Kreditverhandlungen erfolgreich führen Leitfaden für Finanzierungs- gespräche Kreditverhandlungen erfolgreich führen Die Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg 4 THESEN ZUR BANKENFINANZIERUNG: PROBLEM UND LÖSUNGSANSÄT ZE Bankenfinanzierung sichern Die Sicherstellung der Finanzierung ist eine zentrale Heraus- forderung für kleine und mittelständische Unternehmen. Wir beobachten: • schwierigere Kreditverhandlungen bei der Hausbank • teils mangelnde Bereitschaft zur Beantragung öffentlicher Finanzierungshilfen • teils penibles Prüfen und Anforderung zusätzlicher Kreditunterlagen oder Sicherheiten ohne Kredit- ausweitung ohne erkennbaren Grund • Verweigerung notwendiger Kreditausweitungen durch Hausbank u. a. Bankenfinanzierung wird problematischer Kreditvergabe kann sich perspektivisch schwieriger gestalten aufgrund von • weiterer Verschärfung von Kreditgesetzen und -verordnungen durch internationale Finanzmarktregulierung • zunehmenden Kosten- und Wettbewerbsdruck innerhalb der Kreditwirtschaft • höheren Anforderungen an Sicherheiten und Dokumentationspflichten Drohende Gefahr für kleine und mittelständische Unternehmen • Bankenfinanzierung ist die wichtigste Finanzierungsquelle für kleine und mittelständische Betriebe • Kleinbetriebe haben weniger Finanzierungsalternativen als große Unternehmen und größere Probleme bei der Finanzierung mit Fremdkapital • unzureichende Kreditversorgung behindert weitere Unternehmensentwicklung und Schaffung von Arbeits- plätzen und gefährdet Betriebe Politik ist gefordert die Rahmenbedingungen zur Sicherung der Finanzierung von kleinen und mittelständischen Betrieben zu verbessern. Unternehmerische Devise: Hilf Dir selbst! Letztlich ist jeder aber seines eigenen Kredites Schmied. Es gilt • sich auf diese Entwicklungen einzustellen • der Zusammenarbeit mit Banken mehr Bedeutung beizumessen und die Stärkung der Kreditfähigkeit als wichtige Unternehmeraufgabe zu erkennen • gezielt daran zu arbeiten, die eigene Bonität zu verbessern Diese Broschüre soll Sie dabei unterstützen. Viel Erfolg! 5HINWEISE ZUR ANWENDUNG Teil 1 – Leitfaden Der Leitfaden enthält ausführliche Hintergrundinformationen und Tipps für Kreditverhandlungen. Für den eiligen Leser ist jedem Kapitel eine Zusammenfassung vorangestellt und im Anhang ein Überblick über die Bonitätskriterien beigefügt. Inhalt: • Blick hinter die Kulissen: Wie fällt die Kreditentscheidung? • Kreditfähigkeit gezielt verbessern • Anlagen: Bonitätskriterien im Überblick (Nach welchen Kriterien beurteilt Sie die Bank? u. a.) Teil 2 – Pre-Rating Die Arbeitshilfe Pre-Rating ist ein Hilfsmittel zur Selbst- diagnose. Es dient zur Selbsteinschätzung der eigenen Bonität in Vorbereitung auf das Bankgespräch. Teil 3 – Werkzeuge Die Werkzeuge finden Sie als Arbeitsblätter und Checklisten im Einschub am Ende der Broschüre. Es sind Arbeitshilfen, die Sie am besten nach Erläuterung durch den Berater der Industrie- und Handelskammer oder zusammen mit diesem bearbeiten. 6 INHALT Teil 1 – Leitfaden Blick hinter die Kulissen: Wie fällt die Kreditentscheidung? 9 1. Der Weg zum Kredit 9 1.1. Wer trifft die Kreditentscheidung bei der Bank? 9 1.2. Bonität und Sicherheiten sind der Schlüssel zum Kredit 9 1.3. Gesetzliche und verbandsinterne Vorschriften 10 1.4. Geschäftspolitische Zielvorgaben der Geschäftsführung der Bank 10 1.5. Rating: Kreditentscheidung per EDV 10 1.6. Laufende Kreditüberwachung und -steuerung 10 2. Wie beurteilt die Bank Ihre Bonität? 11 2.1. Qualität der Geschäftsführung 11 2.2. Betriebliche Verhältnisse 12 2.3. Branchen-, Markt- und Wettbewerbssituation 12 2.3.1. Absatzmarkt und Branchensituation 13 2.3.2. Konkurrenzintensität 13 2.3.3. Wettbewerbsposition 13 2.4. Wirtschaftliche Verhältnisse 13 2.4.1. Jahresabschluss 14 2.4.2. Gegenwärtige wirtschaftliche Situation 15 2.4.3. Künftig erwartete Unternehmensentwicklung 15 2.4.4. Private Vermögensverhältnisse 15 2.5. Bisherige Geschäftsbeziehung und Zahlungsverhalten 15 2.5.1. Bisherige Geschäftsbeziehung 16 2.5.2. Kundentransparenz und Informationsverhalten 16 2.5.3. Kontoführung und Zahlungsverhalten 16 3. Wie bewertet die Bank Ihre Sicherheiten? 16 3.1. Gute und schlechte Sicherheiten 17 3.2. Bewertung der Sicherheiten 17 3.3. Rechtsform und Haftungsbasis 18 7INHALT Kreditfähigkeit gezielt verbessern 19 1. Rechtzeitig die richtigen Weichen stellen 19 1.1. Die „richtige“ Bank wählen 19 1.2. Mit mehreren Banken eine Kontoverbindung unterhalten 19 1.3. Mit den Banken eine vertrauensvolle Zusammenarbeit pflegen 20 1.4. Verständnis für die Gegenseite zeigen 20 2. Mit Selbstdiagnose eigene Schwachstellen erkennen und beheben 20 3. Mit unternehmerischer Kompetenz überzeugen 21 3.1. Persönliche Kreditwürdigkeit ausstrahlen 21 3.2. Unternehmerische Qualifikation zeigen 21 3.3. Betriebliche Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen 21 3.4. Markt und Branche kennen 21 3.5. Positive Zukunftsperspektive vermitteln 22 4. Für wirtschaftliche Kreditfähigkeit sorgen 22 5. Aussagekräftige Kreditunterlagen einreichen 22 5.1. Pflichtunterlagen über Ihr Unternehmen 23 5.2. Weitere wichtige Unterlagen über Ihr Unternehmen 23 5.3. Verhandlungsbezogene Unterlagen 24 6. Mit Sicherheiten gut haushalten 25 7. Die 10 Gebote für das Kreditgespräch 26 8. Kreditabsage, was nun? 27 Anlagen: 28 Anlage 1: Adressen für Selbstauskunft 28 Anlage 2: Bonitätskriterien im Überblick 29–36 Teil 2 – Pre-Rating Pre-Rating: Selbsteinschätzung der eigenen Bonität 37 1. Verwendungszweck des Pre-Rating 37 2. Erläuterungen zum Aufbau 37 3. Bewertungsmaßstab 37 4. Anwendungsmöglichkeiten 37–52 Teil 3 – Werkzeuge Werkzeuge: Arbeitsblätter und Checklisten 53 • Jahresabschlussanalyse • Ermittlung des Beleihungswertes für Immobilien nach dem Ertragswertverfahren • Chefübersicht • Fragen-Checkliste für das Kreditgespräch • Berichtigte Monatsauswertung der Buchhaltung • Unternehmensbeschreibung • Erfolgsvorschau • Liquiditätsvorschau • Kreditübersicht • Kapitaldienstfähigkeit • Sicherheitenübersicht 9BL ICK HINTER DIE KUL ISSEN : WIE FÄLLT DIE KREDITENTSCHEIDUNG? Blick hinter die Kulissen: Wie fällt die Kreditentscheidung? Die zunehmende Verschärfung der Kreditvergabe von Banken zwingt Unternehmer zum Umdenken und zum Handeln. Ein zielgerichtetes Gegensteuern erfordert zunächst einen Einblick in den internen Entscheidungsprozess einer Bank. 1. Der Weg zum Kredit Wissen Sie, wer in Ihrer Bank über Ihre Kredite entscheidet, wie das Entscheidungsverfahren läuft, welche Kriterien dabei ausschlaggebend sind und welche Spielräume bestehen? Näheres dazu finden Sie in den folgenden Abschnitten. Das Wichtigste für den eiligen Leser: • Kreditkompetenzen sind bei Banken unterschiedlich gere- gelt. Nicht immer ist Ihr Ansprechpartner auch gleichzeitig Entscheidungsträger. Ab bestimmten Größenordnungen ist die Zustimmung des Vorgesetzten, des Aufsichtsgremi- ums oder der Zentrale erforderlich. • Bonität und Sicherheiten sind die Schlüsselgrößen für die Kreditvergabe. • Banken unterliegen bei der Kreditvergabe strengen gesetz- lichen und verbandsinternen Vorschriften, deren Einhaltung auch rigoros überwacht wird. • Daneben hat der Kreditbearbeiter die geschäftspolitischen Zielvorgaben der Bank zu beachten. • Bei Kreditentscheidungen spielt die EDV eine wichtige Rolle. Die Entscheidungsabläufe werden dadurch zuneh- mend standardisiert. • Auch nach der Kreditauszahlung werden die Bonität und die Sicherheiten anhand eingereichter Zahlen u. a. laufend überprüft. 1.1. Wer trifft die Kreditentscheidung bei der Bank? Kreditkompetenz Die Kreditkompetenzen sind je nach Kreditinstitut unterschied- lich geregelt. Örtliche Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind oftmals rechtlich selbstständige Institute, die sämtliche Kreditentscheidungen selbst vor Ort treffen. Bei größeren Kreditsummen muss jedoch der Verwaltungs- bzw. Aufsichtsrat zustimmen. Bei Geschäfts- und Privatbanken haben Sie dagegen meist mit einer Filiale zu tun, die Kreditentschei- dungen nur bis zu einer bestimmten Größenordnung vor Ort treffen kann, währenddessen bei höheren Summen eine übergeordnete Stelle entscheidet. Bankberater nicht immer Entscheidungsträger Nicht immer ist Ihr Ansprechpartner bei der Bank auch gleich- zeitig Entscheidungsträger über Ihre Kreditangelegenheiten. Vor allem bei höheren Kreditsummen wird er die Entscheidung seinem Vorgesetzten vorlegen oder die Zustimmung eines weiteren Kompetenzträgers einholen müssen. 1.2. Bonität und Sicherheiten sind der Schlüssel zum Kredit Kreditrisiko entscheidend Ob und zu welchen Konditionen Ihnen die Bank Kredit gewährt oder ob sie vielleicht sogar eine Rückführung bestehender Kreditlinien fordert, hängt entscheidend davon ab, ob Sie nach Einschätzung des Entscheidungsträgers der Bank künftig die vereinbarten Zinsen und Tilgungen (= Kapitaldienstfähigkeit) sowie Ihre sonstigen finanziellen Verpflichtungen ordnungs gemäß erbringen werden können und das Kreditausfallrisiko für die Bank vertretbar ist. Bonität und Sicherheiten ... Die künftige Kapitaldienstfähigkeit beurteilt die Bank anhand der bisherigen und gegenwärtigen wirtschaftlichen Leistungs- fähigkeit und der Zukunftsaussichten Ihres Unternehmens, kurz: Ihrer Bonität. Und für den Fall, dass sich Ihr Unternehmen schlechter als erwartet entwickelt und der Kapitaldienst da- durch nicht erbracht werden kann, verlangen Banken zusätzlich Sicherheiten, die sie dann verwerten und mit den Erlösen ihren Kreditausfall reduzieren können. ... sind die entscheidenden Faktoren für die Kreditvergabe Bonität und Sicherheiten ergeben zusammen das Risiko eines Kredits für die Bank, das sowohl für die Kreditentscheidung an sich wie auch für die Konditionen ausschlaggebend ist. Geringere Sicherheiten können somit – zumindest in gewissem Umfang – durch eine gute Bonität kompensiert werden und umgekehrt. Dies bedeutet aber auch, dass Sie durch eine Verbesserung Ihrer Bonität weniger Sicherheiten brauchen oder bei gleichbleibender Absicherung in eine bessere Risikoklasse kommen und dadurch auch eher bessere Konditionen durch setzen können. 10 BL ICK HINTER DIE KUL ISSEN : WIE FÄLLT DIE KREDITENTSCHEIDUNG? 1.3. Gesetzliche und verbands- interne Vorschriften Strenge Vorschriften und rigorose Überprüfung Banken unterliegen bei der Kreditgewährung strengen Ge- setzes- und Verbandsvorschriften, z. B. über die Kreditwürdig- keitsprüfung, Besicherung, Großkredite u. a., deren Einhaltung auch rigoros überwacht wird. Nach dem Kreditwesengesetz sind sie z. B. grundsätzlich verpflichtet, sich bei Kreditengage- ments sowohl vor wie auch während der gesamten Kredit- gewährung die wirtschaftlichen Verhältnisse durch Vorlage der Jahresabschlüsse und anderer ergänzender Unterlagen offenlegen zu lassen. Auch bei kleinen Summen müssen sie sich nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Geschäftsfüh- rung ein klares Bild über die Kreditrisiken machen. Darüber hinaus ist der Entscheidungsträger Ihrer Bank an hausinterne Anweisungen gebunden und muss seine Entscheidungen auch vor der Revision, die im Nachhinein nach Aktenlage beurteilt, und vor seinen Vorgesetzten rechtfertigen. 1.4. Geschäftspolitische Zielvorgaben der Geschäftsführung der Bank Risikopolitik Neben Gesetzes- und Verbandsvorschriften hat der Entschei- dungsträger der Bank auch geschäftspolitische Vorgaben seiner Geschäftsführung zu beachten. So ist es durchaus möglich, dass der Kreditantrag desselben Unternehmens bei einer Bank, die zur Zeit sehr risikoorientiert handelt, abgelehnt wird, eine andere Bank, die sich gerade auf Expansionskurs befindet, dagegen den Kredit gewährt. Renditestreben Auch das zunehmende Renditestreben vieler Banken spielt bei Kreditentscheidungen eine wichtige Rolle. So ist vermehrt feststellbar, dass sich bestimmte Bankengruppen immer weniger für kleinere Kreditengagements mit niedrigeren Deckungs beiträgen interessieren und für sie die Betreuungsqualität und -intensität verringern. Dies hat zur Folge, dass z. B. die Be antragung öffentlicher Finanzierungsprogramme bei kleineren Kreditsummen häufig abgelehnt wird oder kleinere bearbei- tungsintensive Engagements (z. B. wegen häufiger nicht abge- sprochener Überziehungen, unzureichender Kreditunterlagen oder mangelnder Informationsbereitschaft) eingeschränkt werden. 1.5. Rating: Kreditentscheidung per EDV EDV engt persönlichen Entscheidungsspielraum ein Bei Kreditentscheidungen in Banken spielt die EDV heute eine entscheidende Rolle. Immer mehr drängt sie sich auch in die eigentliche Entscheidungsfindung hinein und engt den subjek- tiven Entscheidungsspielraum des Kompetenzträgers ein. Einstufung in Risikoklassen Kreditentscheidungen erfolgen mit Rating-Verfahren. Dabei werden die Bonität des Kreditnehmers und die Sicherheiten mit Hilfe der EDV systematisch bewertet und die Kredite nach ihrem Ausfallrisiko für die Bank in Risikoklassen (Kredite mit sehr geringem, geringem, überschaubarem, noch vertretbarem, hohem oder nicht mehr vertretbarem Gesamtrisiko) eingeteilt, die maßgeblich für die Kreditentscheidung und die Konditionen sind. Dennoch: Bankberater füttert Computer Nach wie vor spielt aber auch die subjektive Einschätzung Ihres Beraters eine wichtige Rolle. Schließlich ist er es, der Ihre unternehmerischen Eigenschaften beurteilt, Ihre künftigen Ent- wicklungsmöglichkeiten und Planungsrechnungen begutachtet etc. und der in begründeten Fällen sogar harte Fakten relativie- ren kann: kurzum, der den Computer füttert. 1.6. Laufende Kreditüberwachung und -steuerung Bonität und Sicherheiten werden laufend überprüft Auch nach Auszahlung wird das Ausfallrisiko eines Kredits weiterhin überwacht. Mindestens einmal jährlich, eher quar- talsweise, überprüft die Bank Ihre Bonität anhand aktueller Zahlen und Informationen (z. B. Jahresabschluss, aktuelle BWA usw.), sowie Ihre Sicherheiten. Kredit-Controlling ermöglicht gezielte Steuerung des Gesamtkreditvolumens Zur Überwachung und Steuerung ihres gesamten Kreditrisikos haben die Banken ein Kredit-Controlling eingeführt. Dabei werden die einzelnen Kreditnehmer nach Bonitäts- und Sicher- heitenklassen, Branchen, Regionen, Länderrisiken, Deckungs- beiträgen u. a. eingeteilt. Die Geschäftsführung der Bank kann so das Gesamtkreditvolumen besser analysieren und gezielter steuern, z. B. für Problembranchen höhere Bonitätsanforde- rungen anordnen, eine Kreditsperre erlassen oder die Betreu- ungsintensität nach Rentabilitätskategorien staffeln. 11BL ICK HINTER DIE KUL ISSEN : WIE FÄLLT DIE KREDITENTSCHEIDUNG? 2. Wie beurteilt die Bank Ihre Bonität? Das Wichtigste für den eiligen Leser: • Die Bonität ist eine Schlüsselgröße für die Kreditvergabe. • Die Bonitätsbeurteilung erfolgt durch Rating-Verfahren. Subjektive Beurteilung durch den Bankberater Die Bonität des Kreditnehmers hat bei der Kreditvergabe eine Schlüsselfunktion. Eine unzureichende Einstufung ist bei vielen Banken sogar ein Ausschlusskriterium, selbst bei voller Absiche- rung. Die Bonitätsbeurteilung erfolgt heute weitgehend mit Rating-Verfahren, die von Bank zu Bank unterschiedlich sind, vor allem hinsichtlich der Gliederung und der Gewichtung einzel- ner Faktoren. Die Beurteilungskriterien sind jedoch ähnlich und erstrecken sich auf folgende Bereiche: 2.1. Qualität der Geschäftsführung Das Wichtigste für den eiligen Leser: • Eine qualifizierte Geschäftsführung ist für die Bank die beste Sicherheit. • Beurteilt werden die persönlichen Führungsqualitäten, das kaufmännische und technische Fachwissen sowie vorhandene Risikofaktoren. • Die Beurteilung erfolgt anhand von eingereichten Informa tionen, persönlichen Eindrücken, bisherigen Erfahrungen, örtlichen Kenntnissen, Auskünften bei Schufa, Auskunf- teien, Schuldnerverzeichnis u. a. Qualität der Geschäftsführung steht an erster Stelle Der Erfolg eines Unternehmens hängt entscheidend von der Qualität der Geschäftsführung ab. Tagtäglich muss sie ’zig Entscheidungen treffen, von der Angebotskalkulation bis hin zu wichtigen strategischen Fragen. Fehlentscheidungen können sogar die Existenz bedrohen. Eine qualifizierte Geschäftsführung ist daher für die Bank die beste Sicherheit für eine ordnungsgemäße Kreditrückzahlung und steht bei der Bonitätsbeurteilung an erster Stelle. Für einen Unternehmer sind Zielstrebigkeit, Überzeugungskraft, Durchsetzungsvermögen, Flexibilität, Realitätssinn und die Identifikation mit dem Unternehmen unverzichtbare persön- liche Eigenschaften. Von einem Kreditnehmer erwartet die Bank darüber hinaus Verlässlichkeit, Glaubwürdigkeit, Ehrlich- keit und Verantwortungsbewusstsein. Wichtige Führungseigenschaften • Kaufmännische und technische Qualifikation • Risikofaktoren Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Beurteilung der Quali- fikation der Geschäftsführung ist Ihr kaufmännisches und technisches Fachwissen und Können. Als Risikofaktoren gelten familiäre Schwierigkeiten, ein Alter von über 60 Jahren, insbe- sondere in Verbindung mit einer ungelösten Nachfolgefrage, und eine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit. Die Beurteilung erfolgt subjektiv durch Ihren Bankberater aufgrund • schriftlicher Informationen (z. B. persönlicher und beruf- licher Werdegang, absolvierte Aus- und Weiterbildungs maßnahmen etc.) • der bisherigen Unternehmensentwicklung • der Aussagekraft und Qualität eingereichter Kreditunter lagen (z. B. Erfolgs- und Liquiditätsplan etc.) • Erkenntnissen und Eindrücken aus Gesprächen und Betriebsbesichtigungen • bisheriger Erfahrungen (z. B. Einhaltung von Zusagen, bisherige Unternehmensführung, Krisenbewältigung) bei bestehender Geschäftsbeziehung • örtlicher Kenntnisse, persönlicher Kontakte und Informa tionsquellen Des Weiteren nutzen Banken externe Informations quellen, insbesondere • Auskünfte bei der Schufa, einer Gemeinschaftseinrichtung von kreditgebenden Unternehmen, bei der sowohl Konto eröffnungen, Bürgschaftsübernahmen, die Aufnahme und ordnungsgemäße Abwicklung von Krediten und Leasing verträgen, aber auch Negativmerkmale wie Mahnbescheide, Konto- und Kreditkündigungen, Zwangsvollstreckungen, Insolvenzverfahren etc. von Privatpersonen gespeichert sind, • das Schuldnerverzeichnis, in dem Schuldner eingetragen sind, die nach fruchtloser Pfändung eine eidesstattliche Versicherung abgegeben haben oder gegen die wegen dessen Verweigerung Haftbefehl erlassen wurde, • Auskünfte von Wirtschaftsauskunfteien, die Informationen über Unternehmen und Privatpersonen, insbesondere auch über deren Zahlungsweise, speichern, • sowie Auskünfte von anderen Banken und Geschäfts partnern. 12 BL ICK HINTER DIE KUL ISSEN : WIE FÄLLT DIE KREDITENTSCHEIDUNG? 2.2. Betriebliche Verhältnisse Das Wichtigste für den eiligen Leser: • Bei der Bonitätsbeurteilung bewerten Banken auch die Qualität der innerbetrieblichen Funktionsbereiche. • Besonders wichtig sind ein angemessenes, aktuelles und aussagekräftiges Rechnungswesen sowie die bisherige Prognosezuverlässigkeit. • Kritisch bewertet werden Abhängigkeiten, Haftungs- und Forderungsausfallrisiken sowie Anzeichen für eine akute Unternehmensgefährdung. • Die Beurteilung erfolgt anhand von eingereichten Unter lagen, eigenen Auswertungen, Erkenntnissen aus Ge sprächen und Betriebsbesichtigungen sowie externen Informationsquellen. Qualität der innerbetrieblichen Funktionalbereiche Neben der Qualität der Geschäftsführung hängt die Leistungs- fähigkeit eines Betriebes auch von der Qualität der innerbe- trieblichen Funktionalbereiche ab. Banken beurteilen daher – allerdings in unterschiedlichem/r Umfang und Intensität – die Unternehmensplanung und -steuerung, die Organisation, das Personalwesen, den Einkaufs-, Lager- und Transportbereich, die Produktion, den Marketing- und Vertriebsbereich sowie das Rechnungs- und das Finanzwesen. Wichtig: Rechnungswesen und Unternehmensplanung Besonderen Wert legen sie auf angemessene betriebswirt- schaftliche Planungs-, Kontroll- und Steuerungsinstrumente, die zur Unternehmensführung unverzichtbar sind. Dazu gehört sowohl ein qualifiziertes Rechnungswesen, das aussagekräftige Zahlen über den aktuellen Unternehmensstand liefert, eine Nachkalkulation der Aufträge wie auch eine angemessene Unternehmensplanung mit Umsatz- und Ertragsvorschau, Marketingstrategie und gegebenenfalls auch mit Investitions-, Finanzierungs- und Liquiditätsplan. Diese benötigt die Bank ohnehin auch, um sich einen Überblick über die aktuelle und künftige Unternehmensentwicklung zu verschaffen. Bei der Beurteilung spielt auch die Aktualität der eingereichten Zahlen sowie die bisherige Prognoseverlässlichkeit eine wichtige Rolle. Latente Risiken Besonders kritisch nehmen sie unter die Lupe: • Risiken aus Abhängigkeiten von einzelnen Kunden und Lieferanten sowie aus Auslandsgeschäften • Umwelt-, Haftungs- und andere Risiken sowie deren Absicherung • die Bonität Ihrer Kunden und das Ausfallrisiko von Kundenforderungen • Anzeichen für Unternehmensgefährdung wie z. B. gericht- liche Mahnverfahren, häufige Auskunftsanfragen Dritter, Investitionsstop, Notverkäufe unter Selbstkosten, haftungs- ausschließende Vermögensübertragungen, Verschlechterung der Zahlungsweise, Ausweichen von persönlichen Gesprä- chen etc. Informationsquellen Die Beurteilung erfolgt anhand von: • eingereichten schriftlichen Unterlagen (z. B. Planungs rechnungen, Jahresabschlüsse, monatliche Buchhaltungs- auswertungen, Forderungslisten etc.) • internen Auswertungen (z. B. Kontoanalyse, siehe Seite 14) • Erkenntnissen aus Kreditgesprächen und Betriebsbesichti- gungen • Informationen vom Steuerberater und Mitarbeitern des Unternehmens • Informationen aus örtlichen Kontakten und externen Quellen • Presseberichten • bei bestehender Geschäftsbeziehung aus der bisherigen Erfahrung 2.3. Branchen-, Markt- und Wettbe- werbssituation Das Wichtigste für den eiligen Leser: Umfeldfaktoren beeinflussen Unternehmen • Das wirtschaftliche Umfeld beeinflusst die Unternehmens- entwicklung. Banken beurteilen daher – den Absatzmarkt und die Branchensituation, – die Konkurrenz und – die Wettbewerbsposition des Unternehmens. • Die Beurteilung erfolgt häufig anhand von Branchen-Ratings, die die einzelnen Branchen global bewerten. Jedes Unternehmen ist in ein wirtschaftliches Umfeld einge- bettet und wird durch Konjunktur-, Markt- und Branchenent- wicklungen beeinflusst. Banken beurteilen deshalb im Rahmen ihrer Bonitätsprüfung auch den Absatzmarkt und die Branchen- situation, die Konkurrenzintensität und die Wettbewerbsposi tion Ihres Unternehmens. 13BL ICK HINTER DIE KUL ISSEN : WIE FÄLLT DIE KREDITENTSCHEIDUNG? 