Nachrichten Kirsten Schoder-Steinmüller bleibt HIHK-Präsidentin | Bildung IHK brachte die EU ins Klassenzimmer Ratgeber Jetzt Impressum und Datenschutzerklärung ändern Wirtschaftsstandort Neu-Isenburg 07– 08 | 2024 Jetzt ganze einfach Online-Termin vereinbaren: Warten war gestern! Während andere Sie warten lassen, sind wir für Sie da! Bei uns bekommen Sie schnell, zuverlässig und unkompliziert ihren Service-Termin! MMaacchheenn SSiiee hheeuuttee nnoocchh IIhhrreenn TTeerrmmiinn,, ssccaannnneenn SSiiee eeiinnffaacchh ddeenn QQRR--CCooddee mmiitt IIhhrreemm SSmmaarrttpphhoonnee!! Schnell Zuverlässig Ohne lange Wartezeiten Neu-Isenburg Seligenstadt Langen Hattersheim Dreieich Kelkheim Frankfurt wwwwww..mmbb--ggooeebbeell..ddee Fo to : S ta dt N eu -Is en bu rg In Neu-Isenburg stehen die Zeichen auf Wachstum. Dafür gibt es viele gute Gründe: von den exzellenten Autobahn-Anbindungen, guten Bahnverbindungen, der Nähe zum Frankfurter Flughafen, der geplanten Anbindung an die Regionaltangente West bis zum niedrigen Gewerbesteuerhebesatz, einer hervorragenden Wirtschaftsförderung, überzeugenden Zukunftsplänen und einer hohen Lebensqualität. Immer mehr Betriebe lassen sich hier nieder. Seit vielen Jahren gibt es mehr Einpendelnde als Auspendelnde. Die Hugenotten- und Waldenserstadt ist der wirtschaftsstärkste Standort im Kreis Offenbach. Aufenthaltsqualität und Infrastruktur, Business-Networking und gesellschaftliches Zusammenleben – die- ser Mix überzeugt viele Unternehmen. So erreichte Neu-Isenburg im bundesweiten Standortranking der „DDW Die Deutsche Wirtschaft“ Platz 46 von 4.073 untersuchten Städten. Bei der Benotung durch die Standortakteure sicherte es sich sogar Platz 3. Gleichzeitig lässt es sich in Neu-Isenburg ausgezeichnet leben. Fast 41.000 Menschen wohnen derzeit in der Stadt. Dazu hat das neue Wohngebiet Birkengewann beigetragen. Weiterer Wohn- und Gewerberaum entsteht in der „Neuen Welt“. Neu-Isenburg bietet vieles, was das Arbeiten und Leben angenehm und das Wohlfühlen leicht macht, zum Bei- spiel 100 Restaurants, unzählige Vereine, Kultur-, Veranstaltungs- und Freizeitangebote. Umgeben von Wald, international und traditionsbewusst wird Neu-Isenburg als Wohn- ort immer beliebter. Familien finden attraktive Möglichkeiten zur Kinderbetreuung und alle allgemeinbildenden Schulformen. Musikschule und Volkshochschule ergänzen das Bildungsangebot. Gepflegte Sportstätten und das Waldschwimmbad laden zum Training oder sportlichem Ausgleich ein. Die Stadt ist bekannt für ihre guten Einkaufsmöglichkeiten. Das Isenburg-Zentrum und weitere Geschäfte vor allem in der Frankfurter Straße und der Bahnhofstraße garantieren ein interessantes Angebot. Der samstägliche Wochenmarkt in der Fußgängerzone ist ein geselliger Treffpunkt und ideal, um frische Lebensmittel einzukaufen. Auf dem Weg zur Smart City, bei der Digitalisierung und allen Projekten der Stadtplanung achten die Verantwortlichen darauf, den modernen Lebensstil mit der Natur in Einklang zu halten. So soll Neu-Isenburg auch in den nächsten Jahrzehnten für alle Menschen, die hier leben, genauso attraktiv bleiben wie für etablierte oder ansiedlungswillige Unternehmen! Ihr Leben, arbeiten und genießen Dirk Gene Hagelstein Bürgermeister der Stadt Neu-Isenburg EDITORIAL 3Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 NACHRICHTEN 5 Unternehmen hoffen weiter auf konjunkturelle Erholung 6 Kirsten Schoder-Steinmüller bleibt HIHK-Präsidentin 7 Zukunft gestalten: erster IHK-Tag 8 IHK-Verdienstmedaillen für ausgezeichnetes Ehrenamt 10 Menschen und Wirtschaft 10 Kurz notiert 11 Offenbach feiert Mozarts Verlag 12 Offenbachs Beste 2024 14 Partnerschaft bei Chinabesuch bekräftigt TITELTHEMA 16 Wo Unternehmen in bester Gesellschaft sind 20 Entspannt einkaufen 25 1699–2024: vom Hugenottendorf zur modernen Stadt 26 Wachstum und Entwicklung 30 Frische Ideen aus Neu-Isenburg 32 Reingeschaut bei roots 34 Zu Gast in Neu-Isenburg 39 Smart – fair – nachhaltig 40 Stadt der Marken und Hauptsitze RATGEBER 42 NIS2-Gesetz erwischt den Mittelstand kalt 43 Jetzt Impressum und Datenschutzerklärung ändern 44 Vorsicht bei der Werbung mit umweltbezogenen Aussagen! BILDUNG 45 IHK. Die Weiterbildung 45 Bildungsurlaub – das Plus für alle 46 IHK brachte die EU ins Klassenzimmer 46 Open Badges rücken Zertifikate ins Rampenlicht NETZWERKE 47 Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken 48 Die Region Offenbach braucht Europa 49 Der Auftakt für eine erfolgreiche Nachfolge 50 IHK-Jahresempfang 2024 50 Deutsch-Japanischer Wirtschaftsempfang TITELTHEMA GUTE IDEEN FÜR EINE STARKE REGION 14 Neu-Isenburg bietet gute Bedingungen für große Marken und kleine Start-ups, für Traditionsunternehmen und für die Menschen, die dort leben. Es ist kein Zufall, dass die Hugenotten- und Waldenserstadt der stärkste Wirtschafts- standort in der Region ist. 4 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 INHALT Bürokratieabbau in den Fokus stellen Unternehmen hoffen weiter auf konjunkturelle Erholung Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat die IHK Offenbach am Main bei ihren Mitgliedsunter nehmen nachgefragt, wie sie ihre Situation einschätzen und welche Geschäftserwartungen sie haben. Die Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage Frühsommer 2024 enttäuschen. Der IHK-Konjunkturklima- index für die Region Offenbach sinkt um 6,3 Punkte auf einen Stand von 90 Punkten. Nur 21 Prozent der Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, sprechen aktuell von einer guten Lage. 29 Prozent bezeichnen ihre Situation als schlecht. Vor allem die Industriebetriebe klagen über eine schwierige konjunkturelle Situation. Sie rechnen zudem mit einem weiteren Rückgang der Exporte. Eine baldige Besserung wird nicht erwartet. Entsprechend gibt es kaum Pläne, Personal einzustellen oder zu investieren. Einzig von den Dienstleistern kommen teilweise etwas positivere Rückmeldungen. Hauptgrund für die pessimistische Ein- schätzung ist die Unzufriedenheit mit den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. „Die deutsche Wirtschaftspolitik muss mittel- standsfreundlicher werden. Übermäßige Bürokratie, die oft auf EU-Regelungen zurück- geht, behindert die Unternehmen. Beispiele dafür sind die neue EU-Lieferkettenrichtlinie, das CO2-Grenzausgleichssystem (CBAM) oder die Nachhaltigkeitsberichterstattung“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbren- ner. Die Unternehmen schätzen die Errungen- schaften der europäischen Integration wie politische Stabilität, den gemeinsamen Währungsraum, den Zugang zu europäischen Märkten sowie einheitliche EU-Normen und -Standards. Diese Vorteile gilt es zu schützen, um den Wohlstand zu erhalten, gesellschaft- lichen Frieden zu wahren und die riesigen Herausforderungen, denen Europa gegen- übersteht, gemeinsam zu meistern. Dafür muss sich die EU in der nächsten Legislatur- periode besonders darauf konzentrieren, die Standortattraktivität zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken. Alle Ergebnisse unter: a www.ihkof.de/konjunktur 99,0 40 60 80 100 120 140 160 180 –60 –40 –20 0 20 40 60 80 2/2014 1/2015 3/2015 2/2016 1/2017 3/2017 2/2018 1/2019 3/2019 2/2020 1/2021 3/2021 2/2022 1/2023 3/2023 2/2024 Kl im ai nd ex , n eu tr al = 1 00 Sa ld o au s po si tiv en u nd n eg at iv en An tw or te n Geschäftslage Geschäftserwartung Klimaindex Gr af ik : I H K Die deutsche Wirtschafts- politik muss mittelstands- freundlicher werden. IHK-Magazin bestellen oder abbestellen Wer Mitglied in der IHK Offenbach am Main wird, erhält drei Printausgaben des IHK-Magazins Offen- bacher Wirtschaft per Post. Eine kurze Nachricht per E-Mail mit Angabe des Unternehmensnamens und der Mitgliedsnummer (ID) genügt und das kostenlose Print-Abonnement wird fortgesetzt. Genauso einfach wird das Abonnement der gedruckten Ausgabe per E-Mail abbestellt. E-Mail: redaktion@offenbach.ihk.de Die Online-Ausgabe der Offenbacher Wirtschaft finden Sie unter www.offenbacher-wirtschaft.de STARKE STIMME WIRTSCHAFT STARKE STIMME Wahl2024-OWi-Cover.indd 1 Wahl2024-OWi-Cover.indd 1 10.10.2023 10:01:17 10.10.2023 10:01:17 Bildung Nacht der Ausbildung erstmals in Rödermark | Ratgeber Präventions programm für Logistik-Unternehmen Nachrichten Ab in die Mitte 2024 | Netzwerke WJ Offenbach auf Twinning-Touren 01 –02 | 2024 a n l i e f e r u n g 5 4 S c h u l e b i s t r o S u p e r m a r k t B I B L I O T H E K B r a t h a u s T A X I H O T E L Nachrichten IHK-Wahl – Sie haben gewählt | Ratgeber Viele Gründe sprechen für Indien Veranstaltungen Offenbacher Dialog – Die Verwaltung braucht einen Kulturwandel Gute Ideen für eine starke Region 03 –04 | 2024 5Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 NACHRICHTEN Neuwahl des HIHK-Präsidiums Kirsten Schoder-Steinmüller bleibt HIHK-Präsidentin Nach zweieinhalb Jahren endete die Amtszeit des Präsidiums des Hessischen Industrie- und Handels- kammertages (HIHK) turnusmäßig. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde das HIHK-Präsidium neu gewählt. Zur Wahl als Präsidentin hatte sich die amtierende Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller wieder aufstellen lassen. Ihre zweite Amtszeit wurde in geheimer Abstimmung erneut einstimmig bestätigt. „Die Belange der hessischen Wirtschaft zu vertreten, ist mir ein besonders wichtiges Anliegen. Wir brauchen gute wirtschafts- politische Rahmenbedingungen, um die Wettbewerbsfähigkeit hessischer Betriebe zu stärken. Der Abbau bürokratischer Hemm- nisse, die Stärkung von Infrastrukturprojekten und der Weg hin zur Klimaneutralität stehen dabei ganz oben auf unserer Agenda. Eine echte Herzensangelegenheit ist dabei für mich persönlich die Stärkung der dualen Ausbildung, denn wir stehen angesichts des demografischen Wandels und des sich weiter zuspitzenden Fachkräftemangels vor großen Herausforderungen. Ich freue mich auf meine zweite Amtszeit, den Austausch mit der Lan- despolitik, die Zusammenarbeit mit meinen Vizepräsidenten und den Kolleginnen und Kollegen der HIHK-Geschäftsstelle“, erklärt die 61-jährige Unternehmerin, die seit 2023 auch Vizepräsidentin der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) ist. Der neue hessische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Kaweh Mansoori nahm an der HIHK-Mitgliederver- sammlung, die sich an die Präsidiumswahl anschloss, teil, um aktuelle wirtschaftspoli- tische Herausforderungen zu diskutieren. Er nutzte die Gelegenheit, um dem neu gewählten Präsidium zu gratulieren, und ver- sicherte: „Ich freue mich auf unsere weitere Zusammenarbeit. Es gibt viel zu tun, um Arbeitsplätze, Wertschöpfung und Wohl- stand in Hessen zu sichern. Der Wandel in der Wirtschaft kann nur gemeinsam mit den Kammern, Arbeitgebern und Arbeitnehmern gelingen. In enger Abstimmung arbeiten wir an guten Rahmenbedingungen. Für das pro- duzierende Gewerbe und die Industrie haben wir den Industrietrialog initiiert. Hier freue ich mich auf die Vorschläge des Hessischen Industrie- und Handelskammertages. Dem Präsidium wünsche ich viel Erfolg und eine glückliche Hand.“ Der HIHK vertritt das gesamtwirtschaftliche Interesse von rund 400.000 Mitgliedsunter- nehmen mit 1,8 Millionen Beschäftigten in Hessen. HIHK-Präsidentin Kirsten Schoder- Steinmüller zur Seite stehen Ulrich Caspar, Präsident der IHK-Frankfurt und jetzt in zwei- ter Amtszeit HIHK-Vizepräsident, sowie Dr. Felix Heusler, Präsident der IHK Lahn-Dill. Er folgt als Vizepräsident des HIHK auf Dr. Chris- tian Gastl, der diese Funktion für zwei Amts- zeiten innehatte. Gastl hatte sich im Rahmen der IHK-Vollversammlungswahlen 2024 nicht erneut für das Amt des Präsidenten der IHK Wiesbaden aufstellen lassen und schied somit aus der HIHK-Mitgliederversammlung aus. a www.hihk.de V. l. n. r.: Dr. Felix Heusler, neuer HIHK-Vizepräsident und Präsident der IHK Lahn-Dill, Kaweh Mansoori, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum und stellvertretender Ministerpräsident, Kirsten Schoder- Steinmüller, neue und alte HIHK-Präsidentin und Präsidentin der IHK Offenbach am Main, Ulrich Caspar, HIHK-Vizepräsi- dent und Präsident der IHK Frankfurt am Main. Fo to : I go r L in k Wir brauchen gute wirtschafts- politische Rahmenbedingungen, um die Wettbewerbsfähigkeit hessischer Betriebe zu stärken. 6 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 NACHRICHTEN IHR LOGISTIK- UND TRANSPORTDIENSTLEISTER WELTWEIT www.agotrans.de agotrans Logistik GmbH Behringstraße 1 6 3110 Rodgau Tel. : +49 (0) 6106 - 28 38 - 0 · info@agotrans.de Ihr Unternehmen im IHK-Magazin Die Offenbacher Wirtschaft berichtet in jeder Ausgabe über Aktu- elles aus den Unternehmen in der Region: Wir stellen Betriebe vor, die sich neu am Wirtschaftsstandort angesiedelt haben, berichten von wichtigen personellen Veränderungen, großen Jubiläen und zündenden Geschäftsideen. Schicken Sie uns Ihre Pressemitteilung oder rufen Sie einfach an, damit die Leser des IHK-Magazins erfahren, was sich in Ihrem Unternehmen tut! Kontakt Birgit Arens 069 8207-248 redaktion@offenbach.ihk.de Fo to : I H K Zukunft gestalten: erster IHK-Tag Am 14. und 15. Mai 2024 präsentierte sich die IHK-Welt beim ersten IHK-Tag in der DIHK in Berlin internen und externen Inte- ressenten. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gesellschaft, Unternehmen und der IHK-Organisation diskutierten Lösungsansätze zum Veranstaltungs- schwerpunkt #GemeinsamFachkräfte- Sichern. Auch ehrenamtliche Mitglieder sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der IHK Offenbach am Main nutzten das Event, um in Vorträgen, Workshops und im direkten Austausch Anregungen zu finden und einzubringen. V.l.n.r: Vom Team der IHK Offenbach am Main unter anderem dabei: Andjelka Crnogorac, Tobias Pohl, Frank Achenbach, Annette Feldmann, Florentine Haas, Miriam De Astis, Nadia Bachere und Simone Jones. Fo to : D IH K 7Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 NACHRICHTEN Viel Lob für das „Herz der IHK“ IHK-Verdienstmedaillen für ausgezeichnetes Ehrenamt Kirsten Schoder-Steinmüller, Präsidentin der IHK Offenbach am Main, zeichnete am 23. April 2024 21 Unternehmerinnen und Unternehmer mit der IHK-Verdienstmedaille aus. Mensch und Wirtschaft standen im Mittelpunkt der Veranstaltung bei der Brauerei Glaabsbräu. Gemeinsam mit IHK-Haupt- geschäftsführer Markus Weinbrenner würdigte sie das herausragende ehrenamtliche Engagement und die besonderen Verdienste der Geehrten um die Wirtschaft in Stadt und Kreis Offenbach. Schoder-Steinmüller hob in ihrer Begrüßung die Bedeutung des Ehrenamtes für die IHK hervor: „Wir übernehmen Verantwortung in unseren Unternehmen für Menschen, für unsere Region, für die Gesell- schaft. Wir begeistern Menschen, treiben Ideen und Innovationen voran und gestalten Wandel. Und wir übernehmen Verantwortung, indem wir uns ehrenamtlich in unserer IHK engagieren. Sei es in der Vollversammlung, im Präsidium, in Ausschüssen und Expertenräten oder Prüfungsausschüssen. Das Engagement jeder Einzelnen und jedes Einzelnen ist so vielfältig, da jeder seine eigenen Facetten aus dem beruflichen Umfeld mit einbringt. Es ist genau deshalb so wert- voll für die IHK, da wir damit ein Spiegelbild der Perspektiven unserer Mitglieder haben. Nur so können wir unseren gesetzlichen Auftrag als IHK zielführend im Interesse und zur Unterstützung unserer regionalen Wirtschaft gemeinsam gestalten.“ Langjährige Mitwirkung als Initiatoren, Impulsgeber und Unterstützer verdiene Dank und Anerkennung. „Die ehrenamtlich engagierten Unternehmerinnen und Unternehmer sind das Herz der IHK“, betonte die IHK-Präsidentin. Mit der IHK-Verdienstmedaille in Silber wurde Edwin E. Heinecke für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement geehrt. In ihrer Laudatio skiz- zierte Schoder-Steinmüller: „Edwin Heinecke ist ein Vollblutunterneh- mer, der Unternehmen wie die Vectorsoft AG erfolgreich gegründet und Die IHK Offenbach am Main ehrte Unternehmerinnen und Unternehmer aus Stadt und Kreis Offenbach für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Brauerei Glaabsbräu in Seligenstadt. Fo to : I H K 8 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 NACHRICHTEN zum Wachsen gebracht hat. Er ist eine Persönlichkeit, deren Herzschlag mit der Verantwortung der ehrbaren Kaufleute untrennbar verbunden ist. Sein Herz schlägt für den Nachwuchs und die Region.“ Bei Innovatio- nen, die Menschen dienen, sei Heinecke immer „vorne dran“. Chancen zu erspüren und zu entdecken, diese zu entwickeln und zu nutzen, das lebe er in seiner unternehmerischen und ehrenamtlichen Tätigkeit. „Für die IHK hat Heinecke sich in vielfältiger Weise, insbesondere für seine Herzensangelegenheit, die berufliche Bildung, eingesetzt. Dies tat er in seinem Unternehmen, der Vectorsoft AG in Heusenstamm, indem er kontinuierlich und erfolgreich junge Menschen in IT-Beru- fen ausgebildet hat. Mit seiner Erfahrung aus der Ausbildungspraxis hat er die ehrenamtliche Tätigkeit in den verschiedenen Gremien der IHK-Organisation geprägt. So unter anderem seit 1998 im IHK-Berufs- bildungsausschuss oder als Vorsitzender des IHK-Expertenrates Bildungspolitik & Fachkräfte und ebenso im Bildungsausschuss der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Sein Wissen als IT-Experte hat er auch im ehemaligen IT-Ausschuss der IHK und im DIHK-Ausschuss ‚Telekommunikation und neue Dienste‘ zur Verfügung gestellt. Er war als Mitglied der Vollversammlung unserer IHK von 2000 bis 2004 als IHK-Vizepräsident engagiert“, sagte Schoder-Steinmüller. Markus Weinbrenner unterstrich die Rolle des Ehrenamtes für die IHK: „Mir und meinem IHK-Team ist es wichtig, den Herzschlag hochzu- halten für unsere Region. Das geht nur gemeinsam mit einem starken Ehrenamt und dessen Expertise. Es gilt, die Interessen aller Akteure gut miteinander zu verknüpfen, manchmal auch moderierend einem Herzrasen vorzubeugen und immer für einen gesunden Antrieb für die Wirtschaft zu sorgen.