Nachrichten: Gesamtverteidigung geht uns alle an | Ratgeber: Ursprungszeugnisse für Waren ab sofort vollständig digitalisiert | Veranstaltungen: E-Rechnung - Herausforderungen und Lösungen Wirtschaft unter Strom 11– 12 | 2025 Anzeige U2 - gebucht Umweltmanagementbeauftragte*r Zweitägiger Kompaktkurs für Fortgeschrittene zur Umsetzung und die Weiterent- wicklung von Umweltmanagementsystemen nach DIN EN ISO 14001 und EMAS Offenbach: 08.-11.12.2025 | 02.-05.03.2026 | 15.-18.06.2026 28.09.-01.10.2026 | 07.-10.12.2026 Gebühr: € 690,00 zzgl. MwSt. Weblink: www.umweltinstitut.de/078 Umweltmanagementfachkraft Viertägiger modularer Fachkundelehrgang mit Workshop (plus optional 5. Tag: Gefahr- stoffe) über Grundkenntnisse zum Umweltrecht und Aufbau von Umweltmanagement- systemen nach ISO 14001 und EMAS Offenbach: 03.-06.11.2025 | 04.-07.05.2026 | 16.-19.11.2026 Online-Live: 09.-12.02.2026 | 07.-10.09.2026 Gebühr: € 1.375,00 zzgl. MwSt. Weblink: www.umweltinstitut.de/079 Interner Umweltauditor/ Umweltbetriebsprüfer Viertägiger modularer Fachkundelehrgang mit Workshop (plus optional 5. Tag: Gefahr- stoffe) über Grundkenntnisse zum Umweltrecht und Aufbau von Umweltmanagement- systemen nach ISO 14001 und EMAS Offenbach: 08.-11.12.2025 | 02.-05.03.2026 | 15.-18.06.2026 28.09.-01.10.2026 | 07.-10.12.2026 Gebühr: € 1.375,00 zzgl. MwSt. Weblink: www.umweltinstitut.de/053 Klimaschutzbeauftragte*r / Klimaschutzmanager*in Zweitägiger Zertifikatslehrgang zur Erstellung von Klimaschutzkonzepten und -Bilanzen sowie zur imagefördernden Darstellung Online-Live: 08.-09.12.2025 | 18.-19.02.2026 | 07.-08.05.2026 08.-09.12.2026 Offenbach: 28.-29.09.2026 Gebühr: € 750,00 zzgl. MwSt. Weblink: www.umweltinstitut.de/166 Nachhaltigkeitsbeauftragte*r (CSR-/ESG-Manager*in) Dreitägiger Zertifikatslehrgang zu unternehmerischer Verantwortung und Nachhaltig- keitsmanagement angelehnt an aktuelle Standards Online-Live: 12.-14.11.2025 | 26.-28.01.2026 | 22.-24.06.2026 19.-21.10.2026 | 15.-17.12.2026 Offenbach: 03.-05.12.2025 | 27.-29.04.2026 | 21.-23.09.2026 Gebühr: € 995,00 zzgl. MwSt. Weblink: www.umweltinstitut.de/137 ESG-Recht aktuell Online-Workshop zu den neuen rechtlichen Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit Online-Live: 13.03.2026 | 21.09.2026 Gebühr: € 295,00 zzgl. MwSt. Weblink: www.umweltinstitut.de/583 Energiemanager/- auditor(in) Dreitägiger Zertifikatslehrgang zur Umsetzung von Energiemanagementsystemen nach DIN EN ISO 50001 und Steigerung der Energieeffizienz Online-Live: 25.-27.11.2025 | 24.-26.02.2026 09.-11.06.2026 | 01.-03.12.2026 Offenbach: 28.-30.04.2026 | 15.-17.09.2026 Gebühr: € 979,00 zzgl. MwSt. Weblink: www.umweltinstitut.de/140 Nachhaltigkeits- berichterstattung nach dem VSME-Standard Eintägiger Zertifikatslehrgang zur praktischen Umsetzung des freiwilligen Standard für kleine und mittelständische Unternehmen Online-Live: 19.11.2025 | 05.02.2026 | 18.05.2026 17.09.2026 | 17.11.2026 Gebühr: € 445,00 zzgl. MwSt. Weblink: www.umweltinstitut.de/445 NEU Aliceplatz 11 63065 Offenbach a. Main Tel: 069 - 810679 mail@umweltinstitut.dewww.umweltinstitut.de AKADEMIE FÜR ARBEITSSICHERHEIT UND UMWELTSCHUTZ UMWELTINSTITUT ZERTIFIKATSLEHRGÄNGE ZUM THEMAZERTIFIKATSLEHRGÄNGE ZUM THEMA ENERGIEENERGIE UNDUND UMWELTUMWELTZERTIFIKATSLEHRGÄNGE ZUM THEMA ENERGIE UND UMWELT Georg Duwensee Mitglied im IHK-Expertenrat Mobilität, Kaufmännischer Leiter der Duwensee Spedition und Lagerhaus GmbH in Heusenstamm Die Energiewende ist kein Zukunftsthema mehr. Sie ist in vollem Gang und verän- dert alle Unternehmen, egal wie groß sie sind oder welcher Branche sie angehören. Für uns hatte das Thema Energie lange einen eher untergeordneten Stellenwert. Den meisten Strom verbrauchte die Beleuchtung in unserem Lagerhaus. Dann haben wir uns entschlossen, E-Lkw für unsere Flotte anzuschaffen und die dazugehörige Lade- infrastruktur am Standort zu installieren, denn die ist unterwegs noch immer nicht ausreichend vorhanden. Das hat die Situation drastisch verändert. Der Weg zur Energiewende ist nicht einfach. Manche Förderprogramme, auf die kleine und mittlere Unternehmen (KMU) angewiesen wären, wurden eingestellt. Bei anderen stehen bescheidene Fördertöpfe gigantischen Transformationskos- ten gegenüber. Sehr enttäuschend ist, dass – anders als von der Bundesregierung versprochen – nur „stromintensive“ Branchen von der Stromsteuersenkung profitieren sollen. Ohne Hellseher zu sein, kann ich allerdings voraussagen, dass unsere Branche sich zu einer stromintensiven Branche entwickelt. Ein regelrechter Schock für uns waren die Netzanschlusskosten, im Besonderen der allgemeine Baukostenzuschuss. In unserem Netzanschlussgebiet werden da aktuell 210 Euro pro Kilowatt Anschlussleistung in Rechnung gestellt. Andernorts fallen nur 64 Euro an. Bereits ab 500 Kilowatt Anschlussleistung kostet der Stromanschluss in unserem Netzgebiet einen sechsstelligen Betrag. Dass die Konditionen nicht überall einheitlich sind, führt zu Wettbewerbsverzerrungen. Damit werden die Netzanschlusskosten zum Standortfaktor. Das muss die Politik verstehen und ihren Einfluss im Interesse der Gewerbetreibenden geltend machen. Wer hier nicht handelt, gefährdet die Ansiedlung und den Bestand von Unternehmen. Wir haben sehr viel investiert und sehr viel gelernt. Heute gehört es zu unserem Tagesgeschäft, dass wir uns mit Strompreisen, Batteriespeichern, Lastmanagement und den besten Zeiten für den Einkauf von Energie befassen oder damit, wie die Beimischung von Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage funktioniert. Unsere Firmenfarbe ist Grün und nur grün auszusehen, reicht uns nicht. Wir befür- worten den Umweltschutz und sehen die wirtschaftlichen Vorteile von Energieeffizienz. Da ist zum einen die Mautbefreiung. Zum anderen fragen immer mehr Kunden nach alternativen Antrieben, um ihre CO2-Bilanz zu verbessern. Durch die neue CSRD-Richtlinie verlangen große Unterneh- men von uns Nachhaltigkeitsinformationen und Angebote zur Reduktion. Wer Aufträge haben will, muss diesen Anforderungen entsprechen können. Der Druck wächst. Die Energiewende braucht auch den Mittelstand. Sie braucht Unternehmen wie uns. Damit wir mitziehen können, brauchen wir faire Bedingungen. Weniger Bürokratie, mehr Planungssicherheit, zuverlässige und angemessene Förderungen. Nur dann wird die Energiewende ein gemeinsames Projekt und ein Erfolg. Ihr Energiewende? – Ja, bitte. Aber fair! Fo to : I H K EDITORIAL 3Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 NACHRICHTEN 5 Ideen für die Frankfurter Straße 6 Gesamtverteidigung geht uns alle an 8 Wirtschaft erleben – Schulteams starten durch! 10 Gemeinsam für lebendige Innenstädte und Ortskerne 11 Arbeitsjubiläen 11 Schöne Anerkennung für Jubilare 12 Kurz notiert 12 Erfolgreich weiterentwickelt und spezialisiert 13 M13 Menschen und Wirtschaft 14 Offenbach bleibt die erste Adresse für die Lederwarenbranche 16 Christa Bambeck gestaltet Räume und Geschichten 17 100 Millionen Euro für den SMC-Campus 18 Reingeschaut bei Juwelen Atelier Kins TITELTHEMA 20 Politik redet, Wirtschaft handelt 22 Befragung: Energiewende setzt Wirtschaft unter Druck 24 Aktuelle Energiewende-Politik kostet bis zu 5,4 Billionen Euro 26 Energieeffizienz lohnt sich 27 EMAS bietet Unternehmen viele Vorteile 28 Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei der ITSG 29 Samson MainChange: von Grund auf energieeffizient konzipiert 32 Energie neu denken – Zukunft für Offenbach gestalten 34 Energieeffizienz ist ein Muss für Rechenzentren RATGEBER 38 Unternehmenskauf ohne Übernahme des Personals? 40 Ab Juni 2026 wird gerechte Bezahlung verpflichtend 41 Übergabe von Unternehmen leicht gemacht 42 Ursprungszeugnisse für Waren ab sofort vollständig digitalisiert 43 VERLAGS-SPECIAL BILDUNG 47 IHK. Die Weiterbildung NETZWERKE 48 Wirtschaftsjunioren Offenbach in der Jubelzone 49 Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken VERANSTALTUNGEN 51 E-Rechnung: Herausforderungen und Lösungen 51 Wissens-Update für den internationalen Handel 53 Künstliche Intelligenz für den Unternehmensalltag 53 Unternehmen gründen und weiterentwickeln 54 Neu in der IHK Offenbach am Main? TITELTHEMA WIRTSCHAFT UNTER STROM 20 Unternehmen sollen und wollen effizient mit Energie umgehen. Von Seiten der Politik wünschen sie sich weniger Druck und mehr zuverlässige Unterstützung. 4 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 INHALT IHR LOGISTIK- UND TRANSPORTDIENSTLEISTER WELTWEIT www.agotrans.de agotrans Logistik GmbH Behringstraße 1 6 3110 Rodgau Tel. : +49 (0) 6106 - 28 38 - 0 · info@agotrans.de Rundgang in Heusenstamm Ideen für die Frankfurter Straße Vor Ort haben Mitglieder des IHK-Expertenrats Zukunftsfähige Innenstadt und der AG Innenstadt der Initiative Standort Plus die weitere Entwicklung der Frankfurter Straße in Heusenstamms Stadtmitte in den Blick genommen. Begleitet wurden sie von Bürgermeister Steffen Ball und Wirtschaftsförderin Juliane Blümmel. Während des Rundgangs ging es um Fra- gen, die viele Kommunen und Verantwort- liche derzeit bewegen: Welche Perspektiven haben Handel und Gastronomie? Wie las- sen sich Treffpunkte schaffen, die Menschen anziehen und Verbindungen fördern? Wie kann eine sichere und effiziente Mobili- tät für alle, die am Verkehr teilnehmen, gewährleistet werden? Welche Handlungs- spielräume hat eine Kommune in Zeiten knapper Kassen? Wichtige Erkenntnisse aus dem Treffen lau- ten: Das sogenannte Stockholmer System (Substrat aus Pflanzenkohle, Schotter und Kompost für bessere Resilienz) fördert das Gedeihen von Bäumen in der Innenstadt. Frühe Kontakte mit Eigentümerinnen und Eigentümern von Immobilien sind wichtig, allerdings hat die Stadt nur bedingt Einfluss auf die Vermietung von Flächen für Handel und Gastronomie. Baustellen sind generell unbeliebt, aber transparente Kommunika- tion steigert die Akzeptanz. Kontakt Laura Becker 069 8207-246 becker@offenbach.ihk.de Zwischenstation beim Rundgang in der Frankfurter Straße – Haupteinkaufsmeile und wichtige Verkehrsverbindung in Heusenstamm. Fo to : I H K 5Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 NACHRICHTEN Hybride Angriffe sind eine Gefahr für unsere Sicherheit und unseren Wohlstand Gesamtverteidigung geht uns alle an Spionage, Sabotage, Cyberangriffe, Desinformationskampagnen, Drohnenflüge – sind wir darauf vorbereitet? Klar ist: Wir müssen mehr tun. Die Zahl hybrider Angriffe durch Russland auf deutsche Unternehmen und unsere kritische Infrastruktur hat nicht erst seit dem Überfall auf die Ukraine stark zugenommen. Auch Staaten wie zum Beispiel China nehmen unsere freiheitlich demokratische Grundordnung zunehmend ins Fadenkreuz. Noch nie seit dem Kalten Krieg war die geopolitische Sicherheitslage so fragil wie heute. Wenn die klassische Grenze zwischen Krieg und Frieden durch hybride Bedrohungen verwischt, müssen wir unsere Verteidi- gungsfähigkeit anpassen, um auch in Zukunft glaubhaft abzuschrecken. Das stellt die Bundeswehr und unsere Polizei- und Sicherheitsbehörden vor neue Heraus- forderungen. Auch die Zivilgesellschaft ist gefordert, wenn das Zusammenspiel aus militärischen und zivilen Verteidigungs- maßnahmen, wie in der im Jahr 2024 überarbeiteten „Rahmenrichtlinie Gesamt- verteidigung“ beschrieben, reibungslos funktionieren soll. Die Gesamtverteidigung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, auf die wir uns vorbereiten müssen. Ohne Wirtschaft keine Verteidigung Dabei kommt der Wirtschaft eine ent- scheidende Rolle zu. Schließlich sind es die Unternehmen, die die Zivilbevölkerung und die Bundeswehr mit Gütern und Leistungen versorgen. Das umfasst nicht nur vertei- digungsrelevante Produkte und Dienst- leistungen, sondern auch Nahrungsmittel, die Wasser- und Stromversorgung oder das Post- und Telekommunikationswesen. Daher muss sichergestellt werden, dass wirtschaft- liche Abläufe und Marktmechanismen zu allen Zeiten, insbesondere auch im Krisen-, Spannungs- und Verteidigungsfall, funktio- nieren. Denn die Wirtschaft ist eine tragende Säule der Verteidigungsarchitektur. Daraus folgt, dass die Wirtschaft insgesamt widerstandsfähiger werden muss. Dies erfor- dert teils komplexe Maßnahmen, zu denen auch der Schutz unserer kritischen Infrastruk- tur zählt. Hybride Angriffe, zum Beispiel auf wichtige Lieferketten oder unsere Rohstoff- und Energieversorgung, lassen sich zwar IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller und Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner nahmen im April 2024 die Urkunde „Partnerschaft für den Heimatschutz“ vom damaligen Kommandeur des Landeskommandos Hessen, Brigadegeneral Bernd Stöckmann, entgegen. Fo to : I H K Noch nie seit dem Kalten Krieg war die geopolitische Sicher- heitslage so fragil wie heute. 6 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 NACHRICHTEN nicht in Gänze verhindern, aber das Ausmaß der daraus entstehenden Schäden lässt sich begrenzen. Jedes Unternehmen kann Vorsorgemaß- nahmen treffen Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, wie resilient Ihr eigenes Unternehmen ist? Wie decken Sie Ihren Energiebedarf, falls die Strom- oder Gaszufuhr unterbrochen ist? Haben Sie einen Recovery-Plan, falls Sie Opfer eines Cyberangriffs werden? Gibt es Notfallpläne, falls Ihr Personal in größerem Umfang ausfällt? Wappnen Sie sich mit einem fundierten Krisen- management und unternehmensbezogenen Krisenplänen für den Notfall – besser heute als morgen! Denn Ihre betriebliche Krisenvorsorge sichert im Ernstfall die Existenz Ihres Unterneh- mens und liefert zudem einen Baustein für die Gesamtverteidigung unseres Landes. Auch als IHK-Organisation leisten wir unseren Beitrag. Im Sinne der Gesamtinteressenver- tretung verfassen wir Stellungnahmen zu verteidigungsrelevanten Rechtsvorschriften mit Wirtschaftsbezug und erläutern die Aus- wirkungen der gesetzlichen Grundlagen auf die Praxis. Durch Informationsangebote und praxisorientierte Checklisten informieren wir unsere Mitgliedsunternehmen über aktuelle Sicherheitsrisiken und unterstützen bei der betrieblichen Krisenvorsorge. Gemeinsam können wir uns auf den Ernstfall vorbereiten und damit zur Sicherheit und Stabilität Ihres Unternehmens und des Wirt- schaftsstandorts beitragen. Denn vergessen Sie bitte nicht: Gesamtverteidigung geht uns alle an! www.offenbach.ihk.de/P6112 Veranstaltung zum Thema Am 10. Dezember 2025 findet in der IHK Hanau-Gelnhausen- Schlüchtern eine Veranstaltung zum Thema „Industrie und Ver- teidigung“ statt. In diesem Rahmen werden unter anderem die Möglichkeiten einer Kooperation mit der Bundeswehr vorgestellt. www.ihk.de/hanau Autor Markus Weinbrenner 069 8207-112 weinbrenner@offenbach.ihk.de Kontakt Tobias Pohl 069 8207-114 pohl@offenbach.ihk.de NACHRICHTEN http://www.offenbach.ihk.de/P6112 http://www.ihk.de/hanau mailto:weinbrenner%40offenbach.ihk.de?subject= mailto:pohl%40offenbach.ihk.de?subject= Junge Köpfe, coole Konzepte Wirtschaft erleben – Schulteams starten durch! Jungen Menschen Wirtschaftswissen vermitteln und unternehmerisches Denken mit starkem Praxisbezug nahebringen: Das sind die Ziele von zwei Schulprojekten, an denen sich die IHK Offenbach am Main seit Jahren aktiv beteiligt. Wie funktioniert eine Existenzgründung – von der Idee bis zum Break- even-Point (Gewinnschwelle) und darüber hinaus? Wie und auf welchen Wegen sprechen Unternehmen die richtigen Zielgruppen erfolgverspre- chend an? Während sie sich mit solchen Fragen befassen, lernen die Teil- nehmerinnen und Teilnehmer an den Schulprojekten typische Herausfor- derungen für Gewerbetreibende kennen. Dabei entdecken sie gleichzeitig die selbstständige Tätigkeit als Option für ihre berufliche Zukunft. Start-up in Obertshausen Initiatoren des von der IHK Offenbach am Main unterstützten Start- up-Wettbewerbs an der Georg-Kerschensteiner-Schule (GKS) in Obertshausen sind die Wirtschaftspaten e. V. In diesem Verein haben sich ehemalige Fach- und Führungskräfte sowie Unternehmerinnen und Unternehmer aus Industrie, Handwerk, Handel, Dienstleistungsbranchen, Banken und Verbänden zusammengeschlossen, die Unternehmen bera- ten und Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Zum Auftakt des Start-up-Wettbewerbs im August 2025 hatte Bernd Eckmann vom IHK-Team Existenzgründung und Unternehmensför- derung Markus Rode mitgebracht. Der junge Unternehmer berichtete den Schülerinnen und Schülern von seiner Geschäftsidee und welche Erfahrungen er bei der Gründung gesammelt hat. Rode stellt Verkaufs- automaten auf, in denen er Retouren von Versandhändlern anbietet. Präsentierten ihre Start-up-Idee besonders überzeugend und siegten beim Start-up-Wettbewerb in der Georg-Kerschensteiner Schule: die Erfinder der App ParkHere. Fo to s: A re ns (I H K) 8 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 NACHRICHTEN Vom Beispiel motiviert entwickelten neun Schülerteams in den darauf- folgenden Wochen eigene Start-up-Ideen und spielten realitätsnah Unternehmensgründungen durch. Die Wirtschaftspaten standen ihnen dabei zur Seite. Bei der Abschlussveranstaltung im September präsentierten die Jugendlichen ihre Entwürfe und Kalkulationen. Sie begeisterten die Jury mit ihrem Mut, ihrer Energie und Kreativität. Sieger des Wettbe- werbs wurden die Erfinder einer App, die private Parkplätze in Städten an Interessenten vermittelt. Den zweiten Platz belegte ein Team, das – ebenfalls per App – Menschen helfen will, ihre Bildschirmzeit zu reduzieren. Ein USB-Stick mit Cloudverbindung war die Idee der Schülerinnen und Schüler, die Platz 3 erreichten. Market Minds in Offenbach Am 15. September 2025 begann das Projekt „Market Minds“ in der Theodor-Heuss-Schule (THS) in Offenbach. Die Aufgabe hier: Schüle- rinnen und Schüler aus sechs Fachoberschulklassen mit dem Schwer- punkt Wirtschaft und Verwaltung sollten Werbestrategien für drei ganz unterschiedliche Unternehmen aus der Region entwickeln: Larissa Teichmann und Martin Zapke stellten ihren Metallverarbeitungsbetrieb Schoder GmbH in Langen vor. Sie beschrieben Fertigungstechniken und Produkte sowie Branchen und Kunden, für die das Unternehmen produziert. Sven Stenger berichtete von seinem Offenbacher Familien- unternehmen Stenger Garten- und Landschaftsservice GmbH und wie es seine Zielgruppen anspricht. Auch Justus Herbert von der Pergano GmbH, die in Obertshausen unter anderem individuell gestaltete Ver- packungen für Gastronomiebetriebe nachhaltig produziert, präsen- tierte sein Unternehmen und brachte eine Marketingaufgabe in die THS mit. Nun machen sich die Schulteams unter anderem bei Unternehmens- besichtigungen mit den beteiligten Betrieben vertraut. Sie recherchie- ren zu deren Zielgruppen, Kommunikations- und Werbemaßnahmen. Auf dieser Basis entwickeln sie eigene Marketingstrategien, die sie beim Finale am 11. März 2026 in der Aula der THS präsentieren und von einer Jury beurteilen lassen werden. Larissa Teichmann (r.) erklärte den Schülerinnen und Schülern in der Theodor-Heuss-Schule in Offenbach, was die Schoder GmbH in Langen herstellt und welche Verfahren dabei zum Einsatz kommen. Kontakt Bernd Eckmann 069 8207-141 eckmann@offenbach.ihk.de 9Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 NACHRICHTEN mailto:eckmann%40offenbach.ihk.de?subject= heimat shoppen 2025 Gemeinsam für lebendige Innenstädte und Ortskerne Auch in diesem Jahr lud die Aktion heimat shoppen wieder dazu ein, lokale Geschäfte, Gastronomie und Dienstleister bewusst zu erleben. Die IHK Offenbach am Main organisiert die Aktion gemeinsam mit lokalen Werbegemeinschaften, Stadtmarketingorganisationen und Wirtschaftsförderungen. Die Initiative Standort Plus und der Offenbach offensiv e. V. unterstützen heimat shoppen. Rund um die Aktionstage am 13. und 14. September 2025 standen in Stadt und Kreis Offenbach die Türen der teilnehmenden Unternehmen weit offen und zeigten, dass lokaler Handel weit mehr ist als bloße Warenversorgung. Es entstanden Begegnungen, Ideen und Inspiration. Erklärtes heimat-shoppen-Ziel ist es, lokale Unternehmen zu stärken und zu zeigen, dass Service, Qualität und Nachhaltigkeit hier zuhause sind. Ob kulinarische Genüsse, individuelle Mode, handwerkliche Besonderheiten oder kulturelle Angebote – wer vor Ort einkauft und genießt, investiert in die eigene Nachbarschaft. „Wir starteten an den heimat-shoppen-Aktionstagen in die Herbst/Win- tersaison. Kundinnen und Kunden konnten beim Yarn-Tasting die Wolle in die Hand nehmen, anstricken und sich inspirieren lassen“, berichtete Ulrike Janssen, Inhaberin von Maschenwahn in Offenbach. Ihr Geschäft macht erlebbar, was den besonderen Charme kleiner, inhabergeführter Läden ausmacht: persönliche Beratung, echte Leidenschaft für das Produkt und ein kreatives Einkaufserlebnis. Simone Schalansky, Inhaberin von Annelie s̓ Tee Kaffee Feines Präsente in Mühlheim, schätzt den Aktionstag sehr: „Wir nutzen heimat shoppen gerne als Anlass, um auf die Bedeutung des lokalen Handels in unserer Kommune aufmerksam zu machen. Bei uns gibt es nicht nur tolle Pro- dukte zu entdecken, sondern wir sind auch ein Treffpunkt und wichtiger Teil der lokalen Identität.