Corona-Überbrückungshilfe für Unternehmen

Finanzielle Hilfe für Unternehmen in der Corona-Krise

Inhaltsverzeichnis

Können Sie eine der Corona-Finanzhilfen in Anspruch nehmen? Hier erfahren Sie, ob Sie antragsberechtigt sind und was zu beachten ist.
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Corona-Überbrückungshilfe 4 und Neustarthilfe (Januar bis Juni 2022)

Anträge sind seit dem 7.1. möglich. Die Überbrückungshilfe wird im Wesentlichen bis Ende Juni 2022 fortgeführt. Unternehmen können weiterhin die Erstattung von Fixkosten und einen zusätzlichen Eigenkapitalzuschuss beantragen. Insbesondere Unternehmen, die von der Absage von Advents- und Weihnachtsmärkten betroffen sind – etwa Schausteller, Marktleute und private Veranstalter – sollen eine erweiterte Förderung erhalten. Weitere Informationen hier in Kürze.

Weitere Informationen zur Corona-Überbrückungshilfe 4

Corona-Überbrückungshilfe 3 plus und Neustarthilfe plus für Soloselbständige (Juli bis Dezember 2021)

Für die Überbrückungshilfe 3  plus gelten unveränderte Bedingungen. Gleiches gilt für die Neustarthilfe für Soloselbständige und Kapitalgesellschaften, mit der der Situation von Soloselbständigen, insbesondere Künstlerinnen und Künstler und Kulturschaffenden, Rechnung getragen werden soll. Anträge sind noch bis 31.3.2022 möglich. 

Weitere Informationen zur Corona-Überbrückungshilfe 3 plus

Überbrückungshilfe und Neustarthilfe bis Ende Juni 2022 verlängert

Am 16. Februar hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz erklärt, dass die Überbrückungshilfe 4 und die Neustarthilfe 2022 bis Ende Juni diesen Jahres verlängert werden.

Zur vollständigen Pressemitteilung des Ministeriums

Corona-Überbrückungshilfe 4 (Januar bis Juni 2022)

Bis 15.6.2022 können offiziell Anträge gestellt werden.

Mit der Überbrückungshilfe 4 unterstützt die Bundesregierung auch weiterhin Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro im Jahr 2020. Die Bedingungen entsprechen weitgehend denjenigen der Überbrückungshilfe 3 und 3 Plus. Die Überbrückungshilfe kann als Vorschuss durch den Bund ausgezahlt werden, wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit bei Antragstellung noch nicht feststehen. 

Wer kann die Überbrückungshilfe 4 beantragen?

  • Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler im Haupterwerb mit einem jährlichen Umsatz von bis zu 750 Millionen Euro
  • alle Unternehmen mit mehr als 30 Prozent Umsatzeinbruch im Vergleich zu 2019 können die gestaffelte Fixkostenerstattung erhalten
  • keine Differenzierung nach unterschiedliche Umsatzeinbrüchen und Zeiträumen, Schließungsmonaten und direkter oder indirekter Betroffenheit
  • Von Schließungsanordnungen auf Grundlage eines Bund-Länder-Beschlusses betroffene Unternehmen des Einzelhandels, der Veranstaltungs- und Kulturbranche, der Hotellerie, der Gastronomie sowie Unternehmen der Pyrotechnikbranche, des Großhandels und der Reisebranche sind auch dann antragsberechtigt, wenn sie im Jahr 2020 einen Umsatz von mehr als 750 Mio. Euro erzielt haben

Wie kann ich die Corona-Überbrückungshilfe beantragen?

Wie kann ich die Corona-Überbrückungshilfe beantragen?

Anträge stellen wie bisher prüfende Dritte (das heißt Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Buchprüfer oder Rechtsanwälte) über die Überbrückungshilfe-Plattform: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Soloselbstständige, die Neustarthilfe beantragen, können auf der Plattform Anträge stellen und dazu das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat nutzen.

Wie hoch ist die maximale Förderhöhe?

Wie hoch ist die maximale Förderhöhe?

Die Höhe der Fördersumme liegt bei:

  • bis zu 100 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 %
  • bis zu 60 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 % und ≤ 70 %
  • bis zu 40 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30 % und < 50 %

Die Berechnung wird weiterhin jeweils für jeden Monat einzeln vorgenommen. Liegt der Umsatzeinbruch in einem Fördermonat bei weniger als 30 % gegenüber dem Vergleichsmonat, entfällt die Überbrückungshilfe für diesen Monat. 

