Rohstoffkosten belasten Industrie deutlich weniger


Die Rohstoffpreise für Metalle belasten die deutsche Industrie deutlich weniger als noch im vergangenen Jahr. Dies spiegelt sich auch im Metallpreisindex der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) wider.

Vor allem die Preisentwicklung bei Eisen und Stahl beeinflusste den Metallpreisindex der BGR, da der höchste Anteil an den deutschen Metallimporten auf diese Rohstoffe entfällt. Im Jahr 2014 waren es 76 Prozent. Der Ausbau der internationalen Bergbaukapazitäten der letzten Jahre hat zu einer deutlichen Entspannung auf dem Eisen- und Stahlmarkt geführt. Die Stahl- und Eisenerzpreise fallen seit 2013. Im Verlauf des Jahres 2014 hat sich der Preis für Eisenerz nahezu halbiert. Das wirkt sich auch auf den Stahlpreis aus.

Der BGR-Preisindex für Metalle ist ein auf Deutschland bezogener Rohstoffpreisindex, dessen Zusammensetzung den deutschen Wareneinfuhren von metallischen Rohstoffen entspricht. Er ist am deutschen Metalleinsatz ausgerichtet und bildet dadurch die Belastungen deutscher Unternehmen besser ab als die börsennotierten Rohstoffindizes.

Im Metallpreisindex sind die Änderungen der Monatspreise für 20 metallische Rohstoffe, die nach Deutschland importiert werden, in einem einzigen Zahlenwert aggregiert. Zusätzlich wird der Index in fünf Subindizes unterteilt. Die Wichtung der einzelnen Rohstoffe erfolgt durch periodische Anpassung des Warenkorbs und ergibt sich aus Preis und Menge im Verhältnis zu dem Nettoimportwert sämtlicher Einfuhren von metallischen Rohstoffen in der Berichtsperiode.

Der Metallpreisindex der BGR existiert bereits seit 2005, wurde bisher aber nur unregelmäßig aktualisiert. Von jetzt an wird der Preisindex monatlich auf den Internetseiten der BGR und der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) veröffentlicht.

Den aktuellen Metallpreisindex finden Sie auf der » Homepage der BGR.