“ Bei uns gibt es nicht nur tolle Produkte zu entdecken, sondern wir sind auch ein Treffpunkt und wichtiger Teil der lokalen Identität. Eindrücke vom heimat shoppen 2025 Fo to s: IH K 10 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 NACHRICHTEN Arbeitsjubiläen 40 Jahre Heinz Hitzel Zeppelin Systems GmbH 40 Jahre Stefanie Laumann Zeppelin Systems GmbH Holger Reiss Zeppelin Systems GmbH Steffen Sommer Zeppelin Systems GmbH Uwe Spahn Zeppelin Systems GmbH 35 Jahre Stephanie Jacoby-Greilich Zeppelin Systems GmbH Thilo Nehls Zeppelin Systems GmbH Rene Rypka Zeppelin Systems GmbH 30 Jahre Thomas Göhring Zeppelin Systems GmbH Patrick Häfner TEMPLET Deutschland GmbH Andreas Hofmann Zeppelin Systems GmbH Nicole Kolzenburg Zeppelin Systems GmbH Claudia Kuckerz Zeppelin Systems GmbH Eloy Martinez Fajardo Zeppelin Systems GmbH Michael Sobetzky Zeppelin Systems GmbH Melanie Vaupel Zeppelin Systems GmbH 25 Jahre Hans-Peter Braun Zeppelin Systems GmbH Matthias Gerhardt Zeppelin Systems GmbH Susanne Piller MKU-Chemie GmbH Juri Schulz Zeppelin Systems GmbH Claudia Volk PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG Michael Weiß Zeppelin Systems GmbH Heiko Zippenfennig MKU-Chemie GmbH 20 Jahre Pietro Sermon GEFINAL Blech- und Stahlbau GmbH 15 Jahre Francesca Marrazzo Dental-Union GmbH Sandra Müller PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG Ralf Trageser GEFINAL Blech- und Stahlbau GmbH 10 Jahre Thomas John Herth+Buss Mobility Solutions GmbH & Co. KG Luisa Massoth ASSION KG Schöne Anerkennung für Jubilare Ihre langjährigen Mitarbeiterinnen oder Mit- arbeiter verdienen zu ihren Arbeitsjubiläen besondere Auszeichnungen. Deshalb stellt Ihnen die IHK Offenbach am Main personali- sierte Urkunden zur Verfügung, auf Wunsch kombiniert mit einer Veröffentlichung hier im IHK-Magazin „Offenbacher Wirtschaft“. Wenn Sie auf diese Weise zeigen möchten, wie sehr Sie die Zusammenarbeit mit den Jubilaren schätzen, teilen Sie uns bitte fol- gende Informationen mit: ❙ Name des Jubilars oder der Jubilarin ❙ Jubiläumsdatum ❙ genaue Firmierung des Unternehmens (entsprechend Eintragung in Handelsregis- ter bzw. Gewerbeanmeldung). Die Kosten für eine gerahmte Urkunde betra- gen 40,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. www.ihkof.de/jubilare Kontakt IHK-Kundenservice 069 8207-0 | Fax -149 service@offenbach.ihk.de IHR PARTNER IN SACHEN ETIKETTEN Für jeden Etikettenbedarf die passende Lösung. Individuell in Form, Farbe, Material und Haftung. Herderstraße 8 63073 Offenbach am Main Tel 069 89993-0 Fax 069 89993-45 info@of-etiketten.de www.of-etiketten.de OFFENBACHER ETIKETTENFABRIK Joachim Siebert 11Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 NACHRICHTEN Kurz notiert ❙ Bürokratie kostet mehr BONN. Bürokratie verursacht in Unternehmen nicht nur einen hohen Zeitaufwand. Mindestens gleiche, wenn nicht sogar höhere Bedeutung kommt den sogenannten psychologischen Kosten zu. Das erläutert der in der Policy-Brief-Reihe von Forschungsnetz- werk Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand e. V. und IfM Bonn veröffentlichte Beitrag „Psychologische Kosten als zentraler Bestandteil der Bürokratiebelastung von Unternehmen“. Emotio- nen wie Wut, Frust und Ärger können Unternehmen zu Verhal- tensänderungen veranlassen, wenn die Bürokratiebelastung eine „Schwelle der Unangemessenheit“ überschreitet. Das verursache mitunter gravierende realwirtschaftliche wie auch atmosphäri- sche Auswirkungen für die Stimmung der Unternehmen. www.ifm-bonn.org ❙ Mehr E-Auto-Zulassungen OFFENBACH. Hyundai verzeichnet zum Ende des dritten Quartals 2025 ein starkes Wachstum bei den Zulassungen rein batterie- elektrischer Fahrzeuge (BEV) im Vergleich zum Vorjahreszeit- raum. Hatten sich in den ersten drei Quartalen des Jahres 2024 rund 13.125 Hyundai-Kunden für ein rein batterieelektrisches Modell entschieden, so seien es im Vergleichszeitraum 2025 19.629 Zulassungen gewesen. Das entspreche einem Zuwachs von 50 Prozent, während der Gesamtmarkt bei den E-Auto-Zulas- sungen nur um 38 Prozent zulegte. Hyundai zählt sich damit zu den führenden Anbietern der Elektromobilität in Deutschland. www.hyundai.com ❙ Serviceangebot erweitert RODGAU. Die Seufert Gesellschaft für transparente Verpackungen mbH bietet nun auch die Konfektionierung kundenspezifischer Produkte an. Kundinnen und Kunden profitieren künftig von einem durchgängigen Prozess: vom Design und der Produktion über die Veredelung bis hin zur befüllten, versandfertigen Verpackung. Ob das Einlegen von Produkten, das Bestücken mit Proben, das dieb- stahlsichere Verschweißen der Verpackung oder das Anbringen von Etiketten – Seufert übernimmt auf Wunsch alle Schritte des Kon- fektionierungsprozesses. Weniger logistischer Aufwand, Zeiterspar- nis, Qualitätssicherung und Prozesssicherheit seien die daraus resultierenden Vorteile. Besonders geeignet sei das Angebot für Branchen, in denen eine hochwertige Präsentation ebenso wichtig ist wie eine nachhaltige transparente Verpackungslösung – etwa in der Kosmetik-, Lebensmittel-, Geschenk- oder Pharmaindustrie. www.seufert.com ❙ Modernes Rathaus aus nachhaltigem Material OBERTSHAUSEN. Die Wolff & Müller Holding GmbH & Co. KG, Stuttgart, wird das neue, vierstöckige Rathaus an der Schubert- straße errichten. Das haben Vertreter der Stadt und des Bauunter- nehmens besiegelt. Zusätzlich baut das Unternehmen ein Park- haus mit rund 90 Stellplätzen und eine grüne Außenanlage. Das gesamte Projekt mit einem Auftragsvolumen von 23,7 Millionen Euro soll bis September 2028 fertig sein. Besonders ist daran, dass es nicht in konventioneller Massivbauweise aus Stein und Beton, sondern in Holzsystembauweise ausgeführt wird. Gleichzeitig erfüllt das künftige Verwaltungsgebäude die hohen Anforderungen des Energiestandards Passivhaus Solar Plus. www.obertshausen.de www.wolff-mueller.de Ausbildungskooperation mit der IHK Offenbach am Main Erfolgreich weiterentwickelt und spezialisiert Die Videor E. Hartig GmbH feierte ihr 50-jähriges Bestehen mit einer Roadshow. Den festlichen Abschluss bildete eine Jubiläumsparty mit Herstellerpartnern und Kunden in der Event location The Aircraft at Burghof in Dreieichenhain. 1975 als Anbieter für Videotechnik gegründet, ist das Unternehmen aus Rödermark inzwischen auf professionelle Video- und Sicherheitstechnik spezialisiert und Distributor und Lösungsanbieter für Facherrichter von Sicherheitstechnik aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. In seiner Laudatio würdigte IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner besonders das Engagement des Unternehmens in der Ausbildung: „Videor ist ein extrem innovatives Unternehmen, mit dem Mindset, sich immer weiterentwickeln zu wollen. Aber Videor ist auch ein Unternehmen, das Verantwortung übernimmt – für die Region, für die Menschen und die Zukunft. Gerade auch beim Thema Aus- und Weiterbildung, beispielsweise mit der Weiterbildung Fachkraft für Video- und Sicherheitstechnik, die in Partnerschaft mit der IHK Offen- bach am Main angeboten wird.“ www.videor.com IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner (r.) gratulierte den Geschäftsführern Dominik Mizdrak (l.) und Lars Hagenlocher (M.), Enkel des Firmengründers Ernst Hagenlocher. 12 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 NACHRICHTEN http://www.ifm-bonn.org http://www.hyundai.com http://www.seufert.com http://www.obertshausen.de http://www.wolff-mueller.de http://www.videor.com MMenschen und Wirtschaft ❙ Neuer CEO OBERTSHAUSEN. Mit Wirkung zum 1. November 2025 hat der Aufsichtsrat der KARL MAYER Gruppe, Anbieter von Lösungen im Textilmaschinenbau, Lutz Wolf (51) zum neuen Alleinvorstand der KARL MAYER Holding SE & Co. KG bestellt. Wolf übernimmt die Gesamtverantwortung für die international agierende Unter- nehmensgruppe mit Hauptsitz in Obertshausen, rund 2.500 Mit- arbeitenden und einem Jahres- umsatz von rund 400 Millionen Euro. Wolf folgt auf Uwe Lüders, der in den Ruhestand getreten ist. Dr. Lorenz Zwingmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats der KARL MAYER Holding SE & Co. KG, erklärt: „Wolfs umfassendes Profil verbindet operative Tiefe, strategische Weitsicht und vor allem internationale Managementerfahrung – Qualitäten, die für die laufende Transformation der KARL MAYER Gruppe von zentraler Bedeutung sind.“ www.karlmayer.com ❙ Neue Technikvorständin OFFENBACH. Dr. Catharina Friedrich wird neue Technikvorständin der Energieversorgung Offenbach AG (EVO). Das hat das Unternehmen im Anschluss an eine Sitzung des Aufsichtsrats mitgeteilt. Sie tritt ihre neue Aufgabe am 1. April 2026 an und folgt auf Günther Weiß, der zu diesem Zeitpunkt in den Ruhestand geht. Friedrich ist Diplom-Mathe- matikerin und hat am Institut für Elektrische Energieversorgung und Hochspannungstechnik an der TU Dresden promoviert. Seit 2008 ist sie in verschiedenen Führungspositionen in der Energiebranche tätig. Unter anderem verantwortete sie Planung, Bau und Betrieb von Ver- teilungsnetzen bei der Westnetz GmbH und war als Geschäftsführerin der Netzgesellschaft Südwestfalen tätig. Rund vier Jahre lang war sie Mitglied des Vorstands der Rheinischen Energie AG (Rhenag). 2024 wechselte sie als Geschäftsführerin zum digitalen Start-up digikoo GmbH mit Sitz in Essen. Catharina Friedrich wird als Technikvorständin unter anderem für die Kraftwerke, die Windkraftsparte und die Netze sowie für Sicherheit und Umweltschutz verantwortlich sein. www.evo-ag.de ❙ Neue Pächter HEUSENSTAMM. Am 1. Oktober 2025 haben neue Pächter offiziell das traditionsreiche Hofgut Patershausen übernommen. Nach über drei Jahrzehnten hat die Familie Ommert den landwirtschaftlichen Betrieb an die neu gegründete Hofgut Patershausen GmbH & Co. KG überge- ben, die künftig den Bio-Betrieb fortführen und weiterentwickeln wird. Die GmbH & Co. KG vereint die Hofgut Oberfeld Landwirtschaft AG aus Darmstadt, den Dottenfelderhof aus Bad Vilbel, die Bruchköbeler Bio-Landwirtschaft Ackerlei sowie die Familien Bloem, Bootsman und Zapotoczny, die unter anderem einen Bioland-Gemüsebetrieb in Steinfurth führen. Die neuen Pächter wollen das bestehende bio- ökologische Konzept nicht nur fortführen, sondern auch erweitern. Geplant sind zusätzliche Angebote, unter anderem der Ausbau des beliebten Biergartens, um das Hofgut als Ausflugsziel noch attraktiver zu machen. „Das Hofgut ist ein besonderes Kleinod unserer Stadt“, sagt Bürgermeister Steffen Ball. „Mit den neuen Pächtern sichern wir seine Zukunft – im Sinne nachhaltiger Landwirtschaft und als Ort der Begegnung für die Bürgerinnen und Bürger.“ www.heusenstamm.de 13Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 NACHRICHTEN http://www.karlmayer.com http://www.evo-ag.de http://www.heusenstamm.de Aussteller und Einkäufer aus aller Welt auf der ILM Offenbach bleibt die erste Adresse für die Lederwarenbranche Vom 30. August bis 1. September 2025 fand in Offenbach die 162. Ausgabe der Internationalen Lederwarenmesse (ILM) statt. Die Ordermesse für Taschen, Reisegepäck, Schulartikel und Accessoires präsentierte rund 300 Marken aus knapp 30 Ländern und bestätigte damit laut Messeleitung ihre Rolle als weltweit bedeutendste Plattform der Branche. „Unsere Messe ist ein Fixpunkt in einer sich wandelnden Branche, ein Pflichttermin für Einkäufer aus aller Welt. Gerade in volatilen Zeiten bleibt die ILM ein Ort, an dem Verbindlichkeit, Vertrauen und klare Orientierung geschaffen werden“, resümiert Arnd Hinrich Kappe, Geschäftsführer der Messe Offenbach nach drei Tagen reger Order- tätigkeit. „Kein anderes Format vereint ein derart breites Spektrum an Marken und Kollektionen in einem kompakten Umfeld“, ist er überzeugt. „Die Frequenz ist nicht so gut. Insgesamt kommen weniger Händler, aber die, die kommen, bestellen wie immer“, beobachtete Stefan Bruder vom Taschenhersteller Abro in Rodgau. „Die Messe spiegelt die Konjunktur wider. Europa ist allgemein wirtschaftlich problematisch, aber Deutschland hat das geringste Wachstum. Das drückt auf die Stimmung. Wir brauchen eine wirtschaftliche Wende“, appelliert er. Die Termine für 2026 stehen bereits fest: Die ILM #163 wird vom 7. bis 9. Februar stattfinden. Im Herbst folgt die ILM #164 vom 29. bis 31. August 2026. www.ILM.de Mehr als 300 deutsche und internationale Marken präsentierten den Besucherinnen und Besuchern der ILM ihre Produkte. Fo to : M es se O ffe nb ac h/ IL M 14 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 NACHRICHTEN http://www.ILM.de Durch gezielte Investitionen gut aufgestellt in die Zukunft. Mit der Sparkasse und der Helaba finden Sie die passenden Finanzierungsmöglichkeiten für die Transformation Ihres Unternehmens. In Partnerschaft mit: Bereit für eine nachhaltige Veränderung. Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen Weil’s um mehr als Geld geht. Von Wohndesign und Buchkunst Christa Bambeck gestaltet Räume und Geschichten Handwerk, Design und Kunst verbindet Christa Bambeck aus Klein-Krotzenburg seit langem, wenn sie ihre Kundinnen und Kunden zur ästhetischen Gestaltung von Wohnräumen berät. Nun findet sich dieser Dreiklang in einem Bilderbuch wieder, zu dem sie alle Illustrationen und Texte gestaltet hat. Ihre Berufsausbildung hat Christa Bambeck im grafischen Gewerbe der Druckerei Illert in Hanau als Lithografin mit Gesellenbrief absolviert. Seit 35 Jahren berät sie ihre Auf- traggeber in Sachen Einrichtung von Villen, Häusern und Wohnungen. Ihr Credo lautet: „Grundsätzlich schaue ich mir Objekte vor Ort an, um gemeinsam mit Kunden Konzepte zur Neu- und Umgestaltung zu entwickeln. Ich kümmere mich dann um die Umsetzung und nutze meine Kontakte zu Gewerken und Herstellern. Oberstes Gebot für mich ist die Zufriedenheit meiner Kunden.“ In ihrem Haus, das zugleich Showroom ist, zeigt sie neben selbst gemalten Bildern unter anderem Muster von erlesenen Textilien, aus- gefallene Deko-Utensilien und Kleinmöbel. Sie bevorzugt Hersteller aus Frankreich, Ita- lien und Spanien im hochwertigen Segment. Christa Bambeck ist auch eine im Kunstunter- richt geschulte Malerin. Deshalb begann sie vor zwei Jahren, eine lange gereifte Idee zu verwirklichen: Sie nahm sich Zeit, um in Aqua- relltechnik und Federzeichnung Bilder von der „Maus Frieda“ zu gestalten. Zu den Illustratio- nen von ihrer lebensfrohen Heldin dachte sie sich vergnügliche Geschichten aus und ließ ihr erstes Buch „Frieda im Jahreskreis“ bei der Druckerei Kümmel in Hainstadt herstellen. Der Bildband wurde im Frühjahr 2025 rechtzeitig zur 850-Jahr-Feier von Klein-Krotzenburg fertig und kam nicht zuletzt deshalb gut an, weil darin einige Bezüge zu Bambecks Heimatge- meinde zu entdecken sind. „Das ist ein Buch für Kinder und jung geblie- bene Erwachsene“, findet die Autorin. Sie hat ihre erste Auflage selbst herausgegeben, kann sich das Buch aber ebenso im Programm eines Verlags vorstellen. „Frieda im Jahres- kreis“ kostet 22 Euro, wovon Bambeck je einen Euro an ein Kinderhilfswerk und an eine Tierschutzorganisation spendet. Christa Bambeck lässt die Maus Frieda auf vielen bunten Seiten alle Jahreszeiten genießen – in Klein-Krotzenburg und seiner schönen Umgebung. Sie empfiehlt ihr reich illustriertes Werk als Weihnachtsgeschenk für Groß und Klein. Kontakt Christa Bambeck 06182 5229 christabambeck@gmail.com Fo to : A re ns /IH K mail@wolfsystem.de www.wolfsystem.de PRODUKTION MONTAGE PLANUNG Industrie | Gewerbe | Stahlbau Wolf System GmbH 94486 Osterhofen 09932 37-0 16 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 NACHRICHTEN mailto:christabambeck%40gmail.com?subject= Ihr Unternehmen im IHK-Magazin Die Offenbacher Wirtschaft berichtet in jeder Ausgabe über Aktuelles aus den Unternehmen in der Region: Wir stellen Betriebe vor, die sich neu am Wirtschaftsstandort angesiedelt haben, berichten von wich- tigen personellen Veränderungen, großen Jubiläen und zündenden Geschäftsideen. Schicken Sie uns Ihre Pressemitteilung oder rufen Sie einfach an, damit die Leser des IHK-Magazins erfahren, was sich in Ihrem Unternehmen tut! Kontakt Birgit Arens 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Fo to : I H K 100 Millionen Euro für den SMC-Campus Die SMC Deutschland GmbH, spezialisiert auf pneumatische und elektrische Automatisierung, baut einen neuen Cam- pus an ihrem Unternehmenssitz in Egelsbach, der als hochmodernes Zentrum für technische Entwicklung, Kunden- beratung und praxisnahe Innovation geplant ist. Die Fertigstellung ist zum 50-jährigen Bestehen von SMC Deutschland im Jahr 2028 vorgesehen. Der Campus soll ein Meilenstein werden, der die Zukunft des Unternehmens mit seiner erfolgreichen Geschichte verbindet. Zum symbolischen ersten Spatenstich für den SMC Campus trafen sich (v. l. n. r.): Robin Hellweg, A°ID Architektur + Industrial Design, Daniel Langmeier, Geschäftsführer der SMC Deutschland GmbH, Egelsbachs Bürgermeister Tobias Wilbrand, Rolf-Eric Matthies, Senior Vice President of Engineering bei SMC, und Frank Hellweg, A°ID Architektur + Industrial Design. www.smc.eu/de-de Fo to : S M C 17Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 NACHRICHTEN http://www.smc.eu/de-de 18 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 NACHRICHTEN „Unsere Kundinnen und Kunden gehören drei Generationen an. Sie sind zwischen 25 und 85 Jahre alt“, sagt Renate Kins. „Ich bin darauf bedacht, immer neueste Trends und außergewöhnliche Kreationen im Bereich Uhren und Schmuck zu präsentieren. Populär sind zum Beispiel ökologische und haut- verträgliche Materialien. Die Firma Boccia Titanium, sozusagen unsere Hausmarke, überzeugt mit stylischen Uhren und Schmuck aus Reintitan, die auch mit Goldplattierung oder Vollschliff-Brillanten erhältlich sind. Ressourcenschonende Armbanduhren mit Solarantrieb sind beliebt. Wir führen auch Uhren in Holzdesign und unsere Trauringe sind selbstverständlich ‚made in Germany‘“, beschreibt sie ihr Sortiment. Fachwissen schafft Vertrauen Seit einem Überfall öffnet Renate Kins die Ladentür nur, wenn Kunden klingeln, und ihre treue Schäferhündin wacht stets an ihrer Seite. „Ich hole heute die reservierten Schmuckstücke ab“, erklärt eine Dame, nach- dem sie das Geschäft betreten hat. Es handelt sich um ein Collier und Ohrringe, die zu einem mehrteiligen Set gehören. „Die Perlohrringe sollten Sie vorm Haarewaschen ablegen“, rät Fachfrau Kins und gibt weitere Tipps für die Reinigung und Pflege. In einer feinen Scha- tulle überreicht sie der strahlenden Kundin die Preziosen. Dass ihr Wissen und ihre Beratung gefragt sind, erlebt sie oft. Gerade weil viel an unechtem Schmuck in Umlauf sei, werde ihre Expertise geschätzt. Sie ermittelt den Wert von Schmuck, kauft Altgold und -silber an und verkauft auch Feingoldbarren. „Der Handel mit Goldbarren ist eine Vertrauens- angelegenheit“, sagt sie und ergänzt: „In den letzten Jahren sind Imitationen aus Wolfram auf den Markt gelangt. Das fast identische spezifische Gewicht macht es unmöglich, den Unterschied durch Wiegen festzustellen. Ich prüfe die Echtheit mit einem Spezialgerät.“ Darüber hinaus bietet sie weitere Services an: Sie wechselt Batterien, sticht Ohrlöcher und knotet Perlenketten. Schmuck- und Uhrenre- paraturen erledigen kompetente Partner. Mehr Menschen in den Ortskern bringen Wie in den Vorjahren hat sich das Juwelen Atelier Kins im September 2025 an der IHK- Initiative „heimat shoppen“ beteiligt. Die Aktionstage haben ein Ziel, das auch Renate Kins am Herzen liegt: „Wir müssen erreichen, dass wieder mehr Menschen ins Ortszentrum kommen“, sagt sie und wünscht sich ein Ent- wicklungskonzept, um den Einzelhandel in Hainburg zu stärken. „Früher hat man hier alles bekommen. Aber viele Fachgeschäfte haben geschlossen. Das Eiscafé ist abgewandert. Es gibt Leer- stände und unattraktive Brachen. Gewerbe- räume wurden zu Wohnungen umgebaut. Das Verkehrsaufkommen ist so hoch, dass die Kunden die Offenbacher Landstraße schwer überqueren können und sich mit dem Fahrrad kaum noch hertrauen“, klagt sie und zeigt auf den langen Stau vor ihrem Geschäft, den gerade eine Baustelle mit Umleitung verursacht. 2024 habe eine Vollsperrung der Straße ihrem Weihnachts- geschäft sehr geschadet, berichtet sie. Immerhin sei die Parkplatzsituation gut. Dafür habe der Gewerbeverein gekämpft, in Birgit Arens hat bei Juwelen Atelier Kins reingeschaut 19Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 NACHRICHTEN Fo to : A re ns /IH K dem die Geschäftsfrau seit 20 Jahren aktiv im Vorstand mitarbeitet. Sorgen bereitet Renate Kins, dass sie wäh- rend der Pandemie erhaltene Hilfsmittel zurückzahlen soll. „Wir haben durch Corona viele Kunden verloren. Sie sind ins Internet abgewandert und nicht wiedergekommen. Die Hilfsmittel haben wir zur Renovierung ver- wendet. Unser Steuerberater hat sie für uns beantragt. Dadurch sind uns Kosten entstan- den“, erklärt sie und hofft auf eine Entlastung der Betriebe, wie sie die hessischen IHKs und weitere Wirtschaftsverbände von der Landes- regierung fordern. Es klingelt erneut an der Ladentür und eine junge Frau kommt in Begleitung ihrer Mutter, um sich ein Ohrloch stechen zu lassen. „Neh- men Sie lieber die Titanstecker, die können Sie auch später tragen“, beginnt die Juwelie- rin ihre sorgfältige Beratung und erklärt, wel- che Vorteile das Material gegenüber Edelstahl hat. Und wieder wird deutlich, wie genau Renate Kins weiß, wovon sie spricht. www.juwelier-kins.de Vor 47 Jahren haben der Goldschmiedemeister und Diamantgutachter Gosbert Kins und seine Ehefrau Renate das Juwelen Atelier Kins in Hainburg eröffnet. 