Nachrichten: Unternehmen werden digitaler, haben aber noch viel zu tun | Ratgeber: In Zeiten von KI im Internet sichtbar bleiben | Veranstaltungen: Jetzt vormerken! Offenbacher Dialog und IHK-Jahresempfang Klima. Krise. Chancen. 03 – 04 | 2026 Ihr Fahrzeug in den besten Händen - Ein Autoleben lang Die Göbel- Lifeline Jetzt App Jetzt App downloaden und ein downloaden und ein Autoleben lang sparen!Autoleben lang sparen! Im App-Store downloaden! Im Google-Play Store downloaden! Heinrich Göbel GmbH Hans-Böckler-Straße 13 63263 Neu-Isenburg www.mb-goebel.de Vorteile erhaltenVorteile erhalten Termin buchenTermin buchen Je nach Fahrzeugalter Vorteile und Rabatte genießen! Ganz bequem online über die App einen Termin vereinbaren! Ganz einfach über die App Ihre Göbel-Garantie verlängern! Garantie verlängern Garantie verlängern Rabatt für App- Nutzer 10 %10 % A N G E B OT G I LT N U R F Ü R P R I VAT K U N D E NA N G E B OT G I LT N U R F Ü R P R I VAT K U N D E N Cordula Jäger DRAUSY GmbH Umweltbiotechnologie, Offenbach Mitglied im Cross Innovation Netzwerk der IHK Offenbach am Main Klimaveränderungen sind längst kein abstraktes Zukunftsthema mehr. Sie zeigen sich konkret – durch Hitzeperioden, Starkregen, Wasserknappheit, gestörte Lieferketten oder steigende Energie kosten. Für Städte und Gemeinden bedeutet das, Alternativen für Gestaltung und Erhalt urbaner Infrastruktur zu entwickeln. Für Unternehmen heißt das vor allem: wachsende Unsicherheit, neue Anforderungen an unternehmerisches Handeln – und die Chance, tragfähige Lösungen anzubieten. Aus meiner eigenen unternehmerischen Praxis weiß ich: Klima risiken zu ignorieren ist heute keine neutrale Haltung mehr, son dern eine unterlassene Entscheidung. Resilienz wird zur betriebs wirtschaftlichen Kategorie. Viele Unternehmen haben begonnen, Prozesse, Ressourcenverbräuche und Risiken kritisch zu prüfen – nicht aus Idealismus, sondern aus unternehmerischer Vernunft. Nachhaltigkeit bedeutet dabei nicht Perfektion, sondern Auseinandersetzung. Wer Transparenz schafft, gewinnt Handlungsspielraum. Nachhaltigkeitsberichte, wie sie in dieser Ausgabe vorgestellt werden, sind kein Selbstzweck. Sie helfen, Geschäftsmodelle robuster aufzustellen. Dabei geht es nicht nur um Klimaschutz, sondern ebenso um Klimaanpassung. Gerade mit Blick auf unsere täglich genutzte Infrastruktur ist ein Umdenken erforderlich – unabhängig von politischen Präferenzen. Der Klimawandel passt sich nicht an Wahlprogramme an. Regionale Daten, wissenschaftliche Einschätzungen und Wetteranalysen – etwa vom Deutschen Wetterdienst – unterstützen faktenbasierte Entscheidungen. Wer früh ver steht, was sich verändert, kann Chancen nutzen, statt nur auf Krisen zu reagieren. Diese Ausgabe zeigt: Unternehmen sind nicht ohnmächtig. Es gibt Wissen, Beratung und gute Beispiele. Entscheidend ist, jetzt ins Handeln zu kommen. Als Unternehmen stehen wir vor derselben Frage: Wie resilient ist unser Geschäftsmodell? Vorbereitung entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit. Ihre Resilient sein – wettbewerbsfähig bleiben Ihr Fahrzeug in den besten Händen - Ein Autoleben lang Die Göbel- Lifeline Jetzt App Jetzt App downloaden und ein downloaden und ein Autoleben lang sparen!Autoleben lang sparen! Im App-Store downloaden! Im Google-Play Store downloaden! Heinrich Göbel GmbH Hans-Böckler-Straße 13 63263 Neu-Isenburg www.mb-goebel.de Vorteile erhaltenVorteile erhalten Termin buchenTermin buchen Je nach Fahrzeugalter Vorteile und Rabatte genießen! Ganz bequem online über die App einen Termin vereinbaren! Ganz einfach über die App Ihre Göbel-Garantie verlängern! 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Die Weiterbildung 42 Gelungene Premiere der 1. OFC-Ausbildungsmesse NETZWERKE 43 Was macht eine Website attraktiv? 44 Drei herausragende Wirtschaftsjunioren 45 Ein Highlight für Austausch und Kooperation 46 Nachrichten aus dem Sachverständigenwesen 47 Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken 48 Nachfolge im Unternehmen leicht gemacht VERANSTALTUNGEN 48 Im Dialog mit ausgewiesenen Spezialisten 50 Praktikumswochen 2026: Neue Azubis finden 50 Wer stärkt die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der Region? 51 Online sicher und erfolgreich 52 IHK-Veranstaltungen im Frühjahr 53 Jetzt bewerben und gewinnen! 54 Die IHK-Mitgliedschaft hat viele Vorteile TITELTHEMA KLIMA. KRISE. CHANCEN. 18 Unternehmen müssen die Themen Klima und Nachhaltigkeit in ihre Planungen und Strategien einbeziehen. Dann können sie Chancen und Risiken einschätzen und erfolgreich bleiben. 4 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 INHALT DIHK-Digitalisierungsumfrage 2026 Unternehmen werden digitaler, haben aber noch viel zu tun Die aktuelle DIHK-Digitalisierungsumfrage 2026 macht deutlich: Deutsche Unternehmen setzen ihre Digitalisierung fort. Doch der Fortschritt verläuft trotz vieler positiver Ansätze weiterhin nur langsam. Bundesweit antworteten 4.686 Unternehmen aller Branchen und Größen. Die Ergebnisse bestätigen Trends, die auch die Mitgliedsunternehmen der IHK Offenbach am Main kennen und teilen. Den eigenen Digitalisierungsstand bewer- ten die Betriebe im Durchschnitt mit der Schulnote 2,8. Das entspricht einem soliden Niveau. Digitale Lösungen werden vor allem genutzt, um die Effizienz zu steigern, Kosten zu senken und um die Produkt- und Dienst- leistungsqualität zu sichern. 65 Prozent der Unternehmen nennen die Flexibilisierung des Arbeitens als Hauptgrund für die Digitalisierung, 64 Prozent wollen Kos- ten sparen und 63 Prozent die Qualität ihrer Leistungen verbessern. Gleichzeitig sehen 36 Prozent in der Digitalisierung einen Hebel, um innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle zu entwickeln. KI als Wettbewerbsfaktor – Hürden bleiben Künstliche Intelligenz (KI) ist in vielen Unter- nehmen angekommen und wird zunehmend zum Produktivitätsfaktor: 34 Prozent der Betriebe bewerten den Einfluss von KI auf ihre Produktivität bereits als hoch, weitere 52 Pro- zent als moderat. KI kommt vor allem bei der Qualitätssiche- rung und Prozessüberwachung (43 Prozent), der automatisierten Erstellung von Texten, Bildern und Codes (38 Prozent) sowie bei der Kundenansprache und im Kundensupport (34 Prozent) zum Einsatz. Gleichzeitig klagen die Unternehmen weiter über große Hürden: 59 Prozent sehen agotrans Logistik GmbH Behringstraße 1 · 6 3110 Rodgau Tel. : +49 (0) 6106 - 28 38 - 0 · info@agotrans.de ZUKUNFT BRAUCHT BEWEGUNG. www.agotrans.de IHK-Magazin bestellen oder abbestellen Wer Mitglied in der IHK Offenbach am Main wird, erhält drei Printausgaben des IHK-Magazins Offenbacher Wirtschaft per Post. Eine kurze Nachricht per E-Mail mit Angabe des Unternehmensnamens und der Mitgliedsnummer (ID) genügt und das kostenlose Print-Abonnement wird fortgesetzt. Genauso einfach wird das Abonne- ment der gedruckten Ausgabe per E-Mail abbestellt. E-Mail: redaktion@offenbach.ihk.de Die Online-Ausgabe der Offenbacher Wirtschaft finden Sie unter www.offenbacher-wirtschaft.deNachrichten: Gesamtverteidigung geht uns alle an | Ratgeber: Ursprungszeugnisse für Waren ab sofort vollständig digitalisiert | Veranstaltungen: E-Rechnung - Herausforderungen und Lösungen Wirtschaft unter Strom 11– 12 | 2025 5Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 NACHRICHTEN rechtliche Unsicherheiten und 50 Prozent technische Hemmnisse als zentrale Heraus- forderungen bei der Nutzung von Daten und KI. Infrastruktur und Verwaltung im Fokus Der Ausbau der digitalen Infrastruktur schreitet voran: Der Anteil der Unternehmen, bei denen die Verfügbarkeit von schnellem Internet dem eigenen Bedarf entspricht, ist im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozentpunkte gestiegen und liegt nun bei rund 74 Prozent. Kritisch wird die Digitalisierung in der öffent- lichen Verwaltung bewertet: Die Betriebe geben ihr die Note 4,2. Die öffentliche Ver- waltung bleibt damit aus Sicht der Wirtschaft eine zentrale Bremse für die digitale Trans- formation. Cybersicherheit und digitale Souveränität Die Bedrohungslage durch Cyberangriffe bleibt hoch: 18 Prozent der Unternehmen mit bis zu 999 Beschäftigten und 50 Prozent der großen Unternehmen ab 1.000 Mitarbei- tenden waren im vergangenen Jahr von mindestens einem erheblichen Cybersicher- heitsvorfall betroffen. Zwar setzen viele Betriebe grundlegende Schutzmaßnahmen um – etwa regelmäßige Backups (88 Prozent) oder laufende IT-Sicher- heitsupdates (85 Prozent) –, doch bei der Krisenvorsorge besteht Nachholbedarf: Nur 30 Prozent verfügen über einen Notfallplan und lediglich 13 Prozent führen Notfallübun- gen durch. Zugleich sehen viele Unternehmen eine starke Abhängigkeit von außereuropäischen Anbietern, insbesondere bei Cloud-Lösungen, Betriebssystemen und KI-Anwendungen. Dies rückt das Thema digitale Souveränität weiter in den Fokus. Stadt und Kreis Offenbach Die Ergebnisse der DIHK-Umfrage spiegeln auch die digitale Situation vieler Unterneh- men in der Region wider: Betriebe bewerten ihren Digitalisierungsstand insgesamt als solide, sehen jedoch ähnliche Herausforde- rungen wie bundesweit – von Fachkräfteman- gel (29 Prozent nennen fehlende IT-Fachkräfte als Hemmnis) bis hin zu Zeit- und Komplexi- tätsproblemen, die mit 58 Prozent und 56 Pro- zent zu den größten Hürden der Digitalisie- rung zählen. Für den regionalen Mittelstand ist die digitale Weiterentwicklung grundle- gend, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die IHK Offenbach am Main wird den Aus- tausch über digitale Strategien, praktische Umsetzungsansätze und politische Rahmen- bedingungen mit Unternehmen vor Ort weiter vertiefen. Ziel ist es, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen konkrete Unter- stützung auf dem Weg in eine erfolgreiche digitale Zukunft zu bieten. Kontakt Robin Hillesheim 069 8207-351 hillesheim@offenbach.ihk.de 4 KÜNSTL ICHE INTELL IGENZ, SOUVERÄNITÄT UND RESIL IENZ | D IHK-DIGITAL IS IERUNGSUMFRAGE 2026 Digitalisierung trotz stürmischen Fahrwassers: Unternehmen halten Kurs Stand der Digitalisierung im eigenen Unternehmen, von 1 = sehr gut bis 6 = ungenügend IKT- Branche Industrie Finanz- wirtscha VerkehrHandelBau Gastgewerbe Sonstige Dienstleistungen Gesamtwirtscha 2,8 Vorjahr 2,8 2024 2025 3,23,0 3,0 3,0 3,0 3,0 2,9 3,1 3,0 2,9 2,1 2,6 2,5 2,1 2,8 2,8 Digitalisierung als Antwort auf Krisen: Effizienz und Qualität im Fokus 0% 20% 40% 60% 80% 100% 31 %Bewältigung Fachkräftemangel 33 %Kundenbindung 36 %Entwicklung innovativer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle 63 % Qualitätsverbesserung Kosten sparen 64 % 65 % Flexibilisierung des Arbeitens Hauptgründe Digitalisierung Gr af ik : S ve n Eh lin , D IH K 6 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 NACHRICHTEN IHK-Konjunkturumfrage zeigt: Investitionsschwäche dauert an Konjunktur in Stadt und Kreis Offenbach weiter verhalten Die erste Konjunkturumfrage der IHK Offenbach am Main im Jahr 2026 zeigt, dass die wirtschaftliche Ent- wicklung in Stadt und Kreis Offenbach weiterhin verhalten ist. Zwar steigt der IHK-Konjunkturklimaindex leicht auf 91,6 Punkte (Herbst 2025: 89,3 Punkte). Das Ergebnis bleibt jedoch deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 103,6 Punkten und signalisiert damit eine anhaltend schwache Dynamik. Für das regio- nale Stimmungsbild befragt die IHK dreimal im Jahr einen festen Kreis von Mitgliedsunternehmen. Die Investitionsschwäche setzt sich fort und belastet die regionale Entwicklung. Lediglich 18 Prozent der Teilnehmer an der Konjunk- turumfrage planen höhere Investitionen, 38 Prozent dagegen Kürzungen. Nur knapp jedes fünfte Unternehmen schätzt die aktuelle Geschäftslage positiv ein. Auch die Geschäfts- erwartungen verbessern sich nur geringfügig. Eine Mehrzahl der Befragten bewertet die zukünftige Lage als schlecht. Hier zeigen sich jedoch je nach Branche unterschiedliche Einschätzungen: Während Großhandel und Industrie ihre Erwartungen erneut nach unten korrigieren, rechnen Betriebe im Einzelhan- del, in der Baubranche sowie bei personen- bezogenen Dienstleistungen damit, dass sich die Geschäftslage in den kommenden Monaten verbessert. Während die Beschäftigungssituation weiter- hin angespannt bleibt und viele Branchen ihre Einstellungspläne zurückfahren, gibt es im Großhandel und im Baugewerbe positive Tendenzen – hier erwarten die Unternehmen in den kommenden Monaten einen steigen- den Personalbedarf. NACHRICHTEN Internationales Umfeld bleibt herausfordernd Eine leichte Aufhellung zeigt sich im Außen- handel: Der Exportsaldo bleibt zwar negativ, verbessert sich aber auf niedrigem Niveau zum vierten Mal in Folge. 30 Prozent der Fir- men erwarten sinkende Exporte, 18 Prozent rechnen mit steigenden Ausfuhren. Allerdings bleibt das internationale Umfeld anspruchs- voll. Die Gründe hierfür sind vor allem höhere Zölle auf Exporte in die USA, volatile Entschei- dungen sowie wachsende Konkurrenz aus China und Osteuropa. Ein freier und regel- basierter Handel ist für die exportorientierten Unternehmen von zentraler Bedeutung. Das Handelsabkommen mit Indien sendet hier positive Signale, während die erneute Verzögerung des EU-Mercosur-Abkommens als Rückschlag wahrgenommen wird. Als größtes Risiko nennen die Unternehmen weiterhin die wirtschaftspolitischen Rahmen- bedingungen. 63 Prozent stufen diese als ernsthafte Belastung ein. Darüber hinaus werden die gestiegenen Arbeitskosten als zunehmendes Risiko empfunden. Betriebe vermissen strukturelle Reformen und sehen die Verzögerung wichtiger Weichenstellungen kritisch. Tiefgreifende Reformpolitik gefordert IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Wein- brenner betont: „Viele Unternehmen hatten gehofft, dass die politische Richtung nach der Bundestagswahl rasch für mehr Wachstum sorgt. Doch unsere aktuelle Umfrage zeigt: Die erhofften Impulse sind bislang ausgeblie- ben. Erste Reformschritte reichen nicht. Eine mutige und tiefgreifende Reformpolitik wäre jetzt das stärkste Signal, um Vertrauen zurück- zugewinnen und die dringend benötigten privaten Investitionen anzuregen.“ Die Modernisierungsagenda setze zwar einen wichtigen Impuls, um Verwaltung und Staat effizienter zu machen, so Weinbrenner. Entscheidend sei aber eine entschlossene Umsetzung, damit Unternehmen echte Entlastungen spüren. „Die Bundesregierung muss Reformen konsequent in praxistaugli- ches Recht überführen, ohne dass an anderer Stelle neue bürokratische Hürden aufgestellt werden. Dafür bedarf es einer ressortübergrei- fenden Gesamtstrategie für investitionsför- dernde und wachstumsfreundliche Rahmen- bedingungen.“ Weitere Informationen unter: www.ihkof.de/konjunktur 2/13 I Das Konjunkturklima in der Region Offenbach Verhaltener Jahresstart in der regionalen Wirtschaft Zu Jahresbeginn zeigt sich die regionale Wirtschaft weiterhin verhalten. Der IHK-Konjunkturklimaindex steigt zwar leicht auf 91,6 Punkte, bleibt jedoch deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt und signalisiert eine anhaltend schwache Konjunkturdynamik. Die Unternehmen beurteilen sowohl ihre aktuelle Lage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate überwiegend negativ. Zugleich zeigen die Ergebnisse je nach Branche große Unterschiede – von eingetrübter Stimmung in der Industrie über sinkende Investitionsbereitschaft bis hin zu leicht aufgehellten Exporterwartungen. Das Konjunkturklima in der Region Offenbach zum Jahresbeginn 2026 - 8,8 - 7,9 91,6 40 60 80 100 120 140 160 -60 -40 -20 0 20 40 60 Kl im ai nd ex , n eu tr al = 1 00 Sa ld o au s po si tiv en u nd n eg at iv en A nt w or te n Geschäftslage Geschäftserwartung IHK-Konjunkturklimaindex Ihr Unternehmen im IHK-Magazin Die Offenbacher Wirtschaft berichtet in jeder Ausgabe über Aktuelles aus den Unternehmen in der Region: Wir stellen Betriebe vor, die sich neu am Wirtschaftsstandort angesiedelt haben, berichten von wich- tigen personellen Veränderungen, großen Jubiläen und zündenden Geschäftsideen. Schicken Sie uns Ihre Pressemitteilung oder rufen Sie einfach an, damit die Leser des IHK-Magazins erfahren, was sich in Ihrem Unternehmen tut! Kontakt Birgit Arens 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Fo to : I H K Gr af ik : I H K 8 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 NACHRICHTEN IHR PARTNER IN SACHEN ETIKETTEN Für jeden Etikettenbedarf die passende Lösung. Individuell in Form, Farbe, Material und Haftung. Herderstraße 8 63073 Offenbach am Main Tel 069 89993-0 Fax 069 89993-45 info@of-etiketten.de www.of-etiketten.de OFFENBACHER ETIKETTENFABRIK Joachim Siebert Arbeitsjubiläen 40 Jahre Christine Gerlach Höfer & Bechtel GmbH 35 Jahre Volker Kreische Höfer & Bechtel GmbH 25 Jahre Annette Garcia MKU-Chemie GmbH Shamila Hadjizada Dental-Union GmbH Rebecca Mrahorovic Dental-Union GmbH Joachim Picard Versicherungsdienst Marquez + Ehmig GmbH 20 Jahre Nicole Kühnl ASSION KG Peter Ungemach GEFINAL Blech- und Stahlbau GmbH 15 Jahre Birgit Fischer Dental-Union GmbH Regina Resch Dental-Union GmbH 10 Jahre Robin Fehn Herth+Buss Mobility Solutions GmbH & Co. KG Benjamin Kaufhold Herth+Buss Mobility Solutions GmbH & Co. KG Hermann Schröder Herth+Buss Mobility Solutions GmbH & Co. KG 5 Jahre Hakima Fennane Köba-Sewifa GmbH Schöne Anerkennung für Jubilare Ihre langjährigen Mitarbeiterinnen oder Mit- arbeiter verdienen zu ihren Arbeitsjubiläen besondere Auszeichnungen. Deshalb stellt Ihnen die IHK Offenbach am Main personali- sierte Urkunden zur Verfügung, auf Wunsch kombiniert mit einer Veröffentlichung hier im IHK-Magazin „Offenbacher Wirtschaft“. Wenn Sie auf diese Weise zeigen möchten, wie sehr Sie die Zusammenarbeit mit den Jubilaren schätzen, teilen Sie uns bitte fol- gende Informationen mit: ❙ Name des Jubilars oder der Jubilarin ❙ Jubiläumsdatum ❙ genaue Firmierung des Unternehmens (entsprechend Eintragung in Handelsregis- ter bzw. Gewerbeanmeldung). Die Kosten für eine gerahmte Urkunde betra- gen 40,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. www.ihkof.de/jubilare Kontakt IHK-Kundenservice 069 8207-0 | Fax -149 service@offenbach.ihk.de 9Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 NACHRICHTEN Hessischer Staatspreis Energie 2026 Leserbefragung zur Offenbacher Wirtschaft Drei Fragen – drei Minuten Unser IHK-Magazin Offenbacher Wirtschaft informiert Sie zur Wirtschaft in der Region Offenbach, zur Arbeit der IHK-Organisation und ihren Netzwerken. Was wir auswählen und wie wir darüber berichten, soll genau zu Ihren Interessen und Anliegen passen. Deshalb bitten wir Sie um drei Minuten Ihrer Zeit: Nehmen Sie an unserer kurzen Leserbefragung teil! ❙ Einfach den QR-Code scannen! ❙ Fragen beantworten und/oder Ideen geben! ❙ Abschicken! Vielen Dank sagt das Redaktionsteam der Offenbacher Wirtschaft. Teilnahmeschluss ist am 30. April 2026. Alle zwei Jahre vergibt das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und länd- lichen Raum (HMWVW) den Hessischen Staatspreis für innovative Energielösungen. Bewerben können sich Unternehmen, Institutionen, Kommunen, Privatpersonen sowie Schülerinnen, Schüler und Studierende. Gesucht werden herausragende Projekte, Konzepte und Lösungen für aktuelle Fragestellungen im Themenfeld Energie. Sechs Kategorien stehen zur Auswahl: Strom, Wärme, Mobilität, Systemintegration, gesellschaftliches Engagement und Nachwuchs. Insgesamt stellt das Hessische Wirtschaftsministerium für die Gewinner Preisgelder von bis zu 53.500 Euro zur Verfügung. Bewerbungen können bis zum 30. April 2026 online eingereicht werden. www.hessischer-staatspreis-energie.de Co py rig ht : L EA L an de sE ne rg ie Ag en tu r H es se n 10 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 NACHRICHTEN HIHK setzt sich für enge Kontakte zwischen Hessen und Indien ein Freihandelsabkommen stärkt das Indiengeschäft Die hessischen IHKs begrüßen die Einigung der Europäischen Union und Indiens über ein umfassendes Freihandelsabkommen und setzen sich für eine weitere Verbesserung der Geschäftsbeziehungen ein. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der indische Premierminister Narendra Modi haben den Abschluss der Verhandlun- gen am 27. Januar 2026 beim 16. Gipfeltreffen EU–Indien in New Delhi bekannt geben. Das Abkommen schafft eine Freihandelszone mit knapp zwei Milliarden Menschen. Darin werden die Zölle für 96,6 Prozent des Warenwertes der EU-Ausfuhren nach Indien abgeschafft oder schrittweise gesenkt. Damit bestehen gute Chancen, dass sich die Warenausfuhren nach Indien in den nächsten Jahren deutlich erhöhen, Schätzungen halten sogar eine Verdopplung bis 2032 für realistisch. Derzeit handeln die EU und Indien bereits Waren und Dienstleistungen im Wert von über 180 Milliarden Euro pro Jahr. Neben Zollvergünstigungen bietet die Vereinbarung auch einen privi- legierten Zugang zum indischen Dienstleistungsmarkt und umfassen- den Schutz geistigen Eigentums. „Das Abkommen ist in Zeiten globaler Unsicherheiten ein wichtiges Zeichen für offene Märkte und regelbasierte internationale Zusam- menarbeit“, betont HIHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller. „Mit dem Abbau von Handelshemmnissen werden wir auch die engen Beziehungen zwischen Hessen und Indien weiter intensivieren.“ Hessen ist dabei in einer besonders guten Position, um in den nächsten Jahren von intensiveren bilateralen Handelsbeziehungen zu profitieren. Schon heute sind insbesondere Frankfurt und die Rhein-Main-Region ein Zentrum der indischen Business Community in Deutschland. Im Jahr 2025 erreichten hessische Ausfuhren nach Indien einen Wert von rund 820 Millionen Euro. Unter den wichtigsten Exportmärkten Hessens in Asien liegt Indien damit auf Rang vier. Das Indiengeschäft unserer Unternehmen dürfte in Zukunft insbeson- dere davon profitieren, dass indische Zölle auf wichtige Ausfuhrgüter Hessens wie Maschinen (bislang bis zu 44%), Chemikalien (bis zu 22%) und Arzneien (bis zu 11%) weitgehend abgeschafft werden. Mit Blick auf die Verzögerungen beim Mercosur-Abkommen setzt die hessische Wirtschaft nun auf eine rasche Implementierung des EU- Indien-Abkommens. www.hihk.de tillmann-verpackungen.de Kathrin Hildebrand Geschäftsführerin 0800-TILLMANN MIT SICHERHEIT GUT VERPACKT – DANK ÜBER 70 JAHREN ERFAHRUNG. Fo to : A do be S to ck – a bd ul la h. jv d 11Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 NACHRICHTEN Kurz notiert ❙ IHK FOSA: Jahresrekord NÜRNBERG. Die IHK FOSA, das bundesweite Kompetenzzentrum der Industrie- und Handels- kammern für die Feststellung der Gleichwertigkeit ausländischer Berufsabschlüsse, hat 2025 den 10.000sten Anerkennungsbescheid erteilt. Damit wurde ein neuer Jahresrekord erreicht. Nie zuvor gab es mehr Anerkennungen über eine volle oder teilweise Gleichwertigkeit. Die Organisation optimierte dafür ihre Abläufe, baute Personal aus und entwickelte die digitale Infrastruktur weiter. Seit Mai ist die Antragstellung online über das Portal „Anerkennung in Deutschland“ möglich, was die Verfahren beschleunigt. Von den vereinfachten Prozessen profitieren ausländische Fachkräfte und Unternehmen gleichermaßen. www.anerkennung-in-deutschland.de ❙ Neuer Campus für HGA OFFENBACH. Die HGA Gesundheitsakademie Hessen eröffnet einen neuen Campus in der Fritz- Remy-Straße 25. Damit erweitert sie ihre Kapazi- täten für Aus- und Weiterbildung im Gesundheits- und Pharmabereich. Die Akademie ist seit 1999 für praxisorientierte Qualifikationen bekannt und zählt zu den wenigen Rettungsdienst- und Desinfekto- renschulen in Hessen. Moderne Schulungsräume, digitale Lernplattformen und ein eigenes Labor sollen die Voraussetzungen für die Fachkräftege- winnung und -sicherung verbessern. Auf dem rund 4.000 Quadratmeter großen Gelände entstehen 30 Arbeitsplätze, weitere sind geplant. Die HGA bietet neben Hygiene- und Notfalltrainings auch gesundheits- und pharmaspezifische Führungs- qualifikationen an, Studiengänge sollen in Zukunft folgen. www.hga-hessen.de ❙ Fördercheck für Unternehmen NÜRNBERG. Die Bundesagentur für Arbeit bietet einen neuen Online-Fördercheck. Mit Hilfe des digitalen Tools können sich Unternehmen unkom- pliziert und schnell über Fördermöglichkeiten infor- mieren. Dazu zählen unter anderem Förderungen zur Einstellung, Qualifizierung oder Weiterbildung von Beschäftigten. Nach wenigen Fragen liefert der Fördercheck eine erste Einschätzung potenzieller Leistungen wie Eingliederungszuschuss, Assistierte Ausbildung oder Qualifizierungsmaßnahmen. Das Angebot richtet sich an Unternehmen aller Größen und Branchen. www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell Menschen und Wirtschaft ❙ Handelsrichter wiederernannt OFFENBACH/DARMSTADT. Der Präsident des Land- gerichts Darmstadt hat auf Vorschlag der IHK Offenbach am Main die Amtszeit des ehrenamtlichen Handelsrichters Martin Deiß, MaD-Event Veranstaltungstechnik in Mühl- heim, mit Wirkung zum 1. April 2026 um weitere fünf Jahre verlängert. www.offenbach.ihk.de/recht-und-steuern ❙ Neuer General-Manager NEU-ISENBURG. Nicolas Sommer ist der neue General- Manager für Deutschland und Österreich bei International SOS. International SOS unterstützt Unternehmen dabei, die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeitenden welt- weit zu gewährleisten – von präventiven Maßnahmen über sicherheitsrelevante und medizinische Beratung bis hin zum Notfallmanagement. Sommer wird die strategische Weiterentwicklung der Geschäftstätigkeiten in beiden Märkten vorantreiben. Ziel ist ein zweistelliges Wachstum in der Region. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der internationalen Geschäftsentwicklung und Führungsposi- tionen in Europa und Asien verfügt er über umfassende Expertise in der Entwicklung kundenorientierter Strate- gien und Lösungen. www.internationalsos.de ❙ Führung strategisch neu aufgestellt OBERTSHAUSEN. Seit dem 1. Januar 2026 ist Martin Picard CEO der Picard Lederwaren GmbH & Co. KG. Der 33-Jährige bildet mit Georg Picard, der künftig als Geschäftsführer Produkt & Design agiert, die neue Doppel- spitze. Die klare Aufgabenverteilung soll die Modernisie- rung der Traditionsmarke vorantreiben – mit Fokus auf digitale Skalierung, marktorientierte Führung und design- getriebene Sortimentspolitik. Erste Erfolge zeigen sich laut Unternehmen bereits: 2025 sei der Picard-Onlineshop profitabel um 43 Prozent gewachsen. Die neue Generation an der Unternehmensspitze soll Handwerkstradition mit datenbasierter Markenführung verbinden. www.picard-fashion.com Fo to : p riv at Fo to : p riv at Fo to : p riv at 12 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 NACHRICHTEN https://www.anerkennung-in-deutschland.de ❙ Arbeitgeber als Chancengeber DIETZENBACH. Die Wirtschaftsförderung des Kreis Offenbach und Pro Arbeit (AöR) haben zum zweiten Mal Unternehmen ausgezeichnet, die eine faire, integrative Personalpolitik verfolgen, soziales Engagement fördern und gesellschaftliche Verantwortung stärken. In der Kategorie „Arbeitnehmerfreundliche Unternehmen und Organisationen“ wurden drei Betriebe geehrt: die Mobile Hauskrankenpflege Wörner GmbH (Kleinstunternehmen), die VIDEOR E. Hartig GmbH (mittlere Unternehmens- größe) und die Biotest AG (Großunternehmen). Auch in der Kategorie „Soziales Engagement und Förderung des Ehrenamts“ erhielten drei Unternehmen eine Auszeich- nung: das Sanitätshaus Dreieich (Kleinstunternehmen), die Stadtwerke Dreieich (mittlere Unternehmensgröße) und die Volksbank Dreieich Offenbach (Großunterneh- men). Zu den Kriterien für die Vergabe des Preises zählen Vielfalt, Inklusion, Mitgestaltungsmöglichkeiten sowie die nachhaltige Wirkung des jeweiligen Engagements. www.standortplus.de/Preis-Arbeitgeber-als- Chancengeber/ Menschen und Wirtschaft ❙ In den Ruhestand verabschiedet FRANKFURT/ASCHAFFENBURG. Die Frankfurter Volksbank Rhein/Main hat ihren Co-Vorstandsvorsitzen- den Claus Jäger zum Jahresende 2025 in den Ruhestand verabschiedet. Der 65-Jährige war fast fünf Jahrzehnte im genossenschaftlichen Bankwesen aktiv und prägte die regionale Bankenlandschaft maßgeblich: 1976 star- tete er seine Karriere in Aschaffenburg, seit 1998 wirkte er in Vorstandsverantwortung und führte die Raiffeisen- Volksbank Aschaffenburg bis zum Zusammenschluss mit der Frankfurter Volksbank Rhein/Main. Jäger war in zahlreichen Gremien der Genossenschaftlichen Finanz- gruppe, der deutschen Wirtschaft sowie in seiner Region aktiv, unter anderem auch im Geld- und Kreditausschuss der DIHK. Zwischen 2014 und 2021 war er Vizepräsident der IHK Aschaffenburg. Für seine Verdienste wurde er mit der höchsten Auszeichnung im Genossenschaftswesen geehrt, der Ehrennadel in Gold des Deutschen Genos- senschafts- und Raiffeisenverbandes. www.frankfurter-volksbank.de ❙ Ehrenplakette der Stadt Frankfurt für Dr. Lutz Raettig FRANKFURT. Der langjährige Präsident und heutige Ehren präsident der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance, Dr. Lutz Raettig (l.), wurde mit der Ehrenplakette der Stadt Frank- furt am Main geehrt. Der Betriebswirt prägte über Jahrzehnte die deutsche und internationale Finanzbranche – unter anderem in Führungspositionen bei der Commerzbank und als Vorstands- vorsitzender der Morgan Stanley Bank AG. Frankfurts Oberbürger- meister Mike Josef (r.) würdigte sein außergewöhnliches Engage- ment für den Finanzplatz und die Stadt. Der Finanzplatz Frankfurt als Standort zentraler Aufsichtsbehörden habe unter Raettigs Leitung weiter an europäischer Bedeutung gewonnen. Auch als langjähriger Vorsitzender des Börsenrats setzte er wichtige Impulse. Neben seiner wirtschaftspolitischen Arbeit engagierte sich Dr. Lutz Raettig intensiv für die Frankfurter Kulturszene. www.frankfurt-main-finance.com VIDEO – Safety – Guard – Tower Baustellenüberwachung Sichern Sie Ihr Eigentum Unkomplizierte Sofortmontage einer mobilen Einbruchmeldeanlage jederzeit möglich. Dem Ernstfall einen Schritt voraus • Schnelle und professionelle Sicherung Ihres Objektes innerhalb von 48 Stunden • Kostengünstig mieten Wir beraten Sie gerne individuell in allen Fragen rund um Ihre Sicherheit. Besuchen Sie unser Sicherheitscenter. Heinrich-Krumm-Straße 9 63073 Offenbach www.bws-offenbach.de Telefon: 069/888 145 Fo to : p riv at Fo to : S ta dt F ra nk fu rt a m M ai n / H ol ge r M en ze l 13Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 NACHRICHTEN Birgit Arens hat bei Perfect Brew reingeschaut Kaffee ist für Andreas Hebeis mehr als ein Geschäft. Eher eine Leidenschaft, die zum wichtigsten Standbein seines Unternehmens Hebeis Events OHG in Dreieich gewor- den ist. In Neu-Isenburg hat er die Barista-Schule Perfect Brew eröffnet. Andreas Hebeis hat als gelernter Restaurantfachmann in mehreren Hotels im Rhein-Main-Gebiet gearbeitet und sich zunächst auf den Barbetrieb und Cocktails spezialisiert. Mit dieser Expertise machte er sich vor 25 Jahren selbstständig. „2008 kam die erste Anfrage für eine Kaffee-Veranstaltung. Das war erst mal eine gute Ergänzung. Heute macht das Barista-Catering 80 Prozent unseres Geschäfts aus. Wir verwenden jährlich zwei Tonnen Kaffee auf Veranstaltungen“, berichtet der Unternehmer, der acht fest angestellte Mitarbeiter und einen Aus- zubildenden zum Veranstaltungskaufmann beschäftigt. „Guter Kaffee bleibt in Erinnerung“, sagt Hebeis. Deshalb verwöhnen seine Kunden ihre Gäste, Geschäftspartner oder Teams während Mes- seauftritten, bei Kongressen oder im Unternehmen mit Kaffee-Speziali- täten. „Wir werden europaweit gebucht und sind mit unserem eigenen Ob Gastronomieprofi oder Home-Barista – Andreas Hebeis zeigt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Seminare seiner Barista-Schule, wie sie den Kaffee-Genuss perfektionieren können. 14 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 NACHRICHTEN frisch gerösteten Kaffee, unserem eigenen Wasser, frischer Biomilch und hochwertigen Milchalternativen unterwegs“, erklärt er. Ohne Schulung nützt die beste Maschine nichts Was macht einen guten Rohkaffee aus? Welche Röstung bringt die Aromen am besten zur Geltung? Welcher Mahlgrad passt für Espresso, welcher für Filterkaffee? Wie beeinflusst die Wasserhärte die Qualität? Was sind Druckprofile und wie wirken verschiedene Brühtempera turen? Andreas Hebeis kennt dazu Antworten und sagt: „Ich habe unendlich viele Seminare besucht.“ Er gibt zu, dass das etwas übertrie- ben ist. Aber er hat das Rösten erlernt, Filterkurse belegt, in Innsbruck den Coffee-Master-Lehrgang am Kaffee-Institut von Goran Huber absolviert und in Mailand Latte-Art trainiert, um nur einige Schulungen zu nennen. „Kaffee war lange unterschätzt. Heute ist das anders. Es gibt viel Forschung zum Thema und in Zürich an der Hochschule für Life Sciences and Facility Management sogar die Möglichkeit, einen akademischen Weiterbildungsabschluss im Kaffeesektor zu absolvie- ren“, berichtet der Spezialist. Verändert habe sich auch der Anspruch der Kaffeetrinkerinnen und -trinker: „Das Qualitätsbewusstsein ist gewachsen. In der Corona-Zeit haben sich viele Menschen hochwertige Kaffeemaschinen gekauft. Aber mit der Anschaffung ist man noch kein Barista. Auch Gastro- nomiebetrieben nützt eine 20.000 Euro-Profimaschine nichts, wenn das Personal nicht geschult ist und eigentlich niemand weiß, wie man damit einen guten Kaffee zubereitet.“ 2025 hat Hebeis einen Raum neben seinem Lager in Neu-Isenburg gemietet. „Meine Frau hatte die Idee, dort eine Barista-Schule ein- zurichten. Es gibt nicht viele in der Region“, berichtet er. Nun ste- hen auf einer langen Edelstahlanrichte kompakte und ausladende Siebträgermaschinen für den Heim- und den Gastronomiebetrieb neben einander, dazwischen Kaffeemühlen, Waagen und weiteres Equipment. „Kaffeeliebhabern bieten wir klassische Home-Barista-, Espresso- oder Latte-Art-Kurse an. Außerdem laden wir zum Kaffee- Parcours ein, der auch ideal für Teambuilding-Events ist, die hier oder im Unternehmen stattfinden können. Es gibt Einblicke ins Rösten, in die Sensorik, natürlich in die Zubereitung und ein Quiz gehört dazu. Bei Gastronomieschulungen können bis zu zehn Teilnehmerinnen oder Teilnehmer an Profimaschinen üben“, erklärt Hebeis. Sie lernen die Funktionen und Einstellungen kennen, alles Wesentliche zur Zubereitung sowie zu Reinigung und Pflege. „Die Reproduzierbarkeit ist wichtig, damit immer dasselbe gewünschte Ergebnis erzielt wird. Das eigene Gerät kann mitgebracht werden“, sagt er. Gäste und Teams schätzen Qualität Einige Gastronomiebetriebe entwickeln mit Andreas Hebeis eigene Kaffee-Konzepte: Er berät unabhängig zur Anschaffung von Mühlen und Maschinen, zu Kaffeesorten oder zu den Spezialitäten, die angeboten werden sollen. „Mit dem Hotel Restaurant Café Wessinger in Neu-Isen- burg haben wir eine solche Kooperation. Der Kaffee kommt bei den Gäs- ten jetzt so gut an, dass der Umsatz um 15 Prozent gestiegen ist“, sagt er. Darüber hinaus berichtet er von der Zusammenarbeit mit Banken, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen. „Die Firmen haben oft auch Vollautomaten. Aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schätzen einen richtig guten Espresso oder Cappuccino aus einer Siebträgermaschine sehr“, beschreibt er, wie Kaffee die Arbeitgeber- Attraktivität steigert. Im Februar verwandelte das Hebeis-Team einen Pop-up-Store neben dem Rathaus in Dreieich-Sprendlingen in ein Kaffee-Kompetenz- zentrum. Aktuell gibt es Verhandlungen mit einer Airline, die ihre Flughafen-Lounge mit Barista-Kaffee aufwerten will. Außerdem denkt Andreas Hebeis über einen eigenen Laden nach, in dem er unter ande- rem seine Röstungen anbieten will. Es gibt noch viele Wege, auf denen er Menschen mit gutem Kaffee erreichen kann. www.hebeis.com Autorin Birgit Arens 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Fo to : A re ns /IH K 15Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 NACHRICHTEN Skandinavische Modularlösungen zum Mieten oder Kaufen Schnell und unkompliziert mehr Platz fürs Unternehmen Anbauten oder Gebäude zügig ein- oder mehrgeschossig errichten, permanent oder vorübergehend nutzen und wieder zurückbauen – modulares Bauen ermöglicht große Flexibilität. Zu den führenden Herstellern in Nordeuropa zählt sich Adapteo. Das Unternehmen mit Wurzeln in Schweden und Finnland hat seinen deutschen Hauptsitz in Neu-Isenburg. Mit herkömmlichen Baucontainern haben die Adapteo-Lösungen wenig gemeinsam. Sie werden in Stahl, Holz oder Hybrid aus beiden Werkstoffen realisiert und sind in diversen Ausführungen erhältlich. Herausnehmbare Sei- tenwände und Decken sowie austauschbare Tür- und Fensterelemente eröffnen eine Vielfalt an Größen und Gestaltungsmöglichkeiten. Auch für die Innenausstattung und die Versorgung stehen unterschiedlichste Möglichkeiten zur Auswahl – von Bodenbelägen und Wandbekleidungen bis zu Photovoltaik-Anlagen und Wärmepumpen. Für Auftraggeber aus dem öffentlichen Sektor errichtet Adapteo unter anderem Verwal- tungs- und Schulgebäude oder Unterkünfte. Ein Beispiel ist die größte deutsche Auslands- schule der Bundeswehr in Litauen für die Kinder von dort stationierten Soldatinnen und Soldaten. Werden Kitas oder Schulen saniert, überraschen die komfortablen Über- gangsgebäude positiv, sagt Benjamin von Schretter, Geschäftsführer von Adapteo: „Wir erleben, dass die Eltern von unseren Modulen sehr angetan sind, denn manchmal sind die Interimslösungen besser als die Altbauten.