Nachrichten: Gründen bleibt in Stadt und Kreis Offenbach beliebt | Ratgeber: Mittelstand schlägt Alarm, weil Nachfolger fehlen | Netzwerke: Level 4 bietet neuen Raum für Zukunftsthemen Schöne neue Arbeitswelt 09 – 10 | 2025 Teilzeit-Ausbildung macht Betriebe attraktiv Unternehmen beklagen wachsende Probleme bei der Suche nach befähigten Auszubildenden. Denn immer weniger potenzielle Bewerber*innen verlassen die Schulen – und nicht für alle ist eine duale Ausbildung die erste Wahl. Ein guter Weg, sich für mehr potenzielle Auszubildende attraktiv zu machen, kann die Bereitschaft sein, auch in Teilzeit auszubilden. Damit sprechen Betriebe zusätzlich junge Frauen – seltener Männer – an, die eine Ausbildung wegen Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen nicht in Vollzeit absolvieren können. Die Ausbildung in Teilzeit ist in jedem Ausbildungsberuf mög- lich. Es bedarf lediglich ein paar Absprachen mehr. Denn der theoretische Teil, z. B. die Berufsschule, wird ganz normal absolviert. Die Praxisphasen im Betrieb werden dagegen gekürzt. Die Ausbildungsdauer kann sich dementsprechend auf 3,5 oder 4 Jahre verlängern. Welche Vorteile haben Ausbildungsbetriebe? ◾ Sie positionieren sich als moderner, flexibler und chancen- gerechter Arbeitgeber und sprechen damit mehr poten- zielle Bewerber*innen an. ◾ Sie profitieren von zusätzlichen sozialen Kompetenzen der Azubis wie Organisationstalent, hohes Engagement, Pünktlichkeit und Leistungsbereitschaft. ◾ Sie bilden loyale zukünftige Fachkräfte aus, die ihrem Unternehmen stärker verbunden sind. Wie etabliert man als Ausbildungsbetriebe Teilzeitausbildung? Ganz wichtig: Bieten Sie die Teilzeitausbildung offensiv an – denn nur dann kann jemand darauf einsteigen. Ihre Agentur für Arbeit Offenbach berät Sie gern in allen Fragen der Teilzeitausbildung. Mehr Informationen gibt es hier: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/offenbach/bca – ANZEIGE – A tiezlieT ni gnudlibsu A ?nemhenretnU merhI ni hcu I .nreg eiS etareb hc S )ACB( znatkcihcS ajno T 228 79928 960 :.le M -stiebra@ACB.hcabneffO :lia a ed.rutneg Michael Grunwald Geschäftsführer der Grunwald Display Solutions GmbH in Dreieich, Vizepräsident der IHK Offenbach am Main Fo to : I H K Gute Bewerbungen werden seltener, Ausbildungsplätze bleiben unbe- setzt, während erfahrene Mitarbeiter in den Ruhestand gehen. Für die Zukunft unserer Unternehmen – und für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Rhein-Main – müssen wir jetzt entschlossen handeln. Ein zentraler Hebel ist die duale Ausbildung. Seit Jahrzehnten steht sie für Qualität und Praxisnähe, doch gesellschaftlich genießt sie noch immer nicht den gleichen Stellenwert wie ein Studium. Das muss sich ändern: Ausbildung ist gleichwertig ! Junge Menschen brauchen die klare Botschaft, dass auch über diesen Weg Karriere, Verantwortung und attraktive Einkommen möglich sind. Politik und Schulen sind gefordert: mehr Berufsorientierung, mehr Talentförderung, mehr echte Einblicke. Nur wer Berufe selbst erlebt, kann fundiert entscheiden. Zugleich müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Kinderbetreu- ung darf kein Unsicherheitsfaktor mehr sein. Verlässliche Plätze und flexible Öffnungszeiten sind Voraussetzung, damit Eltern arbeiten können. Schon heute sind über zwei Millionen Eltern – überwiegend Mütter – ganz oder teilweise vom Arbeitsmarkt abgeschnitten. Mit flächendeckender Betreuung ließen sich Millionen zusätzlicher Arbeits- stunden und wertvolles Know-how gewinnen. Und: Wir dürfen die Ressource Erfahrung nicht verschenken. Wer nach der Regelalters- grenze freiwillig weiterarbeiten möchte, muss dies einfacher und attraktiver tun können. Senior-Experten sichern Qualität, geben Wissen weiter und leisten Großartiges. Wir bei Grunwald Display Solutions leben diesen Dreiklang: Seit über zehn Jahren bilden wir Fachkräfte aus, binden die Erfahrungsschätze der Generation 60+ ein und schaffen Bedingungen, unter denen auch Mütter Beruf und Familie vereinbaren können. Das ist unsere Idee, wie Unternehmen Teil der Lösung sein können. Wenn Politik, Schulen und Wirtschaft gemeinsam anpacken, sichern wir so Wettbewerbs- fähigkeit und Wohlstand in unserem Land. Ihr Fachkräfte sichern: Ausbildung stärken, Betreuung garantieren, Erfahrung nutzen Teilzeit-Ausbildung macht Betriebe attraktiv Unternehmen beklagen wachsende Probleme bei der Suche nach befähigten Auszubildenden. Denn immer weniger potenzielle Bewerber*innen verlassen die Schulen – und nicht für alle ist eine duale Ausbildung die erste Wahl. Ein guter Weg, sich für mehr potenzielle Auszubildende attraktiv zu machen, kann die Bereitschaft sein, auch in Teilzeit auszubilden. Damit sprechen Betriebe zusätzlich junge Frauen – seltener Männer – an, die eine Ausbildung wegen Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen nicht in Vollzeit absolvieren können. Die Ausbildung in Teilzeit ist in jedem Ausbildungsberuf mög- lich. Es bedarf lediglich ein paar Absprachen mehr. Denn der theoretische Teil, z. B. die Berufsschule, wird ganz normal absolviert. Die Praxisphasen im Betrieb werden dagegen gekürzt. Die Ausbildungsdauer kann sich dementsprechend auf 3,5 oder 4 Jahre verlängern. Welche Vorteile haben Ausbildungsbetriebe? ◾ Sie positionieren sich als moderner, flexibler und chancen- gerechter Arbeitgeber und sprechen damit mehr poten- zielle Bewerber*innen an. ◾ Sie profitieren von zusätzlichen sozialen Kompetenzen der Azubis wie Organisationstalent, hohes Engagement, Pünktlichkeit und Leistungsbereitschaft. ◾ Sie bilden loyale zukünftige Fachkräfte aus, die ihrem Unternehmen stärker verbunden sind. Wie etabliert man als Ausbildungsbetriebe Teilzeitausbildung? Ganz wichtig: Bieten Sie die Teilzeitausbildung offensiv an – denn nur dann kann jemand darauf einsteigen. Ihre Agentur für Arbeit Offenbach berät Sie gern in allen Fragen der Teilzeitausbildung. Mehr Informationen gibt es hier: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/offenbach/bca – ANZEIGE – A tiezlieT ni gnudlibsu A ?nemhenretnU merhI ni hcu I .nreg eiS etareb hc S )ACB( znatkcihcS ajno T 228 79928 960 :.le M -stiebra@ACB.hcabneffO :lia a ed.rutneg EDITORIAL 3Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NACHRICHTEN 5 Wohin steuert der Hafen Offenbach? 6 Gründen bleibt in Stadt und Kreis Offenbach beliebt 8 Gründungsbarometer Hessen 2025 10 Exportpreis Hessen 2025 verliehen 14 Klaviere in Offenbacher Zentrum waren Publikumsmagneten 15 50 Jahre ratiolab GmbH 16 Herth+Buss: Ein Jahrhundert Unternehmertum 16 Autohaus Göbel zählt zu den Besten in Deutschland 17 Geis hat agotrans Logistik übernommen 18 Expertenrat Wirtschaftsförderung neu zusammengesetzt 19 Rockywood im Hafen Offenbach ausgezeichnet 20 Pan Dacom zieht nach Offenbach 21 Bintz-Verlag geht beim Klimaschutz voran TITELTHEMA 22 Zwischen KI, Kultur und Können – Ansichten zur „Schönen neuen Arbeitswelt“ 25 Führen neu gedacht 26 Recruiting kann Unternehmen überfordern 28 Vielfalt tut Unternehmen gut 31 IHK-Plattform zeigt jungen Menschen den Weg in die Arbeitswelt 32 Teilqualifizierung hilft gegen Fachkräftemangel – Beispiel Transportlogistik 34 Die völlig andere Jobmesse 36 Unsichtbar auf dem Arbeitsmarkt? RATGEBER 38 Mittelstand schlägt Alarm, weil Nachfolger fehlen 40 Übergabe von Unternehmen leicht gemacht 40 Nachfolge im Unternehmen mit Experten vorbereiten BEKANNTMACHUNG 41 Neufassung der Schiedsgerichtsordnung BILDUNG 42 IHK. Die Weiterbildung NETZWERKE 43 Willkommen Roman! 44 Offenbacher WJ auf der SüdWest Academy (SWA) 45 Autonomes Fahren im ÖPNV 46 Level 4 bietet neuen Raum für Zukunftsthemen 47 Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken VERANSTALTUNGEN 48 Online sicher und erfolgreich 49 Rumpenheimer Kunsttage 49 Preiserhöhungen in Verträgen und AGB 49 Jetzt noch für den Hessischen Website Award 2025 bewerben 50 Neue Mitglieder entdecken die IHK Offenbach am Main TITELTHEMA SCHÖNE NEUE ARBEITSWELT 22 Die Arbeitswelt verändert sich rasant. Einerseits geht es heute um Homeoffice, Work-Life-Balance und die Demokrati- sierung von Teams. Andererseits wird digitalisiert und automatisiert. Eins steht fest: Menschen brauchen sichere Arbeitsplätze und Unternehmen gutes Personal. 4 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 INHALT IHR LOGISTIK- UND TRANSPORTDIENSTLEISTER WELTWEIT www.agotrans.de agotrans Logistik GmbH Behringstraße 1 6 3110 Rodgau Tel. : +49 (0) 6106 - 28 38 - 0 · info@agotrans.de Fo to : I H K Wohin steuert der Hafen Offenbach? Der Hafen Offenbach steht für den Wandel der Stadt. Über seine Zukunft sprachen im Level 4 der IHK Offenbach am Main Božica Niermann, Leiterin der Wirtschaftsförderung und Geschäftsführerin der Mainviertel GmbH & Co. KG, Wolf- gang Malik, Präsident des Boxclubs Nordend-Offenbach und Stadtrat (Die Grünen), sowie Prof. Dr. Kai Vöckler, Hoch- schule für Gestaltung Offenbach und Mitglied der Lenkungsgruppe Masterplan für die Stadt Offenbach. Sie lobten den Bebauungsplan, der Klarheit für die zukünftige Entwicklung schafft und die Qualität der Freiräume im Quartier sichert. Von dem mit dem HfG-Neubau verbundenen studentischen Leben, dem offenen Innenhof und kreativen Synergien erwarten sie Dynamik und neue Impulse für den Hafen. Der Boxclub fungiere als sozialer Anker, der Jugendlichen Per- spektiven bietet und auch Unternehmen zur Verfügung steht, zum Beispiel für den Betriebssport oder für Workshops. IHK-Magazin bestellen oder abbestellen Wer Mitglied in der IHK Offenbach am Main wird, erhält drei Printausgaben des IHK-Magazins Offenbacher Wirtschaft per Post. Eine kurze Nachricht per E-Mail mit Angabe des Unternehmensnamens und der Mitgliedsnummer (ID) genügt und das kostenlose Print-Abonnement wird fortgesetzt. Genauso einfach wird das Abonne- ment der gedruckten Ausgabe per E-Mail abbestellt. E-Mail: redaktion@offenbach.ihk.de Die Online-Ausgabe der Offenbacher Wirtschaft finden Sie unter www.offenbacher-wirtschaft.deNachrichten IHK-Geschäftsbericht 2024 jetzt online | Bildung Neue Talente fürs Unternehmen entdecken Ratgeber Was Geschäftsführungen über KI wissen müssen Bürokratie bremst 05 – 06 | 2025 Ratgeber Jetzt Finanzhilfen aus dem HessenFonds beantragen! | Netzwerke Sachverständige: Experten für mehr als 250 Fachgebiete | Veranstaltungen KAI KÔ Deutsch-Japanischer Wirtschaftsempfang Hainburg 07– 08 | 2025 5Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NACHRICHTEN IHK Offenbach am Main veröffentlicht „Existenzgründungen im Blick“ für 2024 Gründen bleibt in Stadt und Kreis Offenbach beliebt Die IHK Offenbach am Main hat Bilanz zum Gründungsgeschehen in Stadt und Kreis Offenbach für das Jahr 2024 gezogen. Insgesamt 5.912 Gründerinnen und Gründer haben 2024 in der Region den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. 5.157 Gewerbe wurden im selben Zeitraum abgemeldet. Das leichte Plus bei den Gewerbeanmeldungen im Vergleich zum Vor- jahr betrug 0,5 Prozent. Aber auch die Abmeldungen haben zugenom- men, und zwar um 5,1 Prozent. Die IHK-Experten gehen von einem Zusammenhang mit der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage aus. Für die Stadt Offenbach wurden 12,6 Gründungen auf 1.000 Ein- wohner ermittelt. Im Kreis Offenbach waren es 9,1 Gründungen auf 1.000 Einwohner. Zusammengenommen liegt der Anteil an Frauen, die gründen, in Stadt und Kreis bei 30 Prozent. Im bundesweiten Ranking zählen Stadt und Kreis Offenbach weiter zu den besonders gründungs- intensiven Regionen. Vor allem in den Branchen Handel, Baugewerbe und unternehmens- bezogene Dienstleistungen wurde gegründet. Auch in den Berei- chen Informations- und Kommunikationstechnologie, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie im Gastgewerbe gab es viele Anmeldungen. Jonas Hubeler aus Dreieich ist einer der Gründer, die 2024 von der IHK Offenbach am Main auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleitet wurden. Fo to : H ub el er 6 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NACHRICHTEN IHK-Umfrage zeigt positive Tendenzen Eine IHK-Befragung unter den Existenzgründerinnen und -gründern in der Region zeigt, dass etwa 30 Prozent von ihnen ihre bisherige Geschäftsentwicklung als gut, 15 Prozent sogar als sehr gut beurteilen. 35 Prozent gaben eine neutrale Bewertung ab. Nur 20 Prozent betrach- ten die Entwicklung als kritisch. Niemand vergab die Bewertung „sehr schlecht“. Rund die Hälfte blickt optimistisch in die Zukunft, während ein Drittel eine neutrale Erwartungshaltung hat und nur ein kleiner Anteil skeptisch ist. In ihrem Fortkommen eingeschränkt sehen sich die frischgebackenen Unternehmerinnen und Unternehmer durch Bürokratie oder adminis- trative Anforderungen, Finanzierungsangelegenheiten und komplexe Steuerthemen. Entsprechend wünschen sich 67 Prozent der Befragten ein einfacheres Steuerrecht und 65 Prozent den Abbau bürokratischer Hürden. Auch ein besserer Zugang zu Finanzierungen, der Ausbau der digitalen Infrastruktur und mehr gesellschaftliche Wertschätzung für das Unternehmertum wären in ihrem Interesse. „Die hohe Gründungsaktivität zeigt die wirtschaftliche Stärke unserer Region“, stellt IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner fest und fügt hinzu: „Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse unserer Befragung erheblichen Handlungsbedarf: Die Politik muss Bürokratie und steuerliche Hürden abbauen. Wer ein Unternehmen gründet und erfolgreich entwickeln will, braucht Freiräume.“ Alle Informationen zum Gründungsgeschehen 2024: www.ihkof.de/existenzgruendung Gründung gut vorbereitet – Start geglückt „Ich mixe leidenschaftlich gerne Cocktails“, bekennt der Dreieicher Jonas Hubeler. 2024 ist diese Leidenschaft zu seinem Beruf geworden, denn er hat sich mit einer mobilen Cocktailbar selbstständig gemacht. „Meine ‚Cocktailbar on Tour‘ ist außergewöhnlich“, versichert der Gründer. „Sie besteht aus einem spektakulären Cocktailtruck mit ‚WOW-Faktor‘ und modernster Lichttechnik. Professionelle Show- Barkeeper werfen die Cocktails gekonnt und mit Stil durch die Luft. Wir haben viele Spezialrezepturen entwickelt. Unser Spaghetti-Eis- Cocktail ist deutschlandweit einmalig“, berichtet der Gründer. Seine Cocktailbar on Tour kommt auf privaten Veranstaltungen, bei Fir- menfeiern, Stadtfesten, Messen, Sportveranstaltungen und Festivals zum Einsatz. „Ich habe schon als Schüler und Student Erfahrungen als Cock- tail-Barkeeper gesammelt – vom größten Beachclub Frankfurts, der höchsten Rooftopbar Deutschlands bis hin zu großen Festivals in ganz Deutschland und Österreich. Außerdem habe ich Cocktail-Workshops für Firmen und Privatpersonen geleitet“, verrät er. In unterschied- lichen Schulungen habe er Wissen gesammelt und trainiert, darunter bei einer mehrwöchigen Ausbildung zum Barkeeper in New York und einem Advanced-Barkeeper-Kurs in London. „Alle Kurse wurden von den besten Show-Barkeepern der Welt durchgeführt“, sagt Hubeler. Der junge Unternehmer hat Tourismus- und Eventmanagement studiert und seine Bachelorarbeit über das Thema ,,Selbstständig- keit & mobile Cocktailbar” geschrieben. „Auch in jeder freien Minute habe ich mich mit der Gründung beschäftigt“, erinnert er sich heute. Zweifel hatte er gelegentlich schon: „Da waren die Gedanken, ob das Konzept angenommen wird, ob die Veranstalter daran interessiert sind und ich für genug Events gebucht werde.“ Er konnte sich und andere überzeugen: „Bernd Eckmann vom Team Existenzgründung und Unternehmensförderung der IHK Offenbach am Main hat mich auf das Hessen Mikrodarlehen aufmerksam gemacht. Die IHK ist Koopera- tionspartner der WI Bank und hat mich intensiv dabei unterstützt, die Finanzierungs hilfe zu beantragen. Außerdem hat meine Familie von Anfang an hinter meinem Vorhaben gestanden. Sie unterstützt mich weiterhin während der Events. Auch in meinem Freundeskreis hat es sich schnell herumgesprochen, dass und was für ein Unternehmen ich gründe. Inzwischen habe ich ein Team von Angestellten.“ Hubelers größte Investition floss in den Cocktailtruck. Das habe sich gelohnt, denn er sei inzwischen ein echter Hingucker auf Veranstaltun- gen in der Metropolregion. „Die Veranstalternachfragen sind jetzt so hoch, dass wir vor kurzem einen weiteren Verkaufsanhänger gekauft haben. Demnächst geht es auch zu großen Events außerhalb von FrankfurtRheinMain.