Türkei: Ursprungsangabe im Ursprungszeugnis


Ursprungsangabe "Europäische Union" im IHK-Ursprungszeugnis kann zu Problemen führen

Derzeit liegen uns unterschiedliche Meldungen vor, inwieweit der türkische Zoll weiterhin die allgemeine Ursprungsangabe „Europäische Union“ in IHK-Ursprungszeugnissen (IHK-UZ) akzeptiert oder diese nur noch in Kombination mit der Angabe des nationalen Ursprungs der EU-Mitgliedstaaten anerkennt.

Auf Anfrage des türkischen Zolls hat die türkische Generalzolldirektion seine Interpretation des türkischen Zollgesetzes dargelegt. Danach ist ein Ursprungszeugnis (UZ) von den zuständigen Behörden des Ursprungslandes oder des Exportlandes auszustellen. Hieraus leitet der türkische Zoll ab, dass die allgemeine Angabe „Europäische Union“ nicht zulässig ist. Derzeit ist nicht bekannt, ob es sich hier lediglich um eine auf einen konkreten Einzelfall bezogene Auskunft handelt oder ob diese Aussage bereits generell für alle für die Türkei ausgestellten UZs gilt.

Um etwaige Probleme bei der Zollabfertigung zu vermeiden, empfehlen wir zusätzlich das nationale Ursprungsland (z. B. "Bundesrepublik Deutschland (Europäische Union)" ) anzugeben. Liegt das nationale Land nicht vor, so empfehlen wir vorab mit ihrem Importpartner zu klären, ob das jeweilige türkische Zollamt auf der o.g. Regelung besteht oder weiterhin „Europäische Union“ als alleinige Ursprungsangabe akzeptiert.

Haben auch Sie schon solche Erfahrungen gemacht? Dann bitten wir um kurze Information per Mail an appiah(at)offenbach.ihk.de. Diese Auskunft dient lediglich zu unserer Information. Eine Weiterleitung erfolgt nicht.