1993 haben sie den heutigen Standort in der Offenbacher Landstraße bezogen. Während manch anderes Fach- geschäft von dort verschwunden ist, besteht das Juwelen Atelier Kins erfolgreich weiter – dank seiner Services, regelmäßiger Renovierungen und seiner Spezialisierung. REGIONALE WIRTSCHAFT BRAUCHT ZUVERLÄSSIG BEZAHLBAREN STROM Politik redet, Wirtschaft handelt Das Thema Energie stand im Fokus der Herbstsitzung der IHK-Vollversammlung am 15. September 2025. Die IHK Offenbach am Main hatte Experten eingeladen, die Herausforderungen und Zukunftsszenarien vorstellten. Die Mitglieder der IHK-Vollversammlung während des Vortrags von Dr. Tilman Autenrieth, kaufmännischer Geschäftsführer der Energienetze Offenbach GmbH. 20 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 TITELTHEMA Fo to : M ah r/ IH K Das Ziel ist klar: Klimaneutralität bis 2045. Aber eine klare Strategie, wie dieses Ziel erreicht werden soll, und ein nach dieser Strategie ausgerich- teter, verlässlicher Maßnahmenplan ist weit und breit nicht erkennbar. Lisa Schäfer von der IHK Lahn-Dill, federführend für die Bereiche Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit der hessischen IHKs, stellte den prognostizierten Bedarf an Strom sowie das voraussichtliche Stroman- gebot in Hessen bis zum Jahr 2045 vor. Dr. Tilman Autenrieth, kaufmännischer Geschäftsführer der Energie- netze Offenbach GmbH (ENO), und Dr. Christoph Meier, Vorstandsvor- sitzender der Energieversorgung Offenbach AG (EVO) und Mitglied der IHK-Vollversammlung, referierten zur „Energieinfrastruktur Strom in der Region Offenbach“. IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller betonte im Hinblick auf die Energiepolitik in Deutschland: „Das Ziel ist klar: Klimaneutralität bis 2045. Aber eine klare Strategie, wie dieses Ziel erreicht werden soll, und ein nach dieser Strategie ausgerichteter, verlässlicher Maßnah- menplan ist weit und breit nicht erkennbar.“ Ebenfalls sei die Frage, wie die Unternehmen bei diesen Veränderungen wettbewerbsfähig bleiben können, noch nicht beantwortet. Netze intelligent nutzen und ausbauen Lisa Schäfer berichtete, dass sich nach Erkenntnissen des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) der Strombedarf bis 2045 verdoppeln wird und es zu erheblichen Differenzen zwischen Stromnach- frage und Strombereitstellung kommen könnte. In ihrem anschließenden Vortrag erläuterten Dr. Tilman Autenrieth und Dr. Christoph Meier die Herausforderungen und Lösungsansätze für eine nachhaltige Energie- und Stromversorgung in der Region Offen- bach. Sie wiesen darauf hin, dass neben den gesetzlichen Vorgaben zum Klimaschutz auch die Versorgungssicherheit und der technologi- sche Wandel Gründe für den Umbau des Energiesystems seien. Allein durch die Ansiedlung von Rechenzentren in der Region steige der Strombedarf erheblich. Ebenso skizzierten sie die Pläne von EVO und ENO zur Bewältigung des erwarteten massiven Anstiegs von Strom- nachfrage und Netzlasten in der Region. Autenrieth betonte, dass Digitalisierung und Automatisierung der Stromnetze sowie eine enge Kooperation zwischen Netzbetreiber, Kunde und Elektrofachbetrieben der Schlüssel zu einem auch in Zukunft sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb seien. Meier wies darauf hin, dass mehrere hundert Millionen Euro Investitionen für die Ertüchtigung des Stromnetzes in Stadt und Kreis Offenbach notwendig seien. Gleichwohl suche die EVO eine vernünftige Balance zwischen der intelligenten Nutzung der bestehenden Netze und dem notwendi- gen Ausbau. Energie muss bezahlbar sein IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner mahnte an, dass Versorgungssicherheit sowie langfristig verlässliche und wettbewerbs- fähige Energiepreise für Unternehmen unerlässlich seien. Dafür sollten Marktmechanismen genutzt, der Netzausbau vorangetrieben und gleichzeitig durch smarte Lösungen Kosten begrenzt werden. „Der Staat muss dabei koordinieren, gute Rahmenbedingungen schaffen und gezielt fördern“, forderte Weinbrenner. 21Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 TITELTHEMA Klimaneutral werden und wettbewerbsfähig bleiben ist schwierig Befragung: Energiewende setzt Wirtschaft unter Druck Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hat Unternehmen gefragt, wie sie die Energiewende erleben. Die Ergebnisse des Energiewende-Barometers 2025 zeigen: Die Stimmung in der Wirtschaft ist angespannt. Viele Betriebe sehen die aktuellen Entwicklungen kritisch und fühlen sich durch politische Vorgaben und steigende Kosten stark belastet. Statt Aufbruch dominiert Abwarten. An der Umfrage haben vom 10. bis 25. Juni 2025 insgesamt 3.600 Unternehmen aus ganz Deutschland teilgenommen. Die Antwor- ten kommen gut zur Hälfte aus der Dienstleistungsbranche (56 Pro- zent), gefolgt von Industrieunternehmen (23 Prozent) und Handel (15 Prozent). Unternehmen der Bauwirtschaft sind mit sechs Prozent am wenigsten vertreten. Wirtschaftlich belastend Fast 60 Prozent der befragten Unternehmen bewerten die Energie- wende als negativ für das eigene Geschäft. Nur 15 Prozent erwarten Vorteile. Besonders betroffen sind die Industrie, das Baugewerbe und energieintensive Branchen. Dort steigen die Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit. Die Betriebe klagen über hohe Strompreise, unsichere Versorgung und einen wachsenden Aufwand durch gesetz- liche Vorgaben. Technik allein reicht nicht Trotz dieser Herausforderungen investieren viele Unternehmen in neue Technologien. Photovoltaik-Anlagen, Wärmepumpen und Bat- teriespeicher kommen zunehmend zum Einsatz. Doch die Umsetzung ist oft schwierig. Es fehlen Fachkräfte. Die Netze sind nicht überall ausreichend ausgebaut und Genehmigungen dauern zu lange. Auch die Digitalisierung der Energieversorgung kommt aus Sicht der Unter- nehmen nur schleppend voran. Was sich ändern muss Die Ergebnisse zeigen: Die Energiewende ist zwar in der Praxis ange- kommen – aber von flächendeckender Realisierung kann keine Rede sein. Viele Unternehmen sind engagiert und wollen Veränderungen erreichen. Sie stoßen aber auf massive Hindernisse. 6 Abbildung 4: Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit Ins Auge fällt, dass im Vergleich zum Vorjahr Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen stärker zurückge- stellt werden, Investitionen in Kernprozesse sowie in Forschung und Entwicklung sind etwas weniger be- troffen. In der Industrie ist diese Tendenz noch deutlicher ausgeprägt und die Investitionszurückhaltung in allen Investitionsbereichen größer. Abbildung 5: Auswirkungen Investitionen Industrie Die Energiekosten belasten also viele Unternehmen, weniger Investitionen sind die Folge. Ein Dienstleister aus Ostdeutschland drückt dies so aus: 38,7 21,5 14,3 30,6 40,7 22,7 13,9 29,6 0,0 5,0 10,0 15,0 20,0 25,0 30,0 35,0 40,0 45,0 Verlust Wettbewerbsfähigkeit Zurückstellung von Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen Zurückstellung von Investitionen in Forschung und Innovationen Zurückstellung von Investitionen in Kernprozesse Auswirkungen der hohen Energiepreise auf Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit 2024 2025 41 % 23 % 14 % 30 % 63 % 27 % 18 % 35 % 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % Verlust der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens am Standort Deutschland Zurückstellung von Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen Zurückstellung von Investitionen in Forschung und Innovationen Zurückstellung von Investitionen in Kernprozesse Auswirkung der hohen Energiepreise auf Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie Industrie Gesamt Gr af ik en : D IH K 22 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 TITELTHEMA Die DIHK fordert deshalb klare Verbesserungen und hat acht Hand- lungsvorschläge formuliert: 1. Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen Energieprojekte brauchen oft Jahre bis zur Umsetzung. Die DIHK fordert schnellere Verfahren auf allen Ebenen – von der Kommune bis zum Bund. 2. Strompreise wettbewerbsfähig gestalten Die hohen Energiekosten gefährden die Wettbewerbsfähigkeit. Die DIHK schlägt vor, staatliche Preisbestandteile zu senken und die Stromsteuer auf das EU-Mindestmaß zu reduzieren. 3. Netzinfrastruktur ausbauen und modernisieren Die Stromnetze müssen mit dem Tempo der Energiewende mit- halten. Die DIHK fordert einen zügigen Ausbau und eine bessere Abstimmung zwischen allen Beteiligten. 4. Fachkräfte gezielt ausbilden und gewinnen Der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften bremst viele Projekte. Die DIHK empfiehlt eine stärkere Ausrichtung der Ausbildung auf Energietechnik und gezielte Zuwanderung. 5. Technologieoffenheit sichern und Innovationen fördern Unternehmen sollen selbst entscheiden können, welche Lösun- gen am besten passen. Die DIHK fordert eine offene Förderung für Wasserstoff, Speicher und digitale Systeme. 6. Bürokratie abbauen und Regeln vereinfachen Viele Unternehmen kämpfen mit komplizierten Vorgaben. Die DIHK fordert klare und verständliche Regeln sowie digitale und schlanke Verfahren. 7. Regionale Besonderheiten berücksichtigen Die Energiewende verläuft nicht überall gleich. Die DIHK empfiehlt, regionale Unterschiede bei Infrastruktur und Energiebedarf stärker zu beachten. 8. Energieversorgung krisenfest gestalten Die Versorgungssicherheit muss auch in schwierigen Zeiten gewährleistet sein. Die DIHK fordert eine robuste Infrastruktur, flexible Reservekapazitäten und klare Notfallpläne. Alle Informationen zum DIHK-Energiewendebarometer 2025: www.dihk.de 8 Transformation mit Hemmnissen Bei den Transformationshemmnissen zeigt sich ein klares Bild: Bürokratie steht als Problem an erster Stelle. Sie wird von vielen Unternehmen als größtes Hindernis für Investitionen und die Umsetzung von Energieprojekten benannt. Die explizit genannten Defizite reichen von zu komplexen Genehmigungsver- fahren über das Marktstammdatenregister bis hin zu aufwendigen Förderanträgen und neuen Berichts- pflichten. Die Forderungen der Unternehmen sind eindeutig: Sie wünschen sich einfachere Prozesse, eine umfassende Digitalisierung der Behörden sowie mehr Praxisnähe anstelle kleinteiliger Regulierung bei der Energiewende. Beispiele: „Der Prozess zur Erreichung der Energiewende würde viel schneller und einfacher vonstattengehen, wenn ein maßgeblicher Bürokratieabbau vorausgegangen wäre.“ (Westen, Dienstleistung) “Hauptsache weniger Bürokratie, Kontrollen, Audits und Co.!” (Westen, Dienstleistung) Abbildung 7: Hindernisse bei der Transformation An zweiter, aber nach wie vor zentraler Stelle unter den Transformationshemmnissen stehen unzu- reichende Information und fehlende Planbarkeit. Die Vielzahl neuer Vorschriften sowie das Tempo und die Kurzfristigkeit der Gesetzgebung sorgen bei vielen Unternehmen für Unsicherheit. Insbesondere die politische Unbeständigkeit wird kritisch gesehen: Häufig wechselnde Fördersysteme und plötzliche Regu- lierungsänderungen behindern verlässliche Investitionsentscheidungen. Es fehlt an einer langfristig aus- gerichteten, parteiübergreifenden Energiepolitik mit Planungssicherheit über Legislaturperioden hinaus. Beispiele: „Wir wünschen uns vom Gesetzgeber die langfristige Planbarkeit notwendiger Maßnahmen auf dem Weg zur Treibhausgasreduktion und Klimaneutralität – über mindestens zehn Jahre hinaus.“ (Süden, Industrie) „Die Politik muss ganz dringend klare Aussagen treffen, damit die Unternehmen Sicherheit haben, wohin die Entwicklung geht. Planungssicherheit steht – neben Energiepolitik und Bürokratieabbau – ganz oben. An den letzten Punkt glaube ich leider nicht.“ (Süden, Handel) 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % schwierige Finanzierung / fehlendes Kapital Fachkräftemangel hohe Energiepreise langsame Planungs- und Genehmigungsverfahren bzw. fehlende Infrastruktur fehlende Information bzw. Planbarkeit und Verlässlichkeit in der Energiepolitik zu viel Bürokratie Größte Hindernisse bei der Transformation zu mehr Klimaschutz 2025 2024 2023 SCHAFFEN SIE AUS ALTEN WERTEN NEUE MÖGLICHKEITEN Holger Honig I Bahnhofstraße 58 I 63179 Obertshausen Tel. 0 6104 9 531315 I www.goldhaus-obertshausen.de Mo-Fr: 10.00 - 13.00 Uhr I 15.00 - 18.00 Uhr oder nach Vereinbarung Ankauf von: Schmuck I Gold I Silber I Uhren I Münzen Barren I Bestecke I Zinn I Antiquitäten Ab sofort in neuen Räumlichkeiten Anzeige Goldhaus IHK 90x57mm neu.indd 1Anzeige Goldhaus IHK 90x57mm neu.indd 1 23.04.25 19:2623.04.25 19:2623Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 TITELTHEMA Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist Voraussetzung für Klimaschutz Aktuelle Energiewende-Politik kostet bis zu 5,4 Billionen Euro Die Energiewende in ihrer aktuellen Ausgestaltung führt langfristig zu massiven Kostenbelastungen für Unternehmen und Haushalte. Mit der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland ist das kaum vereinbar. Das geht aus der Studie „Neue Wege für die Energiewende (‚Plan B‘)“ im Auftrag der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) hervor. Die Wirtschaftsberatungsgesellschaft Frontier Econo- mics analysierte den derzeitigen Kurs in der Energiepo- litik. Ginge es weiter wie bisher, müssten sich die jähr- lichen privaten Investitionen in den Sektoren Energie, Industrie, Gebäude und Verkehr mehr als verdoppeln – von rund 82 Milliarden Euro im Mittel der Jahre 2020 bis 2024 auf mindestens 113 bis 316 Milliarden Euro im Jahr 2035. „Die Zahlen zeigen: Mit der aktuellen Politik ist die Ener- giewende nicht zu stemmen“, sagt DIHK-Präsident Peter Adrian. „Dabei funktioniert die Energiewende nur mit einer leistungsfähigen Wirtschaft.“ Hohe Energiesystemkosten belasten Unternehmen Durch die Energiewende werden die Energiesystemkosten in den nächsten Jahren stark zunehmen. Dazu zählen neben Investitionen in die inländische Energieerzeugung und Infrastrukturen auch die laufenden Kosten, zum Beispiel für den Betrieb von Netzen und Kraftwerken sowie Ausgaben für Energieimporte. Insgesamt schätzt die Studie diese Kosten auf 4,8 bis 5,4 Billionen Euro für den Zeitraum 2025 bis 2049. Davon entfallen 2,0 bis 2,3 Billionen Euro auf Energieimporte, 1,2 Billionen Euro auf Netzkosten (Investitionen und Betriebskosten), 1,1 bis 1,5 Billionen Euro auf Investitionen in die Energieerzeu- gung und rund 500 Milliarden Euro auf den Betrieb von Erzeugungsanlagen. Q ue lle : E ig en e Da rs te llu ng b as ie re nd a uf D IH K (2 02 5) Für viele Unternehmen wirkt sich die Energiewende negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit aus NEUE WEGE FÜR DIE ENERGIEWENDE („PLAN B“) frontier economics 18 fünfzehn Jahren erfolgen muss. Daraus resultieren steigende Kosten für Unternehmen und Verbraucher. ■ Zahlreiche Anzeichen für beginnende Deindustrialisierung: Bereits jetzt mehren sich die Anzeichen, dass energieintensive Produktion verstärkt ins Ausland verlagert wird und Neuinvestitionen außerhalb von Deutschland geplant werden. Die Produktionsentwick- lung in energieintensiven Industriezweigen ist seit Jahren rückläufig (siehe Abbildung 6). Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2025 haben zahlreiche Unternehmen, z.B. in der Chemie aber auch in anderen Branchen, Stilllegungen oder Verlagerungen von Produk- tionsstätten ins Ausland angekündigt.8 In der Folge drohen strukturelle Verluste von Hun- derttausenden gut bezahlten Industriearbeitsplätzen, die in diesem Umfang nicht durch schnellen strukturellen Wandel ausgeglichen werden können. Die Abwanderung der In- dustrie bleibt aufgrund des „Carbon Leakage“-Effektes letztlich ohne positive Klimawir- kung. Abbildung 5 Für viele Unternehmen wirkt sich die Energiewende negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit aus Quelle: Eigene Darstellung basierend auf DIHK (2025). 8 Beispielsweise haben die Chemiekonzerne Ineos und Dow die Schließung von Werken in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt angekündigt. Der Solarglashersteller GMB meldete Insolvenz an. In allen Fällen wurden die Entschei- dungen größtenteils mit den im internationalen Wettbewerb nicht tragfähigen Energiekosten begründet. Frage: Wie beurteilen Sie die Auswirkungen der Energiewende auf die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens ? 27,3 18,6 33,1 16,1 23,7 43,3 46,9 32,4 31,7 40,3 29,4 34,5 34,5 52,2 36,0 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 % 90 % 100 % Dienstleistungen Handel Baugewerbe Industrie Alle Branchen Angaben in Prozent (sehr) positiv neutral (sehr) negativ NEUE WEGE FÜR DIE ENERGIEWENDE („PLAN B“) frontier economics 18 fünfzehn Jahren erfolgen muss. Daraus resultieren steigende Kosten für Unternehmen und Verbraucher. ■ Zahlreiche Anzeichen für beginnende Deindustrialisierung: Bereits jetzt mehren sich die Anzeichen, dass energieintensive Produktion verstärkt ins Ausland verlagert wird und Neuinvestitionen außerhalb von Deutschland geplant werden. Die Produktionsentwick- lung in energieintensiven Industriezweigen ist seit Jahren rückläufig (siehe Abbildung 6). Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2025 haben zahlreiche Unternehmen, z.B. in der Chemie aber auch in anderen Branchen, Stilllegungen oder Verlagerungen von Produk- tionsstätten ins Ausland angekündigt.8 In der Folge drohen strukturelle Verluste von Hun- derttausenden gut bezahlten Industriearbeitsplätzen, die in diesem Umfang nicht durch schnellen strukturellen Wandel ausgeglichen werden können. Die Abwanderung der In- dustrie bleibt aufgrund des „Carbon Leakage“-Effektes letztlich ohne positive Klimawir- kung. Abbildung 5 Für viele Unternehmen wirkt sich die Energiewende negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit aus Quelle: Eigene Darstellung basierend auf DIHK (2025). 8 Beispielsweise haben die Chemiekonzerne Ineos und Dow die Schließung von Werken in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt angekündigt. Der Solarglashersteller GMB meldete Insolvenz an. In allen Fällen wurden die Entschei- dungen größtenteils mit den im internationalen Wettbewerb nicht tragfähigen Energiekosten begründet. Frage: Wie beurteilen Sie die Auswirkungen der Energiewende auf die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens ? 27,3 18,6 33,1 16,1 23,7 43,3 46,9 32,4 31,7 40,3 29,4 34,5 34,5 52,2 36,0 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 % 90 % 100 % Dienstleistungen Handel Baugewerbe Industrie Alle Branchen Angaben in Prozent (sehr) positiv neutral (sehr) negativ NEUE WEGE FÜR DIE ENERGIEWENDE („PLAN B“) frontier economics 18 fünfzehn Jahren erfolgen muss. Daraus resultieren steigende Kosten für Unternehmen und Verbraucher. ■ Zahlreiche Anzeichen für beginnende Deindustrialisierung: Bereits jetzt mehren sich die Anzeichen, dass energieintensive Produktion verstärkt ins Ausland verlagert wird und Neuinvestitionen außerhalb von Deutschland geplant werden. Die Produktionsentwick- lung in energieintensiven Industriezweigen ist seit Jahren rückläufig (siehe Abbildung 6). Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2025 haben zahlreiche Unternehmen, z.B. in der Chemie aber auch in anderen Branchen, Stilllegungen oder Verlagerungen von Produk- tionsstätten ins Ausland angekündigt.8 In der Folge drohen strukturelle Verluste von Hun- derttausenden gut bezahlten Industriearbeitsplätzen, die in diesem Umfang nicht durch schnellen strukturellen Wandel ausgeglichen werden können. Die Abwanderung der In- dustrie bleibt aufgrund des „Carbon Leakage“-Effektes letztlich ohne positive Klimawir- kung. Abbildung 5 Für viele Unternehmen wirkt sich die Energiewende negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit aus Quelle: Eigene Darstellung basierend auf DIHK (2025). 8 Beispielsweise haben die Chemiekonzerne Ineos und Dow die Schließung von Werken in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt angekündigt. Der Solarglashersteller GMB meldete Insolvenz an. In allen Fällen wurden die Entschei- dungen größtenteils mit den im internationalen Wettbewerb nicht tragfähigen Energiekosten begründet. Frage: Wie beurteilen Sie die Auswirkungen der Energiewende auf die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens ? 27,3 18,6 33,1 16,1 23,7 43,3 46,9 32,4 31,7 40,3 29,4 34,5 34,5 52,2 36,0 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 % 90 % 100 % Dienstleistungen Handel Baugewerbe Industrie Alle Branchen Angaben in Prozent (sehr) positiv neutral (sehr) negativ NEUE WEGE FÜR DIE ENERGIEWENDE („PLAN B“) frontier economics 18 fünfzehn Jahren erfolgen muss. Daraus resultieren steigende Kosten für Unternehmen und Verbraucher. ■ Zahlreiche Anzeichen für beginnende Deindustrialisierung: Bereits jetzt mehren sich die Anzeichen, dass energieintensive Produktion verstärkt ins Ausland verlagert wird und Neuinvestitionen außerhalb von Deutschland geplant werden. Die Produktionsentwick- lung in energieintensiven Industriezweigen ist seit Jahren rückläufig (siehe Abbildung 6). Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2025 haben zahlreiche Unternehmen, z.B. in der Chemie aber auch in anderen Branchen, Stilllegungen oder Verlagerungen von Produk- tionsstätten ins Ausland angekündigt.8 In der Folge drohen strukturelle Verluste von Hun- derttausenden gut bezahlten Industriearbeitsplätzen, die in diesem Umfang nicht durch schnellen strukturellen Wandel ausgeglichen werden können. Die Abwanderung der In- dustrie bleibt aufgrund des „Carbon Leakage“-Effektes letztlich ohne positive Klimawir- kung. Abbildung 5 Für viele Unternehmen wirkt sich die Energiewende negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit aus Quelle: Eigene Darstellung basierend auf DIHK (2025). 8 Beispielsweise haben die Chemiekonzerne Ineos und Dow die Schließung von Werken in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt angekündigt. Der Solarglashersteller GMB meldete Insolvenz an. In allen Fällen wurden die Entschei- dungen größtenteils mit den im internationalen Wettbewerb nicht tragfähigen Energiekosten begründet. Frage: Wie beurteilen Sie die Auswirkungen der Energiewende auf die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens ? 27,3 18,6 33,1 16,1 23,7 43,3 46,9 32,4 31,7 40,3 29,4 34,5 34,5 52,2 36,0 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 % 90 % 100 % Dienstleistungen Handel Baugewerbe Industrie Alle Branchen Angaben in Prozent (sehr) positiv neutral (sehr) negativ NEUE WEGE FÜR DIE ENERGIEWENDE („PLAN B“) frontier economics 18 fünfzehn Jahren erfolgen muss. Daraus resultieren steigende Kosten für Unternehmen und Verbraucher. ■ Zahlreiche Anzeichen für beginnende Deindustrialisierung: Bereits jetzt mehren sich die Anzeichen, dass energieintensive Produktion verstärkt ins Ausland verlagert wird und Neuinvestitionen außerhalb von Deutschland geplant werden. Die Produktionsentwick- lung in energieintensiven Industriezweigen ist seit Jahren rückläufig (siehe Abbildung 6). Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2025 haben zahlreiche Unternehmen, z.B. in der Chemie aber auch in anderen Branchen, Stilllegungen oder Verlagerungen von Produk- tionsstätten ins Ausland angekündigt.8 In der Folge drohen strukturelle Verluste von Hun- derttausenden gut bezahlten Industriearbeitsplätzen, die in diesem Umfang nicht durch schnellen strukturellen Wandel ausgeglichen werden können. Die Abwanderung der In- dustrie bleibt aufgrund des „Carbon Leakage“-Effektes letztlich ohne positive Klimawir- kung. Abbildung 5 Für viele Unternehmen wirkt sich die Energiewende negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit aus Quelle: Eigene Darstellung basierend auf DIHK (2025). 8 Beispielsweise haben die Chemiekonzerne Ineos und Dow die Schließung von Werken in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt angekündigt. Der Solarglashersteller GMB meldete Insolvenz an. In allen Fällen wurden die Entschei- dungen größtenteils mit den im internationalen Wettbewerb nicht tragfähigen Energiekosten begründet. Frage: Wie beurteilen Sie die Auswirkungen der Energiewende auf die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens ? 27,3 18,6 33,1 16,1 23,7 43,3 46,9 32,4 31,7 40,3 29,4 34,5 34,5 52,2 36,0 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 % 90 % 100 % Dienstleistungen Handel Baugewerbe Industrie Alle Branchen Angaben in Prozent (sehr) positiv neutral (sehr) negativ NEUE WEGE FÜR DIE ENERGIEWENDE („PLAN B“) frontier economics 18 fünfzehn Jahren erfolgen muss. Daraus resultieren steigende Kosten für Unternehmen und Verbraucher. ■ Zahlreiche Anzeichen für beginnende Deindustrialisierung: Bereits jetzt mehren sich die Anzeichen, dass energieintensive Produktion verstärkt ins Ausland verlagert wird und Neuinvestitionen außerhalb von Deutschland geplant werden. Die Produktionsentwick- lung in energieintensiven Industriezweigen ist seit Jahren rückläufig (siehe Abbildung 6). Allein in der ersten Hälfte des Jahres 2025 haben zahlreiche Unternehmen, z.B. in der Chemie aber auch in anderen Branchen, Stilllegungen oder Verlagerungen von Produk- tionsstätten ins Ausland angekündigt.8 In der Folge drohen strukturelle Verluste von Hun- derttausenden gut bezahlten Industriearbeitsplätzen, die in diesem Umfang nicht durch schnellen strukturellen Wandel ausgeglichen werden können. Die Abwanderung der In- dustrie bleibt aufgrund des „Carbon Leakage“-Effektes letztlich ohne positive Klimawir- kung. Abbildung 5 Für viele Unternehmen wirkt sich die Energiewende negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit aus Quelle: Eigene Darstellung basierend auf DIHK (2025). 8 Beispielsweise haben die Chemiekonzerne Ineos und Dow die Schließung von Werken in Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt angekündigt. Der Solarglashersteller GMB meldete Insolvenz an. In allen Fällen wurden die Entschei- dungen größtenteils mit den im internationalen Wettbewerb nicht tragfähigen Energiekosten begründet. Frage: Wie beurteilen Sie die Auswirkungen der Energiewende auf die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens ? 27,3 18,6 33,1 16,1 23,7 43,3 46,9 32,4 31,7 40,3 29,4 34,5 34,5 52,2 36,0 0 % 10 % 20 % 30 % 40 % 50 % 60 % 70 % 80 % 90 % 100 % Dienstleistungen Handel Baugewerbe Industrie Alle Branchen Angaben in Prozent (sehr) positiv neutral (sehr) negativ 24 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 TITELTHEMA Für viele Unternehmen wirkt sich die Energiewende negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit aus „Ein zu hoher Transformationsdruck in Form unrea- listischer Vorgaben führt zu extrem hohen und weiter steigenden Kosten, Fehlallokationen und Ineffizienzen“, sagt Adrian. Die deutsche Wirtschaft ziehe bereits Konse- quenzen: „Energieintensive Unternehmen verlagern ihre Produktion und damit Arbeitsplätze schon jetzt verstärkt ins Ausland.“ Denkanstöße für kosteneffizientere Wende Die Studie von Frontier Economics macht hierzu konkrete Vorschläge und skizziert in Teilen einen grundlegenden Kurswechsel in der Energiepolitik. Zentrales Instrument in dem Modell, das die Studie vorschlägt, ist ein umfassen- der CO2-Zertifikatehandel. Der Zielpfad wird regelmäßig an die Entwicklung einer internationalen Peer Group ange- passt, um ambitionierten Klimaschutz zu erreichen, ohne Nachteile durch nationale Alleingänge für den Standort Deutschland zu erzeugen. Zudem sieht das Konzept vor, die Regulierung umfassend zu entschlacken, den Technologiewettbewerb zu verstär- ken sowie die vorhandene Energieinfrastruktur weiter- zunutzen. Letzteres gilt insbesondere für Gasnetze, die künftig Wasserstoff und klimaneutrales Erdgas – dekar- bonisiert durch die Abscheidung und Speicherung von CO2 („Carbon Capture and Storage“, CCS) – transportieren können. Ergänzend sollen Investitionen in zertifizierte Klimaschutzprojekte im Ausland auch in Deutschland anrechenbar sein. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich mit dieser Strategie 530 bis 910 Milliarden Euro bis 2050 einspa- ren ließen. Dies entspricht einer Reduktion von etwa elf bis 17 Prozent der geschätzten Gesamtkosten der Energiewende. Weitere Kosteneinsparungen von 80 bis 220 Milliarden Euro können durch eine Verschiebung des Ziels der Klimaneutralität um beispielsweise zwei Jahre entstehen. Insgesamt könnten sich durch das Konzept Einsparmöglichkeiten von potenziell weit über eine Billion Euro bis 2050 ergeben. Auch kurzfristige Kostensenkungspotenziale nutzen „Die Studie enthält Anregungen für eine langfristige Neu- ausrichtung der Energiewende. Gleichzeitig müssen wir die Vorschläge der Studie auch ganz praktisch kurzfristig nutzen“, sagt der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäfts- führer Dr. Achim Dercks. „Aus DIHK-Sicht gehört dazu eine übergreifende Netzplanung, ein Auslaufen der Erneuer- baren-Förderung für bereits wirtschaftliche Anlagen und ein effizienterer Energiemix, der auch den Einsatz von Biomethan, blauem Wasserstoff oder mit CCS dekarboni- siertem Erdgas technologieoffen berücksichtigt.“ Zudem sei es besser, den Bau neuer Gaskraftwerke nicht über eine staatliche Förderung, sondern über marktwirtschaft- liche Anreize zu steuern. Auch kleinteilige Regulierung, Komplexität und büro- kratische Prozesse stehen der Energiewende im Weg und kosten Akzeptanz: Dercks erklärt: „Insbesondere auf EU- Ebene ist durch den Green Deal ein Wildwuchs an Bürokratie entstanden, den wir dringend zurückdrängen müssen.“ Auf nationaler Ebene sollten das Gebäudeenergiegesetz vereinfacht und die Effizienzge- setzgebung verschlankt werden. Dercksʼ Appell: „Noch in diesem Jahr stehen in der Bun- desregierung wichtige Richtungsentscheidungen in der Energiepolitik an. Klar ist: Um die Energiewende erfolg- reich zu gestalten, muss sie flexibler und einfacher wer- den. Es braucht eine Energiewende, die technologieoffen ist, Kosten reduziert, Raum für Innovationen schafft und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit als Voraussetzung für wirksamen Klimaschutz ernst nimmt.“ www.dihk.de tillmann-verpackungen.de Kathrin Hildebrand Geschäftsführerin 0800-TILLMANN MIT SICHERHEIT GUT VERPACKT – DANK ÜBER 70 JAHREN ERFAHRUNG. Um die Energiewende erfolgreich zu gestalten, muss sie flexibler und einfacher werden. 25Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 TITELTHEMA http://www.dihk.de IHK Offenbach am Main und RKW Hessen zeigen den Weg Energieeffizienz lohnt sich Hohe Stromkosten, gesetzliche Anforderungen, ein wachsendes Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz – es gibt gewichtige Gründe, die Unternehmen zu einem effizienten Umgang mit Energie motivieren sollten. Die IHK Offenbach am Main unterstützt sie in Kooperation mit der RKW Hessen GmbH im Projekt LEA Hessen Energieberatung für Unternehmen (LEA EfU). Unternehmen, die Energie effizient nutzen, senken ihre Betriebskosten, verbessern ihre Wettbewerbsposition und demonstrieren Verantwortungsbewusstsein. Deshalb ist das Thema für die „Großen“ längst selbstverständ- lich, und kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sollten sich schleunigst damit befassen. „Wir beraten mittelständische Unternehmen in allen Fragen der Energieeffizienz dazu, wie sie individuelle Energiestrategien entwickeln oder Fördermittel beantragen können“, sagt Sasa Petric, Projektleiter der Energieberatung für Unternehmen im Auftrag der LEA LandesEner- gieAgentur Hessen GmbH. „Über die Kooperation mit der IHK Offenbach am Main erreichen wir Betriebe hier in der Region. Oft leiten IHK-Exper- ten bereits bei Umwelt- und Fachgesprächen, Informationsveranstaltungen oder zum Beispiel im Zusammenhang mit dem Projekt Ener- gie-Scouts in das Thema Energieeffizienz ein. Anschließend können wir die fachliche Beratung vor Ort fortführen und helfen den Unternehmen, Förderungen für ihre Projekte zu beantragen und Budgets bestmöglich einzusetzen.“ Von einfachen, schnell wirksamen Einzelmaß- nahmen bis zur umfassenden Strategie reicht das Spektrum, aus dem Unternehmen wäh- len können. „Ideal ist es, wenn die Betriebe für den Kontakt mit uns Zahlen zu ihren aktu- ellen Energieverbräuchen aus den Strom- und Heizkostenrechnungen bereithalten. Sehr gut auch, wenn sie schon Vorstellungen zu mögli- chen Veränderungen an Gebäudetechnik und Produktionsanlagen haben. Dann können wir gleich im Erstgespräch gezielt ansetzen und sie individuell begleiten“, sagt Petric. Energieeffizientes Wirtschaften bringt viele Vorteile Kosten zu senken und von Förderungen zu pro- fitieren, macht es schon kurzfristig interessant, über Energieeffizienz nachzudenken. Langfristig erreichen Betriebe, die sich für ein energieeffi- zientes Wirtschaften entscheiden, auch eine nachhaltigere, umweltbewusstere und innova- tivere Ausrichtung. Das wirkt positiv aufs Image und wird sowohl von Fachkräften als auch von Kunden geschätzt. Wer sich um Aufträge großer Unternehmen bewirbt oder an öffentlichen Aus- schreibungen beteiligt, punktet mit Energieeffi- zienz – und auch im Hinblick auf immer strenger werdende EU-Vorgaben ist es wichtig, sich schnellstmöglich des Themas anzunehmen. Orientierung und konkrete Ansätze Wie es konkret funktioniert, zeigt das Beispiel der Polstermanufaktur KZWO aus Eichenzell, die eine LEA EfU-Erstberatung in Anspruch genom- men hat. „Grundlegend waren erste Effizienz- maßnahmen der Gebäudeleittechnik“, berichtet Projektleiter Petric. „Dann flossen Investitionen mit Unterstützung einer vom Land Hessen geförderten PIUS-Beratung (Produktionsinteg- rierter Umweltschutz) in eine digitalisierte und innovative Anlagentechnik. Dadurch wurde die Produktion ressourceneffizienter. Die CO₂- Emissionen sanken dauerhaft. Die Wirtschafts- kraft am Standort wurde gestärkt. Die transfor- mierten Arbeitsplätze und die neue, attraktivere Betriebsumgebung verbessern die Mitarbeiter- bindung“, berichtet er und ergänzt: „Dieses Beispiel zeigt, wie Unternehmen vorgehen können: zunächst Daten und Ideen sammeln und eventuell kleinere Maßnahmen umsetzen. Dann mit Expertenhilfe weitere Potenziale ermit- teln und im nächsten Schritt gezielt in moderne, ressourcenschonende Technik und Infrastruktur investieren – begleitet von den passenden Fördermöglichkeiten.“ Neben individuellen Beratungen bietet das Team der LEA EfU auch Workshops und Infor- mationsveranstaltungen an, zum Beispiel zur Gebäudetechnik und Gebäudeoptimierung oder zu Fördermitteln. Online-Tools und Leit- fäden helfen, Einsparpotenziale zu erkennen und selbst Maßnahmen zu planen. Die Angebote machen es Unternehmen leicht, Hemmschwellen zu überwinden. Sie finden Orientierung und konkrete Ansätze – unabhängig von Branche oder Unterneh- mensgröße. Fünf Schritte zu mehr Energieeffizienz 1. Betriebsabläufe oder verbaute Technik hinterfragen und Energie verbräuche feststellen 2. Belegschaft aktiv einbinden, befragen und für energieeffizientes Verhalten sensibilisieren 3. Projektideen skizzieren und Budgetumfang festlegen 4. Infos zu Praxisbeispielen aus der Region sammeln, Veranstaltungsan- gebote nutzen 5. Kontakt zu Experten knüpfen Kontakt Peter Sülzen 069 8207-244 suelzen@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de/ innovation-nachhaltigkeit Kontakt Sasa Petric 06107 96593-27 s.petric@rkw-hessen.de www.energieeffizienz-hessen.de 26 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 TITELTHEMA mailto:suelzen%40offenbach.ihk.de%20?subject= http://www.offenbach.ihk.de/innovation-nachhaltigkeit http://www.offenbach.ihk.de/innovation-nachhaltigkeit mailto:s.petric%40rkw-hessen.de%20?subject= http://www.energieeffizienz-hessen.de Kontakt Sasa Petric 06107 96593-27 s.petric@rkw-hessen.de www.energieeffizienz-hessen.de Hoher Anspruch – großer Nutzen des Umweltmanagementsystems EMAS bietet Unternehmen viele Vorteile EMAS steht für „Eco-Management and Audit Scheme“ und ist ein freiwilliges Umweltmanagementsystem der Europäischen Union. Es richtet sich an Unternehmen und Organisationen aller Branchen und Größen, die effizient mit Ressourcen umgehen und ihre Umweltleistung systematisch verbessern möchten. EMAS gilt als das anspruchsvollste Umwelt- managementsystem weltweit und umfasst alle Anforderungen des internationalen Standards für Umweltmanagementsysteme ISO 14001. Und EMAS geht sogar darüber hinaus: Unternehmen verpflichten sich zur kontinuierlichen Verbesse- rung ihrer Umweltleistung, zur Einhaltung aller relevanten Umweltgesetze und zur transparen- ten Kommunikation ihrer Umweltdaten in einer öffentlich zugänglichen Umwelterklärung. Dass dies tatsächlich geschieht, überprüfen unabhän- gige Umweltgutachter regelmäßig. Dank der systematischen Analyse und Opti- mierung von Energie-, Wasser- und Material- verbrauch sinken die Betriebskosten und Ressourcen werden effizienter genutzt. EMAS hilft, alle umweltrechtlichen Vorgaben ein- zuhalten, und vermindert so das Risiko von Bußgeldern oder Haftungsfällen. Die transparente Umwelterklärung und das EMAS-Logo stärken das Vertrauen von Kunden, Geschäftspartnern und Öffentlichkeit in Unter- nehmen, die im EMAS-Register eingetragen sind. Das Unternehmensimage profitiert, und oft ergeben sich Vorteile, zum Beispiel in Steueran- gelegenheiten, bei öffentlichen Ausschreibungen oder wenn es um staatliche Förderungen geht. Nicht zuletzt fördert das Umweltmanagement- system die Einbindung und Motivation der Mitarbeitenden, so dass sie sich stärker mit dem Unternehmen identifizieren. Mit anderen Worten: EMAS verbindet Umwelt- schutz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit und macht Unternehmen konkurrenzfähig. EMAS-Registrierungsurkunden für die EVO Während der Sitzung der IHK-Vollversammlung im September 2025 überreichte IHK-Präsiden- tin Kirsten Schoder-Steinmüller EMAS-Regis- trierungsurkunden an Mitarbeitende der Ener- gieversorgung Offenbach (EVO). Sie würdigte den hohen Aufwand, den das Unternehmen in den Prozess investiert hat: „Die EVO kann sehr stolz sein auf das Geleistete. Die Eintragung in das EMAS-Register zeigt Umwelt- und Klima- schutz als konkrete unternehmerische Praxis.“ Die Registrierung ist das Ergebnis eines rund einjährigen Prozesses, an dem über 40 Mitarbei- tende der EVO beteiligt waren. Im April 2025 prüften unabhängige, staatlich zugelassene Umweltgutachter alle Standorte des Unterneh- mens. Die Prüfung bestätigte, dass das Umwelt- managementsystem der EVO die Anforderun- gen von EMAS vollumfänglich erfüllt. Lediglich kleinere Nachbesserungen waren erforderlich. „Wir verstehen Nachhaltigkeit nicht als Etikett, sondern als strategischen Anspruch“, sagt Dr. Christoph Meier, Vorstandsvorsitzender der EVO. „Mit EMAS schaffen wir Transparenz, Verbindlichkeit und eine solide Grundlage für die Weiterentwicklung unserer Umwelt- und Unternehmensziele.“ IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller (r.) überreichte EMAS-Urkunden an Repräsentanten des EVO-Teams. V. l. n. r.: Technikvorstand Günther Weiß, Lea-Marie Hild und Larissa Breitenbach, Stabsstelle Nachhaltigkeit, Vorstandsvorsitzender Dr. Christoph Meier. Fo to : M ah r/ IH K Kontakt Peter Sülzen 069 8207-244 suelzen@offenbach.ihk.de 27Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 TITELTHEMA mailto:s.petric%40rkw-hessen.de%20?subject= http://www.energieeffizienz-hessen.de Digitalisierung unter Strom Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei der ITSG Wie die Informationstechnische Servicestelle der gesetzlichen Krankenversicherung (ITSG) in Offenbach Energie verantwortungsvoll nutzt und sich für eine nachhaltige Zukunft rüstet. Die ITSG GmbH mit Hauptsitz in Offenbach ist ein zentraler Akteur, wenn es um die Digitalisierung und sichere Datenverarbeitung im deutschen Gesundheitswesen geht. Angesichts der wachsenden Bedeutung digitaler Prozesse und der stetigen Ausweitung digitaler Services im Gesundheitswesen ist der Energiebedarf zu einem entscheidenden Faktor geworden. „Dabei gibt es zwei geografisch getrennte Bereiche, in denen wir Strom brauchen: in den Büros und in den Rechenzentren“, so Stefan Haibach, Geschäftsführer der ITSG. Die Büros befinden sich seit Frühjahr 2024 im Main Office im Offenbacher Kaiserlei. Ein Argument für das Main Office war und ist die gute Energieeffizienz. Dazu gehören beispielsweise Büroflächen mit Bewegungsmeldern, um Licht nur dann zu verbrau- chen, wenn es tatsächlich benötigt wird. Dabei werden ausschließlich moderne LED-Leuchtmittel eingesetzt, um den Stromverbrauch und den CO₂-Ausstoß niedrig zu halten. Effizienter Betrieb der Rechenzentren ist essenziell Besonderes Augenmerk legt die ITSG auf den effizienten Betrieb ihrer Rechenzentren. Denn der Betrieb von Servern, Netzwerkinfrastruktur und Klimaanlagen in Rechenzentren ist mit einem erheblichen Energie- bedarf verbunden. Hier wird ausschließlich auf grüne Energie gesetzt – sowohl für die Stromversorgung der Server selbst als auch für die aufwendige Klimatisierung, die in modernen Rechenzentren unver- zichtbar ist. Das passt auch sehr gut zur Nachhaltigkeitsstrategie der Firma. „Wir haben eine Energie- und Nachhaltigkeitsstrategie implemen- tiert, die sich am freiwilligen VSME-Standard der Europäischen Union orientiert – und unsere Strategie wird kontinuierlich weiterentwickelt“, erklärt Stefan Haibach. Dieser Standard setzt auf Eigenverantwortung der Unternehmen und gibt einen klaren Rahmen für nachhaltige und energiebewusste Unternehmensführung vor. Herausforderungen: steigender Stromverbrauch und hohe Energiepreise Mit dem stetig wachsenden Datenvolumen und dem Einsatz neuer Technologien, insbesondere im Bereich künstlicher Intelligenz (KI), steigen die Anforderungen an die digitale Infrastruktur – und damit der Stromverbrauch bei erhöhten Kosten. Auch bei den politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen sieht die ITSG Nachholbedarf. Aktuell profitieren vor allem große Industriebetriebe von Strompreis- senkungen, während Rechenzentrumsbetreiber und mittelständische Unternehmen wie die ITSG außen vor bleiben. „Hier wünschen wir ein Level Playing Field (Anm. d. Redaktion: Gewährleistung gleicher und fairer Wettbewerbsbedingungen für alle Teilnehmer eines Marktes), um auch dem deutschen Mittelstand den Zugang zu günstigeren und nachhalti- gen Energielösungen zu erleichtern“, sagt Haibach. „Denn der Betrieb von Rechenzentren ist nun einmal für alle mit einem hohen Stromver- brauch verbunden.