Corona-Überbrückungshilfe für Unternehmen

Finanzielle Hilfe für Unternehmen in der Corona-Krise

Inhaltsverzeichnis

Können Sie eine der Corona-Finanzhilfen in Anspruch nehmen? Hier erfahren Sie, ob Sie antragsberechtigt sind und was zu beachten ist.
Mit einem Klick auf die Überschrift oder auf Weitere Informationen, gelangen Sie direkt zum Thema. 

Corona-Überbrückungshilfe 2 (September bis Dezember 2020)

Anträge für die Überbrückungshilfe 2 können noch bis zum 31. März gestellt werden.

Weitere Informationen zur Corona-Überbrückungshilfe 2

Corona-Überbrückungshilfe 3 (Januar bis Juni 2021)

Für die Überbrückungshilfe 3 gelten leicht geänderte Bedingungen. Erfahren Sie hier, ob Sie antragsberechtigt sind.

Weitere Informationen zur Corona-Überbrückungshilfe 3

Außerordentliche Wirtschaftshilfe für November und Dezember

Die November- und Dezemberhilfe richtet sich ausschließlich an Unternehmen, die direkt oder indirekt von den Schließungen in den Monaten November und Dezember 2020 betroffen sind. 

Weitere Informationen zur außerordentlichen Wirtschaftshilfe

Corona-Überbrückungshilfe 2 (September bis Dezember 2020)

Die Corona-Überbrückungshilfe ist ein Zuschuss zu betrieblichen Fixkostene für kleine und mittlere Unternehmen, Selbstständige sowie gemeinnützige Organisationen mit starken Umsatzeinbrüchen infolge der Corona-Pandemie. 

Anträge sind noch bis zum 31. März möglich.

Wer kann die Überbrückungshilfe 2 beantragen?

Antrageberechtigt sind grundsätzlich:

  • Unternehmen aller Größen (mit Ausnahme der explizit unter den Ausschlusskriterien genannten Unternehmen unabhängig von der Mitarbeiterzahl)
  • Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen

Voraussetzung ist: 

  • Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten.
  • Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Unternehmen, die vor dem 1. April 2019 gegründet wurden und aufgrund von starken saisonalen Schwankungen ihres Geschäfts, im Zeitraum April bis August 2019 zusammen weniger als 15 Prozent des Jahresumsatzes 2019 erzielt haben, werden von der vorgenannten Bedingung des Umsatzrückgangs freigestellt.

Als Unternehmen gilt dabei jede rechtlich selbstständige Einheit (mit eigener Rechtspersönlichkeit) unabhängig von ihrer Rechtsform, die wirtschaftlich am Markt tätig ist und zum Stichtag 29. Februar 2020 zumindest einen Beschäftigten (unabhängig von der Stundenanzahl) hatte (inklusive gemeinnützigen Unternehmen bzw. Sozialunternehmen, Organisationen und Vereinen). Bei Gesellschaften bürgerlichen Rechts und Unternehmen anderer Rechtsformen ohne weitere Beschäftigte (neben den Inhabern) muss zumindest ein Gesellschafter im Haupterwerb für das Unternehmen tätig sein. Gleiches gilt für Ein-Personen-Gesellschaften, insbesondere Ein-Personen-GmbH und Ein-Personen-GmbH & Co. KG, deren einziger Beschäftigter der Anteilsinhaber als sozialversicherungsfreier Geschäftsführer ist.

Gemeinnützige Organisationen wie beispielsweise Jugendherbergen, Schullandheime, Familienferienstätten, Träger des internationalen Jugendaustauschs oder der politischen Bildung, sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe oder freie Träger der Auslandsadoptionsvermittlung sind somit antragsberechtigt.

Folgende Unternehmen sind explizit nicht antragsberechtigt:

  • Unternehmen, die nicht bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sind
  • Unternehmen ohne inländische Betriebsstätte oder Sitz
  • Unternehmen, die sich bereits zum 31.12.2019 in (wirtschaftlichen) Schwierigkeiten befunden haben (EU-Definition) und diesen Status danach nicht wieder überwunden haben
  • Unternehmen, die erst nach dem 31.10.2019 gegründet wurden
  • Öffentliche Unternehmen
  • Unternehmen (inkl. verbundene Unternehmen), die die Größenkriterien für den Zugang zum Wirtschaftsstabilisierungsfonds erfüllen
  • Unternehmen mit mindestens 750 Mio. Euro Jahresumsatz und
  • Freiberufler oder Soloselbständige im Nebenerwerb

Verbundene Unternehmen dürfen nur einen Antrag für alle verbundenen Unternehmen gemeinsam stellen.