“ Die Vielfalt und Intensität des Engagements spiegelte sich in den Dankesworten an die weiteren Ausgezeichneten wider. Die IHK-Ver- dienstmedaille in Bronze erhielten folgende Unternehmerinnen und Unternehmer: ❙ Frank Bartenstein, BWS Sicherheitsdienste Harlass-Roth Bartenstein GmbH, Offenbach am Main ❙ Jan Bäumler, 917 Family Office AG, Neu-Isenburg ❙ Holger Drewing, Herth + Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG, Heusenstamm ❙ Eva-Maria Ellmerich, DTP AKADEMIE RheinMain GmbH, Offenbach am Main ❙ Konrad Fleckenstein, Kanzlei Fleckenstein & Kollegen Steuer beratungsgesellschaft mbH, Seligenstadt ❙ Valeria Gotesdiner, Meatcut Steak- & Grillhaus, Offenbach am Main ❙ Hans-Georg Maas, Edi-Trans Hans-Georg Maas Distribution und Spedition, Offenbach am Main ❙ Dr. Dietmar Noé, Noé Immobilien, Offenbach am Main ❙ Elena Perez, Resultate Institut für Marktforschung und Marketing- beratung GmbH, Neu-Isenburg ❙ Georg Picard, PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG, Obertshausen ❙ Sigrid Rebell, KREBS Verwaltungs GmbH, Heusenstamm ❙ Wolfgang Reuter, Wilhelm Link Haushaltswaren, Seligenstadt ❙ Hans-Christian Richter, MATO GmbH & Co. KG, Mühlheim ❙ Stephan M. Schader, VR Bank Dreieich-Offenbach eG, Dreieich ❙ Ulrich Stenger, Stenger Garten- und Landschafts-Service, Offenbach am Main ❙ Bärbel Thomin-Schäfer, abass GmbH, Langen ❙ Volker Weber, Weber Fruchthandels GmbH & Co. KG, Rodgau ❙ Angela Weber, elektronik-service Bernd Luft GmbH, Dreieich ❙ Alexander Weipert, TRAVELLER Jean Weipert GmbH, Offenbach am Main ❙ Monika Weitz, Unternehmensbaum Unternehmensberatung, Rodgau Eine besondere Atmosphäre garantierte der Veranstaltungsort mitten in der Produktion der Brauerei Glaabsbräu, Seligenstadt. Julian Menner, 1. Braumeister bei Glaabsbräu, und sein Team begeisterten die Gäste mit ebenfalls ausgezeichneten Kostproben unter dem Motto „Sehen, schmecken, staunen“. a www.offenbach.ihk.de/ueber-uns/ehrenamt Edwin E. Heinecke wurde mit der IHK-Verdienstmedaille in Silber ausgezeichnet. Auf dem Foto v. l. n. r.: IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner, Kirsten Heinecke, Edwin E. Heinecke, IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller. SCHAFFEN SIE AUS ALTEN WERTEN NEUE MÖGLICHKEITEN Ankauf von: Schmuck I Gold I Silber Uhren I Münzen I Barren I Bestecke I Zinn Porzellan I Figuren I Antiquitäten Seit 20 Jahren ihr Experte vor Ort! Holger Honig I Heusenstammer Straße 3 I 63179 Obertshausen Mo-Fr: 10.00 - 13.00 Uhr I 15.00 - 18.00 Uhr oder nach Vereinbarung Tel. 0 6104 9 531315 I www.goldhaus-obertshausen.de Anz. Goldhaus IHK 90x57mm 10.2022.indd 1Anz. Goldhaus IHK 90x57mm 10.2022.indd 1 20.10.22 10:2420.10.22 10:24 Fo to : I H K 9Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 NACHRICHTEN Kurz notiert ❙ Ein super Markt! EGELSBACH. Das REWE Center Egelsbach im Kurt- Schumacher-Ring 4 ist „Supermarkt des Jahres 2024“ in der Kategorie Filialisten über 3.000 Quad- ratmeter. Eine Fachjury entschied gemeinsam mit Verbraucherstimmen nach umfassender Prüfung und Inkognito-Besuchen bei den Bewerbern, welches Team im Rahmen der Gala den „Bran- chen-Oskar“ erhalten sollte. Veranstalter war das Fachmagazin Lebensmittel Praxis. Die Preisver- leihung fand in der Zeche Zollverein in Essen statt. „Unsere Geheimzutat zum Erfolg heißt Mensch – Erfolg durch Menschlichkeit vom Mitarbeiter zum Kunden. Der Faktor Mensch kann durch nichts ersetzt werden und hier wollen wir den Unterschied machen! Denn nur zufriedene und engagierte Mitarbeiter können Kunden begeistern und zum Wiederkommen animieren“, meint Marktmanagerin Dunja Storck. a www.rewe-group.com ❙ Mehr Einwohner, mehr Einnahmen LANGEN. Erstmals leben in Langen mehr als 40.000 Menschen: Zum Jahreswechsel 2023/2024 hatten 40.351 Bürgerinnen und Bürger ihren Hauptwohnsitz zwischen Neurott, Oberlinden und Oberem Steinberg. Das sind 790 mehr als einJahr zuvor, was einem Plus von zwei Prozent entspricht. Seit 2000 ist Langens Bevölkerung um 4.697 (plus 13,2 Prozent) gewachsen. Hinzu kommen 411 Men- schen, die ihre Nebenwohnung in der Sterzbach- stadt haben. Diese Zahl ist um 16 gesunken (minus 3,75 Prozent). Ein Plus verzeichnete die Stadt auch bei ihren Einnahmen 2023: Im Haushaltsplan waren 14,5 Millionen Einnahmen aus der Grund- steuer B (bebaute und bebaubare Grundstücke) veranschlagt worden. In die Kassen fließen aber 800.000 Euro mehr, nämlich 15,3 Millionen. Noch größer ist die Steigerung bei der Gewerbesteuer: Waren ursprünglich rund 17,5 Millionen eingeplant, wurde diese Summe im Nachtragshaushalt bereits auf knapp 21 Millionen angehoben. Nun wurden sogar rund gut 27,5 Millionen Euro eingenommen. a www.langen.de ❙ Amtszeit-Ende Handelsrichterin OFFENBACH. Nach fünfjähriger Tätigkeit endete die Amtszeit von Andrea Brigitte Gerhard als Han- delsrichterin am 30. April 2024. Die IHK Offenbach am Main bedankt sich herzlich für das ehrenamt- liche Engagement. ❙ Wechsel im Vorstand RODGAU. Martin Born hat Berthold Schüßler als Vorsitzender des Gewerbevereins Rodgau abgelöst. Schüßler hatte den Vorsitz 17 Jahre lang inne. Der Schreinermeister Born war zuvor neun Jahre lang stellvertretender Vorsitzender. Die Versammlung wählte ihn einstimmig. David Ermel und Jürgen Herr sind stellvertretende Vorsitzende, die Kasse führt weiterhin Christiane Eckel. Schriftführerin bleibt Nicole Grabe. Beisitzer sind Marco Eckel, Jörg Meiß, Thomas Lerch, Kai Mühle, Markus Frei, Tobias Schott, Til Stolz und Tobi Keller. Kassenprüfer sind Dietmar Wilhelm und Thilo Emge. a www.gv-rodgau.de ❙ Paketzentrum 63 unter neuer Leitung NIEDER-RODEN. Fernando Rodriguez-Gonzalez leitet seit Anfang des Jahres das Paketzentrum 63 der Deutschen Post DHL im Gewerbegebiet Nieder-Roden-Süd, das seit 1995 der zentrale Paketknotenpunkt der Post im östlichen Rhein-Main-Gebiet ist. Laut DHL laufen dort täglich in ein- und abgehender Richtung zwischen 250.000 bis 300.000 Pakete und Päckchen über die Bänder, in der Vorweihnachtszeit bis zu 400.000. Von Rodgau aus versorge die Deutsche Post DHL jeden Tag rund 2,2 Millionen Menschen in den Regionen Rhein-Main, Odenwald, Taunus, Darmstadt und der Berg- straße mit Paketpost. a www.dhl.de ❙ Generalkonsul besuchte IHK OFFENBACH. Der Generalkonsul der Republik Peru Carlos Alberto Linares Villegas (2. v. r.) war im April zu einem Austausch mit IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Stein- müller und IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner (r.) zu Gast in der IHK Offenbach am Main. Das Generalkonsulat der Republik Peru ist in der Kaiserstraße 74 in Offenbach ansässig und für die Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland zuständig. a www.consulado.pe/es/frankfurt Fo to : I H K 10 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 NACHRICHTEN Der Wirtschaftsstandort Dreieich – Basis für Ihren Erfolg Magistrat der Stadt Dreieich · Wirtschaftsförderung · Hauptstr. 45 · 63303 Dreieich · Tel: +49 (0) 6103 - 601-681 · E-Mail: wirtschaft@dreieich.de · www.dreieich.de Dreieich liegt zentral in der Region Frankfurt Rhein-Main: in nur 15 Minuten erreichen Sie den Flughafen und die Frankfurter Innenstadt. Mehrere Autobahnanschlüsse, Busse und Bahnen bieten ideale Verkehrsanbindungen. Die erstklassigen Bildungs- und Betreuungsangebote umfassen sämtliche Schultypen sowie das Haus des Lebenslangen Lernens mit angeschlossener Internationaler Schule. Die Immobilienpreise und Steuerhebesätze sind günstiger als in den Großstädten. Attraktive Gewerbegebiete bieten ein breites Spektrum an Flächen und Immobilien. Kontaktieren Sie uns. Wir liefern Ihnen gute Argumente und weitere Informationen. Glänzende Aussichten. w o o g @ w o o g -d es ig n .d e F ot o: IH K Offenbach feiert Mozarts Verlag IHK-Vizepräsident Alexander Heberer (l.) und IHK-Hauptge- schäftsführer Markus Weinbrenner (r.) gratulierten Hans-Jörg André und seinem Sohn Moritz André anlässlich des Festakts zum Jubiläum, am Freitag, 7. Juni 2024, in der Alten Schlos- serei der Energieversorgung Offenbach (EVO) und überreich- ten ihnen eine Urkunde der IHK Offenbach am Main. 1774 gründete Johann André das Musikhaus in Offenbach und machte es in puncto Notenproduktion „zum Nabel der euro- päischen Musikwelt“. 1799 gelang es André, den musikali- schen Nachlass von Wolfgang Amadeus Mozart zu erwerben. Die Stadt Offenbach feiert zusammen mit dem Unternehmen das Jubiläum des herausragenden Unternehmens mit einer Veranstaltungsreihe bis zum Ende des Jahres. a www.musik-andre.de a www.offenbach.de 11Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 NACHRICHTEN Das sind die Gewinner Offenbachs Beste 2024 33 Offenbacher Unternehmen in den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen und Kultur haben der Verein Offenbach offensiv e. V. und die Initiative „Das ist Offenbach“ am 21. Mai 2024 als „Offenbachs Beste“ ausgezeichnet. In den Räumen der IHK Offenbach am Main überreichten die Schirm- herren Franziska Hoefer, Vorsitzende des Vereins Offenbach offen- siv e. V., und Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke Urkunden an die Erst- bis Drittplatzierten sowie in Offenbach in Handarbeit gefertigte Trophäen an die Sieger. Zum zweiten Mal hatten die Offenbacherinnen und Offenbacher im Rahmen des Wettbewerbs „Offenbachs Beste 2024“ ihre Lieblinge aus- wählen können. Nach einer vierwöchigen öffentlichen Nominierungs- phase konnte dann über die aufgestellten Favoriten in den Kategorien Restaurant, To-go-Restaurant, Eiscafé, Café, Buchladen, Friseur/Bar- bershop, Fachgeschäft Kleidung & Schuhe, Fachgeschäft Genuss, Fach- geschäft Sonstige, Freizeit und Newcomer abgestimmt werden. Die Resonanz auf den Wettbewerb war beeindruckend: Zwischen dem 15. April 2024 und dem 12. Mai 2024 wurden knapp 103.000 Stimmen in über 9.400 Voting-Vorgängen abgegeben. „Das Projekt ist wieder ein voller Erfolg“, resümiert Frank Achenbach, Geschäftsführer des Vereins Offenbach offensiv e. V., und Dominic Lei- endecker, Initiator von „Das ist Offenbach“, ergänzt: „Die große Anzahl an Nominierten, allein 72 Restaurants, hat uns als Initiatoren überwäl- tigt.“ Die diesjährigen Preisträger repräsentieren die Vielfalt und Breite des Angebots, die es in Offenbach zu entdecken gibt. Achenbach betont: „Mit ‚Offenbachs Beste 2024‘ knüpfen wir an die positive Energie aus 2022 an und zeigen auch diesmal, was die Stadt Offenbach am Main zu bieten hat. Mit der Aufmerksamkeit, die durch die Aktion entstanden ist, sind alle Unternehmen am Standort Offen- bach die Gewinner. Ein besonderer Glückwunsch geht an die diesjäh- rigen Preisträger und ein dickes Dankeschön an alle Offenbacherinnen und Offenbacher, die fleißig nominiert und abgestimmt haben.“ Leiendecker zieht ein positives Fazit und blickt in die Zukunft: „Wir sind sehr glücklich darüber, dass uns dieses Projekt zum zweiten Mal Fo to : V la da S hc ho lk in a Offenbachs Beste 2024 mit den Schirmherren und Organisatoren des Wettbewerbs im Foyer der IHK Offenbach am Main. 12 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 NACHRICHTEN Mainzer Str. 46 • 63303 Dreieich-Offenthal Tel.: 0 60 74 - 84 25 - 0 • Fax 0 60 74 - 84 25 - 45 info@autohausmilzetti.de w w w .a u to h au sm ilz et ti .d e Neu- und Gebrauchtwagen Jahreswagen • Tageszulassungen Leasing • Leihwagen • Ersatzteile Karosseriebau mit Einbrennlackierung PROFESSIONAL Jeep ® gelungen ist. Dank der Nominierungs- phase konnten wir gleich von Beginn an für Transparenz sorgen und eine breite Masse erreichen. ‚Offenbachs Beste 2024‘ hat wieder gezeigt, welches Potenzial in unserer Stadt steckt.“ Offenbach offensiv e. V. ist ein Verein, in dem sich hauptsächlich engagierte Unter- nehmerinnen und Unternehmer aus der Region Offenbach am Main zusammenge- tan haben. Mit dem „Masterplan 2030“ und dem „Zukunftskonzept Innenstadt“ hat der Verein Offenbach offensiv gemeinsam mit der Stadt Offenbach zwei starke Strategien entwickelt und in die Umsetzung gebracht. Ziel des Vereins ist es, den Wohn- und Wirt- schaftsstandort Offenbach zu stärken. a www.offenbachs-beste.de a www.offenbach-offensiv.de Die Gewinner aller Kategorien Kategorie Restaurant: ❙ 1. Platz: „Tafelspitz & Söhne“ ❙ 2. Platz: „Zur Käsmühle“ ❙ 3. Platz: „Markthaus am Wilhelmsplatz“ Kategorie To-go-Restaurant /Imbiss: ❙ 1. Platz: „Pizzeria Tevere“ ❙ 2. Platz: „Imbiss Da Franco“ ❙ 3. Platz: „Damaskus Falafel House“ Kategorie Eiscafé: ❙ 1. Platz: „Eiscafé Cortina (Bieber)“ ❙ 2. Platz: „Eiscafé Tri Angolo“ ❙ 3. Platz: „Eiscafé Da Claudio“ Kategorie Café: ❙ 1. Platz: „Barrio“ ❙ 2. Platz: „OfOF Cafebar“ ❙ 3. Platz: „L’afrique Café & Bistro“ Kategorie Friseur/Barbershop: ❙ 1. Platz: „Dileks Haaridee“ ❙ 2. Platz: „Kopfgeld“ ❙ 3. Platz: „Sakis reine Kopfsache“ Kategorie Buchladen: ❙ 1. Platz: „Buchladen am Markt“ ❙ 2. Platz: „Thalia Offenbach“ ❙ 3. Platz: „Steinmetz’sche Buchhandlung“ Kategorie Fachgeschäft Kleidung & Schuhe: ❙ 1. Platz: „Modehaus M. Schneider“ ❙ 2. Platz: „H&M“ ❙ 3. Platz: „Strumpfhaus M. Schneider“ Kategorie Fachgeschäft Genuss: ❙ 1. Platz: „L’Abbate Käsefabrik“ ❙ 2. Platz: „Kaffeerösterei Laier“ ❙ 3. Platz: „Die Genussverstärker“ Kategorie Freizeit: ❙ 1. Platz: „Waldzoo Offenbach“ ❙ 2. Platz: „Hafen2“ ❙ 3. Platz: „Stadion am Bieberer Berg / Kickers Offenbach“ Kategorie Fachgeschäft Sonstiges: ❙ 1. Platz: „Apotheke zum Löwen“ ❙ 2. Platz: „Koffer Roth“ ❙ 3. Platz: „Kickers Fanshop“ Kategorie Newcomer: ❙ 1. Platz: „Pizza Rimini“ ❙ 2. Platz: „OF Unverpackt“ ❙ 3. Platz: „PAPI-Original Italian“ 13Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 NACHRICHTEN Arbeitsjubiläen 40 Jahre Markus Hein Offenbacher Verkehrs-Betriebe GmbH Martin Schmitt Offenbacher Verkehrs-Betriebe GmbH 35 Jahre Heidi Baier DENTAL-UNION GmbH Ines Schreiner GEFINAL Blech- & Stahlbau GmbH Michael Seigfried R. Alfred Zimmermann Werkzeuggroßhandlung Inh. Christian Zimmermann e. K. 30 Jahre Stefan Grimm GEFINAL Blech- & Stahlbau GmbH 25 Jahre Jan Beer Offenbacher Verkehrs-Betriebe GmbH Timo Goldbach Commerzbank AG Neu-Isenburg Heinz Hessaun R. Alfred Zimmermann Werkzeuggroßhandlung Inh. Christian Zimmermann e. K. 20 Jahre Vesile Simsek Yukatel GmbH 15 Jahre Thorsten Ansorge Chanty Spitzenfabrik GmbH & Co. KG Frank Wolf GEFINAL Blech- & Stahlbau GmbH 10 Jahre Sabrina Plaum DENTAL-UNION GmbH Daniel Vogel DENTAL-UNION GmbH Björn Walter ASSION KG 5 Jahre Angelo Peruzzi KÖBA-Sewifa GmbH Schöne Anerkennung für Jubilare Ihre langjährigen Mitarbeiterinnen oder Mit- arbeiter verdienen zu ihren Arbeitsjubiläen besondere Auszeichnungen. Deshalb stellt Ihnen die IHK Offenbach am Main personali- sierte Urkunden zur Verfügung, auf Wunsch kombiniert mit einer Veröffentlichung hier im IHK-Magazin „Offenbacher Wirtschaft“. Wenn Sie auf diese Weise zeigen möchten, wie sehr Sie die Zusammenarbeit mit den Jubilaren schätzen, teilen Sie uns bitte fol- gende Informationen mit: ❙ Name des Jubilars ❙ Jubiläumsdatum ❙ genaue Firmierung des Unternehmens (entsprechend Eintragung in Handelsregis- ter bzw. Gewerbeanmeldung). Die Kosten für eine gerahmte Urkunde betra- gen 40,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. www.ihkof.de/jubilare Kontakt IHK-Kundenservice 069 8207-0 | Fax -149 service@offenbach.ihk.de Fo to : p riv at Partnerschaft bei Chinabesuch bekräftigt Mit Hilfe des Langener Unternehmens Lypics Germany und durch die Vermittlung von Guoen Leng (2. v. r.), Willkommenspate der Stadt Langen, kooperiert die Pittler ProRegion Berufsausbildungs GmbH (PBA) in Langen mit einem führenden OP-Tisch-Hersteller in China. Im April 2024 reisten PBA-Geschäftsführer Thomas Keil (l.) und Guoen Leng als Vertreter von Lypics Germany auf Einladung des Geschäfts- partners nach Ningbo in China, um die Kooperation weiter zu verbes- sern und zu festigen. Außerdem besuchten sie eine Fachhochschule in Ningbo und thematisierten den Fachkräftemangel in Deutschland. a https://pba-online.de/ 14 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 NACHRICHTEN Schalten Sie jetzt Ihre Anzeige in der Offenbacher Wirtschaft! Wir beraten Sie gern. Kontakt: Marion Stumpp | Telefon 0 69/42 09 03-51 | marion.stumpp@zarbock.de WIR ERREICHEN DIE MEISTEN 1,7 Mio Von allen 4,1 Millionen Entscheiderinnen und Entscheidern im Mittelstand erreichen Sie 1,7 Millionen über die IHK-Zeitschrien. Das sind 41 Prozent. Der weiteste Leserkreis beträgt sogar 64 Prozent, die jeweilige Bekanntheit liegt bei 91 Prozent. Mehr dazu auf: www.rem-studie.de NEU-ISENBURG FIT FÜR DIE ZUKUNFT MACHEN Wo Unternehmen in bester Gesellschaft sind Andrea Quilling, Leiterin der Wirtschaftsförderung, und Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein sind die wichtigsten Ansprechpartner für Unternehmen in Neu-Isenburg. Sie nehmen Stellung zur aktuellen Situation am Wirtschaftsstandort und beschreiben, wie sie seine Zukunft gestalten. 