“ Zukunftsausblick: Energie als zentrales Thema der Digitalisierung Gerade der Betrieb von KI-Anwendungen wird den Strombedarf weiter erhöhen – umso wichtiger ist es, dass bereits heute die Weichen gestellt werden für einen effizienten, nachhaltigen und zukunftsfähigen IT- Betrieb im Gesundheitswesen. Die ITSG ist sich dieser Verantwortung bewusst und richtet ihre Strategien konsequent daran aus. Mehr Infos zur ITSG Die Informationstechnische Servicestelle der gesetzlichen Kran- kenversicherung (ITSG) wurde 1996 in Rodgau gegründet und gehört mehrheitlich den Spitzenverbänden der deutschen Sozial- versicherung. Seit Mai 2024 befindet sich ihr Hauptsitz am Kaiser- lei in Offenbach am Main, dazu gibt es eine Zweigstelle in Berlin. Mit rund 200 Mitarbeitenden betreibt und entwickelt die ITSG digitale Anwendungen und Infrastrukturen, die für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in Deutschland von entscheidender Bedeutung sind. Dazu gehört der Betrieb von Rechenzentren und von Datenaustauschsystemen im Rahmen der elektronischen Kommunikation zwischen Krankenversicherungen, Arbeitgebern und Leistungserbringern. www.itsg.de Autorin Monika Niedermeier Senior Managerin Corporate Communication presse@itsg.de 28 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 TITELTHEMA http://www.itsg.de mailto:presse%40itsg.de?subject= Höchstmögliche Autarkie bei der Energieversorgung als Ziel Samson MainChange: von Grund auf energieeffizient konzipiert Der Neubau ihrer Produktionsstätte in Offenbach gab der Samson AG die Möglichkeit, das gesamte Werk energieeffizient zu planen – mit Gebäudedämmung, Photovoltaik- Anlagen, Wärmepumpen, Abwärmenutzung und einem umfassenden Messsystem. „Durch den Neubau konnten wir ein ganz neues Konzept entwickeln und ein optimales Werk planen“, beschreibt Fabian Fuchs, Projekt- leiter Energi MainChange, die Ausgangslage für den neuen Produk- tionsstandort von Samson. Der international tätige Ventilhersteller verlegt seinen Hauptsitz von Frankfurt auf den Innovationscampus in Offenbach. „Jetzt haben wir große Dachflächen, auf denen wir Photovoltaik-Anlagen installieren und die Energie dann direkt im Werk nutzen können.“ Wärmerückgewinnung, die Nutzung von Fernwärme und die Möglich- keit, Maschinen von Gas- auf Strombetrieb umzustellen, sind weitere Vorteile. „In Zukunft können wir fast komplett auf Gas verzichten und sehr viel grüner und CO2-sparender unterwegs sein als am alten Standort“, sagt Fuchs. Auf dem bisherigen Gelände hätte man alte, ungedämmte Gebäude abreißen, neu bauen oder aufwendig renovie- ren müssen – so gut wie unmöglich im laufenden Betrieb. Nun kann das Traditionsunternehmen ohne Produktionsausfälle in ein neues Werk umziehen, das in Sachen Energieeffizienz State of the Art ist. Fabian Fuchs ist Projektleiter Energie MainChange bei Samson. Er absolvierte im Unternehmen zunächst eine Ausbildung zum Industriemechaniker und studierte schließlich Maschi- nenbau im dualen Studium. Im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit entwickelte er ein innovatives Energiekonzept für das Rolf Sandvoss Innovation Center von Samson, das zukünftig die Abwärme des gegenüberliegenden Rechenzentrums nutzt. Fo to : M ah r/ IH K 29Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 TITELTHEMA Innovative Abwärmenutzung für den alten Standort Ein Bereich von Samson bleibt am alten Standort in Frankfurt bestehen: das erst 2017 eröffnete Rolf Sandvoss Center. Wie bei den anderen Gebäuden erfolgt die Energieversorgung bisher mit Dampf von Mainova. Mit dem Wegzug von Samson war klar, dass sich die Dampfversorgung nur für dieses Gebäude nicht lohnen würde, also suchte man Alternativen. Fabian Fuchs, der bei Samson zunächst eine Ausbildung zum Industriemechaniker und dann das duale Maschinenbaustudium absolvierte, befasste sich für seine Bachelor-Arbeit mit der Fragestel- lung. Angesichts des Rechenzentrums (RZ) von Digital Realty direkt gegenüber kam schnell die Idee auf, den „energetischen Abfall“ des RZ zu nutzen: Abwärme. Der Plan: eine Rohrleitung im Kühlring des RZ anbinden, entlang der Fassade und unterirdisch auf das Samson-Grundstück zu einer Wärmepumpe verlegen – und von dort direkt in die Heizungszentrale des Gebäudes. „Unsere Idee ist bei Digital Realty auf offene Ohren gestoßen“, berichtet Fuchs. Im Sommer 2026 soll das Projekt fertig- gestellt sein. Maßnahmen und Fördermöglichkeiten auch für KMUs Für Samson war die Gelegenheit, alles von Grund auf neu planen und umsetzen zu können, ein Glücksfall. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben so umfassende Möglichkeiten meist nicht. Trotzdem können einige Maßnahmen aus dem Samson-Konzept als Blaupause dienen. „Gerade Photovoltaik-Anlagen lassen sich relativ schnell in einem überschaubaren Zeitraum amortisieren“, betont Fuchs. „Und man sollte prüfen, ob sich durch den Umstieg auf moderne Maschinen Energie sparen lässt.“ Samson selbst ersetzt 40 Prozent seiner Maschi- nen durch neue, energieeffizientere Modelle. Für eine effektive Modernisierung müssen Unternehmen aber zunächst wissen, wo genau sie Energie verbrauchen. „Welche Maschinen benötigen wie viel? Ich glaube, viele Betriebe wissen das gar nicht“, sagt Fuchs. „Dabei kann man relativ leicht den Energiever- brauch optimieren und einiges an Geld sparen, wenn man hier ein Ver- ständnis entwickelt.“ Samson etwa wird für ein detailliertes Monitoring auf dem neuen Fabrikgelände ein umfassendes Messsystem mit rund 900 Messstellen implementieren. Am alten Standort sind es dagegen nur knapp 60. Unterstützung durch Energieberater Fuchs empfiehlt – aus eigener Erfahrung – die Zusammenarbeit mit einem Energieberater. Alternativ bieten Firmen, die entsprechende Maßnahmen umsetzen, oft auch selbst eine Förderberatung und Unterstützung bei der Antragstellung an. Außerdem sei Geduld wichtig, einige Monate Wartezeit bis zum Förderbescheid müsse man einplanen. Sein Tipp: Abwarten, bis der Bescheid eingegangen ist, und die Wartezeit nicht für die Beschaffung nutzen. „Die Planung darf zwar schon starten, aber physisch mit Baumaßnahmen beginnen oder Material bestellen darf man nicht.“ Der neue Standort von Samson auf dem Innovationscampus Offenbach wurde von Grund auf neu geplant mit höchstmöglicher Energieeffizienz. Fo to : S AM SO N A G 30 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 TITELTHEMA Ökonomisch sinnvoll und gut fürs Arbeitgeber-Image „Wir investieren jetzt viel Geld“, räumt Alia Begisheva, Leiterin Unterneh- menskommunikation bei Samson, ein. „Aber die Kosten durch Betriebs- ausfälle und Umbaumaßnahmen wären eventuell höher gewesen. Und vieles hätten wir hier, in Frankfurt, nicht realisieren können.“ Bei Samson denkt man langfristig. „Energie ist ein Kostenfaktor, den wir in Zaum halten wollen“, sagt Begisheva. „Abgesehen von ökolo- gischen Aspekten ist es schon ökonomisch sinnvoll, den Energiever- brauch zu reduzieren.“ Darüber hinaus sei das Unternehmen resilien- ter gegenüber Energiekrisen und nicht zuletzt spiele Nachhaltigkeit auch beim Employer Branding eine Rolle. „In Zeiten von Fachkräfte- mangel muss man als Arbeitgeber attraktiv bleiben. Und gerade junge Menschen schauen darauf, wie ein Unternehmen in dieser Hinsicht aufgestellt ist.“ Zukunftspläne: grüner Wasserstoff und Energiespeicher für Solarstrom Während bei Samson die neue Produktionsstätte fertiggestellt wird und in den nächsten Monaten immer mehr Maschinen und Mitarbeiter nach Offenbach ziehen, denkt der Projektleiter Energie schon weiter in die Zukunft. „Mit dem Ziel einer größtmöglichen Energieautarkie im Hinterkopf würden wir gerne in Zukunft auch grünen Wasserstoff nut- zen – und diesen gegebenenfalls selbst erzeugen“, sagt Fabian Fuchs und lacht: „Die nötigen Ventile dafür hätten wir ja.“ Weitere Zukunftspläne betreffen den Ausbau der Photovoltaik-Anlage, für die es bereits Erweiterungsflächen gibt. „Wir möchten in Zukunft einen Energiespeicher betreiben, um überschüssigen Strom zwischen- zuspeichern und bei Bedarf zu nutzen“, erläutert Fuchs. Allerdings sei Energieautarkie bei Strom fast unmöglich. „Wir gehen davon aus, dass wir 50 Prozent des Strombedarfs über unsere PV-Anlage abdecken können und den Rest über den Versorger beziehen.“ Angesichts des Innovationsgeistes, der dem 118-jährigen Unter- nehmen innewohnt, darf man gespannt sein, wie Samson am neuen Offenbacher Standort seine energieeffiziente Zukunft fortschreibt. Der Wirtschaftsstandort Dreieich – Basis für Ihren Erfolg Magistrat der Stadt Dreieich · Wirtschaftsförderung · Hauptstr. 45 · 63303 Dreieich · Tel: +49 (0) 6103 - 601-681 · E-Mail: wirtschaft@dreieich.de · www.dreieich.de Dreieich liegt zentral in der Region Frankfurt Rhein-Main: in nur 15 Minuten erreichen Sie den Flughafen und die Frankfurter Innenstadt. Mehrere Autobahnanschlüsse, Busse und Bahnen bieten ideale Verkehrsanbindungen. Die erstklassigen Bildungs- und Betreuungsangebote umfassen sämtliche Schultypen sowie das Haus des Lebenslangen Lernens mit angeschlossener Internationaler Schule. Die Immobilienpreise und Steuerhebesätze sind günstiger als in den Großstädten. Attraktive Gewerbegebiete bieten ein breites Spektrum an Flächen und Immobilien. Kontaktieren Sie uns. Wir liefern Ihnen gute Argumente und weitere Informationen. Glänzende Aussichten. w o o g @ w o o g -d es ig n .d e Kontakt Alia Begisheva 069 4009-1120 alia.begisheva@samsongroup.com https://mainchange.samsongroup.com/de 31Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 TITELTHEMA mailto:alia.begisheva%40samsongroup.com%20?subject= https://mainchange.samsongroup.com/de Verlässliche Infrastruktur für wirtschaftlichen Erfolg Energie neu denken – Zukunft für Offenbach gestalten Die Energiewende ist längst mehr als ein politisches Ziel – sie ist eine konkrete Aufgabe vor Ort. Die Energieversorgung Offenbach (EVO) nimmt diese Herausforderung an und investiert in die Infrastruktur der Zukunft. Mit dem Ausbau des Hochspannungsnetzes und der Erweiterung des Energiewerks ebnet sie den Weg für eine sichere, klimafreundliche und wirtschaftlich tragfähige Energieversorgung in Stadt und Kreis Offenbach. Die EVO investiert mit voller Kraft in die Zukunft unserer Region. Mit zwei zentralen Großprojekten – dem Ausbau unseres Hochspannungsnetzes und der Erweiterung unseres Energiewerks – schaffen wir die Grundlage für eine sichere, leistungsfähige und klimafreundliche Energieversorgung. Davon profitieren nicht nur Haushalte, sondern vor allem die Unternehmen in Stadt und Kreis Offenbach. Unser Hochspannungsnetz: Rückgrat für Wachstum Wir modernisieren unser Hochspannungsnetz (110 Kilo- volt) auf mehr als 120 Kilometern Länge und versechs- fachen seine Kapazität bis 2045. Drei neue Umspannwerke entstehen in Offenbach, ergänzt durch Kabel- und Freilei- tungsprojekte sowie ein neues Schaltwerk in Seligenstadt. EVO-Umspannwerk am Nordring in Offenbach. Drei neue Umspannwerke entstehen in Offenbach. Fo to : E VO 32 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 TITELTHEMA Wir setzen dabei auf energieeffiziente Transformatoren, SF₆-freie Schaltanlagen (also ohne das klimaschädliche Isoliergas Schwefelhexafluorid) und kompakte Innen- raumbauten. Dieses „Zukunftsnetz“ ist die Basis für Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur, Rechenzentren und Photovoltaik- Anlagen – also für Technologien, die Unternehmen und Haushalte heute und morgen benötigen. Damit schaffen wir die Grundlage für eine wachsende Wirtschaft und eine nachhaltige Stadtentwicklung. Bereits heute ver- sorgen wir über unser Netz rund 500.000 Menschen und 34.000 Unternehmen in unserer Region. Eines ist klar: Ohne diese Investitionen wäre weiteres Wachstum in der Region nicht möglich. Unser Energiewerk: Innovationsstandort für die Wärmewende Parallel dazu erweitern wir unser EVO-Energiewerk zwi- schen Heusenstamm und Offenbach zu einem zentralen Baustein der Wärmewende. Oder anders ausgedrückt: Unser EVO-Energiewerk soll zum Innovationsstandort für die Dekarbonisierung ausgebaut werden. Hier erzeugen wir schon heute Strom und Wärme aus regionalen Abfäl- len – effizient und ressourcenschonend. Wir erhöhen die Auskopplung von Abwärme von 45 auf 63 Megawatt und das, ohne zusätzliche Abfälle zu verbrennen. Neue Anlagen zur Nutzung von Abdampf und Rauchgas- wärme, ein Fernwärmespeicher sowie eine Power-to-Heat- Anlage sollen die Leistung steigern und die Versorgungssi- cherheit erhöhen. Künftig speisen wir auch Abwärme aus Rechenzentren in unser Fernwärmenetz ein. So entsteht ein System, das fossile Energieträger ersetzt und CO₂- Emissionen deutlich reduziert. Unser Kohleausstieg: ein klares Signal Wir haben den Kohleausstieg eingeleitet und werden in den nächsten Jahren vollständig aus der Kohleverfeue- rung aussteigen. Der Abriss unseres alten Kohlekraftwerks auf unserem Betriebsgelände läuft derzeit auf Hoch- touren. An seiner Stelle entsteht eine moderne Energie- zentrale, unter anderem mit einer Großwärmepumpe für Rechenzentrumsabwärme und zwei wasserstofffähigen Heißwassererzeugern. Damit machen wir unser Wärme- system klimafreundlich und bereiten den Weg für eine CO₂-neutrale Wärmeversorgung. Unser Mehrwert für die Wirtschaft Unsere Investitionen bedeuten für Unternehmen vor allem: Versorgungssicherheit, planbare Energiepreise und eine Infrastruktur, die Wachstum ermöglicht. Ereignisse wie der Ukrainekrieg haben gezeigt, wie stark Energie- preise durch globale Krisen schwanken können. Deshalb forcieren wir die Unabhängigkeit von fossilen Energieträ- gern und internationalen Märkten. Mit moderner Technik, regionaler Erzeugung und einem leistungsfähigen Netz schaffen wir eine stabile, nachhaltige und skalierbare Energieversorgung. Wir begleiten Unternehmen zudem bei der eigenen Ener- giewende: mit grüner Fernwärme, Photovoltaik-Lösungen, Ladeinfrastruktur und Beratung zur Energieeffizienz. Die Umstellung auf nachhaltige Energieträger ist ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich klug – sie schützt vor Preisrisi- ken und eröffnet neue Chancen. Insgesamt investieren wir mehrere hundert Millionen Euro in beide Projekte – ein klares Bekenntnis zu unserer Region und ihrer wirtschaftlichen Stärke. Mit diesen Ideen gestalten wir die Energiewende – so entsteht eine moderne Energieinfrastruktur, die Versorgungssicherheit, Klimaschutz und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verbindet – für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen in Stadt und Kreis Offenbach. Autor Dr. Christoph Meier EVO-Vorstandsvorsitzender 069 8060-0 www.evo-ag.de 33Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 TITELTHEMA http://www.evo-ag.de CloudHQ setzt nachhaltig auf digitalen Fortschritt Energieeffizienz ist ein Muss für Rechenzentren Der Energiebedarf von Rechenzentren ist riesig und steigt mit fortschreitender Digitalisierung und zunehmender KI-Nutzung. CloudHQ, ein weltweit agierender Anbieter von Rechenzentren mit Stammsitz in New York, hat seine Deutschlandzentrale in Offenbach und betreibt dort schon ein Rechenzentrum, stellt 2026 ein zweites fertig und baut demnächst ein drittes. „CloudHQ hat die Liegenschaft Lämmerspieler Weg bereits 2018 erworben mit der Idee, sich langfristig in Offenbach anzusiedeln. Die Nähe zum Deutschen-Commercial-Internet-Exchange(DE-CIX)-Kno- tenpunkt in Frankfurt, einem der wichtigsten Internetschaltzentren weltweit, sowie die gute Infrastruktur und die professionelle Zusam- menarbeit mit der Stadt Offenbach waren mit ausschlaggebend für die Ansiedelung. Dass wir unsere Deutschlandzentrale hier eröffnet haben, zeigt unsere klare Verbindung in die Region“, erklärt Andreas Graf-Matzner, Vice President, Country Manager CloudHQ Germany. Deutschland sei für CloudHQ derzeit der größte und wichtigste Markt außerhalb der USA. „Wir sind ständig auf der Suche nach Expansions- möglichkeiten in der Region“, berichtet er. Das nächste CloudHQ-Projekt wird auf dem ehemaligen Akzo-Nobel- Gelände an der Kettelerstraße entstehen. Graf-Matzner beschreibt die Herausforderungen: „Die Rechenzentren, die wir bauen, unterliegen einem ständigen Verbesserungs- und Anpassungsprozess hinsicht- lich Nachhaltigkeit, Effizienz und IT-Technologie auch noch während des Baus. Das macht es extrem anspruchsvoll für alle Beteiligten. Ein fertiges Rechenzentrum gleicht nie dem ursprünglich geplanten. Archi- tekten, Planer, Behörden und Baufirmen müssen sehr eng zusammen- arbeiten, um alle Anforderungen bestmöglich umzusetzen.“ Impulse für die Region Das Investitionsvolumen von CloudHQ in Offenbach bewegt sich laut Graf-Matzner im einstelligen Milliardenbereich. „Unser Engagement setzt vielfältige Impulse für die Region. Beispielsweise kann sich Offen- bach als Technologiestandort positionieren“, meint er und ergänzt: „Die Ansiedelung weiterer Technologieunternehmen und ihrer Andreas Graf-Matzner ist Vice President, Country Manager bei CloudHQ Germany. Der Standort Offenbach hat für sein Unternehmen viele Vorzüge, so dass es dort seine Deutschlandzentrale angesiedelt hat. Fo to : C lo ud H Q G er m an y 34 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 TITELTHEMA Dienstleister aus den Bereichen IT und Infrastruktur hilft der Region, die Digitalisierung mitzugestalten und langfristig wirtschaftlich stabil zu bleiben.“ Außerdem könne von zusätzlichen Steuereinnahmen aus- gegangen werden, von neuen Arbeitsplätzen, etwa in den Bereichen Technik, Sicherheit, IT oder Reinigung der Rechenzentren, und von Aufträgen für Unternehmen vor Ort vor und während der Bauphase. Hohe Umweltstandards Beim Betrieb von Rechenzentren ist Energie der größte Kostenfaktor. Entsprechend geht es CloudHQ nicht nur darum, gesetzliche Nach- haltigkeitsvorgaben zu erfüllen. „Es liegt es schon im Eigeninteresse, hier so effizient wie nur möglich zu sein“, sagt der Country Manager und präzisiert: „Das betrifft alle Ebenen, insbesondere die Kühlung und die Energieversorgung. Die Lieferanten der Anlagen investieren viel Geld und Personal in Forschung und Entwicklung, um die Anlagen so effizient wie möglich zu machen. Nur so können sie erfolgreich am Markt bestehen.“ Im Grunde sei dies heute eine Herausforderung für Unternehmen aller Größen und Branchen. Gerade beim Energiever- brauch gelte das alte Credo: „Stillstand ist Rückschritt“. Ideal ist es, wenn die Abwärme von Rechenzentren nicht in die Umge- bungsluft abgegeben, sondern ins Fernwärmenetz eingespeist wird. In einem Letter of Intent (Absichtserklärung) haben die Stadt Offenbach am Main und CloudHQ dies für das Rechenzentrum in der Ketteler- straße berücksichtigt und als Ziel festgehalten, dass CloudHQ die Abwärme der Energieversorgung Offenbach AG (EVO) zur Verfügung stellen wird. Nachhaltigkeit kann in Rechenzentren auch im Notfall eine Rolle spielen. Allerdings entscheide der jeweilige Nutzer über das Black-out- Szenario. Andreas Graf-Matzner erklärt: „Wir als Errichter von Rechen- zentren setzen beim Realisieren eines Projekts immer die jeweiligen Anforderungen der späteren Mieter um.