“ Zwei Empfehlungen hat Jonas Hubeler für Menschen, die über den Schritt in die Selbstständigkeit nachdenken: „Seid mit hundertprozen- tiger Leidenschaft dabei und überlegt, ob ihr euch vorstellen könnt, in den nächsten fünfzig Jahren dabei zu bleiben!“ https://cocktailbar-on-tour.de 7Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NACHRICHTEN Gründen muss einfacher werden Gründungsbarometer Hessen 2025 In Hessen gab es 2024 insgesamt 4.772 gewerbliche Unternehmen mehr als im Jahr 2023. Das zeigt das aktuelle Gründungsbarometer Hessen, das auf Daten des Hessischen Statistischen Landes- amts, der hessischen IHKs sowie der Handwerkskammern basiert. 60.758 Anmeldungen stehen 55.986 Abmeldungen gegenüber. Auch die Nachfrage nach Gründungsberatung bleibt hoch. „In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und wachsender Bürokratie braucht es Mut, ein eigenes Unternehmen zu gründen – und diesen Mut zeigen viele Menschen in Hessen Tag für Tag“, betont Kirsten Scho- der-Steinmüller, Präsidentin des Hessischen Industrie- und Handels- kammertags (HIHK) und der IHK Offenbach am Main. „Damit das so bleibt, muss Gründen einfacher werden – durch schnellere Verfahren, digitale Lösungen, weniger regulatorische Hürden und gezieltere Förderung von Gründung und Unternehmensnachfolge.“ Wie bereits in den Vorjahren konzentriert sich das Gründungsgesche- hen auf Ballungsräume und größere Städte. Besonders hoch ist die Gründungsintensität je 1.000 Einwohner wie im Vorjahr im IHK-Bezirk Offenbach, gefolgt von Frankfurt, Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern und Wiesbaden. Die meisten Neugründungen entfallen auf das Dienstleis- tungsgewerbe, den Handel sowie das Baugewerbe. Einzelunterneh- men sind mit 77 Prozent weiterhin die beliebteste Rechtsform – gefolgt von GmbHs. Gründungsvielfalt bleibt hoch Rund 29 Prozent der Gründerinnen und Gründer von Einzelunterneh- men haben eine nicht deutsche Staatsangehörigkeit. Das liegt deut- lich über dem hessischen Bevölkerungsanteil. Der Anteil weiblicher Gründerinnen bleibt mit 37 Prozent stabil. Die hessischen IHKs und Handwerkskammern verzeichnen für 2024 knapp 18.900 Informations- und Beratungsgespräche mit Existenzgründerinnen und -gründern. Beratung, Förderung, Nachfolge Auch im Bereich Unternehmensnachfolge sehen die Kammern mit rund 1.400 Beratungsgesprächen eine anhaltend hohe Nachfrage. Die Zahl der Stellungnahmen zu Förderanträgen blieb auf Vorjahresniveau. „Ob Gründung oder Nachfolge: Unsere Beraterinnen und Berater stehen bereit, um Wege aufzuzeigen, Stolpersteine zu beseitigen und Potenziale zu erschließen“, versichert Schoder-Steinmüller. Zur vollständigen Auswertung: www.hihk.de/gruendungsbarometer2025 Gründungsintensität 2024 IHK Gründungsintensität* 2024 Gewerbeanmeldungen 2024 Offenbach 9,97 5.912 Frankfurt 9,02 13.111 Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern 8,47 4.368 Wiesbaden 8,16 4.704 Limburg 7,76 1.656 Darmstadt 7,67 10.289 Gießen-Friedberg 7,49 6.294 Kassel-Marburg 7,20 10.019 Lahn-Dill 6,97 2.654 Fulda 6,30 1.751 Gesamt 8,02 60.758 *Gründungen pro 1.000 Einwohner Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt, Gewerbeanmeldungen in Hessen im Jahr 2024, Bevölkerung in Hessen am 31. Dezember 2024, Berechnungen HIHK 8 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NACHRICHTEN Durch gezielte Investitionen gut aufgestellt in die Zukunft. Mit der Sparkasse und der Helaba finden Sie die passenden Finanzierungsmöglichkeiten für die Transformation Ihres Unternehmens. In Partnerschaft mit: Bereit für eine nachhaltige Veränderung. Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen Weil’s um mehr als Geld geht. Auszeichnungen in drei Kategorien Exportpreis Hessen 2025 verliehen Am 3. Juli wurden die Gewinner des Exportpreises Hessen in der IHK Frankfurt am Main ausgezeichnet. Gewinner in der Kategorie „Handel und Dienstleistungen“ ist das Frankfurter Architektur- und Stadt- planungsbüro AS+P Albert Speer + Partner GmbH. Preisträger in der Kategorie „Industrie“ ist der Abluft- und Gasbehandlungsanlagenbauer ReiCat GmbH aus Gelnhausen. In der Kategorie „Hand- werk“ hat Rink-Formgriffe gewonnen, Hersteller von Sportwaffenzubehör aus Ehringshausen. Die Auszeichnung überreichten Umut Sönmez, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirt- schaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, Kirsten Schoder-Steinmüller, Präsidentin des Hessischen Industrie- und Handelskammertags (HIHK), Dr. Christof Riess, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main sowie die Laudatoren und Jurymitglieder Stefan Ehinger, Geschäftsführer der Elektro Ehinger GmbH, Olaf Hoffmann, CEO der Dorsch Holding GmbH, sowie Natalie Reckeweg, Geschäftsführerin der Pharmazeutische Fabrik Dr. Reckeweg & Co. GmbH. Der Exportpreis Hessen wird seit 2011 von den hessischen IHKs, den hessischen Handwerkskammern und dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum vergeben. In diesem Jahr hatten sich 37 Unternehmen beworben. Teilnehmen konnten Unternehmen aus Hessen mit maximal 250 Beschäftigten in Deutschland, die exportieren oder grenzüberschreitend tätig sind. Eine neunköpfige Jury, bestehend aus Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Medien, hatte die Gewinner ausgewählt. Zu den Nominierten für den diesjährigen Exportpreis Hessen gehörte die glueckkanja AG aus Offenbach. www.exportpreis-hessen.de Kirsten Schoder-Steinmüller (r.) ehrte in ihrer Funktion als HIHK-Präsidentin die diesjährigen Sieger des Hessischen Exportpreises. Fo to : H es si sc he r E xp or tp re is 10 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NACHRICHTEN Arbeitsjubiläen 40 Jahre Brigitte Arndt Sparkasse Langen-Seligenstadt Jörg Schieferstein Offenbacher Verkehrs-Betriebe GmbH Silke Schmidt-Reisack Bosch Automotive Service Solutions GmbH 30 Jahre Kewku Okine Dental-Union GmbH Oliver Quell PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG 25 Jahre Tatjana Endres NiO – Nahverkehr in Offenbach GmbH Katja Henry MKU-Chemie GmbH Katharina Lampl M. Schneider Offenbach GmbH & Co. KG Nicole Soravia PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG 20 Jahre Ilias Doll PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG Saskia Horváth PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG Carmen Rappelt ASSION KG 15 Jahre Pietro Fasulo Chanty Spitzenfabrik GmbH & Co. KG Florian Schmidt PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG Manfred Weickinger GEFINAL Blech- und Stahlbau GmbH 10 Jahre Felix Buch abass GmbH Ayberk Caglar Chanty Spitzenfabrik GmbH & Co. KG Kerstin Doute Dental-Union GmbH Michael Günther Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Mathias Hartlieb Köba-Sewifa GmbH Marc Hofmann Dental-Union GmbH Volkan Karaca Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Florian Kasper Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Paul Reddy Dental-Union GmbH Maximilian Lance Richter Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Michaela Seitz Kongamek GmbH Olga Trage Dental-Union GmbH Schöne Anerkennung für Jubilare Ihre langjährigen Mitarbeiterinnen oder Mit- arbeiter verdienen zu ihren Arbeitsjubiläen besondere Auszeichnungen. Deshalb stellt Ihnen die IHK Offenbach am Main personali- sierte Urkunden zur Verfügung, auf Wunsch kombiniert mit einer Veröffentlichung hier im IHK-Magazin „Offenbacher Wirtschaft“. Wenn Sie auf diese Weise zeigen möchten, wie sehr Sie die Zusammenarbeit mit den Jubilaren schätzen, teilen Sie uns bitte fol- gende Informationen mit: ❙ Name des Jubilars oder der Jubilarin ❙ Jubiläumsdatum ❙ genaue Firmierung des Unternehmens (entsprechend Eintragung in Handelsregis- ter bzw. Gewerbeanmeldung). Die Kosten für eine gerahmte Urkunde betra- gen 40,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. www.ihkof.de/jubilare Kontakt IHK-Kundenservice 069 8207-0 | Fax -149 service@offenbach.ihk.de IHR PARTNER IN SACHEN ETIKETTEN Für jeden Etikettenbedarf die passende Lösung. Individuell in Form, Farbe, Material und Haftung. Herderstraße 8 63073 Offenbach am Main Tel 069 89993-0 Fax 069 89993-45 info@of-etiketten.de www.of-etiketten.de OFFENBACHER ETIKETTENFABRIK Joachim Siebert 11Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NACHRICHTEN MMenschen und Wirtschaft ❙ Erneut Handelsrichter OFFENBACH. Der Präsident des Land- gerichts Darmstadt hat auf Vorschlag der IHK Offenbach am Main die Amtszeit des ehrenamtlichen Handelsrichters Peter Horn, Systemhaus Horn, Rödermark, mit Wirkung zum 1. Dezember 2025 erneut und um weitere fünf Jahre verlängert. www.offenbach.ihk.de/recht-und-steuern Fo to : I H K ❙ Wechsel im Aufsichtsrat LANGEN. Die Baugenossenschaft Langen eG berichtet von Veränderungen in ihrem Aufsichts- rat: Kirsten Schoder-Steinmüller ist aufgrund anderer zeitlicher Verpflichtungen aus dem Gremium ausgeschieden. „Im Namen des gesamten Aufsichtsrats und des Vorstands danke ich Frau Schoder-Steinmüller herzlich für ihre große fachliche Kompetenz, ihre Verlässlichkeit und ihr unermüdliches Engagement. Ihr Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung der Baugenos- senschaft war über viele Jahre hinweg von unschätzbarem Wert“, sagte der Vorstandsvor- sitzende Wolf-Bodo Friers. Damit verkleinert sich der Aufsichtsrat der Baugenossenschaft Langen eG von neun auf acht Mitglieder. Der bisherige Vorsitzende des Aufsichtsrats, Prof. Dr. Christoph E. Motzko, übergab den Vorsitz an Jens Prößer. Der 45-Jährige ist seit 2012 Vorstandsmitglied der VR Bank Dreieich-Offenbach eG und gehört seit 2016 dem Aufsichtsrat der Baugenossenschaft Langen eG an. Motzko bleibt stellvertretender Vorsitzender. Mit dieser neuen Konstellation sieht sich der Aufsichtsrat weiterhin breit auf- gestellt und handlungsfähig. www.wohnraumkoenner.de Fo to : H yu nd ai M ot or D eu ts ch la nd ❙ Neuer Marketingchef OFFENBACH. Jens Eberth hat die Position des Director Marketing bei Hyundai Motor Deutschland übernommen. Er tritt die Nach- folge von Christina Herzog an, die kürzlich zur Genesis-Brand-Direktorin in Deutschland ernannt wurde. In seiner neuen Funktion verantwortet Eberth die Bereiche „Marketing- kommunikation & Handelsmarketing“, „Brand Experience“, „Produktmanagement“ sowie „Customer Experience“. Eberth wird an Ulrich Mechau, President & CEO Hyundai Motor Deutschland, berichten. www.hyundai.com/de Ihr Unternehmen im IHK-Magazin Die Offenbacher Wirtschaft berichtet in jeder Ausgabe über Aktuelles aus den Unternehmen in der Region: Wir stellen Betriebe vor, die sich neu am Wirtschaftsstandort angesiedelt haben, berichten von wich- tigen personellen Veränderungen, großen Jubiläen und zündenden Geschäftsideen. Schicken Sie uns Ihre Pressemitteilung oder rufen Sie einfach an, damit die Leser des IHK-Magazins erfahren, was sich in Ihrem Unternehmen tut! Kontakt Birgit Arens 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Fo to : I H K 12 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NACHRICHTEN Kurz notiert ❙ Gemeindesteckbriefe online OFFENBACH. Die IHK Offenbach am Main hat die Gemeindesteckbriefe für die Region Offenbach aktualisiert und auf ihrer Internetseite veröffent- licht. Sie enthalten die wichtigsten Statistiken der jeweiligen Kommunen, zum Beispiel mit Daten zur Bevölkerung und deren Kaufkraft sowie zur wirtschaftlichen Lage der Gemeinden. www.offenbach.ihk.de/P4194 ❙ Goldhaus an neuer Adresse OBERTSHAUSEN. Das Goldhaus Obertshausen ist in den Pavillon vor der Herz-Jesu-Kirche in der Bahnhofstraße 58 gezogen. In den Geschäfts- räumen von Inhaber Holger Honig firmiert auch seine Ehefrau Verena Honig mit ihrer Marke Honey Decoration. Das Goldhaus Obertshausen ist seit rund 20 Jahren auf den Ankauf von Gold, Silber, Schmuck und anderen Wertgegenständen spe- zialisiert. Für die Analyse des Edelmetalls steht im Geschäft ein Spezialgerät zur Verfügung. https://goldhaus.net/ ❙ VDE bleibt und baut OFFENBACH. Der Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik e. V. (VDE) hält am Standort Offenbach fest. Das gilt sowohl für den Prüf- und Zertifizierungsbereich in der Merian- straße, die VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut GmbH, wie für den wissenschaftlichen Bereich mit seinen Experten und den Bereich der elektro-, digi- tal- und informationstechnischen Normung. Wie seit über 100 Jahren wird auch zukünftig das VDE- Zeichen an elektronische, digitale und IT-Produkte vergeben, die in den Laboren in Offenbach auf ihre Sicherheit und Qualität hin überprüft werden. Seine früheren Umzugspläne hat der Verband aufgege- ben, da die Stadt Angebote für Optimierungen am Standort machte. Nun können die VDE-eigenen Grundstücke an der Merianstraße besser genutzt und erweitert werden. Eine neue Laborhalle kann an der Sprendlinger Landstraße gebaut werden. www.vde.com ❙ Industrieareal wird revitalisiert OFFENBACH. Panattoni, Entwickler für Industrie-, Logistik- und Gewerbeimmobilien, hat die ehema- lige Produktionsstätte der Alfred Clouth Lackfabrik GmbH & Co. KG in Offenbach-Waldhof erworben. Auf dem rund 15.000 Quadratmeter großen Grundstück soll ab dem ersten Quartal 2026 der Panattoni Park Offenbach entstehen, ein moderner Businesspark mit zwei Gebäuden und insgesamt rund 10.600 Quadratmetern Mietfläche, wo sich zum Beispiel Unternehmen aus den Bereichen Light Industrial, Last Mile, Logistik und E-Commerce ansiedeln sollen. https://panattonieurope.com/ Fo to : D ah le r I nv es t ❙ Ein IHK-Ehrenamtlicher par excellence Am 14. Juni 2025 ist der Offenbacher Unternehmer Walther Berdux verstorben, der sich über viele Jahre hinweg in herausragender Weise ehrenamt- lich für die IHK Offenbach am Main engagiert hat. Als langjähriges Mitglied der Vollversammlung und später als IHK-Vizepräsident prägte er die Arbeit der Kammer maßgeblich mit. Besonders hervorzuhe- ben ist sein Wirken im Verkehrsausschuss, dem er nicht nur über viele Jahre angehörte, sondern auch als Vorsitzender vorstand. Darüber hinaus brachte er seine Expertise im DIHT-Verkehrsausschuss (Anm. der Redaktion: Die DIHK hieß bis 2001 Deutscher Industrie- und Handelstag – DIHT), im Finanz- und Rechtsausschuss, im Wahlausschuss sowie im Schieds gericht ein und war als ehrenamtlicher Rechnungsprüfer tätig. Für seine Verdienste wurde er mit der IHK-Verdienstmedaille in Bronze und Silber sowie mit der Goldenen Ehrennadel der IHK Offenbach am Main ausgezeichnet – ein Ausdruck der hohen Wertschätzung für sein unermüdliches Engagement. Auch bei den Wirtschaftsjunioren Offenbach hinterließ Walther Berdux bleibende Spuren. Als Gründungsmitglied war er von Anfang an mit Herzblut dabei und übernahm Verantwortung – zunächst als Vizepräsident, dann als Präsident. Später wurde er zum Senator und zum Ehrenmitglied ernannt. Wir sind Walther Berdux zu großem Dank verpflichtet und werden ihm ein ehren- des Andenken bewahren. Markus Weinbrenner Kirsten Schoder-Steinmüller Fo to : p riv at ❙ Immobilienexperten leiten Standort HAMBURG/HANAU-OFFEN- BACH. Marco Maikranz (r.) und Dennis Pollich (l.) haben die Standortleitung des Doppel- standorts Hanau/Offenbach von Dahler Invest übernommen. Das deutschlandweit agierende Unternehmen ist auf die Ver- mittlung von Anlageimmobilien an private Investoren und Family Offices spezialisiert. Mit der neuen Niederlassung verstärkt Dahler Invest seine Präsenz im Rhein- Main-Gebiet. Dennis Pollich ist seit drei Jahren als Büroleiter für Dahler in Hanau/Offen- bach tätig. Zuvor war er in Seligenstadt Gesellschafter bei von Poll Immobilien und bis 2015 Immobilienberater bei Engel und Völkers. Marco Maikranz ist als Immobilienmak- ler für Dahler in den Regionen Hanau und Offenbach tätig und betreut Wohnimmo- bilien im gehobenen Segment. Vor seiner Tätigkeit bei Dahler war er mehrere Jahre im Property-Management aktiv und hat zahlreiche Neubauprojekte erfolgreich vertrieben. www.dahlercompany.com 13Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NACHRICHTEN Schon fest im Kultursommer etabliert Klaviere im Offenbacher Zentrum waren Publikumsmagneten „Spiel mich! – Klaviere in Offenbach“ hat auch 2025 die Innenstadt wieder mit Klang, Leben und Begegnung erfüllt. Vom 17. Juni bis 15. August standen an vier zentralen Orten öffentlich zugäng- liche Klaviere bereit, auf denen Passantinnen und Passanten spielen konnten, ob Könnerin oder Anfänger, ob Kind oder Greis – ganz ohne Anmeldung, einladend und unkompliziert. Zum dritten Mal veranstaltete das Musikhaus André „Spiel mich! – Klaviere in Offenbach“ gemeinsam mit der IHK Offenbach am Main. Unterstützt vom Verein Offenbach offensiv e. V. sowie engagierten lokalen Unternehmen wie dem Modehaus M. Schneider oder dem Fahr- radladen artefakt, wurde die Aktion zu einem wichtigen Teil des Offenbacher Kultursommers. Orte der Begegnung „Wir sind begeistert, wie gut das Projekt angenommen wird. Wir hatten wunderschöne Momente. Es kamen Leute vorbei, die so schön spielten, dass man das Gefühl hatte, man sei in einem kleinen Privatkonzert. Diese Momente waren wirklich sehr besonders“, sagt Petra Klein vom Modehaus M. Schneider, vor dessen Eingang ein Klavier stand. Auch Hans-Jörg André, Inhaber des tradi- tionsreichen Musikhauses André, freut sich über die Entwicklung: „Als die Klaviere auf- gestellt waren, haben wir im Musikladen viel Resonanz erlebt. Viele Kundinnen und Kun- den kamen herein und sagten: ‚Das ist so eine tolle Aktion – und das hier in Offenbach! So etwas kennt man sonst nur aus den großen Metropolen.