Wirtschaftsfaktor Gesundheit Nachrichten: IHK-Geschäftsbericht 2025 – Rückblicke auf ein forderndes, ereignisreiches Jahr | Ratgeber: Widerrufs button auf Websites wird Pflicht | Veranstaltungen: IHK-Jahresempfang mit Prof. Dr. Isabell Welpe 05– 06 | 2026 Ihr Fahrzeug in den besten Händen - Ein Autoleben lang Die Göbel- Lifeline Jetzt App Jetzt App downloaden und ein downloaden und ein Autoleben lang sparen!Autoleben lang sparen! Im App-Store downloaden! Im Google-Play Store downloaden! Heinrich Göbel GmbH Hans-Böckler-Straße 13 63263 Neu-Isenburg www.mb-goebel.de Vorteile erhaltenVorteile erhalten Termin buchenTermin buchen Je nach Fahrzeugalter Vorteile und Rabatte genießen! Ganz bequem online über die App einen Termin vereinbaren! Ganz einfach über die App Ihre Göbel-Garantie verlängern! Garantie verlängern Garantie verlängern Rabatt für App- Nutzer 10 %10 % A N G E B OT G I LT N U R F Ü R P R I VAT K U N D E NA N G E B OT G I LT N U R F Ü R P R I VAT K U N D E N Violetta Reimelt Geschäftsführerin der Viva FamilienService GmbH in Rödermark und Vizepräsidentin der IHK Offenbach am Main. Fo to : I H K Der Krankenstand in Deutschland erreichte im Jahr 2025 den historischen Höchststand von 5,7 %. 2021 lag er noch bei 3,5 %. Damit liegt der Verlust für die deutsche Wirtschaft jährlich zwischen 100 und 150 Milliarden Euro. Auffällig ist, dass psychische Belastungen spürbar zunehmen – Stress und Erschöpfung gehören für viele Beschäftigte zum Alltag. Im Job werden sie unter anderem durch Digitalisierung, den Einsatz von KI und sich schnell verändernde Prozesse verunsichert, das Ganze wird verstärkt durch wirtschaftlich und poli tisch unsichere Zeiten. Gleichzeitig bringen Beschäftigte vermehrt private Belastungen mit in die Arbeit. Die Anforderungen an Arbeitgeber und Führungskräfte sind dadurch deutlich gestiegen: Belastungssignale müssen frühzeitig erkannt, Mitarbeitende unter stützt und Rahmenbedingungen geschaffen werden: durch gute Führung, realistische Arbeitsbelastung, flexible Arbeitsmodelle und eine Unternehmens kultur, die Wertschätzung und Vertrauen fördert. Und doch reagieren viele Unternehmen oft nur mit einzelnen Maßnahmen: ein Obstkorb, ein Gesund heitstag, vielleicht ein Fitnessangebot. Das ist gut gemeint – greift aber zu kurz. Gesundheit am Arbeitsplatz ist mehr als ein Zusatzangebot. Die Gesundheitsförderung ist eine zentrale Voraussetzung für Leistungsfähigkeit, Produktivität und langfristig wirtschaftlichen Erfolg. Es wäre zu einfach, die Verantwortung allein bei den Arbeitgebern zu sehen. Eine gesunde Arbeitswelt braucht ein gemeinsames Verständnis und die Bereitschaft aller Beteiligten. Mitarbeitende sind verantwortlich für den bewussten Umgang mit ihren eigenen Ressourcen – etwa beim Umgang mit Stress, bei der Nutzung von Gesundheitsangeboten oder bei der Gestaltung von Arbeits- und Lebensrhythmus. Bei allem dürfen wir die Notwendigkeit zur Verringerung des Krankenstandes nicht aus dem Auge verlieren. Hilfreich wären Anreize sowie flexiblere Modelle der Krankschreibung. So sind zum Beispiel in Schweden Teilzeitkrankschreibungen möglich, um schrittweise nach akuter Krankheit wieder in den Arbeitsprozess einzusteigen. Gesunde und bezahlbare Arbeit entsteht nur im Zusammenspiel von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Ihre Ein Obstkorb reicht nicht EDITORIAL 3Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 NACHRICHTEN 5 Wege zur Klimaneutralität müssen wirtschaftlich umsetzbar bleiben 6 Jugendliche entwickelten Marketingideen für Unternehmen 8 Neue Lieferketten, neue Perspektiven 9 IHK-Tiefgarage modernisiert 10 Rückblicke auf ein forderndes, ereignisreiches Jahr 10 Drei Fragen – drei Minuten 11 Arbeitsjubiläen 11 Schöne Anerkennung für Jubilare 11 Kurz notiert 12 Menschen und Wirtschaft 14 Birgit Arens hat reingeschaut bei Dive With Us 16 Aus dem Testraum ins wirkliche Wirtschaftsleben 17 Fahrzeuge besser, schneller und umweltfreundlicher lackieren 18 Traditionsbetrieb bleibt offen für neue Herausforderungen 19 Sichere und klimaneutrale Wärmeversorgung für Stadt und Kreis TITELTHEMA 20 Gesunde Führung in bewegten Zeiten 23 Guten Ideen den Weg in den Markt ebnen 24 Bessere Therapien durch Innovation 26 Aus- und Weiterbildung für Fachkräfte im Gesundheitssektor 28 Die KI Prof. Valmed unterstützt medizinisches Fachpersonal 30 Mobil sein, stark werden, gesund bleiben 32 Partner für Unternehmen bei Vorbereitung und Notfällen weltweit 34 BG prevent in Seligenstadt als Partner für den Mittelstand 36 Medizintechnik, die Vertrauen schafft RATGEBER 38 Bewertungsmanagement ist erfolgsentscheidend 39 Widerrufsbutton wird im Juni 2026 Pflicht BILDUNG 40 22 Unternehmen öffneten ihre Türen 43 Praktikumswochen 2026: Einblicke in Ausbildungsberufe bieten 44 40 neue IHK-Prüferinnen und -Prüfer 45 IHK. Die Weiterbildung NETZWERKE 46 Neu: Wirtschaftsjunioren-Podcast 48 Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken 49 Im Netzwerk entdeckt, wie ähnlich die Herausforderungen sind 50 Jetzt inserieren und die Nachfolge vorbereiten VERANSTALTUNGEN 51 Online sicher und erfolgreich 52 „Wissen bleibt wertvoll, vor allem das soziale Wissen“ 53 Einzelhandel heute: digital, stationär und zukunftsfähig 53 9. Kreativwirtschaftstag - Creating Value 54 Außenwirtschaftstag Hessen TITELTHEMA WIRTSCHAFTS FAKTOR GESUNDHEIT 20 Gesundheit ist ein wichtiger Wirtschafts- faktor für Unternehmen, denn sie brauchen Teams, die leistungsfähig und motiviert ihrer Arbeit nachgehen. Gesundheit ist gleichzeitig der Kern vieler guter Geschäftsmodelle. 4 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 INHALT agotrans Logistik GmbH Behringstraße 1 · 6 3110 Rodgau Tel. : +49 (0) 6106 - 28 38 - 0 · info@agotrans.de ZUKUNFT BRAUCHT BEWEGUNG. www.agotrans.de IHK-Vollversammlung stimmt über Positionen ab Wege zur Klimaneutralität müssen wirtschaftlich umsetzbar bleiben Die Diskussion und Abstimmung über Positionen zu Klimaschutz und Energiepolitik standen bei der Vollversammlung der IHK Offenbach am Main am 12. März 2026 im Mittelpunkt. Im Wesentlichen ging es dabei um die Frage, wie Klimaneutralität gelingen kann, ohne die Wirtschaft in Deutschland zu gefährden. Bereits im September 2025 hatte sich die IHK-Vollversammlung mit energiepolitischen Themen beschäftigt, insbesondere mit Fragen rund um wettbewerbsfähige Energiepreise und den zukünftigen Strombedarf in Hessen. Nun lag der Fokus auf den von der Deut- schen Industrie- und Handelskammer (DIHK) formulierten Forderungen: Energiepolitik justieren, Klimaschutzpolitik international koordinieren und CO2-Emmissionshandel als zentrales Steuerungsinstrument nutzen. Ziel ist eine Neuausrichtung der Energiewende mit mehr Markt und weniger staatlicher Detailsteuerung, um die Kosten der Energie- wende zu senken. Die IHK Offenbach am Main unterstützt weiterhin das Ziel der Klima- neutralität, weist jedoch darauf hin, dass die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts gewähr- leistet bleiben muss und Unternehmen nicht überfordert werden dürfen. Viel zu kompliziert Im Hinblick auf die deutsche Wirtschaft betonte IHK-Prä- sidentin Kirsten Schoder-Stein- müller, dass Deutschland auch zu Beginn dieses Jahres zu den Konjunktur-Schlusslichtern Europas gehöre. Hausgemachte Probleme führten zu zusätz- lichen Kosten und erheblichen Wettbewerbsnachteilen. „Eine dieser Baustellen ist die Energie- und Klimapolitik, die in ihren Zielen deutlich ambitionierter ist als die anderer Staaten. Und sie ist zugleich viel zu kompliziert und viel zu detailliert ausgestal- tet“, so Schoder-Steinmüller. DIHK-Experte erklärte Standpunkte Als Experte wurde Dr. Sebastian Bolay, Bereichsleiter Energie, Umwelt und Indus- trie bei der DIHK, in die Räumlichkeiten des Level 4 der IHK Offenbach am Main zugeschaltet. Er erläuterte die Hintergründe und Ziele der DIHK-Positionspapiere zum Klimaschutz. Nach einzelnen Rückfragen zur zukünftigen Entwicklung der Strompreise, zu Energieabhängigkeiten und der Rolle innova- tiver Modelle zur gemeinschaftlichen Nutzung lokal erzeugter erneuerbarer Energie stimmte die IHK-Vollversammlung den DIHK-Positio- nen in einem Beschluss zu. Ein weiteres zentrales Thema war die Resi- lienz von Unternehmen in Krisensituationen. Angesichts zunehmender hybrider Bedrohun- gen setzt die IHK Offenbach am Main 2026 hier einen Schwerpunkt. IHK-Hauptgeschäfts- führer Markus Weinbrenner gab einen Über- blick zur derzeitigen Gefährdungslage und stellte IHK-Maßnahmen zur Sensibilisierung, Erstberatung und praxisorientierten Unter- stützung von Unternehmen zur Steigerung ihrer Resilienz vor. Dr. Sebastian Bolay, Bereichsleiter Energie, Umwelt und Industrie bei der DIHK in Berlin, wurde der Sitzung der IHK-Vollversammlung unter Leitung von IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller (r.) zugeschaltet. Er erläuterte die Hintergründe und Ziele der DIHK-Positionspapiere zum Klimaschutz. Fo to : S om m er /IH K 5Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 NACHRICHTEN IHK prämiert die drei besten Konzepte Jugendliche entwickelten Marketingideen für Unternehmen Für das Schulprojekt Market Minds haben Schülerinnen und Schüler der Theodor-Heuss-Schule (THS) in Offenbach Marketingkonzepte für regionale Unternehmen entwickelt. Die drei besten Konzepte zeichnete die IHK Offenbach am Main im März 2026 in ihrem großen Saal aus, nachdem sechs Finalistenteams ihre Arbeiten in der Endrunde präsentiert hatten. Sechs Monate lang hatten sich rund 150 Jugendliche in 50 Teams mit der Auf- gabe beschäftigt, für drei ganz unterschied- liche Unternehmen aus der Region Offen- bach Marketingkonzepte zu entwickeln. Die Schoder GmbH aus Langen (Metallver- arbeitung), die Stenger Garten- und Land- schaftsservice GmbH aus Offenbach und die Pergano GmbH aus Obertshausen (nach- haltige Gastronomieverpackungen) hatten dafür klare Ziele und konkrete Budgets vorgegeben. Zum Auftakt des Finales begrüßte IHK-Haupt- geschäftsführer Markus Weinbrenner die Jugendlichen. Er betonte die Bedeutung des Projekts für die Verknüpfung von schulischer Theorie und wirtschaftlicher Praxis. „Zu über- legen, was die Kunden brauchen, das ist die Fast wie im wirklichen Wirtschaftsleben: Die Unternehmen stellten den Schülerteams konkrete Marketingaufgaben. Die Jugendlichen präsentierten ihre Konzepte vor Jury und Publikum im großen Saal der IHK Offenbach am Main. Fo to : M ah r/ IH K 6 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 NACHRICHTEN IHK-Magazin bestellen oder abbestellen Wer Mitglied in der IHK Offenbach am Main wird, erhält drei Printausgaben des IHK-Magazins Offenbacher Wirtschaft per Post. Eine kurze Nachricht per E-Mail mit Angabe des Unternehmensnamens und der Mitgliedsnummer (ID) genügt und das kostenlose Print-Abonnement wird fortgesetzt. Genauso einfach wird das Abonne- ment der gedruckten Ausgabe per E-Mail abbestellt. E-Mail: redaktion@offenbach.ihk.de Die Online-Ausgabe der Offenbacher Wirtschaft finden Sie unter www.offenbacher-wirtschaft.deNachrichten: Standortbarometer: Weitgehende Zufriedenheit – Handlungsfelder klar identifiziert | Ratgeber: Commercial Courts in Deutschland | Netzwerke: Der neue Vorstand der Wirtschaftsjunioren Offenbach e. V. Europa 01– 02 | 2026 Nachrichten: Unternehmen werden digitaler, haben aber noch viel zu tun | Ratgeber: In Zeiten von KI im Internet sichtbar bleiben | Veranstaltungen: Jetzt vormerken! Offenbacher Dialog und IHK-Jahresempfang Klima. Krise. Chancen. 03 – 04 | 2026 große Aufgabe für Unternehmen – und darin seid ihr ja jetzt Profis“, sagte Weinbrenner. Zudem zeige sich schon am Beispiel der drei teilnehmenden Unternehmen, wie vielfältig Wirtschaft ist – sei es hinsichtlich Unterneh- mensgröße, Branche oder Zielgruppen. Die Jury, bestehend aus Larissa Teichmann, Schoder GmbH, Justus Herbert, Pergano GmbH, und IHK-Geschäftsführer Frank Achen- bach als Vertretung für Sven Stenger, Stenger Garten- und Landschaftsservice GmbH, hatte angesichts der überzeugenden Konzepte keine leichte Aufgabe. Konzept mit KI kommt an Den ersten Platz belegte schließlich ein Schülerteam, das in seinem Konzept für die Schoder GmbH auf erklärende KI-Videos und Präsenz bei Fachmessen setzte. Larissa Teich- mann lobte die sehr gute und detaillierte Recherche zu den passgenauen Messen sowie den sinnvollen Einsatz von KI. Als Zweitplatzierte überzeugte eine Gruppe, die für Stenger Garten- und Landschaftsser- vice neben einer ansprechenden Social- Media-Strategie ein gut durchdachtes, detail- liertes Veranstaltungskonzept vorstellte, den „Tag des Gartens“. Platz drei sicherte sich ein Team, das Justus Herbert (Pergano GmbH) mit seinem praxis- nahen Vorschlag einer saisonalen Kampag- nenstrategie sowie mit vertieften Analysen beeindruckte. Nah an der Praxis Für die Jugendlichen der THS war das Mar- ket-Minds-Projekt eine anspruchsvolle, aber willkommene Abwechslung im Schulalltag. Zwei Schülerinnen, deren Konzept einen Preis erhielt, berichteten, dass insbesondere die Budgetvorgaben herausfordernd waren: „Alle Ideen und Maßnahmen mussten genau durchgerechnet und Kosten recherchiert wer- den.“ Die Teamarbeit und das gemeinsame Entwickeln von Ideen habe jedoch sehr viel Spaß gemacht. Bernd Eckmann, Projektverantwortlicher bei der IHK Offenbach am Main, betonte: „Mit dem Projekt fördern wir in Zusammenarbeit mit der Theodor-Heuss-Schule den Unter- nehmergeist. Die Schülerinnen und Schüler lernen dadurch, wirtschaftliche Zusammen- hänge zu verstehen. Darüber hinaus vermit- teln der direkte Austausch mit Unternehme- rinnen und Unternehmern sowie der Einblick in konkrete Anliegen wie die Kundengewin- nung ein realistisches Bild der unternehmeri- schen Praxis.“ IHR PARTNER IN SACHEN ETIKETTEN Für jeden Etikettenbedarf die passende Lösung. Individuell in Form, Farbe, Material und Haftung. Herderstraße 8 63073 Offenbach am Main Tel 069 89993-0 Fax 069 89993-45 info@of-etiketten.de www.of-etiketten.de OFFENBACHER ETIKETTENFABRIK Joachim Siebert 7Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 NACHRICHTEN Neue Lieferketten, neue Perspektiven Anlässlich der Einkaufsinitiative Finnland, Estland, Lettland und Litauen des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e. V. (BME) wurde die IHK Offenbach am Main am 18. und 19. März 2026 zum Treffpunkt für internationale Beschaffung. Deutsche Einkäuferinnen und Einkäufer begegneten 33 ausgewählten Lieferanten aus Nordeuropa. Fo to : B M E/ IH K Ihr Unternehmen im IHK-Magazin Die Offenbacher Wirtschaft berichtet in jeder Ausgabe über Aktuelles aus den Unternehmen in der Region: Wir stellen Betriebe vor, die sich neu am Wirtschaftsstandort angesiedelt haben, berichten von wich- tigen personellen Veränderungen, großen Jubiläen und zündenden Geschäftsideen. Schicken Sie uns Ihre Pressemitteilung oder rufen Sie einfach an, damit die Leser des IHK-Magazins erfahren, was sich in Ihrem Unternehmen tut! Kontakt Birgit Arens 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Fo to : I H K 8 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 NACHRICHTEN Digital, komfortabel, rund um die Uhr geöffnet IHK-Tiefgarage modernisiert Die IHK Offenbach am Main hat die erste Phase der Modernisierung ihres Parkhauses an der Frankfurter Straße 90 (Zufahrt in der Ludwigstraße) abgeschlossen. Ein digitales Parksystem, ein komfortabler 24/7-Zugang sowie verbesserte Service- und Zahlungsmöglichkeiten machen das Parken für Anwohnerinnen und Anwohner, Gewerbetreibende sowie IHK-Gäste einfacher. Durch das neue digitale Parksystem (Arivo) entfällt das herkömmliche Papierticket. Bei der Ein- und Ausfahrt wird das Kennzeichen automatisch gescannt. Das neue System ermöglicht flexible Bezahl- arten, etwa per EC- und Kreditkarte, Apple Pay und Google Pay, Barzahlung am Automaten auf Ebene 1 oder über die Parking-App easy- park. Neu ist zudem die Online-Nachzahlung: Alle Nutzerinnen und Nutzer können inner- halb von 48 Stunden nach der Ausfahrt ihr Kennzeichen im Arivo-Onlineportal eingeben und bequem digital bezahlen – ideal für eilige Besucher. Die IHK Offenbach am Main bietet eine limitierte Zahl attraktiver Dauerparkplätze an – wahlweise Montag bis Freitag oder Montag bis Sonntag. Die Buchung erfolgt über das Online-Serviceportal https://ihkof.arivo.app/ login. Die Plätze sind begrenzt und werden nach Eingang der Anfragen vergeben. Die Ein- und Ausfahrt in die IHK-Tiefgarage ist ab sofort 24 Stunden täglich möglich. Außerhalb der IHK-Öffnungszeiten erfolgt der Zugang über die Eingabe des Kennzei- chens am Terminal an der Zufahrt sowie über QR-Code-Scanner und Kennzeicheneingabe an den Zugängen beim Ledermuseum (UG 1 und UG 2). Der bisherige Standardtarif von 1,80 Euro je Stunde für das Kurzzeitparken bleibt vorerst erhalten. Neu hinzugekommen ist ein Nacht- tarif, für den zwischen 19:00 Uhr und 7:00 Uhr maximal 2,50 Euro zu Buche schlagen. An Feiertagen sowie am Wochenende (Samstag bis Sonntag) werden maximal 5,00 Euro fällig. Das Parkhaus umfasst zwei Untergeschosse und bietet 117 Stellplätze in zentraler Lage. Videoüberwachung und ein modernes Zugangssystem sorgen für ein sicheres Parkumfeld. Die Einfahrtshöhe liegt bei rund 2,0 Metern. Mehrere E-Ladestationen stehen bereit, um Elektrofahrzeuge komfortabel zu laden. „Mit der Modernisierung unseres Parkhauses setzen wir ein deutliches Zeichen für mehr Service, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Nutzerfreundlichkeit in der Innenstadt“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner. „Wir möchten Anwohnerinnen und Anwohnern, Gewerbetreibenden und allen IHK-Gästen ein unkompliziertes, komfor- tables und zeitgemäßes Parkerlebnis rund um die Uhr bieten.“ „Wir sind mit der Modernisierung unseres Parkhauses noch nicht am Ende“, erläutert Marcus Lippold, Mitglied der Geschäfts- führung. „Für die nächste Phase planen wir weitere Renovierungen, etwa der Fahrbahn- beläge und Markierungen, sowie den Ausbau der Ladeinfrastruktur und einige technische Neuerungen. Denn wir wollen nach 30 Jahren intensiver Nutzung bestens vorbereitet in die nächsten 30 Jahre starten.