“ In der Regel kommen Not- stromaggregate zum Einsatz, die immerhin mit Bio-Diesel betrieben werden können. Kontakt Andreas Graf-Matzner 069 9769-8770 agmatzner@cloudhq.com www.cloudhq.com Gemeinsam stark für neuen Wohnraum! Wir suchen baureife Grundstücke. Mit Quartiersentwicklung und Neubau schaffen wir neuen Wohnraum im Großformat. Dafür suchen wir baureife Grundstücke in Deutschland und Österreich. Verfügen Sie über ein passendes Grundstück? Dann sollten wir miteinander sprechen! Mailen Sie uns Ihr Exposé an angebote-bmb@buwog.com Das aktuelle Ankaufsprofil der BUWOG und alle Infos auf buwog.de/Ankaufsprofil Wir kaufen Ihre Grundstücke TITELTHEMA mailto:agmatzner%40cloudhq.com?subject= mailto:alia.begisheva%40samsongroup.com%20?subject= http://www.cloudhq.com Gemeinsam wachsen. Egal in welcher Phase Sie und Ihr Unternehmen sind, ein guter Finanzpartner sollte in der Lage sein, Ihre Situation zu verstehen. Volksbanken Raiffeisen banken wissen, was es bedeutet, in der Region zu Hause zu sein und von dort weltweit Services und Dienstleistungen für Mitglieder, Kundinnen und Kunden anzubieten. Sie agieren mit starken Partnern, die wissen, worauf es ankommt. Von Anfang an wer den Unternehmerinnen und Unternehmer individuell und lösungsorientiert zu Finanzthemen beraten und können sich ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Den Weg frei machen bedeutet, ihn zu kennen. Unternehmen werden seit über 150 Jahren von den unabhängig agierenden, genossenschaftlich organi sierten Banken begleitet. Dabei haben Volksbanken Raiffeisenbanken viele Wege im wahrsten Sinne des Wortes frei gemacht, indem sie sie mitgestaltet haben. Diesen Pioniergeist haben sie noch heute. Volksbanken Raiffeisenbanken sind Vor und Mitdenker, innovative Entwickler und stabile Umsetzer für Lösungen, die Unternehmer innen und Unternehme rn die Freiheit geben, eigene Entscheidungen zu treffen. Wer seine Stärken kennt, gewinnt jeden Pitch. Sie wollen Ihre Volksbank Raiffeisenbank auf die Probe stellen? Vereinbaren Sie jetzt Ihren persön lichen Pitch Termin bei Ihrer Bank vor Ort oder infor mieren Sie sich über www.vr.de/firmenkunden-pitch Von Mittelstand zu Mittelstand Warum Banken um ihre Kunden pitchen sollten Nutzen ist, was Kundinnen und Kunden hilft. Es geht nicht in erster Linie um Optionen, sondern vor allem um Lösungen. Diese können Volksbanken Raiffeisenbanken als Teil der Genossenschaftlichen FinanzGruppe liefern. ANZEIGE GV MF-25.287_RegionaleVerantwortung_Anzeige_IHK_GV_210x280mm_01.indd 1GV MF-25.287_RegionaleVerantwortung_Anzeige_IHK_GV_210x280mm_01.indd 1 04.09.25 10:5404.09.25 10:54 Gemeinsam wachsen. Egal in welcher Phase Sie und Ihr Unternehmen sind, ein guter Finanzpartner sollte in der Lage sein, Ihre Situation zu verstehen. Volksbanken Raiffeisen banken wissen, was es bedeutet, in der Region zu Hause zu sein und von dort weltweit Services und Dienstleistungen für Mitglieder, Kundinnen und Kunden anzubieten. Sie agieren mit starken Partnern, die wissen, worauf es ankommt. Von Anfang an wer den Unternehmerinnen und Unternehmer individuell und lösungsorientiert zu Finanzthemen beraten und können sich ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Den Weg frei machen bedeutet, ihn zu kennen. Unternehmen werden seit über 150 Jahren von den unabhängig agierenden, genossenschaftlich organi sierten Banken begleitet. Dabei haben Volksbanken Raiffeisenbanken viele Wege im wahrsten Sinne des Wortes frei gemacht, indem sie sie mitgestaltet haben. Diesen Pioniergeist haben sie noch heute. Volksbanken Raiffeisenbanken sind Vor und Mitdenker, innovative Entwickler und stabile Umsetzer für Lösungen, die Unternehmer innen und Unternehme rn die Freiheit geben, eigene Entscheidungen zu treffen. Wer seine Stärken kennt, gewinnt jeden Pitch. Sie wollen Ihre Volksbank Raiffeisenbank auf die Probe stellen? Vereinbaren Sie jetzt Ihren persön lichen Pitch Termin bei Ihrer Bank vor Ort oder infor mieren Sie sich über www.vr.de/firmenkunden-pitch Von Mittelstand zu Mittelstand Warum Banken um ihre Kunden pitchen sollten Nutzen ist, was Kundinnen und Kunden hilft. Es geht nicht in erster Linie um Optionen, sondern vor allem um Lösungen. Diese können Volksbanken Raiffeisenbanken als Teil der Genossenschaftlichen FinanzGruppe liefern. ANZEIGE GV MF-25.287_RegionaleVerantwortung_Anzeige_IHK_GV_210x280mm_01.indd 1GV MF-25.287_RegionaleVerantwortung_Anzeige_IHK_GV_210x280mm_01.indd 1 04.09.25 10:5404.09.25 10:54 Wenn Sie eh schon hingucken … … haben Sie Zeit für einen Pitch? Jetzt QR-Code scannen, Smartphone im Rahmen platzieren und überzeugt werden. GV MF-25.287_RegionaleVerantwortung_Anzeige_IHK_GV_210x280mm_01.indd 2GV MF-25.287_RegionaleVerantwortung_Anzeige_IHK_GV_210x280mm_01.indd 2 04.09.25 10:5404.09.25 10:54 Der Schutz der Beschäftigten wiegt schwerer als die Käuferinteressen Unternehmenskauf ohne Übernahme des Personals? In Deutschland stehen jährlich zehntausende inhabergeführte Unternehmen vor der Nachfolgefrage. Viele sind übernahmereif und manche werden verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern? Ein junger Ingenieur möchte einen traditionsreichen Betrieb übernehmen und bringt frische Ideen mit. Seine Pläne: Digitalisierung, Automatisierung, Effizienzsteige- rung. Sein Wunsch: das Unternehmen möglichst ohne das gesamte bestehende Personal übernehmen, um neu durchzustarten. Schnell stößt er dabei an rechtliche Gren- zen – nämlich an § 613a BGB. Der Automatismus des Gesetzes Die Grundregel ist rigoros: Wird ein Betrieb oder Betriebsteil verkauft (sogenannter Asset Deal), gehen die Arbeitsverhältnisse automatisch auf den neuen Inhaber über. Wer ein Unternehmen kauft, erwirbt also nicht nur Maschinen und Kunden, sondern auch die Belegschaft – mit allen Rechten und Pflichten. Das Personal muss lediglich rechtzeitig informiert werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können zwar innerhalb eines Monats schriftlich widersprechen. Sie verbleiben dann aber beim alten Inhaber oder der Inhaberin und bekommen dann oft eine betriebsbedingte Kündigung. Eine Kündigung durch den neuen Inhaber – allein wegen des Verkaufs – ist verboten. Der Ausweg heißt Share Deal Es gibt eine Alternative, die diesen Automatismus umgeht: den Share Deal. Hierbei kauft der Erwerber nicht den Betrieb, sondern die Gesellschaftsanteile an der GmbH oder AG, die das Unternehmen betreibt. Da rechtlich nur der Gesellschafter wechselt, die Gesellschaft selbst aber unverändert bleibt, greift § 613a BGB nicht. Das Unterneh- men wird mitsamt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern übernommen, aber ohne den gesetzlichen Zwangstrans- Neuer Inhaber, mehr Effizienz, weniger Personal? Fo to : A do be S to ck – G or od en ko ff 38 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 RATGEBER Leitfaden für die Praxis 1. Frühzeitig prüfen: In der Due-Diligence-Phase (sorgfältige Vorbereitung des Kaufs) klären, wel- che Arbeitsverhältnisse bestehen und ob Risiken wie ungeklärte Kündigungsschutzprozesse oder Altverbindlichkeiten damit verbunden sind. 2. Strukturwahl: Bewusste Entscheidung zwischen Asset Deal und Share Deal treffen. Ein Share Deal vermeidet den Anwendungsbereich des § 613a BGB, bringt aber andere Risiken mit sich (zum Bei- spiel Gesamtrechtsnachfolge). 3. Transparente Kommunikation: Die Belegschaft und den Betriebsrat rechtzeitig über den geplan- ten Übergang informieren. Eine fehlerhafte Unterrichtung kann das Widerspruchsrecht der Arbeit- nehmer neu starten. 4. Betriebsrat beachten: Bei einem Betriebsübergang hat der Betriebsrat des Veräußerers umfassende Mitbestimmungs- und Unterrichtungsrechte. Verstöße können zu Schadensersatzansprüchen führen. 5. Kündigungen planen: Wenn Personalkürzungen geplant sind, müssen diese auf einer soliden rechtlichen Grundlage (betriebsbedingt, personenbedingt, verhaltensbedingt) stehen. Kündigungen durch den Veräußerer vor dem Übergang sind hochriskant und werden streng richterlich kontrolliert. Kündigungen durch den Erwerber nach dem Übergang sind der rechtssicherere Weg, aber mit den allgemeinen Kündigungshürden verbunden. 6. Vertragliche Regelungen: Der Kaufvertrag sollte den Übergang der Arbeitsverhältnisse genau regeln. Dazu gehören unter anderem eine Auflistung der übergehenden Arbeitnehmer (sogenannte Employee List), Regelungen zur Haftung des Veräußerers für Altverbindlichkeiten, Garantien des Veräußerers bezüglich der Richtigkeit von Angaben zu den Arbeitsverhältnissen. fer. Der Haken: Beim Share Deal haftet der Käufer für alle Altverbindlichkeiten der Gesellschaft – demnach auch für verborgene Verbindlichkeiten. Enge Grenzen für eine Umgehung Der Versuch, einen Asset Deal so zu konstruieren, dass die Arbeitnehmer „zurückbleiben“, ist riskant. Schein- geschäfte oder die Aufspaltung in Teilbereiche sind vor Gerichten regelmäßig gescheitert. Einzige legale Möglich- keit: Nach dem Erwerb können betriebsbedingte Kündi- gungen im Rahmen eines streng regulierten Verfahrens (mit Sozialplan) möglich sein – aber nie allein wegen des Übergangs. Fazit: gut beraten planen Der Wunsch, ein Unternehmen ohne seine Mitarbeiter zu kaufen, ist verständlich, stößt aber im Asset Deal auf die harte Regel des § 613a BGB. Eine sorgfältige Transaktions- planung mit rechtlicher Beratung ist unerlässlich, um das Unternehmen auf ein sicheres Fundament zu stellen. Autorin Polina Hufen Rechtsanwältin BRP RENAUD 0 69 133 734-56 polina.hufen@brp.de 39Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 RATGEBER mailto:polina.hufen%40brp.de?subject= Was Unternehmen zur EU-Entgelttransparenzrichtlinie beachten müssen Ab Juni 2026 wird gerechte Bezahlung verpflichtend Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie muss bis dahin in nationales Recht umgesetzt werden. Arbeitgeber müssen gleiche Bezahlung für gleiche oder gleichwertige Arbeit sicherstellen und ihre Gehaltsstrukturen transparenter machen. Als gleichwertig gelten Tätigkeiten, die sich zwar unterscheiden, aber hinsichtlich Anfor- derungen, Verantwortung, Belastung und Arbeitsbedingungen denselben Wert haben. Beschäftigte haben künftig Anspruch auf Aus- kunft zum Gehaltsniveau bei vergleichbaren Tätigkeiten unabhängig von der Unterneh- mensgröße. Arbeitgeber müssen diese Infos auf Anfrage binnen zwei Monaten bereitstel- len und diskriminierungsfreie Entgeltsysteme nachweisen. Ergibt eine Auswertung, dass das durchschnitt- liche Gehaltsniveau für vergleichbare Tätigkeiten zwischen Frauen und Männern um mehr als fünf Prozent voneinander abweicht –, und dieser Unterschied nicht objektiv erklärbar ist – muss gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung eine Entgeltbewertung durchgeführt werden. Neu ist zudem: Schon in Stellenausschreibun- gen oder spätestens vor dem ersten Bewer- bungsgespräch muss zumindest eine Gehalts- spanne genannt werden. Beschäftigte dürfen außerdem offenlegen, was sie verdienen, um den Vergleich im Kollegenkreis zu erleichtern. Während die Auskunftsansprüche und Trans- parenzpflichten alle Unternehmen betreffen, gelten für Unternehmen mit mindestens 100 Beschäftigten zusätzlich Berichtspflichten. Sie müssen regelmäßig Entgeltberichte erstellen und öffentlich zugänglich machen, etwa auf ihrer Website. Was Unternehmen jetzt tun können Ein früher Überblick lohnt sich: Wer verdient was in welcher Position? Gibt es Unter- schiede, die nicht durch Qualifikation erklär- bar sind? Eine vertrauliche Analyse gibt erste Hinweise. Auch Abläufe sollten vorbereitet werden, zum Beispiel wer entsprechende Anfragen beantwortet. Gute Vorbereitung senkt Kosten und rechtliche Risiken. Ab Juni 2026 müssen Arbeitgeber gleiche Bezahlung für gleiche oder gleichwertige Arbeit sicherstellen und transparent dazu kommunizieren. Fo to : A do be S to ck – A nd re y P op ov Autorin Theresa Staffa 069 8207-227 staffa@offenbach.ihk.de 40 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 RATGEBER Nachfolgebörse zum Präsentieren und Suchen Übergabe von Unternehmen leicht gemacht Deutschlands größte Unternehmensnachfolge-Börse heißt nexxt-change. Sie bringt Inhaberinnen und Inhaber von Unternehmen mit Menschen in Kontakt, die an einer Existenzgründung interessiert sind. Viele Betriebe stehen vor dem Generations- wechsel und damit vor der Nachfolgefrage. Nicht immer gibt es Menschen aus der Familie oder aus dem Unternehmen, die in die Fußstapfen der Leitung treten möchten. Dann wird häufig eine externe Nachfolge angestrebt. Die wiederum kann für Existenz- gründer eine attraktive Alternative zur Neu- gründung sein. Doch wie kommen die beiden Seiten zusammen? Sehr gut zum Beispiel über die Unternehmensbörse nexxt-change! Unter den vielen Inseraten können Existenz- gründer – ebenso wie Unternehmen, die einen Nachfolger für ihren Betrieb suchen, passende Profile aus der Internet-Plattform auswählen und diskret in Kontakt treten. www.nexxt-change.org Die „nexxt-change“-Nachfolgebörse hält einige Inserate für Sie bereit. Schauen Sie vorbei und finden Sie Ihr Unternehmen zur Übernahme. Angebote OF-12/25-A Lotto-Toto in Rödermark sucht Nachfolger/-in OF-13/25-A Einzelhandel Brautmode und Herrenmode zur Übergabe bereit OF-15/25-A Traditionsreiches Schreibwarengeschäft sucht Nachfolger/-in OF-16/25-A Neuer Chefarzt für Kaffeemaschinenklinik gesucht! Kontakt Ulrike Henschel 069 8207-146 henschel@offenbach.ihk.de VIDEO – Safety – Guard – Tower Baustellenüberwachung Sichern Sie Ihr Eigentum Unkomplizierte Sofortmontage einer mobilen Einbruchmeldeanlage jederzeit möglich. Dem Ernstfall einen Schritt voraus • Schnelle und professionelle Sicherung Ihres Objektes innerhalb von 48 Stunden • Kostengünstig mieten Wir beraten Sie gerne individuell in allen Fragen rund um Ihre Sicherheit. Besuchen Sie unser Sicherheitscenter. Heinrich-Krumm-Straße 9 63073 Offenbach www.bws-offenbach.de Telefon: 069/888 145 41Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 RATGEBER http://www.nexxt-change.org IHKs setzen digitalen Meilenstein für den Außenhandel Ursprungszeugnisse für Waren ab sofort vollständig digitalisiert Nach erfolgreicher Testphase ist das volldigitale Ursprungszeugnis (dUZ) im September bundesweit in den Realbetrieb gestartet. „Für die exportorientierte hessische Wirtschaft ist das dUZ nicht nur ein weiteres digitales Angebot – sondern ein echter Meilenstein. Die einfache Handhabung, die Zeitersparnis und die hohe technische Qualität sind ein echter Mehrwert für unsere Mitgliedsbetriebe. Ein echter Durchbruch für den internationalen Warenverkehr“, sagt Frank Aletter, Geschäfts- führer des Hessischen Industrie- und Han- delskammertags (HIHK). Bislang konnten Unternehmen ihre Ursprungszeugnisse zwar schon online bean- tragen, für die Ausstellung und Verwendung war jedoch noch immer ein Ausdruck zwin- gend erforderlich. Nun können Unternehmen ihre Ursprungszeugnisse komplett online beantragen, genehmigen lassen und her- unterladen – ganz ohne Papier. Jedes digitale Ursprungszeugnis erhält eine eindeutige Seri- ennummer und einen Verifizierungscode und wird dadurch rechtsverbindlich, international verifizierbar und erfüllt globale Standards wie die Kyoto-Konvention der World Customs Organization (WCO). Behörden, Banken und Handelspartner im In- und Ausland können ebenfalls die Echtheit online prüfen. Ursprungszeugnisse bescheinigen den han- delspolitischen Ursprung einer Ware und sind in vielen Ländern Voraussetzung für die Ein- fuhr oder begründen Handelsvorteile. Auch Banken verlangen sie häufig bei Akkreditiven oder Finanzierungen. In Deutschland gelten Ursprungszeugnisse als öffentliche Urkunden. Ihre Digitalisierung unterliegt daher strengen rechtlichen Anfor- derungen. Mit dem dUZ wird nun erstmals eine solche Urkunde vollständig digital aus- gestellt. Die IHK-Organisation gehört damit zu den noch wenigen Institutionen in Deutsch- land, die in dieser Größenordnung – mehr als eine Million Urkunden pro Jahr – vollständig digitale Nachweise ausstellt. https://euz.ihk.de/euzweb Unternehmen können ihre Ursprungszeugnisse jetzt komplett online beantragen, genehmigen lassen und herunterladen – ganz ohne Papier. Fo to : I H K 42 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 RATGEBER https://euz.ihk.de/euzweb VT Impressum: Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, Sontraer Straße 6, 60386 Frankfurt am Main, Telefon 0 69/42 09 03-75 Die Textbeiträge in diesem Verlagsthema wurden von den werbenden Unternehmen verfasst.www.zarbock.de Foto: Freepik Energie und Umwelt 11/12 2025 2 VerlagsSpecial | Energie und Umwelt Energie neu denken Warum effektives Energiemanagement der Schlüssel zur Nachhaltigkeit ist In Zeiten globaler Klimakrisen, steigender Energiekosten und wachsender regulatorischer Anforderungen steht eines fest: Nachhaltigkeit ist kein optionales Ziel mehr, sondern eine unternehmerische und gesellschaftliche Notwendigkeit. Im Zentrum dieser Transformation steht das Energiemanage- ment – ein strategisches Werkzeug, das weit über einfache Stromsparmaßnahmen hinausgeht. Was ist Energiemanagement eigentlich? Energiemanagement bezeichnet die systematische Erfassung, Steuerung und Optimierung des Energieverbrauchs in Un- ternehmen, Gebäuden oder ganzen Städten. Ziel ist es, den Energieeinsatz effizienter zu gestalten, Kosten zu senken und gleichzeitig die Umwelt zu entlasten. Moderne Energiemanage- mentsysteme (EMS) ermöglichen nicht nur Transparenz über den Energiefluss, sondern auch eine datenbasierte Entschei- dungsfindung. Ein Schlüsselelement ist dabei die Einführung von Normen wie ISO 50001, die Organisationen eine strukturierte Vorgehens- weise zur Verbesserung ihrer Energieeffizienz bieten. Nachhaltigkeit beginnt mit Effizienz Rund 40 % des weltweiten Energieverbrauchs entfallen auf Gebäude – und viele davon arbeiten weit unter ihren Effizi- enzpotenzialen. Durch ein intelligentes Energiemanagement lassen sich Verbrauchsspitzen glätten, Verluste reduzieren und CO2-Emissionen drastisch senken. Die Kombination aus erneuerbaren Energien, smarten Messsystemen und digitaler Fo to : F re ep ik Co² Reduktion durch Elektromobilität mit Duwensee. Als erste Spedition im Rhein-Main-Gebiet setzen wir auf den vollelektrischen eActros 600 sowie eActros 300 und treiben die Elektromobilität in unserer Region voran. Ihre Vorteile mit uns: Bessere Co²-Bilanz Stärkeres Image Planbare Emission Emissionsfreie Transporte senken nachweislich Ihre Scope-3-Emissionen. Nachhaltige Lieferketten: Zeigen Sie Veranwortung gegenüber Kunden/Partnern. Planbare Emissionen für Ihre Nachhaltigkeits- und CSRD-Berichte. GET IN TOUCH NUR GRÜN AUSZUSEHEN, REICHT UNS NICHT. Wir fahren elektrisch. 3 | VerlagsSpecialEnergie und Umwelt Steuerung macht es möglich, nachhaltige Erfolge messbar zu machen. Beispiel aus der Praxis: Ein mittelständisches Produktionsunter- nehmen in Deutschland konnte durch den Einsatz eines EMS und gezielter Effizienzmaßnahmen seinen Energieverbrauch innerhalb von zwei Jahren um 18 % senken – und damit gleich- zeitig 250 Tonnen CO2 jährlich einsparen. Technologie als Treiber Digitale Technologien wie das Internet of Things (IoT), Künst- liche Intelligenz (KI) und Big Data spielen eine immer größere Rolle im Energiemanagement. Intelligente Sensorik, automati- sierte Laststeuerung und vorausschauende Wartung ermögli- chen nicht nur einen nachhaltigen Betrieb, sondern auch eine agile Reaktion auf veränderte Marktbedingungen. Zudem fördern sogenannte „Energy Dashboards“ die Transpa- renz und Mitarbeitermotivation: Wenn Teams sehen, wie sich ihr Verhalten auf den Energieverbrauch auswirkt, steigt die Be- reitschaft, aktiv zur Nachhaltigkeit beizutragen. Energiemanagement als Wettbewerbsfaktor Immer mehr Investoren, Kunden und Talente legen Wert auf die Nachhaltigkeitsstrategie eines Unternehmens. Wer heute in effektives Energiemanagement investiert, stärkt nicht nur die Umweltbilanz, sondern auch die eigene Wettbewerbsfähigkeit. Denn Nachhaltigkeit ist längst zum Entscheidungskriterium auf dem globalen Markt geworden. Fazit: Energiemanagement ist Zukunftssicherung Effizienter Umgang mit Energie ist weit mehr als ein ökologisches Statement – er ist wirtschaft- lich sinnvoll, technologisch machbar und gesell- schaftlich geboten. Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen, die heute in nachhaltiges Energiemanagement investieren, gestalten aktiv die Welt von morgen mit. Denn wahre Nachhaltigkeit beginnt dort, wo Energie sinnvoll eingesetzt wird. Für alle, die sich tiefer mit dem Thema Energie- management und Nachhaltigkeit beschäftigen möchten, haben wir hier einige hilfreiche Links zusammengestellt: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) – Energiemanagement Überblick zu gesetzlichen Grundlagen, Förderprogrammen und praktischen Tipps: https://www.bmwk.de/Redakti- on/DE/Dossier/energieeffizienz.html Deutsche Energie-Agentur (dena) – Energieeffizienz & Nachhaltigkeit Projekte, Studien und Leitfäden zur Umsetzung nachhalti- ger Energiestrategien: https://www.dena.de/themen ISO 50001 – Internationale Norm für Energiemanagement- systeme Alles zur Norm ISO 50001 direkt von der International Organization for Standardization: https://www.iso.org/iso- 50001-energy-management.html UBA – Umweltbundesamt: Energieeffizienz in Unterneh- men Forschung, Handlungsempfehlungen und Praxisbeispiele vom Umweltbundesamt: https://www.umweltbundes- amt.de/themen/wirtschaft-konsum/energieeffizienz-in- unternehmen Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes Finde zertifizierte Experten für Energieberatung und -opti- mierung in deiner Region: https://www.energie-effizienz- experten.de Clean Energy Wire – Energiewende in Deutschland (englisch) Hintergrundinfos zur deutschen Energiewende für ein inter- nationales Publikum: https://www.cleanenergywire.org Ill us tr at io n: F re ep ik 4 VerlagsSpecial | Energie und Umwelt Eine Anlage mit Top-Rendite: Energieeffizienz! Das Partnerprojekt LEA Hessen Energieberatung für Unter- nehmen (LEA EfU) unterstützt Sie und Ihr Unternehmen bei der Steigerung Ihrer Energieeffizienz. Qualifizierte Mitarbei- tende und erfahrene Expertinnen und Experten lotsen Sie in einer kostenfreien Impulsberatung in Ihrem Unternehmen zu Unterstützungs- und Förderangeboten, die exakt auf Ihre betriebliche Situation zugeschnitten sind. Die Energieberatung für Unternehmen unterstützt das Energie- sparen in kleinen und mittleren Unternehmen. Sie wird finan- ziert durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum. Seit Januar 2019 ist für die Umsetzung der Initiative die LEA LandesEnergieAgentur Hessen GmbH in Wiesbaden verantwortlich. Die RKW Hessen GmbH ist langjähriger Projektträger. Erschließen Sie in Ihrem Unternehmen finanzielle Spielräume und heben Sie die vorhandenen Energieeffizienz-Potenziale. Die Steigerung der Energieeffizienz ist eine Herausforderung und zugleich eine Chance für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Allerdings bestehen gerade bei kleinen Betrieben noch Informationsdefizite über energetische und finanzielle Einspar- möglichkeiten und konkrete Handlungsoptionen. Hier setzt die „LEA Hessen Energieberatung für Unternehmen“ an: Wir geben mittelständischen Unternehmer/innen einen Überblick über die bestehenden Förderangebote und unter- stützen sie bei der Suche nach dem passenden Energiespar- programm. Wir informieren über Praxisbeispiele und Energiemanage- mentsysteme. Wir vermitteln den Betrieben qualifizierte Ansprechpartner und finden den richtigen Weg – und das für alle Branchen. www.energieeffizienz-hessen.de 7. Herstellung Güter/ Verpackungen 2. Getrennte Erfassung 4. Sortierung 5. Aufbereitung 6. Recycling 3. Sammlung & Transport 1. Abfallerzeuger Vermeidbare Abfälle minimieren. Natürliche Ressourcen schonen. Recycling sowie Wiederverwendung maximieren. Effiziente, zukunftssichere Entsorgungs- & Recyclinglösungen: Für ein sauberes Rhein-Main-Gebiet. Wir freuen uns auf Sie! PreZero Service Mitte-West GmbH & Co. KG Hans-Böckler-Straße 2 63110 Rodgau 0800 - 863676336 www.prezero.de Fo to : F re ep ik Kontakt Claudia Albert 069 8207-330 albert@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de IHK. Die Weiterbildung Seminare und Workshops Starke Ausbilder – starke Zukunft Rechtliche Neuerungen, innovative Trends und der Einfluss der Digitalisierung auf die Ausbildung – darüber sollten Ausbilderinnen und Ausbilder auf dem Laufenden sein. Sie lernen moderne Methoden zur Lernprozess- begleitung, kreative Unterweisungsansätze sowie effektive Techniken im Umgang mit den Generationen Z und Alpha kennen, tauschen sich untereinander aus und entwickeln praxisnahe Strategien für eine zukunftsfähige und attraktive Ausbildung. * U.