Nachrichten OB-Wahl: Wer hat die besten Ideen für Offenbach? | Ratgeber So müssen Hinweisgeber jetzt geschützt werden | Veranstaltungen Bundesministerin Stark-Watzinger beim Offenbacher Dialog im Herbst Durchdacht digital 9 –10 | 2023 gemeinsam-besser-machen.de Romy Kreyer und Markus Paulke, Möbelmanufaktur Sternzeit-Design Unternehmerische Ideen umzusetzen, ist ein gutes Gefühl. Gerade in diesen herausfordernden Zeiten. Ihre Steuerbe ratung steht Ihnen dabei partnerschaftlich zur Seite. Und berät kompetent zu vielen gesetzlichen und betriebs wirtschaftlichen Themen. Damit Sie sich auf das Wichtigste konzentrieren können – Ihren unternehmerischen Erfolg. „In unserem Betrieb gibt’s jeden Tag neue Herausforderungen. Mit unserem Steuerberater wird vieles einfacher.“ Sind nicht längst alle Unternehmen in Deutschland durch und durch digitalisiert? Offenbar nicht so, wie es optimal wäre. In der DIHK-Digitalisierungsumfrage* 2022/2023 haben 4.000 deut- sche Unternehmerinnen und Unternehmer Selbsteinschätzungen abgegeben. Im Fazit zur Befragung heißt es: „Sie bewegen sich kontinuierlich nach vorne, doch sie haben Mühe, mit der rasanten Entwicklungsgeschwindigkeit Schritt zu halten.“ Der Mangel an IT-Fachkräften, komplexe regulatorische Anforderungen, eine mangelnde digitale Verwaltung und Sicherheitsrisiken seien schuld daran. Ihren Digitalisierungsgrad bewerten die Unternehmen im Durchschnitt mit der Schulnote 2,9. Schon im Vorjahr gaben sie sich nur ein „befriedigend“. Ähnlich erlebe ich es bei unseren Kunden. Einer beklagte sich, er könne ein steigendes Auftragsaufkommen nicht bewältigen, weil IT-Fachkräfte fehlten. Bei der Detailanalyse der Prozesse fielen zahlreiche Medien brüche auf. Informationen wurden in unterschiedlichen Systemen digital erfasst, ausgedruckt und manuell weitergegeben. Auf den Belegen wurden handschriftliche Notizen gemacht, die wieder in verschiedene Programme eingegeben werden mussten. Es war unklar, welche Daten in welchem System die aktuellen waren. Das mehrfache Erfassen kostete Zeit und verursachte vor allem viele Fehler. Digitalisierung muss durchdacht sein. Wenn zum eigenen Team keine Fachkräfte mit entsprechendem Know-how gehören, helfen externe Experten beim Entwickeln einer Digitalisierungsstrategie. Die Investition amortisiert sich schnell, denn aufeinander abgestimmte Prozesse auf aktuellem Stand sparen Ressourcen, machen Unternehmen wettbewerbsfähig und schützen sie vor Cyberkriminalität. Damit durchdachte Digitalisierungsstrategien erfolgreich eingesetzt werden können, müssen aber auch die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu gehört, dass die Breitband- infrastruktur schnellstmöglich ausgebaut wird, dass Verwaltungsprozesse digitalisiert und beschleunigt werden und dass die Gesetzgebung keine übermäßigen Hürden schafft. Und schließlich brauchen Unternehmen Klarheit zu den Themen Datennutzung und Datenschutz. Wie es funktionieren kann und was sich ändern muss, lesen Sie in den Beiträgen zum Titelthema dieser Ausgabe der Offenbacher Wirtschaft ab Seite 20. Ihr Peter Horn Geschäftsführer Systemhaus Horn, Rödermark, und Vorsitzender des IHK-Expertenrats IT und Datensicherheit Digitalisierung muss durchdacht sein *www.dihk.de/de/themen-und-positionen/wirtschaft-digital Fo to : I H K EDITORIAL 3Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 NACHRICHTEN 5 Politik muss zentrale Herausforderungen angehen 6 Wirken Sie mit! 8 Wer hat die besten Ideen für Offenbach? 10 Mehr Unternehmen angemeldet als abgemeldet 12 Gründung gut geplant 16 DFS bekennt sich zu umwelt- und klimaschonendem Handeln TITELTHEMA 22 Digitalisierung mit Zuschuss 23 Brauchen Unternehmen KI? 24 Digitalisierung braucht Fehler und Lernen 26 Sorgfaltspflichten beim Digitalisieren von Prozessen 28 Besser heute als morgen mit der Digitalisierung beginnen 30 Die vielen Vorteile der Automatisierung 31 Folgen und Lösungswege bei Ausschluss aus der IT-Infrastruktur 32 Nachhaltig kommunizieren – dank KI 36 Vier Tipps für bessere Effekte auf Linkedin 37 Du bist die Firewall! 38 Preise und Prämien für die besten Websites 39 VERLAGS-SPECIAL RATGEBER 43 Ausbildungsabbrüche verhindern 44 So müssen Hinweisgeber jetzt geschützt werden BEKANNTMACHUNGEN 46 Zwischenprüfung/Abschlussprüfung Teil 1 in anerkannten Ausbildungsberufen im Frühjahr 2024 BILDUNG 47 IHK. Die Weiterbildung NETZWERKE 48 Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken VERANSTALTUNGEN 49 Ausländische Fachkräfte online treffen 49 Einladung zum Offenbacher Dialog 49 Heimat shoppen mit großem Programm 50 Die IHK Offenbach am Main kennenlernen TITELTHEMA DURCHDACHT DIGITAL 20 Digitalisierung ist Muss – Digitalisierung ist Chance – vor allem, wenn sie gut durchdacht und clever umgesetzt wird. 4 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 INHALT Hessische IHKs fassen Positionen der Wirtschaft für die Landespolitik zusammen Politik muss zentrale Herausforderungen angehen Am 8. Oktober 2023 wählt Hessen einen neuen Landtag. Im Vorfeld hatte die IHK Offenbach am Main zu einer Podiumsdiskussion mit Parteivertretern eingeladen. „Wir stehen vor zahlreichen Herausforderungen, bei denen auch die Landespolitik gefordert ist. In der Gesellschaft insgesamt, genau wie seitens der Wirtschaft“, erklärte IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Stein- müller und nannte zum Beispiel die Klimaneutralität 2045 und die damit verbundene Transformation der Wirtschaft bei Produktions- prozessen, Energienutzung und -gewinnung sowie in den Lieferketten. „Daneben macht sich der demografische Wandel in den Unternehmen deutlich bemerkbar. In zahlreichen Branchen fehlen Arbeitskräfte. Nicht zuletzt gelangt die Flächen- und Infrastrukturentwicklung in der Metropolregion Frankfurt seit Langem an ihre Grenzen“, fügte sie hinzu. In drei kompakten Themenrunden, moderiert von IHK-Hauptge- schäftsführer Markus Weinbrenner, skizzierten Nadine Gersberg, SPD, Kim-Sarah Speer, CDU, Oliver Stirböck, FDP, und Tarek Al-Wazir, Bündnis 90/Die Grünen, ihre jeweiligen Zukunftsvorstellungen und Maßnahmenvorschläge in den Politikfeldern Energie, Fachkräfte, Mobilität und Flächenentwicklung. Die IHK-Präsidentin fasste zusammen „Wir brauchen eine handlungs- fähige und mutige Landesregierung, die Lösungen erarbeitet und umsetzt. Uns ist die Rückkopplung in den konkreten Unternehmens- alltag wichtig. So können wir auf zentrale Bedürfnisse hinweisen, die ein gutes Wirtschaften in Hessen ermöglichen. Wir wollen der Politik die Wirkung aufzeigen, welche die geplante oder bestehende Gesetz- gebung auf die Wirtschaft hat. Mit dem Hessischen Industrie- und Handelskammertag wurde eine Institution etabliert, die Unterneh- mensinteressen auf Hessenebene in die politischen Prozesse einbringt und der Politik in Wirtschaftsfragen beratend zur Seite steht.“ V. l. n. r.: IHK-Hauptge- schäftsführer Markus Wein- brenner mit den Vertretern der Parteien Tarek Al-Wazir, Bündnis 90/Die Grünen, Nadine Gersberg, SPD, Kim-Sarah Speer, CDU, Oliver Stirböck, FDP, und IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller. Fo to : I H K Kontakt Judith Müller Telefon 069 8207-250 mueller@offenbach.ihk.de Forderungen an die künftige Landesregierung In zwei Positionspapieren haben der Hessische Indus- trie- und Handelskammertag (HIHK) und die hessischen IHKs ihre Sichtweisen und Lösungsvorschläge detail- liert zusammengefasst und Forderungen an die Politik formuliert. Die Positionen wurden am 9. März 2023 von der Vollversammlung der IHK Offenbach am Main beschlossen und sind auf ihrer IHK-Website veröffent- licht. www.offenbach.ihk.de/P5832/ 5Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 NACHRICHTEN IHK-Wahl 2024 – Zusammen Zukunft Wirken Sie mit! Vom 18. Januar 2024 bis zum 20. Februar 2024 wird die Vollversammlung der IHK Offenbach am Main neu gewählt. Die IHK-Wahl rückt näher. Die Wählerlisten lagen im August 2023 aus und sind vom Wahlausschuss festgestellt worden. Soweit Unterneh- men die Zuordnung zu einer anderen Wahlgruppe beantragt haben, konnte dem in allen Fällen entsprochen werden. Als Vertretungsberechtigte oder Vertretungsberechtigter eines IHK-Mit- glieds können Sie nicht nur wählen, sondern auch in Ihrer Wahlgruppe kandidieren und in die IHK-Vollversammlung gewählt werden. Wir freuen uns auf Personen, die bereit sind, sich in den nächsten Jahren im Interesse der regionalen Wirtschaft zu engagieren. Jetzt kandidieren! Sie überlegen, für die IHK-Wahl 2024 zu kandidieren? Wahlvorschläge können bis zum 2. Oktober 2023 eingereicht werden. Sprechen Sie direkt Dr. Martin Gegenwart an, der Sie gerne zur IHK-Wahl 2024 und einer Wählbarkeit informiert. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie der ersten Bekanntmachung des Wahlausschusses über die Neuwahl der Vollversammlung der IHK Offen- bach am Main für die Periode vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2029: www.offenbach.ihk.de/N1541/. Kontakt Dr. Martin Gegenwart Telefon 069 8207-221 gegenwart@offenbach.ihk.de Alle Infos zur IHK-Wahl www.ihkof.de/wahl IHR LOGISTIK- UND TRANSPORTDIENSTLEISTER WELTWEIT www.agotrans.de agotrans Logistik GmbH Behringstraße 1 6 3110 Rodgau Tel. : +49 (0) 6106 - 28 38 - 0 · info@agotrans.de IHK-Magazin bestellen oder abbestellen Wer Mitglied in der IHK Offenbach am Main wird, erhält drei Printausgaben des IHK-Magazins Offenbacher Wirtschaft per Post. Eine kurze Nachricht per E-Mail mit Angabe des Unternehmensnamens und der Mitgliedsnummer (ID) genügt und das kostenlose Print-Abonnement wird fortgesetzt. Genauso einfach wird das Abonne- ment der gedruckten Ausgabe per E-Mail abbestellt. E-Mail: redaktion@offenbach.ihk.de Die Online-Ausgabe der Offenbacher Wirtschaft finden Sie unter www.offenbacher-wirtschaft.de Dreamteam Nachrichten IHK-Geschäftsbericht 2022 ist online | Netzwerke Im Netzwerk Business Women für die Region sind Mitstreiterinnen willkommen | Ratgeber Wasserstoff-Pioniere empfehlen die IHK 5–6 | 2023 Wirtschaftsstandort Wirtschaftsstandort Heusenstamm Heusenstamm Nachrichten IHK-Jahresempfang – Wettbewerbsfähigkeit durch Digitalisierung erhöhen | Ratgeber EU-Taxonomie – kein Geld mehr von der Bank? | Netzwerke WJ-Landeskonferenz – Partner der jungen Wirtschaft 7–8 | 2023 6 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 NACHRICHTEN IHK- WAHL 2024 IHK fragt vor der Offenbacher OB-Wahl Wer hat die besten Ideen für Offenbach? Andreas Bruszynski, Gizem Erinç-Çiftçi, Dr. Annette Schaper-Herget und Dr. Felix Schwenke haben eins gemeinsam: Sie wollen am 17. September 2023 gewählt werden und zukünftig Offenbachs Stadtoberhaupt sein. Die IHK Offenbach am Main wollte wissen, wie sie zu drei Schlüsselthemen der Stadtentwicklung stehen. Gizem Erinç-Çiftçi, DIE LINKE 1 Der Masterplan ist in weiten Teilen überholt. Zum Beispiel übersteigt die Bevölkerungszahl schon jetzt die Pläne für 2030. Der Plan muss evaluiert und die nötige Infrastruktur (Straßen, Schulen, Wohnungen) geschaffen werden. 2 Der Kaiserlei hat großes Potenzial. Wir müssen jetzt verhindern, dass der Stillstand der Sanierung der KWU-Türme ansteckend wirkt. 3 Das Konzept der Innenstadt muss sich wandeln: Reine Einkaufsmeilen wird es in Zukunft nicht mehr geben. Der Stadtkern muss ein Ort der Kommunikation und des Zusammenkommens sein. – Umzug der Stadtbibliothek in die Frankfurter Straße – Anbindung Oberrad über Tramlinie – Mehr Sitzgelegenheiten und mehr Grün Andreas Bruszynski, CDU 1 Der Masterplan ist wichtig für eine zielgerichtete Stadtentwicklung. Aber er muss evaluiert werden, denn Offenbach hat sich anders entwickelt als erwartet. Es muss mehr um Qualität gehen. 2 Der Kaiserlei ist ein lebendiges Quartier mit viel Potenzial. Durch den Kreisel- umbau sind mehr Flächen verfügbar, die klug geplant werden müssen. Eine gute Verkehrsplanung und eine zeitnahe positive Lösung für die ehemaligen KWU-Türme sind grundlegend. 3 Die Innenstadt muss Bedeutung zurückgewinnen. Der Einzelhandel ist nach wie vor wichtig. Wir brauchen ein zentrales Leerstandsmanagement, damit frei wer- dende Einzelhandelsflächen schnell und hochwertig weitervermietet werden. Das Zukunfts- konzept Innenstadt muss schneller umgesetzt werden, aber nicht prioritär mit der teuersten, langwierigsten Maßnahme. Sicherheit und Sauberkeit haben für die Aufenthaltsqualität Vorrang. 1FRAGE 1: WELCHE ROLLE SPIELT FÜR SIE DER MASTERPLAN STADT- ENTWICKLUNG 2030 BEI DER ENTWICKLUNG DER STADT? 2 FRAGE 2: WELCHE PERS- PEKTIVE SEHEN SIE FÜR DAS QUARTIER KAISERLEI IN DEN NÄCHSTEN FÜNF BIS ZEHN JAHREN? 3FRAGE 3: WELCHE BEDEUTUNG HAT FÜR SIE DIE INNENSTADT UND WELCHE DREI MASS- NAHMEN WÜRDEN SIE PRIORITÄR UMSETZEN? 8 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 NACHRICHTEN Dr. Annette Schaper-Herget, Offenbach für alle e. V. (Ofa e. V.) 1 Viele schöne Projekte müssen umgesetzt werden. Wichtig: Digitalisierung, Entbürokratisierung, ÖPNV, Förderung der Außenstadtteile, kein weiteres Einwohnerwachstum. 2 Die Adler-Baustellen müssten günstig erworben und ent wickelt werden, sobald der Investor insolvent ist. Hierfür seriöse Investoren suchen! 3 Die Innenstadt funktioniert nur mit der Verzahnung mit der angrenzenden schöneren Umgebung und mit einem priori sierten Ausbau des ÖPNV. Drei Maßnahmen: Begrünung, Entsiegelung, flächendeckendes offenes WLAN. Fo to : A do be S to ck – T or st en B ec ke r Dr. Felix Schwenke, SPD 1 Er ist Grundlage für zwei Fragen: 1. Auf welche Flächen kommt Wohnen und auf welche Gewerbe? 2. Welche Art von Gewerbe kommt auf welche Fläche? 2 In fünf Jahren soll, in zehn Jahren muss das Kaiserlei einen noch größeren Beitrag als heute für den Standort leisten. 3 Wichtigstes Projekt ist die „Station Mitte“: eine moderne Bibliothek mit viel mehr Plätzen zum Lesen und Lernen samt Glasfaser. Dann das „Grüne Band“: Schatten, Grün und Ruhezonen. Zudem: dauerhaft Fußstreifen von Stadt- und Landespolizei. Fo to : G eo rg F ot o O ffe nb ac h 9Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 NACHRICHTEN IHK bilanziert Existenzgründungen 2022 in der Region Mehr Unternehmen angemeldet als abgemeldet Die IHK Offenbach am Main hat Zahlen und Einschätzungen zum Gründungsgeschehen 2022 in Stadt und Kreis Offenbach veröffentlicht. Die Übersicht „Existenzgründungen im Blick“ zeigt, dass im vergangenen Jahr 5.571 Gründungen stattfanden, während 4.623 Unternehmen abgemeldet wurden. Gr af ik en : I H K O ffe nb ac h am M ai n/ Da te n: H es si sc he s S ta tis tis ch es L an de sa m t Gewerbeanmeldungen 2022 Gewerbeabmeldungen 2022 9141 7690 8803 6935 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 5571 4623 Gewerbean- und -abmeldungen in Stadt und Kreis Oenbach (2008–2022) In fast allen Städten und Gemeinden in der Region Offenbach überwiegen die Gründungen. Die meisten Unternehmen wurden in der Branche „unternehmensbezogene Dienstleistungen“ angemeldet – dazu gehören unter anderem Reinigungs-, Transport- und Sicherheitsdienstleistungen, IT-Dienstleistungen sowie Werbe- und Marketingangebote. Trotz Hürden optimistisch In einer IHK-Befragung äußerten sich die Gründerinnen und Gründer des vergangenen Jahres dazu, wie sich die derzeitigen Rahmenbedingungen auf ihr jeweiliges Geschäftsmodell auswirken. 41 Prozent antworteten, dass sie mit ihrer wirtschaftlichen Entwicklung zufrieden sind. Elf Prozent hingegen bewerteten diese als sehr schlecht. Bürokratische Hemmnisse (37 Prozent) und Probleme bei der Kundengewinnung (34 Pro- zent) verursachen laut Umfrage die größten Hürden und Schwierigkeiten. 