unterstützen Sie die Unternehmen hauptsächlich? Aktuell haben wir regelmäßig stattfindende Netz- werktreffen unter dem Namen „come and connect“ ins Leben gerufen. Ziel dieser Veranstaltungsreihe ist es, den Unternehmen in Hainburg eine Plattform zu bieten, um sich gegenseitig kennenzulernen, auszutauschen und miteinander zu vernetzen. So können gemeinsame Ideen entstehen, Synergien genutzt und Kooperationen aufgebaut werden – für eine starke, zukunftsorientierte Wirtschaft vor Ort. Das Feedback aus diesen Treffen ist durchweg positiv ausgefallen. Sie finden eine große Zustim- mung bei den Unternehmen. Dies spiegelt auch die steigende Teilnehmerzahl wider. Aber auch das Thema des Arbeitskräftemangels ist ein wichtiger Bereich. Hier haben wir im vergange- nen Jahr mit der Wirtschaftsförderung aus Seligen- stadt, der Hainburger Haupt- und Realschule, den Seligenstädter Schulen und der Agentur für Arbeit den „Azubi Talk“ realisiert. Dabei handelt es sich um eine Veranstaltung, bei der ausbildungssuchende Schüler und Ausbildungsbetriebe zusammenge- führt werden. Wer steht Ihnen in der Gemeinde zur Seite? Zuallererst natürlich unser Bürgermeister Christian Spahn. Aber „unterstützt“ werde ich bislang auch sehr von dem positiven Feedback der Unternehmer, das zeigt, dass wir auf einem richtigen Weg sind. Welche weiteren Partnerinnen und Partner ziehen mit Ihnen an einem Strang? Ein wichtiger „Partner“ ist Standort-Plus. Dies ist der Zusammenschluss der Wirtschaftsförderungen der 13 Kommunen des Kreises Offenbach. Zusätzlich dazu arbeiten wir aktuell mit den Wirtschaftsförde- rungen aus Seligenstadt und Mainhausen (Ostkreis) stark im Bereich der Berufsorientierung zusammen. Was ist Ihr vorrangiges Anliegen? Darauf kann die Antwort nur lauten: Hainburg als Standort weiterhin attraktiv zu halten und kontinu- ierlich weiterzuentwickeln Was läuft am Wirtschaftsstandort Hainburg schon gut? Was ist schwierig? Schwierig ist natürlich, dass wir als Kommune keine Flächen mehr zur Vermarktung haben und somit begrenzt in der Handlungsmöglichkeit zur Ansied- lung größerer Unternehmen sind. Hainburg bietet 19Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 TITELTHEMA Unternehmen ideale Standortbedingungen: Eine moderne Infrastruktur, hervorragend angebundene Verkehrswege sowie die Nähe zu wirtschaftsstarken Ballungsräumen schaffen beste Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum. Die Gemeinde zeichnet sich durch kurze Entscheidungswege in der Ver- waltung, eine unternehmensfreundliche Politik und eine enge Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren aus. Zudem profitieren Investoren und Gründer von gezielter Unterstützung und einem breiten Netzwerk an Partnern. Mit Bürgermeister Christian Spahn besuchen Sie Unternehmerinnen und Unternehmer in ihren Betrieben. „starke Wirtschaft – starke Zukunft“ lautet Ihr Motto dabei. Warum sind Ihnen diese unmittelbaren Kontakte wichtig? Mit den Unternehmensbesuchen der Reihe „starke Wirtschaft – starke Zukunft“ wollen wir enger mit den Unternehmen in den Dialog gehen. Oftmals ist auch uns als Wirtschaftsförderung nicht im vollen Umfang bekannt, wie breit unsere Unternehmen tatsächlich aufgestellt sind oder in welchen Berei- chen konkreter Unterstützungsbedarf besteht. Dies möchten wir künftig durch den direkten Austausch mit ihnen besser nachvollziehen und gezielt darauf eingehen. Wie sieht es in Hainburg mit freien Flächen oder leerstehenden Gewerbeimmobilien aus, die sich für Neuansiedlungen oder Expansionen eignen? Aufgrund der Verdichtung im Rhein-Main Gebiet geht es Hainburg wie fast allen Kommunen im Kreis: Es sind keine kommunalen, freien Flächen mehr vorhanden. Hier gilt es, mit den privaten Eigen- tümern in Kontakt zu treten und zu erörtern, wie man die vorhandenen Gebäude oder Grundstücke bestmöglich nutzen kann. Neue Unternehmen welcher Branchen wären besonders willkommen? Hier jetzt zu selektieren, finde ich einen falschen Ansatz. Die Wirtschaftsförderung Hainburg freut sich über jeden, der in Hainburg sein Unternehmen anmeldet, und gerne möchten wir jeden unter- stützen, der Hainburg als einen attraktiven Standort betrachtet. Meiner Meinung nach bildet eine große Vielfalt die entscheidende Grundlage für einen erfolgreichen Standort. Was soll die Wirtschaftsförderung Hainburg kennzeichnen, wenn Sie nach einem Jahr Bilanz ziehen, und was wollen Sie langfristig erreichen? Mich persönlich würde es freuen, wenn es nach der Jahresbilanz heißt, dass in Hainburg mit Herz und Hand, gemeinsam miteinander, respektvoll und motiviert an einer erfolgreichen Wirtschaft und auch Wirtschaftsförderung gearbeitet wird. Wir als Wirtschaftsförderung in Hainburg wollen langfristig entscheidend zur positiven Entwicklung des Standorts beitragen. Ein zentraler Erfolg besteht in der Stärkung des Wirtschaftsstandorts Hainburg vor allem durch die Unterstützung bestehender Betriebe. Dies führt nicht nur zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen, sondern auch zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität für unsere Bevölkerung. Die Fragen stellte Birgit Arens, IHK Offenbach am Main Kontakt Daniela Kschiwan 06182 7809-8080 wirtschaftsfoerderung@hainburg.de www.hainburg.de Bürgermeister Christian Spahn (l.) und Wirtschaftsförderin Daniela Kschiwan (r.) mit Christiane Friedrich und Thomas Petzold von der Agentur für Arbeit beim „come and connect“-Treffen. Fo to : G em ei nd e H ai nb ur g 20 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 TITELTHEMA Gewerbeverein Hainburg Seit einem halben Jahrhundert für Hainburgs Wirtschaft aktiv Wenn sich Geschäftsleute zusammentun, um gemeinsam etwas zu bewegen, entsteht mehr als nur ein Verein. Es wächst ein Netzwerk. Ein solches ist der Gewerbeverein Hainburg. Seit 50 Jahren bringt er Unternehmerinnen und Unternehmer zusammen. Er verbindet Genera- tionen, Branchen, Ideen und das Ziel, den Standort und die Region zu stärken. Marcus Gurzawski ist der sechste Vorsitzende seit der Gründung des Gewerbevereins Hain- burg im Jahr 1975. Warum er sich engagiert? „Ich will die erfolgreiche Arbeit fortsetzen, die Interessen der Gewerbetreibenden vertreten und sie vor allem stärken“, sagt er. Dafür setzt er sich mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern ein – im Austausch miteinan- der sowie im Kontakt mit den Menschen in Hainburg, der Gemeinde, dem Bürgermeister und der Wirtschaftsförderung. Den Vorstand bilden mit Gurzawski die zweite Vorsitzende Renate Kins, der Schatzmeister Prof. Dr. Chris- tof Bauer, der IT-Spezialist Tobias Kemmerer und Michael Nowak. Vom Netzwerk profitieren Derzeit hat der Gewerbeverein 126 Mitglie- der aus unterschiedlichen Branchen wie Einzelhandel, Handwerk, Versicherungen und produzierendes Gewerbe. Auch mehrere Autohäuser gehören dazu. Sie bekennen sich zu Hainburg, bieten Arbeits- und Aus- bildungsplätze und halten die Gemeinde lebendig. Vereinsmitglieder können die Jobbörse auf der Internetseite des Gewerbevereins kosten- los nutzen, um die Aufmerksamkeit von Fachkräften und Auszubildenden zu wecken. Unternehmen, die sich neu am Standort ansiedeln, haben die Möglichkeit, sich auf der Internetseite vorzustellen. Starke Wirkung nach innen und außen Der Gewerbeverein Hainburg setzt auf Sicht- barkeit und Austausch. Das zeigt sich unter anderem bei Informationsveranstaltungen, Unternehmensbesichtigungen und Treffen mit anderen Gewerbevereinen aus der Region. Am deutlichsten wird es bei den bei- den wichtigsten Events: „Beim Neujahrsemp- fang lassen wir das vergangene Jahr Revue passieren und bieten einen Ausblick auf die Aktivitäten des kommenden Jahres. Zudem arbeiten wir anhand von Fachvorträgen auf, was der Bevölkerung wichtig ist. 2025 sprach zum Beispiel Gastredner Prof. Dr. Christof Bauer von der TU Darmstadt zum Thema ‚Deutschland vor dem Solarinfarkt‘. Auf dem Hainburger Markt können die Vereinsmitglie- der ihre Unternehmen und Angebote präsen- tieren. Die Hainburgerinnen und Hainburger lassen sich dort zusammen mit Gästen aus der ganzen Region kulinarisch verwöhnen. Sie bummeln, shoppen, entdecken und erleben, was den Ort liebens- und lebenswert macht“, erklärt Gurzawski. Er hat sich fest vorgenommen, die Gewerbe- treibenden und die Mitglieder des Gewerbe- vereins weiter zu motivieren und zu begeis- tern, damit sie sich auch nach seiner Amtszeit so engagiert für Hainburg einsetzen. www.gewerbeverein-hainburg.de Der Vorsitzende des Gewerbevereins Hainburg Marcus Gurzawski ist Inhaber der Allianz Versicherung Störger und Gurzawski Hainburg. Er lebt mit seiner Familie in der Ge- meinde, ist Mitglied weiterer Vereine vor Ort und nennt sich selbst sehr heimatverbunden. Der Hainburger Markt gehört zu den größten Gewerbeschauen im Kreis Offenbach. Fo to : P riv at Fo to : G ew er be ve re in H ai nb ur g 21Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 TITELTHEMA Wie Mode-Einzelhandel heute funktionieren kann Tradition im Herzen und Trends im Blick Das Modehaus Blumör ist eines der standhaften Einzelhandelsgeschäfte an der Offenbacher Landstraße in Hainstadt. Seine Wurzeln reichen tief ins 19. Jahrhundert. Die heutige Inhaberin trotzt den Schwierig- keiten der Branche mit Kundenorientierung, Offenheit, Ideen und einem engagierten Team. „Ich weiß ja, dass Sie nicht so gerne Blusen tragen. Schauen Sie mal, dieses Shirt würde sehr gut zu der Hose passen, die Sie neulich gekauft haben“, empfiehlt Inhaberin Bärbel Blumör einer Stammkundin. Sie kennt nicht nur die Menschen, die regelmäßig bei ihr einkaufen, son- dern auch deren Kleiderschränke. Schon bei einem kurzen Besuch im Modehaus Blumör wird deutlich, wie persönlich die Beratung und wie familiär die Atmosphäre ist. Das trifft auf den Umgang mit den Kundinnen und Kunden zu und genauso auf das Miteinander des internationalen Teams. Inklusive Aushilfen gehören dazu 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Alle duzen sich und sind engagiert bei der Arbeit. Blumörs Ehemann betreut seit zehn Jahren die Herrenabteilung. „Wir sprechen alle von null bis hundert an und bieten Kleidung von Kopf bis Fuß“, sagt die Chefin. Das Sortiment reicht von Socken und Unterwäsche über modi- sche Freizeitbekleidung bis zu Anzug, Abendkleid und Mantel. Täglich Neues auf Social Media An der Wand neben der Treppe in den ersten Stock prangt die Urkunde, die Bärbel Blumör von der IHK Offenbach am Main 2022 zum 150. Jubiläum des Traditionsgeschäfts überreicht wurde. Wie überlebt ein Modehaus so lange und vor allem in Zeiten von Fast Fashion, der Übermacht der Modeketten und des Online-Handels? Zu Blumörs Strategie gehört neben der Kundennähe und einem zweiten Geschäft in Seligenstadt eine starke Social-Media-Präsenz. „Wir sind auf Face- book, Instagram, TikTok und auf WhatsApp unterwegs. Dort erfinden wir uns jeden Tag neu und stehen im Austausch mit unseren Kunden. Wenn ich etwas in meinem WhatsApp-Status poste, kommt ganz schnell positives Feedback“, berichtet Bärbel Blumör und stellt ihre ukrainische Mitarbeiterin Mariia Titarenko vor, die besonders versiert im Social-Media-Marketing ist und ein professionelles Auge darauf hat, dass die Kanäle aktuell sind und gut laufen. Zündende Ideen für Hainburg Im Gewerbeverein Hainburg konzentriert sich die Unternehmerin auf die Belange und die Förderung des Einzelhandels. So steuerte sie zum Hainburger Markt, der großen Gewerbeschau im Ostkreis Offenbach, die Idee für ein Fotogewinnspiel bei: Direkt neben dem Modehaus Blumör warb ein Plakat für den Hainburger Markt. Wer teilnehmen wollte, posierte davor, nahm ein Selfie auf und postete es mit dem Hashtag #LoveHainburgerMarkt auf Facebook oder Instagram. Der Ver- sand per WhatsApp oder E-Mail an die Initiatoren war auch möglich. Zu gewinnen gab es unterschiedlichste Preise, die Unternehmen und Institutionen aus Hainburg zur Verfügung gestellt hatten, und in einer zweiten Ziehung Einkaufsgutscheine. „Bei der Aktion haben die Teil- nehmerinnen und Teilnehmer kostenlos für den Gewerbeverein und den Hainburger Markt geworben“, erklärt sie. Bärbel Blumörs Engagement kennt keinen Ladenschluss: „Ich arbeite an sieben Tagen die Woche“, versichert sie glaubhaft. Etwas Entlastung erhofft sie sich von zwei baldigen Neuzugängen für ihr Team, von dem sie sagt: „Wir arbeiten hier alle mit ganz viel Herzblut.“ www.modehausblumoer.de Bärbel Blumör (l.) bei der Beratung einer Stammkundin im Erdgeschoss ihres Modehauses. Fo to : A re ns /IH K Handel in Hainburg 22 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 TITELTHEMA Beratung, Preis und Schuhe zum Wohlfühlen Ein Schuhgeschäft überlebt in schwierigen Zeiten Selbst auf den Einkaufsmeilen in großen Städten wie Offenbach oder Frankfurt gibt es heute kaum noch Schuhgeschäfte. In Hainburg ist das anders – dem Schuhhaus Franz sei Dank. Kundinnen und Kunden können in dem Ladengeschäft in der Offenbacher Landstraße in Hainstadt aussuchen, anprobieren und sich beraten lassen. Chef Daniel Franz verrät, wieso sich der Standort hält: „Wir bieten guten Service und die Immobilie gehört uns.“ Zwei Geschäfte unterhält er auch in Seligen- stadt. „Wir haben ein alteingesessenes Unter- nehmen, das ich jetzt in der dritten Genera- tion weiterführe“, berichtet er. Der Fachhändler konzentriert sich in Hainstadt auf ein großes Sortiment an Bequemschuhen. Erfahrene Schuhverkäuferinnen beraten die Kundschaft. Nachdem eine Kundin den Laden mit neu erstandenen Sandalen verlassen hat, erklärt Mitarbeiterin Maria Sermon-Gerlich: „Ich kenne die Dame und die Besonderheiten ihrer Füße. Deshalb kann ich gleich pas- sende Modelle für sie heraussuchen.“ Auf die Bequemschuhe mehrerer bekannter Marken- hersteller (Rieker, Gabor und Waldläufer) gibt es dauerhaft zehn Prozent Rabatt. Die Internetseite des Schuhhauses Franz ermöglicht einen guten Überblick darüber, was Kundinnen und Kunden beim Besuch einer der Filialen erwartet. Es gibt dort auch einen Online-Shop, über den Schuhe reser- viert und vor Ort anprobiert beziehungsweise abgeholt werden können. Allerdings wird diese Möglichkeit wenig genutzt. Die aktuelle Situation und die Zukunft seiner Branche betrachtet der Händler mit Skepsis: „Die Lage ist schwierig. In unseren Geschäften schätzen die Menschen den individuellen Ser- vice.“ Außerdem denkt er über Weiterentwick- lungen nach: „Wir überlegen, wie wir mehr Einkaufserlebnis schaffen können.