Welche Unternehmen können keinen Antrag stellen?

Folgende Unternehmen sind explizit nicht antragsberechtigt:

  • Unternehmen, die nicht bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sind
  • Unternehmen ohne inländische Betriebsstätte oder Sitz
  • Unternehmen, die sich bereits zum 31.12.2019 in (wirtschaftlichen) Schwierigkeiten befunden haben (EU-Definition) und diesen Status danach nicht wieder überwunden haben
  • Unternehmen, die erst nach dem 31.10.2019 gegründet wurden
  • Öffentliche Unternehmen
  • Unternehmen (inkl. verbundene Unternehmen), die die Größenkriterien für den Zugang zum Wirtschaftsstabilisierungsfonds erfüllen
  • Unternehmen mit mindestens 750 Mio. Euro Jahresumsatz und
  • Freiberufler oder Soloselbständige im Nebenerwerb

Wie kann ich die Corona-Überbrückungshilfe beantragen?

Anträge auf Corona-Überbrückungshilfe werden digital gestellt, über das bundesweite Antragsportal: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/.
Anträge hessischer Unternehmen werden vom Regierungspräsidium Gießen bearbeitet.

Schritt 1: Kontaktieren Sie einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer. Sie können Anträge nur in Zusammenarbeit mit diesen stellen. Gemeinsam besprechen Sie das Vorgehen zur Antragstellung. Kosten die hierdurch enstehen, sind Teil der förderfähigen Kosten. Im Rahmen des Antrages, können diese teilweise erstattet werden. 

Schritt 2: Ihr Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigter Buchprüfer registriert sich auf der bundesweiten Online-Plattform. Dort wird digital der Antrag gestellt und die Unterlagen eingereicht. Außerdem kann sich Ihr Dienstleister hier über den aktellen Stand Ihres Antrages informieren. Sobald der Bescheid vorliegt, wird er benachrichtigt.

Hier finden Sie den Link zum Portal

Wie finde ich einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer?

Sollten Sie einen Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater benötigen, können Sie diese über die Webseite der Steuerberaterkammer oder der Wirtschaftsprüferkammer finden.
Die Steuerberaterkammer Hessen bietet Ihnen eine Liste mit Steuerberatern, die Sie bei der Corona-Überbrückungshilfe unterstützen können. Die Liste finde Sie hier:

Liste mit Steuerberatern für die Corona-Überbrückungshilfe

Falls Sie einen Wirtschaftsprüfer brauchen, können Sie im Berufsregister suchen:

Zum Berufsregister Wirtschaftsprüfer

Bitte beachten Sie: Entstehen Ihnen durch die Corona-Überbrückungshilfe Kosten für einen Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater, handelt es sich um förderfähige Kosten. Diese können Ihnen in Teilen zurückerstattet werden. Welche Kosten Sie noch ansetzen können, finden Sie unter: Auflistung der förderfähigen Kosten

Wie hoch ist die maximale Förderhöhe?

Die Förderhöhe bemisst sich nach den erwarteten Umsatzeinbrüchen der Fördermonate September, Oktober, November und Dezember 2020 im Verhältnis zu den jeweiligen Vergleichsmonaten im Vorjahr.

Die Überbrückungshilfe 2 erstattet einen Anteil in Höhe von:

  • 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 Prozent
  • 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 Prozent und ≤ 70 Prozent
  • 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30 Prozent und < 50 Prozent

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Bei Unternehmen, die zwischen dem 1. September 2019 und dem 31. Oktober 2019 gegründet worden sind, sind die Monate November 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen. Andere Corona-bedingte Hilfsprogramme des Bundes, der Länder oder der Kommunen mit gleichem Förderzweck im gleichen Bezugszeitraum werden angerechnet. Zu beachten sind darüber hinaus die beihilferechtlichen Voraussetzungen der „Bundesregelung Fixkostenhilfe 2020“.

Die Berechnung wird jeweils für jeden Monat einzeln vorgenommen. Liegt der Umsatzeinbruch in einem Fördermonat bei weniger als 30 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat, entfällt die Überbrückungshilfe für den jeweiligen Fördermonat.