“ https://ihkof.arivo.app/login 9Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 NACHRICHTEN https://ihkof.arivo.app/login Leserbefragung zur Offenbacher Wirtschaft Drei Fragen – drei Minuten Unser IHK-Magazin Offenbacher Wirtschaft informiert Sie zur Wirtschaft in der Region Offenbach, zur Arbeit der IHK-Organisation und ihren Netzwerken. Was wir auswählen und wie wir darüber berichten, soll genau zu Ihren Interessen und Anliegen passen. Deshalb bitten wir Sie um drei Minuten Ihrer Zeit: Nehmen Sie an unserer kurzen Leserbefragung teil! ❙ Einfach den QR-Code scannen! ❙ Fragen beantworten und/oder Ideen geben! ❙ Abschicken! Vielen Dank sagt das Redaktionsteam der Offenbacher Wirtschaft. Teilnahmeschluss ist am 30. Juni 2026. IHK-Geschäftsbericht 2025 Rückblicke auf ein forderndes, ereignisreiches Jahr Wie wichtig ein gutes Netzwerk gerade in schwierigen Zeiten ist, zeigt der Geschäftsbe- richt 2025 der IHK Offenbach am Main. Der erhoffte Aufschwung für die Wirtschaft im Land blieb im vergangenen Jahr zwar aus und die Unternehmen in Stadt und Kreis Offenbach mussten weitere herausfordernde Monate verkraften. Der IHK-Geschäftsbericht 2025 dokumentiert dennoch viele erfolg- reiche Initiativen, solide Fortschritte und erfreuliche Ergebnisse. Er belegt, wie die IHK Offenbach am Main die Interessen ihrer Mit- gliedsunternehmen wahrgenommen, Politik und Wirtschaft miteinander ins Gespräch gebracht und Perspektiven für die Region erarbeitet hat. Der IHK-Geschäftsbericht 2025 steht ab sofort auf der Internetseite der IHK Offenbach am Main zum Download bereit. www.ihkof.de/geschaeftsbericht 10 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 NACHRICHTEN Kurz notiert ❙ EGRO Mediengruppe wächst OBERTSHAUSEN/GELNHAUSEN. Die EGRO Mediengruppe mit Haupt- sitz in Obertshausen hat zum 1. April 2026 das Verlagsgeschäft des Druck- und Pressehauses Naumann aus Gelnhausen übernommen. Die Transaktion umfasst sämtliche verlegerischen Aktivitäten der Tages- zeitungs- und Wochenblattangebote, digitale verlagsnahe Produkte, die Digitalagentur dpn360 sowie Druckvorstufe, Logistik und Zustellung. Der Lohndruckbereich und die Liegenschaften verbleiben beim Druck- und Pressehaus Naumann. Mit dem Erwerb stärkt EGRO ihre regionale Prä- senz in Hessen und erweitert ihr Portfolio um Titel wie die Gelnhäuser Neue Zeitung, den Mittelhessen-Boten und die Gießener Zeitung sowie die Portale gnz.de und Kinzig.News. Ziel ist die nahtlose Fortführung des Verlagsgeschäfts bei weitgehendem Erhalt der Arbeitsplätze. www.egro-mediengruppe.de ❙ BYD bezieht Firmenzentrale OFFENBACH. Der chinesische Autobauer BYD operiert mit seiner deut- schen Organisation ab sofort aus Offenbach am Main. Die BYD Deutsch- land GmbH unter der Leitung von Country-Manager Lars Bialkowski ist in das Bürogebäude „Grow“ am Offenbacher Kaiserlei gezogen. Bialkow- ski nannte den Umzug in die Mitte Deutschlands einen Grund zu feiern und einen wichtigen Tag für BYD. Man sei gekommen, um von hier aus etwas Großes aufzubauen. Rund 100 Mitarbeitende werden ab sofort von der neuen Firmenzentrale aus agieren. Im Laufe des Jahres 2026 sollen das deutsche BYD‑Team weiter wachsen und im Erdgeschoss ein Showroom für die Marken BYD und Denza entstehen. Bislang hatte der Autohersteller den deutschen Markt von Sindelfingen aus betreut. www.byd.com/de ❙ Start-up schafft Rewe-Listung NEU-ISENBURG. Die afrikanischen Fertiggerichte des Start-ups Mamaye stehen seit Ende März bundesweit in den Regalen bei Rewe. Die Speziali- täten basieren auf Familienrezepten des Gründerpaars Bahleby Tewelde und Yemi Desalegn. Teweldes Mutter hat gemeinsam mit seiner Frau die veganen Traditionsgerichte Silsi, Misir und Ades aus Eritrea und Äthiopien abgestimmt, alle Gewürze dafür werden direkt importiert. Im Herbst 2025 überzeugten die Mamaye-Gründer die Jurymitglieder der TV-Sendung „Höhle der Löwen“ mit ihren kulinarischen Produkten. Die Gerichte im Glas sollen afrikanische Küche alltagstauglich machen und können pur verzehrt, mit Fladenbrot oder mit Reis kombiniert werden. Mamaye plant bereits, fünf weitere Sorten aus zusätzlichen Ländern Afrikas anzubieten. Neben der Listung im stationären Handel betreibt das Start-up auch einen eigenen Onlineshop. www.mamaye.de ❙ Neueröffnung: „Brett-Geflüster“ HAINBURG. Mehr als 1.000 Brettspiele bieten Sébastien Albert-Gon- drand und Claudia Schrapel seit dem 20. März in ihrem neuen Laden „Brett-Geflüster“ in der Offenbacher Landstraße 21 an. Eigentlich woll- ten sie nur mit ihrem Spieleverlag AllGoGames umziehen, da der Platz am ursprünglichen Standort nicht mehr ausreichte. Dann entschieden sie sich für Räumlichkeiten mit Ladenfläche. Der Verlag entstand 2024, nachdem erste Geschäftskontakte zu französischen Spieleverlagen schließlich zu Lizenzen für Deutschland, Österreich und die Schweiz führten. Inzwischen haben die beiden mehrere internationale Titel für den deutschsprachigen Markt übersetzt und aufbereitet und auch einen Onlineshop aufgebaut. Im Laden sollen Interessierte neue Spiele ent- decken können. Neben bekannten Klassikern bietet der Brettspielladen außergewöhnliche Titel und fremdsprachige Varianten an. www.allgo-games.de Arbeitsjubiläen 30 Jahre Friedhelm Christ Alan Electronics GmbH Carsten Simansky Cartonplast Group GmbH 25 Jahre Marcello Chiofalo Herth+Buss Mobility Solutions GmbH & Co. KG Liana Dlugosch MKU-Chemie GmbH Thomas Hauffe Dental-Union GmbH Said Mokallik Dental-Union GmbH Thomas Ullrich Herth+Buss Mobility Solutions GmbH & Co. KG Thiemo Burkardt Seufert Gesellschaft für trans- parente Verpackungen mbH 20 Jahre Sabine Burbach Berufsakademie Rhein-Main GmbH 15 Jahre Silvio Rizzo GEFINAL Blech- und Stahlbau GmbH 10 Jahre Agata Pawlowska Dental-Union GmbH Amleto Picariello Dental-Union GmbH Schöne Anerkennung für Jubilare Ihre langjährigen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter verdienen zu ihren Arbeitsjubiläen besondere Aus- zeichnungen. Deshalb stellt Ihnen die IHK Offenbach am Main perso- nalisierte Urkunden zur Verfügung, auf Wunsch kombiniert mit einer Veröffentlichung hier im IHK-Maga- zin „Offenbacher Wirtschaft“. Wenn Sie auf diese Weise zeigen möchten, wie sehr Sie die Zusam- menarbeit mit den Jubilaren schät- zen, teilen Sie uns bitte folgende Informationen mit: ❙ Name des Jubilars oder der Jubilarin ❙ Jubiläumsdatum ❙ genaue Firmierung des Unter- nehmens (entsprechend Ein- tragung in Handelsregister bzw. Gewerbeanmeldung). Die Kosten für eine gerahmte Urkunde betragen 40,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. www.ihkof.de/jubilare Kontakt IHK-Kundenservice 069 8207-0 | Fax -149 service@offenbach.ihk.de 11Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 NACHRICHTEN http://www.egro-mediengruppe.de http://www.byd.com/de http://www.mamaye.de http://www.allgo-games.de ❙ Neustart für „Frankfurter Brett“ OFFENBACH/HEUSENSTAMM. Vor gut zehn Jahren machte das Küchenutensil „Frankfurter Brett“ seine Erfinder, die Zwillingsbrüder Johannes und Joseph Schreiter, zu erfolgreichen Start-up- Gründern. Eine Crowdfunding-Kampagne brachte 500 Vorbestellungen und 130.000 Euro Startkapital ein, das Unternehmen hatte bald 40 Mitarbeiter und zog in die ehemalige Offenbacher Hassia- Fabrik. Das modulare Schneidebrett soll mit seinen seitlichen Behältern die Arbeitsabläufe in der Küche erleichtern. Nach internen Konflikten und zwei Insolvenzen ist Johannes Schreiter nun alleiniger Markenrechtsinhaber und bereitet den Neustart vor. Er plant, die in Heusenstamm lagern- den Restbestände im Laufe des Jahres abzuverkau- fen. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft soll dann eine weiterentwickelte Version des Schneidebretts erhältlich sein, die noch effizienteres Arbeiten ermöglicht. Langfristig möchte Schreiter den Unternehmensstandort wieder nach Offenbach verlegen, sobald passende Flächen gefunden sind. www.frankfurter-brett.de ❙ Bäckerei Heberer: neue Anleihe aufgelegt MÜHLHEIM AM MAIN. Die Wiener Feinbäckerei Heberer blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Zum dritten Mal in Folge erzielte das Familienunternehmen ein positives Betriebsergeb- nis. Anfang 2026 zahlte Heberer fällige Anleihen mit einem Gesamtvolumen von rund 6,1 Millionen Euro vollständig zurück. Nach der erfolgreichen Plat- zierung einer fünfjährigen Genussanleihe im ver- gangenen Jahr bringt das Unternehmen nun eine dreijährige „Handwerksanleihe“ mit einem Zinssatz von 4,25 Prozent auf den Markt. Die Zeichnungsfrist läuft von April bis Juni 2026. www.heberer.de/anleihe ❙ Ausgezeichnete Buchhandlungen NEU-ISENBURG/OFFENBACH.Die Neu-Isen- burger Buchhandlung Buch 78 von Inhaberin Anja Kronier und der Offenbacher Buchladen am Markt von Andrea Tuscher gehören zu den Preisträgern des Deutschen Buchhandlungspreises. Buch 78 überzeugte die Jury mit einem breit aufgestellten Lesungs- und Kulturprogramm, darunter der Reihe „Literatur trifft …“ in Kooperation mit lokalen Ein- richtungen. Der Buchladen am Markt wird für sein sorgfältig kuratiertes Programm ausgezeichnet, das Klassiker, Gegenwartsliteratur und feministische Comics gleichermaßen sichtbar macht. Jeder mit dem Buchhandlungspreis ausgezeichnete Laden erhält 7.000 Euro Preisgeld. Die geplante Preis- verleihung auf der Leipziger Buchmesse wurde kurzfristig durch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer abgesagt. Hintergrund waren umstrittene Ausschlüsse mehrerer Buchhandlungen auf Basis von Verfassungsschutzabfragen. https://buch78.buchhandlung.de/ www.buchladenammarkt.de/ Menschen und Wirtschaft ❙ Dieter Haack wird 90 NEU-ISENBURG. Der ehemalige geschäftsführende Gesell- schafter der WEFRA Werbeagentur Frankfurt – heute WEFRA LIFE CORPORATE GmbH – und Mitbegründer der Arbeitsge- meinschaft Leseranalyse medizinischer Fachzeitschriften (LA MED), Dieter Haack, feierte im April 2026 seinen 90. Geburts- tag. 1966 stieg er in zweiter Generation in das Familienunter- nehmen ein und prägte gemeinsam mit seinem Vater den Aufbau und die Entwicklung der heutigen Healthcare-Agen- tur. 1974 realisierten beide den Bau des ersten WEFRA-Hauses in Neu-Isenburg, in unmittelbarer Nähe zum Frankfurter Flug- hafen. Heute wird das Familienunternehmen in dritter und vierter Generation von Dieter Haacks Sohn Matthias Haack sowie seinen Enkeln Adrian Haack und Niklas Kurz geführt. www.wefra.life ❙ Starkes Duo an der Spitze OFFENBACH AM MAIN. Ingrid Pfeiffer und Jakob Stibor haben seit Januar 2026 die gemeinsame Geschäftsführung der IQ Solutions GmbH übernommen. Der Offenbacher IT- Dienstleister ist mit dem Unternehmen myDATA aus Butzbach verschmolzen. Mit der neuen Struktur wollen sich die Unter- nehmen als regional verankerter IT-Dienstleister mit Fokus auf langfristige, zukunftsfähige IT-Lösungen positionieren. Ziel sei es, die Kompetenzen zu bündeln und das Leistungsangebot für mittelständische Unternehmen weiter auszubauen. Die IQ Solutions GmbH wurde 1999 gegründet. Zum Portfolio zählen Managed IT-Services, DATEV-Lösungen, moderne Arbeits- plätze und IT-Sicherheit. Der Firmensitz in der denkmalge- schützten Hassia-Fabrik bleibt erhalten. www.iq-solutions.de Fo to : p riv at Fo to : p riv at ❙ Neuer Geschäftsführer RÖDERMARK. Seit Januar 2026 ist Lars Harry Hartwig der neue Geschäftsführer des Sitzmöbelherstellers KÖHL GmbH in Rödermark. Dort ist der 53-Jährige verantwortlich für die Bereiche Marketing und Vertrieb. Sein Fokus liegt auf einer klaren Positionierung und dem Ausbau des Produktportfo- lios sowie auf nachhaltigen Lösungen wie Remanufacturing- und Refurbishment-Konzepten. Mit Hartwig hat die KÖHL GmbH einen Branchenexperten gewonnen. Langjährige Erfahrungen in führenden Vertriebspositionen, unter ande- rem als Regionalvertriebsleiter Süd beim Büromöbelher- steller Sedus Stoll AG sowie als nationaler Vertriebsleiter der Dauphin Human Design Group GmbH & Co. KG, bestätigen sein Know-how. In seiner neuen Rolle soll Hartwig zentrale Impulse für die Marktausrichtung setzen. www.koehl.com Fo to : K Ö H L Gm bH 12 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 NACHRICHTEN http://www.frankfurter-brett.de http://www.heberer.de/anleihe https://www.buchladenammarkt.de/ http://www.wefra.life http://www.iq-solutions.de http://www.koehl.com Weltweit ist einfach. Wenn man einen starken Partner mit internationalem Netzwerk hat. Regional verankert, weltweit vernetzt. www.s-international-mittelhessen.de Weltweit ist einfach. Wenn man einen starken Partner mit internationalem Netzwerk hat. Regional verankert, weltweit vernetzt. www.s-international-mittelhessen.de Weltweit ist einfach. Birgit Arens hat reingeschaut bei Dive With Us Gabi Brüchert ist vom Tauchen fasziniert und steckt andere Menschen gerne damit an. Zu ihrer Tauchschule Dive With Us gehört ein Fachgeschäft mit Online-Shop in Neu-Isenburg. Bei vier Grad Wassertemperatur haben Gabi Brüchert und rund 20 hartgesottene Tauchfreunde die Saison 2026 im Februar in einem See eingeläutet. „Wir hatten Trockentauchanzüge an, aber es war trotzdem kalt“, räumt sie ein. Kurz darauf starteten schon die ersten Tauchkurse von Dive With Us. Nach schwierigen Pandemiejahren ist die Nachfrage nach den Angeboten der Tauchschule wieder gut. Nebenberuflich Unternehmerin „Ich war 2009 im Urlaub in Sri Lanka und hatte eigentlich alles gese- hen, was mich dort interessiert hat. Mein Sohn brachte mich auf die Idee, einen Tauchschein zu machen“, erzählt Brüchert, wie sie aus einer Laune heraus zu ihrem Lieblingssport fand. 2015 erlebte sie Seit 2024 bietet Gabi Brüchert Tauchequipment nicht nur online, sondern auch in ihrem Laden an. 14 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 NACHRICHTEN einen beruflichen Einschnitt, der ihr einen längeren Asienaufenthalt ermöglichte. „In der Zeit habe ich alle Ausbildungsstufen abgeschlos- sen und bin Tauchlehrerin geworden“, berichtet sie. Zurück in Deutschland nahm sie eine neue Stelle in einer Bank an, blieb aber dem Tauchen treu. Im Nebenerwerb gründete sie 2019 die Tauchschule Dive With Us – zu Deutsch: Tauch mit uns. Der Traum, hauptberuflich einzusteigen, platzte wegen der Corona- pandemie. „Die ganze Wassersportbranche lag am Boden“, erinnert sie sich. 2021 ging Brüchert mit einem Internet-Shop für Tauchausrüstung online. Die Geschäfte entwickelten sich wieder gut. Im Dezember 2024 eröffnete sie in Neu-Isenburg einen Laden in der Hugenottenallee. Er lädt nachmittags und samstags zu Beratung und Kauf ein, denn die Inhaberin arbeitet auch weiter als Angestellte. Neben Bekleidung, Mas- ken und Flossen gibt es bei Dive With Us zum Beispiel Tauchcomputer und Atemregler. Außerdem können die Kunden auf die langjährige Expertise der Tauchlehrerin bauen, die nicht mehr zählen kann, wie viele Tauchgänge sie schon unternommen hat. Jetzt im Vierer-Team Die Nachfrage nach dem Kursangebot ist zwischenzeitlich gestiegen, so dass ein Vierer-Team bei Dive With Us unterrichtet. Die Lehrerinnen und Lehrer arbeiten alle nebenberuflich und verfügen über unter- schiedliche Qualifikationen gemäß der Professional Association of Diving Instructors (PADI) – laut PADI-Website ist das „die weltweit größte Organisation für Meereserforschung und Taucher, die in 186 Ländern und Territorien tätig ist, mit einem globalen Netzwerk von mehr als 6.600 Tauchbasen und Resorts und über 128.000 profes- sionellen Mitgliedern weltweit“. Wer Taucher werden will, erwirbt zunächst das theoretische Wissen in E-Learnings. Die Prüfung findet vor Ort statt. Kurssprachen bei Dive With US sind Deutsch, Englisch und Türkisch – demnächst soll Spa- nisch dazukommen, denn „wir haben eine neue Tauchlehrerin in der Pipeline“, sagt Brüchert. Die praktischen Tauchausbildungen finden in kleinen Gruppen mit drei bis vier Schülerinnen oder Schülern statt. Es gibt den Bubble- maker-Kurs für Kinder ab acht Jahren, die maximal zwei Meter tief tauchen. Für Erwachsene reichen die Angebote vom Schnupper- und Auffrischungskurs über unterschiedliche Angebote für Fortgeschrittene und Profis bis zu Spezialkursen wie Tief- oder Trockentauchen. „Wir stellen das Equipment für die Kurse. Nur die ABC-Ausrüstung nicht. Das heißt, die Teilnehmerinnen und -teilnehmer bringen ihre eigenen Masken, Flossen, Schuhe und Schnorchel mit – aus hygienischen Gründen“, erklärt die Tauchlehrerin. Den Unterricht gibt das Team im Schwimmbad in Trebur oder in einem nahegelegenen See. Auf Entdeckungsreisen „Ägypten oder die Malediven sind für Taucher natürlich attraktiver. Da gibt es eine ganz andere Fauna zu entdecken als in einem deutschen See, in dem die Sicht auch noch schlecht sein kann. Hier konzentrie- ren wir uns also ganz auf die Ausbildung“, sagt sie. „Ein Drittel der Schüler sehen wir nach der Ausbildung nie wieder. Das sind oft Menschen, die das Tauchen im Urlaub ausprobieren wollen. Die anderen zwei Drittel treffen wir immer wieder. Sie kaufen hier Ausrüstungsgegenstände, nehmen Unterricht und verreisen mit uns“, berichtet die Gründerin. „Mit maximal zwölf Teilnehmern reisen wir an das Ziel, für das sich die Mehrzahl der Interessenten entscheidet. Gerade sind wir am Aushandeln, ob es diesmal Ibiza, die Türkei oder Malta wird“, freut sie sich auf den nächsten Einsatz, bei dem es mehr zu sehen gibt als Hechte und Karpfen. www.divewithus.de Fo to : A re ns /IH K 15Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 NACHRICHTEN http://www.divewithus.de Nachhaltige Mode aus eigener Herstellung und von kleinen Labels Aus dem Testraum ins wirkliche Wirtschaftsleben Im Februar hat Tanja Ronaghi die Boutique Ninone neu eröffnet. Sie ist die erste Fördernehmerin des Offenbacher Testraum-Fonds. Das Ladengeschäft mit der Adresse Frank- furter Straße 13–15 liegt gegenüber der C+A-Filiale am Offenbacher Hugenottenplatz. Tanja Ronaghi hat Ninone aufwendig reno- viert, nachdem ihre Mutter dort 30 Jahre lang Mode verkauft hatte. Die Tochter präsentiert jetzt eigene Kreatio- nen ihrer Marke tanjaronaghi und ausge- wählte Stücke von anderen kleinen Labels, vorwiegend aus der Region. Nach Farben sortierte Röcke, Hosen, Blusen, Shirts und Strickbekleidung sind an den Wänden auf- gereiht und machen Lust darauf, sie in der großen Umkleidekabine anzuprobieren. In der Mitte des Ladens fällt der Blick auf filigrane Schmuckstücke und ungewöhnliche Keramik. 