Unternehmen erwarten wenig Gutes


[Offenbach am Main, 18. Mai 2022] Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main Unternehmen in der Region zu ihrer derzeitigen Situation und ihren Erwartungen zur Geschäftsentwicklung befragt.

Die Ergebnisse verdeutlichen, wie sehr das globale Geschehen und die daraus resultierenden hohen Energie- und Rohstoffpreise, die Inflation und die Schwierigkeiten im internationalen Warenverkehr der Wirtschaft schaden. Der IHK-Geschäftsklimaindex sinkt auf 101 Punkte. Das sind 10 Punkte weniger als bei der ersten Befragung im Frühjahr 2022.

Noch bewerten die meisten Unternehmen in allen Branchen ihre Lage als positiv. Das hängt sicher damit zusammen, dass die Coronamaßnahmen aufgehoben wurden. Andererseits wiegt dies die ansonsten schwierigen Rahmenbedingungen aber nicht auf. Entsprechend rechnen nur noch 17 Prozent der befragten Unternehmen für die kommenden Monate mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage. Ein Drittel prognostiziert eine Verschlechterung. Das sind doppelt so viele Unternehmen wie bei der Befragung im Frühjahr. Dies lässt die Investitionsbereitschaft sinken. Das trifft besonders für die Industrie, das Baugewerbe und die Dienstleister zu. Nur der Großhandel und das Verkehrsgewerbe wollen mehr investieren.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen befürchten steigende Arbeitskosten, die sich nicht nur durch den allgemeinen Preisauftrieb, sondern auch durch strukturelle Verschiebungen am Arbeitsmarkt ergeben werden. Das wird deutlich daran, dass 48 Prozent der Unternehmen den Fachkräftemangel als weiteres bedeutendes Geschäftsrisiko einschätzen.

„Die Wirtschaft in der Region Offenbach ist eng verknüpft mit den Entwicklungen auf dem Weltmarkt. Die diversen Folgen des russischen Kriegs gegen die Ukraine und des anhaltenden Corona-Lockdowns in China sind fatal“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner. „Die Unternehmen müssen die gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten an ihre Kunden weitergegeben. Die Inflation steigt. Mittelfristig ist eine Preis-Lohn-Spirale zu befürchten. Steigende Arbeitskosten werden zu einer zusätzlichen Belastung. Die Politik sollte darauf achten, in dieser Situation Belastungen für die Unternehmen möglichst zu reduzieren und keine zusätzlichen zu schaffen.“

Alle Ergebnisse und Auswertungen zur Konjunkturumfrage der IHK Offenbach am Main stehen im Internet zum Download bereit: www.ihkof.de/konjunktur
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