TITELTHEMA Wirtschaftsfaktor Mensch Nachrichten Gastronomie wird digital(er) | Ratgeber Bald kein gelber Zettel mehr bei Krankheit | Veranstaltungen Startklar für die Mitgliedschaft im starken IHK-Netzwerk 3–4 | 2022 Elektrisierende Gelegenheit. Ein Angebot der Audi Leasing, Zweigniederlassung der Volkswagen Leasing GmbH, Gifhorner Straße 57, 38112 Braunschweig. Zzgl. Überführungskosten und MwSt.. Bonität vorausgesetzt. 1 Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 23,8–21,4 (NEFZ); 25,8–21,7 (WLTP); CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 0. Angaben zu den Kraftstoff-/Stromverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung des Fahrzeugs. 2 Zum Zeitpunkt der Leasingbestellung muss der Kunde der berechtigten Zielgruppe angehören und unter der genannten Tätigkeit aktiv sein. Zur berechtigten Zielgruppe zählen: gewerbetreibende Einzelkunden inkl. Handelsvertreter und Handelsmakler nach § 84 HGB bzw. § 93 HGB, selbstständige Freiberufler / Land- und Forstwirte, einge- tragene Vereine / Genossenschaften / Verbände / Stiftungen (ohne deren Mitglieder und Organe). Wenn und soweit der Kunde sein(e) Fahrzeug(e) über einen gültigen Konzern- Großkundenvertrag bestellt, ist er im Rahmen des Angebots für Audi Businesskunden nicht förderberechtigt. 3 Etwaige Rabatte bzw. Prämien sowie der Herstelleranteil am Umweltbonus sinad im Angebot bereits berücksichtigt. Der Erwerb (Kauf oder Leasing) eines neuen Audi e-tron 50 quattro1 durch Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine nach dem 18.05.2016 wird mit dem Umweltbonus inklusive Innovationsprämie gefördert, sofern das Fahrzeug nach dem 03.06.2020 und bis zum 31.12.2021 zugelassen und der Erwerb nicht zugleich mit anderen öffentlichen Mitteln gefördert wird. Ausnahme: der jeweilige Fördermittelgeber hat eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geschlossen, wobei es aber zum Zeit- punkt der Antragstellung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) noch zu keiner Auszahlung gekommen sein darf. Das Fahrzeug muss im Inland auf den/ die Antragstellerin zugelassen werden (Erstzulassung) und mindestens 6 Monate zugelassen bleiben. Sofern das Fahrzeug nach dem 04.11.2019 erstmalig zum Straßenver- kehr zugelassen wird, beträgt die Höhe des Umweltbonus inklusive Innovationsprämie für den Audi e-tron 50 quattro1 insgesamt 7.500 Euro. Ein Drittel des Umweltbonus wird seitens der AUDI AG direkt auf den Nettokaufpreis gewährt, zwei Drittel des Umweltbonus (Bundesanteil am Umweltbonus inklusive Innovationsprämie) werden nach positivem Zuwendungsbescheid auf Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unter www.bafa.de ausbezahlt. Der Antrag auf Gewährung des Bundesanteils am Umweltbonus muss bei Zulassung nach 04.11.2019 spätestens ein Jahr nach Zulassung über das elektronische Antragsformular unter www.bafa.de eingereicht werden. Auf die Gewährung des Umweltbonus besteht kein Rechtsanspruch und die Förderung endet mit Erschöpfung der bereitgestellten Fördermittel, spätestens jedoch zum 31.12.2025. Nähere Informationen zum Umweltbonus sind auf den Internetseiten des BaFa https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/ Elektromobi litaet/Neuen_ Antrag_stellen/neuen_antrag_stellen.html abrufbar. Abgebildete Sonderausstattungen sind im Angebot nicht unbedingt berück sichtigt. Alle Angaben basieren auf den Merkmalen des deutschen Marktes. Audi Business Leistung: 71 kWh/230 kW Vertragsdauer: 24 Monate Jährliche Fahrleistung: 10.000 km Sonderzahlung: € 5.000,– Monatliche Leasingrate € 247,– Sichern Sie sich den Umweltbonus inklusive Innovationsprämie3. Ein attraktives Leasingangebot für Businesskunden2: z. B. Audi e-tron 50 quattro* * Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 23,8 (NEFZ); 25,8 (WLTP); CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 0; CO2-Effizienzklasse: A+. Angaben zu den Kraftstoff-/Strom- verbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung des Fahrzeugs. Audi pre sense front, Spurverlassenswarnung, Scheinwerfer in LED Technologie, Digitaler Radioempfang u. v. m. Der Audi e-tron 50 quattro1 – jetzt die attraktive Leasingrate von € 247,– für Businesskunden2 sichern. Paul-Brass-Straße 7, 63128 Dietzenbach, Tel.: 0 60 74 / 8 01-5, info.dietzenbach@brass-gruppe.de, www.brass-dietzenbach.audi Afföllerstraße 108, 35039 Marburg, Tel.: 0 64 21 / 5 90 74-0, info.marburg@brass-gruppe.de, www.brass-marburg.audi Autohaus Brass Vertriebs GmbH & Co. KG 4020536_HEW_Brass_21605_G-Lea_210x280_01_RZic.indd 14020536_HEW_Brass_21605_G-Lea_210x280_01_RZic.indd 1 15.12.21 11:0115.12.21 11:01 Menschen für unsere Unternehmen begeistern Der Fachkräftemangel ist für uns Unternehmer wahrlich kein neues Thema. Allerdings nimmt er in den letzten Jahren drastisch zu. Betroffen sind inzwi- schen nahezu alle Berufsgruppen. Viele Branchen ringen um qualifizierten Nachwuchs. Für die Region Offenbach allein prognostiziert der IHK-Fachkräf- temonitor für das Jahr 2035 fast 40.000 fehlende Fachkräfte. Der Mensch als Wirtschaftsfaktor wird künftig das Zünglein an der Waage sein. Doch wie und wo finden wir jetzt und zukünftig Fachkräfte? Welche Kernkom- petenzen benötigen sie? Wie bilden wir sie aus? Hierzu hat die IHK zahlreiche Angebote. Wichtig ist nach wie vor die duale Berufsausbildung. Praktisch ausgebildete Fachkräfte sind gefragt wie eh und je. Je früher wir junge Menschen dafür begeistern können, desto größer sind die Chancen, sie für die Unternehmen in der Region zu gewinnen. Um das zu gewährleisten, haben wir die neue Internetplattform BO-OF (Berufsorientierung Offenbach) ins Leben gerufen. Das war noch längst nicht alles. es gibt weitere Möglichkeiten! Haben Sie schon einmal über ausländische Fachkräfte nachgedacht? Seit 2020 hat Deutschland ein neues Fach- kräfteeinwanderungsgesetz. Es erlaubt auch Nichtakademikern und Nichtakademikerinnen zur Aufnahme oder Suche eines Arbeitsplatzes oder einer dualen Berufsausbildung nach Deutschland einzureisen. Im Ausland erworbene Berufsabschlüsse können über die IHK FOSA auf Gleichwer- tigkeit geprüft und anerkannt werden. Ein weiterer Ansatz: Die IHK-Weiterbildung unterstützt Unternehmen, indem sie mit ihnen ge- meinsam spezielle Weiterbildungen passgenau so konzipiert, dass sie ihrem Fachkräftebedarf entsprechen. Beispiele dafür sind die Fachkraft Großküchentechnik in Kooperation mit PittlerPro- Region in Langen, die Fachkraft für Video-Sicherheitstechnik in Zusammenarbeit mit der Videor Academy in Rödermark und die Fachkraft Modellgestaltung, die mit dem Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie e.V. in Berlin entwickelt wurde. Übrigens: Neben den berufsspezifischen Kernkompetenzen wird Digitalisierungskompetenz in Zukunft entscheidend sein. Kein Berufsbild kommt mehr an dem Thema vorbei. Schon in Schulen und Berufsschulen muss und wird Digitalisierung gelebt werden. Es braucht neue Konzepte und Lehrkräfte, die sie umsetzen können. Der Unterricht muss neu gedacht, Lehrkräfte aus- und wei- tergebildet und eine gut funktionierende IT-Infrastruktur geschaffen werden. Nur so können wir Fachkräfte ausbilden, die heute und morgen zu unseren Unternehmen passen. Fo to : I H K Hans-Joachim Giegerich Vizepräsident der IHK Offenbach am Main und Geschäfts- führender Gesellschafter der GP InfoCon UG, Langen Elektrisierende Gelegenheit. Ein Angebot der Audi Leasing, Zweigniederlassung der Volkswagen Leasing GmbH, Gifhorner Straße 57, 38112 Braunschweig. Zzgl. Überführungskosten und MwSt.. Bonität vorausgesetzt. 1 Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 23,8–21,4 (NEFZ); 25,8–21,7 (WLTP); CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 0. Angaben zu den Kraftstoff-/Stromverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung des Fahrzeugs. 2 Zum Zeitpunkt der Leasingbestellung muss der Kunde der berechtigten Zielgruppe angehören und unter der genannten Tätigkeit aktiv sein. Zur berechtigten Zielgruppe zählen: gewerbetreibende Einzelkunden inkl. Handelsvertreter und Handelsmakler nach § 84 HGB bzw. § 93 HGB, selbstständige Freiberufler / Land- und Forstwirte, einge- tragene Vereine / Genossenschaften / Verbände / Stiftungen (ohne deren Mitglieder und Organe). Wenn und soweit der Kunde sein(e) Fahrzeug(e) über einen gültigen Konzern- Großkundenvertrag bestellt, ist er im Rahmen des Angebots für Audi Businesskunden nicht förderberechtigt. 3 Etwaige Rabatte bzw. Prämien sowie der Herstelleranteil am Umweltbonus sinad im Angebot bereits berücksichtigt. Der Erwerb (Kauf oder Leasing) eines neuen Audi e-tron 50 quattro1 durch Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine nach dem 18.05.2016 wird mit dem Umweltbonus inklusive Innovationsprämie gefördert, sofern das Fahrzeug nach dem 03.06.2020 und bis zum 31.12.2021 zugelassen und der Erwerb nicht zugleich mit anderen öffentlichen Mitteln gefördert wird. Ausnahme: der jeweilige Fördermittelgeber hat eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geschlossen, wobei es aber zum Zeit- punkt der Antragstellung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) noch zu keiner Auszahlung gekommen sein darf. Das Fahrzeug muss im Inland auf den/ die Antragstellerin zugelassen werden (Erstzulassung) und mindestens 6 Monate zugelassen bleiben. Sofern das Fahrzeug nach dem 04.11.2019 erstmalig zum Straßenver- kehr zugelassen wird, beträgt die Höhe des Umweltbonus inklusive Innovationsprämie für den Audi e-tron 50 quattro1 insgesamt 7.500 Euro. Ein Drittel des Umweltbonus wird seitens der AUDI AG direkt auf den Nettokaufpreis gewährt, zwei Drittel des Umweltbonus (Bundesanteil am Umweltbonus inklusive Innovationsprämie) werden nach positivem Zuwendungsbescheid auf Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unter www.bafa.de ausbezahlt. Der Antrag auf Gewährung des Bundesanteils am Umweltbonus muss bei Zulassung nach 04.11.2019 spätestens ein Jahr nach Zulassung über das elektronische Antragsformular unter www.bafa.de eingereicht werden. Auf die Gewährung des Umweltbonus besteht kein Rechtsanspruch und die Förderung endet mit Erschöpfung der bereitgestellten Fördermittel, spätestens jedoch zum 31.12.2025. Nähere Informationen zum Umweltbonus sind auf den Internetseiten des BaFa https://www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/ Elektromobi litaet/Neuen_ Antrag_stellen/neuen_antrag_stellen.html abrufbar. Abgebildete Sonderausstattungen sind im Angebot nicht unbedingt berück sichtigt. Alle Angaben basieren auf den Merkmalen des deutschen Marktes. Audi Business Leistung: 71 kWh/230 kW Vertragsdauer: 24 Monate Jährliche Fahrleistung: 10.000 km Sonderzahlung: € 5.000,– Monatliche Leasingrate € 247,– Sichern Sie sich den Umweltbonus inklusive Innovationsprämie3. Ein attraktives Leasingangebot für Businesskunden2: z. B. Audi e-tron 50 quattro* * Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 23,8 (NEFZ); 25,8 (WLTP); CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 0; CO2-Effizienzklasse: A+. Angaben zu den Kraftstoff-/Strom- verbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung des Fahrzeugs. Audi pre sense front, Spurverlassenswarnung, Scheinwerfer in LED Technologie, Digitaler Radioempfang u. v. m. Der Audi e-tron 50 quattro1 – jetzt die attraktive Leasingrate von € 247,– für Businesskunden2 sichern. Paul-Brass-Straße 7, 63128 Dietzenbach, Tel.: 0 60 74 / 8 01-5, info.dietzenbach@brass-gruppe.de, www.brass-dietzenbach.audi Afföllerstraße 108, 35039 Marburg, Tel.: 0 64 21 / 5 90 74-0, info.marburg@brass-gruppe.de, www.brass-marburg.audi Autohaus Brass Vertriebs GmbH & Co. KG 4020536_HEW_Brass_21605_G-Lea_210x280_01_RZic.indd 14020536_HEW_Brass_21605_G-Lea_210x280_01_RZic.indd 1 15.12.21 11:0115.12.21 11:01 EDITORIAL 3Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 NACHRICHTEN 5 Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, kann es bergauf gehen 6 70 Prozent der Unternehmen sind mit ihrem Standort zufrieden 7 Gastronomie wird digital(er) 8 Kurz notiert 8 Arbeitsjubiläen 10 Offenbach wird Biotech-Standort 11 Ein besonderer Partner für die IHK 12 Viel Holz, viel Grün, viel Platz 13 Kurz notiert 14 Komplettlösungen aus einer Hand 16 Fairness und Qualität müssen stimmen 17 Hyundai präsentiert starkes Ergebnis TITELTHEMA 18 Menschen finden, bilden und binden 21 Menschen wünschen sich Wertschätzung 24 Mit einem Klick zur Rundum-Berufsorientierung 26 Was können Menschen, die im Ausland ausgebildet wurden? 28 Internetseite und Services speziell für internationale Fachkräfte 30 Wenn Mitarbeiter Unternehmer werden 32 Nachfolge klären – Unternehmenszukunft sichern 34 Kompromiss zwischen Menschen, die verantwortlich handeln 36 Bei i.s.design reingeschaut RATGEBER 38 Suche nach Sachverständigen jetzt noch komfortabler 40 „Es gilt, sich bereits jetzt vorzubereiten“ 43 1. Die Webseite auf dem Prüfstand 44 Bald kein gelber Zettel mehr bei Krankheit BILDUNG 46 IHK. Die Weiterbildung 47 Energie-Scouts von Biotest hatten die beste Idee NETZWERKE 48 Entwicklung und Wachstum in allen Lebensbereichen VERANSTALTUNGEN 49 Dienstreisen in Zeiten von Corona 50 Startklar für die Mitgliedschaft im starken IHK-Netzwerk TITELTHEMA WIRTSCHAFTSFAKTOR MENSCH 18 Ohne Menschen funktioniert kein Unternehmen. Sie sind nach wie vor entscheidende Wirtschaftsfaktoren. 4 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 INHALT „Die Unternehmen sehen optimistischer in die Zukunft. Unter anderem hoffen sie auf ein Abklingen der Pandemie im Sommer und den Wegfall der damit verbundenen Einschränkungen“, sagt Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main. Vertreter einzelner Branchen äußern sich besonders zuversichtlich. Erfreulich robust zeigt sich der Dienstleistungssektor in der Region. Hier steigt der Geschäftsklimaindex deutlich um 14 Punkte auf 127. Wo die Geschäftslage weniger optimistisch und dennoch positiv bewertet wird, zum Beispiel im Großhandel und in Teilen des Einzelhandels, trotzen die Unternehmen mit stark steigendem Investitionswillen den aktuellen Gegebenheiten. Was den internationalen Warenaustausch angeht, ist leichte Entspan- nung spürbar. 81 Prozent der Befragten gehen von gleichbleibendem Export und weiterer Stabilisierung aus. Steigerungen erwarten allerdings nur zwölf Prozent der Befragten. Das sind weniger als im Vorjahreszeitraum. Noch immer belasten die Verfügbarkeit von Materialien und Vorprodukten sowie Probleme in den Lieferketten viele Unternehmen. Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung bleiben der Fachkräfte- mangel sowie steigende Energie- und Rohstoffpreise. Schon 55 Prozent der befragten Unternehmen sehen ihr Geschäft beeinträchtigt, weil Personal fehlt. 50 Prozent geben an, von steigenden Kosten erheblich betroffen zu sein. Viele Unternehmer und Unternehmerinnen sind erleichtert, dass die Koalitionsverhandlungen abgeschlossen wurden und die neue Bundesregierung die Arbeit aufgenommen hat. Allerdings betrachten 44 Prozent die allgemeinen Rahmenbedingungen weiter mit Skepsis. Für den IHK-Hauptgeschäftsführer steht fest: „Nur auf der Basis von klaren politischen Entscheidungen und weniger Belastungen kann sich die Wirtschaft weiter erholen.“ Alle Ergebnisse und Auswertungen zur Konjunkturumfrage der IHK Offenbach am Main stehen im Internet zum Download bereit: www.ihkof.de/konjunktur IHK-Konjunkturumfrage veröffentlicht Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, kann es bergauf gehen Die erste Konjunkturumfrage der IHK Offenbach am Main im Jahr 2022 zeigt: Mit ihrer derzeitigen Geschäftslage sind nicht alle Unternehmen in der Region zufrieden. Dennoch wächst die Zuversicht. So geht der IHK-Konjunkturklimaindex zwar im Vergleich zur Befragung Ende 2021 minimal um zwei Punkte auf 111,2 zurück, branchenübergreifend erwarten die meisten Betriebe allerdings deutlich bessere Geschäfte als aktuell. Ihre Erwartungen übertreffen zudem die vom Januar 2021. 60 80 140 160 40 1 | 2 0 20 3 | 2 0 20 2 | 2 0 21 2 | 2 0 19 3 | 2 0 18 1 | 2 0 18 3 | 2 0 16 2 | 2 0 15 1 | 2 0 14 3 | 2 0 12 1 | 2 0 22 2 | 2 0 17 1 | 2 0 16 3 | 2 0 14 2 | 2 0 13 1 | 2 0 12 -40 -20 -60 40 60 20 Geschäftslage IHK-Konjunkturklimaindex Geschäftserwartung Konjunkturklima Region Offenbach Jahresbeginn 2022 100 9,9 Klimaindex neutral = 100 12,6 111,2 0 Gr af ik : I H K 5Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 NACHRICHTEN IHR LOGISTIK- UND TRANSPORTDIENSTLEISTER WELTWEIT www.agotrans.de agotrans Logistik GmbH Behringstraße 1 6 3110 Rodgau Tel. : +49 (0) 6106 - 28 38 - 0 · info@agotrans.de Kontakt Robin Hillesheim Telefon 069 8207-250 hillesheim@offenbach.ihk.de Unter anderem bat die IHK um Einschät- zungen zu den Themen Digitalisierung, Wirtschaftsfreundlichkeit und kommunale Verwaltung, Attraktivität der Standorte sowie Verkehrsinfrastruktur. Die individuellen und lokalspezifischen Beobachtungen der Mitgliedsbetriebe sind entscheidend, damit die IHK als Vertreterin des gesamtwirtschaftlichen Interesses die Bedürfnisse und Meinungen der Unterneh- men an Politik und Verwaltung herantragen kann. Die finalen Umfrageergebnisse werden der IHK-Vollversammlung Anfang März präsentiert und anschließend veröffentlicht. Deutlich zu erkennen ist: Digitalisierungsthemen wie der Breitbandanschluss und die Netzabdeckung sind für Unternehmen besonders wichtig. Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung der Region werden hinsichtlich des Arbeitsmarkts und der Fachkräftesituation wahrgenommen. Auch die Suche nach zusätzlichen Flächen bereitet Sorgen. Verkehrsthemen wie die Anbindung an das Autobahnnetz oder Park- möglichkeiten für Kunden und Mitarbeiter bleiben für die Unternehmen ebenfalls wichtige Standortfaktoren. Zwei Drittel der Befragten geben in der Umfrage an, in den letzten fünf Jahren eine Verbesserung der Standortbedingungen erkannt zu haben. Insgesamt sagen mehr als 70 Prozent der Befragten, dass sie mit ihrem Standort zufrieden sind. Mehr Informationen und alle Details der Standortumfrage unter: www.offenbach.ihk.de/P4999 IHK-Standortumfrage 2021 70 Prozent der Unternehmen sind mit ihrem Standort zufrieden 2021 wollte die IHK Offenbach am Main wieder wissen: „Was bewegt die Unternehmen in der Region Offenbach?“ Die IHK-Standortumfrage richtete sich an die im Handelsregister registrierten Unternehmen, aber auch an eine Vielzahl von Kleingewerbetreibenden. Auf Basis der knapp 1.400 Antworten ist ein umfassendes Stimmungsbild der Wirtschaft zu den Standortbedingungen entstanden. 6 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 NACHRICHTEN Telefon Mail Online 06108 6020 info@tillmann-verpackungen.de tillmann-verpackungen.de Sonderanfertigung • Standardsortiment • Konfektionierung Die richtige Verpackung bringt Ihr Produkt groß raus. IHK Offenbach - 2017.indd 1 11.01.17 11:40 Fo to : W ee de zi gn – st oc k ad ob eDas Beratungsprogramm ist Teil der Digitalisierungsstrategie des Landes Hessen. Es unterstützt Gastronominnen und Gastrono- men dabei, Herausforderungen des wirtschaftlichen Betriebs besser zu begegnen, ob es zum Beispiel um den Fachkräfteman- gel oder veränderte Kundenwün- sche geht. Bis zu fünf Beratungen vor Ort in Kombination mit digitalen Lerninhalten werden angeboten, immer auf den jeweiligen Betrieb abgestimmt. Im persönlichen Gespräch werden Schwerpunkte gesetzt. Die Plattform vermittelt Lerninhalte zum digitalen Umgang mit Kundenkommuni- kation, Vertrieb, Buchung und Bezahlung, Personalplanung und Workflow, Bestellaufnahme sowie Warenwirtschaft. www.gastrodigital-hessen.de Weiterbildungsinitiative für das Gastgewerbe Gastronomie wird digital(er) Die HA Hessen Agentur GmbH hat im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eine Digitalisierungsoffensive für die hessische Gastronomie ins Leben gerufen. Die Digitalisierung hat in unterschiedlichsten Bereichen der Gastronomie längst Einzug gehalten. 7Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 NACHRICHTEN Arbeitsjubiläen 45 Jahre Jürgen Horst Hohmann & Sohn GmbH 30 Jahre Tamara Bravo Navarro PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG Ute Schwarz PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG 25 Jahre Frank Wildenauer (Nachtrag aus Januar 2022) Diskus Werke Schleiftechnik GmbH Stefan Schlenz MKU-Chemie GmbH 20 Jahre Hülya Dogan Yukatel GmbH 15 Jahre Samuel Schaubert Arno Arnold GmbH Heiko Zeitler Arno Arnold GmbH Gabriele Becker PICARD Lederwaren GmbH & Co. KG 10 Jahre Marvin Cole Arno Arnold GmbH Überreichen Sie Ihren langjährigen Mitarbeitern zu deren Arbeitsjubiläum als sichtbare Anerkennung eine Urkunde der IHK Offenbach am Main. Das Jubiläum wird auf Wunsch zusätz- lich im IHK-Magazin „Offenbacher Wirtschaft“ veröffentlicht. Bei Interesse teilen Sie uns bitte mit: ❙ Name des Jubilars ❙ Jubiläumsdatum ❙ genaue Firmierung des Unternehmens (entsprechend Ein- tragung in Handelsregister bzw. Gewerbeanmeldung) Die Kosten für eine Urkunde mit Rahmung betragen 30 Euro inkl. MwSt. Weitere Informationen unter www.offenbach.ihk.de/P2863/ Kontakt IHK-Kundenzentrum Telefon 069 8207-0 | Fax -149 service@offenbach.ihk.de CO2-neutrale Produktion DREIEICH. Die Biotest AG produziert inzwischen Plasmaproteine und biotherapeutische Arzneimittel am Standort klimaneutral. Das Unternehmen führt seit Jahren ein zertifiziertes Energiemanagementsystem, um Daten zu erfassen, transparent darzustellen und Optimierungspotenziale zu finden. Der Energieeinsatz und die Treibhausgasemissionen sollen weiter reduziert werden. 2021 sei unter anderem eine Klimaanlage ersetzt und der Strombedarf in diesem Bereich um rund 40 Prozent gesenkt worden. Biotest tausche Leuchtmittel regelmäßig aus, verbessere die Laufzeit der technischen Anlagen, nutze natürliches Kältemittel für die Kühlhäuser und schaffe Ladestationen für E-Autos an. Von den jährlich benötigten 37 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom kommen laut Unternehmen sieben Millionen aus eigenen Blockheizkraftwerken, die auf Kraft-Wärme-Kopplung basieren. Mittels Abwärme klimatisieren sie zudem die Firmengebäude. Die restlichen 30 Millionen kWh stamm- ten aus Wind- und Wasserkraftanlagen. www.biotest.com Vom Ableger zum Branchenprimus NEU-ISENBURG. „time:matters“ profiliert sich seit 2002 als Logistikexperte für zeitkritische Expresstransporte. Als Ableger von Lufthansa Cargo gegründet, hat sich das Unternehmen zu einem globalen Logistikanbieter mit Niederlassungen in Europa, den USA und Asien entwi- ckelt. Zum 20-jährigen Jubiläum bedankte sich Geschäfts- führer Alexander Kohnen bei seinem Team, zu dem 300 Menschen zählen, sowie bei Kunden und Partnern. Sie alle hätten dieses Wachstum ermöglicht. Für erfolgsent- scheidend hält er auch die engmaschige Verknüpfung von Branchenkompetenz und Kundenorientierung, mit der das Unternehmen branchenweit Maßstäbe setze. www.time-matters.com Kurz notiert 8 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 NACHRICHTEN 9Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 NACHRICHTEN Durch die zunehmende Digitalisierung sind grundlegende Ar- beitsumgebungen schnell veraltet. Heute wird Arbeit als inte- graler Bestandteil des Lebens betrachtet. Es ist der Zeitpunkt über Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu diskutieren, denn Arbeit und Leben vermischen sich. Es wird gerade jetzt deutlich, dass ein hybrides Arbeitsmodell – teils vor Ort mit unseren Kollegen im „face to face“ Austausch – teils im neu eingerichteten Homeoffice – Bestand hat. Wir ana- lysieren mit Ihnen gemeinsam welche Arbeitsumgebung für Ihr Unternehmen am besten geeignet ist. Wir erarbeiten mit Ihnen individuelle Raum- und Flächenkon- zepte und berücksichtigen dabei alle räumlichen Parameter. Moderne Konzepte für ein agiles Büro beziehen neben der Arbeitsplatzgestaltung auch Lichtplanung, Raumakustik und Raumklima mit ein. Mit unserem Marktüberblick und langjähriger Erfahrung ent- scheiden wir gemeinsam die passenden Produkte, welche den aktuellen technischen und ergonomischen Anforderungen ent- sprechen und vor allem auch Ihre Unternehmenskultur zum Ausdruck bringen. Wir helfen Ihnen, das Beste aus Ihrer Fläche zu machen, damit sich ein Wohlbefinden beim Arbeiten einstellt, denn das Arbei- ten wird schöner, wenn es mehr dem Leben ähnelt. Unsere Arbeitswelt befindet sich im ständigen Wandel Gernot Reichard i.s.design GmbH Würzburger Straße 8a 63500 Seligenstadt Büro: 06182 82 92 52 4 E-Mail: info@is-d.com www.is-d.com Robin-Clark Klimaschewsky Sales-Manager Sedus Stoll AG Mobile: +49 172 313 8807 Robin-ClarkKlimaschewsky@sedus.com / Erfahren Sie mehr über Agile Working auf der Sedus Website: www.sedus.com Fo to : S ta dt O ffe nb ac h/ ge or g- off en ba ch .d e „Der Industriestandort Offenbach erhält jetzt eine Technologie mit herausragenden Zukunftsaussichten“, zeigte sich Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke erfreut, dass sich ein weiteres neues Unternehmen auf dem Innovationscampus ansiedelt. Den Anfang hatte im Frühjahr 2021 der Frankfurter Ventilhersteller Samson AG gemacht. Das Biotech-Unternehmen passe hervorragend zur Strategie, nach dem Erwerb der Fläche den 179 Jahre alten Chemiestandort zu einem zukunftsweisenden Gewerbegebiet mit unterschiedlichen innovativen Technologiebereichen zu entwickeln. Die 1997 gegründete BioSpring GmbH stellt unter anderem Wirk- stoffe für Pharma- und Biotechunternehmen her. Europaweit nimmt sie nach eigener Auskunft eine führende Position als Produzent von synthetischen DNA-Fragmenten für die therapeutische Arzneimittel- anwendung ein. Die geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Sylvia Wojczewski und Dr. Hüseyin Aygün leiten das Unternehmen mit mehr als 370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. 2021 wurde BioSpring als Hessen-Champion in der Kategorie Jobmotor ausgezeichnet. „Auf dem Offenbacher Innovationscampus werden wir erhebliche neue und zusätzliche Kapazitäten aufbauen, um weiter schnell wachsen zu können“, sagte Wojczewski. Die Stadt arbeitet laut Stadtrat Paul-Gerhard Weiß zurzeit mit Hockdruck nicht nur an einem Bebauungsplan, sondern auch an einem Konzept für die äußere Erschließung des Gewerbegebietes. Der Planungs- und Baudezernent erklärte: „Die Kurzfristigkeit der Erfolge produziert bei uns hohen Arbeitsdruck. In diesem Falle sind wir darüber aber sehr froh. Die Nachfrage nach den Gewerbeflächen zeigt, wie attraktiv dieser Standort ist. Offenbach verfügt damit über ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal in der Region.“ www.biospring.de Vorzeigeunternehmen bringt 200 neue Arbeitsplätze Offenbach wird Biotech-Standort Das Biotech-Unternehmen BioSpring wird auf dem Offenbacher Innovationscampus zusätzlich zu seinem Firmensitz in Frankfurt-Fechenheim eine Hightech-Produktionsstätte errichten. BioSpring will für seine Produktionsstätte auf dem Innovationscampus ab 2023 das ehemalige Sozialgebäude der Farbwerke (im Hintergrund) umnutzen. V. l. n. r.: Daniela Matha, Geschäftsführerin der Stadtwerke Gesellschaft INNO Innovationscampus, Dr. Hüseyin Aygün und Dr. Sylvia Wojczewski, geschäftsfüh- rende Gesellschafter von BioSpring, sowie Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. 10 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 NACHRICHTEN Ein besonderer Partner für die IHK Fo to : I H K Am 24. Januar 2022 bedankte sich IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner bei Neu- Isenburgs scheidendem Bürger- meister Herbert Hunkel für die gute Zusammenarbeit. Dabei hob er Hunkels Offenheit gegenüber Wirtschaftsthemen und seine Nahbarkeit hervor. Für die IHK sei er immer ein besonderer Partner gewesen. Der neue Bürgermeister Gene Hagelstein tritt sein Amt am 5. April 2022 an. 11Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 NACHRICHTEN STANDORTVORTEIL GLASFASER. D eu ts ch e G la sf as er B us in es s G m b H , A m K uh m 3 1, 4 6 32 5 B or ke n D G B _1 28 3_ 0 0800 281 281 2 deutsche-glasfaser.de/business Jetzt für Glasfaser entscheiden! Wir bieten Geschäftskunden symmetrische Internetprodukte auf Basis von reinen Glasfaserleitungen. Zusammen machen wir’s möglich. Glasfaser für Ihr Unternehmen. DGB_1283_0_AZ_Standortvorteil_OffenbacherWirtschaft_216x142_pdLitho.indd 1DGB_1283_0_AZ_Standortvorteil_OffenbacherWirtschaft_216x142_pdLitho.indd 1 11.10.21 09:5111.10.21 09:51 Daniela Matha, die Geschäftsführerin des Stadtwerke-Unternehmens OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH, berichtete Ende 2021: „Das letzte noch freie Grundstück im Hafen ist verkauft. Damit nimmt die gewerbliche Nutzung des Misch- gebiets weiter Fahrt auf.“ Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke erklärte: „Entscheidend wird nun sein, für dieses und weitere Projekte auch Unternehmen zu finden, die dort einziehen.“ Sehr erfreulich: Stadt, Stadtwerke und Investor haben erreicht, dass der bundesweit bekannte und für seine Präventions- und Integrationsarbeit ausgezeichnete Box- club Nordend im Neubau Räumlichkeiten bekommt. Er kann sie 20 Jahre lang kosten- frei nutzen. Schwenke betont eine wichtige Funktion des Mikroquartiers: Es verbindet Nordend und Hafen, sodass sich das neue Stadtviertel nicht vom Rest der Stadt isoliert entwickelt. Zu dem nicht unterkellerten Gebäudeensem- ble gehören die zwei in Form, Gestaltung und Material unterschiedlichen Bauwerke Rocky und Wood. Rocky entsteht in Massivbauweise und bietet mit seinen stützenfreien Loftbüros auf vier Etagen jeweils 400 Quadratmeter große Flexbüros. Das winkelförmige Wood mit circa 8.000 Quadratmetern flexibler Büro- fläche wird vier Obergeschosse in Holzmodulbauweise haben, die auf einem Betonsockel ruhen. Beide Dächer werden begrünt und umschließen einen erhöhten, öffentlichen Platz auf dem Garagendach mit Nachhaltiges Bauprojekt verbindet Hafen und Nordend Viel Holz, viel Grün, viel Platz Der Hamburger Projektentwickler Primus developments GmbH hat 2019 das Wohnbauprojekt Marina Gardens im Offenbacher Hafen realisiert. Jetzt errichtet das Unternehmen in der Nachbarschaft das in Holzhybrid-Bauweise geplante Mikroquartier Rockywood. Vi su al is ie ru ng : C op yr ig ht P RI M U S Rockywood ist ein ökologisches, nachhaltiges Projekt und setzt Maß- stäbe im ressourcenschonenden Bauen. 12 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 NACHRICHTEN Spende für Bildung in Bangladesch OBERTSHAUSEN. Der Lederwarenhersteller Picard hat 6.500 Euro gesam- melt, die an die Subarna Bhumi Foundation (SBF) in Bangladesch gehen. In die Spendensumme flossen unter anderem 20 Prozent des Umsatzes, der am Fair-Friday-Wochenende im November 2021 im Picard-Onlineshop erzielt wurde. Weiterhin spendete das Unternehmen für alle Teilnehmer seiner Adventsgewinnspiele auf Instagram und Facebook je einen Euro. Im Online- shop, in den Retail Stores und im Fabrik-Outlet gab es im Dezember zudem Lesezeichen für fünf Euro zu kaufen. Die Hälfte des Erlöses ging ebenfalls in den Spendentopf. Picard betreibt seit den 90er-Jahren ein Werk in Bangladesch. „Mit dem Erlös an die SBF-Organisation werden Kinder unterstützt, die bisher nicht die Möglichkeit auf Bildung haben“, sagt Geschäftsführer Georg Picard. www.picard-lederwaren.de Neuer Schulträger übernimmt DREIEICH. Träger der 2009 eröffneten Strothoff International School ist ab dem 1. März 2022 die Phorms Education SE. Das gemeinnützige Unternehmen betreibt deutschlandweit an 15 Standorten bilinguale und international orientierte Kitas und Schulen. Die Strothoff International School soll künftig für eine breitere Zielgruppe geöffnet werden. Auch für den Kindergarten gibt es bereits Pläne. Um künftig die steigende Nachfrage in der Region nach Betreuungsplätzen abzudecken, soll das Angebot in diesem Bereich der Strothoff International School ausgebaut werden. www.phorms-strothoff.de Kurz notiert VIDEO – Safety – Guard – Tower Baustellenüberwachung Sichern Sie Ihr Eigentum Unkomplizierte Sofortmontage einer mobilen Einbruchmeldeanlage jederzeit möglich. Dem Ernstfall einen Schritt voraus • Schnelle und professionelle Sicherung Ihres Objektes innerhalb von 48 Stunden • Kostengünstig mieten Wir beraten Sie gerne individuell in allen Fragen rund um Ihre Sicherheit. Besuchen Sie unser Sicherheitscenter. Heinrich-Krumm-Straße 9 63073 Offenbach www.bws-offenbach.de Telefon: 069/888 145 Blick auf die Frankfurter Skyline und den Main. „Rockywood ist ein ökologisches, nachhalti- ges Projekt und setzt Maßstäbe im ressour- censchonenden Bauen“, erklärt Bauherr Achim Nagel. „Zudem erzielen wir mit dem natürlichen Baustoff Holz eine hervorragende Umweltbilanz. Holz bindet CO2, ist leicht und stabil, gut zu verarbeiten, isoliert gut und reguliert das Raumklima.“ Für die Holzmodule werden circa 2.600 Kubikmeter Holz verarbeitet, die über 2.600 Tonnen CO2 binden. Der Bauherr geht noch einen Schritt weiter. Nach dem von ihm entwickelten Kreislaufkonzept Woodcycle soll das verbaute Holz auf einer etwa fünf Hektar großen Waldfläche nachgepflanzt werden und binnen 40 Jahren nachwachsen. Der Bau von Rockywood ist für die erste Hälfte 2022 geplant und soll innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden. www.primus-developments.de www.offenbach.de/wirtschaft 13Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 NACHRICHTEN „Unsere Kunden setzen sowohl unsere SMC-Produkte wie auch Technologien von Siemens oft gemeinsam in ihren Anlagen ein – die Lösungen unserer beider Unternehmen arbeiten schon lange erfolgreich zusammen“, sagt Ulrich Lampen, Group Leader Product Management & Industrial Application Center (IAC) bei SMC. „Mit der Partnerschaft im Programm Siemens Solution Partner bauen wir deshalb auf ein solides Fundament und bieten unseren Kunden, wie auch denen von Siemens, künftig noch mehr Vorteile.