72 Prozent wünschen sich einen Bürokratieabbau und 65 Prozent eine Vereinfachung des Steuerrechts. Trotz der Herausforderungen blicken 16 Prozent der Befragten sehr optimistisch, 57 Prozent optimistisch und nur ein Prozent sehr pessimistisch in die Zukunft. Gut vorbereitet in die Selbstständigkeit Wer ein Unternehmen gründen will, plant intensiv und kann das breit gefächerte IHK-Angebot nutzen, das besonders auf individuelle Unterstützung setzt. „Durch gezielte Beratungen erleichtern wir unseren neuen Mitgliedern den Start in die Selbstständigkeit. Wir freuen uns, dass dieses Angebot gut angenommen wird“, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner. „Es ist ermutigend zu sehen, dass die meisten Befragten optimistisch in die Zukunft blicken. Die Verschlankung von Prozessen ist allerdings unerlässlich, 10 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 NACHRICHTEN STANDORTVORTEIL GLASFASER. D eu ts ch e G la sf as er B us in es s G m b H · A m K uh m 3 1 · 4 6 32 5 B or ke n D G B _2 37 0 _0 deutsche-glasfaser.de/business Jetzt für Glasfaser entscheiden!Glasfaser für Ihr Unternehmen. Wir bieten Geschäftskunden symmetrische Internetprodukte auf Basis von reinen Glasfaser-Leitungen – gemeinsam Großes gestalten. DGB_2370_0_AZ_Standortvorteil_IHK_Offenbacher_Wirtschaft_216x142_RZ.indd 1DGB_2370_0_AZ_Standortvorteil_IHK_Offenbacher_Wirtschaft_216x142_RZ.indd 1 11.04.22 15:3311.04.22 15:33 um Gründerinnen und Gründern den Weg zum Erfolg zu ebnen und die Innovationskraft unserer Wirtschaft zu stärken.“ Existenzgründerin Alisha Wiegand aus Diet- zenbach hat den Schritt zur selbstständig arbeitenden Coachin für Burnout-Prävention und Stressmanagement im Juli 2022 gewagt und sagt: „Neben der Kundengewinnung sind Bürokratie und Steuerrecht unfassbar heraus- fordernd, wenn man sich nicht perfekt damit auskennt. Die IHK Offenbach am Main hat mich rund um die Gründung und den Aufbau meiner Selbstständigkeit sehr unterstützt. Dank zielfüh- render Gespräche, Ansätze und Empfehlungen hat sich meine Tätigkeit stetig entwickelt und stabilisiert. Ich bin zuversichtlich. Unternehmen können noch viel tun, um das Stressmanage- ment für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu etablieren. Ich unterstütze sie dabei.“ (Mehr zur Gründerin im Interview auf Seite 12). www.ihkof.de/gruendungen-region-offenbach Gründungen und Geschäftsaufgaben 2022 je 1.000 Einwohner 10 8,1 10,5 6,7 7,8 6,9 6,9 6,9 8,8 9,2 11,2 8,9 9 7,7 10,5 7,6 7,1 7,2 9,8 8,9 9,7 8,4 7,6 5,9 8,3 7,6 8,4 7,6 Oenbach Mühlheim Oberts- hausen HeusenstammNeu-Isenburg Dreieich Langen Egelsbach Rödermark Dietzenbach Mainhausen Seligenstadt Rodgau Hainburg Gründungen und Geschäftsaufgaben in der Region Oenbach 2022 NACHRICHTEN Wann und mit welcher Geschäftsidee haben Sie gegründet? Ich habe im Herbst 2021 im Nebenerwerb gegründet und bin zum 1. Juli 2022 voll in die Selbstständigkeit eingestiegen. Meine Geschäftsidee hat viel mit der Pandemie zu tun: Die mentalen und gesundheitlichen Herausforderungen sind für Privatpersonen wie für Unternehmen durch die extremen Veränderungen und Belastungen gestiegen. Als Coachin für Burnout-Prävention und Stressmanagement biete ich individuelle Hilfe, um damit umzugehen. Mit meiner Arbeit möchte ich auch mehr Aufmerksamkeit und Sensibilität für das Thema schaffen. Wie sind Sie dafür qualifiziert? Mein Studium der Sportökonomie ist eine solide Basis für die Tätigkeit im Gesundheits- bereich. Ich habe mich in Burnout-Prävention, psychosozialer Gesundheitsförderung, Mental Coaching und Stressmanagement-Training fortgebildet. Das ermöglicht mir einen ganz- heitlichen Arbeitsansatz. An wen richtet sich Ihr Angebot? Vor allem richte ich mein Angebot an Unter- nehmen, mit denen ich langfristig koope- rieren möchte. Hier kann ich am meisten bewegen und viele Menschen erreichen. Firmen verfügen oft über andere Möglichkei- ten und Budgets als Privatpersonen. Was hat Sie zur Gründung motiviert? Die Flexibilität, die Abwechslung und die Möglichkeit, nach meinen Wertvorstellungen arbeiten zu können, waren ausschlaggebend. Ich habe einen starken Drang, Dinge zu verän- dern und zu bewegen. Im ersten Schritt waren da ganz viele Ideen, „Mutausbrüche“ und Zuspruch. Der Rückhalt meines Umfeldes hat mich gestärkt. Auch das ehrliche Feedback und die positive Bewertung meiner Geschäfts- idee durch die IHK haben mich motiviert. Alisha Wiegand ist zur Gründungsberatung in die IHK Offenbach am Main gekommen. Sie ist glücklich, dass sie den Schritt in die Selbstständigkeit getan hat. Burnout-Prävention und Stressmanagement seit Corona noch wichtiger Gründung gut geplant Alisha Wiegand aus Dietzenbach hat den Schritt zur selbstständig arbeitenden Coachin für Burnout-Prävention und Stressmanagement im Juli 2022 gewagt. Sie verrät, was sie motiviert hat und wie es ihr ergangen ist. Wie haben Sie sich vorbereitet? Ich habe viele Gespräche geführt, mich coachen lassen, den Austausch mit anderen Selbstständigen gesucht. Dann ging es ganz schnell. Ich habe Brainstormings gemacht, eine konkrete Idee entwickelt und einen Businessplan geschrieben. Dank meiner früheren Tätigkeit im Account-Management einer Agentur kenne ich mich mit Marketing, Kundenorientierung und den Herausforde- rungen für die Teams und die Unternehmen aus. Den Businessplan habe ich mit den IHK-Experten besprochen. Außerdem habe ich Beratungen und Schulungen der IHK und ihrer Partner in Anspruch genommen. Wie hat sich Ihr Geschäft entwickelt? Definitiv anders, als ich es erwartet habe. Ich hatte das Privileg, den Gründungszuschuss zu erhalten, und habe festgestellt, dass ein halbes Jahr auf jeden Fall sehr sportlich ist, um ein tragfähiges Unternehmen auf die Beine zu stellen. Man steht vor allem beim Thema Steuern und „was darf man und was nicht“ (zum Beispiel bei der Erweiterung des Gewerbescheins) immer wieder vor Heraus- forderungen, Restriktionen und Unsicher- heiten. Noch ist nicht jedes Quartal richtig planbar, aber meine Tätigkeit etabliert sich und ich verzeichne ein Wachstum. Alles in allem bin ich absolut zufrieden und glücklich mit meiner Entscheidung und freue mich auf all das, was jetzt kommt. www.alisha-coaching.de Die Fragen stellte Birgit Arens, IHK Offenbach am Main. Fo to : p riv at Kontakt Holger Winkler Telefon 069 8207-226 E-Mail winkler@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de/existenzgruen- dung-unternehmensfoerderung 12 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 NACHRICHTEN Mehr erfahren auf allianz.de/die-bkv Eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) der Allianz für Ihr Unternehmen: der Benefit, der für Mitarbeitende sofort wirkt – und sich für Sie sofort auszahlt. x = extra lohnend GESUNDX AZK_bkv_GF_AZ_210x140mm_RZ.indd 1AZK_bkv_GF_AZ_210x140mm_RZ.indd 1 29.06.23 15:3729.06.23 15:37 Fo to : H IH K Exportchampions ausgezeichnet Den Hessischen Exportpreis haben dieses Jahr folgende Unternehmen gewonnen: die Otto Heuss GmbH aus Lich in der Kategorie Hand- werk, die Taunussteiner Heidler GmbH in der Kategorie Handel und Dienstleistungen sowie die Wendel GmbH Email- und Glasurenfabrik aus Dillenburg in der Kategorie Industrie. Zu den Finalisten gehör- ten die Mato GmbH aus Mühlheim und die agotrans Logistik GmbH aus Rodgau. www.hessischer-exportpreis.de NACHRICHTEN Arbeitsjubiläen 50 Jahre Ingo Semmler Zeppelin Systems GmbH 45 Jahre Steffen Meyer PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG 40 Jahre Stefan Becker M. Schneider Offenbach GmbH & Co. KG Claudia Hanel Zeppelin Systems GmbH Petra Klein M. Schneider Offenbach GmbH & Co. KG Stefan Knoblauch Offenbacher Verkehrs-Betriebe GmbH Kerstin Körner Zeppelin Systems GmbH Daniela Krause M. Schneider GmbH & Co. KG Christine Müller Zeppelin Systems GmbH Simone Pinné PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG 35 Jahre Bozidar Jankovic Ing. R. Gruner GmbH & Co. KG Ziya Karahan Arno Arnold GmbH Natalie Pflug Zeppelin Systems GmbH Wilfried Schumm Zeppelin Systems GmbH Stefan Selke Zeppelin Systems GmbH 30 Jahre Fayssal Al Hassnaoui Zeppelin Systems GmbH Sascha Groh MKU-Chemie GmbH Stefanie Pertold abakus-fiscal Steuerbe- ratungsgesellschaft mbH Davor Petrovic Zeppelin Systems GmbH Frank Pohl Zeppelin Systems GmbH Dieter Schwarzkopf Zeppelin Systems GmbH 25 Jahre Martin Böger Röder-Präzision GmbH Silvia Chesi Zeppelin Systems GmbH Carmen Dorn Röder-Präzision GmbH Jose Ferreira Alves Alfred Clouth GmbH & Co. KG Matthias Fleck Röder-Präzision GmbH Sascha Gößler Zeppelin Systems GmbH Oliver Hain Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Daniel Kampe Zeppelin Systems GmbH Natascha Lerch Zeppelin Systems GmbH Petra Martin-Heinrich Zeppelin Systems GmbH Mirko Metzler Zeppelin Systems GmbH Susanne Möller MKU-Chemie GmbH IHR PARTNER IN SACHEN ETIKETTEN Für jeden Etikettenbedarf die passende Lösung. Individuell in Form, Farbe, Material und Haftung. Herderstraße 8 63073 Offenbach am Main Tel 069 89993-0 Fax 069 89993-45 info@of-etiketten.de www.of-etiketten.de OFFENBACHER ETIKETTENFABRIK Joachim Siebert Anzeige_184x46_2019_Layout 1 23.10.2018 11:25 Seite 1 14 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 NACHRICHTEN Arbeitsjubiläen Schöne Anerkennung für Jubilare Ihre langjährigen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter verdienen zu ihren Arbeitsjubiläen besondere Auszeichnungen. Deshalb stellt Ihnen die IHK Offenbach am Main personalisierte Urkunden zur Verfügung, auf Wunsch kombiniert mit einer Veröffentlichung hier im IHK-Magazin „Offenbacher Wirtschaft“. Wenn Sie auf diese Weise zeigen möchten, wie sehr Sie die Zusammenarbeit mit den Jubilaren schätzen, teilen Sie uns bitte folgende Informationen mit: ❙ Name des Jubilars ❙ Jubiläumsdatum ❙ genaue Firmierung des Unternehmens (entsprechend Eintragung in Handelsregister bzw. Gewerbeanmeldung) Die Kosten für eine gerahmte Urkunde betragen 40,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Alle Details unter www.offenbach.ihk.de/P2863 Kontakt Team Kundenservice Telefon 069 8207-0 Telefax 069 8207-149 service@offenbach.ihk.de Stephan Müller M. Schneider Offenbach GmbH & Co. KG Falk Schulze Zeppelin Systems GmbH Marc Segers Zeppelin Systems GmbH Bernhard Stadtmüller Zöller Lamitex GmbH 20 Jahre Olaf Betthausen Arno Arnold GmbH Loredana Pietsch PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG Brigitte Spermann dvh Versicherungsmakler GmbH Tobias Trautmann Arno Arnold GmbH 15 Jahre Birgit Boulahfa Chanty Verwaltungs GmbH Tatjana Jansen GEFINAL Blech- und Stahlbau GmbH Michael Reichert Ing. R. Gruner GmbH & Co. KG 10 Jahre Martin Hoppe ASSION KG Fabino Napolitano Herth+Buss Fahrzeug- teile GmbH & Co. KG Josip Tomic Herth+Buss Fahrzeug- teile GmbH & Co. KG 5 Jahre Angela Fuchs Zöller Lamitex GmbH Timo Hunziker Zöller Lamitex GmbH VIDEO – Safety – Guard – Tower Baustellenüberwachung Sichern Sie Ihr Eigentum Unkomplizierte Sofortmontage einer mobilen Einbruchmeldeanlage jederzeit möglich. Dem Ernstfall einen Schritt voraus • Schnelle und professionelle Sicherung Ihres Objektes innerhalb von 48 Stunden • Kostengünstig mieten Wir beraten Sie gerne individuell in allen Fragen rund um Ihre Sicherheit. Besuchen Sie unser Sicherheitscenter. Heinrich-Krumm-Straße 9 63073 Offenbach www.bws-offenbach.de Telefon: 069/888 145 15Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 NACHRICHTEN Einflüsse auf die Umwelt messbar machen DFS bekennt sich zu umwelt- und klimaschonendem Handeln Die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen ist gemäß dem europäischen Umweltschutz- management-System EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) zertifiziert. Weniger Energie und CO2-Emissionen, weniger Ressourcenverbrauch und Abfall, mehr Biodiversität: Das sind einige Hand- lungsfelder des betrieblichen Umwelt- und Klimaschutzes der DFS. Um Umwelterfolge messbar zu machen und kontinuierlich besser zu werden, hat sich das Unternehmen nach EMAS zertifiziert (Registrierungsnummer DE-160-00018). Auch indirekte Aspekte wie die Emissionen von Dienstreisen, des Fuhrparks oder des Arbeitswegs der Belegschaft werden betrachtet. Ebenso spielen die Handlungs- spielräume der DFS in Bezug auf die CO2- und Non-CO2-Emissionen des Flugverkehrs eine signifikante Rolle. „Wir möchten mit den uns zur Verfügung ste- henden Mitteln alles tun, um klimaschädliche Auswirkungen unserer unternehmerischen Tätigkeit auf ein Minimum zu begrenzen. Mit EMAS haben wir dafür ein hervorragendes Instrument. So können wir perspektivisch auch unsere Beiträge zu den CO2-Emissionen des deutschen Flugverkehrs systematisch erfassen, Maßnahmen auswählen und nach- verfolgen, um unsere Fortschritte messbar zu machen“, sagte Arndt Schoenemann, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Mit der Einführung von EMAS zeigt ihr Unter- nehmen, dass es die Herausforderungen der Zukunft annimmt, dass es versucht, Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen. Das wird nicht nur dem Unternehmen selbst unmittel- bar zugutekommen, sondern auch unserem Wirtschaftsstandort Langen und damit auch dem gesamten IHK-Bezirk“, erklärte IHK-Präsi dentin Kirsten Schoder-Steinmüller. www.dfs.de IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller (Mitte) überreichte Arndt Schoenemann (2. v. r.), Vorsitzender der DFS-Geschäftsführung, die EMAS-Urkunde im Beisein von IHK-Referent Peter Sülzen (l.), Michaela Sankowsky (2. v. l.), Umweltmanagementbeauftragte der DFS, und Stephan Ninnemann (r.), stellvertretender Umweltmanagementbeauftragter der DFS. Fo to : D FS Kontakt Peter Sülzen Telefon 069 8207-244 suelzen@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de/innovation-umwelt 16 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 NACHRICHTEN ❙ Unter realen Reinraum-Bedingungen DREIEICH. CWS Cleanrooms hat seinen neuen Campus der Reinraum- Akademie eröffnet. Gut ausgebildetes Personal ist essenziell für die Rein- haltung von Reinräumen. Fehlverhalten kann zu Kontaminationen führen. Schulungen für das Arbeiten in solchen Umgebungen sind unerlässlich. Neben Theorie muss Praxis vermittelt werden – am besten unter realen Bedingungen. CWS hat Ausbildungszentren in Leipzig, Marburg und nun auch zentral in Dreieich. Dort können das korrekte Verhalten, Schleusen, Ankleiden sowie die Reinigung und Desinfektion unter praxisnahen Bedingungen trainiert werden. Der Campus verfügt nach Auskunft von CWS über einen voll funktionsfähigen Reinraum sowie modernste Technik und Equipment. www.cws.com ❙ Arbeitswelt der Zukunft erleben OFFENBACH. Die Dauphin HumanDesign Group, Anbieter für innovative Sitzlösungen für den Büro-, Objekt- und Industriebereich, hat in der Strahlenbergerstraße 110 ihren neu konzipierten Showroom eröffnet. Die 450 Quadratmeter große Ausstellungsfläche ist nach dem New-Work-Konzept Dauphin Workheart gestaltet und unterteilt sich in die drei Kategorien Me, Team und Family. Statt den Fokus wie bisher auf die jeweilige Tätigkeit der Arbeit zu richten, stehe dem Claim „from super private to super social” folgend der gewünschte Grad der sozialen Inter- aktion im Vordergrund. „Mit beispielhaften Settings, außergewöhnlichen Raumszenarien und stylischen Details bieten wir dem Besucher in der neuen Ausstellung jede Menge Inspiration für dynamische Arbeitswelten“, verspricht Niederlassungsleiterin Diwa Rösinger. www.dauphin-group.com Fo to : F ra nk S om m erBaubeginn für Samson-Fabrik Der neue Stammsitz der aktuell noch in Frankfurt ansässigen Samson AG auf dem Offenbacher Innovationscampus wird auf einer Fläche von 14,3 Hektar errichtet. Er wird über modernste Produktionsanlagen und Technologien verfügen und erneuerbare Ener- gien nutzen. Anlässlich des ersten Spaten- stichs überbrachte IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner (l.) Gratulationen. Mit ihm auf dem Foto (v. l. n. r.): der Aufsichtsrats- vorsitzende Nikolaus Hensel, die Aktionärin Edith Sandvoss und der Vorstandsvorsitzende Andreas Widl von der Samson AG. www.samsongroup.com. ❙ Starkes erstes Halbjahr DREIEICH. Die Biotest Gruppe verzeichnet für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 275,3 Millio- nen Euro. Das entspreche einer Steigerung um 8,8 Prozent gegenüber dem Umsatz des Vorjahreszeitraums in Höhe von 253,1 Mil- lionen Euro. Der Anstieg sei insbesondere durch das neue intravenöse Immunglobulin Yimmugo begründet, das im November 2022 eingeführt wurde und als erstes kommerziel- les Präparat in einem innovativen Herstell- verfahren in der neuen Produktionsanlage Biotest Next Level am Standort Dreieich hergestellt wird. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich laut Unternehmen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 auf 37,5 Millionen Euro nach 8,8 Millionen Euro im ersten Halb- jahr des Vorjahres. In der Berichtsperiode eröffnete die Biotest AG zwei neue Plasma- sammelzentren. Weitere seien geplant, um die Versorgung mit Plasma auf eine breitere Basis zu stellen. www.biotest.com 17Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 NACHRICHTEN Menschen und WirtschaftMenschen und Wirtschaft ❙ Stadt ehrt Kappus und Clouth OFFENBACH. Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke (2. v. l.) hat am 18. Juli 2023 dreimal die höchste Auszeichnung vergeben, die von den Mitgliedern der Ehrungskommission der Stadt Offenbach verliehen werden kann: Die ehemali- gen, langjährigen IHK-Präsidenten Alfred Clouth (l.) und Dr. Wolfgang Kappus (r.) erhielten die Ehrenplakette der Stadt Offenbach zur Würdigung ihres ehren- amtlichen und gesellschaftlichen Lebenswerks. Schwenke nannte Clouth „den Urvater des Masterplans“ und Kappus „den Träger der Offenbach-Fahne“. „Die Löwin“ Christine Sparr, Gründerin der Offenbacher Tafel, zeichnete Schwenke für ihr vorbildliches soziales Engagement aus. www.offenbach.de Fo to : S ta dt O ffe nb ac h/ ge or g- fo to O ffe nb ac h ❙ Führungswechsel bei der GIP GmbH OFFENBACH. Patrick Weber ist seit Ende Juni Geschäftsführer der GIP GmbH, eines Anbieters von Personalwirtschaftssoftware für den öffentlichen Dienst in Deutschland. Er ist auf Ulf Buchholz gefolgt, der nach 21 Jahren Tätigkeit bei GIP in den Ruhestand verab- schiedet wurde. Weber war zuvor 14 Jahre lang als Geschäftsführer Deutschland des belgischen HR-Softwareanbieters SD Worx tätig. www.gipmbh.de Fo to : G IP ❙ Besonderes Jubiläum bei Seufert RODGAU. Am 1. August 2023 ehrte die Seufert Gesellschaft für transparente Verpackungen mbH ihren Geschäftsführer Thomas Pfaff (r.) für herausragende 40 Jahre im Unternehmen. Seine berufliche Laufbahn begann mit einer Ausbildung zum Industriekaufmann bei Seufert. Der damalige Prokurist und spätere Geschäftsführer Günther Burkardt (l.) erkannte und förderte Pfaffs Verkaufstalent. Nach verkürzter Lehrzeit erhielt er die Verantwortung für ein kleines Verkaufsgebiet und anschließend sukzessive weitere Verkaufsfelder. Schließlich avancierte er zum Gebietsverkaufsleiter Deutschland Mitte. 1997 firmierte das Unternehmen um und dem Jubilar wurde die gesamte Vertriebsleitung übertragen. 2006 bestellten die Gesellschafter Thomas Pfaff zum Geschäftsführer. www.seufert.com Fo to : S eu fe rt 18 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 NACHRICHTEN Jetzt starten! Ausbildung zum Berufskraftfahrer m/w/d ten! 2023-06-30_Remondis_Anzeige_Fahrer_Pfade.indd 12023-06-30_Remondis_Anzeige_Fahrer_Pfade.indd 1 30.06.23 16:3930.06.23 16:39 ❙ Ein großes Dankeschön für herausragenden Einsatz OFFENBACH. Martina Wenzel (M.), die langjährige Abteilungsleiterin und Studiendirektorin der Georg-Kerschensteiner-Schule in Oberts- hausen, hat sich aus dem ehrenamtlichen Engagement für die IHK Offenbach am Main verabschiedet. Seit 2005 war sie als ehrenamtliche Prüferin tätig. 2010 wurde sie Mitglied im Berufsbildungsausschuss. 2017 gehörte sie zu den Gründungsmitgliedern des Expertenrats Bildungspolitik und Fachkräfte, in dem sie sich fortan außerdem einsetzte. Hans Joachim Giegerich (auf dem Foto mit Marita Weber, IG Metall Offenbach), Vorsitzender des IHK-Berufsbildungsaus- schusses, und Edwin E. Heinecke, Vorsitzender des IHK-Expertenrats Bildungspolitik und Fachkräfte, brachten bei den Abschiedsfeiern in den Gremien ihren Dank für dieses außergewöhnliche Engagement zum Ausdruck. Wenzel habe maßgeblich zur Qualitätssicherung der Prüfungen beigetragen und jungen Menschen ermöglicht, bestens vor- bereitet ins Berufsleben zu starten. Sie habe an der Weiterentwicklung der beruflichen Bildung wesentlich teilgehabt und wichtigen Einfluss auf bildungspolitische Entscheidungen genommen. Fo to : I H K ❙ Neuer Geschäftsführer für SMC Deutschland EGELSBACH. Seit dem 1. Juli 2023 ist Daniel Langmeier zusätzlich zu seiner Funktion als Geschäftsführer und VR-Präsident bei SMC Schweiz AG auch Managing Director der SMC Deutschland GmbH. Langmeier ist seit 39 Jahren bei SMC tätig und hatte schon von 2000 bis 2013 die Ver- antwortung für den deutschen Markt inne. SMC, speziali- siert auf Automatisierungslösungen für die Industrie, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 (Ende März) unter anderem dank der anziehenden Nachfrage nach Elektroautos in China und in der Halbleiterproduktion ein Rekordergebnis eingefahren. www.smc.eu Fo to : S M C 19Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 NACHRICHTEN TRANSFORMATION MIT HINDERNISSEN FÜR KMU Digitalisierung der Wirtschaft ermöglichen Die Themen Nachhaltigkeit und Energie bestimmen aktuell den öffentlichen Diskurs über unsere Wirtschaft. Wenn IHK-Experten mit Unternehmerinnen und Unternehmern sprechen, wird allerdings deutlich, wie wichtig den Unternehmen vor allem die Digitalisierung der Betriebe ist. Häufig fehlen Zeit, Personal und Kapital dafür. 20 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 TITELTHEMA Ende 2022 befragte die Deutsche Industrie und Handelskammer (DIHK) bundesweit mehr als 4.000 Unternehmerinnen und Unternehmer zur Digitalisierung. Das Ergebnis lautet: Sie stockt. Im Durchschnitt bewerteten die Befragten den Digitalisierungsstand ihrer Unternehmen mit der Schulnote 2,9. Als größte Hemmnisse nannten sie Zeitmangel, Kosten und die Komplexität der Umstellung vorhandener Prozesse und Systeme. Die Geschäftsführungen sehen sich mit vielen Herausforderungen konfrontiert. Neben der Digitalisierung sind es zum Beispiel die Themen Nachhaltigkeit und Fachkräftemangel, die ihnen Kopfzerbrechen bereiten. Gleichzeitig muss der Laden laufen. Größere Firmen mögen für jedes der Themen einen Manager oder eine Beauftragte haben oder einstellen können. Doch die Basis der deutschen Wirtschaft bilden kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die nicht über solche Experten verfügen. Oft wissen die Betriebe genau, wo sie mit der Digitalisierung ansetzen müssten, aber es fehlen ihnen die Ressourcen zur Umsetzung.. Laut dem Digitalisierungsindex 2022 ist der Unter- schied im Digitalisierungsgrad von KMU und großen Unternehmen erheblich. Meist gilt die Regel: Je kleiner der Betrieb, desto weniger digitalisiert ist er. Während KMU bei der Digitalisierung von Produkten und Geschäftsmodellen noch ganz gut aufgestellt sind, haben sie bei Prozessen, Qualifizierung sowie Forschungs- und Innovationsaktivitäten signifikan- ten Nachholbedarf. Fokus auf die Region Offenbach Zu ähnlichen Ergebnissen kommt die IHK Offenbach am Main, wenn sie ihre Mitglieder befragt. In erster Linie wünschen diese sich eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur für ihre Betriebe, inklusive Glasfaseranschluss und guter Mobilfunkanbindung. Aber auch eine zuverlässige digitale Infrastruktur für alle Menschen in der Region ist ihnen wich- tig. Schließlich muss die Arbeit im Homeoffice funktionieren. Ein weiteres Anliegen: Öffentliche Fördermittel für Digitalisierungsprojekte müssen leichter zugänglich sein. Außerdem wünscht sich unsere Wirtschaft, dass digitale Basiskompetenzen besser vermittelt werden, damit mehr qualifizierte Fachkräfte auf den Arbeitsmarkt kommen. Deshalb müssen die digitale Bildung vereinfacht und mehr Bildungsangebote geschaffen werden. Daten und Datennutzung sind wichtige Schlüssel für neue Geschäftsmodelle und effizientere Prozesse. Wenn sie Daten erheben und verwenden wollen, sind die Unternehmen derzeit aber nicht nur durch technische Hürden und mangelnde Datenkompe- tenz ihrer Teams eingeschränkt. Vor allem klagen sie über rechtliche Unsicherheiten, zum Beispiel darüber, ob eine Nutzung datenschutzkonform erfolgen kann. Schon die Klärung, ob es sich um ein personenbezogenes Datum handelt, kann KMU überfordern. Nur wenn Regeln und Rechtsprechung eindeutig sind, wird die Digitalisierung unserer Unternehmen an Fahrt aufnehmen. Fo to : A do be S to ck / B en ja vi sa R ua ng va re e Autor Dr. Sven Saage Telefon 069 8207-404 saage@offenbach.ihk.de Konkurrenz durch neue digitale Geschäftsmodelle, insb. digitale Plattformen Erstellung eines Digitalisierungsplans / Einstieg finden Weiterbildung von Belegschaft und Führungskräften Unsicherheiten bzgl. regulatorischer Anforderungen Digitale Plattformen für das eigene Geschäftsmodell nutzbar machen Sicherheitsrisiken Fehlende IT-Fachkräfte Akzeptanz bei Mitarbeitenden und Kunden Abhängigkeit von einzelnen externen Lösungen Komplexität bei der Umstellung vorhandener Prozesse und Systeme hohe Kosten/Aufwand Zeitmangel Herausforderungen bei der Digitalisierung 2022 2021 7 % 10 % 17 % 17 % 14 % 23 % 24 % 26 % 27 % 39 % 34 % 36 % 4 % 9 % 16 % 16 % 20 % 20 % 21 % 28 % 30 % 34 % 34 % 37 % 0 % 5 % 10 % 15 % 20 % 25 % 30 % 35 % 40 % 45 % Gr af ik : D IH K- Di gi ta lis ie ru ng su m fra ge 2 02 2/ 20 23 21Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 TITELTHEMA Fördergelder erleichtern digitale Transformationen Digitalisierung mit Zuschuss Die gute Nachricht: Es gibt laut der Förderdatenbank des Bundes 676 Förder- programme und Zuschüsse für Innovationen. Die schlechte Nachricht: Keine Geschäftsführung hat Zeit, alle genau anzuschauen. Gut, dass es Berater gibt, die dazu Auskunft geben. Zum Beispiel bei der IHK Offenbach am Main. Für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) sind vor allem die im Folgenden vorgestellten Förderprogramme relevant. Digitalzuschuss Hessen Der Digi-Zuschuss Hessen bezuschusst die digitale Transformation von Arbeitsprozessen und Produk- tionsprozessen, die Verbesserung der IT-Sicherheit sowie Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnah- men mit bis zu 10.000 Euro. Die Förderung kann ver- wendet werden, um einen Webshop einzurichten oder um komplexe Softwarelösungen anzuschaffen und zu installieren (zum Beispiel Automatisierungs- software, Warenwirtschaftssysteme, Customer-Rela- tionship-Management-Systeme). Auch Schulungen mit Bezug zur Digitalisierungsmaßnahme können damit finanziert werden. Distr@l – Digitalisierungsprojekte in Hessen Distr@l ermöglicht es KMU, Start-ups und Hoch- schulen, Machbarkeitsstudien zu Digitalisierungs- vorhaben oder auch digitale Produkt- und Prozess- innovationen zu entwickeln. Der Förderzuschuss beträgt zwischen 100.000 und 500.000 Euro. Zum Beispiel wurde damit die Entwicklung einer cloudbasierten Software zur digitalen Inspektion von drohnenbasierten 3-D-Modellen gefördert. Das System dient dazu, KI-gestützt automatisch Schad- stellen an Gebäuden und technischen Anlagen zu ermitteln. go-digital – Beratungsförderung für Digitalisierung Go-digital fördert Beratungsleistungen zur Digitalisierung von Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitenden und einem Umsatz von maximal 20 Millionen Euro. Die Höchstfördersumme beträgt 16.500 Euro mit einer Förderquote von 50 Prozent. Unternehmen können sich zu Digita- lisierungsstrategien, IT-Sicherheit, digitalisierten Geschäftsprozessen, Datenkompetenz und digitaler Markterschließung beraten lassen. Die Förderung könnte beispielsweise eingesetzt werden, um eine unternehmensspezifische Onlinemarketing-Strate- gie zu entwickeln. Neben den hier genannten gibt es eine ganze Reihe weiterer Förderprogramme für Innovation und Digitalisierung. Übersicht darüber bietet die Website www.offenbach.ihk.de/innovation-umwelt/ foerderung-finanzierung Kontakt Dr. Sven Saage Telefon 069 8207-404 saage@offenbach.ihk.de Fo to : A do be S to ck / B ill io nP ho to s.c om 22 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 TITELTHEMA Fo to : A do be S to ck / i ho rv sn Wunderwaffe oder Hype Brauchen Unternehmen KI? Jedes Unternehmen wird auf absehbare Zeit künstliche Intelligenz (KI) nutzen, sei es als Teil standardmäßig genutzter IT-Systeme oder als Software. Hier richtig zu entscheiden und zu investieren, ist nicht leicht. KI ist eine Schlüsseltechnologie der Digitalisierung. Seit der Einführung von ChatGPT sind viele, teils kosten- freie Anwendungen entstanden, die KI für unterschiedlichste Nutzer im Unternehmen interessant machen. Daneben entwickeln IT-Firmen maß- geschneiderte KI-Lösungen. Anlaufstellen in der Region Zwei Kompetenzzentren in Darm- stadt erleichtern es Unternehmen, die Möglichkeiten von KI für das eigene Geschäft zu erkunden: Hessian AI bündelt Forschung und wissenschaftliches Know-how, bie- tet aber vor allem für Start-ups auch Finanzierungs- und Qualifikationsangebote. Das Kompetenzzentrum für Arbeit und Künstliche Intelligenz (KompAKI) wird maß- geblich von der TU Darmstadt und der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar unter- stützt. Es vernetzt Unternehmen, die KI anwenden, mit solchen, die KI anbieten. Außerdem bietet KompAKI kostenfreie Schulungen und Beratungen zum Thema. Bisher kaum Regeln Der Einsatz von KI-Lösungen ist noch weitgehend unreguliert. Das 2021 vorge- schlagene KI-Gesetz der EU klassifiziert KI-Systeme nach ihrem Risiko. Es schlägt ein Verbot bestimmter Systeme vor. Davon betroffen sind zum Beispiel der Einsatz automatischer Gesichtserkennung und das sogenannte Social Scoring, das die Kreditwürdigkeit von Personen anhand von Daten beurteilt, die in sozialen Netz- werken oder anderweitig im Internet öffentlich verfügbar sind. Auch Produkte, die in den Bereich der Produktsicherheitsvorschriften der EU fallen, wie zum Beispiel Spielzeug oder medizinische Geräte, gelten als Hochrisiko-KI. Für sogenannte generative KI-Systeme wie ChatGPT sollen nur geringe Vorschriften gelten. Dazu gehört die Pflicht, KI-erzeugte Inhalte kenntlich zu machen. Die IHK-Organisation unterstützt den Ansatz der EU, die Regulierung von KI vom Risiko abhängig zu machen. Unternehmen sollten nicht pauschal alle allgemeinen Risiken von KI tragen müssen. Diese müssen anhand klarer Kriterien beschrieben sein. Die gesetzlichen Regelungen dürfen die Weiterentwicklung von KI allerdings nicht unnötig hemmen. Sie sollten innovationsfördernd wirken und Pflichten prag- matisch ausgestalten, so dass der bürokratische Aufwand möglichst gering bleibt. KI im Unternehmen nutzen Die IHK Offenbach am Main und die Kompetenzzentren in der Region beraten zuverlässig und kostenfrei. Autor Frank Irmscher Telefon 069 8207-342 irmscher@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de/innovation-umwelt https://hessian.ai https://kompaki.de/ 23Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 TITELTHEMA Plädoyer für Mut und Offenheit Digitalisierung braucht Fehler und Lernen Die Digitalisierung der IHK Offenbach am Main wurde vor Längerem in Angriff genommen, erhielt mit der Pandemie einen kräftigen Schub und kommt zügig voran – rechtliche Vorgaben und Unternehmensinteressen immer im Blick. IHKs sind Zwitterwesen. Einerseits agieren sie wie mittelständische