Wirtschaft sieht Corona-Abwärtstrend auslaufen, erwartet aber langwierige Erholung


Rund 900 Unternehmen aus Hessen haben ihre Einschätzung zu aktuellen und erwarteten Auswirkungen des Corona-Virus COVID-19 auf ihre Geschäftstätigkeit abgegeben.

Für 41 Prozent der hessischen Unternehmen ist die aktuelle Geschäftslage schlecht. Gleichzeitig scheint der Abwärtstrend durch die Corona-Pandemie auszulaufen: Fast jeder zweite Betrieb erwartet für die kommenden 12 Monate eine gleichbleibende Geschäftslage, 27 Prozent erwarten eine Verbesserung. Das geht aus den Antworten von mehr als 900 hessischen Betrieben auf eine aktuelle Umfrage hervor, die der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) in Wiesbaden veröffentlicht hat. 

Ein Drittel der hessischen Unternehmen rechnet mit einer Rückkehr zur Normalität ihrer Geschäfte im Jahresverlauf 2020. Im Mai hatte diese Einschätzung noch jedes zweite Unternehmen abgegeben. Fast vier von zehn Betrieben rechnen erst im Verlaufe des Jahres 2021 mit einer Normalisierung. Die Beschäftigungspläne der hessischen Unternehmen zeigen sich vergleichsweise robust gegen die Corona-Pandemie: Mehr als zwei Drittel halten an ihren Beschäftigungsplänen fest.

„Es verdichten sich die Anzeichen, dass die Wirtschaft die Talsohle der Krise erreicht hat. Viele Betriebe rechnen allerdings damit, dass die Erholung vom Corona-Schock länger dauert als ursprünglich gedacht. Darunter leiden zunehmend die Investitionsabsichten der Unternehmen. Hoffnung macht der Blick auf die Beschäftigungspläne: Sie stabilisieren sich in vielen Bereichen, auch wegen des Instruments der Kurzarbeit.“, sagte Robert Lippmann, Geschäftsführer des Hessischen Industrie- und Handelskammertages.

Die Gesamtergebnisse für Hessen finden Sie auf der Internetseite des Hessischen Industrie- und Handelskammertages.

Bundesweite Ergebnisse stehen auf der Internetseite des Deutschen Industrie- und Handelskammertages bereit.