Unternehmen brauchen schnelle Unterstützung


Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main fordert alle Beteiligten auf, schnell wirkende Maßnahmen zur Unterstützung von Handel und Gastronomie in der Offenbacher Innenstadt zu entwickeln. IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller betont: „Corona hat Handel und Gastronomie besonders hart getroffen. Durch die stufenweise Öffnung hatte sich die Lage zunächst etwas entspannt. Mit den gestiegenen Infektionszahlen in der Stadt Offenbach sind viele Kunden und Gäste vor allem aus dem Umland der Innenstadt ferngeblieben. Die Umsätze sind vielfach wieder massiv eingebrochen.“

Auch wenn die Infektionszahlen inzwischen rückläufig sind, bestehen bei vielen Menschen Vorbehalte für einen Besuch der Offenbacher Innenstadt. Zudem hat die Corona-Pandemie den langfristigen Strukturwandel im Handel und den Innenstädten weiter beschleunigt. „Mit dem Zukunftskonzept für die Innenstadt haben wir die passenden Ideen, den Wandel zu gestalten. Die im Konzept entwickelten Maßnahmen wirken jedoch mittel- bis langfristig. Deshalb brauchen wir jetzt ein schnell wirkendes Maßnahmenpaket für die Innenstadt“, sagt Schoder-Steinmüller. Kern dieses Paketes muss eine breit angelegte Marketingkampagne sein, die in der Stadt und im Umland wirkt. Ziel ist es, die besonderen Anziehungspunkte in der Stadt hervorzuheben und Besuchern Lust auf ein Innenstadterlebnis zu machen. Schoder-Steinmüller erläutert: „Die in Hanau beschlossenen und in der Offenbacher Politik diskutierten Gutscheine können ein zentraler Bestandteil einer solchen Kampagne sein. Ergänzend dazu braucht es Aktionen, wie zum Beispiel kleine Events oder Preisausschreiben. Auch Handel und Gastronomie sind gefordert, weiter kreative Ideen zu entwickeln. Dabei kann an die von der Stadt und dem Verein Offenbach offensiv angestoßene Initiative ‚Offenbach United‘ angeknüpft werden. In einer Facebook-Gruppe werden Hinweise auf Aktionen und besondere Angebote geteilt.“

Die IHK kann sich aber auch eine Reihe kleiner Kulturevents in der Innenstadt vorstellen. Es gilt, unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln Anlässe für den Besuch der Innenstadt zu bieten und gleichzeitig den Kulturschaffenden Auftritte zu ermöglichen. Der IHK-Präsidentin hebt hervor: „Wie schon im Zukunftskonzept beschlossen, müssen Stadt und Wirtschaft gemeinsam ihre Kräfte bündeln. Hierzu braucht es eine koordinierende Einheit und die Zusammenarbeit vieler Ämter und Institutionen. Die im Konzept beschlossene Agentur Mitte ist zwar noch im Aufbau, sollte aber in Form einer temporären Taskforce jetzt kurzfristig Maßnahmen entwickeln und vorantreiben.“
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