-Std. = Unterrichtsstunden www.ihkof.de/weiterbildung Alle Weiterbildungsangebote der IHK Offenbach am Main: Ausbilder 12.11.2025 | Starke Ausbildung – starke Zukunft, https://www.offenbach.ihk.de/E14612/, IHK Offenbach am Main, 8 U.-Std.. . 249 Euro Büromanagement 12.11.2025 | Kundenorientiert telefonieren – die Visitenkarte Ihres Unternehmens, https://www.offenbach.ihk.de/E14289/, IHK Offenbach am Main, 8 U.-Std.. . 249 Euro 19.11.2025 | Büromanagement – wie Sie erfolgreich Ihren Büroalltag gestalten, https://www.offenbach.ihk.de/E14304/, online, 8 U.-Std. . . . . . . . . . . . . .249 Euro 04.12.2025 | Das erfolgreiche Business – Strategien für Ihren beruflichen Erfolg, https://www.offenbach.ihk.de/E14305/, online, 8 U.-Std. . . . . . . . . . . . . .249 Euro Personalmanagement 12.11.2025 | Künstliche Intelligenz im Recruiting, https://www.offenbach.ihk.de/E14330/, online, 8 U.-Std. . . . . . . . . . . . . .219 Euro Führung & Leadership 13.11.2025 | Mit Wertschätzung führen – Motivation und Teamgeist nachhaltig stärken, https://www.offenbach.ihk.de/E14714/, IHK Offenbach am Main, 8 U.-Std.. . 249 Euro 18. - 19.11.2025 | Der Sprung in die Führung, https://www.offenbach.ihk.de/E14708/, IHK Offenbach am Main, 16 U.-Std.. . 449 Euro Soft Skills 27.11.2025 | Souverän und selbstbewusst auftreten – wirkungsvoll kommunizieren im Business, https://www.offenbach.ihk.de/E14716/, IHK Offenbach am Main, 8 U.-Std. . 249 Euro Das erfolgreiche Business Dieses Seminar zeigt modernste Marketing- strategien und vermittelt, wie Geschäfts- ideen erfolgreich aufgebaut werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten neue Denkansätze und entwickeln einen massiven Mehrwert, der sich positiv auf ihr bestehendes oder neues Business auswirkt. Mit Wertschätzung führen Führungskräfte erlernen hier, durch echte Anerkennung und respektvolle Kommu- nikation die Motivation, Zusammenarbeit und Leistungsfähigkeit ihrer Teams nach- haltig zu stärken. Denn aktuelle wissen- schaftliche Erkenntnisse aus der Neuro- und Organisationspsychologie zeigen, dass Wertschätzung nicht nur die Zufriedenheit, sondern auch die Produktivität steigert. ihkof.de/weiterbildung BESSER.WEITER.BILDUNG. IHK Offenbach am Main 47Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 BILDUNG NETZWERKE Das Netzwerk wächst und gedeiht Wirtschaftsjunioren Offenbach in der Jubelzone In den letzten Monaten haben die Wirtschaftsjunioren (WJ) Offenbach am Main viel erreicht, gefeiert und geehrt. Dies gilt es nun an dieser Stelle zu würdigen. Eins vorweg: Wir haben noch einiges in Planung. Stay tuned! Folgen, liken und vorbeikommen! Bei den WJ Offenbach ist immer was los. Nikita Novak, 24 Jahre alt und Steuerassistent bei Edelmann & Partner Steuerberatungsgesellschaft PartG mbB, gehört jetzt zu den WJ Offen- bach. Zuvor hat er einige Monate lang Eindrücke zu unserem Netzwerk gesammelt. Nun ist er aktiv eingebunden. Zwei Mal Silberne Juniorennadel Wirtschaftsjunioren, die im Kreis besonders aktiv sind und beson- dere Verdienste erworben haben, können mit einer deutschlandweit einheitlichen Auszeichnung geehrt werden: der Juniorennadel. Die persönliche Würdigung auf Kreisebene ist eine Auszeichnung der Wirtschaftsjunioren Deutschland und eine Ehrung durch das Bundesressort Mitglieder. Im Rahmen unseres diesjährigen Sommerfests haben wir gleich zwei Mitglieder der WJ Offenbach mit der Kreisauszeichung geehrt: Sandra Hug und Andreas Buhle haben die Silberne Juniorennadel bekommen. Sandra unterstützt im Rahmen ihrer Vorstandstätigkeit bereits seit einigen Jahren unsere Finanzen, was dazu geführt hat, dass wir liquide geblieben sind und immer unsere Rechnungen bezahlen können. Den Überblick hat sie auch rund um die LAKO 2024 niemals verloren und das Event zu einem maßgebenden Erfolg geführt. Andreas Buhle ist der Mann im Hintergrund, der schon vieles für den Verein getan hat. Sponsoring und Vertrieb sind seine Steckenpferde, weswegen wir die LAKO und einige andere Events durchführen konnten. Wir sagen Danke und freuen uns auf das weitere Engagement der beiden.Nikita Novak hat sich die WJ Offenbach am Main erst genau angeschaut und dann bewusst entschieden, Mitglied zu werden. Fo to : W J O ffe nb ac h Andreas Buhle (M.) freut sich mit seiner Familie und WJ-Präsident Sven Franzen über die Kreisauszeichnung. 48 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 NETZWERKE Kontakt Gino Scalinci scalinci@wj-offenbach.de www.wj-offenbach.de Die aktuellen Top-Profile der EEN-Profildatenbank bieten spannende Möglichkeiten, um Kontakte für das internationale Geschäft zu knüp- fen. Schauen Sie sich jetzt um und finden Sie Ihr Perfect Match! https://een.ec.europa.eu/partnering-opportunities Sie möchten eine Nachricht erhalten, sobald ein passendes Profil online ist? Sie möchten Ihr eigenes Suchprofil erstellen? Wir beraten Sie gerne persönlich! Der „Nett Zwerg“ Er tritt hervor, klein an Gestalt, doch schwer an Bedeutung. Ein Zwerg, den viele oft übersehen. Was bisher verborgen schien, wird offenbar, als hätte er den Schlüssel zu einem Rätsel, das keiner je zu stellen wagte. Er ist die Brücke zwischen Schein und Sein, der Hüter des letzten Geheimnisses. Das Kleine entpuppt sich als Großes, das Ver- borgene wird sichtbar und so beginnt ein Verstehen. Was es damit auf sich hat? Das erfahrt ihr im WJ-Offenbach-Werbefilm auf unserer Website. WJ-Kalender Nov./Dez. 2025 ❙ 19.11.2025 Stammtisch ❙ 09.12.2025 Ordentliche Mitglieder versammlung und Weihnachtsfeier Alle Veranstaltungen und mehr Informationen dazu unter: www.wj-offenbach.de Den WJ Offenbach am Main e. V. folgen und wissen, was für junge Führungskräfte wichtig ist! LinkedIn: www.linkedin.com/ company/ wj-offenbach Instagram: www.instagram.com/ wjoffenbach Facebook: www.facebook.com/ wjoff Die Profildatenbank des Enterprise Europe Network (EEN) Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken Der EEN-Online-Marktplatz listet mehr als 10.000 Firmenprofile und lässt sich nach Suchbegriffen und Regionen filtern. POLISH PIONEER IN INNOVATIVE WASTEWATER TREATMENT SEEKS SUPPLIERS OF GLYCOLS & GLYCERIN A Polish company is looking for suppliers of ethylene glycol, propylene glycol and glycerin – both plant-based, technical, and animal-based. The company‘s mission is to provide innovative and environmentally friendly products that contribute to a clea- ner environment while optimising customer processes. The SME is looking for manufacturers and intermediaries from Poland‘s neighbouring countries who can supply the chemicals in full tanker truckloads (24 tonnes). Request more information: BRPL20250723006 UKRAINIAN METAL PIPE PRODUCER SEEKS SALES AGENT A Ukrainian manufacturer specializing in profiled and round pipes made from galvanized and black steel, including U-, L-, and C-profiles, mounting systems, profiles for sliding and sectional doors, agricultural applications, and various steel structures, is seeking to expand into new markets. Following a recent increase in production capacity, the company is looking for experienced commercial agents to support its international growth. They are open to establishing commercial agreements with foreign part- ners across various industries and professional sectors. Request more information: BOUA20250805025 Kontakt Milena Tröß 069 8207-254 troess@offenbach.ihk.de 49Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 DUTCH COMPANY SEEKS PARTNER TO DEVELOP A STATE OF HEALTH BATTERY TESTING METHOD A Dutch company specializing in battery reuse is looking for a tech- nological partner to develop an advanced and efficient testing met- hod for assessing the State of Health (SOH) of both high and low- voltage batteries. The goal is to reduce the labor-intensive nature of current battery testing and enhance the reliability of Second-Life batteries, making them more attractive to a broader market. Request more information: TRNL20250519015 TURKISH COMPANY IS SEARCHING FOR SUPPLIERS OF PCR AND PIR PLASTIC WASTE A Turkish company specializing in the production of recycled plastic granules is looking for suppliers of post-consumer recycled (PCR) and post-industrial recycled (PIR) plastic waste. The SME is interested in establishing long-term cooperation through supplier agreements, which would involve direct procurement from relia- ble waste suppliers. Additionally, commercial agreements may be considered with partners that act as intermediaries in sourcing and supplying suitable plastic waste materials. Request more information: BRTR20250805010 SPANISH COMPANY SEEKS MAINTENANCE SOLUTIONS FOR BRIDGE EXPANSION JOINTS AND BEARINGS A Spanish company managing international road infrastructure is seeking novel, safe maintenance or repair techniques for elastome- ric expansion joints and steel plate/neoprene bearings in bridges— preferably ones that avoid full replacement. Solutions should extend service life, minimize traffic disruption, and reduce costs. Partners are sought for pilot testing and technical cooperation. Request more information: TRES20250806011 CZECH TECHNOLOGY DEVELOPER IS LOOKING FOR PILOT CUSTOMERS, LICENCEES AND STRATEGIC PARTNERS A Czech technology developer offers a globally patented zero-vib- ration range extender suitable for UAVs/drones, light aircraft (ULAs), and electric vehicles (EVs). The technology is protected by patents in the USA, China, EU, South Korea, and Russia, and is ready for commercialization. The SME is looking for pilot customers as part- ners for small series production, licensees and strategic partners and investors for further development of the product line. Request more information: BOCZ20250805011 AUSTRIAN-CERTIFIED NIS2 COMPLIANCE EXPERTS ARE LOOKING FOR EU-PARTNERSHIPS An Austrian consultancy with officially NIS2-certified advisors offers an end-to-end compliance package (gap analysis, risk assessment, governance framework, SIEM/IDS/IPS implementa- tion, backups, 360° awareness training, 24/7 incident response)— everything except acting as the certification body itself. To extend their market reach the company is seeking system integrators, resellers or consulting partners with an existing customer base in regulated sectors (energy, finance, healthcare). Request more information: BOAT20250728010 IHK-Magazin bestellen oder abbestellen Wer Mitglied in der IHK Offenbach am Main wird, erhält drei Printausgaben des IHK-Magazins Offenbacher Wirtschaft per Post. Eine kurze Nachricht per E-Mail mit Angabe des Unternehmensnamens und der Mitgliedsnummer (ID) genügt und das kostenlose Print-Abonnement wird fortgesetzt. Genauso einfach wird das Abonne- ment der gedruckten Ausgabe per E-Mail abbestellt. E-Mail: redaktion@offenbach.ihk.de Die Online-Ausgabe der Offenbacher Wirtschaft finden Sie unter www.offenbacher-wirtschaft.deRatgeber Jetzt Finanzhilfen aus dem HessenFonds beantragen! | Netzwerke Sachverständige: Experten für mehr als 250 Fachgebiete | Veranstaltungen KAI KÔ Deutsch-Japanischer Wirtschaftsempfang Hainburg 07– 08 | 2025 Nachrichten: Gründen bleibt in Stadt und Kreis Offenbach beliebt | Ratgeber: Mittelstand schlägt Alarm, weil Nachfolger fehlen | Netzwerke: Level 4 bietet neuen Raum für Zukunftsthemen Schöne neue Arbeitswelt 09 – 10 | 2025 50 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 NETZWERKE Wissens-Update für den internationalen Handel Kurz, prägnant und auf den Punkt: Mit der Webinarreihe #Spotlight Internationalisierung bringt das Team International der IHK Offenbach am Main auch 2026 wieder aktuelle Themen aus Zoll und Außenwirt- schaft sowie zu internationalen Märkten direkt auf Ihren Bildschirm – hessenweit und digital. In nur 20 Minuten geben Expertinnen und Experten einmal im Monat kompakte Einblicke und praxisnahe Hinweise zu relevanten Entwick- lungen für Ihr internationales Geschäft. Bleiben Sie informiert, effizient und einen Schritt voraus. Jetzt vormerken und 2026 kein #Spotlight verpassen! https://www.offenbach.ihk.de/international/spotlight/ E-Rechnung: Herausforderungen und Lösungen Seit Januar 2025 ist die E-Rechnung Pflicht – doch was hat sich seitdem wirklich getan? Nach anfänglichem Hype scheint es stiller gewor- den zu sein. Aber trügt der Eindruck? Im kostenfreien 45-minütigen IHK-Webinar gibt Referent Alexander Lenz, Senior Solution Architect bei RICOH Deutschland, Antworten. Er berichtet, welche Erfahrungen Unternehmen bisher mit der E-Rechnungs-Pflicht gemacht haben und welche Risiken bestehen. Thematisiert wird außerdem, wie sich die gesetzlichen Vorgaben einfach und effizient umsetzen lassen und wie Buchhaltungsabläufe automatisiert werden können. Termin: 6. November 2026, 10:00 Uhr Anmeldung: www.offenbach.ihk.de/E14932 51Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 VERANSTALTUNGEN Aus der Praxis für die Praxis Künstliche Intelligenz für den Unternehmensalltag Praxisnahe Keynotes, interaktive Workshops und Beispiele aus der Nachbarschaft – all das erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 18. November 2025 beim zweiten KI-Summit beim Cloud- und Hostinganbieter Adacor. Kooperationspartner sind die IHK Offenbach am Main, Hessen Innovativ und der AI Frankfurt e. V. Die Konferenz richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer, Geschäftsleitungen, IT-, Digital- und Innovationsverantwortliche, Ver- bände sowie Anbieter von KI-Lösungen. „Der KI-Summit zeigt, wie Mittelständler künstliche Intelligenz souve- rän und produktiv in ihren Arbeitsalltag integrieren können und damit Innovationskraft, Wettbewerbsfähigkeit und digitale Unabhängigkeit stärken“, sagt Andreas Bachmann, CEO und Gründer von Adacor, Offenbach, der die Konferenz mit einer Keynote eröffnet. Sebastian Simon, Geschäftsführer der PixelPEC GmbH, Offenbach, widmet sich der Frage, wie KI die Medienproduktion von morgen verändern wird. Robert Iuga, Digital Transformation Manager bei BLUPRNT, Frank- furt, stellt mit „Donna 2.0“ eine virtuelle Assistentin vor, die zeigt, wie Change, User Experience und Prozesslogik zusammenspielen müssen, damit KI im Arbeitsalltag funktioniert. Verena Rustemeyer, Gründerin und Geschäftsführerin von SUPYOU Consulting, Essen, erläutert, mit welchen Strategien und kulturellen Voraussetzungen Unternehmen ihre Teams „KI-ready“ machen können. Weitere Programm-Highlights Das Programm umfasst zudem einen Lunch-Talk, in dem Robin Hillesheim, Kompetenzfeldmanager Innovation bei der IHK Offen- bach am Main, Best Practices, politische Rahmenbedingungen und aktuelle Zahlen aus Irland vorstellt. Er gibt Impulse und beschreibt, wie erfolgreiche Ansätze von der grünen Insel hier genutzt werden können. Ergänzt wird die Agenda durch Workshops zu Themen wie RAG & Wissensmanagement, smarte Prozessautomatisierung mit n8n, KI-Business-Cases mit MEDGI, KI-Assistenten im KI-Workplace, einen Deep Dive zu Tools wie Perplexity oder Suno AI sowie Best Practices zur Automatisierung im Mittelstand. Eine Paneldiskussion unter dem Titel „KI im Mittelstand – Chancen, Herausforderungen und Zukunfts- aussichten“ setzt den Schlusspunkt und greift insbesondere Fragen zu Richtlinien, Datenschutz und Implementierung auf. Anmeldung: www.offenbach.ihk.de/E14939 Kontakt Robin Hillesheim 069 8207-250 hillesheim@offenbach.ihk.de Unternehmen gründen und weiterentwickeln Wer ein Unternehmen gründen oder mit neuen Impulsen voranbrin- gen will, ist bei den Online-Gründungstagen der IHK Offenbach am Main richtig. Ein erfahrenes Expertenteam informiert in sechs kompak- ten Webinaren zu den Themen Gründung, Finanzierung, Recht und Marketing. Kompetent beantwortet es individuelle Fragen. Gründungstage online 18. bis 20. November 2025 Programm und Anmeldung: www.ihkof.de/gruendungstage 53Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 VERANSTALTUNGEN http://www.ihkof.de/gruendungstage Europa 01– 02 | 2026 Ausgabedatum 3. November 2025 Titelbild iStock / schulzie Das Magazin wird auf umwelt- freundlichem FSC®-zertifizierten Papier klimaneutral gedruckt. Designkonzept, Gestaltung, Titelbild, Verlag und Druck Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, 60386 Frankfurt www.zarbock.de Verlagsleitung: Ralf Zarbock Anzeigendisposition Anja Bäumel Tel. 069 420903-75 anja.baeumel@zarbock.de Anzeigenpreisliste Gültig ab 1. November 2024 Mediadaten www.offenbach.ihk.de/P167 Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der IHK-Mit- IMPRESSUM Herausgeber Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Postfach 10 08 53 63008 Offenbach am Main Frankfurter Straße 90 63067 Offenbach am Main Tel. 069 8207-0 | Fax -199 redaktion@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de Verantwortlich Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main Redaktion redaktion@offenbach.ihk.de Birgit Arens (Chefredakteurin) Tel. 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Esther Mahr Tel. 069 8207-234 mahr@offenbach.ihk.de Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr ( jeweils am 1. des Monats) gliedschaft und kann jederzeit per Hinweis an den Herausgeber beendet oder wieder aufgenommen werden. Wir nutzen in der IHK Offenbach am Main eine Sprache, die gerecht ist und niemanden bevorzugt oder benachteiligt, jeden anspricht und nieman- den ausschließt. Unsere Sprache respektiert die aktuellen Recht- schreibregeln und ist gleichzeitig verständlich, eindeutig und gut lesbar. Da wir im Sinne der Gleichbehandlung immer alle Geschlechter mei- nen, verwenden wir zum Beispiel Doppelnennun- gen, geschlechterneutrale Begriffe, Pluralformen, Funktionsbezeichnungen oder abwechselnd die männliche und die weibliche Form. Wenn gele- gentlich nur eine Form genannt wird, um bessere Lesbarkeit zu erreichen oder weil es übergeordne- te Vorgaben erzwingen (z. B. Prüfungsordnungen), gilt diese im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter und Personengruppen. Mit dieser Vorgehensweise beabsichtigen wir keinerlei Wertung. Auf Zusatzzeichen und Binnengroßbuchstaben verzichten wir, weil diese die Barrierefreiheit, den Lesefluss und die Auffindbarkeit durch Such maschinen beeinträchtigen. Derzeit gibt es in Deutschland keine einheitlichen Regeln für eine geschlechtergerechte Sprache. In der IHK Offenbach am Main nehmen wir an der Diskussion zum Thema teil und entwickeln auch im Netzwerk der deutschlandweiten IHK-Organi- sation weitere praxisnahe, akzeptable Lösungen dazu. Sie haben Fragen, Hinweise oder Anregungen zur geschlechterneutralen Sprache? Dann schreiben Sie uns: redaktion@offenbach.ihk.de Beilage Wortmann AG, Hüllhorst Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH und Co. KG, Frankfurt am Main VORSCHAU 01–02 Titelthema | Europa Anzeigenschluss für die Ausgabe Januar/Februar 2026 ist der 05.12.2025. Redaktionsschluss für die Ausgabe März/April 2026 ist der 2. Februar 2026. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Themen aus aktuellen Anlässen ändern können. IHK-Boarding Neu in der IHK Offenbach am Main? Sie sind erst kürzlich IHK-Mitglied geworden und fragen sich, was die IHK Offenbach am Main für Sie tut? Sie erfahren es beim IHK-Boarding! Wir freuen uns, Sie kennenzulernen und Ihnen unsere Angebote vorzustel- len, die Sie als Mitglied häufig kostenlos in Anspruch nehmen können. Jetzt kostenlos anmelden und den Zugangslink zum Webinar erhalten! Dienstag, 11. November 2025, 14:00 bis 15:00 Uhr www.ihkof.de/boarding 54 Offenbacher Wirtschaft November/Dezember 2025 VERANSTALTUNGEN Business to Business Ihr direkter Kontakt zum Marktplatz: 0 69/42 09 03-75 oder per E-Mail verlag@zarbock.de Mit einer Anzeige in der Offenbacher Wirtschaft erreichen Sie 20.000 Entscheiderinnen und Entscheider in Stadt und Kreis Offenbach. Ratgeber Jetzt Finanzhilfen aus dem HessenFonds beantragen! | Netzwerke Sachverständige: Experten für mehr als 250 Fachgebiete | Veranstaltungen KAI KÔ Deutsch-Japanischer Wirtschaftsempfang Hainburg 07– 08 | 2025 Wir beraten Sie gerne: Marion Stumpp Telefon 0 69 /42 09 03-51 marion.stumpp@zarbock.de Anzeigen-Hotline: 0 69/42 09 03-51 Anzeigenschluss für die Januar/Februar Ausgabe: 4. Dezember 2025 Sichern Sie sich Ihre Platzierung unter 0 69 /42 09 03-51 verlag@zarbock.de KamineImmobilien NEUE PERSPEKTIVEN ERÖFFNEN adler-immobilien.de Tel. 069. 