16 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA Im Bezirk der IHK Offenbach am Main ist Neu-Isenburg der stärkste Wirt- schaftsstandort. Was ist Ihrer Ansicht nach der entscheidende Standortfaktor, der Ihre Stadt für Unternehmen attraktiv macht und sie florieren lässt? Andrea Quilling: Ganz entscheidend für die Stärke des Wirtschaftsstandortes Neu-Isen- burg sind selbstverständlich die harten Standortfaktoren des vergleichsweise sehr niedrigen Gewerbesteuerhebesatzes mit derzeit 345 % sowie die sehr gute Lage inmitten der Metropol- region Frankfurt /Rhein-Main mit bester Anbindung über drei Autobahnen, die A 3, die A 5 und die A 661 bei gleichzeitig guter Erreichbarkeit auch mit dem ÖPNV. Insbesondere die geplante Regionaltangente West wird die Erreichbarkeit für Pendler extrem verbessern und Individual- verkehre verringern. Auch die unmittelbare Nähe zum Flughafen Frankfurt /Rhein-Main, der natürlich für angrenzend lebende Menschen auch Schattenseiten hat, ist ein entscheidendes Plus für den Wirtschaftsstandort. Welches Potenzial gibt es für Neuansiedlungen von Gewerbe? Dirk Gene Hagelstein: Aufgrund der vollständig bebauten Gemarkungsfläche Neu-Isenburgs, die keine noch nicht entwickelten Gewerbegebiete mehr hat und im Flächennutzungsplan zulässt, wird in Neu-Isenburg traditionell im Wege des Flächenrecyclings neu angesiedelt. Potenzial besteht insofern auf Gewerbeflächen, die in der Vergangenheit insbesondere industriell genutzt wurden und aufgegeben worden sind, so zum Beispiel auf dem ehemaligen Rundschaugelände in der Rathenaustraße. Hier finden Gespräche über die Ansiedlung eines Data-Centers statt. Weiteres Potenzial ist selbstverständlich auch das als urbane Fläche fest- gesetzte Quartier „Neue Welt“ auf rund elf Hektar ehemaliger Gewerbefläche von DuPont. Hier kann ein moderner neuer Mix von Wohnen im Kern und umliegendem Gewerbe entstehen. Es gibt dort Platz für rund 1.900 Arbeitsplätze und Wohnraum für rund 1.700 Menschen. Weiteres Potenzial gibt es gegebenenfalls in einer im Einzelfall zu prüfenden Verdichtung im Gewerbe- gebiet Süd. Erhebliches Potenzial bietet aber die bereits angesprochene RTW-Regionaltangente West, die die Gewerbegebiete Gehespitz über den Bahnhof, das Gewerbegebiet Süd über fünf Haltestellen entlang der Schleussnerstraße, Carl-Ulrich-Straße, Friedhofstraße, und das Gewer- begebiet Ost, Birkengewann, optimal für Pendlerinnen und Pendler mit öffentlichem Personen- nahverkehr versorgen soll – mit direkter Verbindung an den Flughafen Frankfurt am Main und den Norden Frankfurts. Sind irgendwelche Branchen im Neu-Isenburger Unternehmensmix unterrepräsentiert, so dass zu ihnen zählende Betriebe besonders willkommen wären? Andrea Quilling: Der Gewerbestandort Neu-Isenburg freut sich über einen gesunden Bran- chenmix. Wir finden hier natürlich im Wesentlichen dienstleistungsorientierte Betriebe, aber auch noch traditionelles, inhabergeführtes Handwerk bis hin zu namhaften Brands, viel auch im Bereich IT. Wie überall eher unterrepräsentiert sind Produktions- und Industriebetriebe, das ist in Deutschland aber nichts Besonders mehr. Uns sind Neuansiedlungen grundsätzlich willkommen. Wie unterstützen Sie Unternehmen dabei, in Neu-Isenburg Fuß zu fassen und erfolgreich zu werden? Dirk Gene Hagelstein: Die Stadt Neu-Isenburg verfügt über eine kleine, handlungskräftige, kooperativ arbeitende und dienstleistungsorientierte Verwaltung. Das ist unser großer Vorteil und für Unternehmen werden dadurch kurze Wege innerhalb der Verwaltung sichergestellt. Wir bieten einen ämterübergreifenden Investorenservice, das heißt, je nach Sachverhalt kommen Fo to : S ta dt N eu -Is en bu rg /M ax Is el e 17Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA beispielsweise Baugenehmigungsbehörde, Brandschutz und sonstige erforderliche Behörden gleich zu Beginn eines Vorhabens zusammen an einen Tisch. Nachfrageorientierte Beratungsangebote werden dabei ganz großgeschrieben, und wir sind in Neu-Isenburg eine starke Gemeinschaft mit direktem Kontakt und besten Aussichten für Unternehmen. Sie haben die „Starke Kampagne für einen starken Standort“ gestartet. Was hat Sie dazu motiviert und was soll die Kampagne erreichen? Andrea Quilling: Neu-Isenburg ist ein starker Wirtschaftsstandort und soll es auch bleiben. Die ganz neu aufgelegte Standortkampagne soll den Wirtschaftsstandort fokussiert vorstellen und nachhaltig stärken. Innovation, konstante Weiterentwicklung, aktives Marketing sind dabei essenziell, um neue Standortvorteile zu schaffen und vorhandene zu kommunizieren. Professionelles Marketing gehört einfach dazu. Welche Bausteine umfasst die Kampagne, wen sprechen sie damit an und wie wird sie kommuniziert? Dirk Gene Hagelstein: Die Kampagne umfasst ein ganzheitliches Konzept. Ganz klassisch mit Print und Anzeigenschaltungen, Flyer, Kontaktaufnahmen mit ansässigen Unternehmen bis hin zu Online- werbung, Bannerwerbung sowie Marketing auf den bestehenden Social Media Accounts der Stadt; Landingpage ist dabei immer die städtische Homepage www.neu-isenburg.de/wirtschaft. Wir wollen damit nicht nur die ansässigen Unternehmen erreichen, bei denen wir uns für ihre Standorttreue an dieser Stelle ganz ausdrücklich bedanken, sondern natürlich auch interessierte neue Unternehmen für Neu-Isenburg begeistern; die Kampagne richtet sich aber auch an Investoren, bestehende Netzwerke und Stakeholder. Zu den aktuell größten Herausforderungen der Unternehmen in unserer Region gehört, dass sie kaum Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden. Was tut die Stadt, damit Fachkräfte gerne in Neu-Isenburg arbeiten und vielleicht auch leben? Andrea Quilling: Fachkräftemangel, der „War for Talents“, ist überall eine der forderndsten Hürden, die in den kommenden Jahren noch höher wird. Die Stadt versucht insbesondere mit der sogenannten Dirk Gene Hagelstein ist Bürgermeister der Stadt Neu-Isenburg. Andrea Quilling leitet die Wirtschaftsförderung der Stadt Neu-Isenburg. Fo to s: S ta dt N eu -Is en bu rg 18 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA „Urbanen Gebietsfestsetzung“ in dem Bereich „Neue Welt“ mit einer Mischung von Wohnungs- und Arbeitsplatzangebot Fachkräfte für Neu- Isenburg speziell gewinnen zu können. Neu-Isenburg verfügt darüber hinaus über eine gute Infrastruktur, was Einkaufen, Gaststätten, Life- style, Kultur betrifft. Lebensqualität ist das Stichwort. Eine Vernetzung dieser Angebote zu den Unternehmen und deren Mitarbeitenden ist dabei ein Aufgabengebiet. Isenburg-Zentrum, Alter Ort, Frankfurter Straße und Bahnhof- straße bieten viele unterschiedliche Einkaufs- und Ausgehmög- lichkeiten. Es gibt aber auch – wie in anderen deutschen Städ- ten – Leerstände sowie manche Einzelhändler und Gastronomen, die um ihre Existenz fürchten. Wie beurteilen Sie die Situation der Gewerbetreibenden in Neu-Isenburgs Ortszentrum? Dirk Gene Hagelstein: Die Situation des Einzelhandels ist generell, wie Sie sagen, derzeit nicht gut. Ein in den letzten Jahren deutlich verändertes Einkaufsverhalten, der Onlinehandel, der insbesondere in der Coronazeit noch an Stärke zugelegt hat, machen es für örtliche Einzelhändler schwer. Mit unserem Isenburg-Zentrum verfügen wir glücklicherweise noch über ein innerstädtisch gelegenes Einkaufszen- trum, das für Kundenfrequenz sorgt. Tendenziell wird aus Fachkrei- sen berichtet, dass sich Verbraucherinnen und Verbraucher künftig möglicherweise doch wieder lieber auf einen Einkauf in Geschäften besinnen. Wir versuchen, die Kernstadt durch unser Fördergebiet „Vom Alten Ort zur Neuen Welt“, das in ein städtebauliches Förderprogramm Wachstum und nachhaltige Erneuerung aufgenommen wurde, zu stärken. Aufenthaltsqualitäten zu verbessern, um Passantenfrequenz zu erhöhen. Ganz aktuell sind wir dabei, ein City-Management für die Innenstadt zu beauftragen, um noch mehr Marketing speziell für den Einzelhandel zu machen, um stärkere Netzwerke zu begründen und städtebauliche Qualitäten zu stärken. Wie nehmen Sie Einfluss, damit die Innenstadt eine hohe Aufenthaltsqualität behält und lebendig bleibt? Andrea Quilling: Die Stadt hat es in der Hand, ihren öffentlichen Straßen- und Verkehrsraum so zu gestalten, dass er neben Mobilitäts- qualitäten auch eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Im Rahmen des von Herrn Hagelstein erwähnten Förderprogramms Wachstum und nachhaltige Erneuerung „Vom Alten Ort zur Neuen Welt“, hat die Stadt ein Anreizprogramm für Eigentümerinnen und Eigentümer aufgelegt. Hier werden Gebäudesanierungen, Klimaanpassungsmaßnahmen, Entsiegelungen sowie Begrünungen bezuschusst. Auch die hier in Neu-Isenburg traditionell sehr zahlreich ansässige Gastronomie sorgt für Aufenthaltsqualität, vor allem auch außerhalb von Geschäftszeiten. Das ist uns wichtig und sorgt für Frequenz. Die Gastronomie steht allerdings derzeit wie Unternehmen auch vor der Herausforderung, Fachkräfte zu gewinnen. Neu-Isenburg feiert dieses Jahr seinen 325sten Geburtstag. Was wäre aus Ihrer Sicht das schönste Geburtstagsgeschenk für Ihre Stadt? Dirk Gene Hagelstein: Das schönste Geburtstagsgeschenk bekom- men wir dieses Jahr am 24. Juli, dem Stadtgeburtstag und Gründungs- tag Neu-Isenburgs, nämlich das Recht, den Namenszusatz Hugenot- ten- und Waldenserstadt tragen zu dürfen. Darüber freuen wir uns sehr. Und natürlich wünschen wir uns, dass interessierte Unternehmen Neu-Isenburg als potenziellen Standort in Betracht ziehen. Sie sind in Neu-Isenburg in bester Gesellschaft! a www.neu-isenburg.de/wirtschaft Die Fragen stellte Birgit Arens, IHK Offenbach am Main Neu-Isenburgs „Starke Kampagne für einen starken Standort“ in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Agentur Appel Nowitzki soll den Wirtschaftsstandort fokussiert vorstellen und nachhaltig stärken. Gr af ik : A pp el N ow itz ki Neu-Isenburg ist ein starker Wirtschafts- standort und soll es auch bleiben. 19Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA Interessengemeinschaft City Man bekommt in Neu-Isenburg so gut wie alles Benaissa Budarham engagiert sich in der Interessengemeinschaft (IG) City, dem Neu-Isenburger Gewerbeverein, damit der Ortskern lebendig bleibt. Im April hat er den Vorsitz übernommen. Eigentlich ist er freier Finanz- und Versicherungsmakler. Sein Unternehmen +finanzbonus hat seinen Sitz in der Bahnhofstraße 21, genau dort, wo samstags der Markt stattfindet. Wer seine Dienste in Anspruch nimmt, vertraut auf seine Expertise und Erfahrung. Von einer stark frequentierten Innen- stadt und von Laufkundschaft hängt sein unternehmerischer Erfolg nicht ab. „Ich lebe selbst mit meiner Familie in Neu-Isenburg und hätte gerne daran teil, dass wir eine positive Veränderung in der Innenstadt erreichen“, erklärt er, was ihn motiviert. „Man bekommt in Neu-Isenburg so gut wie alles“, ist der IG-City-Vor- sitzende überzeugt. Die Auswahl an Dienstleistern, Fachgeschäften und Handwerkern sei gut. So hat er zunächst in Angriff genommen, die Neu-Isenburger Geschäftswelt online besser sichtbar zu machen. „Ich habe die IG City ins Internet gebracht. Der Beitritt kann jetzt online beantragt werden. Außerdem bieten wir den Mitgliedsunter- nehmen für kleines Geld eine digitale Visitenkarte an, damit sie besser gefunden werden“, berichtet er. Ein Mitarbeiter wurde angestellt, der inzwischen Aktuelles zur Innenstadt und ihren Gewerbetreibenden auf Facebook und Instagram platziert. Daneben wurde für die reale Welt ein Messestand angeschafft, den IG-City-Mitglieder nutzen können, um ihre Angebote auf dem Wochenmarkt und bei anderen Veranstaltun- gen zu zeigen. „Die Situation ist schwierig. Wir haben Einzelhändler verloren. Es gibt mehr Dienstleister. Das ist nicht nur in unserer Innenstadt so, sondern ein allgemeiner Trend“, sagt Benaissa Budarham. „Aber wenn wir die Entwicklung einfach so weiterlaufen lassen, verödet unsere Stadt. Und wenn die Kaufkraft sinkt, bekommen auch die Dienstleister Probleme.“ Es gab und gibt Ideen, um mehr Menschen ins Ortszentrum zu bringen. „Wir haben es mit einem ‚verlängerten Markt‘ versucht“, berichtet er. Die Besucherinnen und Besucher sollten nach Marktende in den Cafés und Gaststätten bleiben. Erfolgreich war die Initiative vor allem bei gutem Wetter. Nun ist eine Orts-App für Neu-Isenburg im Gespräch, ähnlich der Payback-App. „Wir probieren weiter Projekte aus und schauen, ob sie die Menschen ansprechen“, kündigt der IG-City- Vorsitzende an. a https://isenburg-city.de a www.facebook.com/isenburgcity a www.instagram.com/isenburgcity Entspannt einkaufen Wer in Neu-Isenburg einkauft, findet ein großes Spektrum an Einzel- und Fachhandels geschäften und kann gut beraten aus abwechslungsreichen Sortimenten auswählen. Der Wochenmarkt bringt viel Leben in die Neu-Isenburger Innenstadt. Fo to : I G Ci ty 20 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA Hier sind Unternehmer richtig verbunden. Mit Mobilität von nah bis fern. Im Herzen Europas und als Teil eines starken Business- netzwerks, das die Metropolregion Frankfurt RheinMain und die ganze Welt bewegt. Für noch mehr Beschleunigung sorgt in Zukunft die Regionaltangente West (RTW): Im 15-Minuten takt und in Rekordzeit werden der Flughafen und die Region erreicht. Das freut Ihre pendelnden Mitarbeiter und punktet im War for Talents. Neu-Isenburg. Der Wirtschaftsstandort. Mehr erfahren unter neu-isenburg.de/wirtschaft HUB Isenburg-Zentrum Fortsetzung der Erfolgsgeschichte Das Isenburg-Zentrum (IZ) ist seit über 50 Jahren ein wichtiger Einzel- handels- und Nahversorgungsstandort unmittelbar südlich von Frank- furt. Über 100 Shops auf über 40.000 Quadratmetern Verkaufsfläche bieten eine große Auswahl für einen erfolgreichen Einkaufsbummel und lassen das Shopping-Herz höherschlagen. Um die Erfolgsgeschichte des Zentrums fortzusetzen, sind in den nächs- ten Jahren diverse Veränderungen geplant. Zudem konnte das Manage- ment des Einkaufszentrums, die IPH Centermanagement, eine Reihe von Mietverträgen mit bestehenden Betreibern verlängern. Darüber hinaus öffneten in diesem Jahr bereits zwei neue Shops ihre Tore und in den nächsten Monaten stehen weitere Neueröffnungen an. Neu im IZ ist seit März ein Süßwaren-Outlet. Am ersten Juni hat eine junge Konditorin ihren ersten Shop unter dem Namen „Divine Sweetness“ eröffnet. Mehr als 100 Geschäfte, Restau- rants, Freizeitangebote und gute Parkmöglichkeiten locken unter- schiedlichste Zielgruppen in das Isenburg-Zentrum. Fo to : I se nb ur g- Ze nt ru m Darüber hinaus arbeitet unser Team in einer engen Kooperation mit der Stadt Neu-Isenburg an Initiativen und Aktivitäten, um das Angebots- portfolio des Isenburg-Zentrums für die Region noch vielseitiger zu gestalten. Unter anderem wurden bereits in einem leerstehenden Shop zwei verschiedene Kunstausstellungen gemeinsam mit dem Fachbe- reich Kultur in der Hugenottenhalle der Stadt Neu-Isenburg präsentiert. Aktuell finden die Besucher die Ausstellung „1718 Graf Johann Philipp zu Ysenburg“ in dem leerstehenden Shop neben der Wiener Feinbäcke- rei. Der Eintritt ist kostenfrei. Autorin Annett Gurczinski Center Managerin IPH Centermanagement a.gurczinski@iph-gruppe.de a https://isenburg-zentrum.com/ TITELTHEMA Christian Kahnke liegt Neu-Isenburgs Innenstadt am Herzen und er sagt zur Arbeit in seinem Geschäft: „Es macht mir immer noch Spaß.“ Uomo Monsieur Kreative Abwechslung entdecken Fast schon ein halbes Jahrhundert gibt es das auf Designermode und hochwertige Kreativlabels fokussierte Fachgeschäft Monsieur im Isen- burg-Zentrum (IZ). „Wir sind mehrfach im IZ umgezogen, haben uns jedes Mal vergrößert und das Sortiment ausgebaut“, berichtet Rein- hold Sattig, der das Geschäft mit Giuseppe Ballacchino leitet. Der derzeitige Laden erstreckt sich über eine Fläche von 360 Quadrat- metern, auf der nicht nur Herren-, sondern auch Damenkollektionen und das Uomo Monsieur Outlet Platz haben. „Unsere Kundinnen und Kunden bekommen hier das Komplettprogramm, sozusagen von Kopf bis Fuß. Das reicht von ausgefallener Freizeitbekleidung bis zum modischen Anzug oder Abendkleid. Mit modisch meine ich, dass wir jede Saison aufs Neue die besten und entscheidenden Trends heraus- filtern. Wenn auf einmal Zweireiher angesagt sind oder das Revers statt schmal wieder breit wird, sind wir die ersten, die solche Sakkos im Laden haben“, erklärt der Inhaber. Wer bei Monsieur einkauft, sei meist modisch orientiert. Sattig beob- achtet: „Die Kunden informieren sich genau über die Modewelt, die sich ständig verändert. Und sie wissen, dass sie bei uns eine Auswahl aus den Kollektionen herausragender italienischer Marken finden, aber genauso Kreationen aus Paris, wo auch japanische Designer stark vertreten sind. Einige mittlerweile erfolgreiche Jungdesigner aus unserer Region wie zum Beispiel SURA, Notre.pere, Fuk L.Amour und Elias Rumelis werden von uns tatkräftig unterstützt.