2.3.1. Absatzmarkt und Branchensituation • Künftige Nachfrageentwicklung • Branchen-Rating • Regionale Verhältnisse zu beachten Das Umsatzpotential Ihres Unternehmens hängt in großem Maße von der künftigen Nachfrageentwicklung in Ihrem Marktsegment ab. Sind Sie in einer Branche mit stark zuneh- mender Nachfrage tätig, so lassen sich künftig leicht deutliche Umsatzzuwächse erzielen, während in einer Branche mit rückläufiger Nachfrage selbst mit großen Anstrengungen oft nicht einmal das bisherige Geschäftsvolumen gehalten werden kann. Dabei ist jedoch auch das regionale Absatzgebiet Ihres Unternehmens zu beachten, in dem die Nachfrageentwicklung durchaus vom Gesamttrend abweichen kann. Banken informie- ren sich daher eingehend über die gegenwärtige Situation und die erwartete künftige Entwicklung Ihres Absatzmarktes und Ihrer Branche. 2.3.2. Konkurrenzintensität Zahl, Größe und Marktmacht der Konkurrenten Neben der Entwicklung der Branche und des Absatzmarktes hängt das Erfolgspotential Ihres Unternehmens auch von der Zahl, der Größe und der Marktmacht Ihrer Konkurrenten ab. Je mehr Konkurrenten vorhanden und je stärker diese sind, umso schwieriger ist es, gute Preise und Umsatzzuwächse zu erzielen. Die Beurteilung der Konkurrenzintensität fließt daher ebenfalls in die Marktanalyse der Banken ein. 2.3.3. Wettbewerbsposition Vergleich mit Konkurrenz Des Weiteren beurteilen Kreditinstitute auch die Wettbewerbs- position Ihres Unternehmens im Vergleich zu Ihren Konkurren ten, wohl wissend, dass starke Unternehmen selbst in um- kämpften Marktsegmenten durchaus gute Ergebnisse erzielen können. Die Wettbewerbsposition wird vor allem anhand der Qualität und Fortschrittlichkeit der Produkte und Leistungen, der Kunden- und Zielgruppenorientierung, der Produktivität und des Preis-Leistungs-Verhältnisses beurteilt. Informationsquellen Die Beurteilung von Branche, Markt und Wettbewerbslage erfolgt anhand von: • Veröffentlichungen in Zeitungen, Fachzeitschriften und anderer Unternehmen • Informationen von Wirtschafts- und Fachverbänden, Kammern etc. • eigenen oder externen Markt- und Branchenanalysen • Erkenntnissen aus schriftlichen Unterlagen, Betriebsbesich- tigungen und Gesprächen über Ihr und über Konkurrenz unternehmen • örtlichen Kenntnissen und Kontakten Zur Wertung der allgemeinen Branchen- und Marktsituation verfügen Banken vielfach über ein internes oder extern zu gekauftes Branchen-Rating, das die gegenwärtige und künftig erwartete Entwicklung der einzelnen Branchen mit Punkten bewertet oder in gute, durchschnittliche und schlechte ein- stuft. Manche Banken werten die Branchen-, Markt- und Wettbewerbssituation der Unternehmen jedoch nur aufgrund dieser, auf den gesamten Markt ausgerichteten Branchen analysen und vernachlässigen die regionalen und unternehmens- spezifischen Verhältnisse. 2.4. Wirtschaftliche Verhältnisse Das Wichtigste für den eiligen Leser: • Das Kernstück der Bonitätsbeurteilung ist die Analyse der wirtschaftlichen Verhältnisse. • Im Mittelpunkt steht dabei die Analyse der Jahresabschlüsse, bei der Ihre Zahlen sowohl mit den Vorjahres- wie auch mit Branchenwerten verglichen und häufig mit Hilfe von EDV- Verfahren bewertet werden. • Die Beurteilung erfolgt, wenn keine genaueren Hintergrund- informationen vorliegen, nach dem Vorsichtsprinzip. • Beurteilt werden: – die Ertragslage (Betriebsergebnis, Ertragskennzahlen) – die Vermögenslage (Eigenkapital, Privatentnahmen, Betriebsvermögen, Investitionen, Vermögenskennzahlen) – die Finanzlage (Verschuldung, finanzielle Stabilität, Liquidität, Kapitaldienstfähigkeit, Finanz- und Liquiditäts- kennzahlen). • Die gegenwärtige wirtschaftliche Situation wird anhand der aktuellen Buchführungsauswertung geprüft. • Des Weiteren bilden sich Banken auch ein Urteil über die künftig erwartete wirtschaftliche Entwicklung. • Häufig fordern Banken auch einen Einblick in die privaten Vermögensverhältnisse. 14 BL ICK HINTER DIE KUL ISSEN : WIE FÄLLT DIE KREDITENTSCHEIDUNG? Analyse der wirtschaftlichen Verhältnisse ist Kernstück der Bonitätsbeurteilung Die Analyse der wirtschaftlichen Verhältnisse ist das Kernstück der Bonitätsbeurteilung. Sie ist den Banken im Kreditwesen gesetz vorgeschrieben. Im Mittelpunkt steht dabei die Aus wertung und Beurteilung der Jahresabschlüsse bzw. bei nicht bilanzierenden Unternehmen ersatzweise der Einnahmen- Überschussrechnungen und Vermögens- und Schuldenaufstel- lungen. Entsprechend ihrer Bedeutung werden die wirtschaft lichen Verhältnisse bei manchen Kreditinstituten sogar deutlich stärker gewichtet. Neben den Jahresabschlüssen beurteilen Banken auch die gegenwärtige und die künftig erwartete Entwicklung. 2.4.1. Jahresabschluss Mit der Analyse der Jahresabschlüsse bzw. der Einnahmen- Überschussrechnungen und Vermögens- und Schuldenaufstel- lungen der letzten drei Jahre machen sich Banken ein genaues Bild über die bisherige Entwicklung Ihres Unternehmens. Erforderliche Unterlagen Neben der reinen Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung benötigen sie hierzu auch die Erläuterungen, gegebenenfalls den testierten Jahresabschluss, sowie bei GmbHs zusätzlich den Anhang und gegebenenfalls den Lagebericht. Besonderen Wert legen Banken auf die Aktualität der Zahlen. Nach dem Kreditwesengesetz sind sie dazu verpflichtet, sich die Jahres- abschlussunterlagen bis spätestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag vorlegen zu lassen. Analysemethoden Bei der Analyse gliedern Banken die Zahlen nach betriebs wirtschaftlichen Aspekten und bilden zur Verbesserung der Aussagefähigkeit und Vergleichbarkeit betriebswirtschaftliche Kennzahlen. Diese Kennzahlen werden dann sowohl im Zeit ablauf (Zeitvergleich) wie auch mit den Branchenwerten (Branchenvergleich) verglichen und vom Kreditsachbearbeiter individuell beurteilt. Dazu benötigt er zusätzliche Hintergrund- informationen, die er vor allem durch entsprechende Fragen im Kreditgespräch, Erkenntnisse aus Betriebsbesichtigungen, Rückfragen beim Steuerberater etc. erhält. Die Beurteilung erfolgt grundsätzlich nach dem Vorsichtsprinzip, d. h. wenn keine genaueren Hintergrundinformationen bekannt sind, wird der schlechtest mögliche Fall angenommen. Bei manchen Banken werden die Zahlen auch mit statistischen Verfahren per EDV analysiert und automatisch mit einem Risikoindex bewertet. Statistische Risikoanalyse Betriebsergebnis und Ertragskennzahlen Im Einzelnen werden beurteilt: • die Ertragslage Bei der Ertragslage steht das Betriebsergebnis im Mittel- punkt. Des Weiteren analysieren Banken auch die Gesamt- leistung und wichtige Aufwandsarten. Die Beurteilung erfolgt vor allem anhand von Kennzahlen, insbesondere der Umsatz- und Gesamtkapitalrentabilität sowie der Cashflow-Rate (Erläuterung der Kennzahlen im Arbeitsblatt „Jahresabschlussanalyse“ in Teil 3 – Werkzeuge). Eigenkapital, Betriebsvermögen und Vermögens kennzahlen • die Vermögenslage Im Mittelpunkt steht hier das wirtschaftliche Eigenkapital. Kritisch beobachten Banken auch die Angemessenheit der Privatentnahmen. Des Weiteren analysieren sie die Struktur und Werthaltigkeit des Betriebsvermögens und die Investiti- onen. Zur Beurteilung werden vor allem die Eigenkapital- quote, daneben auch der Gesamtkapitalumschlag, die Lager- dauer und die Debitorenlaufzeit herangezogen. Verschuldung, Finanz- und Liquiditätskennzahlen und Kapitaldienstfähigkeit • die Finanzlage Bei der Finanzlage prüfen Banken die Gesamtverschuldung und die finanzielle Stabilität (Anlagendeckung). Eine wich- tige Rolle spielt die Liquidität (= Zahlungsfähigkeit), die vor allem anhand der Liquidität 2. Grades wie auch anhand der Kreditorenlaufzeit beurteilt wird. Ganz entscheidend ist die Kapitaldienstfähigkeit, d. h. die Fähigkeit, die laufenden Zins- und Tilgungsverpflichtungen aus dem normalen Unter- nehmensprozess heraus leisten zu können. Des Weiteren wird auch die Selbstfinanzierungskraft, meist anhand des dynamischen Verschuldungsgrades, begutachtet. Verbundene Unternehmen Neben dem kreditnehmenden Unternehmen ziehen Banken gegebenenfalls auch verbundene Unternehmen in die Beurteilung mit ein, um sich ein Bild über die gesamten wirtschaftlichen Verhältnisse machen zu können. Dies gilt insbesondere auch für Betriebsaufspaltungen in Besitz- und Betriebsgesellschaf- ten und für GmbH & Co. KGs mit einer Komplementär-GmbH. Zur Beurteilung benötigen Banken auch die Jahresabschlüsse der verbundenen Unternehmen, die ebenso analysiert und dann zu einem Gesamtabschluss zusammengefügt (= konsolidiert) werden. 15BL ICK HINTER DIE KUL ISSEN : WIE FÄLLT DIE KREDITENTSCHEIDUNG? 2.4.2. Gegenwärtige wirtschaftliche Situation Entwicklung vom letzten Bilanzstichtag bis heute Die Bilanzen geben lediglich über die Vergangenheit Auskunft. Da der letzte Jahresabschluss in aller Regel aber schon mindes tens ein halbes Jahr, oftmals sogar eineinhalb Jahre oder länger zurück liegt, durchleuchten Banken auch die Entwicklung vom letzten Bilanzstichtag bis heute. Beurteilung anhand Buchhaltungsauswertung Die Beurteilung erfolgt vor allem anhand der aktuellen Buch- haltungsauswertung (z. B. Betriebswirtschaftliche Auswertung und Summen- und Saldenliste). Daraus kann die Bank die Entwicklung und den aktuellen Stand aller gebuchten Aufwen- dungen und Erträge sowie der Vermögens- (z. B. Investitionen, Kundenforderungen etc.) und Kapitalkonten (z. B. Privat entnahmen) und der Verbindlichkeiten (auch die bei anderen Kreditgebern) ersehen. In dem darin ausgewiesenen Ergebnis sind aber lediglich die bereits gebuchten Aufwendungen und Erträge, i. d. R. dagegen nicht die noch nicht abgerechneten (Teil-) Leistungen, Lagerbestandsveränderungen, Abgrenzun gen, Rückstellungen, noch nicht gebuchten Aufwendungen etc. berücksichtigt. Die Zahlen sind daher meist nur bedingt aus sagekräftig und müssen berichtigt werden. Dazu benötigt die Bank zusätzliche Informationen (z. B. den aktuellen Bestand an fertigen und unfertigen Leistungen und des Lagers). 2.4.3. Künftig erwartete Unternehmensentwicklung Für die ordnungsgemäße Kreditrückzahlung sind die künftigen wirtschaftlichen Verhältnisse entscheidend. Die Banken bilden sich daher auch ein Urteil über die künftige Entwicklung Ihres Unternehmens. Als Grundlage dazu dienen Erfolgsvorschau, Investitions-, Finanzierungs- und Liquiditätspläne. Sind solche nicht vorhanden, kann sich die Bank nur auf Ihre mündlichen Angaben zur Zukunftseinschätzung stützen. Anhand von Markt- prognosen, Branchenwerten, der Wettbewerbsposition und der bisherigen Entwicklung Ihres Unternehmens, des vorhandenen Auftragsbestandes u. a. werden Ihre Pläne gründlich auf ihre Realisierbarkeit geprüft. Überzogene Zielwerte bewerten Banken dabei ebenso negativ wie die Nichteinhaltung früherer Planzahlen. Manche Kreditinstitute bieten ihren Kunden die Erstellung von Planungsrechnungen per EDV an. Dies setzt allerdings eine Mitwirkung und Informationsbereitschaft des Unternehmers voraus. Die Bank gewinnt dadurch einen umfassenden Einblick in das Unternehmen. 2.4.4. Private Vermögensverhältnisse Privat nicht tabu! Neben den wirtschaftlichen Verhältnissen des/r Unternehmen(s) beeinflusst auch die private wirtschaftliche Situation die künftige Kapitaldienstfähigkeit. Banken fordern daher häufig auch Einblick in Ihre privaten Vermögens- und Einkommensver- hältnisse. In vielen Fällen sind sie nach dem Kreditwesengesetz dazu verpflichtet. Zur Beurteilung benötigt die Bank eine Auf- stellung Ihrer privaten Vermögenswerte und Schulden sowie Ihren Einkommensteuerbescheid. Zum Teil fordern sie darüber hinaus noch Vermögens- und Schuldennachweise (z. B. Grund- buchauszug, Konto-/Depotauszug, Kapitaldienst etc.) sowie Ihre Einkommensteuererklärung. Daraus kann die Bank Ansatz- punkte zur Absicherung, aber auch private Vermögensreserven für eventuelle Notsituationen sowie private Kredit- und andere Verpflichtungen und Einkunftsquellen ersehen. 2.5. Bisherige Geschäftsbeziehung und Zahlungsverhalten Das Wichtigste für den eiligen Leser: • Banken analysieren auch die bisherige Geschäftsbeziehung sowie das Informations- und Zahlungsverhalten des Unter- nehmens. • Positiv gewertet werden ein offenes Informationsverhalten und durchschaubare wirtschaftliche Verhältnisse, negativ dagegen eine verspätete Bilanzeinreichung nach mehrma- liger Aufforderung. • Des Weiteren analysieren Banken laufend die Bewegungen auf dem Kontokorrentkonto. Negativ beurteilen sie nicht abgesprochene Überziehungen, eine steigende Kreditbean- spruchung ohne Umsatzausweitung, einen Rückgang der Kontoumsätze, die Nichteinhaltung von Rückführungszusa- gen u. a. • Bei der Beurteilung des Zahlungsverhaltens führt die regel- mäßige Skontierung zu Pluspunkten, verspätete Zahlungen und Lastschriftrückgaben etc. werden dagegen negativ gewertet. Wichtige Erkenntnisse über die Bonität ziehen Banken aus der Analyse der bisherigen Geschäftsbeziehung sowie dem Informations- und Zahlungsverhalten. 16 BL ICK HINTER DIE KUL ISSEN : WIE FÄLLT DIE KREDITENTSCHEIDUNG? 2.5.1. Bisherige Geschäftsbeziehung Dauer und Qualität der bisherigen Geschäftsbeziehung Je länger Sie mit einer Bank bereits in Geschäftsbeziehung stehen, umso besser kann sie Sie einschätzen. Die Dauer und Qualität der bisherigen Geschäftsbeziehung wird daher bei vielen Banken bei der Bonitätsprüfung berücksichtigt. 2.5.2. Kundentransparenz und Informationsverhalten Aktualität, Umfang und Verlässlichkeit der Informationen Um sich ein genaues Bild über Ihre wirtschaftlichen Verhält- nisse machen zu können, benötigen Banken aktuelle, umfas- sende und verlässliche Informationen. Ihr Informationsverhal- ten gegenüber der Bank sowie die Transparenz Ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse fließen daher ebenfalls in die Beurteilung mit ein. Positiv werten Banken z. B. eine unaufge- forderte Einreichung von aktuellen und aussagekräftigen Unterlagen (z. B. Jahresabschlüsse, Buchhaltungsauswer- tungen) und ein offenes Informationsverhalten, auch in schwierigen Situationen, negativ dagegen z. B. eine verspätete Bilanzeinreichung nach mehrmaligem Auffordern. Folgende Unterlagen sollten Sie Ihrer Bank zur Verfügung stellen: • Unternehmensbeschreibung (Basisinformationen über das Unternehmen) • Handelsregisterauszug, Gesellschaftsvertrag/Satzung • Jahresabschluss (Bilanz, GuV-Rechnung, Anhang) und Lagebericht, ggf. der letzten drei Jahre • Wenn nicht bilanzierungspflichtig: Einnahmen-Überschuss- Rechnung mit Aufstellung des betrieblichen Vermögens und der betrieblichen Verbindlichkeiten • Sofern verfügbar: Bericht über die Prüfung des Risikofrüherkennungssystems • Unterlagen zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens • Unterlagen von einzelnen Geschäftsfeldern des Unter nehmens mit Aufgliederung nach Segmenten, Produkten und Regionen 2.5.3. Kontoführung und Zahlungs verhalten Laufende Beobachtung der Kontokorrentkonten Während Jahresabschlüsse und selbst Buchhaltungsauswer- tungen nur über die Vergangenheit Auskunft geben, gewinnen Banken durch die laufende Beobachtung Ihres Kontokorrent- kontos und Ihres Zahlungsverhaltens einen guten Einblick in Ihre jetzige finanzielle Situation. Zumeist erfolgt die Konto analyse automatisch per EDV, die sämtliche Kontokorrent buchungen systematisch erfasst und auswertet. Kontoführung Bezüglich der Kontoführung erwartet die Bank die Einhaltung vereinbarter Kreditlinien. Positiv wertet sie, wenn die Kredit linie nur teilweise ausgeschöpft wird, auf dem Konto zwischen- durch auch ein Haben-Saldo entsteht und sich die Kontoum- sätze positiv und entsprechend des Geschäftsvolumens entwickeln. Kritisch beurteilt werden dagegen eine steigende Kreditbeanspruchung ohne entsprechende Umsatzausweitung, eine ständige Ausschöpfung oder häufige, nicht abgesprochene Überziehungen des Kreditrahmens, ein unverhältnismäßiger Rückgang der Kontoumsätze sowie die Nichteinhaltung von Rückführungszusagen. Zahlungsverhalten Das Zahlungsverhalten wird positiv beurteilt, wenn Sie regel- mäßig skontieren. Negative Merkmale sind dagegen verspätete Zahlungen (z. B. Löhne, Lieferantenrechnungen) oder Last- schriftrückgaben mangels Zahlung etc. 3. Wie bewertet die Bank Ihre Sicher- heiten? Das Wichtigste für den eiligen Leser: • Sicherheiten sind neben der Bonität die zweite entschei- dende Grundlage für die Kreditgewährung. • Nicht alle Sicherheiten sind von Banken gleich begehrt. • Grundlage der Sicherheitenbewertung ist der Beleihungs- wert, der zum Teil deutlich unter dem Zeitwert liegt. • Beleihungswert – Sicherheitsabschlag = Beleihungsgrenze. • Ein wichtiger Sicherheitsaspekt ist für die Bank auch die persönliche Mithaftung. 17BL ICK HINTER DIE KUL ISSEN : WIE FÄLLT DIE KREDITENTSCHEIDUNG? Sicherheiten sind die zweite wichtige Grundlage für die Kreditgewährung Sicherheiten dienen der Bank zur Begrenzung des Kreditaus- falls für den Fall, dass Sie Ihre laufenden Zins- und Tilgungs- verpflichtungen entgegen den Erwartungen doch nicht erbrin- gen können. Sie sind daher für Banken neben der Bonität die zweite wichtige Grundlage für die Kreditgewährung. 3.1. Gute und schlechte Sicherheiten Je nach Wertbeständigkeit und Verwertbarkeit unterscheiden Banken zwischen guten, akzeptablen und „Not“-Sicherheiten. Begehrte Sicherheiten Als gute Kreditsicherheiten gelten bei Banken vor allem: • Guthaben bei Banken und Bausparkassen • marktgängige Immobilien • marktgängige und wertbeständige Wertpapiere • Lebensversicherungen mit Rückkaufswert (Achtung: Beleihung eventuell steuerschädlich!) • Bürgschaften von Personen mit guter Bonität Akzeptierte Kreditsicherheiten Des Weiteren akzeptiert werden i. d. R. auch: • marktgängige Maschinen • marktgängige Fahrzeuge „Not“-Sicherheiten Aufgrund ihrer Labilität und schwierigen Verwertbarkeit zwar manchmal als zusätzliche „Not“-Sicherheiten hereingenommen, aber oftmals nicht bewertet werden dagegen: • Einrichtungen • Waren • Kundenforderungen 3.2. Bewertung der Sicherheiten Beleihungswert als Bewertungsgrundlage Bewertung bis zur Beleihungsgrenze Sicherheiten werden von Kreditinstituten i. d. R. nicht mit ihrem vollen aktuellen Zeitwert angerechnet. Grundlage der Bewer- tung ist vielmehr der von der Bank ermittelte Beleihungswert, der zum Teil deutlich unter dem Zeitwert liegt. Je nach Verwer- tungsrisiko werden dann vom Beleihungswert noch entspre- chende Sicherheitsabschläge vorgenommen und die Sicher- heiten somit nur bis zu einer bestimmten Beleihungsgrenze (bestimmter Prozentsatz des Beleihungswerts) bewertet. Die Beleihungsgrenzen sind von der Wertbeständigkeit, Verwert- barkeit und Sicherungsart der jeweiligen Sicherheiten sowie von der Sicherheitenpolitik des Kreditinstitutes abhängig und somit von Bank zu Bank unterschiedlich. Übliche Beleihungsgrenzen Zur Orientierung kann von folgenden Anhaltswerten aus gegangen werden: Bankguthaben Guthaben bei inländischen Banken werden i. d. R. zu 100 Pro- zent beliehen. Bausparguthaben Bausparguthaben werden meist zu 100 Prozent, zum Teil auch nur bis 90 Prozent beliehen. Manche Banken unterscheiden zwischen der Sicherungsart Verpfändung und Abtretung und reduzieren die obigen Beleihungsgrenzen bei einer Abtretung aufgrund der schlechteren Verwertbarkeit um 10 Prozent. Lebensversicherungen Auch Lebensversicherungen werden vielfach zu 100 Prozent, zum Teil auch nur bis 90 Prozent des Rückkaufswertes belie- hen. Bei einer Abtretung kürzen manche Banken die obigen Beleihungsgrenzen um 10 Prozent. Zum Teil wird auch ein Abschlag für eventuelle Kapitalertragssteuer vorgenommen, insbesondere, wenn die zwölfjährige steuerliche Bindungsfrist noch nicht abgelaufen ist oder eine steuerschädliche Beleihung vorliegt. Festverzinsliche Wertpapiere Die Beleihungsgrenze für inländische festverzinsliche Wert papiere liegt i. d. R. zwischen 80 Prozent und 100 Prozent des Kurswertes. Viele Banken differenzieren nach Emittenten und beleihen öffentlich-rechtliche Emissionen zu 100 Prozent, mündelsichere, lombardfähige oder von inländischen Kredit instituten zu 90 Prozent und andere inländische bis 80 Prozent. Manche kürzen diese Beleihungsgrenzen bei einer Abtretung um 10 Prozent. Aktien Inländische Standardaktien werden i. d. R. zu 60 Prozent, andere meist bis zu 40 Prozent oder 50 Prozent des Kurswertes bewertet, bei einer Abtretung bei manchen Banken um 10 Pro- zent niedriger. Investmentanteile Die Beleihungsgrenze für inländische Investmentanteile liegt i. d. R. zwischen 60 Prozent und 80 Prozent des Rücknahme- preises. Oftmals wird zwischen Rentenfonds (75 Prozent bis 80 Prozent) und Aktien- und gemischten Fonds (bis 60 Pro- zent) unterschieden. 18 BL ICK HINTER DIE KUL ISSEN : WIE FÄLLT DIE KREDITENTSCHEIDUNG? Immobilien Immobilien können nur durch und im Rahmen von im Grund- buch eingetragenen Grundschulden oder Hypotheken als Kreditsicherheit verwendet werden. Zu deren Bewertung muss zunächst der Beleihungswert der gesamten Immobilie festge- stellt werden. Bei Ein- und Zweifamilienwohnhäusern wird er i. d. R. nach dem Sachwert (Bau- und Bodenwert) und bei gewerblichen und sonstigen Objekten nach dem Ertragswert (siehe dazu Arbeitsblatt „Ermittlung des Beleihungswertes für Immobilien nach dem Ertragswertverfahren“ in Teil 3 – Werk- zeuge) ermittelt. Letzterer ist meistens erheblich niedriger als der Verkehrswert. Die Beleihungsgrenze liegt je nach Kredit institut und Kreditart i. d. R. zwischen 50 Prozent und 80 Pro- zent des Beleihungswertes. Grundschulden und Hypotheken werden von Banken nur bis zu dieser Wertgrenze angerechnet. Dabei sind im Rang vorstehende Rechte (z. B. andere Grund- schulden einschließlich Grundschuldzinsen, Wohnrechte, Leibrenten etc.) mit ihrem gegebenenfalls kapitalisierten Wert abzuziehen. Maschinen Gängige sicherungsübereignete Maschinen beleihen Banken meistens bis 50 Prozent, zum Teil auch bis 66 Prozent. Belei- hungswert ist zum Teil der jeweilige Zeitwert, zum Teil auch der bereinigte Buchwert, wobei hier oft von einer jährlichen Ab- schreibung von 20 Prozent bis 25 Prozent ausgegangen wird. Nicht so gängige Maschinen werden wegen der schlechteren Verwertbarkeit von Banken dagegen nicht so gern akzeptiert und höchstens bis 40 Prozent, kleinere Maschinen bis ca. TEUR 10 Kaufpreis oft gar nicht beliehen. Fahrzeuge Gängige sicherungsübereignete Fahrzeuge mit Vollkaskover sicherung beleihen Banken meist bis zu 50 Prozent, zum Teil auch bis 60 Prozent. Der Beleihungswert wird wie bei Maschinen ermittelt, wobei PKW jährlich etwa 20 Prozent und LKW ca. 12,5 Prozent abgeschrieben werden. Einrichtungen Einrichtungen sind für Banken meist schwer verwertbar und werden daher kaum als Sicherheiten angerechnet. Nach den Beleihungsrichtlinien ist jedoch i. d. R. eine Beleihung bis zu 40 Prozent, zum Teil auch bis 50 Prozent des Zeitwertes bzw. des bereinigten Buchwertes möglich. Warenlager Das Warenlager ist für Banken kaum greifbar und oftmals nur schlecht verwertbar. Es wird daher nur selten als Sicherheit angerechnet. Da gekaufte Waren bis zur vollständigen Bezah- lung in aller Regel dem Eigentumsvorbehalt des Lieferanten unterliegen, beleihen Banken meist, wenn überhaupt, nur den um die bestehenden Lieferantenverbindlichkeiten verminderten Warenbestand. Die Beleihungsgrenze für gängige Handels waren liegt dabei je nach Bank zwischen 50 Prozent und 60 Prozent. Forderungen Auch Kundenforderungen werden oft nur als zusätzliche Kre- ditsicherheiten hereingenommen, aufgrund der rechtlichen Probleme bei der Verwertung jedoch häufig nicht bewertet. Beliehen werden, wenn überhaupt, nur zweifelsfreie und ab- tretbare Forderungen. Die Beleihungsgrenze liegt je nach Schuldner und Abtretungsart zwischen 50 Prozent und 90 Pro- zent des Nennwertes: Bestätigte Forderungen an öffentliche Stellen werden zum Teil bis zu 90 Prozent, offen abgetretene Forderungen mit regelmäßigem Nachweis, sorgfältiger Über- wachung und pünktlicher Regulierung oft bis zu 80 Prozent sowie still abgetretene, nachgewiesene, laufend überwachte und pünktlich regulierte Forderungen meist nur bis max. 50 Prozent beliehen. Bürgschaften Der Wertansatz von Bürgschaften als Kreditsicherheit ist ganz entscheidend von der Bonität des Bürgen abhängig. Bürgschaf- ten von öffentlich-rechtlichen Bürgschaftsbanken werden daher i. d. R. voll angerechnet. Bürgschaften von anderen dagegen von manchen Banken nur, soweit sie selbst wiederum mit werthaltigen Kreditsicherheiten unterlegt sind. 3.3. Rechtsform und Haftungsbasis Persönliche Mithaftung Neben den vertraglich bestellten Sicherheiten wird in der Regel auch die Haftungsbasis berücksichtigt. Dazu zählen sowohl die persönliche Mithaftung im Rahmen der Rechtsform oder durch vertragliche Vereinbarungen (z. B. durch persönliche Bürg- schaft des Gesellschafter-Geschäftsführers bei einer GmbH) wie auch die privaten Vermögensverhältnisse. Diese werden zwar nicht direkt als Sicherheit bewertet, spielen aber bei Kreditengagements mit entsprechenden Blankoanteilen oftmals eine entscheidende Rolle. 