“ Vielleicht gibt es demnächst im Schuhhaus Franz in Hainstadt eine kleine Café-Ecke. www.schuh-franz.de Maria Sermon-Gerlich findet für ihre Kundinnen und Kunden Schuhe, in denen sich ihre Füße wohlfühlen. SCHAFFEN SIE AUS ALTEN WERTEN NEUE MÖGLICHKEITEN Holger Honig I Bahnhofstraße 58 I 63179 Obertshausen Tel. 0 6104 9 531315 I www.goldhaus-obertshausen.de Mo-Fr: 10.00 - 13.00 Uhr I 15.00 - 18.00 Uhr oder nach Vereinbarung Ankauf von: Schmuck I Gold I Silber I Uhren I Münzen Barren I Bestecke I Zinn I Antiquitäten Ab sofort in neuen Räumlichkeiten Anzeige Goldhaus IHK 90x57mm neu.indd 1Anzeige Goldhaus IHK 90x57mm neu.indd 1 23.04.25 19:2623.04.25 19:26 Fo to : A re ns /IH K 23Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 TITELTHEMA Imagewandel weckt neues Interesse Leidenschaft fürs Angeln Bei Fisherman’s Partner in Klein-Krotzenburg entdecken Hobbyangler und Sportfischer eine Vielfalt an Ausrüstungsartikeln und Zubehör. Das ganze Team ist angelbegeistert und verfügt über Spezialwissen. „Corona hat dem Angeln Schwung gegeben“, sagt Geschäftsführer Michael Sprey und erklärt: „Viele Menschen haben einen stärkeren Bezug zur Natur. Sie wollen nachhaltig leben und wissen, wo ihr Essen herkommt. Auch das Tierwohl ist ein wichtiges Thema. Der strenge deut- sche Tierschutz bestimmt die Regeln fürs Angeln. Das Image des Sports hat sich verbessert. Dazu hat der Rapper Materia beigetragen. Seine Angelleidenschaft zeigt er auf YouTube. Es hat sich herumgesprochen, dass Angler alles andere als rüpelhafte Menschen sind, die Tiere quälen.“ Lieber beraten als online handeln Michael Sprey repräsentiert die dritte Generation seiner Familie in der Geschäftsführung des Unternehmens. Sein Großvater hatte einen Angelladen in Seligenstadt, den sein Vater übernommen hat. „Vor zwölf Jahren sind wir hierhergezogen. Das hat sich gut gefügt. Die Halle ist bezahlbar und groß. In Frankfurt könnten wir ein solches Ladenlokal nicht bezahlen. Trotzdem wird es langsam eng, denn wir haben eine breite Produktpalette. Die ist wichtig, damit der Laden interessant bleibt“, ist der Junior-Chef überzeugt. Ob See, Fluss oder Meer – es gibt die passenden Angelruten, Schnüre, Rollen, Haken, Kescher, lebende und künstliche Köder, Anlockfutter nach unterschiedlichsten Rezepturen, Bekleidung, Stiefel oder spezielles Outdoor-Equipment. Einsteiger finden preiswerte Angebote. Wer eine besondere Markenangel anschaffen will, zahlt in Hainburg rund 400 Euro für die Rute und noch einmal so viel für eine ebenso aus- gefallene Rolle. Grundsätzlich versprechen die Klein-Krotzenburger Angelexperten auf ihrer Internetseite „hochwertige Qualitätsruten, die durch ihre Robustheit und hohe Funktionalität bestechen“. Seit sieben Jahren gehört das Unternehmen zur Gruppe Fisherman’s Partner mit Sitz im bayerischen Parsdorf, der 57 Fachgeschäfte in Deutschland und Österreich angeschlossen sind. Als Franchisenehmer genießt das eigenständige Hainburger Geschäft Gebietsschutz und profitiert von vorverhandelten Einkaufskonditionen. Einen Internet- shop hat es nicht. „Man muss sich entscheiden: entweder online oder vor Ort“, meint Sprey und beschreibt die eigene Strategie: „Wir bieten hier zusätzlich zu unserem umfangreichen Sortiment auch Beratung, Kompetenz, Reparatur und Service.“ Sie bespulen zum Beispiel Rollen mit Angelschnur. Auch Lizenzen zum Angeln können bei Fisherman’s Partner erstanden werden, vorausgesetzt ein gültiger Jahresfischerei- schein ist vorhanden. So ähnlich wie Eisverkaufen Für die meisten Angler ist ihr Hobby eine Saisonbeschäftigung. Sie sind sozusagen Schönwetterangler. „Mit dem Forellenangeln am Kar- freitag geht es bei vielen los. Davor werden hier einige Regale völlig zerpflückt. Unser Geschäft ist so ähnlich wie Eisverkaufen. Im Sommer Wo oder wie man auch Fische fangen möchte, Michael Sprey und sein Team von Fisherman’s Partner haben die Ausrüstung dafür und erklären, wie sie eingesetzt wird. Fo to s: A re ns /IH K 24 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 TITELTHEMA Nicht für die süße Tüte, sondern zum Angeln von Zander, Hecht oder Barsch. Ist mein Unternehmen reif für ein digitales Update? Gemeinsam finden wir die Antworten für morgen. Mit kompetenter Beratung und Finanzierungslösungen für die digitale Transformation. Weil’s ummehr als Geld geht. läuft es gut. Für den Winter müssen wir Reserven haben. Wir kennen zwar Angler, die 250 Tage im Jahr am Wasser sitzen. Aber das sind Ausnahmen“, sagt Sprey. Zu den Ausnahmen gehören auch Frauen. Etwa zehn Prozent aller Angler machen sie aus. „Zehn oder 15 ‚feste‘ Anglerinnen kaufen regelmäßig bei uns ein“, berichtet er und vermutet, dass sie in Vereinen organisiert sind. Da es viele Seen, Teiche und Flüsse in der Region gibt, ist die Vereinsdichte hoch. Das sei wichtig, weil die Mitglieder die Gewässer hegen und pfle- gen. Außerdem sorge die Jugendarbeit der Vereine kontinu- ierlich für Anglernachwuchs. Auch Sprey und seine Kollegen gehören Angelclubs an. Sie wissen nicht nur über das Equip- ment, das sie verkaufen, Bescheid. Sondern sie kennen auch die Gewässer in der Umgebung und geben den Kundinnen und Kunden Tipps zum jeweiligen Fischbestand. Michael Sprey hat nach dem Abitur Einzelhandelskauf- mann gelernt und würde sich gerne weiterqualifizieren: „Ich überlege, noch den Handelsfachwirt zu machen. Aber ich bin im Geschäft stark eingebunden. Wir haben zu wenig Personal und es ist schwer zu finden. Die Anforderungen sind anspruchsvoll. Wer hier arbeiten will, braucht Fachwissen, Leidenschaft und Kundenorientierung.“ www.fishermans-partner.eu Anzeige TITELTHEMA 26 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 TITELTHEMA An einem ganz normalen Mittwochnachmit- tag im Mai, kurz nachdem das Waldcafé Rapp geöffnet hat, sind schon viele Sitzgelegen- heiten vor der Hütte besetzt. Ein paar Stufen führen in einen Vorraum, durch den es in die Gaststube geht. Dort hat sich an der Kuchen- theke eine Schlange gebildet. Die Auswahl an Torten und Tartes an diesem Ort überrascht: Es gibt Schwarzwälder Kirsch-, Friesen- und Maracujasahnetorte – um nur einige zu nennen. Daneben locken große Tartes mit Streuseln, Äpfeln und Rhabarber, der gerade Saison hat. Bäcker- und Konditormeister Hans-Jörg Rapp hat die Köstlichkeiten kreiert. Mit seiner Frau Bettina hat er die Hütte 2016 übernommen und zum Waldcafé Rapp gemacht. „Nach langen Jahren der Wanderschaft mit Sta- tionen im Nassauer Hof Wiesbaden, der Traube Tonbach bei Sternekoch Harald Wohlfahrt und in namhaften Hotels in Konstanz und Heidelberg sind wir in unsere Heimat zurückgekehrt“, schrei- ben die beiden auf ihrer Internetseite. Mit den Erfahrungen aus großen und teilweise berühm- ten Häusern haben sich die Eheleute 2004 in der Gastronomie selbstständig gemacht und zunächst zwei Cafés in Seligenstadt betrieben. Mit freundlichen Menschen arbeiten „Aber unser Traum war immer eine Berg- hütte“, sagt Bettina Rapp. Dann erzählte ihr eine Kollegin, in Hainburg sei eine Hütte zu verpachten. „Wir haben sie uns angesehen, einen Termin mit dem Bürgermeister gemacht und uns mit ihm geeinigt. In der Anfangszeit sind wir zweigleisig in Hainburg und Seligen- stadt gefahren. Das war eine anstrengende Zeit. Als das Geschäft hier immer besser lief, haben wir Seligenstadt abgegeben. Nur eine Backstube haben wir dort behalten“, erzählt die ausgebildete Hotelmeisterin. Die Entscheidung war richtig, findet sie: „Die Menschen hier sind freundlich und zufrieden. Sie verzeihen Fehler und wir bekommen viel positives Feedback. Wenn in Seligenstadt etwas nicht gut lief, stand gleich eine negative Bewertung im Internet. Hier macht das Arbeiten Spaß.“ Während ihr Mann ausschließlich in der Backstube und im Café arbeitet, hat sie eine Teilzeitstelle in der öffentlichen Verwaltung, der sie sich vormittags widmet. Unterstützt wird das Ehepaar von Aus- hilfen und der Familie. Ausgefallen sind im Waldcafé Rapp nicht nur die Torten und Tartes, sondern auch die Deko- rationen: Geweihe, Zeichnungen, Gemälde, Straßenschilder oder ausgediente Ski schmü- cken die Außenfront und die Innenbereiche. „Wir finden immer wieder Raritäten zum Deko- rieren“, freut sie sich. Ein Ausflugsziel fürs ganze Jahr Seine feinen Torten und Kuchen liefert Hans- Jörg Rapp auch an andere Cafés und Bäcker sowie auf Bestellung zu Veranstaltungen. Außerdem gibt es sie im Waldcafé zum Mitneh- men. „Ich verwende wenig Zucker und nutze stattdessen die natürliche Fruchtsüße. Die Zutaten kommen größtenteils aus der Region. Im Winter ist mein Christstollen beliebt. Wir verkaufen ihn hier und außerdem bieten ihn Lebensmittelgeschäfte in der Umgebung an“, sagt er. Seine Frau berichtet, dass die DLG das Gebäck mit einer Goldmedaille ausgezeichnet hat. Einige seiner bewährten Rezepte hat der Meister in zwei Büchern veröffentlicht. Birgit Arens hat ins Waldcafé Rapp reingeschaut In Hainburg leben und genießen 27Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 TITELTHEMA Fo to : A re ns /IH K Wer Lust auf herzhafte Speisen hat, findet auf der Waldcafé-Karte zum Beispiel Handkäs, Flammkuchen, Weißwurst oder Hackbra- ten. Ab November stehen an fünf Terminen Gänsekeulenessen auf dem Programm. „Die Termine sind meist im September schon ausgebucht“, warnt Bettina Rapp. Im Februar laden die beiden zum Käsefondue ein und im Mai zum Muttertagsessen. „Sonntags ist es hier oft rappelvoll. Manchmal kommen mehr Gäste, als wir in den Cafés in Seligenstadt hatten. Aber wir sind stark vom Wetter abhängig und im Winter kann es sehr ruhig sein“, sagt der Wirt. Geöffnet hat das Café ganzjährig von Mittwoch bis Sonntag. Montags und dienstags gönnt sich das Waldcafé-Team Ruhetage. Abends um 18 Uhr ist immer Feierabend. „Ein früherer Pächter hatte längere Öffnungszeiten. Dadurch fühlte sich ein Anwohner gestört. Deshalb ist jetzt früh Schluss.“ Bettina Rapp findet das in Ordnung: „So bleibt uns Zeit für uns und für die Familie.“ www.waldhuette-hainburg.de Ein bisschen versteckt im Wald bei Klein-Krotzenburg, nicht weit von der Wallfahrtsstätte Liebfrauenheide entfernt, steht eine Hütte, wie man sie aus den Bergen kennt. Die Eheleute Rapp haben den einstigen Rentnertreff in ein außergewöhnliches Ausflugscafé verwandelt. Versteckt liegt es, aber ein Geheimtipp ist ihr Waldcafé nicht mehr: Bettina und Hans-Jörg Rapp haben sich mit ihrem Ausflugslokal einen Traum erfüllt. AGAPLESION SIMEONSTIFT Lebensbegleitung im Alter Den Lebensabend selbstbestimmt, gut umsorgt und in angenehmer Umgebung zu verbringen, ist ein grundlegender menschlicher Wunsch. Im AGAPLESION SIMEONSTIFT in Hainburg kann er in Erfüllung gehen. Umgeben von einem großzügigen Außenbereich mit viel Grün, einem Springbrunnen und Terrassen liegt das barrierefreie Gebäudeensem- ble am Rand von Klein-Krotzenburg. 2024 feierte das AGAPLESION SIMEONSTIFT, das mit seinem Träger HDV gemeinnützige GmbH zum christlichen Gesundheitskonzern AGAPLESION gAG gehört, sein 60-jähriges Bestehen. Die Ursprünge der Einrichtung gehen auf ein „Feierabendhaus für ältere Menschen, die ihren Lebensabend in Ruhe verbringen möchten“ zurück, das der Frankfurter Kaufmann Hermann Kaiser 1964 errichten ließ. Die älteren Gebäude sind einer modernen, zeitgemäßen Bebauung gewichen. Neben Verwaltungs- und Aufenthaltsräumen stehen 164 barrierefreie Einzelzimmer zur Verfügung. 141 Pflegeplätze für Dauer-, Kurzzeit- und Verhinderungspflege sind vorhanden. Eine Besonderheit ist der Demenzbereich mit 23 Pflegeplätzen, zu dem ein schöner gro- ßer Garten mit viel Raum für Bewegung gehört. Es gibt einen Wellness- raum zum Entspannen und umfangreiche Beschäftigungsangebote, die zu Bewegung, Kreativität, kulturellen Aktivitäten und geselligem Beisammensein anregen. Eine gesunde, abwechslungsreiche Ernäh- rung der Bewohnerinnen und Bewohner stellt die hauseigene Küche sicher. Auch Besucher sind eingeladen, sich von der Qualität der Speisen zu überzeugen. Zum Netzwerk vor Ort gehören Therapeuten, Ärzte und Dienstleister wie Friseure oder Fußpfleger. Weniger Bürokratie für bessere Betreuung Daniela Brückner leitet das AGAPLESION SIMEONSTIFT. Sie hat ihre berufliche Laufbahn dort mit einer Pflege-Ausbildung begonnen, war Wohnbereichsleiterin, Beauftragte für das Qualitätsmanagement und Pflegedienstleitung. Ihr Beruf ist ihr Berufung und sie kennt die täglichen Herausforderungen für ihr 150-köpfiges Team ebenso wie die Schwierigkeiten, mit denen die gesamte Branche konfrontiert ist. „Bürokratie erschwert die Arbeit der Einrichtungen. Wäre der Aufwand geringer, könnten wir uns stärker auf Pflege und Betreuung konzentrie- ren. Die unzureichende Finanzierung gefährdet die Pflegequalität und muss dringend reformiert werden“, lautet ihr Appell an die Politik. Arbeit, die Sinn stiftet Nach wie vor ist der Personalbereich problematisch: „Es geht um Fach- und Arbeitskräftemangel, aber auch um Ausfälle durch Krankheit, oft ausgelöst durch Überlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir steuern den Fachkraftbedarf mit Qualifizierungsmaßnahmen oder rekrutieren im Ausland Personal“, sagt Brückner und erzählt, dass sie kürzlich wieder eine gut qualifizierte serbische Mitarbeiterin vom Flughafen abgeholt hat. „Weiterhin befassen wir uns damit, das neue Personalbemessungsverfahren nach dem Sozialgesetzbuch XI zu implementieren. Es ermöglicht Pflegeeinrichtungen eine bessere Per- sonalausstattung – vorausgesetzt, wir finden neue Leute“, erklärt sie. Eine sprachgesteuerte Pflegedokumentation, Prozessoptimierungen oder der Einsatz von Telemedizin und das betriebliche Gesundheits- management sollen helfen, das Team zu entlasten und fit zu halten. Mit Engagement und anhand ihres eigenen Werdegangs informiert Brückner zu Ausbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen. Sie beobachtet positive Tendenzen: „Die Löhne sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Jetzt ist schon die Ausbildungsvergütung über- durchschnittlich und das Anfangsgehalt für Pflegefachkräfte kann sich sehen lassen. Außerdem wünschen sich mehr junge Menschen einen sinnstiftenden Beruf. Den finden sie bei uns.“ Die Pflegebranche und das Team in Hainburg arbeiten nicht nur an besseren Arbeitsbedingungen, sondern perspektivisch auch an neuen Wohnkonzepten und Versorgungsmöglichkeiten, damit Seniorinnen und Senioren selbstbestimmter leben können. Daniela Brückner nennt die wesentliche Voraussetzung, damit diese Ziele erreichbar werden: „Die ganze Gesellschaft muss für die Bedeutung der Pflege sensibilisiert werden.“ www.hdv.agaplesion.de Einrichtungsleiterin Daniela Brückner (2. v. l.) im Kreis von Bewohnerinnen und Bewoh- nern des AGAPLESION SIMEONSTIFTS. Fo to : A re ns /IH K 28 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 TITELTHEMA Typisch hessisch und bei Stammgästen beliebt Aus dem Dornröschenschlaf geweckt Der Hessische Hof in Hainstadt hat 2024 sein 120-jähriges Jubiläum gefeiert. 