“ Sicher laufe es im Textileinzelhandel nicht überall gut. Corona wirke nach und die angespannte Wirtschaftslage dämpfe die Konsumlaune. „Was Monsieur auszeichnet und unabhängig macht, sind die Individu- alität und der Service. Unsere Kundinnen und Kunden sind anspruchs- voll. Sie wollen außergewöhnliche Kleidungsstücke anfassen und anprobieren. Gleichzeitig vertrauen sie auf unsere stilsichere Beratung, die wir genau auf sie abstimmen. Natürlich könnten sie im Internet einkaufen, aber sie kommen lieber her, weil sie sich bei uns gut auf- gehoben fühlen“, sagt Sattig. a https://uomo-monsieur.de/ Reinhold Sattig (l.) und Giuseppe Ballacchino leiten das Fachgeschäft Monsieur, das seit Jahrzehnten Designermode im Isenburg-Zentrum anbietet. Photovinum Wenn Markt ist, kommen die Menschen „Der Wochenmarkt ist ein entscheiden- der Standortfaktor“, hat Christian Kahnke festgestellt. In seinem Laden Photovinum verkauft der ausgebildete Fotograf Wein und Sekt, vorwiegend aus Frankreich, Italien und Spanien, teilweise auch aus Deutschland, und porträtiert seine Kundinnen und Kunden. Seit 2013 hat er die jetzige Adresse Bahnhof- straße 16. Zuvor führte er sein Geschäft weiter vorne in der Straße. „Abseits des Markts sind die Leute vorbeigegangen“, berichtet er. Der Platz in seinen aktuellen Räumen ist begrenzt, aber eng ist es nicht. „Dichte gibt Atmosphäre“, erklärt der Fotograf. Das empfindet offensichtlich auch die Kundin so, die ein Foto für ihren neuen Führerschein braucht und sich im Nebenraum entspannt Fo to : M on si eu r Fo to : A re ns / I H K 22 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA Zwei Kümmerle-Generationen, die sich unterstützen und harmonisch ergänzen. Kümmerle Käse & Genuss Frische Qualität gibt’s nicht im Internet Bei Kümmerles in der Bahnhofstraße 28 hat sich viel getan, seit mit Sohn Hans-Philipp 2019 die nächste Generation die Geschäftsführung übernommen hat. „Wir haben das Haus gekauft und wollen selbst einziehen. Der Laden neben unserem Geschäft ist jetzt ein Lager und wir nutzen sein Schaufenster zur Präsentation“, berichtet der Junior. Das bewährte Sortiment des 90 Jahre alten Fachgeschäfts hat er um zusätzliche Produkte aus der Region ergänzt. „Ich bringe rein, was mir selbst schmeckt“, sagt er. Neben einer großen, inter- nationalen Käseauswahl gibt es wöchentlich wechselnde Suppen, hausgemachte Fein- kost-Salate, ausgewählte Delikatessen sowie Weine und Spirituosen. Auch das Catering für Familienfeste oder Firmenevents übernehmen die Kümmerles. Zum Team gehören neben Hans-Philipp Kümmerle seine Ehefrau Inez und weiterhin auch seine Eltern Cresencia und Hans. Vor allem, wenn samstags der Wochenmarkt stattfindet, haben sie alle Hände voll zu tun. „Zu unseren langjährigen Stammkunden, die teilweise aus Heusenstamm, Sachsenhausen und Offenbach kommen, haben wir viele neue Kun- dinnen und Kunden gewonnen. Möglicherweise sind sie ins Wohngebiet Birkengewann zugezogen. Wir freuen uns schon auf die Menschen, die sich in der ‚Neuen Welt‘ ansiedeln werden. Denn auch dort wird es einige geben, die wissen, dass es frische Qualität nicht im Internet gibt.“ Für 2025 kündigt der gelernte Hotelfachmann weitere Veränderungen an: Hinter dem Haus soll ein Gartenausschank entstehen. Noch sind bürokratische Hindernisse zu überwinden. Aber Hans-Philipp Kümmerle ist zuversichtlich und setzt auf Unterstützung des Kreises Offenbach. Erst einmal geht es dieses Jahr am 18. Juli wieder auf die Tour de France der Käse mit Senior Hans Kümmerle, der zu den Stationen des Radrennens und den dazugehörigen Milcherzeug- nissen aus seinem reichen Geschichtenschatz erzählt. Außerdem feiert die Unternehmerfamilie mit der Stadt den 325sten Geburtstag und beteiligt sich an vielen Events im Jubiläumsjahr. a https://de-de.facebook.com/KuemmerleKaese/ ablichten lässt. Kahnke, ursprüng- lich einmal auf Werbefotografie spezialisiert, bedauert den Bedeu- tungsverlust seines Metiers. Wohl nur 15 Prozent mache es heute für sein Geschäft aus. Sein Weinange- bot, das er in Regalen aus Kisten präsentiert, ist einträglicher. Einen soliden Schoppenwein verkauft er zum Literpreis von fünf Euro. Edleres gibt es für bis zu 30 Euro. In der Weihnachtszeit bietet er noch Höherklassiges an. Wenn Wochen- markt ist, schenkt er unter einem Pavillon aus. „Ich bin seit 14 Jahren Marktleiter und war bis April 2023 Vorsitzender der IG City“, berichtet er. Ent- sprechend vertraut sind ihm die Gegebenheiten in der Innenstadt. „Das Stadtmarketing ist eine ganz- heitliche Aufgabe. Bauen, Wohnen und Arbeiten müssen sich in der Innenstadt die Balance halten. Neu- Isenburg wächst und erneuert sich eher außen. In der Kernstadt sind Häuser überaltert, Substanz zerfällt und damit die Kaufkraft und infolge- dessen der Einzelhandel. Die Innen- stadt droht zu vertrocknen“, sorgt er sich und wünscht, dass die Stadt häufiger von ihrem Vorkaufsrecht gebraucht macht, wenn Immobilien verkauft werden, um aktiv in die Stadtentwicklung einzugreifen. Ans Aufhören denkt Christian Kahnke nicht – weder, was das Enga- gement für Neu-Isenburg angeht, noch, was seinen Laden betrifft. Gerade bahnt sich eine aussichtsrei- che Kooperation mit seinem Nach- barn in der Tagesbar Côte d’Azur an. a www.photovinum.de Fo to : A re ns / I H K 23Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA Panorama Lifestyle GmbH Der Laden mit Community „Bei uns gibt’s schöne Sachen“, sagt Robert Busch und zeigt auf die weitläufige Verkaufsfläche mit Sport- und Freizeitbekleidung, Skate- und Longboards sowie dazu- gehörigem Equipment. Weiter hinten im Laden stehen im Sommer die Snowboards und das passende Zubehör. 2023 hat Busch zusammen mit Benedikt Neubert und einem stillen Teilhaber das 2002 gegründete Geschäft in der Frankfurter Straße 59 übernommen. „Wir sind die vierten Inhaber“, berichtet Neubert. Nach Corona wollte ihr Vorgänger aufhören. Sie wollten weiter- machen und hatten eine turbulente Zeit: Verhandlungen mit Banken – Räumungsverkauf – Ware beschaffen – Neu- start. Alles klappte, weil „der Laden Community und eine Treffpunktfunktion hat“, sagt Busch. Mit seinen Mitstreitern verkauft er nicht nur Boards. Sie sind alle selbst seit langem sportlich und sozial in der Szene präsent. Den Laden und die Lieferanten kennen sie gut. „Ich habe unter den ersten Inhabern als Aushilfe angefangen“, erklärt er. Auch Benedikt Neubert war vor der Übernahme bei Panorama angestellt. Darum wurden sie fürs Re-Opening trotz fortgeschrittener Saison von Firmen beliefert, die Neukunden sonst ablehnen. Passend zum Neustart fiel am 4. November 2023 Schnee. Es kamen nicht nur Snowboarder, sondern auch Skifahrer und wer sonst noch warme Handschuhe oder eine ausgefallene Winter- jacke suchte. „Wir haben jetzt einen der größten Snow- und Skateboard- Läden im Rhein-Main-Gebiet. Ein Alleinstellungsmerkmal ist, dass wir auch den Service anbieten“, sagt Neubert. „Snowboarder wollen beraten werden. Online gekaufte Boards sind oft zu klein oder zu groß. Die Schuhe müssen passen, die Bindung richtig eingestellt werden. Fortge- schrittenen verleihen wir Testboards. Rückgabe, Beratung, Reparatur – das wissen die Leute zu schätzen. Manche kommen dafür aus Wiesbaden, Marburg oder Mannheim zu uns“, versichert Busch. Die Kernzielgruppe seien jung gebliebene Erwachsene. Aber auch Kinder und Jugend- liche würden bei Panorama fündig. Für sie gibt Mitarbeiter Marcel Friedel seit zehn Jahren in Kooperation mit der Stadt Skateboard-Kurse. Bald beginnt ein Auszubildender zum Einzelhandelskauf- mann bei Panorama. Er könnte den Laden und die Eigen- marke zum Beispiel auf TikTok populär machen. Ideen gibt es auch für das bisher als Lager genutzte Obergeschoss: „Da wäre Platz für Sportkurse“, sagt Neubert, und Busch, der dafür ausgebildet ist, denkt über Yoga für Snowboard- fahrer nach. a https://www.facebook.com/panorama.neu.isenburg Benedikt Neubert, Robert Busch und Marcel Friedel bringen Jahrzehnte an Erfahrung mit Snow- und Skateboards in die Auswahl des Sortiments und die Beratung bei Panorama ein. Fo to : A re ns / I H K 24 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA 325 Jahre Neu-Isenburg 1699–2024: vom Hugenottendorf zur modernen Stadt Neu-Isenburg hat dieses Jahr einen besonderen Anlass zum Feiern: Die Stadt wird 325 Jahre alt. Zum großen Geburtstag gibt es eine neuen Namenszusatz, eine Ausstellung, einen großen Festtag und viele weitere Events. Highlights aus dem Festprogramm Seinen 325sten Geburtstag feiert Neu-Isenburg mit einem umfangreichen Festprogramm. Für das ganze Jahr sind Veranstaltungen geplant, die die Geschichte und die Gegenwart der Stadt beleuchten, vor allem aber die Neu-Isenburger und ihre Gäste zusammenbringen werden. 19. bis 21. Juli 2024: Open Doors Festival ❙ Musikspektakel mit 40 Bands auf zahlreichen Bühnen, Neu-Isenburger Innenstadt 21. Juli 2024: Offenes Rathaus ❙ Neu-Isenburg feiert seinen Stadtgeburtstag mit Gästen an einer langen Tafel. Musik mit dem Kreis- jugendjazzorchester, bayrische Schmankerln und Rathausführungen, Rathauswiese 24. Juli 2024: Stadtgeburtstag ❙ Ausstellungseröffnung: „325 Jahre Neu-Isenburg. Streiflichter der Stadtgeschichte“, Stadtmuseum im Haus zum Löwen (Ausstellung bis 28. Januar 2025) ❙ Vortrag zu Graf Johann Philipp zu Ysenburg- Büdingen, Kirche am Marktplatz ❙ Theaterinstallation: Die Füße im Feuer, Marktplatz Alter Ort 9. bis 18. August 2024: Weinfest ❙ Ein Prosit auf 325 Jahre Neu-Isenburg! Weinstände präsentieren Weine aus vielen Regionen Deutsch- lands und Österreichs. Livebands mit Musik programm, Rosenauplatz neben der Hugenotten- halle Weitere Informationen zum Jubiläumsprogramm: a www.neu-isenburg.de/kultur-und-freizeit/ veranstaltungskalender Es waren französische Hugenotten, die Neu-Isenburg 1699 gründeten. Aus Glaubensgründen hatten sie ihre Heimat verlassen müssen. Graf Johann Philipp zu Ysenburg-Büdingen stellte ihnen Land zur Verfügung, auf dem sie eine neue Siedlung errichten konnten. Die zählte anfangs 46 Einwoh- ner. Die Hugenotten prägten das Leben in der Stadt stark und brachten ihre Kultur und ihr Handwerk mit. Ab 1701 siedelten sich auch Angehörige der religiösen Gemeinschaft der Waldenser an. Hugenotten und Waldenser initiierten gemeinsam eine französisch-calvinistische Kirchengemeinde und trieben die Entwicklung des Ortes voran. Ab 2024 wird Neu-Isenburg deshalb die Zusatzbezeich- nung „Hugenotten- und Waldenserstadt“ führen. Neu-Isenburg entwickelte sich trotz diverser Kriege, wechselnder Herr- schaftsverhältnisse und politisch immer wieder unruhiger Zeiten kontinu- ierlich und erhielt Ende des 19. Jahrhunderts Stadtrechte. Es profitierte von der Industrialisierung und dem Aufschwung des Eisenbahnverkehrs. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Stadt stark. Sie wurde zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort und beliebten Wohnort in der Region Frankfurt /Rhein-Main. Fast 41.000 Menschen leben heute in Neu-Isen- burg. 25Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA Wachstum und Entwicklung Neu-Isenburg wächst und gedeiht – dank zukunftsweisender Projekte und dank erfahrener Entwickler mit starkem Engagement für den Standort. Die „Neue Welt“ Ein nachhaltiges Quartier mit spannendem Mix Im Süden von Neu-Isenburg entsteht auf ehemaligen Gewerbeflächen ein neues urbanes Quartier mit dem Namen „Neue Welt“. Das Projekt, das die Unternehmensgruppe Groß & Partner in Kooperation mit der Neu-Isenburger GEWOBAU als Erschließungsträger realisiert, umfasst Wohnungen, Gewerbe- und Einzelhandelsflächen, ein Hotel, Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie einen öffentlichen Park. Der Bedarf an Wohnraum in der Hugenotten- und Waldenserstadt ist groß. Nun werden in dem neuen Quartier 700 Miet- und Eigentums- wohnungen für alle Generationen und Bedürfnisse gebaut. Teilweise verfügen sie über eigene Gärten oder ein Gemeinschaftsgarten (im Innenhof) kann genutzt werden. Bei den Einzelhändlern, Gastronomie- und Dienstleistungsbetrieben, die sich in der „Neuen Welt“ ansiedeln, werden Arbeitsplätze entstehen. Auch die innerstädtische Infrastruktur profitiert: Neben zusätzlichen Ver- und Entsorgungsleitungen, Straßen und Gehwegen sowie neuen ÖPNV-Verbindungen wird sie um Datenleitungen erweitert. Das Quar- tier wird an eine Heizzentrale angeschlossen und über Fernwärmelei- tungen versorgt, die von der Stadtwerke Neu-Isenburg GmbH (SWNI) errichtet und betrieben werden. Die Bauarbeiten sind fortgeschritten und sollen 2027 abgeschlossen werden. In den ersten Bauabschnitten entstehen rund 500 Wohnun- gen sowie Gewerbeflächen. Die „Neue Welt“ als Wohn-, Arbeits- und Aufenthaltsort in unmittel- barer Nähe zum Stadtzentrum hat das Potenzial, die Lebensqualität in Neu-Isenburg weiter aufzuwerten und gilt als Leuchtturmprojekt: Sie zeigt, wie sich ein modernes und nachhaltiges Quartier mit einem spannenden Mix verwirklichen lässt. a www.gross-partner.de a www.die-neue-welt.de a www.gewobau-ni.de Zusätzlicher Wohnraum und Arbeitsplätze entstehen gerade in der „Neuen Welt“. Vi su al is ie ru ng : G ro ß + Pa rt ne r 26 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA mit unserer Stadt.Sichtbar verbunden www.vrbanking.de/firmenkunden Heute und morgen ein Teil von Neu-Isenburg. 2024 ist ein großes Jahr für Neu-Isenburg. Die Stadt feiert 325 Jahre Wachstum, Erfolg, Zusammenhalt. Seit mehr als der Hälfte dieser Geschichte steht die VR Bank Dreieich-Offenbach eG als verlässlicher Finanzdienstleister an der Seite ihrer Stadt. Wie eng die Bank mit der Vergangenheit vor Ort verwoben ist, zeigt sie anlässlich des Jubiläums in einem neuen Schriftzug vor dem Haupteingang. Als Bank der Region, als Bank Neu-Isen- burgs setzen wir so ein Zeichen: Ein Zeichen in das Vertrauen in den Zusammenhalt und in die Kraft der Stadt. Eine Grundlage für die Stärke, die Zukunft gemeinsam zu gestalten. Tel. 06103 95-3000 | kontakt@vrbanking.de VR Bank Dreieich-Offenbach eG Red Square Die Baubranche braucht Berechenbarkeit Wohn- und Gewerbeimmobilien entwickelt die Red Square GmbH mit Sitz in der Siemensstraße 10. Vom Neu- bauprojekt – auch an unerschlossenen Orten – über die Revitalisierung und das Redevelopment von Bestandsim- mobilien bis zur Schließung von Baulücken und zur Quar- tiersentwicklung reichen die Tätigkeitsfelder des Unter- nehmens, das Gerald Tschörner im Jahr 2000 gegründet hat. Heute leitet er es mit seinen Söhnen Aaron und David. Sowohl Eigentums- als auch Mietwohnungen gehören zum Portfolio im Wohnbereich. Was Gewerbeimmobilien betrifft, setzt Red Square spekulative und vorvermietete Projekte für verschiedene Branchen in Innenstadtlagen oder der Peripherie um. Dazu zählen Bürogebäude, Logistiklösungen, Hotels und Gewerbeparks. Auch der Business-Standort „Der Dornhof“ in Neu-Isenburg, wo sich der Red Square-Unternehmenssitz befindet, gehört zu den Projekten des Immobilienentwicklers. „Für Unternehmen ist es wichtig, sich auf Politik und Verwaltung verlassen zu können“, sagt der Seniorchef. Tat- sächlich jedoch belasteten volatile Steuern und sich rasch ändernde Förderrichtlinien seine Branche und erschwer- ten Finanzierungen. „Die Planung und Umsetzung von Immobilienprojekten dauert Jahre. Wir brauchen Bere- chenbarkeit“, fordert er. Schließlich müsse wieder mehr gebaut werden, zum einen, um mehr Wohnraum für Fach- kräfte in der Region anbieten zu können. Zum anderen, damit Unternehmen im Wettbewerb um Mitarbeiter mit modernen Arbeitsplätzen punkten können. „Die Firmen möchten ihre Mitarbeiter wieder ins Büro holen. Aber an einen unattraktiven Arbeitsplatz, in eine ‚alte Hülle‘ wollen sie nicht mehr.“ Die Stärken der Stadt Neu-Isenburg sind ihm bewusst. „Der Gewerbesteuerhebesatz ist genauso niedrig wie in Eschborn. Die Straßen- und S-Bahn-Anbindung ist gut und wird sich weiter verbessern, wenn die Regionaltangente West realisiert ist. Auch das Schulangebot kann sich sehen lassen. Eine Schwäche ist es, diese Stärken nicht plaka- tiver in die Öffentlichkeit zu tragen“, meint er und fügt hinzu: „Ich begrüße es, dass die Stadt jetzt mit einer pro- fessionellen Marketingkampagne für den Standort wirbt.