‘“ Kulturelles Miteinander stärken Besonders eindrucksvoll war auch in diesem Jahr die kreative Gestaltung der Klaviere durch Schülerinnen und Schüler der Mathil- den- und der Beethovenschule, die am Eröff- nungstag nicht nur farbenfrohe Kunstwerke präsentierten, sondern auch die musikalische Eröffnung übernahmen. Für die IHK Offenbach am Main ist „Spiel mich! – Klaviere in Offenbach“ ein wichtiges Instrument, um die Innenstadt zu beleben und aufzuwerten. IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner erklärt: „Spiel mich! bringt Musik mitten ins Herz unserer Stadt – offen, spontan, für alle erlebbar. Genau das ist unser Anliegen: dass die Innenstadt lebendig ist, dass Menschen sich begegnen, dass Kultur und Handel zusammenkommen. Und ich finde, diese Aktion ist ein wunderbares Bei- spiel dafür, wie das funktionieren kann.“ Das Fazit der Initiatoren ist durchweg positiv. Die Fortsetzung im nächsten Jahr ist schon in Planung. www.ihkof.de/spielmich Hans-Jörg André vom Musikhaus André ist Initiator und wichtigster Unterstützer von Spiel mich! – Klaviere in Offenbach. Die Freude daran ist ihm anzusehen. Schülerinnen und Schüler der Mathilden- und der Beethovenschule schmückten die Klaviere und gaben zum Auftakt ein Ständchen. Fo to s: IH K 14 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NACHRICHTEN 50 Jahre ratiolab GmbH Die ratiolab GmbH in Dreieich feierte ihr 50-jähriges Firmen- jubiläum. Seit der Gründung 1975 durch Klaus Müller hat sich das Unternehmen von einer Handelsvertretung für Kochsalz- lösung zu einem international erfolgreichen Hersteller von Labor- und Medizinprodukten entwickelt. Ob Reaktionsgefäß, Küvette oder Zentrifugenröhrchen – die Produkte „made by ratiolab“ sind heute weltweit im Einsatz. IHK-Hauptgeschäfts- führer Markus Weinbrenner (r.) gratulierte Geschäftsführer Thomas Weiland (l.) und überreichte ihm eine Urkunde der IHK Offenbach am Main. Besonders würdigte er die Resilienz des Unternehmens – dank lokaler Herstellung, flexiblen Lösun- gen und klarem Bekenntnis zu hoher Qualität – sowie das Engagement in der beruflichen Ausbildung. Ratiolab zeige ein- drucksvoll, wie mittelständische Unternehmen unsere Region wirtschaftlich tragen und gestalten, sagte Weinbrenner und betonte: „Als IHK Offenbach am Main sind wir stolz und froh, ein solches Unternehmen in unserer Region zu wissen.“ www.ratiolab.com Fo to : R at io la b Der Wirtschaftsstandort Dreieich – Basis für Ihren Erfolg Magistrat der Stadt Dreieich · Wirtschaftsförderung · Hauptstr. 45 · 63303 Dreieich · Tel: +49 (0) 6103 - 601-681 · E-Mail: wirtschaft@dreieich.de · www.dreieich.de Dreieich liegt zentral in der Region Frankfurt Rhein-Main: in nur 15 Minuten erreichen Sie den Flughafen und die Frankfurter Innenstadt. Mehrere Autobahnanschlüsse, Busse und Bahnen bieten ideale Verkehrsanbindungen. Die erstklassigen Bildungs- und Betreuungsangebote umfassen sämtliche Schultypen sowie das Haus des Lebenslangen Lernens mit angeschlossener Internationaler Schule. Die Immobilienpreise und Steuerhebesätze sind günstiger als in den Großstädten. Attraktive Gewerbegebiete bieten ein breites Spektrum an Flächen und Immobilien. Kontaktieren Sie uns. Wir liefern Ihnen gute Argumente und weitere Informationen. Glänzende Aussichten. w o o g @ w o o g -d es ig n .d e 15Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NACHRICHTEN F ot o: H er th +B us s Herth+Buss: ein Jahrhundert Unternehmertum Die Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG feierte im Juli ihr 100-jähriges Firmenjubiläum. Mit Innovationskraft und Unterneh- mergeist hat sich das Familienunternehmen im Laufe der Jahr- zehnte vom Hersteller für Schleifringe und Schwungmagneten zum international agierenden Spezialisten für Fahrzeugelektrik und Ersatzteile asiatischer Marken entwickelt. Das Unternehmen mit Sitz in Heusenstamm beschäftigt derzeit über 300 Mitarbeitende. Im Namen der IHK Offenbach am Main gratulierten IHK-Vizepräsident Alexander Heberer (l.) und IHK-Geschäftsführer Frank Achenbach (r.) zum runden Firmengeburtstag und überreichten den Geschäfts- führern Holger Drewing (2. v. l.) und Jens Drewing (2. v. r.) eine Urkunde. Die IHK würdigte insbesondere das große Engagement von Herth+Buss im Bereich der betrieblichen Ausbildung sowie den langjährigen ehrenamtlichen Einsatz in verschiedenen IHK-Gre- mien. Herth+Buss fürchte den Wandel nicht, sondern gestalte ihn, sagte Heberer in seiner Ansprache und hob die Rolle des Unterneh- mens als tragende Säule des Wirtschaftsstandorts hervor. https://herthundbuss.com/ Fo to : A ut oh au s G öb el Autohaus Göbel zählt zu den Besten in Deutschland Im Rahmen des Automotive Business Awards 2025 hat das Fachmagazin kfz-betrieb das Autohaus Göbel als „Top-Betrieb Kategorie Service“ ausgezeichnet. Das Unternehmen mit Stammsitz in Neu-Isenburg und Niederlas- sungen in Dreieich, Langen, Seligenstadt, Hattersheim, Kelkheim und Frankfurt beeindruckte die Jury vor allem mit seinem innovativen Kundenbindungskonzept Göbel Lifeline. Dieses hält für Fahrzeuge aller Altersklassen maßge- schneiderte Service- und Bonusangebote bereit. Als weiterer Erfolgsfaktor punktet die neu entwickelte Göbel-App, über die Kundinnen und Kunden ihre Bonusprogramme verwalten können. Sie ergänzt das Serviceangebot um eine digitale Komponente mit Fokus auf Nutzerfreundlichkeit und langfristige Kundenbindung. Mit dem Automotive Busi- ness Award lenkt kfz-betrieb jedes Jahr die Aufmerksamkeit auf zukunftsweisende Ideen für die Branche und würdigt Bestleistungen von Autohäusern und Werkstätten in den Bereichen Vertrieb, Digitalisierung und Service. www.mb-goebel.de 16 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NACHRICHTEN Veränderung am Logistikstandort Rodgau Geis hat agotrans Logistik übernommen Zum 1. Juli 2025 hat die Geis Gruppe mit Stammsitz im fränkischen Bad Neustadt sämtliche Anteile an der agotrans Logistik GmbH in Rodgau übernommen und verstärkt damit ihre Aktivitäten in FrankfurtRheinMain. Hans-Wolfgang Geis und Jochen Geis, geschäftsführende Gesell- schafter der Geis Gruppe, erklärten dazu, die Region sei schon lange strategisch hochinteressant für sie und ergänze das Road-Netzwerk von Geis optimal. Um die Präsenz in FrankfurtRheinMain auszubauen, sei agotrans das passende Unternehmen. Die agotrans Logistik GmbH ist seit 1972 als inhabergeführtes Fami- lienunternehmen im Osten Frankfurts etabliert. Seit 2014 firmiert sie in Rodgau. Rund 120 Mitarbeiter realisieren deutschland- und europa- weite Stückgutverkehre, Teil- und Komplettladungen, Kontraktlogistik sowie spezialisierte Automotive-Lösungen. Dr. Thomas Wernig, der das Unternehmen seit 2018 führt, sieht in der Übernahme einen bedeutenden Schritt: „Mit Geis haben wir einen starken Partner gefunden, der wie wir langfristig denkt und handelt. Unsere Mitarbeiter und Kunden profitieren künftig von neuen Perspek- tiven in einer international aufgestellten Unternehmensgruppe mit über 10.000 Beschäftigten in 14 Ländern.“ Wernig wird noch bis Mitte 2026 im Unternehmen bleiben und gestal- tet den Übergang gemeinsam mit der Geis-Geschäftsführung – für Stabilität und Verlässlichkeit gegenüber Mitarbeitern und Kunden. Alle Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben und die vertrauten Ansprechpart- ner weiterhin zur Verfügung stehen. www.geis-group.com www.agotrans.de Fo to s: G ei s G ru pp e 17Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NACHRICHTEN Geballtes Fachwissen für Offenbachs wirtschaftliche Entwicklung Expertenrat Wirtschaftsförderung neu zusammengesetzt 2019 hat die Stadt Offenbach das Wirtschaftsstandortkonzept beschlossen. Teil des Konzepts ist der Experten- rat Wirtschaftsförderung, der sich aus Vorstandsvorsitzenden sowie Geschäftsführerinnen und Geschäfts- führern von Unternehmen zusammensetzt. Sie stehen den hauptamtlichen Magistratsmitgliedern der Stadt Offenbach beratend zur Seite. Nach außen wirken sie als Botschafter für den Wirtschaftsstandort Offenbach. Im Herbst 2020 startete der Expertenrat Wirtschaftsförderung mit 15 Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft. Seitdem hat er inten- siv an Fachthemen mitgearbeitet, etwa an der Imagekampagne „Soul OF Hessen“ oder dem Projekt Testraumallee für die Innenstadt. Da es berufliche Wechsel einiger Mitglieder gab, wurde eine Neuaufstellung notwendig. Neu im Expertenrat Wirtschaftsförderung sind Dr. Sylvia Wojczew- ski, CEO BioSpring, Ulrich Mechau, CEO Hyundai Deutschland, Eva Wunsch-Weber, Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Volksbank Rhein/Main, sowie Dr. Theodor Weimer, Geschäftsführer Weimer & Associates und langjähriger CEO der Deutschen Börse. Der derzeitige Expertenrat vereint mit 17 Persönlichkeiten aus der Wirt- schaft große Vielfalt – inhaltlich, regional und was die Unternehmens- größe angeht. Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke schätzt die wertvolle Unter- stützung: „Die Mitglieder des Expertenrats können mit ihrer Erfahrung und Sichtweise aus der Wirtschaft wesentlich dazu beitragen, dass die Verwaltung der Stadt Offenbach sich weiterentwickelt und die Perspektive von Unternehmen besser versteht. Und genauso wie mir der Austausch mit Gewerkschaften und Betriebsräten wichtig ist und der Austausch mit den ehrenamtlich Aktiven in dieser Stadt, so wichtig ist eben auch, dass wir die Bedürfnisse von Unternehmen so unterstützen, dass sie hier in Offenbach erfolgreich sein können. Denn darum geht es am Ende: Wenn Unternehmen hier erfolgreich sind, gibt es mehr Arbeitsplätze und mehr Steuereinnahmen für alle Einwohne- rinnen und Einwohner unserer Stadt.“ www.offenbach.de Als Person berufene Mitglieder des Expertenrats Wirtschaftsförderung: ❙ Markus Bögner (Geschäftsführer, Falken Tyre Europe GmbH) ❙ Peter Gerber (CEO, Condor Flugdienst GmbH) ❙ Thomas Groß (Vorsitzender des Vorstands, Helaba Landesbank Hessen-Thüringen) ❙ Stefan Hafke (Citi Country Officer & Head Banking Germany/Aust- ria, Mitglied des Management Boards der Citigroup Global Markets Europe AG) ❙ Prof. Dr. Wolfgang Henseler (Geschäftsführer, Sensory-Minds GmbH) ❙ Christian Kanja (Vorstand, glueckkanja AG) ❙ Dr. Beate Mand (Geschäftsführerin, VDE Prüf- und Zertifizierungs- institut GmbH) ❙ Ulrich Mechau (President & CEO, Hyundai Motor Deutschland GmbH) ❙ Kirsten Schoder-Steinmüller (Geschäftsführerin, Schoder GmbH) ❙ Till Wagner (Geschäftsführer, Straight, Forward & Partners GmbH) ❙ Sonja Wärntges (Vorsitzende des Vorstands/CEO, Branicks Group AG) ❙ Dr. Theodor Weimer (Geschäftsführer, Weimer & Associates) ❙ Ulrike Wernig-Pohlenz (Geschäftsführerin, HDW Partner GmbH) ❙ Dr. Andreas Widl (Vorsitzender des Vorstandes, SAMSON Aktien gesellschaft) ❙ Dr. Joachim Wieland (CEO, Aurelis Real Estate GmbH & Co. KG) ❙ Dr. Sylvia Wojczewski (Geschäftsführerin, BioSpring Gesellschaft für Biotechnologie mbH) ❙ Eva Wunsch-Weber (Vorstandsvorsitzende, Frankfurter Volksbank Rhein/Main) 18 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NACHRICHTEN Brownfield Award 2025 Rockywood im Hafen Offenbach ausgezeichnet Das Projekt Rockywood im Hafen Offenbach hat den 2. Platz des Brownfield Awards belegt. Der Preis gilt laut der Stadt Offenbach als die „härteste Auszeichnung Deutschlands“ für die Entwicklung und Revitalisierung von Altlastenarealen und würdigt herausragende Leistungen im Bereich nachhaltiger Stadtentwicklung. Der Award ist nicht nur ein Erfolg für das Projekt Rockywood selbst, sondern auch für die über zwei Jahrzehnte hinweg geleistete Arbeit der Stadtwerke-Tochter Mainviertel Offenbach GmbH & Co. KG, die als Projektentwicklerin und Eigentümerin der Fläche gemeinsam mit der Stadt- verwaltung die Transformation des ehemaligen Industriehafens mit Weitblick, Ausdauer und klarem Fokus auf Nachhaltigkeit vorangetrieben hat. „Der Brownfield Award ist für uns mehr als eine Auszeichnung – er ist eine bundesweite Anerkennung für mehr als 20 Jahre nachhaltige Stadtentwicklung in Offenbach“, sagt Oberbür- germeister Dr. Felix Schwenke. Der hochinnovative Gebäudekomplex Rockywood belege, wie attraktiv das neue zentrumsnahe Quartier auch für Unternehmen sei. „Unser Ziel war es immer, ein zukunftsfähiges Stadtviertel zu schaffen, das nicht nur wirtschaftlich tragfähig, sondern auch ökologisch und sozial verantwortlich ist. Rockywood ist ein herausragendes Beispiel dafür“, ergänzt Božica Niermann, Geschäftsführerin der städtischen Mainviertel Offenbach GmbH & Co. KG und Leiterin des Amts für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften. https://rockywood.info Der Rockywood-Komplex im Hafen Offenbach ist ein architektonisch markantes Büroensemble in Holzmodulbauweise. Er erreichte beim Architekturwettbewerb Brownfield Award 2025 den 2. Platz in der Kategorie Nachhaltigkeit. Fo to : A re ns / I H K 19Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NACHRICHTEN Neubau entsteht im Hafen Pan Dacom zieht nach Offenbach Die Pan Dacom Gruppe, Ausrüster für Enterprise-, Carrier- und Datacenter-Netze, verlegt ihre Firmenzentrale von Dreieich in den Hafen Offenbach. V. l.: Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke, Dirk Bachmann, CEO Pan Dacom Gruppe, Božica Niermann, Geschäftsführerin im Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke Offenbach und Leiterin der Wirtschaftsförderung in Offenbach. Dirk Bachmann, CEO der Pan Dacom Gruppe, kommentiert den Umzug: „Wir bauen den Pan Dacom Campus im Hafen Offenbach für unsere 300 Mitarbeitenden, weil wir weiter wachsen und unseren Fokus als attraktiver Arbeitgeber schärfen werden. Nicht zuletzt unsere hohen Ansprüche an nach- haltiges Wirtschaften und an die Reduzierung von CO2-Emissionen können wir mit dem eigenen Gebäude entsprechend realisieren.“ Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke ist begeistert von der Neuansiedlung: „Pan Dacom holt Arbeits- plätze nach Offenbach, agiert in einer absoluten Zukunftstechnologie, nämlich der IT-Sicherheit. Genau das hat der Stadt so lange gefehlt: wachsende Unternehmen in Zukunftsbranchen. So hat sich bereits BioSpring aus der Branche der Biotechnologie in Offenbach angesiedelt. Pan Dacom schließt zudem durch den Ort, für den sie sich entschieden haben, die Lücke zwischen der erfolgreichen Büro- entwicklung im Hafen und im Kaiserlei, wo sich bereits in unmittelbarer Nachbarschaft international agierende Unternehmen wie die Hyundai Gruppe mit Europa- und Deutschlandzentrale, Fuji Electric Europa, Honeywell, Danfoss, Stark Deutschland und viele weitere angesiedelt haben. Und Pan Dacom beweist durch die Wahl der neuen Firmenzentrale, dass Offenbach als vollwertiger Wirtschaftsstand- ort angenommen ist.