955 22 555 Wir bieten kostenfreie, innovative Be- wertungskonzepte für Wohnimmobilien durch unsere Dekra-Sachverständigen. Sie planen eine Immobilie zu verkaufen – nehmen Sie hier in Zeiten variabler und volatiler Entwicklungen die Hilfe von Experten an. Informieren Sie sich über den optimalen Verkaufswert. Sicherheit Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit 24h-Service BWS Sicherheitsdienste GmbH Tel. 0 69 / 88 81 45 Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit www.bws-offenbach.de Sicherheitsdienst Zeitarbeit Koch & Benedict GmbH Personal-Service. Ihr zuverlässiger Partner bei Personalbedarf. Tel. 08 00/2 04 01 00 (kostenfrei) www.kochundbenedict.de Übersetzungen Beglaubigte Übersetzungen DE-EN und mehr vom qualifizierten Profi. www.uebersetzungsbuero-linguakraft.de Präsentationsmappen PRÄSENTATIONSMAPPEN Individuelle Mappen Frankfurter PackerFrankfurter Packer Umzüge und LagerungUmzüge und Lagerung A.F. UMZÜGE GmbH Benzstraße 27 63110 Rodgau Telefon: 06106-283 660 06106-283 660 info@frankfurter-packer.de Umzüge und Lagerung Stahlhallenbau 02651.96200 mailto:verlag%40zarbock.de?subject= Weniger Emissionen. Mehr Begeisterung. ENTEGA Ökoenergie. entega.de ENTFLAMMEN. ENTEGA. EINFACH KLIMAFREUNDLICH FÜR ALLE. EN387941_MK_2025_ANZ_IHK-OF_210x280_39L.indd 1EN387941_MK_2025_ANZ_IHK-OF_210x280_39L.indd 1 06.08.25 13:3106.08.25 13:31 IT. MADE IN GERMANY. WORTMANN AG empfiehlt Windows 11 Pro für Unternehmen. INDUSTRIE • HANDEL • HANDWERK BUSINESS III-25 NUR ÜBER SYSTEMHÄUSER ERHÄLTLICH: WWW.WORTMANN.DE/PARTNER TERRA PC-MICRO 6000C GREENLINE • Intel® Core™ i5-1334U Prozessor (12 MB Cache, bis zu 4.60 GHz) • Windows 11 Pro • Intel® Iris® XE Grafik • HDMI 2.1, DP 1.4, 2x Thunderbolt 4 zu DP 1.4 (Type-C), unterstützt Quad-Monitoring • Tastatur/Maus optional erhältlich Artikelnr.: 1000110 669,-* 796,11 € inkl. MwSt. RAM 16 GB SSD 500 GB Für alle, die mehr wollen. Mini-PC mit zwei nativen Grafikanschlüssen. 24 Monate Bring-In-Service Optional: bis zu 60 Monate TERRA Vor-Ort-Service mit Medieneinbehalt TERRA PARTNER FINDEN Die WORTMANN AG vertreibt ihre Produkte nur über Systemhäuser und den qualifizierten Fachhandel. Ihren Partner finden Sie unter www.terra.de lhr Partner vor Ort https://www.wortmann.de/de-de/product/1000110.aspx 2 IT - Made in Germany Seit fast 40 Jahren steht der Name Wortmann als mittelständisches international tätiges Familienunter- nehmen und seine Marke TERRA für Produkte und Leistungen im Bereich der Informationstechnologie. www.wortmann.de2 DIE WORTMANN AG IHR PARTNER FÜR DIE ZUKUNFT Die WORTMANN AG bietet IT-Infrastruktur für den Mittelstand. Wir verstehen Produkte und Leistungen als Services und bieten alles aus einer Hand. Die Kombination eines Herstellers, Distributors, Cloud-Anbieters, Service- und Finanzierungspartners zusammen mit einem starken Partnernetzwerk ist einzigartig. Wie auch immer eine für Sie optimale IT-Lösung aussieht, die WORTMANN AG kann diese sinnvoll und einfach bereitstellen, damit Sie sich auf Ihr eigentliches Geschäft konzentrieren können. Wir bieten Ihnen alle Bausteine für Ihre IT-Infrastruktur. T C CA D S F TERRA Produkte Tablets, Notebooks, PCs, LCDs, Workstations, Server, Storage Distribution Komponenten, Peripherie, Software TERRA CLOUD Housing, Hosting, IaaS, SaaS, Backup, CSP TERRA Campus KnowHow, Schulungen Service Vor-Ort-Service bis zu 10 Jahre, Notfall-Service, Servicepartner-Netzwerk Finanzierung Leasing, Service-Leasing, Mietkauf TERRA WORKSTATION TERRA WORKSTATION 7500 BTO • Intel® Core™ i7-14700K Prozessor (32 MB Cache, bis zu 3.9 GHz) • Windows 11 Pro • Workstation Serie • NVIDIA T1000 Professional Graphics (by PNY) • 4x miniDisplayPort Artikelnr.: 1000908 RAM 16 GB 2.249,-* 2.676,31 € inkl. MwSt. Leasingrate: 68,73** Steigern Sie Ihre Effizienz mit TERRA Workstations, ausgestattet mit NVIDIA RTX® Grafiklösungen der aktuellen Technologie-Plattform für professionelle Grafikbearbeitung. Ausschließlich als BTO verfügbar! SSD 1 TB der neuesten Generation. 36 Monate Bring-In-Service Optional: bis zu 60 Monate TERRA Vor-Ort-Service mit Medieneinbehalt https://www.wortmann.de/de-de/product/1000908.aspx 33www.terra.de WORTMANN AG empfiehlt Windows 11 Pro für Unternehmen. www.terra.de 3 IT - Made in Germany TERRA SERVICE mehr als Sie erwarten TERRA PAD 1201 • MTK 8781 G99, Octa Core Prozessor • Android 14 • Displaygröße 32 cm (12.6") • 2560 x 1600 Multi Touch OLED Display • 4x Lautsprecher, GNSS, Lichtsensor, Hall-Sensor, Vibrationsmotor • Bluetooth, WLAN Artikelnr.: 1220183 TERRA PAD 1007 • MTK 6789 Helio G99, Octa Core Prozessor • Android 14 • Displaygröße 27.8 cm (10.95") • 1920 x 1200 Multi Touch Display • Mikrofon integriert • Bluetooth 5.2, WLAN Artikelnr.: 1220182 RAM 8 GB 179,-* 213,01 € inkl. MwSt. SSD 256 GB 333,-* 396,27 € inkl. MwSt. SSD 256 GB RAM 8 GB Optional: Passende Schutzhülle und Stift sind ebenfalls erhältlich. der neuesten Generation. Die Konzentration von Fertigung, Service und Vertrieb an unserem Stammsitz in Hüllhorst und die Qualität unserer Produkte ermöglichen besondere Serviceleistungen: • Expressfertigung für Server, PCs und Notebooks 24-48 Stunden in Wunschkonfiguration • Bis zu fünf Jahre Service auf fast alle TERRA Produkte • Bis zu zehn Jahre Vor-Ort-Service für TERRA SERVER und SAN Systeme • Datenschutz durch TERRA Medieneinbehalt als kostenloser Bestandteil des TERRA Vor-Ort-Service • TERRA Mehrwert Service mit sinnvollen Serviceleistungen für Produkte anderer Hersteller • TERRA Mehrwert Leasing mit automatischer Serviceverlängerung TERRA Notfallservice: • Wir unterstützen unsere Serverkunden im Rahmen des TERRA Vor-Ort-Service kostenlos im Notfall: bei Brand, Hochwasser oder Diebstahl. 24 Monate Pickup-Service Optional: bis zu 36 Monate https://www.wortmann.de/de-de/product/1220183.aspx https://www.wortmann.de/de-de/product/1220182.aspx 44 www.wortmann.de Professionell produktiv. Außergewöhnliches Design. Leistungsstarke Performance. 669,-* 796,11 € inkl. MwSt. TERRA MOBILE 1517R • Intel® Core™ i5-1334U Prozessor (12 MB Cache, bis zu 4.6 GHz) • Windows 11 Pro • Displaygröße 39.6 cm (15.6") • 1920 x 1080 Pixel, Non Glare Display • Intel® Iris® XE Grafik Artikelnr.: 1220829 SSD 1 TB RAM 16 GB TERRA MOBILE 769,-* 915,11 € inkl. MwSt Leasingrate: 23,50** . TERRA MOBILE 1717R • Intel® Core™ i5-1334U Prozessor (12 MB Cache, bis zu 4.6 GHz) • Windows 11 Pro • Displaygröße 43.9 cm (17.3") • 1920 x 1080 Pixel, Non Glare Display • Intel® Iris® XE Grafik Artikelnr.: 1220820 SSD 1 TB RAM 16 GB 24 Monate Pickup-Service Optional: bis zu 60 Monate oder inkl. TERRA Vor-Ort-Service mit Medieneinbehalt https://www.wortmann.de/de-de/product/1220829.aspx https://www.wortmann.de/de-de/product/1220820.aspx 5www.terra.de WORTMANN AG empfiehlt Windows 11 Pro für Unternehmen. 5 669,-* 796,11 € inkl. MwSt. TERRA MOBILE 1471L Ultra • Intel® Core™ Ultra 5 Prozessor 226V (8 MB Cache, bis zu 4.50 GHz) • Windows 11 Pro, Copilot+ PC • Displaygröße 35.6 cm (14") • 1920 x 1200 Pixel, Non Glare Display • Intel® Arc 130V Artikelnr.: 1220856 Mit TERRA Copilot+ Notebooks erleben Sie eine neue Dimension der Produktivität und Effizienz. Unsere innovativen Notebooks bieten intelligente Unterstützung: Dank fortschrittlicher KI-Technologie erhalten Sie maßgeschneiderte Vorschläge und Lösungen, die Ihre Arbeit erleichtern und beschleunigen. 1.189,-* 1.414,91 € inkl. MwSt. Leasingrate: 36,34** 799,-* 950,81 € inkl. MwSt. Leasingrate: 24,42** TERRA MOBILE 360-13R • Intel® Core™ i5-1334U Prozessor (12 MB Cache, bis zu 4.6 GHz) • Windows 11 Pro • Displaygröße 33.8 cm (13.3") • 1920 x 1080 Pixel, Non Glare Display • Intel® Iris® XE Grafik Artikelnr.: 1220849 SSD 512 GB RAM 16 GB RAM 16 GB SSD 1 TB 769,-* 915,11 € inkl. MwSt Leasingrate: 23,50** . Stift optional erhältlich. TERRA PAD 1162 • Intel® Celeron® N5100 Prozessor (4 MB Cache, bis zu 2.80 GHz) • Windows 11 Pro • Displaygröße 29.5 cm (11.6") • 1920 x 1080 Multi Touch FHD Display • Cardreader (micro SD) • Bluetooth, WLAN Artikelnr.: 1220784220784 RAM 4 GB eMMC 128 GB 333,-* 396,27 € inkl. MwSt. TERRA PAD 1262 V2 • Intel® Core™ i5-1230U Prozessor (12 MB Cache, bis zu 4.40 GHz) • Windows 11 Pro • Displaygröße 31.24 cm (12.3") • 1920 x 1280 Multi Touch FHD Display • Cardreader (micro SD) • Bluetooth 5.1, WLAN Artikelnr.: 1220142 RAM 8 GB 749,-* 891,31 € inkl. MwSt. SSD 512 GB TERRA PAD 1162 TERRA PAD 1262 TERRA MOBILE 1671L Ultra wie Artikelnr.: 1220856, jedoch: • Displaygröße 40.64 cm (16") • 2560 x 1600 Pixel, Non Glare Display Artikelnr.: 1220853 1.149,-* 1.367,31 € inkl. MwSt. Leasingrate: 35,12** LIGHT Auch mit Intel® Core™ Ultra 7 Prozessor erhältlich 24 Monate Pickup-Service Optional: bis zu 60 Monate oder inkl. TERRA Vor-Ort-Service mit Medieneinbehalt https://www.wortmann.de/de-de/product/1220856.aspx https://www.wortmann.de/de-de/product/1220849.aspx https://www.wortmann.de/de-de/product/1220784.aspx https://www.wortmann.de/de-de/product/1220142.aspx https://www.wortmann.de/de-de/product/1220853.aspx 66 www.wortmann.de 629,-* 748,51 € inkl. MwSt. 679,-* 808,01 € inkl. MwSt. Top Performance und robuste Langlebigkeit für erstklassiges Arbeiten. TERRA PC-BUSINESS 6000 SILENT • Intel® Core™ i5-14400 Prozessor (20 MB Cache, bis zu 4.70 GHz) • Windows 11 Pro • Intel® UHD Grafik 730 • 2x DP, 1x HDMI, 1x VGA unterstützt Quad-Monitoring • Tastatur und Optical Wheel Maus Artikelnr.: 1000091 RAM 16 GB SSD 500 GB TERRA PC-BUSINESS 6000 • Intel® Core™ i5-14400 Prozessor (20 MB Cache, bis zu 4.70 GHz) • Windows 11 Pro • Intel® UHD Grafik 730 • 1x DP, 1x HDMI, 1x VGA, unterstützt Triple-Monitoring • Tastatur und Optical Wheel Maus Artikelnr.: 1000117 RAM 16 GB SSD 500 GB TERRA PCS Versenkbare 5MP WebCam https://www.wortmann.de/de-de/product/1000091.aspx https://www.wortmann.de/de-de/product/1000117.aspx 7www.terra.de WORTMANN AG empfiehlt Windows 11 Pro für Unternehmen. 7 999,-* 1.188,81 € inkl. MwSt. Leasingrate: 30,53** 679,-* 808,01 € inkl. MwSt. Höhenverstellbarer All-In-One-PC – perfekt für Empfangsbereiche in Unternehmen. TERRA PC-BUSINESS 7000 SILENT • Intel® Core™ Ultra 7 Prozessor 265 (30 MB Cache, bis zu 5.30 GHz) • Windows 11 Pro • Intel® Grafik • 2x DP, 1x HDMI, unterstützt Triple-Monitoring • Tastatur und Optical Wheel Maus Artikelnr.: 1000079 RAM 16 GB SSD 1 TB TERRA PC-MINI 6000 V6.1 SILENT GREENLINE • Intel® Core™ i5-14400 Prozessor (20 MB Cache, bis zu 4.7 GHz) • Windows 11 Pro • Intel® UHD Grafik 730 • 2x DP 1.4, 1x HDMI 2.0 Artikelnr.: 1000077 RAM 16 GB SSD 500 GB 679,-* 808,01 € inkl. MwSt. TERRA ALL-IN-ONE-PC 2710HA GREENLINE • Intel® Core™ i5-14500 Prozessor (24 MB Cache, bis zu 5.0 GHz) • Windows 11 Pro • 68.6 cm (27") Non-Touch, 1920 x 1080 Full-HD Display • WebCam 5MP, 2x 3W Stereo Lautsprecher, Bluetooth, Kensington-Lock, Höhenverstellung 130 mm, Pivot Funktion, Neigbarkeit -5°/ +20° • Intel® UHD Grafik Artikelnr.: 1000035 909,-* 1.081,71 € inkl. MwSt. Leasingrate: 27,78** RAM 16 GB SSD 1 TB VON HARDWARE ZU MEHRWERT Mehr Sicherheit. Mehr Flexibilität. Mehr Cloud. Jetzt informieren! Auch passend dazu – MICROSOFT 365 BUSINESS PREMIUM 24 Monate Bring-In-Service Optional: bis zu 60 Monate TERRA Vor-Ort-Service mit Medieneinbehalt https://www.wortmann.de/de-de/product/1000079.aspx https://www.wortmann.de/de-de/product/1000077.aspx https://www.wortmann.de/de-de/product/1000035.aspx 88 www.wortmann.de Komfortabel. Ergonomisch. Arbeiten mit optischen Highlights an jedem Ort TERRA LCD/LED 2427W • 60.5 cm (23.8") VA-Paneltechnologie • 1920 x 1080 Full HD Display • HDMI, DisplayPort, USB-C (Video), Lautsprecher Artikelnr.: 3030220 79,-* 94,01 € inkl. MwSt. TERRA LCDs Auch als Variante mit HA-Multifunktionsstandfuß erhältlich! TERRA LCD/LED 2772W PV • 68.6 cm (27") IPS-Paneltechnologie • 2560 x 1440 WQHD Display • HDMI, DisplayPort, USB-C (Video), Lautsprecher • Multifunktionsstandfuß mit Höhenverstellung, Schwenk-, Neige- und Pivotfunktion Artikelnr.: 3030223 199,-* 236,81 € inkl. MwSt. + 2560 x 1440 WQHD Display + USB-C + Adaptive Sync + USB-C + 100 Hz Bildwiederholrate Komfort und Sehvergnügen im ergonomischen, rahmenlosen, curved Design TERRA LCD/LED 2727W Artikelnr.: 3030229 66,-* 78,54 € inkl. MwSt. https://www.wortmann.de/de-de/product/3030220.aspx https://www.wortmann.de/de-de/product/3030223.aspx https://www.wortmann.de/de-de/product/3030229.aspx 9www.terra.de WORTMANN AG empfiehlt Windows 11 Pro für Unternehmen. 9 319,-* 379,61 € inkl. MwSt. 249,-* 296,31 € inkl. MwSt. TERRA LCD/LED 2775W PV • 68.6 cm (27") IPS-Paneltechnologie • 2560 x 1440 WQHD Display • HDMI, DisplayPort, USB-C, 3x USB-A, Lautsprecher • Daisy-Chain, LAN-Anschluss • Multifunktionsstandfuß mit Höhenverstellung, Schwenk-, Neige- und Pivotfunktion Artikelnr.: 3030231 + 2560 x 1440 WQHD Display + USB-C + Dockingstation- Funktionen 79,-* 94,01 € inkl. MwSt. 149,-* 177,31 € inkl. MwSt. TERRA LCD/LED 2748W PV • 68.6 cm (27") IPS-Paneltechnologie • 1920 x 1080 Full HD Display • HDMI, DisplayPort, USB-C (Video), Lautsprecher • Multifunktionsstandfuß mit Höhenverstellung, Schwenk-, Neige- und Pivotfunktion Artikelnr.: 3030239 + USB-C + 100 Hz Bildwiederholrate Auch als 24" Variante erhältlich! 199,-* 236,81 € inkl. MwSt. + USB-C + 100 Hz Bildwiederholrate KOMFORT UND PURES SEHVERGNÜGEN IM CURVED DESIGN! Das TERRA LCD/LED 3285W HA im rahmenlosen CURVED Design mit WQHD-Auflösung und VA Paneltechnologie sorgt für packende Seherlebnisse in der TV-, Film-, Video- und Spielewelt. Der Bogenradius von 1000 mm sowie die Flicker-Free Technologie ermöglichen ein besonders ergonomisches und augenschonendes Arbeiten. Die FreeSync Technologie und Bildwiederholraten bis 180 Hz bringen durch besonders flüssige Bewegungen und fließende Bilder mehr Leben in Ihre Anwendungen und Spiele. TERRA LCD/LED 3285W HA CURVED • 80 cm (31.5") VA-LED-Technologie • 2560 x 1440 WQHD Display • Krümmung: 1000 R • Reaktionszeit: 1 ms (G/G mit OD) • Bildwiederholrate: 180 Hz, FreeSync • 2x HDMI, DisplayPort, USB-C (Video), Lautsprecher • Multifunktionsstandfuß mit Höhenverstellung, Schwenk- und Neigefunktion Artikelnr.: 3030245 TERRA LCD/LED 3285W HA mit USB-C, 180 Hz Bildwiederholrate und Hardware-Low-Bluelight 66,-* 78,54 € inkl. MwSt. 24 Monate Vor-Ort- Austauschservice Optional: bis zu 60 Monate + inkl. Pixelservice https://www.wortmann.de/de-de/product/3030231.aspx https://www.wortmann.de/de-de/product/3030239.aspx https://www.wortmann.de/de-de/product/3030245.aspx 10 TERRA CLOUD BACKUP 10 www.wortmann.de SCHNELLER – HÖHER – WEITER! SCHNELLER HÖHER WEITER Schneller sichern durch das High Frequent Backup • Bis zu 24 Datensicherungen pro Tag • RPO von bis zu 60 Minuten Höhere Anzahl an Aufbewahrungspunkten inklusive • Aufstockung der kostenfreien Wiederherstellungspunkte von 41 auf 50 pro Backup Job • 100 Wiederherstellungspunkte gesamt, dank redundanter Datenhaltung (50:50) Weiter in die Vergangenheit reisen durch jährliche Sicherungen • Speicherung einer Datensicherung pro Jahr für bis zu 10 Jahre • Einfache Ergänzung zu bestehenden Zeitplänen 1111www.terra.de TERRA SERVER 3030 G6 • Intel® Xeon® E-2434 Prozessor (12 MB Cache, 4x 3.40 GHz) • Ohne Betriebssystem (!) • Broadcom MegaRAID 9550-8i mit 4 GB Cache (RAID 0/1/10) • 2x 1 GbE LAN, 1x Mgmt LAN, TPM • Grafik onboard (VGA) Artikelnr.: 1100379 2.499,-* 2.973,81 € inkl. MwSt. Leasingrate: 76,37** RAM 32 GB SSD 2x 960 GB TERRA SERVER 3030 G6 • Intel® Xeon® E-2456 Prozessor (18 MB Cache, 6x 3.30 GHz) • Ohne Betriebssystem (!) • Broadcom MegaRAID 9560-8i mit 4 GB Cache (RAID 0/1/10/5/50/6/60) • 2x 1 GbE LAN, 1x Mgmt LAN, TPM • Grafik onboard (VGA) Artikelnr.: 1100399 2.849,-* 3.390,31 € inkl. MwSt. Leasingrate: 87,07** Jetzt zusammen kaufen mit: Windows Server 2025 Standard 16-Core ROK Lizenz Artikelnr.: 6500420 829,-* 986,51 € inkl. MwSt. Leasingrate: 25,34** Windows Server 2025 RAM 32 GB SSD 2x 960 GB TERRA SERVER WORTMANN AG empfiehlt Windows 11 Pro für Unternehmen. Günstiger Einstieg, zweckmäßige Ausstattung, anforderungsgerechte Leistung. Robuste, langlebige und leistungsstarke Serversysteme. 36 Monate Bring-In-Service Optional: bis zu 60 Monate TERRA Vor-Ort-Service mit Medieneinbehalt https://www.wortmann.de/de-de/product/1100379.aspx https://www.wortmann.de/de-de/product/1100399.aspx https://www.wortmann.de/de-de/product/6500420.aspx 12 * Aktionspreise in EURO zzgl. ges. MwSt. Die Preise sind unter Vorbehalt von Preisänderungen durch Dollarschwankungen vom 12.09.2025 bis 14.11.2025 gültig. TERRA PCs und Notebooks mit vorinstallierten Betriebssystemen. Weitere Installationen und Dienstleistungen auf Anfrage. Aktionsmodelle können von den Standardservicezeiten abweichen und sind gesondert gekennzeichnet. Technische Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Angebote gültig solange der Vorrat reicht. Keine Mitnah- megarantie. ** Monatliche Netto Leasingrate. Ein Leasingangebot der WORTMANN AG. Laufzeit 36 Monate, gilt vorbehaltlich der üblichen Bonitätsprüfung. Mindestanschaffungswert 750 €/netto. Zzgl. Bearbeitungsgebühr 49,90 €/netto. Symbolfoto: Abgebildete Ausstattung kann von der tatsächlichen Ausstattung abweichen. Ultrabook, Celeron, Celeron Inside, Core Inside, Intel, Intel Logo, Intel Atom, Intel Atom Inside, Intel Core, Intel Inside, Intel Inside Logo, Intel vPro, Itanium, Itanium Inside, Pentium, Pentium Inside, vPro Inside, Xeon, und Xeon Inside sind Marken der Intel Corporation in den USA und anderen Ländern. WORTMANN AG | Bredenhop 20 32609 Hüllhorst | www.wortmann.de IT. MADE IN GERMANY. WORTMANN AG empfiehlt Windows 11 Pro für Unternehmen. INDUSTRIE • HANDEL • HANDWERK BUSINESS III-25 RAM 16 GB SSD 512 GB TERRA MOBILE 1410R • Intel® Core™ i5-1334U Prozessor (12 MB Cache, bis zu 4.6 GHz) • Windows 11 Pro • Displaygröße 35.6 cm (14") • 1920 x 1200 Pixel, Non Glare Display • Intel® Iris® XE Grafik Artikelnr.: 1220825 629,-* 748,51 € inkl. MwSt. Sinnvoll kombiniert – für mehr Effizienz. Das 18 Millimeter flache TERRA MOBILE 1410R im hochwertigem Aluminiumgehäuse ist optimiert für den mobilen Einsatz. Der Intel® Core™ i5 Prozessor stellt Ihnen in Verbindung mit einer PCIe 4.0 SSD schnelle Verfügbarkeit und hohe Rechenleistung zur Verfügung. Ausgestattet ist das Notebook mit einem 14 Zoll WUXGA Display und beleuchteter Tastatur. Mit nur 1.4 kg überzeugt das TERRA MOBILE 1410R in Sachen Gewicht und Handhabung. Dank des 58Wh Li-Ionen Akku ist ein mobiles Arbeiten von bis zu 11 Stunden kein Problem mehr. In Verbindung mit der TERRA USB-C Dockingstation ist ein Multi-Monitor-Betrieb mit bis zu drei zusätzlichen externen Displays möglich. TERRA LCD 2427W HA Artikelnr.: 3030221 Weitere Informationen auf Seite 8 66,-* 78,54 € inkl. MwSt. 24 Monate Pickup-Service Optional: bis zu 60 Monate oder inkl. TERRA Vor-Ort-Service mit Medieneinbehalt https://www.wortmann.de/de-de/product/1220825.aspx https://www.wortmann.de/de-de/product/3030221.aspx Nachrichten Ideen für die Frankfurter Straße Gesamtverteidigung geht uns alle an Wirtschaft erleben – Schulteams starten durch! Gemeinsam für lebendige Innenstädte und Ortskerne Arbeitsjubiläen Schöne Anerkennung für Jubilare Kurz notiert Erfolgreich weiterentwickelt und spezialisiert Menschen und Wirtschaft Offenbach bleibt die erste Adresse für die Lederwarenbranche Christa Bambeck gestaltet Räume und Geschichten 100 Millionen Euro für den SMC-Campus Reingeschaut bei Juwelen Atelier Kins18 Titelthema Politik redet, Wirtschaft handelt Befragung: Energiewende setzt Wirtschaft unter Druck Aktuelle Energiewende-Politik kostet bis zu 5,4 Billionen Euro Energieeffizienz lohnt sich EMAS bietet Unternehmen viele Vorteile Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei der ITSG Samson MainChange: von Grund auf energieeffizient konzipiert Energie neu denken – Zukunft für Offenbach gestalten Energieeffizienz ist ein Muss für Rechenzentren Ratgeber Unternehmenskauf ohne Übernahme des Personals? Ab Juni 2026 wird gerechte Bezahlung verpflichtend Übergabe von Unternehmen leicht gemacht Ursprungszeugnisse für Waren ab sofort vollständig digitalisiert Verlags-Special Bildung IHK. Die Weiterbildung Netzwerke Wirtschaftsjunioren Offenbach in der Jubelzone Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken Veranstaltungen E-Rechnung: Herausforderungen und Lösungen Wissens-Update für den internationalen Handel Künstliche Intelligenz für den Unternehmensalltag Unternehmen gründen und weiterentwickeln Neu in der IHK Offenbach am Main?
Dateityp: application/pdf
Verlinkt bei: