TITELTHEMA Wirtschaftsstandort Egelsbach ▲ Nachrichten Unternehmer stärken die Wirtschaftsförderung | Netzwerke Innovatives 3D-Druckverfahren spart Kosten, Zeit und Material | Ratgeber Steuerchaos - Kurzfristige Änderung mit weitreichenden Folgen 7–8 | 2020 Wir sind Hersteller Lokal. Schnell. Flexibel. „SMC Deutschland bietet ein außergewöhnlich umfangreiches Produktspektrum. Unsere große Fertigungstiefe, eine hochmoderne lokale Produktion und hervorragend qualifi zierte Mitarbeiter sichern unseren Kunden schnell verfügbare Produkte und individuelle Lösungen.“ Marius Pulter, Manager Production, Egelsbach www.smc.de SMC Deutschland GmbH Boschring 13-15 • 63329 Egelsbach Tel. +49 (0) 6103 402-0 info@smc.de • Aus dem Schatten ins Licht Lange fristete Egelsbach als südlichste und zweitkleinste Kommune des Kreises Offenbach ein Schattendasein auch in der Wahrnehmung vieler Unternehmen und Wirtschaftsvertreter. In den letzten zwei Jahren hat sich die Gemeinde aber auf den Weg gemacht, dieses Image abzuschütteln und sich zu einem attraktiven Wirtschafts- standort weiterzuentwickeln. Die Rahmenbedingungen dafür stimmen: Egelsbach ist in puncto Verkehr hervorragend angebunden. Ein zentraler S-Bahnhof, das erste fertiggestellte Teilstück der Radschnellverbindung zwischen Darmstadt und Frankfurt, kurze Wege zu zwei wichtigen Auto- bahnen und sogar ein eigener Flugplatz sprechen für sich. Auch die soziale Infrastruktur stimmt. Als eine der wenigen Kommunen ohne Warteliste in der Kinderbetreuung ist der Standort auch für Familien attraktiv. Hinzu kommen die dritthöchste Kaufkraft im Kreis und eine gut qualifizierte Bevölkerung. Leider fehlte es Egelsbach lange an einem nachhaltigen Konzept zur Weiterentwicklung des Ortes und zur Förderung der Wirtschaft. Doch hier hat sich seit 2018 viel getan. Zurzeit wird unter Beteiligung der Bevölkerung ein Leitbild erstellt, das auch die Eck- punkte für die Wirtschaftsförderung festlegen soll. Darüber hinaus gibt es umfangreiche Bestrebungen, die Planungsfehler und Fehlentwicklungen der letzten Jahrzehnte in konstruktiven Gesprächen mit den übergeordneten Behörden und privaten Investoren zu korrigieren, um attraktive Rahmenbedingungen für neue Gewerbeansiedlungen zu schaffen. Egelsbach ist im Aufbruch! Lesen Sie im Titelthema der Offenbacher Wirtschaft, was sich in unserem Ort gerade so bewegt, und seien Sie dabei, wenn wir gemeinsam die Zukunft unserer Region aktiv gestalten. Unsere Expertin für Wirtschaftsförderung Frau Saper- Ohmann und ich stehen Ihnen gerne auch persönlich für Gespräche zur Verfügung. Ihr Fo to : G em ei nd e Eg el sb ac h Tobias Wilbrand Bürgermeister EDITORIAL 3Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 TITELTHEMA WIRTSCHAFTS- STANDORT EGELSBACH 12 Filmreif: Die südlichste Gemeinde im Kreis Offenbach entwickelt sich gewaltig. NACHRICHTEN 5 Unternehmer stärken die Wirtschaftsförderung 5 Kostenloses Webinar für neue IHK-Mitglieder 6 IHK: Jetzt Lieferketten sichern und Bürokratie abbauen 8 Unternehmen reagieren kreativ 10 Innovations-Champion 11 Moderner und umweltfreundlicher TITELTHEMA 12 Egelsbach – eine Gemeinde im Aufbruch 16 Aufwind für den Flugplatz 18 Fliegen, arbeiten, genießen 20 Bei Pro Walk, Optimus & Neuron reingeschaut 22 Kundennähe und großes Portfolio sichern den Erfolg 24 Ein Leben ohne Vliesstoffe? Undenkbar! 25 Die Automation der Zukunft 26 Frasers Park Egelsbach 27 Das Wichtigste auf einen Blick 28 Klares Bekenntnis zu Egelsbach 29 VERLAGSSPECIAL MENSCHEN & WIRTSCHAFT 34 Herausforderungen partnerschaftlich meistern 34 Arbeitsjubiläen RATGEBER 35 Onlinedatenbank für die Umwelt- und Energiebranche 36 Kurzfristige Änderung mit weitreichenden Folgen 38 In schwierigen Zeiten online präsent BEKANNTMACHUNGEN 30 Anmeldung zu den Abschlussprüfungen im Sommer 2020 BILDUNG 39 Freie Fahrt für Azubis 40 IHK. Die Weiterbildung 41 Berufsbezogene Weiterbildungen mit der Bundeswehr NETZWERKE 44 Kluge Kundengewinnung: digital. 45 Das sind die Wirtschaftsjunioren 46 Innovatives 3D-Druckverfahren spart Kosten, Zeit und Material 48 Auf IHK-Sachverständige ist Verlass VERANSTALTUNGEN 49 Nachhaltig erfolgreich 50 Kunst zum Kaufen 50 Auf Veränderungen vorbereiten Fo to : H es si sc he F lu gp la tz G m bH E ge ls ba ch 4 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 INHALT Der Expertenrat wird im Rahmen des neuen Wirtschaftsstandortkonzepts eingerich- tet, das Offenbach attraktiver für Unternehmen machen soll. Das neue Gremium unterstützt und berät die Stadt, kann interne Empfehlungen aussprechen und die Arbeit der Wirtschaftsförderung ideenreich und öffentlichkeitswirksam begleiten. „Die Mitglieder des Expertenrats sollen über unsere bestehenden Kontakte hinaus dabei helfen, unsere Arbeit stetig besser zu machen“, erklärt Oberbürgermeister Felix Schwenke. „Außerdem sollen die Mitglieder als Botschafter für den Standort Offenbach werben.“ Als erste Wirtschaftsvertreterin hat sich Kirstin Schoder-Steinmüller, Präsidentin der IHK Offenbach am Main und Unternehmerin aus Langen, zur Mitarbeit bereit erklärt: „Als Unternehmerin kann ich bestätigen, wie wichtig schnelle Verfahren und vor allem eine kunden- und lösungsorientierte Verwaltung für die Wirtschaft sind. Mit dem Wirtschaftsstandortkonzept hat Oberbürgermeister Schwenke einen Verände- rungsprozess in Politik und Verwaltung gestartet, der von der Zielgruppe, nämlich den Unternehmern, begleitet werden muss. Deshalb bringe ich mich gerne aktiv als Mitglied im Expertenrat ein.“ „Damit der Expertenrat die unterschiedlichen Aufgaben und Zielsetzungen der Wirtschaftsförderung fachlich unterstützen kann, muss er breit aufgestellt sein. Er darf aber auch nicht zu groß werden, um handlungsfähig zu sein“, sagt Schwenke. Das Gremium unter Vorsitz des Dezernenten für Wirtschaftsförderung (aktuell der Oberbürgermeister) setzt sich deshalb aus maximal 20 Frauen und Männern inklusive des zuständigen Dezernenten und aller hauptamtlichen Dezernenten der Stadt Offenbach zusammen. www.offenbach.de/wirtschaft Praxiswissen für Offenbach Unternehmer stärken die Wirtschaftsförderung Offenbach hat beschlossen, einen Expertenrat Wirtschaftsförderung einzurichten. IHK-Präsidentin Schoder-Steinmüller wird ihm angehören. IHK-Präsidentin Schoder-Steinmüller setzt sich auch im Expertenrat Wirtschaftsförde- rung für den Standort Offenbach ein. Fo to : I H K IHK-Boarding zu Leistungen und Beratungsangeboten Kostenloses Webinar für neue IHK-Mitglieder Im IHK-Boarding am Montag, 24. August 2020, von 14.00 bis 15.00 Uhr, erfahren die Teilnehmer, wie sie von der IHK-Mitglied- schaft profitieren und wie die Arbeit der IHK ihr Unternehmen direkt und indirekt unterstützt. Zielgruppe sind Existenzgründer und Unter- nehmen, die sich neu in Stadt und Kreis Offenbach angesiedelt haben. Nach einem allgemeinen Rundflug über die Aktivitäten und Beratungsleistungen der IHK Offenbach am Main haben die Teilnehmer die Möglich- keit, Fragen im Chat zu stellen. www.ihkof.de/boarding NAME OF PASSENGER IHRE ZUGANGSDATEN ERHALTEN SIE DURCH ANMELDUNG UNTER DEM GENANNTEN LINK. NAME OF PASSENGER PROF. DR. HERBERT VAN DE VOLLMERHÖS PROF. DR. HERBERT VAN DE VOLLMERHÖS 123456 GATE boarding time WWW.IHKOF.DE/BOARDING 14:00 123456 20-08-24 20-08-24 17A 17A IHK-ID No. IHK-ID No. DATE DATE SEAT SEAT SIE IHK 5Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 NACHRICHTEN Die hessischen Unternehmen sind im welt- weiten Geschäft sehr erfolgreich – voraus- gesetzt, die Lieferketten (Supply Chains) funktionieren. In der Coronakrise sind diese vielfach in Bedrängnis geraten, weil Grenzen geschlossen oder Im- und Exporte eingeschränkt waren. 45 Prozent von 4.000 deutschen weltweit agierenden Unternehmen haben in der aktuellen Umfrage der Auslands- handelskammern von Problemen mit der Logistik oder den Lieferketten berichtet. „Wir beobachten eine ‚regionale Globali- sierung‘ – und das nicht erst seit Corona“, bemerkte Prof. Dr. Christian Kille, Professor der Handelslogistik an der Hochschule Würz- burg-Schweinfurt und Marktexperte der Bun- desvereinigung Logistik e. V. (BVL), beim vir- tuellen Netzwerktreffen Zoll@work. So heißt die Plattform der IHK Offenbach am Main für Praktiker im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht. Aus der Krise lernen IHK: Jetzt Lieferketten sichern und Bürokratie abbauen Die IHK Offenbach am Main ist überzeugt: Engpässe durch unterbrochene Lieferketten können zukünftig vermieden werden, wenn die Produktion zurück in die Region verlagert und bürokratische Hindernisse abgebaut werden. In der Coronakrise hat sich gezeigt, wie leicht weltumspannende Lieferketten reißen können. Der Trend geht zur Regionalisierung. Fo to : S to ck .A do be - Go ld en S ik or ka IHR LOGISTIK- UND TRANSPORTDIENSTLEISTER WELTWEIT www.agotrans.de agotrans Logistik GmbH Behringstraße 1 6 3110 Rodgau Tel. : +49 (0) 6106 - 28 38 - 0 · info@agotrans.de 6 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 NACHRICHTEN Kontakt Silvia Schubert-Kester Telefon 069 8207-252 schubert@offenbach.ihk.de Telefon Mail Online 06108 6020 info@tillmann-verpackungen.de tillmann-verpackungen.de Sonderanfertigung • Standardsortiment • Konfektionierung Die richtige Verpackung bringt Ihr Produkt groß raus. IHK Offenbach - 2017.indd 1 11.01.17 11:40 Der Kreis trifft sich, um aktuelle Themen und Fragen aus der Praxis zu diskutieren und sich mit Experten auszutauschen. „Die Supply Chains (Lieferketten) werden kürzer“, berichtete Kille. „Produkte müssen vielleicht nicht mehr um die ganze Welt geschickt werden. Je mehr Beteiligte involviert sind, je mehr Grenzen überschritten werden müssen, desto mehr kann passieren. Die Entwicklung geht weg von einem zentralen Produktionsort in China für die Welt, hin zu einem in China für China plus einem zweiten in oder in der Nähe von Europa für Europa. Dieser Trend, den wir seit Jahren erleben, bekommt jetzt einen starken Schub.“ Dafür gibt es eine Reihe von Gründen: Zum einen sind die Anforderungen auf den regio- nalen Märkten unterschiedlich. Zum anderen ist die Nachfrage aufgrund der größeren Variantenvielfalt schlechter prognostizierbar. Auch der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit und die zuletzt stark gestiegenen Frachtkos- ten nehmen erheblich Einfluss. Giuseppe Guzzardella, Betriebsleiter der Verzollungsbüro Butz GmbH in Rödermark Wir beobachten eine ‚regionale Globalisierung‘ – und das nicht erst seit Corona. und Mitglied des IHK-Netzwerks Zoll@work, beobachtet: „In den letzten Wochen sind die Preise für Luftfrachten zum Teil in den Himmel geschossen. Wir haben stark schwankende Tagespreise gesehen, die teil- weise auf das Zwei- bis Zehn- fache der Kosten gestiegen sind. Anstelle von Passagieren wurden auf den Flugzeugsitzen Pakete befördert. Auch wurden Passagierflugzeuge leergeräumt, indem die Sitze entfernt und eingelagert wurden, denn das Aufkommen und die Nachfrage sind groß. Das generelle Exportgeschäft ist rückläufig, aber im Import – vor allem von Schutzausrüs- tungen – können wir uns vor Aufträgen kaum retten.“ Die IHK-Organisation fordert, auf einen starken EU-Binnenmarkt zu setzen, denn Europa ist die wichtigste Handelsregion für deutsche Unternehmen. Kille findet es daher wichtig, zu fragen: „War es wirklich die beste Wahl, einzelne systemrelevante Produkte außerhalb der EU herzustellen?“ Binnenmarktregeln müssen konsequenter durchgesetzt und unnötige Bürokratie abgeschafft werden. Der freie Verkehr aller Waren, Dienstleistungen und Arbeitskräfte sollte so schnell wie möglich wieder gewähr- leistet werden. Viele Unternehmen sorgen sich, dass aktuelle Handelshürden nach der Coronakrise fortbestehen. „Die Politik muss weg von einem ‚trial and error‘ hin zu ‚lessons learned‘. Wir haben einen Nachholbedarf in puncto Digitalisierung und wir müssen etwas tun in der Nachhaltigkeit. Das bedarf gezielter Finanzhilfen“, ist Kille überzeugt. Dass in die Digitalisierung investiert werden muss, sieht auch Horst Scharf, Geschäfts- führer der Format Software GmbH in Dreieich und Zoll@work-Mitglied: „Wir haben Anfragen von namhaften Unternehmen vorliegen, die sich mehr Transparenz in der Supply Chain wünschen. Dazu arbeiten wir derzeit an einer Plattform. Über sie sollen alle, die in die Lieferkette eingebunden sind, Informationen einsehen oder Daten sogar anreichern können. Egal ob Lieferant, Spediteur, Kunde oder der Zoll – egal wo man sich in der Kette befindet, die Kommunikation soll zukünftig in Echtzeit laufen.“ Bei Fragen zu internationalen Lieferketten und grenzüberschreitenden Geschäftsbezie- hungen finden Unternehmen Unterstützung in der IHK Offenbach am Main. In die Bera- tung bezieht sie das Netzwerk der deutschen Auslandshandelskammern (AHK) ein. www.offenbach.ihk.de/N978 www.ihkof.de/zollnetzwerk 7Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 NACHRICHTEN Stark trotz Corona Unternehmen reagieren kreativ Corona bietet auch Chancen. Das zeigen die Beispiele von Betrieben, die ihre Produkt- und Dienstleistungsangebote an die speziellen Bedürfnisse in der Krise angepasst haben. Schön sauber Die Desinfektionssäule Desi Standart von Harema in Rodgau macht es leicht, strenge Hygieneregeln einzuhalten. Das stabile, aus Edelstahl gefertigte Gehäuse ist korrosions- und temperaturbeständig. So kann die Station sowohl in Innenräumen als auch im Außenbereich aufgestellt werden. Die frei- stehende Säule ist einfach zu montieren und zu transportieren. Eine integrierte Boden- platte verleiht ihr sicheren Stand. www.harema.de Fo to : H ar em a Steht stabil und sieht gut aus. Die Geschäftsleitung der Alfred Clouth Lack- fabrik, Constantin Clouth (M.) und Alexander Eisenacher (r.) mit dem technischen Leiter Dr. Achim Völker (l.). Desinfektionsmittel aus Waldhof Immer wieder sind Desinfektionsmittel in der letzten Zeit knapp geworden. Die Alfred Clouth Lackfabrik hat sich deshalb dazu entschlossen, Handdesinfektions- mittel nach der Rezeptur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herzustellen. Einige der dazu benötigten Rohstoffe werden sonst zur Produktion von Holz- lacken verwendet. Darum konnte Clouth schnell auf den Notstand reagieren. Das Desinfektionsmittel sei vor allem für die Kommunen in Stadt und Kreis Offenbach bestimmt und werde für Feuerwehr, Polizei, städtische Einrichtungen, öffentliche Verkehrsmittel und Stadtverwaltungen zur Verfügung gestellt, die dringend darauf angewiesen sind. „Wir stehen in Zeiten von Corona besonders in unserer Heimat- region Offenbach in einer gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung“, sagt Geschäftsführer Constantin Clouth. Die ersten Kanister seien zum Selbstkosten- preis an die Stadt Neu-Isenburg abgegeben worden. www.clou.de Schutzkleidung für Mediziner CWS, Serviceanbieter im Mietgeschäft für Waschraumhygiene, Schmutzfang- matten, Berufs- und Schutzkleidung sowie Reinraum mit Standort in Dreieich, hat Arbeitskleidung gespendet. Wegen der erhöhten Hygieneanforderungen ist es bei Ärzten zu Engpässen an Arbeitskleidung gekommen. Über 3.000 Artikel gingen an die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH). Sie seien für den medizinischen Einsatz in Corona-Schwerpunktpraxen und hessenweiten COVID-Koordinierungs- centern vorgesehen. www.cws.com Fo to : C lo ut h 8 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 NACHRICHTEN Füreinander sorgen Eine „Füreinander-Initiative“, an der sich unter anderem die Apotheke zum Löwen in Offenbach und die Druckerei Unterleider Medien GmbH aus Rödermark beteiligen, stellt kostenfrei das Desinfektionsmittel Ad invicem zur Verfügung. Ad invicem (lateinisch) bedeutet füreinander. 70 Liter des Mittels wurden über Spenden finanziert und in cirka 2.300 Flaschen zu je 30 ml abgefüllt. Apothekerin Franziska Hoefer erklärt: „Wir haben das Mittel an die Tafel Offenbach, Notunterkünfte in Offenbach, die Straßenambulanz und die Malteser abgegeben. Weitere Institutionen kommen hinzu beziehungsweise dürfen sich gerne melden.“ Industriedesigner Wolf Udo Wagner vom Frankfurter „Studio Wagner:Design“, Mitglied im Design-to-Business-Netzwerk der IHK Offenbach sowie im Innovationsnetzwerk Future Factory, hat die Initiative ins Leben gerufen. www.projektdrei.de Gewappnet mit Visieren und Masken Die Arno Arnold GmbH, Spezialist für die Entwicklung und Herstellung von Abdeckungen aus Obertshausen, fertigt aktuell auch transparente Vollgesichtsvisiere. 