“ www.pandacom.de Fo to : S ta dt w er ke O ffe nb ac h 20 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NACHRICHTEN Bintz-Verlag geht beim Klimaschutz voran Als Maßnahme gegen den Klimawandel und als Schutz vor Überschwemmungen fordert die Niederschlagswassersatzung der Stadt Offenbach seit 2022 bei Neubau- projekten, dass Regenwasser auf dem eigenen Grundstück genutzt oder versickert wird, anstatt es in die Kanalisation zu leiten. Das Pressehaus Bintz-Verlag hat die Vorgaben bei der Erstellung eines Anbaus auf seinem Gelände umgesetzt. Philipp Kessler, Chefredakteur der im Pressehaus Bintz-Verlag erscheinenden Offenbach Post, informierte Offenbachs Bürgermeisterin Sabine Groß vor Ort über die Maß- nahmen: Dazu gehören Gründächer, eine Zisterne und ein Regenrückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von 220.000 Litern. Groß lobte die Vorgehensweise des Verlagshauses und erklärte: „In den letzten Jahren haben wir immer häufiger Extremwetter erlebt: Es regnet kaum, dann wieder so viel, dass Überschwem- mungen drohen. Gleichzeitig steigen die Temperaturen, was für Kinder und ältere Menschen eine große Belastung ist. Deshalb ist es so wichtig, Offenbach zur ‚Schwammstadt‘ zu machen – Wasser soll wie ein Schwamm aufgenommen werden. Das reduziert das Risiko von Hochwasser und Überschwemmungen bei Starkregen und sorgt bei Hitze für eine kühlende Verdunstung.“ www.op-online.de www.offenbach.de Gemeinsam stark für neuen Wohnraum! Wir suchen baureife Grundstücke. Mit Quartiersentwicklung und Neubau schaffen wir neuen Wohnraum im Großformat. Dafür suchen wir baureife Grundstücke in Deutschland und Österreich. Verfügen Sie über ein passendes Grundstück? Dann sollten wir miteinander sprechen! Mailen Sie uns Ihr Exposé an angebote-bmb@buwog.com Das aktuelle Ankaufsprofil der BUWOG und alle Infos auf buwog.de/Ankaufsprofil Wir kaufen Ihre Grundstücke NACHRICHTEN WAS UNTERNEHMEN STARK FÜR DIE ZUKUNFT MACHT Zwischen KI, Kultur und Können – Ansichten zur „Schönen neuen Arbeitswelt“ Seit 40 Jahren begleitet Wiltrud Lentes-Schied mit ihrer Agentur I.T.C. Unternehmen durch Transformationen. Heute stehen Themen wie Fachkräftemangel, KI und Wertewandel auf der Agenda. Im Interview erklärt sie, was Unternehmen jetzt brauchen: Orientierung, Haltung und die Fähigkeit, in Bewegung zu bleiben, wenn alles um sie herum schwankt. 22 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 TITELTHEMA Fo to : L eo R oh m an n Ihre Agentur I.T.C ist auf People Development und Project Sourcing fokussiert. Bitte erklären Sie unseren Leserinnen und Lesern kurz, was genau darunter zu verstehen ist. Wir helfen Unternehmen, fit für die Zukunft zu bleiben – mit starken Teams und kluger IT-Expertise. Im Bereich People Development geht es um Führung, Coaching, Talentbindung und die Frage: Wie entwickeln wir Mitarbeitende und Führungskräfte, damit Organisationen leistungsfähig bleiben? Gerade Themen wie KI-Weiterbildung oder gesunde Leistungskultur gewinnen rasant an Bedeutung. Beim Project Sourcing liefern wir Fachwissen genau dann, wenn es gebraucht wird. Unsere Expertinnen und Experten steigen projektbezogen ein, schließen Know- how-Lücken und bringen Tempo in komplexe Umsetzungen – etwa bei regulatori- schen Anforderungen oder Digitalisierungsvorhaben. Wer sind Ihre Kundinnen und Kunden? In welchen Branchen sind sie tätig? Wo sind sie angesiedelt? Unsere Kundinnen und Kunden kommen überwiegend aus Konzernen und dem gehobenen Mittelstand. Besonders stark vertreten sind Branchen wie Informations- technologie und Telekommunikation, Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Industrie, Handel und Pharma. Wir arbeiten aus Dreieich bundesweit, oft auch international – haben aber ebenso Kunden aus dem regionalen Mittelstand, etwa im Rhein-Main-Gebiet. Entscheidend ist nicht die Unternehmensgröße, sondern die Bereitschaft zur Weiterentwicklung. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Ihren Auftraggebern? Oft braucht es den Blick von außen, um das Potenzial im Inneren zu erkennen. Genau da setzen wir an – mit frischem Wind, ohne die Identität unserer Kundinnen und Kunden zu über- lagern. Ob Konzern oder Mittelstand: Wir arbeiten ko-kreativ. Wir bringen Impulse ein, kombinieren sie mit dem im Unternehmen vorhandenen Fachwis- sen und reflektieren und justieren unser Vorgehen kontinuierlich. Das Titelthema dieser Ausgabe der Offenbacher Wirtschaft lautet „Schöne neue Arbeitswelt“. Aber kann man überhaupt von einer einzigen Arbeitswelt sprechen? Was wir heute „Arbeitswelt“ nennen, ist ein vielschichtiger, oft widersprüchlicher Raum. Megatrends wie Technologie, Demographie, Klimawandel oder gesellschaft- licher Wandel betreffen alle – aber nie auf gleiche Weise. Während einige Unterneh- men Stellen abbauen, suchen andere händeringend Personal und müssen neue Wege gehen. Homeoffice, KI, Haltung und Werte – all das spielt eine Rolle, aber nicht überall mit der gleichen Dringlichkeit. Deshalb ist es entscheidend, Kontext zu schaffen. Wer heute Arbeitswelten gestalten will, muss Widersprüche aushal- ten – und dennoch handlungsfähig bleiben. Arbeitsweisen und -methoden werden heute kontinuierlich hinterfragt und verändert. Die Digitalisierung und die Automatisierung schreiten rasant voran. Das kostet einerseits manche Stellen und erfordert andererseits viel Flexibilität und immer neue Qualifikationen. Was bedeutet das für Ihr Team und für Ihre Dienstleistungen? Wir sind nicht nur mittendrin, wir gehen oft voraus. Als viele noch über Agilität gesprochen haben, haben wir schon damit gearbeitet. Design Thinking, Digital Oft braucht es den Blick von außen, um das Potenzial im Inneren zu erkennen 23Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 TITELTHEMA Leadership, KI-Tools: Wir steigen früh ein, experimentieren, lernen und übersetzen das in nutzbare Konzepte. Zum Beispiel nutzen wir seit Jahren KI-Tools in unseren Vertriebstrainings. Unser Team hat lebenslanges Lernen in der DNA. Denn nur so können wir am Markt bestehen. Wir schaffen die Strukturen, in denen Neues entstehen kann – mit Lernzeit, Austausch, Prototyping. Genau das fließt in unsere Dienstleistung ein: Wir bringen Impulse frühzeitig ein und helfen dabei, neue Wege zu gehen. Und was bedeutet das für die Unternehmen, mit denen Sie zusammenarbeiten? Für viele Unternehmen heißt das, sich ehrlich fragen, was heute zu tun ist, damit morgen nicht der Anschluss verloren geht. Ob beim Fachkräftemangel, in der Wei- terbildung oder bei der Neuausrichtung des Geschäftsmodells – Produktivität und Performance stehen im Fokus. Die Herausforderungen sind groß. Mitarbeiterquali- fizierung spielt dabei eine entscheidende Rolle: Wie kann ich als Unternehmer oder Unternehmerin Prozesse mit KI strategisch neu denken, um damit beste Jahreser- gebnisse zu erzielen? Es gibt Unternehmen, die genau das geschafft haben. Unsere Rolle ist es, Orientierung zu geben, bevor der Druck zu groß wird. Welche Entwicklungen im Personalbereich sollten Mittelständler besonders im Auge behalten? Führung ist Schlüsselkompetenz. Wer Talente binden will, braucht mehr als Bene- fits. Es geht um Haltung, Vorbildfunktion und echten Dialog. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Performance. Teams müssen befähigt werden, wirksam und gesund zu arbeiten – mit klaren Strukturen, passenden Tools und gezielter Quali- fizierung. Das gelingt nur mit einem Team, das fachlich gut aufgestellt und mental gestärkt ist, denn Gesundheit beginnt im Kopf. Welche Pläne haben Sie für Ihr eigenes Unternehmen? Strategisch bleiben wir klar bei unseren zwei Schwerpunkten: menschliche Ent- wicklung und digitale Realisation. Wir setzen um, was wir unseren Kundinnen und Kunden empfehlen. Aktuell bauen wir unsere KI-Kompetenz gezielt aus – nicht nur in unseren Angeboten, sondern als Teil unserer eigenen Arbeitsweise. Unsere Mit- arbeitenden gestalten ihr digitales Arbeitsumfeld aktiv mit. Wir stehen für beides: für Haltung und Können. Für Leistung und Fürsorge. Für Personalentwicklung und Projekterfolg. Die Fragen stellte Birgit Arens, IHK Offenbach am Main https://itc.de Wiltrud Lentes-Schied und ihr Team unterstützen Unternehmen dabei, sich zukunftsfähig aufzustellen. Fo to : I .T. C. 24 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 TITELTHEMA Was Teams heute wirklich brauchen Führen neu gedacht Die Arbeitswelt verändert sich rasant – und mit ihr die Erwartungen an Führung. Klassische Ansätze wie „Befehl und Kontrolle“ sind längst überholt. Heute suchen Teams keine Vorgesetzten mehr, sondern Persönlich- keiten, die Orientierung geben, Vertrauen schenken und Räume für Entwicklung schaffen. Führung wird menschlicher, individueller und sinnorientierter. Was bedeutet das konkret? ❙ Sinn schlägt Zielvorgabe: Mitarbeitende wollen wissen, wofür sie arbeiten – nicht nur was. Der „Purpose“ eines Unternehmens ist heute oft entscheidender als das Gehalt. Führungskräfte der Zukunft inspirieren durch Sinn, nicht durch Anweisung. ❙ Vertrauen statt Kontrolle: In Zeiten hybrider Arbeit wird es immer wichtiger, eigenverantwortliches Arbeiten zu ermöglichen. Ver- trauen ist kein Bonus, sondern die neue Währung wirksamer Führung. ❙ Emotionale Intelligenz wird erfolgskritisch: Wer Teams führen will, muss Menschen verstehen. Zuhören, Feedback geben, Konflikte konstruktiv lösen – das sind keine Soft Skills mehr, sondern Leader- ship-Kompetenzen erster Ordnung. ❙ Selbstführung geht vor Teamführung: Nur wer sich selbst gut kennt und reguliert, kann andere durch Wandel und Unsicherheit begleiten. ❙ Diese neuen Anforderungen verlangen kein „Mehr“ an Führung, sondern ein „Anders“. Es geht nicht darum, lauter, schneller oder strenger zu werden, sondern bewusster, authentischer, klarer. Wahre Führung beginnt nicht mit Titeln, sondern innen – wenn Vision, Intuition und Verantwortung sich verbinden. für Arbeits- und Umweltschutz www.stb-hsc.com für Arbeits- und Umweltschutz www.stb-hsc.com Rheinstraße 35 · 63225 Langen Telefon +49 6103 301 240 0 mail@stb-hsc.com · www.stb-hsc.com für Arbeits- und Umweltschutz www.stb-hsc.com Stefanie Brings ist auf ganzheitliche Leadership und visionäres Management spezialisiert und sagt: „Ich begleite Führungspersönlichkeiten dabei, innere Klarheit mit unterneh- merischer Wirksamkeit zu verbinden – für eine neue Ära des Führens mit Sinn, Herz und Verstand.“ Ihr kürzlich erschienenes Buch „Die Führungskraft der Zukunft“ ist bei Amazon erhältlich. Autorin Stefanie Brings Institut für visionäres Management 0173 – 6705491 hello@stefanie-brings.de www.stefanie-brings.de F ot o: p riv at 25Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 TITELTHEMA Personaldienstleister sind Arbeitgeber, Supporter und Problemlöser Recruiting kann Unternehmen überfordern Seit gut 40 Jahren konzentriert sich die Alfred Achilles GmbH in Offenbach auf die Arbeitnehmerüberlassung und die Vermittlung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im gewerblichen und kaufmännischen Bereich. Alexander Eckhardt ist vor 22 Jahren ins Unternehmen eingestiegen und hat inzwischen die Geschäftsleitung von seinem Schwager Alfred Achilles übernommen. Den regionalen Markt für Arbeitskräfte kennt er bestens. Alexander Eckhardt und sein Team von der Alfred Achilles GmbH in Offenbach sind Partner für Unternehmen, die Arbeits- und Fachkräfte suchen. Fo to : A re ns / I H K Wenn die Arbeitslosenquoten für Hessen veröffentlicht wer- den, rangiert die Stadt Offenbach regelmäßig auf einem sehr schlechten Platz, der Kreis ungefähr im Mittelfeld. Gleichzeitig klagen viele Unternehmen in der Region über einen Arbeits- und Fachkräftemangel. Alexander Eckhardt kann den schein- baren Widerspruch erklären: „Es gibt eine starke Differenz zwischen den Fähigkeiten und Qualifizierungen der Kandida- ten und den Anforderungen für die vakanten Arbeitsplätze. Das liegt leider auch an Defiziten in der schulischen und beruflichen Ausbildung. Im gering qualifizierten Bereich gibt es oft sprachliche Barrieren. Früher waren zwei Arbeitskräfte fürs Lager schnell disponiert. Heute müssen sie lesen können und vielleicht eine bestimmte Software kennen. Kurz gesagt: Eine hohe Arbeitslosenquote spiegelt nicht unbedingt einen Mangel an qualifizierten Fachkräften wider. Vielmehr zeigt sie die Vielfalt der Arbeitsmarktsituation und die Diskrepanz zwischen dem verfügbaren Personal und den spezifischen Anforderungen der Unternehmen in der Region.“ Deutschkenntnisse sind für Eckhardt ebenso Grundvoraus- setzung wie Ausschlusskriterium: „Im Zuge der Globalisierung sind die Unternehmen heute zwar internationaler aufgestellt. Trotzdem sehe ich gute Sprachkenntnisse als Basis für die Zusammenarbeit. Und neben allen fachlichen Anforderungen 26 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 TITELTHEMA müssen potenzielle Mitarbeitende bereit sein, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Es muss uns besser gelingen, die Menschen abzuholen, die richtigen Anreize zu schaffen und Weiterbildungen sicherzustellen.“ Arbeitgeber unter Druck Eckhardt kennt einige Faktoren, die Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern in diesen Tagen die Personalplanung erschwe- ren. „Zwei Jahre Null- beziehungsweise Minuswachstum hatten gewaltige Auswirkungen. Nun ist eine leichte Erholung spürbar und die Politik hat einige richtige Impulse gesetzt. Aber die Verunsicherung ist immer noch groß“, stellt er fest. Außerdem seien die rasante Digitalisierung und Automatisie- rung für die Unternehmen herausfordernd. „Hinzu kommt die Flexibilisierung der Arbeitssysteme. Themen wie Homeoffice, flexible Arbeitszeiten und Work-Life-Balance haben Einzug gehalten und sind nicht mehr wegzudenken“, beschreibt er, was Bewerberinnen und Bewerber heute fast standardmäßig erwarten, aber nicht jedes Unternehmen ohne Weiteres bie- ten kann. Zudem sei es für die Betriebe schwer abzusehen, welche Auswirkungen der demographische Wandel für sie haben wird. Richtig um Talente werben Veränderungen am Arbeitsmarkt hat der erfahrene Persona- ler früh im Blick: „Ob sich eine wirtschaftliche Krise andeutet, erkennt man zuerst daran, dass die Logistikbranche weniger einstellt. Dann folgen fast immer die Chemie- und Automobil- industrie. Sobald sich die Lage stabilisiert, finden nach unse- ren Erfahrungen wieder in der zuvor genannten Reihenfolge Einstellungen statt. Seit der Coronapandemie ist die The- matik allerdings komplexer geworden. Deshalb dient dieses Ranking nur noch der groben Einschätzung. Derzeit sehen wir in der Region im Facharbeiterbereich die höchste Nachfrage. Unternehmen suchen Personal für die Produktion, Maschi- nen- und Anlagenführer, Lager- und Logistikmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Ein echtes Nachwuchsproblem hat das Handwerk“, sagt er. Wer heute im Wettkampf um Talente punkten will, müsse Zeit, Geld und Kraft investieren. „Das soll keine Werbever- anstaltung für Personaldienstleister sein, aber die Zusam- menarbeit mit einem Recruiting-Spezialisten kann hier zielführend sein“, ist er überzeugt. Wo früher eine Anzeige in einem Wochenblatt oder einer Tageszeitung genügte, sei heute die richtige Präsenz auf Social-Media-Kanälen, auf Stellenportalen oder Jobmessen gefragt. „Firmen gehen am besten mehrere Wege gleichzeitig, abhängig von ihrer Größe, der Ausrichtung und dem Bedarf“, empfiehlt er. „Wir rekrutieren tagtäglich Fach- und Arbeitskräfte und vermitteln sie an Unternehmen. Wir kennen die Region, die Menschen, den Markt und auch viele Anforderungen und Wünsche von Unternehmen. In unserem fünfköpfigen Team vereinen wir kurze Wege und umfassendes Know-how. Auf Anfragen reagieren wir schnell und setzen sie gesetzeskonform um. Wir leben die Personaldienstleistungen und vergessen unsere externen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht. Wir sind Arbeitgeber, Ansprechpartner, Supporter und Problemlöser zugleich“, verspricht Eckhardt. So „matchen“ Arbeitskraft und Betrieb Fragt ein Kunde bei der Alfred Achilles GmbH nach Kandida- ten für eine vakante Stelle an, schlägt das Team Arbeits- oder Fachkräfte vor, die den Anforderungen entsprechen. Es kann dazu aus 80 bis 100 sogenannten externen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auswählen. Ist ein geeigneter Kandidat gefunden, kann er direkt an das Unternehmen vermittelt und dort angestellt werden. Die Alternative ist eine Arbeitnehmer- überlassung. „Wir sprechen bewusst nicht von Zeitarbeit oder gar Leiharbeit, um negative Assoziationen zu vermei- den. Früher gab es Versäumnisse bei Personaldienstleistern. Diese Zeiten sind längst vorbei. Heute ist das eine ‚gläserne Branche‘, die stark reguliert ist. Wir haben Tarifverträge und werden regelmäßig durch die Arbeitsagentur geprüft“, räumt Eckhardt mit alten Klischees auf. „Oft nutzen Firmen die Phase der Arbeitsüberlassung, um zu testen, ob eine Arbeits- oder Fachkraft alle benötigten Fähigkeiten besitzt und ins Team passt. Der Anteil von Mitarbeitenden, die nach einer gewissen Einsatzzeit übernommen werden, ist schon