2011 hat mit Angela und Robert Geißler die vierte Generation das Hotel-Restaurant übernommen. Die beiden haben erst in großen Häusern gelernt und Erfahrungen gesammelt. Dann haben sie sich für den Familienbetrieb entschieden. Die Eheleute Geißler sind beide Inhaber und gelernte Köche. Angela Geißler hat ihre Ausbildung bei Kempinski gemacht und sich aufs Event-Catering spezialisiert. Robert Geißler hat bei Steigenberger gelernt und war Leiter der Kochschule von Promi-Koch Alfons Schuh- beck in München. „Es war immer klar, dass wir uns selbstständig machen wollen“, sagt Robert Geißler. „Der Familienbetrieb in Hainburg war da. Also haben wir den Laden aus dem Dornröschenschlaf geholt. Seit der Übernahme arbeiten wir uns durch das Haus. Wo früher die Kegelbahn war, haben wir sechs neue Hotelzimmer gebaut. Nach und nach erneuern wir die Zimmer oder es wird zum Beispiel Glasfaser verlegt. Wir müssen den stetigen Herausforderungen gewachsen bleiben und die Gäste sollen sich wohlfühlen, damit sie wiederkommen.“ Das tun sie wohl, denn er versichert: „Wir haben viele Stammgäste.“ Radfahrer biegen vom nahen Mainradweg ab. Teilnehmer an Familienfeiern im Hessischen Hof quartieren sich ein. Unter der Woche nutzen Monteure und Dienstleister – unter anderem vom Kraftwerk am gegenüberliegenden Mainufer – die 17 Zimmer. „Ein Unternehmen hat unser Ferienhaus neben dem Hotel auf Dauer für seine Mitarbeiter gemietet“, berichtet der Gastwirt. Auch Besucher großer Messen in Offenbach und Frankfurt logieren im Hessi- schen Hof. Allerdings seien es vor Corona mehr gewesen, sagt er. Drei Jahre bis zur Baugenehmigung Erleichtert zeigt Robert Geißler auf die großzügige Terrasse hinter dem Haus, den Augustiner Garten. „Wir hatten mit reichlich Bürokratie zu kämpfen“, berichtet er. „Es hat drei Jahre gedauert, bis wir im Dezember 2024 die Baugenehmigung hatten. Im Januar kam schon die Anfrage, ob alle Auflagen erfüllt sind. Natürlich muss es Auflagen geben. Aber niemand sollte Unternehmen unnötig Steine in den Weg legen.“ Nun gibt es zu den 80 Plätzen im Restaurant und bis zu 70 Plätzen im Festsaal im ersten Obergeschoss Kapazitäten für weitere 70 Personen im Freien. Die Geißlers bereiten typisch hessische Gerichte zu, die sie neu interpre- tieren. „Wir kochen saisonal mit Zutaten aus der Region, beispielsweise vom Obst- und Gemüsehof Wurbs in Klein-Auheim“, sagt Geißler. Dem eigenen Qualitätsanspruch trotz steigender Preise gerecht zu bleiben, sei nicht einfach. „Wir können nicht alle Kosten an die Gäste weitergeben. Ungefähr 300 Euro pro Monat kostet uns alleine die Nassmüllentsorgung. Ein Getränkehersteller hat die Preise in einem Jahr dreimal erhöht“, klagt er. „Darum hoffen wir auf die Mehrwertsteuersenkung 2026. Gerade kleinen Familienbetrieben wie uns würde sie etwas mehr Luft zum Atmen verschaffen. Auch der steigende Mindestlohn ist ein Thema in der Gastro. Größer jedoch das Thema, überhaupt Mitarbeiter zu finden.“ Er sei sehr froh über sein kleines, buntgemischtes Team. „Das ist eine einmalige Truppe und das Zusammenspiel funktioniert gut. Das wird mir bewusst, wenn unsere 74-jährige, verrückte Frühstücksdame mit unserem 18-jährigen Syrer, der uns im Service unterstützt, ihre Späße treibt und wenn Semra, unsere Serviceleitung, mit unserer Rammstein liebenden Spülperle und meiner Frau die nächste Motto-Veranstaltung plant“, scherzt Geißler. Aber gerade ist die Personaldecke so dünn, dass ein Außer-Haus-Catering nur bedingt möglich ist. Comedy, Klatsch und Kamin Nur sonntags ist das Restaurant am Mittag geöffnet. „Wir haben hier wenig Laufkundschaft. Trotzdem ist die Lage mitten im Rhein Main- Gebiet gut. Es ist nicht weit zur Autobahn, jede Stunde geht ein Zug nach Frankfurt und der Bus fährt die ganze Nacht über. Das Hotel ist ordentlich gebucht und wir richten viele Firmen- und Familienfeiern aus“, sagt Robert Geißler. Außerdem kommen die Specials und Events im Hessischen Hof gut an: Die Comedy Abende haben ihr Publikum. Es gibt es den „Sommer Klatsch“ im Augustiner Garten und ab Oktober werden am offenen Kamin hessische Couch-Tapas serviert. www.hotel-hessischer-hof.com VIDEO – Safety – Guard – Tower Baustellenüberwachung Sichern Sie Ihr Eigentum Unkomplizierte Sofortmontage einer mobilen Einbruchmeldeanlage jederzeit möglich. Dem Ernstfall einen Schritt voraus • Schnelle und professionelle Sicherung Ihres Objektes innerhalb von 48 Stunden • Kostengünstig mieten Wir beraten Sie gerne individuell in allen Fragen rund um Ihre Sicherheit. Besuchen Sie unser Sicherheitscenter. Heinrich-Krumm-Straße 9 63073 Offenbach www.bws-offenbach.de Telefon: 069/888 145 29Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 TITELTHEMA Von Zucker und Zukunftsaussichten Süße Genüsse aus Hainburg Knackige Schokoladenhülle, cremig-luftiger Eiweißschaum, knusprige Waffel – die unterschiedlichen Texturen verbinden sich im Köhlerkuss zum süßen Geschmackserlebnis. Er ist das bekannteste Erzeugnis der Philipp A. N. Köhler GmbH & Co. KG, die ihr Namensgeber vor 92 Jahren gegründet hat. Im Rhein-Main-Gebiet fehlt der Köhlerkuss auf keinem Volksfest oder Weihnachtsmarkt und viele Lebensmittelgeschäfte haben ihn im Angebot. Das reichhaltige Sortiment des Unternehmens erschließt sich bei einem Besuch im Fabrikverkauf in Klein-Krotzenburg: Dort gibt es zusätzlich zu 16 verschiedenen Köhlerkuss-Varianten auch Schaumwaffeln, Eisspezialitäten, Schokoladen, Konfekt, feine Pralinen und mit Kuvertüre überzogene Fruchtgummibären. Außer Endverbrauchern und Einzelhändlern gehören auch der Spezial- süßwaren-Großhandel sowie Eiscafés zu den Kunden. 1992 hat Sven Kaufhold, der Enkel des Grün- ders, die kaufmännische Leitung übernom- men. Er führt die Geschäfte gemeinsam mit seiner Ehefrau Judith. In den vergangenen drei Jahrzehnten haben sie regelmäßig investiert und Neues in Angriff genommen: Sie haben den Fabrikverkauf und die eigene Eisdiele ein- gerichtet, die Confiserie hinzugenommen, das Unternehmen modernisiert und ausgebaut. Zuverlässige Partner standen und stehen ihnen zur Seite. „Der Zuckerlieferant ist seit den 80er Jahren derselbe. Es gibt weitere Lieferanten, IT- Dienstleister, Architekten und Innendesigner, mit denen wir schon lange zusammenarbei- ten. Auch mit der Gemeinde Hainburg pflegen wir ein nettes, partnerschaftliches Verhältnis“, sagt Judith Kaufhold. Familienbetrieb vor Herausforderungen Das Köhler-Team ist im Lauf der Zeit größer geworden. Allerdings ist es derzeit nicht einfach, neues Personal für die Arbeit in der Produktion zu finden. „Unsere Frischeprodukte können wir nicht auf Vorrat herstellen. Deshalb fällt es schwer, immer gleiche Arbeitszeiten zu gewährleisten“, erklärt die Prokuristin und fügt hinzu: „Wir haben aber wirklich tolle und lang- jährige Mitarbeiter, die sehr engagiert sind und auf die wir uns verlassen können.“ Die Rohstoffpreise – gerade für Kakao – sind zuletzt in die Höhe geschnellt. „Der Anstieg war nicht einfach zu bewältigen. Wir konnten nicht sofort die Verkaufspreise erhöhen und hofften, dass die Kosten wieder sinken. Mitt- lerweile haben wir unsere Preise angepasst und wieder Kontrakte abgeschlossen. Aber die Übergangszeit war nicht einfach. Wir haben auch die Produktion so gut wie mög- lich optimiert“, sagt Judith Kaufhold. Anderen Unternehmen der Branche gehe es ähnlich. „Wir erleben das bei Lieferanten unseres Fab- rikverkaufs, die zum Teil schon zum dritten Mal die Preise erhöhen müssen. In der letzten Weihnachtssaison haben wir uns entschlos- sen, auf eine Schicht zu verzichten und strikt auf Ausschuss und Effektivität zu achten.“ Investitionen ausgebremst Herausfordernd seien zudem die hohen Ener- giekosten und das Steuersystem: „Sie stoppen im Prinzip unsere Investitionsbereitschaft. Wir investieren aktuell nur in kleinere Projekte. Größere sind bis auf weiteres zurückgestellt“, bedauert sie und sagt: „Halten wir den Gewinn im Unternehmen, ist die Hälfte weg für Steuern. Investieren wir zu viel, kommen wir eventuell in schwieriges Fahrwasser, wenn die Energiekosten plötzlich steigen. Als Familien- unternehmen ist das gerade die Schwierigkeit, hier eine Balance zu finden.“ Dennoch schmieden die Geschäftsleute Pläne, um die Gebäude zu reparieren. Außerdem konzentrieren sie sich darauf, die Produktionsanlagen und Produktionspro- zesse zu optimieren. Schließlich soll auch die nächste Generation die Philipp A. N. Köhler GmbH & Co. KG erfolgreich weiterführen können: „Unsere Kinder sind schon beide im Unternehmen. Die ältere Tochter ist zuständig für die Produktionsplanung und die End- kontrolle. Wir werden unsere Kinder so lange wie möglich unterstützen“, versichert Judith Kaufhold. www.koehler-kuesse.de Judith Kaufhold mit frischen Köhlerküssen im Fabrikverkauf der Philipp A. N. Köhler GmbH & Co. KG. Fo to : A re ns /IH K Made in Hainburg 30 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 TITELTHEMA Von Ein-Mann-Betrieb zum Vorzeige-Familienunternehmen Wo Handwerk Hightech trifft Mit Rohr- und Kanalreinigung ist Uwe Murmann in die Selbstständigkeit gestartet und hat 2010 den Hessischen Gründerpreis gewonnen. Sein Unternehmen ist schnell gewachsen und ist längst auf unterschiedlichste Umwelttechnik-Dienstleistungen spezialisiert. „Heute geht es um viel mehr als Rohrreinigung, denn unter anderem häufen sich die Stark- regenereignisse, vor denen Häuser geschützt werden müssen. Architekten und Planer beauf- tragen uns, damit wir Bestandsgebäude sich- ten. Wir prüfen Rückstausysteme, Abwasser- pumpen und Kanäle, installieren oder sanieren sie“, berichtet der Unternehmer, dessen GmbH inzwischen als Murmann Umwelttechnik fir- miert. Vielfältig sind die Aufgaben und die dafür benötigten Qualifikationen und Fähigkeiten: „Wenn Rückstausysteme umgebaut werden, kommt Elektrik zum Einsatz. Wir haben mit elektronischen Hebeanlagen zu tun. Immer wieder müssen Verstopfungen beseitigt wer- den, zum Beispiel wenn sich Ratten in Rohren eingenistet haben oder Baumwurzeln hinein- gewachsen sind. Für unsere Monteure gibt es alle zwei Stunden etwas Neues zu tun.“ Seine Fachkräfte führen Dichtheitsprüfungen durch, entwickeln Entwässerungspläne, setzen den Fräsroboter ein, filmen mit einer Kamera Rohr- systeme und dichten unterirdisch ab, indem sie neue Rohre in Altrohren installieren. Viele Arbei- ten führen sie mit Joystick und Tablet aus. Von null auf 25 Murmann hat zuerst Chemikant gelernt. Er war 15 Jahre bei der Bundeswehr und zeitweise in den USA stationiert. Vier weitere Gesellenbriefe hat er erworben, Realschulabschluss und Fachabitur nachgeholt, BWL mit Schwerpunkt Marketing studiert. Dann war er als Geschäfts- führer angestellt. Schließlich gründete er selbst. Heute hat die Murmann Umwelttechnik GmbH 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dazu fünf Auszubildende. „Wir übernehmen alle unsere Azubis und bezahlen sie fürstlich“, meint Murmann „Am Anfang war ich eine One-Man-Show. Die Firma hatte jedes Jahr Zuwachs. Wir haben immer mehr Personal aufgebaut und Umsatzrekorde erreicht. Die Umsätze sind weiter im guten Millionenbe- reich“, verrät er. Allerdings sei das eine teure Branche: „Wir haben lauter Spezialequipment und jeder Mitarbeiter fährt einen eigenen Firmentransporter, der jeweils komplett mit Geräten und Ersatzteilen ausgestattet ist.“ Ein gesegneter Vater Von Murmanns vier Kindern arbeiten inzwi- schen drei im Betrieb. „Ich bin gesegnet“, sagt der Vater mit Blick auf andere Unternehmer, die nicht wissen, wie sie ihre Nachfolge regeln sollen. Die Zwillingssöhne Luc und Ben sind schon in die zweite Führungsebene gerückt. Tochter Amy ist im zweiten Lehrjahr als Umwelttechnologin für Rohrleitungsnetze und Industrieanlagen. Als IHK-Ausbildungsscout wirbt sie in Schulen und bei Veranstaltungen für ihren Beruf und demonstriert, wie aus- sichtsreich er auch für junge Frauen ist. Anfang des Jahres hat sie bei einem „Azubi Talk“ Praktikanten gewonnen und berichtet: „Einer fängt eine Ausbildung zum Umwelttechno- logen an. Ein anderer hat sich beworben.“ Auf Ausbildungsmessen können Interessenten per VR-Brille durch ein Abwassernetz „gehen“. Sie bekommen einen lebhaften Eindruck von der Arbeit der Umwelttechnologen und der einge- setzten Technik. Uwe Murmann sagt: „Man darf nicht auf die Azubis warten. Man muss sich bewegen, sich zeigen und dorthin gehen, wo sie sind, zum Beispiel auf Instagram.“ Gut sicht- bar sind die Murmanns auch im Fernsehen. Ein Team von Kabel 1 begleitet sie von Zeit zu Zeit zu Einsätzen und dreht dabei für die Reality- Show „Achtung Kontrolle“. Für sein herausragendes Engagement im Ahrtal nach der Flutkatastrophe wurde Uwe Murmann 2021 als „Handwerker mit Herz“ ausgezeichnet. „Ich habe zu meinen Söhnen gesagt, wir müssen da was machen“, erinnert er sich. Mit Mitarbeitern und Freunden rei- nigten sie monatelang kostenfrei Kanäle und Abflüsse, um die Menschen zu unterstützen. Möglichst bald will Murmann in Hainburg bauen, um mehr Platz für die Verwaltung, das Lager und die Fahrzeuge zu schaffen. Dann kann er das Unternehmen für sein Team und seine Familie weiter ausbauen. „Ich sehe das Feuer in dem, was meine Kinder machen. Sie nehmen nicht einfach die Aufträge an und erle- digen die Arbeit. Sie denken mit und darüber hinaus“, sagt er begeistert. Der Funke ist vom Vater übergesprungen. www.murmann-umwelttechnik.de Ben (l.), Amy, Uwe (M.) und Luc Murmann (3. v. r.) mit weiteren Helfern beim Einsatz im Ahrtal. Fo to : M ur m an n 31Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 TITELTHEMA Von der Scheunen-Gründung zum modernen Industriebetrieb Mit Opas Leitsatz in die Zukunft Die Cousins Ben Georgi und Anton Hofmann sind im Januar 2024 bei Heinz Technik in Klein-Krotzenburg eingestiegen, einem in der Blechfertigungstechnik engagierten Unternehmen. Die beiden 25-Jährigen sind Enkel des Gründers Hermann Heinz und Neffen des aktuellen Geschäftsführers Tobias Heinz. Sie arbeiten sich in den Betrieb ein, bringen neue Ideen mit und sehen zuversichtlich in die Zukunft. Die weitläufigen Hallen von Heinz Technik zu durchqueren, nimmt einige Zeit in Anspruch. Wirtschaftsingenieur Anton Hofmann zeigt die neue Lasermaschine und unterschiedliche Fertigungsstraßen. An den Ständen in der eigenen Schweißabteilung sprühen Funken über die Sichtblenden hinaus. Im Hochregal- lager liegt eine beeindruckende Auswahl an Stahl-, Edelstahl- und Aluminiumblechen in diversen Formaten und Blechstärken. Gerade sind mehrere Gehäuse für Selbst- bedienungsterminals von Supermärkten vom Pulverbeschichter zurückgekommen. „Arbeitsschritte, die wir nicht selbst anbieten, erledigen Kooperationspartner, meist in der Region. Der Kunde bekommt das fertige Pro- dukt aus einer Hand“, berichtet er. Auch viele Lieferanten stammen aus der Umgebung. Vom Kleinteil bis zur Baugruppe Heinz Technik ist auf die Blechbearbeitung spezialisiert, bedient sich dabei neuester Tech- nologien am Markt und arbeitet beispielsweise durch die Unterstützung von KI höchst effizi- ent. Kundinnen und Kunden werden zu ihren Ideen und Wünschen beraten. Dann entwickelt die Konstruktionsabteilung ein 3D-Modell. Typische anschließende Arbeitsschritte sind Lasern, Stanzen, Kanten und Schweißen. Bis zur Montage ganzer Baugruppen reicht das Fertigungsspektrum der Firma Heinz. Ben Georgi, der Wirtschaftsinformatik studiert hat, erklärt: „Zu unserem Produktportfolio zählen unter anderem Maschineneinhau- sungen, der Terminal- und Apparatebau, die klassische Produktion von Blechbauteilen und Schweißbaugruppen. Sowohl unsere Kunden als auch unser Teilespektrum sind äußerst vielfältig und unterschiedlich. Einige Auftraggeber kommen direkt aus unserer Umgebung. Aber wir liefern auch ins Ausland. Zum Beispiel haben die Vitrinen, in denen die Tobias Heinz (M.) hat seine Neffen Ben Georgi (l.) und Anton Hofmann (r.) ins Unternehmen aufgenommen. Fo to : A re ns /IH K 32 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 TITELTHEMA Gemeinsam stark für neuen Wohnraum! Wir suchen baureife Grundstücke. Mit Quartiersentwicklung und Neubau schaffen wir neuen Wohnraum im Großformat. Dafür suchen wir baureife Grundstücke in Deutschland und Österreich. Verfügen Sie über ein passendes Grundstück? Dann sollten wir miteinander sprechen! Mailen Sie uns Ihr Exposé an angebote-bmb@buwog.com Das aktuelle Ankaufsprofil der BUWOG und alle Infos auf buwog.de/Ankaufsprofil Wir kaufen Ihre Grundstücke Kutsche von Elisabeth II., die Mumie von Ötzi und die Maske von Tutanchamun ausgestellt werden, Rahmenteile aus unserem Haus.