Die maximale Förderung beträgt 50.000 Euro pro Monat. Unternehmerlohn ist nicht förderfähig.

Welche Nachweise muss ich für den Antrag erbringen?

  • Beschäftigtenzahl: Die Zahl Ihrer Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten zum Stichtag 29. Februar 2020 werden zugrunde gelegt. Bei verbundenen Unternehmen werden die Beschäftigten der einzelnen Unternehmen zusammen berücksichtigt.
  • Umsatzeinbruch: In einem zweistufigen Verfahren erfolgt der Nachweis des Umsatzeinbruchs und der erstattungsfähigen Fixkosten.

Zweistufiges Verfahren zum Umsatzeinbruch

  • Vorgesehen ist ein zweistufiges Antragsverfahren. Folgende Unterlagen können als Nachweis dienen. Bitte bereiten Sie diese Nachweise, zusammen mit Ihrem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer, vor:

Stufe 1: Antragsstellung

  • Umsatzsteuervoranmeldungen 2019 sowie den
  • Jahresabschluss 2019 und die Einkommens- bzw. Körperschaftssteuererklärung 2019
  • Soweit die erforderlichen Kennzahlen für 2019 noch nicht vorliegen, können auch betriebswirtschaftliche Unterlagen (Jahresabschluss 2018 etc.) aus 2018 vorgelegt werden.

Stufe 2: Nachweis

  • Umsatzsteuervoranmeldung aus dem Förderzeitraum
  • endgültige Fixkostenabrechnungen

Welche Kosten sind förderfähig?

Förderfähig sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und nicht einseitig veränderbare Fixkosten gemäß der folgenden Liste:

  1. Mieten und Pachten für Gebäude, Grundstücke und Räumlichkeiten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Unternehmens stehen.
  2. Weitere Mietkosten
  3. Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen
  4. Finanzierungskostenanteil von Leasingraten
  5. Ausgaben für notwendige Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV
  6. Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen
  7. Grundsteuern
  8. Betriebliche Lizenzgebühren
  9. Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben
  10. Kosten für Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, die im Rahmen der Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe anfallen
  11. Personalaufwendungen im Förderzeitraum, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20 Prozent der Fixkosten der Ziffern 1 bis 10 gefördert.
  12. Kosten für Auszubildende
  13. Inhaber von Reisebüros können außerdem Provisionen ansetzen, die sie den Reiseveranstaltern aufgrund Corona-bedingter Stornierungen zurückgezahlt haben.

Die von 1 bis 9 genannten Fixkosten sind nur dann förderfähig, wenn sie vor dem 1. September 2020 privatrechtlich bzw. hoheitlich begründet worden sind.

Nicht gefördert werden:

  • Lebenshaltungskosten/Unternehmerlohn
  • Kosten für Privaträume
  • Fixkosten an verbundene Unternehmen

Noch Fragen offen?

Kontaktieren Sie uns oder nutzen Sie die Fragen und Antworten zur Überbrückungshilfe 2 auf der Website der Bundesministerien.


Corona-Überbrückungshilfe 3 (November 2020 bis Juni 2021)

Momentan können noch keine Anträge auf Überbrückungshilfe 3 gestellt werden.

Die Überbrückungshilfe 3 wurde verbessert:

  • der monatliche Maximalbetrag für alle Unternehmen beträgt jetzt 200.000 Euro
  • für direkt oder indirekt von staatlichen Schließungen betroffene Unternehmen beträgt der Maximalbetrag 500.000 Euro pro Monat
  • längere Laufzeit des Programms für viele betroffene Unternehmen bis Ende Juni 2021
  • der Kreis der Antragsberechtigten wurde erweitert.

Abgrenzung Dezemberhilfe - Corona-Überbrückungshilfe 3

Die Überbrückungshilfe 3 überschneidet sich in ihrem Förderzeitraum mit der Dezemberhilfe. Die Dezemberhilfe deckt den ganzen Dezember ab – antragsberechtigt sind hierfür aber nur solche Branchen, die bereits im November geschlossen wurden. Der Einzelhandel und andere Branchen, die erst auf Grundlage späterer Beschlüsse schließen mussten, fallen unter die Überbrückungshilfe 3.  

Wer kann die Überbrückungshilfe 3 beantragen?