hoch und steigt weiter. Viele Arbeitgeber können die beschriebe- nen Recruiting-Aufgaben nicht selbst leisten. Diese Lücke schließen wir“, erklärt er. Alexander Eckhardt hat nicht nur die Unternehmen seiner Kunden, sondern auch sein eigenes im Fokus. „Gerade hat wieder ein Personaldienstleistungskaufmann seine Ausbil- dung bei uns begonnen. Die Digitalisierung und den Einsatz von KI treiben wir voran. Was Nachhaltigkeit angeht, zählen wir zu den Pionieren unter den Personaldienstleistern. Hier vollziehen wir gerade den nächsten Schritt: Neben der ISO- und weiteren Zertifizierungen werden wir ein aktualisiertes Nachhaltigkeitskonzept nach VSME-Standard ausrollen, das weit mehr als den Umweltschutz berücksichtigt“, berichtet Alexander Eckhardt von seinen Plänen. Ein Hauptanliegen bleibe für ihn die regionale Zusammenarbeit. „Wir werden unsere Partnerschaften mit lokalen Organisationen, Unter- nehmen und Initiativen ausbauen, um gemeinsam nachhal- tige Impulse zu setzen“, verspricht er. www.achilles-zeitarbeit.de Autorin Birgit Arens 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de 27Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 TITELTHEMA Mit den Werkstätten Hainbachtal zusammenarbeiten Vielfalt tut Unternehmen gut Viele Menschen, die eine geistige, körperliche oder seelische Beeinträchtigung haben, gestalten unsere Wirtschaft mit. Die Werkstätten Hainbachtal in Offenbach sind eines der Unternehmen, die ihnen den Weg ins Arbeitsleben ebnen. Konzentriert und sorgfältig gehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Werkstätten Hainbachtal unterschiedlichen Arbeiten nach. Ein durchdachtes Prüfkonzept trägt außerdem zu hoher Qualität bei. Fo to s: W er ks tä tte n H ai nb ac ht al Die Werkstätten Hainbachtal in Offenbach zählen zu den fast 700 anerkannten Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) in Deutsch- land. Die Beschäftigten, die im Hainbachtal angestellt sind, werden ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechend qualifiziert. Anschließend arbeiten die meisten von ihnen in den werkstatteigenen Bereichen: Sie überneh- men Verwaltungstätigkeiten im Büroservice, fertigen in der Holzwerkstatt unter der Leitung eines Schreinermeisters unter anderem Palet- ten oder Kisten und erledigen Verpackungs- arbeiten in der Konfektionierung. Im Letter shop drucken die Mitarbeitenden Briefe oder Mailings, übernehmen Konfektionierung und Versand. Produkte, die nicht maschinell zusam- mengebaut werden können, sind die Spezialität des Montageteams. Die Mitarbeitenden in der Wäscherei reinigen und pflegen die Wäsche von Hotels, Pflegeeinrichtungen und Restaurants. Zum Gastronomie- und Hauswirtschaftsbereich gehören das Café Hainbachtal und das Frieda – einfach lecker im Offenbacher Büsingpark. Die Liste mit wohlbekannten Unternehmen aus Stadt und Kreis Offenbach sowie aus Frankfurt, die Dienstleistungen der Werkstätten Hainbach- tal in Anspruch nehmen, ist lang. „Das Spektrum an Dienstleistungen, das wir anbieten, ist breit und vielseitig“, sagt Thomas Ruff, Geschäftsführer der Werkstätten Hainbach- 28 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 TITELTHEMA tal, und erklärt: „Wir erreichen unter anderem durch viele Prüfstellen eine hohe Qualität. Die Firmen, die mit uns zusammenarbeiten, sind höchst zufrieden und wir sind ISO-zertifiziert. Das ist besonders für die Auftraggeber von Bedeutung, die ihre Lieferket- ten nachweisen.“ Kristina Ulrich, Abteilungsleiterin Produktion, ergänzt: „Außerdem ist Verlässlichkeit für uns selbstverständlich und da wir über viel Man- power verfügen, können wir flexibel auf Kundenan- fragen reagieren. In kurzer Zeit hohe Stückzahlen fertigen, ist für uns möglich. Das schätzen die Kunden.“ Einsatz in externen Betrieben Beispielhaft nennt sie die Samson AG: „Mit Samson sind wir eng verbunden. Das ist eine sehr gute Kooperation. Seit 2020 arbeitet Samson mit uns und ReJob (Anm. der Redaktion: Facheinrichtung zur beruflichen Integration von Menschen mit einer psychischen Erkrankung in Stadt und Kreis Offen- bach) zusammen. 2,7 Millionen verpackte Teile oder montierte Baugruppen wurden bisher bearbeitet.“ Der Anbieter von Ventilen, Antrieben, Reglern und Automationssystemen aus Frankfurt, der gerade sei- nen neuen Firmensitz in Offenbach baut, erteilt zum einen Aufträge, die in den Werkstätten Hainbach- tal erledigt werden. Zum anderen ist er eines der Unternehmen, die sogenannte betriebsintegrierte Beschäftigungsplätze (BiB) anbieten: Zehn Prozent der Mitarbeitenden aus dem Hainbachtal arbeiten außerhalb in Kitas, Pflegeheimen, Bauhöfen oder produzierenden Betrieben. Sie sind in den Werkstät- ten Hainbachtal angestellt, erledigen aber vor Ort in den Unternehmen und Einrichtungen ihre Aufga- ben. Fachkräfte für betriebliche Integration unter- stützen sie bei diesem Schritt. Bei mehrwöchigen Praktika oder während befristeter Beschäftigungen können beide Seiten die Zusammenarbeit testen. Kristina Ulrich berichtet: „Bei einem Industrie- kunden markieren BiB-Mitarbeitende sorgfältig elektronische Bauteile. Das entlastet die Fachkräfte von dieser Arbeit, so dass sie sich auf andere Tätig- keiten fokussieren können. Die BiB-Arbeitskräfte sind sehr motiviert und identifizieren sich stark mit den externen Unternehmen.“ In einigen Fällen gelingt der Wechsel in ein reguläres Arbeitsverhältnis bei einem solchen Arbeitgeber. „Das ist schwierig, aber möglich“, versichert Ruff und wünscht sich dabei noch mehr Unterstützung durch den Gesetzgeber. Inklusion funktioniert und lohnt sich Menschen mit Behinderungen die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen, ist nicht nur eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, die das Unter- nehmensimage stärkt. Arbeitgeber gewinnen mit ihnen zuverlässiges Personal, das Teams bereichert. Etliche Hilfs- und Fördermöglichkeiten erleichtern die Entscheidung, mit Einrichtungen wie den Werk- VIDEO – Safety – Guard – Tower Baustellenüberwachung Sichern Sie Ihr Eigentum Unkomplizierte Sofortmontage einer mobilen Einbruchmeldeanlage jederzeit möglich. Dem Ernstfall einen Schritt voraus • Schnelle und professionelle Sicherung Ihres Objektes innerhalb von 48 Stunden • Kostengünstig mieten Wir beraten Sie gerne individuell in allen Fragen rund um Ihre Sicherheit. Besuchen Sie unser Sicherheitscenter. Heinrich-Krumm-Straße 9 63073 Offenbach www.bws-offenbach.de Telefon: 069/888 145 29Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 TITELTHEMA stätten Hainbachtal zu kooperieren. Der Integrationsfachdienst der Bundesagentur für Arbeit hilft unter anderem, geeignete Arbeitsplätze zu identifizieren und die Fähigkeiten von Arbeitskräften richtig ein- zuschätzen. Der Hainbachtal-Geschäftsführer berichtet von weiteren Unterstützungen: „Es gibt Eingliederungs- und Beschäftigungszu- schüsse, zum Beispiel einen Lohnkostenzuschuss über das ,Budget für Arbeit .̒ Die Anschaffung besonderer Hilfsmittel fördert das Integra- tionsamt Hessen. Das kann ein Spezialtelefon für eine hörbehinderte Mitarbeiterin oder einen hörbehinderten Mitarbeiter sein. Außerdem müssen Unternehmen, die uns Außenarbeitsplätze anbieten oder an uns Aufträge vergeben, eine verringerte Ausgleichsabgabe bezahlen. Die fällt an, wenn sie die für sie geltende Quote an behinderten Mit- arbeitenden nicht erfüllen.“ Vorbeikommen und kennenlernen „Das ist hier keine Bastelstube und keine Beschäftigungstherapie. Wir sind ein Wirtschaftsunternehmen“, stellt Thomas Ruff klar und lädt ein: „Wer sehen will, wie gut das funktioniert, ist willkommen. Führungen durch die Werkstätten sind nach Absprache möglich.“ Auch Kristina Ulrich empfiehlt: „Kommen Sie gerne vorbei und lernen Sie uns per- sönlich kennen. Das ist auch hervorragend im Rahmen von Firmenver- anstaltungen im Café Hainbachtal oder in der Frieda – einfach lecker möglich.“ www.whg.social Neue Perspektiven eröffnen Partner beim Schicht- wechsel werden! Die Werkstätten Hainbachtal laden Partnerunter- nehmen zum Aktionstag Schichtwechsel am 25. September 2025 ein. Der Aktionstag Schichtwechsel Deutschland lädt jedes Jahr zum Perspektivwechsel ein: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Unter- nehmen kommen für einen Tag in ein inklusives Team. Sie sehen und erleben, wie vielfältig die Aufgaben sind, die Menschen in Werkstätten für Behinderte leisten und welch unterschiedliche Produkte dabei entstehen. Im Gegenzug stellt das Unternehmen einen oder mehrere Plätze zur Verfügung, damit Mitarbeiterinnen oder Mit- arbeiter aus einer Werkstätte in Berufsfelder des allgemeinen Arbeitsmarktes schnuppern und einen Betrieb kennenlernen können. Die Werkstätten Hainbachtal freuen sich auf Unternehmen aus Stadt und Kreis Offenbach, die Interesse am Schichtwechsel haben. Autorin Birgit Arens 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Kontakt René Schön Abteilungsleiter Produktion Rödermark 069 85002-608 rene.schoen@werkstaetten-hainbachtal.de www.schichtwechsel-deutschland.de Mit einer Anzeige in der Offenbacher Wirtschaft erreichen Sie 20.000 Entscheiderinnen und Entscheider in Stadt und Kreis Offenbach. Nachrichten IHK-Geschäftsbericht 2024 jetzt online | Bildung Neue Talente fürs Unternehmen entdecken Ratgeber Was Geschäftsführungen über KI wissen müssen Bürokratie bremst 05 – 06 | 2025 Ratgeber Jetzt Finanzhilfen aus dem HessenFonds beantragen! | Netzwerke Sachverständige: Experten für mehr als 250 Fachgebiete | Veranstaltungen KAI KÔ Deutsch-Japanischer Wirtschaftsempfang Hainburg 07– 08 | 2025 Wir beraten Sie gerne: Anja Bäumel Telefon 0 69 /42 09 03-75 verlag@zarbock.de 30 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 TITELTHEMA Den Fachkräftenachwuchs zu sichern ist für viele Unter- nehmen ein zentrales Anliegen. Die IHKs unterstützen dies mit zahlreichen Initiativen, unter anderem mit dem neuen Internetauftritt derausbildungsatlas.de. Auf der Plattform finden Jugendliche nicht nur Ausbildungsbetriebe in ihrer Nähe, sondern sie können sich auch über eine Vielzahl an Ausbildungen informieren. Diese sind unter dem Menü- punkt „Berufe entdecken“ übersichtlich nach Gruppen aufgelistet. Wer noch unsicher ist, welcher Karriereweg zu den eige- nen Fähigkeiten und Interessen passt, kann sich Inspira- tion beim „BerufePilot“ holen: Einfach ein paar Fragen zu persönlichen Talenten und Vorlieben beantworten und schon gibt es Vorschläge für passende Ausbildungsberufe. Schließlich ist die Wahl eines Jobs, der den eigenen Fähig- keiten entspricht und Spaß macht, die beste Vorausset- zung für eine erfolgreiche Ausbildung. Um auf derausbildungsatlas.de angezeigt zu werden, brauchen IHK-Ausbildungsunternehmen nichts weiter zu tun. Dank Verknüpfungen mit zahlreichen Plattformen, darunter die Ausbildungsplatzbörse der Agentur für Arbeit und Azubi.de, erscheinen sie mit ihren Ausbildungsan- geboten automatisiert in einer Listen- und Landkartenan- sicht. Damit dies reibungslos funktioniert, sollten Unter- nehmen darauf achten, dass ihre Internetseiten aktuell und korrekt verlinkt sind. https://derausbildungsatlas.de derausbildungsatlas.de bietet Orientierung IHK-Plattform zeigt jungen Menschen den Weg in die Arbeitswelt Mit derausbildungsatlas.de stellen die Industrie- und Handelskammern eine Plattform zur Verfügung, auf der junge Menschen Ausbildungsbetriebe finden und sich über Berufe informieren können. Kontakt Alexander Krebs 069 8207-331 krebs@offenbach.ihk.de Gr af ik : I H K 31Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 TITELTHEMA Von der Arbeitskraft zum Berufskraftfahrer Teilqualifizierung hilft gegen Fachkräftemangel – Beispiel Transportlogistik Teilqualifizierungen (TQ) sind modulare Weiterbildungsangebote, die es Quereinsteigerinnen und Quereinstei- gern ermöglichen, schrittweise in einen Beruf hineinzuwachsen. Was für Unternehmen ein guter Weg gegen den Fachkräftemangel ist, eröffnet für TQ-Teilnehmerinnen und -teilnehmer eine großartige Chance auf berufliche und persönliche Entwicklung. Das Beispiel aus der Transport- und Logistikbranche zeigt, wie TQ funktioniert. Teilnehmer am Teilqualifizierungskurs der Academy Fahrschule Lendjel vor der IHK Offenbach am Main. Fo to : A ca de m y Fa hr sc hu le L en dj el Die Transport- und Logistikbranche ist das Rückgrat unserer Wirtschaft – und steht gleichzeitig unter enormem Druck. Der Fachkräftemangel, insbesondere bei Berufskraftfahrern, hat sich in den letzten Jahren dramatisch verschärft. Lieferengpässe, überlastete Fahrer und steigende Kosten sind nur einige der Folgen. Die Ursachen sind vielfältig. Dazu gehören der demographi- sche Wandel, ein negatives Berufsimage, hohe Einstiegshürden und die Konkurrenz um Arbeits- kräfte mit anderen Branchen, um nur einige zu nennen. Schneller Berufseinstieg durch Teil qualifizierung Die Teilqualifikation TQ1 für Berufskraftfahrer bereitet praxisnah auf den Einsatz als Lkw-Fah- rer im Güterverkehr vor. Sie umfasst sowohl theoretische als auch praktische Inhalte und qualifiziert die Teilnehmenden gezielt für den Einstieg in die Logistikbranche. Die Ausbildung beinhaltet: 32 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 TITELTHEMA ❙ Theorie und Fahrpraxis für LKW C/CE: Vermittlung der gesetzlichen Grundlagen und intensive Fahrübungen mit modernen Fahrzeugen. ❙ Beschleunigte Grundqualifikation: Vorbereitung auf die IHK-Prüfung gemäß dem Berufskraftfahrer-Qualifika- tionsgesetz. ❙ Spezialmodule: Schulungen zu ADR (Gefahrgut), Gabel- stapler, Ladekran und Ladungssicherung nach VDI 2700 ff. ❙ Gesundheit und Sicherheit: Rückenschulung zur Prä- vention und ergonomisches Arbeiten. ❙ Betriebspraktikum: Anwendung des Gelernten im realen Arbeitsumfeld – ein Türöffner für die spätere Übernahme. Diese Kombination aus Theorie, Praxis und Zusatzquali- fikationen macht TQ1 zu einem attraktiven Angebot für Quereinsteiger und Unternehmen gleichermaßen. Abschluss mit IHK-Zertifikat Zum Abschluss jedes Bausteins findet eine Kompetenz- feststellung durch die IHK Offenbach am Main statt, welche mit einem IHK-Zertifikat ausgezeichnet wird. In der Region Offenbach findet aktuell der erste Kurs in Kooperation mit der ACADEMY Fahrschule Lendjel aus Dietzenbach statt. Die Teilnehmenden bereiten sich dort auf ihren Einstieg in die Transportlogistik vor – ein vielver- sprechender Schritt zur Fachkräftesicherung in der Region. Erste Kurse gestartet Die Academy Fahrschule Lendjel setzt die Teilquali- fizierung seit diesem Jahr in Kooperation mit der IHK Offenbach am Main um. Geschult werden sowohl arbeits- suchende Menschen als auch langjährige Mitarbeitende aus Unternehmen. Martin Glaub ist bei Lendjel für Arbeits- marktprojekte und Qualifizierungsberatung zuständig und berichtet: „Unsere Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Unternehmen aus den Bereichen Logistik/Transport sowie Personentransport zeigen deutlich: Teilqualifizie- rung funktioniert und ist ein Erfolgsmodell! Unternehmen qualifizieren Mitarbeiter, die bisher einfache Tätigkeiten ausgeführt haben, zu qualifizierten Fahrerinnen und Fahrern. Damit binden sie einerseits Beschäftigte an das Unternehmen und gewinnen andererseits dringend benö- tigte Fahrerinnen und Fahrer.“ Teilqualifizierungen sind kein Allheilmittel, aber ein wich- tiger Baustein im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Sie eröffnen Menschen neue berufliche Perspektiven und hel- fen Unternehmen, unter anderem Lieferketten zu sichern. Weitere Angebote sind bereits in Planung, beispielsweise für angehende Busfahrer. www.offenbach.ihk.de/ausbildung https://teilqualifikation.dihk.de/de Autorin Eva Brandl 69 8207-327 brandl@offenbach.ihk.de Gehen Sie den nächsten Schritt! BERUFLICH ANKOMMEN. FACHLICH AUFSTEIGEN. PERSÖNLICH WACHSEN. Bei der IHK-Akademie Koblenz erwer- ben Sie mit der Weiterbildung zum/ zur Fachwirt/-in oder Betriebswirt/-in einen anerkannten Abschluss auf Bachelor- oder Master-Niveau. BERUFSBEGLEITEND LIVE-ONLINE-UNTERRICHT PRAXISNAH PERSÖNLICH 33Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 TITELTHEMA Aktiv im Wettbewerb um Talente Die völlig andere Jobmesse Unternehmen aus Rodgau haben 2018 das Rodgau Open Industry Festival (ROIF) ins Leben gerufen. Demnächst wird es zum dritten Mal in Zusammenarbeit mit der Stadt Rodgau realisiert. Die Firmen präsentieren sich in entspannter Atmosphäre als attraktive Arbeitgeber, sprechen Nachwuchs- und Fachkräfte an, zeigen Ausbildungschancen und gestalten gleichzeitig ein abwechs- lungsreiches, familienfreundliches Festival. Am 19. und 20. September 2025 ist es wieder so weit. Sieht aus wie ein Konzert und ist tatsächlich ein Festival für Recruiting – das ROIF kommt bei den Unternehmen und den Menschen in Rodgau gut an. Fo to : w w w .ro dg au -o pe n- in du st ry .d e Das ungewöhnliche Recruiting-Format führt weg von herkömmlichen, sachlichen Jobmessen hin zu einem regionalen Event mit Festivalcharakter inklusive Musik, Showacts und kulinarischem Angebot. Das legere Ambiente fördert ungezwungene Begegnungen zwischen Menschen, die sich bewerben wollen, und Unternehmen. Es schafft ideale Bedingungen für einen angenehmen und nachhaltigen ersten Kontakt. 