Schutzschirm für Lieferketten verlängert


Der gemeinsame Schutzschirm der Bundesregierung und der Kreditversicherer zur Absicherung von Lieferketten wird bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Als Wermutstropfen werden sich voraussichtlich die Prämien für die Unternehmen erhöhen.

[10.12.2020] Mit der Verlängerung dieses Schutzschirmes über den Jahreswechsel hinaus will die Bundesregierung verhindern, dass Unternehmen in der Covid-19-Pandemie Gefahr laufen, auf unbezahlten Rechnungen ihrer in- und ausländischen Kunden sitzenzubleiben, wenn diese der Krise zum Opfer fallen.

Wichtige Lieferketten in Deutschland und weltweit sind infolge von Corona erheblich unter Druck geraten. Denn in der Krise gehen nicht nur für viele Unternehmen die Auftragseingänge zurück, auch die Zahlungsausfälle nehmen zu – und damit die Risiken der Warenkreditversicherer, die diese Lieferbeziehungen oft erst ermöglichen.

Diese Risiken federt die Bundesregierung mit der Staatsgarantie ab. Die Verlängerung des Schutzschirms für Lieferketten und Warenkreditversicherungen bis zum 30. Juni 2021 kann nun weiter dazu beitragen, die häufig in Wertschöpfungsketten organisierte deutsche Wirtschaft zu stabilisieren und Liquidität in den Unternehmen zu halten.

Auch die EU-Kommission hat zur Verlängerung des Schutzschirms bereits positive Signale gegeben. Demnach garantiert der Bund Entschädigungszahlungen der Kreditversicherer von bis zu 30 Milliarden Euro auch für das kommende Jahr. Die Kreditversicherer beteiligen sich ebenfalls an dem Schutzschirm, indem sie wie bisher einen Teil der möglicherweise anfallenden Entschädigungszahlungen selbst tragen.