“ a www.red-square.de TITELTHEMA City 1 Group Attraktive Lebenswelten schaffen Die City 1 Group ist ein familiengeführter Projektentwickler aus Neu-Isenburg, der seit 1992 die Landschaft des Rhein- Main-Gebiets mit hochwertigen Wohnimmobilien bereichert. Gegründet von den Kindern griechischer Gastarbeiter, wird das Unternehmen mittlerweile auch in zweiter Generation geführt und entwickelt seine Projekte mit viel Herzblut. Aktuell beschäftigt die City 1 Group 60 Mitarbeiter und realisiert zahlreiche Projekte, darunter auch die Entwicklung des Gelän- des um den alten Güterbahnhof in Neu-Isenburg. Das Unternehmen zeichnet sich dadurch aus, dass alles aus einer Hand kommt: von der Projektierung über die Architek- tur bis zur Bauleitung. Diese umfassende Herangehensweise ermöglicht es, hohe Qualitätsstandards zu gewährleisten und innovative Wohnkonzepte zu realisieren. Die Projekte der City 1 Group tragen maßgeblich zur Aufwertung der Region bei und bieten attraktiven Wohnraum für verschie- dene Zielgruppen. Das Engagement und die lokale Verbunden- heit des Unternehmens machen es zu einem bedeutenden Akteur am Wirtschaftsstandort Neu-Isenburg. a www.city-1.de Die City 1 Group-Geschäftsleitung (v. l. n. r.): Geschäftsführer Michael Farmakis, Geschäftsführerin Salina Farmakis, Gründer und Geschäftsführer Vassilios Farmakis sowie Gründerin und Gesellschaf- terin Chrissoula Anastassiou. Fo to : C ity 1 G ro up Zeit für ein Website-Facelift? Kostenfreie und neutrale Online-Marketing-Beratung www.bieg-hessen.de Frankfurt am Main Fulda Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern Offenbach am Main Wiesbaden BIEG Hessen ist eine Serviceeinrichtung der Industrie- und Handelskammern: 28 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA Frische Ideen aus Neu-Isenburg Die Bedingungen für Start-ups sind in Neu-Isenburg gut. „Große Ideen unter- stützen wir mit kleinen Steuern und vielen weiteren zukunftsfördernden Maß nahmen“, verspricht die Stadt in ihrer Kampagne, und Gründer erleben es so. CAPANOVA Natürliche Haar- und Hautpflege für Männer 2020 hat Benjamin Koch die ersten Haarpflege- und -sty- lingprodukte seiner Naturkosmetik-Serie CAPANOVA für Männer auf den Markt gebracht. Inzwischen gehören auch Hautpflegemittel und eine Nahrungsergänzung zur Marke. „Weil ich selbst nichts Passendes gefunden habe, womit ich meine Haare natürlich und gesund pflegen konnte, habe ich diese Marktlücke entdeckt und mich auf die Ent- wicklung von umweltfreundlichen, nachhaltigen Pflege- produkten für Männer fokussiert. Die Rohstoffe dafür sind zu 100 Prozent natürlich. Wir verzichten komplett auf Chemie“, erklärt der Gründer. Dennoch seien mit der Serie hervorragende Styling- und Pflegeergebnisse zu erreichen. „Die Rezepturen wurden mit einem Team von Naturkos- metik-Experten entwickelt“, berichtet er. Seit Mitte 2023 widmet sich CAPANOVA zusätzlich der Bart- und Hautpflege. „Auch diese Produkte sind speziell für die Bedürfnisse von Männerhaut und -bart entwickelt worden. Natürliche Mineralien und Nährstoffe revitalisie- ren und schützen die Haut“, verspricht der Geschäftsfüh- rer. Für die unterstützende „Pflege von innen“ empfiehlt er seine ebenfalls neue Nahrungsergänzung „Hair Caps“. Das gesamte Sortiment der Marke ist im Onlineshop erhältlich. Alle CAPANOVA-Produkte werden nach den Richtlinien für zertifizierte Naturkosmetik (NATRUE) hergestellt. Sie sollen nicht nur den Anwendern guttun, sondern auch die Umwelt schonen. Zusätzlich hat das Unternehmen eine WWF-Patenschaft übernommen und gleicht den CO2-Aus- stoß, den es verursacht, durch die Unterstützung eines Waldschutz-Projekts in Peru. Die Neu-Isenburger Marke auf Wachstumskurs, in die dank IHK-Unterstützung vor drei Jahren ein Großinvestor eingestiegen ist, ist weiter offen für Investoren. Am Wirtschaftsstandort Neu-Isenburg schätzt Benjamin Koch nicht nur die zentrale Lage in der Metropolregion Frankfurt /Rhein-Main, sondern auch das unternehmens- freundliche Umfeld. „Viele weltweit bekannte Unterneh- men haben in der Stadt ihren Sitz, aber auch Start-ups finden hervorragende Bedingungen“, so hat er es selbst erfahren. a www.capanova.com Benjamin Koch setzt auf natür- liche Pflege für Männer. F ot o: C AP AN O VA 30 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA Nachhaltig handeln. Vorbildlich entsorgen. Nachhaltigkeit ist für uns mehr als ein Programm – es ist unsere Geschäftsgrundlage. Wir verstehen uns als modernes Abfall- und Recyclingunternehmen, das Mehrwert schafft – für den Kunden, unsere Mitarbeiter, aber auch für die Umwelt und die Gesellschaft. Für ein sauberes Rhein-Main-Gebiet. Wir freuen uns auf Sie! PreZero Service Mitte-West GmbH & Co. KG Hans-Böckler-Straße 2 63110 Rodgau 0800 863676336 www.prezero.de MODERN.CONCEPT Ein schönes Zuhause für viele Menschen Einen mit Blattgold überzogenen Couchtisch aus Athen für 5.000 Euro, einen Grill aus dem Keramikmaterial, das die NASA für Raketenspitzen verwendet – solch ausgefal- lene Designerstücke bietet Heiko Besser in seinem Online- shop MODERN.CONCEPT an. Demnächst will er seine Bestseller in einem Showroom in Neu-Isenburg zeigen. Der Gründer hat als Berufskraftfahrer im Familienbetrieb Besser-Umzüge gearbeitet. Vor fünf Jahren wechselte er ins Büro und übernahm 2021 die Geschäftsführung. „Im Corona-Lockdown haben 90 Prozent der Kunden abge- sagt. Es war klar: Ich versuche zusätzlich etwas anderes“, berichtet er vom Start seines Onlineshops. „Die Hersteller von hochwertigen Designermöbeln verkau- fen meist nur über bestimmte Händler vor Ort. Ich habe auf den Seiten recherchiert, die über Auszeichnungen für Designer berichten, Hersteller angesprochen und sie von meinem Konzept überzeugt. Kundinnen und Kunden von MODERN.CONCEPT gelangen von der Couch aus in den Designer-Store“, sagt Besser. Er hat Ware von seinen neuen Partnern gekauft und übergangsweise bei Besser- Umzüge gelagert. Voraussichtlich im Oktober 2024 sollen ein eigenes Lager und der Showroom bezogen werden. Aktuell umfasst das Sortiment von MODERN.CONCEPT Möbel, Beleuchtung und Accessoires für den Privatbe- reich. Besser will es um Büro-Equipment fürs Homeoffice ergänzen. „Ich sehe meine Nische im mittleren bis hoch- preisigen Segment. Was die Beratung und den Support angeht, will ich bestmöglich erreichbar sein und den Kunden ein Ladenfeeling vermitteln. Sie sollen wissen, dass sie genau an der richtigen Adresse für Designermöbel sind“, lautet sein Anspruch und er versichert: „Der Shop ist Leidenschaft. Ich möchte so vielen Kunden wie möglich ein schönes Zuhause geben. Lieber verkaufe ich drei gute Tische als 100 schlechte.“ a www.modern-concept.eu Corona gab den Impuls und hat Heiko Besser motiviert, seinen Onlineshop für hochwertige Designermöbel aufzubauen. Fo to : M od er n Co nc ep t 31Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA Vor einigen Tagen ist Patrick Eisermann aus Ägypten zurückgekommen. „Unsere Gewürze und Kräuter sind biozertifiziert, aber ich führe selbst Analysen durch und teste die Ware zum Beispiel auf Pestizidrückstände und Keime“, berichtet er. Auch die Bedingungen, unter denen in den Herkunftsländern geerntet und weiterverarbeitet wird, sieht er sich bei seinen Besuchen an. Nachhaltigkeit in jeder Hinsicht ist ihm wichtig. So müsse man zum Beispiel bei Produkten aus Wildsammlung ein Auge darauf haben, dass „die Natur nicht leerge- pflückt wird“. Ein hoher Qualitätsanspruch Der Gründer hat nach dem Studium als Ana- lyst bei einer Unternehmensberatung mit Großunternehmen und Konzernen zusam- mengearbeitet. „Das waren spannende Pro- jekte, eine tolle Zeit. Aber es war nicht meins“, sagt er. Seine Geschäftsidee reifte, während er angestellt war. „Ich habe ein Faible für Qualität und lege Wert auf gute Lebensmittel. Wir kochen immer frisch. Gewürze sind sehr natürlich. Kaum ein Produkt wird so in Rein- form konsumiert und man braucht nur wenig davon.“ Eisermann ging auf Reisen. Bei einer Ver- anstaltung des Import Promotion Desk (IPD) des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung besuchte er 2018 Produktionsstätten in Ägypten. Das sei ein interessanter Einstieg gewesen, habe aber nicht zu Geschäftskontakten geführt. Die erste Partnerschaft knüpfte er mit einem Lieferanten für Safran aus dem Iran. Es folgten weitere auf Sansibar und Kreta, in Vietnam, Tunesien und Nepal. In Neu-Isenburg angekommen Zum 1. September 2018 mietete er eine leere Halle im Süden von Neu-Isenburg an und ließ das zuständige Veterinäramt feststellen, dass die Räumlichkeiten für seine Zwecke geeignet sind. „Inzwischen bin ich mit meiner Familie nach Neu-Isenburg gezogen und wir haben Betreuungsplätze für unsere beiden Kinder gefunden“, berichtet er. Auch seine Frau Mai Tran, die ihre Wurzeln in Vietnam hat, arbeitet bei roots. Sie konzentriert sich auf Labor- analysen und das Qualitätsmanagement. Eisermann schultert unter anderem den gesamten betriebswirtschaftlichen Part und das Verzollen der Waren. Das sei kompliziert, da für jedes Land und für jedes Produkt gesonderte Anforderungen gelten. Bei hohem Arbeitsaufkommen helfen Freunde und Ver- wandte, etwa beim Abfüllen und Richten der Produkte. Der Verkauf im Onlineshop begann im März 2019. „Die Coronazeit war hart, weil die direkten Kontakte fehlten. Gewürze muss man riechen oder probieren“, ist er über- zeugt. Inzwischen deckt das Geschäft die Kosten. Kunden hat roots in der Gastronomie und unter Endverbrauchern im gesamten DACH-Raum. „Die Kundentreue ist groß“, freut sich Eisermann. „Wir sind dabei, uns einen Ruf im Rhein-Main-Gebiet aufzubauen und stellen zum Beispiel auf der Messe kulinart in Frankfurt aus.“ Für Feinkostläden und die Grillszene sei das roots-Sortiment sicherlich interessant. „Wer hochwertiges Fleisch auf einem teuren Grill zubereitet, sollte auch gute Gewürze verwenden“, empfiehlt er. Allerdings sei es wichtig, den richtigen Umgang damit zu kennen. Eisermann ist einer von wenigen Birgit Arens hat bei roots reingeschaut 32 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA Fo to : A re ns /IH K Patrick Eisermann hat beruflich einen neuen Weg eingeschlagen und will sein Unternehmen nachhaltig stabilisieren. zertifizierten Gewürzsommeliers im deutsch- sprachigen Raum. In Neu-Isenburg bietet er Seminare an, in denen die Teilnehmer beispielsweise unterschiedliche Pfeffersorten, ihre Eigenschaften und Verwendungsmöglich- keiten entdecken oder lernen, Getränke mit Gewürzen zu verfeinern. In Kooperation mit der Frankfurter Genussakademie lädt er zu Gewürz-Kochkursen ein. Stabilität und Nachhaltigkeit im Blick Für die nächste Zukunft hat sich der Unter- nehmer vorgenommen, weniger zu reisen und den Umsatz zu stabilisieren. „Noch sind wir stark vom Geschäft im Herbst und Winter und an Weihnachten abhängig. In dieser Jahreszeit sind die Menschen viel zu Hause und verwenden mehr Gewürze. Auch Firmen- geschenke gehen im Weihnachtsgeschäft gut. Auf keinen Fall wollen wir ‚großvolumig‘ wer- den. Es ist nicht unser Ziel, große Mengen zu importieren oder viel zu verkaufen“, bekräftigt er seinen Anspruch auf Nachhaltigkeit. a www.roots-natural.com Ob Safran, Gewürznelke oder Koriander – bei roots gibt es Bio-Gewürze und -Kräuter, meist aus exotischen Ländern stammend. Auch ausgefallene Gewürzmischungen gehö- ren zum Sortiment. In Neu-Isenburg hat Unternehmens- gründer Patrick Eisermann geeignete Geschäftsräume gefunden und entwickelt sein Unternehmen weiter. 33Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA Neuer Haferkasten Glückliche Gäste und ein bisschen Glanz für die Stadt Mittagszeit im Neuen Haferkasten auf der Frankfurter Straße: Die Terrasse ist gut besucht und Luigi Lavorato geht von Tisch zu Tisch, unterhält sich mit seinen Gästen und gießt Wein nach. Die Familie des Geschäftsführers kommt aus Kalabrien und auf die authentische Küche der Region hat der Neue Haferkasten sein kuli- narisches Angebot ausgerichtet – reichlich frischer Fisch und Meeres- früchte, hausgemachte Pasta und Spezialitäten vom Grill. Dass die Speisen und die Atmosphäre ankommen und das Restaurant beliebt ist, belegen nicht zuletzt die Fotos prominenter Gäste, die es an der Wand im Gastraum zu bestaunen gibt. Das Geschäft laufe gut, verrät Lavorato, der mit einem achtköpfigen Team zusammenarbeitet. Auf der Terrasse finden etwa 50 Personen Platz, im Innenbereich kommen weitere 90 Plätze dazu. „Wir sind ein Feinschmecker-Restaurant und seit Jahrzehnten eine bekannte Adresse für Freunde des gepflegten Essens. Auch Geburts- tagen, Hochzeiten und Firmenfesten geben wir einen besonderen Rahmen. Viele unserer Stammgäste kommen aus Frankfurt, Dreieich- Buchschlag oder Darmstadt“, berichtet Lavorato. Leider wüssten die Gäste oft nicht, wo sie ihre Fahrzeuge abstellen sol- len. Obwohl er Parkplätze angemietet hat und abends den Parkplatz einer benachbarten Firma nutzen kann, fehlt es an Möglichkeiten. Bald werde eine Baustelle die Lage weiter verschlechtern. „Es verdirbt die Stimmung, wenn die Gäste nach einem entspannten Aufenthalt und einem guten Essen bei uns einen Strafzettel an ihrem Auto finden“, bedauert er und wünscht sich Unterstützung. „Ich lebe selbst in Neu- Isenburg und sorge sehr gerne für ein bisschen Glanz in der Stadt“, versichert der Gastronom. a www.neuer-haferkasten.de Zu Gast in Neu-Isenburg Ob Apfelweinwirtschaft, Traditionscafé, Gourmetrestaurant oder Luxushotel – Neu-Isenburg zählt mehr als 100 Möglichkeiten, sich als Gast verwöhnen zu lassen. Luigi Lavorato (l.) führt den Neuen Haferkasten in der Tradition seiner aus Kalabrien stammenden Familie. Stadtwald, Stadion, Flughafen und Frankfurter Innenstadt sind vom Hotel Restaurant Café Wessinger, das Wiebke Gómez Sáez leitet, schnell erreicht. Hotel Restaurant Café Wessinger Wir sind in Isenburg und so wird es bleiben Wohnen, wohlfühlen, genießen, feiern und tagen – dafür steht das Hotel Restaurant Café Wessinger am Waldrand im Norden Neu-Isenburgs. Der Familienbetrieb geht auf eine 1909 gegründete Bäckerei zurück, zu der nach und nach eine Konditorei, ein Restaurant und ein Hotel kamen. Auch Cafés in Frankfurt und Bad Vilbel gehören zum Unternehmen. Gerade wird am Stammsitz renoviert. Die sukzessive Sanierung der Zimmer geht voran. „Die Teppiche kommen raus und neue Böden rein. Es werden Klimaanlagen einge- baut. Das läuft alles bei normalem Betrieb“, erklärt Wiebke Fo to s: A re ns / I H K 34 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA Ulrike Wipfler und Uwe Vollmershausen sind Inhaber des urigen Apfelwein Föhl in der Neu-Isenburger Altstadt. Apfelwein Föhl Viel Atmosphäre in der Altstadt Uwe Vollmershausen und seine Frau Ulrike Wipfler haben vor 28 Jahren die Tradi- tionsgaststätte Apfelwein Föhl am Alten Marktplatz 1 übernommen. Im Restaurant und im Hofausschank gibt es unter anderem den Apfelwein Geiselbacher Gold der Kelterei Herkerts im Landkreis Aschaffenburg und frisch zubereitete Speisen. Die Zutaten kommen vorwiegend aus der Region. „Ab 1996 haben wir behutsam renoviert und dabei den ursprünglichen Charakter des Lokals erhalten. Im Hauptraum, in dem etwa 100 Personen Platz haben, wurde eine Ab- und Zuluft-Anlage installiert“, berichtet er. Weitere Sitzgelegenheiten gibt es in zwei Nebenräumen im ersten Stock, im Elsässerstübchen im Erdgeschoss sowie bei gutem Wetter im Hof und vor dem Haus. „Wir haben eine Konzession für den Marktplatz, aber uns fehlt das Personal, um auch diese Fläche zu bewirt- schaften“, sagt Vollmershausen. Das Stammpersonal konnten sie während der Corona-Pandemie halten, nicht aber die jungen Aushilfen. Ersatz zu bekommen sei schwierig. 15 Personen gehören derzeit zum Team. „Wir können uns nicht beschweren“, findet der Gastronom, dem die Arbeit mit seinem bunt gemischten Publikum nach wie vor Freude macht. Das Geschäft sei nach den Lockdowns wieder gut angelaufen. Das Restaurant werde zu 80 Prozent von Stammgästen besucht. Auf der Speisekarte stehen Klassiker wie Handkäs, Grüne Soße-Gerichte, Wurst-, Schnitzel- und Steak-Variationen, aber auch Fisch und Salate. Zusätzlich bietet das wöchentlich wechselnde „Extrablatt“ saisonale Gerichte. „Ein Segen sind für uns die vielen Firmen. Unsere Nebenräume eignen sich sehr gut für Geschäftsbesprechungen, an die sich ein gemeinsames Essen anschließt. Oft kommen Gruppen vom Flughafen. Natürlich richten wir auch Familienfeiern aus“, sagt der Wirt. Erfreulich sei der regelrechte „Hype“, den der Apfelwein derzeit durch Meisterschaften erfährt. Beim Apfelwein Föhl trägt man gerne dazu bei, dass das Traditionsgetränk weiter gefragt bleibt. a www.apfelwein-foehl.de Gómez Sáez. Seit kurzem leitet sie das Unternehmen ohne ihren Bruder Alexander Wessinger. „Dass er ausscheidet, war langfristig geplant. Wir konnten alles vorbereiten und haben eine Managementstruktur eingezogen, die es so vor- her nicht gab. Interne Prozesse werden überdacht und neu organisiert, teilweise mit externen Beratern. Auf diesem Weg geht das Unternehmen in die Zukunft“, sagt sie. Das betrifft zum Beispiel den Personalbereich: „Wir haben rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bilden Hotelfachleute, Konditoren und Köche aus. Die Fluktuation ist niedrig, denn wir akzeptieren den Anspruch der jungen Fachkräfte, Beruf und Privatleben gut zu vereinbaren. Flexi- bilität ist wichtig. So bieten wir mehr Teilzeit- und Aushilfs- beschäftigungen an“, erklärt die Chefin. Zum Stadtjubiläum hat die Wessinger-Konditorei hugenotti- sche Rezepte nachgebacken. Zusammen mit dem früheren Bürgermeister Herbert Hunkel wurden sie im Januar prä- sentiert. Nun hat der deutsche Trägerverein Hugenotten- und Waldenserpfad e. V., mit Sitz in Neu-Isenburg, das Café Wessinger für dieses „Angebot an kulinarischen Produkten mit Bezug auf die hugenottischen Stadtgründer“ mit dem Prädikat „Hugenotten-Café“ ausgezeichnet. Wiebke Gómez Sáez bekennt sich klar zur Stadt und sagt: „Wir sind in Isenburg und so wird es bleiben.“ a www.wessinger.com 35Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA Eine Welt für sich und schnell erreichbar. Seit 1976 gehört das Hotel in Neu-Isenburg Gravenbruch zur Kempinski-Gruppe. Fo to : K em pi ns ki Alter Haferkasten Traditionelle Köstlichkeiten, modern interpretiert In der Löwengasse, die vom Alten Marktplatz abgeht, hat der Alte Haferkasten seinen Standort in einem Haus, das ursprünglich eine Apfelweinwirtschaft beherbergte. 