“ Nachfolge wird gut vorbereitet Dass die beiden Junioren ins Unternehmen eintreten, war kein Muss. Aber sie kennen es gut und fühlen sich in Hainburg verwurzelt. „Wir haben immer mal Hilfstätigkeiten über- nommen oder einen Ferienjob in der Montage gehabt“, sagt Hofmann. „Mit unseren Studien- gängen sind wir gut vorbereitet. Die Stimmung in unserem Familienbetrieb ist harmonisch. Unser Großvater hat ihn in einer Garage gegründet und ihn an unseren Onkel vor über 30 Jahren mit zehn Mitarbeitenden weiterge- geben. Heute sind es 53. Wir sind so gewach- sen, dass es in der Zukunft gut sein wird, zwei Personen an der Spitze zu haben“, sagt Georgi. Als Alleinstellungsmerkmal nennen die beiden Nachwuchsführungskräfte die guten Lager- möglichkeiten bei Heinz Technik. Auch mit hoher Qualität, permanenten Aktualisierungen im Softwarebereich, der großen Montagefläche und dem modernen Maschinenpark punktet das mittelständische Unternehmen. Gerade wurde kräftig in neue Anlagen investiert und das Hallendach hat eine Solaranlage mit 280 Photovoltaikmodulen bekommen. Seit Januar 2025 ist eine neue Hochtechnologiean- lage von Trumpf im Einsatz, die das Umformen und Lasern von Blechen effizient und präzise gestaltet. Auf diese Errungenschaft ist die Firma besonders stolz. Neue Anlagen, neue Kunden, neue Politik Zwei Fachkräfte sucht Heinz Technik aktuell. „Es ist schwierig, Mitarbeiterinnen oder Mit- arbeiter zu finden. Wir hören und lesen, dass große Unternehmen Standorte schließen und qualifizierte Menschen entlassen. Aber wo sind diese Leute? Für uns ist es wichtig, unser gutes Personal zu halten“, weiß Ben Georgi. Auch Automatisierung hilft: Heinz Technik setzt bereits KI in der Kalkulation ein. Ben Georgi erklärt, wie: „Die 3D-Modelle werden eingespeist, die KI erkennt die Fertigungs- schritte und kalkuliert auf dieser Basis einen Preis sowie die Arbeitsschritte für die Ferti- gung. Die Zeitersparnis ist enorm.“ Wichtig sei, sich immer weiterzuentwickeln und dem Zeit- geist der Fertigungsmöglichkeiten zu folgen. So muss sich Heinz stetig anpassen und neue Technologien und Innovationen annehmen und implementieren. Wettbewerbsdruck gebe es sowohl aus Europa als auch aus Asien. Aber der Wunsch nach zuverlässigen Produzenten und Zulieferern aus der Umgebung sei bei den deutschen Unternehmen groß. „Unser Opa hat immer gesagt: ‚Das Wichtigste ist, dass der Kunde zufrieden ist.’ Daran halten wir uns und stehen für Qualität und Liefertreue ein“, sagt Georgi. www.heinz-technik.de TITELTHEMA Fo to : H ör l+ H ar tm an n Bewährter Baustoff für modernes Bauen und Wohnen Der Ziegel trotzt Krise und Klima Natürlich und hergestellt aus heimischem Ton – das ist der Ziegelstein aus Hainburg. Der traditionsreiche Baustoff bringt nachhaltiges Bauen und innovative Technik in Einklang. Hainburg ist der hessische Standort des Familienunternehmens Hörl+Hartmann mit Hauptsitz in Dachau und weiteren Produktions- stätten in Süddeutschland. An allen Standorten zusammengenommen arbeiten mehrere hundert Mitarbeitende. In Hainburg sind es 27. Sie bedienen hochmoderne Anlagen und stellen aus natürlichem Ton Hochlochziegel und Systemprodukte her. Die Baustoffe werden für Einfamilienhäuser, Mehrgeschossbauten oder Gewerbeimmobilien verwendet. Zu den Hörl+Hartmann-Kunden zählen Bauunternehmen, Architekten, Bauträger und Baustoffhändler aus Offenbach, Frankfurt und dem gesamten Rhein-Main-Gebiet. Aus der Region für die Region Der Ziegel ist ein Baustoff mit langer Geschichte, der heutigen Ansprü- chen sehr gut gerecht wird: Er besteht aus natürlichen Rohstoffen, fördert ein angenehmes Raumklima und kann vollständig recycelt werden. Darüber hinaus ist er nicht brennbar, dämmt hervorragend und eignet sich selbst für Gebäude, die höchste Energiestandards erfüllen – vom sogenannten KfW-40-Haus bis zum Passivhaus. Bei der Herkunft des Materials achtet Hörl+Hartmann auf kurze Wege. Der in Hainburg verarbeitete Ton stammt überwiegend aus der direk- ten Umgebung. Teilweise wird Aushubmaterial von Großprojekten verwendet, zum Beispiel von der Baustelle des Riederwaldtunnels in Frankfurt. So schont das Unternehmen natürliche Ressourcen, spart Transportkosten und Emissionen. „Nachhaltigkeit ist für uns kein Trend, sondern ein Prinzip. Der Ton- abbau erfolgt umweltschonend. Produktionsreste und Verschnitt werden gesammelt, sortiert und wiederverwendet“, sagt Jan Fieber, Technischer Leiter Hainburg. „Selbst Verpackungsfolien und Paletten nehmen wir zurück und führen sie dem Recycling zu.“ Seit 2022 bietet Hörl+Hartmann klimaneutrale Baustellen an. „Einmal verbaut, hält ein Ziegel oft mehr als 100 Jahre, ohne an Qualität zu verlieren“, versichert Fieber. Bauen wieder möglich machen Obwohl das Unternehmen die Krise in der Baubranche spürt und das Auftragsvolumen gesunken ist, investiert es, bekennt sich zum Standort und hat ihn kürzlich umfassend modernisiert. Hainburg ist strategisch wichtig, denn von hier aus lässt sich das Vertriebsgebiet Hessen und Rhein-Main optimal bedienen. Neue Anlagen zur Qualitätsverbesserung, moderne Steuerungs- und Überwachungstechnik sowie Robotertechnik wurden installiert. Die Investitionen sichern nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit in einem hart umkämpften Markt, sondern auch wichtige Arbeitsplätze in der Region Offenbach. Doch es gibt weitere Herausforderungen wie die hohen Energie- und Rohstoffpreise und langwierige Genehmigungsverfahren. Zu wenig junge Menschen interessieren sich für Berufe in der Bau- und Baustoff- branche. Hörl+Hartmann verfolgt genau, was die Politik verspricht und tatsächlich tut. Förderprogramme wie das Hessengeld, schnellere Verfahren und mehr digitale Prozesse könnten dem Wohnungsbau neuen Schwung verleihen. „Besonders wichtig ist es, den Mittelstand zu entlasten. Den Traum von den eigenen vier Wänden müssen sich wieder mehr Menschen verwirklichen können. Was nützen unsere guten Produkte, wenn kaum jemand bauen kann?“, fragt Jan Fieber. Hörl+Hartmann wolle auch künftig nicht nur Ziegel produzieren, son- dern gemeinsam mit Bauherren, Planern und Handwerkern Lösungen für bezahlbaren Wohnraum schaffen, der umweltfreundlich entsteht und viele Jahrzehnte lang Bestand hat. Aus Hainburg kommen also weiter Baustoffe für Häuser, die bleiben – für Menschen, die ankommen – für Städte, die wachsen. Für eine Zukunft, die fest auf einem soliden Fundament aus Ziegel- steinen steht. www.hoerl-hartmann.de Jan Fieber, Technischer Leiter, mit einem WS075-SILVACOR-Ziegel in der umfassend mo- dernisierten Werkshalle in Hainburg. Hainburger Know-how 34 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 TITELTHEMA Fo to : A re ns /IH K Automatisierte Grenzkontrollen gibt es schon an vielen Flughäfen Experten für komfortable Grenzüberschreitungen In einer ehemaligen Zigarrenfabrik in Klein-Krotzenburg hat die MS Commerce Int. GmbH ihren Verwaltungssitz. Marcel Sturm hat das Unternehmen als Vertrieb für grafisches Druckmaterial gegründet und bietet auch Dienst- leistungen für einen Hersteller von Belichtern und Entwicklungsmaschinen an. Eher zufällig ist 2014 ein weiterer Geschäftszweig dazugekommen, der heute der wichtigste ist: Es geht dabei um automatisierte Grenzkontrollen. Sturm hat zunächst eine Ausbildung zum Zweiradmechaniker gemacht und später eine zum Bürokaufmann absolviert. Da sein Vater und Großvater in der Druckbranche tätig waren, ist er in diesem Umfeld aufgewachsen. „Heute macht dieser Bereich aber nur noch rund 20 Prozent unseres Geschäfts aus“, erklärt er. Das liegt zum einen am anhaltenden Rückgang der Druckbranche – zum anderen haben sich neue Geschäftsfelder eröffnet. „80 Prozent unseres Umsatzes generieren wir inzwischen an Flughäfen. Seit 2014 installieren, warten und reparieren wir dort Anlagen für automatisierte Grenzkontrol- len.“ Die Geschäftsidee entstand im Austausch mit seinem heutigen Geschäftspartner Klaus Pfeiffer, der bereits über Erfahrung mit solchen Systemen verfügte und gute Kontakte zum Hersteller der Geräte hatte. Gemeinsam beschlossen sie, ihre Kompetenzen zu bündeln und sich mit ihren Firmen – der P-F-Tec GmbH aus Ingelfingen und MS Commerce Int. GmbH – auf diesen Bereich zu spezialisieren. „Unser Konzept hat überzeugt“, sagt Sturm. Effizientere Kontrollen An den sogenannten EasyPass-Stationen scannen europäische Rei- sende ihren Pass. Eine Kamera überprüft die Identität und die Gültig- keit des Dokuments. Das Verfahren erleichtert der Bundespolizei die Arbeit, gleichzeitig kommen Passagiere schneller voran. Das System ist Teil des integrierten europäischen Grenzmanagements und wird mit Mitteln aus dem Europäischen Außengrenzenfonds gefördert. „Jetzt kommt das Projekt secunet easykiosk dazu“, sagt Sturm. Dieses steht im Zusammenhang mit dem neuen Entry-/Exit-System (EES) der EU: Künftig müssen Reisende aus Drittstaaten an den Außengrenzen des Schengenraums biometrisch erfasst werden. Die easykiosk-Ter- minals übernehmen diese Aufgabe im Voraus, entlasten das Grenz- personal und optimieren den Ablauf. Acht Flughäfen wurden bereits beliefert, der Betrieb soll bald starten. MS Commerce ist für Wartung und Reparatur zuständig – vor allem an den zwei größten Flughäfen Frankfurt und München. Zuverlässige Partner, robuste Technik Am Standort Hainburg beschäftigt MS Commerce drei festangestellte Mitarbeiter. Bundesweit arbeitet das Unternehmen mit freien Techni- kern zusammen – meist Selbstständige aus der Elektronik- oder Druck- branche. „Wir haben zuverlässige, kompetente Partner und können bei Bedarf schnell aufstocken“, betont Sturm. Besonders bewährt habe sich das Modell beim Umzug der Stationen von den Flughäfen Tegel und Schönefeld zum neuen Flughafen Berlin Brandenburg. „Unsere Servicepartner sind jederzeit einsatzbereit. Fällt eine Anlage aus, muss sie laut Vertrag binnen 72 Stunden wieder laufen – wir schaffen das meist in 24“, erklärt er. Grundsätzlich seien die Systeme wartungsarm: rund vier Störungen pro Station und Jahr, meist ver- ursacht durch falsche Bedienung. „Viele Passagiere lesen die Hin- weise nicht und versuchen, die Schranken mit Gewalt zu öffnen.“ Die EasyPass-Stationen werden zweimal jährlich gewartet, die easykioske einmal im Jahr. Demnächst steht eine neue Vergabe der Services rund um EasyPass an. Sturm sieht gute Chancen, erneut zum Zug zu kommen: „Die Konkurrenz ist überschaubar. Wir haben viel Erfahrung, arbeiten zuver- lässig und sind kostentransparent.“ Das Geschäftsmodell sei auch auf andere Systeme übertragbar – etwa Bordkarten-Scanner oder Zugangskontrollen in Unternehmen. Aktuell ist MS Commerce gut aus- gelastet, und Weiterentwicklungen bei den Kontrollsystemen deuten auf zusätzliche Aufträge hin. www.mscommerce-int.de An einer Kontrollstation in Klein-Krotzenburg kann Marcel Sturm Fehler simulieren und Mitarbeiter schulen. 35Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 TITELTHEMA Damit Außer-Haus-Verpflegung reibungslos funktioniert „Gegessen und getrunken wird immer!“ Die Brauneis Unternehmensgruppe ist auf Großküchentechnik spezialisiert und verfolgt eine anspruchsvolle Mission: Sie möchte ihren Beitrag zu einer qualitativ hochwertigen, hygienisch einwandfreien und gesunden Ernährung der Bevölkerung leisten. „Der Bereich der Außer-Haus-Verpflegung wird noch stark zunehmen“, sagt Geschäfts- führer Kaith Brauneis. „Während die Individu- algastronomie, also das klassische Restau- rantangebot, abnimmt, wachsen die Bereiche Systemgastronomie und Gemeinschaftsver- pflegung.