USA verschärft Einreise für Geschäftsreisende


Visavergabe ausgesetzt

Schrittweise verhängen die Vereinigten Staaten seit Februar Einreisestopps. Zunächst durften keine Ausländer einreisen, die sich bis zu 14 Tagen vorher in China aufgehalten hatten. Diese Regel wurde nach und nach auf weitere Länder ausgeweitet. Einreisen aus dem Schengen-Raum in die USA sind seit dem 13. März 2020 untersagt.

Wirtschaftsvertreter, abgesehen von Personen im Gesundheits-/Medizinsektor, werden bislang in keiner der Präsidialerklärungen zu den Einreisebegrenzungen als Ausnahmen explizit erfasst. Das behindert Geschäftsaktivitäten deutscher Unternehmen, die nicht online erledigt werden können: zum Beispiel Wartungsarbeiten oder die Inbetriebnahme von Maschinen. Projekte werden dadurch teurer und verzögern sich.

Per Dekret vom 22. Juni 2020 wurde nun die Vergabe bestimmter Visa, die befristete Arbeitsgenehmigungen in den USA beinhalten, bis Ende des Jahres ausgesetzt. Darunter:

H-1B-Visa – für hoch spezialisierte Fachkräfte, vor allem im Technologiesektor, die eine begrenzte Zeit in den USA arbeiten

H-2B-Visa – für Saisonarbeiter, zum Beispiel im Bau- und im Gastgewerbe

L-1-Visa – für die firmeninterne Versetzung von Mitarbeitern

Die Beschränkungen gelten seit 24. Juni bis Ende Dezember 2020. US-Konsulate stellen vorerst keine Visa aus