Unternehmen, bieten vielerlei Services an und folgen Kosten-Nut- zen-Überlegungen. Über 200 Jahre selbstorganisierendes Unter- nehmertum stecken im Kern unserer DNA. Andererseits stehen IHKs auf dem Boden des IHK-Gesetzes und erfüllen anstelle des Staates wichtige hoheitliche Aufgaben für die Wirtschaft. Finanziert werden sie im Wesentlichen durch die Mitgliedsbeiträge regionaler Unternehmen, die über gewählte Vertreter unsere Arbeit konstruktiv, aber streng begleiten. Die Dualität aus freiwilliger Selbstverwaltung der Wirtschaft und hoheitlich eng definierten Aufgaben bringt (auch) bei der Digitalisierung besondere Herausforderungen mit sich. Jedoch haben wir auf unserem Weg einige grundsätzliche Dinge gelernt, die in jeder Organisation in Innovationsprozessen wichtig sind. „Es allen Recht getan, ist eine Kunst, die keiner kann“ Viele Mitarbeitende unterliegen einem hohen Qualitätsanspruch. Sie wollen ihre Arbeit gut und fehlerfrei machen. In der IHK gilt das insbesondere hinsichtlich der rechtlich einwandfreien Erfüllung hoheitlicher Aufgaben. Fehler haben hier weder in Fachverfahren noch in eingesetzten Anwendungen Raum. Digitalisierung baut auf neue Perspektiven, kundenzentrierte Prozesse, zeitgemäße Tools und iterative Arbeitsweisen. Für das Ausprobieren, Einüben und Verändern gilt es, Mitarbeitende zu gewinnen und fit zu machen. Eine gesunde Fehlerkultur in der gesamten Organisation ist dafür unerlässlich. Digitalisierung braucht Fehler. Hier beißt sich unsere Dualität aus adaptivem und innovativem Unternehmer-Gen und 110-prozentiger Gesetzestreue und analoger Prozessdisziplin. Wie für die meisten Organisationen sind Verände- rungen in gewachsenen Strukturen bisweilen schmerzhaft. Jedoch gilt: Wer Innovationen will, darf keine Scheu vor Ungewissheit haben. Das haben wir gelernt Experimentieren mit offenem Ausgang: Digitalisierung ist ein konti- nuierlicher Prozess der Innovation und des Experimentierens. Über das Testen neuer Tools und Vorgehensweisen gewinnen Mitarbeitende Sicherheit. Schafft man entsprechenden Spielraum, lernen sie, dass sie nicht für Fehler bestraft werden, die während des Experimentierens auftreten. Online-Angebote und hybride Veranstaltungen haben sich seit der Pandemie in der IHK Offenbach am Main etabliert. Fo to : I H K 24 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 TITELTHEMA Wissen sammeln und teilen: Die kontinuierliche Dokumentation und eine für die Rezipienten geeignete Vermittlung des neuen Wissens ist wichtig. Digitale Technologien bieten genau dafür unzählige Möglichkeiten des Lernens und des Wissensaustauschs. Gesunde Organisationen schaffen geeignete Struk- turen und Prozesse, die kontinuierliches Lernen und eine offene Kommunikation unterstützen. Kommunikation ist ein Schlüssel: Sie erfordert Geduld, Zielstrebigkeit und Ausdauer und die enge, vertrauensvolle Kooperation zwischen verschiedenen Teams oder Organisationen. Es muss verinnerlicht sein, dass Fehler offen, fair und lösungsorientiert kommuniziert und als Lernmöglichkeiten genutzt werden. Ziele sind gemeinsame Ziele. Zutage tretende Widersprüche werden sofort offenbart und geklärt. Keine Angst vor Fehlern! Ebenso erfolgsentscheidend ist eine positive Grundeinstellung zu Fehlern, Fehlbarkeiten und Veränderungen. Allesamt sind entscheidend für notwendige Verbesserungen. Das wie- derum braucht die entsprechende Haltung und Arbeit aller Führungs- kräfte, um Menschen für diese lernorientierte Perspektive zu öffnen. Neue Türen geöffnet Die Arbeit an der Strategie der IHK hat uns in den letzten Jahren viele neue Themen und Perspektiven eröffnet. Digitalisierung ist immer ein wichtiges Themenfeld für Veränderungsprojekte gewesen. Doch der Booster waren die Coronajahre. Technisch gut ausgestattet haben wir am 13. März 2020 unsere Kolleginnen und Kollegen voll arbeitsfähig ins Homeoffice geschickt. Früher und schneller als andere konnten wir so etwa Microsoft 365 einführen. Weil die Zeit drängte, kam der eigentliche Change-Plan nicht zum Tragen. Jedoch hat sich die Vor- arbeit an der Kultur massiv ausgezahlt. Alle waren bereit, sich auf neue unbekannte Wege einzulassen und diese aktiv mitzugestalten. Um die Vorteile der Digitalisierung voll aus- zuschöpfen, ist eine Kultur entscheidend, die Fehler als Gelegenheiten für Verbesserungen betrachtet, anstatt sie als etwas zu sehen, das vermieden oder bestraft werden sollte. Dafür gilt es, zugrunde liegende Normen und Werte zu überprüfen und zu verändern. Die tiefe Reflexion und die Bereitschaft, grundlegende Annahmen oder tra- ditionelle Geschäftsmodelle, gewohnte Prozesse oder Denkweisen zu hinterfragen, öffnen neue Türen und setzen Kräfte frei. Das gilt für das Zwitterwesen IHK genauso wie für Unternehmen oder Verwaltungen. Beratung für Unternehmen jeder Größe IT-Service & Support für Unternehmen und Mitarbeiter IT-Infrastruktur, unabhängig ob cloud- oder inhouse basiert Microsoft 365 Lösungen E-Mail-Sicherheit und Spamschutz Linux und Open-Source basierte Lösungen Wir sind nicht nur im Notfall für Sie da! AZ IT-Systems & Consulting GmbH 63179 Obertshausen | 0 6104 9848-0 | www.az-it.systems Autor Marcus Lippold Telefon 069 8207-140 lippold@offenbach.ihk.de Wer Innovationen will, darf keine Scheu vor Ungewissheit haben TITELTHEMA Risiken und Kosten gut abwägen Sorgfaltspflichten beim Digitalisieren von Prozessen Dank Digitalisierung können Geschäfts- und Unterstützungsprozesse effizienter umgesetzt und neue Geschäfts modelle an den Markt gebracht werden. Bei allen Vorteilen darf man nicht übersehen, dass damit neue Abhängig- keiten von Technik, Services und Dienstleistern entstehen, die man beobachten und bewusst steuern muss. Wie uns die letzten Jahre gezeigt haben, ist es nicht selbstverständlich, dass „die Cloud“ jederzeit erreichbar ist. Software-Anbieter ändern ihre Strategie und die Anwendung, die man seit Ewigkeiten genutzt hat, steht nicht mehr oder nur mit großen Änderungen zur Verfügung. Und bei der Übernahme eines Dienstleisters durch einen Konkurrenten kann es auch schnell für den ausreichenden Schutz von Geschäfts- geheimnissen Handlungsbedarf geben. Technik ist nicht alles Zu jedem Digitalisierungsprojekt sollten daher auch die folgenden nicht technischen Fragen beantwortet werden: ❙ Wie kritisch ist der digitalisierte Prozess? Wie lange kann das Unternehmen auf den ganzen Prozess oder Teilaspekte davon verzichten? ❙ Wie vertraulich sind die Informationen, die im Prozess verarbeitet werden? Was würde passieren, wenn ein Unberechtigter (zum Beispiel ein Konkurrent) die Daten sehen würde? ❙ Wie störungsanfällig sind die verarbeiteten Daten, fallen verfälschte Daten beispielsweise schnell auf? ❙ Habe ich gesetzliche, regulatorische oder vertragliche Anforderun- gen zu erfüllen (zum Beispiel Aufbewahrungsfristen, Kundenanfor- derungen)? Die Einschätzung, wie wichtig der Prozess für das Unternehmen ist, bestimmt neben den fachlichen Anforderungen weitere Soll-Anfor- derungen für das Digitalisierungsprojekt. Die angestrebte Lösung muss immer wieder hinsichtlich dieser Anforderungen geprüft werden. Reicht die Umsetzung nicht aus, bedeutet dies automatisch ein Geschäftsrisiko. Das kann entweder getragen werden oder es sind weitere Maßnahmen zur Absicherung erforderlich. Zur Bewertung einer konkreten Lösung empfiehlt es sich, die durch die Digitalisierung entstehenden Abhängigkeiten zu betrachten: Von welchen IT-Systemen, Anwendungen oder Dienstleistern besteht eine Abhängigkeit und wie ist diese gestaltet? Oder kann ich schnell und einfach durch eine andere Lösung unabhängig werden? In der Praxis Bei der Digitalisierung geht es nicht nur um technische Fragen. Risiken, Abhängigkeiten und nicht zuletzt Kosten müssen genau unter die Lupe genommen werden. Fo to : S to ck A do be / L us tr e 26 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 TITELTHEMA bedeutet dies etwa: Ein Gerät, das eine Webanwendung bedient, aber leicht gegen ein anderes Gerät oder sogar ein Smartphone ausge- tauscht werden kann, ist eine schwache Abhängigkeit. Ein Dienstleis- ter, der die Cloud-Telefonanlage betreibt, ist eine starke Abhängigkeit. Denn bei ihm liegen wichtige Daten und Konfigurationen, die nicht ohne Migrationsaufwand und neue Verträge sofort ersetzt werden können. Gleiches gilt in der Regel für die Warenwirtschaft – egal ob in der Cloud oder nicht, da sich die Datenbestände selten ohne Migra- tionsprojekt von einem in ein anderes System übertragen lassen. Was bringt das Vertragsende? Während Systeme, die ein Unternehmen selbst betreibt, im Notfall meist auch über das Supportende hinaus genutzt werden können (dies ist im Rahmen der Nutzungslizenz aber zu prüfen), kommt bei Cloud-Anwendungen das Nutzungsende immer mit Einstellung des Dienstes oder des Nutzungsvertrags. Deshalb am besten schon bei Einführung der Software ein Exit-Konzept erstellen, damit klar ist, was dafür vorzubereiten ist, und dies gegebenenfalls auch vertraglich zu regeln. Gleichzeitig ist für Systeme, deren Verfügbarkeit kritisch ist, ein Notfallkonzept mit Handlungsanweisungen und Vorlagen wichtig, die bei Ausfall angewendet werden können. Vergleichbare Überlegungen sind ebenso für den Schutz von Vertrau- lichkeit und Korrektheit der Anwendung und der Daten anzustellen. Können Probleme auftreten, wenn der Anbieter durch ein neues Release die Verarbeitung ändert und daraus abgeleitete Teilprozesse nicht mehr funktionieren? Was ist dann zu tun? Auch solche Aspekte sind schon bei der Digitalisierung neben den üblichen technischen und organisatorischen Maßnahmen zu bedenken. Um zwischen den Optionen „Risiko tragen“ und teuren Maßnahmen, mit denen sich einige Anbieter Aufwände abseits des (häufig nicht ausreichenden) Standards vergüten lassen, das richtige Maß zu finden, ist ein Erfahrungsaustausch wichtig. Was geht mit herstellereigenen Mitteln? Welche zusätzlichen Hilfsmittel und Vorlagen gibt es, die man verwenden kann? – Um Antworten auf solche Fragen und Experten zu finden, ist das regionale Netzwerk IT-for-Work e. V. ideal. www.it-for-work.de Autorin Marion Steiner Telefon 06103 3741600 marion.steiner@isw-online.de www.isw-online.de Von Security, Cloud, Infrastruktur und Datenmanagement bis zu Private 5G & IoT www.logicalis.de 06102 / 7786 - 0 info@logicalis.de Wir gestalten den digitalen Wandel TITELTHEMA Wirtschaftsjunior mit Erfahrungsschatz Besser heute als morgen mit der Digitalisierung beginnen Der Offenbacher Wirtschaftsjunior Thomas Krüdewagen ist überzeugt: Digitalisierung ist ein zentraler Schlüssel für Unternehmenserfolg. Er hat sich 2021 als Berater selbstständig gemacht, entwickelt und unterstützt Transformationsprojekte und ist mit anderen Digitalisierungsprofis vernetzt. Welche Expertise bringst du mit und wie unterstützt du Unternehmen? Vor ungefähr anderthalb Jahren habe ich mich selbstständig gemacht. So kann ich mein Wissen aus 20 Jahren Handel und Digitalisierung zielgerichtet weitergeben: Du bekommst von mir digitale Beratungen und Dienstleistungen für den Handel, aber auch für Industrie und Handwerk. Das reicht von der Erstellung einer Website über die Erarbei- tung und Umsetzung von Social-Media-Stra- tegien bis hin zu Beratung und Aufbau eines Onlineshops oder eines Newsletter-Systems. Siehst du Risiken im Zusammenhang mit der Digitalisierung, und wo sind für dich die größten Chancen, die sie eröffnet? Das größte Risiko ist, dass man sich als Unter- nehmen nicht mit diesem Thema beschäftigt! Denn sei dir sicher: Dein Wettbewerb schläft nicht! Digitalisierung ist mehr, als nur eine E-Mail zu versenden oder Briefe als PDF einzuscannen. Hier kommen wir zu den Chancen: Jedes Unternehmen ist in der Kombination der (Infra-)Struktur, Kultur, Mitarbeiterquali- tät und im Wettbewerb einzigartig. Daher Thomas Krüdewagen ist vor über fünf Jahren nach Offenbach gezogen, kannte niemanden, war beruflich kaum vor Ort und dann kam die Pandemie. Zu Beginn seiner Selbstständigkeit suchte er Gleich- gesinnte in Offenbach und Umgebung, um sich zu vernetzen. Er fand sie bei den Wirtschaftsjunioren Offenbach und sagt: „Sie haben mich super aufgenommen und ich war positiv überrascht, wie groß und effektiv dieses weltweite Netzwerk ist.“ www.wj-offenbach.de Fo to : K rü de w ag en 28 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 shop.apo-zum-loewen.de Frankfurter Str. 35 069 / 81 36 85 63065 Offenbach apo-zum-loewen.de Ihre Medikamente: – direkt abholen oder – bequem online bestellen Gern lösen wir auch Ihr E-Rezept ein! Lieferservice per E-Auto und Fahrrad Lokal und digital! braucht es auch einzigartige Lösungen. Mit ihnen stellst du dein Unternehmen zukunftsfähig auf, setzt dich vom Wettbewerb ab und kannst deine Produktivität und deinen Ertrag steigern. Wie sind deine Kunden aufgestellt und wie berätst du sie? Man muss unterscheiden: Es gibt Unternehmen, die quasi bei null beginnen, und andere, die bereits einige digitale Projekte selbst umgesetzt haben. Als Erstes wird eine Bestandsaufnahme gemacht. Dazu kommen die Wünsche und Anforderungen des Kunden. Im Dialog erarbeiten wir, welche weiteren Möglichkeiten bestehen, welche sinn- voll sind und welche vielleicht auch nicht. Daraus ergibt sich eine (Wunsch-)Liste. Die einzelnen Themen werden dann priorisiert. Meine Erfahrung zeigt, dass viele Unternehmen im Bereich Digitalisierung jahrelang untätig waren und nun überrascht sind, welche Kosten für die Umsetzung anfallen. Daher ist es wichtig, gemeinsame Prioritäten zu setzen. Nur so können wir dein Budget bestmöglich einsetzen. Kennt das Thema Digitalisierung bestimmte Schlüssel? Um die Projekte erfolgreich umzusetzen, muss die Motivation aus den jeweiligen Unternehmen kommen. Digitalisierung ist eher eine Frage der Transformation als eine Frage der Technik! Eine weitere Herausforderung ist, dass die Erwartungen zum Budget passen müssen: Wenn du von A nach B kommen möchtest, dann reicht zu Beginn ein Kleinwagen. Er wird sich unterwegs aber nicht in einen Rennwagen verwandeln. Den kannst du aber später immer noch anschaffen. Digitalisierung ist kein Einmalprojekt. Du musst kontinuierlich daran arbeiten, dann entwickelt es sich dynamisch. Wer sind deine Kunden und welche Projekte bevorzugst du? Gerade die Unternehmen, die klein starten, sehen schnell die ersten Erfolge. Simples Bei- spiel: Wenn nach dem Start einer Social-Media- Kampagne neue Kundenanfragen kommen, dann macht es meine Kunden und mich happy. Gleichzeitig liebe ich auch die Herausforderun- gen bei größeren Projekten: Hier aktiviere ich mein Partner-Netzwerk, denn die digitalen Mög- lichkeiten sind so dynamisch, dass es Experten in jedem Teilbereich braucht. Was empfiehlst du Unternehmen, die all diese Schritte noch vor sich haben? Beginne besser heute als morgen, dich mit deinem Potenzial der Digitalisierung zu beschäf- tigen. Warte nicht auf den vermeintlich richtigen Zeitpunkt! Und hole dir Expertise an Bord! Worauf wartest du? Die Fragen stellte Birgit Arens, IHK Offenbach am Main Kontakt Thomas Krüdewagen Telefon 0171 1793996 info@kruedewagen-consulting.com www.kruedewagen-consulting.com 29Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 TITELTHEMA Wie hessische KMU mit Landeshilfe ihre Prozesse optimieren Die vielen Vorteile der Automatisierung Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), von denen wir in Hessen viele haben, halten oft an eingeübten Arbeitsweisen fest und verzögern ihre Digitalisierung. Sie sollten die Chance nutzen, sowohl Routineaufgaben als auch neue Herausforderungen mithilfe digitaler Werkzeuge zu automatisieren. Das gilt zum Beispiel für die Buchhaltung: „Mit einem Tool wie Fastbill können Rechnungen und Angebote erstellt und verwaltet werden. Das geht nicht nur schnell, sondern minimiert auch die Fehlerquote“, weiß Manfred Dom- nowski, Geschäftsführer der webFLEX.digital GmbH & Co. KG in Dreieich, und zählt weitere Anwendungsmöglichkeiten auf: „E-Mail- Marketing-Tools wie Mailchimp oder Active Campaign helfen, Newsletter-Kampagnen zu automatisieren und zu personalisieren. Sie erleichtern es Unternehmen, Kundenbindun- gen zu stärken und den Umsatz zu steigern.