900 Stück davon hat das Unternehmen schon im Mai an das Sana-Klinikum in Offenbach, das Universitätsklinikum Essen und Alten- und Pflegeheime in Hessen und Rheinland-Pfalz gespendet. Für die Träger minimieren die Visiere das Risiko einer Krankheitsübertragung durch Tröpfcheninfektion und schützen die Augen- und Gesichtshautpartie vor Schmutzpartikeln und Spritzern. www.arno-arnold.de Die Vivoline GmbH aus Offenbach, fokussiert auf Erzeugnisse aus Kristall- und Nutzglas, hat Baumwollschutzmasken ins Angebot auf- genommen. Die zweilagigen Stoffartikel werden in der EU hergestellt, sind wasch- sowie wiederverwendbar und können kurzfristig geliefert werden. www.vivoline.de LSG-Mitarbeiter liefern Lebensmittel an. Ad invicem – Desinfektionsmittel für alle, die es benötigen, auch wenn sie es nicht kaufen können. Fo to : L SG Fo to : W ag ne r Der Textilmaschinenhersteller Karl Mayer in Obertshausen hat mit Partnern für Produktion und Prüfung in Rekord- zeit eine Fertigung von Mund- und Nasenmasken in Deutschland für Deutschland auf den Weg gebracht. Eine Maschine von Karl Mayer produziert bis zu einer Viertelmil- lion Masken pro Monat. Für unterschiedliche Ansprüche gibt es zwei Modelle: Typ 1 wird kurzfristig produziert und ist für den Alltag geeignet. Die Masken liegen durch eine 3D-Form gut an. Typ 2 lässt sich dank einer Tasche mit einer auswechselbaren Vlieseinlage ausstatten. Dies erhöht die Filterleistung. Nach der Nutzung können die Masken gewaschen und wiederverwendet werden. Beide Typen sollen hinsichtlich der Filterwirkung nach einem medizinischen Standard zertifiziert werden. www.karlmayer.com Lebensmittel für Bedürftige LSG Sky Chefs aus Neu-Isenburg berichtet, dass rund 15,5 Tonnen Lebensmittel an gemeinnützige Organisa- tionen im Rhein-Main-Gebiet gespendet wurden. Die im Zuge der Coronakrise überschüssig gewordenen Waren des Experten im klassischen Catering und in Bewirtungs- konzepten für Fluggesellschaften und Zugbetreiber gingen vor allem an die Initiative Essen für Alle (EFA) in Mörfelden- Walldorf sowie das Projekt Foodsharing e. V. in Frankfurt und Darmstadt. www.lsgskychefs.com 9Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 NACHRICHTEN In einem wissenschaftlichen Auswahlverfah- ren habe das Unternehmen in der Größen- klasse B (51 bis 200 Mitarbeiter) besonders in den Kategorien „Innovative Prozesse und Organisation“ und „Außenorientierung/Open Innovation“ überzeugt, urteilten die Juroren. Die Antec GmbH versorgt ihre Kunden mit Satelliten- und Breitbandtechnik, Internet, Telefonie oder Elektrotechnik. Außerdem übernimmt sie den Störungsdienst – gleich ob ein Internet- oder Kabel-TV-Anschluss ausfällt, ein Firmenkunden-Netzwerk streikt oder eine Videokonferenz zwischen Frankfurt und Tokio unterbrochen wird. Für die Geschäftsführer sei von Anfang an klar gewesen: Solche Auf- gaben kann nur eine effiziente Serviceeinheit lösen. Sie muss gut mit dem Innendienst ver- netzt sein, in dem Kundenberater Störungs- aufträge und Neuanschlüsse bearbeiten. Um Personal zu qualifizieren, bildet der Mittelständler Einsteiger und Berufswechsler zu Breitbandkabeltechni- kern aus und kooperiert dazu in einem separaten Unternehmensbereich mit externen Dozenten. Digital und innovativ sind laut Jury die Pro- zesse im Unternehmen: Auf der Website gibt es einen Störungsassistenten, der in Echtzeit Probleme meldet. Vor Ort rufen die Service- techniker die benötigten Daten auf Tablets ab. Parallel kann der Kundenberater, der die Ressourcen und Lagerbestände der Hardware kennt, alle Vorgänge verfolgen. www.antec-of.de TOP-Auszeichnung geht nach Offenbach Innovations-Champion Die Antec Antennentechnik GmbH aus Offenbach hat es 2020 zum zweiten Mal unter die TOP 100 Innovationsunternehmen geschafft. Haben im Juni erneut die Auszeichnung entgegengenom- men: die beiden Antec-Ge- schäftsführer Roberto Careddu (l.) und Pablo Gonzalez (r.). Fo to : A nt ec Digital und innovativ sind laut Jury die Prozesse im Unternehmen. 10 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 NACHRICHTEN Fo to : G eo rg M ar tin G m bH Innerhalb eines Jahres sollen digitalisierte Abläufe und eine moderne Transferfertigung das Geschehen bei dem Zulieferer bestim- men. Martin stellt Passscheiben und andere Kundenzeichnungsteile aus Metall- und Kunststofffolien her sowie komplexe Dünnblechprodukte und Baugruppen. Das Unternehmen zielt nun darauf, effizienter und ressourcenschonender zu arbeiten. Eine Investitionssumme von knapp zwei Millionen Euro fließt in ein neues ERP-/Shopfloor- System und eine moderne Servo-Trans- fer-Presse. Die neue Software verbessert die Steuerung der Produktions- und Geschäfts- prozesse. Mit der Transferpresse hält eine innovative Alternative zum traditionellen Folgeverbundverfahren Einzug in die Produk- tion des Unternehmens. Geld aus drei Töpfen Zur Finanzierung setzt Martin auf PIUS-Invest, ein Förderprogramm zum Ausbau des pro- duktionsintegrierten Umweltschutzes und zur Reduzierung von CO2-Emissionen. Das Land Hessen, der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der European Invest- ment Fund (EIF) stellen die Gelder bereit. Geschäftsführer Christoph Martin sagt dazu: „In weiten Teilen werden wir noch intensiver auf Ressourcenschonung setzen, um so unse- ren Beitrag zum Aufbau einer nachhaltigen Wirtschaft in unserem Land zu leisten. Sowohl die Transferfertigung mit ihren Möglichkeiten der Materialeinsparung als auch das neue ERP-System mit der Funktion, gleichartige Halbzeuge für verschiedene Kundenaufträge zusammenzufassen, eröffnen hier großes Potenzial.“ www.georg-martin.de Mehrfachnutzen mit Förderprogramm Moderner und umweltfreundlicher Mithilfe von PIUS-Invest optimiert die Georg Martin GmbH in Dietzenbach ihre Fertigung und vermindert gleichzeitig den Materialabfall und den CO2-Ausstoß. Das neue ERP-System kann den Arbeitsvorrat an den Maschinen visualisieren. Das Unternehmen kann bei maximaler Effizienz planen, beschaffen und Arbeiten ausführen. 11Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 NACHRICHTEN IM GESPRÄCH MIT BÜRGERMEISTER TOBIAS WILBRAND Egelsbach – eine Gemeinde im Aufbruch 12 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 TITELTHEMA Aufbruch – das wünschen wir alle uns nach der tiefen Krise, in die uns Corona gestürzt hat. Inwieweit befindet sich Egelsbach wegen beziehungsweise trotz der Pandemie im Aufbruch? Als ich vor fast drei Jahren als Bürgermeisterkandidat antrat, habe ich die Egelsbacherinnen und Egelsbacher aufgefordert, zwischen dem Aufrechterhalten des Status quo oder einem grundlegenden Wandel zu entscheiden. Am Ende hat sich eine deutliche Mehrheit für mich und somit für Veränderungen entschieden. Deshalb bemühe ich mich seit zwei Jahren darum, meine Wahlversprechen umzusetzen. Aus meiner Sicht sind die Grundlagen für einen erfolgreichen Wandel ein möglichst auch strukturell ausgeglichener Haushalt und eine funktionsfähige Verwaltung. Deshalb habe ich hierauf in den ersten Jahren meinen Schwerpunkt gelegt. Weitere wichtige Themen aus dem Wahlkampf waren die Überwindung des Sanierungsstaus in den Bereichen Infrastruktur und Liegenschaften, die Neuansiedlung von Gewerbe, die Umsetzung von beschlossenen Jugend- projekten, ein Konzept für die Versammlungsstätten und eine bessere Kommunikation mit der Bevölkerung und der Politik. Die Umsetzung dieser Ziele in den letzten beiden Jahren hat in verschiedenen Bereichen im Ort für Aufbruchsstimmung gesorgt. Welche Auswirkung hat nach Ihrer Einschätzung dieser Aufbruch auf die ortsansässigen Unternehmen und die Wirtschaft in Egelsbach insgesamt? Hier würde ich gerne zwischen den aktuellen und zukünftigen Auswirkungen unterscheiden. Bereits verändert hat sich zum Beispiel die Kommunikation mit den Unternehmen. Mit Amts- antritt habe ich umfangreiche Gespräche mit den zehn bis 15 wichtigsten Unternehmen geführt und seitdem den Kontakt weitestgehend aufrechterhalten. Die bessere Vernetzung hat gerade bei kleineren Projekten, wie der Errichtung von E-Tankstellen auf privatem Grund, für kurze Kommunikationswege gesorgt. Dies wollen wir weiter ausbauen. Mit dem Mühlloh wird nun ein neuer Gewerbepark errichtet, der weitere Flächen für Gewerbeneuansiedlungen zur Verfügung stellt. Außerdem beraten wir ansässige Unternehmen bei möglichen Expansionsplänen und stellen Kontakte zwischen Besitzern von Brachflächen und potenziellen Interessenten her. Auch hier gibt es einige vielversprechende Ansätze. Fo to : G em ei nd e Eg el sb ac h Es werden also gerade viele Weichen für die Zukunft in Egelsbach gestellt. 13Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 TITELTHEMA Aber vor allem für die zukünftige Ausrichtung der Wirtschaftsförderung sind zwei längerfristige Ansätze von entscheidender Bedeutung. Zum einen hat die Gemeindevertretung bereits im Januar 2018 die Erarbeitung eines Leitbildes unter Beteiligung der Bevölkerung beschlossen, das auch Auswirkungen auf die zukünftige Gewerbeansiedlung haben wird. Zum anderen wird ja bis 2023 der neue Regionale Flächennutzungsplan für die Rhein-Main-Region aufgestellt. Für die Planung der zukünftigen Entwicklung Egelsbachs wird es von großer Bedeutung sein, welche Flächen welcher Nutzung zugeführt werden können, denn zurzeit gibt es hier kaum noch ausbaufähige Flächen. Auch hier wird es von entscheidender Bedeutung sein, welche Vorgaben das Leitbild bezüglich des Wachstums der Gemeinde macht. Es werden also gerade viele Weichen für die Zukunft in Egelsbach gestellt. Wie diese Entscheidungen aus- fallen, wird prägend dafür sein, inwieweit der bereits angesprochene Aufbruch Früchte trägt. Gibt es schon erste Ergebnisse des von Ihnen beschriebenen Leitbildes? Auf was müssen sich die Unternehmen einstellen? Der Einfluss auf die bestehende Gewerbestruktur wird sicher nicht so groß sein. Bei einem Leitbild geht es ja vielmehr darum, die Leitplanken für die Zukunft festzulegen. Das Leitbild wurde bisher von themenorien- tierten Kleingruppen unter reger Beteiligung der Bevölkerung erarbeitet und muss nach der Festlegung der Kerninhalte noch redaktionell überarbeitet werden, bevor es zur Beschlussfassung in die Gemeindegremien geht. Die Festlegung der Kerninhalte war kurz vor Beginn der Coronakrise fast abgeschlossen. Wenn es nach den Arbeitsgruppen geht, wird Egelsbach nur noch moderat wachsen und versuchen, allzu großen Verlust an unbebauten Flächen zu verhindern. Bei der Gewerbeneuansiedlung wäre dann der Fokus auf wissens- und technologieaffine Unternehmen zu legen, die weniger große Flächen brauchen. Dafür müsste allerdings auch in die Infrastruktur für solche Unternehmen investiert werden. Sie haben gerade selbst darüber berichtet, dass durch die Pandemie der Leitbild-Prozess ins Stocken gekommen ist. Egelsbach war ja sehr früh durch einen bestätigten Infektionsfall in der Verwaltung unmittelbar von Corona betroffen. Wie steht die Gemeinde heute da? Egelsbach ist vergleichsweise gut durch die Krise gekommen. Durch die sehr frühe unmittelbare Betroffen- heit haben wir in der Gemeindeverwaltung frühzeitig Maßnahmen ergriffen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Glücklicherweise haben die Reformen in der Verwaltungsstruktur, die ich in den letzten beiden Jahren angestoßen habe, bereits gegriffen, so dass wir ausreichend handlungsfähig waren, um auf diese Herausforderung zu reagieren. Heute steht Egelsbach aus meiner Sicht vergleichsweise gut da. Die viel beschworene „neue Normalität“ ist ein Stück weit bereits Alltag. Wie hat sich Corona denn insgesamt auf die bereits angesprochene Aufbruchsstimmung im Ort ausgewirkt? Wie beeinflussen zum Beispiel die finanziellen Auswirkungen Ihre weiteren Pläne? Natürlich werfen auch uns die aktuelle Krise und die damit verbundenen Konsequenzen ein ganzes Stück zurück. Zum einen haben wir fast ein Quartal verloren, in dem weitere Gespräche und konkrete Planungen nur bedingt vorangetrieben werden konnten. Zum anderen ist auch in Egelsbach mit einem signifikanten Einbruch der Einnahmen, vor allem durch einen Rückgang der Gewerbesteuer, zu rechnen. Wir rechnen zurzeit mit einem Defizit von bis zu sechs Millionen Euro, also 20 Prozent unserer gesamten Einnahmen. Ich hoffe aber, dass diese Herausforderung uns nicht langfristig von der Umsetzung dieses Aufbruchs abhält. Welche Entwicklungen der letzten Jahre machen Ihnen Hoffnung, dass der Aufbruch gelingt? Und wie passt der bereits erwähnte Gewerbepark Mühlloh in dieses Gesamtbild? Hoffnung machen mir vor allem die guten und konstruktiven Gespräche, die wir sowohl mit den Investoren und Eigentümern infrage kommender Flächen als auch mit den Aufsichtsbehörden geführt haben. Wir 14 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 TITELTHEMA haben in Egelsbach einige Themen, die seit vielen Jahren ungeklärt sind. Ob das die Rolle der Gemeinde als Unterzentrum in Bezug auf die Versorgung durch den aus Sicht der Aufsichtsbehörden in Egelsbach überrepräsentierten Einzelhandel betrifft oder die Neugestaltung einiger sich in Privatbesitz befindlicher Brachflächen oder die Weiß- flächen im Regionalen Flächennutzungsplan in der Nähe des Flug- platzes. Überall sind wir heute einer Lösung deutlich näher als noch vor zwei Jahren. Ein gutes Beispiel dafür ist das Areal des sich nun im Bau befindlichen Gewerbeparks Mühlloh. Die grundsätzliche Entscheidung, dort Gewerbe anzusiedeln, wurde unter der Auflage, keine reinen Logistiker unterzubringen, bereits vor rund acht Jahren getroffen. Danach ruhte das Projekt, weil man sich viele Jahre nicht auf die Rahmenbedin- gungen für einen städtebaulichen Vertrag und die Umsetzung der Planungen des Investors einigen konnte. In den letzten zwei Jahren haben wir hier sehr intensive und teils kontroverse Gespräche geführt, mit dem Ergebnis, dass der Gewerbepark bis Ende des Jahres 2020 fertiggestellt werden kann. Jetzt gilt es in Gesprächen mit dem Investor darauf zu achten, dass bei der Vermietung der Immobilien auch Unter- nehmen zum Zuge kommen, die in Egelsbach Arbeitsplätze schaffen und nennenswert Gewerbesteuer zahlen. Dann wird das Projekt zu einer Win-win-Situation für alle Beteiligten. Ein weiterer Aspekt, der mich hoffnungsvoll stimmt, ist die Pers- pektive, dass wir mit Verabschiedung des Leitbildes erstmals eine grundlegende Orientierung haben, in welche Richtung sich Egelsbach in den nächsten Jahren entwickeln soll. Damit verfolgen wir dann eine ganzheitliche Strategie, anstatt in Einzelprojekten immer nur Stück- werk leisten zu können. Welche Rahmenbedingungen müssen aus Ihrer Sicht noch erfüllt sein, damit der Aufbruch in Egelsbach erfolgreich sein wird? Zunächst hoffe ich, dass die aktuelle Pandemie nicht noch einmal zu einem weitreichenden Lockdown führen wird. Wenn wir im Rahmen der „neuen Normalität“ in den nächsten Monaten die ausgesetzten Gespräche und Prozesse wieder aufnehmen können und die Ein- brüche bei den Erträgen sich zeitlich und vom Umfang her im Rahmen halten, wäre das eine wichtige Voraussetzung für die Fortsetzung des Umbruchs. Des Weiteren müssen die Gespräche mit Investoren und Aufsichts- behörden weiter so konstruktiv und zielführend verlaufen wie vor dem Lockdown. Der dritte, eher langfristige Faktor ist die Gestaltung des Regionalen Flächennutzungsplans und des Leitbildes, die uns beide wahrschein- lich in der zweiten Hälfte des Jahres und – zumindest, was den Regio- nalen Flächennutzungsplan betrifft – bis 2023 beschäftigen werden. Die Ergebnisse dieser beiden Prozesse werden die Leitplanken für mindestens die nächsten zehn Jahre setzen. Beide Themen werden auch in den politischen Gremien der Gemeinde diskutiert. Die Ergebnisse dieser politischen Beratungen werden also ebenfalls eine gewichtige Rolle dabei spielen, um den Aufbruch auch erfolgreich zu gestalten. Die Fragen stellte Birgit Arens-Dürr, IHK Offenbach am Main Wirtschaftsförderung. Aktiv. Kompetent. Egelsbach ist eine prosperierende Gemeinde in der Metropolregion FrankfurtRheinMain. Es liegt zentral und verfügt nicht nur über sehr gute Verkehrsanbindungen, sondern auch über eine herausragende soziale Infrastruktur – von Kita-Plätzen bis hin zu hoch qualifizierten Bürgerinnen und Bürgern. Damit setzt Egelsbach neue Maßstäbe bei der Kombination von Unternehmens- und Familienfreundlichkeit. Beim Finden unkomplizierter und lösungsorientierter Wege unterstützt die Wirtschafts- förderung alle Unternehmen, die vor Ort ansässig sind, und genauso diejenigen, die sich neu ansiedeln wollen. Kontakt Margit Saper-Ohmann Wirtschaftsförderin (VWA) Telefon 06103 405 131 margit.saper-ohmann@egelsbach.de www.egelsbach.de 15Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 TITELTHEMA „Egelsbach war schon immer verkehrsstark“, sagt Standortleiter Simon Bock-Janning. Der technische Begriff für die Anlage lautet „Verkehrslandeplatz“. Über 200 davon gibt es in der Bundesrepublik. Mit gut 70.000 Flugbewegungen zählt Frankfurt-Egelsbach, so der exakte Name, deutlich mehr als jeder andere. Das erklärt sich aus der Lage in einem mittelgroßen Einzugsgebiet mit einem sehr hohen Bedarf. In 16 Hallen sind cirka 170 Flugzeuge und Hubschrauber stationiert. Viele Privat- personen üben die Fliegerei in Egelsbach aus – manche als Hobby, andere auch aus beruflichen Gründen. Firmen haben ihre Luftfahrzeuge am Flugplatz stehen und er ist die Basis der hessischen Polizeifliegerstaffel. Außerdem ist er ein Ort der „Arbeitsluftfahrt“: Hubschrauber starten, um Hochspannungs- leitungen zu prüfen. Flugzeuge werden zum Vermessen von Neubaugebieten eingesetzt, um 3D-Fotos für Kartenwerke aufzunehmen oder Köder zur Wildtierimpfung abzu- werfen. Im Bereich Luftfracht geht es laut dem Standortleiter eher um „kleine, teure Pakete“: Da fliegt zum Beispiel das entschei- dende Ersatzteil für die Fertigungsstraße eines Automobilherstellers quer durch Europa. Pläne weisen in die Zukunft Aufwind für den Flugplatz Das Rhein-Main-Gebiet hat nicht nur den größten Flughafen, sondern seit 1955 auch den Verkehrslandeplatz mit den meisten Flugbewegungen in Deutschland. Die jährliche Zahl der Flugbewegungen macht den Flugplatz Egelsbach zum größten Platz der allgemeinen Luftfahrt in Deutschland. Fo to : H es si sc he F lu gp la tz G m bH E ge ls ba ch 16 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 TITELTHEMA Etwa 25 Firmen mit rund 700 Beschäftigten haben sich am Flugplatz angesiedelt, darunter zwölf gewerbliche und nichtgewerbliche Flugschulen, Hubschrauberschulen und -unternehmen, Wartungsbe- triebe, Verbände, ein Restaurant, Zulieferer von Gastronomie und ein Spezialist für Luftfahrtzubehör. Zum Team der Hessischen Flugplatz GmbH Egelsbach (HFG) gehören 35 Mitarbeiter. Die HFG ist Betreiber- und Eigentümergesellschaft der meisten Flächen und Hangars. Sie stellt die Crew im Tower, den Bodenverkehrsdienst sowie die Betriebs- feuerwehr und versucht durch ein Maximum an Eigenleistungen die laufenden Betriebskosten niedrig zu halten. Noch besser und sicherer werden „Verkehrslandeplätze sind Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge wie Krankenhäuser oder die öffentliche Infrastruktur“, erklärt Bock- Janning. „Egelsbach ist teilprivatisiert. Letztes Jahr hat die Triwo Unternehmensgruppe aus Trier den Mehrheitsanteil an der HFG übernommen. Die Stadt Langen und die Gemeinde Egelsbach sind Minderheitsgesellschafter.