Preisentwicklung bei Rohstoffen

Die Vollversammlung sieht beim Zugang zu internationalen Märkten, bei der Erleichterung des Rohstoffabbaus in der EU und bei der effizienteren Rohstoffnutzung die richtigen Ansatzpunkte einer Rohstoffsicherungsstrategie der EU. Neue Bürokratie durch staatliche Eingriffe, insbesondere bei gesetzlichen Regelungen zur Rohstoffeffizienz, ist abzulehnen.

Handlungsoptionen der Politik

Der Ausschuss International der IHK Offenbach am Main befasste sich mit dem Thema „Rohstoffsicherung und Handelspolitik“ in seiner Sitzung am 27.01.2011. Zudem hat die EU-Kommission Anfang Februar eine neue Mitteilung mit dem Titel „Grundstoffmärkte und Rohstoffe: Herausforderungen und Lösungsansätze“ vorgelegt.

  1. Die handelspolitische Absicherung des Rohstoffbezugs sollte oberste Priorität haben (Verbesserung der WTO-Handelsregeln, Abbau nicht-tarifärer Handelshemmnisse, Berücksichtigung der Rohstoffinteressen bei zukünftigen Freihandelsabkommen). Eine neue und ressortübergreifende „Rohstoff-Diplomatie“ ist notwendig.

  2. Die Erschließung neuer Lagerstätten und der Abbau von Rohstoffen darf in der EU kein Tabu-Thema sein. Der Ansatz der EU ist zu begrüßen, den Reglungsrahmen zu verbessern. Heimischer Rohstoffabbau, Umweltschutz und Naturschutz müssen gleichwertig in der Raumplanung behandelt werden.

  3. Aufgrund der hohen Rohstoffpreise ist die effiziente Nutzung und Wiederverwertung von Rohstoffen bereits betriebliche Praxis. Gesetzliche Regelungen für eine stärkere Rohstoffeffizienz (Verwendung, Substitution, Recycling) sind nicht erforderlich. Die EU sollte eine technologieoffene Forschung und Entwicklung zur Rohstoffeffizienz fördern.

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