Antrageberechtigt sind grundsätzlich:

  • Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 500 Millionen Euro im Jahr 2020
  • Soloselbstständige
  • Angehörige der freien Berufe

Voraussetzung ist:

im Jahr 2020:

  • im Zeitraum von April bis Dezember 2020 in zwei zusammenhängenden Monaten Umsatzrückgänge von mindestens 50 Prozent
  • oder im gesamten Zeitraum von durchschnittlich mindestens 30 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2019

In diesem Fall erhalten sie einen Zuschuss zu den Fixkosten in allen Monaten, in denen sie einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent haben. Der Zuschuss ist unabhängig davon, ob in diesen Monaten eine bundesweite Schließung besteht.

Oder:

  • im November und/oder Dezember 2020 Umsatzrückgänge von mindestens 40 Prozent, aber nicht direkt oder indirekt von den bundesweiten Schließungen seit 2. November betroffen

In diesem Fall erhalten sie für den jeweiligen Monat November und/oder Dezember 2020 rückwirkend einen Fixkostenzuschuss. Diese Regelung gilt für Unternehmen aller Branchen, die nicht direkt oder indirekt von bundesweiten Schließungen betroffen sind.

Oder:

  • im Dezember 2020 gemäß MPK-Beschluss vom 13. Dezember direkt oder indirekt von bundesweiten Schließungen betroffen und Umsatzrückgänge von mindestens 30 Prozent

Dies sind vor allem Unternehmen des Einzelhandels sowie Dienstleistungsbetriebe im Bereich Körperpflege, zum Beispiel Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen und Tattoo-Studios. In diesem Fall erhalten sie für den Monat Dezember 2020 rückwirkend einen Fixkostenzuschuss (maximal 500.000 Euro, davon Abschlagszahlungen maximal 50.000 Euro). Diese Regelung steht Unternehmen aller Branchen offen, die von bundesweiten Schließungen direkt oder indirekt betroffenen sind.

im Jahr 2021:

  • 2021 in einem Monat Januar bis Juni 2021 mit bundesweiten Schließungen durch einen MPK-Beschluss direkt oder indirekt betroffen und Umsatzrückgänge von mind. 30 Prozent

In diesem Fall erhalten sie für jeden Monat mit bundesweiten Schließungen einen Fixkostenzuschuss (maximal 500.000 Euro/Schließungsmonat, davon Abschlagszahlungen maximal 50.000 Euro). Diese Regelung steht Unternehmen aller Branchen offen, die direkt oder indirekt von bundesweiten Schließungen betroffen sind.

Oder:

  • ​​​​​in 2021 in einem Monat Januar bis Juni 2021 mit bundesweiten Schließungen Umsatzeinbrüche von mindestens 40 Prozent im Schließungsmonat , aber nicht direkt oder indirekt von Schließungen betroffen

In diesem Fall erhalten sie für jeden Schließungsmonat einen Fixkostenzuschuss (maximal 200.000 Euro/Schließungsmonat). Diese Regelung steht Unternehmen aller Branchen offen, die nicht direkt oder indirekt von bundesweiten Schließungen betroffenen sind.

Als direkt betroffen gelten alle Unternehmen, die auf Grundlage der erlassenen Schließungsverordnungen der Länder in Folge eines Beschlusses der Bundeskanzlerin und der Regierungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten.  Beherbergungsbetriebe und Veranstaltungsstätten in Monaten mit Schließungsanordnung gelten als direkt betroffene Unternehmen. Indirekt von den bundesweiten Schließungen betroffene Unternehmen sind jene Unternehmen, die mindestens 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt betroffenen Unternehmen erzielen.

Wie kann ich die Corona-Überbrückungshilfe beantragen?

Wie kann ich die Corona-Überbrückungshilfe beantragen?

Anträge sind noch nicht möglich.

Sie sollen aber wie bisher bei der Überbrückungshilfe II und den außerordentlichen Wirtschaftshilfen elektronisch durch prüfende Dritte (das heißt Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Buchprüfer oder Rechtsanwälte) über die Überbrückungshilfe-Plattform gestellt werden können: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Soloselbstständige, die Neustarthilfe (einmalig maximal 5.000 Euro) beantragen, können bereits auf der Plattform Anträge stellen und dazu das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat nutzen.

Wie hoch ist die maximale Förderhöhe?

Wie hoch ist die maximale Förderhöhe?