“ Triwo unterhält unter anderem bereits mehrere Flugplätze und kennt die Herausforderungen. Die Pläne des neuen Eigentümers sind umfassend: Der Flugplatz soll modernisiert werden. Sanierung von Gebäuden und Gelände, Digitalisierung, eine bessere Infrastruktur und Hallenneubauten sind wichtige Ansatzpunkte. Was nicht angestrebt wird, sind mehr Flugbewegungen. Stattdessen soll ein Satellitenanflugverfahren eingeführt werden. Das bringt insbesondere bei grenzwertigen Wetterlagen zusätzliche Sicherheit und ist ein Qualitäts- merkmal – gerade für die Business Aviation. Dies führt zu einer größeren Nachfrage nach Hangarplätzen, Konfe- renzräumen und sonstiger Infrastruktur. Die Entgelte an Flugplätzen sind überwiegend an der Tonnage der Flugzeuge ausgerichtet. Eine Landung eines großen Firmenjets entspricht in etwa 30 Landungen von kleinen Schulungsmaschinen. Der Umsatz könnte gesteigert werden, ohne dass die Zahl der Flugbewegungen in die Höhe geht. Denn zusätzliche Belastungen für die Bevölkerung sollen vermieden werden. Die HFG engagiert sich, Fluglärm auf das unvermeidbare Minimum zu reduzieren: Die Gebührenordnung unterstützt lärm- reduzierte Luftfahrzeuge. Es gibt ein jährliches Lärmgutachten sowie Lärmmessstationen, anhand derer die Lärmentwicklung kontinuierlich überprüft wird. Die Flugrouten sind optimiert und berücksichtigen soweit möglich die angrenzende Wohnbebauung. Mit allen Kommu- nen im Umland gibt es einen intensiven Austausch: Egelsbach ist einer der wenigen Verkehrslandeplätze mit einer Fluglärmkommission. Dieser gehören Vertreter von Bürgerinitiativen, der Kommunen, der Kreise und der Aufsichtsbehörden an. Von Corona erholen Zwar ist der Individualreiseverkehr unkomplizierter als die allgemeine Luftfahrt, weil es mehr einzeln Reisende gibt, die Fliegenden sich oft kennen und sie weniger gedrängt sitzen. Doch auch der Flugplatz hat unter der Corona-Pandemie gelitten. In Frankfurt-Egelsbach treffen sich viele Personen im Terminal, am Hangar oder an der Tankstelle. Zum Schutz der Kunden und der Mitarbeiter waren wie in vielen anderen Bereichen des öffentlichen Lebens Einschränkungen notwendig. Zusätzlich verbot das Land Hessen zeitweise die Flugausbildung, die etwa 40 Prozent der Flugbe- wegungen in Egelsbach ausmacht. Eine Zeitlang war der Flugbetrieb auf nur 15 Prozent der üblichen Bewegungen heruntergefahren. Das war ein tiefer Einschnitt. Inzwischen wurden die Stundenkapazitäten langsam wieder hochgefahren und das Schulungsverbot aufgehoben. Seit Mitte Mai herrscht Normalbetrieb, allerdings unter Beachtung aller Auflagen und Hygieneregeln. Bock-Janning hofft, dass der Flugplatz bald auch wieder als Standort für Events genutzt werden kann: „Ein Hangar hat ein ganz eigenes Flair und gibt Feiern oder Präsentationen einen besonderen Rahmen.“ www.egelsbach-airport.com Autorin Birgit Arens-Dürr Telefon 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Was nicht angestrebt wird, sind mehr Flugbewegungen. 17Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 TITELTHEMA Bereichen der Luftfahrt – von der allgemeinen und Geschäftsluftfahrt über die kommerzielle Luftfahrt bis zum Militär – nehmen es in Anspruch. In Egelsbach ist auch die Hauptgeschäftsstelle der Röder Gruppe angesiedelt. „Wir werden das Produkt- und Dienstleistungsportfolio weiter optimieren, um die 210 Arbeitsplätze – trotz der Konsolidierung in der Luftfahrtbranche – hier zu sichern.“, beschreibt Heberer die Pläne für die nähere Zukunft. www.roeder.aero Grillgenuss in geselliger Runde Gauchos treiben eine Rinderherde durch endlose Pampas. Bei Sonnenuntergang versammeln sie sich ums Feuer. Ein Spieß mit knusprigem Fleisch macht die Runde. Hier hat – so heißt es – das Rodizio seinen Ursprung: ein besonderes, süd- amerikanisches Steakrestaurant. Im Rodizio am Flugplatz Egelsbach bringen Kellner zehn verschiedene Fleischsorten gegrillt an den Tisch und schneiden Stücke davon direkt auf den Teller. Dazu gibt es vom Buffet Vorspeisen, Antipasti, Beilagen und Desserts, oder der Gast wählt – den Coronaregeln geschuldet – aus einem À-la-carte-Angebot. Die Atmosphäre ist rustikal und doch elegant dank hoher Decken, einer offenen Empore mit Zugang zur Dach- terrasse und eines Biergartens. Insgesamt finden bis zu 500 Personen Platz. „Aus der ganzen Metropolregion kommen unsere Gäste. Über die Autobahnen sind wir gut zu erreichen und es gibt ausreichend kostenfreie Parkplätze. Ein Plus ist der Blick auf das Fluggeschehen, der von fast jedem Platz aus zu genießen ist“, schwärmt der geschäftsführende Gesellschafter Frederick Schäfer. Das Rodizio-Team hat vor, die Öffnungszeiten auszuweiten und einen Mittagstisch anzubieten. Neben Fleischspezialitäten gibt es dann zum Beispiel auch wieder Pizza aus dem Steinofen. www.rodizio-flughafen.de Fo to : R od iz io Kompetenter Partner der Luftfahrt Die Röder Präzision GmbH ist darauf spezia- lisiert, Flugzeuge und deren Komponenten innerhalb kürzester Durchlaufzeit zu warten, zu reparieren und zu überholen. Schon in den 1950er-Jahren ist das 1922 gegründete Unternehmen an den Flugplatz gezogen. „Wir schätzen die zentrale, verkehrs- günstige Lage in Deutschland und die kurzen Wege zu unseren Kunden. Außerdem ist die Nähe zum Luftfahrtstandort Frankfurt ein großer Vorteil.“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter, Bastian Heberer. Die Experten von Röder Präzision warten Kleinluftfahrzeuge bis zu 5,7 Tonnen. Einzelne Komponenten werden instand gehalten, aber auch selbst entwickelt und hergestellt. Das Dienstleistungsspektrum ist weit gefasst. Unter anderem gehören die Oberflächenbe- arbeitung und der Handel mit Ersatzteilen zum Angebot. Kunden aus unterschiedlichen Fliegen, arbeiten, genießen Der Flugplatz Egelsbach ist das ideale Umfeld für viele Unternehmen. Einige davon stellen wir hier vor. Röder Präzision bietet ein großes Leistungspaket für reibungsloses und sicheres Fliegen. Frederick Schäfer (l.), ge- schäftsführender Gesellschaf- ter, und Michael Wehrmann, der am Flugplatz Grillmeister ist und als Cortador zu- ständig für das fachgerechte Aufschneiden des Fleischs. Fo to : R öd er 18 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 TITELTHEMA Auf direktem Weg ans Ziel Staus und Umleitungen überfliegen, wichtige Fracht im Rekordtempo zum Bestimmungsort bringen oder atemberaubende Ausblicke aus der Vogelperspektive genießen – Heli Transair macht es möglich. Das Unternehmen mit 25 Mitarbeitern verfügt über eine Hubschrau- ber-Flotte für Personen-, Fracht- und Rundflüge. Außerdem unterhält es einen eigenen Werftbetrieb für Wartung und Reparatur sowie eine Flugschule. „Wir bilden so viele Hubschrauberpiloten aus wie keine andere Schule in Deutschland“, erklärt Geschäftsführer Dirk Herr. „Daher genießen wir über die Landesgrenzen hinaus einen exzellenten Ruf. Wir vertreiben auch Hubschrauber.“ Er animiert Interessenten zum Flug über die eigene Heimat oder dazu, einen Hubschrauber selbst zu steuern. Seit der Gründung 1987 hat Heli Transair seine Wurzeln am Flugplatz Egelsbach. Ein zweiter Standort befindet sich am internationalen Flughafen Münster-Osnabrück. Weitere sind geplant. Zukünftig will das Unternehmen den Werftbetrieb noch besser auslasten und den Fokus stärker auf gewerbliche Personen- und Frachtflüge richten. „Egelsbach wird immer unser Hauptstandort bleiben. Hier schlägt unser Herz“, bekennt der Geschäftsführer. Der Flugplatz habe die meisten Flugbewegungen in Deutschland und liege ideal. Besonders lobt er die Zusammenarbeit mit den Betreibern. www.helitransair.com Fo to : H el i T ra ns ai r Fo to : E is en sc hm id t Per Hubschrauberflug gelangen Geschäftsreisende auf kürzestem Weg zum Termin. Blick ins Eisenschmidt-Ladengeschäft am Flugplatz Egelsbach. Alles, was das Pilotenherz begehrt Seit 22 Jahren ist die R. Eisenschmidt GmbH eine wichtige Adresse für die allgemeine Luftfahrt. Unter einem Dach vereint das Unternehmen Pilot Shop und Luftfahrtver- lag. Gleichzeitig fungiert es als Ansprechpartner für die allgemeine Luftfahrt. Seit 2013 ist es eine Tochterfirma der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH. Im Eisenschmidt-Webshop und im Ladengeschäft am Egelsbacher Flugplatz sind Luftfahrtpublikationen sowie Zubehör für die Flugvorbereitung und -durchführung erhältlich. Die Experten für Pilotenaus- und -fortbildung bieten zudem Schulungsmaterial und Seminare an, die sowohl vor Ort als auch online stattfinden. „Die Lage ist für einen Pilot Shop ideal“, sagt Ina-Katharina Coutandin, die das 16-köpfige Team der Eisenschmidt GmbH leitet. „Dort treffen wir genau unsere Zielgruppe von Privatpiloten und Luftfahrtbegeisterten. Kunden und Mitarbeiter erreichen uns gut.“ Inzwischen macht der Onlinehandel einen großen Teil des Geschäfts aus. Dennoch sei die Präsenz am Flugplatz auch zukünftig wichtig. „Der persönliche Kontakt zu unseren Kunden und Kundinnen im Ladengeschäft hat einen hohen Stellenwert für uns“, hebt die Geschäftsführerin hervor. www.eisenschmidt.aero IHR PARTNER IN SACHEN ETIKETTEN Für jeden Etikettenbedarf die passende Lösung. Individuell in Form, Farbe, Material und Haftung. Herderstraße 8 63073 Offenbach am Main Tel 069 89993-0 Fax 069 89993-45 info@of-etiketten.de www.of-etiketten.de OFFENBACHER ETIKETTENFABRIK Joachim Siebert Anzeige_184x46_2019_Layout 1 23.10.2018 11:25 Seite 1 19Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 TITELTHEMA Fo to : A re ns -D ür r/ IH K Birgit Arens-Dürr hat bei der Pro Walk, Optimus & Neuron reingeschaut Mit den drei aufeinander abgestimmten Firmen Pro Walk, Optimus und Neuron bietet der Unternehmer passgenaue Hilfsmittel und Therapien für die neurologische und neuro- pädiatrische Rehabilitation. Der Weg dorthin hat in den 1980er-Jahren begonnen. Preisler arbeitet damals als leitender Physiotherapeut an der Universitäts- kinderklinik in Frankfurt. Die Intensivmedizin macht gerade große Fortschritte. „Seitdem überleben auch schwerstbetroffene Men- schen, zum Beispiel Kinder mit angeborener Querschnittslähmung. Wenn sie hochquer- schnittgelähmt sind, können sie aber nie laufen. Die Beine können das Körpergewicht nicht tragen. Wenn ein Mensch nur liegt, ver- steifen die Gelenke und die Knochen werden brüchig“, berichtet er. Preisler will helfen. Er recherchiert und stößt auf Ideen, die in den USA Mitte des letzten Jahrhunderts für Contergan-Kinder entwickelt wurden, die ohne Beine zur Welt gekommen waren. Über einen der beteiligten Forscher und nach langem Suchen findet er ein Kon- zept. „Das wollte hier aber niemand haben. So hat es 1990 im Keller bei mir zu Hause angefangen“, schildert er den Start von Pro Walk. Menschen können von Geburt an, durch Krankheit, Schlaganfall oder Unfall in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sein. Pro Walk entwickelt und vertreibt über den Sanitätsfachhandel Produkte, die ihnen das Im Zentrum für technische Orthopädie Optimus fertigen die Mitarbeiter von Benedikt Preisler (l.) in aufwendiger Handarbeit Hilfsmit- tel wie Orthesen, Korsette oder Sitzschalen. 20 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 TITELTHEMA Laufen, Stehen, Greifen oder Sitzen ermög- lichen. Ein solches ist der „SwivelWalker“. Preisler erklärt: „Ein Kind wird in das speziell angepasste Gerät gestellt und bewegt sich durch Gewichtsverlagerung aufrecht fort. Dadurch bekommt der Körper an den Muskeln immer einen Stimulus. Das Kind liegt nicht auf dem Rücken und schaut an die Decke, sondern steht aufrecht wie Alters- genossen.“ Auch für Kopf, Oberkörper, Arm, Bein und Fuß hat er Lösungsansätze. Manche funktionie- ren rein mechanisch, andere mit Elektronik, die zum Beispiel durch Kopfbewegungen gesteuert wird. So kann es gelingen, dass sich eine gelähmte Hand wieder öffnet und schließt. 1999 folgt die Gründung von Optimus, einem Zentrum für technische Orthopädie: Es versorgt Patienten mit eigens angefertigten Sitzschalen für Rollstühle sowie Prothesen und Orthesen. Seit 2013 rundet Preisler sein Angebot mit dem Therapiezentrum Neuron ab. „20 Therapeuten bieten in Egelsbach Physio- und Ergotherapie an. Kranken- häuser und Altenheime der umliegenden Region nutzen ebenfalls die Möglichkeit, ihre Patienten und Bewohner von den Spezia- listen des Therapiezentrums behandeln zu lassen, denn sie suchen die Patienten vor Ort auf. „Die Patienten müssen auf die Beine und nach vorne kommen, je früher desto besser“, sagt der Unternehmer. Es gibt unzählige Trainingsgeräte, darunter ein Treppensystem, dessen Stufenhöhe variabel einstellbar ist und Laufbänder mit Geländern zum Festhalten sowie einen Gangroboter, der dem Patienten das eigene Körpergewicht beim Gehen abnimmt. Auch ein Ganganalyselabor steht zur Verfügung. Dass die Unternehmensgruppe 70 Mitarbeiter beschäftigt, zeigt den hohen Bedarf an ihren Leistungen. „In den letzten fünf Jahren sind wir stetig mit einer Wachstumsrate von zehn bis 15 Prozent gewachsen,“ berichtet Preisler stolz. Die Corona-Pandemie hat diese Erfolgsge- schichte jäh unterbrochen. „Wir brauchen den Patientenkontakt und der war plötzlich kaum noch möglich. Mitte März ist der Bereich der Therapie massiv eingebrochen, weil Altersheime zu Hochsicherheitstrakten und Kliniken zu Coronastationen umfunktioniert wurden. Die Mitarbeiter mussten sofort in Kurzarbeit, auch in der Orthopädietechnik und bei Pro Walk ging kaum noch etwas, weil der Außendienst nirgendwohin durfte. Inzwischen sehen wir wieder deutlich mehr Patienten. Die Bedingungen sind aber weiterhin erschwert“, sagt er und spricht davon, wie belastend die Situation für alle Beteiligten und auch für ihn als Arbeitgeber ist. Vorübergehend könne er Engpässe überbrücken und unter erschwer- ten Bedingungen arbeiten. Aber sein Appell lautet klar: „Die Politik muss handeln und wieder Planungssicherheit ermöglichen.“ www.prowalk.de www.optimus-ot.de www.neuron-therapiezentrum.de Menschen, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, mobiler und selbst- ständiger zu machen – das ist für Benedikt Preisler Beruf und Lebensziel. 21Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 TITELTHEMA SMC Deutschland wurde vor 42 Jahren als Tochterunternehmen der SMC Corporation, Tokio, gegründet. „Unser Konzern ist Weltmarktfüh- rer in der pneumatischen und elektrischen Automatisierungstechnik“, erklärt Marketingleiter Michael Junkermann und führt aus: „Ursprüng- lich ging es um Ventile, Zylinder und Pneumatik, heute grundsätzlich um Automatisierungstechnik. Mit unseren Produkten werden Waren hergestellt, diese mit Maschinen bewegt und Fertigungsstraßen zum Laufen gebracht. “ Am Hauptsitz in Egelsbach sind 466 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 100 Entwicklungsingenieure und 132 Fachkräfte in der Produktion. Deutschlandweit beraten 285 spezialisierte Vertriebsmitarbeiter Kun- den aus diversen Branchen – allen voran dem Maschinenbau, aus dem Gesundheitsbereich, der Nahrungsmittel- und Verpackungsindustrie oder der Automobilherstellung. Der SMC-Kunde hat die Wahl zwischen vorhandenen Lösungen, die an seine Bedürfnisse angepasst werden können, und individuellen Entwicklungen. Maßstab für den Weltmarkt Noch vor zehn Jahren lag der Fokus von SMC Deutschland auf dem Vertrieb. Seitdem wurde das Unternehmen zu einem Entwicklungs- standort mit eigener Produktion transformiert. „Der Konzern nimmt Deutschland stärker als Exportweltmeister und Maschinenbaustandort wahr. Die Anforderungen des deutschen Marktes sind hoch und setzen Maßstäbe für den Weltmarkt. Daher liefern unsere deutschen Kunden ihr Know-how mit der Fertigung anspruchsvoller Maschinen und Anlagen in nahezu alle Länder“, so Junkermann. Früher existierte in England für ganz Europa nur ein Entwicklungszent- rum. „In diesem wurden jedoch fast nur deutsche Projekte umgesetzt, da von hier stets interessante Kundenanforderungen eingegangen sind. Wir greifen die Visionen der Unternehmen gerne auf, egal wie groß die Firmen und auch die Herausforderungen letztlich sind“, unterstreicht er. Brigitte Martinez Méndez, die für Public Relations (PR) verantwortlich ist, fügt hinzu: „Das beeinflusst wiederum unser Portfolio, was somit stetig wächst. Mit der Miniaturisierung, dem Verkleinern der Komponenten, beschäftigen wir uns schon seit vielen Jahren und sind stets bestrebt, die Entwicklungen auch für diesen Bereich voranzutreiben. Auch Produkte, die nicht in den Bereich Pneumatik fallen – wie Kühl- und Temperiergeräte oder Ionisierer, die für elektrostatische Entladung sorgen –, gehören zu unserem breitgefä- cherten Produktportfolio.