19KREDITFÄHIGKEIT GEZIELT VERBESSERN Kreditfähigkeit gezielt verbessern • Bankbeziehung ist langfristig angelegt • Aktives Bonitätsmanagement unverzichtbar • Wichtige Entscheidungskriterien für Bankwahl Wer sich trotz der zunehmenden Verschärfung der Kreditver- gabe von Banken auch künftig einen ausreichenden Kredit- spielraum zu akzeptablen Konditionen sichern oder darüber hinaus sogar günstigere Kreditmöglichkeiten nutzen will, muss verstärkt daran arbeiten, seine Kreditfähigkeit zu verbessern. Für Kreditnehmer mit mittlerer oder schwächerer Bonität ist dies sogar überlebenswichtig. Sicherheiten sind in vielen Unternehmen knapp. Zudem ist ihr sparsamer Einsatz gerade auch im Hinblick auf spätere Erweiterungsinvestitionen oder Liquiditätsengpässe ratsam. Der wichtigste Ansatzpunkt zur Verbesserung der Kreditfähigkeit ist somit die Bonität. Bonitätsmanagement erfordert rechtzeitiges und konsequentes Handeln Viele der im Folgenden aufgezeigten Maßnahmen lassen sich schnell und ohne großen Aufwand umsetzen wie z. B. die unauf- geforderte und zeitnahe Einreichung der Jahresabschlüsse sowie die umfassende Information über Hintergründe, die vorzeitige Benachrichtigung der Bank bei zu erwartenden Kontoanspan- nungen, die gezielte Vermittlung der Leistungsfähigkeit des Betriebes, insbesondere auch des Rechnungs-, Finanz- und Planungswesens. Andere erfordern dagegen größere Anstrengun gen und sind oft nur langfristig zu verwirklichen wie z. B. die Verbesserung einer unzureichenden Ertrags- und Finanzlage. Beginnen Sie am besten mit einigen schnell und einfach umzu- setzenden Maßnahmen. Gehen Sie dann aber auch nach und nach und konsequent die übrigen wesentlichen Schwachpunkte an. 1. Rechtzeitig die richtigen Weichen stellen Das Wichtigste für den eiligen Leser: • Wählen Sie Ihre Bank bewusst und gezielt aus und achten Sie dabei nicht nur auf die Konditionen, sondern vor allem auch auf die Qualität der Geschäftsbeziehung. • Unterhalten Sie zu mehreren Banken eine Geschäftsbezie- hung. Dies vermindert die Abhängigkeit und erleichtert den Vergleich. • Pflegen Sie mit Ihren Banken eine vertrauensvolle Zusam- menarbeit. Zeigen Sie sich als informationsbereiter, offener und verlässlicher Partner. • Zeigen Sie auch Verständnis, wenn Banken vetrauliche Unter- lagen und Informationen sowie Sicherheiten fordern. Sie sind bei der Kreditvergabe an strenge Vorschriften gebunden. Die Geschäftsbeziehung mit der Bank ist langfristig angelegt und ein Bankenwechsel oft schwierig und vielfach kurzfristig gar nicht möglich. Es ist daher wichtig, rechtzeitig die Weichen richtig zu stellen und gute Voraussetzungen für eine dauer- hafte vertrauensvolle Zusammenarbeit zu schaffen. 1.1. Die „richtige“ Bank wählen Bei der Wahl Ihrer Bank sollten Sie nicht nur auf die Kondi tionen achten, sondern auch darauf, dass die Bank zu Ihrem Betrieb passt. Legen Sie Wert auf • eine objektive, gute und zuvorkommende Beratung, • kurze und schnelle Entscheidungswege, • ein ausreichendes Leistungsangebot und einen guten Service, • das Entgegenkommen bei Sonderwünschen, • eine angemessene Risikopolitik (Sicherheiten), • Kulanz in Problemsituationen und ein faires Verhalten in Krisenzeiten. Dabei spielen neben den geschäftspolitischen Leitlinien des Kreditinstituts vor allem auch die Qualifikation und das Engage ment der Mitarbeiter sowie der persönliche „Draht“ zum zu- ständigen Betreuer und Entscheidungsträger in der Bank eine wichtige Rolle. Ein häufiger Wechsel Ihrer Ansprechpartner ist einer engen und vertrauensvollen Geschäftsbeziehung eher hinderlich. 1.2. Mit mehreren Banken eine Konto- verbindung unterhalten Vorteile mehrerer Bankverbindungen Wenn Sie mit mehreren Banken in Geschäftsverbindung stehen, haben Sie laufend einen guten Vergleich über Konditionen und Leistungen der verschiedenen Kreditinstitute und können deren Vorzüge gezielt nutzen. Des Weiteren vermindern Sie die Abhängigkeit von einer Bank und verbessern Ihre Verhandlungs- position. Bei Unstimmigkeiten können Sie die Geschäfte auf die bisherige Zweit- oder Drittbank verlagern und müssen nicht erst eine neue Geschäftsbeziehung aufbauen. Hausbank wählen Einer Bank sollten Sie aber Hausbankfunktion zuweisen, mit der Sie den größten Teil Ihrer Geschäfte abwickeln. Somit sind Sie für diese Bank ein gewichtigerer Kunde mit interessanterem Deckungsbeitrag und können dadurch auch eher die Unterstüt- zung in Krisenzeiten erwarten. 20 KREDITFÄHIGKEIT GEZIELT VERBESSERN 1.3. Mit den Banken eine vertrauens- volle Zusammenarbeit pflegen Zeigen Sie sich als offener und verlässlicher Partner Vertrauen ist die wichtigste Voraussetzung im Kreditgeschäft. Halten Sie deshalb laufend Kontakt zu Ihren Banken. Am besten reichen Sie die von der Bank benötigten Unterlagen frühzeitig und unaufgefordert ein und informieren diese regel- mäßig (mindestens einmal jährlich im Rahmen einer Bilanzbe- sprechung) über die aktuelle Geschäftsentwicklung. Unterrich- ten Sie den Bankberater über Ihre Zukunftspläne, aber auch über besondere Entwicklungen und Hintergründe, Probleme und vorübergehende Engpässe. ... auch in Problemsituationen Einem offenen Informationsverhalten mit fundierten Zukunfts- konzepten sollte insbesondere auch in angespannten wirt- schaftlichen Situationen der Vorzug vor einer Verschleierungs- taktik oder einer „Funkstille“ gegeben werden. Spielen Sie gegenüber Ihrer Bank stets mit offenen Karten und zeigen Sie sich als verlässlicher Partner. Halten Sie sich an getroffene Vereinbarungen und versprechen Sie nicht mehr als Sie später auch tatsächlich halten können. 1.4. Verständnis für die Gegenseite zeigen Zahlreiche Vorschriften Der Entscheidungsträger Ihrer Bank ist bei der Kreditvergabe an zahlreiche Vorschriften und Anweisungen gebunden und muss seine Entscheidung vor der Revision und vor seinen Vorgesetzten rechtfertigen. Zeigen Sie daher Verständnis, dass er vertrauliche Unterlagen, Zusatzinformationen, Sicherheiten etc. benötigt. Machen Sie auch aus einer negativen Entschei- dung das Beste: Fragen Sie nach den Ursachen und versuchen Sie, diese zu beheben. 2. Mit Selbstdiagnose eigene Schwach- stellen erkennen und beheben Das Wichtigste für den eiligen Leser: • Überprüfen Sie, was über Sie und Ihr Unternehmen gespeichert ist. • Prüfen Sie vor Kreditgesprächen Ihre wichtigen Verträge und Unterlagen auf ihre Aktualität und vergewissern Sie sich über deren Inhalte. • Führen Sie eine gewissenhafte Selbstdiagnose durch! Dazu gehört zumindest eine kritische Analyse der Jahres abschlüsse. • Nutzen Sie dazu auch unser „Pre-Rating“ (siehe Teil 2). • Fragen Sie auch Ihren Berater bei der Bank, wie er Ihre Bonität einstuft und Ihre Sicherheiten bewertet. Selbstauskunft anfordern Überprüfen Sie die über Ihre Person und Ihr Unternehmen gespeicherten Daten bei der Schufa, bei Wirtschaftsauskunf- teien und im Schuldnerverzeichnis. Fordern Sie dazu eine Selbstauskunft an (für Adressen siehe Seite 28 ) und lassen Sie gegebenenfalls falsche und löschungsfähige negative Eintra- gungen berichtigen. Wichtige Verträge und Unterlagen prüfen Prüfen Sie vor dem Kreditgespräch auch Ihre wichtigen Verträ- ge und sonstigen Unterlagen (z. B. Gesellschafts-, Erb- und Eheverträge, Grundbuchauszüge, Handelsregistereintragungen, Versicherungspolicen etc.), ob sie noch den aktuellen Gegeben- heiten entsprechen. Schaffen Sie sich einen Überblick über deren Inhalte und bereiten Sie sich auf diesbezügliche Fragen vor. Selbstdiagnose: Analyse des Jahresabschlusses Führen Sie eine gewissenhafte Selbstdiagnose durch. Dazu gehört zumindest eine gründliche Analyse Ihrer Jahresab- schlüsse (siehe Arbeitsblatt in Teil 3 – Werkzeuge). Ziehen Sie dazu bei Bedarf Ihren Steuer- oder Unternehmensberater hinzu. Pre-Rating Versuchen Sie, mit Hilfe unseres „Pre-Rating“ (siehe Teil 2) Ihre Stärken und Schwachstellen zu erkennen und Ihre Bonität nach den Beurteilungskriterien der Banken realistisch einzuschätzen. Bankberater fragen Fragen Sie Ihren Berater bei der Bank, welche Stärken und Schwachstellen er bei Ihrem Unternehmen sieht, wie er Ihre Bonität beurteilt, Ihre Sicherheiten bewertet und in welche Risikoklasse Sie eingestuft sind. Versuchen Sie, Ihre Schwach- stellen schnellstmöglich zu beheben und arbeiten Sie konti nuierlich an der Verbesserung Ihrer Bonität, denn: Die Bank ist Ihr wichtigster Lieferant, der Lieferant von Fremdkapital, ohne das heute kaum ein Unternehmen auskommen kann. 21KREDITFÄHIGKEIT GEZIELT VERBESSERN 3. Mit unternehmerischer Kompetenz überzeugen Das Wichtigste für den eiligen Leser: • Stellen Sie Ihre unternehmerischen Eigenschaften unter Beweis. • Überzeugen Sie die Banken von Ihrer kaufmännischen und technischen Kompetenz. • Demonstrieren Sie den Banken die Leistungsfähigkeit Ihres Betriebes. Weisen Sie nach, dass Sie ausreichend gegen drohende Risiken abgesichert sind und achten Sie auf ein gutes Erscheinungsbild Ihres Unternehmens in der Öffent- lichkeit. • Erläutern Sie den Banken die regionale Marktentwicklung und die Konkurrenzverhältnisse in Ihrem Geschäftsgebiet sowie die Wettbewerbsstärken Ihres Unternehmens. • Überzeugen Sie die Banken von den positiven Zukunfts aussichten für Ihr Unternehmen, am besten anhand von fundierten Planzahlen. Bleiben Sie dabei aber Realist. Gründliche Vorbereitung von Kreditverhandlungen ist unerlässlich Aus Kreditgesprächen und Betriebsbesichtigungen ziehen Banken wichtige Erkenntnisse für die Bonitätsbeurteilung. Eine gründliche Vorbereitung ist daher unerlässlich. Sie sollten: 3.1. Persönliche Kreditwürdigkeit ausstrahlen Unternehmereigenschaften Zeigen Sie sich gegenüber Ihrer Bank als verlässlicher, glaub würdiger, ehrlicher und verantwortungsbewusster Kreditnehmer. Stellen Sie auch Ihre unternehmerischen Eigenschaften wie Zielstrebigkeit, Überzeugungskraft, Durchsetzungsvermögen, Tatkraft, Flexibilität und Realitätsbewusstsein unter Beweis. 3.2. Unternehmerische Qualifikation zeigen Kaufmännische und technische Kompetenz Überzeugen Sie Ihre Bank von Ihrer kaufmännischen und technischen Kompetenz. Zeigen Sie, dass Sie Ihr Unternehmen „im Griff“ haben. Dass Sie die wichtigsten Daten, Stärken und Schwächen kennen und Ihre Zahlen und Unterlagen parat haben, Entwicklungen erklären und Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen können, sollte selbstverständlich sein. Bereiten Sie sich deshalb gut auf Fragen im Kreditgespräch vor (siehe dazu Arbeitsblatt „Chefübersicht“ und „Fragen-Checkliste für das Kreditgespräch“ in Teil 3 – Werkzeuge). Auch die Kenntnis der eigenen finanziellen Grenzen und der aktuellen Bankkonditi- onen gehört dazu. 3.3. Betriebliche Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen Leistungsfähigkeit des Betriebes Demonstrieren Sie der Bank die Leistungsfähigkeit Ihres Unter- nehmens. Binden Sie diese in Ihre strategischen Zukunftspläne und unternehmerischen Ziele mit ein. Stellen Sie die Aussage- fähigkeit und Aktualität Ihres Rechnungswesens, insbesondere auch Ihre kurzfristige Erfolgsrechnung und Ihre Vor- und Nach kalkulation, die gute Bonität Ihrer Kunden, die schnelle Faktu- rierung und konsequente Mahnung der säumigen Zahler, Ihre effiziente Organisation des Einkaufs, der Lagerhaltung und der Produktion, Ihre leistungsorientierte Personalführung, den modernen Stand Ihrer Maschinen und Anlagen, Ihren schlag- kräftigen Vertrieb, Ihre innovative, markt- und zielgruppen orientierte Geschäftspolitik etc. bei Kreditgesprächen und Betriebsbesichtigungen unter Beweis und untermauern Sie dies möglichst mit entsprechenden Unterlagen. Risikoabsicherung Weisen Sie der Bank auch nach, dass Sie ausreichend gegen drohende Risiken abgesichert sind. Öffentliches Erscheinungsbild Achten Sie des Weiteren auf ein gutes Erscheinungsbild Ihres Betriebes, sowohl im Innenbereich wie auch nach außen, und auf ein positives Image in der Öffentlichkeit. Sind wichtige Defizite in diesen Bereichen vorhanden, dann sollten Sie diese schnellstmöglich beseitigen. 3.4. Markt und Branche kennen Regionale Markt- und Konkurrenzverhältnisse sowie eigene Wettbewerbsposition Informieren Sie sich eingehend über die Entwicklung der Wirt- schaft und Ihrer Branche. Zeigen Sie der Bank vor allem auch die Marktentwicklung und Konkurrenzverhältnisse in Ihrem regionalen Geschäftsgebiet und die gute Wettbewerbsposition Ihres Unternehmens im Vergleich zur Konkurrenz auf oder legen Sie sich gegebenenfalls Erklärungen und strategische Überlegungen zurecht. 22 KREDITFÄHIGKEIT GEZIELT VERBESSERN 3.5. Positive Zukunftsperspektive vermitteln Zukunftsaussichten Ihres Unternehmens Überzeugen Sie Ihre Bank auf der Basis der bisherigen Ent- wicklung und des Leistungspotentials Ihres Betriebes, der Zukunftserwartungen Ihres speziellen Marktes und Ihrer Wettbewerbsposition von den positiven Zukunftsaussichten für Ihr Unternehmen. Zeigen Sie mit fundierten Planzahlen Ihre künftig erwarteten Umsätze, Kosten und Erträge, Ihre Liquidi- tät und Kapitaldienstfähigkeit auf und untermauern Sie diese möglichst mit konkreten Nachweisen (z. B. Auftragsbestand, Auftragsanfragen, Marktanalysen etc.). Bleiben Sie dabei aber Realist. 4. Für wirtschaftliche Kreditfähigkeit sorgen Das Wichtigste für den eiligen Leser: • Geordnete wirtschaftliche Verhältnisse sind die wichtigste Voraussetzung für eine positive Kreditentscheidung. • Ein „sich gut verkaufen“ und aufgestylte Konzepte allein und ohne erkennbaren Niederschlag in den Zahlen helfen höchstens kurzfristig. • Sorgen Sie daher rechtzeitig und konsequent für eine Verbesserung Ihrer Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage und erläutern Sie der Bank wichtige Positionen, Entwick- lungen und Abweichungen. Geordnete wirtschaftliche Verhältnisse Geordnete wirtschaftliche Verhältnisse sind die wichtigste Voraussetzung für eine positive Kreditentscheidung. Ein perfektes Auftreten und „sich besser Verkaufen“ im Kredit gespräch sowie aufgestylte Konzepte und Planzahlen und ein offenes Informationsverhalten allein, ohne materielle Substanz und erkennbaren Niederschlag in den Zahlen helfen – wenn überhaupt – höchstens kurzfristig. Arbeiten Sie daher mit Nachdruck und konsequent an deren Verbesserung und sorgen Sie für: • eine gute Ertrags- und Finanzkraft, • eine stabile Finanzstruktur mit breiter Eigenkapitalbasis, • eine ausreichende Liquidität und eine ordnungsgemäße Kontoführung, • sichere Vermögensverhältnisse, • angemessene Privatentnahmen. Zusatzinformationen wichtig Erläutern Sie der Bank – am besten schon bei der Bilanzein reichung oder spätestens im Bilanzgespräch – wichtige Positi- onen und Abweichungen zu Vorjahren und zu Branchenwerten. Überzeugen Sie Ihren Bankberater von der vorsichtigen Bewer tung und Werthaltigkeit Ihrer Forderungen, Ihrer unfertigen und fertigen Leistungen, Ihres Warenlagers und sonstiger Vermögenswerte, von der ausreichenden Bildung von Rück stellungen und Wertberichtigungen und gegebenenfalls von der Deckung eines negativen Eigenkapitals durch stille und private Reserven. Informieren Sie ihn auch über außerordentliche Auf- wendungen und Erträge. Untermauern Sie dies möglichst mit Nachweisen, z. B. zur Bewertung der Vorräte, Kreditversiche- rung, Debitorenliste mit Rechnungsdatum, Bonitätsauskünfte über wichtige Kunden etc. Ziehen Sie zum Bilanzgespräch bei Bedarf Ihren Steuerberater hinzu. Rechtzeitig beginnen Eine spürbare Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse lässt sich kaum kurzfristig bewerkstelligen und es dauert meist längere Zeit, bis sich die Erfolge in den Zahlen niederschlagen. Beginnen Sie deshalb frühzeitig damit und schalten Sie dazu bei Bedarf Ihren Steuerberater oder einen erfahrenen und branchenkundigen Unternehmensberater ein. 5. Aussagekräftige Kreditunterlagen einreichen Schriftliche Unterlagen über Ihr Unternehmen sind für Banken eine unverzichtbare Grundlage sowohl für Kreditentscheidun gen wie auch für die laufende Kreditüberwachung. Natürlich sollen diese möglichst aktuell und aussagekräftig sein. Bereiten Sie daher für Ihre Bank aussagekräftige Kreditunterlagen vor und bringen Sie diese am besten schon vor dem Besprechungs- termin zur Bank. Dann kann sich auch Ihr Gesprächspartner besser vorbereiten. 23KREDITFÄHIGKEIT GEZIELT VERBESSERN 5.1. Pflichtunterlagen über Ihr Unternehmen Das Wichtigste für den eiligen Leser: • Die letzten drei Jahresabschlüsse sind die Grundlage jeder Kreditprüfung. Reichen Sie daher jedes Jahr möglichst früh und unaufgefordert den aktuellen Jahresabschluss ein! • Analysieren Sie jedoch Ihre Zahlen zuvor selbst gründlich und legen Sie sich gegebenenfalls Erklärungen zurecht! • Bei Kreditverhandlungen gehört auch die aktuelle Buchhaltungsauswertung (gegebenenfalls mit Berichti- gung) zu den Pflichtunterlagen. • Fallweise benötigt die Bank noch weitere Unterlagen (z. B. wichtige Verträge, Sicherheitennachweise etc.). An schriftlichen Unterlagen benötigt die Bank auf alle Fälle: • Jahresabschlüsse der letzten drei Jahre Die Jahresabschlüsse einschließlich Erläuterungen und bei GmbHs mit Anhang und gegebenenfalls mit Lagebericht bzw. bei nicht bilanzierenden Unternehmen ersatzweise die Einnahmen-Überschussrechnungen und Vermögens- und Schuldenaufstellungen der letzten drei Jahre sind für Ban- ken eine unverzichtbare Kreditunterlage. Lassen Sie Ihre Zahlen vom Steuerberater möglichst schnell nach dem Geschäftsjahr erstellen und reichen Sie sie baldmöglichst und am besten unaufgefordert bei Ihrer Bank ein. Zahlen zuvor selbst analysieren Natürlich sollten Sie diese vorher selbst gründlich analysie- ren und mit den Vorjahres- und Branchenwerten vergleichen (siehe Arbeitsblatt in Teil 3 – Werkzeuge). Bei Gründungs- vorhaben tritt an die Stelle der Jahresabschlüsse eine Ren- tabilitätsvorschau über die ersten drei Geschäftsjahre. Hintergrundinformationen zurechtlegen Legen Sie sich Erklärungen für Abweichungen und besondere Entwicklungen zurecht und informieren Sie die Bank über Hintergründe (siehe dazu auch unsere „Fragen-Checkliste für das Kreditgespräch“ in Teil 3 – Werkzeuge). Fragen Sie dazu auch Ihren Steuerberater und binden Sie ihn bei Bedarf in das Bankgespräch ein. • Aktuelle Monatsauswertung der Finanzbuchhaltung Liegt der letzte Jahresabschluss schon ein Jahr bzw. bei großen und mittelgroßen Kapitalgesellschaften neun Monate oder länger zurück oder stehen neue Kreditverhandlungen an, dann gehört auch die letzte Monatsauswertung der Buchhaltung zu den unverzichtbaren Pflichtunterlagen. Berichtigung der Buchhaltungsauswertung erforderlich Da darin jedoch i. d. R. noch keine Abgrenzungen, Bestandsver- änderungen u. a. berücksichtigt sind und das Ergebnis dadurch verzerrt ist, ist eine Berichtigung erforderlich. Dazu benötigt die Bank weitere Informationen (z. B. den aktuellen Stand der unfertigen/fertigen Leistungen, des Warenlagers etc.). Am besten berichtigen Sie Ihre Monatsauswertung selbst (siehe Arbeitsblatt „Berichtigte Monatsauswertung der Buchhaltung“ in Teil 3 – Werkzeuge) und reichen diese zusammen mit einer Aufstellung Ihres Auftragsbestandes und Ihrer Außenstände bei Ihrer Bank ein. • Sonstige Unterlagen Wichtige Verträge und Sicherheitennachweise Außerdem benötigt die Bank gegebenenfalls Gesellschafts- verträge, Handelsregisterauszüge, den Ehevertrag sowie Unterlagen zu Kreditsicherheiten, z. B. Grundbuchauszüge, vorhandene Wertgutachten, Einheitswertbescheide von Immobilien, eine Aufstellung des Forderungs- und Waren bestandes, Nachweise über Guthaben und Rückkaufswerte von Lebensversicherungen etc. 5.2. Weitere wichtige Unterlagen über Ihr Unternehmen Das Wichtigste für den eiligen Leser: Oftmals sind noch weitere Unterlagen notwendig oder vorteilhaft: • Eine Unternehmensbeschreibung mit grundlegenden Informationen über Ihren Betrieb. • Eine Erfolgs- und Liquiditätsvorschau zur Beurteilung der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung. • Eine Kreditübersicht mit den wichtigsten Angaben zu Ihren Krediten. • Unterlagen über Ihre privaten wirtschaftlichen Verhältnisse. 