“ Der Grundgedanke von Siemens Solution Partner lautet: Wenn nachhaltige und innovative Lösungen bereits auf der Konzeptionsebene mit Input und Know-how mehrerer führender Unternehmen ausgelegt und die einge- setzten Technologien optimal aufeinander SMC ist Siemens Solution Partner Komplettlösungen aus einer Hand Seit dem 15. Dezember 2021 kombinieren die Unternehmen Siemens, München, und SMC, Egelsbach, ihr Expertenwissen, ihr Know-how und ihre Technologien sowie Service- und Supportkapazitäten für innovative Produkte im Bereich der Automatisierung und der Antriebstechnik. Fo to : S M C De ut sc hl an d Gm bH V. l. n. r.: Andreas Gronau, Solution Partner Manager bei Siemens, und Wolfgang Karges, Vertriebsingenieur bei Siemens, freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Ralf Laber, Geschäftsführer von SMC, und Pascal Borusiak, Director Business Operations bei SMC . Holger Honig I Heusenstammer Straße 3 I 63179 Obertshausen Für mehr Zeit & Diskretion – Termine nach Vereinbarung! SCHAFFEN SIE AUS ALTEN WERTEN NEUE MÖGLICHKEITEN Ankauf von: Schmuck I Gold I Münzen I Uhren I Antiquitäten Tel. 0 6104 9 531315 I www.goldhaus.net Jetzt Termin vereinbaren! Online oder telefonisch! Anz. Goldhaus IHK 90x57mm 06.2021.indd 1Anz. Goldhaus IHK 90x57mm 06.2021.indd 1 22.06.21 17:0822.06.21 17:0814 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 NACHRICHTEN abgestimmt werden, ergeben sich große Potenziale für alle Beteiligten. „Unsere Partner sind fester Bestandteil unserer Strategie, denn mit der Kombination aus ihrer und unserer Erfahrung sind wir auch in Zukunft führend in den Industriemärkten“, erläutert Andreas Gronau, Solution Partner Manager bei Siemens. Die SMC-Experten können nun Siemens-Produkte direkt in ihre Lösungen integrieren und dabei auf das Know-how des Technologie- konzerns zugreifen. „Jede Branche hat ihre eigenen Herausforderungen. Deshalb führen wir die besten Unternehmen mit umfangreicher Expertise in unserem Programm Siemens Solution Partner zusammen und können so die jeweils optimale Lösung erarbei- ten“, sagt Wolfgang Karges, Vertriebsingenieur bei Siemens. Das reduziere die Komplexität jedes Projekts deutlich. Kunden erhielten ihre individuell konzipierte Komplettlösung aus einer Hand und hätten mit Siemens und SMC in Service und Support zwei globale Player zur Seite. Sie könnten sich auf erstklassige Wartung und Instandhaltung ihrer Anlagen verlassen – egal an welchem Ort. www.smc.de Unsere Partner sind fester Bestandteil unserer Strategie, denn mit der Kombination aus ihrer und unserer Erfahrung sind wir auch in Zukunft führend in den Industriemärkten. 15Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 NACHRICHTEN MASSGESCHNEIDERTE LÖSUNGEN FÜR IHRE HOHEN ANSPRÜCHE Schlüsselfertigbau – wenn aus Ihrem Wunsch Realität wird. LEONHARD WEISS ist Ihr kompetenter Partner, der durch den Einsatz von LEAN und BIM inno- vative Lösungen am Puls der Zeit anbietet. Erleben Sie mit uns die Faszination, Ihr einzigartiges Projekt entstehen zu lassen – von der Planung über die Umsetzung bis zur Übergabe und dies mit höchster Transparenz. LEONHARD WEISS GmbH & Co. KG Monzastr. 2, 63225 Langen Ihre Ansprechpartnerin: Renate Hauenstein, P +49 7951 33-2125 bau-de@leonhard-weiss.com, www.leonhard-weiss.de FREUDE AM BAUEN ERLEBEN Als unabhängiger und neutraler Anwenderfachverband für Unter- nehmen, die ein hohes Briefvolumen haben und die circa 20 Prozent aller Geschäftsbriefe in Deutschland versenden, interessiert sich der DVPT nicht nur für die gestiegenen Portopreise des Universalanbieters, sondern auch für weitere Themen wie Teilleistungsrabatte und Vor- sortierungsrabatte. Diese wurden von der Deutschen Post AG ebenfalls angepasst und haben direkte Auswirkungen auf die Geschäftspost, die über 85 Prozent des deutschen Briefvolumens ausmacht. Der DVPT e. V. als Interessenvertretung gibt daher folgende Forderungen bekannt: 1. Es muss ein komplett überarbeitetes Postgesetz auf den Weg gebracht werden, das den ursprünglichen Gedanken fairer Wettbewerbsbedingungen und qualitativ hochwertiger Brief- zustellung Rechnung trägt. 2. Gesetzesregelungen im Briefmarkt und Paketmarkt sind aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit der Wettbewerbssituation voneinander getrennt zu betrachten. 3. Es müssen Qualitätsüberprüfungen der Briefzustellung von unabhängiger Stelle, zum Beispiel durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) oder durch den DVPT e. V., erfolgen. Diese müssen regelmäßig sowohl im Privatbriefmarkt als auch im Geschäfts- briefmarkt erfolgen. 4. Die Einlieferzeiten in den Briefzentren sind den einliefernden Dienstleistern in Übergabeprotokollen verbindlich mitzuteilen. 5. Die Einlieferslots in den Briefzentren sind unter den Gesichts- punkten von fairem Wettbewerb durch die BNetzA zu über- prüfen. 6. Der Universaldienst und Teile des Universaldiensts müssen auch von privaten Dienstleistern erbringbar werden. 7. Die Konsolidierung durch Eigenunternehmen der Deutschen Post AG für sich selbst ist wettbewerbsschädlich und muss abgestellt werden. 8. Die BNetzA muss mehr Überprüfungsmöglichkeiten von Rabatten und Preisabsprachen sowie Werbezuschüssen der Deutschen Post AG haben und diese auf Eigeninitiative durchführen. 9. Die Beteiligung des Bundes an der Deutschen Post AG über die KFW-Bankenkruppe muss aufgegeben werden. 10. Die BNetzA muss die Möglichkeit erhalten, Großkundenverträge der Deutschen Post AG einzusehen. www.dvpt.de Stellungnahme des DVPT zu Postmarkt und Porto Fairness und Qualität müssen stimmen Mit Beginn des Jahres sind die neuen Portopreise der Deutschen Post AG wirksam geworden. Der Deutsche Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation e. V. (DVPT e. V.) in Offenbach geht davon aus, dass diese für 2022 endgültig sind und formuliert seine Forderungen für die Zukunft. Die Deutsche Post hat zu Jahres- beginn auch die Konditionen für Geschäftspost angepasst. Fo to : C M em pe l – S to ck A do be 16 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 NACHRICHTEN Die deutsche Vertriebsgesellschaft des südkoreanischen Konzerns legte im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte zu. Bei einem schrumpfenden Gesamtmarkt von über zehn Prozent konnte das Unternehmen mit 106.620 Zulassungen ein Plus von 1,5 Prozent verbuchen. Entsprechend rangiert es auf dem dritten Platz der Import-Automarken in Deutschland. „Damit bleibt Hyundai der erfolgreichste asiatische Hersteller in Deutschland. Grund für diesen Erfolg war einmal mehr unsere attraktive Produktpalette, vor allem mit der stetig wachsenden Auswahl bei den alternativen Antrieben sowie bestens gerüsteten Vertriebspartnern“, sagt Jürgen Keller, Geschäftsführer der Hyundai Motor Deutschland GmbH. Bei den alternativen Antrieben setzte das Unternehmen seinen Erfolgskurs mit 70.703 Zulassungen fort und legte im Vorjahresvergleich um 120 Prozent bei den Verkäufen von Hybrid, Plug-in-Hybrid und batterieelektrischen Modellen zu. 66 Prozent der Hyundai-Zulassungen verfügten also über einen alternativen Antrieb, während der Gesamtmarkt mit 42 Prozent deutlich darunter blieb. Das Partnernetz des Unternehmens ist im vergangenen Jahr mit 21 neuen Standorten weitergewachsen. Aktuell vertreten 339 Haupthändler die Marke in Deutschland. Hinzu kommen 135 Filialen und 61 Servicebe- triebe an insgesamt 535 Standorten. Für 2022 ist die Eröffnung von 20 weiteren Standorten geplant. Hyundai erklärt, der größte Arbeitgeber unter den Auto- Importeuren in Deutschland zu sein. An den Standorten in Offenbach am Main, Frankfurt am Main, Eschborn, Rüsselsheim, Brehna, Berlin, Nürburgring und Alzenau seien insgesamt über 2.150 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt. Die Zahl steige seit Jahren kontinuierlich an. Vorreiter der Wasserstofftechnologie Seit mehr als 20 Jahren investiert der Hersteller in die Wasserstofftechnologie. Das Unternehmen strebt so eine führende Rolle beim Aufbau einer nachhaltigen Mobilität an. Zusätzlich will es die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen durch neue Techno- logien lösen. Schon 2013 brachte es mit dem ix35 Fuel Cell das erste weltweit in Serie produzierte Brennstoffzellenfahrzeug auf den Markt. 2018 folgte der Nexo, der erste rein wasserstoffbetriebene SUV. 2020 lieferte Hyundai zudem 46 Einheiten des weltweit ersten in Serie produzierten Brennstoffzellen-Lkw Xcient Fuel Cell in der Schweiz aus. Bis 2025 sollen weitere 1.600 mit Wasserstoff betriebene Schwerlastkraft- wagen in Europa zum Einsatz kommen. Eine Auslieferung nach Nordamerika und China wird geprüft. Der Einsatz schwerer Nutzfahrzeuge erfolgt im Zusammenhang mit einem Wasserstoff-Öko- system, das zurzeit in einem – nach Unter- nehmensauskunft – weltweit einzigartigen Projekt in der Schweiz aufgebaut wird: 2019 gründeten die Hyundai Motor Company und das Schweizer Unternehmen H2 Energy ein Joint Venture, das die schweren Brenn- stoffzellen-Nutzfahrzeuge Transport- und Logistikunternehmen in einem Pay-per-use- System anbietet. www.hyundai.de Alternative Antriebe stehen hoch im Kurs Hyundai präsentiert starkes Ergebnis Mit einem Marktanteil von 4,1 Prozent hat Hyundai in Deutschland das Vertriebsjahr 2021 mit einem Allzeitrekord abgeschlossen. IHR PARTNER IN SACHEN ETIKETTEN Für jeden Etikettenbedarf die passende Lösung. Individuell in Form, Farbe, Material und Haftung. Herderstraße 8 63073 Offenbach am Main Tel 069 89993-0 Fax 069 89993-45 info@of-etiketten.de www.of-etiketten.de OFFENBACHER ETIKETTENFABRIK Joachim Siebert Anzeige_184x46_2019_Layout 1 23.10.2018 11:25 Seite 1 Damit bleibt Hyundai der erfolgreichste asiatische Hersteller in Deutschland. 17Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 NACHRICHTEN STRATEGIEN GEGEN DEN FACHKRÄFTEMANGEL Menschen finden, bilden und binden Nur mit gut qualifizierten Fachkräften können die Unternehmen in unserer Region ihre Zukunft sichern. Die IHK Offenbach am Main unterstützt sie dabei auf unterschiedlichen Wegen. 18 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 TITELTHEMA Die duale Ausbildung ist ein deutsches Erfolgsmodell und weiterhin der ideale Weg, um qualifizier- ten Fachkräftenach- wuchs zu bekommen. „Wenn die Babyboomer in Rente gehen, beginnen die Probleme“, titelte die Wochenzeitung Die Zeit am 17. Januar 2022. Laut statistischem Bundesamt könnten im Jahr 2030 in Deutsch- land bereits fünf Millionen Fachkräfte fehlen. Der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) sieht 52 Prozent der hessischen Wirtschaft schon heute vom Fachkräftemangel bedroht. Allein in Hessen könnten bis 2035 fast eine halbe Millionen Fachkräfte fehlen. Bei einem Bundesland mit sechs Millionen Einwohnern bedeutet das eine Gefahr für Wertschöpfung und Wohlstand. Mangel trifft Stadt und Land „Betroffen sind inzwischen nahezu alle Berufsgruppen“, erklärt Friedrich Rixecker, Mitglied der Geschäftsführung der IHK Offenbach am Main. „Gerade kleine und mittelständische Betriebe, die keine großen Recruiting-Abteilungen haben, leiden unter der Situation. Und wir müssen uns hier keine Illusionen machen: Die Engpässe sind in allen Regionen Hessens zu erwarten und keineswegs nur ein Problem der Metropolen“, sagt er. Zudem hat Corona den Fachkräftemangel auf lange Sicht verstärkt. Trotz Kurzarbeitergeld und Überbrückungshilfen laufen den Arbeitgebern in Branchen mit hoher Belastung oder langen coronabedingten Schließzeiten, wie Gastronomie, Einzelhandel oder Gesundheitssektor, die Fachkräfte davon. Hinzu kommt, dass weniger junge Menschen in den vergangenen zwei Coronajahren eine duale Ausbildung begonnen haben. Hessenweit wurden 2021 zwei Prozent weniger neue Ausbildungsverträge abgeschlossen als 2020. Stadt und Kreis Offenbach ver- buchten ein Plus von 5,9 Prozent bei den Ausbildungsverträgen. „Das ist gut und darauf können wir stolz sein, auf Vorcorona-Niveau sind wir aber noch nicht“, sagt Rixecker. Standortfaktor Fachkraft Die aktuelle Standortumfrage der IHK Offenbach am Main macht deutlich, dass der Fach- kräftemangel das zentrale Thema für viele Unternehmen ist. Mehr als 72 Prozent der befragten Firmen betrachten die Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Fachkräften als einen besonders wichtigen Standortfaktor. Es gibt Ideen, dem Szenario von fünf Millionen fehlenden Fachkräften in Deutschland entgegen- zuwirken. Laut der Unternehmens- und Strategieberatung Boston Consulting Group könnten etwa 1,6 Millionen Arbeitsplätze durch den Einsatz von Automatisierung und künstlicher Intelligenz wegfallen. Bleiben immer noch 3,4 Millionen fehlende Fachkräfte.Fo to : P ho vo ir – st oc k ad ob e 19Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 TITELTHEMA Alle Potenziale im Blick Die IHK Offenbach am Main hilft ihren Unternehmen Fachkräfte zu finden, zu bilden und zu binden. „Fachkräftesicherung durch Berufsausbildung ist nach wie vor der Königsweg“, sagt der IHK-Geschäftsführer. Die zahlreichen Initiativen der IHK Offenbach am Main zur Berufs- orientierung haben das Ziel, junge Menschen für die duale Ausbildung zu begeistern und sie mit Ausbildungsbetrieben in Kontakt zu bringen. Die neue stadt- und kreisweite Berufsorientie- rungsplattform bündelt diese Angebote (siehe Seite 24). Auch nach der Ausbildung begleitet das Team Weiterbildung der IHK Offenbach am Main Fachkräfte auf ihrem Karriereweg. Während der Weiterbildungsberatung informiert die IHK anbieterunabhängig, individuell und kostenlos. Der bisherige berufliche Weg, individuelle Entwicklungswünsche, Finanzierungsmöglichkeiten und die Relevanz des Weiterbildungsab- schlusses werden betrachtet. „Unsere Weiterbildungsangebote machen fit im Job, verbessern die Qualifikation und ermöglichen eine berufliche Neuorientierung. Davon profitieren die einzelnen Menschen ebenso wie die Unternehmen“, erklärt Heike Klepzig, Teamleiterin Weiter- bildung in der IHK Offenbach am Main. Denn das frische Wissen fließt in Prozesse und Projekte ein. Passgenaue Weiterbildungen konzipiert die IHK zusammen mit Unternehmen, wenn Bedarf an speziell geschulten Fachkräften besteht. 2021 entstand so in Kooperation mit der Videor Academy, Rödermark, der Zertifikatslehrgang „Fachkraft für Video-Sicherheitstechnik“. Gleich im ersten Jahr fand er zweimal statt, war jeweils ausgebucht und hatte Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet. Eine ähnliche Erfolgsgeschichte rankt sich um die „Fachkraft für Modellgestaltung“. Der begehrte Zertifikatslehrgang geht auf eine IHK-Kooperation mit dem Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie e. V. zurück und fand in den Räumen der Picard Lederwaren GmbH in Obertshausen statt. Auch die Potenziale von Menschen aus dem Ausland sollten stärker in den Blick genommen werden. Die IHK Offenbach am Main berät bei der Anerkennung von ausländischen Berufs- abschlüssen (siehe Seite 26), so dass Kompetenzen und Qualifikationen sichtbar werden. www.offenbach.ihk.de/ausbildung-weiterbildung Autorinnen Heike Klepzig Telefon 069 8207-333 klepzig@offenbach.ihk.de Jana Maria Kühnl Telefon 069 8207-341 kuehnl@offenbach.ihk.de 20 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 TITELTHEMA Marion J. Becker rät Unterhemen, ihre Kultur zu überdenken. An einem „Bewerbermarkt“, wie wir ihn jetzt und wohl auch zukünftig haben, räumt sie ihnen sonst kaum Chancen ein. Marion J. Becker feiert mit ihrer Personalbe- ratung PersonalConcept in Seligenstadt in diesen Tagen das zehnjährige Bestehen. Die Inhaberin kennt die Nöte von Unternehmen, die Anliegen von Fachkräften und Wege aus dem Dilemma. Frau Becker, ist der Fachkräftemangel ein Problem einzelner Branchen? Ich gehe so weit zu sagen, wir haben keinen Fachkräftemangel, sondern einen Arbeitskräftemangel in allen Bereichen. Die Metall- und Elektroindustrie beziehungs- weise das Handwerk sind außerordentlich stark betroffen. Hier geht es nicht nur um ausgebildete Facharbeiter, sondern auch um gute Hilfskräfte, die man ja gerne weiter- bilden würde – wären sie denn vorhanden. Im kaufmännischen Bereich fehlen vor allem Buchhaltungskräfte. Der IT-Bereich hilft sich derzeit vorwiegend mit Arbeitskräften aus Indien, online versteht sich. Im Pflegebereich sind faktisch keine Fachkräfte mehr zu be- kommen. Der Einzelhandel, hauptsächlich der Bereich Lebensmittel, sucht einfach nur Arbeitskräfte. Werden mehr erfahrene Fachkräfte gesucht oder Einsteiger? Gut ausgebildete Facharbeiterinnen und Facharbeiter mit Berufserfahrung sind der Wunschtraum. Da hier allerdings der größte Mangel herrscht, wird das kompensiert über Berufseinsteiger oder Quereinsteiger. Viele mittelständische Firmen sind sehr kreativ und innovativ darin, Quereinsteiger so zu fördern, dass es für alle Seiten ein Gewinn ist. Unternehmensführung und Recruiting neu denken Menschen wünschen sich Wertschätzung In Stadt und Kreis Offenbach berichten Unternehmen, dass sie wegen Personalengpässen Aufträge ablehnen müssen. Für Neu- oder Weiterentwicklungen fehlen oft Kapazitäten. Vorhandene Belegschaften leiden unter hoher Belastung. Und es geht gerade erst los: Bald wird die demografische Entwicklung die Situation verschärfen. Fo to : P er so na lC on ce pt Firmen sind schon zu Veränderungen bereit, und der Erfolg gibt ihnen Recht. Ich selbst habe mir einige angesehen und mit Firmen- vertretern zusammen Coachings besucht. Ich möchte genau wissen, warum es funktioniert. Wenn es einen Schlüssel gibt, dann den, bei sich selbst anzufangen und seine Mit- menschen so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. Welche Rollen spielen die Bezahlung und die Aufstiegsmöglichkeiten? Die Bezahlung ist zwar wichtig, aber nicht mehr der ausschlaggebende Punkt. Ich habe oft Bewerber, die aufgrund des schlechten Betriebsklimas eine neue Herausforderung suchen. Aufstiegsmöglichkeiten sind durchaus interessant, aber eben in mittelständischen kleineren Betrieben nicht immer realisierbar. Welche Qualifikationen sind besonders gefragt? Mitdenken, die Konsequenzen des eigenen Handelns bedenken, gute Umgangsformen. In den handwerklichen Berufen gutes Zahlen- verständnis und Zuverlässigkeit. Warum finden manche Unternehmen Personal und andere nicht? Firmen mit einer niedrigen Fluktuation und zufriedenen Teams bringen den Menschen, die für sie arbeiten, echte Wertschätzung und Respekt entgegen. Ihre Meinung wird gehört und sie sind für ihre Bereiche verantwortlich. Mitarbeiter und Vorgesetzte begegnen sich auf Augenhöhe. Viele Führungskräfte tun sich noch schwer, Verantwortung abzugeben. Da ist ein Umdenken in der Führung nötig! Den Universalschlüssel gibt es natürlich nicht. Wir sind ja keine Universalmenschen. Viele 21Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 TITELTHEMA Die Fragen stellte Birgit Arens-Dürr, IHK Offenbach am Main Braucht es wirklich immer die Karrieremöglichkeit oder ist die erfolgreiche Arbeit im Team erfüllender? Wie wichtig sind andere Faktoren und welche sind das? Ich plaudere jetzt mal aus dem Nähkästchen: Bei Semina- ren habe ich jedes Mal festgestellt, dass die gemeinsame Arbeit an einem Projekt eine große Eigendynamik entwickelt. Jeder Mitarbeiter war stolz darauf, zusammen in der Gruppe etwas erreicht zu haben. Und alle wussten, dass die Resultate aus dem Teamplay kommen. Natürlich geht das nicht dauernd und überall. An der Werkbank kommt es drauf an, genau zu arbeiten, und zwar normalerweise allein. Aber wie beschrieben: Führungskräfte, die Vertrauen haben und Verantwortung übertragen, werden sich wundern, mit welchem Enthusi- asmus und Erfolg manche Aufgabe gelöst wird. Was hat sich beim Recruiting in den letzten Jahren geändert und welche aktuellen Trends gibt es? Es hat sich nichts geändert und gleichzeitig alles. Geän- dert hat sich die klassische Suche: Mittlerweile werden neue IT-Firmen und Start-ups damit beauftragt, Stellen zu schalten. Über Logarithmen und Suchfunktionen werden „passende“ Mitarbeiter vorgeschlagen. Es geht im Grunde alles über die sozialen Medien und die Job-Plattformen im Internet. Als Kunde bekommen Sie dann die – vermeint- lich – idealen Bewerbervorschläge geliefert. Die Stellen- anzeige in der Zeitung ist die Ausnahme. Nichts geändert, heißt: Es gibt immer noch Firmen, die eingegangene Bewerbungen nicht bestätigen, Bewerber im Ungewissen lassen und nicht einmal absagen. Wie unterstützen Sie Unternehmen bei der Personalsuche? Wir suchen die passgenauen Mitarbeiter für unsere Mandanten. Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter ist für neun Monate über uns per Personalleasing beschäftigt. Danach ist die Übernahme durch den Einsatzbetrieb kostenfrei möglich. Beide Seiten haben ausreichend Gelegenheit, sich kennenzulernen. Und natürlich gehe ich den Führungskräften gehörig auf die Nerven mit meinen Überzeugungen, was Wertschätzung und eine respekt- volle Firmenkultur angeht. Steter Tropfen höhlt den Stein. Wie lautet Ihr Fazit nach zehn Jahren? Angefangen habe ich mit der klassischen Zeitarbeit – die bestimmt ihre Berechtigung hat. Allerdings habe ich hier für meine persönlichen Werte keine Lösung gefunden. Die Entwicklungen schreiten immer schneller voran. Was gerade richtig ist, kann im nächsten Moment falsch sein. Nach welchen Werten richten wir uns? Und wo ist die Richtschnur für die junge Generation, die gerade ins Berufsleben geht? Welche Chancen hat die Generation 50 plus mit ihrem enormen Wissen? Aus diesen Fragen resultiert die Idee, Menschen per Personalleasing in die Unternehmen zu bringen. Jetzt, in der Pandemie, wird viel umgedacht. Unterneh- men sollten auch in der Mitarbeiterführung neue Wege gehen. Ein Wandel der Firmenkultur fängt in den Köpfen an, wie jede Idee und Vision. Meine Vision ist tatsächlich: glückliche Menschen in Unternehmen. Daraus folgt auch ein zufriedenes Familienumfeld. Wäre es nicht großartig, wenn man im Supermarkt, beim Bäcker, an der Tankstelle, glückliche und freundliche Menschen trifft? www.personalconcept-becker.de 22 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 TITELTHEMA shop.apo-zum-loewen.de Frankfurter Straße 35 069 / 81 36 85 63065 Offenbach apo-zum-loewen.de Möglich machen: Hier und jetzt! Mitten in Offenbach Alles da für Gesundheit und Fitness Onlineshop mit persönlichem Lieferdienst Wie Sie Umwelt und Umsatz gerecht werden? Mit uns. Weil’s ummehr als Geld geht. Große Schritte gehen Sie am besten gemeinsammit uns. Ob in eine grüne Zukunft, auf globalen Märkten oder in digitalen Welten – als starker Partner an Ihrer Seite unterstützen wir Sie bei allen Themen, die Ihnen wichtig sind. Mehr Infos auf sls-direkt.de/nachhaltig. 23Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 TITELTHEMA „Die Berufsorientierung an Schulen hat in Zeiten von Corona spürbar gelitten. Im Frühjahr 2020 standen wir erstmals vor dem Problem, dass Unternehmen und Schüler keine Möglichkeiten mehr hatten, zusammenzufinden“, erklärt Jana Maria Kühnl, Teamleiterin Bildungs- beratung bei der IHK Offenbach am Main. Die IHK war kreativ und fand gute, oft digitale Lösungen. „Das Online-Azubispeeddating hat sich mittlerweile fest etabliert und wird dieses Jahr wieder stattfinden. Auch mit den IHK-Ausbildungsbotschaftern sind wir mittlerweile online unterwegs. Eltern beraten wir in Microsoft Teams“, berichtet Alexander Krebs, Bildungsberater und Projektkoordinator bei der IHK Offenbach am Main. Eine Seite – alle Angebote Ein ganz neues Konzept stellt nun die stadt- und kreisweite Berufs- orientierungsplattform BO-OF dar. Die Idee keimte Anfang 2020, als die Stadt Rodgau und die IHK Offenbach am Main erstmals gemeinsam zu einer digitalen Berufsbildungsmesse einluden. „Die Messe lief Ausbildungsbetriebe präsentieren sich auf BO-OF Mit einem Klick zur Rundum-Berufsorientierung Der Wettbewerb um den Fachkräftenachwuchs ist in vollem Gange. Gleichzeitig konnten Unternehmen und junge Menschen in den letzten beiden Jahren kaum miteinander Kontakt aufnehmen. Es war höchste Zeit, der Berufsorientierung eine neue Plattform zu geben, die alle Angebote in der Region bündelt: BO-OF ist online. 24 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 TITELTHEMA Pack’ jetzt die Vorsätze an der Wurzel … … und erfinde Dich beruflich neu! • Aufstiegsfortbildung • Weiterbildung • Umschulung • Prüfungsvorbereitung kaufmännische Berufe · Weiterbildung für die Sicherheitsbranche Coaching und Bewerbungstraining (alle Berufsgruppen) Angebote für Migrant*innen Deutsche Angestellten-Akademie DAA Frankfurt am Main Walter-Kolb-Straße 5 – 7 60594 Frankfurt am Main 069 972002-0 info.frankfurt-main@daa.de daa-frankfurt-main.de Wir beraten Sie gern. Kontakt (Aufbau virtueller Unternehmensstand) Jana-Maria Kühnl Telefon 069 8207-341 kuehnl@offenbach.ihk.de (Teilnahme an Berufsorientierungsprojekten) Alexander Krebs Telefon 069 8207-331 krebs@offenbach.ihk.de super, auch die Zusammenarbeit mit der IHK Offenbach am Main. Wir wollten das Tool, auf dem so viele Unternehmen ihre virtuellen Stände aufgebaut und zu dem so viele Schüler bereits einen Zugang hatten, weiterhin nutzen“, erklärt Gerrit Kratz, Projektkoordinator bei der Stadt Rodgau. „Außerdem wollten wir endlich die Angebote zur Berufsorien- tierung in Stadt und Kreis Offenbach bündeln und über eine Internet- seite anbieten“, ergänzt Kühnl. Kurzerhand gingen Kratz und Kühnl auf die übrigen, entscheidenden Sozialpartner in der Region zu. Nun tragen die Arbeitsagentur, die Stadt Offenbach, der Kreis Offenbach, die Pro Arbeit, die Handwerks- kammer, das Schulamt, die Stadt Rodgau und die IHK Offenbach am Main die Plattform BO-OF gemeinsam. „Letztendlich haben wir die Vision, dass sich ein Schüler oder eine Schülerin in der achten Klasse einmalig auf der BO-OF anmeldet, dort in den folgenden Jahren alle Berufsorientierungsinfos und -angebote mit einem einzigen Zugang erhält und auch daran teilnehmen kann“, erklärt Kratz. Beraten, informieren, kontaktieren Über BO-OF finden zukünftig digitale Betriebserkundungen statt. Die Jugendlichen haben dort alle wichtigen Verlinkungen auf Berufsorien- tierungs- und Matchingportale. Sie können jederzeit die virtuellen Stände der Unternehmen besuchen und Kontakt aufnehmen. Auch Onlineberatungen durch die Berufsberater der Arbeitsagentur oder die IHK-Ausbildungsbotschafter sind über BO-OF möglich. „Für unsere Unternehmen haben wir eine Plattform geschaffen, auf der sie wieder mit Schülern und Schülerinnen, die Interesse an einer Ausbildung haben, in Kontakt treten können. Ein Stand auf BO-OF ist für Unternehmen kostenfrei. Lediglich während der beiden Berufs- bildungsmessen (Bildungsmesse Rodgau und gOFfit), die zukünftig in hybrider Form stattfinden werden, fallen Standgebühren an. Die Plattform ist ab März online und wir freuen uns über jeden Aussteller“, bestätigt Kühnl. www.bo-of.de 25Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 TITELTHEMA SO WEIT SO GUT Ausbildung der Ausbilder/-innen Geprüfte/-r Betriebswirt/-in (Master Professional) Geprüfte/-r Fachwirt/-in im Gesundheits- und Sozialwesen Geprüfte/-r Industriefachwirt/-in Geprüfte/-r Personalfachkauf- mann/-frau Geprüfte/-r Wirtschaftsfachwirt/-in Personalbetriebswirt/-in (IHK) Personalentwickler/-in (IHK) Recruiter/-in (IHK) D I S T A N C E L E A R N I N G ihk-akademie-koblenz.de ? ! Beratung und weitere Informationen finden Sie hier: Ortsunabhängige Weiter- bildungen vom Zertifikat bis zum Master Professional mit unseren Online-Kursen: Wenn Miran Markovic heute von seinem Arbeitsplatz erzählt, tut er das mit einem Lächeln: „Ich fühle mich superwohl hier bei Winkelmann und bin sehr froh über meine neue Anstellung.“ Markovic wuchs in Bosnien auf, beendete dort die Schule und schloss eine Ausbildung als Maschinenbautechniker ab. „Die Ausbildung in Bosnien dauerte zwar vier Jahre, aber im Gegensatz zur deutschen dualen Berufsausbildung findet diese in der Schule statt und ist zum größten Teil theoretisch“, erklärt Markovic. Die IHK FOSA vergleicht und bewertet Abschlüsse Was können Menschen, die im Ausland ausgebildet wurden? Die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse ist für Unternehmen wichtig, um die Fähigkeiten von Bewerbern einzuschätzen. Die Fachkräfte verbessern damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Wie es funktioniert, zeigt dieses Beispiel. Miran Markovic arbeitet engagiert bei Winkelmann und will möglichst bald nachholen, was er zur voll- ständigen Anerkennung seines Berufsabschlusses braucht. Kennen Sie ausländische Fachkräfte, die ihre Abschlüsse in Deutschland anerkennen lassen möchten? Benötigen Sie eine entsprechende Bera- tung für einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin? Unterstützung bieten die IHK Offenbach am Main und die IHK FOSA: www.ihk-fosa.de www.offenbach.ihk.de/P256 Draht-Weissbäcker KG Steinstr. 46 - 48, 64807 Dieburg Tel. (0 60 71) 9 88 10 · Fax (0 60 71) 51 61 Internet: www.draht-weissbaecker.de Email: draht@weissbaecker.de · Draht- und Gitterzäune · Tore · Schiebetore · Drehkreuze · Türen · Schranken · Gabionen · Pfosten · Sicherheitszäune · Mobile Bauzäune · Alu-Zäune · sämtliche Drahtgeflechte · Alu-Toranlagen · Rankanlagen · auch Privatverkauf Zäune · Gitter · tore Nach dem Abschluss entschied er sich, sein Glück in Deutschland zu versuchen. Er zog zu seiner Schwester, die schon in Frankfurt wohnte, und suchte sich zunächst einen Hilfsarbeiterjob. Über das Internet stieß er auf die IHK Foreign Skills Approval (IHK FOSA). Sie ist das bundesweite Kompetenzzentrum deutscher IHKs zur Feststellung der Gleichwertigkeit ausländischer Berufsabschlüsse. Er reichte seine 26 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 TITELTHEMA Kontakt Wolfgang Potoczny Telefon 069 8207 335 potoczny@offenbach.ihk.de Fo to : W in ke lm an n Checkliste: Diese Unterlagen werden für die Anerkennung eines im Ausland erworbenen Berufsab- schlusses benötigt: Vollständig ausgefülltes Antragsformular, unterschrieben Abschlusszeugnis inklusive Fächerliste in Farbkopie • in der Sprache des Herkunftslandes und • in deutscher Übersetzung von öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetschern oder Übersetzern Nachweise über einschlägige Berufserfah- rung (z. B. Arbeitszeugnisse, Arbeitsbücher) in Farbkopie • in der Sprache des Herkunftslandes und • in deutscher Übersetzung von öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetschern oder Übersetzern Sonstige Befähigungsnachweise (z. B. Kurse, Umschulungen, weitere Ausbildun- gen) in Farbkopie • in der Sprache des Herkunftslandes und • in deutscher Übersetzung von öffentlich bestellten oder beeidigten Dolmetschern oder Übersetzern Identitätsnachweis (z. B. Personalausweis, Reisepass, Namensänderung) in Farbkopie Lebenslauf Nachweis Erwerbsabsicht Inhalte der Ausbildung (insbesondere Rahmenlehrplan) in Kopie Unterlagen dort ein. Nach gründlicher Prüfung wurde sein bosnisches Diplom als technischer Produktdesigner anerkannt, allerdings nur teilweise. Für die vollständige Anerkennung fehlten ihm noch Kompetenzen. Eine Bekannte gab Markovic den Tipp, bei der IHK Offenbach am Main anzufragen. Dort ist IHK-Bildungsberater Wolfgang Potoczny Ansprechpartner. Er stellte schnell fest, dass dem 25-Jährigen zu einer vollständigen Anerkennung seines Berufes lediglich der Praxisteil fehlte. Dank der engen Zusammenarbeit mit den IHK-Mitgliedsunter- nehmen wusste Potoczny, wo ein guter Platz für Markovic sein könnte. Er kontaktierte Ronald Steinhauser, den Vorsitzenden des Beirats der Hans E. Winkelmann GmbH in Rödermark. „Das Familienunternehmen ist auf Automatisierungstechnik speziali- siert und „sucht seit Jahren händeringend Mitarbeiter für die Produk- tion“, sagt Steinhauser. Er lud Markovic zum Vorstellungsgespräch ein und berichtet: „Ich fand ihn sympathisch und wir haben großes Potenzial in ihm gesehen. Fachkräfte sind existenziell für unsere Zukunftssicherung.“ Seit Juli 2021 arbeitet Markovic in der Produktion und Montage bei Winkelmann. Gleichzeitig besucht er wöchentlich einen Deutschkurs, den die Firma bezahlt. Sobald seine Deutschkenntnisse besser sind und er sich eingearbeitet hat, möchte er die praktischen Fertigkeiten für die vollständige Anerkennung seines Berufs durch die IHK FOSA erlernen. „Vielleicht wird er später sogar in der Entwicklung ein- steigen“, erklärt Ursula Trinkl, Assistenz der Geschäftsführung bei Winkelmann. „Wir sind sehr glücklich über unseren neuen Mitarbeiter und würden diesen Weg auf jeden Fall wieder gehen. Gerade dank der guten Unterstützung durch Herrn Potoczny von der IHK Offenbach am Main liefen die Vermittlung und die Beratung zur Berufsanerkennung reibungslos“, erklärt Steinhauser. 27Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 TITELTHEMA Internationale Fachkräfte haben einen großen Orientierungsbedarf, wenn sie aus dem Ausland in die Region kommen. Sie müssen sich nicht nur an eine neue Arbeits- umgebung gewöhnen, sondern auch an eine neue Sprache und an eine neue Kultur. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter großer Unternehmen profitieren dabei in der Regel von der Betreuung durch Relocation Services. Kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) fehlen hierfür häufig die notwendigen Ressourcen, und ihre internationalen Fach- kräfte sind mit ihren Fragen oft auf sich allein gestellt. Anfang 2018 hat der Regionalverband FRM daher gemeinsam mit der IHK Frankfurt am Main eine regionale Anlaufstelle für inter- nationale Fachkräfte und Unternehmen aus FRM geschaffen. Das Fachkräfteportal www. find-it-in-frm.de gibt einen umfassenden Überblick zu den Themen Leben und Arbeiten in FRM in deutscher und englischer Sprache. Es vernetzt Beratungsangebote und Anlaufstellen, gibt wichtige Informationen und praktische Anregungen. Zusätzlich bietet das FrankfurtRheinMain International Office kostenlose Beratungen vor und nach der Ankunft. Eine für die Zielgruppe entwickelte Roadmap gibt nützliche Tipps zur Region. Sie ist digital und in Printform verfügbar. Von diesem umfassenden Angebotspaket profitieren die Menschen und die Unter- nehmen gleichermaßen: Internationale Fachkräfte sollen sich in FRM wohlfühlen und langfristig an die Region gebunden werden. www.find-it-in-frm.de Für unsere Unternehmen und für Menschen aus der ganzen Welt Internetseite und Services speziell für internationale Fachkräfte Der Fachkräftemangel veranlasst immer mehr Unternehmen in der Region, im Ausland Mitarbeiter für ihre Teams zu rekrutieren. Auf diese Zielgruppe zugeschnittene Angebote des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain (FRM) erleichtern das Herkommen und Bleiben. Kontakt Amanda Ife FrankfurtRheinMain international Office c/o Regionalverband FrankfurtRheinMain Telefon 069 2577 1622 ife@region-frankfurt.de Fachkräfte, die aus dem Ausland neu ins Unternehmen kommen, brauchen besondere Unterstützung. Fo to : F RM 28 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 TITELTHEMA Advertorial Sicherheit hat goldenen Boden Fachkräfte für Video-Sicherheitstechnik sind gefragter denn je Wachsen durch Weiterbildung: Der IHK-Zertifikatslehrgang „Fachkraft für Video-Sicherheitstechnik“ macht Quereinsteiger und Profis fit für Ihr Unternehmen Sicherheit hat Zukunft. Der Markt wächst stetig und insbesondere die Video-Sicherheitsbranche beeindruckt regelmäßig mit starken Umsatzsteigerungen. Denn in Verbindung mit Analyse-Software liefern digitale Videosysteme über Sicherheit hinaus kommerzielle Mehrwerte für den Endkunden. Doch so vielfältig und zahlreich die Einsatzgebiete der Technik sind, so rar sind die Fachkräfte, die diese Systeme planen, installieren und warten können. Und während mit der fortschreitenden Digitalisierung einerseits die Anforderungen an die Mitarbeiter steigen, verschärft sich anderer- seits die branchenübergreifende Konkurrenz um qualifiziertes Per- sonal. In dieser Situation sind Sicherheitsfacherrichter zunehmend auf Quereinsteiger mit einschlägigen Kenntnissen angewiesen, um ihren Personalbedarf zu decken. Hier setzt der IHK-Zertifikatslehrgang „Fachkraft für Video-Si- cherheitstechnik“ an, den die IHK Offenbach am Main in Koope- ration mit der VIDEOR Academy anbietet. In zehn kompakten Modulen erwerben die Teilnehmer das Fach- und Praxiswissen, das für eine Karriere in der Video-Sicherheitsbranche nötig ist. Jetzt anmelden zum IHK-Zertifikatslehrgang „Fachkraft für Video-Sicherheitstechnik“ in Kooperation mit der VIDEOR E. Hartig GmbH 10 Module | Start: 30.3.2022 | Ende: 9.6.2022 QR Code scannen oder im Browser diese URL aufrufen: https://tinyurl.com/yc4zv9jf VI DE OR Ac ad em y VIDEOR Academy-Leiter Thorsten Reichegger (2.v.r.) mit den Absolventen des letztjährigen IHK-Lehrgangs „Fachkraft für Video-Sicherheitstechnik“ Alexander Törpsch-von der Heide ist ein Nachfolger, der sein Unter- nehmen von der Pike auf kennengelernt hat. 2008 arbeitete er erstmals für die Topteam GmbH. Seit 2020 ist er der Inhaber der Agentur für Personaldienstleistungen in der Offenbacher Körnerstraße. 