Zunehmende Handelshemmnisse im internationalen Handel


Umfrage zeigt traurigen Rekord schon vor der Russland-Ukraine-Krise

Der russische Angriff auf die Ukraine und die daraus resultierenden Folgen für die Wirtschaft wirken wie ein Brennglas auf die Lage der auslandsaktiven deutschen Unternehmen: Schon vor Kriegsbeginn sind sie weltweit immer öfter auf Handelshemmnisse gestoßen, wie die diesjährige Umfrage "Going International 2022" des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zeigt.

An der Erhebung hatten sich in der ersten Februarhälfte rund 2.700 grenzüberschreitend tätige Unternehmen beteiligt. Gut die Hälfte (54 Prozent) davon spüren nach eigenen Angaben eine akute Zunahme von Hürden bei ihren internationalen Geschäften.

Die wesentlichen Ergebnisse:

  1. Die globale Geschäftsperspektive der international aktiven deutschen Unternehmen ist insgesamt negativ. 21 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung der Auslandsgeschäfte, nur 18 Prozent erwarten eine Verbesserung im Jahr 2022.
  2. Die Erwartungen an das internationale Geschäft in Europa und Nordamerika sind überwiegend positiv. In China ist die Geschäftsperspektive hingegen schlecht.
  3. Auch zwei Jahre nach Beginn der Coronavirus-Pandemie sind die Auswirkungen für die Unternehmen enorm: insbesondere Probleme in der Lieferkette und Logistik, fehlende Waren und Dienstleistungen sowie Reiseeinschränkungen beeinträchtigen das globale Geschäft.
  4. Unabhängig von der Coronavirus-Pandemie berichten 54 Prozent der Unternehmen von neuen Handelshemmnissen bei ihren internationalen Geschäften – der Wert erreicht damit einen neuen Höchststand.

Zu den Ergebnissen der Umfrage

▶️ Going International 2022 – Erfahrungen und Perspektiven der deutschen Wirtschaft im Auslandsgeschäft (PDF)

▶️ Sonderauswertung Russland

▶️ Sonderauswertung Lieferketten

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