2025 hat Ronaghi, die an der Käthe-Kollwitz- Schule Maßschneiderin gelernt und an der Hochschule für Gestaltung Offenbach (HfG) freie Kunst studiert hat, ihre Geschäftsidee im „Testraum“ ausprobiert. In diesem Laden, den die Stadt Offenbach mietfrei zu Verfügung stellt, können Existenzgründerinnen und -gründer prüfen, ob ihre Konzepte tragfähig sind. Nun hat sich die Designerin entschlos- sen, dauerhaft in Offenbach zu bleiben, und erhält dafür eine Förderung aus dem Test- raum-Fonds. „Ich setze nicht auf Fast Fashion. Meine Mode ist zeitlos. Ich verwende gute, langlebige Stoffe, meist aus Italien. Drei Kollektionen im Jahr gibt es“, sagt sie und berichtet, dass sie bewusst keinen Online-Shop betreibt: „Mir ist der reale Austausch wichtig – Gespräche, Kleidung anziehen und präsentieren. Meine Kundinnen sollen sich wohlfühlen.“ www.instagram.com/tanjaronaghi Keine Fast Fashion, sondern selbst entworfene Kleidungsstücke aus hochwertigen Stoffen bietet Tanja Ronaghi seit Februar in der Offenbacher Innenstadt an. Fo to : A re ns /IH K 16 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 NACHRICHTEN http://www.instagram.com/tanjaronaghi Zukunftsinvestition der BMW-Niederlassung Offenbach Fahrzeuge besser, schneller und umweltfreundlicher lackieren Die BMW-Niederlassung Offenbach hat eine neue Lackierkabine in Betrieb genommen. Damit erweitert das Unternehmen seine technischen Kapazitäten und unterstreicht seinen hohen Anspruch an Qualität, Effizienz und umweltfreundliche Prozesse. „Wir investieren damit gezielt in die Zukunft unseres Unternehmens“, erklärt Stefan Schleicher, Leiter Aftersales. „Die neue Anlage ermöglicht uns eine höhere Produktivität, eine nachhaltigere Arbeitsweise und noch bessere Ergebnisse für unsere Kunden. Zudem bauen wir damit unsere Position als leistungsstarker Partner im Rhein-Main-Gebiet in Sachen Unfallinstandsetzung und Lack- reparaturen weiter aus.“ Die Lackierkabine entspricht dem neuesten Stand der Technik: Kundenfahrzeuge werden in der Niederlassung Offenbach jetzt mit automatischer Kabinendrucksteuerung, auto- matischem Luftmanagement und energieef- fizienter Wärmerückgewinnung lackiert. Im Zusammenspiel mit einer ausgeklügelten Pro- zesssteuerung werden die Lackierergebnisse verbessert und Durchlaufzeiten reduziert. Nach der Lackierung trocknen Fahrzeugteile oder Komplettfahrzeuge unter bestmöglichen Bedingungen in einer integrierten Trocken- kabine, während die Lackierarbeiten in der Kabine weiterlaufen können. In Kombination mit den Lacken eines inno- vativen Herstellers werden zusätzlich die Trocknungszeiten dank neuer Lackkompo- nenten verkürzt. „Die zur Aushärtung nötigen Temperaturen während der Trocknung sind wesentlich niedriger als zuvor, gleichzeitig ist der Trocknungsprozess schneller abge- schlossen. Das ist ein großer Fortschritt, der auch die Energiekosten deutlich sinken lässt“, erläutert Schleicher. Neben der technischen Leistungsfähigkeit trägt die Anlage zur Verbesserung der Arbeits- bedingungen bei. Moderne Filtertechnik und ergonomische Ausstattung sorgen für Sicher- heit und Komfort im täglichen Betrieb. www.bmw-offenbach.de Stefan Schleicher, Leiter Aftersales, und Matthias Betz, Niederlassungsleiter Verbund Mitte, zeigten IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner die neue Lackierkabine. Fo to : A re ns /IH K 17Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 NACHRICHTEN http://www.bmw-offenbach.de Manfred Löffler Werkzeug Handels- und Schleifdienst GmbH Traditionsbetrieb bleibt offen für neue Herausforderungen Die Manfred Löffler Werkzeug Handels- und Schleifdienst GmbH blickt 2026 auf ein halbes Jahrhundert Unternehmensgeschichte zurück. 1976 übernahm Manfred Löffler die Firma Micor in Mörfelden, benannte sie um und legte den Grundstein für den heutigen Betrieb. Drei Jahre später folgten die Gründung der GmbH und der Umzug nach Offenbach in die Domstraße 57. „Dank regelmäßiger Investitionen hat sich aus dem Ein-Mann-Betrieb über die Jahrzehnte ein leistungsfähiges Unternehmen mit sechs Beschäftigten entwickelt. Mit innovativer CNC-Schleiftechnik, einem modernen Maschinenpark und kompetenten Mitarbeitern bieten wir Qualität und Zuverlässigkeit bei ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Ver- hältnis“, versichert der derzeitige Geschäftsführer und Gründersohn Stefan Löffler. Die aktuell schwache Konjunktur spürt auch der Traditi- onsbetrieb: „Der Verkauf von Neuwerkzeugen ist zurückgegangen. Aber das Schärfen von Werkzeugen liegt weiter im normalen Bereich. Neben einem Mitbewerber sind wir die einzigen im Rhein-Main-Gebiet, die diesen Service im Angebot haben“, erklärt der gebürtige und überzeugte Offenbacher. Zu seinem Kundenkreis gehören Schreinereien, Tischle- reien, Baumärkte, Messebauer sowie Metall- und Plexiglasverarbeiter. Eine wichtige Weiche für die Zukunft hat das Unternehmen kürzlich gestellt: Seit April 2026 ist es STIHL-Vertragshändler und bietet Verkauf sowie Reparatur von Produkten des Markenherstellers an. www.loeffler-werkzeuge.de Stefan Löffler (M.) mit seinem sechsköpfigen Team in Offenbach. Fo to : L öff le r Familie Zentner: Marklerfrei (Keine Vermittlungskosten) Grundstück: ca. 1.200 m2 Wohnfläche: ca. 453m2 Gewerbefläche: ca. 730 m2 Nutzfläche Haus: ca. 139 m2 Einheiten: 4 Immobiliendaten in der Übersicht Baujahr: ca. 1974/1979/1982/1996 Zustand: gepflegt Stellplatz: 4 (erweiterbar) Bebauungsplan: N9_3 Industriegebiet Energieträger: Gas Energiewert: 198,70 kWh/(m2a) Wohngebäude verbrauchsorientiert, Klasse: F Kaufpreis: 1.400.000 EUR Besichtigung: Besichtigungen sind nur nach Terminabsprache mit uns möglich. 63110 Rodgau ezentner@t-online.de 18 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 NACHRICHTEN http://www.loeffler-werkzeuge.de Gutes Geschäftsjahr 2025 für die EVO Sichere und klimaneutrale Wärmeversorgung für Stadt und Kreis Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) plant, in den kommenden Jahren mehr als 200 Millionen Euro in eine sichere und klimaneutrale Wärmeversorgung zu investieren. Im Herbst startet der Bau des neuen EVO-Energiewerks, zu dem der EVO-Vorstandsvorsitzende Dr. Christoph Meier bei der Bilanzpressekonferenz erklärte: „Das Energiewerk an der Dietzenbacher Straße wird zum Dreh- und Angelpunkt unserer Wärmeerzeugung – technologisch innovativ, effizient und zukunftsorientiert.“ Im Energiewerk wird die EVO die Nutzung von Abwärme aus der Abfallverbrennung mit neuen Technologien ohne zusätzliches Abfall- aufkommen von 45 auf 63 Megawatt steigern. Gleichzeitig entsteht auf dem EVO-Campus im Offenbacher Nordend eine neue Energiezentrale. Sie wird eine Zehn-Megawatt-Wärmepumpe, zwei Heißwassererzeu- ger mit insgesamt 80 Megawatt sowie erstmals Abwärme aus einem benachbarten Rechenzentrum nutzen. Die Anlage ersetzt schrittweise das Kohlekraftwerk am Nordring. Schon seit Oktober 2025 baut die EVO zudem eine neue Fernwärme-Transportleitung, die 2028 fertiggestellt werden soll. „Wir wollen die Energie, die in den Prozessen entsteht, viel nachhalti- ger und effizienter nutzen“, versicherte Technikvorstand Günther Weiß, der sich anlässlich der Bilanzpressekonferenz in den Ruhestand verab- schiedete. „Mehr klimafreundliche und regionale Wärme – ohne eine Tonne Abfall mehr zu verbrennen. Das ist unser Versprechen an die Region“, sagte er. Politik und Bürgerschaft unterstützten die Projekte der EVO, die aktuell rund 40 Prozent der Offenbacher Haushalte sowie Teile der Nachbarstädte versorgt. Großprojekte werden sich auszahlen 2025 bezeichnete Meier als insgesamt gutes Geschäftsjahr. Er berich- tete von einem Jahresüberschuss von 26,7 Millionen Euro, der knapp unter dem Vorjahresgewinn von 27,0 Millionen Euro liege. Das leicht schlechtere Ergebnis erklärte er zum einen mit den geringeren Margen aus dem Geschäft mit Fernwärme, Erdgas und Strom. Belastend wirkten zudem höhere Zinszahlungen aufgrund der Investitionen in das Netz und die Erzeugung. Er rechnet zunächst mit sinkenden Ergebnissen aufgrund weiter steigender Zinszahlungen, bevor sich die Investitionen in die Großprojekte der EVO auszahlen werden. Die Umsatzerlöse der AG sind aufgrund gesunkener Energiepreise auf den Märkten abermals zurückgegangen – auf 443,9 Millionen Euro nach 476,4 Millionen Euro im Vorjahr. Das ist eine Verringerung um rund 6,8 Prozent. Das Eigenkapital ist abermals leicht von 200,7 auf 208,3 Millionen Euro gestiegen. Damit verfügt die EVO weiter über eine solide Eigenkapitalquote von 40,5 Prozent. Das Investitionsvolumen ist auf 71,1 Millionen Euro (Vorjahr 38,3 Millionen Euro) gestiegen. Die Bilanzsumme der AG liegt mit 514,2 Millionen Euro über dem Vorjah- resniveau von 435,8 Millionen Euro. In der EVO-Gruppe belaufen sich die Umsatzerlöse auf 547,9 Millionen Euro nach 578,3 Millionen Euro im Vorjahr. Das Anlagevermögen ist mit 514,5 Millionen Euro deutlich gestiegen (Vorjahr: 452,7 Millionen Euro). Die Zahl der EVO-Beschäftigten in der Gruppe beträgt 690 zum Stichtag 30. September 2025. Im Vorjahr waren es noch 679 Mitarbeite- rinnen und Mitarbeiter nach 649 im Jahr 2023. Die Aktionäre erhalten für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 87 Cent je Aktie (Vorjahr: 1,03 Euro). Das heißt: Rund 7,8 Millio- nen Euro fließen jeweils an die beiden Hauptaktionäre der EVO – die MVV Energie AG und die Stadtwerke Offenbach Holding GmbH. Rund 500.000 Euro werden an die Anteilseigner aus dem Kreis der Beleg- schaft ausgeschüttet. www.evo-ag.de tillmann-verpackungen.de Kathrin Hildebrand Geschäftsführerin 0800-TILLMANN MIT SICHERHEIT GUT VERPACKT – DANK ÜBER 70 JAHREN ERFAHRUNG. 19Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 NACHRICHTEN http://www.evo-ag.de TEAMS BRAUCHEN MEHR ALS EFFIZIENTE PROZESSE Gesunde Führung in bewegten Zeiten Im Juli 2025 präsentierte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) die Ergebnisse einer Arbeitsstudie und proklamierte: Mehr als jeder Vierte in Deutschland macht nur Dienst nach Vorschrift. Anfang 2026 fand Bundeskanzler Merz, dass deutsche Arbeitnehmer sich zu oft krankmelden (durchschnittlich drei Wochen pro Jahr). Was ist tatsächlich „krank“ an unseren Teams und welche Rolle spielt eine „gesunde Führung“? Führungskräfte dürfen nicht nur auf Aufgaben und Kennzahlen schauen. Sie müssen die Menschen in ihren Teams wahrnehmen, die ihre Sorgen und Zukunftsfragen zur Arbeit mitbringen. 20 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 TITELTHEMA Fo to : A do be S to ck – C on tra st w er ks ta tt „In meinem Unternehmensalltag begegne ich häufig Konstellationen, die solche Schlüsse wie die von EY und dem Kanzler nahelegen“, sagt Mike Pfannemüller. Als Geschäftsführer von Pan & Miller Consulting – Management, Langen, unterstützt er Führungskräfte und Organisatio- nen dabei, Zusammenarbeit, Belastungssteuerung und Veränderungs- fähigkeit im Arbeitsalltag wirksam zu verbessern. Dabei baut er auf Praxisnähe, psychologisch fundierte Ansätze und eine konsequente Begleitung. Ein konkretes Beispiel für ein Team, in dem etwas nicht stimmte, hat er schnell parat: „Einer meiner Auftraggeber stellte fest, dass der Krankenstand eines Teams innerhalb eines Jahres von 4,8 Prozent auf 7,2 Prozent gestiegen war. Außerdem hatte die Fluktuation zugenom- men. Das Team erledigte seine Aufgaben, aber ohne Inspiration. Es kamen keine neuen Ideen mehr. Auffällig war auch die Kommunika- tion: Gespräche und E-Mails waren kurz und knapp, der Ton sachlich, manchmal sogar gereizt.“ Für Pfannemüller lautet in einem solchen Fall die entscheidende Frage nicht: „Was stimmt nicht mit dem Team?“, sondern „Sehen wir unsere Mitarbeitenden ganzheitlich?“ Menschen sind mehr als Mitarbeitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen heute unter mehrfachem Druck. Die Anforderungen im Betrieb werden höher. Die Digitalisie- rung verändert und beschleunigt Abläufe. Die wachsende Präsenz von KI-Systemen und die zunehmende Automatisierung werden teilweise als bedrohlich wahrgenommen. Tools, Prozesse und Priori- täten verändern sich scheinbar permanent. Gleichzeitig belasten die schwierige Wirtschaftslage und die unsicheren Zukunftsaussichten. „Viele fragen sich: ‚Kann ich da noch auf Dauer mithalten?‘ oder ‚Was bedeutet das alles für meine Zukunft?‘“, sagt Coach Pfannemüller und ergänzt: „Der Mensch kommt nie nur als Mitarbeiter oder als Mit- arbeiterin zur Arbeit. Private Sorgen, Zukunftsfragen und berufliche Dynamik wirken zusammen. Wenn Führung ausschließlich auf Aufga- ben und Kennzahlen schaut, können entscheidende Signale so lange übersehen werden, bis sich die Belastung in Fehlzeiten, Konflikten oder im Rückzug zeigt“, warnt er. Es geht auch ohne großes Programm Im konkreten Fall entschied er sich für eine strukturierte Begleitung von Führung und Team sowie zu vier „Hebeln“: Zunächst empfahl er, früher ins Gespräch zu kommen – und zwar bevor die Situation kippt. Die Beteiligten etablierten kurze, klare Gesprächsimpulse, um frühzei- tig auf Belastungen und Verunsicherungen aufmerksam zu werden. Der zweite Ansatz lautete „Den Menschen hinter der Rolle sehen“. Zur differenzierten Analyse verwendete Pfannemüller eigens entwickelte 360°-Persönlichkeitsprofile. Er erklärt: „Neben der Selbsteinschät- zung der Mitarbeitenden fließen strukturierte Rückmeldungen von Führungskräften und Kollegen ein. Ergänzend werden persönliche Faktoren wie Belastungsempfinden, Kommunikationsverhalten und individuelle Arbeitsweise berücksichtigt. So entsteht ein differen- ziertes Gesamtbild aus Selbst- und Fremdwahrnehmung.“ Auf dieser Grundlage ließen sich gezielte Coachings und individuelle Entwick- lungen planen. 21Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 TITELTHEMA Als dritter „Hebel“ wirkte die Schulung der Führungskräfte. Sie lernten, wie „gesunde Führung“ funktioniert, indem sie die Gesprächsführung in angespannten Situatio- nen trainierten, ihre emotionale Intelligenz im Alltag verbesserten und psychologische Grundkenntnisse zu Stress- und Verände- rungsdynamiken erwarben. Sie wissen nun, wie sie Reizreaktionen vermindern, Klarheit vermitteln und Vertrauen schaffen. Schließlich war es entscheidend, die Wirkung zu messen und die Vorgehensweise nach- zujustieren. Mit Umfragen zu Beginn, in der Mitte und am Ende des Prozesses wurden die „Teamtemperatur“, die subjektive Belastung und die Zusammenarbeit bewertet. So konn- ten Maßnahmen sinnvoll angepasst werden. Wenig geändert, viel verbessert Laut Mike Pfannemüller ergab die Bilanz nach zwölf Monaten, dass der Krankenstand von 7,2 Prozent auf 5,1 Prozent gesunken war, die Fluktuation abgenommen hatte und wieder neue Ideen eingebracht wurden. Das Team kommuniziere nun kollegial und freund- lich miteinander. Es spreche über Probleme schon, sobald sie sich anbahnen. Ein weiterer positiver Effekt: Belastungsspitzen würden früher sichtbar. Für den Coach ist entscheidend, dass die Ini- tiative für eine „gesunde Führung“ nicht nach einer Analyse oder einem Workshop endet. „Nachhaltige Veränderung entsteht erst, wenn Unternehmen in der Umsetzung nicht alleingelassen, sondern begleitet werden“, ist er überzeugt. IHK-Seminar „Gesunde Führung in bewegten Zeiten“ Mike Pfannemüller kooperiert zu diesem Thema mit der Weiterbildung der IHK Offenbach am Main. Im Seminar vermittelt er einen modernen Ansatz gesund- heitsorientierter Führung. Führungskräfte lernen, Mitar- beitende bewusst wahrzunehmen, ihre psychologische Sicherheit zu stärken und Veränderungen menschlich zu begleiten. Der Fokus liegt auf Prävention, Vertrauen und Selbstwirksamkeit im Team. Unternehmen gewin- nen stabile Teams, höhere Veränderungsbereitschaft und eine resiliente Organisation. ❙ Termin: 13. Mai 2026, 9:00 bis 16:30 Uhr ❙ Ort: IHK Offenbach am Main ❙ Preis pro Person: 249,00 Euro ❙ Kontakt Mike Pfannemüller 0152 5373-3533 info@pan-miller.de www.pan-miller.de Mike Pfannemüller unterstützt Führungskräfte und Organisationen dabei, Zusammenarbeit, Belastungssteuerung und Veränderungsfähigkeit im Arbeitsalltag zu verbessern. Fo to : p riv at 22 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 TITELTHEMA http://www.pan-miller.de Offenbacher Start-up konzentriert sich auf MedTech Guten Ideen den Weg in den Markt ebnen Als Arzt und Betriebswirt hat Dr. Amel Havkić es oft erlebt: Eigentlich sinnvolle Produkte aus dem medizinisch-technischen Bereich (MedTech) scheitern, weil sie nicht in den echten Gesundheitsbetrieb passen, im Wettbewerb unterliegen oder gar nicht auf den Markt kommen, weil regulatorische Hürden zu hoch sind. Um dies zu vermeiden, hat er in Offenbach das Beratungsunternehmen EvoMed Consulting gegründet. Malta, November 2025: Die EvoMed Consul- ting GmbH wird bei der Fachkonferenz Med- Tech World Europe als „Best Market Access Consultancy of the Year“ geehrt. Dubai, Februar 2026: EvoMed-Geschäftsführer Amel Havkić nimmt bei der MedTech World Middle East den Preis „Best Rising Star in the Industry of the Year“ entgegen. Was veranlasst die internationale Med- Tech-Branche zu so viel Lob für das Start-up beziehungsweise seinen Gründer? Anscheinend überzeugt seine Methode, Innovationen aus allen wichtigen Perspektiven zu betrachten und die Aussichten für eine erfolgreiche Einführung zu optimieren. Die Ziele des Mediziners: Zum einen geht es natürlich um die Vorteile für die Hersteller von MedTech-Produkten. Profitieren sollen aber auch das Personal in Medizin und Pflege, dessen Arbeit erleichtert wird, sowie die Patientinnen und Patienten, die weniger Risiken ausgesetzt werden. Nicht zuletzt will er Investoren und Kapitalgebern eine zuverlässige Entscheidungshilfe an die Hand geben. Viel Insiderwissen Amel Havkić ist Facharzt für Pneumologie, Innere Medizin, Notfallmedizin und Intensiv- medizin. Er leitet den Bereich für Beatmungs- medizin an einem Frankfurter Krankenhaus und unterhält außerdem eine Privatpraxis. Entsprechend gut kennt er den Mikrokosmos von Medizin und Gesundheit. Bei seiner Arbeit beobachtet er, wie Neuerungen auf Ablehnung stoßen, wenn Menschen sie zu kompliziert finden oder ihnen misstrauen. Aber er sieht auch, wie Innovationen schaden können, wenn sie nicht korrekt zum Einsatz kommen. Ebenso weiß er, wie schwierig und langwierig die Zulassung von medizinischen Produkten in Deutschland sein kann. KI zündet den Turbo Berufsbegleitend hat der Arzt Gesund- heitsökonomie studiert und sich in seiner Forschungsarbeit für das MBA-Diplom mit den Gedanken befasst, die der Geschäfts- idee von EvoMed Consulting zu Grunde liegen. „Jetzt beraten wir Unternehmen, die Medizinprodukte herstellen, damit diese von allen involvierten Akteuren und Institu- tionen akzeptiert werden“, sagt Havkić und präzisiert: „Mit unserer KI-basierten Software StarMap AI testen und bewerten wir die Innovationen. Wir simulieren den gesamten Prozess der Einführung. Dabei stellen wir fest, ob es an einzelnen Stellen hakt, können Justierungen empfehlen und Marktchancen abwägen.