“ Ähnlich verhält es sich mit dem Internet of Things. „Die Automatisierung will in die Cloud“, sagt Junkermann. „Nur SMC setzt auf Egelsbach Kundennähe und großes Portfolio sichern den Erfolg Die Baustelle gegenüber dem Gebäudekomplex von SMC ist unübersehbar. Der Standort wächst. Eine SMC-Mitarbeiterin montiert einen elektrischen Greifer an ein sogenanntes EA-Portal. Fo to : S M C 22 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 TITELTHEMA mit einer intelligenten Steuerung können kleine Losgrößen gefertigt werden. Auch dieses Thema ist für SMC von großer Bedeutung und bei uns im Fokus.“ Im Industrial Application Center, einem großzügigen Raum, der für den jeweiligen Besucher mit individu- ellen Anwendungen ausgerüstet wird, treffen Kunden und Außendienstmitarbeiter zusammen. „Spezia- listen aus dem Entwicklungsteam werden hinzu- gezogen, um Details zu diskutieren. Mal soll eine Anwendung zum Beispiel keine Störgeräusche erzeugen oder es muss eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht werden“, nennt er einzelne Herausforderun- gen. Traditionell krisenfest Im Mai 2020 sagt Junkermann: „Uns geht es den Umständen ent- sprechend gut.“ Andere Unternehmen in der Region haben Kurzarbeit angemeldet oder kämpfen um ihre Existenz. Wieso verkraftet SMC Deutschland die Corona-Pandemie fast unbeschadet? „Wir haben ein riesiges Portfolio und ein großes Lager. Das ist jetzt ein Segen“, meint er. „So sind wir auch in dieser schwierigen Phase lieferfähig. Wir pro- fitieren von stabilen Lieferketten und unserer hohen Fertigungstiefe.“ Die Expertin für Public Relations weist auf die familiäre, japanische Unternehmenskultur hin: „Auch in Krisen steht der Konzern hinter seinem Personal und den Kunden. Zuverlässigkeit und Verantwor- tungsbewusstsein werden gelebt, ganz besonders die Vorgabe ‚Der Kunde ist König‘.“ SMC fertigt weltweit, unter anderem auch in China. „Als die Corona- krise begann, hatten wir sofort ein Auge auf die Lieferketten und haben auch unsere Kunden angeschrieben. Homeoffice und Wech- selschichten wurden eingeführt und zügig umgesetzt“, berichtet Junkermann. Die Geschäftsleitung habe schnell und unbürokratisch große Anstrengungen unternommen, um den sich hieraus ergebenden Herausforderungen entgegenzutreten. „Die Vertriebsmitarbeiter sind umgehend auf Telefon- und Videokonferenzen umgestiegen. Dort, wo das Standardgeschäft zurückging, haben unsere Mitarbeiter die Chance genutzt, um andere Aspekte anzusprechen oder Unterneh- men beim Wechsel auf die Fertigung systemrelevanter Produkte wie Masken, Tests oder Filter zu unterstützen. Es haben sich teilweise für uns neue Geschäftsfelder aufgetan“, sagt er. Brigitte Martinez Méndez begrüßt es, dass Applikationsbeschreibungen und Fachbeiträge ver- mehrt angestoßen werden konnten. „Die Coronakrise wurde gelegentlich als großer Feldversuch bezeich- net, durch den die Firmen auch lernen können. So wird es sicher zukünftig weniger Reisetätigkeit und mehr Videokonferenzen geben, weil das nun mal Zeit und Geld spart. Auch das mobile Arbeiten wird sicherlich, wenn auch nur teilweise, bleiben. Wie dieses umgesetzt werden kann, dazu tauschen sich die Geschäftsführung und der Betriebsrat von SMC intensiv und sehr kooperativ aus“, lautet Junker- manns vorläufiges Fazit. Investition in den Standort Für SMC Deutschland steht der nächste wichtige Schritt bevor: Ein neues Gebäude für Produktion und Lager ist geplant. „Die Konzernzen- trale ist bereit, hier erheblich zu investieren“, freut sich der Marketing- leiter. Es habe nicht zur Debatte gestanden, außerhalb Egelsbachs zu bauen. „Der Standort hat logistische Vorteile wie die Anbindung an die Autobahn und den Flugplatz. Die Gemeinde unterstützt uns, was sehr positiv ist, da viele Mitarbeiter in der Nähe ansässig sind. Außerdem ist die Region gut aufgestellt, was die ‚verlängerte Werkbank‘ angeht: Viele flexible Zulieferer übernehmen spezielle Aufgaben für SMC.“ Ob mit der Erweiterung neue Arbeitsplätze geschaffen werden, hängt laut Martinez Méndez von der Situation und den Anforderungen ab: „Zuletzt war es schwer, Fachkräfte zu finden. Vielleicht ändert sich das ja unter den Coronagegebenheiten.“ Grundsätzlich biete SMC gute Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten für Nachwuchskräfte. Zwölf Mitarbeiter absolvieren derzeit Ausbildungen zur Fachkraft für Lager- logistik, zum Fachlageristen, Industriekaufmann und Zerspanungsme- chaniker beziehungsweise ein duales Studium Engineering/Maschi- nenbau. Sie versichert: „Auch im Sommer 2020 werden wieder junge Menschen ihre Berufsausbildung bei SMC Deutschland beginnen.“ www.smc.de Autorin Birgit Arens-Dürr Telefon 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Die Konzernzentrale ist bereit, hier erheblich zu investieren. 23Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 TITELTHEMA Vliesstoffe – Nonwovens – sind maßge- schneiderte Textilien jenseits von Web- und Strickwaren. Ihre Herstellung erfolgt in mehreren Schritten vom Faserballen über Einzelfasern hin zu Fasermatte und Vliesstoff- rolle. Zusammen mit der Schwesterfirma in Dülmen (NRW) bietet Trützschler Nonwovens & Man-Made Fibers komplette Produktions- linien an. Das Werk in Egelsbach hat sich auf Maschinen für die Verfestigung, Trocknung und Aufwicklung von Vliesstoffen, insbe- sondere aus nachhaltigen Baumwoll- oder Zellulosefasern, spezialisiert. Bekanntestes Produkt ist der „AquaJet“, der Fasern mithilfe von Hochdruckwasserstrahlen „verknotet“. Die Anlagen des Unternehmens bilden die ganze Bandbreite von Vliesstoffen ab – von leichten, reißfesten Feuchttüchern bis hin zu schweren, dicken Filtervliesen. Kunden sind überall auf der Welt zu finden. Die größten Märkte sind Europa und China. Wenn Universitäten Laboranlagen aufbauen, Neu- einsteiger schlüsselfertige Produktionslinien nebst Know-how einkaufen oder langjährige Kunden in Spezialanlagen investieren, ist Trützschler Nonwovens zur Stelle. Die Exper- ten entwickeln aus Ideen fertige Produkte, denn in Egelsbach steht ein voll ausgestatte- tes Technikum mit mehreren Versuchslinien im industriellen Maßstab bereit. Trützschler Nonwovens ist Teil der inhaber- geführten Trützschler-Firmengruppe mit Hauptsitz in Mönchengladbach. Sie zählt mit cirka 3.000 Mitarbeitern zu den führenden Textilmaschinenherstellern weltweit. Die Produktionsstandorte des über 130 Jahre alten Unternehmens liegen in Deutsch- land, Indien, China, Brasilien, USA und der Schweiz. www.truetzschler.de Spezialanlagen für Textilien Ein Leben ohne Vliesstoffe? Undenkbar! Was haben Babywindeln, Abschminktücher, Kunstleder, Pkw-Dachhimmel und Filter in Zementwerken gemeinsam? Basis all dieser Produkte sind Vliesstoffe, die mit Maschinen von Trützschler Nonwovens hergestellt werden können. Autorin Jutta Stehr Telefon 06103 401-321 jutta.stehr@truetzschler.de Vliesstoffe, wie sie mit den Maschinen von Trützschler Nonwovens hergestellt werden, gibt es in unterschiedlichsten Qualitäten. Fo to : T rü tz sc hl er 24 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 TITELTHEMA Der Schwerpunkt liegt in den Bereichen Flughafentechnik, Auto- mobilindustrie, Umwelttechnologie und der allgemein produzie- renden Industrie. Zu den nationalen und internationalen Kunden zählen logistische Drehkreuze wie der Frankfurt International Airport, Automobilkonzerne wie die Daimler AG und Hersteller wie Miele & Cie. KG. „Gerade in Zeiten wie diesen sind wir sehr dankbar, unser Know-how über unterschiedliche Branchen verteilen zu können, um unseren Mitarbeitern und deren Familien die notwendige Sicherheit zu bieten“, beteuert Anton Pajonk. Das Unternehmen stellt mit seiner zukunftsorientierten Technik immer wieder neue Standards, um die Gepäckförderung und die Produktion nachhaltig zu verbessern. Für eine erfolgreiche Umsetzung benötigt es ein Zusammenspiel der künstlichen und menschlichen Intelligenz. „Aus meiner Sicht funktioniert die Technik nur so gut, wie sie von einem Menschen entwickelt wurde“, sagt Pajonk. „Sie sollte auch in Zukunft keine Menschen ersetzen, sondern unterstützend zur Seite stehen. Innovative Ideen im Bereich der Automation werden von Menschen für Men- schen entwickelt und eingesetzt, um den täglichen Arbeitsablauf und die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen zu verbessern.“ Auch in Zukunft fokussiert SEAP Automation die erhöhte Flexibilität und ein erleichtertes Handeln für Unternehmen und Endverbraucher. Beim Ausbau der Gepäckförderanlagen im neuen Terminal 3 am Frankfurt International Airport, der mit dem Partnerunternehmen Beumer Group realisiert wird, konzentriert es sich erneut darauf, Reiseprozesse zu optimieren und zu modernisieren. Seit 2014 ist das Unternehmen in Egelsbach ansässig. Aufgrund der ruhigen Lage und der sehr guten Verkehrsanbindung ent- stand die Zentrale im Neubaugebiet „Brühl“. „Wir sind nach all den Jahren immer noch sehr froh, den Standort Egelsbach für unser Unternehmen ausgewählt zu haben, und fühlen uns von der Gemeinde tatkräftig unterstützt“, sagt Irene Pajonk, Mitglied der Geschäftsführung. „Wir freuen uns auf viele weitere Jahre der Zusammenarbeit und eine gute Entwicklung des Ortes.“ www.seap-automation.com Innovative Ideen von Menschen für Menschen Die Automation der Zukunft Das 1992 von Dipl.-Ing. Anton Pajonk gegründete Unternehmen SEAP Automation GmbH zählt sich zu den führenden Spezialisten in der Steuerungs- und Automatisierungstechnik bei Förderanlagen. Inbetriebnahme der Gepäckförderanlagen am Frankfurt International Airport. Fo to : S EA P Autorin Julia Pajonk Telefon 06103 80473-13 j.pajonk@seap-automation.com 25Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 TITELTHEMA Der obligatorische Spatenstich ist üblicherweise ein geselliges Ereig- nis, bei dem – nach Abschluss intensiver und oft komplexer Planungen – der offizielle Startschuss eines Bauvorhabens gefeiert wird. Insofern fiel dieses Ereignis im April 2020 aus der Reihe, da corona- bedingt nur Tim Hamacher, der Projektleiter des Bauherren Frasers Property Industrial (FPI), vor Ort war – abgesehen von den Zaun- eidechsen, die das Geschehen von dem eigens für sie geschaffenen 5.000 qm großen Habitat aus verfolgen konnten. Auf dem verkehrsgünstig zwischen der A5 und der A661 gelegenen Grundstück entsteht nun der „Frasers Park Egelsbach“, in dem ab dem vierten Quartal 2020 moderne Hallenflächen ab 4.000 Quadratmetern für produktions- und distributionsaffine Unternehmen zur Verfügung stehen werden. Insgesamt werden cirka 30.000 Quadratmeter Neubau- fläche errichtet, die mit dem Goldstandard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB Gold) zertifiziert werden sollen. Für alle Projektbeteiligten war es bis dahin ein langer, aber stets gemeinsamer Weg, bis die Bagger ihre Arbeit aufnehmen konnten. So haben die Gemeinde Egelsbach und FPI für dieses Projekt zunächst einen Bebauungsplan aufstellen müssen, für den ökologische und infrastrukturelle Kriterien maßgebend waren. Neben einem neuen Kreisverkehr, Fahrradwegen und dem erwähnten Habitat wird bei- spielsweise ein Bach renaturiert. Alexander Heubes, Managing Director FPI Europe, sagt: „Im Ballungs- raum Frankfurt–Offenbach–Darmstadt sind moderne Gewerbeflächen kaum vorhanden. Umso mehr freut es uns, nun lokalen und überre- gionalen Unternehmen im Frasers Park Egelsbach Ansiedlungs- bezie- hungsweise Expansionsmöglichkeiten bieten zu können.“ www.frasersproperty.com/industrial www.frasersparkegelsbach.com Produktions- und distributionsaffine Firmen willkommen Frasers Park Nahe dem Flugplatz Egelsbach wird gebaut. Es entstehen moderne Gewerbe- flächen, die voraussichtlich schon dieses Jahr genutzt werden können. Kontakt Wilhelm Heusch Telefon 0221 57 77 79-0 wilhelm.heusch@frasersproperty.com Fo to s: F ra se rs Impression von der Baustelle für den Gewerbepark. 26 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 TITELTHEMA Der international tätige Hersteller und Anbie- ter von Produkten für die Bereiche Arbeits- sicherheit, Schutzausrüstung, Kennzeichnung und Beschilderung hält mehr als 50.000 Artikelvariationen bereit und fertigt Schilder und Etiketten nach Kundenwunsch. Seit August 2011 ist das Unternehmen in Egelsbach ansässig. Es gehört zur amerika- nischen Brady Corporation. Von den aktuell 180 Mitarbeitern wohnen einige am Ort. Alle profitieren von der guten Verkehrsanbindung. Kurze Wege und ein modernes Bürogebäude mit Lagerhalle und Produktion machen Seton als Arbeitgeber attraktiv. „Besonders stolz sind wir, dass wir den Stand- ort umweltschonend betreiben: Wir heizen und kühlen mit Erdwärme. Der Ökostrom fließt aus nachhaltigen Quellen“, berichtet Geschäftsführer Matthias Epp und ergänzt: „Wir haben ein gutes Verhältnis zur Gemeinde. Das war gerade in der Bauphase wichtig.“ Die Coronakrise brachte neue Herausfor- derungen. „Wir haben schnell reagiert und neue, relevante Produkte zu Abstandsregeln, Virenschutz und Hygiene angeboten. Wir liefern sie zum Beispiel an Krankenhäuser, das Rote Kreuz und Ärzte. Wir unterstützen und schützen unsere Kunden auch in dieser schwierigen Zeit“, versichert Epp. Trotz der Pandemie hat Seton vor, auch 2020 in effiziente Maschinen für die interne Fertigung zu investieren und die Prozesse im Warenlager weiterzuentwickeln. www.seton.de www.brady.de Geschäftsführer Matthias Epp präsentiert eine Auswahl an Kennzeichnungen aus dem Seton-Sortiment. Fo to : S et on Neue Produkte in der Pandemie Das Wichtigste auf einen Blick Wo ist der Notausgang? Wie gefährlich ist diese Chemikalie? Darf ich hier parken? – Plakative Antworten auf unzählige Fragen kommen von Seton aus Egelsbach. Dr. Kurtz, Fuchs & Kollegen RECHTSANWÄLTE · NOTAR · FACHANWÄLTE Steffen Fuchs · Dr. Dietmar Kurtz · Nicole Winter · Adam Mainka LL.M. Sie haben die Probleme. Wir arbeiten an den Lösungen! Neben dem Arbeits- und Familienrecht liegen die weiteren Schwerpunkte unserer Tätigkeit im Erbrecht und der Unternehmensnachfolge, im Verkehrs- und Strafrecht sowie im Bereich des Mietrechts. Mit Sicherheit gut beraten! Im Geisbaum 13 · 63329 Egelsbach E-Mail: info@kurtz-rechtsanwaelte.de Telefon / Fax 061 03 / 4 20 75 / 4 42 20 Home: www.kurtz-rechtsanwaelte.de 27Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 TITELTHEMA Seit knapp 20 Jahren setzt Delta Pronatura auf den Standort Egelsbach und ist mit mehr als 220 Mitarbeitern am Stammsitz zu einem wichtigen Arbeitgeber in der Region avanciert. Das Familienunternehmen verzichtet bewusst auf die Fertigung in Billiglohn-Ländern und investiert stattdessen kräftig in Egelsbach. 2018 wurde ein neues Hochregallager in Betrieb genommen, das Effizienz und Planungssicherheit in der Lagerlogistik garantiert. Direkt im Anschluss wurden die Produktionsstraßen modernisiert und aus- gebaut, um Präzision und Zuverlässigkeit im internationalen Wachstum zu gewährleisten. Der Mut zu Investitionen und Innovationen kam dem Unternehmen auch in der Corona- krise zugute. Sobald die Engpässe bei Des- infektionsmitteln deutlich wurden, weitete Delta Pronatura seine Produktion auf einen neuen Dr. Beckmann-Oberflächendesin- fektionsreiniger für den Haushalt aus. Seither laufen jede Woche Tausende Flaschen vom Band. Dafür aktivierte der Mittelständler auch seine Verwaltungsmitarbeiter im Homeoffice. Sie verstärkten in freiwilligen Einsätzen zeitweise die Kollegen in der Egelsbacher Produktion. Die ersten 10.000 Flaschen des neuen Hygienesprays gingen sofort als Spende an Schulen und Kindergärten im Kreis Offen- bach. Die Gemeinde Egelsbach wurde mit Extraspenden versorgt – ein Zeichen für gelebte Nachbarschaft und nicht erst seit Corona. Nachhaltigkeit als unternehmerische Verantwortung Mit einer der größten Fotovoltaik-Anlagen im südhessischen Raum setzte Delta Prona- tura bereits im Jahr 2013 ein Zeichen für den Klimaschutz. 