“ Flexibel und nachhaltig bauen „Die Zukunft unserer Wirtschaft ist gerade schwer vorherzusagen. Unternehmen scheuen das Risiko hoher oder langfristiger Investitionen. Mit unseren Modulen erhalten sie zusätzliche, individuell gestaltete Räume zur Miete oder zum Kauf – ohne langes Warten auf eine Baugeneh- migung. Wir planen und realisieren mit ihnen, was sie brauchen, und berücksichtigen dabei Vorgaben zu Barrierefreiheit und Arbeitssicher- heit“, sagt von Schretter. Ob Bürogebäude, Veranstaltungsraum, Küche oder Werkstatt – die Optionen reichen vom kompakten Eventcontai- ner für Messen über Anbauten und aufgestockte Etagen bis zu mehrgeschossigen, separaten Gebäuden. Da die Einzelteile vorgefertigt werden, dauert der Aufbau nur wenige Tage. Auf Wunsch erschließen die Experten Grundstücke, erledigen Tiefbauarbeiten oder gestalten Park- plätze und Grünanlagen. Auch den kompletten oder teilweisen Rückbau übernimmt Adapteo. Nachhaltigkeit erreicht das Unternehmen hier auf unterschiedlichen Wegen: Es bereitet die Module auf, baut sie um und verwendet sie andernorts wieder. Oder es führt einzelne Materialien sortenrein getrennt in ein zirkuläres System zurück. Die teilweise eingesetzten Schraubfundamente entfernt Adapteo schnell und spurlos aus dem Unter- grund. Ein 2024 erstellter Nachhaltigkeitsbericht und Zertifizierungen belegen den sorgsamen Umgang mit Ressourcen und Umwelt. Wachsen und weiterentwickeln Der Standort Neu-Isenburg ist aufgrund seiner zentralen Lage besonders attraktiv für das Unternehmen Adapteo. „Die hervorragende Anbindung an Autobahnen, den öffentlichen Nahverkehr und den internationalen Flughafen ermöglicht es uns, Projekte in ganz Deutsch- land schnell und effizient umzusetzen – und ist zugleich ein wichtiger Faktor für unsere Mitarbei- tenden“, berichtet Benjamin von Schretter. Die Adapteo Group verfolgt das Ziel, ihre Präsenz in Europa weiter auszubauen. Aktuell ist die Unternehmensgruppe in neun Län- dern aktiv, weitere sollen hinzukommen. Die Adapteo GmbH konzentriert sich dabei auf den deutschen Markt und unterstützt mit ihrer Expertise die gruppenweite Weiterentwicklung. „Parallel treiben wir die Entwicklung neuer Module voran – mit konsequentem Fokus auf Energieeffizienz, nachhaltige Konzepte und echte Kreislaufwirtschaft“, sagt von Schretter. www.adapteo.de Benjamin von Schretter ist Geschäftsführer der Adapteo GmbH in Neu-Isenburg. Adapteo errichtet unter anderem repräsentative Firmengebäude in modularer Bauweise. Sie eignen sich sowohl zur Interims- als auch zur Dauernutzung und können an den jeweiligen Bedarf angepasst werden. Fo to : A da pt eo 16 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 NACHRICHTEN Die Agentur mit Gespür für Märkte, Branchen und Ziele Vom Marketing-Pionier zum strategischen Wachstumspartner Als Partnerin ihrer Kundinnen und Kunden versteht sich die 1995 in Offenbach gegründete Wegner & Partner Agentur für Absatzmarketing GmbH. Mit ihrer jahrzehntelangen Erfahrung und ihrem Know-how betreuen die Spezialisten aus der Frankfurter Straße bekannte Marken, aber auch kleine und mittelständische Unternehmen. „Ich brauche zehn Prozent mehr Absatz“, kann ein Auftrag an Wegner & Partner lauten. Das Team zieht daraufhin keine Standardlösung aus der Schublade. „Wir werfen den freien Blick von außen auf Unternehmen, analysie- ren den Markt und die Situation des Kunden oder seiner Marke. Jedes Projekt wird fest in einem unserer Teams verortet, das natürlich auf besondere Kompetenzen von Kolleginnen und Kollegen aus anderen Teams zugreift. Was zählt, ist unsere Erfahrung, aber auch, dass wir uns in den vergangenen 30 Jahren immer wieder neu erfunden haben“, sagt Michael Kehm, der Wegner & Partner mit Susanne Hüffler leitet. „Wir helfen Unter- nehmen, mehr zu verkaufen. Messbar und nachvollziehbar. Wir sind eine Kombination aus Beratung und Agentur und vor allem ein Partner für unsere Kunden“, stellt er fest. Spaß, Unternehmergeist und Mut Wegner & Partner ist branchenübergreifend in der Region, in Deutschland und international aktiv. „Jede Branche funktioniert anders. Jeder Markt hat seine Regeln. Was in Deutsch- land klappt, muss nicht für UK passen. Wir kennen die Märkte und sind immer ‚am Puls‘ der jeweiligen Branche“, sagt Susanne Hüffler. Besonders mag sie langfristige Planun- gen, wie sie in den Jahresgesprächen mit Bestandskunden auf der Agenda stehen: „Das macht mehr Spaß, und den brauchen beide Seiten. Es ist wie ein Teambuilding mit dem Kunden oder der Kundin. Man muss das Fun- keln in den Augen sehen und sich manchmal aneinander reiben. Wichtig sind Unterneh- mergeist und der Mut, etwas auszuprobieren.“ Den hatte eine Bäckerei-Kette im Sauerland, die in Schieflage geraten war. „Sie waren schon teilinsolvent“, berichtet Kehm. „Für uns stellte sich die Frage‚ wie das Unternehmen die Kurve kriegt. Wir haben das Produktsorti- ment genau geprüft und herausgefunden, dass manche Backwaren in der Herstellung viel zu aufwendig waren. Die Bäckerei hat ihr Sortiment stark verdichtet. Zusammen haben wir ein Eiweißbrot entwickelt. Es folgten Wer- beaktionen. Das Ziel ‚Mehr Brötchen in die Tüte kriegen!‘ haben wir erreicht. Der Bäcker stieg wie Phönix aus der Asche“, freut er sich. Das Unternehmen sei bis heute Kunde. Von einem ursprünglichen Schlüsseldienst, der schon lange eine ganze Palette an Sicherheits- technik anbot, berichten Hüffler und Kehm, dass sich der Geschäftsführer eine bessere Auslastung seines Innendiensts wünschte. In Gesprächen mit der Agentur wurde deutlich, dass das Unterneh- men ein klares Profil brauchte. „Wir haben die Marke komplett neu aufgebaut und das Gesamt- portfolio sichtbarer gemacht. Dann haben wir eine zahlungskräftige Zielgruppe in einer ausge- wählten Region angesprochen“, beschreibt Kehm die Vorgehensweise. Die anschließende Rück- meldung des Kunden sei sehr positiv gewesen: „Das Telefon klingelt häufiger. Sein Innen- und sein Außendienst sind voll ausgelastet. Das rich- tige Ziel zu haben, ist entscheidend. Manchmal geht es um die Marke, dann um ein Produkt. Das hinterfragen wir immer genau.“ KI kann viel, aber nicht alles Wegner & Partner unterhält Stand- orte in Offenbach und Bochum, an denen insgesamt 30 Menschen beschäftigt sind. „Ein kurzes Daily Meeting, an dem alle teilnehmen, gehört zum Alltag. Den Großteil der Leistung erbringen unsere Teams. Gelegentlich unterstützen uns Free- lancer in den Bereichen Text, Foto, Grafik oder Partner für Personal-Pro- motion. Strategie und Konzept kom- men vollständig aus dem eigenen Haus“, versichert Susanne Hüffler. Neue Impulse und frisches Wissen bringt nicht zuletzt der Nachwuchs in die Agentur: „Wir bilden Kaufleute für Marketingkommuni- kation, Industriekaufleute und Mediengestal- ter aus. In Bochum haben schon zwei Azubis ihre Ausbildungen als ‚Beste‘ abgeschlossen“, erklärt sie und berichtet von der internen Plattform Wegner & Partner-Academy, der eigenen „Kaderschmiede“. Dort tauschen sich die Teams aus und stärken ihr Wissen, zum Beispiel zu Themen wie KI oder Projektarbeit. „Wir sind seit den 90ern im Game“, scherzt Michael Kehm, „aber mit jedem Level gewach- sen. Märkte wandeln sich ständig. Es kommen immer wieder große Umbrüche. 2007 hat das iPhone einen ausgelöst. Heute verändert KI die Arbeit. Sie vereinfacht die Recherche und das Skalieren, aber ohne Ausbildung nützt KI wenig. Verstand, Wissen und Kreativität bleiben weiter gefragt“, steht für ihn fest. www.wegner-partner.de Michael Kehm und Susanne Hüffler, Geschäftsführung Wegner & Partner. Kontakt Michael Kehm 069 9864530 michael.kehm@wegner-partner.de Fo to : I go r L in k/ W eg ne r & P ar tn er G m bH 17Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 NACHRICHTEN KURSWECHSEL BEIM KLIMASCHUTZ DIHK für mehr Effizienz und internationale Kooperation Der Klimaschutz hat für die IHK-Organisation und ihre Mitgliedsunternehmen weiterhin einen hohen Stellenwert. Der jüngste Klimaschutzbeschluss der Deutschen Industrie- und Handels- kammer (DIHK) zeigt, dass die Wirtschaft den Übergang zur Klimaneutralität nicht nur mitträgt, sondern aktiv gestalten will. Aber Unternehmen kämpfen mit hohen Energiekosten, komple- xen Vorgaben und Bürokratie. Aus Sicht der DIHK braucht es einen Kurswechsel, der Effizienz, Marktmechanismen und internationale Kooperation stärker in den Mittelpunkt rückt. Kostbare Energie, immer und überall verfügbar. Laut der DIHK ist ein Kurswechsel beim Klimaschutz notwendig, um die erheblichen Belastungen für Unternehmen in Deutschland zu reduzieren. Offenbacher Wirtschaft März/April 202618 TITELTHEMA Fo to : A do be S to ck – S te fa n Lo ss Der DIHK-Beschluss betont, dass Klimaschutz nur dann wirksam ist, wenn er global abgestimmt erfolgt. Nationale Alleingänge verschär- fen Wettbewerbsnachteile und lösen Produktionsverlagerungen aus. Die DIHK plädiert daher für international koordinierte Klimaziele und schlägt einen flexibleren CO₂-Budgetansatz vor. Keine starren Reduktionsziele Anstelle fester, detaillierter, jährlicher Emissionsziele soll ein über- geordnetes CO₂-Gesamtbudget eingeführt werden. Es definiert die maximale Gesamtmenge an CO₂, die in einem bestimmten Zeitraum ausgestoßen werden darf. Statt jedes Jahr starr ein Reduktionsziel erfüllen zu müssen, könnten Unternehmen Emissionen dort und dann reduzieren, wo es am kostengünstigsten und technisch sinn- vollsten ist. Kurz gesagt: Der Staat definiert, wie viel CO₂ insgesamt noch ausgestoßen werden darf – die Wirtschaft entscheidet flexibler, wann und wo sie reduziert. Das würde unnötige Kosten und Büro- kratie vermeiden. Klimaschutzinstrument Emissionshandel Zentral bleibt der Emissionshandel, dessen Lenkungswirkung durch klare Preis- und Investitionssignale weiter gestärkt werden soll. Der Emissionshandel ist ein marktbasiertes Klimaschutzinstrument, das in der EU seit 2005 existiert. Das EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS) ist in allen EU-Mitgliedstaaten gültig. Es basiert auf dem Cap-and-Trade Prinzip. Cap (Emissionsdeckel) bedeutet, dass die EU eine Obergrenze des CO₂-Ausstoßes insgesamt festlegt. Diese Menge sinkt jedes Jahr. Wer CO₂ sparen kann, spart – wer nicht, kauft Zertifikate. Unternehmen benötigen für jede Tonne CO₂ ein Zertifikat. Wer mehr emittiert, muss Zertifikate zukaufen oder zahlt Strafen. Wer weniger emittiert, kann überschüssige Zertifikate verkaufen. Das sorgt für effiziente Anreize und reduziert Emissionen dort, wo es volkswirtschaftlich am günstigs- ten ist. Planungssicherheit schaffen Die DIHK fordert ein stabil planbares, wettbewerbsfähiges und inter- national abgestimmtes Emissionshandelssystem. Unternehmen brauchen Klarheit darüber, wie viele Zertifikate künftig verfügbar sind, wie sich der Emissionsdeckel entwickelt und welche Anpassungen geplant sind. Ein niedriger Emissionsdeckel würde zu einer besonders schnellen Verknappung von Zertifikaten führen, was bei Unternehmen Unsicherheit auslösen kann. Da andere Weltregionen keine vergleich- baren Klimaschutzanforderungen haben, fordert die DIHK, dass energie- und handelsintensive Branchen weiterhin ausreichend freie Zertifikate bekommen. Denn hohe Energiepreise und unklare Politik würden nicht zu mehr Klimaschutz, sondern zu einer Abwanderung von energieintensiven Industriezweigen ins Ausland führen (Carbon Leakage). Unternehmen stoßen an ihre Grenzen Wie sich die aktuelle Umwelt- und Klimapolitik konkret auf Unter- nehmen auswirkt, zeigt das DIHK-Umweltbarometer 2025. Die rund 1.700 befragten Betriebe in Deutschland verdeutlichen hier: Umwelt- und Klimaschutz sind fest im Unternehmensalltag veran- 19 TITELTHEMA Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 kert, doch die Umsetzung wird immer anspruchsvoller. Die Auswirkungen von Umweltregulierung auf die Wettbewerbsfähigkeit werden laut Barometer von den Unternehmen ambivalent bewertet. Chancen für Innovation, Wettbewerbs- fähigkeit und Imagepflege werden durchaus erkannt. Gleichzeitig beschreibt eine große Mehrheit umfassende Belastungen durch Bürokratie, Dokumentations- pflichten und komplexe Genehmigungsverfahren. Besonders kleine und mittlere Unternehmen stoßen hier an ihre Grenzen. Umfassende Dokumentations- und Berichtspflichten binden Zeit und Personal – Ressourcen, die dann für Investi- tionen, Innovation und Transformation fehlen. Dokumentation und Nachweise kosten oft mehrere Stunden pro Woche. Klare und einheitliche Regeln Zentrale Elemente der europäischen Umweltpolitik, wie der digitale Produktpass oder die neue EU-Verpackungsver- ordnung, sind vielen Unternehmen noch nicht ausreichend bekannt. Dort, wo sie bekannt sind, werden sie überwie- gend als Chance gesehen – vorausgesetzt, die Einführung erfolgt praxistauglich und mit ausreichender Vorlaufzeit. Die Betriebe wünschen sich deshalb klare, verlässliche und einheitliche Regeln, idealerweise auf EU-Ebene, um Planungssicherheit zu erhalten und Investitionen in klimafreundliche Technologien voranzubringen. Das DIHK- Umweltbarometer zeigt, dass trotz aller Herausforderungen viele Unternehmen Umweltschutz aus Überzeugung selbst vorantreiben würden. Gesellschaftliche Verantwortung, Kundenanforderungen und rechtliche Sicherheit seien dabei die zentralen Motive. Weniger Komplexität, mehr Verzahnung Damit ökologische Transformation und Wettbewerbs- fähigkeit zusammengehen, braucht es laut DIHK planbare Rahmenbedingungen, weniger Komplexität und eine stärkere Verzahnung von Umweltpolitik und Wirtschaftspraxis. Die IHK-Organisation sieht sich als Partner der Unternehmen. Sie informiert, berät und bündelt die Rückmeldungen aus der Wirtschaft, um gegenüber der Politik auf praktikable und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen hinzuwirken. Weni- ger staatliche Detailsteuerung und eine stärkere Rolle des Marktes bei der Entwick- lung klimafreundlicher Technologien sind das Ziel. Gleichzeitig engagieren sich viele Unternehmen bereits heute freiwillig und ambitioniert für mehr Klimaschutz – etwa durch Energieeffizienzmaßnahmen, den Einsatz erneuerbarer Energien oder innovative Kreislaufwirtschaftskonzepte. Klimaschutz bleibt ein strategisches Zukunftsthema. Autorin Viktoria Schaab 069 8207-403 schaab@offenbach.ihk.de Kontakt Peter Sülzen 069 8207-244 suelzen@offenbach.ihk.de Vertiefende Infos zu Energie und Nachhaltigkeit www.dihk.de/de/ themenfelder/nachhaltigkeit www.offenbach.ihk.de/ innovation-nachhaltigkeit/ Offenbacher Wirtschaft März/April 202620 TITELTHEMA Zukunftsfähig trotz Unsicherheit Warum sich Nachhaltigkeit auch für KMU lohnt Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind derzeit anspruchsvoll: Eine schwächelnde Konjunktur, geo- politische Unsicherheiten und neue Themen wie Künstliche Intelligenz fordern die Aufmerksamkeit der Unternehmen. Vor diesem Hintergrund erscheint Nachhaltigkeit insbesondere für kleine und mittlere Unter- nehmen (KMU) häufig nachrangig. Doch gerade jetzt lohnt es sich, das Thema strategisch anzugehen. Auch bei gelockerten EU-Vorgaben wird betriebliche Nachhaltigkeit weiter an Bedeu- tung gewinnen – aus mehreren Gründen: Anforderungen von außen Banken und Investoren fragen zunehmend ESG-Kennzahlen ab. Dabei handelt es sich um Messgrößen für Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance). Größere Kunden erwarten Transparenz entlang der Lieferkette und Mit- arbeiter achten verstärkt auf die Werte und Zukunftsfähigkeit ihres Arbeitgebers. Weiter- hin gibt es zahlreiche gesetzliche Anforderun- gen, die auch für KMU gelten. Dazu gehören zum Beispiel das Energieeffizienzgesetz, das CO2-Grenzausgleichssystem der EU CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) und die EU-Entwaldungsverordnung EUDR. Kosteneffizienz Ein strukturiertes Energie- und Ressourcen- management kann dazu beitragen, Verbräu- che transparent zu machen, Effizienzpoten- ziale zu erkennen und Kosten zu senken. Resilienz/Widerstandsfähigkeit Physische Risiken wie Hochwasser, Hitze- perioden, Unwetter oder Kriege können den eigenen Betrieb oder die Lieferketten empfind- lich stören. Wer diese Auswirkungen sowie die damit verbundenen Risiken, Chancen und adäquaten Maßnahmen systematisch erfasst, erhöht die eigene Widerstandsfähig- keit gegenüber externen negativen Einflüssen. Unternehmen, die ihre Abhängigkeiten kennen und vorausschauend handeln, sind besser vor- bereitet und langfristig stabiler aufgestellt. Was zählt fürs eigene Unternehmen? Für KMU geht es dabei nicht darum, kom- plexe Berichtssysteme einzuführen oder umfangreiche Ressourcen zu binden. Vielmehr steht am Anfang die Frage: Wel- che Nachhaltigkeitsthemen sind für mein Unternehmen tatsächlich wesentlich? Eine sogenannte Wesentlichkeitsanalyse hilft, öko- logische und soziale Auswirkungen ebenso wie unternehmerische Risiken und Chancen systematisch zu identifizieren – passgenau für das jeweilige Unternehmen. Denn nicht jedes Nachhaltigkeitsthema ist für jedes Unternehmen gleich relevant. Während für ein produzierendes Unternehmen etwa Energieverbrauch oder Lieferkettenrisiken im Fokus stehen, sind Themen wie Wasserknapp- heit für ein regional tätiges IT-Dienstleistungs- unternehmen in der Regel weniger wesentlich. Ziel der Analyse ist es, Prioritäten zu setzen und Ressourcen dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen entfalten. Je nach Unterneh- mensgröße und -komplexität lässt sich eine solche Wesentlichkeitsanalyse bereits in ein bis zwei Workshops durchführen. Im Anschluss können dann Handlungsfel- der unter der Maßgabe der Kosteneffizienz und Steigerung der Resilienz erarbeitet und Maßnahmen eingeführt werden. Darauf aufbauend kann dann beispielsweise ein Nachhaltigkeitsbericht nach dem VSME-Stan- dard erstellt werden, der speziell für KMU entwickelt wurde, um die Anforderungen von außen abzudecken. Fazit Auch KMU sollten ihre wesentlichen Nach- haltigkeitsthemen kennen, um auf Anforde- rungen von außen effizient und rechtssicher reagieren sowie relevante Kosteneinsparpo- tentiale identifizieren zu können. Auch Risiken und Chancen aufgrund der sich verändern- den Umwelt und Gesellschaft gehören zu diesen wesentlichen Themen. Sie zu kennen und passende Maßnahmen systematisch zu erfassen, erhöht die Widerstandsfähigkeit der Unternehmen. www.rkw-hessen.de www.energieeffizienz-hessen.de Die Autorin Dr. Hanna King ist Managing Partner der Nach- haltigkeitsberatung Dreiwert in Dreieich und Mitglied in der Vollversammlung der IHK Offenbach am Main. Mehr Infos im Webinar: Nachhaltigkeit, aber einfach – Ihr Einstieg in VSME. Der praxisnahe Leitfaden für weniger Fragebögen und mehr Effizienz Referentinnen: Dr. Hanna King, Dr. Silke Klinge, Dreiwert Consulting GmbH, Dreieich Donnerstag, 26.03.2026, 10:00 bis 11:30 Uhr, kostenfrei Fo to : I H K 21Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 TITELTHEMA Bundeswehr & Wirtschaft: gemeinsam stark für Hessen 13:30 – 19:30 Uhr im Schloss Biebrich, Wiesbaden Einladung zur Veranstaltung Das Hessische Wirtschaftsministerium und das Landeskomman- do Hessen laden ein, gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Forschung über Hessens Rolle für wirt- schaftliche Stärke, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit zu diskutieren. Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist eine zentrale Grundlage sicherheitspolitischer Stabilität. Für Hessen heißt das, seine Inno- vationskraft gezielt zu stärken – als Garant für Freiheit, Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Alle Infos Nico Lange Senior Fellow bei der Münchner Sicherheitskonferenz Brigadegeneral Holger Radmann Kommandeur Landeskommando Hessen Kaweh Mansoori Hessischer Wirtschaftsminister Projektträger: Bundeswehr & Wirtschaft: gemeinsam stark für Hessen 13:30 – 19:30 Uhr im Schloss Biebrich, Wiesbaden Einladung zur Veranstaltung Das Hessische Wirtschaftsministerium und das Landeskomman- do Hessen laden ein, gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Forschung über Hessens Rolle für wirt- schaftliche Stärke, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit zu diskutieren. Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist eine zentrale Grundlage sicherheitspolitischer Stabilität. Für Hessen heißt das, seine Inno- vationskraft gezielt zu stärken – als Garant für Freiheit, Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Alle Infos Nico Lange Senior Fellow bei der Münchner Sicherheitskonferenz Brigadegeneral Holger Radmann Kommandeur Landeskommando Hessen Kaweh Mansoori Hessischer Wirtschaftsminister Projektträger: Bundeswehr & Wirtschaft: gemeinsam stark für Hessen 13:30 – 19:30 Uhr im Schloss Biebrich, Wiesbaden Einladung zur Veranstaltung Das Hessische Wirtschaftsministerium und das Landeskomman- do Hessen laden ein, gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Forschung über Hessens Rolle für wirt- schaftliche Stärke, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit zu diskutieren. Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist eine zentrale Grundlage sicherheitspolitischer Stabilität. Für Hessen heißt das, seine Inno- vationskraft gezielt zu stärken – als Garant für Freiheit, Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Alle Infos Nico Lange Senior Fellow bei der Münchner Sicherheitskonferenz Brigadegeneral Holger Radmann Kommandeur Landeskommando Hessen Kaweh Mansoori Hessischer Wirtschaftsminister Projektträger: Bundeswehr & Wirtschaft: gemeinsam stark für Hessen 13:30 – 19:30 Uhr im Schloss Biebrich, Wiesbaden Einladung zur Veranstaltung Das Hessische Wirtschaftsministerium und das Landeskomman- do Hessen laden ein, gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Forschung über Hessens Rolle für wirt- schaftliche Stärke, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit zu diskutieren. Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ist eine zentrale Grundlage sicherheitspolitischer Stabilität. Für Hessen heißt das, seine Inno- vationskraft gezielt zu stärken – als Garant für Freiheit, Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Alle Infos Nico Lange Senior Fellow bei der Münchner Sicherheitskonferenz Brigadegeneral Holger Radmann Kommandeur Landeskommando Hessen Kaweh Mansoori Hessischer Wirtschaftsminister Projektträger: Unternehmer setzen entscheidende Impulse „Besser zur Arbeit“ erleichtert nachhaltiges Pendeln Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeitswege zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrs- mitteln zurücklegen, tun sie etwas für die Umwelt und oft für ihr eigenes Wohl. In Kooperation mit starken Partnern hilft die IHK Offenbach am Main Unternehmen, ein solches Mobilitätsverhalten zu fördern. Rund 60 Prozent aller Berufstätigen in Deutschland pendeln täglich zur Arbeit. Je nachdem, wie sie das tun, sind die Folgen für das Klima, den Verkehr und die persönliche Belastung vor- oder nachteilig. Arbeitgeberin- nen und Arbeitgeber können entscheidende Impulse setzen, damit die Vorteile überwie- gen. Das kostenfreie Programm „Besser zur Arbeit“ unterstützt sie dabei. Die ivm GmbH Region FrankfurtRheinMain, die IHK Offen- bach am Main und die lokalen Nahverkehrs- organisationen kvgOF mbH und NiO GmbH bieten „Besser zur Arbeit“ den Unternehmen in der Region Offenbach gemeinsam an. Wie funktioniert „Besser zur Arbeit“? Wer den Wandel zu einer nachhaltigen, effizienten und zukunftsfähigen Mobilitäts- kultur im Unternehmen anstoßen möchte, erhält mit „Besser zur Arbeit“ ein wirkungs- volles Instrument – ganzheitlich, praxisnah und ohne finanzielle Hürden. Der Prozess erstreckt sich über etwa ein Dreivierteljahr. In dieser Zeit stellt das Unternehmen eine interne Projektgruppe zusammen. Sie wird während des gesamten Verlaufs von „Besser zur Arbeit“ intensiv von einem Mobilitätscoach begleitet. Zur Beratung gehören drei aufeinander abge- stimmte Termine, fundierte Analysen sowie die Entwicklung eines maßgeschneiderten Mobili- tätsplans. Ergänzend gibt es ein begleitendes Workshop-Programm, das praxisrelevantes Wissen vermittelt und den Austausch zwischen unterschiedlichen teilnehmenden Unterneh- men fördert. Optional können sich Arbeitge- berinnen und Arbeitgeber für ihr Engagement nach einer Prüfung mit dem Prädikat „Vorbild- lich Mobil“ auszeichnen lassen. Viele Ansätze möglich „Besser zur Arbeit“ betrachtet die bisherigen Arbeitswege und zeigt, welche Maßnahmen zum jeweiligen Betrieb passen: Sind alle Möglichkeiten, den Arbeitsort zu erreichen, bekannt? Wer im Unternehmen Informatio- nen zu mehr Routen und die Kombination von Mobilitätsoptionen bekommt, findet im Idealfall eine kürzere, schnellere oder billigere Alternative. Ein Jobticket oder das Jobrad-Leasing machen den Umstieg vom Auto auf umweltfreundliche Verkehrsmittel verlockend. Fahrgemeinschaften sind gut fürs Klima und für den Geldbeutel. Das weiß jeder. Oft entstehen sie nicht, weil die Organisation kompliziert erscheint. Ein für das gesamte Team zugängliches Online-Tool vereinfacht den Austausch und Verabredungen. Wie wäre es mit einem „Mobilitätspaket“ mit umfas- senden Informationen für neue Kolleginnen und Kollegen? Nutzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter firmeneigene Fahrzeuge? Dann hilft ein Elektromobilitätskonzept, den Fuhrpark nachhaltig umzubauen. Auch E-Ladesäulen, sichere Fahrradabstellanlagen und Duschen verbessern die Chancen, dass Menschen umdenken und ihre Verhaltens- weisen ändern. Für Unternehmen hat es unzählige Vorteile, wenn ihre Teams „Besser zur Arbeit“ pendeln: Sie können ihre CO2-Bilanz optimieren, sparen Zeit und Kosten. Außerdem entschärfen sie Verkehrs- und Parkplatzprobleme am Stand- ort. Sie fördern die Gesundheit ihres Perso- nals und zeigen im eigenen Haus, aber auch Kunden und Fachkräften, dass sie attraktive, zukunftsorientierte Arbeitgeber sind. www.besserzurarbeit.de Kontakt Judith Müller 069 8207-250 mueller@offenbach.ihk.de Kontakt Christine Breser 069 660759-33 bmm@ivm-rheinmain.de Mit dem Fahrrad geht es oft nicht nur schneller als mit dem Auto, sondern auch umweltfreundlicher, gesünder und obendrein kostenlos. Fo to : A do be S to ck – G au tie r N or m an d 23Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 TITELTHEMA Klarer Plan und klare Rollen Gut strukturiert zum Nachhaltigkeitsbericht Die Alfred Achilles GmbH, ein Personaldienstleistungsunternehmen aus Offenbach, hat 2025 ihren Nachhaltig- keitsbericht nach dem VSME-Standard erstellt. VSME steht für Voluntary Sustainability Standards for SMEs – zu Deutsch: freiwillige Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Geschäftsführer Alexander Eckhardt erklärt, wie der Prozess verlief und was er sich davon verspricht. Herr Eckhardt, Sie haben Ihren Nach‑ haltigkeitsbericht nach dem VSME‑Stan‑ dard erstellt. Warum haben Sie sich dafür entschieden und welche Chan‑ cen sehen Sie darin für KMU? Wir starteten 2021 mit dem Reporting unserer Nachhaltigkeit und erstellten seinerzeit einen CSR-Bericht, der nun ein dringendes Upgrade benötigte. Unsere externen Berater haben uns auf den VSME-Standard hingewiesen. Das Basis-Modul passt absolut, was unsere Art der Dienstleistung und die Betriebsgröße betrifft. Ziel war, ein genormtes und struk- turiertes Instrument zu erarbeiten, das uns auch zukünftig als Orientierung und Leitfaden dient. Wir sehen hier zahlreiche Chancen, unsere Position im Markt zu verbessern, Kos- ten zu senken, neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen und uns als verantwortungs- voller Akteur zu etablieren. Die transparente Darstellung der Nachhaltigkeitsstrategien und -maßnahmen wird zunehmend von Kunden, Partnern und Investoren geschätzt und zu einer langfristig erfolgreichen Unternehmens- strategie beitragen. Welche externen Berater haben Sie unterstützt? Uns begleitete die sustentio GmbH aus Berlin – von der Konzeption über das Reporting bis zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie. Sie brachten Klarheit in die komplexe Vielfalt dieses Themenbereichs. Wir trafen auf ein interdiszipli- näres Team mit Fachwissen und Leidenschaft. Welchen Aufwand hat der Nach‑ haltigkeitsbericht verursacht? Ehrlich gesagt, hatten wir hier ursprünglich andere Vorstellungen. Der gesamte Prozess dauerte sechs Monate. Wir sind intern ein recht kleines Team und mussten insgesamt zwölf Workshops vorbereiten, durchführen und letztendlich auswerten. Das passierte neben dem recht anspruchsvollen Tagesge- schäft und funktionierte dank Disziplin und eines guten Zeitmanagements. Sie bezeichnen Nachhaltigkeit als festen Bestandteil Ihrer Company-DNA. Wie erreichen Sie, dass alle Mitarbeiterin‑ nen und Mitarbeiter dies mittragen? Während dieses Projekts erkannten wir, dass man schon unbewusst viele Aspekte im Bereich der Nachhaltigkeit umsetzt. Durch unseren Start 2021 war unser Team bereits für das Thema sensibilisiert. Allerdings hat sich in den letzten Jahren auch viel in der Gesellschaft bewegt. Ein gewisses Grund- bewusstsein ist vorhanden. Nun ging es wie so oft darum, die Mitarbeitenden für dieses Vorhaben zu begeistern. Dabei gab es nur eine wirkliche Hürde. Wir sind ein Personal- dienstleistungsunternehmen. Der Großteil unserer Mitarbeiter ist extern in Kundenbe- trieben tätig und somit nicht vollumfänglich in unsere internen Abläufe integriert. Mit der Unterstützung der sustentio GmbH ist es uns aber gelungen, unsere Philosophie auch diesem Teil des Teams zu veranschaulichen. Mitarbeiter legen zunehmend Wert auf einen Arbeitsplatz, an dem sie sich mit den Werten des Unternehmens identifizieren können. Ein klarer Fokus auf Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung trägt dazu bei, die Motivation zu steigern und talentierte Fachkräfte anzu- ziehen, die ein Interesse an einer ethischen Unternehmensführung haben. Dies führt zu höherer Mitarbeiterbindung und einer positi- ven Unternehmenskultur. Ein Teil des Berichts bezieht sich auf Nachhaltigkeit im Umweltbereich. Sie zeigen auf, wie Sie Emissionen und Energieverbrauch zum Beispiel durch mehr Digitalisierung senken. Welche Schritte haben sich im Alltag besonders bewährt und was ist eher kompliziert? Wir verfolgen klare Umweltziele, um unseren Betrieb und unsere Prozesse nach ökologi- schen Kriterien anzupassen und negative Ein- flüsse zu minimieren. Dazu gehören Maßnah- men zur Reduktion des Energieverbrauchs, zum verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen wie Papier und elektronischen Geräten sowie die Umstellung auf ökologisch nachhaltige Lieferanten. Ein zusätzlicher Faktor für die Umweltfreundlichkeit unserer Arbeit liegt in der Digitalisierung: Digitale Rekrutierungs- und Vermittlungsprozesse, Online-Meetings und papierarme Abläufe senken Reiseaufwand und Ressourceneinsatz. Wir gehen konsequent den Weg zur digitalen Für Alexander Eckhardt von der Alfred Achilles GmbH in Offenbach hört das Thema Nachhaltigkeit nicht mit dem Bericht nach VSME-Standard auf. Das Konzept ist im Quali- tätsmanagement seines Unternehmens verankert, wird regelmäßig überprüft und angepasst. Fo to : A lfr ed A ch ill es G m bH 24 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 TITELTHEMA Personalakte und werden diese – trotz hoher bürokratischer Hürden – bis 2026 vollständig umsetzen. Interne Prozesse wurden dafür bereits angepasst. Protokolle aus Meetings legen wir nur noch digital ab und entsprechen so dem notwendigen Standard im Rahmen unseres Qualitätsmanagements. Papier, Druckerpatronen und Elektro‑ schrott werden als zentrale Materialtreiber genannt. Wie schaffen Sie es, den Ver‑ brauch zu senken und gleichzeitig funk‑ tionierende Prozesse sicherzustellen? Das ist ein wichtiger Aspekt. Bei allem Ehrgeiz müssen wir handlungsfähig bleiben. Somit ist es notwendig, jedes Element spezifisch zu betrachten, zu bewerten und geeignete Maß- nahmen und Ziele abzuleiten. Traditionelle Arbeitsweisen müssen überdacht und ange- passt werden. In einigen Fällen bedeutete dies einen Mehraufwand. Meist konnten wir allerdings eine höhere Effizienz erreichen. So haben wir die Anzahl unserer Drucker drastisch reduziert. Um Elektroschrott zu minimieren, verfolgen wir, in Zusammen- arbeit mit einem lokalen Elektronikbetrieb, den Ansatz Repair first: Ausgediente Dienst- handy s werden der Weiterverwendung zugeführt. Übrigens werden in Deutschland fast 90 Prozent der Druckerpatronen im Rest- müll entsorgt, mit weitreichenden Umwelt- folgen. Wir setzen deshalb auf die zertifizierte Entsorgung, haben einen Lieferantenwechsel vollzogen und somit ein fachgerechtes und nachhaltiges Recycling sichergestellt. Sie sind schon damit fortgeschritten, Ihre Fahrzeugflotte auf E‑Mobilität umzu‑ stellen. Wie beeinflusst das „EU-Aus vom Verbrenner-Aus“ Ihr weiteres Vorgehen? Das „Verbrenner-Aus“ hat hier keinen Einfluss auf unsere Strategie. Ehrlicherweise muss man anmerken, dass auch der Weg in der Automobilindustrie bereits vorgezeichnet ist. Die Light-Korrekturen aus Brüssel werden den allgemeinen Trend zur E-Mobilität nicht grundlegend beeinflussen. Wir stellen unsere Flotte kurzfristig über den „Hybrid-Zwischen- schritt“ auf vollständigen Elektroantrieb um. Sie fördern Weiterbildungen im gewerb‑ lichen und kaufmännischen Bereich. Wie helfen neue Fähigkeiten dabei, klimafreund‑ liche Prozesse in Betrieben zu stärken? Neue Fähigkeiten sind ein zentraler Hebel, um klimafreundliche Prozesse in Betrieben kon- kret umzusetzen und dauerhaft zu verankern, gerade im gewerblichen und kaufmännischen Bereich, in dem viele alltägliche Entscheidun- gen getroffen werden. Für KMU sind praxis- nahe, berufsbezogene Qualifizierungen ein entscheidender Schlüssel, um Klimaschutz machbar, wirtschaftlich und wirksam zu gestalten. Wir versuchen, dies mit unseren Kundenbetrieben gemeinsam umzusetzen. Welche Chancen sehen Sie darin, Nachhal‑ tigkeit fest in Unternehmensprozesse einzu‑ bauen und damit krisenfester zu werden? Nachhaltigkeit fest in Unternehmenspro- zesse zu integrieren, ist weit mehr als ein Umwelt- oder Imageprojekt. Unternehmen – insbesondere kleine und mittlere – können ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen erhöhen und sich langfristig stabil aufstellen. Es eröffnen sich Möglichkeiten, externe Unsi- cherheiten in steuerbare Faktoren zu verwan- deln. Der gesamte Komplex beinhaltet neben den ökologischen Gesichtspunkten auch die soziale und ökonomische Nachhaltigkeit. Da- raus lassen sich dann vielfältige Maßnahmen und Ziele ableiten, die es umzusetzen gilt. Die Gesamtheit dieser Punkte trägt zu einer kontinuierlichen Verbesserung bei. Nun liegt Ihr Nachhaltigkeitsbe‑ richt vor. Wie setzen Sie ihn in der Innen- und Außenwirkung ein? Unser Nachhaltigkeitskonzept ist öffentlich zugänglich. Durch die prominente Platzierung auf unserer Homepage schaffen wir eine hohe Transparenz über unsere Maßnahmen, Ziele und Fortschritte. Wir werden auch auf den Social-Media-Kanälen darauf hinweisen. Wie geht es mit dem Thema Nach‑ haltigkeit in den nächsten Jahren bei der Alfred Achilles GmbH weiter? Nachhaltigkeitsthemen werden in weitere Unternehmensbereiche integriert. Das stetige Überarbeiten unseres Konzepts ist die Grund- lage für eine lebendige, agile und fortlaufende Anpassung. Durch die Verankerung nachhal- tiger Aspekte in unserem Qualitätsmanage- mentsystem unterliegen diese automatisch einer jährlichen Auditierung. Somit sind regel- mäßige Schulungen definiert und terminiert. Zusätzlich wird die Möglichkeit einer ISO-Zer- tifizierung im Bereich Umweltmanagement für das Jahr 2026 geprüft. Was geben Sie anderen mittelständi‑ schen Betrieben aus der Region, die sich intensiver mit dem Thema Nach‑ haltigkeit befassen wollen, mit? Ich empfehle ihnen eine kräftige Portion Pragmatismus, Mut und einen langfristigen Blick. Uns hat die klare Struktur geholfen. So haben wir unter anderem die Themengebiete abgesteckt, Verantwortlichkeiten festgelegt und einen Zeitrahmen definiert. Durch die Einbeziehung der Mitarbeiter entsteht ein gewisser „Spirit“, der als Triebfeder bezeich- net werden darf. Für uns war es eine echte Horizonterweiterung. Die Fragen stellte Birgit Arens, IHK Offenbach am Main 20 24NACHHALTIGKEIT Q ue lle : A lfr ed A ch ill es G m bH 25Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 TITELTHEMA Wenn aus der Krise Chancen wachsen Klimaschutz, Teambuilding und lokale Verantwortung Aus einer persönlichen Krise ist mit der Waldfreunde gGmbH in Dreieichenhain ein Unterneh- men entstanden, das Firmen Natur- und Klimaschutzmaßnahmen vor Ort ermöglicht. Als die Kinder von Jürgen Graf 2020 schwer an Corona erkrankten, änderte sich alles. Die große Solidarität im Umfeld während der Iso- lation führte zu seiner Entscheidung: „Ich will etwas zurückgeben.“ Nach der pandemiebe- dingten Absage des traditionellen Kirchweih- fests entstand dann die Idee: 302 Baum- setzlinge im sturmgeschädigten Wald bei Dreieichenhain pflanzen – als Gedächtnis- wald für die ausgefallene 302. „Haaner Kerb“. Daraus entwickelte sich der Verein Wald- freunde e. V. Nach einem Burn-out kündigte Graf 2023 seinen Vertriebsjob und machte aus dem Verein die Waldfreunde gGmbH: ein Sozialunternehmen mit mehreren Beschäf- tigten, das Wald- und Klimaschutz mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell verbindet. Nachhaltigkeit erleben und anfassen Im Kern geht es um Aufforstung: Baum- setzlinge pflanzen und vor Ort etwas für die Zukunft geschädigter Wälder tun. Unterneh- men können Pflanzaktionen als Team-Event buchen – inklusive Catering, Wissensver- mittlung rund um den Wald und Einweisung ins richtige Einpflanzen. „Das Arbeiten in der Natur, mit den Setzlingen, das verändert die Menschen“, schildert Graf. „Da passiert etwas mit ihnen auf der Fläche. Irgendwann haben alle ein breites Lächeln im Gesicht.“ Aufforstung wird zum Teamerlebnis, das Mitarbeitende motiviert und Identifikation schafft. Gleichzeitig wird gelebte Nachhaltig- keit sichtbar – ein Faktor, der heute für Unter- nehmen wichtig ist. Das Besondere sei die lokale Nähe, betont Graf. „Man kann auch für Jürgen Graf ist nicht nur Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Waldfreunde gGmbH, sondern auch zertifizierter Waldpädagoge. Fo to : W al df re un de g Gm bH 26 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 TITELTHEMA Aufforstungsprojekte im Amazonas spenden, aber da hat man nicht die Möglichkeit, selbst vorbeizugehen und zu schauen, wie sich die – mit den eigenen Händen gepflanzten – Bäume entwickeln.“ Messbarer Effekt statt Symbolik Das Konzept umfasst jedoch mehr als nur das Pflanzen. Jede Fläche wird vorher mit Förstern analysiert: Wie ist der Boden beschaf- fen, welche Baumarten sind geeignet? Ziel ist ein widerstandsfähiger Mischwald, der dem Klimawandel standhält. Dann bereitet das Waldfreunde-Team die Pflanzfläche vor, mulcht den Boden und legt gegebenen- falls Totholzhaufen an, die Lebensräume für Insekten und Kleintiere schaffen. Nach der Pflanzung pflegen die Mitarbeitenden in Zusammenarbeit mit den Förstern das Gebiet für fünf Jahre – vom Einzäunen bis zum Frei- schnitt gegen Brombeerranken. So haben die Setzlinge eine gute Chance, groß zu werden. „Alle diese vor- und nachbereitenden Arbeiten sind in unserem Angebotspaket enthalten“, betont Graf. Neben Team-Events sind auch das Sponsoring öffentlicher Pflanzaktionen oder Marketingkooperationen möglich. CO₂- Zertifikate gibt es nicht. „Bei uns geht es nicht um Emissionshandel und Greenwashing. Wir wollen Bewusstsein für die Natur schaffen und idealerweise eine Verbindung zwischen Menschen und ‚ihrem‘ Stückchen Wald her- stellen.“ „TerraLayer.AI“: Hightech für den Klimaschutz Mittlerweile, gut zwei Jahre nach der Grün- dung, erschließt die Waldfreunde gGmbH ein neues Geschäftsfeld: digitale Lösungen für den Klimaschutz. Die KI-gestützte Anwendung TerraLayer.AI bringt Hightech und Natur- schutz zusammen. Bei einer Veranstaltung sprachen Vertreter der Europäischen Raum- fahrtorganisation ESA Jürgen Graf auf eine Zusammenarbeit an. Das Ziel: die Kombi- nation von ESA-Satellitendaten und lokalen Wald- und Flächenanalysen, um dadurch Aufforstung effizienter und resilienter zu machen. Dafür wertet das System Daten von Satelliten, Drohnen und lokalen Messungen aus. So lässt sich der Ist-Zustand einer Fläche präzise erfassen und Anwender können mit Hilfe einer KI valide Prognosen zu Biodiversität und Klimaresilienz erstellen. Aus all diesen Infor- mationen entsteht ein Handlungsplan: Was soll wann und wo angepflanzt werden, um die Chancen für eine erfolgreiche Wiederauffors- tung zu erhöhen? Dafür hat die Waldfreunde gGmbH bereits ein Patent angemeldet und sucht für die Entwicklung derzeit noch Inves- toren. Gründungstipp: „Einfach anfangen“ Jürgen Graf wünscht sich mehr Unternehmen, die sich für die Natur engagieren, „in welcher Form auch immer“. Sein Ratschlag für Grün- derinnen und Gründer: „Nicht alles kaputt- denken, einfach mal anfangen, ausprobieren, flexibel sein. Vielleicht funktioniert etwas nicht – dann kann man daraus lernen.