“ Mit seinem Team begleitet er Digitalisierungs- prozesse und unterstützt seine Kundinnen und Kunden, online besser sichtbar zu werden. Um Posts auf verschiedenen Social-Media- Kanälen zu planen und zu verwalten, empfiehlt er zum Beispiel Hootsuite. „Damit kann man Zeit sparen und mehr Zielgruppen erreichen“, erklärt er. Auch eine automati- sierte Zeitplanung ist für den Experten ent- scheidend. Tools wie Google-Kalender oder Trello seien ideal, um Termine und Aufgaben einfach zu organisieren und zu koordinieren, so dass Unternehmensteams den Überblick behalten und effektiver arbeiten können. „Automatisierte Prozesse sind kostengünstig, flexibel und individuell“, sagt Domnowski. „Sie helfen, Ressourcen zu schonen und effek- tiver zu nutzen. Das gibt Unternehmen die Möglichkeit, ihren Fokus stärker auf kreative und strategische Projekte auszurichten und sich zukunftssicher aufzustellen.“ Hessen hilft KMU Die webFLEX.digital GmbH & Co. KG ist ein autorisiertes Beratungsunternehmen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klima- schutz, des RKW Hessen und BVMW-zertifizier- ter Berater für mittelständische Unternehmen. Das ist eine wichtige Voraussetzung, damit Domnowskis Auftraggeber die Kosten für seine Dienstleistungen fördern lassen können. Bis zu 50 Prozent des Investments kann der Zuschuss vom Land Hessen betragen. (Siehe auch Beitrag „Digitalisierung mit Zuschuss“ auf Seite 22). www.webflex.digital www.digitalisierungs-hessen.de Fo to : A do be S to ck / H an s K w as pe n Autor Manfred Domnowski Telefon 069 58607571 manfred.domnowski@webflex.digital Jetzt aber schnell die Prozesse automatisieren! 30 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 TITELTHEMA Kein Zugang zum Firmen-Netzwerk Folgen und Lösungswege bei Ausschluss aus der IT-Infrastruktur Fast jeder hat es schon einmal erlebt: In Eile und unter Druck verlässt man das Haus und merkt zu spät, dass man den Schlüssel vergessen hat. Alle Fenster und Zugänge sind verschlossen. Guter Rat und der Schlüsseldienst werden jetzt viel Zeit und Geld kosten. So kann es auch einem IT-Netzwerkadministrator im alltäglichen Arbeitstrubel ergehen. Man kann sich den Stress vorstellen, der entsteht, wenn der Adminis- trator plötzlich feststellt: Ich bin raus aus dem gesamten Netzwerk, habe keinerlei Zugang und keine Steuerungsmöglichkeiten mehr. Niemand darf sich mehr anmelden, weder als normaler Benutzer noch als Administrator – und das muss er jetzt dem Chef erklären. Der wird sich ausgerechnet jetzt nicht daran erinnern, dass er die Ratschläge des externen IT-Dienstleisters zu Präventionsmaßnahmen aus Kosten- gründen seinerzeit nicht befolgt hat. Vielmehr wird er von der IT eine sofortige Lösung des Problems verlangen. Ein Anruf beim externen IT-Partner bringt zunächst keine Erleichte- rung, denn dieser muss sich erst mal einen Überblick verschaffen und nachvollziehen, was passiert ist. Besonders kompliziert ist die Situation dadurch, dass der Systemadministrator nicht genau weiß und sagen kann, welcher Schritt innerhalb seiner letzten Tätigkeit letztlich zu seiner Aussperrung aus dem Netzwerk geführt hat. So kann diese Situation schnell immensen Schaden verursachen. Sicher in die Zukunft Innerhalb der nächsten 18 Stunden gelingt es dem externen IT-Partner einen Weg zu finden, die Anmeldung am Netzwerk wieder zu ermög- lichen. Anschließend erteilt der nun unsanft für das Thema sensibili- sierte Unternehmer ihm den Auftrag, durch folgende Präventionsmaß- nahmen einen Wiederholungsfall auszuschließen: Schritt 1: Zunächst wird parallel zum Livesystem ein Testsystem gebaut, in welchem zukünftig alle systemkritischen Prozesse testweise durchgearbeitet werden. Erst wenn dort alles sicher und reibungslos funktioniert, werden die Schritte im Livesystem vollzogen. Schritt 2: Nun werden für das Livesystem Administrator-Berechtigun- gen nach dem sogenannten TIER – einem mehrstufigen Berechtigungs- system – vergeben. Auf diesem Weg werden die Berechtigungen für den Systemadministrator in einzelne Berechtigungsebenen unterteilt. Schritt 3: Die Kommunikation zwischen der internen IT und dem IT-Dienstleister wird verbessert und Vorgehensweisen werden vorab besprochen und in regelmäßig stattfindenden Jour-fixe-Terminen gemeinsam geplant. Schritt 4: Als weitere Maßnahme werden der Systemadministrator und die User zukünftig regelmäßig geschult und für den sorgfältigeren Umgang mit dem Livesystem sensibilisiert. www.az-it.systems Den Schlüssel zu verlieren oder zu vergessen, ist fatal. Das gilt auch für den Zugangsschlüssel zu IT-Systemen. Fo to : A do be S to ck / R ai ne r F uh rm an n Autor Chris André Zellmann Telefon 06104 9848-0 info@az-it.systems 31Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 TITELTHEMA Wie die Kommunikation zukunftsfähig wird Nachhaltig kommunizieren – dank KI Wie passen KI und Kommunikation zusammen? Ziemlich gut, erklärt Autorin Gabriele Horcher. Nachhaltig zu kommunizieren, bedeutet, mit gleichen oder sogar weniger Ressourcen in der Kommunikation mehr zu erreichen. Es bedeutet, die Botschaft so zu verfassen, dass sie für die Zielgruppe relevant wird. Nachhaltig kommunizieren bedeutet, unserer Zielperson die Botschaft in individueller Form und in den bevorzugten Formaten so häufig auszuliefern, dass sie tatsächlich wahrgenom- men wird. Nachhaltigkeit in der Kommunika- tion hat viel mit einer konsequenten Nutzung von KI zu tun. Fachkräftemangel ausgleichen Der Fachkräftemangel in der Kommunikation ist nicht wegzudiskutieren. Die Situation verschärft sich auch dadurch, dass sich die Möglichkeiten, mit Kunden, Mitarbeitern und Partnern zu kommunizieren, sogar durch neue Kommunikationskanäle (zum Beispiel das Metaverse) und neue Kommunikations- disziplinen (zum Beispiel die signal- und ereignisbezogene Kommunikation) noch ver- vielfältigen. Diesem Fachkräftemangel kann man – zumindest zum Teil – mit dem Einsatz von spezifischen Tools begegnen. Touchpoints vervielfältigen Prinzipiell sind mehr Kommunikationskanäle ein Vorteil. Studien gehen heute davon aus, dass sechs Kontaktpunkte erforderlich sind, bevor wir ein Thema überhaupt richtig ernst nehmen. Und es benötigt sogar durchschnitt- lich elf dieser Kontakte, bevor eine Aktion erfolgt. Zielpersonen reagieren besser darauf, wenn individuelle Informationen sie mehr- mals, über unterschiedliche Touchpoints und in verschiedenen Formaten, erreichen. Das macht Kommunikation besser, aber auch sehr viel aufwendiger und komplexer. Generative KI einsetzen Die Nutzung von generativer KI wird deshalb in der nachhaltigen Kommunikation eine sehr große Rolle spielen. Zur Kategorie der generativen KI zählen Systeme, die mithilfe von KI automatisiert Content erstellen. Diese Inhalte können zum Beispiel Texte, Bilder, Audio und Video sein. Das, was Systeme wie ChatGPT, YouChat, OpenAssistent oder Google Bard zurzeit einzigartig macht, ist die Kombination von zwei KI-Lösungen. Zum einen ist da die generative KI, die Contents erstellen kann. Und zum anderen – dies ist entscheidend – können Nutzer über diese Systeme mit normaler Sprache interagieren. Content individualisieren Anbieter von Psychological AI können beispielsweise personalisierte Nachrichten fünfmal schneller erstellen als geübte Experten. Dazu analysiert das Tool die Persön- lichkeit des Empfängers (meist potenzielle Kunden) oder des Senders (häufig genutzt im Personalbereich), clustert Handlungsmotive (im Einsatz für Bestandskunden) und stimmt Diese Illustration hat das KI-Tool Midjourney erstellt. Fo to s: G ab rie le H or ch er 32 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 TITELTHEMA die Inhalte, die Wortwahl und die Tonalität darauf ab. Anschließend hilft ein KI-unter- stützter Schreibassistent dabei, schnell einen passgenauen Text zu formulieren. Individualisierung besteht aber auch darin, die Inhalte in der Sprache anzubieten, die die Person bevorzugt. Texte automatisiert zu übersetzen, gehört bereits zum Standard. Und die Übersetzung von Dialogen wird auch im privaten Bereich schon angewandt. Darüber hinaus lassen sich Audio- und Videodateien mit zusätzlichen Tonspuren versehen. Dazu erstellt ein Sprache-zu-Text-Tool ein Transkript der Datei. Das Transkript wird in die gewünschte Sprache übersetzt und dann über ein Text-zu-Sprache-Tool in gesprochene Sprache verwandelt. Die so entstandenen zusätzlichen Tonspuren werden der Datei als auswählbare Optionen hinzugefügt. Mithilfe eines KI-Video-Generators lässt sich zum Beispiel aus Text innerhalb von Minuten ein komplettes Video erstellen, in über 120 Sprachen und Akzenten. Schauspieler, die als sogenannte Avatare fungieren, wurden dafür vorab vor einer 4K-Kamera gefilmt. Dank der so erfassten Videodaten kann der Avatar beliebige Texte sprechen – was auch immer der Anwender braucht und vorgibt. Fazit Die Kommunikation von Unternehmen muss heute effizient, effektiv und möglichst individualisierbar sein. In Verbindung mit dem richtigen Kommunikations-Know-how werden moderne KI-Tools entscheidend dazu beitragen, nachhaltig zu kommunizieren. Autorin Gabriele Horcher Telefon 0172 9632896 gabriele@gabriele-horcher.de www.gabriele-horcher.de Gabriele Horcher versteht sich als Botschafterin für die Zukunft der Kommunikation. Sie ist Expertin für Kommunikationsstrategie, Keynote Speaker, Buchautorin und Sparringspartnerin für die Transformation von Kommunikation. vectorsoft beim IT-Unternehmertag vectorsoft präsentiert seine Low-Code-Plattform „yeet" 16. + 17. Oktober 2023 Meliá Hotel, Frankfurt www.vectorsoft.de tillmann-verpackungen.de Kathrin Hildebrand Geschäftsführerin 0800-TILLMANN MIT SICHERHEIT GUT VERPACKT – DANK ÜBER 70 JAHREN ERFAHRUNG. 33Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 TITELTHEMA „Als das Internet und die Onlineshops kamen, war das nicht, was ich mir vorge- stellt hatte. Schon Ende der 1990er-Jahre hatte ich die Idee für eine andere Art von virtuellem Shopping, bei dem man nicht nur schauen, sondern interaktiv agieren kann“, erklärt Andreas Wunderlich. Er ver- treibt seit 20 Jahren online und stationär US-amerikanische Produkte, vor allem Nahrungs- und Genussmittel. Mit Maagh hat er einen Partner gefunden, der 3-D-Lösungen für erweiterte und virtuelle Realität (Augmented und Virtual Reality) entwickelt. Mehr Spaß, mehr Ware Das Shopsystem, das sie nun vorstellen, führt in dreidimensionale Einkaufswel- ten. Es ist komplett browserbasiert, denn eine App erwies sich als zu umständlich, da separate Fassungen für Smartphones mit verschiedenen Betriebssystemen, VR-Brillen und Desktop-PC erforderlich waren. So gehen Kundinnen und Kunden jetzt unkompliziert auf immersive Shop- ping-Tour – will sagen, sie tauchen in den Onlineshop ein. Das funktioniert nicht nur mit VR-Brille und Controller, sondern inzwischen auch mit Computer und Maus oder per Smartphone. Im virtuellen Laden sehen sie Produkte im Regal stehen, können sie greifen, vergrößern, drehen und zum Beispiel die Produktbeschreibung auf der Rückseite der Verpackung lesen. Wenn sie möch- ten, legen sie einen Artikel vor sich in den Warenkorb. „Gegenüber einem normalen Onlineshop macht das Einkaufen im 3-D-Shop einfach mehr Spaß. Im Ver- gleich zum stationären Geschäft können Artikel ganz anders in Szene gesetzt und präsentiert werden“, macht Wunderlich die Vorteile gegenüber anderen Handels- wegen deutlich. Das Plus für den bestehenden Shop Shop-Betreiber profitieren davon, dass das System als Erweiterung (Add-on) im Backend vorhandener Onlineshops eingesetzt wird. Sie müssen sich nicht in ein neues Content-Management-System einarbeiten und kein neues Know-how erwerben. Was angeboten werden soll, wird mit einem 3-D-Scanner erfasst. „Der- zeit setzen wir dazu noch Spezialscanner ein“, erklärt Maagh. In ein paar Jahren genüge wahrscheinlich ein iPad. Das Sortiment lässt sich mit dem Warenwirt- schaftssystem koppeln. Zum Checkout oder Bezahlvorgang geht es zurück in den ursprünglichen Onlineshop. Wie das Ladengeschäft aussieht und eingerichtet ist, bestimmen der Betreiber oder die Betreiberin. Markenlogos oder Corporate Designs lassen sich einbauen, aber auch Pflanzen und Dekorations- gegenstände. Informationen, Türen und Räume – alles, was den Aufenthalt im Shop interessanter macht, kann hinzugefügt werden. Optional kann eine Audiofunktion genutzt werden. Auch Videos lassen sich einspielen. Wie vorteilhaft es ist, einzelne Produkte in 3 D im Shop darzustellen, zeigt Maagh anhand eines Sportschuhherstellers. Birgit Arens hat in den Webshop der Zukunft reingeschaut 34 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 TITELTHEMA Andreas Wunderlich (l.) und Frank Maagh schaffen neue virtuelle Einkaufswelten. Fo to : A re ns / I H K Dessen Ware wird dank 360°-Ansicht sehr plastisch präsentiert. Interessenten können die Modelle von allen Seiten betrachten, einen Blick ins Innere werfen oder die Sohle begutachten. Das kann das Risiko für Fehlkäufe und die Häufigkeit von Retouren deutlich vermindern. Ein Produzent von Spezial-Laptops nutze diese Möglichkeit im Vertrieb. Anhand von digitalen 3-D-Vorführ- geräten lassen sich die Eigenschaften und Funktionen der Computer besonders genau vermitteln. Die virtuelle Mall Die Geschäftspartner haben noch viele Ideen. Sie experimentieren unter anderem mit dem Einsatz von KI, etwa zur Bildgenerierung, und arbeiten an anderen Einsatzmöglichkeiten wie Mitarbeiterschulungen. Aktuell seien erst die Grundfunktionen im System angelegt. In Zukunft könnten Kunden als Avatare im Onlineshop bummeln und sich miteinander zu Produkten austauschen. „In den Shops könnten zum Beispiel Gutscheine versteckt werden. Es geht darum, die Leute zu halten, zu fesseln, zu unterhalten und zum Wieder- kommen zu bewegen. Ein solcher Laden kann eine unendliche Welt sein, in der sich die Kundinnen und Kunden gerne über- raschen lassen. Überhaupt ist ein Shop nicht die Lösung. Mit ganzen VR-Einkaufszentren könnten wir unlimitierte Einkaufserlebnisse schaffen“, schwärmt Wunderlich. www.primefoodclub.de Einkaufen im Internet sollte spannend sein wie ein Computerspiel, findet Andreas Wunderlich, Geschäftsführer von Qualitrade in Heusen- stamm. Mit Frank Maagh, Geschäftsführer des Mainzer Unternehmens Exreal, verwirklicht er die „Gamification“ des Onlineshoppings. 35Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 TITELTHEMA Erfolgreich im wichtigen Business-Netzwerk Vier Tipps für bessere Effekte auf Linkedin Linkedin eignet sich sehr gut, um Unternehmen bekannter zu machen, Marken zu stärken und neue Mitglieder fürs Team zu gewinnen. Hier kommen vier wichtige Tipps, damit es funktioniert. 1. Mit Mitarbeiter-Profilen punkten! Setzen Sie nicht nur auf den Linkedin-Unter- nehmensaccount. Er eröffnet zwar viele wichtige Möglichkeiten, von Branding bis Net- working. Aber auf diesem Weg erreichen sie nur eine verhältnismäßig kleine Gruppe von Followern. Aktive Profile von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind ein Schlüssel zum Erfolg. Machen Sie Ihre Teammitglieder zu Corporate Influencern, die mehr Reichweite erzeugen und wertvolle Geschäftskontakte fürs Unternehmen knüpfen. Informieren Sie Ihr Team am besten alle 24 Stunden über neue Beiträge auf dem Unternehmens- account und motivieren Sie es, diese zu kommentieren! 