Übergangsfrist für Energiekennwerte in Immobilienanzeigen endet


In Immobilienanzeigen müssen nach der Energieeinsparverordnung 2014 Energiekennwerte für die inserierten Gebäude angegeben werden, wenn bereits ein Energieausweis vorliegt. Ab 1. Mai 2015 wird ein Verstoß dagegen als Ordnungswidrigkeit betrachtet, die ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro zur Folge hat.

Die Pflicht zur Veröffentlichung der Energiekennwerte aus dem Energieausweis besteht seit dem Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung (EnEV) im Jahr 2014 (§ 16a EnEV). Betroffen sind davon Immobilienmakler und die Eigentümer. Der Verkäufer beziehungsweise Vermieter muss sicherstellen, dass die Immobilienanzeige die Pflichtangaben enthält. Andernfalls begeht er eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 15.000 Euro geahndet werden kann und zum 1. Mai 2015 in Kraft tritt.

Auch wenn ein Immobilienmakler mit dem Inserat beauftragt wurde, ist für die bußgeldbewährte Einhaltung der Pflichtangaben weiterhin der Verkäufer, Vermieter oder Verpächter verantwortlich. Dennoch können sich für den Makler aus einer Nebenpflicht des Maklervertrags Haftungsrisiken ergeben, wenn er die Pflichtangaben nicht korrekt ausführt oder mögliche Aufklärungspflichten verletzt. Dann könnte der Immobilienmakler auf Schadensersatz für das Bußgeld verklagt werden.