“ Sein eigener Werdegang zeigt, wie aus Sinnsuche ein nachhaltiges Geschäftsmodell entstehen kann, von dem viele profitieren: Wälder, Klima, Menschen und Unternehmen, die lokal Verantwortung übernehmen möchten. Teamerlebnis Aufforstung: Die lokale Nähe ermöglicht es den Teilnehmenden, die Fläche mit den selbstgepflanzten Setzlingen jederzeit in Augenschein zu nehmen. Kontakt Jürgen Graf juergen.graf@waldfreunde.info www.waldfreunde.info Autorin Esther Mahr 069 8207-234 mahr@offenbach.ihk.de Fo to : W al df re un de g Gm bH 27Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 TITELTHEMA Risiken erkennen und Chancen nutzen Klimawandel – nur wer sich anpasst, kann erfolgreich bleiben Das Klima verändert sich, und Unternehmen brauchen gute Strategien, um zum Beispiel mit Rekordtemperaturen, Hitzephasen, Trockenperioden oder Starkregen umzugehen. Auch wenn der letzte Winter vielen als relativ kalt erschien, ist der Klimawandel damit nicht vom Tisch. Denn das war Wetter, also quasi eine Momentaufnahme, und nicht Klima, das eine längerfristige Entwicklung umfasst. Tatsächlich ist nämlich das Gegenteil der Fall: 2025 wird global als eines der drei wärmsten Jahre seit Aufzeichnungsbeginn in die Geschichtsbücher eingehen und auch in Deutschland lag es unter den „Top Ten“ der wärmsten Jahre seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1881. Darüber hinaus ist zu bemerken, dass in Offenbach und Frankfurt die fünf höchsten Tagestemperaturen seit Messbeginn alle nach 2000 gemessen wurden. Der Klima- wandel geht nicht nur weiter, sondern er beschleunigt sich noch in den letzten Jahren. Auf diese neuen Gegebenheiten müssen sich Unternehmen einstellen. Neben dem unerlässlichen Klimaschutz, ins- besondere durch Verminderung der Emissio- nen von Treibhausgasen in die Atmosphäre, ist dabei die Anpassung an die unvermeid- baren Folgen des Klimawandels von größter Wichtigkeit. Die Deutsche Anpassungsstrategie Seit 2008 gibt es bereits die Deutsche Anpas- sungsstrategie an den Klimawandel, in wel- cher Sektoren identifiziert werden, die einem hohen Anpassungsdruck an den Klimawandel unterliegen. Beispielhaft seien hier genannt: die Energiewirtschaft, die Forstwirtschaft, das Dr. Andreas Walter hat Meteorologie an der Universität Frankfurt am Main studiert, 2001 mit einer Arbeit zur Nutzung „Künstlicher Intelligenz“ in der statistischen Klimatologie promoviert und anschließend lange Zeit in der Klima- und Umweltberatung des DWD gearbeitet. Seit 2012 ist er national und international auf dem Gebiet der Normung zur Anpassung an den Klimawandel tätig. Seit 2023 ist er einer der Pressesprecher des DWD. Fo to : D W D 28 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 TITELTHEMA Bauwesen, die Land- und Wasserwirtschaft oder auch das Verkehrswesen. Unternehmen, die in einem dieser Felder ihren Tätigkeits- schwerpunkt haben, sollten die Folgen des Klimawandels berücksichtigen und darüber hinaus auch noch ein Auge auf mögliche Lieferketten haben: Auch ein Extremwetter- ereignis weit weg vom Rhein-Main-Gebiet kann Lieferengpässe oder -ausfälle zur Folge haben. Extremwetterereignisse, die Klimamodellen zufolge auch im Rhein-Main-Gebiet in Zukunft häufiger und intensiver auftreten werden, sind unter anderem Hitzewellen, sommerliche Trockenperioden und Starkniederschlagser- eignisse. Auf die Auswirkungen solcher Ereig- nisse sollten sich Unternehmen entsprechend vorbereiten und bereits heute Anpassungs- maßnahmen ergreifen. Dazu zählen etwa eine bessere Kühlung technischer Betriebsräume wie zum Beispiel Rechenzentren, verbesser- ter Hochwasserschutz, Rückhaltebecken für Kühlwasser, Verschattung von der Sonne aus- gesetzten Flächen, dürreresistente Landwirt- schaft und Renaturierung von Flüssen. Aber auch die Bereitstellung von ausreichend Trinkwasser für Beschäftigte oder auch in extremen Fällen die Verlagerung von Produk- tionsstätten in weniger vulnerable Bereiche sind gute Optionen. So können Unternehmen Schäden minimieren und Chancen nutzen. Denn „ambitionierte EU-Klimaziele müssen keine volkswirtschaftliche Belastung darstel- len, sondern können vielmehr dabei helfen, mittel- und langfristig weit höhere wirtschaft- liche Schäden abzuwenden. Zahlreiche Studien belegen, dass die Kosten für Min- derungsanstrengungen im Vergleich zu den potenziellen Klimaschäden deutlich geringer ausfallen“, erklärt das Deutsche Klimakonsor- tium in einem Schreiben an Bundeskanzler Merz. Die Umsetzung von Anpassungsmaß- nahmen schafft Arbeitsplätze, fördert Innova- tionen und sichert unseren Wohlstand. Guidelines und Unterstützung Seit einigen Jahren gibt es bereits DIN-Normen zur Anpassung, wie beispielsweise die DIN EN ISO 14090 „Anpassung an den Kli- mawandel – Grundsätze, Anforderungen und Leitlinien“ oder die DIN EN ISO 14091 „Anpassung an den Klimawandel – Vulnerabi- lität, Auswirkungen und Risikobewertung“. Hier finden Unter- nehmen standardisierte Vorgehensweisen und Hilfestellungen bei der Anpassung an den Klimawandel. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bietet in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen umfangreiche Beratungsleistungen zur Anpassung an den Klimawandel an, darunter: ❙ das Klimavorsorgeportal der Bundesregierung www.klivoportal.de ❙ das Naturgefahrenportal www.naturgefahrenportal.de Ob Leitfäden, Webtools, Karten oder Qualifizierungsangebote – diese Dienste unterstützen bei der Eigenvorsorge gegenüber den unvermeidbaren Folgen des Klimawandels. Zu aktuellen Wettergefahren informieren die Warnwetter-App des DWD und folgende Internetseiten: www.dwd.de oder www.wettergefahren.de Auch individuelle Beratungen in Sachen Anpassung an den Klimawandel bietet der DWD an. Kontakt: klimaservices.zukunft@dwd.de Die Umsetzung von Anpassungsmaßnah- men schafft Arbeitsplätze, fördert Inno- vationen und sichert unseren Wohlstand. 29Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 TITELTHEMA http://www.klivoportal.de http://www.naturgefahrenportal.de http://www.dwd.de http://www.wettergefahren.de 210x280mm_IHK_AZ_RZ.indd 1210x280mm_IHK_AZ_RZ.indd 1 10.02.2026 12:39:2710.02.2026 12:39:27 Klimaveränderungen und Wetterereignisse gefährden Unternehmen Versicherungen sind Teil des Risikomanagements Naturkatastrophen verursachen immer höhere Kosten. Laut dem Rückversicherer Munich Re waren es 2025 weltweit 224 Milliarden US-Dollar. Im Kommentar zu der Bilanz heißt es, wegen steigender Temperaturen werde eine Zunahme der Kosten erwartet. Für Unternehmen sind Ereignisse wie Überschwemmungen, Schwergewitter und Waldbrände unkalkulierbar. Aber sie sind kein Schicksal, dem sie völlig hilflos ausgesetzt sind. Auch in unseren Breiten erleben wir gehäuft Starkregen, Überschwemmungen, Hagel oder Stürme. Dass Dächer abgedeckt werden und Garagen oder Keller unter Wasser stehen, ist keine Seltenheit mehr. Egelsbach und Langen traf im Jahr 2019 ein sogenanntes Downburst-Ereignis. Das ist ein heftiger, lokal begrenzter Abwind aus einem Gewitter, der beim Auftreffen auf den Boden orkanartige Sturmböen erzeugt. In beiden Städten verursachte das Phänomen schwere Schäden an Gebäuden und Wäldern. Ein Starkregen überflutete im Mai 2024 wieder einmal die Mainstraße und die Schlossstraße in Offenbach. Dies seien die beiden tiefsten Stellen der Stadt, berichtete die Lokalpresse. Heftige Wetterereignisse können Unternehmen in existenzielle Not bringen. Um gut vorbereitet zu sein und sich bestmöglich zu schützen, sollten sie ihre Klimaresilienz stärken und ein eigenes Risikomanagement entwickeln. Der erste Schritt ist eine individuelle Risikoanalyse, die feststellt, wie gefährdet der Firmensitz ist. Hilfreich sind dabei die Karten und Grafiken, die unterschiedliche Institutionen im Inter- net zur Verfügung stellen (geoportal.de, www.hochwasser-check.com). Auch so gut wie jede Kommune hat entsprechende Erkenntnisse und gibt darüber Auskunft. Das Wissen über das Risiko am eigenen Standort ist die Basis für bauliche Schutzmaßnahmen und weitere Vorkehrungen. Erhöhte Schwel- len, druckwasserdichte Türen und Fenster, Entwässerungssysteme oder eine Notstrom- versorgung tragen dazu bei, die Sicherheit von Produktions- und Geschäftsprozessen langfristig zu verbessern. Richtig versichern Der passende Versicherungsschutz hilft, Schäden zu begrenzen und Ausfälle zu ver- meiden. Elementarschadenversicherungen Wind, Wasser, Feuer – Unternehmen sollten sich der Risiken durch Wetterereignisse bewusst sein und sich richtig vorbereiten. Fo to : A do be S to ck – ti er o 31Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 TITELTHEMA Zwischen Regen und Sonne Wie das Wetter Stadtströme beeinflusst Was Passantenfrequenzen über urbane Dynamik und Chancen für Einzelhändler und Gastronomie verraten. Regen bringt eine gewisse Ruhe in die Stadt, das Treiben wirkt gedämpfter. Sonnenschein verändert dieselben Straßen grundlegend: Schaufenster funkeln, Straßencafés füllen sich schnell, Menschen schlendern entspannter durch die Gassen. „Zwischen diesen Extremen pendeln Innen- städte täglich, und mit ihnen die Ströme der Passantinnen und Passanten“, weiß Julian Aengenvoort, Geschäftsführer der hystreet.com GmbH. „Frequenzmessungen entlang wichtiger Einkaufsachsen zei- gen dabei sehr klar: Wetter gehört zu den entscheidenden Taktgebern des urbanen Lebens.“ Nach einem plötzlichen Schauer kippt die Stimmung in den Fußgängerzonen oft binnen Minuten. Menschen drängen sich unter Vordächern, hasten in Passagen, suchen Schutz in Cafés oder Läden. Frequenzkurven bilden solche Momente sichtbar ab. Vor dem Regen noch relativ gleichmäßige Bewegung, danach verdichtete Punkte oder Ströme in eine Richtung. „Schlechtwetter-Hotspots“ fallen im All- tag kaum auf, aber sie sind die heimlichen Gewinner solcher Tage. Gerade in Städten mit vielen Arkaden oder Einkaufszentren an der Peripherie zeigt sich deutlich, wie Regen- ströme umlenken, weg von offenen Plätzen, hin zu geschützten Konsumorten. Passantenfrequenzen im Wandel Mit Sonne verändert sich nicht nur die Anzahl der Menschen auf der Straße, sondern auch deren Verhalten. Statt zielgerichtet von A nach B zu hasten, ziehen viele in Schleifen, bleiben vor Straßenmusik, Eisständen oder Außen- gastronomie stehen, kehren um oder kreuzen Wege mehrfach. Frequenzdaten spiegeln diese Verschiebung wider: Wege verlängern sich, Zielpunkte registrieren mehr Hin- und Herbewegung. Spitzen verlagern sich oft in die Nachmittags- und Abendstunden. „So lässt sich aus den nüchternen Zahlen dieser Messpunkte an solchen Tagen die Anatomie eines Sommernachmittags mit Flaneuren, Spontankäufern und Straßen- szenerien formen. Trotz dieser klaren Muster verlangt die Frage nach Rückschlüssen aber Fingerspitzengefühl. Wetter beeinflusst Pas- santenströme, aber nie im luftleeren Raum. Feiertage, Schulferien, große Events, Baustel- len oder neue Filialeröffnungen legen sich wie zusätzliche Schichten über die Daten“, erklärt der Experte. Er hält fest: „Da wir Wetterdaten standard- mäßig in unsere Analyseplattform integriert haben, lassen sich entsprechende Bewe- gungsmuster automatisch im Zusammen- hang auswerten und vergleichen.“ Ein sonniger Samstag mit Stadtfest sieht völlig umfassen Schäden durch Hochwasser, Stark- regen, Sturm, Überschwemmung, Erdrutsch, Erdsenkung, Schneedruck oder Lawinen. Unternehmen, die für alle Wetter gewappnet sein wollen, schließen – wo immer das mög- lich ist – eine Elementarschadenversicherung in ihren Vertrag ein. Das gilt zum Beispiel für die Gebäude-Inhaltsversicherung. Damit sind nicht nur Häuser und Hallen, sondern auch die dort aufgestellten Maschinen und weiteres Inventar geschützt. Welche Versicherungen empfehlenswert sind und wo es Lücken im eigenen Versicherungsschutz gibt, lässt sich am besten zusammen mit einem erfahrenen Versicherungsmakler herausfinden. Er hilft auch, die von allen Versicherern ausgegebenen Risikofragebögen sorgfältig durchzuarbeiten und auszufüllen. Was man dringend vermeiden sollte: aus Kostengründen auf Schutz verzichten oder auf veraltete Policen vertrauen. Etwa alle drei Jahre gehört das Versicherungspaket auf den Prüfstand! Wie schnell ein Unternehmen nach einem Scha- densfall Hilfe erwarten kann, lässt sich kaum vorhersagen. Nach der verheerenden Über- schwemmung im Ahrtal gab es einerseits sehr kurzfristige Überbrückungshilfen (Vorschüsse). Andererseits wurden Prozesse geführt, die sich zum Teil über Jahre hingezogen haben. Aller- dings ging es dabei vor allem um Wohnhäuser. Durch den Klimawandel wird voraussichtlich nicht nur die Häufigkeit von Ereignissen wie Starkregen, Sturm und Hochwasser zuneh- men. In der Folge ist auch mit steigenden Prämien zu rechnen. Nach einer nächsten Katastrophe, ähnlich der im Ahrtal, wird mög- licherweise eine Pflichtversicherung obligato- risch, jedenfalls im privaten Bereich. Autor Jörg Strobel 06103 3868123 strobel@wirtschaftspartner-ag.de www.wirtschaftspartner-ag.de 32 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 TITELTHEMA http://www.wirtschaftspartner-ag.de Ein Schauer kann die Stimmung in einer Fußgängerzone binnen Minuten völlig verändern. anders aus als ein ebenso sonniger, aber ereignisloser Werktag. Für belastbare Aus- sagen braucht es daher immer Zeitvergleiche: gleiche Wochentage, ähnliche Jahreszeiten, mehrere Jahre im Blick. Erst dann lassen sich seriöse Aussagen treffen, ob etwa ein Regen- sommer Innenstädte wirklich ausbremst oder ob intelligente Stadtplanung hier gegenge- steuert hat. Neue Chancen für Einzelhändler und Gastronomie Wetter taugt als guter Einstieg und Daten als Beweis, während der Mensch als Protago- nist im Mittelpunkt steht. Statt der bloßen Behauptung „Regen hält Kundschaft fern“ lässt sich zeigen, wie sich Bewegungsmuster an bestimmten Tagen stündlich komplett ver- schoben haben. „Frequenzverläufe vor und nach Wolken- brüchen, Unterschiede zwischen Straßen mit viel Grün und solchen mit wenig Schatten, Abweichungen zwischen Altstadtgassen und großzügigen Boulevards – all das lädt zu lokal verankerten Geschichten ein“, so Aengenvoort. „Besonders reizvoll wirkt dabei der Kontrast: nüchterne Messung auf der einen, subjekti- ves Erleben des Passanten auf der anderen Seite.“ Auch für Einzelhändlerinnen bezie- hungsweise Einzelhändler, Gastronomie- betriebe und Stadtmarketing liefert dieser Blickwinkel Stoff. Wer erkennt, dass kurze Schauer die Zahl der spontanen Cafébesu- che steigen lassen, kann beispielsweise mit gezielten Regenaktionen spielen – etwa mit Rabattaktionen, warmen „Comfort-Food“- Angeboten oder sichtbaren, trockenen Ver- weilzonen. Sonntage eignen sich dagegen für Außenflächen, mobile Stände, Events im Freien. Frequenzdaten dienen hier nicht als Orakel, sondern als Rückspiegel: Sie zeigen, welche Ideen tatsächliche Resonanz gefunden haben und welche nur gefühlt „gut liefern“. Datengestützte Einblicke ins Stadtleben Am Ende stellt sich weniger die Frage, ob das Wetter eine Rolle spielt, sondern wie ver- antwortungsvoll sich die Spuren lesen lassen. „Einzelne Tage taugen kaum für harte Thesen, längere Reihen dagegen schon eher für fun- dierte Trends – etwa über die Anziehungskraft von neuen beschatteten Plätzen im Hitzesom- mer oder die Bedeutung überdachter Wege in regenreichen Monaten“, hebt der Experte her- vor. Urbanes Leben lässt sich somit nicht nur atmosphärisch schildern, sondern wirklich mit belastbaren Daten unterfüttern, ohne sich in trockenen Tabellen zu verlieren. Wetter und Passanten bestimmen das tägliche Gesche- hen in der Innenstadt und verleihen ihr ein stetig wechselndes, lebendiges Bild. Fo to : A do be S to ck – R ed iR en e Autor Jörg Strobel 06103 3868123 strobel@wirtschaftspartner-ag.de www.wirtschaftspartner-ag.de Autor Julian Aengenvoort www.hystreet.com 33Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 TITELTHEMA http://www.wirtschaftspartner-ag.de Thema nicht unterschätzen und richtig vorbeugen Scheinselbstständigkeit - rechtliche Fallgrube mit existenziellem Risiko Scheinselbstständigkeit ist ein Thema, das leicht übersehen wird, obwohl es Betriebe und Solo-Selbst- ständige hart treffen kann. Eine klare Abgrenzung von Selbstständigkeit und abhängiger Beschäfti- gung ist keine Formsache, sondern für beide Seiten der beste Schutz vor existenziellen Risiken. Stellen Sie sich vor: Ein Softwareentwickler erhält einen Vertrag als „freier Mitarbeiter“. Er programmiert jedoch täglich von 9 bis 17 Uhr im Büro des Auftraggebers, nutzt dessen Hardware, arbeitet in dessen agilen Teams und erhält seine Tasks direkt vom Teamleiter. Er ist seit zwei Jahren nahezu ausschließlich für dieses eine Unternehmen tätig. Formell selbstständig – in der Realität besteht ein abhängiges Arbeitsverhältnis. Dies ist ein klas- sischer Fall von „Scheinselbstständigkeit“. Rechtlich definiert sich Scheinselbststän- digkeit gemäß § 7 Abs. 4 Sozialgesetzbuch (SGB) IV als eine Tätigkeit, die äußerlich selbstständig ausgeübt wird, bei der die ausgeübte Tätigkeit aber im Wesentlichen nicht eigenbetrieblich, sondern in einer arbeitnehmerähnlichen Stellung erfolgt. Was spricht gegen Scheinselbstständigkeit? Der rechtliche Kern des Problems liegt in der Umgehung der Sozialversicherungspflicht. Diese sichert das Solidarprinzip unserer Sozialsysteme. Scheinselbstständigkeit führt zu erheblichen Beitragsausfällen, verzerrt den Wettbewerb und benachteiligt ordentlich agie- rende Unternehmen und Selbstständige. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) führt daher regelmäßige Schwerpunktprüfungen durch. Wie fällt Scheinselbstständigkeit auf? Die Rechtsprechung des Bundessozialgerichts prüft die Scheinselbstständigkeit anhand eines dreisäuligen Kriterienkatalogs: ❙ Weisungsgebundenheit: Entscheidend ist, ob der Auftraggeber Inhalt, Zeit, Dauer, Ort und Durchführung der Tätigkeit konkret vor- schreiben kann. Das Vorliegen eines direk- ten, fachlichen Weisungsrechts ist ein starkes Indiz für ein Beschäftigungsverhältnis. ❙ Eingliederung in die fremde Arbeits- organisation: Hier wird geprüft, ob die Person in den betrieblichen Ablauf des Auf- traggebers eingegliedert ist (feste Arbeits- zeiten, Teilnahme an internen Meetings, Nutzung von Firmen-E-Mail und -IT). ❙ Fehlendes unternehmerisches Risiko: Ein echter Selbstständiger trägt ein markt- typisches Erfolgs- und Verlustrisiko. Fehlen eigene Investitionen, unternehmerische Initiative, eine nennenswerte Kunden- basis („faktische Monopolkundenschaft“), spricht alles für Scheinselbstständigkeit. Schwerwiegende Folgen – für beide Seiten Für den Scheinselbstständigen (§ 28e Abs. 1 SGB IV) drohen: ❙ Rückwirkende Verpflichtung zur Zahlung der gesamten Sozialversicherungsbeiträge (den Arbeitnehmer- und den Arbeitgeber- anteil) für bis zu vier Jahre. ❙ Zusätzlich: Verzinsung und Säumniszu- schläge. ❙ Verlust des privaten Krankenversiche- rungsschutzes und fehlende Rentenan- sprüche für den betroffenen Zeitraum. Für den Auftraggeber (§ 28e Abs. 4 SGB IV): ❙ Nachzahlung sämtlicher Arbeitgeber- anteile zu Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. ❙ Ein Bußgeld in Höhe von 15 bis 30 Prozent der nachgezahlten Beiträge. ❙ Nachzahlung von Lohnsteuer und Solidari- tätszuschlag. ❙ Mögliche Haftung der Geschäftsführung. Richtig vorbeugen Prävention durch vertragliche und faktische Gestaltung schaffen Rechtssicherheit. 