Ungenutzte Potenziale nutzen

Unter dem Slogan „Starker Standort Region Offenbach“ kümmert sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main 2015 verstärkt um die Belange des Standorts. „Es gilt unseren Standort zukunftsfest zu machen“, so IHK-Präsident Alfred Clouth. Grundlage seien die Ergebnisse einer IHK-Umfrage unter 10.000 Mitgliedern.

„Die Erhebung war sehr aufwendig und wir können noch nicht alle Ergebnisse vorlegen. Das haben wir für Frühjahr 2015 geplant. Einige Globalaussagen können wir aber heute schon treffen. Das Erfreuliche: Die Standortbedingungen in der Region Offenbach sind gut. Aber es gibt Verbesserungspotential. Drei Dinge sind für Unternehmer am Standort Region Offenbach maßgeblich: Breitbandversorgung, Verkehrsanbindung und Gewerbesteuer“, so Clouth.

Der Standortfaktor mit der mit Abstand allerhöchsten Bedeutung für die Unternehmen in Stadt und Kreis sei die Breitbandversorgung. „Zufrieden sind allerdings nur  60 Prozent der Befragten. 40 Prozent sind es nicht“, ergänzt der IHK-Präsident. Die Stadt Offenbach schneide in der Umfrage hierbei deutlich besser ab als der Kreis. Um die Situation im Kreis zu verbessern, solle primär natürlich die Regel „Privat vor Staat“ gelten. „Dort, wo der Markt versagt, muss die öffentliche Hand einspringen und die notwendige Infrastruktur zur Daseinsvorsorge der Unternehmen schaffen. Eine Investition der Kommunen an dieser Stelle sichert künftige Steuereinnahmen“, ist sich Clouth sicher.

An zweiter Stelle rangiere die Verkehrsinfrastruktur. Hier werde häufig die Anbindung der Gewerbegebiete innerhalb der Kommunen kritisiert. Vor allem der Zustand der Straßen, Stichwort Schlaglöcher, werde genannt. Aber auch die mangelhaften Parkplatzsituationen in den einzelnen Gewerbegebieten. Hinzu kämen die Staus, besonders auf der A 3.

Auch die Gewerbesteuer habe für Unternehmen eine hohe Bedeutung, wenn es um den Standort geht. Die Gewerbesteuerbelastung sei gerade für Kapitalgesellschaften, wie GmbHs, ein Thema. IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner: „Die Kommunen haben oft Potentiale, die – richtig genutzt – Steuererhöhungen vermeiden können. Hier sehen wir als Wirtschaft unseren möglichen Beitrag, um den Standort Region Offenbach nach vorne zu bringen und die Kommunen zu unterstützen.“

Clouth ergänzte: „Mit dem Masterplan wollen wir diesen Beitrag für die Stadt Offenbach leisten. Der Kooperationsvertrag zwischen der Stadt und dem Verein ,Offenbach offensiv‘ ist unterzeichnet. Der Verein hat mittlerweile 66 Mitglieder und 18 Sponsoren. Die Ko-Finanzierung des Masterplans durch ,Offenbach offensiv‘ mit 200.000 Euro ist sichergestellt.“ Die Arbeit am Masterplan habe bereits begonnen, Planung und Beteiligung würden schwerpunktmäßig im ersten Halbjahr 2015 stattfinden. Parallel dazu werde ein Kommunikationsbüro helfen, Botschaften für einzelne Zielgruppen zu formulieren und somit dazu beitragen, die Ziele des Masterplans, Ansiedlung von Unternehmen und einkommensstarker Bevölkerung, zu erreichen.

„Die Zusammenarbeit des Kreises Offenbach, der 13 Kommunen und der IHK für ein Wirtschaftsförderungskonzept kommt ebenfalls in eine entscheidende Phase. Aktuell wird die Wirtschaftsstruktur des Kreises auf der Suche nach möglichen Alleinstellungsmerkmalen analysiert. Im Kern geht es darum, was den Standort Kreis Offenbach ausmacht und wie wir es in Zukunft besser nutzen können. Am 29. Januar 2015 ist dann mit einem Kommunalkongress der öffentlichkeitswirksame Auftakt des Wirtschaftsförderungskonzepts Kreis Offenbach. Ziel ist die Zusammenarbeit in der Region zu verbessern und somit die Standortvorteile gemeinsam zur Bindung der bestehenden und Ansiedlung neuer Unternehmen zu nutzen“, machte Clouth deutlich.
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