15 Angestellte und gut 2.000 Hostessen und Hosts arbeiten für sein Unternehmen. Von der Hilfskraft zum Chef Schon während seines Studiums der Kommunikations- und Politikwis- senschaften beginnt Törpsch-von der Heide, als Hilfskraft für Topteam auf Messen und Veranstaltungen zu arbeiten. 2012 wird er als Projekt- leiter angestellt. „Ich habe damals gedacht, es wäre schön, eines Tages eine solche Agentur zu leiten. Aber ich habe nicht erwartet, dass es so schnell geht“, sagt er zurückblickend. 2015 übernimmt er die Teamleitung für den Messe- und Eventbe- reich und ist mit sechs Mitarbeitern unter anderem für die Inter- nationale Automobilausstellung (IAA) zuständig. 2017 kündigt seine Chefin Mandy Linnecke genannt Wernst an, dass sie bald beruflich kürzertreten will. Sie fragt ihn nach seinen Plänen. Er signalisiert ernsthaftes Interesse an der Agentur, bekommt sukzessive Einblick in die Geschäftsführungsaufgaben und Kontovollmachten. 2019 rückt er in die Geschäftsleitung auf mit dem Ziel, die Agentur zu über- nehmen. „Ursprünglich sollte die Übergabe 2023 stattfinden. Aber Corona hat alles beschleunigt“, berichtet Törpsch-von der Heide. Ende 2020 wird der Kauf abgeschlossen. Bis Dezember 2021 stand ihm seine ehema- lige Chefin noch beratend zur Seite. Vertraute Unterstützer Für die Übergabe beziehungsweise Übernahme eines Unternehmens sind laut Törpsch-von der Heide der Steuerberater und der Rechts- anwalt zentrale Ansprechpartner. Darauf weist er zum Beispiel hin, wenn er in der IHK Offenbach am Main Vorträge zum Thema Unternehmensnachfolge hält. „Unser Steuerberater arbeitet seit zwölf Jahren für Topteam, unser Rechtsanwalt noch länger. Sie sind Mentoren für mich, die ganz spezielles Wissen zu Topteam haben.“ Ein Wechsel hat entsprechend nicht für ihn zur Debatte gestanden. Nachfolger aus den eigenen Reihen sind Glücksfälle Wenn Mitarbeiter Unternehmer werden Wo ist der Mensch, der ein Lebenswerk in die Zukunft führt, mit einem bewährten Team neu durchstartet, einen Kundenstamm pflegt und weiterentwickelt? Möglicherweise arbeiten er oder sie schon im Unternehmen und kennen sich bestens damit aus. Nach langjährigem Arbeiten Seite an Seite hat Agentur-Gründerin Mandy Linnecke genannt Wernst die Topteam GmbH an Alexander Törpsch-von der Heide übergeben. Fo to : T op te am G m bH 30 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 TITELTHEMA Autorin Birgit Arens-Dürr Telefon 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Der heute 39-Jährige hat ein Darlehen der Bürgschaftsbank Hessen in Kooperation mit der Deutschen Bank erhalten. Die IHK Offenbach am Main unterstützte ihn, es zu beantragen. „Seitdem stehe ich mit dem Team Existenzgründung und Unternehmensförderung in Kontakt. Ich habe zum Beispiel beim Gründertag von meinen Erfahrungen berich- tet.“ Den Austausch mit anderen Unternehmern, die einen ähnlichen Weg gehen, schätzt er sehr. Neue Wege gehen Seine Übernahme von Topteam fiel mitten in die Pandemie. Messen und Großveranstaltungen wurden abgesagt. „Zeitweise war die Hälfte der Mitarbeiter in Kurzarbeit“, sagt der Geschäftsführer. Er fand ein neues Geschäftsfeld: Mit einem Partner eröffnete er deutschlandweit Corona-Testcenter. „Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Das Thema ist komplex. Wir kooperieren mit einem Arzt, und in jedem Testcenter sind ein bis zwei Krankenschwestern oder Medizinstuden- ten tätig. Alle anderen Mitarbeiter sind intensiv geschult. Unser Team ist dankbar, dass es weitergeht. Wir haben trotz Corona einen guten Umsatz und Gewinn erreicht.“ Törpsch-von der Heide hat 2021 außerdem die Digitalisierung des Unternehmens vorangetrieben. „Kommunikation, Verträge, Buch- haltung – wir haben unsere bis dahin noch analogen Prozesse zu 80 Prozent digitalisiert“, sagt er. Und er überdenkt das Unternehmens- portfolio. Zukünftig soll Topteam verstärkt auch Konzepte für Messen und Events anbieten. „Die Aussteller gehen heute zu den Endkunden, zum Beispiel in die Stadtzentren. Promotion und Marketing gewinnen an Bedeutung“, ist er überzeugt. Entsprechend stellt er sein Unterneh- men für die Zeit nach der Pandemie auf und prognostiziert: „Wenn wir die Testcenter schließen, weil das Thema Corona durch ist, wird es mit den Veranstaltungen wieder losgehen. Die Budgets dafür sind frei.“ www.topteam-gmbh.com Unsere dualen Bachelor-Studiengänge • Betriebswirtschaftslehre & Internationales Management (B. Sc.) • Angewandte Informatik (B. Sc.) • Wirtschaftsinformatik (B. Sc.) • Wirtschaftsingenieurwesen – Digital Management and Engineering (B. Sc.) Die BerufsAkademie Rhein-Main unterstützt Sie als Partnerunterneh- men tatkräftig bei der Suche nach passenden Kandidaten. Wir sind auf zahlreichen Schul- und Berufsinformationsmessen vertreten und bieten darüber hinaus regelmäßig Informations- und Recruiting- veranstaltungen an, bei denen Sie die Interessenten persönlich kennenlernen. Im dualen Studium kombinieren wir eine hervorragende Lernqualität mit maximal hohem Praxisbezug, so dass unsere Studierenden ihr erlerntes Wissen direkt im Betrieb anwenden können. Sie, der Partner für die Praxis, bilden direkt nach Ihrem unternehmerischen Bedarf aus. Ein weiterer Vorteil: Knapp 90 Prozent unserer Studierenden verbleiben nach der Ausbildung in ihren Unternehmen. Sie möchten Partner der BA werden? Kontaktieren Sie uns gerne: www.ba-rm.de Gemein- sames Recruiting mehr Internationalisierung mehr Digitalisierung mehr Praxis Nachwuchskräfte finden und binden Unser duales Studium – Ihr Unternehmensvorteil Machen Sie sich selbst ein Bild von der BA Rhein-Main: www.ba-rm.de Maximaler Praxisbezug + hervorragende Lernqualität = optimal ausgebildete Professionals Am Schwimmbad 3 · 63322 Rödermark · info@ba-rm.de · 06074 - 31 01 120 31Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 TITELTHEMA Das Thema Unternehmensnachfolge hat in den letzten Jahren vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung stark an Bedeu- tung gewonnen. Laut einer aktuellen Schätzung (01/2022) des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) werden bundesweit in den kommen- den fünf Jahren rund 190.000 Unternehmen primär aus Altersgründen, wegen Krankheit oder Tod zur Übergabe anstehen. Hessen liegt nach Berechnungen des IfM mit erwarteten 53 zur Übergabe anstehenden Unternehmen je 1.000 Einwohnern im Zeitraum 2022 bis 2026 bundesweit im Mittelfeld. Etwa die Hälfte der Übernahmen werden voraussichtlich im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen und über ein Viertel im produzierenden Gewerbe stattfinden. Unternehmerpersönlichkeiten treffen sich Die Nexxt-change-Börse für die Unternehmens- nachfolge bringt an einer Nachfolge interessierte Unternehmer und Existenzgründer zusammen. Auf der deutschlandweit größten Plattform dieser Art können Unternehmen mit einem kostenfreien Inserat zum Verkauf angeboten werden. Auch die aktive Suche nach Interessenten für eine Übernahme ist möglich. Nexxt-change-Regionalpartner betreuen die Unternehmer, übernehmen die Veröffentlichung von Inseraten und vermitteln Kontakte zwischen den Nutzern. Die IHK Offenbach am Main ist ein solcher Regionalpartner. Das Inserat wird mit einer Chiffre-Nummer und einem Ortshinweis versehen. Der Name des Mit erfahrenen Partnern geht es einfacher Nachfolge klären – Unternehmenszukunft sichern Eine gelungene Unternehmensnachfolge ist für alle Beteiligten ein Gewinn: den Übergeber, den Nachfolger und das Unternehmen selbst. Deshalb unterstützt die IHK Offenbach am Main Übergeber und ihre Nachfolger bei der Umsetzung. Die Übergabe des eigenen Betriebs ist für die meisten Unternehmer ein einmaliges Ereignis, das intensiv vorbereitet werden muss. Fo to : t ira to re - st oc k. ad ob e. co m www.nexxt-change.org Wir suchen CNC - Werkzeugmaschinen Maschinenhandel ZACH GmbH in Mühlheim Telefon 0 61 08/7 32 82 . zach@zach-maschinen.de 32 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 TITELTHEMA Inserenten bleibt geschützt. Die Kontaktdaten werden nicht veröffentlicht. Eine ansprechend formulierte Anzeige erhöht die Vermittlungs- chancen erheblich. Veröffentlichung und Frei- gabe veranlasst der Nexxt-change-Regionalpart- ner. Er leitet auch die Antworten auf ein Inserat weiter. Der Interessent erfährt zunächst nicht, wer das Inserat aufgegeben hat. So entscheidet die Unternehmerin oder der Unternehmer völlig frei, ob oder mit welchem Interessenten ein Kontakt entsteht. Die Nutzung der Börse ist kostenfrei. IHK-Beratung nutzen Ein Patentrezept für eine erfolgreiche Über- nahme gibt es nicht. Jedes Vorhaben muss individuell beurteilt und eine danach ausge- richtete Übernahmelösung gefunden werden. Das braucht Zeit, Geduld und eine gründliche Vorbereitung, denn das Thema ist komplex. Oft gibt es erhebliche Informationsdefizite. Mit dem individuellen Beratungsangebot „Experten- gespräch Unternehmensnachfolge“ setzt die IHK Offenbach am Main genau hier an. Das kosten- freie Angebot für eine Erstinformation richtet sich sowohl an Über- geber als auch an potenzielle Nachfolger. Sie werden in Einzelgesprächen von IHK-Experten zu grundlegenden Fragen der Unternehmensnachfolge individuell beraten. Für den Unternehmer ist die Nachfolge eine elementare Entscheidung: Er trägt hier noch einmal die Verantwortung für den Betrieb an sich, die beteiligten Familien und nicht zuletzt für die Mitarbeiter. Den richtigen Menschen zu finden, der diese Verantwortung übernimmt, gehört zu den wichtigsten unternehmerischen Herausforderungen. www.ihkof.de/ expertengespraeche Autoren Holger Winkler Telefon 069 8207-226 winkler@offenbach.ihk.de Ulrike Henschel Telefon 069 8207-146 henschel@offenbach.ihk.de 33Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 TITELTHEMA 180° Upgrade: Stärken Sie die internationale Qualifikation ihrer Mitarbeiter. Mit einem dualen oder berufsbegleitenden internationalen BWL oder MBA Studium. www.management-darmstadt.de D U B B EL S PÄ TH Einen objektiven Firmenwert gibt es nicht, denn unter anderem fließen in die Verkaufsverhandlungen zwischen Übergeber und Übernehmer neben belegbaren Zahlen auch die subjektiven Vor- stellungen der Verhandlungspartner ein. Dazu gehören beispielsweise betriebliche Faktoren wie der Ruf des Unternehmens, der Kunden- stamm, die Serviceleistungen, die Qualifikation der Mitarbeiter oder die Standortqualität. Hilfreich ist es, den gesamten Betrieb hinsichtlich seiner Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken eingehend zu beleuchten, um eine möglichst hohe Transparenz und Plausibilität bei der Wertermittlung abzubilden. Gängige Verfahren Praktische Schätzungen zur Wertermittlung gehen oft von einem Prozentsatz des durchschnittlichen Umsatzes der letzten drei bis fünf Jahre aus. Da Umsatz nicht automatisch Gewinn einschließt, kann dies problematisch sein. In Branchen, in denen vergleichbare Unternehmen häufiger über- tragen werden, werden als Verhandlungsbasis ab und an die Preise bisheriger Übertragungen herangezogen. Man spricht dann vom Vergleichswertverfahren. Am häufigsten wird die Ertragswertmethode eingesetzt, die es in ver- schiedenen Varianten gibt. Der Kaufpreis wird hier unter der Prämisse berechnet, dass der erwartete Gewinn eine angemessene Verzinsung darstellt und dass die Erträge ausreichen, um alle Zins- und Til- gungszahlungen zu decken sowie neue Investitionen zu finanzieren. Entscheidend ist die zukünftige Ertragskraft. Unternehmensbewertung am besten mit externer Beratung Kompromiss zwischen Menschen, die verantwortlich handeln Zum Nachfolge- beziehungsweise Übergabeprozess gehört die Unternehmensbewertung. Die ist nicht unkompliziert, denn es gibt kein einheitliches Verfahren und die Vorstellungen der Beteiligten können weit auseinanderliegen. Damit die Übergabe ge- lingt, muss der Kaufpreis ausgehandelt werden. Auf welchem Bewertungs- verfahren er basiert, kann zum Beispiel von der Größe oder der Branche des Unternehmens abhängen. Fo to : I va nk o – st oc k. ad ob y. co m Wichtige Adressen im Internet: Wissens- und Informationsplattform zur Unternehmensnachfolge www.nachfolge-in-deutschland.de Erster Überblick zum Unternehmenswert www.kmurechner.de Bundesweites IHK-Sachverständigenverzeichnis www.svv.ihk.de 34 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 TITELTHEMA Es gibt noch weitere Verfahren, aber definitiv kein einheitliches. Wichtig: Unterschiedliche Berechnungsverfahren führen zu unter- schiedlichen Ergebnissen. Welches infrage kommt, hängt von der Unternehmensgröße, vom Bewertungszweck und vom vorhandenen Datenmaterial ab. Onlinerechner für kleine und mittlere Betriebe Einen ersten Überblick zum Unternehmenswert ermöglicht der KMU- Rechner auf der Internetseite des Informationsportals www.nach- folge-in-deutschland.de, initiiert vom Institut für Entrepreneurship, Mittelstand und Familienunternehmen (EMF-Institut) der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Der Rechner basiert auf einem Ertrags- wertverfahren, das Daten aus Vergangenheit und Zukunft berücksich- tigt. Er ermittelt, in welcher Preisspanne der Verkaufspreis liegen kann und ob dessen Finanzierung aus den zukünftigen Erträgen möglich ist. Auch öffentlich bestellte und vereidigte IHK-Sachverständige bewerten Unternehmen. Diese Expertinnen und Experten listet das bundesweite IHK-Sachverständigenverzeichnis im Internet. Was zahlt der Käufer? Die Unternehmensbewertung ist eine komplexe und wesentliche Aufgabe im Rahmen der Unternehmensnachfolge. Deshalb sollte diese nicht ohne professionelle Beratung stattfinden (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Unternehmensberater, Sachverständige). Wird die Übernahme mit Krediten finanziert, muss dem Nachfolger genügend „Luft“ bleiben, um Zins- und Tilgungszahlungen sowie alle weiteren unternehmerischen Verbindlichkeiten zu begleichen. Bei all den Bewertungsmöglichkeiten darf nicht vergessen werden: Ein Unternehmen ist immer nur so viel wert, wie der Käufer zu zahlen bereit ist. Autor Holger Winkler Telefon (069) 8207-226 winkler@offenbach.ihk.de Advertorial Stark. Sozial. Vor Ort. Sie sind Unternehmer*innen mit Personalbedarf? Als Träger der Grundsicherung ist die Pro Arbeit für die Siche- rung des Lebensunterhaltes für die Bürger*innen des Kreises Of- fenbach und für die Integration in den Arbeitsmarkt zuständig. Dem im 2. Sozialgesetzbuch verankerten Grundsatz des Forderns und Förderns wurde 2019 mit dem Teilhabechancengesetz ein weiteres Förderinstrument zur Verfügung gestellt. Innerhalb des Projektes zum Teilhabechancengesetz (16 i) unterstützt die Pro Arbeit bei der Vermittlung und Betreuung von Langzeitarbeitslo- sen und gering Qualifizierten in Beschäftigung erfolgreich. Bei den Anträgen auf Fördermittel und der Auswahl von Kundinnen und Kunden stehen die Fachabteilungen Impuls und der Arbeitgeber- service den Betrieben beratend zur Seite. So setzt die Pro Arbeit gemeinsam mit ausgewählten Arbeitgebern, die Idee der sozialen Teilhabe am Arbeitsmarkt sehr erfolgreich um. Unabhängig vom Teilhabechancengesetz ist es der Pro Arbeit ein wichtiges Anliegen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. Wir suchen Sie als soziale Unternehmer*innen, die uns bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt von Bürgern*innen aus dem Kreis Offenbach unterstützen. Der Arbeitgeberservice ist Ansprechpartner für die vielfältigen Fördermöglichkeiten und verweist auf weitere finanzielle Hilfen von Bund und Land. Für die Besetzung Ihrer freien Stellen organisiert der Arbeitge- berservice Bewerbertage, Betriebsbesichtigungen und Messen, auf denen sich die Betriebe vorstellen können. Wir informieren Sie weiterhin zu Fachthemen des Arbeitsmarktes und unterstützen Sie bei der Suche nach Lösungen. Sprechen Sie uns an! Arbeitgeberservice@ proarbeit-kreis-of.de oder 0 60 74/80 58-4 68 www.proarbeit-kreis-of.de 35Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 TITELTHEMA Arbeit wird längst als integraler Bestandteil des Lebens betrachtet. Schon lange bieten Unternehmen mobiles Arbeiten an. Dadurch werden weniger Arbeitsplätze benötigt und Räume bekommen neue Funktionen. Gernot Reichard evaluiert die Arbeitssituation eines Unternehmens, um eine Arbeitsumgebung zu konzipieren, die Teamwork, Kommuni- kation, Agilität und Kreativität optimiert. Er ist Geschäftsführer der Agentur i.s.design. Mit seinem Team ist er unter anderem an der Umgestaltung der Deutschlandzentrale einer Versicherung und des Europäischen Entwicklungs- und Designzentrums eines Autoherstellers beteiligt. „Für den Wandel von Arbeitsumgebungen gibt es keine Standardlösung. Jedes Unter- nehmen muss für sich beantworten: Wie haben wir bisher gearbeitet? Wie wollen wir zukünftig arbeiten? Wohin wollen wir uns entwickeln?