2. Authentisch sein! Ihre Corporate Influencer sollten nachhaltig sein und nicht der verlängerte Arm der PR-Abteilung. Wenn Mitarbeiterinnen und Mit- arbeiter Themen eigeninitiativ aufgreifen und authentisch darüber berichten, werden sie als Experten für Ihr Unternehmen betrachtet und stärken dessen Glaubwürdigkeit. 3. Neue Fachkräfte überzeugen! Ihr Unternehmensaccount ist die ideale Anlaufstelle für Stakeholder und gerade auch für Fachkräfte, die ins Team passen könnten. Die Personalabteilung ist besonders gefor- dert, die Seite mit geeigneten Inhalten zu „füttern“. Zeigen Sie Ihre Unternehmenskultur, listen Sie offene Stellen auf – hinterlassen Sie einfach einen guten Eindruck! 4. Haltung zeigen! Beiträge zu gesellschaftlichen oder politi- schen Themen können starke Reaktionen erzeugen und die Sichtbarkeit Ihrer Marke erhöhen. Mehr Infos gibt’s beim BIEG Linkedin bietet großartige Möglich- keiten. Aber um das Potenzial der Plattform voll auszuschöpfen, ist eine strategische Herangehensweise wichtig. Wer mit Linkedin oder anderen Social Media durchstarten will, ist beim BIEG Hessen, dem Onlinemarketing-Bera- tungszentrum der IHKs Offenbach am Main, Frankfurt und Hanau-Gelnhausen- Schlüchtern, an der richtigen Adresse. Kostenlose Beratungen vereinbaren Mitglieder der IHK Offenbach am Main unter: www.bieg-hessen.de/beratung Mitarbeiter können wunderbare Multiplika toren und sogar Corporate Influencer sein. Fo to : A do be S to ck / S tn az ku l Autor René Wörfel Telefon 069 8207-151 woerfel@offenbach.ihk.de 36 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 TITELTHEMA Sicherheitstrainings gegen E-Mail-Phishing Du bist die Firewall! Mit der voranschreitenden Digitalisierung wird IT-Sicherheit zur wachsenden Herausforderung. Je mehr Endgeräte und Programme genutzt werden, desto mehr Möglichkeiten haben Cyberkriminelle, in unternehmenskritische Systeme einzudringen und Schaden anzurichten. Jedes einzelne Teammitglied muss dazu beitragen, dies zu verhindern. Ein großer Fehler ist es, das Thema IT-Sicher- heit einzig auf die Kolleginnen und Kollegen im IT-Bereich zu schieben. Das Sprichwort „Als Team ist man nur so stark wie das schwächste Glied“ bringt es auf den Punkt: Der Faktor Mensch kann eine empfindliche Schwachstelle sein. Das wissen die Angreifer und setzen Phishingmails ein. Beim Phishing werden als Original-Unternehmenskorrespon- denz getarnte E-Mails verschickt, die gefähr- liche Links oder Anhänge enthalten. Ein Klick durch den Empfänger öffnet den kriminellen Absendern die Tür ins Unternehmens- system. Wer meint, solche Mails seien leicht zu erkennen, sollte einen Blick auf die links abgebildete E-Mail werfen. Das bekannte Corporate Design von Amazon wurde kopiert. Das schafft Seriosität. Mit psy- chologischen Tricks werden Opfer unter Druck gesetzt, den Anweisungen in der Mail zu folgen. Je nach Tagesform, bei Stress oder Müdigkeit, ist der unbedachte Klick schneller geschehen, als man denkt. Schäden in Millionenhöhe drohen, und das gesamte Unternehmen kann in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt werden. Phishingfallen zum Üben Um dieses Risiko zu minimieren, bieten Unter- nehmen wie Hornet Security oder awaretrain sogenannte Security-Awareness-Trainings an. Dabei werden die Mitarbeiterinnen und Mit- arbeiter anhand von Phishingmails getestet, die von den Anbietern erstellt wurden. Wer auf eine solche E-Mail „hereinfällt“, nimmt anschließend an einer kurzen Schulung teil. Mit modernen Lehrmethoden und praxis- nahen Beispielen wird IT-Sicherheit – ein Thema, das bis dato eher als trocken und langweilig galt – spielerisch vermittelt. Die einzelnen Lerneinheiten dauern nur drei bis fünf Minuten, so dass sie gut in den Betriebs- ablauf integriert werden können. Da die Trainings voll automatisiert sind, verursachen sie kaum zusätzlichen Aufwand. Awareness-Trainings halten Teams zu aktuel- len Cyberbedrohungen auf dem Laufenden und sensibilisieren sie für Angriffe. So wird der Mensch vom Risikofaktor zur Firewall. Fo to : I H K Autor Minh Anh Le Quoc Telefon 069 8207-107 lequoc@offenbach.ihk.de A+ GmbH │ 63811 Stockstadt │ E-Mail: info@aplus.it │ www.aplus.it Ihr Vorteil: Alles aus einer Hand Rufen Sie uns gleich an (06027) 40 39 50 Wir kümmern uns um Ihre IT! www.aplus.it/ ueber-uns SCHAFFEN SIE AUS ALTEN WERTEN NEUE MÖGLICHKEITEN Ankauf von: Schmuck I Gold I Silber Uhren I Münzen I Barren I Bestecke I Zinn Porzellan I Figuren I Antiquitäten Seit 20 Jahren ihr Experte vor Ort! Holger Honig I Heusenstammer Straße 3 I 63179 Obertshausen Mo-Fr: 10.00 - 13.00 Uhr I 15.00 - 18.00 Uhr oder nach Vereinbarung Tel. 0 6104 9 531315 I www.goldhaus-obertshausen.de Anz. Goldhaus IHK 90x57mm 10.2022.indd 1Anz. Goldhaus IHK 90x57mm 10.2022.indd 1 20.10.22 10:2420.10.22 10:24 37Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 TITELTHEMA Preise und Prämien für die besten Websites Der Hessische Website Award prämiert besonders gelungene Internetauftritte von kleinen und mittleren hessischen Unternehmen. Er erkennt an, dass sie sich trotz begrenzter Ressourcen im Onlinewettbewerb behaupten. Alle Aspekte der Internetauftritte zählen: von Webdesign, Inhalt und Nutzerfreund- lichkeit bis zu Suchmaschinenoptimierung, geschickter Social-Media-Einbindung und Rechtskonformität. Die Sieger und ihre Websites werden bei der Preisverlei- hung am 30. November 2023 als Best-Practice-Beispiele präsentiert und dürfen mit einem Siegerlogo werben. Alle, die es in die letzte Runde schaffen, können ein Finalistenlogo verwenden. Für den ersten Platz sind 6.000 Euro Preisgeld und ein Pokal ausgeschrieben, für den zweiten Platz locken 3.000 Euro und 1.000 Euro für den dritten Platz. Teilnahmeberechtigt sind eigenständige Unterneh- men aller Branchen mit bis zu 250 Mitarbeitern oder einem Jahresum- satz von höchstens 50 Millionen Euro mit Sitz in Hessen. Sie dürfen nicht zu 25 Prozent oder mehr des Kapitals oder der Stammanteile im Besitz eines oder mehrerer Unternehmen gemeinsam stehen, die die oben genannte Definition nicht erfüllen. Jurymitglieder und Internetagenturen sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Agenturen können aber Projekte von Kunden einreichen, sofern diese damit einverstanden sind. Die Anmeldefrist für den Hessischen Website Award 2023 endet am 31. Oktober 2023. Die Teilnahme ist kostenlos. www.website-award-hessen.de Zu gewinnen: Platz 1: 6.000 Euro Platz 2: 3.000 Euro Platz 3: 1.000 Euro 38 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 TITELTHEMA Impressum: Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, Sontraer Straße 6, 60386 Frankfurt am Main, Telefon 0 69/42 09 03-75 Die Textbeiträge in diesem Verlagsthema wurden von den werbenden Unternehmen verfasst.www.zarbock.de Impressum: Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, Sontraer Straße 6, 60386 Frankfurt am Main, Telefon 0 69/42 09 03-75 Die Textbeiträge in diesem Verlagsspecial wurden von den werbenden Unternehmen verfasst.www.zarbock.de Foto: Freepik 9/10 2023 Veranstaltungen und Messen 2 Veranstaltungen und MessenVerlagsSpecial | Von 100 – 1.000 Personen bietet Ihnen die Messe Offenbach viel Raum und Freiheiten für individuelle Gestaltungswünsche. www.messe-offenbach.de Kein Platz zum Feiern? Wir schon. 6 Tipps: So organisieren Sie Ihre Veranstaltung nachhaltig Damit kleine oder größere Veranstaltungen auch in punk- to Nachhaltigkeit ein Erfolg werden, können Organisatoren einiges tun. Hier 6 Tipps, wie Ihr Event klimafreundlich und ökologisch sinnvoll über die Bühne geht. Tipp 1: Virtuelle Alternativen prüfen Nicht jede Veranstaltung muss heute vor Ort durchgeführt werden. Virtuelle oder zumindest hybride Alternativen sind häufig möglich. Da- durch senken Sie die CO2-Belastung, die bei der Anreise zum Veranstaltungsort entsteht. Natürlich muss diese Variante zur Art des Events passen. Bei einer sehr ho- hen Teilnehmerzahl ist eine virtuelle Veranstaltung meist nicht besonders sinnvoll und auch kaum praktikabel. Bei kleineren Meetings, die vornehmlich dem Informationsaustausch dienen, können Sie aber prüfen, ob wirklich alle Teilnehmer vor Ort sein müssen. Tipp 2: Umweltfreundliche Anreise ermöglichen „Die Hauptbelastung der Umwelt wird bei Ver- anstaltungen in der Regel durch die An- und Abreise der Teilnehmenden verursacht. Hinzu kommen Umweltbelastungen durch Fahrten vor Ort“, heißt es in einem Leitfaden des Bundesumweltministeriums. Bei Ver- anstaltungen, die nicht virtuell durchgeführt werden können, lassen sich diese Belastungen reduzieren, indem Sie einen Ver- anstaltungsort mit guter Nahverkehrsanbindung wählen. Dies kann durch einen Shuttle-Service mit E-Fahrzeugen ergänzt werden. Die Bereitstellung von Fahrrädern vor Ort senkt eben- falls CO2-Emmissionen. Tipp 3: Die richtige Location auswählen Bei der Auswahl von Event-Location und Ho- tel bieten Nachhaltigkeitszertifizierungen wie die EMAS-Registrierung der Industrie- und Handelskammern oder das Europäische Um- weltzeichen gute Anhaltspunkte. Gastronomische Betriebe und Anbieter von Konferenzgebäuden müssen regelmäßig die Ein- haltung von Umweltkriterien nachweisen, um diese Zertifikate zu erhalten. Tipp 4: Papier und Abfälle Recyclingpapier für Flyer, Plakate, Broschüren oder Veranstaltungsunterlagen schont die Umwelt und kann mittlerweile auch in punkto Qualität überzeugen. Ein klimaneutraler Druck kann heute von vielen Druckdienst- leistern angeboten werden. Hier einfach mal nachfragen und ein entsprechendes Angebot einholen. Am Veranstaltungsort können Sie Möglichkeiten zu Mülltren- nung schaffen und – durch den Gebrauch von Mehrwegverpa- ckungen – dafür sorgen, dass Abfälle gar nicht erst entstehen. Tipp 5: Energieverbrauch möglichst niedrig halten Schon mit einfachen Maßnahmen lässt sich viel Energie einsparen. Das Umweltministeri- um empfiehlt, Räume nicht über 20 Grad zu beheizen oder im Sommer nicht mehr als sechs Grad unter der Außentemperatur zu kühlen. Achten Sie außerdem darauf, dass der Strom am Veranstaltungsort aus erneuerbaren Ener- gien kommt und bei der Beleuchtung LED-Leuchten verwendet werden. Viele Veranstalter und Hotels nutzen diese nachhalti- gen Techniken bereits. Tipp 6: Catering regional und saisonal ausrichten Wer Speisen und Getränke von regionalen An- bietern bezieht und saisonale Produkte aus- wählt, vermeidet lange Lieferwege und schont damit die Umwelt. Mehrwegbesteck und -geschirr hilft, Abfälle zu reduzieren. Darüber hinaus können Sie prüfen, ob Sie lokale Organisation mit eventuell anfallenden Lebensmittelresten für bedürftige Menschen unterstützen können (zum Beispiel die örtliche Tafel). Weitere ausführliche Informationen unter https://www.bmuv. de/publikation/leitfaden-fuer-die-nachhaltige-organisati- on-von-veranstaltungen/. Bi ld er : F re ep ik / k ra ph ix 3 | VerlagsSpecialVeranstaltungen und Messen Attraktiver MESSE CAMPUS MAINHAUSEN Flexibel nutzbare Messehallen bieten Raum für vielseitige Möglichkeiten Mit modular nutzbaren Räumlichkeiten, moderner Technik sowie einer Kapazität von bis zu 2.000 Personen ermöglicht der MESSE CAMPUS MAINHAUSEN verschiedenste Veran- staltungsformate. Sechs Messehallen mit insgesamt 6.000 Quadratmetern bie- ten Raum für kreative Ideen und maßgeschneiderte Konzep- te. Zusätzlich stehen acht Meetingräume sowie ein Bistro zur Verfügung. Der MESSE CAMPUS MAINHAUSEN überzeugt nicht nur mit seinen Räumlichkeiten, sondern auch mit seiner Infrastruktur. Ein weitläufiges, teils überdachtes Außengelände bietet zusätz- liche Möglichkeiten für Veranstaltungen im Freien. Des Weiteren stehen den Besuchern 600 kostenfreie Parkplätze zur Verfü- gung, wodurch eine bequeme Anreise gewährleistet wird. Der barrierefreie Zugang sowie eine E-Ladestation unterstreichen die moderne und nachhaltige Ausrichtung des MESSE CAMPUS MAINHAUSEN. Der MESSE CAMPUS MAINHAUSEN steht Unternehmen und Veranstaltern als professioneller Partner für Messen, Events oder Ausstellungen der unterschiedlichsten Art zur Verfügung. kontakt@campus-mainhausen.de www.campus-mainhausen.de 4 Veranstaltungen und MessenVerlagsSpecial | Warum sind Teamevents sinnvoll? 1. Steigerung der Zufriedenheit und Produktivität: Teamevents för- dern den Zusammenhalt und das Vertrauen im Team. Dies führt zu einer gesteigerten Zufriedenheit der Mitarbeitenden, was wiederum die Produktivität des Unternehmens erhöhen kann. 2. Stärkung der Mitarbeiterbindung: Teamevents tragen dazu bei, dass sich Mitarbeitende im Unternehmen wohlfühlen. Die Wertschätzung, die durch solche Events gezeigt wird, stärkt die Bindung der Mitarbeitenden an das Unternehmen, was langfristig die Fluktuation verringern kann. 3. Attraktivität als Arbeitgeber: Teamevents können ein zusätz- licher Anreiz für potenzielle Bewerber sein. Unternehmen, die solche Events regelmäßig anbieten, präsentieren sich als attraktive Arbeitgeber, die sich um das Wohl ihrer Mitarbei- tenden kümmern. 4. Verbesserung des Team-Austauschs: Teamevents ermögli- chen einen lockeren Rahmen außerhalb des Arbeitsalltags, in dem sich Teammitglieder besser kennenlernen und kommu- nizieren können. Dies verbessert das Arbeitsklima und fördert die Zusammenarbeit. 5. Erkennung von Führungspotenzial: In Teamevents können verborgene Führungsqualitäten oder andere nützliche Skills bei Mitarbeitenden entdeckt werden. Das Management kann so potenzielle Führungskräfte oder Talente für neue Jobrollen identifizieren. Insgesamt können Teamevents also nicht nur kurzfristig für Spaß und Abwechslung sorgen, sondern langfristig auch die Effizienz, Zusammenarbeit und Mitarbeiterbindung positiv beeinflussen. Ungewöhnliche Events in Ihrer Nähe Im Rhein-Main-Gebiet gibt es zahlreiche Anbieter von unge- wöhnlichen Teambuilding-Aktionen, mit denen Unternehmen Zusammenhalt und Motivation in der Belegschaft fördern kön- nen. Die Angebote sind dabei höchst unterschiedlicher Natur. Sie reichen von einem „Offroad-Camp“, bei dem es mit dem Geländewagen auf die Naturpiste geht, bis zum gemeinsamen Anlegen einer nachhaltigen Blühwiese. Ebenfalls beliebt sind sportliche Events wie Nachtbogenschießen oder ein Seifen- kistenbau inklusive Wettrennen (alles bei www.hirschfeld.de/ teambuilding/frankfurtammain/). Seehotel Niedernberg - Das Dorf am See Leerweg • 63843 Niedernberg 06028/999-0 • www.seehotel-niedernberg.de • Der Urlaub zu Hause - nur 30 Min. von Frankfurt entfernt • Ihr Domizil direkt am Wasser und mitten in der Natur • Beste Dorfkulinarik im Restaurant „elies“ und auf der großen Seeterrasse • Individuelle Verwöhnarrangements, wie zum Beispiel die „Süße Verführung“ • Ibiza-Flair auf der Insel mit Sandstrand und Beach-Club • Massagen und Rituale in der vitalOase Wir freuen uns auf Sie! Schöne Momente genießen Urlaub am See und ganz in der Nähe! 1/2 Seite Offenbacher Wirtschaft (Anzeige 1/4 Seite = 90x128 mm) Entwurf 1 Lay2 Eine der schönsten Veranstaltungs- und Tagungshallen im Rhein- Main-Gebiet freut sich auf Ihren Besuch. Ausgezeichneter Service, kurze Wege, außergewöhnliche Architektur, moderne Technik und ein eingespieltes Team erwarten Sie in diesem überraschend viel- fältigen, wandelbaren Haus mit den Glasgemälden von Weltrang. Herzlich willkommen in der Neuen Stadthalle Langen Gastlich. Festlich. Professionell. Südliche Ringstraße 77, 63225 Langen Telefon: 06103 203-410 E-Mail: neue-stadthalle@langen.de www.neue-stadthalle-langen.de Profis im Ruhestand machen Azubis fit für den Beruf Ausbildungsabbrüche verhindern Auszubildende fühlen sich schnell von den Erwartungen und Ansprüchen in Berufsschule und Betrieb überfordert. Laut Statistik geben rund 25 Prozent von ihnen vor dem Abschluss auf. Die Initiative VerA arbeitet dagegen. VerA steht für „Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen“ und ist ein Mentorenprogramm des Senior Experten Service (SES). Seit 2008 bringt die Initiative ehrenamtliche Fachleute im Ruhestand mit Auszu- bildenden zusammen, die Unterstützung benötigen. Mehr als 21.000 junge Menschen wurden schon so begleitet – laut VerA mit einer Erfolgsquote von 75 Prozent. Die Initiative setzt auf ein Tandem-Modell, das heißt, Auszubildende erhalten ein 1:1-Coaching. Es kann darin zum Beispiel um Probleme in der Berufsschule, Konflikte im Betrieb oder Prüfungsangst gehen. Die Schwerpunkte der Begleitung legt jedes Tandem für den Einzelfall fest. „Zum Start des Ausbildungsjahres machen wir immer wieder auf uns aufmerksam“, sagt VerA-Leiterin Astrid Kloos. „Wir wissen, dass es wichtig ist, Probleme frühzeitig anzugehen. Wir sind in der Lage, indivi- duell eine praxisorientierte Hilfe zu geben. Junge Menschen brauchen Ermutigung und einen verlässlichen Partner an ihrer Seite. Es ist wichtiger denn je, dass Ausbildungsabbrüche vermieden werden, um den Fachkräftenachwuchs nachhaltig zu stärken. Eine Begleitungs- anfrage geht einfach, unbürokratisch und online.