1. Vertrag: Nutzen Sie einen präzisen Werk- oder freien Dienstvertrag, der unter- nehmerische Freiheiten festschreibt und Weisungsrechte ausschließt. 2. Faktische Durchführung: Ermöglichen Sie echte Freiheit in der Arbeitszeit- und Ortsgestaltung. Der Selbstständige sollte eigene Arbeitsmittel nutzen, vertreten werden können und an betrieblichen Ent- scheidungen nicht teilnehmen. 3. Mehrkundenprinzip: Fördern und doku- mentieren Sie aktiv die Möglichkeit und tatsächliche Ausübung von Tätigkeiten für weitere Auftraggeber. Hilfe in Zweifelsfällen Bei Unsicherheiten bieten sich an: ❙ Eine verbindliche Statusfeststellung bei der Deutschen Rentenversicherung (vor Beginn der Zusammenarbeit!). ❙ Beratung durch einen Fachanwalt für Arbeitsrecht. ❙ Die IHK Offenbach am Main bietet erste Orientierung. Autorin Polina Hufen Rechtsanwältin BRP RENAUD 0 69 133 734-56 polina.hufen@brp.de 34 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 RATGEBER Suchmaschinenoptimierung (SEO) war gestern In Zeiten von KI im Internet sichtbar bleiben Wer heute im Internet gefunden werden will, muss wissen, wie Generative Engine Optimization (GEO) funktioniert. Denn Internetnutzer suchen längst mit ChatGPT und Co. nach Informatio- nen. Wer’s richtig macht, bleibt nicht nur sichtbar, sondern wird von der KI empfohlen. Autor Jonas Paul Klatt 069 247466190 info@onrepconsulting.de www.onrepconsulting.de In sieben Schritten zur KI-Sichtbarkeit 1. Prüfen Sie, was über Ihr Unternehmen bekannt ist Firmennamen in ChatGPT oder Perplexity eingeben und prüfen, was angezeigt wird (z.B. über den KI-Check bei onrep.ai). 2. Bewertungen sichtbar machen Kundenmeinungen sind für KI-Systeme ein wichtiges Vertrauenssignal. Gehen Sie aktiv auf Ihre Kunden zu und bitten Sie sie, Bewertungen zu hinterlassen. Machen Sie es genau dann, wenn der Kunde zufrieden ist! 3. Ihr Unternehmen erklären Sorgen Sie dafür, dass auf Ihrer Website und in Social Media klar beschrieben ist, was Sie anbieten und für wen. 4. In Verzeichnissen und Plattformen präsent sein Einträge in Branchenportalen, Google, LinkedIn oder Bewertungsseiten zählen. 5. Einheitlich auftreten Name, Leistungen und Kontaktdaten sollten überall im Internet gleichlautend angegeben sein. 6. Häufige Fragen beantworten Eine einfache FAQ-Seite (häufige Fragen und Antworten) hilft KI-Systemen, Ihr Unternehmen richtig einzuordnen. 7. Regelmäßig neue Inhalte veröffentlichen Aktuelle Beiträge, Kundenstimmen oder Erwähnungen halten Ihre Sichtbarkeit stabil. Jonas Paul Klatt ist Gründer der OnRep Consulting GmbH in Frankfurt. Er unterstützt kleine und mittlere Unterneh men dabei, von KI-Suchsystemen gefunden und empfohlen zu werden. Auf der von ihm entwickelten Plattform www.onrep.ai können Nutzerinnen und Nutzer ihre Sichtbarkeit im Netz analysieren. Fo to : p riv at Immer mehr Menschen nutzen keine Such- maschinen wie Google, sondern fragen KI-Systeme wie ChatGPT, Copilot, Google AI oder Perplexity. Die KI liefert sofort konkrete Antworten, oft inklusive Empfehlungen für Unternehmen in einer bestimmten Region oder Branche. Für Websitebetreiber, die noch ausschließlich auf Suchmaschinenop- timierung (SEO) setzen, ist das ein Problem: Obwohl sie bei Google gut gefunden werden, tauchen sie in den KI-Antworten nicht auf. Der Grund dafür ist, dass KI-Suchsysteme anders funktionieren als klassische Suchma- schinen. Sie schauen nicht nur auf Websites, sondern auf das Gesamtbild, das ein Unter- nehmen im Internet hinterlässt. Das setzt sich unter anderem aus Bewertungen, Erwähnun- gen, Artikeln, Veröffentlichungen in Branchen- verzeichnissen,Social-Media-Profilen und Presseberichten zusammen. GEO ist ein Muss GEO sorgt dafür, dass Unternehmen von KI- Systemen als vertrauenswürdig und relevant erkannt werden. Der Part, den sie dabei über- nehmen, ist AEO – Answer Engine Optimiza- tion. Das heißt, sie müssen Inhalte über sich so gestalten, dass KI-Systeme sie gleich als Antworten verwenden können. Die Summe aller Informationen über ein Unternehmen im Internet wird als Information Output (IO) bezeichnet. KI-Systeme lernen aus genau diesen Daten. Wer wenig, widersprüchliche oder veraltete Angaben anbietet, wird in KI- Antworten kaum berücksichtigt. In der KI-Ära ist also nicht mehr nur eine gute Internetseite wichtig. Entscheidend ist, wie sichtbar und glaubwürdig ein Unternehmen insgesamt im Internet ist. Deshalb ist aktive GEO ein Muss. 35Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 RATGEBER BEKANNTMACHUNG Was sich ändert – und warum das wichtig ist Die neue Sachverständigenordnung der IHK Offenbach am Main Viele Abläufe in der gutachterlichen Praxis lassen sich heute effizienter elektronisch gestalten. Die neue IHK-Sachverstän- digenordnung greift diese Entwicklung auf, um den öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen ihre Arbeit künftig zu erleichtern und den wachsenden Anforderungen einer digital geprägten Arbeitswelt gerecht zu werden. Eine der wesentlichen Neuerungen betrifft den Rundstempel. Er wird künftig standardmäßig in digitaler Form ausgegeben und soll zur „ersten Wahl“ bei der Verwendung im Gutachtenwesen werden. Die analoge Ausgabe des Rundstempels bleibt zwar möglich, erfolgt jedoch nur noch auf Nachfrage. Diese Umstellung wurde bundesweit mit den anderen Bestellungskörperschaften – den Handwerkskammern, Ingenieurkammern und Landwirtschaftskammern – abgestimmt. Dadurch gibt es nun einen einheitlichen digitalen Rundstempel, was die digitale Wiedererkennbar- keit im Rechts- und Wirtschaftsverkehr deutlich stärkt. Regionale Abweichungen zwischen einzelnen Körperschaften werden bewusst vermieden. Für eine Übergangs- phase ist es allerdings möglich, dass der früher ausgegebene analoge Rundstempel vom neuen digitalen Rundstempel abweicht. Auch bei den Formvorschriften bringt die neue Sachverständigenordnung spürbare Entlastungen. Für die Erbringung von Leistungen genügt künftig in der Regel die Textform nach § 126b BGB. Damit entfällt die bislang verbreitete Pflicht zur qualifizierten elektronischen Signatur. In den meisten Fällen reicht es aus, wenn der Sachverständige seinen Namen angibt und den digitalen Rundstempel verwendet. Dies erleichtert die digitale Erstellung, Weitergabe und Archivierung von Gutachten erheblich und schafft mehr Rechtssicherheit für alle Beteiligten. Ein weiterer Schwerpunkt der Änderungen ist die Verbesserung der digitalen Kommunikation im Rechtsverkehr. Sachverständige gelten nach der Zivilprozessord- nung als professionell Beteiligte und müssen daher einen sicheren elektronischen Übermittlungsweg eröffnen. Die neue Sachverständigenordnung ermöglicht es, diesen Übermittlungsweg im IHK Sachverständigenverzeichnis zu veröffentlichen. Gerichte, Behörden, Unternehmen und private Auftraggeber können so künftig einfacher, schneller und eindeutig digital Kontakt aufnehmen. Insgesamt modernisiert die überarbeitete Sachverständigenordnung zentrale Aspekte der gutachterlichen Tätigkeit, reduziert Bürokratie und schafft ein zeitgemä- ßes, digitales Arbeitsumfeld. Davon profitieren nicht nur die Sachverständigen selbst, sondern ebenso die Justiz, die Wirtschaft und alle anderen Auftraggeber. Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main hat in ihrer Sitzung vom 4. Dezember 2025 folgende Änderungen der Sachver- ständigenordnung beschlossen: § 5 Abs. 3 „Der Sachverständige erhält mit der öffentlichen Bestellung neben dem Bestel- lungsbescheid auch eine Bestellungsurkunde, den Rundstempel als Bilddatei, den Ausweis, die Sachverständigenordnung und die dazu ergangenen Richtlinien. Auf Wunsch kann der Sachverständige den Rundstempel zusätzlich in physischer Form erhalten. Bestellungsurkunde, Rundstempel und Ausweis bleiben Eigentum der Industrie- und Handelskammer.“ § 8 „Die Industrie- und Handelskammer veröffentlicht die öffentliche Bestellung und Ver- eidigung sowie die Kontaktdaten einschließlich eines sicheren Übermittlungswegs gemäß § 130a Abs. 4 ZPO des Sachverständigen auf der Website www.svv.ihk.de für den Zeitraum der Bestellung. Eine zusätzliche Veröffentlichung in weiteren Medien ist zulässig. Name, Adresse, Kommunikationsmittel einschließlich sicherer Übermittlungswege und Sachgebietsbezeichnung des Sachverständigen können durch die Industrie- und Handelskammer oder einen von ihr beauftragten Dritten gespeichert und in Listen oder auf sonstigen Datenträgern veröffentlicht und auf Anfrage jedermann zur Verfügung gestellt werden.“ § 12 Abs. 1 „Soweit der Sachverständige mit seinem Auftraggeber keine andere Form vereinbart hat oder gesetzlich keine andere Form vorgeschrieben ist, genügt die Textform gemäß § 126 b BGB.“ § 12 Abs. 2 „Erbringen Sachverständige eine Leistung gemeinsam, muss zweifelsfrei erkennbar sein, welcher Sachverständige für welche Teile verantwortlich ist.“ § 13 Abs. 1 „Der Sachverständige hat bei Leistungen im Sinne von § 2 Abs. 2 auf dem Sachgebiet, für das er öffentlich bestellt ist, die Bezeichnung, von der Industrie- und Handels- kammer öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für ...‚ zu führen und seinen Rundstempel zu verwenden. Gleichzeitig hat er auf die Zuständigkeit der IHK Offenbach hinzuweisen.“ § 13 Abs. 2 „Unter die in Absatz 1 genannten Leistungen soll der Sachverständige nur seinen Namen und seinen Rundstempel setzen.“ § 19e) „den Verlust oder die unzulässige Verwendung der Bestellungsurkunde, des Aus- weises oder des Rundstempels;“ § 22 Abs. 3 „Nach Erlöschen der öffentlichen Bestellung ist die Verwendung von Bestellungs- urkunde, Ausweis und Rundstempel unzulässig. Das Nutzungsrecht ist begrenzt auf den Zeitraum der Bestellung.“ § 24 „Der Sachverständige hat nach Erlöschen der öffentlichen Bestellung der Industrie- und Handelskammer Bestellungsurkunde, Ausweis und Rundstempel zurückzuge- ben. Er hat sicherzustellen, dass die Bilddatei des Rundstempels nicht mehr genutzt wird.“ Die geänderte Sachverständigenordnung gilt ab dem Zeitpunkt der Bekanntma- chung in der Offenbacher Wirtschaft. Offenbach am Main, den 4. Dezember 2025 Kirsten Schoder-Steinmüller Markus Weinbrenner Präsidentin Hauptgeschäftsführer 36 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 Impressum: Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, Sontraer Straße 6, 60386 Frankfurt am Main, Telefon 0 69/42 09 03-75 Die Beiträge in diesem Verlagsspecial sind bezahlte Anzeigen und wurden von den werbenden Unternehmen verfasst.www.zarbock.de 3/4 2026 Eine Verlagsveröffentlichung – präsentiert in der Offenbacher Wirtschaft Foto: Freepik / peoplecreations Weiterbildung 2 VerlagsSpecial | Weiterbildung Anzeige Von Mitarbeitermotivation bis Konfliktmanagement Chefsache: Warum Weiterbildung für Führungskräfte so wichtig ist Vorgesetzte in einem Unternehmen sind gut beraten, wenn sie von Zeit zu Zeit an ihrem Führungsstil arbeiten. Spezielle Weiterbildungsangebote für Führungskräfte können dazu außerordentlich hilfreich sein. Weiterbildung für Führungskräfte – ein Luxus, um den man sich bei Gelegenheit mal kümmern könnte (es dann aber meist doch nicht tut)? Die meisten Experten sehen das anders. Gerade in Zeiten, in denen sich der Arbeitsalltag drastisch und in hohem Tempo verändert, rücken Fähigkeiten wie Change Management zunehmend in den Fokus. Mitarbeitende erfolg- reich durch anstehende Veränderungen zu führen und durch Phasen der Unsicherheit zu begleiten, erfordert Einfühlsamkeit und spezielle Kenntnisse. Eine zunehmende, auch psychische Belastung von Beschäftigten schafft weiteren Fortbildungsbe- darf bei Führungskräften. „Wenn wir über Trends sprechen, dann hat sich die Nachfrage nach Seminaren zu psychologi- schen Themen und Themen der Gesundheit von Mitarbeitern in den vergangenen zehn Jahren deutlich verstärkt“, sagt etwa Dr. Thomas Kohstall, Abteilungsleiter Qualifizierung am Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfall- versicherung (DGUV). Unterschiedliche Formate stehen zur Auswahl Aber auch klassische Leadership-Aufgaben wie Konfliktma- nagement und Mitarbeitermotivation haben an Bedeutung nichts verloren. Klare Ziele setzen, sachliche Kritik üben und ein fundiertes Feedback geben – auch solche Dinge lassen sich trai- nieren und womöglich verbessen. Dazu zählen unter anderem spezielle Gesprächsführungstechniken für Mitarbeitergesprä- che. Ziel ist letztlich ein Arbeitsumfeld, in dem Mitarbeitende ihr Potenzial besser ausschöpfen können. Zum Ausbau ihrer Führungsqualitäten können Vorgesetzte unterschiedliche Formate nutzen. Die Palette reicht von den bewährten Tages- oder Mehrtagesseminaren über ein persön- liches Coaching bis zu Webinaren, die sich flexibel in den Alltag integrieren lassen. Gute Seminare beinhalten oft auch praxis- nahe Übungen im Zusammenspiel mit anderen Teilnehmerin- nen und Teilnehmern. Dies ist übrigens ein weiterer Nutzen, den Vorgesetzte aus einer Weiterbildung ziehen können: Der Kontakt mit anderen Führungskräften erweitert das persönliche und berufliche Netzwerk. Veranstaltungen für neue und erfahrene Führungskräfte Experten empfehlen, sich bei der Auswahl der Weiterbildung vorher genau über die eigenen Ziele und Bedürfnisse klar zu werden. Beispielsweise sind Seminare für angehende oder neue Kollegen in Leitungspositionen meist anders gestaltet als sol- che für erfahrene Führungskräfte. „Für neue Führungskräfte sind Weiterbildungen eine unverzichtbare Orientierungshilfe und helfen dabei, den Übergang in die Führungsverantwortung selbstbewusst zu meistern“, so die DGUV-Experten. Vorausset- zung für eine nutzbringende Weiterbildung ist in jedem Fall eine gute Vorbereitung und Planung. Fo to : F re ep ik Gehen Sie den nächsten Schritt! BERUFLICH ANKOMMEN. FACHLICH AUFSTEIGEN. PERSÖNLICH WACHSEN. Bei der IHK-Akademie Koblenz erwerben Sie mit der Weiterbildung zum/zur Fachwirt/-in oder Betriebswirt/-in einen anerkannten Ab- schluss auf Bachelor- oder Master-Niveau. BERUFSBEGLEITEND LIVE-ONLINE-UNTERRICHT PRAXISNAH PERSÖNLICH www.ihk-akademie-koblenz.de Anzeige Kampf um Fachkräfte Wie Unternehmen mit Weiterbildung punkten Beschäftigte, die sich im Betrieb oder extern weiterbilden können, bleiben dem Unternehmen länger treu und erhöhen ihre Leistungsfähigkeit. Von Weiterbildungsangeboten profi- tieren Unternehmen gleich in mehrfacher Hinsicht. Das war schon ein überraschendes Ergebnis, das eine Umfrage der Hochschule Osnabrück vor einiger Zeit unter 6.000 Beschäf- tigten unterschiedlicher Branchen erbrachte: Weiterbildung ge- hört danach mit zu den beliebtesten Benefits, die Arbeitgeber ihrer Belegschaft anbieten können. Auch in der Gruppe der über 50-Jährigen ist der Wille, Neues zu lernen stark ausgeprägt. Ein Fazit daraus: Unternehmen stärken mit Weiterbildungsangebo- ten ihr Employer Branding, machen sich zu einem attraktiven Arbeitgeber und punkten im Kampf um Fachkräfte. Beschäftigte haben Anspruch auf bezahlten Bildungsurlaub In Hessen haben Beschäftigte Anspruch auf zehn Tage Bil- dungsurlaub innerhalb von zwei Kalenderjahren inklusive Lohnfortzahlung. Kleine Betriebe mit bis zu 20 Mitarbeitenden können vom Land Hessen eine Unterstützung in Form von 50 Prozent des täglich fortgezahlten Entgeltes beantragen. Dies gilt bei einer Teilnahme des Beschäftigten an anerkannten Ver- anstaltungen der beruflichen oder politischen Weiterbildung. Grundsätzlich lohnt es sich für Betriebe, die Weiterbildung ihrer Arbeitnehmer zu unterstützen. Ein wichtiger Punkt: Mitarbeiter, die ihre fachliche Qualifikation erhöhen, machen die mühsa- me Suche nach neuen, externen Fachkräften möglicherweise überflüssig. So nutzen Unternehmen Potenzial, das in der Be- legschaft bereits „schlummert“ und nur noch geweckt werden muss. Digitaler Fortschritt macht Weiterbildung fast schon zur Pflicht Manche Arbeitgeber befürchten allerdings, dass weitergebildete Mitarbeitende mit ihrer höheren Qualifikation am Ende dann von der Konkurrenz abgeworben werden. Fachleute relativieren diese Sorge: „Die Gefahr besteht natürlich. Aber die Gefahr der Abwanderung ist höher, wenn berufliche Perspektiven mangels Fortbildung komplett fehlen“, sagen beispielsweise Experten der Dekra-Akademie. Hinzu kommt, dass in Zeiten eines rasanten technologischen Fortschritts spezielle Weiterbildungsmaßnahmen im Grunde unerlässlich sind. „In einer digitalen Arbeitswelt wandeln sich auch klassische Berufsfelder und Marktplätze“, so die Dekra- Spezialisten. Um als Unternehmen konkurrenzfähig zu bleiben, benötige es eben gut ausgebildetes Personal, was sich erfah- rungsgemäß in einer erhöhten Kundenzufriedenheit ausdrückt. Dementsprechend liegen die Weiterbildungstrends für 2026 neben der Schulung von Soft Skills und Nachhaltigkeitswissen vor allem im Bereich der Künstlichen Intelligenz und Cybersi- cherheit. Gerade der letztgenannte Aspekt gewinnt angesichts einer zunehmenden Bedrohung durch kriminelle Hacker für vie- le Unternehmen fast schon existenzielle Bedeutung. Gehen Sie den nächsten Schritt! BERUFLICH ANKOMMEN. FACHLICH AUFSTEIGEN. PERSÖNLICH WACHSEN. Bei der IHK-Akademie Koblenz erwerben Sie mit der Weiterbildung zum/zur Fachwirt/-in oder Betriebswirt/-in einen anerkannten Ab- schluss auf Bachelor- oder Master-Niveau. BERUFSBEGLEITEND LIVE-ONLINE-UNTERRICHT PRAXISNAH PERSÖNLICH www.ihk-akademie-koblenz.de 4 VerlagsSpecial | Weiterbildung Anzeige DUAL studieren im Kreis Offenbach – Rödermark Dein Studienort – Die BerufsAkademie Rhein-Main ist Dein Partner im Kreis Offenbach für Dein duales Studium. Auf dem attraktiven Campus in Rödermark findest Du alles, was sich Dein Studienherz wünscht: super Atmosphäre, coole Leute, attraktive Partnerunternehmen für Deine Praxisphase und vieles mehr. Die BA Rhein-Main behauptet von sich, wir können duales Studium und haben das 23 Jahre bewiesen. Wir pflegen zu halten, was wir versprechen. Qualität und Freude am Studieren! Wir freuen uns auf neue Unternehmen und Studierende: unser Fundament aus Theorie und Praxis. Folge uns auf Instagram oder Facebook: ba_rheinmain @BerufsakademieRheinMain Dual genial: BerufsAkademie Rhein-Main Studieren ++ Geld verdienen. Beste Karrierechancen – das bietet das Erfolgskonzept der BerufsAkademie Rhein Main! Ihr Weg zu uns: www.ba-rm.de Am Schwimmbad 3 · 63322 Rödermark Alle wichtigen Events und Termine: www.ba-rm.de Seit 23 Jahren bietet die BA Rhein-Main sehr erfolgreich duale Studiengänge in Rödermark an. Gestartet mit einer kleinen Studiengruppe von 12 Studierenden, hat sie sich zur größten, rein zentral ansässigen Berufsakademie Deutschlands entwickelt. Die Stadt Rödermark gründete im Jahre 2002 die BA, im Jahr 2004 folgte der Kreis Offenbach. Über 650 Studierende und über 160 attraktive Groß- und mittelständische Unternehmen sind mit der BA Rhein-Main verbunden. Seit ihrer Gründung bildete sie über knapp 3.000 Mitarbeiter/innen für die hessische Wirtschaft aus. Ein Großteil davon wurde über die BA Rhein-Main für die Unternehmen kostenlos rekrutiert. So wirkte die BA durch aktives Handeln dem Fachkräftemangel entgegen. Mit zahlreichen Rekrutierungsveranstaltungen unterstützt die BA die Studien- interessenten, das passende Unternehmen für ein duales Studium zu finden. Das duale Bachelor-Studium dauert drei Jahre, wobei in festen Zeitabständen zwischen dem Studium an der BA und den Praxisphasen in den Unter- nehmen gewechselt wird. Im Anschluss an das erfolgreiche Studium verleiht die BA den akademischen Grad Bachelor of Science. Studien- voraussetzungen sind die allge- meine Hochschulreife, die Fach- hochschulreife oder die Zugangs - berechtigung über die berufliche Qualifikation. Die organisatorische Begleitung durch das Unternehmen während des Studiums ist unbürokratisch und mit geringem Aufwand dar- stellbar. Nach dem Studium verbleibt der Großteil der Absolvent/innen im Unternehmen. Damit wird auch der Personalbindung Rechnung getragen, d.h. ausbilden und binden als echter Return on Investment für das Unternehmen. VORTEILE FÜR DIE UNTERNEHMEN: • Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber • Hervorragende Möglichkeiten der Nachwuchskräftegewinnung • Passgenaue Ausbildung der Mitarbeiter für das Unternehmen • Studienschwerpunkte individuell wählbar • Sicherung neuer Fach- und Führungskräfte aus eigenem Nachwuchs VORTEILE FÜR DIE STUDIERENDEN: • Staatlich anerkannter akademischer Grad zum Bachelor of Science • Konsequente Lernphasen im Blocksystem in Praxis und Theorie • Gesicherte Ausbildungsvergütung während des Studiums • Übernahme der Studiengebühren gemäß vertraglicher Ausgestaltung • Hervorragende Basis für eine erfolgreiche Praxis- und akademische Weiterentwicklung und Karriere DUAL studieren im Kreis Offenbach – Rödermark Dein Studienort – Die BerufsAkademie Rhein-Main ist Dein Partner im Kreis Offenbach für Dein duales Studium. Auf dem attraktiven Campus in Rödermark findest Du alles, was sich Dein Studienherz wünscht: super Atmosphäre, coole Leute, attraktive Partnerunternehmen für Deine Praxisphase und vieles mehr. Die BA Rhein-Main behauptet von sich, wir können duales Studium und haben das 23 Jahre bewiesen. Wir pflegen zu halten, was wir versprechen. Qualität und Freude am Studieren! Wir freuen uns auf neue Unternehmen und Studierende: unser Fundament aus Theorie und Praxis. Folge uns auf Instagram oder Facebook: ba_rheinmain @BerufsakademieRheinMain Dual genial: BerufsAkademie Rhein-Main Studieren ++ Geld verdienen. Beste Karrierechancen – das bietet das Erfolgskonzept der BerufsAkademie Rhein Main! Ihr Weg zu uns: www.ba-rm.de Am Schwimmbad 3 · 63322 Rödermark Alle wichtigen Events und Termine: www.ba-rm.de Seit 23 Jahren bietet die BA Rhein-Main sehr erfolgreich duale Studiengänge in Rödermark an. 