“, erklärt er und beschreibt, wie i.s.design diesen Prozess unterstützt: „Nach einem kostenneutralen Erstgespräch entscheidet der Kunde, ob wir gemeinsam ein Konzept erarbeiten. Wenn wir eine Zusammenarbeit vereinbaren, befragen wir die Entscheidungsträger und analysieren die Situation. Mithilfe der gewonnenen Informa- tionen entwerfen wir einen Grundrissplan und finalisieren ihn mit dem Auftraggeber. Die gesamte Innenarchitektur wird auf Basis dieses Grundrisses erstellt und dargestellt. Wir bieten die ganzheitliche Umsetzung des Projektes an. Selbstverständlich bewegen wir uns dabei im Rahmen des vorgegebenen Budgets.“Fo to : i .s .d es ig n Birgit Arens-Dürr hat bei i.s.design reingeschaut Das Team von i.s.design v. l. n. r.: Janina Paul, Vertriebsinnendienst, Andrea Zimny, Vertriebsassistenz und Projektsteuerung, Gernot Reichard, Geschäftsführer, und Cosima Deforet, Innenarchitektin. 36 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 TITELTHEMA Neue Arbeitsweisen, Digitalisierung, Coronapandemie – unterschiedliche Einflüsse führen dazu, dass sich Privatleben und Arbeitsalltag stärker vermischen. Unternehmen, die diesem „Work-Life-Blending“ gerecht werden, die Arbeitsräume anbieten, welche Wohlfühlqua- litäten haben, motivieren ihre Mitarbeiter Großartiges zu leisten. Das Team der i.s.design GmbH in Seligenstadt hat Erfahrung darin, die passenden Arbeitsräume zu schaffen. „Es kommt darauf an, wie viel in Präsenz im Unternehmen gearbeitet wird. Aber 100 Teammitglieder können mit 40 Arbeitsplätzen auskommen“, weiß Reichard. Damit dies gelingt, werden für das neue Arbeitsumfeld Team- und Einzelarbeitsbereiche definiert, Rückzugsbereiche sowie Kreativ- und Work- shop-Zonen. Ein „Marktplatz“, zum Beispiel die Küche, als zentraler Ort der Begegnung und des Austausches, auch teamübergreifend, ist vorrangig kein Pausenort, sondern ebenfalls ein Ort zum Arbeiten. Er sollte verschiedene informelle Sitz- und Stehmöglichkeiten bieten. Lockerschränke zum Aufbewahren von persön- lichen Gegenständen müssen ebenso vorhan- den sein wie ein digitales Buchungssystem, um die Platzbelegung und Treffen zu organisieren. Wird das gesamte Team schon in die Planung einbezogen, wachsen die Erfolgsaussichten. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen die Veränderungen mittragen. In Workshops können sie ihre Ideen einbringen und alle Themen, die ihnen wichtig sind“, schlägt er vor. Ergonomie, Licht, Akustik, Raumklima, Haptik – unterschiedlichste Faktoren beeinflussen unser Befinden. „Elektromotorisch höheneinstellbare Tische für eine gute Arbeitsplatzergonomie sind heute fast Standard“, sagt der Experte. Wichtig sei auch das Licht im Arbeitsbereich. „Moderne Systeme steuern die Ausleuchtung über Sensoren und sorgen für den optimalen Energieeinsatz“, sagt er und demonstriert es an einer Stehleuchte: Dank eines Sensors reguliert sie die Helligkeit nach dem Tageslicht. Die Leuchte kann so programmiert werden, dass sie im Tagesverlauf von kaltem Licht am Vormittag zu wärmerem am Abend wechselt. Farbtemperaturen sind einstellbar und sorgen für bessere Konzentration und allgemeines Wohlbefinden. „Eine oft vernachlässigte Anforderung ist die für den jeweiligen Arbeitsbereich erforderliche akustische Absorption“, erklärt Andrea Zimny, zuständig für Vertriebsassistenz und Projekt- steuerung bei i.s.design. Sie zeigt unterschied- liche akustisch wirksame Maßnahmen auf wie zum Beispiel Raumteiler, Leuchten, Bilder und Mooswände, die nicht nur die Aufgabe erfüllen, Schall zu absorbieren, sondern zudem sehr dekorativ sind. Auch schallisolierende und belüftete Kabinen für ungestörte Meetings oder Telefonate kommen immer mehr zum Einsatz. Überhaupt liegen bewegliche und wandelbare Einrichtungsgegenstände im Trend, denn sie können an die jeweiligen Arbeitssituationen angepasst werden. Die Materialien und Ober- flächen des Mobiliars wie auch der Bodenbeläge und Wandverkleidungen sollten sich nicht nur gut anfühlen, sondern schadstofffrei sein, damit ein gesundes Raumklima herrscht. „Auch kleine und mittelständische Unter- nehmen dürfen eine attraktive, moderne Arbeitsumgebung nicht unterbewerten“, gibt i.s.design-Geschäftsführer Reichard zu bedenken. „Sie fördert die Gesundheit und ver- bessert die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Heute kann sie den Ausschlag geben, ob Menschen in ein Unternehmen kommen und ob sie dort bleiben.“ www.is-d.com 37Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 TITELTHEMA Aktuelles aus dem Sachverständigenwesen Suche nach Sachverständigen jetzt noch komfortabler Das bundesweite IHK-Sachverständigenverzeichnis wurde grundlegend überarbeitet. Darin sind unter anderem die von der IHK Offenbach am Main bestellten Sachverständigen zu finden. Am 7. Dezember 2021 hat IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller Dipl.-Ing. Michael Ruths, Offenbach am Main, als öffentlich bestellten Sachverständigen für den Bereich „Baugrunderkundung, Erd- und Grundbau“ vereidigt. Bei den folgenden Sachverständigen wurde die öffentliche Bestellung erneuert: ❙ Dr.-Ing. Jörg Ackermann, ag|engineering GmbH & Co. KG, Langen, Bestellungsgebiet „Stahl-, Beton- und Stahlbetonbau“ ❙ Dr. Axel Jung, Offenbach am Main, Bestellungsgebiet „Unterneh- mensbewertung“ ❙ Dipl.-Braumeister Werner Körner, Rödermark, Bestellungsgebiet „Getränkeschankanlagen“ Optisch und technisch grunderneuert Das bundesweite IHK-Sachverständigenverzeichnis ist die erste Online-Anlaufstelle bei der Suche nach qualifizierten Sachverständi- gen in Deutschland. Es steht nun in einer aktualisierten Fassung zur Verfügung und listet rund 8.000 Einträge der von IHKs, Architekten-, Ingenieur- und Landwirtschaftskammern sowie von Landes- regierungen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen. Das IHK-Sachverständigenverzeichnis wurde für die mobile Nutzung optimiert. Unter anderem wurden die Suchmöglichkeiten verfeinert und Filter für passgenaue und gut auswertbare Ergebnisse hinzu- gefügt. Bei der Suche nach einem geeigneten Sachverständigen unterstützt Sie auch Ihr IHK-Team. www.svv.ihk.de Kontakt Thomas Maier Telefon 069 8207-224 maier@offenbach.ihk.de IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller überreichte Michael Ruths die Bestellungsurkunde im Beisein von IHK-Geschäftsführer Dr. Martin Gegenwart. Die Bezeichnungen „Sachverständiger“ und „Gutachter“ sind in Deutschland rechtlich nicht geschützt. Deshalb sind sie kein Indiz für die tatsächliche Sachkunde einer Person. Anders verhält es sich mit Sachverständigen, die nach § 36 Gewerbeordnung öffentlich bestellt sind. Durch die öffentliche Bestellung werden Gerichten, Unter- nehmen und Verbrauchern besonders zuverlässige, unparteiische und erfahrene Personen zur Verfügung gestellt. Sie haben auf einem bestimmten Sachgebiet Kenntnisse und Fähigkeiten nachgewiesen, die weit über dem Durchschnitt liegen. Sachverständige für wirtschaftliche und technische Bereiche werden durch die IHKs öffentlich bestellt und vereidigt. IHK-Sachverständiger werden? Wenn Sie bereits gutachterlich tätig sind, können Sie sich unter bestimmten Voraussetzungen öffentlich bestellen und vereidigen lassen. Sprechen Sie uns hierzu gerne an! 38 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 RATGEBER Zusammen GigaGreen – mit Red Business Internet & Phone: Wechseln Sie jetzt in das nachhaltige Kabel-Festnetz von Vodafone Business und profitieren Sie von Internet mit bis zu 1.000 Mbit/s aus 100 % Grünstrom* – gut für Ihr Unternehmen und unser Klima. Das ist: Business-Erfolg neu gedacht. vodafone.de/greencable Ihr Business- Festnetz, das die Umwelt schützt Together we can * 100 % Grünstrom: Für Drittstandorte ohne Nutzung erneuerbarer Energien erfolgt ein Ausgleich über Grünstromzertifikate. ** Aktion bis 31.03.2022 (Verlängerung vorbehalten): Sie erhalten rechnerisch die ersten 6 Monate den Basispreis für 0,00 €. Für Kabel-Produkte der Anbieter Vodafone NRW GmbH, Vodafone Hessen GmbH & Co. KG und Vodafone BW GmbH gilt: In den ersten 6 Monaten wird der Basispreis des Tarifes auf der Rechnung mit 0,00 € berechnet, anschließend gilt der monatliche Basispreis des jeweiligen Tarifes. Zusatzleistungen und kostenpflichtige Dienste werden weiterhin berechnet. Für Kabel-Produkte des Anbieters Vodafone Deutschland GmbH gilt: Es wird ein Startguthaben auf der ersten Rechnung gutgeschrieben, mit welchem der Basispreis des Tarifes in den ersten 6 Monaten verrechnet wird, anschließend gilt der monatliche Basispreis des jeweiligen Tarifes. Für den Tarif Red Business Internet & Phone 1000 Cable beträgt das Startguthaben 300,00 € netto (Basispreis 49,90 € netto mtl.). Zusatzleistungen und kostenpflichtige Dienste werden ebenfalls mit dem Startguthaben verrechnet. Dies kann dazu führen, dass innerhalb der ersten 6 Monate der Basispreis des Tarifes nicht mehr rechnerisch 0,00 € beträgt. Für alle Anbieter gemeinsam gilt: Im Aktionszeitraum entfällt für die vorgenannten Tarife das einmalige Bereitstellungsentgelt von 69,90 €. Mindestlaufzeit 24 Monate, danach jederzeit mit einer Frist von 1 Monat kündbar. Beachten Sie bitte die Verfügbarkeit: Internet-&-Phone-Produkte sind in vielen unserer Kabel-Ausbaugebiete und mit jeweils modernisiertem Hausnetz verfügbar. Alle Preise sind Netto- preise und verstehen sich zzgl. der gesetzlichen MwSt. Gültig für Internet-&-Phone-Neukunden sowie für Kunden, die in den letzten 3 Monaten keine Internet- und/oder Telefonkunden der Vodafone Baden-Württemberg GmbH, Vodafone Hessen GmbH, Vodafone Nordrhein-Westfalen GmbH, Vodafone Deutschland GmbH bzw. der Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH waren. Anbieter der Kabel-Produkte in NRW, Hessen und BW sind: in NRW die Vodafone NRW GmbH, in Hessen die Vodafone Hessen GmbH & Co. KG, in BW die Vodafone BW GmbH, alle Aachener Straße 746–750, 50933 Köln. Ansonsten ist Anbieter die Vodafone Deutschland GmbH, Betastraße 6–8, 85774 Unterföhring. Vodafone GmbH • Ferdinand-Braun-Platz 1 • 40549 Düsseldorf • vodafone.de/business Unsere Netze mit 100 % Grünstrom * 0 € ** Die ersten 6 Monate für 03_IHK-Zeitschrift_Einzelausgabe_Fixed_Mann_im_Wald_210x280.indd 1 01.02.22 17:00 Philipp Nüßlein arbeitet als Referatsleiter CSR/Nachhaltigkeit beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin. Er hat dem IHK-Magazin Wirtschaft in Mainfranken in einem Interview geantwortet. In aller Kürze: Was genau verbirgt sich hinter dem Wortungetüm Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)? Im Kern geht es um einen Richtlinienentwurf der EU-Kommission, der die Nachhaltigkeitsberichterstattung standardisieren will: Seit 2017 müs- sen bereits große kapitalmarktorientierte Unternehmen über bestimmte nicht finanzielle Informationen berichten. Aus Sicht der Kommission ist die Berichterstattung aber nicht umfassend und die Qualität nicht ein- heitlich genug. Mangels Vergleichbarkeit werde es den Finanzmarktteil- nehmern erschwert, in Unternehmen mit positivem Effekt auf Mensch und Umwelt zu investieren. Um die Vision des klimaneutralen Europas zu verwirklichen, bedarf es nach Logik der Kommission einer EU-weit harmonisierten Berichterstattung, die Investoren und Konsumenten einen besseren Zugang zu vergleichbaren, relevanten und zuverlässigen Nachhaltigkeitsinformationen von mehr Unternehmen ermöglicht. Hierfür werden aktuell Berichterstattungsstandards erstellt. Bisher sind nur große Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten betroffen. Wer würde zukünftig berichtspflichtig werden? Eine der gravierendsten Änderungen stellt die Ausweitung des Anwen- dungsbereichs dar: Gut dreißig Mal mehr Unternehmen in Deutsch- land müssten über Nachhaltigkeitsinformationen berichten, wenn sich der Vorschlag der Kommission durchsetzt. Dies liegt zum einen daran, dass ab 2024 alle großen Unternehmen per se, unabhängig vom Kriterium der Kapitalmarktorientierung, einen entsprechenden Bericht nach Kernstandards veröffentlichen sollen. Gemäß EU-Defini- tion betrifft dies Unternehmen, die mindestens zwei der drei Merkmale erfüllen: 250 Mitarbeiter, ein Nettoumsatz von 40 Millionen Euro beziehungsweise eine Bilanzsumme von 20 Millionen Euro. In einem weiteren Schritt würden die berichtspflichtigen Unternehmen über die Kernstandards hinaus auch branchenspezifische Standards einhalten müssen, die ab Oktober 2023 vorliegen sollen. Zudem ist geplant, auch Unternehmen ab zehn Mitarbeitern einzu- beziehen, sofern sie an EU-regulierten Märkten notiert sind. Weil die Kommission jedoch die begrenzten Kapazitäten und Ressourcen der direkt betroffenen KMU erkennt, sieht der Entwurf einen gesonderten KMU-Standard vor, der erst ab 2026 anzuwenden ist. Nachhaltigkeitsberichterstattung – was kommt auf die Unternehmen zu? „Es gilt, sich bereits jetzt vorzubereiten“ Bislang müssen nur große Unternehmen zu nicht finanziellen Informationen berichten, etwa zu Umweltfragen oder zur Korruptionsbekämpfung. Geht es nach der EU-Kommission, dann sollen künftig auch kleinere Unternehmen in die (Berichts-)Pflicht genommen werden. DIHK-Referatsleiter Nüßlein empfiehlt eine frühe Vorbereitung auf die von der EU vor- gesehenen Änderungen. Fo to : P au l A id an P er ry /D IH K 40 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 RATGEBER Der Richtlinienentwurf berücksichtigt hingegen nicht die Auswirkun- gen auf mittelbar betroffene Unternehmen: Berichtspflichtige Unter- nehmen benötigen für ihren Nachhaltigkeitsbericht Informationen, die sie von ihren Geschäftspartnern und Zulieferbetrieben einholen werden. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass die unmittelbar Betroffenen zur Gewinnung nötiger Informationen auch ihre Zulieferer, die oft KMUs sind, entsprechend vertraglich einbinden. Dies wird im Vorschlag nicht thematisiert. Was kommt da auf die betroffenen Unternehmen zu? Zu welchen Themen soll künftig berichtet werden? Grundsätzlich gilt: Unternehmen müssen einerseits darüber informie- ren, wie sich Nachhaltigkeitsthemen auf ihr Geschäftsmodell und ihre Strategie auswirken. Andererseits sind die Auswirkungen des Unter- nehmens auf Umwelt und Gesellschaft zu beschreiben. Im Vergleich zur aktuellen Richtlinie erweitert der Vorschlag deutlich die Liste der darzustellenden Informationen im Bereich der Sozial- und Umweltbelange, bleibt dabei aber zum Teil sehr vage. So sind bei- spielsweise der unternehmerische Beitrag zur Erreichung des Pariser Klimaziels und zur Biodiversität aufzuzeigen. Hinzu kommt, dass die betroffenen Unternehmen zukünftig auch zu Themen der Governance Stellung beziehen sollen, so zum Beispiel zur Geschäftsstrategie, den gesteckten Nachhaltigkeitszielen sowie zur Rolle des Managements in Bezug auf Nachhaltigkeitsfaktoren. Sofern angemessen, sollte der Bericht auch Informationen über die Wertschöpfungskette des Unternehmens umfassen, einschließlich der eigenen Geschäftstätigkeit, Produkte und Dienstleistungen des Unter- nehmens, seiner Geschäftsbeziehungen und seiner Lieferkette. Eine ganz wesentliche Änderung betrifft letztlich auch die Perspektive des Berichts: Er soll in Zukunft nicht nur – wie bis dato – einen Rück- blick auf die Geschäftsaktivitäten geben, sondern auch einen kurz-, mittel- sowie langfristigen Ausblick auf die Pläne des Unternehmens ent- halten. Schließlich muss der CSRD-Entwurf im Zusammenhang mit der Taxonomie-Verordnung gesehen werden, einem weiteren Regelwerk der EU. Denn Unternehmen, die unter die CSRD fallen sollten, müssten in ihrem Bericht zukünftig angeben, inwiefern die eigenen wirtschaftlichen Tätigkeiten die Taxonomie-Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Wie müssen Unternehmen berichten? Auch das „Wie“, sprich die Aufbereitung der Informationen, wird sich im Vergleich zur aktuellen Richtlinie deutlich verändern: Bisher können sich die rund 550 berichtspflichtigen Unternehmen in Deutschland frei entscheiden, ob sie den Bericht nach eigener Vorstellung aufbauen oder sich bei der Strukturierung ihres Berichts an einem der offiziell anerkannten Rahmenwerke, zum Beispiel dem Deutschen Nach- haltigkeitskodex, orientieren wollen. Zweck des CSRD-Entwurfs ist es jedoch, die Vergleichbarkeit der Informationen für die Finanzmarktteil- nehmer zu verbessern. Aus diesem Grund soll die bisherige Flexibilität entfallen: Die geforderten Angaben müssen zukünftig im Lagebericht des Geschäftsberichts dargestellt werden. Zudem müsste der Bericht in einem maschinenlesbaren Format veröffentlicht werden, das ein „Tagging“ der Nachhaltigkeitsinformationen ermöglicht. Um die Zuverlässigkeit der Berichterstattung zu verbessern, fordert die Kommission in ihrem Entwurf, die Ermittlung der dargelegten Informa- tionen offenzulegen. Dies könnte für manche Unternehmen bedeuten, dass es zukünftig einer erweiterten technischen Ausstattung bedarf, um einzelne Aspekte, die im Bericht dargestellt werden, quantitativ und qualitativ belegen zu können. Aus Gründen der Qualitätssicherung enthält der Vorschlag auch eine Pflicht zur externen Prüfung. Dabei soll kontrolliert werden, inwieweit die Angaben den Berichterstattungsstandards entsprechen, welchen Prozess das Unternehmen zur Ermittlung der berichteten Informatio- nen implementiert hat und ob die Kennzeichnung nach den Anfor- derungen des elektronischen Reporting-Formats erfüllt wird. Neben der verpflichtenden Prüfung schlägt die Kommission Sanktionen bei Verstößen hinzu. Können sich Firmen vorbereiten? Was raten Sie vor allem kleinen und mittelgroßen Unternehmen? Noch wird an den Standards gearbeitet. Die EU-Kommission plant, die verbindlichen Kernstandards spätestens Ende Oktober 2022 zur Verfügung zu stellen. Der erste Bericht auf Grundlage der künftigen CSRD soll dem Entwurf zufolge dann voraussichtlich im Jahr 2024 www.buehrer-wehling.de INDUSTRIEBAU Bührer + Wehling bietet Ihnen gesamt- planerische Kompetenz bei Projekten jeder Größenordnung. Sollten Sie be- reits über eine Planung verfügen, prüfen wir diese gerne in Hinblick auf zusätzliche Potenziale und Opti- mierungen. KOMPETENT PLANEN 41Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 RATGEBER über das Geschäftsjahr 2023 veröffentlicht werden. Wer auf die Fertigstellung der Standards wartet und sich dann erst vorbereitet, hätte nur zwei Monate Vorbereitungszeit. Dies ist selbst für bereits berichtspflichtige Unternehmen unrealistisch, da die Anforderungen bezüglich der Gewinnung und Aufbereitung von Informationen einen weitaus tieferen Blick in die Lieferketten und Produktionsverfahren voraussetzen. Wir sprechen nicht von einer Anpassung, sondern von einer Neuaufstellung der bisherigen Reporting-Strukturen. Auch wenn EU-Parlament und -Rat noch Anpassungen am Entwurf vornehmen können, ist davon auszugehen, dass die allgemeine Kursrichtung steht. Es gilt, sich also bereits jetzt vorzubereiten. Denn Basis eines effektiven Nachhaltigkeitsmanagements und damit auch des CSR-Reportings sind valide Daten. Unternehmen sollten sich daher frühzeitig einen Überblick über relevante Kennzahlen, Ziele, Aktivitäten verschaffen und alle Informationen sowie Zuständigkeiten an einem Ort bündeln, um damit wirksam arbeiten und berichten zu können. Eng damit verbunden ist die Sensibilisierung von Mitarbeitern, Kunden und Geschäftspartnern. Es ist nötig, sich mit den Anforderungen ausein- anderzusetzen und entsprechende Vorarbeiten wie Mitarbeiterschulun- gen, die Implementierung von Messinstrumenten, den Aufbau und die Einführung von Berichtsstrukturen und Berichtsformaten vorzunehmen. Mittelbar betroffenen KMUs raten wir, mit ihren Kunden und Geschäfts- partnern, die berichtspflichtig sind, in Kontakt zu treten, um zu erfahren, welche Unterstützung in Sachen Datenzulieferung erwartet wird. Wie lautet Ihr Fazit? Ist der EU der große Wurf gelungen oder kommt da ein neues Bürokratiemonster auf uns zu? In der Diskussion um den CSRD-Entwurf geht manchmal unter, dass Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung bereits auf vielfältige Weise übernehmen, durch ehrenamtliches Engagement zum Beispiel. Weil sie innovativ sind und auf die Bedürfnisse der Kunden reagieren, sind Wirtschaften und Nachhaltigkeit kaum noch getrennt voneinander zu verstehen. Der Entwurf der CSRD ist jedoch im Kontext des Green Deals zu verstehen, der nichts weniger als die grüne Transformation der EU anstrebt und Europa zum Vorreiter nachhaltigen Handels machen möchte – im Eiltempo. Das wird auch im jetzigen Entwurf deutlich: Wir wissen, dass einige Unternehmen die Überarbeitung der CSR-Richt- linie zumindest teilweise positiv werten und eine Berichtspflicht sowie einheitliche Standards, die vorgeschlagene Digitalisierung oder die Prüfung für mehr Effizienz in der Anwendung unterstützen. Aus Sicht der meisten betroffenen Unternehmen ist die Ausweitung der Berichtspflicht jedoch nicht angemessen, da mit erheblichem zusätzlichem Aufwand für Dokumentation und Information sowie Kosten für die Erstellung, Prüfung und Veröffentlichung zu rechnen ist. Standards sollten praktikabel sein. Eine Transformation sollte auch die Kleinen mitnehmen. Dies ist neben der geringen Vorbereitungszeit das wesentliche Manko des Entwurfs: Die spezifischen Herausforderungen von mittelbar betroffenen Unternehmen, insbesondere KMUs, werden kaum berücksichtigt. Fakt ist, dass der Nachhaltigkeitsbericht in Zukunft von Stakeholdern noch stärker wahrgenommen wird, nicht zuletzt, weil er zwingend zusammen mit dem Lagebericht des Unternehmens veröffentlicht werden soll. www.dihk.de SICHTBARKEIT IST MESSBAR Jetzt kostenlosen Sichtbarkeitscheck buchen: www.diemietwaesche.de/warnschutz-check G E P R Ü F T Kontakt Peter Sülzen Telefon 069 8207-244 suelzen@offenbach.ihk.de 42 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 RATGEBER Besucher einer Website entscheiden inner- halb weniger Sekunden darüber, ob ein Angebot attraktiv ist oder ob sie die Webseite wieder verlassen, um zu einem anderen Such- treffer zurückzugehen, der ansprechender erscheint. Die Bedeutung einer professionel- len, übersichtlichen und aussagekräftigen Webseite kann vor diesem Hintergrund nicht hoch genug eingeschätzt werden. Folgende Aspekte sollte jeder Webseitenbe- treiber deshalb optimal für sein Unternehmen lösen: ❙ Design: Ist es individuell, professionell und ansprechend? ❙ Corporate Design: Ist das Logo und Erscheinungsbild noch zeitgemäß? ❙ Übersicht: Erkennt der Kunde auf einen Blick, wer hier was anbietet? ❙ Zielgruppe: Genau planen, wer wie angesprochen werden soll! ❙ Emotion: Warum soll sich der Kunde für diesen Anbieter entscheiden (Mehrwerte, Alleinstellungsmerkmale)? ❙ Texte: Sind die Beiträge professionell, redaktionell geschliffen und informativ? ❙ Bilder: Handelt es sich um aussage- kräftige, authentische und professionelle Fotos vom Fotografen? ❙ Benutzerfreundlichkeit: Kann der Nutzer hier auf eine einfache, selbst- erklärende Navigation und Menüführung vertrauen? ❙ Verkaufsförderung: Gibt es vertrauens- bildende Elemente (Siegel, Auszeichnun- gen, Bewertungen)? ❙ Mobile Website: Ist der Internetauftritt auf alle Endgeräte gut abgestimmt? ❙ Suchmaschinen: Wird die Seite gut bei Google gefunden, wenn nach relevanten Begriffen gesucht wird? Das Wichtigste zur Online-Kundengewinnung in drei Teilen 1. Die Webseite auf dem Prüfstand Durch unprofessionelle Webseiten und mangelnde Suchmaschinenoptimierung riskieren Unternehmen einen Imageschaden und verschenken riesige Kundenpotenziale. Diese dreiteilige Serie erklärt, wie es richtig geht. So sieht eine gut konzipierte und gestaltete Website auf unter- schiedlichen Endgeräten aus. Fo to : D re la ❙ Kontaktaufnahme: Können Besucher schnell und unkompliziert Kontakt auf- nehmen? ❙ Transparenz: Sind eine Über-uns-Seite und ein rechtssicheres Impressum gut sichtbar? ❙ Recht: Entspricht die aktuelle Daten- schutzerklärung der DSGVO und sind sonstige Abmahngefahren behoben? ❙ Sicherheit: Ist die Webseite technisch aktuell und werden regelmäßig Updates und Sicherheitskopien gemacht? ❙ Erfolgskontrolle: Werden Analysetools eingesetzt, um den Besucherverkehr zu verfolgen? Wer die genannten Aspekte in der Summe besser umsetzt als die Konkurrenz, hat gute Voraussetzungen geschaffen, um Besucher in Kontakte und Kontakte in Kunden zu verwandeln. Wie Besucher einen so perfekt konzipierten Webauftritt besser finden, erklärt der zweite Teil der Serie „Lokale Suchmaschinenopti- mierung – so werden Sie in der Google-Karte besser gefunden“ in der Ausgabe Mai/Juni der Offenbacher Wirtschaft. Die gesamte Serie finden Sie auf unserer Web- seite in der Rubrik Ratgeber www.offenbacher-wirtschaft.de Autor Dennis Lai Telefon 069 667741 188 info@drela.de www.drela.deKontakt Peter Sülzen Telefon 069 8207-244 suelzen@offenbach.ihk.de 43Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 RATGEBER Rechtzeitig auf die eAU-Pflicht vorbereiten Bald kein gelber Zettel mehr bei Krankheit Im Januar 2022 startete die Pilotphase für die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU). Jetzt sollten Arbeitgeber das neue Verfahren testen, denn ab dem 1. Juli 2022 ist es für alle Arbeitgeber Pflicht. Was Unternehmen und Personalabteilungen beachten müssen, erklärt Ecovis-Steuerbera- ter Ralf Adamitza in Stralsund. Was genau bedeutet elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung? Arbeitgeber kennen den „gelben Zettel“. Diese Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gab es bisher vom Arzt nur in Papierform. Arbeitnehmer mussten sie beim Arbeitgeber abgeben. Für die AU-Bescheinigung gibt es künftig ein elektronisches Verfahren. Für Arbeitgeber und Lohnbüros bedeutet das neue elektronische Verfahren weniger Zettel- wirtschaft, also einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung des Lohnprozesses und der Lohnabrechnung. Arbeitnehmer müssen dann nur noch ihre Arbeitsunfähigkeit ihrem Arbeitgeber mitteilen, etwa per Telefon oder E-Mail. Der Arbeitgeber kann dann die eAU direkt über das Lohnabrechnungsprogramm bei der Krankenkasse abrufen. Die Informationen der AU-Bescheinigungen sind dann nicht mehr per Hand einzutragen, sie sind automatisch ins Lohnprogramm eingespielt. Gibt es dann den gelben Zettel vom Arzt nicht mehr? In der Pilotphase bis zum 30. Juni 2022 gelten die gelben Zettel vom Arzt weiterhin. Ab 1. Juli 2022 sollen diese vollständig wegfallen. Arbeitnehmer bekommen dann nur noch für ihre Unterlagen einen Ausdruck. Arbeitgeber müssen die eAU abrufen. Das Verfahren gilt nicht für privat krankenversicherte Arbeit- nehmer. Diese bekommen weiterhin eine Papierbescheinigung. Dasselbe gilt, wenn ein Arbeitnehmer zu einem Privatarzt oder einem Arzt im Ausland geht. Wie erfahren Arbeitgeber dann, dass Mitarbeiter krank sind und für wie lange? Arbeitnehmer müssen auch künftig ihrem Arbeitgeber unverzüglich mitteilen, dass sie arbeitsunfähig sind. Daran ändert sich durch die eAU nichts. Der Arbeitgeber ruft dann die eAU ab und bekommt so von der Kranken- kasse mitgeteilt, wie lange der Arzt den Arbeitnehmer krankgeschrieben hat. Wie kommt die elektronische AU vom Arzt zum Arbeitgeber und was müssen Arbeitgeber damit tun? Der Arzt, der den Arbeitnehmer krankschreibt, meldet dies elektronisch an die Krankenkasse des Arbeitnehmers. Diese wiederum stellt dem Arbeitgeber die eAU zum Abruf bereit. Der Arbeitgeber muss dann nur noch über das Lohnabrechnungsprogramm die eAU abrufen. Wichtig: Der Arbeitgeber muss die eAU aktiv abrufen. Es gibt keine automatische Damit ab Juli alles reibungslos mit der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbeschei- nigung funktioniert, sollten Unternehmen jetzt die Vorbereitungen treffen, das Verfah- ren testen und ihre Mitarbeiter informieren. Fo to : T ho rs te n M al in ow sk i 44 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 RATGEBER Autor Ralf Adamitza ECOVIS AG Steuerberatungsgesellschaft www.ecovis.com Vier wichtige Fragen zur Vorbereitung Folgende Fragen sollten zur Prozessgestaltung bald geklärt werden: • Wie und in welcher Form sollen Arbeit- nehmer eine Arbeitsunfähigkeit melden? • Wer ist Ansprechpartner für die Arbeit- nehmer bei Arbeitsunfähigkeit? • Wie stellt das Unternehmen sicher, dass die Meldung des Arbeitnehmers im Lohnabrechnungsprozess berücksichtigt ist? • Soll die eAU sofort abgerufen werden oder erst bei Erstellung der Lohnabrechnung? Meldung an den Arbeitgeber. Daher ist der Arbeitgeber darauf angewiesen, dass ihn der Arbeitnehmer informiert. Erst dann ist der Arbeitgeber zum Abruf berechtigt. Können Arbeitgeber während der Pilotphase das System testen? Es ist auf jeden Fall sinnvoll, den Abruf während der Pilotphase zu testen. So kann man sich bereits mit der Funktionsweise und dem Vorgehen vertraut machen und kommt später beim verpflichtenden Abruf nicht in Schwierigkeiten. Arbeitgeber sollten den Anbieter ihres Lohnabrechnungsprogramms fragen, wie der Abruf funktioniert. Der jeweilige Anbieter sollte in den ersten Monaten dieses Jahres eine Lösung dazu anbieten. Wie können sich Personalabteilungen vorbereiten? Bisher haben die Personalabteilungen die gelben Zettel eingepflegt. Dieser Prozess ändert sich jetzt und ist an das neue elektronische Verfahren anzupassen. Besonderheit Minijob Bisher war es für Arbeitgeber von Minijobs unwichtig, bei welcher gesetzlichen Krankenkasse ein Minijobber versichert ist. Das ändert sich jetzt. Damit Arbeitgeber für Minijobber die eAU abrufen können, müssen sie deren Krankenkasse kennen und erfassen. Dies sollte für alle bestehenden Minijobs im Laufe des ersten Halbjahres 2022 erfolgen. In neuen Verträgen sollte die Krankenkasse bereits im Personalfragebogen angegeben werden. Sicherheiten für Ihren Erfolg • Selbständigkeit • Betriebsübernahme • Auftrags-Vorfinanzierung • Unternehmensvergrößerung Eine Bürgschaft sichert den Bankkredit für Ihr Vorhaben. Sprechen Sie mit uns. www.bb-h.de Tel. (0611) 1507-0 45Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 RATGEBER www.ihkof.de/weiterbildung Alle Weiterbildungsangebote der IHK Offenbach am Main: Ausbildung IHK-Prüfungslehrgang „Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung“ – Vollzeit fortlaufend. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28.03.–08.04.2022 (80 U.-Std.) | 729 Euro IHK-Seminar „Rechtlich sicher ausbilden“ . . . . . . . . . . . . . . . . .05.04.2022 (1 Tag) | 225 Euro Außenwirtschaft – IHK-Exportakademie IHK-Seminar „Import – der Elektronische Zolltarif“. . . . . . . . . . .23.03.2022 (1 Tag) | 249 Euro IHK-Seminar „Basiswissen – Zoll für Einsteiger“ . . . . . . . . . . 05.04.2022 (4 U.-Std.) | 199 Euro IHK-Seminar „Import – zollrechtliche Abwicklung“. . . . . . . . . . .06.04.2022 (1 Tag) | 249 Euro Betriebswirtschaft & Rechnungswesen IHK-Prüfungslehrgang „Wirtschaftsfachwirt/-in“ . . . . . . . . . . . . . . . 04.03.2022-21.10.2023 (660 U.-Std.) | 3.900 Euro IHK-Seminar „Buchführung intensiv“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21.03.2022 (5 Tage) | 650 Euro IHK-Seminar „Forderungsrealisierung ohne Anwalts- und Inkassokosten“. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .08.04.2022 (1 Tag) | 225 Euro IHK-Prüfungslehrgang „Wirtschaftsfachwirt/-in“ eLearning in Kooperation mit Didaris. . . . . . 19.04.2022-30.11.2023 (420 U.-Std.) | 3.290 Euro Büromanagement IHK-Zertifikatslehrgang „Professionell arbeiten mit MS Office (IHK)“ – Live-Online- Weiterbildung in Kooperation mit Didaris. . . . . . . . . .05.04.-23.06.2022 (4 U.-Std.) | 199 Euro Immobilienmanagement IHK-Seminar „Buchhaltung und Jahresabrechnung für WEG-Verwalter“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16.03.2022 (1 Tag) | 245 Euro IHK-Seminar „WEG – Praxis und Verwaltung“ . . . . . . . . . . . . . . .04.04.2022 (1 Tag) | 225 Euro Kommunikation IHK-Seminar „Besserwisser, Rechthaber, Tyrannen und Co. – heikle Gesprächssituationen wirksam meistern“ . . . . . . . . . . . . . . . . .24.03.2022 (1 Tag) | 225 Euro Marketing & Vertrieb IHK-Zertifikatslehrgang „Producer für interaktive Web-Animationen IHK“ in Kooperation mit der DTP Akademie. . . . . . . . . . 25.03.-24.06.2022 (80 U.-Std.) | 2.300 Euro IHK-Zertifikatslehrgang „Social-Media-Manager IHK – Onlinekurs/eLearning“ in Kooperation mit der DTP Akademie. . . . . . . . . . 22.04.-24.06.2022 (80 U.-Std.) | 1.960 Euro IHK-Zertifikatslehrgang „Onlinemarketing-Manager IHK – Onlinekurs/eLearning“ in Kooperation mit der DTP Akademie. . . . . . . . . . 29.04.-01.07.2022 (80 U.-Std.) | 1.960 Euro Personalmanagement & -Führung IHK-Seminar „Vom Mitarbeiter zur Führungskraft“ . . . . . . .07.–08.03.2022 (2 Tage) | 399 Euro IHK-Seminar „Update: Reisekosten- und Bewirtungsrecht“. . . . .18.03.2022 (1 Tag) | 245 Euro IHK-Seminar „Nachhaltige Mitarbeiterbindung und Motivation durch Mitarbeiterbeteiligung“. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25.04.2022 (4 U.-Std.) | 99 Euro IHK-Seminar „Lohnsteuer, Sozialversicherung + Arbeitsrecht – Update 2022“. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27.04.2022 (2 U.-Std.) | 129 Euro Schutz & Sicherheit IHK-Zertifikatslehrgang „Fachkraft für Video-Sicherheit“ in Kooperation mit VIDEOR Academy. . . . . . . . . . . 30.03.-09.06.2022 (64 U.