“ VerA wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und richtet sich an Auszubildende in allen Berufen, ebenso an junge Menschen, die an berufsvorbereitenden Programmen teilnehmen. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Förderung des Fachkräftenachwuchses im ländlichen Raum und in Pflege- und Gesundheitsberufen ein. www.vera.ses-bonn.de Der Wirtschaftsstandort Dreieich – Basis für Ihren Erfolg Magistrat der Stadt Dreieich · Wirtschaftsförderung · Hauptstr. 45 · 63303 Dreieich · Tel: +49 (0) 6103 - 601-681 · E-Mail: wirtschaft@dreieich.de · www.dreieich.de Dreieich liegt zentral in der Region Frankfurt Rhein-Main: in nur 15 Minuten erreichen Sie den Flughafen und die Frankfurter Innenstadt. Mehrere Autobahnanschlüsse, Busse und Bahnen bieten ideale Verkehrsanbindungen. Die erstklassigen Bildungs- und Betreuungsangebote umfassen sämtliche Schultypen sowie das Haus des Lebenslangen Lernens mit angeschlossener Internationaler Schule. Die Immobilienpreise und Steuerhebesätze sind günstiger als in den Großstädten. Attraktive Gewerbegebiete bieten ein breites Spektrum an Flächen und Immobilien. Kontaktieren Sie uns. Wir liefern Ihnen gute Argumente und weitere Informationen. Glänzende Aussichten. w o o g @ w o o g -d es ig n .d e 43Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 RATGEBER Das Gesetz für einen besseren Schutz hin- weisgebender Personen sowie zur Umsetzung der Richtlinie zum Schutz von Personen, die Verstöße gegen das Unionsrecht melden (HinSchG) – gerne auch Whistleblower-Gesetz genannt –, soll den Hinweisgeberschutz in Deutschland mit den europäischen Vorgaben in Einklang bringen, ihn wirksam und nach- haltig ausbauen und verbessern. Wer im Zusammenhang mit seiner (zukünf- tigen) beruflichen Tätigkeit Informationen über Verstöße erlangt hat und diese an die vorgesehenen Meldestellen weitergibt oder offenlegt, soll vor beruflichen Benachteiligun- gen wie Kündigung, Abmahnung, Nichtbe- förderung, Disziplinarmaßnahmen, Dis- kriminierung oder Mobbing besser geschützt werden. Sowohl den Hinweisgeberinnen oder Hinweisgebern als auch Hinweisgeberstellen und von Hinweisen betroffenen Personen sollen Schutz und Rechtssicherheit gegeben werden. Solch umfassende gesetzliche Regelungen existierten in Deutschland bis- lang nicht. Das Gesetz regelt den Umgang mit Meldun- gen zu Rechtsverstößen in Behörden und Unternehmen sowie zu mangelnder Verfas- sungstreue von Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Zudem sind Vorgaben zu Verfahren und Vertraulichkeit der Meldungen und Maß- nahmen zum Schutz der Hinweisgeber vor Repressalien darin enthalten. Es beinhaltet auch Regelungen zu Haftung, Schadensersatz und Bußgeldern im Fall bewusst falscher Angaben. Behörden und Unternehmen ab 50 Mitarbei- tenden müssen dem Gesetz zufolge interne Anlaufstellen schaffen. Für Unternehmen bestimmter Branchen, wie Finanz- und Versicherungsbranche und börsennotierte Unternehmen, gilt dies unabhängig von der Beschäftigtenzahl. Wer zwischen 50 und 249 Arbeitnehmende beschäftigt, genießt eine Schonfrist bis zum 17. Dezember 2023. Die Umsetzung des Gesetzes ist allerdings komplex. Deshalb sollten die Vorbereitungen rechtzeitig getroffen werden. Unternehmen mit mindestens 250 Arbeitnehmenden müs- sen – falls noch nicht geschehen – möglichst unverzüglich für die Umsetzung sorgen, denn für sie greift das Gesetz seit 2. Juli 2023. Der Bund will eine externe Meldestelle beim Bundesamt für Justiz (BfJ) einrichten. Die Länder können eigene externe Meldestellen einrichten. Bestehende Meldestellen, zum Beispiel bei der Bundesanstalt für Finanz- dienstleistungsaufsicht sowie beim Bundes- kartellamt, sollen als weitere externe Melde- stellen mit Sonderzuständigkeiten geführt Zweifel an der Praxistauglichkeit des HinSchG So müssen Hinweisgeber jetzt geschützt werden Das Whistleblower-Gesetz ist am 2. Juli 2023 in Kraft getreten. Der Expertenrat Recht der IHK Offenbach am Main hat über das Gesetz und seine Konsequenzen diskutiert. Wer Informationen über Verstöße aus dem beruflichen Umfeld an dafür vorgesehene Meldestellen weitergibt oder offenlegt, soll durch das HinSchG vor Benachteiligungen besser geschützt werden. 44 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 RATGEBER werden. Eine Pflicht, die Abgabe anonymer Meldungen zu ermöglichen, besteht weder für interne noch für externe Meldestellen. Es wird indes vorgegeben, dass die Stellen auch anonym eingehende Meldungen bearbeiten sollten. Das ist problematisch, weil es Tür und Tor für falsche Beschuldigungen öffnen kann. Entscheidende Schritte für Unternehmen Wichtig ist es, die interne Meldestelle einzu- richten. In Konzernstrukturen kann das eine konzernweite zentrale Meldestelle sein. Das erlaubt das Gesetz. Ebenfalls müssen klare Vorgaben für den verfahrenstechnischen Umgang mit Meldungen von Hinweisgebern erlassen werden. Falls es schon eine Melde- stelle und solche Vorgaben gibt, ist zu prüfen, ob sie dem HinSchG entsprechen. In Unternehmen mit Betriebsrat sollte ein längerer Vorlauf eingeplant werden. Der Betriebsrat hat bei der Ausgestaltung des Hinweisgebersystems Mitbestimmungsrechte. Die Betriebsparteien müssen eine Betriebs- vereinbarung dazu abschließen. Ist die Identität des Whistleblowers bekannt, könnte schon seine Nichtberücksichtigung bei einer anstehenden Beförderung, bei einer Versetzung oder die Nichtverlängerung seines befristeten Arbeitsvertrags als Repressalie gewertet werden. Die Folge: Der Arbeitgeber muss aufgrund der Beweislastumkehr belegen, dass dies gerade keine Benachteili- gung des Whistleblowers war. Gelingt ihm das nicht, drohen Schadensersatzansprüche und Bußgelder. Neben Vermögensschäden kön- nen allerdings keine immateriellen Schäden, etwa durch Mobbing oder Diskriminierung, geltend gemacht werden. Auf der anderen Seite ist im Fall einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Falschmeldung der Hinweisgeber zur Erstattung des dadurch eingetretenen Schadens verpflichtet. Was kann gemeldet werden? In den sachlichen Anwendungsbereich des HinSchG fallen Verstöße gegen EU-Recht (wie beispielsweise öffentliches Auftragswesen, Verkehrssicherheit, Umwelt- und Verbrau- cherschutz) sowie entsprechende nationale Vorschriften zu diesen Regelungsbereichen. Darüber hinaus geht es insbesondere um Ver- stöße, die auf nationaler Ebene strafbewehrt sind. Erfasst sind auch bußgeldbewehrte Verstöße, wenn die verletzte Vorschrift dem Schutz von Leben, Leib, Gesundheit oder dem Schutz der Rechte von Beschäftigten oder ihrer Vertretungsorgane dient. Der sachliche Anwendungsbereich wurde im Nachgang noch um das EU-Regulierungs- paket für Onlineplattformen erweitert. Dieses umfasst den im Herbst 2022 verabschiedeten Digital Markets Act und Digital Services Act der EU. Auch verfassungsfeindliche Äußerun- gen von Beamten und Beamtinnen gehören dazu. Außerdem wurde klargestellt, dass aus- schließlich Meldungen über Verstöße aus dem beruflichen oder dienstlichen Umfeld in den sachlichen Anwendungsbereich fallen, aber keine Meldungen über Verstöße im privaten Umfeld. Wer darf etwas melden? Melden dürfen alle natürlichen Personen, die im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Tätigkeit oder im Vorfeld einer beruflichen Tätigkeit Informationen über Verstöße erlangt haben und diese an die nach dem HinSchG vorgesehenen Meldestellen melden. Dieser weite persönliche Anwendungsbereich umfasst somit alle Personen, die potenziell Kenntnis von einem Verstoß im beruflichen Umfeld erlangt haben können. Hierunter fallen unter anderem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Auszubildende, Kunden, Liefe- ranten, Bewerber, Selbstständige, Praktikan- ten und Organmitglieder von Gesellschaften wie zum Beispiel Aufsichtsratsmitglieder einer Aktiengesellschaft. Unbedingt vertraulich Die Meldestellen müssen die Vertraulichkeit der Identität des Hinweisgebers sowie der Personen, die Gegenstand der Meldung sind, wahren. Ihre Identität darf grundsätzlich nur der zuständige Bearbeiter kennen. Ausnah- men bestehen, wenn zum Beispiel Strafverfol- gungsbehörden in Verfahren entsprechende Informationen anfordern. Wer die Meldung bearbeitet, muss zudem unabhängig und frei von Interessenkonflikten sein. Der Datenschutz sieht vor, dass Meldungen nach drei Jahren gelöscht werden. Welche Sanktionen drohen? Verstöße gegen die wesentlichen Vorgaben des HinSchG sollen als Ordnungswidrigkeiten mit Bußgeldern geahndet werden. Das gilt zum Beispiel für das Behindern von Meldun- gen, Ergreifen von Repressalien sowie das wissentliche Offenlegen unrichtiger Informa- tionen. Schon wer keine interne Meldestelle einrichtet, riskiert 20.000 Euro Bußgeld, Behörden und Unternehmen ab 50 Mitarbeitern müssen dem Gesetz zufolge interne Anlaufstellen schaffen Wolf System GmbH 94486 Osterhofen Tel. 09932 37-0 gbi@wolfsystem.de www.wolfsystem.de PRODUKTION MONTAGE PLANUNG Industrie | Gewerbe | Stahl Fo to : A do be S to ck / p at hd oc 45Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 RATGEBER Zwischenprüfung/Abschlussprüfung Teil 1 in anerkannten Ausbildungsberufen im Frühjahr 2024 Die IHK Offenbach am Main informiert bis Ende Oktober 2023 alle Ausbildungs- betriebe schriftlich, welche Auszubildenden zur Zwischenprüfung/Abschlussprüfung Teil 1 im Frühjahr 2024 vorgesehen sind. Für die in diesem Aufforderungs-/Anmelde- schreiben genannten Auszubildenden ist eine Anmeldung zur Zwischenprüfung nicht mehr erforderlich. Für die Anmeldung zur Abschlussprüfung Teil 1 ist der Anmeldeschluss der 15. November 2023. Auszubildende, die im Schreiben nicht genannt sind, aber an dieser Zwischenprü- fung/Abschlussprüfung Teil 1 teilnehmen sollen – wie auch Auszubildende, die im Schreiben genannt sind, jedoch nicht an der Prüfung teilnehmen sollen –, müssen der IHK Offenbach am Main bis 15. November 2023 schriftlich gemeldet werden. Spätere Meldungen können für diese Prüfung nicht mehr berücksichtigt werden. Die Teilnahme an der Zwischenprüfung/Abschlussprüfung Teil 1 ist Zulassungsvor- aussetzung für die Abschlussprüfung/Abschlussprüfung Teil 2. Zur Zwischenprüfung/Abschlussprüfung Teil 1 im Frühjahr 2024 werden von der IHK Offenbach am Main eingeplant: Für die industriell-technische Zwischenprüfung/Abschlussprüfung Teil 1: – alle Auszubildenden in 3- und 3 1/2-jährigen Ausbildungsberufen, deren Aus- bildung in der Zeit vom 01.04.2022 bis 31.03.2023 begonnen hat. – alle Auszubildenden in 3- und 3 1/2-jährigen Ausbildungsberufen, die unter Berücksichtigung der Berufsgrundbildungsjahr- und Berufsfachschul-Anrech- nungsverordnung ihre Ausbildung in der Zeit vom 01.10.2022 bis 30.09.2023 begonnen haben. Für die kaufmännische Zwischenprüfung/Abschlussprüfung Teil 1: Alle Auszubildenden in kaufmännischen und kaufmännisch-verwandten Ausbil- dungsberufen, deren Ausbildungsdauer 3 Jahre beträgt Ausbildungsbeginn 01.08.2022 verkürzt 2 ½ Jahre beträgt Ausbildungsbeginn 01.03.2023 verkürzt 2 Jahre beträgt Ausbildungsbeginn 01.08.2023 Verkäufer/-in, Fachlageristen, Servicefahrer, Servicefachkraft für Dialogmarketing und Kaufleute für Dialogmarketing: Ausbildungsbeginn 01.03.2023 Alle Auszubildenden, die vor den genannten Terminen ihre Ausbildung begonnen und noch keine Zwischenprüfung/Abschlussprüfung Teil 1 abgelegt haben. Für Auszubildende, die zum Zeitpunkt der Zwischenprüfung das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ist gem. § 35 Abs. 2 BBiG der Ausbildungsbetrieb verpflichtet, die ärztliche Bescheinigung über die erste Nachuntersuchung gem. § 33 Abs. 1 JArbSchG vorzulegen. Bitte reichen Sie eine Kopie der Bescheinigung ein. Autorin: Sigrid Rebell Telefon 06104 8025 895 kanzlei@s-rebell.de https://s-rebell.de/ das zudem mehrmals fällig werden kann. Ansonsten bewegt sich der Bußgeldrahmen zwischen 10.000 und 50.000 Euro. Der Verstoß gegen die Pflicht zur Einrichtung beziehungsweise zum Betrieb einer internen Meldestelle ist allerdings erst sechs Monate nach der Verkündung des HinSchG im Bun- desgesetzblatt bußgeldbewehrt, das heißt erst ab dem 2. Dezember 2023. Die Experten sind skeptisch Das Ziel, Hinweisgeberinnen und Hinweis- geber zu schützen, ist uneingeschränkt zu begrüßen. Aus der Erfahrung heraus werden aber Zweifel angemeldet, ob der gesetzliche Schutz dem Hinweisgeber wirklich nützt und ob eine gedeihliche Zusammenarbeit weiterhin möglich ist. Insoweit mag auch heute der Spruch von Julius Caesar gelten: Ich liebe den Verrat, aber ich hasse Verräter. Wünschenswert wäre eine Unternehmens- kultur mit einem ehrlichen Interesse an der Kommunikation von Missständen und eine Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gegenüber Hinweisgebern. Mit gesetzlichen Regelungen wird dieses Ziel kaum erreicht werden. Die Unternehmen haben in jedem Fall ein Interesse daran, dass Verstöße und Miss- stände zur Kenntnis gebracht werden. Viele haben deshalb schon lange Anlaufstellen, an die sich Hinweisgeber wenden können. In den nun verpflichteten Unternehmen wird es vielfach einen Betriebsrat geben, der ein erster Kontakt sein kann und zum Umgang mit einem Verstoß berät. Auch die Personal- abteilungen kommen dafür in Betracht. Überlegt wurde auch, ob hinter dem vordergründigen besseren Schutz eines Hinweisgebers die Erwartung steht, dass die Bereitschaft zunimmt, Verstöße sichtbar zu machen. Der IHK-Expertenrat Recht der IHK Offenbach am Main ist im Ergebnis skeptisch, ob das HinSchG die gesteckten Ziele erreicht. Er fürchtet vor allem weiteren bürokratischen Aufwand für die Unternehmen. Die Zukunft wird es weisen. 46 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 RATGEBER / BEKANNTMACHUNG BEKANNTMACHUNG Kontakt Alessia Savoca 069 8207-336 savoca@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de IHK. Die Weiterbildung Seminare und Workshops Buchführung intensiv Buchhaltung ist komplex. Auch wenn die praktische Anwendung klappt, mangelt es gelegentlich am Background. Diese fünftägige Intensivschulung bietet Gelegenheit, fehlende oder verschüttete Kenntnisse zu erwerben oder aufzufrischen. www.offenbach.ihk.de/E13452 Vom Mitarbeiter zur Führungskraft Manche neue Führungskraft wird fast unvor- bereitet „ins kalte Wasser“ geworfen und gleichzeitig mit veränderten Aufgaben und Erwartungen konfrontiert. Für den Umgang mit dem Team, das Setzen und Erreichen von Zielen oder die Reaktion auf Fehler wird füh- rendes Handeln erwartet, wo bisher geführtes Verhalten passend war. Das Seminar macht fit für ganz unterschiedliche neue Heraus- forderungen. www.offenbach.ihk.de/E13563 Lohn- und Gehaltsabrechnung kompakt Auf die Entgeltabrechnung nehmen zig Normen und Einzelvorschriften Einfluss, die in den Betrieben beachtet werden müssen. Das Seminar ist ein systematischer Wegweiser durch die arbeitsrechtlichen Grundlagen der Personalvergütung, des Lohnsteuerabzugs- verfahrens und die Ermittlung der Sozialver- sicherungsbeiträge. www.offenbach.ihk.de/E13564 * U.