2019 stiftete das Unternehmen der Gemeinde eine öffentliche E-Tankstelle und initiierte im gleichen Zug ein Rundtisch- Gespräch mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung, um nachhaltige Konzepte auf lokaler Ebene zu fördern. „Wir freuen uns, dass wir hier in Egelsbach engagierte Unternehmen wie Delta Pronatura haben, die Hunderte Arbeitsplätze sichern und klimafreundlich in den Standort investieren. Ökologische Impulse wie diese machen aus Egelsbach einen Ort mit Zukunft“, unter- streicht Bürgermeister Tobias Wilbrand. www.delta-pronatura.de International engagiertes Familienunternehmen Klares Bekenntnis zu Egelsbach Delta Pronatura ist mit Marken wie Dr. Beckmann und Bullrich in über 80 Ländern rund um den Globus vertreten. Der Mittelständler zeichnet sich durch Flexibilität, Mut und Zuverlässigkeit aus. Davon profitieren die Mitarbeiter ebenso wie die Gemeinde. Autorin Sabina May Telefon 6103 4045-355 smay@delta-pronatura.de Die geschäftsführenden Gesellschafter Heiner Beckmann, Gerhard Krauß und Geschäftsführer Nils Beckmann (v. r. n. l) glauben an Qualität „made in Germany“. Fo to : D el ta P ro na tu ra 28 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 TITELTHEMA Impressum: Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, Sontraer Straße 6, 60386 Frankfurt am Main, Telefon 0 69/42 09 03-75 Die Textbeiträge in diesem Verlagsspecial wurden von den werbenden Unternehmen verfasst.www.zarbock.de Impressum: Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, Sontraer Straße 6, 60386 Frankfurt am Main, Telefon 0 69/42 09 03-75 Die Textbeiträge in diesem Verlagsspecial wurden von den werbenden Unternehmen verfasst.www.zarbock.de 7–8 2020 Fo to : i st oc k - ar ch id ea ph ot o Energie und Umwelt 2 VerlagsSpecial | Energie und Umwelt Mit Energiemanagement punkten Mehr Wirtschaftlichkeit, weniger Energiekosten: Der Energie- verbrauch lässt sich im Schnitt um bis zu 30 Prozent senken – unabhängig von der Branche oder Unternehmensgröße. Un- terstützung erhalten Unternehmer mit der „Bundesförderung für Energieberatung im Mittelstand“ des Bundesministeriums für Wirtschaft. Unternehmer müssen vor allem erfolgreich wirtschaften, Kosten sparen und zugleich investieren, damit sie wettbewerbsfähig bleiben. Da bilden hoher Energiekosten in vielen Fällen einen relevanten Posten in der Unternehmensbilanz. Diese entste- hen durch aufwendige Produktionsprozesse und -anlagen, die Gebäudeheizung sowie IT-und Serversysteme für Büroräume. Dabei gibt es hohe Einsparpotenziale durch bessere Energieeffi- zienz, sowohl für ein kleines und mittleres Unternehmen (KMU) als auch für ein große. Mit einem effektiven Energiemanage- mentsystem lässt sich die Energieeffizienz steigern, indem alle relevanten Einsparpotenziale ausschöpft werden. Systeme fürs Energiemanagement Unternehmen haben die Wahl zwischen unterschiedlichen Energiemanagementsystemen. Welches Instrument für den jeweiligen Betrieb das passende ist, hängt von mehreren Fak- toren ab, wie zum Beispiel der Unternehmensgröße und den Energieeffizienzzielen. • Umweltmanagement (EMAS): Das ist ein freiwilliges Um- weltmanagement in der Europäischen Union, das darin hilft, die Klimabilanz des Betriebs beim Ressourcen- und Energieverbrauch kontinuierlich zu verbessern. Die Abkür- zung EMAS bedeutet: „European Eco-Management und Au- dit-Scheme“ (Europäisches System für Umweltmanagement und -bilanz). • Mit einer ISO 50001 Zertifizierung des Energiemanagement- systems können Unternehmer nachweisen, dass sie in ihrem Betrieb energetisch sinnvoll wirtschaften und sicherstellen, dies kontinuierlich fortzusetzen. Mit der Zertifizierung können sie auch nach außen glaubwürdig darstellen, dass sie umwelt- bewusst handeln. So können (potenziellen) Kunden sehen, dass sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende leisten. Qualifizierte Energieberatung Die Energieberatung ist ein erster wichtiger Schritt, wenn ein zertifiziertes Energiemanagementsystem eingeführt werden soll und Unternehmer die Energieeffizienz steigern und das Nutzerverhalten im Betrieb optimieren wollen. Für kleine und mittlere Unternehmen lohnt sich die „Bundes- förderung für Energieberatung im Mittelstand“ besonders: Sie zeigt wirtschaftlich sinnvolle Energieeffizienzmaßnahmen in den Gebäuden und Anlagen eines Betriebs auf und wird vom Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie mit einem Zu- schuss von 80 Prozent und bis zu 6.000 Euro pro Beratung ge- fördert. Die Beratung mit Bundesförderung für Energieberatung im Mittelstand entspricht einem für größere Unternehmen ver- pflichtenden Energieaudit gemäß EU-Energieeffizienzrichtlinie (DIN EN 16247). www.deutschland-machts-effizient.de www.suez.de SUEZ Mitte GmbH & Co. KG Hans-Böckler-Straße 2 63110 Rodgau Tel. 0180 188 88 11* * Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise max.42 ct/min gehen Neue Wertstoffwege www.suez-containerdienst.de SUEZ_Anz90x119_4c_Rodgau.indd 1 21.02.20 12:00 2 VerlagsSpecial | Energie und Umwelt Mit Energiemanagement punkten Mehr Wirtschaftlichkeit, weniger Energiekosten: Der Energie- verbrauch lässt sich im Schnitt um bis zu 30 Prozent senken – unabhängig von der Branche oder Unternehmensgröße. Un- terstützung erhalten Unternehmer mit der „Bundesförderung für Energieberatung im Mittelstand“ des Bundesministeriums für Wirtschaft. Unternehmer müssen vor allem erfolgreich wirtschaften, Kosten sparen und zugleich investieren, damit sie wettbewerbsfähig bleiben. Da bilden hoher Energiekosten in vielen Fällen einen relevanten Posten in der Unternehmensbilanz. Diese entste- hen durch aufwendige Produktionsprozesse und -anlagen, die Gebäudeheizung sowie IT-und Serversysteme für Büroräume. Dabei gibt es hohe Einsparpotenziale durch bessere Energieeffi- zienz, sowohl für ein kleines und mittleres Unternehmen (KMU) als auch für ein große. Mit einem effektiven Energiemanage- mentsystem lässt sich die Energieeffizienz steigern, indem alle relevanten Einsparpotenziale ausschöpft werden. Systeme fürs Energiemanagement Unternehmen haben die Wahl zwischen unterschiedlichen Energiemanagementsystemen. Welches Instrument für den jeweiligen Betrieb das passende ist, hängt von mehreren Fak- toren ab, wie zum Beispiel der Unternehmensgröße und den Energieeffizienzzielen. • Umweltmanagement (EMAS): Das ist ein freiwilliges Um- weltmanagement in der Europäischen Union, das darin hilft, die Klimabilanz des Betriebs beim Ressourcen- und Energieverbrauch kontinuierlich zu verbessern. Die Abkür- zung EMAS bedeutet: „European Eco-Management und Au- dit-Scheme“ (Europäisches System für Umweltmanagement und -bilanz). • Mit einer ISO 50001 Zertifizierung des Energiemanagement- systems können Unternehmer nachweisen, dass sie in ihrem Betrieb energetisch sinnvoll wirtschaften und sicherstellen, dies kontinuierlich fortzusetzen. Mit der Zertifizierung können sie auch nach außen glaubwürdig darstellen, dass sie umwelt- bewusst handeln. So können (potenziellen) Kunden sehen, dass sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende leisten. Qualifizierte Energieberatung Die Energieberatung ist ein erster wichtiger Schritt, wenn ein zertifiziertes Energiemanagementsystem eingeführt werden soll und Unternehmer die Energieeffizienz steigern und das Nutzerverhalten im Betrieb optimieren wollen. Für kleine und mittlere Unternehmen lohnt sich die „Bundes- förderung für Energieberatung im Mittelstand“ besonders: Sie zeigt wirtschaftlich sinnvolle Energieeffizienzmaßnahmen in den Gebäuden und Anlagen eines Betriebs auf und wird vom Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie mit einem Zu- schuss von 80 Prozent und bis zu 6.000 Euro pro Beratung ge- fördert. Die Beratung mit Bundesförderung für Energieberatung im Mittelstand entspricht einem für größere Unternehmen ver- pflichtenden Energieaudit gemäß EU-Energieeffizienzrichtlinie (DIN EN 16247). www.deutschland-machts-effizient.de www.suez.de SUEZ Mitte GmbH & Co. KG Hans-Böckler-Straße 2 63110 Rodgau Tel. 0180 188 88 11* * Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise max.42 ct/min gehen Neue Wertstoffwege www.suez-containerdienst.de SUEZ_Anz90x119_4c_Rodgau.indd 1 21.02.20 12:00 3 | VerlagsSpecialEnergie und Umwelt Schalke 04: Erstklassige Digitalisierungsstrategie Der Breitbandausbau in Deutschland kommt endlich in Fahrt. Woche für Woche gehen in Gewerbe- und Industrieparks neue Glasfasernetze in Betrieb. Die Treiber dahinter: lokale Unterneh- mer, Handelskammern, Wirtschaftsförderer und Kommunalpo- litiker. Deutsche Glasfaser hat bereits mehr als 5.000 Unternehmen vernetzt und die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kunden auf die- se Weise gestärkt. Der schnelle Zugang zum Netz der Zukunft wertet ganze Gewerbegebiete auf und macht Unternehmen attraktiver für Arbeitnehmer: Mitarbeiter im Außendienst oder mit mobilen Arbeitsplätzen haben über die Datenautobahn direkten Zugriff auf die Server, können Daten abrufen, zügig hochladen und mit Kunden sowie Geschäftspartnern bequem per Mausklick austauschen. Wie sieht das in der Praxis aus? Welche Vorteile sehen Glasfaser-Kunden im Alltag? Und wie richten sie ihre Digitalisierungsstrategie für die Zukunft aus? Fragen wie diese beantworten verschiedene Unternehmen in einer kleinen Videoreihe, die Deutsche Glasfaser 2020 gestartet hat. Der Kunde, sein Geschäft und seine Digitalisierungsstrate- gie stehen dabei im Vordergrund. Ein prominentes Beispiel liefert der FC Schalke 04 zum Auftakt. Die Arena ist das besucherstärkste Stadion Deutschlands und bietet Platz für zahlreiche Sportveranstaltungen, Tagungen und kleinere Veranstaltungen bis hin zu Hochzeiten. Digitalisierung ist ein zentrales Unternehmensziel des Vereins. Bewegtbilder spielen bei den Events in der Arena eine enorm wichtige Rolle – egal ob es sich um Biathlon, die Mitgliederversammlung oder um Fußball dreht. www.deutsche-glasfaser.de Mit Sonnenenergie die Energiekosten senken Die Eigenstromversorgung mit Solaranlagen wird immer belieb- ter. Zwar ist die Einspeisevergütung für den selbst erzeugten Strom in den vergangenen Jahren vom Staat stark gedrosselt worden, im Gegenzug sind jedoch die Kosten für eine PV-Anlage um fast zwei Drittel gesunken. „Der Strom vom eigenen Dach kostet heute weniger als der gekaufte“, urteilt Elmar Thierolf, Projektleiter Energiedienstleistungen Seinen Worten zufolge kostet eine Kilowattstunde Strom derzeit durchschnittlich 30 Cent; die Kosten für den selbst erzeugten Sonnenstrom liegen hingegen weit darunter. „Wer noch eige- nen Strom übrig hat, kann diesen dann für die aktuell gültige EEG-Vergütung von zirka 9 Cent in das öffentliche Netz ein- speisen“, führt Thierolf weiter aus. „Das macht Haushalte und Unternehmer immer unabhängiger vom Strommarkt.“ Die EVO hat daher mit „EVO SolarPro“ und „EVO Solar“ die pas- senden Produkte sowohl für Firmen- als auch für Privatkunden entwickelt – und die Nachfrage steigt seitdem rasant. „Derzeit bearbeiten wir mehr als 100 Anfragen pro Jahr und es kom- men nahezu täglich neue rein.“ Beide Angebote lassen sich auf Kauf- oder auf Pachtbasis von der EVO erwerben. Außerdem ließe sich der überschüssige Strom auch in Batterien speichern. Ebenfalls seien Solar-Carports für das eigene Elektrofahrzeug möglich. „Wir haben uns als kompletter Lösungsanbieter für jeden Bedarf positioniert“, sagt Elmar Thierolf, Projektleiter Energiedienstleistungen. Dabei tritt die EVO als Ansprech- und Vertragspartner auf. „Unsere Fachleute übernehmen die Beratung, die Planung, die Koordination des Baus sowie die spätere Instandhaltung der Solaranlage“, berichtet Elmar Thierolf. „Den Bau der Anlagen übernehmen renommierte Partnerunternehmen, sodass unsere Kunden stets höchste Qualität erhalten.“ Nach Angaben der EVO bietet ihr Betriebsführungsmodell unter dem Namen „EVO SolarPro“ Firmen, Gewerbetreibenden und Vereinen zudem Versorgungssicherheit, wenn die Sonne nicht scheint. Thierolf: „Dann beliefern wir den Kunden über das Stromnetz mit unse- rem EVO-Ökostrom.“ Darüber hinaus empfiehlt die EVO ihren Geschäftskunden, den energetischen Zustand der Gebäude im Rahmen einer Audi- tierung zu analysieren. Auf Grundlage der Ergebnisse kann die EVO dann ein Energie-Management-System aufbauen, über das der Energieverbrach genau gesteuert und gezielt einge- setzt werden kann. www.evo-ag.de Druck- und Verlagshaus Zarbock team@zarbock.de · www.zarbock.de Umweltorientiertes Unternehmen des Jahres www.blauer-engel.de/uz195 *ab sofort mit dem blauen Engel Die rüne Druckerei macht jetzt auch lau * BRONZE-GEWINNER UMWELTORIENTIERTES UNTERNEHMEN DES JAHRES Anzeige__Blauer_Engel_210x280_und_210x125.indd 2Anzeige__Blauer_Engel_210x280_und_210x125.indd 2 18.06.20 15:2118.06.20 15:21 Mit Sonnenenergie die Energiekosten senken Die Eigenstromversorgung mit Solaranlagen wird immer belieb- ter. Zwar ist die Einspeisevergütung für den selbst erzeugten Strom in den vergangenen Jahren vom Staat stark gedrosselt worden, im Gegenzug sind jedoch die Kosten für eine PV-Anlage um fast zwei Drittel gesunken. „Der Strom vom eigenen Dach kostet heute weniger als der gekaufte“, urteilt Elmar Thierolf, Projektleiter Energiedienstleistungen Seinen Worten zufolge kostet eine Kilowattstunde Strom derzeit durchschnittlich 30 Cent; die Kosten für den selbst erzeugten Sonnenstrom liegen hingegen weit darunter. „Wer noch eige- nen Strom übrig hat, kann diesen dann für die aktuell gültige EEG-Vergütung von zirka 9 Cent in das öffentliche Netz ein- speisen“, führt Thierolf weiter aus. „Das macht Haushalte und Unternehmer immer unabhängiger vom Strommarkt.“ Die EVO hat daher mit „EVO SolarPro“ und „EVO Solar“ die pas- senden Produkte sowohl für Firmen- als auch für Privatkunden entwickelt – und die Nachfrage steigt seitdem rasant. „Derzeit bearbeiten wir mehr als 100 Anfragen pro Jahr und es kom- men nahezu täglich neue rein.“ Beide Angebote lassen sich auf Kauf- oder auf Pachtbasis von der EVO erwerben. Außerdem ließe sich der überschüssige Strom auch in Batterien speichern. Ebenfalls seien Solar-Carports für das eigene Elektrofahrzeug möglich. „Wir haben uns als kompletter Lösungsanbieter für jeden Bedarf positioniert“, sagt Elmar Thierolf, Projektleiter Energiedienstleistungen. Dabei tritt die EVO als Ansprech- und Vertragspartner auf. „Unsere Fachleute übernehmen die Beratung, die Planung, die Koordination des Baus sowie die spätere Instandhaltung der Solaranlage“, berichtet Elmar Thierolf. „Den Bau der Anlagen übernehmen renommierte Partnerunternehmen, sodass unsere Kunden stets höchste Qualität erhalten.“ Nach Angaben der EVO bietet ihr Betriebsführungsmodell unter dem Namen „EVO SolarPro“ Firmen, Gewerbetreibenden und Vereinen zudem Versorgungssicherheit, wenn die Sonne nicht scheint. Thierolf: „Dann beliefern wir den Kunden über das Stromnetz mit unse- rem EVO-Ökostrom.“ Darüber hinaus empfiehlt die EVO ihren Geschäftskunden, den energetischen Zustand der Gebäude im Rahmen einer Audi- tierung zu analysieren. Auf Grundlage der Ergebnisse kann die EVO dann ein Energie-Management-System aufbauen, über das der Energieverbrach genau gesteuert und gezielt einge- setzt werden kann. www.evo-ag.de Druck- und Verlagshaus Zarbock team@zarbock.de · www.zarbock.de Umweltorientiertes Unternehmen des Jahres www.blauer-engel.de/uz195 *ab sofort mit dem blauen Engel Die rüne Druckerei macht jetzt auch lau * BRONZE-GEWINNER UMWELTORIENTIERTES UNTERNEHMEN DES JAHRES Anzeige__Blauer_Engel_210x280_und_210x125.indd 2Anzeige__Blauer_Engel_210x280_und_210x125.indd 2 18.06.20 15:2118.06.20 15:21 Mit einer einfach bedienbaren Sharepoint Version (Office 365) sind alle gängigen Managementversionen wie 9001, 14001, 45001 und 50001 gesichert in der Cloud von überall erreich- bar und aus dem Stand auch auditierbar. Business Intelligence verbindet Datenquellen zu Kennzahlen. Informationssicherheit nach ISO 27001und Kataster runden das Angebot ab. Digitales Management von Überall Was tun in Corona-Zeiten, wenn es um Schulungen, Workshops und Audits geht? Haben Sie schon digitalisiert? Nein? Kein Problem. Druck- und Verlagshaus Zarbock team@zarbock.de · www.zarbock.de Umweltorientiertes Unternehmen des Jahres www.blauer-engel.de/uz195 *ab sofort mit dem blauen Engel Die rüne Druckerei macht jetzt auch lau * BRONZE-GEWINNER UMWELTORIENTIERTES UNTERNEHMEN DES JAHRES Anzeige__Blauer_Engel_210x280_und_210x125.indd 2Anzeige__Blauer_Engel_210x280_und_210x125.indd 2 18.06.20 15:2118.06.20 15:21 5 | VerlagsSpecialEnergie und Umwelt Erdgasfahrzeuge entlasten im Vergleich zu konventionellen Kraftstoffen die Umwelt durch ihren deutlich geringeren CO2-, Stickoxid- und Feinstaub-Ausstoß. „Dieses Potenzial sollten wir nicht ungenutzt lassen“, so Jörg Engel, Verantwortlicher der Stadtwerke Dreieich für das Thema CNG (Compressed Natural Gas). „Nicht nur die hohe Verfügbarkeit dieses Treibstoffs ist ent- scheidend, sondern auch der Steuervorteil: Der Bundestag hat die Steuerermäßigung für CNG nochmals bis 2026 verlängert.