Unterstützung für Gastronomie im Herbst und Winter notwendig


[Offenbach am Main, 25. September 2020] Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main fordert alle Beteiligten auf, der Gastronomiebranche die Außenbewirtschaftung in der kühleren Jahreszeit zu erleichtern.

row of gas patio heaters with propane heat lamp on the street in winter day

IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller betont: „Corona hat die Gastronomie sehr hart getroffen. Die Kommunen haben vielfach die Außengastronomieflächen erweitert und so Unterstützung geleistet. Für die Herbst- und Wintersaison braucht es nun weitere Maßnahmen, denn die Betriebe müssen davon ausgehen, dass Gäste sich aus Angst vor einer höheren Ansteckungsgefahr nicht in den Innenräumen von Restaurants oder Cafés aufhalten möchten.“

„Im Juli lag der Umsatz in der Gastronomie in Hessen rund ein Drittel unter dem Niveau von 2019. Da ein Großteil der Gäste lieber im Außenbereich Platz nimmt, sorgen sich viele Unternehmen, dass der Umsatz ab Herbst weiter zurückgeht“, erläutert IHK-Vizepräsident Robert Glaab, Geschäftsführer von Glaabsbräu in Seligenstadt. „Wenn ausgeweitete Außenflächen erlaubt bleiben und Windschutzinstallationen und Heizmöglichkeiten aufgestellt werden dürfen, können sich die Gäste auch in der kalten Jahreszeit gut im Freien aufhalten. Umsätze und Arbeitsplätze wären gesichert.“ Hier könnten die Kommunen durch großzügige Verwaltungspraxis und Erlaubnisse zum Aufstellen genehmigungsfreier Anlagen wie Seitenwänden deutlich zum Erhalt einer vielfältigen Gastronomielandschaft beitragen.

„Die Gastronomie ist ein wichtiger Faktor für belebte und lebenswerte Innenstädte. Die Menschen haben ein Bedürfnis, sich zu treffen. Dank der Außengastronomieflächen können sie dies tun, mit gutem Gefühl und ohne sich einem größeren Infektionsrisiko auszusetzen. Es ist eine Win-Win-Situation für alle“, sagt Glaab.

„Wir wissen, dass in einigen Kommunen bereits über weitere unterstützende Maßnahmen nachgedacht wird. Für den Austausch hierzu stehen wir als IHK gerne bereit“, betont Schoder-Steinmüller.

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