24 KREDITFÄHIGKEIT GEZIELT VERBESSERN Fallweise weitere Unterlagen vorteilhaft Vielfach reichen die genannten Pflichtunterlagen nicht aus. Vor allem bei geringen Sicherheiten, riskanteren Investitionen, nicht einwandfreier Bonität oder in wirtschaftlich schwieriger Situation wird die Bank oft weitere Unterlagen zur genaueren Beurteilung Ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse und künftigen Entwicklung fordern. Aber auch ohne ausdrückliche Anforde- rung können Sie damit Ihre kaufmännische Kompetenz und Ihr Vertrauensverhältnis zur Bank unter Beweis stellen und Ihre Bonitätseinstufung verbessern. Ob und welche zusätzlichen Unterlagen der Bank überlassen werden, ist stets im Einzelfall zu entscheiden. • Unternehmensbeschreibung Detaillierte Informationen über Ihr Unternehmen Eine Unternehmensbeschreibung mit den wichtigsten Daten über Ihren Betrieb (siehe Mustervorlage „Unternehmensbe- schreibung“ in Teil 3 – Werkzeuge) verursacht keinen großen Aufwand, liefert aber der Bank zahlreiche Informationen, die sie sonst nur durch langwieriges Fragen und dennoch oft nur lückenhaft und ungenau in Erfahrung bringen kann. Fügen Sie auch Presseberichte über Ihr Unternehmen, Firmenprospekte etc. bei. • Erfolgsvorschau Künftige Ertragslage Eine Erfolgsvorschau (siehe Arbeitsblatt „Erfolgsvorschau“ in Teil 3 – Werkzeuge) erleichtert der Bank, aber auch Ihnen, die Beurteilung der künftigen Ertragslage. Besonders wichtig ist sie bei grundlegenden Änderungen, z. B. der Marktsitua- tion, der Produkte, der Fertigungsmethoden, bei Investitionen etc. Untermauern Sie wichtige Positionen (z. B. Umsatzaus- weitungen, Kostenreduzierungen), z. B. mit einer Aufstellung Ihres Auftragsbestandes, einem Marketing- oder Rationali- sierungskonzept etc. • Liquiditätsvorschau Künftige Zahlungsengpässe rechtzeitig erkennen Mit einer Liquiditätsvorschau (siehe Arbeitsblatt „Liquidi- tätsvorschau“ in Teil 3 – Werkzeuge) kann die Bank künftige Zahlungsengpässe sowie deren Gründe und Dauer schon frühzeitig erkennen und beurteilen. Dies ist ohnehin auch für Sie wichtig, um rechtzeitig gegensteuern (z. B. durch Kontoüberträge, Steuerung von Zahlungsein- und -aus gängen, Krediterhöhung) zu können, vor allem bei angespann- ter Liquidität und unübersichtlichen und unregelmäßigen Zahlungsströmen. • Kreditübersicht Überblick über Kredite Eine Kreditübersicht (siehe Arbeitsblatt „Kreditübersicht“ in Teil 3 – Werkzeuge) mit den wichtigsten Angaben zu den einzelnen Krediten verschafft Ihnen und Ihrer Bank einen Überblick über Ihre gesamten Kredite und deren Konditionen sowie über Ihre laufenden Zins- und Tilgungsverpflichtungen. • Sonstige Unterlagen Private Verhältnisse Häufig fordern Banken – in vielen Fällen sind sie dazu nach dem Kreditwesengesetz sogar verpflichtet – eine Aufstellung Ihrer privaten Vermögenswerte und Schulden sowie Ihren Einkommensteuerbescheid, um die gesamte Vermögens-, Einkommens- und Finanzsituation beurteilen zu können. Manchmal werden auch Einkommensteuererklärungen und Nachweise zu Vermögenswerten und Schulden angefordert, die der Bank einen detaillierten Einblick in die privaten wirtschaftlichen Verhältnisse gewähren. Bei guter Ertrags- und Finanzlage und einer guten Eigenkapitalausstattung im Betrieb sowie niedrigen privaten Schulden könnte jedoch fallweise auch eine Aufstellung Ihrer privaten Verbindlich- keiten ausreichend sein. 5.3. Verhandlungsbezogene Unterlagen Das Wichtigste für den eiligen Leser: Je nach Finanzierungsanlass sind darüber hinaus erforderlich: • Ein Investitionsplan mit Vorhabensbeschreibung und Kapitalbedarfsermittlung. • Ein Finanzierungskonzept mit Vorschlägen zur Besicherung und Nachweis der Kapitaldienstfähigkeit. • Ein Gründungs-, Übernahme- oder Konsolidierungskonzept Neben den oben genannten allgemeinen Unterlagen über Ihr Unternehmen sollten Sie für Kreditgespräche je nach Finanzie- rungsanlass noch spezielle verhandlungsbezogene Unterlagen aufbereiten. • Investitionsplan Investitionsbeschreibung und gründliche Ermittlung des Kapitalbedarfs Für Kreditverhandlungen zu Investitionsfinanzierungen sind eine Vorhabensbeschreibung und ein Investitionsplan mit sorgfältiger Kapitalbedarfsermittlung erforderlich. Grund lage ist eine detaillierte Investitionsaufstellung. Prüfen Sie auch, ob Ihr Betriebsmittelrahmen noch ausreicht und beantragen Sie bei Bedarf eine entsprechende Erhöhung. Kalkulieren Sie Ihren Kapitalbedarf keinesfalls zu knapp, 25KREDITFÄHIGKEIT GEZIELT VERBESSERN sondern sehen Sie eine angemessene Reserve für Anlauf kosten und -schwierigkeiten vor. Eine notwendige Nach finanzierung wirft nicht nur ein schlechtes Licht auf Ihre unternehmerische Kompetenz, sondern kann bei schlech- terer Bonität von der Bank auch verweigert werden. • Wirtschaftlichkeitsberechnung Fügen Sie möglichst auch eine Wirtschaftlichkeitsberech- nung bei und überzeugen Sie Ihre Bank damit von der Vorteilhaftigkeit Ihres Vorhabens. • Finanzierungskonzept Konkrete Finanzierungs- und Absicherungsvorschläge Zeigen Sie der Bank in einem Finanzierungskonzept Ihre konkreten Finanzierungs- und Absicherungsvorstellungen auf. Informieren Sie sich dazu bei Ihrem Berater der Indus- trie- und Handelskammer über öffentliche Finanzierungs- programme. Ermitteln Sie auch Ihre gesamte Kapitaldienst- belastung sowie Ihre nachhaltige Kapitaldienstgrenze (siehe Arbeitsblatt „Kapitaldienstfähigkeit“ in Teil 3 – Werkzeuge) und überzeugen Sie damit Ihre Bank von der Finanzierbar- keit der geplanten Investition. • Sonstige verhandlungsbezogene Unterlagen Sonstige Konzepte Je nach Anlass können weitere Unterlagen wie z. B. ein Gründungs-, Übernahme- oder Konsolidierungskonzept, ein Nachweis über Umweltschutzeffekte bei Umweltprogram- men u. a. erforderlich sein. 6. Mit Sicherheiten gut haushalten Das Wichtigste für den eiligen Leser: • Zeigen Sie grundsätzliches Verständnis für berechtigte Haftungs- und Sicherheitenforderungen der Bank. • Aber: Haushalten Sie gut mit Ihren vorhandenen Sicher- heiten und verweigern Sie überzogene Forderungen, denn Sicherheiten sind meist ein erheblicher Engpassfaktor. • Behalten Sie sich möglichst eine Reserve an guten Sicher- heiten zurück. • Verwenden Sie nie Ihre Altersvorsorge zur Kreditabsicherung. • Sichern Sie möglichst jeden Kredit einzeln mit separaten Sicherheiten ab. • Versuchen Sie einen angemessenen Blankoanteil zu erhalten. • Fordern Sie bei guter Bonität und Absicherung auch gute Konditionen. Verständnis für berechtigte Haftungs- und Sicherheitenwünsche Überzeugen Sie Ihre Bank, dass Sie voll hinter Ihrem Unter nehmen stehen, indem Sie Ihre Bereitschaft für eine angemes- sene Risikoübernahme erkennen lassen und Verständnis für berechtigte Haftungs- und Sicherheitenwünsche Ihrer Bank aufbringen. Sicherheiten sind beträchtlicher Engpassfaktor Bedenken Sie aber auch, dass Banken in aller Regel so viel wie möglich von Ihren besten Sicherheiten wollen, später aber trotz teilweiser Kreditrückzahlung oft nicht oder nur widerwillig wieder welche freigeben. Ist dies, z. B. wegen Übersicherung, unvermeidbar, entscheidet die Bank und nicht der Kreditneh- mer, welche Sicherheiten freigegeben werden, und dies sind i. d. R. die schlechteren. Sicherheiten sind in kleinen und mittle- ren Unternehmen häufig ein beträchtlicher Engpassfaktor, insbesondere auch bei späteren Erweiterungen oder bei zusätz- lichem Liquiditätsbedarf in schwierigen Zeiten. Haushalten Sie deshalb gut damit und verweigern Sie entschieden überzogene Forderungen. Empfehlungen zur Kreditabsicherung Es empfiehlt sich daher: • Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Absicherung Ihrer Kredite bei den einzelnen Banken (siehe dazu Arbeits- blatt „Sicherheitenübersicht“ in Teil 3 – Werkzeuge). Überprüfen und hinterfragen Sie auch die Bewertung der Sicherheiten durch die Bank (siehe dazu Seite 16 ff) und verhandeln Sie gegebenenfalls auch darüber. • Akzeptieren Sie nicht gleich jeden Sicherheitenwunsch der Bank, sondern verhandeln Sie über Sicherheiten genauso wie über den Zinssatz. • Nutzen Sie Haftungsfreistellungen bei öffentlichen Finanzierungsprogrammen sowie öffentliche Bürgschafts programme. • Behalten Sie sich möglichst eine Reserve an guten Sicher- heiten, z. B. für spätere Erweiterungen oder für schwierige Zeiten. • Verwenden Sie nie Ihre Altersvorsorge zur Absicherung von Krediten. • Bieten Sie der Bank vorrangig das als Sicherheit an, was mit dem jeweiligen Kredit finanziert wird, z. B. für Kredite zu Maschinenkäufen die Sicherungsübereignung dieser Maschi- nen oder für den Kontokorrentkredit zur Betriebsmittel finanzierung die Abtretung Ihrer Kundenforderungen und die Sicherungsübereignung des Warenlagers. • Sichern Sie, wenn möglich, jeden Kredit einzeln mit sepa raten Sicherheiten ab, denn dann werden diese nach Rück- zahlung des jeweiligen Kredits wieder frei. 26 KREDITFÄHIGKEIT GEZIELT VERBESSERN • Sichern Sie Ihre Kredite, soweit möglich, nicht voll ab, sondern versuchen Sie, einen angemessenen Blankoanteil zu erhalten. Beachten Sie dabei, dass die Höhe des von der Bank akzeptierten Blankoanteils entscheidend von Ihrer Bonität abhängt. Je besser die Bonität, umso weniger Sicher- heiten sind erforderlich. • Fordern Sie bei guter Bonität und erstklassigen Sicherheiten auch erstklassige Konditionen. Bürgschaften Falls Ihre vorhandenen Sicherheiten nicht ausreichen, ist unter bestimmten Voraussetzungen die Übernahme von Bürgschaf- ten durch die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg oder die L-Bank Baden-Württemberg möglich. Die Antragstellung erfolgt über Ihre Hausbank. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Industrie- und Handelskammer. 7. Die 10 Gebote für das Kreditgespräch Selbst Initiative ergreifen • Die Initiative zu Kreditgesprächen sollte von Ihnen aus gehen. Sie soll frühzeitig und das Gespräch ohne Zeitdruck erfolgen. Der Akteur ist immer im Vorteil. Richtige Verhandlungspartner wählen • Verhandeln Sie mit dem Banker, der die Kompetenz hat. Halten Sie aber auch zu Ihren zuständigen Sachbearbeitern und Betreuern guten Kontakt. Gründliche Vorbereitung • Bereiten Sie sich gründlich auf das Gespräch vor. Legen Sie Ihre Verhandlungsziele und -strategien fest. Bereiten Sie rechtzeitig aussagekräftige Unterlagen vor und überlegen Sie sich überzeugende Argumente und Antworten auf mögliche Fragen (siehe dazu „Fragen-Checkliste für das Kreditgespräch“). Beschaffen Sie sich frühzeitig die erfor- derlichen Informationen. Angemessener Gesprächsrahmen • Führen Sie Kreditverhandlungen nicht unangemeldet zwischen Tür und Angel. Vereinbaren Sie stets einen Termin. Erscheinen Sie pünktlich und in angemessener Kleidung. Nehmen Sie sich dazu ausreichend Zeit. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche und verlieren Sie sich nicht in Nebensächlichkeiten. Selbstbewusst auftreten, aber Realist bleiben • Treten Sie selbstbewusst und nicht als Bittsteller auf. Bedenken Sie aber auch, dass Ihr Verhandlungsspielraum entscheidend von der Risikoeinstufung durch die Bank abhängt. Bleiben Sie Realist. Schaffen Sie Vertrauen! Verhandeln • Verhandeln Sie! Wer nicht verhandelt, zeigt sich als schlech- ter Unternehmer. Feilschen Sie aber nicht penetrant um Centbeträge. Überprüfen Sie das gesamte Konditionenpaket. Lesen Sie „Kleingedrucktes“. Berater hinzuziehen • Ziehen Sie zu wichtigen Bankverhandlungen auch Ihren Partner, einen leitenden Mitarbeiter oder Ihren Berater hinzu. Stimmen Sie auf alle Fälle die Gesprächsinhalte und -taktik vorher ab. Einladung zu Betriebsbesichtigung • Laden Sie Ihren Betreuer und Entscheidungsträger bei der Bank auch einmal zu einer Besprechung und Besichtigung in Ihren Betrieb ein. Treffen Sie dazu alle notwendigen Vorkeh- rungen. Sorgen Sie für einen angenehmen und ungestörten Gesprächsverlauf (passender Raum, Getränke, keine Unter- brechung durch Telefonanrufe oder Mitarbeiter etc.). Halten Sie alle notwendigen Unterlagen griffbereit und vermitteln Sie die Leistungsfähigkeit Ihres Betriebes. Protokoll erstellen • Halten Sie die wichtigsten Gesprächsergebnisse schriftlich fest. Lassen Sie sich diese Ergebnisse bestätigen. Vergleichsangebote einholen • Holen Sie stets Alternativangebote von anderen Banken und sonstigen Kreditgebern (z. B. Versicherungen, Bausparkassen) ein. Bestehen Sie auf einem schriftlichen Angebot mit Angabe aller Konditionen, insbesondere auch des effektiven Jahreszinses, der erforderlichen Sicherheiten und sonstigen Bedingungen. 27KREDITFÄHIGKEIT GEZIELT VERBESSERN 8. Kreditabsage, was nun? Das Wichtigste für den eiligen Leser: • Ergründen Sie bei einer Kreditabsage zunächst die Ursachen. • Überdenken Sie Ihren Finanzierungswunsch nochmals und versuchen Sie gegebenenfalls Zweifel der Bank auszuräumen. • Verhandeln Sie mit anderen Banken! Wird Ihr Kreditwunsch auch dort abgelehnt, dann liegen offensichtlich größere Bonitätsmängel vor, die Sie schnellstmöglich beseitigen sollten. • Bei unberechtigtem Vorgehen der Bank: Lassen Sie die Rechtslage prüfen. Wenn die Bank Ihre Kreditwünsche ablehnt, eine Rückführung bestehender Kredite fordert oder sogar das gesamte Krediten- gagement kündigt, so kann dies vielfältige Ursachen haben: Unzuverlässig? Zweifel an Unternehmerqualifikation? Haben Sie in letzter Zeit Vereinbarungen getroffen und nicht eingehalten? Möglicherweise hat die Bank aber auch Zweifel an Ihren unternehmerischen Fähigkeiten. Haben Sie sich etwa beim letzten Kreditgespräch nur unzureichend vorbereitet oder schlecht verkauft? Oder vielleicht hat sich die Marktsituation für Ihr Gewerbe wesentlich verändert? Image oder Schufaauskunft negativ? Vielleicht steht es mit Ihrem Image nicht gerade zum Besten oder enthält die Schufa oder ein öffentliches Schuldnerver- zeichnis negative Merkmale. Überprüfen Sie dies. Holen Sie eine Selbstauskunft bei der Schufa ein und kontrollieren Sie das Schuldnerverzeichnis. Vielleicht handelt es sich lediglich um ein Missverständnis. Unzureichende wirtschaftliche Verhältnisse Häufig liegen die Ursachen einer Kreditablehnung in einer aus Sicht der Bank unzureichenden wirtschaftlichen Kreditfähig- keit. Ist etwa Ihre Ertragslage, Ihre Eigenkapitalausstattung, Ihre Finanzierung oder Liquidität unbefriedigend, haben sich Ihre Zahlen gegenüber dem Vorjahr erheblich verschlechtert oder hat die Bank Zweifel an der Bewertung wichtiger Vermö- genspositionen? Vielleicht haben Sie der Bank zu wenig Hinter- grundinformationen geliefert, so dass diese bei der Beurteilung entsprechend des Vorsichtsprinzips vom schlechtest möglichen Fall ausgeht. Ist es zu Kontoüberziehungen gekommen? Befindet sich das Unternehmen in einer Restrukturierungs- oder gar Sanierungsphase? Hier ist die Vorlage eines Konzeptes notwendig, aus dem die Bank ableiten kann, wie zum einen die Kredite zukünftig bedient werden und zum anderen das Unternehmen Stabilität zurück erhält. Investition nicht wirtschaftlich? Negative Branchenprognose? Ursachen erforschen! Oder hat Ihre Bank Zweifel über die Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit Ihres Investitionsvorhabens? Überdenken Sie es nochmals gründlich und überzeugen Sie Ihren Bankberater gegebenenfalls mit Hilfe einer Wirtschaftlichkeitsberechnung, einer Erfolgsvorschau und Nachweis der Kapitaldienstfähigkeit. Möglicherweise gehören Sie auch einer Branche mit schlech- teren Zukunftsaussichten an. Prüfen Sie, ob Ihr Unternehmen überhaupt vom Branchentrend abhängig ist und präsentieren Sie der Bank entsprechende Lösungsvorschläge. Unzureichende Sicherheiten? Wandel in der Bank? Ist die Bank mit den angebotenen Sicherheiten nicht zufrieden, dann sollten Sie die Bewertung kritisch hinterfragen und notfalls zusätzliche Sicherheiten anbieten. Vielleicht hat es auch einen Personalwechsel in der Kreditabteilung oder in der Geschäftsführung der Bank und eine Neuorientierung der geschäftspolitischen Leitlinien gegeben. Nicht gleich aufgeben, sondern handeln Falls Ihr Kreditwunsch abgelehnt wird, sollten Sie deshalb keinesfalls gleich aufgeben. Fragen Sie auf alle Fälle Ihren Kreditbetreuer bei der Bank und versuchen Sie, die Gründe herauszufinden. Vielleicht können Sie noch einiges berichtigen und Zweifel der Bank ausräumen. Stellen Sie bei weiteren Banken einen Kreditantrag, vielleicht werden Sie dort besser beurteilt. Gerade in dieser Situation ist es vorteilhaft, wenn Sie ohnehin mit mehreren Kreditinstituten eine Geschäftsverbin- dung unterhalten. Verweigern Ihnen dagegen mehrere Banken eine Kreditgewährung, dann liegen offensichtlich schwerwie- gendere Bonitätsmängel vor, die Sie schnellstmöglich beseiti- gen müssen. Handelt Ihre Bank unberechtigt (z. B. Kreditkün- digung zur Unzeit), dann sollten Sie die Rechtslage prüfen lassen. 28 KREDITFÄHIGKEIT GEZIELT VERBESSERN Anlagen: Übersicht und Erläuterungen Anlage 1: Adressen für Selbstauskunft Hier finden Sie die Adressen der wichtigsten Institutionen, die Informationen über Ihre Bonität speichern und an andere weitergeben. Fordern Sie eine Selbstauskunft an, überprüfen Sie die gespeicherten Daten und lassen Sie diese gegebenen- falls berichtigen. • Schufa Holding AG (www.schufa.de): www.schufa.de • Verband der Vereine Creditreform e. V. www.creditreform.de • CRIF Bürgel GmbH www.crifbuergel.de • arvato Bertelsmann (Bertelsmann SE GmbH & Co. KGaA) www.arvato.com Anlage 2: Bonitätskriterien im Überblick Zum besseren Überblick werden die einzelnen Kriterien der Bonitätsbeurteilung von Banken in Anlage 2 nochmals detail- liert und in Tabellenform aufgeführt. Dabei ist jedoch Fol- gendes zu beachten: Die Systeme der Kreditbeurteilung sind bei den Banken unter- schiedlich. Manche sind sehr detailliert, tief gegliedert und umfassend, andere dagegen gröber und auf das Wesentliche beschränkt. Da hier die zumindest für den Mittelstand bedeu- tendsten Bankengruppen abgedeckt werden sollen, wurden die Kriterien dieser Kreditinstitute zu einem System zusammenge- fügt. Es ist dadurch sehr umfangreich geworden. Die tiefe, detaillierte und ausführliche Untergliederung erleichtert aber auch betriebswirtschaftlich nicht so versierten Anwendern das Verständnis und die Beurteilung der einzelnen Bereiche. Das System ist so aufgebaut, dass es alle Branchen und Be- triebsgrößen abdeckt, ein großes Zuliefererunternehmen genauso wie einen Ein-Mann-Dienstleistungsbetrieb. Es ist deshalb zu beachten, dass, insbesondere bei der Beurteilung der einzelnen betrieblichen Bereiche, nicht immer alle der aufgeführten Kriterien für Ihre betrieblichen Verhältnisse zutreffend sind und beurteilt werden müssen. Auch ist der Bewertungsmaßstab von den betrieblichen Erfordernissen (z. B. Betriebsgröße, -art etc.) abhängig und die Beurteilung immer auf die Angemessenheit abzustellen. So wird man z. B. hinsichtlich der Unternehmensplanung, der Produktionssteue- rung, der Kostenrechnung etc. an einen Großbetrieb andere Anforderungen stellen als an einen kleineren Dienstleistungs- betrieb. 29KREDITFÄHIGKEIT GEZIELT VERBESSERN Anlage 2: Bonitätskriterien im Überblick Geschäftsführung Ihre Anmerkungen Persönliche Kreditwürdigkeit und Unternehmereigenschaften Zielstrebig ... orientierungslos Risikobereit ... risikoscheu Lernbereit ... lernunwillig Fortschrittlich ... rückständig Ideenreich/eigeninitiativ ... ideenarm Realitätsbewusst ... realitätsfern Entscheidungsfreudig ... entscheidungsscheu Vorsichtig, abwägend ... leichtfertig Anpassungsfähig ... träge, unbeweglich Agierend ... reagierend Durchsetzungsfähig ... nicht durchsetzungsfähig Verantwortungsbewusst ... verantwortungslos Zuverlässig ... unzuverlässig Diszipliniert, maßvoll ... hemmungslos/verschwenderisch Willensstark ... willensschwach Überzeugend ... unsicher Belastbar ... labil Unternehmensinteresse ... kein Unternehmensinteresse Kaufmännische Qualifikation Angemessene Unternehmensplanung, -steuerung und -kontrolle Angemessene Organisation Bisherige Unternehmensentwicklung Kaufmännische Berufsaus- und -fortbildung Kaufmännische Berufs- und Branchenerfahrung Kaufmännische Berufserfahrung in fremden Betrieben Technische Qualifikation Angemessene technische Planung, Steuerung und Kontrolle Innovation, Forschung und Entwicklung Technische Berufsaus- und -fortbildung Technische Berufs- und Branchenerfahrung Technische Berufserfahrung in fremden Betrieben Risikofaktoren Familiäre Schwierigkeiten vorhanden Nachfolgefrage ungelöst (bei über 55-jährigen Betriebsinhabern) Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit 30 Bonitätskriterien im Überblick Qualität der einzelnen betrieblichen Bereiche Ihre Anmerkungen Unternehmensplanung und -steuerung Angemessene strategische Unternehmensziele Orientierung der Geschäftspolitik an strategischen Zielen Angemessene Umsatz-, Kosten- und Ertragsplanung Angemessene Liquiditätsplanung Angemessene Investitions- und Finanzierungsplanung Laufender Soll-Ist-Vergleich/angemessenes Controlling Ursachenanalyse bei Planabweichungen Einschaltung externer Berater Organisation Angemessene Organisationsstruktur Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung eindeutig geregelt und zugeordnet Vertretung für Ausfall von Geschäftsführung und Mitarbeiter (z. B. Krankheit, Urlaub etc.) geregelt Personalwesen Führungsstil (motivierend, Handlungs- und Entscheidungs spielraum, Mitverantwortung) Angemessene Personalplanung Personalstand angemessen Personalqualifikation angemessen Angemessene Altersstruktur der Mitarbeiter Arbeitsproduktivität Vorschlagswesen (Prämie für Verbesserungsvorschläge) Aus- und Weiterbildung Bezahlung (leistungsgerecht, angemessen, erfolgsabhängig) Motivation, Identifikation der Mitarbeiter mit Unternehmen Betriebsklima Krankenstand Fluktuation Einkauf, Lagerhaltung, Transport Angemessene Einkaufsplanung und -optimierung Optimierung der Liefer- und Zahlungsmodalitäten Lagerorganisation Lagerbestände angemessen/Ladenhüter vorhanden Lagereingangs- und -ausgangskontrolle Optimierung des Transportes (Wege, Kosten etc.) KREDITFÄHIGKEIT GEZIELT VERBESSERN 31 Bonitätskriterien im Überblick Qualität der einzelnen betrieblichen Bereiche Ihre Anmerkungen Produktion Standort Produktionsanlagen (Kapazität, technischer Stand, Flexibilität) angemessen Auslastung der Produktionskapazitäten (Grad, Kontinuität) Produktionsverfahren (technischer Stand, Organisation, Effizienz) angemessen Angemessene Arbeitsvorbereitung Angemessene Betriebsdatenerfassung Angemessene Fertigungskontrolle (Zeit, Material, Qualität) Qualitätssicherung Ausschuss, Reklamationen, Gewährleistungen Einhaltung von Produktions- und Lieferterminen Innovation, Forschung und Entwicklung angemessen Marketing, Vertrieb Angemessene Marktbeobachtung und -forschung Angemessene Marketingkonzeption und -planung Angemessene Absatzorganisation Angemessene Verkaufs- und Vertriebswege Angemessene Verkaufs- und Ausstellungsräume Qualifikation und Motivation des Verkaufspersonals Angemessene Werbung (Qualität, Kosten, Erfolgskontrolle) Angemessene Öffentlichkeitsarbeit Rechnungswesen Finanzbuchhaltung (sachlich richtig, aussagefähig, aktuell) Kurzfristige Erfolgsrechnung (z. B. Monatsauswertung der Buchhaltung) Jahresabschluss (Aussagefähigkeit, Bewertung, Aktualität) Kalkulation (Vor- und Nachkalkulation) Angemessene und aussagefähige Kostenrechnung (Deckungsbeiträge, Preisuntergrenze, Break-even-Point) Finanzwesen Rechnungsstellung (zeitnah) Mahnwesen (Aktualität, Organisation, Konsequentheit, Erfolg) Zahlungsbedingungen KREDITFÄHIGKEIT GEZIELT VERBESSERN 32 Qualität der einzelnen betrieblichen Bereiche Ihre Anmerkungen Unternehmensrisiken Abhängigkeit von einzelnen Kunden Exportrisiken/Länderrisiken aus Auslandsgeschäften Konjunkturabhängigkeit Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten Forderungsausfallrisiko (Kundenbonität, Absicherung) Umweltrisiken und deren Absicherung Produkthaftpflichtrisiken und deren Absicherung Sonstige Risiken (Feuer, Betriebsunterbrechung etc.) und deren Absicherung Vorhandene oder drohende Auflagen (Gewerbeaufsicht, Berufs- genossenschaft etc.) Anzeichen für Unternehmensgefährdung Erheblicher Auftragsrückgang Ungenügende Kapazitätsauslastung Fehlinvestitionen Zins- und Tilgungsrückstände Gerichtliche Mahnverfahren Zunehmende Bonitätsanfragen Negative Auskünfte Qualifizierte Mitarbeiter kündigen Reduzierung von Werbekosten etc. Kürzung freiwilliger sozialer Leistungen Investitionsstopp/Streichung geplanter Investitionen Sonderangebote, hohe Preisnachlässe Qualitätsabfall der Produkte Kurzarbeit Veräußerung von Betriebsvermögen Fehlende Informationsbereitschaft Unternehmensführung weicht persönlichen Gesprächen aus Bankwechsel oder zusätzliche Bankverbindung Erheblicher Schuldenanstieg Haftungsausschließende Vermögensübertragungen Auseinandersetzungen innerhalb der Geschäftsführung Bonitätskriterien im Überblick KREDITFÄHIGKEIT GEZIELT VERBESSERN 33 Branchen-, Markt- und Wettbewerbssituation Ihre Anmerkungen Absatzmarkt und Branchensituation Wachstums- und Umsatzpotential der Branche Wettbewerbsfähigkeit der Branche Preissituation Regionale Marktsituation Konkurrenzintensität Zahl der Konkurrenten (viele, wenige) Größe und Marktmacht der Konkurrenten Wettbewerbsintensität (schwach, normal, Preis-, Verdrängungs- wettbewerb) Wettbewerbsposition Qualität der Produkte Fortschrittlichkeit der Produkte (welche Produktlebensphase?), laufende Produktweiterentwicklung Service, Kundendienst Kunden-/Zielgruppenorientierung von Produkten und Sortiment Preis-Leistungs-Verhältnis Produktivität (ggf. Zukauf statt unwirtschaftliche Eigenerstellung) Bonitätskriterien im Überblick KREDITFÄHIGKEIT GEZIELT VERBESSERN 34 KREDITFÄHIGKEIT GEZIELT VERBESSERN Wirtschaftliche Verhältnisse Ihre Anmerkungen Jahresabschluss Ertragslage Betriebsergebnis Umsatzrentabilität Gesamtkapitalrentabilität Cashflow-Rate Vermögenslage Eigenkapitalquote Werthaltigkeit des Betriebsvermögens (Bewertung) Privatentnahmen angemessen Gesamtkapitalumschlag Lagerdauer Debitorendauer Investitionen angemessen und wirtschaftlich Finanzierung und Liquidität Anlagendeckung Liquidität 2. Grades Kreditorenlaufzeit Kapitaldienstfähigkeit Dynamischer Verschuldungsgrad Gegenwärtige wirtschaftliche Situation Vorliegen einer angemessenen aktuellen und aussagekräftigen kurzfristigen Erfolgsrechnung (z. B. Monatsauswertung der Buchhaltung) Aktueller Stand des Umsatzes, der Kosten und des Ertrags Aktueller Stand der Forderungen, Verbindlichkeiten und Anzahlungen Aktueller Stand des Eigenkapitals und der Privatentnahmen Aktueller Stand der Liquidität und Kapitaldienstfähigkeit Übereinstimmung mit der Planung Entwicklung im Vergleich zur Branche Bonitätskriterien im Überblick 35KREDITFÄHIGKEIT GEZIELT VERBESSERN Wirtschaftliche Verhältnisse Ihre Anmerkungen Künftig erwartete Unternehmensentwicklung Vorliegen einer angemessenen aussagekräftigen Ertrags- und Finanzplanung Schlüssigkeit und Realitätsgehalt der vorgelegten Planzahlen, Prognoseverlässlichkeit Entwicklung der Branche und des Absatzmarktes Wettbewerbsposition Auftragsbestand Künftig erwartete Geschäftsentwicklung (realistisch betrachtet) Ertragsaussichten Künftig erwartete Liquidität und Kapitaldienstfähigkeit Gesamtvermögensverhältnisse Höhe des/r privaten Vermögens und Schulden Überdeckung der Gesamtschulden (Verbindlichkeiten aus Bilanz + private Schulden) mit dem Gesamtvermögen (Bilanz – Aktiva + Privatvermögen) Bonitätskriterien im Überblick 36 Geschäftsverbindung und Zahlungsverhalten Ihre Anmerkungen Geschäftsbeziehung Dauer der bisherigen Geschäftsbeziehung Umfang der bisherigen Geschäftsbeziehung Qualität der bisherigen Geschäftsbeziehung Kundentransparenz und Informationsverhalten Schnelle und unaufgeforderte Weitergabe von Informationen und Unterlagen (Jahresabschluss, BWA etc.) an Bank Qualität und Umfang der Informationen Aktuelle Information über weitere Bankverbindungen Weitergabe von Informationen aus dem Privatbereich (Vermögens- und Schuldenaufstellung etc.) Besprechung von strategischen Entscheidungen mit der Bank Offene Besprechung von Problemsituationen mit der Bank Transparenz der gesamten wirtschaftlichen Verhältnisse Kontoführung Beanspruchung des Kontokorrentrahmens Überziehung des Kontokorrentrahmens Zwischendurch auch Habensaldo auf Kontokorrentkonto Kontoumsätze im Verhältnis zum gesamten Geschäftsvolumen angemessen Zahlungsverhalten Zahlung regelmäßig mit Skontoabzug Zahlung immer innerhalb der Zahlungsfristen Vorhandene Zahlungsrückstände Lastschriftrückgaben Bonitätskriterien im Überblick KREDITFÄHIGKEIT GEZIELT VERBESSERN 37PRE-R AT ING: SELBSTEINSCHÄT ZUNG DER EIGENEN BONITÄT 1. Verwendungszweck des „Pre-Rating“ • Dieses „Pre-Rating“ ist ein Hilfsmittel zur Selbstdiagnose. • Es basiert auf den Rating-Systemen der für kleinere und mittelständische Unternehmen bedeutendsten Banken gruppen und enthält deren Beurteilungskriterien. • Es hilft Ihnen, - Ihre Stärken und Schwachstellen im Hinblick auf die Bonitätsbeurteilung der Banken realistisch einzuschätzen und - einen Anhaltspunkt für die Bonitäts- und Risikoeinstufung Ihres Unternehmens zu ermitteln. Dennoch: Es kann nicht die konkrete und genaue Bonitätsein- stufung Ihres Unternehmens durch Ihre Bank vorwegnehmen, weil der Aufbau der Rating-Systeme und die Bewertung und Gewichtung der einzelnen Kriterien bei den Banken unter- schiedlich sind. 2. Erläuterungen zum Aufbau Die Risikoklasse eines Kreditengagements, die maßgebliche Größe für die Kreditentscheidung und die Konditionen werden bestimmt durch die Bonitätsklasse und die Sicherheitenklasse. Die Bonitätsklasse ermittelt sich aus den fünf Beurteilungs bereichen: 1. Qualität der Geschäftsführung 2. Betriebliche Verhältnisse 3. Branchen-, Markt- und Wettbewerbssituation 4. Wirtschaftliche Verhältnisse 5. Bisherige Geschäftsbeziehung und Zahlungsverhalten Jeder Beurteilungsbereich (außer Qualität der Geschäftsfüh- rung) setzt sich aus mehreren Beurteilungsfeldern zusammen, z. B. der Beurteilungsbereich 2 „Betriebliche Verhältnisse“ aus den Beurteilungsfeldern: a) Qualität der einzelnen betrieblichen Bereiche b) Unternehmensrisiken c) Anzeichen für Unternehmensgefährdung Als Hilfestellung für die Bewertung sind bei vielen Beurtei- lungsfeldern Hilfstabellen mit detaillierten Beurteilungskrite- rien beigefügt. Versuchen Sie, die einzelnen Kriterien einer Hilfstabelle, soweit sie für Ihren Betrieb zutreffen, möglichst objektiv zu bewerten und bilden Sie dann ein Gesamturteil. Dabei sind die einzelnen Kriterien je nach Bedeutung individuell zu gewichten. Die Sicherheitenklasse ergibt sich aus dem prozentualen Anteil Ihrer Sicherheiten an Ihrem Gesamtkreditengagement (oder andersherum: dem Blankoanteil) bei der jeweiligen Bank. 3. Bewertungsmaßstab Jedes Beurteilungsfeld ist mit einer Note von eins bis sechs (eins für die beste und sechs für die schlechteste Beurteilung) zu bewerten. Bei den vorgegebenen Bewertungsmaßstäben lassen sich gewisse Spielräume nicht immer vermeiden. Die Beurteilung unterliegt daher stets einem gewissen Grad an Individualität. 4. Anwendungsmöglichkeiten Das „Pre-Rating“ in der „Vollversion“ ist zeitaufwendig und setzt entsprechende betriebswirtschaftliche Kenntnisse vo- raus. Wem dieser Aufwand zu hoch ist oder wer nicht über die erforderlichen Kenntnisse zur Beurteilung bestimmter Bereiche (z. B. der Sicherheiten oder der wirtschaftlichen Verhältnisse) verfügt, kann das „Pre-Rating“ auch zur Selbstdiagnose einzel- ner Teilbereiche, z. B. der Bonität, oder sogar einzelner Boni- tätsbeurteilungsbereiche, z. B. der Qualität der Geschäftsfüh- rung oder der Qualität der einzelnen betrieblichen Bereiche etc., verwenden. 38 PRE-R AT ING: SELBSTEINSCHÄT ZUNG DER EIGENEN BONITÄT Hilfstabelle: Persönliche Kreditwürdigkeit und Unternehmereigenschaften 1 2 3 4 5 6 Zielstrebig Orientierungslos Risikobereit Risikoscheu Lernbereit Lernunwillig Fortschrittlich Rückständig Ideenreich/eigeninitiativ Ideenarm Realitätsbewusst Realitätsfern Entscheidungsfreudig Entscheidungsscheu Vorsichtig, abwägend Leichtfertig Anpassungsfähig Träge, unbeweglich Agierend Reagierend Durchsetzungsfähig Nicht durchsetzungsfähig Verantwortungsbewusst Verantwortungslos Zuverlässig Unzuverlässig Diszipliniert, maßvoll Hemmungslos/verschwenderisch Willensstark Willensschwach Überzeugend Unsicher Belastbar Labil Unternehmensinteresse groß Kein Unternehmensinteresse Insgesamt Hilfstabelle: Kaufmännische Qualifikation 1 2 3 4 5 6 Angemessene Unternehmensplanung und -steuerung (siehe dazu Hilfstabelle Unternehmensplanung und -steuerung S. 40) Angemessene Organisation (siehe dazu Hilfstabelle Organisation auf S. 40) Bisherige Unternehmensentwicklung Kaufmännische Berufsaus- und -fortbildung Kaufmännische Berufs- und Branchenerfahrung Kaufmännische Berufserfahrung in fremden Betrieben Insgesamt 1. Qualität der Geschäftsführung 39 Hilfstabelle: Technische Qualifikation 1 2 3 4 5 6 Angemessene technische Planung, Steuerung und Kontrolle (siehe dazu auch Hilfstabelle Produktion auf S. 41) Innovation, Forschung und Entwicklung Technische Berufsaus- und -fortbildung Technische Berufs- und Branchenerfahrung Technische Berufserfahrung in fremden Betrieben Insgesamt Hilfstabelle: Risikofaktoren Nein Ja, nicht erheblich Ja, latente Gefahr Ja, akute Gefahr Familiäre Schwierigkeiten vorhanden Nachfolgefrage ungelöst (bei über 55-jährigen Betriebsinhabern) Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit Ergebnis 1: Qualität der Geschäftsführung In allen Bereichen hohe Qualifikation und keine Risikofaktoren 1 Gute Qualifikation mit Stärken in Teilbereichen und keine Risikofaktoren 2 Befriedigende Qualifikation mit Stärken in Teilbereichen und keine Risikofaktoren 3 Durchschnittliche Qualifikation mit Schwächen in Teilbereichen und keine erheblichen Risikofaktoren 4 Deutliche Schwächen in Teilbereichen und/oder latente erhebliche Risikofaktoren 5 Unzureichende Qualifikation und/oder akute erhebliche Risikofaktoren 6 Übertragen Sie die Note auf das Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52) 1. Qualität der Geschäftsführung PRE-R AT ING: SELBSTEINSCHÄT ZUNG DER EIGENEN BONITÄT 40 2a) Qualität der einzelnen betrieblichen Bereiche Hilfstabelle: Unternehmensplanung und -steuerung 1 2 3 4 5 6 Angemessene strategische Unternehmensziele Orientierung der Geschäftspolitik an strategischen Zielen Angemessene Umsatz-, Kosten- und Ertragsplanung Angemessene Liquiditätsplanung Angemessene Investitions- und Finanzierungsplanung Laufender Soll-/Ist-Vergleich, angemessenes Controlling Ursachenanalyse bei Planabweichungen Einschaltung externer Berater Insgesamt Hilfstabelle: Personalwesen 1 2 3 4 5 6 Führungsstil (motivierend, Handlungs- und Entscheidungsspielraum, Mitverantwortung) Angemessene Personalplanung Personalstand angemessen Personalqualifikation angemessen Angemessene Altersstruktur der Mitarbeiter Arbeitsproduktivität Vorschlagswesen (Prämie für Verbesserungsvorschläge) Aus- und Weiterbildung Bezahlung (leistungsgerecht, angemessen, erfolgsabhängig) Motivation, Identifikation der Mitarbeiter mit Unternehmen Betriebsklima Krankenstand Fluktuation Insgesamt 2. Betriebliche Verhältnisse Hilfstabelle: Organisation 1 2 3 4 5 6 Angemessene Organisationsstruktur Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung eindeutig geregelt und zugeordnet Vertretung für Ausfall von Geschäftsführung und Mitarbeiter (z. B. Krankheit, Urlaub etc.) geregelt Insgesamt PRE-R AT ING: SELBSTEINSCHÄT ZUNG DER EIGENEN BONITÄT 41 Hilfstabelle: Einkauf, Lagerhaltung, Transport 1 2 3 4 5 6 Angemessene Einkaufsplanung und -optimierung Optimierung der Liefer- und Zahlungsmodalitäten Lagerorganisation Lagerbestände angemessen, Ladenhüter vorhanden Lagereingangs- und -ausgangskontrolle Optimierung des Transportes (Wege, Kosten etc.) Insgesamt 2. Betriebliche Verhältnisse Hilfstabelle: Marketing, Vertrieb 1 2 3 4 5 6 Angemessene Marktbeobachtung und -forschung Angemessene Marketingkonzeption und -planung Angemessene Absatzorganisation Angemessene Verkaufs- und Vertriebswege Angemessene Verkaufs- und Ausstellungsräume Qualifikation und Motivation des Verkaufspersonals Angemessene Werbung (Qualität, Kosten, Erfolgskontrolle) Angemessene Öffentlichkeitsarbeit Insgesamt Hilfstabelle: Produktion 1 2 3 4 5 6 Standort Produktionsanlagen (Kapazität, technischer Stand, Flexibilität) angemessen Auslastung der Produktionskapazitäten (Grad, Kontinuität) Produktionsverfahren (technischer Stand, Organisation, Effizienz) angemessen Angemessene Arbeitsvorbereitung Angemessene Betriebsdatenerfassung Angemessene Fertigungskontrolle (Zeit, Material, Qualität) Qualitätssicherung Ausschuss, Reklamationen, Gewährleistungen Einhaltung von Produktions- und Lieferterminen Innovation, Forschung und Entwicklung angemessen Insgesamt PRE-R AT ING: SELBSTEINSCHÄT ZUNG DER EIGENEN BONITÄT 42 Hilfstabelle: Rechnungswesen 1 2 3 4 5 6 Finanzbuchhaltung (sachlich richtig, aussagefähig, aktuell) Kurzfristige Erfolgsrechnung (z. B. Monatsauswertung der Buchhaltung) Jahresabschluss (Aussagefähigkeit, Bewertung, Aktualität) Kalkulation (Vor- und Nachkalkulation) Angemessene und aussagefähige Kostenrechnung (Deckungsbeiträge, Preisunter- grenze, Break-even-Point) Insgesamt Hilfstabelle: Finanzwesen 1 2 3 4 5 6 Rechnungsstellung (zeitnah) Mahnwesen (Aktualität, Organisation, Nachhaltigkeit, Erfolg) Zahlungsbedingungen Insgesamt 2. Betriebliche Verhältnisse PRE-R AT ING: SELBSTEINSCHÄT ZUNG DER EIGENEN BONITÄT 43 2. Betriebliche Verhältnisse Ergebnis 2a) Qualität der einzelnen betrieblichen Bereiche In allen betrieblichen Bereichen hohe Qualität 1 In allen Bereichen befriedigende Qualität mit Stärken in Teilbereichen 2 Insgesamt befriedigende Qualität mit unbedeutenden Schwächen in Teilbereichen 3 Befriedigende Qualität mit vertretbaren Schwächen in einzelnen Teilbereichen 4 Deutliche Schwächen in Teilbereichen, nicht mehr vertretbar 5 Erhebliche Schwächen in mehreren Teilbereichen 6 Übertragen Sie die Note auf das Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52) 2b) Unternehmensrisiken Hilfstabelle 1 2 3 4 5 6 Abhängigkeit von einzelnen Kunden Exportrisiken, Länderrisiken aus Auslandsgeschäften Konjunkturabhängigkeit Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten Forderungsausfallrisiko (Kundenbonität, Absicherung) Umweltrisiken und deren Absicherung Produkthaftpflichtrisiken und deren Absicherung Sonstige Risiken (Feuer, Betriebsunterbrechung etc.) und deren Absicherung Vorhandene oder drohende Auflagen (Gewerbeaufsicht, Berufsgenossenschaft etc.) Ergebnis 2b) Unternehmensrisiken Keine Abhängigkeiten und Risiken 1 Unerhebliche Abhängigkeiten und Risiken, gute Risikoabsicherung 2 Überschaubare Abhängigkeiten und Risiken, angemessene Risikoabsicherung 3 Noch vertretbare Abhängigkeiten und Risiken, Absicherung ausreichend 4 Erhebliche Abhängigkeiten und Risiken, ungenügende Absicherung 5 Existenzgefährdende Abhängigkeiten und Risiken, Absicherung unzureichend 6 Übertragen Sie die Note auf das Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52) PRE-R AT ING: SELBSTEINSCHÄT ZUNG DER EIGENEN BONITÄT 44 2c) Anzeichen für Unternehmensgefährdung Hilfstabelle Erheblicher Auftragsrückgang Hohe Preisnachlässe Ungenügende Kapazitätsauslastung Qualitätsabfall der Produkte Fehlinvestitionen Kurzarbeit Zins- und Tilgungsrückstände Veräußerung von Betriebsvermögen Gerichtliche Mahnverfahren Fehlende Informationsbereitschaft Zunehmende Bonitätsanfragen Unternehmensführung weicht persönlichen Gesprächen aus Negative Auskünfte Bankwechsel oder zusätzliche Bank Qualifizierte Mitarbeiter kündigen Erheblicher Schuldenanstieg Reduzierung von Werbekosten etc. Haftungsausschließende Vermögensübertragungen Kürzung freiwilliger soz. Leistungen Auseinandersetzungen innerhalb der Geschäftsführung Investitionsstopp, Streichung gepl. Investitionen 2. Betriebliche Verhältnisse Ergebnis 2c) Anzeichen für Unternehmensgefährdung Keine Anzeichen für Unternehmensgefährdung - Vereinzelte unerhebliche Anzeichen für Unternehmensgefährdung 4 Vereinzelte nicht unerhebliche Anzeichen für Unternehmensgefährdung 5 Deutliche Anzeichen für Unternehmensgefährdung 6 Bei Note 4, 5 oder 6: Übertragen Sie die Note auf das Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52). Liegen keine Anzeichen für Unternehmensgefährdung vor, ist im Beurteilungsfeld 2c keine Note zu vergeben und einzutragen. Ermitteln Sie anschließend das Gesamtergebnis des Beurteilungsbereichs 2 Betriebliche Verhältnisse aus dem Durchschnitt der Beurteilungsfelder 2a bis 2c bzw. 2a und 2b und tragen Sie das Ergebnis auf dem Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52) ein. PRE-R AT ING: SELBSTEINSCHÄT ZUNG DER EIGENEN BONITÄT 45 3. Branchen-, Markt- und Wettbewerbssituation 3a) Absatzmarkt und Branchensituation Stark wachsender Absatzmarkt, weiterhin sehr gute Aussichten 1 Wachsender Absatzmarkt, weiterhin gute Aussichten 2 Stagnierender Absatzmarkt, weitere Aussichten günstig 3 Stagnierender Absatzmarkt, weiterhin Stagnation zu erwarten 4 Leicht rückläufiger Absatzmarkt, Besserung nicht zu erwarten 5 Stark rückläufiger Absatzmarkt, Überkapazitäten 6 Übertragen Sie die Note auf das Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52) 3b) Konkurrenzintensität Keine Konkurrenz, alleiniger Anbieter am Markt 1 Geringe Konkurrenzintensität 2 Durchschnittliche Konkurrenzintensität (normaler Wettbewerb) 3 Hohe Konkurrenzintensität (Preiswettbewerb) 4 Sehr starke Konkurrenzintensität (starker Preiswettbewerb) 5 Verdrängungswettbewerb 6 Übertragen Sie die Note auf das Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52) Ergebnis 3c) Wettbewerbsposition Sehr starke Wettbewerbsposition, Marktführer 1 Überdurchschnittliche Wettbewerbsposition 2 Durchschnittliche Wettbewerbsposition 3 Unterdurchschnittliche aber noch ausreichende Wettbewerbsposition 4 Schwache Wettbewerbsposition 5 Sehr schwache Wettbewerbsposition 6 Übertragen Sie die Note auf das Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52) 3c) Wettbewerbsposition Hilfstabelle: (Kriterien jeweils im Vergleich zu Konkurrenten) 1 2 3 4 5 6 Qualität der Produkte Fortschrittlichkeit der Produkte (welche Produktlebensphase?), laufende Produktweiterentwicklung Service, Kundendienst Kunden-/Zielgruppenorientierung von Produkten und Sortiment Preis-Leistungs-Verhältnis Produktivität (ggf. Zukauf statt unwirtschaftliche Eigenerstellung) Ermitteln Sie dann das Gesamtergebnis des Beurteilungsbereichs 3 Branchen-, Markt- und Wettbewerbssituation aus dem Durch- schnitt der Beurteilungsfelder 3a bis 3c und tragen Sie das Ergebnis im Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52) ein. PRE-R AT ING: SELBSTEINSCHÄT ZUNG DER EIGENEN BONITÄT 46 4. Wirtschaftliche Verhältnisse 4a) Jahresabschluss Hilfstabelle: Ertragslage Hervorragend, weit über Branchendurchschnitt 1 Gut, über dem Branchendurchschnitt 2 Gut, im Branchendurchschnitt 3 Befriedigend oder ausreichend, unter dem Branchendurchschnitt 4 Unzureichend, unter Branchendurchschnitt 5 Völlig unzureichend 6 Hilfstabelle: Vermögenslage Eigenkapitalquote über 30 Prozent 1 Eigenkapitalquote zwischen 25 Prozent und 30 Prozent 2 Eigenkapitalquote zwischen 15 Prozent und 25 Prozent 3 Eigenkapitalquote zwischen 10 Prozent und 15 Prozent 4 Eigenkapitalquote zwischen 5 Prozent und 10 Prozent 5 Eigenkapitalquote unter 5 Prozent 6 Hilfstabelle: Finanzierung und Liquidität Ausgezeichnete Anlagendeckung und Liquidität 1 Gute Anlagendeckung und Liquidität 2 Befriedigende Anlagendeckung und Liquidität 3 Ausreichende Anlagendeckung und Liquidität 4 Unzureichende Anlagendeckung und Liquidität 5 Völlig unzureichende Anlagendeckung und Liquidität 6 Hilfstabelle: Kapitaldienstfähigkeit Sehr hoher Liquiditätsüberschuss 1 Erheblicher Liquiditätsüberschuss 2 Ausreichender Liquiditätsüberschuss 3 Unbedeutender Liquiditätsüberschuss, Kapitaldienstfähigkeit gegeben 4 Geringer Liquiditätsfehlbetrag, Kapitaldienstfähigkeit nicht gegeben 5 Erheblicher Liquiditätsfehlbetrag, Kapitaldienstfähigkeit nicht gegeben 6 PRE-R AT ING: SELBSTEINSCHÄT ZUNG DER EIGENEN BONITÄT 47 4. Wirtschaftliche Verhältnisse Ergebnis 4a) Jahresabschluss In allen Bereichen hervorragend 1 Durchwegs gut oder sehr gut mit unbedeutender Schwäche im Teilbereich 2 Durchwegs befriedigend oder gut mit nicht gravierender Schwäche im Teilbereich 3 Durchwegs ausreichend oder befriedigend mit vertretbarer Schwäche im Teilbereich 4 Insgesamt nicht mehr ausreichend oder gravierende Schwäche im Teilbereich 5 Völlig unzureichend oder wesentliche Schwächen in mehreren Teilbereichen 6 Übertragen Sie die Note auf das Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52). 4b) Gegenwärtige wirtschaftliche Situation Hilfstabelle 1 2 3 4 5 6 Vorliegen einer angemessenen aktuellen und aussagekräftigen kurzfristigen Erfolgsrechnung (z. B. Monatsauswertung der Buchhaltung) Aktueller Stand des Umsatzes, der Kosten und des Ertrags Aktueller Stand der Forderungen, Verbindlichkeiten und Anzahlungen Aktueller Stand des Eigenkapitals und der Privatentnahmen Aktueller Stand der Liquidität und Kapitaldienstfähigkeit Übereinstimmung mit der Planung Entwicklung im Vergleich zur Branche Ergebnis 4b) Gegenwärtige wirtschaftliche Situation Sehr gute Verhältnisse, nachgewiesen durch aktuelle und sehr aussagekräftige Zahlen 1 Gute Verhältnisse, nachgewiesen durch aktuelle und aussagekräftige Zahlen 2 Befriedigende Verhältnisse, Zahlen ausreichend aktuell und aussagekräftig 3 Ausreichende Verhältnisse, Aktualität und Aussagekraft der Zahlen noch vertretbar 4 Angespannte Verhältnisse, Zahlen nicht mehr aktuell und zu wenig aussagekräftig 5 Völlig unzureichende Verhältnisse, keine aktuellen und brauchbaren Zahlen 6 Übertragen Sie die Note auf das Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52). PRE-R AT ING: SELBSTEINSCHÄT ZUNG DER EIGENEN BONITÄT 48 4. Wirtschaftliche Verhältnisse 4c) Künftig erwartete Unternehmensentwicklung Hilfstabelle 1 2 3 4 5 6 Angemessene aussagekräftige Ertrags- und Finanzplanung Schlüssigkeit und Realitätsgehalt der vorgelegten Planzahlen, Prognoseverlässlichkeit Entwicklung der Branche und des Absatzmarktes Wettbewerbsposition Auftragsbestand Künftig erwartete Geschäftsentwicklung (realistisch betrachtet) Ertragsaussichten Künftig erwartete Liquidität und Kapitaldienstfähigkeit Ergebnis 4c) Künftig erwartete Unternehmensentwicklung Sehr gute Geschäftsentwicklung mit hohen Erträgen und Liquiditätsüberschüssen zu erwarten; sehr verlässliche und aussagekräftige Planzahlen 1 Gute Geschäftsentwicklung mit guten Erträgen und Liquiditätsüberschüssen zu erwarten; verlässliche und aussagekräftige Planzahlen vorhanden 2 Zufriedenstellende Geschäftsentwicklung mit befriedigenden Erträgen und leichtem Liquiditätsüberschuss zu erwarten; ausreichend verlässliche und aussagekräftige Planzahlen vorhanden 3 Zu erwartende Geschäftsentwicklung und Ertragslage noch vertretbar, Kapitaldienstfähigkeit voraussichtlich gegeben; nur grobe Planwerte vorhanden 4 Unbefriedigende Geschäftsentwicklung mit unzureichenden Erträgen und Liquiditätsfehlbetrag zu erwarten; unzureichende Planung 5 Erwartete Geschäftsentwicklung, Ertragslage und Liquidität völlig unzureichend, keinerlei Planwerte 6 Übertragen Sie die Note auf das Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52). 