“ Mit einem attraktiven Förderprogramm für Erdgas-betriebene Fahrzeuge engagieren sich die Stadtwerke Dreieich für den Wechsel auf den Kraftstoff Erdgas. Ob Privatpersonen oder Gewerbetreibende – wer in Dreieich, Langen/Egelsbach, Neu- Isenburg oder Dietzenbach wohnt oder arbeitet und ein neu zugelassenes Erdgasauto fährt, kann drei bzw. sechs Monate kostenlos an den beiden Erdgastankstellen in Dreieich tanken. Die Stadtwerke Dreieich gehen selbst mit gutem Beispiel voran: Bereits über die Hälfte ihres Fuhrparks tankt bereits CNG. Weitere Informationen Stadtwerke Dreieich GmbH Herr Jörg Engel Telefon 0 61 03/602-285 E-Mail joerg.engel@stadtwerke-dreieich.de www.stadtwerke-dreieich.de/erdgas-mobilitaet Mit Erdgas-Autos auf der Überholspur Digitales Management Out of the box Kontakt Telefon 0 60 21/4 39 16 30 E-Mail info@visalvis.de www.visalvis.de Arbeitsjubiläen Überreichen Sie Ihren langjährigen Mitarbeitern zu deren Arbeitsjubiläum als sicht- bare Anerkennung eine Urkunde der IHK Offenbach am Main. Das Jubiläum wird auf Wunsch zusätzlich in unserer Mitgliederzeitschrift „Offenbacher Wirtschaft“ veröffentlicht. Bei Interesse teilen Sie uns bitte mit: ❙ Name des Jubilars ❙ Jubiläumsdatum ❙ genaue Firmierung des Unternehmens (entsprechend Eintragung in Handels- register bzw. Gewerbeanmeldung) Die Kosten für eine Urkunde mit Rahmung betragen 30 Euro inkl. MwSt. Weitere Informationen unter www.offenbach.ihk.de/P2863/ Kontakt IHK-Kundenzentrum Telefon 069 8207-0 | Fax -149 service@offenbach.ihk.de 40 Jahre Kenan Karaca Röder Präzision GmbH Hans-Jürgen Zintel Hohmann & Sohn GmbH 35 Jahre Thomas Wenzel Ing. R. Gruner GmbH & Co. KG 30 Jahre Susanne Bührle Röder Präzision GmbH Peter Hehl Röder Präzision GmbH Karl-Heinz Wolf Röder Präzision GmbH Jose Antonio Alza Tubio EAB Elektroanlagenbau GmbH Rhein/Main Alexandra Fleischer EAB Elektroanlagenbau GmbH Rhein/Main 25 Jahre Jürgen Schmidt Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Natalie Werwatz Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Rainer Stoiber EAB Elektroanlagenbau GmbH Rhein/Main 20 Jahre Thomas Werner HEMA Maschinen- und Apparateschutz GmbH 15 Jahre Andreas Riess Finger Cargo Care GmbH Jürgen Kilgenstein Gefinal Blech- und Stahlbau GmbH Arkadius Stottko HEMA Maschinen- und Apparateschutz GmbH 10 Jahre Adriana Menga Moritz Ratiolab GmbH Judith Fischer Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Julian Grotemeyer Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Richard Miller Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG Tim Sacharov Herth+Buss Fahrzeugteile GmbH & Co. KG 5 Jahre Liane Kampa UNIPETROL Deutschland GmbH Geschäftsführung verstärkt Herausforderungen partnerschaftlich meistern Tobias Eichmeier ist neuer Geschäfts- führer der ANWR Schuh GmbH. Der Vorstand der ANWR Group eG hat dem 44-jäh- rigen Retailexperten diese Aufgabe übertragen. Er wird für die zentralen Einkaufsbereiche sowie für den Warenvertrieb verantwortlich sein. Schwer- punkte seiner Tätigkeit werden der Ausbau des Category-Managements und die Weiterentwicklung der Warenprogramme sein. Eichmeier führt die ANWR Schuh gemeinsam mit Heike Discher. Fritz Terbuyken vom Vorstand der ANWR Group erklärt dazu: „Mit Tobias Eichmeier und dem damit verbundenen Wechsel in der Geschäftsführung verstärken wir den Schuhbereich unserer Gruppe. Die Herausforderungen für den Handel durch die Coronakrise sind besonders groß. Intensive Partner- schaft zwischen Handel und Industrie wird gerade jetzt von der ANWR Schuh besonders großgeschrie- ben.“ www.anwr.de Heike Discher und Tobias Eichmeier (M.) bilden seit dem 1. Mai 2002 die Geschäftsführung der ANWR Schuh. Fritz Terbuyken (r.) ist im Vorstand der ANWR Group eG für das Geschäftsfeld Schuhe verantwortlich. Fo to : A N W R 34 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 MENSCHEN & WIRTSCHAFT In der Onlinedatenbank präsentieren die Unternehmen ihre Leistungsprofile. Das bundesweit größte Portal in diesem Segment ist eine Weiterentwicklung der vor etwa 30 Jahren ins Leben gerufenen Datenbank IHK-UMFIS. Es führt diesen erfolgreichen Service in moderner und nutzerfreundlicher Form fort. Angesprochen sind Firmen aus den Bereichen • Abfallverwertung und -entsorgung, • Energie- und Ressourceneffizienz bzw. erneuerbare Energien, • Umwelt- und Energiemanagement, • Umwelt- und Energietechnik, • Umweltschutz. Der IHK ecoFinder ist eine benutzerfreundliche, barrierefreie und sichere Web-Anwendung. Er ist sowohl mit mobilen Endgeräten als auch vom PC aus nutzbar und ermöglicht die Kontakt- aufnahme mit potenziellen Kunden und Partnern im In- und Ausland. Interessenten erfassen ihre Daten selbst und werden dabei intuitiv durch den Anmeldeprozess geleitet. Die Eintragungen werden durch die regionale IHK qualitätsgesichert. Mithilfe eines eigenen Benutzerzugangs haben die eingetragenen Unternehmen die Möglichkeit, jederzeit selbst ihre Daten zu pflegen und aktuell zu halten. www.ihk-ecofinder.de IHK-Organisation stellt größtes Portal im Segment bereit Onlinedatenbank für die Umwelt- und Energiebranche Jetzt knüpfen Anbieter von Produkten und Dienstleistungen der Umwelt- und Energie- branche mit dem „ecoFinder“ der IHKs schnell, präzise und bundesweit Kontakte. Kontakt Peter Sülzen Telefon 069 8207-244 suelzen@offenbach.ihk.de 35Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 RATGEBER Die Umsatzsteuersätze sollen zeitlich befristet von 19 Prozent auf 16 Prozent und von sieben Prozent auf fünf Prozent gesenkt werden. Ab 1. Januar 2021 greifen wieder die höheren Sätze. Die Maßnahme wirkt branchenübergreifend. Die Steuersenkung soll die Nachfrage stimulieren, die Kaufkraft stärken und die Konjunktur beleben. Dies zumindest erhofft sich der Gesetzgeber. Auf den ersten Blick scheint das plausibel. Voraussetzung ist allerdings, dass die Steuer- senkung an die Verbraucher weitergegeben wird. Ob dies tatsächlich geschehen wird, hängt im Wesentlichen davon ab, wie hoch der Umsetzungsaufwand in den Unternehmen sein wird. Die Unternehmen dürfen im Ergeb- nis nicht zu Verlierern der Maßnahme werden. Es ist zu hoffen, dass der Aufwand nicht einen großen Teil der Entlastung der Betriebe und des Anreizes für die potenziellen Kunden zunichtemacht. Kassen, Preisschilder, Werbung Die Unternehmen sind in Alarmbereitschaft und stehen vor großen Herausforderungen. Welcher Steuersatz ist anzuwenden, wenn eine Maschine Ende Juni 2020 geliefert worden ist, aber erst Anfang Juli 2020 beim Kunden installiert wird? Wie sollen innerhalb von wenigen Wochen Prospekte, Kataloge und vorausgezeichnete Waren – vor allem im Modehandel – geändert werden? Die temporäre Absenkung der Umsatz- steuersätze zieht für Unternehmen einen kurzfristigen Handlungsbedarf nach sich. So sind Systeme und Abläufe in der IT und in der Buchhaltung zu ändern, Verträge zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen. Umstellungsbedarf ergibt sich auch bei Kassensystemen. Zudem muss man im Blick haben, dass die Steuersatzänderungen nur bis zum 31. Dezember 2020 gelten und dann eine Rücksetzung notwendig ist. Ausweg in Sicht Ein Lichtblick findet sich im Regierungsent- wurf für das Zweite Corona-Steuerhilfegesetz. Der Gesetzgeber nimmt Bezug auf den § 9 Absatz 2 der Preisangabenverordnung (PAngV). Paragraf 9 Absatz 2 PAngV ermöglicht es Händlern und Anbietern, Verbrauchern zeitlich begrenzte Nachlässe zu gewähren, ohne dass die Preise neu ausgezeichnet werden müssen. In der Praxis bedeutet das zum Beispiel für große Supermärkte, dass die Preise der bis zu 40.000 Artikel wie bisher am Regal ausge- schildert bleiben können und die Reduzierung erst an der Kasse berechnet wird. Die Umsatz- steuersenkung könnte auf dieser Grundlage als Preisnachlass an Verbraucher für das gesamte oder für Teile des Sortiments weitergegeben werden. Das Gesetzgebungsverfahren und auch ein Schreiben des Bundesfinanzministe- riums (BMF) sollen nach aktuellem Stand Ende Juni 2020 komplett abgeschlossen sein (inkl. Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt). Dies bedeutet, dass Sondersitzungen von Bundes- tag und Bundesrat stattfinden müssen. (Anmerkung der Redaktion: Bei Redaktions- schluss lag lediglich der Regierungsentwurf für das Zweite Corona- Steuerhilfegesetz des BMF, Stand 12. Juni 2020, vor.) Maßgeblicher Zeitpunkt für die Anwendung des neuen Steuersatzes ist bei Lieferungen die Übernahme der Ware (Verschaffung der Verfügungsmacht). Bei Werklieferungen Chaos in Sachen Umsatz- beziehungsweise Mehrwertsteuer Kurzfristige Änderung mit weitreichenden Folgen Der Koalitionsausschuss in Berlin hat sich auf ein umfangreiches Konjunkturprogramm geeinigt. Vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sollen niedrigere Umsatzsteuersätze gelten. Fo to : S to ck .A do be - Fo ku ss ie rt 36 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 RATGEBER die Übergabe und die Abnahme des Werkes und bei Dienstleistungen deren Beendigung. Auf den Tag des Vertragsabschlusses, der Rechnungserteilung oder den Zahlungszeitpunkt kommt es nicht an. Es ist wichtig, die Geschäftsvorfälle strikt voneinander zu trennen. Deshalb ist es für Einzelhändler, Gastronomen und andere konsumentennahe Dienstleister wichtig, dass sie die nur temporär geltenden Buchungsregeln von Anfang an in ihren Geschäftsvorfällen so abbilden, dass sie nachvollziehbar das Regelwerk beachten. Drei Sätze für die Gastronomie Für das Gastronomiegewerbe wird es besonders kompli- ziert. Innerhalb eines Jahres gelten dort drei verschiedene Steuersätze: Am 5. Juni 2020 hatte der Bundesrat dem Corona-Steuerhilfegesetz zugestimmt. Darin wurde für den Zeitraum nach dem 30. Juni 2020 und vor dem 1. Juli 2021 für erbrachte Restaurant- und Verpflegungsdienst- leistungen die Anwendung des ermäßigten Steuersatzes von sieben Prozent beschlossen. Nun sieht das Zweite Corona-Steuerhilfegesetz unter anderem eine weitere Reduzierung der Umsatzsteuer, nämlich auf fünf Prozent für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen für den Zeitraum 1. Juli 2020 bis 31. Dezember 2020 vor. Für diese Zeitspanne werden Getränkeumsätze mit 16 Prozent besteuert. Ab dem 1. Januar 2021 bis zum 30. Juni 2021 sind sieben Prozent auf Restaurant- und Verpflegungs- dienstleistungen und wieder 19 Prozent Umsatzsteuer auf Getränkeumsätze fällig. Ab dem 1. Juli 2021 sind dann wieder auch auf Restaurant- und Verpflegungsdienstleis- tungen 19 Prozent Umsatzsteuer zu entrichten. Obwohl noch nicht absehbar ist, wie sich die Änderungen praktisch auswirken werden, können Unternehmen zum Teil bereits heute damit anfangen, erste organisatorische Maßnahmen zu treffen. Vordergründig sollten die ERP (Enterprise Resource Plan- ning)- beziehungsweise Buchhaltungssysteme entspre- chend angepasst und auf die zeitlich befristete Änderung vorbereitet werden. Neue Steuerkennzeichen müssen angelegt und das Rechnungslayout muss angepasst werden. Mitarbeiter sollten geschult und sensibilisiert werden. Es gilt darüber hinaus, Verträge auf ihren Anpas- sungsbedarf zu prüfen. Letztlich müssen interne Prozesse standardisiert werden, um Liefer- und Leistungszeitpunkte genau bestimmen zu können. Autorin Marianna Kartziou Telefon 069 8207-222 kartziou@offenbach.ihk.de Wirkung bleibt abzuwarten Steuersenkungen sind immer herzlich willkommen. Ob die befristete Senkung der Mehrwertsteuersätze aber tatsächlich die Binnennach- frage in Deutschland stärken kann, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen. Die IHK Offenbach am Main wird zur Umsetzung der Maßnahme und weiteren Hinweisen des BMF jeweils aktuelle Informationen auf ihrer Website und im IHK-Infobrief bereitstellen. www.offenbach.ihk.de Beleihen Sie Ihre private Kapitallebens- oder private Rentenpolice zum aktuellen Rückkaufswert. Ohne Schufa-Eintragung. Sie erhalten das Angebot online unter www.lv-kredit.de Bis zu einer Darlehenssumme von 39.999 Euro können Sie das Darlehen jederzeit und ohne Vorfälligkeitsentschädigung zurückzahlen. Die kreditgebende Bank ist die Volksbank Weschnitztal eG, das Angebot gilt bundesweit für Policen aller Lebensversicherer im GdV ab 1.000 Euro. Fondsgebundene Policen können bis zu 60 % des aktuellen Fondsguthabens beliehen werden. Auch beitragsfreie Policen werden beliehen. Wenn die nächsten Monate nicht zu Ihrem persönlichen Lockdown werden sollen: Handeln Sie jetzt! Kontakt WhatsappKontakt Apple Business Chat Beleihung Ihrer Kapitallebens- und privaten Rentenpolice Schnell, günstig, unbürokratisch Fragen? 06253 / 9800 8131 Nutzen Sie unsere Hotline für Ihr individuelles Angebot per Messenger: Vermittlung durch die LifeFinance KG, Griesheim 37Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 RATGEBER Kostenfrei für IHK-Mitglieder In schwierigen Zeiten online präsent Das BIEG Hessen ist das Onlinemarketing- Beratungszentrum der IHKs. Es informiert und berät mittelständische Unterneh- men während Veranstaltungen in der IHK Offenbach am Main, in Webinaren und Expertengesprächen. Antworten auf viele Fragen und Checklisten zum Download gibt es auf der BIEG-Website. Alle Leistun- gen sind derzeit kostenfrei. Onlinemarketing-Webinare In der Coronakrise sparen viele Unternehmen am Marketing. Das birgt jedoch Gefahren, denn auch auf den digitalen Kanälen können viele Probleme der Kundenkommunikation und des Vertriebs geklärt werden. In Webinaren, Blogartikeln und Leitfäden informiert die BIEG-Website über alle Marketingthe- men von Social Media bis E-Commerce. Checkliste hilft durch die Krise In den letzten Wochen stellten viele Unternehmen im Hauruckverfahren auf mobiles Arbeiten um. Dabei lauert die Gefahr, wichtige To-dos zu über- sehen: zum Beispiel die Aktualisierung des Google- My-Business-Profils, die Anpassung der Lieferzeiten im Onlineshop oder die IT-Sicherheit im Homeoffice. Gerade für Unternehmen, die Neuland betreten mussten, hat das BIEG Hessen eine Checkliste mit To-dos für die Neuorganisation in der Krise heraus- gegeben. www.bieg-hessen.de NISSAN e-NV200 Kastenwagen Autohaus Mustermann Musterstraße 123 • 45678 Musterhausen Tel.: 01 23 45/67 89 00 www.autohausmustermann.de AUFLADEN. EINLADEN. ABLADEN. DER NEUE NISSAN e-NV200. NISSAN FIRMENKUNDEN 100 % elektrisch. Abb. zeigt Sonderausstattung. 15 Jahre Garan- tie bis 160.000 km für alle NISSAN Nutzfahr- zeug-Modelle sowie für den NISSAN EVALIA. Ausgenommen ist der NISSAN e-NV200, für den 5 Jahre/100.000 km gelten, wobei sich die 5 Jahre Garantie aus 3 Jahren/100.000 km Herstellergarantie und kostenfreien 2 Jahren NISSAN 5★ Anschlussgarantie des teilnehmenden NISSAN Partners zusammensetzen. Der kom- plette Umfang und Inhalt der Anschlussgarantie kann den NISSAN 5★ Anschlussgarantiebedingungen entnommen wer- den, die der teilnehmende NISSAN Partner für Sie bereithält. 160.000 KM160.000 KM AUF ALLE NISSAN NUTZFAHRZEUGE1 38 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 RATGEBER Nur einen Euro pro Tag, also 365 Euro im Jahr, kostet das Schüler- und Auszubildendenticket Hessen. Wer in Hessen wohnt oder ausgebildet wird, erhält es bei den Verkehrsverbünden RMV, NVV und VRN. Es ist ideal, um günstig zum Ausbildungs- oder zum Schulort zu gelangen, und natürlich auch in der Freizeit verwendbar. Das Ticket gilt für Busse, Straßen-, U- und S-Bahnen sowie Regionalzüge in ganz Hessen und bis in einige angrenzende Gebiete hinein. Nach einer Umfrage des hessischen Wirtschafts- ministeriums nutzen schon zwei Drittel aller Auszubildenden das Ticket, allerdings zur Hälfte auf eigene Kosten. Spendieren und absetzen Das sollte sich ändern! Denn das Angebot macht nicht nur Ausbildungsbetriebe, sondern auch die duale Ausbildung attraktiver für Schulabgänger, die über ihre berufliche Zukunft entscheiden. Schließlich genießen sie damit die gleichen Vorteile im ÖPNV wie hessische Studenten mit dem Semesterticket. Ein weiterer, entscheidender Pluspunkt für Aus- bildungsbetriebe: Arbeitgeber können die Kosten als Betriebsausgaben geltend machen und mindern damit ihren steuerpflichtigen Gewinn. www.schuelerticket.hessen.de Kostenübernahme lohnt sich Freie Fahrt für Azubis Mit dem Schüler- und Auszubildendenticket punkten Unternehmen bei Jugendlichen. Fo to s: R M V/ Ch ris C hr ist es /IH K Fr an kf ur t Manfred Kind 6 NOTAR Olaf Meister 4 NOTAR Thorsten Wolf 7·8 NOTAR Dr. Hans-Joachim Leonhardt 2·3 NOTAR Silvia Lackenbauer 5 Michael Ruthardt 5 Katja Schröder 1 MEDIATORIN Stefan Hering, LL.M. Rechtsanwälte und Notare VERTRAUEN AUF ERFAHRUNG Fachanwälte für: 1 Arbeitsrecht · 2 Familienrecht · 3 Gewerblichen Rechtsschutz 4 Handels- und Gesellschaftsrecht · 5 Insolvenzrecht 6 Miet- und Wohnungseigentumsrecht · 7 Steuerrecht · 8 Verwaltungsrecht Berliner Straße 40 | 63065 Offenbach am Main | Telefon 069/829900 www.knolle.de | www.mentor-ag.de Rechtsanwälte und Notare VERTRAUEN AUF ERFAHRUNG Olaf Meister 4 NOTAR Thorsten Wolf 7·8 NOTAR Dr. Hans-Joachim Leonhardt 2·3 NOTAR Silvia Lackenbauer 5 Michael Ruthardt 5 Katja Schröder 1 MEDIATORIN Stefan Hering, LL.M. Luisa Stein, LL.M. 6 Fachanwälte für: 1 Arbeitsrecht · 2 Familienrecht · 3 Gewerblichen Rechtsschutz 4 Handels- und Gesellschaftsrecht · 5 Insolvenzrecht 6 Miet- und Wohnungseigentumsrecht · 7 Steuerrecht · 8 Verwaltungsrecht Berliner Straße 40 | 63065 Offenbach am Main | Telefon 069/829900 www.knolle.de | www.mentor-ag.de Rechtsanwälte und Notare VERTRAUEN AUF ERFAHRUNG Olaf Meister 4 NOTAR Thorsten Wolf 7·8 NOTAR Dr. Hans-Joachim Leonhardt 2·3 NOTAR Silvia Lackenbauer 5 Michael Ruthardt 5 Katja Schröder 1 MEDIATORIN Stefan Hering, LL.M. Luisa Stein, LL.M. 6 Fachanwälte für: 1 Arbeitsrecht · 2 Familienrecht · 3 Gewerblichen Rechtsschutz 4 Handels- und Gesellschaftsrecht · 5 Insolvenzrecht 6 Miet- und Wohnungseigentumsrecht · 7 Steuerrecht · 8 Verwaltungsrecht Berliner Straße 40 | 63065 Offenbach am Main | Telefon 069/829900 www.knolle.de | www.mentor-ag.de Rechtsanwälte und Notare VERTRAUEN AUF ERFAHRUNG Olaf Meister 4 NOTAR Thorsten Wolf 7·8 NOTAR Dr. Hans-Joachim Leonhardt 2·3 NOTAR Silvia Lackenbauer 5 Michael Ruthardt 5 Katja Schröder 1 MEDIATORIN Stefan Hering, LL.M. Luisa Stein, LL.M. 6 Fachanwälte für: 1 Arbeitsrecht · 2 Familienrecht · 3 Gewerblichen Rechtsschutz 4 Handels- und Gesellschaftsrecht · 5 Insolvenzrecht 6 Miet- und Wohnungseigentumsrecht · 7 Steuerrecht · 8 Verwaltungsrecht Berliner Straße 40 | 63065 Offenbach am Main | Telefon 069/829900 www.knolle.de | www.mentor-ag.de Olaf Meister 4 NOTAR Thorsten Wolf 6∙7 NOTAR Dr. Hans-Joachim Leonhardt 2∙3 NOTAR Stefan Hering LL.M. Luisa Stein LL.M. 5 Ulrike Fuchs 1 VERTRAUEN AUF ERFAHRUNG Fachanwälte für: 1 Arbeitsrecht ∙ 2 Familienrecht ∙ 3 Gewerblichen Rechtsschutz 4 Handels- und Gesellschaftsrecht · 5 Miet- und Wohnungseigentumsrecht 6 Steuerrecht · 7 Verwaltungsrecht 39Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 BILDUNG Ausbildung Für Auszubildende „Rund um die Abschlussprüfung“ . . . . . . . . . . . . . . 