-Std.) | 2.200 Euro IHK. Die Weiterbildung Seminare und Workshops Der Elektronische Zolltarif Neu im Import oder Export von Waren? Fällt die Entscheidung für eine Warennummer schwer? Die Begriffe „Codenummer, KN und HS“ sind unklar? In diesem Seminar lernt man, eine tarif- gerechte Warenanmeldung zu erstellen und wendet das im Theorieteil erworbene Wissen gleich aktiv in Übungen an. www.offenbach.ihk.de/E13070 Buchhaltung und Jahresabrechnung für WEGs Hier geht es darum, wie WEG-Verwalter korrekt buchen und eine ordnungsgemäße Jahresab- rechnung erstellen. Die Teilnehmer erfahren außerdem, was die WEG-Buchhaltung von der Finanzbuchhaltung unterscheidet. www.offenbach.ihk.de/E12970 Vom Mitarbeiter zur Führungskraft Häufig werden neue Führungskräfte ohne viel Vorbereitung ins kalte Wasser geworfen, während sich gleichzeitig Aufgaben und Anforderungen ändern. Im Umgang mit Mitarbeitern, mit dem Setzen und Erreichen von Zielen und mit Fehl- verhalten wird führendes Handeln erwartet, wo bisher geführtes Verhalten passend war. www.offenbach.ihk.de/E12951 * U.-Std. = Unterrichtsstunden Beratung in der IHK-Weiterbildung Alessia Savoca Telefon 069 8207-175 weiterbildung@offenbach.ihk.de 46 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 BILDUNG ihkof.de/weiterbildung BESSER.WEITER.BILDUNG. IHK Offenbach am Main Beratung in der IHK-Weiterbildung Alessia Savoca Telefon 069 8207-175 weiterbildung@offenbach.ihk.de Die Energie-Scouts entwickelten ein Konzept, um Ein-Liter-Plastikflaschen mit hoch aufbereitetem Wasser, die Biotest für die Forschungsabteilung zukauft, durch ein eigenes Wasseraufbereitungssystem zu ersetzen. Es würde zum einen Müll vermei- den. Zum anderen könnte das Unternehmen jährlich knapp 3.500 Euro und mehr als zwei Tonnen CO2 einsparen. Die notwendigen Investitionen würden sich nach weniger als zwei Jahren rechnen. „Ich bin mir sicher, dass dieses Konzept auch unseren Vorstand begeistern wird“, sagt Dieter Rohrer, zuständig für die Berufsausbildung bei Biotest. Energie-Scouts ist eine bundesweite Quali- fizierungsmaßnahme für Auszubildende. Die Teilnehmer sammeln relevantes Wissen zu Energie- und Ressourceneffizienz sowie zum Klimaschutz, planen für ihr Unternehmen ein Einsparprojekt und präsentieren es zum Abschluss der Maßnahme. „Es geht nicht nur darum, Kilowattstunden an Energie zu sparen. Insgesamt zählt der positive Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, zu mehr Nachhaltigkeit“, erläutert Peter Sülzen von der IHK Offenbach am Main die Wahl der Jury, der er angehörte. Auch Energie-Scout-Projekte aus anderen Unternehmen sind vielversprechend: Einspar- potenziale entdeckten die Auszubildenden der Light Mobility Solutions GmbH in Oberts- hausen bei den Spritzgussmaschinen, die Energie-Scouts der Infraserv Höchst bei der Beleuchtung eines Gebäudes, die Teilnehmer der Provadis bei der Beheizung der Server- räume und die Energie-Scouts von Clariant, für den Fall, dass die fehlende Isolation an den Dampfrohrleitungen ersetzt wird. „Durch unsere Teilnahme am Energie-Scout- Projekt wurden wir in erster Linie für Umwelt- schutz und Ressourcenmanagement sensi- bilisiert. Auch die Einblicke in verschiedene Unternehmen und der Austausch mit anderen Auszubildenden machten das Projekt sehr interessant“, sagt Yannik Pieroth von Biotest. Das Siegerteam kann sich auf die Bundes- bestenehrung der Energie-Scouts Ende Juni in Berlin freuen. www.offenbach.ihk.de/P4352 www.mittelstand-energiewende.de Konzept, um Müll, CO2 und Geld einzusparen Energie-Scouts von Biotest hatten die beste Idee Die IHKs Frankfurt und Offenbach am Main haben dem Energie-Scout-Projekt von vier Auszubildenden der Biotest AG den ersten Preis verliehen. 420 Kilogramm Müll kann das Unternehmen jährlich einsparen, wenn es die Idee von Reyhan Akkaya, Diandra Kresic, Yannik Pieroth und Oliver Stoll umsetzt. V. l. n. r.: Stefanie Kaulich, Vizepräsidentin der IHK Frankfurt am Main, der Preisträger Oliver Stoll, Peter Sülzen von der IHK Offenbach am Main, die Preisträgerin Diandra Kresic, Dieter Rohrer, Ausbildungsleiter der Biotest AG, sowie die Preisträger Reyhan Akkaya und Yannik Pieroth. Fo to : I H K Fr an kf ur t a m M ai n 47Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 BILDUNG NETZWERKE V. l. n. r.: Nadine Plachta, Sandra Hug, Gino Scalinci, Maren Seum, Anna Wolf und Milena Keuerleber, Geschäftsführerin der WJ Offenbach am Main. Fo to : W J #Booster 22 – WJ Offenbach starten durch Entwicklung und Wachstum in allen Lebensbereichen Warum lohnt es, sich bei den Wirtschaftsjunioren ehrenamtlich zu engagieren? Welchen Mehrwert bietet das Netzwerk? Das haben wir den neu gewählten Vorstand der Wirtschaftsjunioren gefragt. Außerdem haben wir nachgehakt, welche Ziele sich der Vorstand für 2022 gesetzt hat. Es wurde deutlich: Die Wirtschaftsjunioren freuen sich auf das neue Juniorenjahr, denn es gibt viel zu bewegen, viel zu lernen und gute Anlässe, sich persönlich wiederzusehen und zu vernetzen. Was hast du dir für 2022 vorgenommen? Welche Ziele willst du erreichen? „Für das Jahr 2022 habe ich mir vorgenommen, sowohl mein berufs- begleitendes Studium erfolgreich zu absolvieren, ein guter Papa zu werden und vor allem als diesjähriger Präsident unseres Kreises die Themen ‚Mitgliederakquise‘ und ‚Frauen und Mütter in Führungs- positionen‘ weiter voranzutreiben. Gemäß unserem Jahresmotto ‚#Booster 22 – Wir starten durch!‘ werden wir ein weiteres erfolg- reiches Juniorenjahr stemmen.“ Wo siehst du die Wirtschaftsjunioren in fünf Jahren? „Die Wirtschaftsjunioren Offenbach werden in den nächsten fünf Jahren weiter gemeinsam wachsen und neue Mitglieder gewinnen, welche sich mit ihren Ideen und Innovationen einbringen. WJ Offen- bach wird gemeinsam weiter für Diversität und gegen Rassismus stehen. Nach knapp zwei Jahren der Onlinetreffen freue ich mich auf schöne Stammtische in Präsenz und weitere herausragende Sommerfeste.“ Was ist die USP (Unique Selling Proposition/Alleinstellungsmerk- mal), um den Wirtschaftsjunioren 2022 beizutreten? „Ich bin den Wirtschaftsjunioren beigetreten, weil ich mich mit anderen jungen Führungskräften, Unternehmerinnen und Unter- nehmern auf Augenhöhe austauschen wollte. Das Netzwerk begeistert und motiviert mich immer wieder aufs Neue.“ Was verbindest du mit Offenbach und den Wirtschaftsjunioren? „Mit Offenbach verbinde ich Entwicklung, Internationalität, Kreativi- tät, Akzeptanz und Innovation. Und genau diese Attribute stimmen auch mit den Werten der Wirtschaftsjunioren überein. Die Wirt- Gino Scalinci, Präsident 2022 Maren Seum, Vize-Präsidentin 2022 Sandra Hug, Schatzmeisterin 48 Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 schaftsjunioren bieten ein Netzwerk für die persönliche und unter- nehmerische Weiterentwicklung, in dem das soziale Miteinander und die gesellschaftliche Verantwortung großgeschrieben werden.“ Was haben die Wirtschaftsjunioren dir persönlich gebracht? „Entwicklung & Wachstum in allen Lebensbereichen! Ich habe mich insbesondere im unternehmerischen Mindset und unternehmeri- schen Handeln entwickelt. Das, was man bei den Wirtschaftsjunioren lernt, bekommt man in keinem Studium vermittelt. Das Netzwerk ist einfach Gold wert – sowohl im Business als auch im privaten Leben.“ Dienstreisen in Zeiten von Corona Auch in der Pandemie reisen Mitarbeite- rinnen und Mitarbeiter für Unternehmen ins Ausland, ob es um Wartungsarbeiten, Maschineninstallationen, Vertragsverhand- lungen oder das Neukundengeschäft geht. Nur wenn die Einsätze gut strukturiert vor- bereitet sind, enden sie derzeit nicht schon am Flughafen oder an der Landesgrenze. Fast jedes Land kocht sein eigenes Süppchen. Die Einreise- und Quarantänevorschriften reichen von kaum existent bis zu extrem reglementiert. Dazu kommen praktische Hürden: Die Flugpläne sind eingeschränkt. Die Vorschriften in den Hotels variieren und der bürokratische Aufwand kann erdrückend sein. Auch bei der Rückkehr nach Deutsch- land gilt es, Regularien zu beachten. Strukturiert an das Thema herangehen – wie funktioniert das? Antworten gibt es im Kurz- impuls „Dienstreisen in Zeiten von Corona“ am 17.3.2022 im Rahmen der Spotlight-Reihe der IHK Offenbach am Main. Wie alle Spot- lights ist auch dieses so konzipiert, dass die entscheidenden Infos kurz und kompakt in 15 Minuten präsentiert werden. www.offenbach.ihk.de/P5687 Kontakt Silvia Schubert-Kester Telefon 069 8207-252 schubert@offenbach.ihk.de Kontakt Anna Wolf WJ-Ressort Kommunikation wolf@wj-offenbach.de www.wj-offenbach.de Nadine Plachta, Vorstand Anna Wolf, Immediate Past President Jetzt Follower der WJ Offenbach werden Folge uns auf Instagram, LinkedIn oder besuche uns in einer unserer unzähligen und vielfältigen Veranstaltungen! Wir freuen uns auf den offenen Austausch. LinkedIn www.linkedin.com/company/wj-offenbach/ Instagram www.instagram.com/wjoffenbach/ Facebook www.facebook.com/wjoff/ WJ-Kalender März/April 2022 02.03.2022 WJ-Heringsessen 31.03.2022 1 Tag Azubi 05.04.2022 WJ-Stammtisch Alle Infos und Termine www.wj-offenbach.de 49Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 VERANSTALTUNGEN Ausgabedatum 1. März 2022 Titelbild Adobe Stock - Yevhen Das Magazin wird auf umweltfreundlichem FSC®-Papier klimaneutral gedruckt. Designkonzept, Gestaltung, Titelbild, Verlag und Druck Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, 60386 Frankfurt www.zarbock.de Verlagsleitung: Ralf Zarbock Anzeigendisposition Anette Kostrzewa Tel. 069 420903-75 anette.kostrzewa@zarbock.de Anzeigenpreisliste Gültig ab 1. November 2021 Mediadaten www.offenbach.ihk.de/P460 IMPRESSUM Herausgeber Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Postfach 10 08 53 63008 Offenbach am Main Frankfurter Straße 90 63067 Offenbach am Main Tel. 069 8207-0 | Fax -199 redaktion@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de Verantwortlich Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main Redaktion redaktion@offenbach.ihk.de Birgit Arens-Dürr (Chefredakteurin) Tel. 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr ( jeweils am 1. des Monats) Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der IHK-Mitgliedschaft und kann jederzeit per Hinweis an den Herausgeber beendet oder wieder aufgenommen werden. Wir nutzen in der IHK Offenbach am Main eine Sprache, die gerecht ist und niemanden bevorzugt oder benachteiligt, jeden anspricht und nieman- den ausschließt. Unsere Sprache respektiert die aktuellen Recht- schreibregeln und ist gleichzeitig verständlich, eindeutig und gut lesbar. Da wir im Sinne der Gleichbehandlung immer alle Geschlechter mei- nen, verwenden wir zum Beispiel Doppelnennun- gen, geschlechterneutrale Begriffe, Pluralformen, Funktionsbezeichnungen oder abwechselnd die männliche und die weibliche Form. Wenn gele- gentlich nur eine Form genannt wird, um bessere Lesbarkeit zu erreichen oder weil es übergeordne- te Vorgaben erzwingen (z. B. Prüfungsordnungen), gilt diese im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter und Personengruppen. Mit dieser Vorgehensweise beabsichtigen wir keinerlei Wertung. Auf Zusatzzeichen und Binnengroßbuchstaben verzichten wir, weil diese die Barrierefreiheit, den Lesefluss und die Auffindbarkeit durch Suchma- schinen beeinträchtigen. Derzeit gibt es in Deutschland keine einheitlichen Regeln für eine geschlechtergerechte Sprache. In der IHK Offenbach am Main nehmen wir an der Diskussion zum Thema teil und entwickeln auch im Netzwerk der deutschlandweiten IHK-Organi- sation weitere praxisnahe, akzeptable Lösungen dazu. Sie haben Fragen, Hinweise oder Anregungen zur geschlechterneutralen Sprache? Dann schreiben Sie uns! Vollbeilage Schultz KG GmbH & Co. KG, Wiesbaden VORSCHAU 5-6 Offenbacher WIRTSCHAFT Das Magazin der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main für die Region 5-6 | 2022 itelthema t Wirtschaft und Politik Titelthema | Wirtschaft und Politik Anzeigenschluss für die Ausgabe Mai/Juni 2022 ist der 06. April 2022. Redaktionsschluss für die Ausgabe Juli/August 2022 ist der 01. Juni 2022. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Themen aus aktuellen Anlässen ändern können. Kostenloses Webinar für neue Mitglieder Startklar für die Mitgliedschaft im starken IHK-Netzwerk Im IHK-Boarding am Dienstag, 29. März 2022, um 14:00 Uhr, erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wie die Arbeit der IHK ihr Unternehmen direkt und indirekt unterstützt. Existenzgründer, Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich neu in Stadt und Kreis Offenbach angesiedelt haben, entdecken auf einem Rundflug die Aktivitäten und Beratungsleistungen der IHK Offenbach am Main. Anschließend erhalten sie im Chat Antworten auf ihre individuellen Fragen. www.ihkof.de/boarding Gr af ik : I H K 50 VERANSTALTUNGEN Offenbacher Wirtschaft März/April 2022 Business to Business Ihr direkter Kontakt zum Marktplatz: 0 69/42 09 03-75 oder per E-Mail verlag@zarbock.de PRÄSENTATIONSMAPPENPräsentationsmappen Anzeigenschluss für die Mai/Juni-Ausgabe: 6. April 2022 Sichern Sie sich Ihre Platzierung unter 0 69 /42 09 03-75 verlag@zarbock.de Sicherheit Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit 24h-Service BWS Sicherheitsdienste GmbH Tel. 0 69 / 88 81 45 Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit www.bws-offenbach.de Sicherheitsdienst Mit einer Anzeige in der Offenbacher Wirtschaft erreichen Sie 24.000 Entscheider in Stadt und Kreis Offenbach. Wir beraten Sie gerne: Marion Stumpp 069/42 09 03 55 marion.stumpp@zarbock.de itelthema t Metropolregion Rhein-Main Nachrichten Ohne Ehrenamt geht es nicht | Ratgeber Eigentumsvorbehalt bei Warenlieferungen – Must-have für Exporteure | Netzwerke Auf Bundesebene aktiv für den „besten Unternehmerverband“ 1–2 | 2022 TITELTHEMA Wirtschaftsfaktor Mensch Nachrichten Gastronomie wird digital(er) | Ratgeber Bald kein gelber Zettel mehr bei Krankheit | Veranstaltungen Startklar für die Mitgliedschaft im starken IHK-Netzwerk 3–4 | 2022 Apartmenthotels Apartments-Seligenstadt.de Die preiswerte Hotelalternative Eine Nacht oder ein ganzes Jahr Preisanfrage 06182-827120 Immobilien Wohnen & Arbeiten unter einem Dach Baugruppe sucht Mitstreiter für ein Grundstück in OF oder Ffm. Bei Inte- resse: mail@amazonashaus.de Immobilien Wohnen & Arbeiten unter einem Dach Baugruppe sucht Mitstreiter für ein Grundstück in OF oder Ffm. Bei Inte- resse: mail@amazonashaus.de Übersetzungen Übersetzungen Beglaubigte Übersetzungen DE-EN und mehr vom qualifizierten Profi. www.linguakraft.com Naturstein Steinplatten Mauerstein Platten 0172/9189217 Datenschutzbeauftragter www.all-in-media.com Datenschutzbeauftragter www.all-in-media.com Immobilien Kostenfreie Immobilienbewertung adler-immobilien.de T. 069. 955 22 555 Wir ermitteln den reellen Marktwert Ihrer Immobilie - kostenfrei & unverbindlich. Bei Verkaufswunsch entwickeln wir gerne mit Ihnen eine Vermarktungs- und Preisstrategie. Immobilien Kostenfreie Immobilienbewertung adler-immobilien.de T. 069. 955 22 555 Wir ermitteln den reellen Marktwert Ihrer Immobilie - kostenfrei & unverbindlich. Bei Verkaufswunsch entwickeln wir gerne mit Ihnen eine Vermarktungs- und Preisstrategie. LagertechnikLagertechnik Zeitarbeit Koch & Benedict GmbH Personal-Service. Ihr zuverlässiger Partner bei Personalbedarf. Tel. 08 00/2 04 01 00 (kostenfrei) www.kochundbenedict.de Zeitarbeit Koch & Benedict GmbH Personal-Service. Ihr zuverlässiger Partner bei Personalbedarf. Tel. 08 00/2 04 01 00 (kostenfrei) www.kochundbenedict.de Industrienähmaschinen Apartments-Seligenstadt.de Die preiswerte Hotelalternative Eine Nacht oder ein ganzes Jahr Preisanfrage 06182-827120 INDUSTRIENÄHMASCHINEN Ihr Partner für Industrienähmaschinen Verkauf, Service und Zubehör-Sonder lösungen aller gängigen Fabrikate Tel. 0 61 05-92 30 83 · tec-team@t-online.de www.tec-team.de Stahlhallenbau 02651.96200 Jetzt QR-Code scannen und alle Bonus-Deals1 entdecken. volkswagen-frankfurt.de/neuwagen Modellhighlights mit kurzer Wartezeit und bis zu 500,00 € Bonus1 sichern Ihr Volkswagen Partner Volkswagen Automobile Frankfurt GmbH Mainzer Landstraße 406 60326 Frankfurt Donaustraße 32 63452 Hanau Offenbacher Straße 138 63263 Neu-Isenburg Tel. 069 870016 1952 volkswagen-frankfurt.de Fahrzeugabbildung zeigt Sonderausstattungen gegen Mehrpreis. Gültig bis zum 31.03.2022. Stand 02/2022. Änderungen und Irrtümer vorbehalten. 1 Bonus für berechnungsfreie Sonderausstattung in Aktionsmodellen: 250,00 € brutto für den Polo, den Taigo, den T-Roc und das T-Roc Cabriolet sowie 500,00 € brutto für den Tiguan, den Golf GTI und den Golf GTI Clubsport. 2 Ein Angebot der Volkswagen Leasing GmbH, Gifhorner Str. 57, 38112 Braunschweig. Für gewerbliche Einzelabnehmer mit Ausnahme von Sonderkunden. Zzgl. Überführungskosten und MwSt. Bonität vorausgesetzt. Taigo Style 1.0 TSI OPF 81 kW (110 PS) 6-Gang Kraftstoffverbrauch, l/100 km: innerorts 5,9 / außerorts 4,1 / kombiniert 4,8; CO₂-Emissionen, g/km: kombiniert 109 Ausstattung: Multifunktionslenkrad in Leder, Einparkhilfe (Warnsignale bei Hindernissen im Front- und Heckbereich), Müdigkeitserkennung, Digitaler Radioempfang DAB+, Digital Cockpit Pro, Klimaanlage mit Aktiv-Kombifilter u. v. m. Lackierung: Ascotgrau GeschäftsfahrzeugLeasingrate monatlich: 155,00 €2 Leasingsonderzahlung: 999,00 € Laufzeit: 48 Monate Jährliche Fahrleistung: 10.000 km Bonus-Deals1 bei Volkswagen Frankfurt Wir toppen alle ST ANDARDS
Dateityp: application/pdf
Verlinkt bei: