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Abschottung ist kein Beschleuniger: Europas Industrie braucht Freiheit statt neuer Fesseln

vladimirsukhachev | Canva
Mit dem von der EU-Kommission vorgeschlagenen Industrial Accelerator Act (IAA) sollen Genehmigungsverfahren beschleunigt, strategische Industrien gestärkt und über „Buy European“-Vorgaben die heimische Produktion gefördert werden. Ziel ist eine widerstandsfähigere europäische Wirtschaft in geopolitisch unsicheren Zeiten. Doch aus Sicht der deutschen Wirtschaft birgt der Ansatz erhebliche Risiken – das zeigt sowohl die aktuelle DIHK-Umfrage als auch die Einschätzung von DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier.
„Die deutsche Industrie braucht jetzt vor allem das Signal, dass Wirtschaften in Europa einfacher und kostengünstiger wird“, betont Treier. Statt echter Wettbewerbsstärkung drohten mit dem IAA jedoch zusätzliche Auflagen, Eingriffe in Unternehmensentscheidungen und neue bürokratische Lasten.
Während die geplante Beschleunigung von Genehmigungsverfahren grundsätzlich positiv bewertet wird, bleibe eine spürbare Entlastung der breiten Wirtschaft aus. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen müssten mit mehr Aufwand rechnen – etwa durch komplexe Herkunftsnachweise, Vorgaben in der öffentlichen Vergabe oder verschärfte Bedingungen für EU-Förderungen.
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