Vom "Gedöns" zum Schlüssel gegen Fachkräftemangel

Ergebnisse der IHK-Umfrage zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Der Ausbau der Kitaplätze schreitet viel zu langsam voran

Der Engpass an Kinder-Betreuungsplätzen wird für die Betriebe zum immer größeren Ärgernis. Wie die Industrie- und Handelskammern (IHKs) in einer Online-Umfrage bei knapp 2.000 Unternehmen ermittelten, zwingt der Mangel an geeigneten Betreuungsmöglichkeiten die Betriebe zum Handeln.

Jedes dritte Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten engagiert sich bereits selbst oder plant dies für die Zukunft - durch Plätze in einer Betriebskita oder Belegplätze in einer Kita.

Um dieses Engagement zu unterstützen, muss die Politik bürokratische Hürden beim Errichten vor allem von betrieblichen Kindertagesstätten beseitigen.

Die aktuelle Umfrage belegt, dass sich das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie mittlerweile zu einem strategischen Handlungsfeld für Betriebe entwickelt hat.

Sie zeigt unter anderem, dass 90 Prozent der Unternehmen flexible und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle anbieten oder dies für die Zukunft planen.

Auch auf die immer größere Bedeutung, die die Pflege von Angehörigen erhält, reagieren die Betriebe: Jedes zweite Unternehmen unterstützt seine Mitarbeiter hierbei, fast jedes dritte will zuküftig Familienpflegezeit anbieten.