“ Er habe vergleichbare Beratungen auch schon zuvor durchgeführt. „Aber was früher zwei bis vier Wochen gedauert hat, schaffen wir heute dank KI und mit einem komplett digitalisierten Prozess an einem Tag. Bisher sind die Hersteller oft den Weg über Versuch und Irrtum gegangen. Das ist viel zu teuer“, erklärt er und freut sich: „Seit wir Star- Map 2025 gelauncht haben, ist die EvoMed regelrecht durch die Decke gegangen.“ Zum Beraterteam von EvoMed Consulting gehören inzwischen eine Atmungsthera- peutin, die in der Intensivmedizin tätig ist, und drei weitere Ärzte, darunter Andra-Cris- tina Havkić, die Ehefrau des Gründers. Drei weitere Mitarbeitende sind für Assistenz, Finanzen und Marketing zuständig. „Alle Kolleginnen und Kollegen arbeiten remote und sehr flexibel, denn wir haben weltweit Kunden, die in unterschiedlichen Zeitzonen agieren“, berichtet Amel Havkić. Er selbst wolle vorerst weiter dazu beitragen, dass EvoMed Consulting bekannter wird. „Ich widersetze mich aktiv der naheliegen- den Entwicklung, Vollzeit in die Beratung zu wechseln. Ich bin Vollblut-Arzt und möchte auch langfristig praktizieren“, sagt er und stellt damit sicher, dass dem Unternehmen der Draht in die reale Welt von Medizin und Gesundheit erhalten bleibt. www.evomed-consulting.eu Autorin Birgit Arens 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Amel und Andra-Cristina Havkić haben für ihr noch junges, komplett eigenfinanziertes Unternehmen EvoMed Consulting schon viel positives Feedback erhalten. Fo to : E vo M ed C on su lti ng 23Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 TITELTHEMA Klinische Brustkrebsforschung in Neu-Isenburg Bessere Therapien durch Innovation In Neu-Isenburg sitzt eine Organisation, die in einem hochsensiblen Feld arbeitet: klinische Brustkrebsforschung. Die GBG Forschungs GmbH ist eine neutrale „Academic Research Organisation (ARO)“, die klinische Studien konzipiert und koordiniert. Die Ergebnisse und Erkenntnisse sollen die Behandlung von Brustkrebs stetig verbessern. Im Interview erzählt Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leiterin Prof. Dr. med. Sibylle Loibl, wie das funktioniert. „Klinische Studien, da denkt jeder sofort an Meerschweinchen“, lacht die Wissenschaftle- rin. „Bei uns ist es nicht so. Klinische Studien braucht man, um neue Therapieformen zu entwickeln, nicht unbedingt nur Medikamen- tentherapien. Wir sind eine Schnittstelle zwi- schen Kliniken, Praxen, Krankenhäusern, der pharmazeutischen Industrie und organisieren und koordinieren Forschung. Bei uns arbeiten Expertinnen und Experten aus vielen unter- schiedlichen Bereichen Hand in Hand.“ Frauen dominieren Neben qualifizierten Ärztinnen und Ärzten umfasst das GBG-Team Spezialistinnen und Spezialisten für Statistik, Bioinformatik, Biologie, Biochemie, Datenmanagement, IT, medizinische Dokumentation und Admi- nistration. Durch die stetig steigende Zahl an Studienprojekten ist das Institut in den vergangenen Jahren auf 130 Mitarbeitende angewachsen, mit einen Frauenanteil von knapp 80 Prozent. Eigene Ideen entwickeln „Academic Research Organisation, also aka- demische Forschungsorganisation, heißt“, erklärt Prof. Dr. Loibl, „wir führen nicht nur Studien für andere durch, für Kliniken oder die pharmazeutische Industrie, sondern kommen mit eigenen Ideen für Studien und wissenschaftliche Projekte. Das ist unser Beitrag zur Innovation.“ Die Abwick- lung einer klinischen Studie ist komplex. „Einfach erklärt, braucht man zuerst einen Projektplan für das Vorhaben mit einem Forschungsziel: ganz klassisch, ist Medika- ment A besser als Medikament B. Dieser Plan wird der Ethikkommission und einer Bundesoberbehörde vorgelegt. Bei uns in der Region ist das Paul-Ehrlich-Institut in Langen angesiedelt, das sich um Antikörper und Impfstoffe kümmert“, erläutert die Aka- demikerin. „Diese Institutionen prüfen und überwachen, dass es richtig gemacht wird. Danach sammeln wir Daten, werten diese Die Probensammlung in der GBG-Biobank ist eine wertvolle Quelle für die biomedizinische Forschung. Fo to : G BG F or sc hu ng s G m bH 24 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 TITELTHEMA aus und führen dafür Qualitäts kontrollen durch, indem wir in die Kliniken und teilneh- mende Praxen gehen und uns vor Ort ver- sichern, dass alles richtig gemacht wird. Wir schauen, dass zum Beispiel keine Patienten erfunden werden, um ein Extrembeispiel zu nennen.“ Therapie weiter personalisieren Dass die GBG das in großer Skala organisiert, zeigen die Kennzahlen: Über 1.000 Ärztinnen und Ärzte in mehr als 800 Zentren sind Teil ihres Netzwerks, jährlich nehmen mehr als 2.500 neue Patientinnen an GBG-Studien teil, insgesamt wurden in der Vergangenheit Daten von über 70.000 Frauen gesammelt. Ziel ist es, durch weitere Studien individuel- lere und wirksamere Therapien zu ermög- lichen. Was ist eine GBG-Biobank? Zentral dafür ist die eigene GBG-Biobank. „Unsere Biobank ist eine Sammlung von Blut- und Gewebeproben, die im Rahmen klinischer Forschungsprojekte gespendet und gelagert werden“, erklärt die Medizinerin. „Der entscheidende Punkt: Ergebnisse aus Unter- suchungen an den Proben werden mit klini- schen Verlaufsdaten verknüpft. So können auch später neue Fragen beantwortet werden – zum Beispiel warum bestimmte Gruppen stärker von einer Therapie profitieren oder warum Resistenzen entstehen.“ Warum Biomarker-Forschung? Die Brustkrebstherapie basiert seit Jahrzehn- ten auf dem Prinzip: Operation, Strahlen- therapie und systemische Therapie. Früher wurden Therapien stärker nach Tumorgröße, Lymphknotenstatus und der Gewebelehre entschieden. In den letzten Jahren hat die molekulargenetische Analyse des Tumors an Bedeutung gewonnen. Heute fließen moleku- lare Merkmale wie Gene, Proteine oder Zellen, die Aufschluss über Tumoreigenschaften geben, viel stärker in die Auswahl ein. „Diese Biomarker ermöglichen eine personalisierte Krebstherapie, indem sie helfen, die Diagnose zu sichern, den Krankheitsverlauf abzu- schätzen und die Wirksamkeit zielgerichteter Therapien vorherzusagen“, präzisiert die Wissenschaftlerin. „So vermeiden wir Über- therapie und können wirksame Optionen gezielter einsetzen.“ Neue Wege zur Diagnose und Behandlung Was in Neu-Isenburg organisiert wird, ist im Kern eine Übersetzungsleistung: Aus klinischer Erfahrung werden Forschungsfra- gen, aus Forschungsdaten werden Therapie- entscheidungen, und aus vielen einzelnen Patientinnen-Wegen entsteht Evidenz, die Leitlinien verändert. Die GBG positioniert sich dabei bewusst als unabhängige, akademisch orientierte Studienorganisation – und trifft damit einen Nerv in der modernen Onkologie: Innovation muss nicht nur erfunden, sondern auch sauber bewiesen, verständlich gemacht und in die Versorgung gebracht werden. www.gbg.de Autorin Viktoria Schaab 069 8207-403 schaab@offenbach.ihk.de Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leiterin der GBG Forschungs GmbH, Prof. Dr. med. Sibylle Loibl, erzählt, wie klinische Brustkrebsforschung funktioniert. Fo to : G BG F or sc hu ng s G m bH /M ar cu s S te in br üc ke r 25Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 TITELTHEMA http://www.gbg.de HGA Gesundheitsakademie Hessen Aus- und Weiterbildung für Fachkräfte im Gesundheitssektor Von der Ausbildung zur Betreuungskraft bis zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen, von Kursen für Pharma Operations Management bis zur Pflichtfortbildung für Rettungssanitäter: Für Beschäftigte im Gesundheitswesen bietet die HGA Gesundheitsakademie Hessen in Offenbach ein umfassendes Spektrum an Bildungsangeboten. E-Ladesäulen vor dem Gebäude, ein offener Flurbereich mit großen Glasfronten und Blick ins Grüne – der neue Campus der HGA in der Fritz-Remy-Straße wirkt einladend und modern. Im November 2025 ist die Gesund- heitsakademie nach 16 Jahren in Hanau zurück in die Stadt gezogen, wo sie 1999 als Rettungsdienstschule gegründet wurde. „Wir sind gerne hier und möchten dazu beitra- gen, den Standort zu einem Knotenpunkt für den Gesundheitssektor zu entwickeln“, betont Hasan Cem Atas, Leiter der Akademie. Er lobt die Unterstützung durch die Wirtschafts- förderung der Stadt Offenbach bei der Suche nach einem geeigneten Standort. Wichtig war ihm dabei Platz für weiteres Wachstum. „Wir planen den Aufbau eines eigenen Labors, die Erweiterung unseres Bildungsangebots und möchten Gründern aus dem Gesundheitswe- sen Räumlichkeiten auf dem Campus anbie- ten können“, skizziert er die Zukunftspläne. Aktuell arbeiten 27 festangestellte Mitarbei- terinnen und Mitarbeiter für die HGA, dazu kommen rund 20 freie Dozentinnen und Dozenten. Pro Jahr unterrichten sie derzeit rund 500 Teilnehmende – vom Rettungs- sanitäter-Azubi bis zur Klinischen Projekt- managerin. Die Gesundheitsakademie ist eine staatlich anerkannte Berufsschule und AZAV-zertifiziert. Das heißt, sie bietet unter anderem Aus- und Weiterbildungen an, die von Jobcentern und der Agentur für Arbeit gefördert werden. Teilnehmende aus ganz Deutschland Auch Ärztinnen und Ärzte, Führungskräfte aus Gesundheitseinrichtungen und Pharmaindus- trie sowie Postgraduierte mit einem Studien- abschluss in Biologie, Chemie oder ähnlichen Fächern können sich an der HGA weiterquali- fizieren. „Die Teilnehmenden unserer hybrid gestalteten Postgraduierten-Kurse, darunter Clinical Research Management und Medical Marketing, kommen aus ganz Deutschland“, sagt Atas. Die Live-Onlineseminare werden jeweils durch Präsenzblöcke ergänzt. Das Leistungsportfolio der HGA umfasst jedoch nicht nur die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im Gesundheitswesen. Ein weiteres Standbein ist der Bereich Consulting und Services. Die Akademie bietet Unter- nehmens- und Gründungsberatung ebenso an wie die Entwicklung von Marktzugangs- strategien für Pharma-, Medizintechnik- und Biotechnologieunternehmen. Hasan Cem Atas, Leiter der HGA, will die Angebote der Gesundheitsakademie weiter ausbauen. Fo to : M ah r/ IH K 26 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 TITELTHEMA Steigender Beratungsbedarf Atas, der nach seinem Medizinstudium in der klinischen Forschung gearbeitet und einen Master of Health Business Administration erworben hat, sieht aufgrund der Umbrüche durch die Krankenhausreform steigenden Beratungsbedarf. „Bei den Kliniken kommt es zu Zentralisierung und Spezialisierung, das bedeutet, die Personalstruktur muss oft anders gewichtet werden“, erläutert er. Bei den erforderlichen Veränderungsprozes- sen sei ein neues, agiles Mindset erforderlich und ein analytischer Blick von außen oft hilfreich. Neben externer Beratung bietet die HGA auch Inhouse-Schulungen für Führungs- kräfte in Verwaltung und Personalabteilungen an, um sie zu befähigen, ihre Einrichtungen zukunftsfähig aufzustellen. Die zunehmende Digitalisierung und der Einsatz künstlicher Intelligenz werden den Gesundheitssektor laut Atas spürbar verändern. Er geht davon aus, dass in den nächsten fünf bis zehn Jahren entsprechende Tools dem medizinischen Fachpersonal die Arbeit erleichtern. „Dokumentationsaufgaben werden weitgehend automatisiert und es wird leistungsstarke assistierende Systeme geben“, ist er überzeugt. Dadurch werde der Mensch mit seinen einzigartigen Fähigkeiten – etwa Empathievermögen – wertvoller, nicht überflüssig. Auch für die Ausbildung sieht er Chancen, beispielsweise sprachbasierte KI, die als individueller Lernbegleiter fungiert. Für die Zukunft der HGA am neuen Standort Offenbach wünscht Atas sich die Entwicklung eines aktiven Netzwerks. „Eine Plattform für regelmäßigen Austausch wäre schön“, sagt er. Partizipierende könnten Kliniken, Labore, Forschungseinrichtungen und sonstige Unter- nehmen aus dem Gesundheitsbereich sein, aber auch Schulen und Institutionen. „Wir sind immer bereit für konstruktiven Austausch und freuen uns, mit anderen ins Gespräch zu kommen.“ Autorin Esther Mahr 069 8207-234 mahr@offenbach.ihk.de Kontakt Hasan Cem Atas 069 9794-488-0 h.atas@hga-hessen.de www.hga-hessen.de DEIN FERNSTUDIUM IM GESUNDHEITS- UND SOZIALWESEN. DEINE ZUKUNFT. DEIN TEMPO. Mit dem Fernstudium Geprüfte/-r Fachwirt/-in im Gesundheits- und Sozialwesen an der IHK-Akademie Koblenz qualifizierst du dich berufsbegleitend für neue Aufgaben und Perspektiven. PRAXISNAH – Inhalte, die du direkt im Job anwenden kannst. FLEXIBEL – Lernen, wann und wo es dir passt. PERSÖNLICH – Tutor/-innen und Lerngruppen unterstützen dich. Starte jetzt deinen nächsten Karriereschritt! Jetzt direkt anmelden! TITELTHEMA http://www.hga-hessen.de Start-up aus Langen Die KI Prof. Valmed unterstützt medizinisches Fachpersonal Zeitdruck, Personalmangel und Dokumentationspflichten prägen die Arbeit in Kliniken und Arztpraxen. Gleichzeitig ist der medizinische Fortschritt rasant, ständig erscheinen neue wissenschaftliche Studien und Leitlinien. Das KI-Tool Prof. Valmed des gleichnamigen Start-ups aus Langen soll medizinisches Fachpersonal dabei unterstützen, den Arbeitsalltag trotz dieser Herausforderungen effizient zu meistern. Was Prof. Valmed leistet, beschreibt Mitgründerin und Geschäftsführe- rin Dr. Vera Rödel so: „Man muss sich das KI-Tool als digitale Assistenz, als medizinischen Co-Piloten vorstellen. Es unterstützt Ärztinnen und Ärzte über das vorhandene Klinik- oder Praxisinformationssystem bei der Diagnose und Einordnung von Symptomen sowie mit Therapie- empfehlungen.“ Konkret: Nutzerinnen und Nutzer geben medizinische Fragestellungen in natürlicher Sprache ein und erhalten Antworten, die auf aktuellen Leitlinien und wissenschaftlichen Quellen beruhen. „Das Besondere an der KI-Lösung ist, dass sie nicht auf das offene Internet, sondern ausschließlich auf eine geschlossene, menschlich kuratierte medizini- sche Wissensdatenbank zugreift“, betont Rödel. Diese streng kontrollierte Informationsbasis war eine zentrale Voraus- setzung für die CE-Zertifizierung als Medizinprodukt der Klasse IIb. Das bedeutet, Prof. Valmed darf im medizinischen Versorgungsalltag eingesetzt werden und erfüllt die gesetzlichen EU-Anforderungen. Prof. Valmed unterstützt Ärztinnen und Ärzte über das vorhandene Klinik- oder Praxisinformationssystem bei der Diagnose und Einordnung von Symptomen sowie mit Therapieempfehlungen. Fo to : P ro f. V al m ed ® – va lid at ed m ed ic al in fo rm at io n Gm bH 28 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 TITELTHEMA Die KI-Lösung positioniert sich damit als das erste CE-zerti- fizierte klinische System, das die Leistungsfähigkeit eines Large Language Models in eine regulierte und validierte medizinische Anwendung überführt, die Diagnose- und Therapie-Entschei- dungen unterstützt. Medizinisches Fachwissen nutzbar machen Die Idee zu Prof. Valmed entstand aus der praktischen Erfahrung zweier Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven. Dr. Vera Rödel ist promovierte Juristin mit langjähriger Berufserfahrung in der Pharmaindustrie. Sie und Mitgründer Prof. Dr. Heinz Wiendl, Ärztlicher Direktor der Neurologie am Universitätskli- nikum Freiburg und laut Rödel das „Medical Brain“ des Unter- nehmens, erkannten ein strukturelles Problem: Medizinisches Wissen ist zwar frei verfügbar, im klinischen Alltag fehlt jedoch oft die Zeit, den aktuellen Stand für das Fachpersonal nutzbar zu machen. Diese Lücke sollte Prof. Valdmed schließen. Die Gründer entschieden sich bewusst dafür, ihr Unternehmen eigenfinanziert aufzubauen. Sie verzichteten auf externe Investo- ren und setzten stattdessen auf Kooperationen mit technologi- schen und medizinischen Partnern. Parallel zum Aufbau der KI-Anwendung entstand eine umfang- reiche medizinische Wissensdatenbank. Diese umfasst rund 2,5 Millionen Dokumente und wird von einem qualifizierten Team fortlaufend aktualisiert. 