31.08.2020 (3 U.-std.) | kostenlos Prüfungsvorbereitung für Kaufleute für Büromanagement, Teil 2 – Modul 1 „Kundenbeziehungsprozesse“. . . . . . . . . . . . 02. – 21.09.2020 (15 U.-std.)) | 125 Euro IHK-Spezialseminar für Auszubildende „Kunden- und Gastgespräche souverän führen“. . . . . . . . . . . . . . . . . . 07.09.2020 (1 Tag) | 145 Euro Für Ausbilder IHK-Prüfungslehrgang „Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung“, Teilzeit. . . . . . . 21.08.–30.10.2020 (90 U.-std) | 729 Euro Finanz- und Rechnungswesen IHK-Seminar „Buchführung intensiv“. . . . . . . . . 14.–18.09.2020 (40 U.-std) | 650 Euro Führung, Projekt- und Teammanagement 3. Logistikmanager – Modul 1 „Logistik“. . . . 10.08.–14.09.2020 (40 U.-std.) | 340 Euro Gesundheit IHK-Seminar „Peak Performing – Gehirn und Körper trainieren und ernähren“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11.09.2020 (1 Tag) | 225 Euro International – IHK-Exportakademie Zertifikatslehrgang „IHK-Fachkraft Zoll- und Außenwirtschaftsrecht“, Modul 2 „Zoll- und Außenwirtschaftsrecht“. . . . . . . . .17.08–26.10.2020 (50 U.-std.) | 560 Euro IHK-Seminar „Incoterms® 2020 - Lieferbedingungen im nationalen und internationalen Warenverkehr“. . . . . . . 27.08.2020 (1 Tag) | 299 Euro IHK-Seminar „Export 1 – Ausfuhrverfahren“. . . . . . . . . . 03.09.2020 (1 Tag) | 249 Euro Kommunikation IHK-Seminar „Besserwisser, Rechthaber, Tyrannen und Co. – Heikle Gesprächssituationen wirksam meistern“. . . . . . 20.08.2020 (1 Tag) | 225 Euro Kunden, Marketing, Verkauf IHK-Seminar „Bildrechte – visuellen Content rechtssicher einsetzen“ . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20.08.2020 (1 Tag) | 225 Euro Lern- und Arbeitstechniken IHK-Seminar „Briefe schreiben - (k)eine Kunst?“. . . . . . 08.09.2020 (1 Tag) | 225 Euro Personalwirtschaft IHK-Zertifikatslehrgang „Profi Personalwirtschaft“, Modul „Praxis der Lohn- und Gehaltsabrechnung“. . . . . . . . . . 17.08.–30.09.2020 (52 U.-std.) | 480 Euro IHK-Seminar „Stets zu unserer vollsten Zufriedenheit? – Arbeitszeugnisse rechtssicher gestalten und interpretieren“. . . . . . . . . .20.08.2020 (4 U.-std.) | 99 Euro IHK. Die Weiterbildung Seminare und Workshops „Hilfe, ein Kunde!“ Wer unsicher ist, hat Angst vorm Kunden- kontakt. Im Seminar erarbeiten die Teil- nehmer Grundlagen der Business-Etikette sowie Leitfäden für persönliche und telefoni- sche Gespräche. Sie erlangen Sicherheit für alltägliche und spezielle Situationen. Das ist auch im Hinblick auf die Abschluss- prüfung hilfreich! www.offenbach.ihk.de/E12329 Buchführung intensiv Im Seminar werden die rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen der Buchführung, Grundkenntnisse in den Bereichen Inventur, Inventar, Bestands- und Erfolgskonten sowie einfache und zusammengesetzte Buchungssätze vermittelt. Außerdem gibt es praktische Tipps fürs Buchen. www.offenbach.ihk.de/E12218 Arbeitszeugnisse schreiben und verstehen Die richtige Interpretation von Arbeits- zeugnissen schützt vor personellen Fehlent- scheidungen. Es gilt, die „Geheimcodes“ im Zeugnis zu entschlüsseln. Wer selbst Arbeits- zeugnisse verfasst, muss die rechtlichen Vorgaben beachten. Denn für den Mitarbeiter hat das Dokument erhebliche Bedeutung. www.offenbach.ihk.de/E12228 * U.-std. = Unterrichtsstunden Alle IHK-Weiterbildungen unter: www.ihkof.de/anmelden Kontakt Sandy Wagner Telefon 069 8207-344 | Fax -319 wagner@offenbach.ihk.de 40 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 BILDUNG Kontakt Sandy Wagner Telefon 069 8207-344 | Fax -319 wagner@offenbach.ihk.de Im Interview erläutern die beiden Unterneh- mer und Reservisten Tilman Engel aus Frank- furt und Christian Keimer aus Bruchköbel, der zudem der neue Präsident des Verbandes der Reservisten in Hessen ist, mit Oberstleutnant Alexander Sauer vom Landeskommando Hessen die Hintergründe des Pilotprojekts. Herr Sauer, viele Arbeitgeber stellen ihre Mitarbeiter nicht gerne als Reservisten frei. Ich unterstelle, dass kein Mangel an gesellschaftlichem Bewusstsein vorliegt. Woran liegt es? Sauer: In der Tat kann kein Unternehmen auf Dauer erfolgreich bestehen, wenn es nicht auch seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachkommt. Andererseits stehen alle Unter- nehmen im Wettbewerb und sie müssen sich deswegen sehr genau überlegen, wozu sie ihre Mitarbeiter einsetzen. Das ist ein Gegen- satz, mit dem die Bundeswehr seit Langem leben muss. Wir wollen neue Wege beschreiten, indem wir den Unternehmen und ihren Mitarbeitern einen echten Mehrwert anbieten – eine duale Weiterbildung als Reservist. Dieser Fokus auf den praktischen Nutzen für die Reservisten und ihre Arbeitgeber ist neu. Andere westliche Armeen sind an dieser Stelle schon weiter. Das Pilotprojekt, die Umfrage ist als Initialzün- dung gedacht, soll Netzwerke und Wirtschaft enger miteinander verknüpfen. Engel: Wir betreuen ein Pilotprojekt, das aktuell beispielhaft in Hessen läuft. Wir wollen in einem eher kleineren Flächenland heraus- finden, welche Maßnahmen bundesweit geeignet sind. Hessen und der Kreis Offen- bach bilden dafür mit ihrer Wirtschaftsstruktur den idealen Boden. Keimer: Lassen Sie mich den Aspekt anderer westlicher Länder und die dort zu beobach- Reservisten finden, Unternehmensmitarbeiter qualifizieren Berufsbezogene Weiterbildungen mit der Bundeswehr Die Bundeswehr will mehr Reservisten gewinnen – qualifizierte Fach- und Führungskräfte aus fast allen Branchen. In einem nationalen Pilotprojekt prüft das Landeskommando Hessen, ob berufsbezogene, duale Weiterbildungen helfen können, dieses Ziel zu erreichen. Dazu befragt es gemeinsam mit den IHKs Unternehmen. (V. l. n. r.) Das Gespräch führten der Oberstleutnant der Reserve und Kommunikationsberater Tilman Engel aus Frankfurt, der Managing Director der Firma SBC Internatio- nal und Oberstleutnant a. D. Christian Keimer, Aviation-Consultant aus Bruchköbel und zugleich stellvertretender Leiter des Kreisverbindungskommandos Main-Kinzig- Kreis, Dr. Achim Knips, IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, sowie Oberstleutnant Alexander Sauer vom Landeskommando Hessen. Fo to : I H K 41Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 BILDUNG tende engere Verzahnung von Armee und Unternehmen noch einmal aufgreifen. In Deutschland gilt viel zu oft noch die Vorstel- lung einer kostenfreien Bildung für alle – von der Schule bis hin zum Studium. Aber dies ist eine Illusion, schließlich bezahlt immer irgendwer. Berufliche Weiterbildungen jedoch kosten die Teilnehmer seit jeher nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Häufig investieren die Arbeitnehmer hierzulande selbst in ihre Weiterbildung. Ich habe mich über die Bundeswehr schon mehrfach weitergebildet, und ich schätze es als Berater sehr, dass ich in dieser Zeit von der Bundeswehr angemessen bezahlt wurde. Reservist zu sein, bedeutet nicht, wirtschaftlichen Verzicht zu üben. Sauer: Die Bundeswehr ist heute eine Hoch- technologie-Streitmacht, in der Soldaten und Soldatinnen aller Altersgruppen erfolgreich Dienst leisten, je nach ihren Fähigkeiten. Aufgrund von Ausbildungen, Einsätzen und persönlichen Gegebenheiten sind zahlreiche Stellen nur teilweise oder gar nicht besetzt. Hier können ausgebildete Reservisten zum Einsatz kommen – für wenige Tage bis hin zu mehreren Monaten. Lassen Sie mich eines festhalten: Es geht der Bundeswehr nicht darum, Personallücken zu füllen. Über verbes- serte Kontakte zur Wirtschaft soll gezielt ein sinnvoller Personal- und Ausbildungskreislauf in Gang gesetzt werden. Wie wollen Sie die Bundeswehr und die Unternehmen in der Region besser miteinander verzahnen? Was haben Sie konkret vor? Sauer: Zunächst die Unternehmen der Region mit den passenden Dienststellen und Ausbildungsstandorten zu verbinden – das ist das Ziel. Wenn eine Baufirma aus dem Kreis Offenbach Weiterbildungsbedarf hat und dabei zum Beispiel an das Ausbildungszentrum für Pioniere in Ingolstadt denkt, sind wir schon ein deutliches Stück weiter. Nebenbei bemerkt: In diesem Zentrum werden alle Bauberufe abgedeckt. Ähnliches ist in Sparten wie Logistik und IT in einem ersten Schritt denkbar. Keimer: Ja, das ist für die moderne Bun- deswehr sehr wichtig. Wir wollen direkte Beziehungen von Unternehmen zu den- jenigen Truppenteilen herstellen, mit denen eine Win-win-Situation möglich ist. Ich denke da zum Beispiel an das zukunftsstarke Feld Internet und Telekommunikation – kurz: IT. Wirtschaft und Bundeswehr sind doch, was Cyberattacken angeht, längst beide betroffen. Als Unternehmensberater mit dem Schwer- punkt Aviation und Drohneneinsatz kenne ich mich damit sehr gut aus. Im zivilen Leben versuche ich gerade im Auftrag von Kranken- häusern, den Transport von Blutkonserven oder Spenderorganen in Ballungsräumen zu verbessern. Wir wollen dafür Drohnen einsetzen. Cyberattacken dürfen in einem so sensiblen Bereich nicht vorkommen. Engel: Ich möchte einen weiteren Aspekt beleuchten: Noch immer gehen viele Men- schen davon aus – auch immer wieder bei mir –, dass Reservisten in Kampfeinheiten als Mannschaftsdienstgrade eingesetzt werden. Das ist nicht zutreffend. Die Bundeswehr benötigt qualifizierte Reservisten, die auch verantwortlich in Stäben Verwendung finden. Aus meinen Einsätzen in Afghanistan weiß ich aus erster Hand, wie wichtig Beratungen in interkultureller Kompetenz für die Bundes- wehr sind. Es geht bei unserer Reservisten- suche um echte Kompetenz, die wir nach Möglichkeit gemeinsam weiter mit den Unternehmen aufbauen wollen. Es hat noch keinem geschadet, von anderen zu lernen, auch im fortgeschrittenen Alter. In der Wirtschaft geht es bekanntlich um Angebot und Nachfrage, um Nutzen, Bedürfnisse und Kosten. Wo würden Sie in diesen Zielkoordinaten Ihr Werben um mehr Reservisten aus der Wirtschaft verorten? Sauer: Wir wollen mit unserer Umfrage (siehe Kasten) die Weiterbildungsbedarfe der Unternehmen abfragen. Nach der Auswertung wollen wir passende berufs- bezogene Weiterbildungen anbieten, die nach Möglichkeit sogar zertifiziert sind. Wir wollen der Wirtschaft und den Arbeitnehmern einen echten Mehrwert bieten. Viele Fähigkeiten des Systems Bundeswehr sind den Unter- nehmen nicht bekannt – noch nicht. Um zwei Beispiele anzuführen: Die Bundeswehr ist nicht nur Deutschlands größter Klinikver- bund, sondern auch die Airline Nr. 1. Übrigens bildet die Bundeswehr momentan in rund 250 Berufen aus. Dass staatsbürgerliche Selbstver- ständlichkeiten im Reservedienst nicht außen vor bleiben, bedarf dabei keiner detaillierten Erläuterung. Und wir sprechen durchaus über eine duale Weiterbildung. Engel: Die Bundeswehr ist sehr komplex und breit aufgestellt. Wir brauchen Know-how aus allen Branchen – bis hin zum unterneh- merischen Organisationstalent. Gerade für Mittelständler im verarbeitenden Gewerbe bietet die Bundeswehr umfassende fachliche Ausbildungs- und Fortbildungsmöglich- keiten an, deren Kosten vollständig über- nommen werden. Während der Freistellung werden Gehalt und Krankenversicherung übernommen. Berichtspflichtige Unterneh- men können sich ihr Engagement nach Krite- rium 18 des Deutschen Nachhaltigkeitskodex im GRI Reporting anrechnen lassen. Für die Reservisten ergeben sich weitergehende Möglichkeiten in der persönlichen Ent- wicklung und dem Erwerb karriererelevanter Fähigkeiten. Weiterbildung und Bundeswehr – Warum diese Online-Umfrage? Mit Hilfe einer Online-Umfrage will die Pilotgruppe aus Berufssoldaten und wirtschaftserfahrenen Reservisten erkunden, inwieweit die Unternehmen bereit sind, ihren Mitarbeitern eine berufsbezogene Weiterbildung mit Hilfe der Bundeswehr zu ermöglichen. Die beiden Ziele: Mehr Reservisten gewinnen und die Mitarbeiter in den Unternehmen weiter qualifizieren. Es dauert knapp fünf Minuten, den Online-Fragebogen auszufüllen. Alle Antworten werden automatisch anonymisiert. www.hanau.ihk.de/Umfrage-Bundeswehr 42 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 BILDUNG Die Fragen stellte Dr. Achim Knips, IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern Ich möchte noch eine weiteres Feld kurz beleuchten: Wo sehen Sie im Zuge der Überwindung der Coronakrise Potenzial für die Bundeswehr? Engel: Die Infektionskrise hat verdeutlicht, wie eng die Träger von öffentlicher Verwaltung, Sicherheit und Gesundheitswesen zusam- menarbeiten müssen. Dafür braucht es auch gesamtgesellschaftliche, personelle Reserven, um dies nachhaltig gewährleisten zu können. Auch für solche Einsätze benötigt die Bundes- wehr deutlich mehr einsetzbare Reservisten, um in einem Krisenfall ausreichend unterstüt- zend tätig werden zu können. Zurück zum Pilotprojekt: An wen können sich interessierte Unternehmen wenden? Keimer: Geplant ist, dass das jeweilige zuständige Kreisverbindungskommando diese Aufgabe übernimmt. Noch ist nicht absehbar, ob wir dieser Aufgabe im aktuellen Zuschnitt, mithin nebenberuflich, gewachsen sein werden. Das ist ein Pilotprojekt, und wir stehen am Anfang eines Lernprozesses. Wir wollen die neuen Reservisten nach Möglich- keit da einsetzen, wo sie es wollen und wo es inhaltlich passt. Wichtig: Der Einsatz als Reservist bei der Bundeswehr ist und bleibt freiwillig. Sauer: Gehen Sie davon aus, dass wir in den vor uns liegenden Monaten klar und struktu- riert vorgehen werden. Bis wir die Umfrage zum Ende des Sommers ausgewertet haben, sollten sich interessierte Unternehmen aus Hessen an Dr. Gunther Quidde wenden, Telefon 06181 9290-8111, E-Mail g.quidde@ hanau.ihk.de. Der Hauptgeschäftsführer der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern ist in den hessischen IHKs der erste Ansprech- partner rund um alle Sachverhalte zur Bundeswehr. Der Wirtschaftsstandort Dreieich – Basis für Ihren Erfolg Magistrat der Stadt Dreieich · Wirtschaftsförderung · Hauptstr. 