Zuschüsse werden zu den monatlichen betrieblichen Fixkosten erstattet, abhängig von der Höhe des Umsatzrückgangs gegenüber dem Vergleichszeitraum in 2019:

  • Umsatzeinbruch mehr als 70 Prozent: Es werden bis zu 90 Prozent der monatlichen Fixkosten erstattet.
  • Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent – 70 Prozent: Es werden bis zu 60 Prozent der monatlichen Fixkosten erstattet.
  • Umsatzeinbruch zwischen 30 Prozent – 50 Prozent: Es werden bis zu 40 Prozent der monatlichen Fixkosten erstattet.

Soloselbstständige können alternativ zur Fixkostenerstattung für den Zeitraum Dezember 2020 bis Juni 2021 eine einmalige Betriebskostenpauschale – „Neustarthilfe“ – in Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes im Jahr 2019 bis maximal 5.000 Euro bekommen.

Für junge Unternehmen, die zwischen dem 1.08.2019 und 30.04.2020 gegründet worden sind, gilt als Vergleichszeitraum für Umsatzverluste das dritte Quartal 2020. Für den spezifischen Zugang zur Unterstützung für November beziehungsweise Dezember 2020 können solche jungen Unternehmen als Vergleichsumsatz den Monatsumsatz im Oktober 2020 oder den monatlichen Durchschnittsumsatz seit Gründung in Ansatz bringen.

Welche Kosten sind förderfähig?

Welche Kosten sind förderfähig?

Zu den Kosten, die erstattet werden können, zählen insbesondere:

  • Mieten und Pachten,
  • Finanzierungskosten,
  • Abschreibungen bis zu einer Höhe von 50 Prozent,
  • bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 Euro,
  • Marketing- und Werbekosten.

Außerordentliche Wirtschaftshilfe für November und Dezember

Die sogenannte außerordentliche Wirtschaftshilfe richtet sich ausschließlich an Unternehmen, die direkt oder indirekt von den Schließungen in den Monaten November und Dezember 2020 betroffen sind. 

Unternehmen, die von den temporären Schließungen betroffen sind, erhalten eine außerordentliche Wirtschaftshilfe. Dabei handelt es sich um eine einmalige Kostenpauschale von 75 % des entsprechenden Umsatzes des Vorjahresmonats für Unternehmen bis 50 Mitarbeiter.

Die wichtigsten Fragen und Antworten finden Sie auf dieser Seite der Bundesministerien.

Wer ist antragsberechtigt?

  • grundsätzlich Unternehmen aller Größen (auch öffentliche und gemeinnützige), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb
  • Direkt Betroffene im November: Unternehmen und Soloselbständige, die aufgrund der auf Grundlage des Beschlusses von Bund und Ländern vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Hiervon nicht umfasst sind regionale Schließungen von Branchen und Einrichtungen, die nicht in diesem Beschluss genannt werden.
  • Direkt Betroffene im Dezember: Unternehmen und Soloselbständige, die aufgrund der auf Grundlage des Beschlusses von Bund und Ländern vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb bereits im November einstellen mussten und auf Grundlage der Beschlüsse von Bund und Ländern vom 25. November 2020 und vom 2. Dezember 2020 auch im Dezember noch von diesen Schließungen betroffen waren. Hiervon nicht umfasst sind regionale Schließungen von Branchen oder Einrichtungen, die nicht in diesen Beschlüssen genannt werden, sowie Schließungen auf Grundlage späterer Beschlüsse (zum Beispiel der Bund-Länder Beschluss vom 13. Dezember 2020).
  • Indirekt Betroffene: Unternehmen und Soloselbständige, die nachweislich und regelmäßig mindestens 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den oben genannten Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen.
  • Über Dritte Betroffene: Unternehmen und Soloselbständige, die regelmäßig mindestens 80 Prozent ihrer Umsätze durch Lieferungen und Leistungen im Auftrag direkt von den Maßnahmen betroffener Unternehmen über Dritte (zum Beispiel Veranstaltungsagenturen) erzielen. Diese Antragsteller müssen zweifelsfrei nachweisen, dass sie im November 2020 beziehungsweise im Dezember 2020 wegen der Schließungsverordnungen auf der Grundlage der Ziffern 5 bis 8 des Beschlusses von Bund und Ländern vom 28. Oktober 2020 einen Umsatzeinbruch von mehr als 80 Prozent gegenüber dem Vergleichsumsatz erleiden (für den Dezember in Verbindung mit den Beschlüssen von Bund und Ländern vom 25. November 2020 und 2. Dezember 2020).