4d) Gesamtvermögensverhältnisse (nur bei unbeschränkter persönl. Mithaftung)1 Gesamtvermögen (Bilanzaktiva + Privatvermögen) deckt Gesamtschulden (Verbindlichkeiten aus Bilanz + private Schulden) zu mindestens 200 Prozent ab 1 Gesamtvermögen deckt Gesamtschulden zu mindestens 150 Prozent ab 2 Gesamtvermögen deckt Gesamtschulden zu mindestens 125 Prozent ab 3 Gesamtvermögen deckt Gesamtschulden zu mindestens 110 Prozent ab 4 Gesamtvermögen deckt Gesamtschulden zu mindestens 100 Prozent ab 5 Gesamtvermögen deckt Gesamtschulden nicht ab 6 Übertragen Sie, sofern das Feld wegen unbeschränkter persönlicher Mithaftung zu werten ist, die Note auf das Blatt Gesamt beurteilung (S. 52). Ermitteln Sie dann das Gesamtergebnis des Beurteilungsbereichs 4 Wirtschaftliche Verhältnisse aus dem Durchschnitt der Beurteilungsfelder 4a bis 4d bzw. 4a bis 4c und tragen Sie das Ergebnis im Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52) ein. 1Bei nicht unbeschränkter persönlicher Mithaftung ist das Beurteilungsfeld 4d nicht zu bewerten. PRE-R AT ING: SELBSTEINSCHÄT ZUNG DER EIGENEN BONITÄT 49 5. Bisherige Geschäftsbeziehung und Zahlungsverhalten 5a) Bisherige Geschäftsbeziehung Langjährige gute Geschäftsbeziehung, sehr verlässliche und aussagekräftige Planzahlen 1 Mehrjährige gute Geschäftsbeziehung 2 Mehrjährige unauffällige Geschäftsbeziehung 3 Erst kurze Geschäftsbeziehung, unauffällig 4 Neue Geschäftsbeziehung 5 Problematische Geschäftsbeziehung 6 Übertragen Sie die Note auf das Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52). 5b) Kundentransparenz und Informationsverhalten Hilfstabelle 1 2 3 4 5 6 Schnelle und unaufgeforderte Weitergabe von Informationen und Unterlagen (Jahresabschluss, BWA etc.) an die Bank Qualität und Umfang der Informationen Aktuelle Information über weitere Bankverbindungen Weitergabe von Informationen aus dem Privatbereich (Vermögens- und Schuldenaufstellung etc.) Besprechung von strategischen Entscheidungen mit der Bank Offene Besprechung von Problemsituationen mit der Bank Transparenz der gesamten wirtschaftlichen Verhältnisse Ergebnis 5b) Kundentransparenz und Informationsverhalten Sehr offenes und vertrauensvolles Verhältnis; regelmäßige und unaufgeforderte Übermittlung von aktuellen, umfassenden und sehr zuverlässigen Informationen; hohe Kundentransparenz 1 Vertrauensvolles Verhältnis; meist unaufgeforderte Übermittlung von aktuellen, umfassenden und zuverlässigen Informationen; gute Kundentransparenz 2 Zufriedenstellendes Vertrauensverhältnis; Übermittlung von aktuellen und weitgehend fundierten Informationen nach Aufforderung; befriedigende Kundentransparenz 3 Ausreichendes Vertrauensverhältnis; einigermaßen aktuelle und ausreichend qualifizierte Informationen nach mehrmaligem Auffordern; ausreichende Kundentransparenz 4 Mangelhaftes Vertrauensverhältnis; unzureichende Informationsbereitschaft, meist nicht zeitnah und nur eingeschränkt verlässlich; unzureichende Kundentransparenz 5 Gespanntes Vertrauensverhältnis; kaum informationsbereit, Informationen nicht aktuell, unvollständig oder fehlerhaft; undurchsichtige Verhältnisse 6 Übertragen Sie die Note auf das Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52). PRE-R AT ING: SELBSTEINSCHÄT ZUNG DER EIGENEN BONITÄT 50 5. Bisherige Geschäftsbeziehung und Zahlungsverhalten 5c) Kontoführung Einwandfreie Kontoführung, geringe Kreditbeanspruchung, zeitweilig Habensaldo, hohe Kontoumsätze 1 Einwandfreie Kontoführung, Kreditbeanspruchung durchschnittlich und im Rahmen der Linie, gute und angemessene Kontoumsätze 2 Einwandfreie Kontoführung, gelegentlich kurzfristige Überziehungen, ausreichende Kontoumsätze 3 Kreditlinie meist ziemlich ausgeschöpft, gelegentlich Überziehungen, unterdurchschnittliche Kontoumsätze 4 Kreditlinie ständig ausgeschöpft, häufige Überziehungen, Rückführungszusagen werden nicht immer eingehalten, niedrige Kontoumsätze 5 Unakzeptable Kontoführung, ständig ungenehmigte Überziehungen, Rückführungszusagen werden nicht eingehalten, geringe Habenumsätze 6 Übertragen Sie die Note auf das Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52). 5d) Zahlungsverhalten Zahlung regelmäßig mit Skontoabzug 1 Zahlung teilweise mit Skontoabzug, immer innerhalb der Zahlungsfristen 2 Zahlung innerhalb der Zahlungsfristen, ohne wesentliche Beanstandungen 3 Zahlungsweise etwas schleppend, aber keine größeren Rückstände 4 Höhere Zahlungsrückstände 5 Erhebliche Zahlungsrückstände, Lastschriftrückgaben 6 Übertragen Sie die Note auf das Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52). Ermitteln Sie dann das Gesamtergebnis des Beurteilungsbereichs 5 Geschäftsbeziehung und Zahlungsverhalten aus dem Durchschnitt der Beurteilungsfelder 5a bis 5d und tragen Sie das Ergebnis im Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52) ein. Ermitteln Sie anschließend die Bonitätsklasse insgesamt aus dem Durchschnitt der Beurteilungsbereiche 1 bis 5 und tragen Sie das Ergebnis im Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52) ein. PRE-R AT ING: SELBSTEINSCHÄT ZUNG DER EIGENEN BONITÄT 51 Sicherheitenklasse und Risikoklasse Ermitteln Sie nun anhand der folgenden Tabelle die Sicherhei- tenklasse. Dazu müssen Sie jedoch wissen, wie die Bank Ihre Sicherheiten bewertet. Fragen Sie dazu am besten Ihren Bank- berater. Ersatzweise können Sie auch selbst eine Bewertung durchführen, die allerdings meist ziemlich kompliziert und aufwändig ist. Als Hilfsmittel dazu dienen die Arbeitsblätter „Sicherheitenübersicht“ und „Ermittlung des Beleihungswertes für Immobilien nach dem Ertragswertverfahren“ in Teil 3 – Werkzeuge. Grundlegende Hinweise über die Bewertung der Sicherheiten durch Banken finden Sie im Teil 1 – Leitfaden) auf den Seiten 16 bis 18. Sicherheitenklasse Volle Absicherung 1 Absicherung zwischen 75 Prozent und 100 Prozent 2 Absicherung zwischen 50 Prozent und 75 Prozent 3 Absicherung zwischen 25 Prozent und 50 Prozent 4 Absicherung bis 25 Prozent 5 Keine Sicherheiten 6 Übertragen Sie die Note auf das Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52). Die Bonitätsklasse und die Sicherheitenklasse ergeben zusammen die Risikoklasse, die Sie anhand der folgenden Tabelle ermitteln können. Risikoklasse Sicherheitsklasse 1 2 3 4 5 6 Bo ni tä ts kl as se 1 1 1 1 1 2 2 2 1 2 3 3 3 3 3 3 3 3 3 4 4 4 3 4 4 5 5 5 5 3 6 6 6 6 6 6 4 6 6 6 6 6 Übertragen Sie die Note auf das Blatt Gesamtbeurteilung (S. 52). PRE-R AT ING: SELBSTEINSCHÄT ZUNG DER EIGENEN BONITÄT 52 Gesamtbeurteilung 1. Qualität der Geschäftsführung 2. Betriebliche Verhältnisse 1 2 3 4 5 6 a) Qualität der einzelnen betrieblichen Bereiche b) Unternehmensrisiken c) Anzeichen für Unternehmensgefährdung Risikoklasse 1: Sehr geringes Gesamtrisiko Risikoklasse 2: Geringes Gesamtrisiko Risikoklasse 3: Überschaubares, nicht gravierendes Gesamtrisiko Risikoklasse 4: Höheres Gesamtrisiko, genaue Beobachtung erforderlich Risikoklasse 5: Hohes Gesamtrisiko - Zurückführung des Kreditengagements oder Aufstockung der Sicherheiten - Kreditverlängerung oder -aufstockung nur noch gegen volle Besicherung Risikoklasse 6: Gesamtrisiko nicht mehr vertretbar - Zurückführung oder Abwicklung des Kreditengagements 3. Branchen-, Markt- und Wettbewerbssituation 1 2 3 4 5 6 a) Absatzmarkt und Branchensituation b) Konkurrenzintensität c) Wettbewerbsposition 4. Wirtschaftliche Verhältnisse 1 2 3 4 5 6 a) Jahresabschluss b) Gegenwärtige wirtschaftliche Situation c) Künftig erwartete Unternehmensentwicklung d) Gesamtvermögensverhältnisse 5. Bisherige Geschäftsbeziehung und Zahlungsverhalten 1 2 3 4 5 6 a) Bisherige Geschäftsbeziehung b) Kundentransparenz und Informationsverhalten c) Kontoführung d) Zahlungsverhalten Bonitätsklasse insgesamt Sicherheitenklasse Risikoklasse PRE-R AT ING: SELBSTEINSCHÄT ZUNG DER EIGENEN BONITÄT 53WERK ZEUGE Die Werkzeuge finden Sie als Arbeitsblätter und Checklisten im Einschub am Ende der Broschüre. Es sind Arbeitshilfen, die Sie am besten nach Erläuterung durch den Berater der Industrie- und Handelskammer oder zusammen mit diesem bearbeiten. Impressum Herausgeber Baden-Württembergischer Industrie- und Handelskammertag Federführung Gewerbeförderung Industrie- und Handelskammer Heilbronn-Franken Ferdinand-Braun-Straße 20 74074 Heilbronn Telefon: 07131 9677-111 Telefax: 07131 9677-119 Urheber Handwerkskammer Niederbayern·Oberpfalz Bayerischer Industrie- und Handelskammertag (BIHK) Autoren Josef Roider, Cham, Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz Karl Hilkinger, Passau, Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz redaktionell überarbeitet: Klaus Hofbauer, Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern 5. Auflage Dezember 2017 Wir danken der Handwerkskammer Niederbayern- Oberpfalz und dem Bayerischen Industrie- und Handelskammertag (BIHK) für die Überlassung der Texte. J a h r e s a b s c h l u s s a n a l y s e + aktivierte Eigenleistungen - Materialaufwand - Handelswareneinsatz Umsatz (darunter: Handelsumsatz) +/- Bestandsveränderungen Gesamtleistung - Fremdleistungen Rohertrag - Personalaufwand - Normalabschreibungen - Betriebssteuern - Miet- und Leasingaufwand - Kfz-Aufwand - Werbeaufwand - Vertriebsaufwand ( ) ( ) ( ) ( ) ( ) ( ) ( ) - Fremdrep./Instandhaltung - Delkredereaufwand - sonstige Betriebsaufwendungen (ordentl. Aufwand insgesamt) + sonstige betriebliche Erträge Teil-Betriebsergebnis + Zinserträge - Zinsaufwand (Finanzergebnis) Betriebsergebnis + außerordentliche Erträge + Erträge aus Beteiligungen - außerordentlicher Aufwand - Sonderabschreibungen - Vergütungen an Gesellschafter - Steuern vom Einkommen/Ertrag Jahresergebnis Gewinn- und Verlustrechnung Jahr: € % 100 % 100 % 100 % Jahr: € % Jahr: € % Branche: % Name des Betriebes Branche 01Jahrsabschl-analyse_hn.qxp 14.12.2005 10:35 Uhr Seite 1 Das vorliegende Arbeitsblatt „Jahresabschlussanalyse“ entspricht dem bei Banken üblichen Gliederungs- und Auswertungssy- stem. Die Branchenvergleichswerte erfragen Sie am besten bei Ihrer Bank. Ersatzweise können auch Werte aus eventuell vor- handenen Vorjahresauswertungen der Bank oder aus Betriebsvergleichen der jeweiligen Branche verwendet werden. Bei der G+V-Analyse wird zwischen dem (ordentlichen) Betriebsergebnis, das sich aufgrund der ordentlichen Erlöse und Auf- wendungen ergibt, und dem Jahresergebnis, das auch die außerordentlichen Erlöse und Aufwendungen enthält, unterschieden. Dies erfordert, dass jede Erlös- und Aufwandsposition untersucht werden muss, ob sie ordentlichen oder außerordentlichen Charakter hat. Zu den ordentlichen Erträgen und Aufwendungen gehören jene, die die normale und gewöhnliche Geschäftstätigkeit und das jeweilige Geschäftsjahr betreffen. Zu den außerordentlichen Erträgen und Aufwendungen zählen dagegen solche, die nicht die normale Geschäftstätigkeit betreffen und außergewöhnlichen Charakter haben (z. B. Erträge aus Anlagenverkauf, Versiche- rungsentschädigungen, außerordentliche Forderungsausfälle etc.) oder die nicht das jeweilige Geschäftsjahr betreffen (z. B. Steuernachzahlung aus Vorjahren, Eingang abgeschriebener Forderungen aus Vorjahren etc.) zu Personalaufwand: Bei GmbH's sind auch die Geschäftsführergehälter im Personalaufwand enthalten. Wegen der Vergleichbarkeit mit Einzelunter- nehmen und Personengesellschaften werden Leistungen an Gesellschafter-Geschäftsführer vom Personalaufwand herausgenom- men und dem außerordentlichen Bereich unter Position "Vergütungen an Gesellschafter" zugeordnet. zu Normalabschreibungen: Hier gehören nur Normalabschreibungen auf Sach- und immaterielle Anlagen hinein. Außerordentliche und steuerliche Sonder- abschreibungen sind dagegen der Position "Sonderabschreibungen" im außerordentlichen Bereich zuzuordnen. Forderungsab- schreibungen sind je nach Einzelfall zu den Delkredere- oder den außerordentlichen Aufwendungen umzugliedern. zu Betriebssteuern: Hier sind alle betrieblichen Steuern (z. B. Grundsteuer etc.), außer der Kfz-Steuer und den Steuern vom Einkommen und Ertrag (z. B. Körperschaft- und Gewerbeertragssteuer), zu erfassen. Die Kfz-Steuern sind dem Kfz-Aufwand und die Einkommens- und Ertragssteuern der entsprechenden Position im außerordentlichen Bereich zuzuordnen. zu Delkredereaufwand: In Position "Delkredereaufwand" sind nur die üblichen Wertberichtigungen bzw. Abschreibungen auf Forderungen einzustellen. Abschreibungen mit einmaligem oder außergewöhnlichem Charakter gehören dagegen zu den außerordentlichen Aufwendungen. zu sonstige Betriebsaufwendungen: Hier sind nur ordentliche Aufwendungen im obigen Sinne einzustellen. Betriebs- und periodenfremde sowie außerordentliche (z. B. Zuführung zu Sonderposten mit Rücklageanteil, Verluste aus Anlagenverkauf etc.) sind dagegen den außerordentlichen Aufwendungen zuzuordnen. zu sonstige betriebliche Erträge: Hier sind nur ordentliche betriebliche Erträge, die das jeweilige Geschäftsjahr betreffen (z. B. Eigenverbrauch, Entnahme von sonstigen Leistungen etc.) einzustellen. Periodenfremde (z. B. Eingänge bereits in Vorjahren abgeschriebener Forderungen, Auf- lösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen, Steuererstattungen aus Vorjahren etc.), betriebsfremde (z. B. Mieteinnah- men) und außerordentliche (z. B. Versicherungsentschädigungen, Zuschüsse und Zulagen, Erträge aus Anlagenverkauf etc.) sind dagegen den außerordentlichen Erträgen zuzuordnen. zu Zinsaufwand: Zinsen für Kredite von Gesellschaftern werden wegen der Vergleichbarkeit mit Einzel- und Personenunternehmen der außeror- dentlichen Position "Vergütungen an Gesellschafter" zugeordnet. E r l ä u t e r u n g e n z u r G e w i n n - u n d V e r l u s t r e c h n u n g 01Jahrsabschl-analyse_hn.qxp 14.12.2005 10:35 Uhr Seite 2 Jahr: € % Jahr: € % Jahr: € % Branche: %Bilanz/Passiva Betriebs- und Geschäftsausstattung Sachanlagen insgesamt Anlagevermögen Immaterielle Anlagen Grundstücke und Gebäude Anlagen und Maschinen Anlagen im Bau/Anzahl. auf Anl. Finanzanlagen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe unfertige Erzeugnisse und Leistungen Fertigerzeugnisse und Waren Vorräte insgesamt Forderungen aus Lieferungen u. Leist. Forderungen an nahest. Untern. sonstige Forderungen Forderungen ( ) ( ) ( ) ( ) ( ) ( ) ( ) Flüssige Mittel Sonstiges Umlaufvermögen Umlaufvermögen Negatives Eigenkapital Bilanzsumme Haftkapital - Kompensation Gesellschafterdarlehen sonstiges wirtschaftl. Eigenkapital Wirtschaftliches Eigenkapital Lang-/mittelfristige Rückstellungen lang-/mittelfristige Bankkredite sonstige lang-/mittelfristige Verbindl. Lang-/mittelfristige Verbindlichkeiten Lang-/Mittelfr. Fremdkapital Kurzfristige Rückstellungen Anzahlungen Verbindl. aus Lieferungen u. Leist. Wechselverbindlichkeiten kurzfristige Bankkredite kurzfr. Verbindl. ggü. nahest. Untern. Gewinnausschüttung sonstige kurzfr. Verbindlichkeiten Kurzfristige Verbindlichkeiten Kurzfristiges Fremdkapital Bilanzsumme Bilanz/Aktiva Jahr: € % Jahr: € % Jahr: € % Branche: % 01Jahrsabschl-analyse_hn.qxp 14.12.2005 10:35 Uhr Seite 3 z u r B i l a n z Bei der Bilanzanalyse der Banken spielt die Ermittlung des tatsächlichen (wirtschaftlichen) Eigenkapitals eine wichtige Rolle. Dieses ergibt sich als Differenz zwischen dem Vermögen (Aktivseite der Bilanz) und dem Fremdkapital (Rückstellungen, Ver- bindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungsposten). Dabei achten Banken vor allem auf die Werthaltigkeit der in der Bilanz angesetzten Vermögenswerte. Vermögenspositionen, deren Verwertbarkeit oder Werthaltigkeit zweifelhaft oder ungewiss sind, werden aus Vorsichtsgründen mit dem Eigenkapital kompensiert (= verrechnet). Das bedeutet, dass sie bei der Analyse auf der Aktivseite einfach weggestrichen werden. Dadurch reduziert sich natürlich auch die Summe der Aktivseite entsprechend. Da die Summen beider Bilanzseiten gleich groß sein müs- sen und das Fremdkapital ja fest vorgegeben ist, wird der Kürzungsbetrag auf der Passivseite in der Position "Kompensationen" vom Eigenkapital abgezogen. Mit dem Eigenkapital (als "Kompensationen") verrechnet werden i. d. R. folgende Aktivpositionen: - ausstehende Einlagen bei GmbH's - Geschäfts- oder Firmenwerte und andere immaterielle Anlagen, deren Verwertbarkeit unsicher ist - Ausleihungen und Forderungen an Gesellschafter bei GmbH's - nicht werthaltige Beteiligungen, Ausleihungen und Forderungen - zum Teil auch überbewertete Vorräte (Rohstoffe, unfertige und fertige Leistungen, Waren) - unter "aktive Rechnungsabgrenzungsposten" ausgewiesenes Disagio Zum wirtschaftlichen Eigenkapital gehören neben dem haftenden Eigenkapital auch noch: - Gesellschafterdarlehen bei GmbH's - Sonstiges wirtschaftl. Eigenkapital, z. B. Sonderposten mit Rücklageanteil mit 50% (die anderen 50% werden den mittelfr. Rückstellungen für event. Steuerzahlungen bei Auflösung zugeordnet) Ist das Fremdkapital höher als das Vermögen, ergibt sich ein negatives Eigenkapital. In der Bilanz wird dieses nicht mit Minus auf der Passiv-, sondern mit positivem Vorzeichen auf der Aktivseite als "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" ausge- wiesen. Bei der Analyse wird dieser Betrag zunächst mit Minus in der Position "Haftkapital" eingetragen und das wirtschaftl. Eigenkapital ermittelt. Ist dieses negativ, wird der Betrag mit positivem Vorzeichen auf die Aktivseite unter Position "Negatives Eigenkapital" übertragen und auf der Passivseite eliminiert und nicht mitgerechnet. zu sonstige Forderungen: Dazu gehören z. B. auch aktive Rechnungsabgrenzungsposten, jedoch ohne Disagio, das mit dem Eigenkapital verrechnet wird (= Kompensationen). zu lang-/mittelfristige Rückstellungen: Dazu zählen vor allem Pensions- und Gewährleistungsrückstellungen sowie Sonderposten mit Rücklageanteil zu 50%. zu lang-/mittelfristige Verbindlichkeiten: Als langfristig gelten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren, als mittelfristig bei einer Restlaufzeit von über 1 und bis zu 5 Jahren. zu kurzfristige Rückstellungen: Das sind alle übrigen Rückstellungen, insbesondere für Gewerbesteuer, Jahresabschlusskosten, Prozessrisiken, Urlaubsverpflichtungen, unterlassene Aufwendungen etc. zu kurzfristige Verbindlichkeiten: Als kurzfristig gelten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr. zu sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten: Dazu zählen z. B. auch passive Rechnungsabgrenzungsposten. 01Jahrsabschl-analyse_hn.qxp 14.12.2005 10:35 Uhr Seite 4 + aktivierte Eigenleistungen Wirtschaftliches Eigenkapital 01.01. Betriebsergebnis + Normalabschreibungen + Erhöhung langfr. Rückstellungen Cash-Flow (vor Steuern) Eigenkapitalentwicklung +/- Jahresergebnis + Einlagen - Ausschüttungen/Entnahmen +/- Sonstige Veränderungen Wirtschaftl. Eigenkapital 31.12. Kennzahlen Umsatzrentabilität (%) Gesamtkapitalrentabilität (%) Cash-flow-Rate (%) Eigenkapitalquote (%) Gesamtkapitalumschlag Lagerdauer (Tage) Debitoren-Laufzeit (Tage) Anlagendeckung (%) Liquidität 2. Grades (%) Kreditoren-Laufzeit (Tage) Dynam. Verschuldungsgrad (Jahre) Cash-Flow Jahr: € % 100 % Jahr:Jahr:Jahr: Jahr: Jahr: Jahr: Branche: 100 % 100 % Jahr: € % Jahr: € % Branche: % 01Jahrsabschl-analyse_hn.qxp 14.12.2005 10:35 Uhr Seite 5 Umsatzrentabilität (%) = Gesamtkapitalrentabilität (%) = Cash-flow-Rate (%) = Eigenkapitalquote (%) = Gesamtkapitalumschlag = Lagerdauer (Tage) = Debitorenlaufzeit (Tage) = Anlagendeckung (%) = Liquidität 2. Grades (%) = Kreditoren-Laufzeit (Tage) = Dynam. Verschuldungsgrad (Jahre) = Betriebsergebnis Gesamtleistung x 100 Vorräte Materialaufwand x 360 Gesamtleistung Bilanzsumme Cash-flow Gesamtleistung x 100 Betriebsergebnis + Zinsaufwand Bilanzsumme x 100 wirtschaftliches Eigenkapital Bilanzsumme x 100 Fremdkapital Cash-flow Flüssige Mittel + Forderungen kurzfristiges Fremdkapital x 100 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Umsatz x 360 Verbindl. a. Lief. u. Leist. + Wechselverbindlichkeiten Materialaufwand x 360 wirtschaftl. Eigenkapital + lang-/mittelfr. Fremdkapital Anlagevermögen (ggf. + negatives Eigenkapital) x 100 z u K e n n z a h l e n 01Jahrsabschl-analyse_hn.qxp 14.12.2005 10:35 Uhr Seite 6 Name des Betriebes Branche E r m i t t l u n g d e s B e l e i h u n g s w e r t e s f ü r I m m o b i l i e n n a c h d e m E r t r a g s w e r t v e r f a h r e n Objekt: ................................................................................................................................... Nachhaltig erzielbare Jahreskaltmiete .......... € - Risikoabschlag für gewerbliche Objekte1): .......... % .......... € - Bewirtschaftungskosten2): .......... % .......... € = Gebäudereinertrag .......... € x Vervielfältiger5) ................ = Gebäudeertragswert .......... € + Bodenwert .......... € 1) Der Risikoabschlag beträgt je nach Schwierigkeit der Weitervermietung zwischen 10% und 25%. 2) Die Bewirtschaftungskosten werden meist pauschal mit 15% - 30% angesetzt, es sei denn, dass individuell höhere vorhanden sind. 3) Der Bodenwert entspricht beim Kauf eines Grundstückes i. d. R. dem Kaufpreis, ansonsten kann er nach den von den Gutachterausschüssen festgestellten Bodenrichtwerten ermittelt werden. 