45 · 63303 Dreieich · Tel: +49 (0) 6103 - 601-681 · E-Mail: wirtschaft@dreieich.de · www.dreieich.de Dreieich liegt zentral in der Region Frankfurt Rhein-Main: in nur 15 Minuten erreichen Sie den Flughafen und die Frankfurter Innenstadt. Mehrere Autobahnanschlüsse, Busse und Bahnen bieten ideale Verkehrsanbindungen. Die erstklassigen Bildungs- und Betreuungsangebote umfassen sämtliche Schultypen sowie das Haus des Lebenslangen Lernens mit angeschlossener Internationaler Schule. Die Immobilienpreise und Steuerhebesätze sind günstiger als in den Großstädten. Attraktive Gewerbegebiete bieten ein breites Spektrum an Flächen und Immobilien. Kontaktieren Sie uns. Wir liefern Ihnen gute Argumente und weitere Informationen. Glänzende Aussichten. w o o g @ w o o g -d es ig n .d e 43Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 BILDUNG NETZWERKE Marketing-Webinar für Unternehmer Kluge Kundengewinnung: digital. Drei Marketingexperten und Mitglieder der Wirtschaftsjunioren (WJ) Offenbach erklären am 16. Juli 2020 im Webinar, wie’s geht. Seit Jahren spricht jeder von Digitalisierung. Corona hat uns gezeigt, dass wir wirklich nur darüber gesprochen, aber noch nicht genug umgesetzt haben. Aber wie gewinnt man eigentlich Kunden auf digitalem Weg? Das Marketing-Webinar der Wirtschaftsjunioren ist für alle kostenfrei und zeigt konkret, wie es funktioniert. Kundenzentriertheit ist der Erfolgsfaktor Das Kundenverhalten verändert sich stetig. Kluge Unternehmer haben daher ihren Kunden immer im Blick – zentral und als Fundament aller Entscheidungen. Die Entwicklung eines präzisen Kunden-Ava- tars hilft, Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen, um darauf im Geschäftsmodell und in den Produkten einzugehen und so erfolgreich zu sein. So entwickeln Sie Ihre Marketing- Roadmap: • Klare Ziele definieren • Kunden-Avatare entwickeln • Kernbotschaften am Kunden ausrichten • Nutzen formulieren: Was ist für den Kunden drin? • Messbare Marketingkanäle wählen, die Kunden stetig nutzen Sven L. Franzen, Tiger Marketing Group GmbH Auf dem Kundenradar bleiben Neukunden zu gewinnen ist mühsam, kostet Zeit und Geld. Deshalb ist es entscheidend, den Kontakt zu schon vorhandenen Kunden und Interessenten zu halten. Das garantiert ein durchdachtes System. Es stärkt die Bindung des Kunden zum Unternehmen und zur Marke. Es ist unglaublich, wie viele Unternehmen ihre Kunden einfach „vergessen“. Das ist die teuerste Art, an der falschen Stelle zu sparen. Darum gilt: Kunden auch in Krisenzeiten begeistern! Meine Top-5-Ideen für Kundenbindung: • Ein regelmäßiger Newsletter • Ein anknüpfendes Angebot • Eine Facebook-Gruppe • Ein Webinar-Liveevent • Instagram, Posts & Live Marischa Braun, Brandiction Soziale Medien richtig einsetzen Jeder spricht davon, skaliert und auto- matisiert über die sozialen Medien Kunden zu gewinnen und Umsatz zu generieren, aber die wenigsten tun es. Damit Social Media unkompliziert, kostenoptimiert und zielgerichtet läuft, braucht es einen Plan. Nur wer die Funktionsweisen und Einsatz- möglichkeiten von Social Media versteht, hat Erfolg. Die zentralen Fragen dazu: • Wie sieht meine Social-Media-Strategie aus? • Welche Kunden und Kanäle bediene ich, um meine Geschäftsziele zu erreichen? • Was und wie muss ich dafür kommunizieren? • Was ist mein Handwerkszeug? • Wie arbeite ich ressourcenoptimal und zielgerichtet? Anna Wolf, Wolf Marketing 44 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 Termine der WJ Offenbach e. V. 08.07.2020 um 19.00 Uhr Wieso WJ? Darum! Kennenlernen der Wirtschaftsjunioren 16.07.2020 um 19.00 Uhr Marketing-Webinar online 21.07.2020 um 19.00 Uhr Stammtisch (der beste Weg, uns kennen zu lernen) Wir sind die junge Wirtschaft mit 10.000 Unternehmern und Führungskräften unter 40 Jahren in Deutschland. Damit sind wir das Sprachrohr der jungen Wirtschaft und der größte Verband von jungen Unternehmern und Führungskräften in Deutschland. www.wj-offenbach.de Das sind die Wirtschaftsjunioren 45Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 NETZWERKE Kudernak kooperiert mit Forschungsinstitut Innovatives 3D-Druckverfahren spart Kosten, Zeit und Material Im Forschungs- und Entwicklungsprojekt „HyFeDi“ – Hybride Fertigung von Dichtungen – entwickeln die Kudernak GmbH aus Rödermark und das Institut für Druckmaschinen der TU Darmstadt ein Verfahren, das die subtraktive und die additive Fertigung kombiniert. Das Projekt ist Teil des von der IHK Offenbach am Main mitinitiierten Forschungsnetzwerks „Future Factory“. Das Unternehmen hat langjährige Erfahrung in der Verarbeitung von Hochleistungskunst- stoffen. Die Kudernak GmbH produziert seit mehr als 40 Jahren dynamische und statische Dichtungen aus PTFE (unter dem Marken- namen „Teflon“ bekannt), umhüllte PTFE- Dichtungen sowie Konstruktionsbauteile aus Hochleistungskunststoffen. Ziel des Forschungsprojekts im Rahmen der Förderinitiative Zentrales Innovations- programm Mittelstand(ZIM) ist ein neuartiges Verfahren, das die Stärken der additiven und der subtraktiven Fertigung vereint. Dr. Jürgen Willmann, Geschäftsführer der Kudernak GmbH, ist zuversichtlich: „Wir erwarten, dass es gegenüber konventionellen Verfahren Materialeinsparungen von bis zu 90 Prozent, eine kürzere Fertigungsdauer und niedrigere Lagerkosten ermöglicht. Dadurch können geringe Stückzahlen und Prototypen kosten- günstiger und schneller produziert werden.“ Besonders signifikant kommen die Vorteile bei teuren, schwer verarbeitbaren Hochleis- tungskunststoffen wie Polyetheretherketon (PEEK) zum Tragen. Dieser hochtemperatur- beständige Thermoplast ist gegenüber fast allen Chemikalien beständig und für Dichtungssysteme besonders geeignet. Entsprechend bildet er den Maßstab für das Projekt. Wegen seiner spezifischen Eigenschaften konnte PEEK bisher nicht im herkömmlichen additiven Verfahren (Fused Kudernak-Projektleiter Cornelius Glitzner (l.) und Daniel Laumann, Projektverantwortlicher beim Institut für Druckmaschinen der TU Darmstadt, begutachten additiv gefertigte Halbzeuge aus Hochleistungskunststoff. Fo to : P au lin e Br um m 46 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 NETZWERKE Innovative Ideen fördern Das Team Innovation der IHK bringt Unternehmer mit innovativen Ideen mit den passenden Partnern aus Wirtschaft und Wissen- schaft zusammen und unterstützt sie dabei, Fördergelder zu beantragen. www.future-factory-netzwerk.de Deposition Modeling) gedruckt werden. Hinderlich sind ein Schmelzpunkt von 343 °C (Glasübergangstemperatur 143 °C) und ein starker Wärmeverzug, gepaart mit einer unerwünschten Porenbildung. Zudem spielt eine gleichmäßige Kristallisation eine wichtige Rolle. Das Institut für Druck- maschinen entwickelte einen Drucker, der Verarbeitungstemperaturen von über 400 °C an der Düse sowie homogene 200 °C auf der Druckplatte zulässt. Diese Druckstrategie reduziert die Poren und steigert die relative Dichte von 86 auf über 95 Prozent. Simultan entwickelte Kudernak ein Einspannverfahren zur anschließenden subtraktiven Bearbeitung auf der Drehmaschine. Die Bauteile werden sehr grob nahe der Endkontur im 3D-Druckverfahren hergestellt. Um ihnen die endgültige Form und Präzision zu geben, werden sie in ein Dreh-Fräszen- trum eingespannt, und dort entsprechend zerspanend – also subtraktiv – bearbeitet. Mit dem Verfahren können unterschiedliche Druckerzeugnisse bis 280 mm auf unter- schiedlichsten Drehmaschinen positioniert und bearbeitet werden. Erste Tests mit kleineren PEEK-Bauteilen haben erfolgreiche Wir realisieren den reinen Glasfaserausbau in Ihrem Gewerbegebiet. deutsche-glasfaser.de/business Deutsche Glasfaser Business GmbH / Am Kuhm 31 / 46325 Borken Schneller, stabiler, wirtschaftlicher. Glasfaser für Ihr Unternehmen. 0800 281 281 2 anrufen und Beratungsgespräch vereinbaren! Ergebnisse geliefert: Die Bauteile werden gedruckt, die subtraktive Bearbeitung bringt die Präzision und die Dichtheit überzeugt. www.kudernak.de Kontakt Frank Irmscher Telefon 069 8207-342 innovation@offenbach.ihk.de 47Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 NETZWERKE • Erwin Heberer, Heusenstamm, Bestel- lungsgebiet „Lasersicherheit bei Lasern der Materialbearbeitung“ • Detlev Brauweiler, Offenbach am Main, Bestellungsgebiet „Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken“ Die Bestellung des Sachverständigen Dr.-Ing. Rainer Gräfe ist am 17. November 2019 erloschen. Der Sachverständige Prof. Dr.-Ing. Leander A. Bathon, bestellt von der IHK Wiesbaden für „Ingenieurbau: Holzbau, Baukonstruktions- schäden, Schäden an Gebäuden“, hat eine weitere Niederlassung in Hainburg eröffnet. Geprüftes Wissen Die Bezeichnungen „Sachverständiger“ und „Gutachter“ sind in Deutschland rechtlich nicht geschützt. Deshalb sind sie kein Indiz für die Sachkunde einer Person. Hier hilft die öffentliche Bestellung nach § 36 Gewerbe- ordnung. Durch die öffentliche Bestellung werden Gerichten, Unternehmen und Verbrauchern besonders zuverlässige, unparteiische und erfahrene Personen zur Verfügung gestellt. Sie haben auf einem bestimmten Sachgebiet Kenntnisse und Fähigkeiten nachgewiesen, die weit über dem Durchschnitt liegen. Sach- verständige für wirtschaftliche und technische Bereiche werden durch die IHKs öffentlich bestellt und vereidigt. IHK-Sachverständiger werden? Wenn Sie bereits gutachterlich tätig sind, können Sie sich unter bestimmten Voraus- setzungen öffentlich bestellen und vereidigen lassen. Sprechen Sie uns hierzu gerne an! Im Verzeichnis schnell gefunden Das bundesweite IHK-Sachverständigenver- zeichnis nennt über 8.000 öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige von IHKs, von Architekten-, Ingenieur- und Landwirtschafts- kammern sowie von Landesregierungen. Bei der Suche nach einem geeigneten Sach- verständigen hilft die IHK Offenbach am Main. www.svv.ihk.de Kontakt Thomas Maier Telefon 069 8207-224 maier@offenbach.ihk.de Geprüftes Wissen in unterschiedlichsten Bereichen Auf IHK-Sachverständige ist Verlass Bei den folgenden Sachverständigen wurde die öffentliche Bestellung erneuert: Heusenstammer Straße 3 l 63179 Obertshausen Tel. 0 6104 9 531315 l www.goldhaus.net l Uhren l Silberwaren l Antiquitäten Ankauf von: l Schmuck l Gold l Münzen l Sammlungen l Porzellan l Bestecken SCHAFFEN SIE AUS ALTEN WERTEN NEUE MÖGLICHKEITEN Öffnungszeiten: Mo-Fr 10.00 - 13.00 Uhr + 15.00 - 18.00 Uhr I Sa 10.00 - 13.00 Uhr - Parkplatz im Hof - Sofortige Auszahlung l Zinn l Gemälden l Nachlässen Anz. Goldhaus 2sp. 90x66mm final.indd 1 05.02.20 18:51 Draht-Weissbäcker KG Steinstr. 46 - 48, 64807 Dieburg Tel. (0 60 71) 9 88 10 · Fax (0 60 71) 51 61 Internet: www.draht-weissbaecker.de Email: draht@weissbaecker.de · Draht- und Gitterzäune · Tore · Schiebetore · Drehkreuze · Türen · Schranken · Gabionen · Pfosten · Sicherheitszäune · Mobile Bauzäune · Alu-Zäune · sämtliche Drahtgeflechte · Alu-Toranlagen · Rankanlagen · auch Privatverkauf Zäune · Gitter · tore 48 Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 NETZWERKE IHKs laden zur „Woche der Nachhaltigkeit“ ein Nachhaltig erfolgreich Gemeinsam veranstalten die IHKs Hanau-Gelnhausen- Schlüchtern und Offenbach am Main vom 7. bis 10. September 2020 die „Woche der Nachhaltigkeit“. Die Botschaft dazu lautet: bitte keine Strohfeuer zünden, sondern Nachhaltigkeit als Grundkonzept etablieren! Vorträge und Gesprächsrunden werden die Kernthemen der Nachhaltigkeit im Unternehmen beleuchten: Markt, Mitarbeiter, Umwelt und Gesellschaft. Referenten werden von politischen Vorgaben, eigenen Beispielen, wissen- schaftlichen Erkenntnissen und staatlichen Förderungen für Nachhaltigkeit im Unternehmen berichten. Vor dem Shutdown Noch vor wenigen Monaten beherrschten Fridays for Future, Buschfeuer oder der Dieselskandal die Nach- richten. Globale Themen landeten vor der eigenen Tür. Klimasünden, Ignoranz, Egoismus – sie fallen uns auf die Füße. Unsere eigenen Entscheidungen begünstigen oder behindern Entwicklungen, ob wir sie privat oder im Unternehmen treffen. Seit Corona Der Zwangsstillstand hat alle Systeme beeinflusst. Was unter- und aufgebrochen wurde, muss neu zusammen- gefügt werden: Geschäftsmodelle, Lieferketten, Routinen. Hier liegt die Chance, denn Nachhaltigkeit als Grundkon- zept stabilisiert Unternehmen und weist den Weg in eine erfolgreiche Zukunft. Das hessische Umweltministerium forciert das Thema besonders in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. So sieht das „Hessische Bündnis für Nachhaltigkeit“ vor, dass Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöp- fungskette etabliert wird. Die Initiative der beiden IHKs erleichtert es Unternehmen, dieses Ziel zu erreichen. www.hanau.ihk.de/nachhaltigkeit Kontakt Peter Sülzen Telefon 069 8207-244 suelzen@offenbach.ihk.de Elektrisiert das neue Jahr. Nicht nur für Design-Fans: Der Audi e-tron Sportback¹ - jetzt bei uns bestellbar. Der erste rein elektrische Sportback von Audi in der Antriebsvariante 55 quattro1 begeistert mit 300 kW (408 PS) Leistung und vereint eine neu interpretierte coupéhafte Linienführung mit sportivem Auftritt. Ergebnis: pure Emotion - ohne Abstriche. Machen Sie sich bereit: Der neue Audi e-tron Sportback1 steht in den Startlöchern. Jetzt sind das Fahrzeug und andere Elektro- und Hybridmodelle bei uns bestellbar! 1 Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 23,9– 20,6 (NEFZ); CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 0. Angaben zu den Kraftstoff-/Stromverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung des Fahrzeug. Alle Angaben basieren auf den Merkmalen des deutschen Marktes. Autohaus Brass Vertriebs GmbH & Co. KG Paul-Brass-Straße 7, 63128 Dietzenbach Tel.: 0 60 74 / 8 01-5 info.dietzenbach@brass-gruppe.de www.brass-dietzenbach.audi Autohaus Brass Vertriebs GmbH & Co. KG Afföllerstraße 108, 35039 Marburg Tel.: 0 64 21 / 5 90 74-0 info.marburg@brass-gruppe.de www.brass-marburg.audi 49Offenbacher Wirtschaft Juli/August 2020 VERANSTALTUNGEN Redaktion redaktion@offenbach.ihk.de Birgit Arens-Dürr (Chefredakteurin) Tel. 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr ( jeweils am 1. des Monats) Ausgabedatum 1. Juli 2020 Titelbild Hessische Flugplatz GmbH Egelsbach Das Magazin wird auf umweltfreundlichem FSC®-Papier klimaneutral gedruckt. IMPRESSUM Herausgeber Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Postfach 10 08 53 63008 Offenbach am Main Frankfurter Straße 90 63067 Offenbach am Main Tel. 069 8207-0 | Fax -199 redaktion@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de Verantwortlich Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der IHK-Mit- gliedschaft. Dieser Bezug kann jederzeit durch einen Hinweis an den Herausgeber beendet werden, aber auch jederzeit nach einem entsprechenden Hinweis wieder aufgenommen werden. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit verwenden wir in der Of- fenbacher Wirtschaft abwechselnd die weibliche und die männ- liche Form und verzichten auf Schreibweisen wie „Unternehmer und Unternehmerinnen“ oder „Unternehmer*innen“. Wir meinen immer alle Geschlechter im Sinne der Gleichbehandlung. Die verkürzte Sprachform hat redaktionelle Gründe und ist wertfrei. Vollbeilage Wortmann AG, Hüllhorst Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, Frankfurt Designkonzept, Gestaltung, Titelbild, Verlag und Druck Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, 60386 Frankfurt www.zarbock.de Verlagsleitung: Ralf Zarbock Anzeigendisposition Anette Kostrzewa Tel. 069 420903-75 anette.kostrzewa@zarbock.de Anzeigenpreisliste Gültig ab 1. Januar 2020 Mediadaten www.offenbach.ihk.de/P460 VORSCHAU 7-8 Offenbacher WIRTSCHAFT Das Magazin der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main für die Region 9–10 | 2020 TITELTHEMA Mensch Mitarbeiter Titelthema | Mensch Mitarbeiter Anzeigenschluss für die Ausgabe September/Oktober 2020 ist der 13.08.2020. Redaktionsschluss für die Ausgabe November/Dezember 2020 ist der 01.10.2020. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Themen aus aktuellen Anlässen ändern können. Pop-up-Artstore im Haus der Stadtgeschichte Kunst zum Kaufen Bis zum 19. Juli 2020 bieten Offenbacher Künstler im Haus der Stadtgeschichte Werke für kleine und große Geldbeutel. Wegen Corona sind Ausstellungen ausgefallen und Kunstschaffende in teilweise prekäre Situationen geraten. Jetzt zeigen und verkaufen sie ihre Kreationen im „Super-Corona-Pop- up-Artstore“, den Kuratorin Katja M. Schneider, Sabine-Lydia Schmidt vom Amt für Sport- und Kulturmanagement und die Offenbacher Künstlerin Anja Hantelmann initiiert haben. Auch in der Onlinegalerie zum Store können die Kunstwerke erstanden werden. www.offenbach.de/superstore Vierter Hessischer Innovationskongress Auf Veränderungen vorbereiten Hessische Technologie-Unternehmen, kreative Visionäre und Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft treffen sich am 25. November 2020 in der Jahrhunderthalle Frankfurt beim Hessischen Innovationskongress (HIK2020). „Innovationen sind eine Zukunftschance für die hessische Wirtschaft, gerade angesichts der aktuellen Umbrüche“, sagt Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer der landeseigenen Wirt- schaftsförderungsgesellschaft Hessen Trade & Invest (HTAI). Das Motto lautet diesmal: „WIE? Wandel intelligent ermöglichen“. Was können Start-ups, Mittelständler und große Unternehmen tun, um ihre digitale Zukunft nachhaltig und ressourceneffizient zu gestalten? Der HIK2020 soll Antworten geben, inspirieren und Wege ebnen. Keynote Speaker sind Trend- und Zukunfts- forscher Matthias Horx und Prof. Dr. Maja Göpel, Generalsekretärin Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). Wer Akteur beim HIK2020 werden will, kann dort eigene Produkte und Ideen als Aussteller, Speaker oder Coach sowie mit Work- shops und Videos präsentieren. www.technologieland-hessen.de 50 Offenbacher Wirtschaft VERANSTALTUNGEN Business to Business Ihr direkter Kontakt zum Marktplatz: 0 69/42 09 03-75 oder per E-Mail verlag@zarbock.de PRÄSENTATIONSMAPPENIndividuelle Mappen Anzeigen-Hotline: 0 69/42 09 03-75 Bitte in Druckbuchstaben ausfüllen. Pro Feld bitte nur ein Zeichen eintragen. Nach jedem Satzzeichen ein Feld frei lassen. Leerstellen zählen als ein Feld. Die Laufzeit Ihrer Anzeige beträgt mindestens sechs Ausgaben. Die Abrechnung über die Gesamtlaufzeit erfolgt nach der ersten Ausgabe. Anette Kostrzewa Sontraer Straße 6 60386 Frankfurt am Main Telefon 0 69/42 09 03-75 Telefax 0 69/42 09 03-70 E-Mail verlag@zarbock.de ■■ Bitte veröffentlichen Sie in mindestens sechs Ausgaben unsere Fließtextanzeige in der Rubrik | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | Firma Ansprechpartner Straße/Nr. PLZ/Ort Telefon E-Mail | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | Monatlich: 7,– € 14,– € 21,– € 28,– € Nur Web-Site-Adresse: 12,– €/Zeile Coupon Marktplatzanzeige Events www.drehorgel-frankfurt.de Drehorgelmusik für viele Anlässe Datenschutz Extern. Für Unternehmen. 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