21 Firmen und Institutionen sind 2025 bei der dritten Ausgabe des ROIF dabei. Auch Vereine beteiligen sich und Bürgermeister Max Breiten- bach kommt zur Eröffnung. Die beiden Bands Doctor Blond und pfund sind fürs Musikprogramm gebucht. „Als Mitinitiator der ersten Stunde begleiten wir das ROIF mit voller Überzeugung – weil es wirkt. Schon beim Auftakt 2018 lernten wir einen späteren Auszubilden- den kennen, der seine Lehre bei uns mit Auszeichnung abschloss und bis heute Teil unseres Teams ist. Bei der zweiten Ausgabe konnten wir einen talentierten Ingenieur für unsere Softwareentwicklung gewinnen. Das zeigt: Das ROIF bringt Menschen und Unternehmen auf Augen- höhe zusammen – ganz ohne Hemmschwellen, aber mit nachhaltigem Erfolg. Genau deshalb sind wir auch 2025 wieder dabei“, sagt Martina Heß von der RP-Group, einem Experten für Sicherheitsbeleuchtung. 34 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 TITELTHEMA Ideal fürs Employer Branding Beim ROIF eine Runde Tischkicker mit dem Chef von morgen spielen? Mitmachangebote, Betriebsbesichtigungen und die Aussichten auf Ausbildung und Karriere – all das stärkt das Image der teilnehmenden Firmen. Sie können sich als lokal verwurzelt, zukunftsorientiert und innovativ profilieren. Das ROIF vereint Recruiting, Stadtteilfest und Industrie-Erlebnis. Die Gewerbetreibenden setzen geschickt darauf, talentierte Köpfe aus der Region zu gewinnen, frühzeitig Beziehungen zu knüpfen und langfristig ihren Fachkräftebedarf zu sichern. Von dem ungewöhnlichen Konzept profitiert nicht nur die Wirtschaft, sondern die gesamte Region. Von ähnlichen Erfahrungen berichtet Kalle Max Zebisch, Innendienstleiter der Buderus Nieder- lassung Frankfurt – Bosch Thermotechnik GmbH in Rodgau: „Das Rodgau Industry Festival 2023 bot eine hervorragende Plattform, um mit Schü- lerinnen und Schülern in Kontakt zu treten und unser Unternehmen vorzustellen. Wir konnten viele junge Menschen für unsere Ausbildungsan- gebote begeistern. Besonders erfreulich ist, dass sich ein Schüler, der sich im Rahmen der Ver- anstaltung intensiv über uns informiert hatte, im Jahr 2024 bei uns beworben hat. Auch ehema- lige Praktikantinnen und Praktikanten erinnerten sich positiv an unseren Auftritt. Das Festival ist eine rundum gelungene Veranstaltung, die allen Beteiligten – von Jugendlichen bis hin zu Unter- nehmen – echten Mehrwert bietet.“ Mehrere Zielgruppen im Fokus Vormittags geben die teilnehmenden Unterneh- men speziell Schülerinnen und Schülern Berufs- orientierung und Informationen zu Ausbildungs- möglichkeiten. Am ersten Festivaltag können die Jugendlichen also während der Schulzeit zum ROIF kommen. Junge Erwachsene und Quereinsteiger sind besonders am Nachmittag willkommen. Wer einen Job sucht, kommt unkompliziert mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch und kann sich von Personalern zum Thema Bewer- bung beraten lassen. Auch Fachkräfte und Auszubildende, die an neuen Perspektiven oder einem Karrierewechsel interessiert sind, finden ein breites Spektrum an Einstiegsmöglichkeiten in technische, handwerk- liche und kaufmännische Berufe. Die Mischung aus Erlebnis, Information und Musik zielt darüber hinaus auf Familien ab. Sie entdecken, wie vielfältig Wirtschaft, Industrie und Technik vor Ort in Rodgau sind. Neu in diesem Jahr ist ein eigener Bereich, in dem sich Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen austauschen können. Auch wer überlegt, ein ähnliches Event zu initiieren, ist hier an der richtigen Adresse. Kontakt Martina Heß martina.hess@rp-group.com www.rodgau-open-industry.de tillmann-verpackungen.de Kathrin Hildebrand Geschäftsführerin 0800-TILLMANN MIT SICHERHEIT GUT VERPACKT – DANK ÜBER 70 JAHREN ERFAHRUNG. 35Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 TITELTHEMA Ob Berufseinsteiger, erfahrene Fachkraft oder Quereinsteigerin: Sie alle erwarten Orientierung, Einfachheit und Dialog sowie eine Ansprache, die mehr bietet als nur die klassischen Floskeln. Schon wenige Sekun- den können heute darüber entscheiden, ob ein Unternehmen überhaupt wahrgenom- men wird. Dieser erste Eindruck entsteht fast immer digital und nicht erst im Vorstellungs- gespräch. Wer dabei eher austauschbar wirkt oder mit veralteten Prozessen abschreckt, verliert Kandidatinnen und Kandidaten oft schon vor dem ersten Kontakt. Was oft schiefläuft und wie es besser geht Unpersönliche Prozesse Viele Bewerbungen verschwinden heute in anonymen Portalen. Rückmeldungen dauern teilweise Wochen, wenn nicht Monate, und Gespräche wirken wie Prüfungen. Dabei wünschen sich Kandidatinnen und Kandida- ten vor allem eins: respektvolle, schnelle und verbindliche Kommunikation. Der Bewer- bungsprozess sollte kein Hürdenlauf sein, sondern ein gegenseitiges Kennenlernen auf Augenhöhe. Fokus auf Lebensläufe Menschen sind mehr als Zeugnisse. Nicht jede Karriere verläuft geradlinig und das ist auch gut so. Wer also zu eng filtert, ignoriert vielleicht Talente mit wertvoller Lebenserfah- rung, internationale Fachkräfte, Menschen mit spannenden Brüchen im Lebenslauf oder auch diejenigen, die aus anderen Branchen kommen. Kompetenz zeigt sich oft erst im Gespräch und nicht direkt im Bewerbungs- PDF. Employer Branding ohne Substanz Schöne Bilder allein überzeugen heute kaum noch Bewerberinnen und Bewerber. Stattdessen wollen sie lieber genau wissen: Wie wird gearbeitet? Welche Kultur erwartet mich an meinem neuen Arbeitsplatz? Und wie sehen echte Entwicklungsmöglichkeiten aus? Authentische Einblicke in das Arbeitsleben oder echte Stimmen aus dem Team sagen hier mehr als ein paar teure Hochglanzvideos. Sichtbarkeit entsteht durch Echtheit, nicht durch Inszenierung. Führungskräfte außen vor Wer sich bewirbt, hat den ersten Kontakt zur Führungskraft oft erst im dritten Gespräch oder gar nach dem Vertragsabschluss. Dabei beginnt gute Zusammenarbeit bereits vor dem Einstieg. Vorgesetzte, die sich früh ein- bringen, persönlich Gespräche führen und Fragen klären, zeigen eine ehrliche Wertschät- zung und erhöhen damit die Chance auf ein echtes Match. Was jetzt wirklich zählt Plattformen gezielt nutzen LinkedIn, Xing, Instagram und Co. bieten die Chance zur echten Bewerberansprache, nicht nur zur Dauerbeschallung. Hier braucht es weniger „Wir suchen …“- und mehr „So arbeiten wir wirklich“-Inhalte, die einerseits berühren und andererseits einen Einblick ermöglichen, der Vertrauen schafft. Kommunikation beschleunigen Wer Interessenten an einer Arbeitsstelle tage- lang auf Feedback warten lässt, signalisiert: Du bist uns nicht wichtig genug. Schnelle Rückmeldungen, klar definierte Abläufe sowie eine persönliche Ansprache müssen sich drin- gend zum Standard entwickeln. Recruiting und HR sind keine Nebentätigkeiten, sondern strategische Maßnahmen. Talente aktiv ansprechen Warten, bis die erste Bewerbung kommt, funktioniert in manchen Branchen eher schlecht. Viele qualifizierte Menschen befinden sich nicht aktiv auf Jobsuche, aber sie sind manchmal offen für neue Impulse. Empfehlungsprogramme, direkte Ansprache oder ein externer Recruiting-Partner können helfen, Potenziale in Bereichen mit knappen Personalressourcen einfacher zu heben. Vielfalt aktiv leben Ob Berufsrückkehrer, zweiter Bildungsweg oder Neustart: Wer barrierearm kommuniziert und aktiv auch auf „Hidden Talents“ zugeht, erweitert seinen Kandidatenkreis enorm. Vielfalt beginnt bei der Haltung und zeigt sich in der Ansprache, den Auswahlkriterien und nicht zuletzt auch in der gelebten Kultur. Wenn Unternehmen ihre Zielgruppe nicht erreichen Unsichtbar auf dem Arbeitsmarkt? Viele Unternehmen laufen noch alten Mustern hinterher. Wer heute sichtbar für Bewerberinnen und Bewerber sein will, muss längst anders denken. Die Frage lautet nicht mehr „Wo inserieren wir unsere Stellenanzeige?“, sondern „Wie werden wir relevant für die richtigen Menschen?“. Jan-Niklas Hustedt ist Geschäftsführer der Sparkassen- Personalberatung GmbH, die zur Sparkassen-Finanzgrup- pe gehört. Sie ist laut eigener Aussage in dieser Form die größte Inhouse-Personalberatung in der DACH-Region. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 60 Mitarbeiter. Dabei versteht sich die Sparkassen-Personalberatung als Vermittler hoch qualifizierter Fach- und Führungskräfte für Festanstellungen innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe sowie bei deren Kunden aus Wirtschaft und Gesellschaft. Fo to : S pa rk as se n- Pe rs on al be ra tu ng G m bH Autor Jan-Niklas Hustedt 030 2069 2000 team@s-personalberatung.de https://sparkassen-personalberatung.de 36 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 TITELTHEMA Advertorial Fit für die digitalen Herausforderungen von morgen Triales Ausbildungskonzept von Provadis unterstützt IT-Qualifizierung IT-Berufe sind permanent im Wandel. Damit Unternehmen bedarfsgerecht IT-Fachkräfte qualifizieren können, sind spe- zifische Angebote gefragt. Bis 2030 werden in Deutschland laut Bitkom rund 334.000 IT- Fachkräfte fehlen – ein Engpass, der sich durch die wachsen- de Digitalisierung in den nächsten fünf Jahren noch deutlich verschärfen wird. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, können sich Unternehmen bei der Qualifizierung ihrer IT-Talente nicht mehr allein auf die heutigen dualen Ausbil- dungskonzepte – Kombination aus Berufsschule und Ausbil- dungspraxis im Unternehmen – verlassen. Der Bildungsdienst- leister Provadis am Industriepark Höchst, Hessens größtes Ausbildungsunternehmen, hat daher ein maßgeschneidertes triales Ausbildungskonzept entwickelt. Durch praxisnahe und bedarfsgerechte IT-Seminare werden die Nachwuchs¬kräfte im Unternehmen gezielt gefördert und zu hochqualifizierten IT-Expertinnen und IT-Experten weiterentwickelt. Diese be- rufsspezifischen Fachseminare und Praktika werden für die verschiedenen Ausbildungsberufe der Fachinformatiker/in, IT-Systemelektroniker/in und Kaufleute für Digitalisierungs- management in Partnerschaft mit Unternehmen angeboten. Zusätzlich werden alle IT-Auszubildenden durch eine gezielte IHK-Prüfungsvorbereitung fit gemacht für den Karrierestart im Unternehmen. Zitat: „In der dynamischen IT-Welt brauchen Auszubildende mehr als Standardwissen. Gemeinsam mit den Partnerunter- nehmen entwickeln wir passgenaue Qualifizierungskonzepte, die die Nachwuchskräfte zu optimal ausgebildeten IT-Experten machen. Mit unserem Personal Coaching optimieren wir den Lernerfolg und steigern nachhaltig die Kompetenz der IT-Fach- kräfte.“ Dr. Astrid Merz, Leiterin Ausbildung Provadis. Unternehmen ohne Ausbildungskapazitäten profitieren besonders Vor allem Unternehmen, die bereits IT-Auszubildende rekru- tiert haben, aber über keine eigenen Ausbildungskapazitäten verfügen, profitieren von dem trialen Ausbildungskonzept. Sie können individuell Seminare und Kurse in Partnerschaft mit Provadis umsetzen, die nicht in ihrem Betrieb vermittelt werden und ihre innerbetriebliche IT-Ausbildung entlasten. Die Auszubildenden werden durch erfahrene Coaches sowie Ausbilderinnen und Ausbilder fachgerecht begleitet. Jedes Modul schließt mit einem Zertifikat ab. Optional können die Ausgebildeten im Anschluss Weiterbildungsangebote bei Provadis nutzen oder an der eigenen Provadis Hochschule berufsbegleitende IT-Bachelorstudiengänge (auch verkürzt) absolvieren. Dass die Kompetenz der IT-Ausbildung bei Provadis in den vergangenen Jahren von zahlreichen Unternehmen positiv bewertet wird, zeigen die stetig steigenden Ausbildungszah- len in diesem Bereich. Unter den Partnerunternehmen in der Provadis-Ausbildung finden sich auch namhafte Player aus Industrie, Finanzwelt, Consulting und der IT. „Als weltweit größter Infrastrukturbetreiber von Rechenzentren benötigen wir neben den Technikern für die kritische Infrastruktur vor allem Fachkräfte im Bereich IT-Systemelektronik und Fach- informatiker mit dem Schwerpunkt Systemintegration“, sagt Guido Neumann, Ausbildungsleiter bei Equinix (Deutschland) GmbH. „In diesen Ausbildungsberufen vertrauen wir auf die Unterstützung und fachliche Expertise von Provadis im Be- reich IT und Digitalisierung.“ Beratung und Probeunterricht vor Ort Um sich vor Ort einen Eindruck von dem trialen Ausbildungs- konzept zu machen, können Unternehmen einen Beratungs- termin vereinbaren und zusammen mit ihren Auszubildenden kostenlos an einem Probeunterricht teilnehmen. Darüber hi- naus bietet Provadis regelmäßig Netzwerkveranstaltungen zum Thema IT-Ausbildung an. www.provadis.de/itausbildung Fit für zukünftige Herausforderungen: Die modularen Fachseminare von Provadis qualifizieren IT-Talente für die Digitalisierung im Unternehmen. Fo to : P ro va di s Unternehmensnachfolge 2025 Mittelstand schlägt Alarm, weil Nachfolger fehlen Die Unternehmensnachfolge entwickelt sich zu einer der größten Herausforderungen für den deutschen Mittelstand. Noch nie wollten so viele Unternehmerinnen und Unternehmer ihren Betrieb übergeben – doch passende Nachfolgerinnen und Nachfolger sind rar. In den Beratungen der IHKs stehen bundes- weit rund 9.600 übergabebereiten Unterneh- men nur etwa 4.000 potenzielle Interessenten gegenüber. Mehr als ein Viertel der Altinha- berinnen und Altinhaber zieht bereits eine vollständige Schließung in Betracht. Hoch- gerechnet könnten innerhalb der nächsten zehn Jahre bis zu 250.000 Betriebe wegbre- chen – darunter auch Tausende wirtschaftlich gesunde Unternehmen. Folgen für Innenstädte und Regionen Besonders angespannt ist die Lage im Gast- gewerbe, im Einzelhandel und im Verkehrs- gewerbe. In diesen Branchen kommen auf einen potenziellen Nachfolger rechnerisch mehr als drei beziehungsweise vier angebo- tene Betriebe, bei Dienstleistern und in der IT-Branche immerhin noch zwei. Die Folgen reichen oft deutlich über die betroffenen Unternehmen hinaus – vielerorts stehen Geschäfte leer, Innenstädte verlieren an Attraktivität und regionale Versorgungsstruk- turen werden geschwächt. Das hat negative Auswirkungen auf die Standortqualität ganzer Regionen: Wenn etwa ein Gasthof auf dem Land schließt, geht nicht nur ein wirtschaft- licher Akteur verloren, sondern auch ein sozialer Treffpunkt für die Gemeinde. Demographie, Bürokratie und Krisen schrecken ab Allein demographisch bedingt steigt die Zahl der Unternehmerinnen und Unter- nehmer, die ihre Nachfolge regeln wollen. Doch die Bevölkerungsentwicklung allein erklärt nicht die zunehmenden Probleme beim Generationenwechsel. Seit 2019 hat sich die Lücke zwischen übergabebereiten Unternehmen und Nachfolgeinteressierten in den IHK-Beratungen nahezu verdoppelt. Mehr als 50.000 Rückmeldungen aus dem Fo to : F re ep ik / e rz eu gt m it KI 38 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 RATGEBER IHK-Service zur Unternehmensnachfolge zeigen: Die andauernde Rezession, wirtschaft- liche Unsicherheit, gestiegene Energie- und Personalkosten, der Fachkräftemangel und die in vielen Teilen überbordende Bürokratie dämpfen die Bereitschaft, sich langfristig unternehmerisch zu engagieren. Selbst viele qualifizierte Fachkräfte entscheiden sich oft gegen eine Selbstständigkeit. Für ein sicheres Angestelltenverhältnis können sie in Zeiten des Personalmangels häufig gute Konditio- nen aushandeln. IHK-Arbeit wirkt – Politik muss nachziehen Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ist die Zahl der IHK-Beratungen im Jahr 2024 angestiegen. Das intensive Engagement der IHKs vor Ort zeigt Wirkung: Zuletzt kamen wie- der etwas mehr Interessenten für eine Unter- nehmensübernahme. Dabei wächst in der Industrie das Interesse an der Selbstständig- keit im Wege einer Unternehmensnachfolge. Manche wollen auf diese Weise eine neue