2025, zwei Jahre nach der Grün- dung, wurde Prof. Valmed als Finalist beim Hessischen Gründer- preis ausgezeichnet. Heute ist die Lösung in mehrere Klinik- und Praxisumgebungen integriert und wird kontinuierlich weiter- entwickelt. Darüber hinaus bietet das Unternehmen über die „Valmed A(I)cademy“ Schulungen zum sicheren und effizienten Umgang mit der KI an. KI als Antwort auf strukturelle Herausforderungen Der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz im Gesundheits- wesen ist für Rödel eine notwendige Antwort auf strukturelle Herausforderungen. „Der medizinische Fortschritt geschieht heute so schnell, dass es für Ärztinnen und Ärzte kaum noch möglich ist, alle relevanten Entwicklungen im Blick zu behalten“, sagt sie. Gleichzeitig steige der Druck im klinischen Alltag, unter Zeitmangel fundierte Entscheidungen zu treffen. Sie betont, dass es beim Einsatz von Prof. Valmed nicht um die Automatisierung medizinischer Entscheidungen gehe, sondern um Orientierung und Qualitätssicherung. Ziel sei es, medizini- sches Fachpersonal zum Wohl der Patienten jederzeit auf dem aktuellen Wissensstand zu halten, ob im Hinblick auf seltene Krankheitsbilder oder neue Therapieansätze. Prof. Valmed soll weiter wachsen, auch international. „Die KI-Lösung ist so konzipiert, dass sie sich schnell in vorhan- dene Klinik- und Praxisinformationssysteme integrieren lässt“, erläutert die Juristin. Einrichtungen könnten so profitieren, ohne ihre IT-Landschaften komplett erneuern zu müssen. Darüber hinaus prüfe man die Entwicklung einer Patientenversion, etwa in Kooperation mit einer Krankenkasse. Prof. Valmed ist für Dr. Vera Rödel Teil der digitalen Trans formation im Gesundheitswesen. Entscheidend sei, dass KI-Assistenten verantwortungsvoll eingesetzt würden. „Es darf nicht an der Bürokratie scheitern, wenn es Lösungen gibt, die helfen können – sowohl der Ärzteschaft als auch den Patientin- nen und Patienten.“ Esther Mahr www.profvalmed.com Kontakt Dr. Vera Rödel 0172 8254-761 profvalmed@profvalmed.com 29Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 TITELTHEMA http://www.profvalmed.com Personal Training und Firmenfitness Mobil sein, stark werden, gesund bleiben Thorsten Stedtfeld hat immer gerne Sport gemacht. Aber er weiß, dass es auch anders sein kann. „Viele machen nichts“, beobachtet er einen Trend, den Studien bestätigen. Bewegungsmangel greift um sich, verursacht medizinische Probleme, Ausfallzeiten und hohe Kosten im Gesundheitssystem. Als Personal Trainer und Firmenfitness-Coach wirkt er dem entgegen. Er motiviert Menschen dazu, aktiv zu sein oder sportliche Ziele zu erreichen. Stedtfeld hat lange als Groß- und Außenhan- delskaufmann gearbeitet. Sport war nur eine wichtige Freizeitbeschäftigung für ihn. „Dann ist im Fitness-Studio ein Spinning-Trai- ner ausgefallen und es hieß: ‚Thorsten, du machst doch immer mit, kannst du überneh- men?‘ So habe ich parallel zur Arbeit im Ver- trieb als Fitnesstrainer angefangen“, sagt er und zählt Trainerlizenzen für Nordic Walking, Lauftraining, Wirbelsäulengymnastik und weitere auf, die er zwischenzeitlich erworben hat. Bei seinem letzten Arbeitgeber, der Pkw für behinderte Autofahrer umbaute, gewann er wichtige Kenntnisse zu den Themen Reha- bilitation und Anatomie. Er studierte Fitness- Beim Personal-Training in seinem Fitness-Mikro-Studio in Offenbach-Bieber arbeitet Thorsten Stedtfeld mit seinen Kundinnen und Kunden an ihren persönlichen Fitness-Zielen. Fo to : S te dt fe ld 30 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 TITELTHEMA management und machte sich 2015 als Personal Trainer selbstständig, zunächst im Nebenerwerb. Seit fünf Jahren konzentriert er sich beruflich ganz auf diese Tätigkeit. Im Team trainieren Jeden Dienstag um 17:00 Uhr trifft Stedtfeld Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unter- nehmens in Gateway Gardens am Frankfurter Flughafen zum funktionalen Fitnesstraining. „Dabei geht es um Ausdauer und Kraft. Alle Muskelgruppen kommen an die Reihe. Bei schönem Wetter trainieren wir im Park und ich erkläre den Teilnehmern, wozu die Übungen gut sind“, berichtet er. Matten und Übungsgeräte kann er mitbringen. Den Raum muss der Betrieb zur Verfügung stellen. Der finde sich immer: „Das kann ein Gang sein, die Tiefgarage oder – wie bei einem Unter- nehmen in Mühlheim – ein Pausenbereich“, sagt er. Bei den ersten Begegnungen mit einer neuen Gruppe schätzt er zunächst die Fitness der Teilnehmer ein. Er testet Balancegefühl, Mobi- lität und Gelenkigkeit, damit er niemanden überfordert. Eines der Unternehmen, dessen Team er auf die Beine bringt, kooperiert mit einer Krankenkasse. Sie übernimmt die Kosten für einen Teil der Trainingsstunden, weil Stedtfelds Präventions- und Gesund- heitskurse zertifiziert sind. Auch Workshops zu Ernährung, Kniephänomenen, Faszien, Mentaltraining sowie Online-Kurse gehören zu seinem Portfolio. Intensiv und individuell Buchen Kundinnen oder Kunden Thorsten Stedtfeld privat, hat das unterschiedliche Gründe. Motivierte Sportler, die sich auf einen Wettbewerb vorbereiten oder eine bestimmte Laufzeit erreichen wollen, kommen in sein Fitness-Mikro-Studio. So nennt er den rund 80 Quadratmeter großen, mit Übungsgeräten ausgestatteten Raum in Bieber. Er mobilisiert aber auch Bewohnerinnen im Offenbacher StattHaus, einer Einrichtung für demenz- kranke Menschen. Eine Teilnehmerin aus einer Firmenfitness- Gruppe hat ihn als Personal Trainer für ihren Mann engagiert. „Er ist jetzt einer von denen, die direkt von der Arbeit zum Eins-zu-Eins- Training kommen. Für ihn bin ich nicht nur Trainer, sondern fast ein Psychotherapeut. Seine Frau schwärmt davon, dass er nach dem Training anders nach Hause kommt als sonst. Sie findet, er strahlt“, berichtet Stedt- feld und führt den Effekt auf die positive Wir- kung des Sports zurück. Dank Anamnese und Stoffwechselanalyse zu Beginn der Zusam- menarbeit kann der Trainer ein geeignetes Konzept entwickeln. „Viele kommen zweimal pro Woche und nehmen auch ‚Hausaufgaben‘ mit“, erklärt er. Thorsten Stedtfeld kooperiert mit einem Orthopäden und einem Physiotherapeuten: „Wenn jemand ein Problem hat, kann ich jederzeit fragen und mich mit den Experten über konservative Lösungen austauschen. Ich bekomme zum Beispiel die Empfehlung für eine Übung gegen Rückenschmerzen.“ Halten die Beschwerden an, kann er an die Partner verweisen. Mit Blick in die Zukunft kann er sich vorstellen, diese Kooperation auszubauen. „Ein gemeinsames Gesundheits- zentrum ist eine interessante Idee“, meint er. Birgit Arens www.dein-sporttrainer.de Ihr Profil Sie verfügen über eine abgeschlossene Ausbil dung zum Medientechnologen Druckverarbei tung oder haben bereits Erfahrungen im Bereich industrieller buchbinderischer Verarbeitung ge sammelt und sind sicher im Schneiden, Falzen und Heften. Dabei wären Erfahrungen mit der Polar Schneide maschine, MBOFalzmaschinen und Heidelberg ST 450 Sammelhefter von Vor teil. Darüber hinaus arbeiten Sie gern im Team, sind schnell und genau. Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir ab sofort einen Industriebuchbinder (d/m/w) Medientechnologe Druckweiterverarbeitung Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG Sontraer Straße 6 60386 Frankfurt am Main Telefon 0 69 /42 09 030 EMail bewerbung@zarbock.de www.zarbock.de Sie besitzen • einen hohen Qualitätsanspruch an sich und die Arbeit • Flexibilität und Belastbarkeit • Eigeninitiative und eine selbstständige Arbeitsweise • Ordnungssinn und ein Gefühl für Sauberkeit Interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre aussage kräftigen Bewerbungs unterlagen mit Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung und Ihres frühestmöglichen Eintritttermins. Wir bieten • ein gutes Betriebsklima • eigenverantwortliche Mitarbeit in einem teamorientierten Arbeitsumfeld • einen sicheren Arbeitsplatz • Fort und Weiterbildungsmöglichkeiten • JobTicket und JobRad • attraktive Vergütung und gute Sozial leistungen (betriebliche Altersvorsorge etc.) • eine abwechslungsreiche Tätigkeit Wir sind ein erfolgreiches Druck unternehmen in Frankfurt. Mit rund 60 Mitarbeitern gehören wir zu den leistungs fähigsten Print dienstleistern im RheinMainGebiet. 31Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 TITELTHEMA http://www.dein-sporttrainer.de Mitarbeitende im Ausland versorgen und schützen Partner für Unternehmen bei Vorbereitung und Notfällen weltweit Ein Teammitglied verunglückt im Ausland – was tun? In solchen Momenten zählt jede Minute. Genau hier setzt International SOS an: Mit einem 24/7-Assistance-Center in Neu-Isenburg unterstützt der Dienstleister Unternehmen, Regierungs- sowie Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Schulen und Universitäten dabei, Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für Mitarbeitende weltweit zu managen. Das Portfolio reicht von präventiver Risikoanalyse bis zur konkreten Evakuierung aus Krisengebieten wie aktuell aus der Golfregion und dem Nahen Osten. „Ursprünglich kommen wir von den beruf- lich Reisenden und das ist immer noch unser täglich Brot- und Buttergeschäft“, erzählt Dr. Stefan Eßer, Medizinischer Leiter für Zentraleuropa bei International SOS. „Wenn Firmen ihre Leute auf Reisen schicken und diese unterwegs krank oder bei einem Unfall verletzt werden, dann können sie uns kontaktieren und wir organisieren für die Mitarbeitenden medizinische Hilfe vor Ort. Die medizinischen Standards auf der Welt, die Hygiene, die Qualität von Speisen oder Wasser, die klimatischen und politischen Bedingungen sind unterschiedlich. Aufgrund unserer Erfahrung haben wir Spezialisten vor Ort, die sich auskennen, hinsichtlich der geeigneten Krankenhäuser, sicheren Hotels und Transportwege. Von diesem Wissen profi- tieren unsere Kunden vor Ort.“ Medizinische Hilfe rund um den Globus Der Service gehe sogar so weit, dass für Firmen und Projekte ab einer gewissen Wenn Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter im Ausland erkranken, verunglücken oder in eine sonstige Krise geraten, steht International SOS Unternehmen zur Seite. Fo to : M ar io A nd re ya /In te rn at io na l S O S 32 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 TITELTHEMA Größe im Ausland komplette medizinische Infrastrukturen für ganze Belegschaften auf- gebaut werden, mit eigenen Ärzten, Pflegern oder ambulanten Erste-Hilfe-Stationen. International SOS bietet das nicht nur für deutsche Firmen an. „Wir haben weltweit rund 10.000 Kunden und die werden in alle Richtungen betreut“, sagt der Mediziner. Inter- national SOS verfüge über 28 Assistance Cen- ter, die rund um die Uhr mit Ärzten, Pflegeper- sonal und Sicherheitsberatern besetzt sind. Hier erhalten Kunden bei Gesundheits- und Sicherheitsfragen oder im Notfall Unterstüt- zung, und zwar in der eigenen Sprache. Jedes Assistance Center ist für eine bestimmte Region zuständig. Lagebild in Echtzeit: Intelligence Cycle, Social Media & KI Kriminalität ist ein ständiges Risiko für Rei- sende, unabhängig davon, in welchem Teil der Erde man sich befindet. Diebstahl von wichtigen Dokumenten kann zu enormen Pro- jektverzögerungen führen. Naturkatastrophen und politische Unruhen können lebensgefähr- lich werden. In solchen Krisensituationen sind Lageinformationen wichtig, um zukünftige Entwicklungen richtig einschätzen zu können. Dafür hat das Unternehmen eine internatio- nale Intelligence-Abteilung, die rund um die Uhr Informationen sammelt und verifiziert. „Es gibt einen strukturierten Prozess, das ist der Intelligence Cycle, mit dem man Infor- mationen sammelt, analysiert und Berichte produziert“, erläutert der ehemalige Bundes- wehroffizier und Sicherheitsmanager Wolf- gang Hofmann. „Natürlich nutzen wir auch KI, um zum Beispiel Social-Media-Monitoring zu betreiben. Wir suchen nach Anzeichen für Streiks oder Eskalationen und sortieren mit KI die immense Datenflut. Final schaut da immer noch ein Mensch drauf, ein Experte, und prüft Plausibilitäten.“ Digitale Services für mehr Sicherheit In diesem Zusammenhang bietet Internatio- nal SOS verschiedene digitale Dienste an, die man als Partnerunternehmen in Anspruch nehmen kann. „Wir sind politisch komplett neutral. Unsere Berichte folgen keiner politischen oder kulturellen Perspektive, sie sind wertneutral“, betont General Manager Nicolas Sommer. „Wir sind eine unabhängige Organisation. Unsere Leistungen werden von Regierungen, Unternehmen und weiteren Organisationen in Anspruch genommen, mit denen wir projektbezogen zusammenarbei- ten.“ Dauerkrisen besser bewältigen mit guter Vorbereitung „Mittlerweile leben wir in einer schwierigen Welt – wir nennen es Permakrise“, führt der Experte weiter aus. „Für 2026 müssen Unternehmen und Menschen verstehen, dass der nächste Krisenherd nicht mehr so leicht zu definieren ist. Daher müssen wir uns gut vorbereiten, um handlungsfähig zu sein.” Es fange mit Krisenplänen an, und zwar bevor die Krise da ist. Es reiche schon, sich Gedanken darüber zu machen und Verantwortlichkeiten für Reaktionsketten festzulegen. „Wer entscheidet was, bis wann und wer gibt Budgets frei“, erklärt Sommer. Auch hier hat International SOS vorgesorgt und bietet kostenfrei Leitfäden zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen für berufliche Auslandsreisen mit Checklisten, Analysen und Informationen an. So können auch kleine Betriebe ihre Mitarbeitenden auf Auslands reisen gut vorbereiten. Viktoria Schaab www.internationalsos.de Manchmal muss es ganz schnell gehen. Der Rescue Bag ist immer gepackt. Dr. med. Philipp Dietze-Leuschner, Coordina- ting Doctor, hält das gute Stück in der Hand und präsentiert es mit General Manager Nicolas Sommer in der Zentrale in Neu-Isenburg. Fo to : S ch aa b/ IH K 33Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 TITELTHEMA http://www.internationalsos.de Prävention, die in den Alltag passt BG prevent in Seligenstadt als Partner für den Mittelstand Wer in der Region Offenbach Unternehmen führt, kennt die Herausforderung: Fachkräfte sind knapp, Teams arbeiten unter hoher Taktung und Ausfälle treffen gerade kleinere Betriebe besonders hart. Umso wichtiger wird ein Ansatz, der Gesundheit nicht als „Extra“ versteht, sondern als Bestandteil guter Unternehmensführung. Genau hier setzt BG prevent an – mit einem Gesundheitszentrum in Seligenstadt als regionale Anlaufstelle für Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit und Betriebliches Gesundheitsmanagement. „Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist mehr als ein Obstkorb oder ein Fitnesszuschuss“, erklärt Petra Werthmann, Teamleiterin für Gesundheitsmanagement und systemische Organisationsberaterin bei BG prevent in Aschaffenburg und Seligenstadt. „Es umfasst die systematische Entwicklung und Steuerung von Arbeits- bedingungen, Strukturen und Prozessen im Betrieb mit der Zielsetzung, Arbeit, Organisation und Verhalten am Arbeitsplatz gesundheitsförderlich zu gestalten.“ BGM – was ist das? „BGM wird oft mit BGF, der Betrieblichen Gesundheits- förderung, verwechselt“, sagt die Expertin. „Während man Am Welcome-Desk von BG prevent (v. l. n. r.): Arbeitsmediziner Hossain Shahadat, die medizinischen Assistentinnen Dorothee Grefing und Lena Höfler mit GM-Leitung Petra Werthmann und Teamleitung Assistenz Zentrum Seligenstadt Jennifer Hohlstein-Mathis. Fo to : S ch aa b/ IH K 34 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 TITELTHEMA unter BGF gesundheitsfördernde Maßnahmen wie die Gestaltung ergonomisch optimierter Arbeitsplätze, Bewe- gungsangebote oder Programme zur Stressprävention, Rauchentwöhnung und gesunden Ernährung versteht, bildet BGM eine Klammer über alle Bereiche, die die Gesundheit der Mitarbeitenden im Blick haben. Entschei- dend dabei: Alle Bereiche arbeiten vernetzt zusammen. Der Managementansatz spielt eine zentrale Rolle. Ein wirk- sames BGM wird – ähnlich dem Qualitäts- oder Arbeits- sicherheitsmanagement – systematisch geplant, gesteuert und regelmäßig evaluiert.“ Wirksames BGM folgt klarem Prozess Laut Werthmann folgt wirksames BGM einem klaren Prozess: ein tragfähiges Konzept entwickeln, Ziele definie- ren, analysieren, gestalten und anschließend die Erfolge messen. „Unser Ansatz ist es, Unternehmen genau dort zu unterstützen, wo intern noch Ressourcen fehlen oder spezifisches Know-how benötigt wird. Wir begleiten den gesamten Prozess – von der Entwicklung eines maßge- schneiderten BGM-Konzepts über den Einsatz verschiede- ner Analysetools bis hin zur Zieldefinition und konkreten Maßnahmenplanung. Darüber hinaus unterstützen wir bei der Umsetzung von Maßnahmen in den Bereichen körper- liche, psychische und soziale Gesundheit sowie bei der Evaluation und kontinuierlichen Weiterentwicklung des gesamten BGM-Prozesses. BGM kann nur dann seine volle Wirkung entfalten, wenn es passgenau auf die Gegeben- heiten des Unternehmens zugeschnitten ist und von der Führungsebene aktiv mitgetragen wird. Eine frühzeitige Einbindung und Qualifizierung der Führungskräfte ist daher ein zentrales Erfolgskriterium.“ Auf Vertrauen bauen Jennifer Hohlstein-Mathis, Fachwirtin für Gesundheits- und Sozialwesen, Teamleitung Assistenz bei BG prevent in Seligenstadt, nennt weitere wichtige Aspekte. Mitarbeiten- den sei besonders wichtig, unkompliziert an den Angebo- ten teilnehmen zu können. „Vertrauen in die Führungskraft ist dabei der entscheidendste Faktor, der oft unterschätzt wird. Der Erfolg stellt sich nur ein, wenn alle an einem Strang ziehen“, bekräftigt die Teamleitung Assistenz. Welche Maßnahmen passen gut? Konkrete Beispiele für erste wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Mitarbeitergesundheit nennt sie auch: ausgewogene Dienstpläne, Augenuntersuchungen oder regelmäßige Trainings zur Stressresistenz. Allerdings sei das nicht alles. BGM entfalte seine Wirkung besonders dann, wenn es strategisch eingesetzt wird und in der Ver- antwortung der Führung verankert ist. „Das heißt nicht, dass die Geschäftsführung alles selbst macht – aber sie setzt Ziele, schafft Ressourcen und macht Gesundheit zum Teil der Unternehmenslogik“, betont die Expertin. Gesundheit als Teil der Unternehmenskultur Warum das Ganze so wichtig ist, liegt für beide klar auf der Hand: Ein Unternehmen, welches auf seine Beleg- schaft achtet, erhöht die Bindung seiner Angestellten. Ist Gesundheit Teil der Unternehmenskultur, steige auto- matisch die Attraktivität als Arbeitgeber. Das könne man sogar messen. „Auch die Arbeitsfähigkeit bei immer älter werdenden Belegschaften bleibt länger erhalten“, sagt die Teamleiterin. Aus B·A·D wird BG prevent Seit dem Juli 2025 firmiert die ehemalige B·A·D Gesund- heitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH unter dem neuen Namen BG prevent GmbH. Auf die Frage, warum sich der Firmenname verändert habe, gibt es auch eine Antwort: Vor rund 50 Jahren wurde das Unternehmen von 22 gewerblichen Berufsgenossenschaften gegründet. Das „BG“ im Firmennamen kennzeichne nun deutlicher die Zugehörigkeit zur Familie der Berufsgenossenschaften. „prevent“ bringe zum Ausdruck, was der Dienstleister an Leistung erbringe und als seine Mission verstehe: „Wir gestalten Prävention“, so Werthmann. „Der neue Name hebt damit viel stärker den präventiven Charakter des Unternehmens hervor.