Energiekrise - Unterstützungsangebote für Unternehmen

Übersicht zu Hilfen und Subventionen für Ihr Unternehmen.

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Die Europäische Union, die Bundesregierung, aber auch die Regierungen der Länder arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, die gravierenden Auswirkungen der Energiekrise für die Bürger und die Unternehmen zu lindern. Auf dieser Seite finden Sie alle aktuellen Unterstützungsangebote.

Eckpunkte Gaspreisdeckel

Die Expertenkommission "Gas und Wärme", in der auch der DIHK intensiv mitgearbeitet hat, wurde von der Bundesregierung beauftragt, Vorschläge zur Bewältigung der durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ausgelöste Gaspreiskrise zu erarbeiten. Auch wenn die Arbeit der Kommission noch nicht beendet ist, hat sie am 10.10.2022 wesentliche Eckpunkte für einen Gaspreisdeckel vorgelegt.

Für private Haushalte und die weiten Teile der Wirtschaft im Standardlastprofil - also Unternehmen, die nicht individuell leistungsgemessen sind - sollten nach Ansicht der Experten folgende Regelungen gelten:

  • Im Dezember 2022 übernimmt der Staat einmalig die Abschlagszahlung (in Höhe des September-Abschlags). 
  • Ab dem 1. März 2023 erhalten die Verbraucher bis 80 Prozent des Verbrauchs zu einem Preis von 12 Cent/kWh Endkundenpreis (d.h. inkl. Netzentgelten, Steuern und Umlagen). Dabei beziehen sich die 80 Prozent Basiskontingent auf den Verbrauch September 2022.

Für die lastganggemessene Industrie wurde vereinbart:

  • Unternehmen erhalten Gas für bis zu 70 Prozent des Verbrauchs zu einem Arbeitspreis von 7 Cent/kWh (vor Steuern, Netzentgelten und Umlagen).
  • Diese Regelung startet zum 1. Januar 2023.

Als Laufzeit für beide Maßnahmen schlägt die Kommission den Zeitraum bis zum 30.04.2024 vor.

Der Vorschlag der Expertengruppe muss nun von der Politik umgesetzt werden. Hierbei kann es möglicherweise noch zu Änderungen kommen.

Download - Zwischenbericht Gas-Kommision

Hier finden Sie den Zwischenbericht der Gas-Kommision zum Download:
Zwischenbericht der Gas-Kommision


Energiepreisbeihilfe für (bestimmte) produzierende Unternehmen

Die Bundesregierung hat beschlossen, die staatliche Unterstützung von Unternehmen mit sehr hohen Energiezahlungen bis Ende 2022 zu verlängern. Antragsberechtigte Unternehmen können dann für den gesamten Förderzeitraum vom 01.02. bis 31.12.2022 gefördert werden. Allerdings steht noch die Genehmigung der EU aus. Das heißt, Zuschüsse für die neuen Fördermonate (ab Oktober) können erst bewilligt werden, wenn diese Genehmigung vorliegt.

In Kürze können neue Anträge beim Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) eingereicht werden. Grundsätzlich wird ein Teil der Erdgas- und Stromkosten von Januar bis Dezember 2022 bezuschusst, soweit sich der Preis im Vergleich zum Durchschnittspreis 2021 mehr als verdoppelt hat. Voraussetzungen sind jedoch, 1. dass die Branche in den Europäischen Leitlinien für staatliche Klima-, Umweltschutz- und Energiebeihilfen 2022 aufgelistet ist (siehe nebenstehendes Merkblatt, Anlage I) und 2. sich die Energie- und Strombeschaffungskosten auf mindestens 3 Prozent des Produktionswertes im letzten abgeschlossenen handelsrechtlichen Geschäftsjahr belaufen.

Die Grundförderung beträgt maximal 30 % der gestiegenen Kosten, bis zu einer Höhe von maximal 2 Mio. Euro. Eine höhere Förderung erhalten Unternehmen, die zudem einen Betriebsverlust nachweisen können. Noch einmal mehr bekommen Unternehmen, die zu den besonders energieintensiven Branchen gemäß der EU-Liste des Temporary Crisis Framework zählen. 

Bitte beachten Sie:

Erdgas wird in den Fördermonaten Juli bis September nur bis zu 80 Prozent derjenigen Menge bezuschusst, die das Unternehmen im gleichen Vorjahreszeitraum verbraucht hat. Erste Abschlagszahlung i. H. v. 80 % ist innerhalb von wenigen Wochen nach Antragstellung - auch für erst zukünftig erwartete Kosten - möglich.

Das Zuschussprogramm ergänzt die seit Ende April bzw. Anfang Mai laufenden KfW-Kredite, Bund-Länder-Bürgschaftsprogramme und seit dem 17. Juni 2022 Margining-Absicherungen. Es hat ein Volumen von 5 Mrd. Euro.

Energiepreisbeihilfe - Weitere Informationen & Links

Hier finden sie das Merkblatt zum Energiekosten-Dämpfungsprogramm:
Merkblatt der BAFA zum Energiekostendämpfungsprogramm (EKDP)

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bunesamts für Wirtschafts und Ausfuhrkontrolle:
Zur Internetseite der BAFA

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