Per- spektive jenseits der stark vom Strukturwandel betroffenen Branchen finden. Das alles kann jedoch gute wirtschaftspolitische Rahmenbe- dingungen als „Push-Faktoren“ für Unterneh- mertum in unserem Land nicht ersetzen. Die DIHK hat aus den Praxiserfahrungen der von den IHKs beratenen Unternehmen und potenziellen Nachfolgerinnen und Nachfol- gern konkrete Empfehlungen abgeleitet. Zentrale Anlaufstelle für Nachfolgen schaffen So sollten Unternehmen etwa den gesamten Übergabeprozess bei nur einer staatlichen Stelle anzeigen können. Das sorgt für mehr Übersichtlichkeit und reduziert den bürokrati- schen Aufwand. Weniger Vorschriften und Bestandsschutz für übernommene Betriebe würden manchem Interessenten die Entscheidung erleichtern. Wer etwa einen Gastronomiebetrieb über- nimmt, muss sich derzeit mit einer Vielzahl an Regularien gleichzeitig auseinandersetzen. Das reicht von der Nutzungsfähigkeit der Betriebsräumlichkeiten, einer Gaststätten- erlaubnis und Brandschutzauflagen über Themen wie technische Gebäudeausrüstung, Barrierefreiheit, Energieeffizienz, Hygiene, Lärmschutz bis hin zum Denkmalschutz. All diese Vorschriften sollten entschlackt und Anforderungen dort gestrichen werden, wo sie für Übernehmerinnen und Übernehmer zu unverhältnismäßig hoher Belastung führen. Die Politik sollte zudem einen für die verblei- benden Regelungen auskömmlich befristeten Bestandsschutz bei gerade erst übernomme- nen Unternehmen prüfen. Unkomplizierter und schneller genehmigen Wer modernisieren oder umbauen möchte oder muss, sollte schneller und unbürokra- tisch Genehmigungen erhalten – etwa mittels Genehmigungsfiktionen, Stichtagsregelun- gen, Fristverkürzungen und Vereinfachungen. Die Weiterverwendung von Kunden- und Lieferantendaten sollte unkompliziert und datenschutzkonform möglich sein. Nachfolgekultur stärken Unternehmertum muss als realistischer beruf- licher Weg sichtbar werden. Eine stärkere Verankerung im Bildungssystem kann helfen, mehr junge Menschen für diese Option zu begeistern. www.dihk.de Gr af ik : D IH K Kontakt Holger Winkler 069 8207-226 winkler@offenbach.ihk.de Autor Dr. Marc Evers DIHK 39Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 RATGEBER Nachfolgebörse zum Präsentieren und Suchen Übergabe von Unternehmen leicht gemacht Deutschlands größte Unternehmensnachfolge-Börse heißt nexxt-change. Sie bringt Inhaberinnen und Inhaber von Unternehmen mit Menschen in Kontakt, die an einer Existenzgründung interessiert sind. Viele Betriebe stehen vor dem Generations- wechsel und damit vor der Nachfolgefrage. Nicht immer gibt es Menschen aus der Familie oder aus dem Unternehmen, die in die Fußstapfen der Leitung treten möchten. Dann wird häufig eine externe Nachfolge angestrebt. Die wiederum kann eine attraktive Alternative zur Neugründung für Existenzgrün- der sein. Doch wie kommen die beiden Seiten zusammen? Sehr gut zum Beispiel über die Unternehmensbörse nexxt-change! Unter den vielen Inseraten können Existenzgründer wie Unternehmen, die einen Nachfolger für ihren Betrieb suchen, passende Profile auswählen und diskret in Kontakt treten. www.nexxt-change.org Aktuelle nexxt-change-Angebote aus der Region OF-04/25-A Verkauf eines Hygiene-Service-Vertriebs in Südhessen OF-05/25-A Weiterbildungsträger-Firma zu verkaufen mit AZAV-Zertifizierung OF-07/25-A Etablierte Stadtmagazine mit Agentur kundenstamm zu verkaufen OF-08/25-A Hausverwaltung mit ca. 480 Einheiten sucht Nachfolger*in OF-10/25-A Einzelhandelsgeschäft sucht Nachfolger/-in Kontakt Ulrike Henschel 069 8207-146 henschel@offenbach.ihk.de Veranstaltungstipp Nachfolge im Unternehmen mit Experten vorbereiten Die IHK Offenbach am Main bietet kostenlose Expertengespräche an – auch zum Thema Unternehmensnachfolge In den individuellen, einstündigen Gesprächen dreht sich alles um die entscheidenden Schritte zur Planung und Umsetzung der Unterneh- mensnachfolge beziehungsweise Übergabe. Schon bei der Online- Anmeldung können Fragen im Bemerkungsfeld platziert werden. Das nächste IHK-Expertengespräch Nachfolge im Unternehmen findet am Dienstag, den 9. September 2025, zwischen 9:00 und 16:00 in der IHK Offenbach am Main statt. Die Einzeltermine werden im Anschluss an die Anmeldung vergeben. www.offenbach.ihk.de/E14540 40 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 RATGEBER BEKANNTMACHUNG Bekanntmachungen Neufassung der Schiedsgerichtsordnung Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main hat in ihrer Sitzung am 3. Juni 2025 die Schiedsgerichtsordnung wie folgt neu gefasst: Schiedsgerichtsordnung der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Die Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main ist gesetz- liches Mitglied in der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Die DIHK hat einen Schiedsgerichtshof (SGH) errichtet und bietet zur verbindlichen Entscheidung von Wirtschaftsstreitigkei- ten eine eigene Schiedsgerichtsordnung (SGH-Schiedsregeln) an. Daher verweist die IHK Offenbach am Main auf die SGH-Schieds- regeln mit folgender Maßgabe: Artikel 1 Anwendungsbereich Diese Schiedsgerichtsordnung findet Anwendung, wenn die Ver- tragsparteien eine Schiedsvereinbarung getroffen haben, die auf das Schiedsgericht oder die Schiedsordnung der IHK Offenbach am Main Bezug nimmt. Artikel 2 Verweisung an den SGH Haben die Vertragsparteien eine Schiedsvereinbarung getroffen, die auf die Schiedsgerichtsordnung der Industrie- und Handels- kammer Offenbach am Main Bezug nimmt, so finden die Schieds- regeln des Schiedsgerichtshofs bei der Deutschen Industrie- und Handelskammer (SGH) nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen Anwendung. Das Verfahren wird durch den SGH administriert. Artikel 3 Schiedsort und Verhandlungen (1) Abweichend von § 16 der SGH-Schiedsregeln ist der Schieds- ort Offenbach am Main, sofern die Parteien nichts anderes vereinbart haben. (2) Die Parteien können für Verhandlungen im Rahmen des Schiedsverfahrens Räumlichkeiten in der IHK Offenbach am Main anmieten, sofern diese verfügbar sind. Artikel 4 Kommunikation (1) Diese Schiedsgerichtsordnung verpflichtet die Parteien zur Nutzung der Verfahrensmanagementplattform des SGH. Schrift- sätze und Erklärungen sind von den Parteien ausschließlich über die digitale Verfahrensmanagementplattform an den SGH zu richten. (2) Die Parteien und ihre Prozessbevollmächtigten sorgen für die Einhaltung der Technikvorgaben des SGH. Artikel 5 Haftungsausschluss Für sämtliche Handlungen oder Unterlassungen im Zusammen- hang mit dem Schiedsverfahren ist die Haftung der IHK Offenbach am Main, ihrer Organe und Mitarbeiter ausgeschlossen, soweit sie nicht eine vorsätzliche oder grob fahrlässige Pflichtverletzung begehen. Artikel 6 Inkrafttreten Diese Schiedsgerichtsordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die frühere Schiedsgerichtsordnung der IHK Offenbach am Main vom 7. Oktober 1986 außer Kraft. Die Neufassung der Schiedsgerichtsordnung ist von der Voll- versammlung der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main am 3. Juni 2025 beschlossen worden. Sie wird hiermit ausgefertigt und bekannt gemacht. Offenbach am Main, den 04.06.2025 Kirsten Schoder-Steinmüller Markus Weinbrenner Präsidentin Hauptgeschäftsführer Unter https://www.offenbach.ihk.de/P510/ finden Sie die Satzung des Schiedsgerichtshofs und die Schiedsregeln. Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Marianna Kartziou: Tel. 069 8207-222, E-Mail: kartziou@offenbach.ihk.de 41Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 IHK. Die Weiterbildung Seminare und Workshops So fördern Ausbildungsbeauf- tragte den Nachwuchs In der modularen Workshopreihe geht es unter anderem um Neuerungen in der Aus- bildung, den Umgang mit Auszubildenden, Strategien gegen den Fachkräftemangel und kollegiale Fallberatung. * U.-Std. = Unterrichtsstundenwww.ihkof.de/weiterbildung Alle Weiterbildungsangebote der IHK Offenbach am Main: Ausbilder 16. – 17.10.2025 | Azubi-Insights: Erfolgreich ausbilden in einer neuen Zeit, https://www.offenbach.ihk.de/E14290/, online, 16 U.-Std. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 499,00 € 08.10. – 27.11.2025 | Workshop für Ausbildungsbeauftragte: Förderung des Nachwuchses, https://www.offenbach.ihk.de/E14615/, IHK Offenbach am Main, 32 U.-Std. . . . . . . 599,00 € Umwelt, Energie & Nachhaltigkeit 08.09. – 12.12.2025 | Manager/-in für menschenrechtliche Sorgfalt (IHK), https://www.offenbach.ihk.de/E14394/, online, 69 U.-Std. . . . . . . . . . . . . . . . . .2.390,00 € Marketing & Vertrieb 10. – 11.09.2025 | Vom Kunden zum Fan: Begeisterung als Erfolgsstrategie im Verkauf, https://www.offenbach.ihk.de/E14717/, IHK Offenbach am Main, 16 U.-Std. . . . . . . 499,00 € 10.10. – 12.12.2025 | Social Media Manager/-in, https://www.offenbach.ihk.de/E14490/, online, 80 U.-Std. . . . . . . . . . . . . . . . . .1.960,00 € 20.10. – 21.11.2025 | Team- und Projektmanager/-in (IHK), https://www.offenbach.ihk.de/E14709/, online, 80 U.-Std. . . . . . . . . . . . . . . . . .2.240,00 € IT & Digitalisierung 23.09.2025 | KI ohne Vorkenntnisse – der leichte Einstieg in die digitale Revolution, https://www.offenbach.ihk.de/E14636/, IHK Offenbach am Main, 8 U-Std. . . . . . . . 249,00 € 05.11. – 12.12.2025 | Cyber Security Advisor (IHK), https://www.offenbach.ihk.de/E14397/, online, 100 U.-Std. . . . . . . . . . . . . . . . .2.490,00 € Betriebswirtschaft & Rechnungswesen 15. – 19.09.2025 | Buchführung intensiv – auch als Bildungsurlaub möglich, https://www.offenbach.ihk.de/E14223/, IHK Offenbach am Main, 40 U.-Std. . . . . . . 699,00 € 06. – 07.10.2025 | Die Betriebswirtschaft, https://www.offenbach.ihk.de/E14295/, online, 16 U.-Std. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 449,00 € 25.09.2025 | Moderne Geschäftskorrespondenz, https://www.offenbach.ihk.de/E14229/, IHK Offenbach am Main, 8 U.-Std. . . . . . . . 249,00 € Personalmanagement 28.10.2025 | Recruiting-Wissen – einfach und gut, https://www.offenbach.ihk.de/E14303/, online, 8 U.-Std . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 249,00 € 04. – 06.11.2025 | Lohn- und Gehaltsabrechnung mit DATEV – Neuanwender, https://www.offenbach.ihk.de/E14238/, online, 21 U.-Std. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 529,00 € Menschenrechtliche Sorgfalt Nach dem seit Anfang 2023 geltenden Sorg- faltspflichtengesetz müssen Unternehmen sowohl im eigenen Geschäftsbereich als auch in der Lieferkette mehr Verantwortung für Menschenrechts- und Umweltrisiken übernehmen. Wie diese Anforderungen zum Nutzen aller umzusetzen sind, ist Inhalt dieser Qualifizierung. Vom Kunden zum Fan In diesem praxisnahen Training lernen Verkaufsteams und Führungskräfte, wie sie Kunden emotional so begeistern, dass diese nicht nur kaufen, sondern langfristig zur Marke stehen. Kontakt Claudia Albert 069 8207-330 albert@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de 42 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 BILDUNG NETZWERKE WJ sind das richtige Netzwerk zum Austausch und für die eigene Entwicklung Willkommen bei den Wirtschaftsjunioren, Roman! Die WJ Offenbach am Main e. V. wachsen weiter: Im Rahmen unseres Stammtischs, den wir diesmal als „Grill Edition“ zelebriert haben, konnten wir Roman Kashatanov in unseren Verein aufnehmen. Roman ist 25 Jahre alt und arbeitet als Bilanzbuchhalter bei der Edelmann & Partner StB-Gesellschaft PartG mbB in Frankfurt. Neben der klassischen Buchhaltung und der Erstellung von Abschlüssen ist die Digitalisierungsbera- tung eines seiner Aufgabenfelder. Er trägt dazu bei, die Abläufe im Unternehmen effizienter zu gestalten. Auf die Frage, warum er sich bei den WJ engagiert, ant- wortet Roman spontan: „Weil ich es spannend finde, mich mit anderen jungen Leuten auszutauschen, gemein- sam Neues zu lernen und mich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln.“ Das sollte bei den WJ Offenbach am Main e. V. ohne Probleme klappen! Kontakt Gino Scalinci scalinci@wj-offenbach.de www.wj-offenbach.de Die WJ Leonie Karl und Sven Franzen (r.) nahmen Roman Kashatanov in den Kreis der WJ Offenbach am Main e. V. auf. Fo to : W J O ffe nb ac h am M ai n e. V. SCHAFFEN SIE AUS ALTEN WERTEN NEUE MÖGLICHKEITEN Holger Honig I Bahnhofstraße 58 I 63179 Obertshausen Tel. 0 6104 9 531315 I www.goldhaus-obertshausen.de Mo-Fr: 10.00 - 13.00 Uhr I 15.00 - 18.00 Uhr oder nach Vereinbarung Ankauf von: Schmuck I Gold I Silber I Uhren I Münzen Barren I Bestecke I Zinn I Antiquitäten Ab sofort in neuen Räumlichkeiten Anzeige Goldhaus IHK 90x57mm neu.indd 1Anzeige Goldhaus IHK 90x57mm neu.indd 1 23.04.25 19:2623.04.25 19:2643Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NETZWERKE WJ aus drei Bundesländern trafen sich in Saarbrücken Offenbacher WJ auf der SüdWest Academy (SWA) Die SWA ist die Landesakademie der südwestlichen Landesverbände der Wirtschaftsjunioren Baden-Württem berg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Die Veranstaltung findet einmal im Jahr in einem der Landes- verbände statt und ist in das Akademieprogramm der Wirtschaftsjunioren Deutschland eingebettet. Dieses Jahr trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 20. und 21. Juni zur SWA in Saarbrücken. Die SüdWest Academy ist ideal für WJ, die mehr über das weltweite Netzwerk erfahren und engagierte, junge Unternehmerinnen und Unternehmer aus anderen Regionen persönlich kennenlernen möchten. Fo to : W J O ffe nb ac h WJ-Kalender Sept./Okt. 2025 ❙ 12.09.2025 Innenstadt-Rundgang: Zukunfts- projekte & Innenstadtentwicklung ❙ 30.10.2025 WJ Stammtisch Alle Veranstaltungen und mehr Informationen dazu unter: www.wj-offenbach.de Den WJ Offenbach am Main e. V. folgen und wissen, was für junge Führungskräfte wichtig ist! LinkedIn: www.linkedin.com/company/ wj-offenbach Instagram: www.instagram.com/wjoffenbach Facebook: www.facebook.com/wjoff Die SWA bringt die Welt der Wirtschaftsjunioren und die Weltorganisation Junior Chamber International (JCI) einander näher. Wer teilnimmt, gewinnt einen persönlichen Eindruck von den Strukturen auf Landes- und Bundes- ebene. Die Inhalte und Möglichkeiten des Verbands werden in unterschiedlichen Formaten vertieft. Beim Netzwerken mit anderen Junioren aus Südwest wird der „Juniorenspirit“ erlebbar. „Das Event war mega. Ich konnte an dem Wochenende so viel Neues lernen: über den Verband, seine Arbeit und das Schönste: neue Leute aus drei Bundesländern kennenler- nen. Wir freuen uns schon auf das, was noch kommt, und viele weitere Erlebnisse“, schwärmt der Offenbacher WJ Nikita Novak. 44 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 IHK-Expertenrat Mobilität informiert sich zu KIRA Autonomes Fahren im ÖPNV Auf Einladung der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach (kvgOF) besuchte der Expertenrat Mobilität der IHK Offenbach am Main den Betriebshof in Weiter- stadt, um Aktuelles zum Projekt KIRA zu erfahren. Im Rahmen von KIRA erproben die Projektpartner, darunter die Deutsche Bahn, die kvgOF und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), das autonome Fahren auf Stufe 4. Das bedeutet: Die Fahrzeuge bewegen sich hoch automa- tisiert – aktuell noch mit Sicherheitsfahrern an Bord. Perspektivisch sollen sie fahrerlos und auf Abruf (on demand) den öffentlichen Nahverkehr ergänzen. Die Fahrzeuge werden dann aus einer zentralen Leitstelle überwacht. Die IHK Offenbach am Main begrüßt die Innovationskraft des Projekts, das die Region zu einem Vorreiter für zukunftsfähige Mobilität macht. https://kira-autonom.de Andreas Maatz (r.), Geschäftsführer der kvgOF und Vorsitzender des Expertenrats Mobilität der IHK Offenbach am Main, hatte den Besuch und die Vorstellung des Projekts Kira initiiert. Er gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern detaillierte Einblicke zum Stand der Entwicklung. Fo to : I H K 45Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NETZWERKE Für Vernetzung und Wissenstransfer Level 4 bietet neuen Raum für Zukunftsthemen Mit der Eröffnung von Level 4 hat die IHK Offenbach am Main einen besonderen Treffpunkt für Unternehmen, Institu- tionen und Verbände geschaffen. In den neu gestalteten Räumlichkeiten im vierten Stock des IHK-Gebäudes finden künftig Veranstaltungen zu zentralen Zukunftsthemen statt. Ziel ist der Austausch über Transformation, Digitalisierung, Innovation und Nachhaltigkeit, um gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Wirtschaft zu entwickeln. Die IHK Offenbach am Main hat die zuvor als Bürofläche genutzte vierte Etage umgebaut, um ihren Mitgliedsunternehmen einen Ort für Vernetzung und Wissenstransfer zu bieten. Level 4 ist mehr als ein Raum, es ist ein Netz- werk, das Unternehmen, Institutionen und die IHK Offenbach am Main zusammenbringt. Kirsten Schoder-Steinmüller, Präsidentin der IHK Offenbach am Main, betont: „Die Trans- formation der Wirtschaft, der demographi- sche Wandel und die Digitalisierung stellen Unternehmen vor komplexe Aufgaben. Diese lassen sich gemeinsam besser lösen. Level 4 ist ein Ort des kollektiven Lernens – für neue Ideen, Wissenstransfer und innovative Metho- den. Hier bringen wir die relevanten Akteurin- nen und Akteure zusammen, um gemeinsam Impulse für die Zukunft zu setzen. Dabei sind Netzwerke für uns von zentraler Bedeutung. Sie schaffen Verbindungen, bündeln Wissen und ermöglichen Synergien, die für Unterneh- men heute essenziell sind.