“ Viktoria Schaab www.bg-prevent.de 35Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 TITELTHEMA http://www.bg-prevent.de Innovation im Einklang mit wertschätzender Kultur Medizintechnik, die Vertrauen schafft Die 1916 in Kyoto, Japan, gegründete Morita-Gruppe bietet Lösungen für die Zahnmedizin und angrenzende Bereiche, darunter bildgebende Systeme wie Röntgen- und 3D-Diagnostik, Behandlungs- einheiten sowie weitere technisch anspruchsvolle Produkte und Dienstleistungen. Für Jürgen Fleer, Leiter Culture und Human Value, steht Morita für Präzision, Qualität und Innovationskraft. Und für eine japanisch geprägte Kultur der Rücksicht, der Sorgfalt, der Wertschätzung und des langfristigen Denkens. Welche Bedeutung hat die Morita Europe GmbH in Dietzenbach für die Morita-Gruppe? Sie ist ein zentraler Standort der Morita- Gruppe für Europa. Von hier aus werden wichtige europäische Marktaktivitäten koordiniert, unterstützt und weiterentwi- ckelt. Der Standort verbindet Marktnähe, Kundenverständnis, technische Kompetenz und operative Umsetzung. Gleichzeitig ist er ein wichtiger Brückenkopf zwischen den europäischen Märkten und dem japanischen Headquarter. Für uns geht es dabei nicht nur um die Vermarktung von Produkten, sondern um den Aufbau langfristiger, ver- trauensvoller Beziehungen – zu Kundinnen und Kunden, zu Partnern und innerhalb der Gruppe. Wir glauben an Wertschöpfung mit Wertschätzung. Welche Unternehmensfelder sind in Dietzenbach angesiedelt? Das sind insbesondere die Bereiche Vertrieb, Marketing, technischer Service, Qualitäts- management, IT, Finanzen, Administration, Logistik sowie weitere unterstützende Funk- tionen. Darüber hinaus werden von hier aus zentrale europäische Vertriebs- und Marktak- tivitäten koordiniert. In Dietzenbach arbeiten derzeit 40 Menschen für uns. Einen weiteren Standort haben wir in Frankreich. Welche Märkte sind für Ihr Unterneh- men besonders wichtig? Europa insgesamt ist für Morita ein stra- tegisch sehr wichtiger Markt. Innerhalb Europas spielen insbesondere Deutschland und Frankreich eine zentrale Rolle, daneben gibt es weitere bedeutende Märkte in West-, Süd- und Nordeuropa. Europa ist für uns ein Umfeld mit hohen Qualitätsansprüchen, großer Innovationsdynamik und anspruchs- vollen Anwenderinnen und Anwendern. Die Morita-Gruppe konzentriert sich auf hochwertige Lösungen für die Zahnmedizin und angrenzende medizinische Bereiche. Fo to : M or ita 36 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 TITELTHEMA Welche Rolle spielt die aktuelle wirt- schaftliche Lage in Deutschland für Ihr Unternehmen? Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist derzeit anspruchsvoll. Viele Unternehmen erleben Kostensteigerungen, Investitionszu- rückhaltung und eine erhöhte Unsicherheit. Gleichzeitig bleibt Gesundheit ein zentrales Zukunftsfeld. Der Bedarf an verlässlicher Diag- nostik, hochwertigen Lösungen und effizien- ten Arbeitsabläufen in Praxen und Kliniken ist unverändert hoch. Für uns bedeutet das, wirt- schaftlich umsichtig und verantwortungsvoll zu handeln und gleichzeitig konsequent in Qualität, Service, Kundennähe und Zukunfts- fähigkeit zu investieren. Mit unseren Produk- ten bringen wir oft erweiterte Möglichkeiten in die Praxis. Welche Pläne gibt es für den Standort? Die Morita Europe GmbH will ihre Rolle als starker europäischer Standort ausbauen. Im Mittelpunkt stehen die Weiterentwicklung der Marktpräsenz, eine noch engere Verzahnung von Vertrieb, Marketing und technischem Service sowie die Nutzung digitaler Möglich- keiten, um Kundinnen und Kunden noch direkter und wirksamer zu begleiten. Gleich- zeitig wollen wir unsere eigene Organisation weiterentwickeln – mit klaren Verantwort- lichkeiten, einer werteorientierten Kultur und einem Umfeld, in dem Menschen Verantwor- tung übernehmen und ihr Potenzial entfalten können. Dabei leitet uns auch unser Purpose: „Sinnvoll handeln. Wertvolle Beziehungen leben“. Was spricht für den Wirtschaftsstandort Dietzenbach? Dietzenbach bietet eine sehr gute Kombina- tion aus guter Anbindung an den Wirtschafts- raum Frankfurt, einer soliden Infrastruktur und der Nähe zum starken Rhein-Main- Gebiet. Die Nähe zu Frankfurt, zum Flughafen und zu wichtigen Verkehrsachsen ist ein klarer Vorteil. Hinzu kommt, dass der Standort eine gute Basis für europäische Marktsteuerung, technische Services und internationale Zusammenarbeit bietet. Für Morita ist Dietzenbach seit vielen Jahren ein verlässlicher und tragfähiger Standort. Gleichzeitig passt die Region mit ihrer Inter- nationalität und wirtschaftlichen Offenheit gut zu unserem Anspruch, langfristige Bezie- hungen aufzubauen und europäische Märkte mit einer klaren, wertebasierten Haltung zu begleiten. Birgit Arens Kontakt Jürgen Fleer 06074 8360 info@morita.de www.jmoritaeurope.de VIDEO – Safety – Guard – Tower Baustellenüberwachung Sichern Sie Ihr Eigentum Unkomplizierte Sofortmontage einer mobilen Einbruchmeldeanlage jederzeit möglich. Dem Ernstfall einen Schritt voraus • Schnelle und professionelle Sicherung Ihres Objektes innerhalb von 48 Stunden • Kostengünstig mieten Wir beraten Sie gerne individuell in allen Fragen rund um Ihre Sicherheit. Besuchen Sie unser Sicherheitscenter. Heinrich-Krumm-Straße 9 63073 Offenbach www.bws-offenbach.de Telefon: 069/888 145 37Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 TITELTHEMA http://www.jmoritaeurope.de KI sucht, findet, analysiert und erstellt ein Gesamtbild Bewertungsmanagement ist erfolgsentscheidend Onlinebewertungen beeinflussen seit Jahren Entscheidungen. Ob Restaurant, Dienstleister oder Online-Shop, Interessenten informieren sich über die Erfahrungen anderer Kundinnen und Kunden. Positive Bewertungen schaffen Vertrauen und erhöhen messbar die Wahrscheinlichkeit einer Anfrage oder eines Kaufs. Inzwischen sind Bewertungen jedoch auch deshalb erfolgsentscheidend, weil KI-Tools sie lesen. Moderne KI-Suchsysteme wie ChatGPT oder Google AI analysieren Bewertungen, um Unternehmen einzuordnen und Empfehlungen abzuleiten. Bewertungen beeinflus- sen damit nicht nur die Wahrnehmung durch Menschen, sondern zunehmend auch digitale Empfehlungssysteme. KI-Systeme können dabei aktuell nicht zuverlässig zwischen echten und gefälschten Bewertungen unterscheiden, erkennen jedoch Muster. Auffällige Häufungen sehr ähn- licher Bewertungen oder ein ungewöhnlich einseitiges Bewertungsbild können ein Hinweis auf Unregelmäßig- keiten sein. Nicht nur potenzielle Kunden, Bewerber und Geschäftspart- ner lesen Bewertungen, sondern KI-Systeme nutzen sie, um aus vielen Einzelmeinungen ein Gesamtbild eines Unter- nehmens zu kreieren. Relevant sind Bewertungen daher eigentlich für alle Branchen, lokale Geschäfte, Gastronomie, Handel, Online-Shops sowie B2C- und B2B-Dienstleister gleichermaßen. Gezielt um Bewertung bitten Unternehmen können leicht herausfinden, wo sie bewertet werden, indem sie ihren Firmennamen zusammen mit dem Begriff „Bewertungen“ im Internet suchen. Häufig erscheinen Rezensionen auf Google sowie auf Plattformen wie Trustpilot, ProvenExpert oder Arbeitgeberbewertungen auf Kununu. Diese etablierten Portale gelten als besonders vertrauenswürdig. Bewertungen lassen sich nicht steuern, jedoch aktiv beeinflussen. Zufriedene Kunden gezielt und persönlich um Feedback zu bitten, ist dabei der wichtigste Hebel. Unberechtigte oder nachweislich falsche Bewertungen kön- nen rechtlich geprüft und gegebenenfalls entfernt werden. Hierbei unterstützen spezialisierte Anbieter oder Anwalts- kanzleien, die entsprechende Bewertungen prüfen und bei Bedarf die Löschung veranlassen. Ein gutes Bewertungsmanagement folgt klaren Prozessen: Kunden sollten genau dann um eine Bewertung gebe- ten werden, wenn ihre Zufriedenheit am höchsten ist. Persönliche Aufforderungen oder einfache Lösungen wie QR-Codes, die zu einer Bewertungsseite führen, funktio- nieren deutlich besser als unpersönliche Massenanfragen. Ergänzend gewinnen ausführliche Erfahrungsberichte oder Video-Testimonials zunehmend an Bedeutung für das Bewertungsmanagement. Unternehmen sollten außer- dem beobachten, wie sich Bewertungen auf Anfragen und Abschlussquoten auswirken. Fest steht: Bewertungsmanagement ist kein Nebenthema mehr, sondern ein zentraler Bestandteil der digitalen Unter- nehmenswahrnehmung. Autor Jonas Paul Klatt 069 247466190 info@onrepconsulting.de www.onrepconsulting.de 38 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 RATGEBER http://www.onrepconsulting.de Was Online-Händler wissen müssen Widerrufsbutton wird im Juni 2026 Pflicht Der Gesetzgeber verschärft die Regeln für den Widerruf von Online-Verträgen. Die neue Pflicht stärkt die Rechte von Verbrauchern und schafft klare Vorgaben für Unternehmen. Internet-Verträge zwischen Händlern und Verbrauchern (B2C) sind schnell abgeschlossen: ein Klick, ein Häkchen, eine Schaltfläche – fertig. Ab dem 19. Juni 2026 wird der sogenannte Widerrufsbutton Pflicht. Das bestehende 14-tägige Widerrufsrecht für Verbraucher (B2C) bleibt unverändert, der Zugang zur Ausübung des Rechts wird für sie jedoch vereinfacht. Ausgangspunkt ist die EU- Richtlinie 2023/2673, die in Deutschland umzusetzen ist (§ 356a BGB-E). Welche Verträge sind betroffen? Die Pflicht gilt für alle Fernabsatzverträge, die über Waren, Dienstleistungen und Finanzdienstleistungen mit Verbrauchern (B2C) online oder per App abgeschlossen werden. B2B-Verträge sind ausgenommen. Auch Platt- formhändler müssen den Button bereitstellen. Digital- produkte wie E-Books oder Online-Kurse fallen ebenfalls darunter. Widerrufsbutton korrekt gestalten Die Schaltfläche mit der üblichen Beschriftung: „Vertrag widerrufen“ muss gut sichtbar, einfach auffindbar und optisch hervorgehoben sein. Zudem muss sich der Button klar von AGB, Impressum oder Datenschutz abheben und jederzeit leicht zugänglich sein. Nach Ablauf des Wider- rufsrechts sollte er nicht mehr aktivierbar sein. Zweistufiger Widerrufsprozess? Zuerst klickt der Verbraucher auf den Button im ursprüng- lichen Online-Store, dann kommt er auf eine Bestäti- gungsseite mit „Name, Vertragsdaten und Kommuni- kationsmittel“. Bei Teilwiderrufen muss der betroffene Vertragsteil benannt werden können. Erst durch die Absendung über „Widerruf bestätigen“ wird der Wider- ruf rechtswirksam. Der Eingang wird automatisiert mit Datum, Uhrzeit und Inhalt beim Händler dokumentiert. Warum ist der zweistufige Ablauf wichtig? Er stellt sicher, dass der Widerruf eindeutig zugeordnet, korrekt dokumentiert und transparent bestätigt wird. Pflichten und Folgen bei Verstößen? Die derzeitige Widerrufsbelehrung kann erst ab dem 19. Juni 2026 angepasst werden, da der Widerruf künftig über einen Button erfolgt. Der Gesetzgeber stellt hierfür eine aktualisierte Musterbelehrung zur Verfügung. Auf- grund der gesetzlichen Pflicht zur Verarbeitung bestimm- ter Daten sollten die entsprechenden Informationen angepasst werden (Art. 13., 14. DSGVO). Die mangelnde oder fehlerhafte Umsetzung könnte zu Abmahnungen, Bußgeldern oder verlängerten Widerrufsfristen führen. Autor Lucca Schulze-de Souza Rechtsreferendar Achtung! Die Neuregelung findet zudem Anwendung auf Vermittler von Versicherungen sowie von Finanz- anlagen im Sinne des § 34 d) und f) GewO. Kontakt Andra Zbiral-Müller 069 8207-225 zbiral@offenbach.ihk.de 39Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 RATGEBER Nacht der Ausbildung in Offenbach 22 Unternehmen öffneten ihre Türen Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten während der Nacht der Ausbildung im Februar 2026 die Gelegenheit, Berufswege bei Offenbacher Unternehmen vor Ort zu erkunden. Im Rahmen der beliebten Veranstaltung zur Berufsorientierung, organisiert von der IHK Offenbach am Main, boten 22 Firmen und Institutionen Einblicke in mehr als 50 Ausbildungsberufe. Der offizielle Auftakt fand dieses Jahr in den Räumen der Digitalagentur Sybit GmbH statt. Im Gespräch mit ungefähr gleichaltrigen Azubis der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen fiel es diesem Teilnehmer der Nacht der Ausbildung Offenbach leicht, Fragen zu Ausbildungen und zur beruflichen Zukunft zu stellen. 40 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 BILDUNG ihkof.de/weiterbildung BESSER.WEITER.BILDUNG. IHK Offenbach am Main Fo to : H an s- Jü rg en H er rm an n Der persönliche Austausch mit Ausbildern und Auszubildenden sowie die unmittel- bare Begegnung direkt im Betrieb machen das Veranstaltungsformat einzigartig. Jugendliche haben die Möglichkeit, berufliche Tätigkeiten dort zu erleben, wo sie tatsächlich stattfinden – ob im Büro, in der Werkstatt oder in der Produktionshalle. Darüber hinaus erhalten sie von Mitarbeitenden der jeweiligen Firma aus erster Hand Antworten auf Fragen zu Ausbildungsvoraussetzungen, -inhalten und Karrierepers- pektiven. Dadurch können sich die jungen Menschen ein realistischeres Bild von den vorgestellten Berufen machen und besser entscheiden, ob eine Ausbildung zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passt. „Die Nacht der Ausbildung Offenbach ist ein zentraler Baustein der Berufsorientie- rung in unserer Region. Sie bringt Jugendliche und Betriebe unmittelbar im reellen Arbeitsumfeld zusammen und bietet echte Einblicke statt Hochglanzbroschüren- Optik“, betont IHK-Vizepräsident Michael Grunwald. „Wer Berufe vor Ort erlebt, kann bessere Entscheidungen treffen und schneller den passenden Einstieg finden. Durch Veranstaltungen wie diese stärken wir die wichtige Fachkräftesicherung in Stadt und Kreis Offenbach.“ Das sei im Hinblick auf den aktuellen Ausbildungsmarkt von besonderer Bedeutung. „2025 sind 54.400 Ausbildungsstellen unbesetzt geblieben, während gleichzeitig 84.400 Bewerberinnen und Bewerber keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Diese Zahlen verdeutlichen die Passungsprobleme zwischen Ange- bot und Nachfrage. Und sie zeigen, wie wichtig Angebote zur Berufsorientierung sind, die einen frühzeitigen Abgleich von Erwartungen und Anforderungen ermöglichen“, so Grunwald. Welche Rolle die persönlichen Begegnungen auch für die Unternehmen spielen, erläutert Alan Reza Jaffery, Ausbilder bei der Sybit GmbH: „Die Nacht der Ausbildung Offenbach bietet uns eine wertvolle Möglichkeit, junge Talente aus der Region direkt anzusprechen und ihnen einen echten Einblick in ihre berufliche Zukunft zu geben. Besonders wichtig ist für uns die aktive Beteiligung unserer Auszubildenden: Sie zeigen ihren Arbeitsalltag, berichten offen von ihren Erfahrungen und ermöglichen Austausch auf Augenhöhe. Dieser persönliche Kontakt – kombiniert mit der Chance, typische Tätigkeiten selbst auszuprobieren – macht die Veranstaltung zu einem zentralen Baustein unseres regionalen Recruitings.“ Ein Besucher beschreibt, was die Nacht der Ausbildung für ihn und andere junge Menschen so attraktiv macht: „Ich war echt überrascht, wie offen die Menschen in den Unternehmen hier sind und wie viel man selbst ausprobieren kann. Für jeman- den wie mich, der noch nicht genau weiß, wohin es beruflich gehen soll, war das super hilfreich und hat mir einige neue Ideen gegeben.“ Die nächste Nacht der Ausbildung findet am 6. November 2026 in Rödermark statt. Die IHK Offenbach am Main wird frühzeitig dazu informieren. 41Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 BILDUNG Neu: Durch neues Matching hohe Teilnahmeverbindlichkeit Wenig Organisationsaufwand✓ Persönlich im Unternehmen✓ Berufsorientierung fördern✓ Zukünftige Fachkräfte mit einem Praktikumstag gewinnen Wann? In den Sommerferien + drei Schulwochen davor vom 08.06. bis zum 07.08.2026 Anmeldung möglich bis 01.06.2026 Wer? Jugendliche ab der 8. Klasse in den drei Schulwochen und ab 15 Jahren in den Sommerferien Hier kostenfrei anmelden! praktikumswochen-hessen.de/unternehmen powered by stafftastic Gefördert von der Europäischen Union und aus Mitteln des Landes Hessen Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen 210x280mm_IHK_AZ_RZ-02-26.indd 1210x280mm_IHK_AZ_RZ-02-26.indd 1 13.03.2026 12:27:4313.03.2026 12:27:43 Frühzeitig mit Nachwuchskräften in Kontakt kommen Praktikumswochen 2026: Einblicke in Ausbildungsberufe bieten Vom 8. Juni bis 7. August 2026 haben Unternehmen wieder die Chance, an selbst festgelegten Praktikumstagen ausbildungsinteressierte Schülerinnen und Schüler kennenzulernen. Die Anmeldefrist für Firmen endet am 1. Juni 2026. Während der Praktikumswochen kommen Jugendliche an einzelnen Tagen in ein Unternehmen. Dort erhalten sie Einblicke in typische Arbeitsaufgaben und können sich über Ausbildungsmöglichkeiten und -voraussetzungen informieren. Jedes teilnehmende Unternehmen entscheidet selbst, an welchen Tagen es seine Türen öffnet und wie viele Praktikumsinteressierte betreut werden können. Beim Langener Orthopädie- und Rehatechnik-Spezialisten Optimus GmbH sind die Erfahrungen im Rahmen der Praktikumswochen durch- weg positiv – sowohl seitens des Unternehmens als auch seitens der Jugendlichen. Deren Bewertung brachte Optimus eine Auszeichnung als „Top-100-Unternehmen“ unter bundesweit 20.000 Firmen, die an den Praktikumswochen 2025 teilgenommen hatten. Betriebsleiter Roland Malich betont: „Wir sehen unser Engagement als Investition in die Zukunft. Den Schülerinnen und Schülern einen ersten Checkliste: Praktikumstage erfolgreich gestalten ❙ Klare Zeitstruktur vorgeben: Feste Tage, Termine, Uhrzeiten – so können sich alle Beteiligten darauf einstellen (Beispiel: immer mittwochs von 9:00 bis 15:00 Uhr). ❙ Einfaches, wiederholbares Programm anbieten: Das macht Abläufe planbar und entlastet die Mitarbeitenden. ❙ Praktikantinnen und Praktikanten aktiv beschäftigen: Nur zuschauen ist schnell langweilig – stattdessen überschaubare, praktische Aufgaben mit sichtbarem Ergebnis vorbereiten. ❙ Teilnehmendenzahl begrenzen: Anzahl der Praktikumsstellen entsprechend interner Betreuungskapazitäten festlegen – Qualität geht vor Quantität. ❙ Azubis und junge Mitarbeitende einbinden: Das sorgt für niedrigschwelligen Zugang und ist gleichzeitig eine lehrreiche Abwechslung für den eigenen Fachkräfte- Nachwuchs. ❙ Kurzes Abschlussgespräch einplanen: Damit signalisiert Ihr Unternehmen Wertschätzung und bekommt gegebenenfalls auch wertvolles Feedback zur Weiterentwicklung des Angebots. Eine Praktikantin in der Werkstatt des Orthopädietechnik-Unternehmens Optimus. Fo to : O pt im us G m bH 43Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 BILDUNG 40 neue IHK-Prüferinnen und -Prüfer Am 23. März 2026 absolvierten 40 neue Prüferinnen und Prüfer die Grundlagenschulung der IHK Offenbach am Main, um zukünftig dieses besonders verantwortungsvolle Engagement in der beruf- lichen Bildung wahrzunehmen. Rechtsanwalt Steffen Gunnar Bayer vermittelte praxisnah und ver- ständlich das notwendige Rüstzeug für eine faire, rechtssichere und professionelle Prüfungspraxis. Fo to : I H K Einblick ins Berufsleben geben, ihnen etwas zu zeigen, das sie so vielleicht noch nie gesehen und erlebt haben – das sind kleine Samen, die man ausstreut.