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Im Anschluss an das erfolgreiche Studium verleiht die BA den akademischen Grad Bachelor of Science. Studien- voraussetzungen sind die allge- meine Hochschulreife, die Fach- hochschulreife oder die Zugangs - berechtigung über die berufliche Qualifikation. Die organisatorische Begleitung durch das Unternehmen während des Studiums ist unbürokratisch und mit geringem Aufwand dar- stellbar. Nach dem Studium verbleibt der Großteil der Absolvent/innen im Unternehmen. Damit wird auch der Personalbindung Rechnung getragen, d.h. ausbilden und binden als echter Return on Investment für das Unternehmen. 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Im Anschluss an das erfolgreiche Studium verleiht die BA den akademischen Grad Bachelor of Science. Studien- voraussetzungen sind die allge- meine Hochschulreife, die Fach- hochschulreife oder die Zugangs - berechtigung über die berufliche Qualifikation. Die organisatorische Begleitung durch das Unternehmen während des Studiums ist unbürokratisch und mit geringem Aufwand dar- stellbar. Nach dem Studium verbleibt der Großteil der Absolvent/innen im Unternehmen. Damit wird auch der Personalbindung Rechnung getragen, d.h. ausbilden und binden als echter Return on Investment für das Unternehmen. VORTEILE FÜR DIE UNTERNEHMEN: • Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber • Hervorragende Möglichkeiten der Nachwuchskräftegewinnung • Passgenaue Ausbildung der Mitarbeiter für das Unternehmen • Studienschwerpunkte individuell wählbar • Sicherung neuer Fach- und Führungskräfte aus eigenem Nachwuchs VORTEILE FÜR DIE STUDIERENDEN: • Staatlich anerkannter akademischer Grad zum Bachelor of Science • Konsequente Lernphasen im Blocksystem in Praxis und Theorie • Gesicherte Ausbildungsvergütung während des Studiums • Übernahme der Studiengebühren gemäß vertraglicher Ausgestaltung • Hervorragende Basis für eine erfolgreiche Praxis- und akademische Weiterentwicklung und Karriere IHK. Die Weiterbildung BESSER.WEITER.BILDUNG. Starke Ausbildung – starke Zukunft Fachkräfte langfristig binden und zukunfts- fähig bleiben – diese Unternehmensziele sind eng mit innovativen und modernen Lösungsansätzen in der betrieblichen Ausbildung verbunden. Im eintägigen Workshop werden rechtliche Neuerungen, innovative Trends in der Ausbildung, Vor- teile von Lernprozessbegleitung, kreative Unterweisungsmethoden sowie der Ein- fluss der Digitalisierung auf die Ausbildung intensiv bearbeitet und diskutiert. * U.-Std. = Unterrichtsstunden Ausbilder 15.04.2026 | Auszubildende führen und motivieren – Miteinander mehr erreichen! https://www.offenbach.ihk.de/E14801/, online, 8 U.-Std. . . . . . . . . . . . . .249 Euro 23.04.2026 | Starke Ausbildung – starke Zukunft https://www.offenbach.ihk.de/E14822/, IHK Offenbach am Main, 8 U.-Std.. . .249 Euro Auszubildende 25.03.2026 | Azubi: Korrespondenztraining – Wie formuliere ich Mails und Briefe professionell? https://www.offenbach.ihk.de/E14808/, IHK Offenbach am Main, 8 U.-Std.. . .199 Euro Außenhandel 19.03.2026 | Import – Der Elektronische Zolltarif https://www.offenbach.ihk.de/E14913/, IHK Offenbach, 8 U.-Std.. . . . . . .249 Euro Betriebswirtschaft & Rechnungswesen 23. – 27.03.2026 | Buchführung intensiv (auch als Bildungsurlaub möglich) https://www.offenbach.ihk.de/E14812/, IHK Offenbach am Main, 40 U.-Std.. . .849 Euro Büromanagement 14.04.2026 | Grundlagen und Bedeutung eines effizienten Büromanagements https://www.offenbach.ihk.de/E14873/, online, 8 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . . .249 Euro Führung & Leadership 23.04.2026 | Erfolgreich delegieren, Verantwortung abgeben und trotzdem den Überblick behalten https://www.offenbach.ihk.de/E14840/, IHK Offenbach am Main, 8 U.-Std.. . .249 Euro Immobilien 07. – 08.05.2026 | WEG-Verwaltung Teil 2: WEG-Buchhaltung und Jahresabrechnung nach § 34c GewO https://www.offenbach.ihk.de/E15020/, 14 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .449 Euro Marketing & Vertrieb 12.05.2026 | Online Marketing Kompakt https://www.offenbach.ihk.de/E14827/, online, 6 U.-Std.. . . . . . . . . . . . . . . . .219 Euro Soft Skills 16.04.2026 | Souverän und selbstbewusst auftreten – Wirkungsvoll kommunizieren im Business https://www.offenbach.ihk.de/E14996/, IHK Offenbach am Main, 8 U.-Std.. . .249 Euro Buchführung intensiv (als Bildungsurlaub möglich) Quereinsteiger können es in der Buch- haltung schwer haben. Selbst wenn sie die praktische Anwendung beherrschen, ist das Verständnis der Hintergründe optimierbar. Hier bietet sich die Gelegenheit, fehlende oder verschüttete Kenntnisse zu erwerben beziehungsweise aufzufrischen. Erfolgreich delegieren Führungskräfte sollten wissen, wie sie Auf- gaben strategisch und psychologisch klug delegieren, ohne ständig nachsteuern zu müssen. Mit den neuesten Erkenntnissen aus Psychologie und Neurowissenschaft bringen die Teilnehmenden ihre Delega- tionsfähigkeiten auf das nächste Level. Kontakt Claudia Albert 069 8207-330 albert@offenbach.ihk.de www.ihkof.de/weiterbildung Alle Weiterbildungsangebote der IHK Offenbach am Main: 41Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 BILDUNG ihkof.de/weiterbildung BESSER.WEITER.BILDUNG. IHK Offenbach am Main Arbeitgeber stellten sich Jugendlichen vor Gelungene Premiere der 1. OFC-Ausbildungsmesse Rund 500 Schülerinnen und Schüler kamen zur ersten OFC-Ausbildungsmesse, um sich bei 29 teilnehmenden Unternehmen über Karrierechancen und Ausbildungsangebote zu informieren. Unter dem Motto „1 : 0 für deine Zukunft“ hatten die Offenbacher Kickers mit der IHK Offenbach am Main in den VIP-Bereich des Stadions am Bieberer Berg eingeladen. Präsentiert wurde die Veranstaltung von den Stadtwerken Offenbach. Sowohl die Organisatoren als auch die Aus- steller zeigten sich mit der Messepremiere zufrieden. OFC-Geschäftsführer Florian Holz- brecher sagte: „Die Atmosphäre war super, die Resonanz passte. Wir freuen uns schon jetzt auf die Durchführung im kommenden Jahr.“ Maike Herchenhan, Ausbildungsleiterin bei der AXA Konzern AG, zog ebenfalls ein posi- tives Fazit: „Hier hat man Teamgeist, Einsatz und Leidenschaft gespürt. Alles, was es im Sport, aber auch in der Ausbildung braucht.“ Die teilnehmenden Unternehmen und Orga- nisationen stellten sich und ihre Arbeit vor, beantworteten Fragen und gaben individuelle Bewerbungstipps. Für die Jugendlichen war die Veranstaltung eine gute Gelegenheit, erste Kontakte zu Ausbildungsbetrieben zu knüpfen und berufliche Perspektiven zu entdecken. IHK-Bildungsberater Alexander Krebs betonte die gelungene Mischung aus regionaler Ver- bundenheit, vielfältigen beruflichen Pers- pektiven und persönlichen Begegnungen. „Initiativen wie die OFC-Ausbildungsmesse sind wichtige Signale“, sagte er. „Sie unter- streichen die große Bedeutung der beruf- lichen Orientierung und der Nachwuchsförde- rung in Unternehmen.“ Rund 500 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 12 informierten sich auf der ersten OFC-Ausbildungsmesse über berufliche Perspektiven in der Region. Fo to : K re bs /IH K 42 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 BILDUNG Hessischer Website Award – bald startet die nächste Runde Was macht eine Website attraktiv? Antworten auf die Frage lieferte der 15. Hessische Website Award im Dezember 2025 in der IHK Frankfurt am Main. Drei Unternehmen erhielten die Auszeichnung für ihre herausragenden Internetauftritte. Gold gab es für der Internetauftritt der Per- gano GmbH aus Obertshausen. Der Verpa- ckungsspezialist überzeugt mit emotionalen Bildwelten, mutiger Gestaltung und intuitiver Nutzerführung. Für den ersten Platz gab es ein Preisgeld von 6.000 Euro. Silber gewann die Stauraum GmbH aus Dreieich mit ihrem Online-Shop. Er verkaufe nicht nur Ordnung, sondern lebe sie mit aufgeräumtem Design, durchdachter Struktur und klarem Nutzenver- sprechen, urteilte die Jury. Über Bronze freut sich die Hattersheimer Sektmanufaktur Rhein Rocks, die laut der Juroren auf ihrer Website frisches Design mit emotionalen Inhalten ver- bindet und die Marke charmant zum Klingen bringt. Beste Websites 2025 www.pergano.de www.stauraum-shop.de www.rheinrocks.de Mehr Infos zum Hessischen Website Award 2025: www.website-award-hessen.de Fo to : J oc he n M ül le r F ot og ra fie 43Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 NETZWERKE NETZWERKE Ehrung für langjährige, aktive Mitgliedschaft Drei herausragende Wirtschaftsjunioren Während ihrer Mitgliederversammlung im Dezember 2025 ehrten die WJ Offenbach e. V. drei Mit- glieder, die dem Netzwerk seit Jahren angehören und es bereichern. Die Auszeichnung erkennt das besondere Engagement an, das sie dem Zusammenschluss junger Führungskräfte, Unternehmerin- nen und Unternehmer aus der Region entgegengebracht haben und weiter entgegenbringen. Auszeichnungen gingen an Sandra Hug für ihre fünfjährige und Andreas Buhle für seine zehnjährige Mitgliedschaft. Für 15 Jahre Unterstützung und Treue ehrte der Vorstand den ehemaligen WJ-Geschäftsführer Peter Sülzen. Die drei Wirtschafsjunioren haben in den vergangenen Jahren nicht nur aktiv am Vereinsgeschehen teilgehabt, sondern mit ihrem Einsatz und ihrer Leidenschaft dazu beigetragen, die Gemeinschaft zu stärken und weiterzuentwickeln. Sven Franzen, WJ-Präsident 2025, zeichnete Sandra Hug aus … Fo to s: W J O ffe nb ac h e. V. Weitere Infos Den WJ Offenbach am Main e. V. folgen und wissen, was für junge Führungskräfte wichtig ist LinkedIn: www.linkedin.com/company/ wj-offenbach Instagram: www.instagram.com/wjoffenbach Facebook: www.facebook.com/wjoff … und ebenso Andreas Buhle. Fotos: WJ Offenbach e. V. Kontakt Gino Scalinci scalinci@wj-offenbach.de www.wj-offenbach.de 44 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 http://www.linkedin.com/company/wj-offenbach http://www.instagram.com/wjoffenbach http://www.facebook.com/wjoff NETZWERKE Jährliches Treffen der Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren Ein Highlight für Austausch und Kooperation Ende Januar trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus allen Ecken des Landes am Sitz der Bundesge- schäftsstelle der Wirtschaftsjunioren Deutschland im Haus der deutschen Wirtschaft in Berlin. Sie tausch- ten ihre Erfahrungen aus, entwickelten neue Ideen und entwarfen gemeinsam Zukunftsszenarien. In einer Atmosphäre des offenen Dialogs und der Zusammenarbeit ging es um aktuelle Herausforderungen und ebenso um Wege, wie die Wirtschaftsjunioren noch stärker als Netzwerk für junge Unternehmerinnen, Unter- nehmer und Führungskräfte in Deutschland aktiv sein können. Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten ihre erfolgreichen Projekte und Initiativen aus ihren jeweiligen Regionen vor und tauschten sich dazu aus. „Ich hatte eine super Anreise trotz frostiger Temperaturen von bis zu -5 Grad. Bei der Zusammenkunft mit über 100 Kreissprecherinnen und -sprechern hatte ich vielfältige Möglichkeiten zum Netzwerken, Kennenlernen und Austauschen. Das interak- tive Programm gab uns Einblicke in verschie- dene Ressorts, zum Beispiel in die Bereiche Finanzen und Recht“, berichtet Eric Bublath, Präsident 2026 der WJ Offenbach e. V. Auch für Neue attraktiv bleiben Das Treffen war nicht nur ideal, um von Best Practices zu hören, sondern auch, um gemeinsam eine Vision für die nächsten Jahre zu finden. Die Kreissprecherinnen und -sprecher diskutierten intensiv darüber, wie sie die Wirtschaftsjunioren als Plattform für junge, innovative Unternehmerinnen und Unternehmer noch attraktiver gestalten können. Der Nachwuchsgewinnung und dem Veranstaltungs- und Seminarangebot für Füh- rungskräfte schenkten sie dabei besondere Aufmerksamkeit. Die Wirtschaftsjunioren werden ihre Rolle als Vorreiter für eine nachhaltige und innovative Wirtschaft weiter stärken und ihre Mitglieder darin unterstützen, den Herausforderungen der Zukunft mit Verantwortung und Weitblick zu begegnen. www.wjd.de Fo to : W J De ut sc hl an d Die WJ Deutschland hatten die Kreissprecherinnen und -sprecher der WJ aus der ganzen Bundesrepublik ins Haus der Wirtschaft in Berlin eingeladen. 45Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 IHK-Sachverständige: Kompetenz garantiert Die Bezeichnungen „Sachverständiger“ und „Gutachter“ sind in Deutschland rechtlich nicht geschützt. Deshalb sind sie kein Indiz für die tatsächliche Sachkunde einer Person. Anders verhält es sich mit Sachverständigen, die nach § 36 Gewerbeordnung öffentlich bestellt sind. Durch die öffentliche Bestellung werden Gerichten, Unternehmen und Verbrauchern besonders zuverlässige, unparteii- sche und erfahrene Personen zur Verfügung gestellt. Diese Experten haben auf einem bestimmten Sachgebiet Kenntnisse und Fähigkei- ten nachgewiesen, die weit über dem Durchschnitt liegen. Sachver- ständige für wirtschaftliche und technische Bereiche werden durch die IHKs öffentlich bestellt und vereidigt. www.svv.ihk.de IHK-Sachverständiger werden? Wenn Sie bereits gutachterlich tätig sind, können Sie sich unter bestimmten Voraussetzungen öffentlich bestellen und vereidigen lassen. Sprechen Sie uns hierzu gerne an! Kontakt Thomas Maier 069 8207-224 maier@offenbach.ihk.de Bestellungen, Löschung, Verlegung Nachrichten aus dem Sachverständigenwesen Bei den folgenden Sachverständigen wurde die öffentliche Bestellung erneuert: ❙ Oliver Margraf, Heusenstamm, Bestellungsgebiet „Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken“ ❙ Prof. Dr. Karl-Wilhelm Giersberg, Rödermark, Bestellungsgebiet „Insolvenzuntersuchungen“ ❙ Dipl.-Ing. Olaf Pielke, TGA Sachverständige PartG mbB, Rödermark, Bestellungsgebiet „Heizungstechnik, Lüftungs- und Klimatechnik“ ❙ Peter Zgorzynski, Rodgau, Bestellungsgebiet „Gold- und Silbermünzen ab 1871, Gold- und Silberbarren“ ❙ Dipl.-Wirtsch.-Ing. Rudolf Evers, Dreieich, Bestellungsgebiet „Fenster und Fassaden aus Metall“ Die öffentliche Bestellung des Sachverständigen Thomas Angersbach, Mühlheim am Main, ist am 1. September 2025 erloschen. Die Sachverständige Dr. Andrea Herch, ERM GmbH, Bestellungsgebiet „Gefährdungsabschätzung für den Wirkungspfad Boden-Gewässer und Sanierung (Bodenschutz und Altlasten, Sachgebiete 2 und 5)“, hat ihren Sitz nach Frankfurt am Main verlegt. 