1960 eröffnete dort erstmals ein italienisches Restaurant, das erste in Neu-Isenburg, gerade zu der Zeit, als die Deutschen Italien als Urlaubsland entdeckten. 1980 übernahm es der Vater von Francesco Pugliese. Er selbst hat im Familienbetrieb eine Ausbildung zum Koch absolviert. Seit 2007 leitet er ihn. Mit dem Neuen Haferkasten teile man den Namen und lebe ansonsten seit Jahrzehnten in friedlicher Koexistenz. Francesco Pugliese bietet Kulinarik auf hohem Niveau in entspanntem Ambiente. Kempinski Hotel Frankfurt Gravenbruch Ein ganz besonderes Landhaus inmitten der Metropolregion „Unser Konzept beruht auf einer modernen Interpretation der italienischen Küche mit Blick über den Tellerrand“, formuliert er und erklärt dazu: „Wegen Tomate-Mozza- rella kommt niemand her. Wir müssen uns mehr einfallen lassen.“ Die hohen Weihen der Sterneküche strebe er aber bei weitem nicht an. „Es ist angenehmer unterhalb dieses Radars zu schwirren – für uns und für die Gäste. Die Atmo- sphäre im Alten Haferkasten ist gelassen.“ Das gilt auch für die Nebenräume, in denen es sich gut feiern lässt. Viermal im Jahr macht das Restaurant Betriebsferien. Zwei Ruhetage gibt es in der Woche. „Das macht uns als Arbeit- geber attraktiv. Während andere Gastronomieunternehmen keine Fachkräfte finden, haben wir letztes Jahr drei neue Mitarbeiter eingestellt“, berichtet er. Die Entwicklung der benachbarten Frankfurter Straße, in der Geschäfte leer stehen und schließen, sei nicht erfreulich. Aber mit der Lage seines Restaurants in der hübschen Gasse mit Kopfsteinpflaster ist Pugliese sehr zufrieden. Gegenüber dem Eingang bewirten er und sein zehnköpfiges Team im Sommer Gäste im Außenbereich. Außerdem gibt es dort nun ein zum Alten Haferkasten gehörendes Ladengeschäft mit italieni- schem Wein und Spezialitäten. Sein bescheidenes, nachhalti- ges Zukunftsziel lautet: „Das Geschäft soll beständig sein.“ a www.alterhaferkasten.de Vor den Toren Frankfurts und von Wald umgeben, ist das Kempinski Hotel Frankfurt Gravenbruch ein außergewöhnlicher Ort, um zu ent- spannen, Feste zu feiern oder fokus- siert an einer Konferenz teilzunehmen. Zum Gebäude-Ensemble gehört ein 15 Hektar großer Park mit hoteleige- nem See. Das Fünf-Sterne-Superior- Resort im Landhausstil verfügt über 225 Zimmer und Suiten, von denen der Blick meist ins Grüne oder auf den See geht. Ein Superlativ ist die 180 Quadratmeter große Präsidenten- suite, die schon etliche Prominente aus Politik, Kultur und Sport beher- bergt hat. Fo to : A re ns / I H K 36 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA Kaffeefahrt Neues Leben im Alten Bahnhof Die Eheleute Ylmaz haben den histo- rischen Bahnhof und die ehemalige Wartehalle an der Verladestelle für Autoreisezüge zu neuem Leben erweckt. Ins Bahnhofslokal ist das Café Kaffeefahrt eingezogen und nebenan die Isen Lounge. „Eigentlich hatte mein Mann die Idee, das Bahnhofsgebäude zu entwickeln“, erzählt Semra Ylmaz. Er pachtete es, investierte Zeit und Geld und baute es komplett um. Im September 2020 eröffnete seine Frau das Café Kaffeefahrt. „Ich habe Controlling und Management studiert. Aber ich habe auch eine Leidenschaft fürs Kochen und bin hier in Vollzeit eingestiegen.“ Drei Kinder hat das Paar außerdem und Oguz Ylmaz leitet ein weiteres Unter- nehmen. Wegen Corona war der Start holprig. Nun sagt die Geschäftsfrau: „Wir sind zufrieden und haben Stammgäste, Zwei unterschiedlich ausgerichtete Restaurants, dazu das sommerliche Pop-up-Restaurant Levante und die Terrasse mit Seeblick locken nicht nur Genießer und Feinschmecker, sondern sind auch eine interessante Herausforderung für den Küchen- chef Björn Juhnke, der sich vor seinem Engagement in Graven- bruch schon einen grünen Michelin-Stern erkocht hat. Der Coun- try Club & Spa mit zwei beheizten Pools, einer Saunalandschaft, Beauty-Behandlungsräumen, Sonnenterrasse und Liegewiese erstreckt sich über 2.000 Quadratmeter plus Außenbereich. In der Tennishalle der Alexander Waske Tennis-University können Hotelgäste, aber auch externe Interessierte wetterunabhängig Tennis spielen und darüber hinaus mit Profi-Trainern und -Ten- nisspielern trainieren. Kleine Gäste fühlen sich im Titan Tikes Kids wohl. Zudem verfügt das Hotel im Außenbereich über einen Kinderspielplatz. Das Hotelteam hat langjährige Erfahrung im Organisieren von Veranstaltungen, ob private Feiern oder Konferenzen. Dafür stehen 18 Tagungs- und Kongressräume zur Verfügung, darunter die zwei Ballsäle Central Park und Palmengarten. Business-Mee- tings können dank professioneller Technik hybrid stattfinden. In Kooperation mit einem Partnerunternehmen wird auch Holo- graphie-Technik eingesetzt. Ende 2022 hat Kai Behrens die Leitung des Kempinski Hotel Frankfurt Gravenbruch übernommen. Er ist seit 2007 für die Hotelgruppe tätig. a www.kempinski.com/de/hotel- gravenbruch Semra Ylmaz (l.) ist mit Elan und Ideen in das „Bahnhofsprojekt“ ihres Mannes eingestiegen. Inklusive Aushilfen hat sie 28 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und würde gerne weitere einstellen. Fo to : A re ns / I H K die das schöne Ambiente mit den bodentie- fen Fenstern schätzen. Sie loben das Essen, die Kaffeespezialitäten und die Kuchen, die wir bei verschiedenen Konditoren in der Region beziehen und auch zum Mitnehmen anbieten.“ Das Café ist für Frühstück, Lunch und Nachmittagskaffee ausgelegt. Die Isen Lounge mit langer Theke und Winter- garten ist in der einstigen Wartehalle entstan- den. Im Außenbereich mit feinem Sand laden eine Beachbar und ein Pool dazu ein, sich wie im Urlaub zu fühlen. „Letztes Jahr im Septem- ber war der Außenbereich schon geöffnet. Ein Paar hat dort eine wunderschöne Hochzeit gefeiert. Dieses Jahr wollen wir die gesamte Sommersaison mitnehmen“, sagt Semra Ylmaz. Sie plant Veranstaltungen mit DJs, ein Sommerfest und Grill-Events. Firmen haben reserviert, um mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu feiern. Die Unternehmerin zeigt auf den großen, leeren Bahnhofsvorplatz und spricht von ihrer Vision: „Der Platz liegt schön. Er ist gut zu erreichen und es gibt Parkplätze. Ich wünsche mir hier einen lebendigen Ort, an dem sich Jung und Alt treffen.“ a www.kaffeefahrt.info 37Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA Seit 85 Jahren steht Cafe Ernst für traditionelles Backhandwerk aus Neu-Isenburg. Fo to : C af e Er ns t Cafe Ernst Köstliches aus der Neu-Isenburger Backstube Das Unternehmen Cafe Ernst gehört schon lange zur Backkultur der Region. Karl und Hilde Ernst gründeten es 1937. Tochter Christel und Ehemann Otto Schmitt, der 1969 das beliebte „Französische Wasserweck“ entwickelte, übernahmen den Betrieb und bauten ihn aus. Heute leitet Sohn Andreas Schmitt das Unternehmen in dritter Gene- ration und setzt die Tradition unter moderner Geschäfts- führung fort. „Cafe Ernst zählt zu den bekanntesten Bäckereibetrieben im Umkreis und doch sind wir ein Familienunternehmen geblieben, das mit der Region und ihren Menschen ver- wurzelt ist“, versichert Schmitt. „Unser Erfolg liegt in der Liebe zum Backhandwerk und in unseren 260 engagierten, tillmann-verpackungen.de Kathrin Hildebrand Geschäftsführerin 0800-TILLMANN MIT SICHERHEIT GUT VERPACKT – DANK ÜBER 70 JAHREN ERFAHRUNG. zuverlässigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In unseren 25 Cafés in Neu-Isenburg, Dreieich, Frankfurt, Mörfelden- Walldorf und dem Odenwaldkreis verkaufen wir knusprige Brötchen, saftiges Brot, leckeren Kuchen, herzhafte Snacks, Frühstück und andere Spezialitäten.“ Die Backwaren werden in Neu-Isenburg hergestellt. Basis der Teige ist ein Vollkornsauerteig mit extra langer Ruhephase. „Ausgewählte Zutaten wie das Mehl aus der Ober-Ramstädter Schlossmühle und das Bickelbacher Steinsalz sind entschei- dend für die Qualität. Gefiltertes und belebtes Wasser voll- endet die Unverwechselbarkeit unserer Produkte. Moderne Technik ergänzt die Handarbeit, wo sie unserem Team gezielt hilft und die Arbeit ohne Qualitätsminderung effizienter macht. Hochmoderne Ofensysteme optimieren unseren Energieverbrauch“, berichtet der Geschäftsführer. Möglichst viele Rohstoffe bezieht Cafe Ernst von Lieferanten in der Umgebung, um die regionale Wirtschaft zu stärken und kurze, umweltschonende Transportwege zu erreichen. „Mit unserem Vortagsladen und über die App „Too Good To Go“ sowie durch Kooperationen mit Tafeln und anderen sozialen Einrichtungen bekämpfen wir Lebensmittelverschwendung. Für die interne Logistik nutzen wir ausschließlich wiederver- wendbare Transportmaterialien, um Verpackungsmüll mög- lichst zu vermeiden“, belegt Schmitt den nachhaltigen Ansatz von Cafe Ernst und erklärt: „Für uns bedeutet das Bäckerei- handwerk vor allem, die Menschen aus der Nachbarschaft glücklich zu machen. Denn wer liebt ihn nicht – den Geruch von frisch gebackenem Brot und Kuchen oder den Genuss, in ein knuspriges Brötchen zu beißen“. a https://cafe-ernst.de 38 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA Verantwortungsbewusst und zukunftsorientiert Smart – fair – nachhaltig Neu-Isenburg hat die für die Zukunft entscheidenden Themen Digitalisierung, globale Fairness und Nachhaltigkeit konsequent in Angriff genommen. Neu-Isenburg hat eine Smart-City-Strategie entwickelt, die von allen städtischen Gremien sowie von den kommunalen Unternehmen Stadtwerke Neu-Isenburg, GEWOBAU und dem Dienstleistungsbetrieb maßgeblich mit- getragen wird. Acht konkrete Handlungsfelder wurden festgelegt, in denen die Stadt immer smarter werden soll: Digitale Verwaltung, Bürgerschaft und Gesellschaft, Wasser, Ener- gie und Wertstoffe, Wohnen, Mobilität und Verkehr, Wirtschaft, Umwelt und Klimaschutz sowie IT und Cybersicherheit. Schon heute gibt es 26 öffentliche WLAN- Spots der „Digitalen Dorflinde“ im Stadtge- biet, und die hervorragende Breitband-Netz- abdeckung kommt besonders Unternehmen zugute. Nun stehen der digitale Handel, Start-up-Förderung, eine digitale Bürgerbe- teiligung und Wohnquartiere mit hochintel- ligenter Gebäudetechnik ganz oben auf der Agenda. Auch eine digitale Stadtführung und Virtual-Reality-Konzepte für die Museen sind in Planung. Für Fairness im Welthandel Seit 2012 darf sich Neu-Isenburg „Fairtrade- Stadt“ nennen. Über 50 Vereine, Initiativen, Unternehmen, Geschäfte und Cafés enga- gieren sich für den fairen Handel. „Fair Trade bedeutet, sich für menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kleinbauern- familien und Beschäftigten in Afrika, Latein- amerika und Asien einzusetzen. Mit dem Kauf fairer Produkte werden diese Produzentinnen und Produzenten gestärkt. Deswegen machen wir uns als „Fairtrade-Stadt“ stark für nach- haltigeren Konsum und mehr Fairness im Welthandel“, sagt Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein. Unter anderem ist die Omniflora Blumen Center GmbH in Neu-Isenburg ansässig, die den Fair-Trade-Gedanken von Beginn an beherzigt hat und sich „in Europa führender Spezialist für den Handel mit ‚Fairtrade- Schnittblumen‘ für den Fachhandel und den Sortimentshandel“ nennt. Ebenfalls ganz auf Fair Trade ausgerichtet ist der Weltladen, der unter anderem Lebensmittel aus nachhaltiger und verantwortungsbewusster Herstellung anbietet, darunter Gewürze, Tees, Kaffee und Öle. Kürzlich ist das Geschäft von der Lessing- in die Bahnhofstraße umgezogen. Dort wird es nicht nur besser wahrgenommen und frequentiert, sondern verfügt auch über 40 Quadratmeter zusätzlicher Fläche. So kann das Sortiment ausgeweitet werden und mehr Geschenkartikel, Kunsthandwerk und Textilien umfassen. Stadt geht mit gutem Beispiel voran Neu-Isenburg baut weitere Ladestationen für E-Mobilität, investiert aber auch in Radwege und Radstraßen, um die CO2-Belastung zu reduzieren. Außerdem fördert die Stadt die Sharing Economy – vom Carsharing über Repair-Cafés bis zu Co-Working-Spaces. 2023 haben die IHK Offenbach am Main und die Gesellschaft für Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain (ivm) der Stadt Neu-Isenburg das „Prädikat Vorbildlich Mobil“ übergeben. Es untermauert das Ziel, die Mobilität in der Stadt umweltschonend und effizient zu gestalten. Das Mobilitätsverhalten der Mit- arbeitenden und die infrastrukturellen Gege- benheiten wurden analysiert. Im Rahmen des Beratungsprogramms „Besser zur Arbeit“ entstand ein umfassendes Maßnahmenkon- zept, das eine interne Arbeitsgruppe umsetzt. Für die Beschäftigten wurde inzwischen ein kostenloses Jobticket eingeführt, sie können kleine Reparaturen in einer eigens eingerich- teten Werkstatt durchführen, zudem stehen Pedelecs und ein E-Pkw für Dienstfahrten bereit. a www.neu-isenburg.de/wirtschaft a www.fairtrade-deutschland.de a www.weltladen-neu-isenburg.de Im Oktober 2023 überreichten Heike Mühlhans, Geschäftsführerin ivm GmbH, und der damalige Erste IHK-Vizepräsident Wolf Matthias Mang (r.) das „Prädikat vorbildlich mobil“ an Neu-Isenburgs Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein. Fo to : M ül le r/ IH K 39Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA Erfolgreich in Neu-Isenburg Stadt der Marken und Hauptsitze Auf der langen Liste der mehr als 6.000 Unternehmen, die in Neu-Isenburg firmieren, finden sich viele international bekannte Namen und Weltmarktführer. Teilweise schreiben sie seit Jahrzehnten Erfolgsgeschichten am Wirtschaftsstandort. So feiert die PepsiCo Deutschland GmbH 2024 das 50-jährige Bestehen ihrer Getränkefabrik in Neu-Isen- burg. Ihre Deutschlandzentralen haben in der Hugenotten- und Waldenserstadt unter anderem der Chemiekonzern DuPont, die Drucker-Hersteller Lexmark und Ricoh, der Spezialist für Kaffeeautomaten und Küchengeräte De’Longhi, der Hersteller und Lieferant von sicherheitsrelevanten Systemen für die Nutz- fahrzeugindustrie JOST, das Luftfahrtunternehmen Boeing, der Snackhersteller Lorenz, das KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V. sowie die Technologieunternehmen Chip 1 Group und Arrow Electronics. „Unsere bekannten Marken sind ein Alleinstellungsmerkmal“, sagt Andrea Quilling, Leiterin der Wirtschaftsförderung. „Wir tun auch einiges für beste Rahmenbedingungen – und arbeiten stetig daran, sie zu optimieren“, sichert sie zu. Davon profitieren nicht nur die „Großen“, sondern die gesamte Wirtschaft am Standort. a www.neu-isenburg.de/wirtschaft Innovationen „Made in Neu-Isenburg“ JOST ist ein weltweit führender Hersteller und Lieferant von sicher- heitsrelevanten Systemen für die Nutzfahrzeugindustrie. Gegründet wurde das Unternehmen 1952 als Fabrik für Kugellenkkränze von Hans Breuer und Joseph Steingass. Heute ist JOST das einzige in Neu-Isenburg produzierende Industrieunternehmen. Aus der Siemensstraße 2 finden Sattelkupplungen aus Stahlguss ihren Weg in die Welt. Zudem werden hier innovative Sicherheitstechnolo- gien entwickelt wie das automatische Kupplungssystem KKS, mit dem Truck und Trailer per Knopfdruck aus dem Führerhaus verbunden wer- den können. Das umfangreiche Produktportfolio gliedert sich unter der Dachmarke JOST in Systeme für den Transport sowie die Landwirtschaft und Bauindustrie auf. JOST beschäftigt derzeit über 4.500 Mitarbeitende weltweit und hat Vertriebs- und Produktionsstätten in 27 Ländern auf sechs Kontinenten. Über 550 Mitarbeitende sind am Standort Neu- Isenburg beschäftigt. Das Unternehmen ist an der Frankfurter Börse notiert. a www.jost-world.com Fo to : J os t Im Rahmen der Stadt- marketingkampagne äußert sich zum Bei- spiel Horst Schwanke von der Arrow Central Europe GmbH zum Wirtschaftsstandort. Gr af ik : A pp el N ow itz ki 40 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA Starke Marken, leckere Snacks Lorenz begeistert Menschen auf der ganzen Welt mit bekannten Marken wie Crunchips, ErdnußLocken, Saltletts und NicNac’s. Über 3.000 Menschen, davon zirka 300 in Neu-Isenburg, sorgen Tag für Tag für hochwertige Qualität und Genuss. Der Hauptsitz ist in Neu-Isenburg, hier haben alle Bereiche, die für die Verwaltung, die Vermarktung und den Vertrieb der Produkte wichtig sind, ihre Basis: von A wie Außendienst bis Z wie Zentrale Dienste. Produziert werden die Snacks in Deutschland an den Standorten Hankens- büttel (Niedersachsen), Neunburg vorm Wald (Bayern) und Kreba (Sachsen). Als unab- hängiges Familien- unternehmen denkt der Snack-Experte seit jeher langfristig und handelt nicht für Quartale, sondern für Generationen. Daher trägt Lorenz nicht nur Verantwortung für die hohe Qualität seiner Produkte, sondern auch für die ökologisch und sozial nachhaltige Weiterentwicklung des Unternehmens. Mit der Bestätigung der Klimaziele 2023 durch die „Science Based Targets initiative“ ist Lorenz zum Beispiel eines der ersten Unternehmen in seiner Branche, das sich neben klassischen CO2-Reduktionszielen zusätzliche Reduktionsziele im land- wirtschaftlichen Bereich und ein langfristiges Netto-null-Ziel gesetzt hat. a www.lorenz-snacks.de Fo to : B oe in g Fo to : L or en z Seit über fünf Jahrzehnten Hauptsitz des KfH Das gemeinnützige KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplan- tation e. V., am 7. Oktober 1969 gegründet, steht für eine umfassende und qualitativ hochwertige Versorgung