Grundsätzlich gilt:

  • die Höhe der Überbrückungshilfe richtet sich nach den betrieblichen Fixkosten
  • die maximale monatliche Fördersumme beträgt 10 Millionen Euro pro Unternehmen, sofern beihilferechtlich zulässig
  • der Katalog erstattungsfähiger Kosten wird erweitert um bauliche Modernisierungs-, Renovierungs-, oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 Euro.
  • Marketing- und Werbekosten sind in Höhe der entsprechenden Ausgaben im Jahre 2019 förderfähig
  • Abschreibungen von Wirtschaftsgütern werden bis zu 50 Prozent als förderfähige Kosten anerkannt
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Unternehmen, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 30. April 2020 gegründet worden sind, Soloselbständige oder selbständige Angehörige der freien Berufe, die ihre selbständige oder freiberufliche Tätigkeit zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 30. April 2020 aufgenommen haben, können als Vergleichsumsatz wahlweise den durchschnittlichen monatlichen Umsatz des Jahres 2019 heranziehen, den durchschnittlichen Monatsumsatz der beiden Vorkrisenmonate Januar und Februar 2020 oder den durchschnittlichen Monatsumsatz in den Monaten Juni bis September 2020 in Ansatz bringen. Alternativ können diese Unternehmen bei der Ermittlung des notwendigen Referenzumsatzes auf den monatlichen Durchschnittswert des geschätzten Jahresumsatzes 2020, der bei der erstmaligen steuerlichen Erfassung beim zuständigen Finanzamt im „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ angegeben wurde, abstellen. 

Welche Kosten sind förderfähig?

Welche Kosten sind förderfähig?

Förderfähig sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende, betriebliche Fixkosten. Zu den Kosten, die erstattet werden können, zählen insbesondere:

  • Mieten und Pachten,
  • Finanzierungskosten,
  • Abschreibungen bis zu einer Höhe von 50 Prozent,
  • bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 Euro,
  • Marketing- und Werbekosten.

Eine genauere Aufstellung finden Sie hier im Infoportal der Bundesministerien.

Eigenkapitalzuschuss

  • Anspruchsberechtigt sind Unternehmen mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in mindestens drei Monaten im Vergleichszeitraum.
  • Der Eigenkapitalzuschuss beträgt bis zu 40 Prozent des Betrags, den ein Unternehmen für die förderfähigen Fixkosten nach Nr. 1 bis 11 erstattet bekommt (vgl. FAQ zur Überbrückungshilfe III). Der Eigenkapitalzuschuss ist gestaffelt und steigt an, je länger Unternehmen einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erlitten haben. Gezahlt wird er ab dem dritten Monat des Umsatzeinbruchs und beträgt in diesem Monat 25 Prozent. Im vierten Monat mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erhöht sich der Zuschlag auf 35 Prozent; bei fünf oder mehr Monaten erhöht er sich noch einmal auf 40 Prozent pro Monat. Für die einzelnen Monate ergeben sich somit folgende Fördersätze:
  • Monate mit Umsatzeinbruch ≥ 50 ProzentHöhe des Zuschlags
    1. und 2. MonatKein Zuschlag
    3. Monat25 Prozent
    4. Monat35 Prozent
    5. und jeder weitere Monat40 Prozent
  • Beispiel: Ein Unternehmen erleidet in den Monaten Januar, Februar und März 2021 einen Umsatzeinbruch von 55 Prozent. Das Unternehmen hat jeden Monat 10.000 Euro betriebliche Fixkosten aus Mietverpflichtungen, Zinsaufwendungen und Ausgaben für Elektrizität, Wasser und Heizung und beantragt dafür die Überbrückungshilfe III. Das Unternehmen erhält eine reguläre Förderung aus der Überbrückungshilfe III in Höhe von jeweils 6.000 Euro für Januar, Februar und März (60 Prozent von 10.000 Euro). Es erhält für den Monat März zusätzlich einen Eigenkapitalzuschuss in Höhe von 1.500 Euro (25 Prozent von 6.000 Euro).
  • Der neue Eigenkapitalzuschuss wird zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Infoseite des BMWI

Informationen zur Neustarthilfe 2022

Informationen zur Neustarthilfe 2022

Seit der Überbrückungshilfe 3 gibt es die sogenannte NeustarthilfeAntragsberechtigt sind Soloselbständige, die ansonsten im Rahmen der Überbrückungshilfen keine Fixkosten geltend machen können. Sie müssen ihr Einkommen zu mindestens 51 Prozent aus selbständiger Tätigkeit erzielen.

Aktuell endet die Frist für Erstanträge am 30. April 2022. Der Förderzeitraum soll allerdings bis Ende Juni verlängert werden.

  • Für Soloselbständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften beträgt die maximale Auszahlung 4.500 Euro und bis zu 18.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften im gesamten Bezugszeitraum. 
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  • Um den Referenzumsatz 2019 zu bestimmen, wird der durchschnittliche monatliche Umsatz des Jahres 2019 zugrunde gelegt. Betroffene, die ihre selbständige Tätigkeit erst später aufgenommen haben, finden in den FAQs der Ministerien unter Punkt 3.3. konkrete Beispiele zur Berechnung. Auf Leistungen der Grundsicherung und ähnliche Leistungen ist die Neustarthilfe aufgrund ihrer Zweckbindung nicht anzurechnen.
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  • Nach Ablauf des Förderzeitraums sind Direktantragstellende, die die Neustarthilfe 2022 erhalten haben, dazu verpflichtet, bis spätestens 30. Juni 2022 eine Endabrechnung zu erstellen. Die Frist für Endabrechnungen für Anträge, die über prüfende Dritte eingereicht wurden, läuft bis zum 31. Dezember 2022
  • Für weitere Informationen beraten wir Sie gerne.

Detailierte Informationen finden Sie unter den Fragen und Antworten auf der Website der Bundesregierung.

Sonderregelung Antragsberechtigung bei freiwilliger Schließung

Sonderregelung Antragsberechtigung bei freiwilliger Schließung

Die Sonderregelung zur Antragsberechtigung bei freiwilligen Schließungen in der Überbrückungshilfe 4 wird unverändert bis Ende Februar verlängert. Dies teilt das Bundeswirtschaftsministerium mit. Die FAQs werden in Kürze angepasst. Die wichtigsten Bestandteile der Regelung sind weiterhin:

Wenn aufgrund von angeordneten Corona-Zutrittsbeschränkungen (2G, 2G plus oder 3G) oder vergleichbaren Maßnahmen (Verbot touristischer Übernachtungen, Sperrstundenregelungen) die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs unwirtschaftlich ist, ist bei freiwilligen Schließungen oder Einschränkungen des Geschäftsbetriebs eine Anerkennung des resultierenden Umsatzeinbruchs als coronabedingt möglich.

Ob Unwirtschaftlichkeit vorliegt, prüft der Prüfende Dritte. Sind die Antragsvoraussetzungen erfüllt, kann Überbrückungshilfe gewährt werden. Die Regelung gilt aktuell für den Zeitraum 1.1. bis 28.2.2022.

Keine Zuschüsse für Investitionen in Digitalisierung und bauliche Hygienemaßnahmen mehr!

Die Überbrückungshilfe wurde im Wesentlichen lediglich verlängert. Hat sich also nichts geändert? Eine Änderung könnte für viele Unternehmen von Bedeutung sein: Es sind in diesem Jahr keine Zuschüsse zu Investitionen in die Digitalisierung mehr möglich. Auch bauliche Maßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten werden nicht mehr bezuschusst.

Alle Änderungen finden Sie in der Pressemitteilung des Bundesfinanzministeriums vom 7.1.2022.

Corona-Überbrückungshilfe 3 plus (Juli bis Dezember 2021)

Bis 31.3.2022 können Anträge gestellt werden. Die Überbrückungshilfe kann als Vorschuss durch den Bund ausgezahlt werden, wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit bei Antragstellung noch nicht feststehen.

Die Bedingungen entsprechend weitgehend der aktuellen Förderphase 4.

Sie suchen weitere finanzielle Unterstützung für Ihr Unternehmen?

Größere Betriebe mit über 50 Beschäftigten können über die Hausbank Kredite zum Beispiel der KfW aus dem Bundesprogramm in Anspruch nehmen. Von Seiten des Landes Hessens stehen darüber hinaus auch Expressbürgschaften der Bürgschaftsbank oder Mikrokredite über die WI-Bank zur Verfügung. Zu weiteren Möglichkeiten beraten wir Sie gerne!

Mehr über Finanzhilfen erfahren

Informationen zu früheren Förderphasen

Sie haben eine Frage zu den früheren Förderphasen (November- und Dezemberhilfe, Überbrückungshilfe 1 und 2) oder speziellen Regelungen für Ihre Branche?

Sprechen Sie und bitte direkt an, damit wir Ihre Fragen klären können!
Alternativ finden Sie alle Informationen zu den bisherigen Corona-Hilfen auf der Website der Bundesministerien dokumentiert.

 

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