4) Der Liegenschaftszins beträgt: bei Mietwohngrundstücken 5,5% bis 6% bei land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken 3,5% bis 4,5% bei gemischt-genutzten bis 50% Gewerbeanteil 5,5% bis 6,5% bei gemischt-genutzten über 50% Gewerbeanteil 6% bis 7% bei Geschäftsgrundstücken in Citylagen 7% bis 8% bei vielseitig nutzbaren Gewerbegrundstücken 6,5% bis 7,5% bei Industriegrundstücken 7,5% bis 9% 5) Der Vervielfältiger ist anhand der Vervielfältigertabelle auf der Rückseite dieses Arbeitsblattes zu ermitteln. Dabei ist derselbe Zinssatz wie der Liegenschaftszinssatz zu verwenden. Ertragswert .......... € = Grundstücksreinertrag .......... € - Bodenwertverzinsung: Bodenwert3) Liegenschaftszinssatz4) .......... € x .......... % = .......... € 02Beleih-Immoblien1.qxp 14.12.2005 10:41 Uhr Seite 1 V e r v i e l f ä l t i g e r - T a b e l l e Z i n s s a t z i n % Z i n s s a t z i n % 3. 50 4. 00 4. 50 5. 00 5. 50 6. 00 6. 50 7. 00 7. 50 8. 00 8. 50 9. 00 3. 50 4. 00 4. 50 5. 00 5. 50 6. 00 6. 50 7. 00 7. 50 8. 00 8. 50 9. 00 RestnutzungsdauerinJahren 1 0. 97 0. 96 0. 96 0. 95 0. 95 0. 94 0. 94 0. 93 0. 93 0. 93 0. 92 0. 92 RestnutzungsdauerinJahren 51 23 .6 3 21 .6 2 19 .8 7 18 .3 4 17 .0 0 15 .8 1 14 .7 6 13 .8 3 13 .0 0 12 .2 5 11 .5 8 10 .9 7 2 1. 90 1. 89 1. 87 1. 86 1. 85 1. 83 1. 82 1. 81 1. 80 1. 78 1. 77 1. 76 52 23 .8 0 21 .7 5 19 .9 7 18 .4 2 17 .0 6 15 .8 6 14 .8 0 13 .8 6 13 .0 2 12 .2 7 11 .6 0 10 .9 9 3 2. 80 2. 78 2. 75 2. 72 2. 70 2. 67 2. 65 2. 62 2. 60 2. 58 2. 55 2. 53 53 23 .9 6 21 .8 7 20 .0 7 18 .4 9 17 .1 2 15 .9 1 14 .8 4 13 .8 9 13 .0 4 12 .2 9 11 .6 1 11 .0 0 4 3. 67 3. 63 3. 59 3. 55 3. 51 3. 47 3. 43 3. 39 3. 35 3. 31 3. 28 3. 24 54 24 .1 1 21 .9 9 20 .1 6 18 .5 7 17 .1 7 15 .9 5 14 .8 7 13 .9 2 13 .0 6 12 .3 0 11 .6 2 11 .0 1 5 4. 52 4. 45 4. 39 4. 33 4. 27 4. 21 4. 16 4. 10 4. 05 3. 99 3. 94 3. 89 55 24 .2 6 22 .1 1 20 .2 5 18 .6 3 17 .2 3 15 .9 9 14 .9 0 13 .9 4 13 .0 8 12 .3 2 11 .6 3 11 .0 1 6 5. 33 5. 24 5. 16 5. 08 5. 00 4. 92 4. 84 4. 77 4. 69 4. 62 4. 55 4. 49 56 24 .4 1 22 .2 2 20 .3 3 18 .7 0 17 .2 8 16 .0 3 14 .9 3 13 .9 6 13 .1 0 12 .3 3 11 .6 4 11 .0 2 7 6. 11 6. 00 5. 89 5. 79 5. 68 5. 58 5. 48 5. 39 5. 30 5. 21 5. 12 5. 03 57 24 .5 5 22 .3 3 20 .4 1 18 .7 6 17 .3 2 16 .0 6 14 .9 6 13 .9 8 13 .1 2 12 .3 4 11 .6 5 11 .0 3 8 6. 87 6. 73 6. 60 6. 46 6. 33 6. 21 6. 09 5. 97 5. 86 5. 75 5. 64 5. 53 58 24 .6 9 22 .4 3 20 .4 9 18 .8 2 17 .3 7 16 .1 0 14 .9 9 14 .0 0 13 .1 3 12 .3 6 11 .6 6 11 .0 4 9 7. 61 7. 44 7. 27 7. 11 6. 95 6. 80 6. 66 6. 52 6. 38 6. 25 6. 12 6. 00 59 24 .8 2 22 .5 3 20 .5 7 18 .8 8 17 .4 1 16 .1 3 15 .0 1 14 .0 2 13 .1 5 12 .3 7 11 .6 7 11 .0 4 10 8. 32 8. 11 7. 91 7. 72 7. 54 7. 36 7. 19 7. 02 6. 86 6. 71 6. 56 6. 42 60 24 .9 4 22 .6 2 20 .6 4 18 .9 3 17 .4 5 16 .1 6 15 .0 3 14 .0 4 13 .1 6 12 .3 8 11 .6 8 11 .0 5 11 9. 00 8. 76 8. 53 8. 31 8. 09 7. 89 7. 69 7. 50 7. 32 7. 14 6. 97 6. 81 61 25 .0 7 22 .7 1 20 .7 1 18 .9 8 17 .4 9 16 .1 9 15 .0 5 14 .0 6 13 .1 7 12 .3 9 11 .6 8 11 .0 5 12 9. 66 9. 39 9. 12 8. 86 8. 62 8. 38 8. 16 7. 94 7. 74 7. 54 7. 34 7. 16 62 25 .1 9 22 .8 0 20 .7 7 19 .0 3 17 .5 2 16 .2 2 15 .0 7 14 .0 7 13 .1 8 12 .3 9 11 .6 9 11 .0 6 13 10 .3 0 9. 99 9. 68 9. 39 9. 12 8. 85 8. 60 8. 36 8. 13 7. 90 7. 69 7. 49 63 25 .3 0 22 .8 9 20 .8 3 19 .0 8 17 .5 6 16 .2 4 15 .0 9 14 .0 8 13 .1 9 12 .4 0 11 .7 0 11 .0 6 14 10 .9 2 10 .5 6 10 .2 2 9. 90 9. 59 9. 29 9. 01 8. 75 8. 49 8. 24 8. 01 7. 79 64 25 .4 1 22 .9 7 20 .8 9 19 .1 2 17 .5 9 16 .2 7 15 .1 1 14 .1 0 13 .2 0 12 .4 1 11 .7 0 11 .0 7 15 11 .5 2 11 .1 2 10 .7 4 10 .3 8 10 .0 4 9. 71 9. 40 9. 11 8. 83 8. 56 8. 30 8. 06 65 25 .5 2 23 .0 5 20 .9 5 19 .1 6 17 .6 2 16 .2 9 15 .1 3 14 .1 1 13 .2 1 12 .4 2 11 .7 1 11 .0 7 16 12 .0 9 11 .6 5 11 .2 3 10 .8 4 10 .4 6 10 .1 1 9. 77 9. 45 9. 14 8. 85 8. 58 8. 31 66 25 .6 2 23 .1 2 21 .0 1 19 .2 0 17 .6 5 16 .3 1 15 .1 4 14 .1 2 13 .2 2 12 .4 2 11 .7 1 11 .0 7 17 12 .6 5 12 .1 7 11 .7 1 11 .2 7 10 .8 6 10 .4 8 10 .1 1 9. 76 9. 43 9. 12 8. 83 8. 54 67 25 .7 2 23 .1 9 21 .0 6 19 .2 4 17 .6 8 16 .3 3 15 .1 6 14 .1 3 13 .2 3 12 .4 3 11 .7 1 11 .0 8 18 13 .1 9 12 .6 6 12 .1 6 11 .6 9 11 .2 5 10 .8 3 10 .4 3 10 .0 6 9. 71 9. 37 9. 06 8. 76 68 25 .8 2 23 .2 6 21 .1 1 19 .2 8 17 .7 0 16 .3 5 15 .1 7 14 .1 4 13 .2 4 12 .4 3 11 .7 2 11 .0 8 19 13 .7 1 13 .1 3 12 .5 9 12 .0 9 11 .6 1 11 .1 6 10 .7 3 10 .3 4 9. 96 9. 60 9. 27 8. 95 69 25 .9 1 23 .3 3 21 .1 6 19 .3 1 17 .7 3 16 .3 7 15 .1 9 14 .1 5 13 .2 4 12 .4 4 11 .7 2 11 .0 8 20 14 .2 1 13 .5 9 13 .0 1 12 .4 6 11 .9 5 11 .4 7 11 .0 2 10 .5 9 10 .1 9 9. 82 9. 46 9. 13 70 26 .0 0 23 .3 9 21 .2 0 19 .3 4 17 .7 5 16 .3 8 15 .2 0 14 .1 6 13 .2 5 12 .4 4 11 .7 3 11 .0 8 21 14 .7 0 14 .0 3 13 .4 0 12 .8 2 12 .2 8 11 .7 6 11 .2 8 10 .8 4 10 .4 1 10 .0 2 9. 64 9. 29 71 26 .0 9 23 .4 6 21 .2 5 19 .3 7 17 .7 8 16 .4 0 15 .2 1 14 .1 7 13 .2 5 12 .4 5 11 .7 3 11 .0 9 22 15 .1 7 14 .4 5 13 .7 8 13 .1 6 12 .5 8 12 .0 4 11 .5 4 11 .0 6 10 .6 2 10 .2 0 9. 81 9. 44 72 26 .1 7 23 .5 2 21 .2 9 19 .4 0 17 .8 0 16 .4 2 15 .2 2 14 .1 8 13 .2 6 12 .4 5 11 .7 3 11 .0 9 23 15 .6 2 14 .8 6 14 .1 5 13 .4 9 12 .8 8 12 .3 0 11 .7 7 11 .2 7 10 .8 1 10 .3 7 9. 96 9. 58 73 26 .2 5 23 .5 7 21 .3 3 19 .4 3 17 .8 2 16 .4 3 15 .2 3 14 .1 8 13 .2 7 12 .4 5 11 .7 3 11 .0 9 24 16 .0 6 15 .2 5 14 .5 0 13 .8 0 13 .1 5 12 .5 5 11 .9 9 11 .4 7 10 .9 8 10 .5 3 10 .1 0 9. 71 74 26 .3 3 23 .6 3 21 .3 7 19 .4 6 17 .8 4 16 .4 4 15 .2 4 14 .1 9 13 .2 7 12 .4 6 11 .7 4 11 .0 9 25 16 .4 8 15 .6 2 14 .8 3 14 .0 9 13 .4 1 12 .7 8 12 .2 0 11 .6 5 11 .1 5 10 .6 7 10 .2 3 9. 82 75 26 .4 1 23 .6 8 21 .4 0 19 .4 8 17 .8 5 16 .4 6 15 .2 5 14 .2 0 13 .2 7 12 .4 6 11 .7 4 11 .0 9 26 16 .8 9 15 .9 8 15 .1 5 14 .3 8 13 .6 6 13 .0 0 12 .3 9 11 .8 3 11 .3 0 10 .8 1 10 .3 5 9. 93 76 26 .4 8 23 .7 3 21 .4 4 19 .5 1 17 .8 7 16 .4 7 15 .2 6 14 .2 0 13 .2 8 12 .4 6 11 .7 4 11 .1 0 27 17 .2 9 16 .3 3 15 .4 5 14 .6 4 13 .9 0 13 .2 1 12 .5 7 11 .9 9 11 .4 4 10 .9 4 10 .4 6 10 .0 3 77 26 .5 5 23 .7 8 21 .4 7 19 .5 3 17 .8 9 16 .4 8 15 .2 6 14 .2 1 13 .2 8 12 .4 7 11 .7 4 11 .1 0 28 17 .6 7 16 .6 6 15 .7 4 14 .9 0 14 .1 2 13 .4 1 12 .7 5 12 .1 4 11 .5 7 11 .0 5 10 .5 7 10 .1 2 78 26 .6 2 23 .8 3 21 .5 0 19 .5 6 17 .9 0 16 .4 9 15 .2 7 14 .2 1 13 .2 9 12 .4 7 11 .7 4 11 .1 0 29 18 .0 4 16 .9 8 16 .0 2 15 .1 4 14 .3 3 13 .5 9 12 .9 1 12 .2 8 11 .7 0 11 .1 6 10 .6 6 10 .2 0 79 26 .6 8 23 .8 7 21 .5 4 19 .5 8 17 .9 2 16 .5 0 15 .2 8 14 .2 2 13 .2 9 12 .4 7 11 .7 5 11 .1 0 30 18 .3 9 17 .2 9 16 .2 9 15 .3 7 14 .5 3 13 .7 6 13 .0 6 12 .4 1 11 .8 1 11 .2 6 10 .7 5 10 .2 7 80 26 .7 5 23 .9 2 21 .5 7 19 .6 0 17 .9 3 16 .5 1 15 .2 8 14 .2 2 13 .2 9 12 .4 7 11 .7 5 11 .1 0 31 18 .7 4 17 .5 9 16 .5 4 15 .5 9 14 .7 2 13 .9 3 13 .2 0 12 .5 3 11 .9 2 11 .3 5 10 .8 3 10 .3 4 81 26 .8 1 23 .9 6 21 .5 9 19 .6 2 17 .9 4 16 .5 2 15 .2 9 14 .2 3 13 .3 0 12 .4 8 11 .7 5 11 .1 0 32 19 .0 7 17 .8 7 16 .7 9 15 .8 0 14 .9 0 14 .0 8 13 .3 3 12 .6 5 12 .0 2 11 .4 3 10 .9 0 10 .4 1 82 26 .8 7 24 .0 0 21 .6 2 19 .6 3 17 .9 6 16 .5 3 15 .3 0 14 .2 3 13 .3 0 12 .4 8 11 .7 5 11 .1 0 33 19 .3 9 18 .1 5 17 .0 2 16 .0 0 15 .0 8 14 .2 3 13 .4 6 12 .7 5 12 .1 1 11 .5 1 10 .9 7 10 .4 6 83 26 .9 3 24 .0 4 21 .6 5 19 .6 5 17 .9 7 16 .5 3 15 .3 0 14 .2 3 13 .3 0 12 .4 8 11 .7 5 11 .1 0 34 19 .7 0 18 .4 1 17 .2 5 16 .1 9 15 .2 4 14 .3 7 13 .5 8 12 .8 5 12 .1 9 11 .5 9 11 .0 3 10 .5 2 84 26 .9 8 24 .0 7 21 .6 7 19 .6 7 17 .9 8 16 .5 4 15 .3 1 14 .2 4 13 .3 0 12 .4 8 11 .7 5 11 .1 0 35 20 .0 0 18 .6 6 17 .4 6 16 .3 7 15 .3 9 14 .5 0 13 .6 9 12 .9 5 12 .2 7 11 .6 5 11 .0 9 10 .5 7 85 27 .0 4 24 .1 1 21 .7 0 19 .6 8 17 .9 9 16 .5 5 15 .3 1 14 .2 4 13 .3 0 12 .4 8 11 .7 5 11 .1 0 36 20 .2 9 18 .9 1 17 .6 7 16 .5 5 15 .5 4 14 .6 2 13 .7 9 13 .0 4 12 .3 5 11 .7 2 11 .1 4 10 .6 1 86 27 .0 9 24 .1 4 21 .7 2 19 .7 0 18 .0 0 16 .5 6 15 .3 2 14 .2 4 13 .3 1 12 .4 8 11 .7 5 11 .1 0 37 20 .5 7 19 .1 4 17 .8 6 16 .7 1 15 .6 7 14 .7 4 13 .8 9 13 .1 2 12 .4 2 11 .7 8 11 .1 9 10 .6 5 87 27 .1 4 24 .1 8 21 .7 4 19 .7 1 18 .0 1 16 .5 6 15 .3 2 14 .2 5 13 .3 1 12 .4 8 11 .7 5 11 .1 0 38 20 .8 4 19 .3 7 18 .0 5 16 .8 7 15 .8 0 14 .8 5 13 .9 8 13 .1 9 12 .4 8 11 .8 3 11 .2 3 10 .6 9 88 27 .1 9 24 .2 1 21 .7 6 19 .7 3 18 .0 2 16 .5 7 15 .3 2 14 .2 5 13 .3 1 12 .4 9 11 .7 6 11 .1 1 39 21 .1 0 19 .5 8 18 .2 3 17 .0 2 15 .9 3 14 .9 5 14 .0 6 13 .2 6 12 .5 4 11 .8 8 11 .2 8 10 .7 3 89 27 .2 3 24 .2 4 21 .7 8 19 .7 4 18 .0 3 16 .5 7 15 .3 3 14 .2 5 13 .3 1 12 .4 9 11 .7 6 11 .1 1 40 21 .3 6 19 .7 9 18 .4 0 17 .1 6 16 .0 5 15 .0 5 14 .1 5 13 .3 3 12 .5 9 11 .9 2 11 .3 1 10 .7 6 90 27 .2 8 24 .2 7 21 .8 0 19 .7 5 18 .0 3 16 .5 8 15 .3 3 14 .2 5 13 .3 1 12 .4 9 11 .7 6 11 .1 1 41 21 .6 0 19 .9 9 18 .5 7 17 .2 9 16 .1 6 15 .1 4 14 .2 2 13 .3 9 12 .6 5 11 .9 7 11 .3 5 10 .7 9 91 27 .3 2 24 .3 0 21 .8 2 19 .7 6 18 .0 4 16 .5 8 15 .3 3 14 .2 6 13 .3 1 12 .4 9 11 .7 6 11 .1 1 42 21 .8 3 20 .1 9 18 .7 2 17 .4 2 16 .2 6 15 .2 2 14 .2 9 13 .4 5 12 .6 9 12 .0 1 11 .3 8 10 .8 1 92 27 .3 7 24 .3 2 21 .8 3 19 .7 8 18 .0 5 16 .5 9 15 .3 4 14 .2 6 13 .3 2 12 .4 9 11 .7 6 11 .1 1 43 22 .0 6 20 .3 7 18 .8 7 17 .5 5 16 .3 6 15 .3 1 14 .3 6 13 .5 1 12 .7 4 12 .0 4 11 .4 1 10 .8 4 93 27 .4 1 24 .3 5 21 .8 5 19 .7 9 18 .0 6 16 .5 9 15 .3 4 14 .2 6 13 .3 2 12 .4 9 11 .7 6 11 .1 1 44 22 .2 8 20 .5 5 19 .0 2 17 .6 6 16 .4 6 15 .3 8 14 .4 2 13 .5 6 12 .7 8 12 .0 8 11 .4 4 10 .8 6 94 27 .4 5 24 .3 7 21 .8 7 19 .8 0 18 .0 6 16 .6 0 15 .3 4 14 .2 6 13 .3 2 12 .4 9 11 .7 6 11 .1 1 45 22 .5 0 20 .7 2 19 .1 6 17 .7 7 16 .5 5 15 .4 6 14 .4 8 13 .6 1 12 .8 2 12 .1 1 11 .4 7 10 .8 8 95 27 .4 8 24 .4 0 21 .8 8 19 .8 1 18 .0 7 16 .6 0 15 .3 5 14 .2 6 13 .3 2 12 .4 9 11 .7 6 11 .1 1 46 22 .7 0 20 .8 8 19 .2 9 17 .8 8 16 .6 3 15 .5 2 14 .5 4 13 .6 5 12 .8 5 12 .1 4 11 .4 9 10 .9 0 96 27 .5 2 24 .4 2 21 .9 0 19 .8 2 18 .0 8 16 .6 0 15 .3 5 14 .2 6 13 .3 2 12 .4 9 11 .7 6 11 .1 1 47 22 .9 0 21 .0 4 19 .4 1 17 .9 8 16 .7 1 15 .5 9 14 .5 9 13 .6 9 12 .8 9 12 .1 6 11 .5 1 10 .9 2 97 27 .5 6 24 .4 4 21 .9 1 19 .8 2 18 .0 8 16 .6 1 15 .3 5 14 .2 7 13 .3 2 12 .4 9 11 .7 6 11 .1 1 48 23 .0 9 21 .2 0 19 .5 4 18 .0 8 16 .7 9 15 .6 5 14 .6 4 13 .7 3 12 .9 2 12 .1 9 11 .5 3 10 .9 3 98 27 .5 9 24 .4 6 21 .9 2 19 .8 3 18 .0 9 16 .6 1 15 .3 5 14 .2 7 13 .3 2 12 .4 9 11 .7 6 11 .1 1 49 23 .2 8 21 .3 4 19 .6 5 18 .1 7 16 .8 6 15 .7 1 14 .6 8 13 .7 7 12 .9 5 12 .2 1 11 .5 5 10 .9 5 99 27 .6 2 24 .4 9 21 .9 4 19 .8 4 18 .0 9 16 .6 1 15 .3 5 14 .2 7 13 .3 2 12 .4 9 11 .7 6 11 .1 1 50 23 .4 6 21 .4 8 19 .7 6 18 .2 6 16 .9 3 15 .7 6 14 .7 2 13 .8 0 12 .9 7 12 .2 3 11 .5 7 10 .9 6 10 0 27 .6 6 24 .5 0 21 .9 5 19 .8 5 18 .1 0 16 .6 2 15 .3 6 14 .2 7 13 .3 2 12 .4 9 11 .7 6 11 .1 1 0 2 B e l e i h - I m m o b i l i e n 2 . q x p 1 4 . 1 2 . 2 0 0 5 1 0 : 4 2 U h r S e i t e 1 C h e f ü b e r s i c h t A) Bisherige Unternehmensentwicklung Gesamtleistung Privatentnahmen (abzüglich Privateinlagen) Materialaufwandsquote Umsatz/Gesamtleistung Betriebsergebnis Jahresergebnis (Gewinn/Verlust) Erweiterter Cash-flow Kapitaldienst Personalaufwandsquote Umsatzrentabilität Eigenkapitalquote Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) B) Aktuelle Unternehmenszahlen zum ........................ Umsatz/Gesamtleistung Personalaufwand Vorläufiges Ergebnis (Gewinn/Verlust) Erfolgszahlen VorjahrKumuliert davon: Kunde ....................................... davon: Kunde ....................................... davon: Kunde ....................................... davon: Kunde ....................................... davon: Kunde ....................................... davon: Kunde ....................................... Außenstände Jahr .................. Jahr .................. Jahr .................. davon: überfällig davon über 50 % bearbeitet davon unter 50 % bearbeitet davon noch nicht begonnen Auftragsbestand 03Chefübersicht.qxp 14.12.2005 10:25 Uhr Seite 1 Darlehen Bank 1: ................... Stand Bank 2: ................... Bank 3: ................... Bankverbindlichkeiten Verbindlichkeiten Kontokorrent Bank 1: ................... StandKreditlinie Lieferantenverbindlichkeiten Kundenanzahlungen Sonstige Verbindlichkeiten insgesamt Umsatz/Gesamtleistung Betriebsergebnis Erweiterter Cash-flow Privatentnahmen (abzüglich Privateinlagen) Kapitaldienst Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) Geplante Investitionen Bank 2: ................... Bank 3: ................... Jahr .............. Jahr .............. Jahr .............. C) Künftig erwartete Unternehmensentwicklung 03Chefübersicht.qxp 14.12.2005 10:25 Uhr Seite 2 Kreditgespräche sind für Banken eine wichtige Informationsquelle bei der Bonitätsbeurteilung. Viele der dabei zu beurteilenden Sachverhalte kann Ihr Kreditbetreuer bei der Bank nur durch gezielte Fragen im Rahmen von Kredit- und Bilanzbesprechungen und anderen persönlichen Kontakten in Erfahrung bringen. Ihre Antworten und Äußerungen haben daher einen erheblichen Einfluss auf die Bonitätseinstufung Ihres Unternehmens. Eine gründliche Vorbereitung auf mögliche Gesprächsthemen und Fra- gen ist daher unerlässlich. In unserer „Fragen-Checkliste für das Kreditgespräch“ haben wir häufige Fragen der Bank zusam- mengestellt. Zur Geschäftsführung: Bemerkungen: • Wie ist Ihr bisheriger beruflicher Werdegang? • Welche Ausbildung und beruflichen Erfahrungen haben Sie? • Über welche kaufmännischen und technischen Qualifikationen verfügen Sie? • Ist die Nachfolgefrage gelöst? Wie? Zu den betrieblichen Verhältnissen: • Welche strategischen Unternehmensziele verfolgen Sie? • Verfügen Sie über eine Umsatz-, Kosten- und Ertragsplanung sowie über eine Liquiditätsplanung? • Verfügen Sie über ein Controllingsystem? • Wer vertritt Sie und führende Mitarbeiter bei Abwesenheit? • Sind die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten Ihrer Mitarbeiter eindeutig geregelt? • Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie? Ist Ihr Personalstand zu hoch? • Wie ist die Qualifikation und die Altersstruktur Ihrer Mitarbeiter? • Wie werden Ihre Mitarbeiter entlohnt (leistungsorientiert, angemessen)? • Wie ist das Betriebsklima, der Krankenstand und die Fluktuation? • Welche Zahlungsbedingungen haben Sie bei Ihren Lieferanten? • Befindet sich Ihr Betrieb in einem Gewerbe-, Misch- oder Wohngebiet? • Gibt es an Ihrem Standort Probleme (Umwelt, Nachbarn, Vermieter etc.)? • Sind Ihre Produktionsanlagen und -verfahren auf dem neuesten Stand? • Verfügen Sie über eine Arbeitsvorbereitung und eine Qualitätssicherung? • Gibt es öfter Reklamationen und Gewährleistungsansprüche von Kunden? • Kommt es zu Verzögerungen bei Produktions- und Lieferterminen? • Betreiben Sie eine Marktbeobachtung und Marktforschung? • Auf welche Zielgruppen ist Ihr Angebot ausgerichtet? F r a g e n - C h e c k l i s t e f ü r d a s K r e d i t g e s p r ä c h 04Fragen Checkliste.qxp 14.12.2005 10:26 Uhr Seite 1 • Wie erfolgt Ihr Vertrieb? • Welche Marketingmaßnahmen führen Sie durch? • Wie kalkulieren Sie Ihre Aufträge? • Kalkulieren Sie Ihre Aufträge regelmäßig nach? • Kennen Sie den Deckungsbeitrag und die Preisuntergrenze Ihrer Produkte? • Sind Sie mit der Fakturierung auf dem Laufenden? • Wie hoch sind Ihre derzeitigen Außenstände? • Wie schnell, wie oft und wie konsequent mahnen Sie? • Wie sind Ihre Zahlungsbedingungen für die Kunden? • Verlangen Sie Anzahlungen von Ihren Kunden? • Sind Sie von einzelnen größeren Kunden abhängig? • Wie hoch ist Ihr Exportanteil? In welche Länder exportieren Sie? • Ist Ihr Betrieb konjunktur-, saison- oder witterungsabhängig? • Sind Sie von bestimmten Branchen abhängig? • Wie ist die Bonität und die Zahlungsweise Ihrer Kunden? • Sind Sie Abnahme- und Lieferverpflichtungen eingegangen? • Sind Sie ausreichend gegen wichtige Risiken (Haftpflicht, Feuer, Diebstahl, Betriebsunterbrechung, Forderungsausfall, Umweltschäden) versichert? Zur Branchen-, Markt- und Wettbewerbssituation: • Wie beurteilen Sie Ihre Marktsituation? • Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um einem negativen Branchentrend entgegenzuwirken? • Wer sind Ihre Hauptkonkurrenten und wie stark sind diese? • Wie beurteilen Sie die Wettbewerbssituation? • Wie ist die Preissituation? Können Sie angemessene Preise durchsetzen? • Wie ist die Qualität und die Preislage Ihrer Produkte im Vergleich zu Ihren Konkurrenten? • Welche Produktverbesserungen und -neuerungen haben Sie in letzter Zeit auf den Markt gebracht bzw. sind in nächster Zeit geplant? • Welche Service- und Kundendienstleistungen bieten Sie Ihren Kunden? • Können Sie Ihrer Zielgruppe mehr bieten als Ihre Konkurrenten? Was? • Welche Stärken/Schwächen haben Sie im Vergleich zur Konkurrenz? 04Fragen Checkliste.qxp 14.12.2005 10:26 Uhr Seite 2 Zum Jahresabschluss: • Sind im Anlagevermögen stille Reserven vorhanden? In welcher Höhe? • Befinden sich im Anlagevermögen nicht betriebsnotwendige Güter? • In welchem baulichen Zustand befinden sich die Gebäude? • Sind die Maschinen, Anlagen und Fahrzeuge auf dem modernsten Stand? • Sind demnächst größere Investitionen oder Reparaturen erforderlich? • Welche Bilanzpolitik betreiben Sie? • Sind Beteiligungen, Ausleihungen etc. realistisch bewertet? • Wurde die Inventur sorgfältig und die Bewertung vorsichtig vorgenommen? Hat der Steuerberater/Wirtschaftsprüfer mitgewirkt und geprüft? • Wie sind die unfertigen/fertigen Erzeugnisse bewertet? • Ist das Warenlager über- oder unterbewertet? Sind Ladenhüter im Lager? • Ist Ihr Lagerbestand zu hoch? Kann er abgebaut werden? • Sind die Forderungen werthaltig? Wurden für überfällige Forderungen und für latente Ausfälle ausreichende Wertberichtigungen gebildet? • Sind Ihre Außenstände zu hoch? Können Sie reduziert werden? • Sind in den Forderungen auch solche an nahestehende Unternehmen, Gesellschafter oder Geschäftsführer enthalten? • Ist eine Eigenkapitalerhöhung möglich? • Wie gliedern sich Ihre Privatentnahmen auf? • Sind in den Entnahmen Beiträge für Vermögensanlagen (z. B. Bankguthaben, Wertpapiere, Bausparer, Lebensversicherungen, Immobilien) enthalten? • Können Sie Ihre Privatentnahmen reduzieren? • Welche Kredite haben Sie bei anderen Banken? Konditionen? • Sind ausreichende Rückstellungen (z. B. für Urlaub, Gewährleistungen, Prozessrisiken etc.) gebildet? • Sind Sie sonstige Verpflichtungen (z. B. Bürgschaften, Leasing, Verlustüber- nahmeverträge, Patronatserklärungen etc.) eingegangen? • Wie gliedert sich Ihr Umsatz nach Produktgruppen? • Wie ist Ihre Kundenstruktur (Größe, Branchen etc.)? • Wie erklären Sie sich ggf. Umsatzrückgänge und was tun Sie dagegen? • Was sind ggf. die Ursachen von Kostensteigerungen? Was tun Sie dagegen? • Welche Abschreibungspolitik wird betrieben (z. B. GWG, Vereinfachungs- regel, Sonderabschreibungen)? • Welche Leasingzahlungen haben Sie zu leisten? 04Fragen Checkliste.qxp 14.12.2005 10:26 Uhr Seite 3 Zur gegenwärtigen und künftigen Entwicklung: • Wie ist Ihre derzeitige wirtschaftliche Lage (Umsatz, Kosten, Gewinn)? • Wie hoch sind Ihre Kapazitäten derzeit ausgelastet? • Welche Umsätze, Kosten und Gewinne erwarten Sie in Zukunft? • Wie hoch ist Ihr derzeitiger Auftragsbestand und wie viele Wochen ist Ihr Betrieb damit ausgelastet? • Sind in nächster Zeit Investitionen geplant? • Verfügen Sie über private Vermögenswerte? • Sind private Schulden vorhanden? • Haben Sie private Einkünfte und Belastungen? Zum Zahlungsverhalten: • Skontieren Sie Ihre Lieferantenrechnungen? • Sind in den Lieferantenverbindlichkeiten überfällige Beträge enthalten? • Haben Sie sonstige Zahlungsrückstände? • Haben Sie in letzter Zeit Mahnungen oder Mahnbescheide erhalten? Zu Sicherheiten: • Wie hoch sind die Verkehrs- und Einheitswerte Ihrer Grundstücke? • Sind die Grundstücke mit Grundpfandrechten oder sonstigen Lasten und Beschränkungen belastet? • Befinden sich auf den Grundstücken Altlasten? • Bestehen für Maschinen, Fahrzeuge, Betriebs- und Geschäftsausstattungen noch Eigentumsvorbehalte der Lieferer wegen unbezahlter Rechnungen? • Sind Maschinen, Fahrzeuge, Betriebs- und Geschäftsausstattungen sicherungsübereignet? • Sind Forderungen abgetreten oder stehen sie aufgrund eines Eigentums- vorbehalts Lieferanten zu? • Bei welchen Banken oder Bausparkassen unterhalten Sie Guthaben? Sind sie verpfändet? • Haben Sie Lebensversicherungen? Wie hoch sind die Rückkaufswerte? Sind sie verpfändet? 04Fragen Checkliste.qxp 14.12.2005 10:26 Uhr Seite 4 B e r i c h t i g t e M o n a t s a u s w e r t u n g d e r B u c h h a l t u n g Zeitraum: vom........ bis......... Gesamtleistung Rohertrag Betrieblicher Rohertrag Teilbetriebsergebnis Betriebsergebnis Vorläufiges Ergebnis Umsatzerlöse Name des Betriebes +/- Bestandsveränderungen fertiger/unfertiger Erzeugnisse - Material- und Wareneinkauf + Sonstige betriebliche Erlöse - Personalkosten - Raumkosten - Betriebliche Steuern - Versicherungen/Beiträge - Besondere Kosten - Kfz-Kosten - Werbe-/Reisekosten - Kosten Warenabgabe - Abschreibungen - Reparatur/Instandhaltung - Sonstige Kosten - (Gesamtkosten) ( ) ( ) ( ) ( ) - Zinsaufwand + Zinserträge - Übrige Steuern - Sonstiger neutraler Aufwand + Sonstige neutrale Erträge +/- Verrechnete kalkulatorische Kosten BWA-Werte € Berichtigung € berichtigte Werte € / % Branche Ort, Datum Unterschrift 05Monatsauswertung.qxp 14.12.2005 10:31 Uhr Seite 1 H i l f s r e c h n u n g e n Berechnung der Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Leistungen Bestand der fertigen und unfertigen Leistungen am Ende der Auswertungsperiode 1) - Bestand der fertigen und unfertigen Leistungen zu Beginn der Auswertungsperiode 2) Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Leistungen Berechnung der Lagerbestandsveränderungen Rohstoffe Waren insgesamt Bestand am Ende der Auswertungsperiode 3) 5) - Bestand zu Beginn der Auswertungsperiode 4) 6) Lagerbestandsveränderung + = Erläuterungen: zu 1): Die fertigen und unfertigen Leistungen zum Stichtag müssen - zumindest näherungsweise - ermittelt werden. Sie dürfen nur zu Selbstkosten (ohne Gewinn- und Vertriebskostenanteil) bewertet werden. Eine näherungsweise Ermittlung ist anhand der Fertigstellungsgrade und der Auftragssummen der einzelnen Aufträge möglich. zu 2): Den Stand der fertigen und unfertigen Leistungen zum 01.01. können Sie der Bilanz des Vorjahres (auf der Aktivseite unter Vorräte) entnehmen. zu 3): Tragen Sie hier Ihren Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen zum jeweiligen Stichtag ein. Die Ermittlung sollte möglichst durch - zumindest überschlägige - Inventur erfolgen. Ist dies nicht möglich, kann der tatsächliche Rohstoffverbrauch notfalls und nur sehr ungenau mit Hilfe der Materialaufwandsquote der letzten Jahre geschätzt werden. zu 4): Den Stand Ihrer Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zum 01.01. können Sie der Bilanz des Vorjahres (auf der Aktivseite unter Vorräte) entnehmen. zu 5): Tragen Sie hier Ihren Warenbestand zum jeweiligen Stichtag ein. Die Ermittlung sollte möglichst durch - zumindest überschlägige - Inventur erfolgen. Ist dies nicht möglich, kann der tatsächliche Wareneinsatz notfalls und nur sehr ungenau mit Hilfe der Wareneinsatzquote der letzten Jahre geschätzt werden. zu 6): Ihren Warenbestand zum 01.01. können Sie der Bilanz des Vorjahres (auf der Aktivseite unter Vorräte) entnehmen. 