“ Diese Erkenntnisse verdankt er nicht nur seiner langjährigen Erfahrung im 1983 gegründeten Familienunternehmen, sondern auch seiner engagierten Mitarbeit in den Verbänden und Netzwerken seiner Branche. Zur Brauneis Unternehmensgruppe gehören heute die Brauneis Großküchentech- nik GmbH, die Btec Technischer Service Großküchen GmbH, die Brauneis Beteili- gungs- und Management GmbH sowie die Tharma Kältetechnik GmbH und die Tharma Elektrotechnik GmbH. Neben Hainburg gibt es einen weiteren Standort in Achim bei Bremen. Insgesamt hat die Gruppe 65 Mit- arbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter fünf Auszubildende. Krankenhäuser sowie Einrichtungen für Men- schen mit Einschränkungen oder für Senioren sind Kunden der Großküchenexperten, außer- dem Kindergärten, Schulen, Hochschulen, Behörden, Großunternehmen und Banken. Zudem kooperiert Brauneis mit einigen Reise- und Systemgastronomen sowie dem Lebens- mitteleinzelhandel. Seit Kurzem werden auch Servicedienstleistungen für einen Schweizer Hersteller von professionellen Kaffeemaschi- nen im Rhein-Main-Gebiet erbracht. Versorgung gesichert Wenn das Brauneis-Team Großküchen kon- zipiert, plant und realisiert, geschieht das in engster Abstimmung mit den Auftraggebern. „Weil der anschließende technische Service an Bedeutung gewonnen hat, haben wir 1997 die Btec ausgegliedert. Mit Hilfe digitaler Techni- ken monitoren wir von hier aus Verpflegungs- betriebe im gesamten Bundesgebiet. Unsere Servicetechniker sind bei den Kunden vor Ort und übernehmen Montagen, Inbetriebnah- men, Instandhaltungen und Störbehebungen. Dank Predictive Maintenance (vorausschau- Der technische Service ist ein wichtiges Geschäftsfeld des Großküchenspezialisten. Fo to s: B ra un ei s 36 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 TITELTHEMA ende Instandhaltung) wissen wir meist im Vorfeld, was zu tun ist. Wir schauen, dass die Küche am Laufen bleibt, und garantieren Ver- sorgungsicherheit. Ursprünglich waren unsere Kunden in einem Radius von 80 bis 100 Kilo- metern um Hainburg angesiedelt. Mittlerweile sind wir für große Trägerschaften bundesweit aktiv.“ „Für die Unternehmen unserer Gruppe in Hainburg ist die Hauptstoßrichtung der Care- Bereich. Ein Großteil unserer Kundinnen und Kunden sind dort angesiedelt“, erklärt der Geschäftsführer. Früher sei in jedem Kranken- haus und jedem Seniorenheim in der eigenen Küche gekocht worden. „Das ist schon deshalb nicht mehr möglich, weil zu wenig Personal zur Verfügung steht. Vor allem Köche fehlen. Heute bereiten große Trägerschaften die Verpflegung in zentralen Küchen zu. Von dort wird sie auf ihre einzelnen Einrichtungen verteilt. Kochen, Kühlen, Transportieren, Erhitzen, Spülen, Entsorgen – das sind komplexe Prozesse und alles, was wir machen, ist hygienerelevant. Wir haben uns deshalb früh mit der ISO-9001- Zerti fizierung befasst. Mittlerweile haben wir auch die ISO-14 001-Umweltzertifizierung. So geben wir unseren Kunden die Sicherheit, dass unsere Prozesse funktionieren“, sagt Brauneis. Als in der Coronapandemie alles stillstand, mussten Krankenhäuser und Altenheime natürlich weiter versorgt werden. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren im Lockdown voll aktiv. Da wurde sehr deutlich, dass wir uns um die Verpflegung der Bevölke- rung kümmern und unsere Dienstleistung und damit unsere Unternehmensgruppe system- relevant ist. Das hat uns einen richtigen Push nach oben gegeben“, erinnert er sich. Ein gutes Team ist entscheidend, damit die Unternehmensgruppe ihre Mission erfüllen kann. Neben dem Recruiting, der Weiterbil- dung und der Bindung von Fachkräften hat darum das Thema Ausbildung einen hohen Stellenwert. „Ausbildung ist eine Herzensan- gelegenheit. Wir bilden Kaufleute und duale Studenten aus. Mit der Tharma Kältetechnik sind wir in Achim im Handwerk angesiedelt und bilden zum Mechatroniker für Kältetechnik aus. Bei Btec geht es um technischen Service. Damit gehören wir eigentlich nirgends so rich- tig hin. Die Berufsbilder haben uns vor große Herausforderungen gestellt. Hier in Hainburg bilden wir jetzt Industrieelektriker in Koope- ration mit der Pittler pro Region Berufsaus- bildung GmbH in Langen aus. Das funktioniert super. Mit Pittler und in enger Zusammenarbeit mit unserem Branchenverband GGKA haben wir auch die IHK-Fachkraft Großküchentechnik ins Leben gerufen. Das ist eine zwölfwöchige Qualifizierungsmaßnahme für Quereinsteiger, Kolleginnen und Kollegen, die sich spezialisie- ren wollen oder Mitarbeiter mit ausländischen Abschlüssen“, berichtet Kaith Brauneis. Wertschätzung ist wichtig Seine Auszubildenden erfahren vom ersten Tag an große Wertschätzung: Schon der frühere Bürgermeister Alexander Böhn hat die jungen Menschen zum Ausbildungsstart begrüßt. Dessen Nachfolger Christian Spahn tut es ihm gleich. Generell loben die Ausbildungsbeauf- tragten Jessica Letschert und Lisa Pfeifer die gute Unterstützung durch die Gemeinde. Letschert erklärt: „Die Wirtschaftsförderung ist sehr aktiv. Sie hat zum Beispiel das Netzwerk ‚come and connect’ ins Leben gerufen. Daran beteiligen wir uns jetzt.“ Zwei junge Männer mit Migrationshintergrund, die inzwischen als Fachkräfte arbeiten, sind über eine Azubi-Nachvermittlungsbörse der Agentur für Arbeit in Seligenstadt zu Brauneis gelangt. „Sie sind zwei Jahre vor der Aus- bildung nach Deutschland gekommen und wurden gefördert, auch um die Sprachbar- riere abzubauen und einen Führerschein zu machen. Als Servicetechniker brauchen sie den. Die Jungs sind motiviert und geben jetzt richtig Gas“, sagt der Geschäftsführer und ergänzt: „Ein Problem ist, dass sie kaum eine Wohnung bekommen. Generell wollen wir für die Kolleginnen und Kollegen Wohnraum schaf- fen. Wir überlegen ein Haus zu kaufen oder zu bauen, in dem wir unsere Azubis oder unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterbringen können.“ Gebaut wird schon in Klein-Krotzenburg, allerdings derzeit mit anderen Zielen: Das Firmengebäude wurde kernsaniert. Der große Schulungsraum, in dem Techniker in Eigenre- gie an Küchengeräten weitergebildet werden, ist nagelneu. „Eine kleine Werkstatt und ein Showroom kommen noch dazu. In der Etage darüber richten wir auf 100 Quadratmetern ein Fitnessstudio mit allen gängigen Gerät- schaften ein. Wir werden dort, zusammen mit ausgewählten Partnern, Kurse für unsere Mitarbeitenden anbieten. Das Studio ist ein Baustein unseres Betrieblichen Gesundheits- managements (BGM)“, berichtet Brauneis und Letschert ergänzt: „Seit 2022 bauen wir das BGM systematisch auf. Wir wollen, dass unsere Arbeitskräfte gesund bleiben und ihr Wohlbe- finden stärken.“ „Wertschätzung – ob für Lebensmittel, Pro- dukte, Dienstleistungen oder für Menschen – ist für uns ein Riesenthema“, stellt Kaith Brauneis fest. „Darüber wollen wir auch Freude und Begeisterung für unsere spannende Branche und unsere krisensicheren Arbeits- plätze wecken. Ich sage es oft: Gegessen und getrunken wird immer!“ www.brauneis-ug.de Im neuen Schulungsraum werden Theorie und Praxis vermittelt. 37Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 TITELTHEMA KMU im Fokus: Effizienz steigern, Wettbewerbsfähigkeit sichern Kaizen führt Schritt für Schritt zum nachhaltigen Erfolg In einer Welt des ständigen Wandels ist Stillstand gleichbedeutend mit Rückschritt. Mit Kaizen und Lean-Methoden können KMU sofort starten, Prozesse optimieren, Verschwendung abbauen und die Produktivität nachhaltig erhöhen – ohne große Investitionen oder radikale Veränderungen. Kaizen ist eine japanische Managementphilo- sophie für „kontinuierliche Verbesserung“. Ursprünglich im Nachkriegsjapan entstanden, fördert es eine Unternehmenskultur, in der Prozesse durch kleine, schrittweise Verände- rungen laufend bewertet und verbessert wer- den. Dieser Ansatz geht über Mitarbeiterein- bindung hinaus und umfasst systematische Prozessoptimierung, Umstrukturierungen und das Engagement für operative Exzellenz auf allen Ebenen. Der Einstieg ist einfach: Verschwendungen identifizieren, konkrete Maßnahmen umset- zen und das Team aktiv einbinden. Damit bie- tet sich die Chance, eine widerstandsfähige, innovative Organisation aufzubauen. Der Vorteil für KMU Kaizen setzt auf inkrementelle, also aufein- ander aufbauende Verbesserungen und die effiziente Nutzung vorhandener Ressourcen. Ohne große Investitionen fördert es stetigen, überschaubaren Fortschritt. Durch kontinu- ierliche Analyse und Optimierung können Verschwendung beseitigt, Schwankungen reduziert und Abläufe gestrafft werden – für mehr Produktivität und Stabilität. In der Produktion hilft Kaizen, Engpässe zu erkennen, Fehler zu minimieren und den Durchsatz zu steigern. Im Verwaltungsbereich führt es zu Standardisierung und schnelleren Entscheidungen. Im Kundenservice verbes- sern Feedbackmechanismen die Qualität und in der Lieferkette sorgt optimiertes Bestands- management für Kostensenkung und Zuverlässigkeit. Auch die Produktentwicklung profitiert durch inkrementelle Innovationen und kürzere Zyklen. Kultureller Wandel Führungskräfte spielen eine zentrale Rolle, um Kaizen-Prinzipien in die Strategie zu integrieren. Das Ziel ist eine Organisation, die kontinuierliche Verbesserung lebt, klare Ziele setzt, Ressourcen bereitstellt und den Fort- schritt systematisch misst. Das Beispiel eines Unternehmens aus der Lebensmittelindustrie verdeutlicht, wie durch strukturierte Kaizen-Methoden signifikante Verbesserungen erzielt werden können. Eingesetzt wurden unter anderem visuelles Management, tägliche strukturierte Team- Meetings, Ideenmanagement mit über 400 umgesetzten Vorschlägen sowie standar- disierte Prozesse. Mit gezielten Workshops und über 120 Stunden Schulung entstand eine firmeneigene Kaizen-Akademie. Das Unternehmen erreichte schließlich bis zu 30 Prozent Effizienzsteigerung, mehr als drei Prozent weniger Ausschuss und 25 Millionen Euro EBITDA-Zuwachs (EBITDA = Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Das Kaizen Institute mit Sitz in Obertshausen bei Frankfurt, gegründet von Masaaki Imai vor über 40 Jahren, ist weltweit tätig. Mit langjäh- riger Erfahrung unterstützt es unter anderem KMU durch Beratung, Schulungen und mit praxisorientierten Werkzeugen. Ziel ist es, interne Fähigkeiten aufzubauen, Kaizen-Prak- tiken individuell anzupassen und operative Exzellenz nachhaltig zu sichern. Autoren Carmen Beernaert, Managing Director Kaizen Institute Michael Lösch, Trainer und Senior Berater Kaizen Institute 06172 88855 0 de@kaizen.com https://kaizen.com/de-de/ Kaizen-Checkliste für KMU Kontinuierliche Verbesserung als zentrale Managementphilosophie verankern Kleine, schrittweise Veränderungen zur Prozessoptimierung umsetzen Mitarbeitende aktiv einbeziehen und Feedback nutzen Verschwendung reduzieren und Arbeitsabläufe effizient gestalten Verbesserungen in Produktion, Verwaltung, Kundenservice und Lieferketten fördern Fehler minimieren und Prozesse standardisieren Führungskräfte in Kaizen-Prinzipien einbinden und klare Ziele setzen Ressourcen, Schulungen und Erfolgsmessung sicherstellen Externe Beratung und praxisnahe Werkzeuge nutzen Nachhaltige Effizienz, Widerstandsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit stärken 38 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 RATGEBER Jetzt schleunigst AGB und Impressum anpassen Online-Händler aufgepasst! Die europäische Plattform für Online-Streitbeilegung (OS-Plattform) wird zum 20. Juli 2025 abgeschaltet. Online-Händler müssen ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und ihr Website-Impressum anpassen, da die dazugehörige Informationspflicht entfällt. Jeder Online-Shop war seit 2016 verpflichtet, im Internetauftritt auf die OS-Plattform hinzuweisen. Meist geschah das im Impressum oder in den AGB. Die Plattform wurde aber kaum genutzt, so dass die Ent- scheidung fiel, sie einzustellen. Die korrekte Vorgehensweise ist wie folgt: Verbraucher konnten bis zum 20. März 2025 ihre Beschwerden über die OS-Plattform einreichen. Der Hinweis in den AGB oder im Impressum der Internetseite auf die OS- Plattform mit Link muss nun noch bis zum 20. Juli 2025 erhalten blei- ben. Allerdings darf nicht mehr auf die Möglichkeit hingewiesen werden, dass Verbraucher und Verbraucherinnen dort Beschwerden einreichen können. Ab dem 20. Juli 2025 muss jeglicher Hinweis auf die OS-Platt- form entfallen, um Besucher der Internetseite nicht irrezuführen. Die sonstigen Informationspflichten zur Verbraucherstreitbeilegung (nicht EU) bleiben davon unberührt. Sie bestehen weiter, sofern die Teilnahme nicht ausdrücklich auf der Website oder in den AGB aus- geschlossen ist. Wie geht es weiter? Die EU-Kommission plant, ein neues digitales Informationstool bereit- zustellen. Es befindet sich im Aufbau. Dabei werden die vielfältigen Digitalgesetze (zum Beispiel der Digital Services Act) wohl eine Rolle spielen. Bis zu einer Neuauflage gibt es keine Pflicht, an einer Ver- braucherschlichtung teilzunehmen oder auf eine alternative Streit- beilegung (ADR) hinzuweisen oder darüber zu informieren. Die IHK Offenbach am Main wird über Änderungen und Trends informieren. www.offenbach.ihk.de/recht-und-steuern IHR PARTNER IN SACHEN ETIKETTEN Für jeden Etikettenbedarf die passende Lösung. Individuell in Form, Farbe, Material und Haftung. Herderstraße 8 63073 Offenbach am Main Tel 069 89993-0 Fax 069 89993-45 info@of-etiketten.de www.of-etiketten.de OFFENBACHER ETIKETTENFABRIK Joachim Siebert Weil die europäische OS-Plattform abgeschaltet wird, müssen Online-Händler Hinweise darauf von ihren Internetseiten entfernen. Fo to : A do be S to ck – A nt on io Di az Kontakt Andrea Zbiral-Müller 069 8207-225 zbiral@offenbach.ihk.de 39Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 RATGEBER Finanzielle Unterstützung für Hessens Unternehmen Jetzt Finanzhilfen aus dem HessenFonds beantragen! Der HessenFonds ist ein umfangreiches Kredit- und Beteiligungsprogramm für die hessische Wirtschaft. Die Landesregierung setzt dabei auf zwei Säulen: Innovation und Transformation. Die finanzielle Unterstützung wird sowohl mit zinsverbilligten Krediten als auch mit Beteiligungen ermöglicht. Insgesamt steht dazu eine Milliarde Euro bereit. Der hessische Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori verdeut- licht die Intention der Landesregierung: „Das Land Hessen stellt den Unternehmen mit dem HessenFonds möglichst unbürokratisch finanzielle Unterstützung bereit, damit sie in die Innovation und Anpassung ihrer Geschäftsmodelle inves- tieren können – beispielsweise in den Unternehmensumbau, in die Erweiterung und Neuanschaffung von Maschinen und Anlagen, in die Automatisierung und die Digitalisierung, in Forschung und Entwicklung sowie in Innovationen. Unser klares Ziel ist es, die Unternehmen in Hessen gezielt dabei zu unterstützen, sich zukunftsfähig aufzustellen. Unser Leitmo- tiv: Ihr habt den Mut? Wir haben Mittel.