“ Die IHK Offenbach am Main setzt sich für starke Netzwerke ein. Erfolgreiche Beispiele sind das Cross Innovation Netzwerk, das kleine und mittlere Unternehmen branchen- übergreifend zusammenbringt, und das „Design to Business“-Netzwerk, das Unter- nehmen mit Designkompetenzen verbindet. Zoll@Work fördert den Austausch von Unter- nehmen, die im internationalen Handel aktiv sind. Das neue Netzwerk Business Women IHK stärkt Unternehmerinnen und weibliche Führungskräfte. Für Netzwerkmitglieder buchbar Die Veranstaltungen in Level 4 stehen aus- schließlich Mitgliedern eines bestehenden IHK-Netzwerks oder des Netzwerks Level 4 offen. Unternehmen und Institutionen, die sich aktiv mit Zukunftsthemen befassen und den Austausch mit anderen Akteurinnen und Akteuren suchen, können dem Netzwerk Level 4 beitreten. Mitglieder eines bestehenden IHK-Netzwerks haben die Möglichkeit, die Räumlichkeiten von Level 4 gegen ein Entgelt für eigene Veranstaltungen zu buchen. Die modernen Räumlichkeiten sind mit neuester Video- konferenztechnik ausgestattet, darunter eine 135-Zoll-LED-Wand, Raumkameras und Mikrofone für hybride Veranstaltungen sowie eine Catering-Küche. Dadurch bietet Level 4 optimale Bedingungen für Workshops, Tagun- gen und Netzwerkveranstaltungen. www.level4.ihk.de Der Krafftraum, mit Doppel-F wie im Namen des IHK-Grün- dungsvaters Philipp Casimir Krafft. Fo to s: H DW Vom Foyer geht es rechts in das geräumige Forum.Dazwischen liegt die Catering-Küche. Kontakt Netzwerke Karoline Arndt 069 8207-352 arndtk@offenbach.ihk.de Kontakt Buchungen Christopher Stürtz 069 8207-103 stuertz@offenbach.ihk.de 46 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NETZWERKE Die Profildatenbank des Enterprise Europe Network (EEN) Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken Der EEN-Online-Marktplatz listet mehr als 10.000 Firmenprofile und lässt sich nach Suchbegriffen und Regionen filtern. Die aktuellen Top-Profile der EEN-Profildatenbank bieten spannende Möglichkeiten, um Kontakte für das internationale Geschäft zu knüp- fen. Schauen Sie sich jetzt um und finden Sie Ihr Perfect Match! https://een.ec.europa.eu/partnering-opportunities Sie möchten eine Nachricht erhalten, sobald ein passendes Profil online ist? Sie möchten Ihr eigenes Suchprofil erstellen? Wir beraten Sie gerne persönlich! A SWEDISH COMPANY IS SEEKING SUPPLIERS FOR WELDED STEEL CAPSULES AND LIDS The request includes detailed technical requirements and dra- wings, with a focus on high-quality welding, material standards, and surface treatment. The company is looking for partners capable of meeting strict quality and testing standards, including vacuum leak testing and compliance with ISO and SMS norms. Request more information: BRSE20250528006 FRENCH COMPANY MANUFACTURING RAILWAY EQUIPMENT SEEKS STRATEGIC LOCAL DISTRIBUTORS FOR COMMERCIAL AGREEMENT A France-based railway construction company is specialised in the design, development, and manufacturing of railway equip- ment. The ideal partner will market the products, provide reliable after-sales service, establish a technical repair network, and train local teams. Experience in the railway sector or heavy machinery distribution is required. Request more information: BOFR20250520013 SPANISH INDUSTRIAL SME SEEKS ARTIFICIAL INTELLIGENCE TECHNOLOGY TO INTEGRATE INTO A LASER CLADDING PROCESS A Spanish SME is seeking a partner with expertise in artificial intel- ligence to integrate this technology into the programming process of its LMD (laser metal deposition) additive manufacturing equip- ment for surface coating using laser cladding technology. This will enable the equipment to be programmed as efficiently as possible. Request more information: TRES20250605012 DUTCH COMPANY SEEKS PARTNER TO DEVELOP A FAST AND EFFICIENT STATE OF HEALTH (SOH) TESTING METHOD FOR BATTERIES A Dutch company specializing in battery reuse is looking for a technological partner to develop an advanced and efficient tes- ting method for assessing the State of Health (SOH) of both high and low-voltage batteries. The goal is to reduce the labour-inten- sive nature of current battery testing and enhance the reliability of Second-Life batteries, making them more attractive to a broader market. Request more information: TRNL20250519015 CROATIAN SME SPECIALIZING IN MANUFACTURING VEGAN AND NATURAL SKINCARE PRODUCTS WITH ZERO WASTE PACKAGING IS LOOKING FOR DISTRIBUTORS The SME offers biodegradable seed paper as innovative packa- ging solution. Their packaging offers a unique experience to customers, who can plant the packaging after use and witness the growth of beautiful wildflowers. The company is looking for distributors in Europe, preferably in Germany, France, UK, Poland, Italy and Spain. Request more information: BOHR20250610011 A FRENCH COMPANY IS SEEKING SOLUTIONS TO IMPROVE VEHICLE ARCHITECTURE 3D CLASH DETECTION A French company seeks a smart, automated clash detection solution to replace time-consuming manual checks and ineffi- cient automated methods. The ideal partner should provide an AI or CAD-based system that optimizes processing time, minimizes errors, integrates seamlessly with 3D modelling tools, and offers user-friendly dashboards for better decision-making. Request more information: TRFR20250320021 Kontakt Milena Tröß 069 8207-254 troess@offenbach.ihk.de 47Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 NETZWERKE Kostenlose Webinare für IHK-Mitglieder Online sicher und erfolgreich Das BIEG Hessen ist das Online-Marketing-Beratungszentrum der IHKs Offenbach am Main, Frankfurt und Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern. Die BIEG-Experten informieren und beraten mittelständi- sche Unternehmen während Präsenzveranstaltungen, in Webinaren und Expertengesprächen. Antworten auf viele Fragen und Checklisten zum Download gibt es auf der BIEG-Website. 10. September 2025, 15:00 bis 16:30 Uhr Werde mit Storytelling und KI zum Helden deiner Kunden! Geschichten, die bewegen, bleiben im Kopf – das ist die Kraft des Storytellings. Doch wie können Unternehmen damit ihre Kunden begeistern und langfristig binden? Storytelling-Experte Wolfgang Jung zeigt, wie Unterneh- men mit authentischen Geschichten Vertrauen aufbauen, sich von Mitbewerbern abheben und ihre Kunden lang- fristig begeistern können. Die Teilnehmenden erfahren im Online-Livestream: ❙ wie sie Kundenerlebnisse in emotionale Geschichten verwandeln und mit KI-Tools effizient an die Ziel- gruppe bringen, ❙ wie sie klassisches Storytelling und moderne künst- liche Intelligenz kombinieren, um Markenbotschaften lebendig und überzeugend zu machen, ❙ von praxisnahen Beispielen, und sie erhalten klare Anleitungen, um selbst zu Geschichtenerzählern und Helden für ihre Kunden zu werden. 17. September 2025, 15:00 bis 16:30 Uhr Kurzvideos auf Social Media – Kunden schnell begeistern Kurzvideos sind das ideale Format, um auf Social Media schnell Aufmerksamkeit zu erzeugen und Kunden zu begeistern. Doch wie gelingt es, mit wenigen Sekunden Inhalt eine starke Wirkung zu erzielen? Kommunikationsexpertin und Moderatorin Julia Schmitz zeigt, wie Unternehmen mit authentischen Kurzvideos auf Instagram, TikTok oder Facebook ihre Zielgruppe errei- chen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Im kostenfreien Online-Livestream lernen die Teilnehme- rinnen und Teilnehmer: ❙ Tools und Techniken aus der TV-Moderation für einen authentischen und professionellen Auftritt kennen, ❙ wie sie Persönlichkeit statt Perfektion zeigen und damit Vertrauen schaffen, ❙ wie sie Botschaften prägnant verpacken und dabei einen Blick hinter die Kulissen eines Unternehmens ermöglichen. 22. Oktober 2025, 15:00 bis 16:30 Uhr Canva-Kickstart: Grafiken gestalten leicht gemacht Grafiken für Websites und Social Media gestalten wie ein Profi? Dazu ist Canva das richtige Werkzeug! Teilnehmende ohne Erfahrung oder mit ersten Vorkennt- nissen lernen in diesem kostenlosen Online-Seminar unter anderem: ❙ die richtige Nutzung von Vorlagen, ❙ die Einrichtung eines Corporate Designs, ❙ den effektiven Einsatz von Tools zur Bildbearbeitung. Jetzt auf der BIEG-Website anmelden! Die Teilnahme an den Online-Seminaren ist für Mitglieder der IHK Offenbach am Main kostenlos. Wer angemeldet ist, erhält den Link zum Livestream rechtzeitig vor Semi- narbeginn per E-Mail. www.bieg-hessen.de 48 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 VERANSTALTUNGEN Jetzt noch für den Hessischen Website Award 2025 bewerben Am 31. Oktober 2025 endet die Bewerbungsfrist für den Preis, den das IHK-Beratungszentrum BIEG Hessen an kleine und mittlere Unternehmen aus der Region für gelungene Websites mit brillanten Inhalten und Designs vergibt. Wer teilnimmt, dem winken nicht nur Geld und Ehre, sondern jede Menge Aufmerksamkeit fürs eigene Unternehmen. www.website-award-hessen.de Exponate im Park, in Ateliers und an weiteren Orten Rumpenheimer Kunsttage Am 20. und 21. September 2025 von 12:00 bis 18:00 locken die Rum- penheimer Kunsttage in den Offenbacher Stadtteil am Main. An zwölf Stationen im Park wird aktuelle Kunst zu erleben sein, darunter Installationen von Matthias Block und Hagen Bonifer. Der aus Russland stammende Kirill Stefa- nov wird mit seiner großen Textinstallation „Currently on View“ das Rondell vor dem Schloss bespielen. Aus den USA reist David Snyder an, um künstlerische Forschun- gen in seiner Installation „Double Blind“ auf der großen Wiese zu betreiben. Die Rauminstallation des diesjährigen DIANA-Kunstpreisträgers Sebastian von Papp „Modulare Zeichnung X“ wird in der Schlosskirche gezeigt. Ausstel- lungen gibt es auch im evangelischen Gemeindehaus und im Kulturhaus. Mehr als 15 Künstler und Künstlerinnen öffnen zudem ihre Ateliers. www.kunst-ort-rumpenheim.de Professionell reagieren und handeln Preiserhöhungen in Verträgen und AGB Preiserhöhungen von Lieferanten sind kein unvermeid- bares Übel. Der Referent Rechtsanwalt Dr. Max Finkelmeier zeigt Wege, um sich gegen unberechtigte Preiserhöhun- gen zu wehren, gestiegene Kosten rechtssicher weiterzu- geben und Verträge zukunftssicher zu gestalten. Kostenfreies Webinar Donnerstag, 25. September 2025, 11:00 bis 12:00 Uhr Anmeldung: www.offenbach.ihk.de/E14667 49Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 VERANSTALTUNGEN Offenbacher WIRTSCHAFT Das Magazin der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main für die Region 11–12 | 2025 Wirtschaft unter Strom Ausgabedatum 3. September 2025 Titelbild Adobe Stock / Leo Rohmann, generiert mit KI Das Magazin wird auf umwelt- freundlichem FSC®-zertifizierten Papier klimaneutral gedruckt. Designkonzept, Gestaltung, Titelbild, Verlag und Druck Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, 60386 Frankfurt www.zarbock.de Verlagsleitung: Ralf Zarbock Anzeigendisposition Anja Bäumel Tel. 069 420903-75 anja.baeumel@zarbock.de Anzeigenpreisliste Gültig ab 1. November 2024 Mediadaten www.offenbach.ihk.de/P167 IMPRESSUM Herausgeber Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Postfach 10 08 53 63008 Offenbach am Main Frankfurter Straße 90 63067 Offenbach am Main Tel. 069 8207-0 | Fax -199 redaktion@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de Verantwortlich Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main Redaktion redaktion@offenbach.ihk.de Birgit Arens (Chefredakteurin) Tel. 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Esther Mahr Tel. 069 8207-234 mahr@offenbach.ihk.de Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr ( jeweils am 1. des Monats) Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der IHK-Mitgliedschaft und kann jederzeit per Hinweis an den Herausgeber beendet oder wieder aufgenommen werden. Wir nutzen in der IHK Offenbach am Main eine Sprache, die gerecht ist und niemanden bevorzugt oder benachteiligt, jeden anspricht und nieman- den ausschließt. Unsere Sprache respektiert die aktuellen Recht- schreibregeln und ist gleichzeitig verständlich, eindeutig und gut lesbar. Da wir im Sinne der Gleichbehandlung immer alle Geschlechter mei- nen, verwenden wir zum Beispiel Doppelnennun- gen, geschlechterneutrale Begriffe, Pluralformen, Funktionsbezeichnungen oder abwechselnd die männliche und die weibliche Form. Wenn gele- gentlich nur eine Form genannt wird, um bessere Lesbarkeit zu erreichen oder weil es übergeordne- te Vorgaben erzwingen (z. B. Prüfungsordnungen), gilt diese im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter und Personengruppen. Mit dieser Vorgehensweise beabsichtigen wir keinerlei Wertung. Auf Zusatzzeichen und Binnengroßbuchstaben verzichten wir, weil diese die Barrierefreiheit, den Lesefluss und die Auffindbarkeit durch Suchma- schinen beeinträchtigen. Derzeit gibt es in Deutschland keine einheitlichen Regeln für eine geschlechtergerechte Sprache. In der IHK Offenbach am Main nehmen wir an der Diskussion zum Thema teil und entwickeln auch im Netzwerk der deutschlandweiten IHK-Organi- sation weitere praxisnahe, akzeptable Lösungen dazu. Sie haben Fragen, Hinweise oder Anregungen zur geschlechterneutralen Sprache? Dann schreiben Sie uns: redaktion@offenbach.ihk.de VORSCHAU 11–12 Titelthema | Wirtschaft unter Strom Anzeigenschluss für die Ausgabe November/Dezember 2025 ist der 9. Oktober 2025. Redaktionsschluss für die Ausgabe Januar/Februar 2026 ist der 1. Dezember 2025. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Themen aus aktuellen Anlässen ändern können. IHK-Boarding Neue Mitglieder entdecken die IHK Offenbach am Main Sie sind ein neues Mitglied der IHK Offenbach am Main und fragen sich, was Sie davon haben? Dann melden Sie sich jetzt zu unserem IHK-Boarding an! Sie erhalten einen Überblick über eine Vielzahl an IHK-Angeboten zu unterschied- lichsten Themen und treffen wichtige Ansprechpartner. Wir freuen uns, Sie kennenzulernen. Jetzt kostenlos anmelden und den Zugangs- link zum Webinar erhalten! Dienstag, 16. September 2025, 14:00 bis 15:00 Uhr www.ihkof.de/boarding Gr af ik : I H K 50 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2025 VERANSTALTUNGEN Business to Business Ihr direkter Kontakt zum Marktplatz: 0 69/42 09 03-75 oder per E-Mail verlag@zarbock.de Mit einer Anzeige in der Offenbacher Wirtschaft erreichen Sie 20.000 Entscheiderinnen und Entscheider in Stadt und Kreis Offenbach. Nachrichten IHK-Geschäftsbericht 2024 jetzt online | Bildung Neue Talente fürs Unternehmen entdecken Ratgeber Was Geschäftsführungen über KI wissen müssen Bürokratie bremst 05 – 06 | 2025 Ratgeber Jetzt Finanzhilfen aus dem HessenFonds beantragen! | Netzwerke Sachverständige: Experten für mehr als 250 Fachgebiete | Veranstaltungen KAI KÔ Deutsch-Japanischer Wirtschaftsempfang Hainburg 07– 08 | 2025 Wir beraten Sie gerne: Marion Stumpp Telefon 0 69 /42 09 03-51 marion.stumpp@zarbock.de Anzeigen-Hotline: 0 69/42 09 03-51 Anzeigenschluss für die November/Dezember- Ausgabe: 9. Oktober 2025 Sichern Sie sich Ihre Platzierung unter 0 69 /42 09 03-51 verlag@zarbock.de KamineImmobilien NEUE PERSPEKTIVEN ERÖFFNEN adler-immobilien.de Tel. 069. 955 22 555 Wir bieten kostenfreie, innovative Be- wertungskonzepte für Wohnimmobilien durch unsere Dekra-Sachverständigen. Sie planen eine Immobilie zu verkaufen – nehmen Sie hier in Zeiten variabler und volatiler Entwicklungen die Hilfe von Experten an. 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