05Monatsauswertung.qxp 14.12.2005 10:31 Uhr Seite 2 E r l ä u t e r u n g e n zu Spalte BWA-Werte: Tragen Sie in dieser Spalte die Zahlen aus Ihrer Monatsauswertung, Spalte kumulierte Werte, ein. zu Spalte Berichtigung: Eine genaue Berichtigung der Buchhaltungsauswertung ist meist mit einem erheblichen Zeitaufwand (Zwischeninventur, Buch- haltungsanalyse etc.) verbunden. In vielen Fällen genügt aber bereits eine näherungsweise Berichtigung, bei der aufwendige Erfassungen und Bewertungen nur überschlägig erfolgen und unbedeutende Beträge vernachlässigt werden. zu Bestandsveränderungen fertiger/unfertiger Erzeugnisse: Unter fertigen und unfertigen Leistungen versteht man bereits erbrachte (Teil-)Arbeiten, die entweder noch nicht oder auch schon fertig gestellt und noch nicht abgerechnet und als Erlöse verbucht worden sind. Da aber die dafür angefallenen Kosten (Material, Personal etc.) laufend verbucht werden und somit in den Buchhaltungszahlen bereits enthalten sind, ist eine Berichti- gung erforderlich, die mit der beigefügten Hilfsrechnung berechnet wird. zu Material- und Wareneinkauf: In der laufenden Buchhaltung wird i. d. R. nicht der tatsächliche Verbrauch von Rohstoffen und Waren, sondern der Einkauf als Aufwand gebucht. Rohstoffe und Waren, die bereits im Vorjahr gekauft und erst jetzt vom Lager entnommen und verbraucht werden, sind daher gar nicht erfasst. Andererseits sind Waren, die in diesem Monat gekauft, aber noch nicht verbraucht, son- dern auf Lager genommen wurden, unberechtigterweise bereits voll als Aufwand enthalten. Der Rohstoff- und Materialeinkauf muss daher um Lagererhöhungen oder -verminderungen berichtigt werden. Sie können mit der beigefügten Hilfsrechnung er- rechnet werden. zu sonstige betriebliche Erlöse: Zu den sonstigen betrieblichen Erlösen gehören Erlöse, die zwar betriebsbedingt sind, aber nicht dem eigentlichen Betriebs- zweck dienen (= Umsatz) wie z. B. Erlöse aus Provisionen, Abfallverwertung, Eigenverbrauch u. a. Oftmals sind darunter auch aktivierte Eigenleistungen (= vom Betrieb selbst erbrachte Leistungen für eigene betriebliche Anlagen) erfasst. Nicht zu den betrieblichen Erlösen gehören dagegen: - außerordentliche Erlöse (z. B. aus Anlagenabgang, Versicherungsentschädigungen, Investitionszuschüsse etc.), - periodenfremde Erlöse, die nicht diese Periode betreffen (z. B. Steuererstattung aus Vorjahren,Eingänge bereits abgeschriebener Forderungen) und - betriebsfremde Erlöse (z. B. Mieterträge). Sie sind neutrale Erträge und ggf. zu berichtigen. zu Personalkosten: Bei den Personalkosten sind ggf. noch nicht gebuchte, aber diesen Zeitraum betreffende Beträge zu berichtigen, z. B. Löhne und Sozialabgaben des letzten Monats, wenn diese erst Anfang des nächsten Monats bezahlt und gebucht werden, anteilige(s) Weih- nachts- und Urlaubsgeld, Pensionsrückstellungen, Tantiemen etc., wenn diese nicht laufend eingebucht werden. zu Raumkosten: Unter Raumkosten sind Miet-, Heizungs-, Gas-, Strom-, Wasser-, Reinigungskosten etc. gebucht.Kosten, die nicht monatlich, sondern viertel-, halb- oder jährlich anfallen und verbucht werden (z. B. Strom, Wasser, Mietnebenkosten etc.), sind ggf. monatsweise umzulegen und zu berichtigen. zu betriebliche Steuern: Hier sind i. d. R. die Gewerbe-, Kfz- und Grundsteuer enthalten. Da diese meist nur viertel-, halb- oder jährlich anfallen und verbucht werden, müssen sie ggf. anteilig berichtigt werden. Die Gewerbesteuervorauszahlungen werden i. d. R. nach den Vor- jahreszahlen festgesetzt. Bei zu erwartenden größeren Abweichungsbeträgen ist ebenfalls eine Berichtigung erforderlich. zu Versicherungen/Beiträge: Hierin sind i. d. R. Versicherungsprämien (jedoch häufig ohne Kfz-Versicherungen, die oft unter Kfz-Kosten verbucht werden) und Beiträge zu Berufsverbänden, Kammern etc. enthalten. Da diese meist halb- oder jährlich anfallen, sind diese monatsweise aufzuteilen. zu besondere Kosten: Hier sind bei manchen Betrieben spezielle ordentliche Kosten extra ausgewiesen, die ebenfalls geprüft und ggf. berichtigt werden müssen. zu Kfz-Kosten: Hier sind die laufenden Kfz-Betriebskosten, Kfz-Reparaturen etc., häufig auch Kfz-Versicherungen und manchmal auch Lea- singbeiträge gebucht. Auch hier ist darauf zu achten, daß alle Kosten, ggf. anteilig, enthalten sind. 05Monatsauswertung.qxp 14.12.2005 10:31 Uhr Seite 3 zu Abschreibungen: Die Abschreibungen werden meistens nicht laufend während des Jahres, sondern erst am Jahresende bei der Bilanzerstellung gebucht. Abschreibungen auf Sachanlagen können anhand des Anlagenspiegels der Vorjahresbilanz und der Investitionen und Anlagenabgänge des laufenden Jahres ermittelt und anteilig berichtigt werden. Des Weiteren sind auch Forderungsabschreibun- gen, soweit sie noch nicht gebucht sind, zu berücksichtigen. zu sonstige Kosten: Dazu gehören auch Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen sowie die Bildung von Rückstellungen (z. B. für Gewährlei- stungsansprüche, Steuern, Jahresabschlusskosten etc.), die i. d. R. erst bei der Bilanzerstellung eingebucht werden und daher in der BWA noch nicht berücksichtigt sind. Sie müssen daher ggf. monatsweise umgelegt und berichtigt werden. zu Teilbetriebsergebnis: In der Datev-BWA wird dieser Wert als Betriebsergebnis bezeichnet. zu Zinsaufwand: Die Zinsaufwendungen sind oftmals als neutraler Aufwand ausgewiesen oder ohne weitere Untergliederung darin enthalten. Sie müssen dann umgegliedert werden. Die Zinsen werden i. d. R. erst gebucht, wenn die Zinsabrechnung durch die Bank er- folgt, meist viertel-, halb- oder jährlich. Sie sind daher i. d. R. zu niedrig ausgewiesen und müssen anteilig berichtigt werden. Bei Annuitätendarlehen wird manchmal fälschlicherweise die gesamte Rate für Zins und Tilgung unter Zinsen verbucht und muss ggf. berichtigt werden. zu Zinserträge: Die Hinweise zu Position "Zinsaufwand" gelten hier entsprechend. zu übrige Steuern: In diese Position gehören Steuern, die nicht den Betrieb oder die laufende Periode (z. B. betriebliche Steuernachzahlung für Vorjahre) betreffen oder dem außerordentlichen Bereich zuzuordnen sind (z. B. Körperschafts- oder Kapitalertragssteuer). Ggf. sind sie zu berichtigen. zu sonstiger neutraler Aufwand: In diese Position gehören betriebsfremde (z. B. nicht abzugsfähige Spenden etc.), außerordentliche (z. B. Buchverluste aus Anla- genabgängen) und periodenfremde Aufwendungen. Beachte: Bei Anlagenverkäufen wird in der Praxis oftmals nur der Verkaufserlös gebucht (unter dieser Position), während der Buchwert erst bei Bilanzerstellung ausgebucht wird und im BWA-Ergebnis daher noch nicht berücksichtigt ist. Dies ist ggf. zu berichtigen. zu sonstige neutrale Erträge: In diese Position gehören außerordentliche, betriebs- und periodenfremde Erträge wie z. B. aus abgeschriebenen Forderungen, Versicherungsentschädigungen, Investitionszuschüssen, Steuererstattungen aus Vorjahren etc. Ggf. sind sie zu berichtigen. zu verrechnete kalkulatorische Kosten: Dies ist das Gegenkonto für gebuchte kalkulatorische Kosten. Sind hier Beträge enthalten, dann sind in den obigen ordentlichen Kosten bereits kalkulatorische Kosten gebucht worden und somit im Betriebsergebnis berücksichtigt. Buchungstechnisch werden diese oftmals im außerordentlichen Bereich gegengebucht und sind somit beim vorläufigen Ergebnis wieder eliminiert. 05Monatsauswertung.qxp 14.12.2005 10:31 Uhr Seite 4 U n t e r n e h m e n s b e s c h r e i b u n g Name/Firma: • Name, Vorname/Geschäftsbezeichnung bzw. Firma • Adresse Betriebssitz • ggf. Adressen von Zweigstellen Telefon/Fax Internet • • Rechtliche • Rechtsform Verhältnisse: • Inhaber/Gesellschafter (Name, Adresse, Qualifikation) • Geschäftsführung (Name, Adresse, Qualifikation) • Handelsregistereintragung Unternehmens- • Gründung entwicklung: • wichtige Entwicklungsstadien (z. B. Rechtsformänderungen, Erweiterungen, Einführung neuer Produktlinien, Eröffnung von Zweigstellen u. a.) Unternehmens- • Leistungsangebot, möglichst mit jeweiligem Umsatzanteil gegenstand: • Schwerpunkte/Besonderheiten • eventuell spezielle Marketingkonzepte Marktverhältnisse: • Absatzgebiet • Kundenstruktur (z. B. private, gewerbliche, eventuell nach Branchen, staatliche), möglichst mit Umsatzanteil • Konkurrenten Betriebliche • Zahl der Mitarbeiter, möglichst unterteilt nach Verhältnisse: -Einsatzbereich (z. B. Produktion, Verwaltung, Vertrieb) -Qualifikation (z. B. abgeschlossener Beruf, Angelernter, Auszubildender) • Betriebsgrundstück, Betriebsgebäude • Betriebsausstattung (Maschinen, Fahrzeuge etc.) Sonstiges: • z. B. Patente, Beteiligungen • Auszeichnungen • Qualitätsnormen (z. B. Zertifizierung) E r l ä u t e r u n g e n Das Arbeitsblatt „Unternehmensbeschreibung“ ist als Mustervorlage gedacht, die Sie je nach Ihren betrieblichen Verhältnissen anpassen, erweitern oder kürzen sollten. Ort, Datum Unterschrift MUSTERVORLAGE 06Unternehmensbeschr.pdf 1 06.12.12 11:06 Ort, Datum Unterschrift Name des Betriebes Branche E r f o l g s v o r s c h a u Umsatz Sparte ........................ Sparte ........................ Handel + aktivierter Eigenleistungen - Material- und Wareneinsatz Sparte ........................ Sparte ........................ Handel Fremdleistungen - Raumkosten - Betriebliche Steuern - Gebühren, Beiträge, Versicherungen - Fahrzeugkosten - Werbung, Reisekosten - Vertrieb und Warenabgabe - Verwaltungskosten - sonstige ordentliche Betriebsaufwendungen + sonstige betriebliche Erträge - Zinsaufwand + Zinserträge ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... Jahr: ............................. = Gesamtleistung = Rohertrag I = Rohertrag II = Teil-Betriebsergebnis I = Teil-Betriebsergebnis II = Teil-Betriebsergebnis III = Voraussichtliches Betriebsergebnis € € % % ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... ....................... - Personalaufwand - Abschreibungen 07Erfolgsvorschau.qxp 14.12.2005 10:44 Uhr Seite 1 € € Personalaufwand Löhne und Gehälter ................. Geschäftsführergehalt ................. Ehegattengehalt ................. Aushilfslöhne ................. Sozialabgaben ................. Berufsgenossenschaft ................. sonstige ................. ................. Raumkosten Miete, Pacht ................. Heizung ................. Energie (Strom, Wasser, Gas) ................. Instandhaltung, Reparatur ................. sonstige ................. ................. Betriebliche Steuern Gewerbesteuer ................. Körperschaftssteuer ................. sonstige ................. ................. Gebühren, Beiträge, Versicherungen Gebühren, Beiträge ................. Versicherungen ................. ................. Fahrzeugkosten (ohne AfA) Kraftstoffe ................. Reparaturen, Wartungen ................. Kfz-Versicherungen ................. Kfz-Steuer ................. sonstige ................. ................. Werbung, Reisekosten Werbekosten ................. Reise-/Verpflegungskosten ................. Repräsentations-/ Bewirtungskosten ................. ................. Vertrieb und Warenabgabe Verpackung ................. Ausgangsfrachten ................. Verkaufsprovisionen ................. Gewährleistung und Kulanz ................. sonstige ................. ................. € € Verwaltung Rechts- und Beratungskosten ................. Buchhaltungskosten ................. Telefon, Telefax, Porto ................. Bürobedarf Zeitschriften, Bücher ................. sonstige ................. ................. Sonstige ordentl. Betriebsaufwendungen Leasing ................. Reparatur/Instandhaltung Ma./BGA ................. Werkzeuge ................. geringwertige Wirtschaftsgüter ................. Entsorgung ................. Forderungsverluste/ Delkrederekosten ................. Nebenkosten des Geldverkehrs ................. sonstige ................. ................. Abschreibungen Gebäude ................. Maschinen ................. Fahrzeuge ................. Betriebs- und Geschäftsausstattung ................. sonstige ................. ................. Zinsen Darlehen ................. Kontokorrent ................. sonstige (z.B. Avalprovision etc.) ................. ................. Werbung, Reisekosten Werbekosten ................. Reise-/Verpflegungskosten ................. Repräsentations-/ Bewirtungskosten ................. ................. D e t a i l l i e r t e K o s t e n p l a n u n g 07Erfolgsvorschau.qxp 14.12.2005 10:44 Uhr Seite 2 Einnahmen aus KW / Monat bestehenden Forderungen bestehenden Aufträgen erwarteten Aufträgen Anzahlungen Zinsen/sonst. Finanzerträgen Mieten, Pachten Zuschüssen sonstigen Erträgen sonstigen Forderungen Steuererstattungen Kreditaufnahmen Privateinlagen Sonstigem Summe: U m sä tz en so ns tig en Er tr äg en Ausgaben für bestehende Lieferantenverbindl. fällige Schuldwechsel Material-/Wareneinkäufe Fremdleistungen Löhne und Gehälter (netto) Lohn-/Kirchensteuer Sozialabgaben/Berufsgen. sonstige Personalkosten Mieten/Pachten Energie Fahrzeuge Reparaturen, Wartung, GWG Gebühren/Beiträge/Versicher. Werbung/Reisekosten Verwaltung Zinsen sonstige Aufwendungen Umsatzsteuer (Zahllast) Gewerbe-/Körperschaftssteuer sonstige Steuern Kredittilgungen Rückzahlung sonst. Verbindl. geplante Investitionen Sonstiges private Versicherungen private Steuern (EK-Steuer etc.) Lebenshaltung sonstige Privatentnahmen Überschuss/Fehlbetrag: Konto: Vortrag: Kreditlinie: M at er ia l Li ef er er Pe rs on al St eu er n so ns tig e A bf lü ss e Pr iv at - en tn ah m en Sa ch au fw en du ng en L i q u i d i t ä t s v o r s c h a u Summe: Name des Betriebes Branche Ort, Datum Unterschrift so ns tig en Zu fl üs se n Erläuterungen zu Einnahmen aus bestehenden Forderungen: Die Einnahmen aus bestehenden Forderungen sind entsprechend des Zahlungsverhaltens der Gläubiger auf die künftigen Perioden aufzuteilen. zu Einnahmen aus bestehenden Aufträgen: Die Einnahmen aus bestehenden Aufträgen sind entsprechend des Zahlungsverhaltens der Gläubiger auf die künftigen Perioden aufzuteilen. zu Einnahmen aus erwarteten Aufträgen: Die Einnahmen aus erwarteten Aufträgen sind entsprechend des voraussichtlichen Zahlungsverhaltens der Kunden auf die künftigen Perioden aufzuteilen. zu Einnahmen aus sonstigen Erträgen: z. B. Tilgungseingänge gewährter Darlehen, Versicherungserstattungen, a. o. Erträge etc. zu Ausgaben für bestehende Lieferantenverbindlichkeiten: Die Ausgaben für bestehende Lieferantenverbindlichkeiten sind entsprechend der Fälligkeit und des eigenen Zahlungsverhaltens auf die künftigen Perioden aufzuteilen. zu Ausgaben für Material-/Wareneinkäufe: Die Ausgaben für künftige Material- und Wareneinkäufe sind entsprechend der Fälligkeit und des eigenen Zahlungsverhaltens auf die künftigen Perioden aufzuteilen. zu Ausgaben für sonstige Personalkosten: z. B. Auslösen, Renten etc. zu Ausgaben für Energie: Strom, Wasser, Heizung etc. zu Ausgaben für Zinsen: für Darlehen, Kontokorrentkredit, Diskontkredit, Aval etc. zu Ausgaben für sonstige Steuern: z. B. Grundsteuer, Kfz-Steuer u. a. Darlehen Kreditgeber Kto.-Nr. Beginn Programm nominal var./fest bis Auszahl. effektiv Art Periode Betrag Termine 1. Rate Endrate Verwendungszweck Sonstiges Anfangsstand aktueller Stand Name des Betriebes Betrag Zinssatz Tilgung Branche D a r l e h e n K r e d i t ü b e r s i c h t Sonstige Bemerkungen Kontokorrent Kreditgeber Kto.-Nr. unbefristet/befristet bis Sollzins p.a. Kreditprovision Überziehungs- prov. Habenzins Kreditlinie aktueller Stand Kreditbetrag Laufzeit Zinssatz K o n t o k o r r e n t Sonstige Bemerkungen Avalkredit Kreditgeber Kto.-Nr. unbefristet/befristet bisAvallinie aktueller Stand Avalbetrag Laufzeit Avalprovision A v a l k r e d i t e Sonstige Bemerkungen E r l ä u t e r u n g e n zu Darlehen - Programm: Tragen Sie hier bei öffentlichen Finanzierungsprogrammen den Namen des jeweiligen Programms ein. zu Zinssatz - nominal: Dies ist der im Kreditvertrag angegebene Zinssatz, der auch bei der Zinsabrechnung zugrunde gelegt wird. zu Zinssatz - var./fest bis: Tragen Sie hier "variabel" ein, wenn Ihr Zinssatz variabel ist oder "fest Monat/Jahr", wenn er bis zu einem bestimmten Tag festgeschrieben ist. zu Zinssatz - Auszahl.: Tragen Sie hier den Auszahlungskurs Ihres Darlehens, z. B. 100% oder 96% ein. zu Zinssatz - effektiv: Der effektive Jahreszins gibt die wirklichen Zinskosten des Kredits einschließlich Disagio, Bearbeitungsgebühren und bestimmter anderer Kosten an. Er ist oftmals im Kreditvertrag oder im Kreditangebot angegeben oder kann bei der Bank erfragt werden. zu Tilgung - Art: Annuität: Tilgung in gleichbleibenden Annuitätenraten, die Zins und Tilgung beinhalten Tilgung: Tilgung in gleichbleibenden Tilgungsraten endfällig: Tilgung in einer Summe am Ende der Laufzeit zu Tilgung - Periode: Tragen Sie hier die Tilgungsperiode ein, z. B. monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder zu Tilgung - Termine: Tragen Sie hier die genauen Tilgungstermine ein, z. B. 30. des Monats, Quartalsende, 30.06./31.12. etc. zu Sonstige Bemerkungen - z. B. bei endfälligen Darlehen: Tilgung durch Lebensversicherung, Beitrag mtl. Euro 500,-- Sonstiges: oder Bemerkung zur Absicherung Tabelle Kontokorrent: zu Laufzeit: Der Kontokorrentkreditrahmen wird meistens bis auf Weiteres, d. h. unbefristet mit jederzeitiger Kündigungsmöglichkeit eingeräumt, manchmal aber auch auf einen bestimmten Zeitraum, z. B. ein Jahr, befristet. Dies können Sie dem Kreditvertrag entnehmen. zu Zinssatz - Kreditprovision: In seltenen Fällen verlangen Banken neben dem Sollzins noch zusätzlich eine Kreditprovision, die zudem unterschiedlich berechnet wird (z. B. vom zugesagten oder vom nicht beanspruchten Kreditlimit u. a.). Häufig ist sie nicht p. a. (pro Jahr) sondern p. m. (pro Monat) oder p. t. (pro Tag) angegeben. Dies geht aus dem Kreditvertrag hervor. Tabelle Avalkredit: zu Laufzeit: Der Avalkreditrahmen wird meistens bis auf Weiteres, d. h. unbefristet mit jederzeitiger Kündigungsmöglichkeit eingeräumt, manchmal aber auch auf einen bestimmten Zeitraum, z. B. ein Jahr, befristet. Dies können Sie dem Kreditvertrag entnehmen. 09Kreditübersicht_hn.qxp 21.12.2005 11:07 Uhr Seite 1 Wechselkredit Kreditgeber Kto.-Nr. unbefristet/befristet bisLimit aktueller Stand Kreditbetrag Laufzeit W e c h s e l o b l i g o Sonstige Bemerkungen Leasing Leasinggeber Kto.-Nr. Beginn Ende Betrag m./vj./jährl. 1. Rate letzte Rate Leasinggegenstand Sonstiges Anzahlung Ablösebetrag Betrag Laufzeit Leasingrate L e a s i n g Sonstige Bemerkungen Datum Unterschrift 09Kreditübersicht_hn.qxp 21.12.2005 11:07 Uhr Seite 2 K a p i t a l d i e n s t f ä h i g k e i t Name des Betriebes Branche Jahr: .............................. Betriebsergebnis + Zinsaufwendungen + Abschreibungen = Erweiterter Cash-Flow = Kapitaldienstgrenze - Betrieblicher Kapitaldienst = Überschuss/Fehlbetrag - Privatentnahmen Krankenversicherungen Rentenversicherungen Lebens-/Berufsunfähigkeitsversicherungen sonstige Beiträge zur Altersversorgung sonstige private Versicherungsbeiträge private Steuern (z. B. Einkommenssteuer) private Zinsen und Tilgungen Zuführung Vermögensanlagen private Hauskosten/Miete Heizung, Strom, Wasser, Gas, Abfall sonstige lfd. Kosten (Telefon, Zeitung, Zeitschriften etc.) Lebenshaltungsbedarf Rücklage für Ersatzinvestitionen, Reparaturen, Urlaub etc.) sonstiger privater Bedarf - Ehegattengehalt - Kindergeld - Mieteinnahmen - sonstige private Einnahmen € € Ort, Datum Unterschrift Erläuterungen Die Kapitaldienstfähigkeit kann sowohl für die Vergangenheit wie auch für die Zukunft ermittelt werden. Ersteres tun Banken im Rahmen der jährlichen Analyse des Jahresabschlusses, um zu prüfen, ob die Kapitaldienstfähigkeit im vergangenen Jahr ge- geben war. Letzteres ist vor allem dann wichtig, wenn Änderungen in der Ertragslage, den Privatentnahmen oder im Kapital- dienst (z. B. bei Investitionen, Umfinanzierungen etc.) zu erwarten sind. Bei der Ermittlung der Kapitaldienstfähigkeit für die Vergangenheit können Sie von den Zahlen des letzten Jahresabschlusses ausgehen. Betriebsergebnis, Zinsaufwendungen und Abschreibungen können der Gewinn- und Verlustrechnung und die Priva- tentnahmen der Bilanz entnommen werden. Der betriebliche Kapitaldienst ergibt sich durch Addition der Zinsaufwendungen und der erfolgten Tilgungen. Die Zinsaufwendungen können Sie der Gewinn- und Verlustrechnung entnehmen und die erfolgten Til- gungen aus der Bilanz, durch Vergleich der einzelnen Darlehensstände des jeweiligen Geschäftsjahres mit denen des Vorjahres. Bei der Ermittlung der Kapitaldienstfähigkeit für die Zukunft sind dagegen die künftig erwarteten Werte zugrunde zu legen. Grundlage dafür ist eine Erfolgsvorschau, die Sie z. B. mit Hilfe des Arbeitsblattes „Erfolgsvorschau“ erstellen können. Achten Sie dabei aber darauf, dass die prognostizierten Werte wirklich nachhaltig erzielbar sind. Auch bei den Privatentnahmen und dem betrieblichen Kapitaldienst ist auf die künftigen Verhältnisse abzustellen. 10Kapitaldienstfähigkeit.qxp 14.12.2005 10:46 Uhr Seite 1 Name des Betriebes Bank: Bank-/Bausparguthaben Branche S i c h e r h e i t e n ü b e r s i c h t Art Kto.Nr. Sicherungsart Guthabenbetrag Beleih.-grenze SicherheitenwertBank/Bausp.kasse Lebensversicherungen Art Vers.-Nr. Vers.-summe Sicherungsart Rückkaufswert Beleih.-grenze SicherheitenwertGesellschaft Immobilien Flug-Nr./Bezirk Beleihungswert Beleihungsgrenze % Betrag Sicherheitenart Nennbetrag Rang Sicherheitenwertvorrangige Rechte in €Objektart Wertpapiere Art Nennwert Sicherungsart Kurswert Beleih.-grenze SicherheitenwertEmittent Maschinen, Fahrzeuge, Einrichtungen und Warenlager Art Baujahr Anschaff.-wert Sicherungsart Beleihungswert Beleih.-grenze SicherheitenwertGegenstand insgesamt insgesamt insgesamt insgesamt insgesamt Forderungen Art fällig Nennwert Sicherungsart Beleihungswert Beleih.-grenze SicherheitenwertSchuldner insgesamt Sonstige Art Nennwert Sicherungsart Beleihungswert Beleih.-grenze SicherheitenwertBezeichnung insgesamt Sicherheiten insgesamt Kreditengagement Darlehen Kontokorrentlinie Avalrahmen Wechsel insgesamt sonstiges ................. € ................. € ................. € ................. € ................. € ................. € Sicherheiten in % des Gesamtkreditengagements ................. % ................. € Erläuterungen Nähere Erläuterungen zu den einzelnen Kreditsicherheiten, insbesondere zu den banküblichen Sicherungsarten, Bewertungsverfahren und Beleihungsgrenzen, befinden sich in Heft 1 - Leitfaden, Seite 16 bis 18. 11Sicherh-übersicht.qxp 14.12.2005 10:37 Uhr Seite 1
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