“ Bis einschließlich 2028 sollen damit durch die WIBank zinsverbilligte Kredite ausgereicht werden, die in der Regel eine Laufzeit von zehn Jahren haben. „Wir gehen davon aus, dass der HessenFonds eine Anschubwirkung in große Investitionen und damit in unsere Wirtschaft haben wird. Entscheidend ist nun erst einmal, dass die Unternehmen die Unterstützung beantragen. Nach einem Jahr werden wir bereits auswerten können, welche Investitionen damit mög- lich gemacht wurden“, kündigt der Wirtschaftsminister an. Was wird gefördert? Förderfähig sind insbesondere Vorhaben in Zusammenhang mit Dekarbonisierung, Ressourcen- und Energieeffizienz, Digitalisierung, strategischer Resilienz, demographischem Wandel und Anpassung an den Strukturwandel. Vorhaben von Unternehmen mit zukunftsweisenden Ideen für Techno- logien und/oder Produkt- beziehungsweise Geschäftsinnova- tionen können ebenfalls grundsätzlich gefördert werden. Wer wird gefördert? Das Besondere an der umfangreichen Unterstützung ist, dass der Fonds eine große Zielgruppe anspricht. Antragsberech- tigt sind unter anderem: ❙ Gründerinnen und Gründer, Start-ups ❙ Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ❙ Großunternehmen ❙ Mittelständische und große Industrieunternehmen ❙ Unternehmensnachfolgerinnen und -nachfolger Wie wird finanziert? Je nach Produkt können die Darlehen bei der WIBank beziehungsweise der jeweiligen Hausbank beantragt werden. Eine Beteiligung wird bei der beauftragten BMH Beteiligungs- Managementgesellschaft Hessen mbH beantragt. Auf der Website der WIBank stehen alle Informationen zum HessenFonds zum Nachlesen bereit. Unternehmen, die ein entsprechendes Projekt planen, kön- nen sich bei der WIBank beraten lassen. Wo geht es zum Antrag? Das HessenFonds-Kleindarlehen wird bei der WIBank über das WIBank-Kundenportal beantragt. Bei HessenFonds GuW (ERP) sowie dem HessenFonds-Innovationskredit handelt es sich um Produkte, die von den Hausbanken angeboten werden. Sie sind hier die richtigen Ansprechpartner. Für Interessenten an einem HessenFonds-Großdarlehen sind die Wirtschaftsförderberatung oder das Produktteam der WIBank zuständig. www.wibank.de/hessenfonds Unser klares Ziel ist es, die Unternehmen in Hessen gezielt dabei zu unterstützen, sich zukunftsfähig aufzustellen. 40 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 RATGEBER Gaststättensonderprogramm Heimatministerium unterstützt die Gastronomie im ländlichen Raum Um ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern, stärkt das hessische Heimatministerium die Gastronomie erneut mit einem Sonderprogramm. „Unsere Gasthäuser sind mehr als nur Orte der Bewirtung – sie sind lebendige Treffpunkte, die das soziale Miteinander stärken und unsere kulturelle Identität prägen“, betont Heimatminister Ingmar Jung. Doch viele kleine Betriebe stehen vor großen Herausforderungen. „Mit dem Sonderprogramm setzen wir ein klares Zeichen für den Zusammen- halt in unseren ländlichen Regionen und unterstützen die Menschen finanziell, die mit Engagement unsere Heimat gestalten“, sagt Jung. Was wird gefördert? Unterstützt werden bauliche Investitionen, die Anschaffung langlebi- ger Investitionsgüter und Aufwendungen für moderne elektronische Systeme. Dies umfasst beispielsweise die Renovierung der Küche oder des Gästebereichs, Großküchengeräte oder moderne Kassensysteme sowie neue Fahrzeuge mit unmittelbarem Bezug zur gastronomischen Dienstleistung. Wer kann Anträge stellen? Antragsberechtigt sind Gaststättenbetriebe mit bis zu 49 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von höchstens zehn Millionen Euro. Anträge können fortlaufend über das Online-Antragsportal bei der WIBank gestellt werden. Wie hoch ist die Förderung? Der Landeszuschuss erfolgt in der Regel mit einer Förderquote von 45 Prozent und einer Höchstfördersumme von bis zu 200.000 Euro im Rahmen einer Anteilfinanzierung. Die zuwendungsfähigen Ausgaben müssen in der Summe mindestens 15.000 Euro betragen. www.wibank.de SPIEL MICH! OF-Klaviere - Platz nehmen und loslegen. 17. Juni bis 15. August Besonders gestaltete Klaviere laden in Offenbachs Innenstadt wieder zum Musizieren ein. Jeder darf mitmachen und in die Tasten greifen! Die Musik soll Menschen verbinden, zur Interaktion anregen, aber vor allen Dingen neue Akteure und Energie in die Stadtmitte bringen. Alle Informationen zur Aktion unter www.ihkof.de/spielmich 41Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 RATGEBER IHK. Die Weiterbildung Seminare und Workshops Ausbildung der Ausbilder (IHK) Wer ausbilden will, muss über die per- sönliche und fachliche Eignung für diese verantwortungsvolle Aufgabe verfügen. Die Ausbilderprüfung („Ausbilderschein“) ist bundesweit die einzige anerkannte und einheitliche Qualifikation. Bildungsurlaub! www.offenbach.ihk.de/E14353 * U .-S td . = U nt er ric ht ss tu nd en www.ihkof.de/weiterbildung Alle Weiterbildungsangebote der IHK Offenbach am Main: Ausbilder 11.–22.08.2025 | Bildungsurlaub: Ausbildung der Ausbilder – Vollzeit, IHK Offenbach am Main (www.offenbach.ihk.de/E14353), 80 U.-Std 749 Euro 29.08.2025 | Auszubildende führen und motivieren – Miteinander mehr erreichen! Online (www.offenbach.ihk.de/E14610), 8 U.-Std.249 Euro Immobilien 08.09.–08.10.2025 | Zertifizierter WEG-Verwalter (IHK), Online (www.offenbach.ihk.de/E14357), 68 U.-Std. 1.790 Euro Soft skills 27.–28.08.2025 | Die Macht der positiven Sprache: Mit den richtigen Worten mehr erreichen, IHK Offenbach am Main (www.offenbach.ihk.de/E14711), 16 U.-Std449 Euro Personalwesen & Personalmanagement 01.–05.09.2025 | Lohn- und Gehaltsabrechnung kompakt, Online (www.offenbach.ihk.de/E14237), 21 U.-Std529 Euro Büromanagement 02.–03.09.2025 | Struktur statt Chaos: Meetings erfolgreich leiten und Ergebnisse sichern, Online (www.offenbach.ihk.de/E14630), 16 U.-Std. 449 Euro 04.09.2025 | Prompt Dich frei: Der Gamechanger für den Arbeitsalltag, Online (www.offen- bach.ihk.de/E14632), 4 U.-Std.199 Euro IT, Digitalisierung & Digitale Transformation 02.09.2025 | Ihre Pflichtschulung zur KI-Kompetenz: Art. 4 KI-Verordnung leicht gemacht, Online (www.offenbach.ihk.de/E14645), 1 U.-Std.129 Euro 04.09.–20.11.2025 | Zertifikatslehrgang: KI-Scout für Azubis, Online (www.offenbach.ihk.de/E14614), 50 U.-Std. 990 Euro Außenhandel 03.09.2025 | Export-Ausfuhrverfahren, Online (www.offenbach.ihk.de/E14233), 8 U.-Std.249 Euro Betriebswirtschaft & Rechnungswesen 05.09.2025–20.03.2027 | Wirtschaftsfachwirt/-in (IHK), IHK Offenbach am Main (www.offenbach.ihk.de/E14196), 650 U.-Std 3.990 Euro Neu im Programm 18.08.–05.09.2025 | Zertifikatslehrgang: Fachkraft Küchenmontage, Pittler, ProRegion Berufs- ausbildung GmbH (www.offenbach.ihk.de/E14658), 120 U.-Std. 2.250 Euro Führung & Leadership 03.–04.09.2025 | Der Sprung in die Führung, IHK Offenbach am Main (www.offenbach.ihk.de/E14707), 16 U.-Std.449 Euro Kontakt Claudia Albert 069 8207-330 albert@offenbach.ihk.de Wirtschaftsfachwirt – IHK-Prüfungslehrgang Der Wirtschaftsfachwirt ist ein „Allrounder“ in Unternehmen und Wirtschaftsorganisa- tionen unterschiedlicher Größe und Bran- chenzugehörigkeit sowie in verschiedenen Bereichen eines Betriebes. Eine Förderung ist möglich (z. B. Aufstiegsprämie). https://www.offenbach.ihk.de/E14196 Fachkraft Küchenmontage (IHK) Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräf- ten in der Küchenmontage wächst stetig und hier bietet sich die Chance, fundiertes Fachwissen zu erwerben und das durch ein anerkanntes Zertifikat zu belegen. www.offenbach.ihk.de/E14658 42 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 BILDUNG Hessischer Website Award 2025 Wer hat den besten Online-Auftritt im ganzen Land? Mit dem Hessischen Website Award belohnt das IHK-Beratungszentrum BIEG Hessen kleine und mittlere Unternehmen aus der Region für geschicktes Website-Marketing, tolle Inhalte und Designs trotz kleinem Budget. Vom 1. August bis zum 31. Oktober 2025 läuft die Bewerbungsfrist. Auf der feierlichen Preisverleihung am 4. Dezember in der IHK Frankfurt am Main erwartet den Sieger in Gold ein Preisgeld von 6.000 Euro. Individualität, Leidenschaft und Marketing der Extraklasse: Das zeichnet Jahr für Jahr die Preisträger des Hessischen Website Awards aus. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein: Pensionen waren schon vertreten, Uhrenhersteller, Zauberkünstler und Friseursalons. Die Sieger bieten Motorradreisen in die USA an, beliefern Baustellen mit ausrollbaren Straßen oder verkaufen online frischen Fisch. Sie haben verstanden, wie sie das Internet für sich nutzen können – und zwar ohne große Budgets und Marketingabteilungen. www.website-award-hessen.de Kontakt Nora Hartel 069/2197-1208 nora.hartel@bieg-hessen.de Gr af ik : B IE G 43Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 NETZWERKE Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige Experten für mehr als 250 Fachgebiete Sachverständige spielen eine zentrale Rolle für die Wirtschaft. Sie sichern Qualität, schaffen Vertrauen und sorgen für Verlässlichkeit in allen Branchen. Ferner liefern sie unabhängige Expertise und tragen so zum Erfolg von Unternehmen und zur Stabilität von Märkten bei. Immer, wenn eine unabhängige Beratung benötigt wird, ein Schaden oder eine Sache bewertet oder ein Streitfall geklärt werden sollen, kann ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger helfen. Die öffentliche Bestellung besitzt einen hohen Stellenwert. Die Bezeichnung „Sachverständiger“ ist in Deutschland rechtlich nicht geschützt. Die Bezeichnung als Sachverständiger oder Gutachter trifft deshalb keine Aussage über die Sachkunde der Person. Hier hilft die öffentliche Bestellung nach § 36 Gewerbeordnung. Durch die öffentliche Bestellung werden Gerichten, Unternehmen und Verbrauchern besonders zuverlässige und erfahrene Personen zur Seite gestellt, die auf einem bestimmten Sachgebiet weit über dem Durchschnitt liegende Kenntnisse und Fähigkeiten nachgewiesen haben. Diese Experten werden darauf vereidigt, dass sie die von ihnen angeforderten Gutachten unparteiisch und nach bestem Wissen und Gewissen erstellen und ihre Aufgaben gewissenhaft erfüllen. Ihr Aufgabenbereich lässt sich in die private Sachverständigentätig- keit und die gerichtliche Sachverständigentätigkeit unterteilen. Die Sachverständigen geben jeweils Auskunft über ordnungsgemäße und fachgerechte Arbeiten, anerkannte Regeln, Normen, Erkenntnisse oder Grundsätze aus ihrem Wissensgebiet. Sie stellen Tatsachen auf- grund ihres besonderen Wissens fest und beurteilen aufgrund ihrer Sachkunde und Erfahrung Sachverhalte, nehmen Stellung, erteilen fachlichen Rat, fertigen Wertgutachten oder Gutachten zu speziel- len Beweisfragen an. Ein weiteres Einsatzgebiet, das an Bedeutung gewinnt, ist die außergerichtliche Streitbeilegung. Hier kommen Sachverständige, die öffentlich bestellt und vereidigt sind, als neutrale Experten, Mediatoren oder Schiedsgutachter zum Einsatz. In Gerichtsverfahren werden die öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen gemäß § 404 Zivilprozessordnung vorrangig heran- gezogen. Laut Recherchen des Instituts für Sachverständigenwesen e. V. werden in Deutschland pro Jahr 800.000 bis 900.000 Sachverständi- genleistungen für Gerichte erstellt, darunter Gutachten und Stel- lungnahmen. Etwa die Hälfte davon sind Gutachten von Ärzten und Psychiatern, die andere Hälfte Gutachten von öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen der IHKs, Handwerkskammern und anderer Berufskammern. Der Weg zur öffentlichen Bestellung und Vereidigung Ausgewiesene Expertinnen und Experten haben die Chance, öffent- lich bestellte und vereidigte Sachverständige zu werden. Der Bedarf an qualifizierten Sachverständigenleistungen nimmt bundesweit zu. Aufgrund des demographischen Wandels ist die Nachfrage am Markt so groß wie nie. Die IHK Offenbach am Main ist wie andere IHKs für die öffentliche Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen in wirtschaftlichen und technischen Bereichen zuständig. Die IHKs führen die öffentliche Bestellung und Vereidigung der Sachverständigen nach einheitlichen Standards durch. Sachverständige müssen dafür besondere Sach- kunde, praktische Erfahrung und persönliche Eignung nachweisen. Dies wird durch die Bestellungskörperschaften bei der Erstbestellung und nach Ablauf der regelmäßig auf fünf Jahre befristet erteilten Bestellung auch bei erneuten Bestellungen überprüft. Bei den IHKs können sich Experten in mehr als 250 Gebieten von A wie Abdichtung über L wie Lüftungs- und Klimatechnik bis V wie Vor- beugender Brandschutz öffentlich bestellen und vereidigen lassen. Kommt es zu Streitigkeiten zwischen Baubeteiligten oder zu Scha- densfällen in Gebäuden ist oft die Expertise von Sachverständigen für Jetzt Sachverständiger oder Sachverständige werden Interessenten können sich mit Sachverständigen austauschen, die schon länger bestellt und vereidigt sind. Hierfür bietet sich das Mentorenprogramm des Bundesverbands öffentlich bestell- ter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger e. V. an. Es ist beim hessischen Landesverband angesiedelt. https://www.bvs-hessen.de Ein umfassendes Seminarangebot zu fachlichen und fachüber- greifenden Themen, um sich auf die öffentliche Bestellung vor- zubereiten und entsprechende Kenntnisse anzueignen, bietet unter anderem das Institut für Sachverständigenwesen e. V. an. https://ifsforum.de Die IHK Offenbach am Main informiert und unterstützt Experten mit Interesse an einer Sachverständigentätigkeit individuell. Kontakt Thomas Maier 069 8207-224 maier@offenbach.ihk.de www.ihkof.de/sachverstaendige 44 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 NETZWERKE das Sachgebiet Schäden an Gebäuden gefragt. Häufig werden von Gerichten Sachverständige für Kraftfahrzeugschäden und-bewertung sowie Straßenverkehrsunfälle beauftragt. Für Gutachten über die Höhe einer ortsüblichen Vergleichsmiete oder den Wert einer Immobilie kommen in den meisten Fällen bestellte Sachverständige für Mieten und Pachten beziehungsweise die Bewer- tung von bebauten und unbebauten Grundstücken in Betracht. Ob Autodidakt oder promovierter Ingenieur – jeder Experte, der die Zugangsvoraussetzungen erfüllt, kann öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger werden. Dafür muss die besondere Sachkunde in Theorie und Praxis sowie die persönliche Eignung nachgewiesen werden. lm ersten Schritt ist die fachliche Eignung mit Zeugnissen, Zertifikaten von Fortbildungen und vor allem mit bereits erstellten Gutachten zu belegen. Um die persönliche Eignung einzuschätzen, werden unter anderem die wirtschaftliche Situation und das polizeiliche Führungszeugnis geprüft. Wichtig ist auch, dass potenzielle Interessenkonflikte bei der Tätigkeit als Sachverständiger ausgeschlossen werden können. Die besondere Sachkunde wird von einem Fachgremium in einem prü- fungsähnlichen Begutachtungsverfahren überprüft. Dieses beinhaltet die Überprüfung der eingereichten Gutachten sowie einen schriftlichen, teil- weise auch einen praktischen und in jedem Fall einen mündlichen Teil. Über die öffentliche Bestellung entscheidet die IHK Offenbach am Main nach Anhörung der dafür bestehenden Ausschüsse und Gremien. Die Dauer des Verfahrens hängt von den vorgelegten Unterlagen und der Verfügbarkeit des Fachgremiums ab. Je vollständiger die einge- reichten Unterlagen sind, desto schneller kann der Antrag bearbeitet werden. lm Durchschnitt dauert es von der Antragstellung bis zur Ver- eidigung ein bis anderthalb Jahre. Eine Erstbestellung zu beantragen, kostet bei der IHK Offenbach am Main 500 Euro. Für die Überprüfung durch das Fachgremium fallen je nach Gebiet 750 bis 3.000 Euro an. Darum lohnt sich die öffentliche Bestellung Neben der (in bestimmten Bereichen) besonders guten Auftragslage heben sich öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige klar von nicht bestellten Gutachtern ab und genießen in der Öffentlichkeit einen großen Vertrauensvorsprung. Fachwissen ist heutzutage wichtig – doch in vielen Situationen ist mehr gefragt: Vertrauen, Unabhängig- keit und geprüfte Qualität. Die öffentliche Bestellung und Vereidigung signalisiert: ❙ nachgewiesene Fachkompetenz ❙ persönliche Eignung und Integrität ❙ Objektivität und Verantwortung gegenüber Dritten Die öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen werden im bundesweiten lHK-Sachverständigenverzeichnis gelistet und dort von Auftraggebern wie Gerichten, Behörden, Versicherungen und anderen Unternehmen sowie Privatpersonen leicht gefunden. Aktuelle Hinweise aus dem Sachverständigenwesen Am 9. April 2025 hat Kirsten Schoder-Steinmüller, Präsidentin der IHK Offenbach am Main, Prof. Dr.