-Std. = Unterrichtsstundenwww.ihkof.de/weiterbildung Alle Weiterbildungsangebote der IHK Offenbach am Main: Ausbilder 14.09.2023 | IHK-Seminar „Modern ausbilden – aber wie?“, 1 Tag. . . . . . . . . . . . . 245 Euro 09.10.2023–20.11.2023 | IHK-Online-Sprint „Nachhaltige Ausbildungspraxis“ in Kooperation mit der DIHK Bildungs gGmbH, 10 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . . . . 429 Euro 13.10.2023 | IHK-Seminar „Erfolgreiches Telefonieren und Kommunizieren“, 1 Tag . . 165 Euro 20.–28.10.2023 | IHK-Prüfungslehrgang „Ausbildung der Ausbilder – Präsenz“ Kurzlehrgang für Wirtschaftsfachwirte, 28 U.-Std. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 350 Euro Außenwirtschaft – IHK-Exportakademie 20.09.2023 | IHK-Webinar „Internationales Vertragsrecht für Praktiker – vom Anwender zum Experten“, 5 U.-Std. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 199 Euro 26.09.2023 | IHK-Seminar „Export – Grundlagen des Präferenzrechts“, 1 Tag . . . . . 249 Euro 17.10.2023 | IHK-Zertifikatslehrgang „Weiterbildung Exportmanager/-in (IHK) – Online“ in Kooperation mit didaris, 84 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.700 Euro 19.10.2023 | IHK-Online-Seminar „Export – Auftragsabwicklung“, 1 Tag. . . . . . . . . 249 Euro 26.10.2023 | IHK-Seminar „Kalkulation im Präferenzrecht rechtssicher gestalten“, 1 Tag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 249 Euro Betriebswirtschaft & Rechnungswesen 25.–29.09.2023 | IHK-Seminar „Buchführung intensiv“, 5 Tage. . . . . . . . . . . . . . . 699 Euro 12.10.2023 | IHK-Seminar „AGB und Verträge passgenau gestalten“, 1 Tag. . . . . . . 245 Euro 17.10.2023–14.03.2025 | IHK-Prüfungslehrgang „Gepr. Bilanzbuchhalter/-in (IHK) – Bachelor Professional in Bilanzbuchhaltung – Online“ in Kooperation mit didaris, 570 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3.950 Euro Personalmanagement & -Führung 11.09.2023–28.10.2023 | IHK-Zertifikatslehrgang „Weiterbildung Digitalisierungs- manager (IHK) – Online“ in Kooperation mit didaris, 81 U.-Std. . . . . . . . . . . . . . 1.650 Euro 18.09.2023–06.12.2023 | IHK-Zertifikatslehrgang „Weiterbildung Betrieblicher Datenschutzbeauftragter (IHK) – Online“ in Kooperation mit didaris, 57 U.-Std. . . 1.350 Euro 21.09.2023 | IHK-Seminar „Arbeitszeugnisse rechtssicher gestalten und interpretieren“, 1 Tag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 249 Euro 21.09.2023–14.12.2023 | IHK-Zertifikatslehrgang „Weiterbildung Qualifizierte Personalfachkraft (IHK) – Online“ in Kooperation mit didaris, 100 U.-Std. . . . . . . 1.350 Euro 09. – 10.10.2023 | IHK-Seminar „Vom Mitarbeiter zur Führungskraft“, 2 Tage. . . . . . 439 Euro 16.10.2023–02.11.2023 | IHK-Zertifikatslehrgang „Weiterbildung Team- und Projektmanager /-in (IHK) – Online“ in Kooperation mit der DTP AKADEMIE RheinMain GmbH, 80 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.240 Euro 31.10.2023–02.11.2023 | IHK-Webinar „Lohn- und Gehaltsabrechnung kompakt“, 2 Tage. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 529 Euro 47Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 BILDUNG Die Profildatenbank des Enterprise Europe Network (EEN) Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken Der EEN-Online-Marktplatz listet mehr als 10.000 Firmenprofile und lässt sich nach Suchbegriffen und Regionen filtern. Die aktuellen Top-Profile der EEN-Profildatenbank bieten spannende Möglichkeiten, um Kontakte für das internationale Geschäft zu knüp- fen. Schauen Sie sich jetzt um und finden Sie Ihr Perfect Match! https://een.ec.europa.eu/partnering-opportunities Sie möchten eine Nachricht erhalten, sobald ein passendes Profil online ist? Sie möchten Ihr eigenes Suchprofil erstellen? Wir beraten Sie gerne persönlich! Kontakt Mirjam Röhm Telefon 069 8207-256 roehm@offenbach.ihk.de FRENCH COMPANY SPECIALISED IN WASTEWATER RECOVERY SEEKS INDUSTRIAL PARTNERS IN EUROPE The company has developed a new compact, all-in-one Zero Liquid Discharge system that reduces capital and operating costs and recovers up to 97% clean water. The system returns a solid waste product for reuse or recycling. Strengths of the system include resistance to scale, minimised corrosion, minimal labour requirements and a small footprint, and it is designed with over 90% recycled materials. To install and test the first industrial unit, the company is seeking industrial partners with a production site in Europe producing a heavy wastewater flow. Request more information: BOFR20230531011 LATVIAN COOPERATIVE OF VEGETABLE PRODUCTION IS LOOKING FOR VACUUM PACKAGING DEVICE The cooperative consists of nine leading SMEs in vegetable production and sales. Main product groups are peeled potatoes, carrots, and onions, that are delivered to the largest retail store bases in Latvia. The cooperative is looking for a ready to use packaging device as soon as possible. It should manage to pack at least 1100 units of 5kg products per day. Request more information: TRLV20230608006 ITALIAN LOGISTICS COMPANY SEEKS BUSINESS PARTNERS IN TRANSPORT AND LOGISTICS Italian company with over 60 years‘ experience in the road transport sector, specialising in all logistics management services, is looking for agreements on transport and logistics (continuity) services in Germany and Spain. The company´s network covers services from air freight to door-to-door, from logistics manage- ment to large loads. It can handle all national and international shipments, controlling every stage of transport, and offering the security of tracking and tracing services. Request more information: BRIT20230512022 PORTUGUESE FUEL WHOLESALE / RETAIL COMPANY SEEKS PARTNERS THROUGH A COMMERCIAL AGREEMENT The company offers various products such as fuels with blended biofuels, synthetic and mineral lubricants for automotive and industrial use, electric charging stations and solar panels for domestic and industrial use. As a guarantee of analytical control of an accredited body/laboratory, the company holds biofuel certificates according to standard NP EN 14214:2012+A1 2014, issued by the International Laboratory Accreditation Cooperation. The company´s purpose is to be expanded to include renewable energies. Intended are partnerships in the field of automotive mobility and renewable energy. 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Das Ziel von Heimat shoppen ist es, (er-)lebenswerte Innenstädte zu gestalten, den lokalen und regionalen Handel, die Gastronomie sowie das gemeinschaftliche Engagement und Miteinander zu stärken. „Es wird erneut bunt werden in den Ortszentren mit zahlreichen geplan- ten Aktivitäten“, prognostiziert IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmül- ler und berichtet: „Zudem statten wir die teilnehmenden Unternehmen wieder mit den Erkennungsmerkmalen – Heimat-shoppen-Tüten, -Luftballons, -Bierdeckeln und -Aufklebern – aus.“ An der bundesweiten IHK-Initiative beteiligen sich 2023 elf Gemeinden in Stadt und Kreis Offenbach. Neben der Innenstadt Offenbach am Main und Offenbach- Bieber sind Dietzenbach, Hainburg, Heusenstamm, Langen, Mühlheim am Main, Neu-Isenburg, Obertshausen, Seligenstadt und Rodgau dabei. Alle planen mit viel Leidenschaft ihre Aktivitäten, darunter Gutscheinaktionen, kreative Bastelstationen für Kinder, Kutschfahrten, die Auszeichnung von Heimathelden, Kulturprogramme sowie kulinarische Wochen. www.ihkof.de/heimatshoppen Wie kann Fachkräftesicherung gelingen? Einladung zum Offenbacher Dialog Beim Offenbacher Dialog am 26. Oktober 2023 ab 17:00 Uhr in der IHK Offenbach am Main werden die Bundesministerin für Bildung und Forschung Bettina Stark-Watzinger, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Offenbach Thomas Iser und Bärbel Thomin-Schäfer, Geschäftsführerin der abass GmbH in Langen, über die vielfältigen Herausforderungen der Fachkräfte- sicherung diskutieren. Der Fachkräftemangel wirkt sich schon heute negativ auf die Wirt- schaftsentwicklung aus und droht, Unternehmen zukünftig extrem zu belasten. Im Offenbacher Dialog geht es um die unterschiedlichen Facetten des Problems, aber vor allem um geeignete Ansätze, um ihm entgegenzuwirken, und darum, wie Unternehmen, Institutionen und Politik gemeinsam zur Fachkräftesicherung beitragen können. Im Anschluss an die Diskussion werden die Podiumsteilnehmer die Fragen und Anregungen der Gäste aufnehmen. IHK-Hauptgeschäfts- führer Markus Weinbrenner wird die Veranstaltung moderieren. Anmeldung online: www.ihkof.de/ofd Kontakt Scolastica Treccarichi Telefon 069 8207-113 treccarichi@offenbach.ihk.de Wir sind dabei! Mühlheim Seligenstadt Langen Obertshausen Offenbach Offenbach-Bieber Heusenstamm Dietzenbach Neu-Isenburg Rodgau Aktionstage - 08. und 09. September 2023 Gr af ik : I H K Virtuelle Recruiting Days im Speeddating-Format Ausländische Fachkräfte online treffen Im Rahmen von Hand in Hand for International Talents sucht die IHK Offenbach am Main außerhalb der EU Fachkräfte für ihre Mitglieder. An den Recruiting Days vom 12. bis 14. September 2023 lernen IHK-Unternehmen Bewerber aus dem Pool des Projekts beim virtuellen Speeddating kennen. Zu den Interessenten, die in Deutschland arbeiten möchten, sind Profile veröffentlicht, aus denen ihre Qualifikationen und Berufs- erfahrungen hervorgehen. So können Recruiter gezielt auswählen, mit welchen Fachkräften sie sprechen möchten. Die Recruiting Days konzentrieren sich auf folgende Branchen: ❙ 12. September: Berufe in der Bauelektrik, der elektrischen Betriebs- technik, Elektrotechnik ❙ 13. September Köche/Köchinnen, Berufe im Hotelservice, Berufe im Gastronomieservice und in der Systemgastronomie ❙ 14. September: Berufe in der Informatik, der Informations-, Tele- kommunikationstechnik, der Softwareentwicklung Kurzprofile der Bewerber und Anmeldung: https://event.dihk.de/recruiting-days 49Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 VERANSTALTUNGEN VORSCHAU 11–12 Off enbacher WIRTSCHAFT Das Magazin der Industrie- und Handelskammer Off enbach am Main für die Region 11–12 | 2023 Was ändert sich im neuen Jahr? Titelthema | Was ändert sich im neuen Jahr? Anzeigenschluss für die Ausgabe November/Dezember 2023 ist der 11. Oktober 2023. Redaktionsschluss für die Ausgabe Januar/Februar 2024 ist der 1. Dezember 2023. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Themen aus aktuellen Anlässen ändern können. IHK-Boarding online Die IHK Offenbach am Main kennenlernen Am 19. September 2023, um 14:00 Uhr begrüßt die IHK Offenbach am Main ihre (neuen) Mitglieder beim virtuellen IHK-Boarding. Das IHK-Team erklärt, wie es Unternehmerinnen und Unternehmer unterstützt und welche Vorteile das starke IHK-Netzwerk erschließt. Geboten werden geballte Informationen zu den Beratungen und Veranstaltungen der IHK Offenbach am Main. Ansprechpersonen zu unterschiedlichen Themen stellen sich vor. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen die IHK-Netzwerke kennen und erfahren, wie sie selbst dort mitwirken können. Individuelle Fragen beantwortet das IHK-Team im Chat. www.ihkof.de/boarding Fo to : I H K 50 Offenbacher Wirtschaft September/Oktober 2023 VERANSTALTUNGEN Ausgabedatum 1. September 2023 Titelbild Adobe Stock / Benjavisa Ruangvaree Das Magazin wird auf umweltfreundlichem FSC®-Papier klimaneutral gedruckt. Designkonzept, Gestaltung, Titelbild, Verlag und Druck Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, 60386 Frankfurt www.zarbock.de Verlagsleitung: Ralf Zarbock Anzeigendisposition Anette Kostrzewa Tel. 069 420903-75 anette.kostrzewa@zarbock.de Anzeigenpreisliste Gültig ab 1. November 2022 Mediadaten www.offenbach.ihk.de/P460 IMPRESSUM Herausgeber Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Postfach 10 08 53 63008 Offenbach am Main Frankfurter Straße 90 63067 Offenbach am Main Tel. 069 8207-0 | Fax -199 redaktion@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de Verantwortlich Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main Redaktion redaktion@offenbach.ihk.de Birgit Arens (Chefredakteurin) Tel. 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr ( jeweils am 1. des Monats) Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der IHK-Mitgliedschaft und kann jederzeit per Hinweis an den Herausgeber beendet oder wieder aufgenommen werden. Wir nutzen in der IHK Offenbach am Main eine Sprache, die gerecht ist und niemanden bevorzugt oder benachteiligt, jeden anspricht und nieman- den ausschließt. Unsere Sprache respektiert die aktuellen Recht- schreibregeln und ist gleichzeitig verständlich, eindeutig und gut lesbar. Da wir im Sinne der Gleichbehandlung immer alle Geschlechter mei- nen, verwenden wir zum Beispiel Doppelnennun- gen, geschlechterneutrale Begriffe, Pluralformen, Funktionsbezeichnungen oder abwechselnd die männliche und die weibliche Form. Wenn gele- gentlich nur eine Form genannt wird, um bessere Lesbarkeit zu erreichen oder weil es übergeordne- te Vorgaben erzwingen (z. B. Prüfungsordnungen), gilt diese im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter und Personengruppen. Mit dieser Vorgehensweise beabsichtigen wir keinerlei Wertung. Auf Zusatzzeichen und Binnengroßbuchstaben verzichten wir, weil diese die Barrierefreiheit, den Lesefluss und die Auffindbarkeit durch Suchma- schinen beeinträchtigen. Derzeit gibt es in Deutschland keine einheitlichen Regeln für eine geschlechtergerechte Sprache. In der IHK Offenbach am Main nehmen wir an der Diskussion zum Thema teil und entwickeln auch im Netzwerk der deutschlandweiten IHK-Organisation weitere praxisnahe, akzeptable Lösungen dazu. Sie haben Fragen, Hinweise oder Anregungen zur geschlechterneutralen Sprache? Dann schreiben Sie uns: redaktion@offenbach.ihk.de Vollbeilagen Regatix Betriebseinrich tungen GmbH, Ilsfeld Druck- und Verlagshaus Zarbock, Frankfurt Business to Business Ihr direkter Kontakt zum Marktplatz: 0 69/42 09 03-75 oder per E-Mail verlag@zarbock.de Sicherheit Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit 24h-Service BWS Sicherheitsdienste GmbH Tel. 0 69 / 88 81 45 Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit www.bws-offenbach.de Sicherheitsdienst Mit einer Anzeige in der Offenbacher Wirtschaft erreichen Sie 20.000 Entscheider in Stadt und Kreis Offenbach. Wir beraten Sie gerne: Marion Stumpp Telefon 0 69 /42 09 03-51 marion.stumpp@zarbock.de Wirtschaftsstandort Wirtschaftsstandort Heusenstamm Heusenstamm Nachrichten IHK-Jahresempfang – Wettbewerbsfähigkeit durch Digitalisierung erhöhen | Ratgeber EU-Taxonomie – kein Geld mehr von der Bank? | Netzwerke WJ-Landeskonferenz – Partner der jungen Wirtschaft 7–8 | 2023 Dreamteam Nachrichten IHK-Geschäftsbericht 2022 ist online | Netzwerke Im Netzwerk Business Women für die Region sind Mitstreiterinnen willkommen | Ratgeber Wasserstoff-Pioniere empfehlen die IHK 5–6 | 2023 Apartmenthotels Apartments-Seligenstadt.de Die preiswerte Hotelalternative Eine Nacht oder ein ganzes Jahr Preisanfrage 06182-827120 Datenschutzbeauftragter www.all-in-media.com Lagertechnik Zeitarbeit Koch & Benedict GmbH Personal-Service. Ihr zuverlässiger Partner bei Personalbedarf. 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