nierenkranker Menschen in mehr als 200 KfH-Zentren bundesweit, davon 22 Standorte in Hessen. Das KfH ist der älteste und größte ambulante Dialyseanbieter in Deutschland und feiert in diesem Jahr seinen 55. Geburtstag. Etwa 6.000 Mitarbeitende, darunter Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte sowie administrative Mitarbeitende aus den Bereichen Medizintechnik, Logis- tik und Verwaltung kümmern sich bundesweit um rund 18.000 Dia- lysepatientinnen und -patienten sowie mehr als 74.000 Sprechstun- denpatientinnen und -patienten. In Neu-Isenburg hat das KfH seinen Hauptsitz seit 1973. Am Standort in der Martin-Behaim-Straße 20 seit 1993. Zum 31. Dezember 2023 waren hier 224 Mitarbeitende, darunter zehn Auszubildende, beschäftigt. Zwar gibt es in der Zentrale keinen direkten Patientenkontakt, aber in vielen Bereichen kümmert man sich um die Rahmenbedingungen für eine bestmögliche medizinische Behandlung: Von hier gehen zum Beispiel übergeordnete medizini- sche Impulse für die Behandlung vor Ort aus und das KfH setzt sich auf politischer Ebene für eine qualitativ hochwertige Versorgung ein. a www.kfh.de Digitale Lösungen für die Luftfahrtindustrie Mit über 350 Mitarbeitern am Standort Neu-Isenburg unterstützt Boeing Digital Aviation Solutions (BDAS) seit Jahrzehnten Airlines weltweit dabei, ihre Ziele sicher und effizient zu erreichen. Das Produkt- und Datenangebot in Frankfurt hergestellter Lösungen für Airlines zeichnet sich durch eine breite und äußerst exakte Abdeckung von Flughä- fen weltweit aus. Neben hochqualitativen Daten bietet BDAS ein stetig wachsendes Angebot an innovativen digitalen Lösungen, Dienstleistungen und Softwarelösungen für den Luftverkehr. Fokus sind Produkte für vernetzte Airline Operations, unbemannte Systeme und digitale Anwendungen für die Flugzeugkabine. In Neu-Isenburg wurden branchenführende Produkte für den Electronic Flight Bag – den digitalen Pilotenkof- fer – entwickelt und vermarktet. Dazu gehören die Navigationsanswendung FliteDeck Pro sowie die Cockpitassistenzsysteme Airport Moving Map und Aviator. Auch Cascade, Boeings Tool zur Modellierung und Analyse von Strategien für eine nachhaltige Luft- fahrt, wurde von dem Team in Frankfurt mitentwickelt. a www.boeing.de Fo to : K fH K ur at or iu m fü r D ia ly se u nd N ie re nt ra ns pl an ta tio n e. V. 41Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 TITELTHEMA Cybersicherheit jetzt optimieren NIS2-Gesetz erwischt den Mittelstand kalt Am 16. Januar 2023 schrieb das Handelsblatt „Kaum zu bewältigen: Neue EU-Richtlinie für Cybersicherheit setzt Unternehmen unter Zeitdruck“. Und weiter: „Unternehmen müssen auf Geheiß der EU mehr für ihre Cybersicher- heit tun. Die Frist wird knapp.“ Was ist seitdem passiert? Und wie betrifft das NIS2-Gesetz den Mittelstand? Es liegen inzwischen zweieinhalb Referentenentwürfe vor. Das deutsche Gesetz hört auf den klangvollen Namen „NIS2UmsuCG“, was übersetzt für „NIS2 Umsetzungs- und Cybersicherheitsstärkungs- gesetz“ steht. Es wird in der Endfassung zirka 180 bis 200 Seiten haben und Mittelständler mit mehr als 50 Mitarbeitern und mehr als zehn Mil- lionen Euro Umsatz betreffen, die dem verarbeitenden Gewerbe und der Herstellung von Waren zugeordnet werden. Dazu gehören unter anderem die Herstellung von Medizinprodukten, Kraftwagenteilen, elektronischen und optischen Erzeugnissen sowie der Maschinenbau. Geschätzt sind das in Deutschland 29.000 Unternehmen. Mittelstand muss aufholen Das NIS2-Gesetz ist im Kern sehr sinnvoll. Der Schaden, der jährlich für die deutsche Wirtschaft durch Cyberangriffe entsteht, wird auf zirka 206 Milliarden Euro beziffert (laut BITKOM, zuzüglich Dunkelziffer). Die Bedrohung im Cyberraum ist so hoch wie noch nie. Qualität und Anzahl der Angriffe haben beträchtlich zugenommen. Der deutsche Gesetzgeber hat in enger Kooperation mit dem Bundes- amt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in den Jahren 2015, 2017 und 2021 bereits vor der EU drei Gesetze auf den Weg gebracht, um die kritischen Infrastrukturen (KRITIS) zu schützen. Für uns alle war es in Ordnung, dass zum Beispiel Flughäfen und Kernkraftwerke angemessen geschützt werden. Aber warum sollte dies nun für alle Unternehmen von Interesse sein? Weil das NIS2UmsuCG die bestehen- den drei Gesetze am 17. Oktober 2024 ablösen wird und sichergestellt werden muss, dass die kritischen Infrastrukturen nahtlos gesetzlich geregelt sind. Im Gesetzestext sind Unternehmen ab 250 Mitarbeitern in vielen Punkten gleichgesetzt mit den heutigen KRITIS-Unterneh- men. Diese Unternehmen hatten seit 2015 Zeit, sich auf die gesetz- lichen Anforderungen vorzubereiten, das entsprechende Personal einzustellen, die notwendigen Qualifikationen zu erwerben und die relevanten Prozesse einzuführen. Auch bei den KRITIS-Unternehmen muss durch das neue Gesetz vieles wieder justiert werden. Dafür haben sie feste Partner, mit denen sie seit Jahren zusammenarbeiten. Aber was machen die neu betroffenen Unternehmen im Mittelstand? Der überwiegende Teil von ihnen hat sich noch nicht informiert, fühlt sich überfordert oder regt sich über die „böse“ EU auf. Sicherheit wird selbstverständlich Dabei ist es im Kern wie bei der Anschnallpflicht. Sie wurde erstmals am 1. Januar 1976 eingeführt, allerdings zunächst nur auf den Vordersitzen. Ab dem 1. August 1984 wurde sie auf alle Sitzplätze ausgeweitet. Auch da gab es zu Beginn Unmut. Und heute? Das Anschnallen ist selbstver- ständlich geworden und hat viele Leben gerettet. Trotzdem würde nie- mand wegen des Sicherheitsgurtes auf einen Airbag verzichten, auf den Seitenaufprallschutz oder die Bremsen. Erst diese vielen Maßnahmen ermöglichen den Fahrgästen ein Reisen bei geringem Risiko. IT-Sicherheit schützt die IT-Infrastruktur, zum Beispiel das Netzwerk oder die Server. NIS2 formuliert jedoch nicht nur Anforderungen an die IT-Infrastruktur, sondern fordert den gezielten Schutz der eigenen Unternehmensdaten, der Geschäftsprozesse und der Lieferfähigkeit. Geschäftsleitung haftet Geschäftsführer haften persönlich für die Umsetzung des Gesetzes, sogar deutlicher als bei vielen anderen Gesetzen. Im § 38 heißt es in Absatz 1: „(1) Geschäftsleiter ... sind verpflichtet, die von diesen Ein- richtungen nach § 30 zu ergreifenden Risikomanagementmaßnahmen Weitere Informationen Datenschutz Schützt nicht die Daten, sondern die Betroffenenrechte. Der Datenschutzbeauftragte (DSB) bringt oft einen juristischen Hintergrund mit. IT-Sicherheit Schützt die eigene IT-Infrastruktur, das Netzwerk, die Server, zum Beispiel mit Hilfe eines Virenscanners oder durch eine Firewall. Informationssicherheit Schützt Unternehmensdaten und Geschäftsprozesse und hilft so, die Lieferfähigkeit zu erhalten und Digitalisierungsziele zu erfüllen. Cybersicherheit Erweitert die Informationssicherheit um mobile Dienste, Cloud- Angebote und Vernetzungen mit Kunden und Lieferanten. Informationssicherheit wird auf den „Cyberraum“ ausgedehnt. Cyberresilienz Cyberresilienz umfasst Maßnahmen, die ergriffen werden kön- nen, um auch dann Kontinuität zu gewährleisten, wenn Schutz- maßnahmen durchbrochen werden oder Umstände eintreten, die außerhalb der eigenen Kontrolle liegen. 42 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 RATGEBER im Bereich der Cybersicherheit zu billigen und ihre Umsetzung zu überwachen.“ Und weiter in Absatz 2: „(2) Ein Verzicht der Einrichtung auf Ersatzansprüche aufgrund einer Verletzung der Pflichten nach Absatz 1 oder ein Vergleich der Einrichtung über diese Ansprüche ist unwirksam.“ Und um ganz sicher zu gehen, dass die Geschäftsleitung ihre Billigungs-, Überwachungs- und Schulungspflicht kennt, gibt es noch Absatz 3: „(3) Die Geschäftsleiter ... müssen regelmäßig an Schu- lungen teilnehmen, um ausreichende Kenntnisse und Fähigkeiten zur Erkennung und Bewertung von Risiken sowie Risikomanagementprak- tiken im Bereich der Cybersicherheit und deren Auswirkungen auf die von der Einrichtung erbrachten Dienste zu erwerben.“ So kann die Lösung aussehen NIS2 ist ein Kommunikations- und Kooperationsgesetz. Um nicht völlig auf dem falschen Fuß erwischt zu werden, ist es wesentlich, sich einen Überblick über den Stand der Gesetzgebung zu verschaffen. Die „NIS2-Challenge“ der Inovasec GmbH zeigt konkrete und verständ- liche Lösungswege, die speziell auf die Möglichkeiten des Mittelstands abgestimmt und ausgerichtet sind. Mit ihrer Hilfe finden Sie Antworten auf die folgenden Fragen: ❙ Wie viel Cybersicherheit braucht das eigene Unternehmen? ❙ Wie lässt sich ein leistbares Risikomanagement aufsetzen? ❙ Wie wendet man das Risikomanagement praktisch an? ❙ Was gilt es besonders zu beachten? Im eigenen Interesse sollten auch mittelständische Unternehmen ihre Cybersicherheitsmaßnahmen überprüfen und sicherstellen, dass sie den Anforderungen des NIS2-Gesetzes entsprechen. a www.inovasec.de/nis2-challenge a www.bsi.bund.de Autor Christian Kreß 06103 8038055 christian.kress@inovasec.de VIDEO – Safety – Guard – Tower Baustellenüberwachung Sichern Sie Ihr Eigentum Unkomplizierte Sofortmontage einer mobilen Einbruchmeldeanlage jederzeit möglich. Dem Ernstfall einen Schritt voraus • Schnelle und professionelle Sicherung Ihres Objektes innerhalb von 48 Stunden • Kostengünstig mieten Wir beraten Sie gerne individuell in allen Fragen rund um Ihre Sicherheit. Besuchen Sie unser Sicherheitscenter. Heinrich-Krumm-Straße 9 63073 Offenbach www.bws-offenbach.de Telefon: 069/888 145 Neue Anforderungen seit Mai 2024 Jetzt Impressum und Datenschutzerklärung ändern Wer auf seiner Internetseite die Begriffe Tele- mediengesetz, TMG oder Telekommunika- tion-Telemedien-Datenschutz-Gesetz, TTDSG verwendet oder auf die Gesetze verweist, sollte schnellstmöglich Anpassungen vor- nehmen. Im Impressum kann auf Gesetzesbezeichnun- gen verzichtet werden, denn sie sind nicht verpflichtend. Ansonsten sind die Begriffe oder Verweise aufgrund von europarechtli- chen Vorgaben anzupassen: ❙ Telemediengesetz/TMG wird zu Digitale- Dienste-Gesetz oder DDG ❙ Telekommunikation-Telemedien-Daten- schutz-Gesetz/TTDSG wird zu Telekom- munikation-Digitale-Dienste-Datenschutz- Gesetz oder TDDDG Die Konsequenzen einer falschen Benennung sind zwar überschaubar, aber Abmahnungen können hier gut vermieden werden. a www.offenbach.ihk.de/recht-und-steuern Kontakt Andrea Zbiral-Müller 069 8207-225 zbiral@offenbach.ihk.de 43Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 RATGEBER Die EmpCo-Richtlinie und ihre Auswirkungen auf deutsche Unternehmen Vorsicht bei der Werbung mit umweltbezogenen Aussagen! Seit dem 26. März 2024 ist die EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher für den öko logischen Wandel (EmpCo-Richtlinie) in Kraft. Sie hat weitreichende Konsequenzen für deutsche Unternehmen, die mit umwelt- und nachhaltigkeitsbezogenen Aussagen werben. Die wichtigsten Änderungen: Verbot allgemeiner, unklarer und irreführender Umweltan- gaben: Unternehmen müssen die Umweltfreundlichkeit ihrer Produkte und Dienstleistungen klar und deutlich belegen können. Unklare oder werbliche Aussagen, die den Verbrau- cher in die Irre führen könnten, sind verboten. Dies gilt zum Beispiel für allgemeine Aussagen ohne weitere Hinweise wie „umweltschonend“, „ökologisch“ oder „klimafreundlich“. Vorab-Zertifizierung für bestimmte Umweltangaben: Für einige besonders relevante Umweltangaben, wie den CO2- Fußabdruck, wird eine unabhängige Vorab-Zertifizierung durch akkreditierte Stellen vorgeschrieben. Detaillierte Anforderungen an die Nachweisführung: Unternehmen müssen detaillierte Aufzeichnungen über die Methodik und die Daten hinter ihren Umweltangaben führen. Diese Aufzeichnungen müssen den Behörden auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden können. Konsequenzen für deutsche Unternehmen: Anpassung der Marketingstrategien: Unternehmen müssen ihre Marketingstrategien anpassen und ihre Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen so gestalten, dass sie den neuen Vorgaben der EmpCo-Richtlinie entsprechen. Investitionen in die Nachweisführung: Unternehmen müssen in die Systeme und Prozesse zur Sammlung und Dokumentation der Daten hinter ihren Umweltangaben investieren. Risiko von Abmahnungen und Bußgeldern: Die EmpCo- Richtlinie stärkt die Befugnisse der nationalen Behörden zur Durchsetzung der neuen Vorgaben. Unternehmen, die gegen die EmpCo-Richtlinie verstoßen, riskieren hohe Bußgelder von den Behörden sowie Abmahnungen. Handlungsempfehlungen: Sofortige Analyse der Umweltkommunikation: Unter- nehmen sollten ihre aktuelle Umweltkommunikation und ihre Marketingmaterialien auf mögliche Verstöße gegen die EmpCo-Richtlinie überprüfen. Entwicklung einer Strategie zur Umsetzung der Richt- linie: Soweit Unternehmen in Zukunft mit Umweltaussagen werben wollen, sollten sie eine Strategie entwickeln, um die Anforderungen der EmpCo-Richtlinie zu erfüllen. Dazu gehört die Anpassung der Marketingmaterialien, die Implementie- rung von Systemen zur Nachweisführung und die Schulung der Mitarbeiter. Regelmäßige Überprüfung und Anpassung: Die EmpCo- Richtlinie ist ein dynamischer Prozess. Unternehmen sollten die Entwicklungen im Auge behalten und ihre Strategie gegebenenfalls anpassen. Zusätzliche Hinweise: Die EmpCo-Richtlinie ist eine EU-Richtlinie, die in nationales Recht bis zum 27. März 2026 umgesetzt werden muss. Es ist zu erwarten, dass das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) an die Vorgaben der EmpCo-Richtlinie angepasst wird. a https://eur-lex.europa.eu Autoren Rechtsreferendarin Derya Engin Dr. Martin Gegenwart 069 8207-221 gegenwart@offenbach.ihk.de 44 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 RATGEBER Kontakt Alessia Savoca 069 8207-336 savoca@offenbach.ihk.de IHK. Die Weiterbildung Seminare und Workshops * U.-Std. = Unterrichtsstunden a www.ihkof.de/weiterbildung Alle Weiterbildungsangebote der IHK Offenbach am Main: Ausbilder 27.08. – 12.10.2024 | IHK-Prüfungslehrgang „Ausbildung der Ausbilder“ – Teilzeit, 90 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .749 Euro 02.09. – 13.09.2024 | IHK-Prüfungslehrgang „Ausbildung der Ausbilder“ – Vollzeit, Bildungsurlaub möglich, 80 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .749 Euro Auszubildende 19.08. – 10.10.2024 | IHK-Crashkurs „Prüfungsvorbereitung für Kaufleute für Büromanagement – Teil 1 (Word/Excel)“, 30 U.-Std. . . . . . . . . . . . . . . . . .299 Euro 26.08. – 29.10.2024 | Prüfungsvorbereitung für Fachinformatiker ( Systemintegration) Teil 2, online, 34 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .390 Euro 27.08. – 19.11.2024 | IHK-Crashkurs „Prüfungsvorbereitung für Kaufleute für Büromanagement – Teil 2“, 56 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .389 Euro Außenwirtschaft 05.09.2024 | IHK-Seminar „Export 1 – Ausfuhrverfahren“ – online, 8 Std.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .249 Euro Betriebswirtschaft & Rechnungswesen 06.09.24 – 28.03.26 | IHK-Prüfungslehrgang „Wirtschaftsfachwirt“, Aufstiegs-BAföG möglich, 650 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3.990 Euro 16.09. – 20.09.2024 | IHK-Seminar „Buchführung intensiv“, Bildungsurlaub möglich, 40 U.-Std. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .699 Euro Führung und Leadership 19.09. – 01.10.2024 | Zertifikatslehrgang „Gesund Führen“, Bildungsurlaub möglich, 64 U.-Std. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1.499 Euro Marketing & Vertrieb 02.09. – 19.09.2024 | IHK-Zertifikatslehrgang „Qualitätsmanagementbeauftragter“, 64 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.320,50 Euro Unterstützung vom Land nutzen Bildungsurlaub – das Plus für alle Globalisierung, demografischer Wandel, Technologisie- rung und zunehmende Diversität verändern Gesellschaft und Arbeitswelt. Wer damit Schritt halten will, muss sein Wissen, seine Fähigkeiten und Kompetenzen immer wei- terentwickeln. Zum Beispiel in einer Weiterbildung nach dem Hessischen Gesetz über den Anspruch auf Bildungs- urlaub (HBUG). Bildungsurlaub fördert gezielt persönliche und soziale Kompetenzen zur sozialen und wirtschaftlichen Teilhabe in Beruf, Familie und Gesellschaft. In Hessen beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitneh- mer haben einen Anspruch auf Freistellung von der Arbeit, um an anerkannten Veranstaltungen der politischen Bildung, der beruflichen Weiterbildung oder der Schu- lung zur Wahrnehmung eines Ehrenamtes teilnehmen zu können. Ihr Arbeitgeber gewährt ihnen bis zu fünf Tage Bil- dungsurlaub für Weiterbildungen während der Arbeitszeit. Das Land Hessen erstattet ❙ hessischen privaten Beschäftigungsstellen für den Zeit- raum der Freistellung für die Teilnahme an einer vom Ministerium für Soziales und Integration anerkannten Ehrenamtsschulung das tatsächlich gezahlte Arbeits- entgelt pro Tag sowie ❙ Kleinst- und Kleinbetrieben (20 oder weniger Perso- nen) einen pauschalierten Anteil des für den Zeitraum der Freistellung fortzuzahlenden Arbeitsentgelts zur Teilnahme an Veranstaltungen der politischen Bildung und der beruflichen Weiterbildung. 45Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 BILDUNG EU-Projekttag der IHK Offenbach am Main IHK brachte die EU ins Klassenzimmer Am 6. Mai 2024 veranstaltete die IHK Offenbach am Main einen EU-Projekttag in der Max-Eyth-Schule in Dreieich, um den Berufsschülerinnen und -schülern die Bedeutung der Europäischen Union (EU) für den Wirtschafts- standort Deutschland nahezubringen und sie zur Teilnahme an der EU-Wahl am 9. Juni 2024 zu motivieren. Yvonne Mittler, Ausbildungskoordinatorin in der BMW-Niederlassung in Frankfurt am Main, zeigte den Auszubildenden anhand konkreter Beispiele, was die EU für ihr Unternehmen, seine Produkte, seine Mitarbeitenden, aber auch für die Jugendlichen selbst bedeutet: Sie erinnerte daran, wie vorteilhaft es ist, innerhalb der Union ohne Grenzkontrollen reisen und fast überall mit dem Euro bezahlen zu können. Außerdem wies sie darauf hin, dass in einem globalisierten Arbeitsumfeld gute berufliche Qualifikationen und Fremd- sprachenkenntnisse immer wichtiger werden. Die EU bietet Auszubildenden und jungen Fachkräften durch Austauschprogramme wie ERASMUS+ die Chance, Lern- und Arbeits- erfahrung im EU-Ausland zu sammeln. „Das Kennenlernen anderer Länder und Kulturen kann gerade für junge Erwachsene ein wich- tiger Baustein für ihren weiteren Lebensweg und beruflichen Werdegang sein“, stellte Mittler fest und ergänzte: „Es weitet den Blick, macht offener für Meinungen und Ideen und macht sich zudem äußerst gut im Lebenslauf.“ Für Axel Juhre, Leiter des BMW Niederlas- sungsverbunds Mitte, zuständig für die BMW- Niederlassungen in Frankfurt, Offenbach, Dreieich, Darmstadt und Kassel, steht fest: „In der EU werden wichtige Weichen für die stabile Zukunft der Mitgliedsländer gestellt. Von länderübergreifenden Richtlinien profi- tiert auch die Automobilbranche. Sie sorgen dafür, dass Mobilität zukunftsfähig und vor allem klimaschonend weiterentwickelt wird. Dadurch bleiben Unternehmen in den einzel- nen Ländern wettbewerbsfähig. Wenn gleiche Regeln und Vorgaben für alle gelten, wird kein Unternehmen benachteiligt beziehungsweise kann es nicht wettbewerbsverzerrend ‚aus der Reihe tanzen‘.“ Kontakt Alexander Krebs 069 8207-331 krebs@offenbach.ihk.de Yvonne Mittler, Ausbildungskoordinatorin in der BMW-Niederlassung in Frankfurt am Main, sprach in der Max-Eyth-Schule mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 12BAka von Studienrat Simon Bock über die Bedeutung der EU für die Wirt- schaft und die Menschen in der Region. Fo to : K re bs /IH K Das digitale Zertifikat für Weiterbildungen Open Badges rücken Zertifikate ins Rampenlicht Kontakt Alessia Savoca 069 8207-336 savoca@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de/weiterbildung Schluss mit der Zettelwirtschaft! Viele Papier- zertifikate für Lehrgänge und Weiterbildungen verschwinden in Schubladen oder werden vergessen. Open Badges ermöglichen es, digitale Zertifikatsnachweise in Webauftritten, Social Media Accounts und E-Mail-Signaturen zu präsentieren. 46 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 BILDUNG Die Profildatenbank des Enterprise Europe Network (EEN) Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken Der EEN-Online-Marktplatz listet mehr als 10.000 Firmenprofile und lässt sich nach Suchbegriffen und Regionen filtern. Die aktuellen Top-Profile der EEN-Profildatenbank bieten spannende Möglichkeiten, um Kontakte für das internationale Geschäft zu knüp- fen. Schauen Sie sich jetzt um und finden Sie Ihr Perfect Match! a https://een.ec.europa.eu/partnering-opportunities Sie möchten eine Nachricht erhalten, sobald ein passendes Profil online ist? Sie möchten Ihr eigenes Suchprofil erstellen? Wir beraten Sie gerne persönlich! Kontakt Mirjam Röhm Telefon 069 8207-256 roehm@offenbach.ihk.de British Company seeks Investment Partners for Modular Floating Dry Dock Technology for Floating Offshore Wind Industry A British company has developed a patented modular floating dry dock which offers a lighter and more cost-effective alternative to any present dry dock system. The company is looking for partners through an investment agreement to help them develop a fleet of their floating docking platforms. Sectors of interest to the company include aerospace, oil and decommissioning, offshore sector / renewable wind turbines. Request more information: BOGB20240521017 French Company seeks Manufacturers of Robotic Products A French SME, expert in the distribution of advanced solutions for industry, agri-food, security, construction and retails sectors, is looking for manufacturing partners of the latest generation industrial robotic or peripherical products in order to expand their product portfolio within the framework of commercial agreements. Partners of interest are manufacturers of peripherical or robotic products for the sectors industry, agri-food, security, construction, retail and digital. Request more information: BRFR20240417014 Turkish Consortium Seeks Partners for Sustainable Hydrogen Technologies under the TÜBİTAK 1004 Program A Turkish Consortium is embarking on a project focused on „Innovative Technologies for Hydrogen Conditioning“ under the TÜBİTAK 1004 program, seeking partnerships to advance their work. They aim to develop sustainable and economically efficient processes for hydrogen purification, storage, distribution, and utilization on an industrial scale, benefiting from academic sup- port and expertise in chemical engineering. They invite interested parties to join them in this collaborative endeavor. Request more information: BOTR20240514002 Greek Sustainable Clothing Company seeks Partners for Upcycling Collaboration A Greek company designing and producing sustainable natural dyed clothes and home textile accessories, specializing in natural dying techniques of textiles, is looking for companies from the fashion – textile industry, who wish to upcycle old white garment under a commercial or an outsourcing agreement. The Athens- based SME is committed to the slow fashion concept and follows a zero-waste philosophy and would also be interested in brands that wish to co-create items and host and exhibition or show. Request more information: BOGR20240521013 International Open Innovation Program seeks Start-ups and Scale-ups offering Technological Solutions that support Data Analysis for Strategic Decision Making Italian companies taking part in the International Open Inno- vation Program MATCHER seek companies offering technolo- gical solutions in the field of data analysis to optimize strategic decisions, from tender analysis and personalized healthcare to operational insights and HR strategies. All solutions should focus on data-driven innovation and have a minimum TRL of 4. The goal is to co-develop concrete pilots and go-to-market strategies. Applications can be submitted until 5th July 2024. Request more information: TRIT20240416008 Draht-Weissbäcker KG Steinstr. 46 - 48, 64807 Dieburg Tel. (0 60 71) 9 88 10 · Fax (0 60 71) 51 61 Internet: www.draht-weissbaecker.de Email: draht@weissbaecker.de · Draht- und Gitterzäune · Tore · Schiebetore · Drehkreuze · Türen · Schranken · Gabionen · Pfosten · Sicherheitszäune · Mobile Bauzäune · Alu-Zäune · sämtliche Drahtgeflechte · Alu-Toranlagen · Rankanlagen · auch Privatverkauf Zäune · Gitter · tore 47Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 NETZWERKE NETZWERKE WJ Offenbach am Main e. V. boten Diskussionsmöglichkeit Die Region Offenbach braucht Europa Im Vorfeld der Europawahl in Deutschland veranstalteten die Wirtschaftsjunioren (WJ) Offenbach am Main e. V. einen Informationsabend mit zwei Podiumsdiskussionen. Dazu waren alle Menschen aus Stadt und Kreis Offen- bach in die Räumlichkeiten der IHK Offenbach am Main eingeladen. Rund 60 Personen folgten der Einladung. Beim Informationsabend der WJ Offenbach am Main e. V. ging es um die EU-Wahl und die Bedeutung der Gemeinschaft für die Unternehmen und die Menschen in der Region. Fo to : W J O ffe nb ac h am M ai n e. V. Auf einem Podium diskutierten Thomas Iser, Vorsitzender der Geschäftsführung, Agentur für Arbeit, Philipp Keßler, Chefredakteur der Mediengruppe Offenbach-Post, Simone Rechel, Bun- desvorsitzende der Wirtschaftsjunioren Deutschland, Thorsten von Killisch-Horn, Geschäftsfüh- rer der GOLDBECK Südwest GmbH, und IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner. Auf einem zweiten Podium trafen Olaf Bello, Co-Präsident von Volt Europa in Offenbach, Leo- pold Born, Landesvorsitzender, JU, CDU, der Landtagsabgeordnete Tarek Al-Wazir, Bündnis 90/ Die Grünen, Dimitrios Kladovasilakis, Europakandidat der FDP Offenbach sowie Philipp Türmer, Bundesvorsitzender der JUSOS, SPD, zusammen. Als Veranstalter hatten die WJ Offenbach am Main e. V. alle in Offenbach vertretenden Parteien mit öffentlicher Relevanz, die zur Europawahl angetreten waren, für diesen Abend angefragt. Die IHK Offenbach am Main stellte die Veranstaltungsräume zur Verfügung und trat politisch neutral auf. Europa ist wie ein Fahrrad: Hält man an, fällt es um. 48 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 NETZWERKE IHR PARTNER IN SACHEN ETIKETTEN Für jeden Etikettenbedarf die passende Lösung. Individuell in Form, Farbe, Material und Haftung. Herderstraße 8 63073 Offenbach am Main Tel 069 89993-0 Fax 069 89993-45 info@of-etiketten.de www.of-etiketten.de OFFENBACHER ETIKETTENFABRIK Joachim Siebert Anzeige_184x46_2019_Layout 1 23.10.2018 11:25 Seite 1 Ein Schatz an Errungenschaften Die Podiumsgäste widmeten sich zwei zentralen Fragen: Zum einen ging es darum, welche Bedeutung Europa für Stadt und Kreis Offenbach hat. Zum anderen diskutierten sie, wie die Menschen aus dem Wahlkreis von der EU profitieren. Sowohl die Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Ver- einen und Gesellschaft als auch die Repräsentanten aus der Politik waren sich darüber einig, dass die Errungenschaften Europas ein sehr hohes Gut sind, die es nicht nur zu erhalten, sondern auch weiterzuentwickeln gilt. Alle stimmten der Aus- sage Tarek Al-Wazirs zu: „Europa ist wie ein Fahrrad: Hält man an, fällt es um.“ a www.wj-offenbach.de WJ-Kalender Juli/August 2024 ❙ 4. Juli 2024 WJ Offenbach am Main e. V. in der IHK-Vollversammlung ❙ 9. Juli 2024 Event beim THW Offenbach ❙ 10. August 2024 WJ Offenbach am Main e. V. beim Lichterfest in Offenbach Alle Veranstaltungen der WJ Offenbach am Main e. V.: Den WJ Offenbach am Main e. V. folgen und wissen, was für junge Führungskräfte wichtig ist LinkedIn: www.linkedin.com/company/wj- offenbach Instagram: www.instagram.com/wjoffenbach Facebook: www.facebook.com/wjoff Übernahmebereite Unternehmen finden und anbieten Der Auftakt für eine erfolgreiche Nachfolge Deutschlands größte Unternehmensnachfolge-Börse heißt nexxt-change. Sie bringt Inhaberinnen und Inhaber von Unternehmen mit Menschen in Kontakt, die an einer Existenzgründung interessiert sind. Die IHK Offenbach am Main unterstützt das Zustandekommen von Unternehmensnachfolgen. Dies schließt die Vermittlung rein finan- zieller Beteiligungen, wie zum Beispiel stille Teilhaberschaften, sowie jegliche Vermittlung durch Dritte oder Immobilienvermittlung aus. a www.nexxt-change.org Aktuelle Angebote aus der Region OF-09/24-A Softwarehaus mit Branchenlösung sucht Nachfolger/-in OF-11/24-A Speditions-/Transportunternehmen sucht neuen Inhaber (m/w/d) 49Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 VORSCHAU 09–10 Offenbacher WIRTSCHAFT Das Magazin der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main für die Region 9–10 | 2024 Wir brauchen Fachkräfte Ausgabedatum 1. Juli 2024 Titelbilder Oben, unten Mitte und rechts: Stadt Neu-Isenburg/Max Isele, links: Birgit Arens/IHK Das Magazin wird auf umweltfreundlichem FSC®-Papier klimaneutral gedruckt. Designkonzept, Gestaltung, Titelbild, Verlag und Druck Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, 60386 Frankfurt www.zarbock.de Verlagsleitung: Ralf Zarbock Anzeigendisposition Martina Zarbock Tel. 069 420903-75 martina.zarbock@zarbock.de Anzeigenpreisliste Gültig ab 1. November 2023 Mediadaten www.offenbach.ihk.de/P167 IMPRESSUM Herausgeber Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Postfach 10 08 53 63008 Offenbach am Main Frankfurter Straße 90 63067 Offenbach am Main Tel. 069 8207-0 | Fax -199 redaktion@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de Verantwortlich Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main Redaktion redaktion@offenbach.ihk.de Birgit Arens (Chefredakteurin) Tel. 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr ( jeweils am 1. des Monats) Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der IHK-Mitgliedschaft und kann jederzeit per Hinweis an den Herausgeber beendet oder wieder aufgenommen werden. Wir nutzen in der IHK Offenbach am Main eine Sprache, die gerecht ist und niemanden bevorzugt oder benachteiligt, jeden anspricht und nieman- den ausschließt. Unsere Sprache respektiert die aktuellen Recht- schreibregeln und ist gleichzeitig verständlich, eindeutig und gut lesbar. Da wir im Sinne der Gleichbehandlung immer alle Geschlechter mei- nen, verwenden wir zum Beispiel Doppelnennun- gen, geschlechterneutrale Begriffe, Pluralformen, Funktionsbezeichnungen oder abwechselnd die männliche und die weibliche Form. Wenn gele- gentlich nur eine Form genannt wird, um bessere Lesbarkeit zu erreichen oder weil es übergeordne- te Vorgaben erzwingen (z. B. Prüfungsordnungen), gilt diese im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter und Personengruppen. Mit dieser Vorgehensweise beabsichtigen wir keinerlei Wertung. Auf Zusatzzeichen und Binnengroßbuchstaben verzichten wir, weil diese die Barrierefreiheit, den Lesefluss und die Auffindbarkeit durch Suchma- schinen beeinträchtigen. Derzeit gibt es in Deutschland keine einheitlichen Regeln für eine geschlechtergerechte Sprache. In der IHK Offenbach am Main nehmen wir an der Diskussion zum Thema teil und entwickeln auch im Netzwerk der deutschlandweiten IHK-Organi- sation weitere praxisnahe, akzeptable Lösungen dazu. Sie haben Fragen, Hinweise oder Anregungen zur geschlechterneutralen Sprache? Dann schreiben Sie uns: redaktion@offenbach.ihk.de Beilage Wortmann AG, Hüllhorst Titelthema | Wir brauchen Fachkräfte Anzeigenschluss für die Ausgabe September/Oktober 2024 ist der 9. August 2024. Redaktionsschluss für die Ausgabe November/Dezember 2024 ist der 1. Oktober 2024. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Themen aus aktuellen Anlässen ändern können. Save The Date IHK-Jahresempfang 2024 Der Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main findet dieses Jahr am 9. September 2024 im IHK-Gebäude statt. Weitere Informationen fol- gen in der Ausgabe September/ Oktober 2024 der Offenbacher Wirtschaft. a www.ihkof.de/jahresempfang Jetzt zum KAI KÔ anmelden Deutsch-Japanischer Wirtschaftsempfang Am 16. August 2024 um 18 Uhr findet der Deutsch-Japanische Wirtschaftsempfang „KAI KÔ“ in Offenbach am Main statt – eine Plattform für deutsche und japanische Unternehmen. Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, führende Köpfe der deutsch- japanischen Wirtschaftswelt zu treffen, Kontakte zu knüpfen, innovative Ideen auszu- tauschen und gemeinsam die Weichen für die Zukunft zu stellen. a www.kaiko.org IHK-Jahresempfang 2024 50 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2024 VERANSTALTUNGEN Business to Business Ihr direkter Kontakt zum Marktplatz: 0 69/42 09 03-75 oder per E-Mail verlag@zarbock.de Mit einer Anzeige in der Offenbacher Wirtschaft erreichen Sie 20.000 Entscheiderinnen und Entscheider in Stadt und Kreis Offenbach. a n l i e f e r u n g 5 4 S c h u l e b i s t r o S u p e r m a r k t B I B L I O T H E K B r a t h a u s T A X I H O T E L Nachrichten IHK-Wahl – Sie haben gewählt | Ratgeber Viele Gründe sprechen für Indien Veranstaltungen Offenbacher Dialog – Die Verwaltung braucht einen Kulturwandel Gute Ideen für eine starke Region 03 –04 | 2024 Nachrichten IHK-Geschäftsbericht 2023 jetzt online | Veranstaltungen Außenwirtschaftstag Hessen 2024 Bekanntmachungen Die IHK-Vollversammlung für die Wahlperiode 2024 bis 2029 ist gewählt Schneller besser werden 05 –06 | 2024 Wir beraten Sie gerne: Marion Stumpp Telefon 0 69 /42 09 03-51 marion.stumpp@zarbock.de Anzeigenschluss für die September/Oktober- Ausgabe: 9. August 2024 Sichern Sie sich Ihre Platzierung unter 0 69 /42 09 03-51 verlag@zarbock.de PRÄSENTATIONSMAPPENPräsentationsmappen Sicherheit Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit 24h-Service BWS Sicherheitsdienste GmbH Tel. 0 69 / 88 81 45 Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit www.bws-offenbach.de Sicherheitsdienst Datenschutzbeauftragter www.all-in-media.com Zeitarbeit Koch & Benedict GmbH Personal-Service. Ihr zuverlässiger Partner bei Personalbedarf. Tel. 08 00/2 04 01 00 (kostenfrei) www.kochundbenedict.de Kamine Immobilien NEUE PERSPEKTIVEN ERÖFFNEN adler-immobilien.de Tel. 069. 955 22 555 Wir bieten kostenfreie, innovative Be- wertungskonzepte für Wohnimmobilien durch unsere Dekra-Sachverständigen. Sie planen eine Immobilie zu verkaufen – nehmen Sie hier in Zeiten variabler und volatiler Entwicklungen die Hilfe von Experten an. Informieren Sie sich über den optimalen Verkaufswert. 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