46 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 NETZWERKE AUSTRIAN COMPANY IS LOOKING FOR AN OUTSOURCING PARTNER IN THE FIELD OF METALL PROCESSING INCLUDING SWITCH CABINET CONSTRUCTION LOCATED IN THE BALKAN REGION The highly innovative Austrian developer and producer of dosing systems, supplies the most efficient dosing technology world- wide. Customers Savings in time and material as well as durable products, are the key to its business success and growth. They are looking for an outsourcing partner in the field of metal sheet processing and assembling. Request more information: BRAT20251230007 UKRAINIAN COMPANY PROVIDING COMPREHENSIVE ACCOUNTING AND MANAGEMENT SERVICES An accounting and financial Ukrainian consulting company that provides a full range of services for businesses from bookkeeping to protecting the financial and tax interests of clients. Work with companies in Ukraine and Europe. A team of experienced accoun- tants, financiers and tax consultants provides prompt and reliable solutions for businesses. Request more information: BOUA20260106011 CYBERSECURITY CONSULTANCY SEEKS ADVANCED TECHNOLOGIES FOR THREAT DETECTION, MONITORING, AND INCIDENT-RESPONSE AUTOMATION A cybersecurity consultancy based in Spain, seeks innovative technologies that enhance threat detection, security monitoring, and incident-response automation. The company is looking for technology providers, R&D entities, or solution developers capa- ble of supplying or co-developing tools that can be integrated into comprehensive cybersecurity services for SMEs and mid-size organizations. Request more information: TRES20251217037 MACEDONIAN SOLAR ENERGY COMPANY SEEKS INTERNATIONAL SUPPLIERS OF HIGH-QUALITY PHOTOVOLTAIC PANELS, INVERTERS, AND BATTERY STORAGE SOLUTIONS An established EPC (Engineering, Procurement, and Construction) contractor from North Macedonia, specialized in solar power solutions for over 12 years, is seeking international suppliers of photovoltaic (PV) components. The company aims to import premium solar panels, inverters, and energy storage systems to support its large-scale industrial and residential projects. The cooperation is sought through commercial or distribution ser- vices agreements. Request more information: BRMK20251223026 SEEKING A CHEMICAL CONTRACT MANUFACTURING PARTNER TO SCALE UP AND PRODUCE AT 1000L-SCALE OF METAL-CELLULOSE HYBRID FIBERS A Swiss start-up synthesized metal-cellulose hybrid fibers, used to develop energy-efficient, electrical resistance heating mats for the automotive industry. To scale the paper manufacturing and customization to pilot plant level, the company seeks a chemical contract manufacturer to produce its novel material at 1000L-scale. The sought partner should ideally be capable of producing the whole range of metal-cellulose fibers. Request more information: TRCH20251216001 Die Profildatenbank des Enterprise Europe Network (EEN) Internationale Geschäftspartnerschaften entdecken Der EEN-Online-Marktplatz listet mehr als 10.000 Firmenprofile und lässt sich nach Suchbegriffen und Regionen filtern. Die aktuellen Top-Profile der EEN-Profildatenbank bieten spannende Möglichkeiten, um Kontakte für das internationale Geschäft zu knüp- fen. Schauen Sie sich jetzt um und finden Sie Ihr Perfect Match! https://een.ec.europa.eu/partnering-opportunities Sie möchten eine Nachricht erhalten, sobald ein passendes Profil online ist? Sie möchten Ihr eigenes Suchprofil erstellen? Wir beraten Sie gerne persönlich! Kontakt Milena Tröß 069 8207-254 troess@offenbach.ihk.de 47Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 NETZWERKE Angebote und Gesuche auf einen Blick Nachfolge im Unternehmen leicht gemacht Deutschlands größte Unternehmensnachfolge-Börse heißt nexxt-change. Sie bringt Inhaberinnen und Inhaber mit Menschen in Kontakt, die ein Unternehmen übernehmen möchten. Viele Betriebe stehen vor dem Generations- wechsel und damit vor der Nachfolgefrage. Nicht immer gibt es Menschen aus der Familie oder aus dem Unternehmen, die in die Fuß- stapfen der Leitung treten möchten. Dann kommt eine externe Nachfolge in Frage. Die kann eine attraktive Alternative zur Neu- gründung für Existenzgründer sein. Dank der Unternehmensbörse nexxt-change treffen beide Seiten zusammen. Aus vielen Inseraten können Existenzgrün- der genauso wie Geschäftsleute, die einen Nachfolger suchen, passende Profile aus der Internet-Plattform auswählen und diskret mit diesen in Kontakt treten. www.nexxt-change.org Aktuelle Inserate aus der Region: GESUCHE OF-01/26-G Suche Physiotherapie-Praxen zur Übernahme in Hessen ANGEBOTE OF-17/25-A Etablierte Stadtmagazine & Online-Medien- plattform im Rhein-Main-Gebiet zu verkaufen OF-01/26-A Etablierter Feinkost-Fachbetrieb (Italienische Pasta) mit festen Marktplätzen zu verkaufen OF-02/26-A Nachfolge für Nachhilfeinstitut mit Wachs- tumspotential zu verkaufen Kontakt Ulrike Henschel 069 8207-146 henschel@offenbach.ihk.de IHK-Expertengespräche 2026 Im Dialog mit ausgewiesenen Spezialisten Die IHK Offenbach am Main lädt Unternehmerinnen und Unternehmer zu kostenfreien, individuellen IHK-Expertengesprächen ein. Das Angebot umfasst unterschiedlichste Themen und alle Unternehmensphasen, von der Gründung über die Weiterentwicklung bis zur Nachfolge. Die IHK-Expertengespräche sind keine Vor- träge, sondern ein echter Austausch: Die Teil- nehmerinnen und Teilnehmer berichten von ihren eigenen Unternehmen. Sie schildern ihre Schwierigkeiten, stellen ihre Fragen und finden mit einer Expertin oder einem Experten Lösungsansätze und Antworten. Eine Anmeldung ist erforderlich. IHK-Expertengespräche im März und April 2026 ❙ Beratungsförderung 18.03. ❙ Fachkräfte finden 26.03. und 30.04.* ❙ Finanzierung 23.03. und 20.04. ❙ Gründen 16.03. und 16.04. ❙ Gründungszuschuss 03.03. ❙ International 10.03. und 14.04. ❙ Marketing und Vertrieb 26.03. ❙ Nachfolge 10.03. ❙ Recht für Gründer 24.04. Anmeldung: www.ihkof.de/expertengespraeche Alle IHK-Expertengespräche 2026 unter: Kontakt Ulrike Henschel 069 8207-146 henschel@offenbach.ihk.de 48 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 NETZWERKE/VERANSTALTUNGEN im BIEG Website-Check SCHARFE ANALYSEN www.bieg-hessen.de Preis der Metropolregion 2026 Wer stärkt die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der Region? Bis zum 31. März 2026 läuft die Bewerbungsfrist für den diesjährigen Preis der Metropolregion. Bewerben können sich Unternehmen, Kommunen, Körperschaften des öffent- lichen Rechts, Hochschulen, Verbände, Vereine und Initiativen mit Hauptsitz in der Metropolregion FrankfurtRheinMain. Die entscheidende Voraussetzung lautet: Der Bewerber oder die Bewerberin stärkt mit einem Projekt oder einer Maßnahme in besonderer Weise die Zukunfts- und Wett- bewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts FrankfurtRheinMain. Der Preis der Metropolregion bringt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern reichlich öffentliche Aufmerksamkeit, denn die regio- nalen Medien berichten ausführlich über den Wettbewerb. Wer siegt, erhält ein Preisgeld von 10.000 Euro. Die diesjährigen Themenfelder: ❙ Interkommunale und/oder länder übergreifende Zusammenarbeit ❙ Fließender Verkehr und nahtlose, nach- haltige Mobilität ❙ Smarte Städte und Gemeinden sowie e-Governance ❙ Resiliente Region: belastbare und krisen- feste Strukturen ❙ Führende Gründungs- und Innovationsregion ❙ Gemeinsame Identität und gute Willkom- menskultur 10.000 EUR Preisgeld zu gewinnen. Bewerben Sie sich jetzt mit Ihrem Projekt! perform-frm.de/ preisdermetropolregion Motivierte junge Menschen treffen Praktikumswochen 2026: Neue Azubis finden Vom 8. Juni bis zum 7. August 2026 finden die nächsten Praktikumswochen Hessen statt. Sie bieten Unternehmen unkompliziert die Möglichkeit, motivierte junge Menschen zwischen 14 und 20 Jahren kennenzulernen, die an einer Ausbildung interessiert sind. In den Praktikumswochen kommen Schüle- rinnen oder Schüler an einzelnen Tagen in einen Betrieb. Dort bekommen sie Einblick in die tägliche Arbeit oder in Projekte und erfahren, welche Ausbildungen und Berufs- wege in dem Unternehmen möglich sind. Die Ansprechpartner in den teilnehmenden Unternehmen können sich einen persönli- chen Eindruck von den Jugendlichen machen und sie zum Beispiel zu einem längeren Praktikum oder zu einem Bewerbungstest einladen. Unternehmen, die an den Praktikumswochen teilnehmen möchten, melden sich unkompli- ziert im Internet an. Sie legen selbst fest, wie viele Praktikanten sie zu welcher Zeit aufneh- men können und wählen vorab aus, wen sie kennenlernen möchten. Die Teilnahme an den Praktikumswochen 2026 ist für die Unterneh- men und die Jugendlichen kostenlos. www.praktikumswoche.de/regionen/hessen 50 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 VERANSTALTUNGEN BIEG Hessen Online sicher und erfolgreich Das BIEG Hessen ist das Online-Marketing-Beratungszentrum der IHKs Offenbach am Main, Frankfurt und Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern. Die BIEG-Experten informieren und beraten mittelständische Unternehmen während Präsenzveranstaltungen, in Webinaren und Experten-Gesprächen. Antworten auf viele Fragen und Checklisten zum Download gibt es auf der BIEG-Website. Die Teilnahme an den Online-Seminaren ist für Mitglieder der IHK Offenbach am Main kostenlos. 18. März 2026, 15:00 bis 16:30 Uhr Suchmaschinenoptimierung ver- stehen: Werde sichtbar für deine Kunden Wie können Solo‑Selbstständige und kleine Unternehmen dafür sorgen, dass sie von potenziellen Kundinnen und Kunden online besser gefunden werden? Das Live‑Webinar vermittelt verständlich die Grundlagen der Suchmaschinen- optimierung und zeigt, welche Faktoren für die Sichtbarkeit in Suchergebnissen entscheidend sind. Die Teilnehmenden erfahren: ❙ warum Google Inhalte anzeigt, ❙ welche Kriterien das Ranking beein- flussen, ❙ wie sie mit überschaubarem Aufwand mehr Sichtbarkeit erzielen. 25. März 2026, 15:00 – 16:30 Uhr EU-KI-Verordnung: Risiken, Pflich- ten, nächste Schritte Viele Unternehmen stehen vor der Frage, welche Anforderungen die EU‑KI‑Ver- ordnung konkret mit sich bringt und was wirklich relevant ist. Moritz Gielen, Rechtsanwalt mit Spezialisierung auf Datenschutz-, IT- und KI-Recht, erläutert im Live‑Webinar, wie Unternehmen KI sicher und praxisnah einsetzen können. Die Teilnehmenden erhalten Einblick: ❙ welche Relevanz die KI-VO für das Marketing hat, ❙ wie verbotene und hochregulierte KI‑Anwendungen eingeordnet werden, ❙ welche Dokumentations‑, Transpa- renz‑ und Meldepflichten Unterneh- men betreffen, ❙ welche Schritte KMU und Start-ups jetzt priorisieren sollten, ❙ wie die KI‑VO mit Datenschutz‑ und Urheberrechtsthemen verzahnt ist. 22. April 2026, 15:00 – 16:30 Uhr Employer Branding: Wie kleine Unternehmen Talente gewinnen Gute Mitarbeitende zu finden und lang- fristig zu halten, ist besonders für kleine Unternehmen herausfordernd. Der erfahrene Dozent und Marketing‑Experte Rüdiger Frankenberger zeigt im Live‑Webinar, wie man online auch mit begrenzten Ressourcen eine glaubwür- dige Arbeitgebermarke aufbaut. Die Teilnehmenden lernen: ❙ wie sich ein Unternehmen online als starke Arbeitgebermarke präsentiert, ❙ welche Kanäle und Formate Einblicke in den Arbeitsalltag ermöglichen, ❙ wie authentische Geschichten das Interesse potenzieller Bewerber wecken, ❙ wie Werte und Unternehmenskultur sichtbar gemacht werden, um pas- sende Talente anzuziehen. Jetzt auf der BIEG-Website anmelden: www.bieg-hessen.de Angemeldete Personen erhalten den Link zum Livestream vor Seminarbeginn per E-Mail. 51Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 VERANSTALTUNGEN Jetzt vormerken! IHK-Veranstaltungen im Frühjahr Freuen Sie sich auf zwei Top-Events der IHK Offenbach am Main im Frühjahr 2026 und tragen Sie die Termine am besten gleich in den Kalender ein. Die Veranstaltungen finden im IHK-Gebäude statt, die Teilnahme ist kostenfrei. Offenbacher Dialog am 16. April 2026: „Zusammenspiel von Staat und Wirtschaft in der Verteidigungspolitik“ Die sicherheitspolitische Lage hat sich zugespitzt. Hybride Bedrohun- gen, Sabotage kritischer Infrastruktur, Cyberangriffe und geopolitische Unruhen zeigen, wie verletzlich moderne Volkswirtschaften sind. Gleichzeitig ist die Wirtschaft eine unverzichtbare Säule der Gesamt- verteidigung: Sie stellt Ressourcen bereit, sichert Liefer- und Wert- schöpfungsketten und hält zentrale Infrastrukturen funktionsfähig. Zu Gast beim Offenbacher Dialog ist Brigadegeneral Holger Radmann, Kommandeur des Landeskommandos Hessen. Er ordnet die aktu- elle Sicherheitslage ein und stellt den Operationsplan Deutschland (OPLAN DEU) vor, der die militärische Landes- und Bündnisverteidi- gung regelt. Er wird aufzeigen, auf was es bei der zivil-militärischen Zusammenarbeit ankommt und worauf sich Unternehmen im Ernstfall einstellen müssen. Mit dieser Veranstaltung möchte die IHK dazu beitragen, dass Unternehmen informierte Entscheidungen treffen können, die ihre Resilienz stärken. Anmeldung ab sofort unter: www.ihkof.de/ofd IHK-Jahresempfang am 19. Mai 2026: „WissensWerte“ Welches Wissen ist heute – und morgen – überhaupt noch relevant? Wie verändert Künstliche Intelligenz Wissenserwerb, Lernen und Entschei- dungsfindungen? Und inwiefern ist das, was wir wissen, ein Spiegel unserer Werte? Beim IHK-Jahresempfang 2026 werden wir diese Fragen reflektieren. Zu Gast ist Prof. Dr. Isabell Welpe, Inhaberin des Lehrstuhls für Stra- tegie und Organisation an der TU München. Sie forscht unter ande- rem dazu, wie digitale Technologien die Wirtschaft, Organisationen, Arbeitsweisen und Führungsmethoden beeinflussen. In ihrer Keynote „Daten und Denker – was im KI-Zeitalter wirklich zählt“ wird sie erörtern: Welche Rolle spielt der denkende Mensch in einer Welt, in der sich auf Basis unvorstellbar großer Datenmengen innerhalb von Sekunden Antworten auf nahezu jede Frage generieren lassen? Darüber hinaus werden Unternehmen Best-Practice-Beispiele rund um das Thema Wissen vorstellen. Fo to : F ac es b y Fr an k Prof. Dr. Isabell Welpe hält die Keynote beim IHK-Jahresempfang 2026. 52 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 VERANSTALTUNGEN Hessischer Gründerpreis 2026 zu Gast in Offenbach Jetzt bewerben und gewinnen! Am 20. April 2026 haben Gründerinnen und Gründer die Möglichkeit, sich in der IHK Offenbach am Main über den Hessischen Gründerpreis (HGP) zu informieren. Der HGP ist ein jährlicher Wettbe- werb zur Förderung von Existenzgründungen, Unternehmensnachfolge und Unternehmergeist. Interessierte erfahren alles Wesentliche zu Wett- bewerbskategorien und Bewerbungsverfahren. Ebenso können sie wichtige Netzwerkpartner kennenlernen, die für die Weiterentwicklung junger Geschäftsmodelle relevant sind. Einen zweiten Stopp in Offenbach macht die HGP-Roadshow am 4. Mai 2026 im Gründer- campus Ostpol. Diese Veranstaltung richtet sich speziell an Frauen. Was ist der Hessische Gründerpreis? Um den Hessischen Gründerpreis können sich Unternehmerinnen und Unternehmer bewerben, die sich vor maximal fünf Jahren selbstständig gemacht haben (Ausnahme: Bewerbungen in der Kategorie „Gründung aus der Hochschule“). Die Bewerbungsfrist endet am 10. Mai 2026. Der Preis wird in den vier Kategorien „Innovative Geschäftsidee“, „Zukunftsfähige Nachfolge“, „Gesellschaftliche Wirkung“ und „Gründung aus der Hochschule“ verliehen. Aus allen Einreichungen wählt die Jury 48 Halbfinalistinnen und Halbfinalisten aus, bevor pro Kategorie drei Finalteams bestimmt werden. Das Finale findet am 6. November 2026 in Offenbach im Capitol statt. Neben einer breiten medialen Aufmerksamkeit winken professionelle Trainings sowie ein Unternehmensvideo als Preise. Die Region Offenbach ist ein lebendiger, tra- ditioneller Gründungsstandort und Ursprung des Wettbewerbs, der 2003 erstmals hier vergeben wurde. Unternehmen aus Stadt und Kreis belegen regelmäßig vordere Plätze im hessischen Gründungsranking. So gewann 2025 Main Glückskind aus Dreieich in der Kategorie „Gesellschaftliche Wirkung“. Weitere Informationen zum Gründerpreis: www.hessischer-gruenderpreis.de OFFENBACH HGP26 IHK stärkt ihre Mitglieder Die IHK Offenbach am Main berät zu Gründung und Nachfolge. Sie bietet zum Beispiel kostenlose Erstberatungen, Exper- tengespräche, Hilfe beim Erstellen von Businessplänen sowie Informationen zu Rechtsformen und Gewerbeanmeldung . www.offenbach.ihk.de/existenzgruendung- unternehmensfoerderung Kontakt Holger Winkler Unternehmensförderung 069 8207-226 winkler@offenbach.ihk.de 53Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 VERANSTALTUNGEN http://www.offenbach.ihk.de/existenzgruendung-unternehmensfoerderung Offenbacher WIRTSCHAFT Das Magazin der Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main für die Region 05–06 | 2026 Gesundheit im Fokus Erscheinungsweise 6 Ausgaben pro Jahr ( jeweils am 1. des Monats) Ausgabedatum 4. März 2026 Titelbild Istockphoto/Eoneren Das Magazin wird auf umwelt- freundlichem FSC®-zertifizierten Papier klimaneutral gedruckt. Designkonzept, Gestaltung, Titelbild, Verlag und Druck Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, 60386 Frankfurt www.zarbock.de Verlagsleitung: Ralf Zarbock Anzeigendisposition Anja Bäumel Tel. 069 420903-75 anja.baeumel@zarbock.de Anzeigenpreisliste Gültig ab 1. November 2025 IMPRESSUM Herausgeber Industrie- und Handelskammer Offenbach am Main Postfach 10 08 53 63008 Offenbach am Main Frankfurter Straße 90 63067 Offenbach am Main Tel. 069 8207-0 | Fax -199 redaktion@offenbach.ihk.de www.offenbach.ihk.de Verantwortlich Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main Redaktion redaktion@offenbach.ihk.de Birgit Arens (Chefredakteurin) Tel. 069 8207-248 arens@offenbach.ihk.de Esther Mahr Tel. 069 8207-234 mahr@offenbach.ihk.de Viktoria Schaab Tel. 069 8207-403 schaab@offenbach.ihk.de Mediadaten www.offenbach.ihk.de/P167 Der Bezug der IHK-Zeitschrift erfolgt im Rahmen der IHK-Mitgliedschaft und kann jederzeit per Hinweis an den Herausgeber beendet oder wieder aufgenommen werden. Wir nutzen in der IHK Offenbach am Main eine Sprache, die gerecht ist und niemanden bevorzugt oder benachteiligt, jeden anspricht und nieman- den ausschließt. Unsere Sprache respektiert die aktuellen Recht- schreibregeln und ist gleichzeitig verständlich, eindeutig und gut lesbar. Da wir im Sinne der Gleichbehandlung immer alle Geschlechter mei- nen, verwenden wir zum Beispiel Doppelnennun- gen, geschlechterneutrale Begriffe, Pluralformen, Funktionsbezeichnungen oder abwechselnd die männliche und die weibliche Form. Wenn gele- gentlich nur eine Form genannt wird, um bessere Lesbarkeit zu erreichen oder weil es übergeordne- te Vorgaben erzwingen (z. B. Prüfungsordnungen), gilt diese im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter und Personengruppen. Mit dieser Vorgehensweise beabsichtigen wir keinerlei Wertung. Auf Zusatzzeichen und Binnengroßbuchstaben verzichten wir, weil diese die Barrierefreiheit, den Lesefluss und die Auffindbarkeit durch Such maschinen beeinträchtigen. Derzeit gibt es in Deutschland keine einheitlichen Regeln für eine geschlechtergerechte Sprache. In der IHK Offenbach am Main nehmen wir an der Diskussion zum Thema teil und entwickeln auch im Netzwerk der deutschlandweiten IHK-Organisation weitere praxisnahe, akzeptable Lösungen dazu. Sie haben Fragen, Hinweise oder Anregungen zur geschlechterneutralen Sprache? Dann schreiben Sie uns: redaktion@offenbach.ihk.de Beilage Wortmann AG, Hüllhorst WETON Massivhaus GmbH, Limburg Druck- und Verlagshaus Zarbock GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main Beihefter Haufe Lexware, Freiburg VORSCHAU 05–06 Titelthema | Gesundheit im Fokus Anzeigenschluss für die Ausgabe Mai/Juni 2026 ist der 8. April 2026. Redaktionsschluss für die Ausgabe Juli /August 2026 ist der 1. Juni 2026. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Themen aus aktuellen Anlässen ändern können. Die IHK beim Boarding online kennenlernen Die IHK-Mitgliedschaft hat viele Vorteile Beim Boarding am Donnerstag, den 23. April 2026, um 15:00 Uhr, stellt sich die IHK Offenbach am Main ihren neuen Mitgliedern vor. Wer Mitglied der IHK Offenbach am Main ist, kann viele Beratungsangebote und Services kostenlos in Anspruch nehmen. Das IHK-Boarding informiert dazu und präsentiert außerdem unterschiedliche IHK-Netzwerke, für 2026 geplante Ver- anstaltungen, Möglichkeiten zur eigenen Mitarbeit und Kontakte zu wichtigen Ansprechpartnern. Die Teilnahme am Webinar ist kostenfrei. Anmeldung: www.ihkof.de/boarding Ill us tra tio n: IH K 54 Offenbacher Wirtschaft März/April 2026 VERANSTALTUNGEN Business to Business Ihr direkter Kontakt zum Marktplatz: 0 69/42 09 03-75 oder per E-Mail verlag@zarbock.de Mit einer Anzeige in der Offenbacher Wirtschaft erreichen Sie 20.000 Entscheiderinnen und Entscheider in Stadt und Kreis Offenbach. Nachrichten: Gesamtverteidigung geht uns alle an | Ratgeber: Ursprungszeugnisse für Waren ab sofort vollständig digitalisiert | Veranstaltungen: E-Rechnung - Herausforderungen und Lösungen Wirtschaft unter Strom 11– 12 | 2025 Wir beraten Sie gerne: Marion Stumpp Telefon 0 69 /42 09 03-51 marion.stumpp@zarbock.de Verlagsteam: 01 71 / 84 69 33 7 Anzeigen-Hotline: 0 69/42 09 03-51 Anzeigenschluss für die Mai/Juni-Ausgabe: 8. April 2026 Sichern Sie sich Ihre Platzierung unter 0 69 /42 09 03-51 verlag@zarbock.de Sicherheit Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit 24h-Service BWS Sicherheitsdienste GmbH Tel. 0 69 / 88 81 45 Mobile Einbruchmeldeanlage Zur Miete und Kauf Sofortmontage jederzeit www.bws-offenbach.de Sicherheitsdienst Frankfurter PackerFrankfurter Packer Umzüge und LagerungUmzüge und Lagerung A.F. 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