“ Er und seine Mitarbeitenden hatten mehrere Stationen vorbereitet, an denen die Praktikantinnen und Praktikanten selbst tätig werden konn- ten: Sie machten einen Abdruck von ihrem Fuß, gossen diesen mit Gips aus und fertigten daraus schließlich eine Kunststoffform an, die sie mit nach Hause nehmen durften. „Ich denke, das ist ein wichtiger Punkt, dass man den jungen Leuten die Möglichkeit gibt, selbst aktiv zu werden“, sagt Malich. Den großen Vorteil des Formats Praktikumswochen sieht er insbeson- dere in der Planbarkeit. „Man kann selbst festlegen, was man wann für wie viele Personen anbietet, und sich entsprechend gut vorbereiten. Für die Wochen, in denen viele unserer Mitarbeitenden im Urlaub waren, haben wir entsprechend keine Praktikumstage eingeplant.“ Anmeldung für Unternehmen: https://praktikumswoche.de/regionen/hessen 44 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 BILDUNG IHK. Die Weiterbildung Seminare und Workshops Fachkraft für Video- Sicherheitstechnik (IHK) Der technologische Fortschritt führt dazu, dass auch kleine und mittelständi- sche Betriebe qualifiziertes Personal mit fundierten Kenntnissen in den Bereichen Sicherheitstechnik und Netzwerk brauchen. Die Teilnehmer an dieser Weiterbildung qualifizieren sich für die Installation, Kon- figuration und Planung von Videosicher- heitstechnik. * U.-Std. = Unterrichtsstunden Ausbilder 09.–10.06.2026 | Azubi-Insights: Erfolgreich ausbilden in einer neuen Zeit www.offenbach.ihk.de/E14892/, IHK Offenbach am Main, 16 U.-Std.. . . . .499 Euro Betriebswirtschaft & Rechnungswesen 04.09.2026–31.03.2028 | Wirtschaftsfachwirt/-in (IHK), www.offenbach.ihk.de/ E14721/, IHK Offenbach am Main, 650 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3.990 Euro Führung & Leadership 13.05.2026 | Gesunde Führung in bewegten Zeiten, www.offenbach.ihk.de/ E15246/, IHK Offenbach am Main, 8 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .249 Euro IT, Digitalisierung & Digitale Transformation 09.06.2026 | Ihre Pflichtschulung zur KI-Kompetenz: Art. 4 KI-Verordnung leicht gemacht www.offenbach.ihk.de/E14982/, IHK Offenbach am Main, 1 Std.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .129 Euro Marketing & Vertrieb 12.05.2026 | Online-Marketing kompakt, www.offenbach.ihk.de/E14827/, online, 6 U.-Std . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .219 Euro Schutz & Sicherheit 08.–19.06.2026 | Fachkraft für Video-Sicherheitstechnik (IHK), www.offenbach.ihk.de/ E15247/, Online + Videor E. Hartig GmbH, 60 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . 2.220 Euro Erfolgreich ausbilden in einer neuen Zeit Belastbarkeit, Frustrationstoleranz und Auffassungsgabe heutiger Azubis werden im Vergleich zu früheren Jahrgängen oft als niedriger eingeschätzt, während die Kluft zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung anscheinend tiefer wird. Dieses Trainings- seminar gibt Einblicke in die Lebenswelt junger Menschen und vermittelt praktische Ansätze. Wer teilnimmt, lernt, die Rolle als Coachin und Lernberater mit Leichtigkeit und Erfolg auszufüllen. Wirtschaftsfachwirt oder -wirtin (IHK) Diese anerkannte Qualifikation ist nicht auf einen speziellen Wirtschaftszweig ausge- richtet, sondern kann als „Allrounder“ in Unternehmen und Organisationen unter- schiedlicher Größe und Branchen sowie in diversen Bereichen eines Betriebes Sach-, Organisations- und Führungsaufgaben wahrnehmen. Kontakt Claudia Albert 069 8207-330 albert@offenbach.ihk.de www.ihkof.de/weiterbildung Alle Weiterbildungsangebote der IHK Offenbach am Main: 45Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 BILDUNG NETZWERKE Themen, die Menschen im Unternehmensalltag bewegen Neu: Wirtschaftsjunioren-Podcast Im Mittelpunkt dieses Podcasts stehen das Netzwerk Wirtschaftsjunioren (WJ) Offenbach e. V. und vor allem die Menschen, die es prägen. Denn Wirtschaft entsteht nicht nur in Kennzahlen, Strategien und Unternehmensentscheidungen, sondern durch Persönlichkeiten, die Verantwortung übernehmen, Ideen einbringen und ihre Region aktiv mitgestalten. Genau diese Perspektiven soll der Podcast hörbar machen. Die Gespräche richten den Blick auf die Mit- glieder der WJ Offenbach: auf Unternehmerin- nen und Unternehmer, Selbstständige sowie Fach- und Führungskräfte, die in Stadt und Kreis Offenbach wirtschaftliche Entwicklung nicht nur begleiten, sondern mittragen. Dabei geht es um ihre Erfahrungen, ihre Haltun- gen und die Themen, die sie in ihrem Alltag tatsächlich bewegen. Von Gründung und Wachstum über Fachkräfte, Digitalisierung und Führung bis hin zu Nachfolge, Netzwerk und gesellschaftlichem Engagement entsteht ein vielseitiges Bild davon, was junge Wirt- schaft in der Region heute bedeutet. Feedback erwünscht Zum Start im April 2026 haben die WJ Offen- bach bewusst einen überschaubaren Rahmen geplant: Vorerst ist eine Folge pro Monat vorgesehen. Der Podcast soll sich Schritt für Schritt entwickeln – nicht überhastet, sondern auf einer soliden Grundlage. Dabei wird das Feedback der Hörerinnen und Hörer sowie das von Menschen aus dem Umfeld der WJ Offenbach eine wichtige Rolle spielen. Inhalte, Gesprächsform und mögliche Schwerpunkte sollen auf dieser Basis weiter geschärft und ausgearbeitet werden. Ein späterer Ausbau des Formats ist denkbar. Zunächst steht jedoch ein bewusster, konzen- trierter Einstieg im Vordergrund. WJ Veranstaltungs kalender ❙ 14. Mai 2026: Stammtisch ❙ 19. Mai 2026: Besichtigung des Energiewerks der EVO ❙ 11. Juni 2026: Stammtisch ❙ 16. Juni 2026: Besuch des Polizeipräsidiums Südosthessen Alle Veranstaltungen unter: www.wj-offenbach.de Den WJ Offenbach am Main e. V. folgen und wissen, was für junge Führungskräfte wichtig ist! LinkedIn: www.linkedin.com/company/wj-offenbach Instagram: www.instagram.com/wjoffenbach Manuel Wendel (r.), der den Podcast leitet, hat für die erste Folge WJ-Präsident Eric Bublat (l.) getroffen. Fo to : W J O ffe nb ac h e. V. 46 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 http://www.linkedin.com/company/wj-offenbach http://www.instagram.com/wjoffenbach NETZWERKE Der WJ-Podcast will nicht inszenieren und nicht vereinfachen. Er setzt auf nachvollzieh- bare Einblicke, persönliche Erfahrungen und Gespräche mit Substanz. Im Vordergrund stehen nicht glatte Erfolgsformeln, sondern ehrliche Perspektiven auf unternehmerische Realität, auf Verantwortung im Beruf und auf die Frage, wie aus Austausch, Engagement und Haltung konkrete Wirkung entstehen kann. So versteht sich dieses Format als redaktio- neller Podcast über die junge Wirtschaft in Offenbach, nah an den Menschen, nah an der Praxis und nah an den Themen, die Unter- nehmen und Entscheider heute tatsächlich beschäftigen. Er gibt den Mitgliedern der WJ Offenbach eine Stimme. Mit der Zeit soll ein Format entstehen, das aus der Region herauswächst: aufmerksam, praxisnah und mit offenem Blick für das, was für die junge Wirtschaft wirklich entscheidend ist. Erste Folge ist online WJ Manuel Wendel produziert den Podcast und wird perspektivisch auch die Social- Media-Aktivitäten verantworten. Für die erste Folge hat er mit dem diesjährigen WJ-Präsidenten Eric Bublat zum beruflichen Werdegang des Bauingenieurs und zu dessen WJ-Engagement gesprochen. Beide sind sich einig, dass die WJ Offenbach kein Visitenkar- ten-Tauschverein sind, sondern ein belast- bares Netzwerk für Menschen, die gemeinsam etwas gestalten wollen. www.wj-offenbach.de/podcast Kontakt Gino Scalinci scalinci@wj-offenbach.de www.wj-offenbach.de 47Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 http://www.wj-offenbach.de/podcast BELGIAN COMPANY IS SEEKING PARTNERS TO ADVANCE BATTERY MANAGEMENT AND CONTROL SYSTEMS The Belgian SME develops modular Battery Energy Storage Systems (BESS) combined with an advanced cloud-based Energy Manage- ment Platform. The solution delivers continuous battery health monitoring, digital twin analytics and intelligent Energy Manage- ment System (EMS) services, including market arbitrage, self-con- sumption, peak shaving, and grid services. Research and industrial partners are sought to develop EMS algorithms further, improve SoC accuracy, and enable lifetime-aware battery optimization. Request more information: TRBE20260217012 SWEDISH SME SEEKING PARTNER FOR RECYCLING OF INDUSTRIAL AND MIXED-FIBER TEXTILES A Swedish SME active in circular resource management seeks an inter- national partner capable of recycling mixed-material industrial textiles and providing high-quality data on material flows, recovery rates, and environmental performance. The company offers subscription-based services to municipalities, public institutions, and industrial firms, including logistics, sorting, recycling coordination, and sustainability reporting. The desired outcome is a stable and long-term international partnership that enables increased material recovery, improved envi- ronmental reporting, and enhanced circular business models. Request more information: BRSE20260305017 ISRAELI PRODUCER OF HEAVY-DUTY ZIPPERS FOR THE TECHNICAL TEXTILE INDUSTRY SEEKS COMMERCIAL AGENCY OR DISTRIBUTION SERVICES AGREEMENTS A company based in Israel, specializing in high-performance faste- ning systems for the technical textile industry is looking for partners. Established in 1978, the company produces heavy-duty zippers for extreme conditions. They aim to expand into new markets through commercial agency or distribution services agreements with part- ners serving the technical textile, outdoor, and industrial sectors. Request more information: BOIL20260315001 POLISH MANUFACTURER OF URBAN LED SYSTEMS SEEKS ELECTRIC SYSTEMS INTEGRATORS AND CONTRACTORS Polish manufacturer of urban LED fixtures and systems using inno- vative Driver On Board (DOB) technology seeks electric systems integrators and contractors to perform installation on site. The company specializes in design and production of professional inno- vative LED lighting systems for urban and industrial applications. Request more information: BRPL20260305002 FRENCH SME SEEKS PARTNERS FOR CO-DEVELOPMENT OF AI-TECHNOLOGY FOR B2B MARKETPLACE A French company developing a B2B marketplace for refurbished bicycle components seeks partners to co-develop an AI-based techno- logy capable of identifying parts from images and generating pre-filled listings. The aim is to build a transferable technological foundation supporting circular economy models across multiple industries. Request more information: TRFR20251216013 ROMANIAN CNC MACHINING COMPANY IS LOOKING FOR COMMERCIAL AND OUTSOURCING AGREEMENTS The company from the North-East Region of Romania specializes in CNC milling and turning of complex components from a wide range of raw materials, including aluminum alloys, steel, titanium and engineering plastics etc. With over a decade of experience, the company is now looking to further increase its international pre- sence in the aerospace sector or in other industries with similarly high requirements for precision, documentation and traceability. Request more information: BORO20260317003 Die Profildatenbank des Enterprise Europe Network (EEN) Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken Der EEN-Online-Marktplatz listet mehr als 10.000 Firmenprofile und lässt sich nach Suchbegriffen und Regionen filtern. Die aktuellen Top-Profile der EEN-Profildatenbank bieten spannende Möglichkeiten, um Kontakte für das internationale Geschäft zu knüp- fen. Schauen Sie sich jetzt um und finden Sie Ihr Perfect Match! https://een.ec.europa.eu/partnering-opportunities Sie möchten eine Nachricht erhalten, sobald ein passendes Profil online ist? Sie möchten Ihr eigenes Suchprofil erstellen? Wir beraten Sie gerne persönlich! Kontakt Mirjam Pai 069 8207-256 pai@offenbach.ihk.de 48 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 NETZWERKE Lösung für interne Zwecke findet einen externen Markt Im Netzwerk entdeckt, wie ähnlich die Herausforderungen sind Das Team von Garden of Concepts aus Seligenstadt unterstützt mit seinen Softwarelösungen andere Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation. Mitglieder des IHK-Netzwerks Design to Business haben der Agentur entscheidende Impulse gegeben, als sie ihre App für ein automatisiertes Dokumentenmanagement entwickelt hat. Zunächst ging es Garden of Concepts um eigene Anliegen. „Wir hatten drei zentrale Herausforderungen im Umgang mit unseren Dokumenten, die viel Zeit kosteten“, sagt Antje Schneider und zählt auf: „Zum einen waren unsere Unter- lagen auf viele unterschiedliche Speicherorte verteilt. Die zweite Herausforderung bestand darin, dass der Ablage- ort nicht immer eindeutig war. Trotz grundsätzlich klarer Ordnerstruktur stellte sich häufig die Frage, wo ein Dokument konkret abgelegt werden sollte. Ein Beispiel: Soll ein Ver- sicherungsschreiben zu einem Verkehrsunfall in den Ordner der Kfz-Versicherung oder zu den Unterlagen des betroffenen Fahrzeugs?“ Die dritte Herausforderung betraf die Buchhal- tung: „Viele unserer Rechnungen stammen aus dem Ausland, etwa aus den USA. Sie entsprechen nicht den deutschen Standards, auf die unser Buchhaltungssystem ausgelegt ist.“ Garden of Concepts rechnet die Arbeitszeit direkt gegenüber den Kunden ab. „Entsprechend unmittelbar wird der wirt- schaftliche Verlust sichtbar, wenn unsere Zeit in interne, nicht wertschöpfende Tätigkeiten wie die Dokumentensuche fließt, statt in die Arbeit an Kundenprojekten“, erklärt sie. Eine App gegen Zeitfresser Schon 2017 begannen die Software-Experten mit der Arbeit an einem internen Assistenten. „Er unterstützte uns dabei, Dokumente aus unterschiedlichen Postfächern und Portalen zentral zu erfassen. Zudem konnte er bereits erste Informatio- nen extrahieren und automatisiert weiterverarbeiten. Anfangs beruhte das System auf stark regelbasierten Ansätzen. Später nutzten wir frühe KI-Modelle. Es diente uns gleichzeitig als Plattform, um neue Technologien und Ansätze praxisnah zu erproben“, berichtet Schneider. 2024 war ein Gespräch mit einem Design-to-Business-Mit- glied geplant, in dem es um die Möglichkeiten und Grenzen von KI bei der Informationsgewinnung aus Dokumenten ging. „Wir erstellten im Vorfeld eine KI-gestützte Demo, mit der sich auch komplexe Dokumente wie Bauanträge oder Versiche- rungspolicen zuverlässig verarbeiten ließen. Das positive Feedback unseres Gesprächspartners machte deutlich, dass auch andere Unternehmen von einer solchen Lösung profi- tieren könnten“, erklärt sie. Eine Marktanalyse und eine Umfrage im Anschluss zeigten, dass es weniger um die Ablage von Dokumenten als um das schnelle Wiederfinden relevanter Informationen geht. Dafür existierte keine leicht zugängliche Softwarelösung. Das war der Ausgangspunkt für die App Papernaut. Sie vereint laut Schneider die automatische Ablage von Dokumenten, das Wiederfinden jedes Dokuments in unter zehn Sekunden, maximale Datensouveränität durch die Nutzung europäischer Server und KI-Modelle sowie eine vollständig im Selfservice nutzbare Anwendung ohne Initialkosten oder Trainingsauf- wand. Antje Schneider ist bei Garden of Concepts für den Bereich Business Development verantwort- lich. Darüber hinaus ist sie sowohl für die interne Projektorganisation als auch für die agile Projektsteuerung (Scrum) mit und bei Kunden zuständig. 49Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 NETZWERKE Angebote und Gesuche auf einen Blick Jetzt inserieren und die Nachfolge vorbereiten Deutschlands größte Unternehmensnachfolge-Börse heißt nexxt-change. Sie bringt Inhaberinnen und Inhaber mit Menschen in Kontakt, die ein Unternehmen übernehmen möchten. Viele Betriebe stehen vor dem Generations- wechsel und damit vor der Nachfolgefrage. Nicht immer ist jemand aus der Familie oder aus dem Unternehmen dazu bereit. Dann gilt es, die externe Nachfolge in die Wege zu leiten. Denn es gibt viele Menschen, die ein Unternehmen führen, aber nicht unbedingt neu gründen möchten. Dank der Unterneh- mensbörse nexxt-change treffen beide Seiten zusammen. Sie zeigt Angebote und Suchanfra- gen – immer aktuell und auch aus der Region. www.nexxt-change.org Kontakt Ulrike Henschel 069 8207-146 henschel@offenbach.ihk.de Netzwerk ermöglicht Praxisnähe „Die Treffen des Netzwerks Design to Business haben wir genutzt, um uns zu Fördermöglichkeiten, zur Einbindung von Investoren sowie zur möglichen Gründung einer eigenstän- digen GmbH zu informieren“, sagt die Software-Entwicklerin. „Außerdem haben wir wertvolle Erfahrungsberichte von anderen Mitgliedern gesammelt. Sie waren wichtig, um unser Geschäftsmodell fundiert und praxisnah auszurichten. Zusätzlich zur Entwicklung der Dokumentablage und -suche haben wir inzwischen erste Schnittstellen entwickelt, um die Informationen aus Papernaut an andere Systeme zu über- geben. Geplant ist eine vollständig integrierte und automati- sierte Anbindung an weitere Systeme“, berichtet Schneider. Interessenten und alle, die bereits auf der Warteliste stehen, können die App ab Mai in einer Vorabversion testen. Die finale App soll im Spätsommer verfügbar sein. Birgit Arens www.papernaut.de Mehr Infos zum IHK-Netzwerk Design to Businss www.offenbach.ihk.de/ueber-uns/netzwerke Donnerstag, 11. Juni 2026 IHK Frankfurt am Main Jetzt anmelden! www.aussenwirtschaftstag-hessen.de IHK AUSSENWIRTSCHAFTSTAG HESSEN NETZWERKE http://www.papernaut.de http://www.offenbach.ihk.de/ueber-uns/netzwerke BIEG Hessen Online sicher und erfolgreich Das BIEG Hessen ist das Online-Marketing-Beratungszentrum der IHKs Offenbach am Main, Frankfurt und Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern. Die BIEG-Experten informieren und beraten mittelständische Unternehmen während Präsenzveranstaltungen, in Webinaren und Experten-Gesprächen. Antworten auf viele Fragen und Checklisten zum Download gibt es auf der BIEG-Website. Die Teilnahme an den Online-Seminaren ist für Mitglieder der IHK Offenbach am Main kostenlos. 6. Mai 2026, 15:00 bis 16:30 Uhr Schneller zu gutem Content: So hast du deine Texte, Bilder, Videos im Griff Wie lassen sich Inhalte für Social Media, Website, Blog und Newsletter effizienter produzieren, ohne dass sie an Quali- tät verlieren? Wolfgang Jung, Gründer und CEO der team digital GmbH, zeigt im Live-Webinar, wie moderne Tools die Content-Erstellung beschleunigen und gleichzeitig Struktur in den Prozess bringen – relevant für Beschäftigte im Marketing, kleine Unternehmen und Gründende. Die Teilnehmenden lernen anhand konkreter Anwendungsbeispiele: ❙ wie sie mit wenigen Eingaben über- zeugende Texte schreiben, passende Bilder generieren und sogar Videos in Minuten erstellen können, ❙ worauf es beim Prompting ankommt und wie sich mit kleinen Anpassun- gen große Effekte erzielen lassen, ❙ wie sie durch den richtigen Umgang mit KI-Tools mehr Freiraum für Strate- gie und Kreativität gewinnen. 12. Mai 2026, 15:00 – 16:30 Uhr ChatGPT im Arbeitsalltag: Weniger Stress, mehr Output Wenn viele wichtige Aufgaben zu erle- digen sind und neue Tools zusätzlichen Druck erzeugen, kann ein gezielter, praxisnaher Einsatz von ChatGPT Unter- stützung bieten. Iman Ismail-Martens, zertifizierte KI-Trainerin und Gründerin von FreeSma, erläutert im Live-Webinar, wie sich ChatGPT ohne umfangreiches Technikwissen im Arbeitsalltag nutzen lässt. Im Fokus des Webinars stehen die Automatisierung von Routineaufgaben und die Texterstellung. Die Teilnehmenden erfahren: ❙ wie ChatGPT ihnen Texte, Ideen und Strukturen liefert, ❙ wie sie E-Mails, Social-Media-Posts und Angebote schneller erstellen können, ❙ was in der Praxis wirklich funktioniert – und was sie besser vermeiden sollten, ❙ wie die KI‑VO mit Datenschutz‑ und Urheberrechtsthemen verzahnt ist. 17. Juni 2026, 15:00 – 16:30 Uhr Canva im Alltag effizient und professionell nutzen Ein Flyer hier, eine Social-Grafik da, dazu schnell eine Präsentation – und natürlich soll alles professionell und gut aussehen. Canva zählt zu den beliebtesten und meistverbreiteten Tools, wenn es um Gestaltung geht. Angesichts zahlreicher neuer Funktionen ist es allerdings auch für erfahrene Nutzerinnen und Anwen- der nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Das Live‑Webinar ordnet aktuelle Canva‑Funktionen ein und zeigt, wie Marketingverantwortliche sie gezielt im Arbeitsalltag einsetzen können. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in: ❙ relevante Canva‑Funktionen und Neuerungen, ❙ typische Fehler und wie man sie vermeidet, ❙ die konsistente und schnelle Erstellung sauberer Designs, ❙ das Zusammenspiel von Vorlagen, Markenfunktionen und neuen Tools. Jetzt auf der BIEG-Website anmelden: www.bieg-hessen.de Angemeldete Personen erhalten den Link zum Livestream vor Seminarbeginn per E-Mail. 51Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 VERANSTALTUNGEN http://www.bieg-hessen.de Interview mit Prof. Dr. Isabell Welpe, Gastrednerin beim IHK-Jahresempfang 2026 „Wissen bleibt wertvoll, vor allem das soziale Wissen“ Sie forschen zu digitaler Transformation, Arbeitsgestaltung und Führungskompeten- zen. Welches Wissen verliert durch KI aktuell an Bedeutung und welches wird wichtiger? Welpe: Alles, was irgendwo aufgeschrieben steht, in Büchern, Gesetzen, Verfahrensricht- linien und so weiter, weiß auch die KI. Noch haben Menschen einen strategischen Vor- sprung beim sogenannten Erfahrungswissen. Hier spielen Lebens- und Berufserfahrung mit rein, alles, was man selbst erlebt und getan hat. Dadurch entwickelt man eine Urteilskraft, die etwa Anfänger, die nur die Theorie ken- nen, nicht haben – und eine KI in der Form auch nicht. Was müssen Führungskräfte heute können und was sollten sie viel- leicht bewusst verlernen? Welpe: Verlernen müssen wir, langfristige Pläne zu machen und zu glauben, dass wir daran festhalten können. Die Geschwindig- keit, Komplexität und Gleichzeitigkeit heute bewirken, dass man eigentlich nur auf Sicht fahren kann. Natürlich muss man planen, aber man muss auch bereit sein, Pläne zu verwerfen und sich neuen Gegebenhei- ten anzupassen. Wichtig ist, die richtigen Fragen zu stellen, Ideen zu haben und diese bewerten zu können. Vorstellungsvermögen, Anpassungsfähigkeit und der Drang, Dinge in die Hand zu nehmen, auszuprobieren – das wird immer wichtiger. Und natürlich braucht es gute KI-Skills. Wie verändert KI den Umgang mit Wissen im Unternehmen? Welpe: Das kommt ganz darauf an, ob das Unternehmen sein Wissen gut strukturiert hat. Die Frage etwa, wie man eine Reisekosten- abrechnung macht, kann hoffentlich eine KI beantworten, dafür sollte man keine Kollegen bei der Arbeit stören. Aber wenn ich KI so nutze, dass ich das eigene Nachdenken quasi auslagere, ist das kritisch. Das führt irgend- wann dazu, dass das Hirn Verknüpfungen abbaut – wie einen Muskel, der nicht genutzt wird. KI kann heute in Sekunden Antworten liefern, für die Menschen früher Stun- den oder gar Jahre brauchten. Ver- ändert das den Wert von Wissen? Welpe: Wissen bleibt wertvoll, vor allem das soziale Wissen, beispielsweise beim Kennen- lernen von Menschen und im Umgang mit anderen. Ebenfalls wichtig sind Urteilskraft und das Einschätzen von Ermessensspiel- räumen. Und man muss die richtigen Fragen stellen. Wenn es etwa um Haftungsfragen geht, werden am Ende eher Menschen in die Verantwortung genommen, nicht KI-Algorith- men. Warum sind Werte, Führung und Zusam- menarbeit im Zweifelsfall entscheiden- der als die eingesetzte Technologie? Welpe: Die beste Technologie verkauft kein Produkt und keine Dienstleistung. Men- schen wollen im Grunde eine Lösung für ein Problem, sprich, wir wollen keine Glühbirne, wir wollen Licht. Im Vorteil sind diejenigen, die Kundenbedürfnisse am besten verstehen, und das sind nicht zwingend die Technologie- führer. Damit ein Unternehmen Innovationen entwickeln und Lösungen für Probleme oder Bedürfnisse anbieten kann, müssen Men- schen zusammenarbeiten, ein Team bilden und ihren Nutzerinnen und Nutzern genau zuhören. Die Fragen stellte Esther Mahr, IHK Offenbach am Main Anmeldung zum IHK-Jahresempfang 2026 unter www.ihkof.de/jahresempfang Fo to : F ac es b y Fr an k Prof. Dr. Isabell M. Welpe, Gastrednerin beim IHK-Jahres- empfang 2026. 52 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 VERANSTALTUNGEN http://www.ihkof.de/jahresempfang Hessische IHKs laden zu kostenfreien Schulungen ein Einzelhandel heute: digital, stationär und zukunftsfähig Für den Einzelhandel werden digitale Technologien immer wichtiger: Sei es, um im Wettbewerb zu bestehen oder um mit der Bürokratie zurechtzukommen. Die praxisorientierten Online-Seminare der hessischen IHKs geben Einzelhändlern in dieser komplexen Situation konkrete Hilfestellungen. Die Veranstaltungen vermitteln kompakt aufbereitetes Wissen zu technologischen, rechtlichen und organisatorischen Frage- stellungen, die den Handel heute und in den kommenden Jahren prägen. Dr. Alexander Theiss, Federführer Handel des Hessischen Industrie- und Handelskammer- tags (HIHK), erklärt: „Mit der Webinarreihe möchten wir Handelsunternehmen befähigen, technologische und gesellschaftliche Entwick- lungen aktiv zu nutzen. Unser Ziel ist es, mittel- ständische Händler dabei zu unterstützen, wettbewerbsfähig zu bleiben und sich flexibel an veränderte Marktbedingungen anzupas- sen.“ Frank Aletter, Geschäftsführer des HIHK, ergänzt: „Die Branche steht vor vielfältigen Herausforderungen. Unsere Webinare greifen zentrale Themen auf – von KI über E-Payment und Kundengewinnung bis hin zu rechtlichen Anforderungen – und bieten praxisnahe Orien- tierung für den unternehmerischen Alltag.“ Termine und Teilnahme: Die kostenfreien Online-Seminare dauern jeweils rund 60 Minuten. Die Teilnahme steht allen Handelsunternehmen offen. ❙ 13.05.2026 Social Commerce im Einzelhandel – mit KI zum Verkaufserfolg ❙ 27.05.2026 Der einfache Einstieg zur Nutzung von KI im Handel ❙ 18.06.2026 Neue EU-Verpackungsverordnung: Entlastung oder zusätzliche Pflichten für den Handel? ❙ 18.08.2026 Heimat Shoppen sichtbar machen – mit Reels und Stories in die Aktionstage starten www.hihk.de/webinarreihe-einzelhandel Plattform für Austausch, Vernetzung und Inspiration 9. Kreativwirtschaftstag - Creating Value Der Kreativwirtschaftstag stellt am 5. Juni 2026 in Frankfurt am Main die Innovationskraft der Kultur- und Kreativwirtschaft in den Mittelpunkt. Die Branche zeigt, wie ihre Kompetenzen und nutzerzentrierten Arbeitsweisen neue Impulse für Wirtschaft und Gesellschaft liefern können. Vor dem Hintergrund von Digitalisierung, KI und globalen Veränderungen richtet sich der Fokus auf zukunftsfähige Geschäftsmodelle und kreative Lösungen. Auf dem Programm stehen unter anderem Beiträge von brand eins, Cluster der Kreativwirtschaft Hessen, Deutscher Design Club, game Hessen, Hessen Design, House of Digital Transformation, Korea Creative Content Agency, Rat für Form- gebung, see-Conference und World Design Capital 2026. Der Kreativwirtschaftstag ist eine Veranstaltung der Geschäftsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft der Hessen Agentur im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeri- ums. Er ist Teil der Open – Design Week Frankfurt RheinMain, einem Format der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026. www.kreativwirtschaftstag.de 53Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 VERANSTALTUNGEN http://www.hihk.de/webinarreihe-einzelhandel http://www.kreativwirtschaftstag.de Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr ( jeweils am 1. des Monats) Ausgabedatum 4. Mai 2026 Titelbild Adobe Stock / Micevic family Das Magazin wird auf umwelt- freundlichem FSC®-zertifizierten Papier klimaneutral gedruckt. Designkonzept, Gestaltung, Titelbild, Verlag und Druck Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, 60386 Frankfurt www.zarbock.de Verlagsleitung: Ralf Zarbock Anzeigendisposition Anja Bäumel Tel. 069 420903-75 anja.baeumel@zarbock.de Anzeigenpreisliste Gültig ab 1. November 2025 IMPRESSUM Herausgeber Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Postfach 10 08 53 63008 Offenbach am Main Frankfurter Straße 90 63067 Offenbach am Main Tel. 069 8207-0 | Fax -199 redaktion@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de Verantwortlich Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main Redaktion redaktion@offenbach.ihk.de Birgit Arens (Chefredakteurin) Tel. 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Esther Mahr Tel. 069 8207-234 mahr@offenbach.ihk.de Viktoria Schaab Tel. 069 8207-403 schaab@offenbach.ihk.de Mediadaten www.offenbach.ihk.de/P167 Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der IHK-Mitgliedschaft und kann jederzeit per Hinweis an den Herausgeber beendet oder wieder aufgenommen werden. Wir nutzen in der IHK Offenbach am Main eine Sprache, die gerecht ist und niemanden bevorzugt oder benachteiligt, jeden anspricht und nieman- den ausschließt. Unsere Sprache respektiert die aktuellen Recht- schreibregeln und ist gleichzeitig verständlich, eindeutig und gut lesbar. Da wir im Sinne der Gleichbehandlung immer alle Geschlechter mei- nen, verwenden wir zum Beispiel Doppelnennun- gen, geschlechterneutrale Begriffe, Pluralformen, Funktionsbezeichnungen oder abwechselnd die männliche und die weibliche Form. Wenn gele- gentlich nur eine Form genannt wird, um bessere Lesbarkeit zu erreichen oder weil es übergeordne- te Vorgaben erzwingen (z. B. Prüfungsordnungen), gilt diese im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter und Personengruppen. Mit dieser Vorgehensweise beabsichtigen wir keinerlei Wertung. Auf Zusatzzeichen und Binnengroßbuchstaben verzichten wir, weil diese die Barrierefreiheit, den Lesefluss und die Auffindbarkeit durch Such maschinen beeinträchtigen. Derzeit gibt es in Deutschland keine einheitlichen Regeln für eine geschlechtergerechte Sprache. In der IHK Offenbach am Main nehmen wir an der Diskussion zum Thema teil und entwickeln auch im Netzwerk der deutschlandweiten IHK-Organi- sation weitere praxisnahe, akzeptable Lösungen dazu. Sie haben Fragen, Hinweise oder Anregungen zur geschlechterneutralen Sprache? Dann schreiben Sie uns: redaktion@offenbach.ihk.de VORSCHAU 07–08 Titelthema | Wirtschaftsstandort Obertshausen Anzeigenschluss für die Ausgabe Juli /August 2026 ist der 8. Juni 2026. Redaktionsschluss für die Ausgabe September/Oktober 2026 ist der 31. Juli 2026. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Themen aus aktuellen Anlässen ändern können. Gute Geschäfte rund um die Welt Außenwirtschaftstag Hessen Internationale Märkte im Blick, Praxiswis- sen aus erster Hand, direkter Austausch mit Experten der Deutschen Auslandshandels- kammern: Der 8. Außenwirtschaftstag Hes- sen, am 11. Juni 2026, in der IHK Frankfurt, ist der zentrale Treffpunkt für hessische Unternehmen, die ihr Auslandsgeschäft ausbauen oder neu ausrichten möchten. Welche Länder und Regionen bieten aktuell neue Geschäftsmöglichkeiten? Und wie gelingt der Markteinstieg in einem zunehmend komplexen globalen Umfeld? Der Außen- wirtschaftstag Hessen lädt ein zu lebhaften Paneldiskussionen über die Entwicklung der Weltwirtschaft, stellt Chancenmärkte rund um den Globus vor und wirft Spotlights auf Fragen der Mitarbeiterentsendung, Beschaffung und Zollpraxis. Experten treffen, Kontakte knüpfen „Herzstück“ der Veranstaltung ist die Bera- tung durch 50 Experten aus dem Netzwerk der Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs), die individuell zu ihren Märkten beraten. Sie geben praxisnahe Tipps und unterstützen auch im Anschluss, zum Bei- spiel bei der Suche nach Abnehmern und Lieferanten. Fachaussteller präsentieren Dienstleistun- gen und Lösungen für ein erfolgreiches Aus- landsgeschäft, von der Marktrecherche über Compliance-Themen bis zur Finanzierung. Parallel besteht reichlich Gelegenheit für die fast 400 teilnehmenden Unternehmer und Unternehmerinnen, Firmenvertreter und Fachleute, sich untereinander auszutau- schen und Kontakte zu knüpfen. Der alle zwei Jahre stattfindende Außenwirt- schaftstag ist eine Gemeinschaftsveranstal- tung der zehn hessischen IHKs. Anmeldung und Programm: www.aussenwirtschaftstag-hessen.de Kontakt Brigitte Appiah 069 8207-255 appiah@offenbach.ihk.de 54 Offenbacher Wirtschaft Mai/Juni 2026 VERANSTALTUNGEN http://www.aussenwirtschaftstag-hessen.de Business to Business Ihr direkter Kontakt zum Marktplatz: 0 69/42 09 03-75 oder per E-Mail verlag@zarbock.de Mit einer Anzeige in der Offenbacher Wirtschaft erreichen Sie 20.000 Entscheiderinnen und Entscheider in Stadt und Kreis Offenbach. Nachrichten: Standortbarometer: Weitgehende Zufriedenheit – Handlungsfelder klar identifiziert | Ratgeber: Commercial Courts in Deutschland | Netzwerke: Der neue Vorstand der Wirtschaftsjunioren Offenbach e. V. Europa 01– 02 | 2026 Nachrichten: Unternehmen werden digitaler, haben aber noch viel zu tun | Ratgeber: In Zeiten von KI im Internet sichtbar bleiben | Veranstaltungen: Jetzt vormerken! Offenbacher Dialog und IHK-Jahresempfang Klima. Krise.Chancen. 03 – 04 | 2026 Wir beraten Sie gerne: Susanne Rohrmann-Leibfahrt Telefon 0 69 /42 09 03-76 susanne.rohrmann-leibfarth@zarbock.de Marion Stumpp Telefon 0 69 /42 09 03-51 marion.stumpp@zarbock.de Anzeigenschluss für die Juli/August-Ausgabe: 8. Juni 2026 Sichern Sie sich Ihre Platzierung unter 0 69 /42 09 03-51 verlag@zarbock.de Sicherheit Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit 24h-Service BWS Sicherheitsdienste GmbH Tel. 0 69 / 88 81 45 Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit www.bws-offenbach.de Sicherheitsdienst Frankfurter PackerFrankfurter Packer Umzüge und LagerungUmzüge und Lagerung A.F. UMZÜGE GmbH Benzstraße 27 63110 Rodgau Telefon: 06106-283 660 06106-283 660 info@frankfurter-packer.de Umzüge und Lagerung Handtücher mit Logo HANDTUCH-FABRIK Handtücher mit Handtücher mit LOGO / Namen LOGO / Namen BESTICKEN BESTICKEN EINWEBENEINWEBEN handtuchfabrik.de Immobilien NEUE PERSPEKTIVEN ERÖFFNEN adler-immobilien.de Tel. 069. 955 22 555 Wir bieten kostenfreie, innovative Be- wertungskonzepte für Wohnimmobilien durch unsere Dekra-Sachverständigen. 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