-Ing. Felix Wellnitz, Wellnitz Architekten BDA, Offenbach am Main, als öffentlich bestellten Sachverständigen für den Bereich „Wärme- und Feuchteschutz“ vereidigt. Bei den folgenden Sachverständigen wurde die öffentliche Bestellung erneuert: ❙ Dipl.-Ing. Mathias Fester, Offenbach am Main, Bestellungsgebiet „Rekonstruktion von Verkehrsunfällen“ ❙ Dipl.-Kfm. Matthias Uhrig, Dreieich, Bestellungsgebiet „Systeme und Anwendungen der Informationsverarbeitung, insbesondere in Betriebswirtschaft und Verwaltung“ Auf der Suche nach Sachverständigen? Im bundesweiten IHK-Sachverständigenverzeichnis sind rund 8.000 öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige von IHKs, Archi- tekten-, Ingenieur- und Landwirtschaftskammern sowie von Landes- regierungen gelistet. https://svv.ihk.de Sachverständige des Handwerks sind im Sachverständigenverzeichnis der Handwerkskammern aufgeführt. https://www.svd-handwerk.de Prof. Dr.-Ing. Felix Wellnitz, Wellnitz Architekten BDA, Offenbach am Main, wurde von IHK- Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller als öffentlich bestellter Sachverständiger für den Bereich „Wärme- und Feuchteschutz“ vereidigt. Fo to : A re ns /IH K 45Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 NETZWERKE NETZWERKE WJ Offenbach am Main e. V. zu Gast im Unternehmen Gany.MED-Führungskräfte sind jetzt Wirtschaftsjuniorinnen Im Mai besichtigten die WJ Offenbach am Main e. V. die Gany.MED GmbH in Dietzenbach und schauten hinter die Kulissen des Unternehmens. Das familiengeführte Unternehmen ist seit vielen Jahren auf betriebs- medizinische Dienstleistungen und Arbeitsschutz spezialisiert. Heute wird es in der zweiten Generation geführt. Im Mittelpunkt der Tätigkeiten und Angebote von Gany.MED stehen immer die Gesundheit und das Wohlbefinden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Experten aus Dietzenbach beraten und begleiten Unternehmen deutschlandweit, um sichere Arbeitsbedingungen zu schaffen und die körperliche wie auch psychische Gesundheit der Teams zu fördern. Nach den Informationen und Einblicken hießen die WJ Offenbach am Main e. V. die Gany.MED-Führungskräfte Leonie und Larissa Karl als Neumitglieder in ihrem Netzwerk willkommen. https://ganymed-gmbh.com WJ-Kalender Juli/August 2025 ❙ 17.07. Stammtisch Alle Veranstaltungen und mehr Informationen dazu unter www.wj-offenbach.de Den WJ Offenbach am Main e. V. folgen und wissen, was für junge Führungskräfte wichtig ist LinkedIn: www.linkedin.com/company/ wj-offenbach Instagram: www.instagram.com/wjoffenbach Facebook: www.facebook.com/wjoff Kontakt Gino Scalinci scalinci@wj-offenbach.de www.wj-offenbach.de WJ-Präsident Sven L. Franzen und Schatzmeisterin Sandra Hug (r.) vom Vorstand der WJ Offenbach am Main e. V. begrüßten die neuen Wirtschafts- juniorinnen Leonie (2. v. r.) und Larissa (l.) Karl. Fo to s: W J O ffe nb ac h e. V. 46 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 NETZWERKE WJ Offenbach am Main e. V. spenden Überschuss der LAKO 2024 9.000 Euro an lokale Organisationen Drei Initiativen in der Region sind in den Genuss großzügiger Zuwendungen durch die WJ Offenbach am Main e. V. gekommen. Im vergangenen Jahr richteten die Wirtschafts- junioren Offenbach erfolgreich die Landeskon- ferenz der Wirtschaftsjunioren Hessen (LAKO) aus – vollständig durch großzügiges Sponsoring ansässiger Unternehmen finanziert. Durch umsichtiges Haushalten blieb ein Überschuss, der nun Gutes bewirkt. Die WJ Offenbach am Main e. V. spendeten insgesamt 9.000 Euro an drei lokale Organisationen: Die private Initiative „Jeder kann helfen“ unterstützt ältere Menschen in Not mit konkreter Soforthilfe. „Essen & Wärme e. V.“ versorgt Bedürftige mit warmen Mahlzeiten. „Die Kinder- und Jugendfarm Offenbach“ bietet Stadtkindern Naturerfahrungen und tiergestützte Pädagogik. Mit jeweils 3.000 Euro fördern die Wirtschaftsjunioren nachhaltiges Engagement direkt vor Ort – für ein starkes Miteinander in Stadt und Kreis Offenbach. Ein herzliches Dankeschön geht an alle Sponso- ren, Helfer und Unterstützer. Ohne Sie und euch wäre das nicht möglich gewesen! WJ-Mitglied Muhammad Ali Kara (l.) überreichte den Spendenscheck an die Kinder- und Jugendfarm Offenbach. Jennifer Pia Gehrke (l.) bei der Übergabe der Spende an den Verein Essen & Wärme. 47Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 Die Profildatenbank des Enterprise Europe Network (EEN) Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken Der EEN-Online-Marktplatz listet mehr als 10.000 Firmenprofile und lässt sich nach Suchbegriffen und Regionen filtern. Die aktuellen Top-Profile der EEN-Profildatenbank bieten spannende Möglichkeiten, um Kontakte für das internationale Geschäft zu knüp- fen. Schauen Sie sich jetzt um und finden Sie Ihr Perfect Match! https://een.ec.europa.eu/partnering-opportunities Sie möchten eine Nachricht erhalten, sobald ein passendes Profil online ist? Sie möchten Ihr eigenes Suchprofil erstellen? Wir beraten Sie gerne persönlich! ITALIAN STARTUP IS LOOKING FOR AUTONOMOUS MOBILE ROBOTS (AMR), COBOTS AND ROBOTIC SOLUTIONS UNDER COMMERCIAL AGREEMENTS This Italian startup focused on technological solutions for the trans- formation and digitization of business and/or industrial processes, with particular reference to the retail and warehouse logistics sector, is looking for new robotic solutions in order to expand its products portfolio, under commercial agreements. Request more information: BRIT20250508015 AUSTRIAN METAL CONSTRUCTION COMPANY IS LOOKING FOR A POLISHING FLAT STEEL COMPANY Austrian metal construction company is looking for a company that offers polishing work. Specifically, they are looking for a company to polish flat steels (initially 40/10mm, later also other dimensions), material 1.4404, length 3m.. Request more information: BRAT20250515003 DANISH COMPANY SEEKS KITCHEN MANUFACTURERS FOR HIGH-VOLUME SUPPLY AGREEMENTS A Danish design company specializing in turnkey solutions for construction and renovation projects is seeking experienced, export-ready manufacturers of kitchens to deliver volumes ran- ging from 100 to 150 units. The company requests partners with dedicated kitchen production capabilities for long-term supplier agreements. Request more information: BRDK20250505011 A GREEK WINERY IS LOOKING FOR PARTNERS TO PROVIDE TECHNICAL SOLUTIONS FOR PRODUCING ZERO-ALCOHOL WINE A renowned Greek winery, known for its high-quality wine pro- duction, is looking for partners able to provide technical solutions and support for producing high-quality zero-alcohol wine. The collaboration will be based on a commercial agreement with technical assistance, aiming at adapting proven dealcoholization technologies to the winery’s production. Request more information: TRGR20250512025 SWEDISH DEVELOPER OF BIODEGRADABLE BIOPLASTICS SEEKS INTERNATIONAL PARTNERS FOR COMMERCIAL OR OUTSOURCING AGREEMENTS A Swedish company specialised in biodegradable and compost- able bioplastics for diverse sectors is looking to expand to new international markets preferably in the UK and Turkey. It seeks partners under commercial or outsourcing agreements. Request more information: BOSE20250512021 CZECH MANUFACTURER OFFERS CUSTOM PRODUCTION AND DEVELOPMENT OF RECHARGEABLE BATTERY PACKS AND COMMERCIAL BATTERY STORAGE SYSTEMS A Czech company specialized in the production and development of tailor-made rechargeable batteries for various applications offers manufacturing services. With certified production and automated processes, they seek business partners interested in custom battery solutions under commercial or outsourcing agreements. Request more information: BOCZ20250515007 Kontakt Milena Tröß 069 8207-254 troess@offenbach.ihk.de 48 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 NETZWERKE KAI KÔ Deutsch-Japanischer Wirtschaftsempfang KI. Automatisierung. Wachstum. Die IHK Offenbach am Main lädt zu ihrem diesjährigen deutsch-japanischen KAI KÔ-Wirtschaftsempfang am 15. August 2025 ein. Er findet im Rahmen des Main-Matsuri-Festivals ab 17:30 Uhr (Sektempfang) im Bernardbau in Offenbach statt. KAI KÔ ist der wichtigste Treffpunkt der deutsch-japanischen Business-Commu- nity im Rhein-Main-Gebiet. Mehr als 200 japanische Unternehmen sind in der Region ansässig. Viele deutsche Unternehmen aus Hessen unterhalten Wirtschaftsbeziehungen nach Japan und bauen ihr dortiges Geschäft aus. Schon seit 2019 kommen beim KAI KÔ Menschen aus japanischen und deutschen Unternehmen zusammen und tauschen sich aus. Hauptsponsor des KAI KÔ-Wirt- schaftsempfangs 2025 ist das Enterprise Europe Network (EEN) Hessen. Es unter- stützt hessische Start-ups und kleine und mittlere Unternehmen bei internationalem Wachstum, Innovation, Nachhaltigkeit und Resilienz. Den Impulsvortrag „Innovation & Investition für nachhaltiges Wachstum im digitalen Zeitalter bei SMC Deutschland GmbH“ wird 2025 Patrik Scherrer halten. Er ist Senior Vice President Marketing und Mitglied der Geschäftsleitung der SMC Deutschland GmbH aus Egelsbach, einer Tochtergesellschaft der japanischen SMC Corporation. Anhand von Praxisbeispielen wird er darlegen, wie künst- liche Intelligenz bei SMC industrielle Prozesse transformiert. Wo deutsch-japanische Kooperationen entstehen Das Unternehmen Rigaku Europe SE mit Sitz in Neu-Isenburg hat beim IHK-KAI KÔ-Wirtschafts- empfang 2024 einen Kooperationspartner im Bereich innovative Werkstoffe gefunden. 2024 war Dr. Johann Steinhauser, Strategy & Operation Rigaku Europe SE, Keynote-Spea- ker beim KAI KÔ-Wirtschaftsempfang. Er gab Einblicke in die Entwicklung des in Japan ver- wurzelten Rigaku-Konzerns, eines Anbieters für analytische und industrielle Messtechnik, der auf Lösungen zur Materialanalyse für Industrie und Forschungseinrichtungen spe- zialisiert ist und zerstörungsfreie Röntgenana- lytik für industrielle Qualitätskontrolle sowie Forschung und Entwicklung bietet. Beim KAI KÔ-Wirtschaftsempfang entstand der Kontakt zu einem japanischen Unterneh- men, das auf Kupfer und andere Nichteisen- metalle sowie innovative Werkstoffe speziali- siert ist. Laut Rigaku nimmt das Unternehmen in mehreren Bereichen weltweit eine starke Marktposition ein. Aktuell loten beide Akteure die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit im Bereich der modernen Materialanalyse aus. Steinhauser berichtet: „Die innovativen Werkstoffe passen ideal zu Rigakus fortschritt- lichen Analyseverfahren wie der Röntgen- topographie (XRT) und Röntgenfluoreszenz (XRF), die unter anderem in der Qualitätskon- trolle, Metallraffination, im Batterierecycling und Bergbau eingesetzt werden. Der KAI KÔ-Wirtschaftsempfang zeigt, wie wichtig der deutsch-japanische Dialog für den Aufbau von Geschäftspartnerschaften ist.“ Informationen und Anmeldung: www.kaiko.org KI. AUTOMATISIERUNG. WACHSTUM. 15. AUGUST KAI KÔ DEUTSCH-JAPANISCHER WIRTSCHAFTSEMPFANG 2025 Kontakt Milena Tröß 069 8207-254 troess@offenbach.ihk.de 49Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 VERANSTALTUNGEN Ausgabedatum 3. Juli 2025 Titelbild Adobe Stock / radoma Das Magazin wird auf umweltfreundlichem FSC®-Papier klimaneutral gedruckt. Designkonzept, Gestaltung, Titelbild, Verlag und Druck Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, 60386 Frankfurt www.zarbock.de Verlagsleitung: Ralf Zarbock Anzeigendisposition Anja Bäumel Tel. 069 420903-75 anja.baeumel@zarbock.de Anzeigenpreisliste Gültig ab 1. November 2024 Mediadaten www.offenbach.ihk.de/P167 IMPRESSUM Herausgeber Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Postfach 10 08 53 63008 Offenbach am Main Frankfurter Straße 90 63067 Offenbach am Main Tel. 069 8207-0 | Fax -199 redaktion@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de Verantwortlich Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main Redaktion redaktion@offenbach.ihk.de Birgit Arens (Chefredakteurin) Tel. 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr ( jeweils am 1. des Monats) Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der IHK-Mitgliedschaft und kann jederzeit per Hinweis an den Herausgeber beendet oder wieder aufgenommen werden. Wir nutzen in der IHK Offenbach am Main eine Sprache, die gerecht ist und niemanden bevorzugt oder benachteiligt, jeden anspricht und nieman- den ausschließt. Unsere Sprache respektiert die aktuellen Recht- schreibregeln und ist gleichzeitig verständlich, eindeutig und gut lesbar. Da wir im Sinne der Gleichbehandlung immer alle Geschlechter mei- nen, verwenden wir zum Beispiel Doppelnennun- gen, geschlechterneutrale Begriffe, Pluralformen, Funktionsbezeichnungen oder abwechselnd die männliche und die weibliche Form. Wenn gele- gentlich nur eine Form genannt wird, um bessere Lesbarkeit zu erreichen oder weil es übergeordne- te Vorgaben erzwingen (z. B. Prüfungsordnungen), gilt diese im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter und Personengruppen. Mit dieser Vorgehensweise beabsichtigen wir keinerlei Wertung. Auf Zusatzzeichen und Binnengroßbuchstaben verzichten wir, weil diese die Barrierefreiheit, den Lesefluss und die Auffindbarkeit durch Suchma- schinen beeinträchtigen. Derzeit gibt es in Deutschland keine einheitlichen Regeln für eine geschlechtergerechte Sprache. In der IHK Offenbach am Main nehmen wir an der Diskussion zum Thema teil und entwickeln auch im Netzwerk der deutschlandweiten IHK-Organi- sation weitere praxisnahe, akzeptable Lösungen dazu. Sie haben Fragen, Hinweise oder Anregungen zur geschlechterneutralen Sprache? Dann schreiben Sie uns: redaktion@offenbach.ihk.de Beilage Wortmann AG, Hüllhorst Offenbacher WIRTSCHAFT Das Magazin der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main für die Region 9–10 | 2025 Schöne neue Arbeitswelt VORSCHAU 09–10 Titelthema | Schöne neue Arbeitswelt Anzeigenschluss für die Ausgabe Sep- tember/Oktober 2025 ist der 07.08.2025 Redaktionsschluss für die Ausgabe November/Dezember 2025 ist der 01.10.2025. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Themen aus aktuellen Anlässen ändern können. BIEG-Webinar Kunden mit Storytelling und KI überzeugen Geschichten, die bewegen, bleiben im Kopf und Herzen – das ist die Kraft des Storytellings. Wolfgang Jung, Gründer und CEO der team digital GmbH in Lauterbach und spezialisiert auf „optimalen Content über alle Medien“, erklärt, wie Unternehmen klassisches Storytelling und künstliche Intelligenz kombinieren können, um Markenbotschaften lebendig und überzeugend zu machen. Mit seinem erfrischenden Ansatz führt er die Teilnehmer durch die Kunst, Kundenerlebnisse in emotionale Geschichten zu verwandeln und diese mit gezielten KI-Tools noch effizienter an die Zielgruppe zu bringen. Er vermittelt, wie Unternehmen damit Vertrauen aufbauen, sich von Mitbewerbern abheben und ihre Kundinnen und Kunden langfristig begeistern können – ohne aufdringlich zu wirken. Durch praxisnahe Beispiele und klare Anleitungen inspiriert er die Teil- nehmer, selbst zu Geschichtenerzählern für ihre Kunden zu werden. Die Teilnahme am Livestream ist für Mitgliedsunternehmen der IHK Offenbach am Main kostenfrei. www.bieg-hessen.de 50 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2025 VERANSTALTUNGEN Business to Business Ihr direkter Kontakt zum Marktplatz: 0 69/42 09 03-75 oder per E-Mail verlag@zarbock.de Anzeigen-Hotline: 0 69/42 09 03-51 Anzeigenschluss für die September/Oktober- Ausgabe: 7. August 2025 Sichern Sie sich Ihre Platzierung unter 0 69 /42 09 03-51 verlag@zarbock.de Kamine Mit einer Anzeige in der Offenbacher Wirtschaft erreichen Sie 20.500 Entscheiderinnen und Entscheider in Stadt und Kreis Offenbach. Wir beraten Sie gerne: Marion Stumpp Telefon 0 69 /42 09 03-51 marion.stumpp@zarbock.de Immobilien NEUE PERSPEKTIVEN ERÖFFNEN adler-immobilien.de Tel. 069. 955 22 555 Wir bieten kostenfreie, innovative Be- wertungskonzepte für Wohnimmobilien durch unsere Dekra-Sachverständigen. Sie planen eine Immobilie zu verkaufen – nehmen Sie hier in Zeiten variabler und volatiler Entwicklungen die Hilfe von Experten an. Informieren Sie sich über den optimalen Verkaufswert. Sicherheit Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit 24h-Service BWS Sicherheitsdienste GmbH Tel. 0 69 / 88 81 45 Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit www.bws-offenbach.de Sicherheitsdienst Zeitarbeit Koch & Benedict GmbH Personal-Service. Ihr zuverlässiger Partner bei Personalbedarf. Tel. 08 00/2 04 01 00 (kostenfrei) www.kochundbenedict.de Übersetzungen Beglaubigte Übersetzungen DE-EN und mehr vom qualifizierten Profi. www.uebersetzungsbuero-linguakraft.de Präsentationsmappen PRÄSENTATIONSMAPPEN Individuelle Mappen Frankfurter PackerFrankfurter Packer Umzüge und LagerungUmzüge und Lagerung A.F. 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Ihren Partner finden Sie unter www.terra.de lhr Partner vor Ort https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=1220849 2 IT - Made in Germany Seit fast 40 Jahren steht der Name Wortmann als mittelständisches international tätiges Familienunter- nehmen und seine Marke TERRA für Produkte und Leistungen im Bereich der Informationstechnologie. www.wortmann.de2 TERRA SERVICE mehr als Sie erwarten Die Konzentration von Fertigung, Service und Vertrieb an unserem Stammsitz in Hüllhorst und die Qualität unserer Produkte ermöglichen besondere Serviceleistungen: • Expressfertigung Server und PC binnen 24-48 Stunden in Wunschkonfiguration • Bis zu fünf Jahre Service auf fast alle TERRA Produkte • Bis zu zehn Jahre Vor-Ort-Service für TERRA SERVER und SAN Systeme • Datenschutz durch TERRA Medieneinbehalt als kostenloser Bestandteil des TERRA Vor-Ort-Service • TERRA Mehrwert Leasing mit automatischer Serviceverlängerung TERRA Notfallservice: • Wir unterstützen unsere Serverkunden im Rahmen des TERRA Vor-Ort-Service kostenlos im Notfall: bei Brand, Hochwasser oder Diebstahl. 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Optional: bis zu 60 Monate TERRA Vor-Ort-Service mit Medieneinbehalt https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=1220183 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=1220182 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=1220784 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=1220142 44 www.wortmann.de Dein kreativer Begleiter für Schule, Arbeit und Freizeit. 939,-* 1.117,41 € inkl. MwSt Leasingrate: 28,70** . TERRA MOBILE 1717R • Intel® Core™ i7-1355U Prozessor (12 MB Cache, bis zu 5.0 GHz) • Windows 11 Pro • Displaygröße 43.9 cm (17.3") • 1920 x 1080 Pixel, Non Glare Display • Intel® Iris® XE Grafik Artikelnr.: 1220813 SSD 1 TB RAM 16 GB TERRA MOBILE 1.399,-* 1.664,81 € inkl. 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MwSt. Leasingrate: 29,-** Für alle, die mehr wollen. Mini-PC mit zwei nativen Grafikanschlüssen und vollem Funktionsumfang. Die TERRA PCs der Micro Serie sind klein, kompakt und bieten Anwendern die erforderliche Performance, die für ein effektives Arbeiten notwendig ist. TERRA PC-BUSINESS 7000 • Intel® Core™ i7-14700 Prozessor (33 MB Cache, bis zu 5.40 GHz) • Windows 11 Pro • Intel® UHD Grafik 770 • 2x DP, 1x HDMI, 1x VGA unterstützt Quad-Monitoring • Tastatur und Optical Wheel Maus Artikelnr.: 1009979 RAM 16 GB SSD 1 TB TERRA PC-MINI 5000 V6.1 SILENT GREENLINE • Intel® Core™ i3-14100 Prozessor (12 MB Cache, bis zu 4.7 GHz) • Windows 11 Pro • Intel® UHD Grafik 730 • 2x DP 1.4, 1x HDMI 2.0 unterstützt bis zu 3x Displays Artikelnr.: 1000078 RAM 8 GB SSD 500 GB 589,-* 700,91 € inkl. MwSt. TERRA PC-MICRO 6000C GREENLINE • Intel® Core™ i5-1334U Prozessor (12 MB Cache, bis zu 4.60 GHz) • Windows 11 Pro • Intel® Iris® XE Grafik • HDMI 2.1, DP 1.4, 2x Thunderbolt 4 zu DP 1.4 (Type-C) unterstützt Triple-Monitoring • Tastatur/Maus optional erhältlich Artikelnr.: 1000051 669,-* 796,11 € inkl. MwSt. SSD 500 GB RAM 16 GB TERRA PC-MICRO 6100 ULTRA 5 GREENLINE • Intel® Core™ Ultra 5 Prozessor 125U (18 MB Cache, bis zu 4.50 GHz) • Windows 11 Pro • Intel® Arc™ XE Grafik • 2x HDMI, 2x Type-C zu DP unterstützt Quad-Monitoring • Tastatur/Maus optional erhältlich Artikelnr.: 1000064 789,-* 938,91 € inkl. MwSt. Leasingrate: 24,11** SSD 500 GB RAM 16 GB Optional: bis zu 60 Monate TERRA Vor-Ort-Service mit Medieneinbehalt https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=1000042 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=1000061 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=1009979 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=1000078 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=1000051 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=1000064 88 www.wortmann.de Optische Highlights an jedem Ort. TERRA LCD/LED 2427W • 60.5 cm (23.8") VA-Paneltechnologie • 1920 x 1080 Full HD Display • HDMI, DisplayPort, USB-C (Video), Lautsprecher Artikelnr.: 3030220 66,-* 78,54 € inkl. MwSt. TERRA LCDs Auch als 27" Variante und mit HA-Multifunktionsstandfuß erhältlich! TERRA LCD/LED 2772W PV • 68.6 cm (27") IPS-Paneltechnologie • 2560 x 1440 WQHD Display • HDMI, DisplayPort, USB-C (Video), Lautsprecher • Multifunktionsstandfuß mit Höhenverstellung, Schwenk-, Neige- und Pivotfunktion Artikelnr.: 3030223 219,-* 260,61 € inkl. MwSt. + 2560 x 1440 WQHD Display + USB-C + Adaptive Sync + USB-C + 100 Hz Bildwiederholrate Komfort und Sehvergnügen im ergonomischen, rahmenlosen, curved Design https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=3030231 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=3030220 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=3030239 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=3030223 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=3030245 9www.terra.de WORTMANN AG empfiehlt Windows 11 Pro für Unternehmen. 9 319,-* 379,61 € inkl. MwSt. 269,-* 320,11 € inkl. MwSt. TERRA LCD/LED 2775W PV • 68.6 cm (27") IPS-Paneltechnologie • 2560 x 1440 WQHD Display • HDMI, DisplayPort, USB-C, 3x USB-A, Lautsprecher • Daisy-Chain, LAN-Anschluss • Multifunktionsstandfuß mit Höhenverstellung, Schwenk-, Neige- und Pivotfunktion Artikelnr.: 3030231 + 2560 x 1440 WQHD Display + USB-C + Dockingstation- Funktionen 159,-* 189,21 € inkl. MwSt. TERRA LCD/LED 2748W PV • 68.6 cm (27") IPS-Paneltechnologie • 1920 x 1080 Full HD Display • HDMI, DisplayPort, USB-C (Video), Lautsprecher • Multifunktionsstandfuß mit Höhenverstellung, Schwenk-, Neige- und Pivotfunktion Artikelnr.: 3030239 + USB-C + 100 Hz Bildwiederholrate Auch als 24" Variante erhältlich! KOMFORT UND PURES SEHVERGNÜGEN IM CURVED DESIGN! Das TERRA LCD/LED 3285W HA im rahmenlosen CURVED Design mit WQHD-Auflösung und VA Paneltechnologie sorgt für packende Seherlebnisse in der TV-, Film-, Video- und Spielewelt. Der Bogenradius von 1000 mm sowie die Flicker-Free Technologie ermöglichen ein besonders ergonomisches und augenschonendes Arbeiten. Die FreeSync Technologie und Bildwiederholraten bis 180 Hz bringen durch besonders flüssige Bewegungen und fließende Bilder mehr Leben in Ihre Anwendungen und Spiele. TERRA LCD/LED 3285W HA CURVED • 80 cm (31.5") VA-LED-Technologie • 2560 x 1440 WQHD Display • Krümmung: 1000 R • Reaktionszeit: 1 ms (G/G mit OD)“. • Bildwiederholrate: 180 Hz, FreeSync • 2x HDMI, DisplayPort, USB-C (Video), Lautsprecher • Multifunktionsstandfuß mit Höhenverstellung, Schwenk- und Neigefunktion Artikelnr.: 3030245 TERRA LCD/LED 3285W HA mit USB-C, 180 Hz Bildwiederholrate und Hardware-Low-Bluelight Optional: bis zu 60 Monate TERRA Vor-Ort-Service mit Medieneinbehalt https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=3030231 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=3030220 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=3030239 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=3030223 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=3030245 10 TERRA CLOUD BACKUP 10 www.wortmann.de SCHNELLER – HÖHER – WEITER! SCHNELLER HÖHER WEITER Schneller sichern durch das High Frequent Backup • Bis zu 24 Datensicherungen pro Tag • RPO von bis zu 60 Minuten Höhere Anzahl an Aufbewahrungspunkten inklusive • Aufstockung der kostenfreien Wiederherstellungspunkte von 41 auf 50 pro Backup Job • 100 Wiederherstellungspunkte gesamt, dank redundanter Datenhaltung (50:50) Weiter in die Vergangenheit reisen durch jährliche Sicherungen • Speicherung einer Datensicherung pro Jahr für bis zu 10 Jahre • Einfache Ergänzung zu bestehenden Zeitplänen https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=1000913 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=1000036 1111www.terra.de WORTMANN AG empfiehlt Windows 11 Pro für Unternehmen. TERRA WORKSTATION TERRA WORKSTATION 7610 BTO • AMD Ryzen 5 9600X Prozessor (32 MB Cache, bis zu 3.9 GHz) • Windows 11 Pro • Workstation Serie • NVIDIA 12 GB RTX A2000 Professional Graphics (by PNY) • Grafikschnittstellen 4x DisplayPort Artikelnr.: 1000913 RAM 32 GB 2.249,-* 2.676,31 € inkl. 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Versenkbare 5MP WebCam Optional: bis zu 60 Monate TERRA Vor-Ort-Service mit Medieneinbehalt Optional: bis zu 60 Monate TERRA Vor-Ort-Service mit Medieneinbehalt https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=1000913 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=1000036 12 * Aktionspreise in EURO zzgl. ges. MwSt. Die Preise sind unter Vorbehalt von Preisänderungen durch Dollarschwankungen vom 23.05.2025 bis 25.07.2025 gültig. TERRA PCs und Notebooks mit vorinstallierten Betriebssystemen. Weitere Installationen und Dienstleistungen auf Anfrage. Aktionsmodelle können von den Standardservicezeiten abweichen und sind gesondert gekennzeichnet. Technische Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Angebote gültig solange der Vorrat reicht. Keine Mitnah- megarantie. ** Monatliche Netto Leasingrate. Ein Leasingangebot der WORTMANN AG. Laufzeit 36 Monate, gilt vorbehaltlich der üblichen Bonitätsprüfung. Mindestanschaffungswert 750 €/netto. Zzgl. Bearbeitungsgebühr 49,90 €/netto. Symbolfoto: Abgebildete Ausstattung kann von der tatsächlichen Ausstattung abweichen. Ultrabook, Celeron, Celeron Inside, Core Inside, Intel, Intel Logo, Intel Atom, Intel Atom Inside, Intel Core, Intel Inside, Intel Inside Logo, Intel vPro, Itanium, Itanium Inside, Pentium, Pentium Inside, vPro Inside, Xeon, und Xeon Inside sind Marken der Intel Corporation in den USA und anderen Ländern. WORTMANN AG | Bredenhop 20 32609 Hüllhorst | www.wortmann.de IT. MADE IN GERMANY. WORTMANN AG empfiehlt Windows 11 Pro für Unternehmen. TERRA SERVER 3230 G6 • Intel® Xeon® E-2456 Prozessor (18 MB Cache, 6x 3.30 GHz) • Ohne Betriebssystem (!) • 700 Watt Netzteil • Broadcom MegaRAID 9560-8i mit 4 GB Cache (RAID 0/1/10/5/50/6/60) • 2x 1 GbE LAN, 1x Mgmt LAN, TPM • Grafik onboard (VGA) Artikelnr.: 1100382 3.199,-* 3.806,81 € inkl. MwSt. Leasingrate: 97,77** RAM 32 GB SSD 2x 960 GB INDUSTRIE • HANDEL • HANDWERK BUSINESS II-25 TERRA SERVER 3230 G6 • Intel® Xeon® E-2488 Prozessor (24 MB Cache, 8x 3.20 GHz) • Ohne Betriebssystem (!) • 800 Watt Netzteil redundant • Broadcom MegaRAID 9560-8i mit 4 GB Cache (RAID 0/1/10/5/50/6/60) • 2x 10 GbE LAN, 1x Mgmt LAN, TPM • Grafik onboard (VGA) Artikelnr.: 1100383 RAM 2x 32 GB SSD 2x 1.9 TB 4.699,-* 5.591,81 € inkl. MwSt. Leasingrate: 143,61** Jetzt zusammen kaufen mit: Windows Server 2025 Standard 16-Core ROK Lizenz Artikelnr.: 6500420 839,-* 998,41 € inkl. MwSt. Leasingrate: 25,64** Windows Server 2025 Leistungsfähige Serversysteme mit Intel® Xeon® E Prozessor! Optional: bis zu 60 Monate TERRA Vor-Ort-Service mit Medieneinbehalt https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=1100382 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=1100383 https://www.wortmann.de/de-de/search.aspx?q=6500420
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