Wie hoch ist die maximale Förderhöhe?

Die Höhe der Novemberhilfe beziehungsweise Dezemberhilfe beträgt 75 Prozent des jeweiligen Vergleichsumsatzes und wird anteilig für jeden Tag im November beziehungsweise Dezember 2020 berechnet, an dem ein Unternehmen tatsächlich vom Corona-bedingten Lockdown im Sinne der November- beziehungsweise Dezemberhilfe direkt, indirekt oder über Dritte betroffen war.

Vergleichsumsatz ist grundsätzlich der Netto-Umsatz im November beziehungsweise Dezember 2019. Dies gilt sowohl für direkt betroffene Unternehmen, als auch für indirekt und über Dritte betroffene Unternehmen sowie „Mischbetriebe“. Im Falle von Soloselbständigen kann als Vergleichsumsatz alternativ der durchschnittliche Netto-Monatsumsatz im Jahr 2019 zugrunde gelegt werden (einheitlich für November- und Dezemberhilfe).

Beispielrechnungen und detailliertere Regelungen finden Sie auf der Seite der Bundesministerien.

Wie kann ich November- und Dezemberhilfe beantragen?

  • Ein Antrag auf Novemberhilfe beziehungsweise Dezemberhilfe kann ausschließlich in digitaler Form über das Internet-Portal des Bundes gestellt werden: antragslogin.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

  • Die Antragstellung für die Dezemberhilfe wird voraussichtlich ab Anfang Januar 2021 möglich sein.

    Der Antrag ist grundsätzlich durch einen prüfenden Dritten, in der Regel Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater, im Namen des Antragsstellers einzureichen. Auf der Basis der bei der Antragstellung gemachten Angaben erfolgt die Auszahlung der Novemberhilfe beziehungsweise Dezemberhilfe. Im Nachgang erfolgt gleichfalls über einen prüfenden Dritten eine Schlussabrechnung über die tatsächlichen Umsätze und anzurechnenden Leistungen. Gegebenenfalls zu viel gezahlte Hilfen sind zurückzuzahlen.

Wann wird die außerordentliche Wirtschaftshilfe ausgezahlt (Abschlagszahlungen)?

  • Damit das Geld schnell bei den Betroffenen ankommt, erfolgen Abschlagszahlungen seit Ende November.
  • Soloselbständige erhalten eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro; andere Unternehmen erhalten bis zu 10.000 Euro.
  • Das Verfahren der regulären Auszahlung der Novemberhilfen wird parallel vorbereitet und finalisiert, damit es unmittelbar im Anschluss an die Abschlagszahlungen gestartet werden kann.

Anrechnung erhaltener Leistungen

Andere Leistungen für den Förderzeitraum wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld werden angerechnet.

Anrechnung Lieferdienste

Umsätze von mehr als 25 Prozent werden auf die Umsatzerstattung angerechnet (damit es keine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichs-Umsatzes gibt).

Für Restaurants wird die Umsatzerstattung auf 75 Prozent der Umsätze im Vergleichszeitraum 2019 mit vollem Mehrwertsteuersatz begrenzt. Damit werden Außerhausverkaufsumsätze mit reduziertem Mehrwertsteuersatz herausgerechnet. Im Gegenzug werden die Außerhausverkaufsumsätze während der Schließungen von der Umsatzanrechnung ausgenommen, um eine Ausweitung dieses Geschäfts zu begünstigen.

Sie suchen weitere finanzielle Unterstützung für Ihr Unternehmen?

Größere Betriebe mit über 50 Beschäftigten können über die Hausbank Kredite zum Beispiel der KfW aus dem Bundesprogramm in Anspruch nehmen. Von Seiten des Landes Hessens stehen darüber hinaus auch Expressbürgschaften der Bürgschaftsbank oder Mikrokredite über die WI-Bank zur Verfügung. Zu weiteren Möglichkeiten beraten wir Sie gerne: Finanzhilfen

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Wir sind für Sie da:

E-Mail: corona(at)offenbach.ihk.de

Telefon: +49 69 / 8207 - 0

Mo. - Do.: 08:00 - 17:00
Fr.: 08:00 - 15:00

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