Region Offenbach bei Gründungen weiter hessenweit spitze


[Offenbach am Main, 15. Oktober 2019] Das Gründungsgeschehen in der Region Offenbach zeichnet sich laut Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main nach wie vor durch rege Intensität aus.

„In sieben Kommunen im Kreis übersteigt die Anzahl der Gründungen die Geschäftsaufgaben. Damit ist auch in Zeiten insgesamt rückläufiger Existenzgründungen die Region Offenbach hessenweit vorn und hat eine tragende Rolle bei der Entwicklung des Rhein-Main Gebiets zu einer Gründer-Hochburg innerhalb Deutschlands“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner.

Allerdings zeigten die aktuellen Zahlen im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang bei den Gewerbeanmeldungen und lägen im Bundestrend. „2018 wurden im Offenbacher IHK-Bezirk 6.113 Gewerbe an- und 6.245 abgemeldet. Im Vorjahr waren es 6.331 Anmeldungen und 6.170 Abmeldungen. Ein Rückgang von 3,4 Prozent bei den Gewerbeanmeldungen. Hauptgrund hierfür dürfte in der positiven Arbeitsmarktentwicklung liegen. Mit einem sicheren Job, wagen nur wenige den Sprung ins Unternehmertum“, so Weinbrenner.

Mit 1.740 Gewerbeanmeldungen sind die unternehmensbezogenen Dienstleistungen wie Marketing oder Gebäudeservices wieder Spitzenreiter. Hauptgrund dürfte die zunehmende  Verzahnung von Industrie und Dienstleistungen sein. Am zweithäufigsten wurden Gewerbe im Bausektor (1.291) angemeldet. Auf Platz drei (1.074) liegt der Handel.
Weinbrenner: „Der typische Gründer in der Region Offenbach ist 30 Jahre alt und männlich. Der Anteil der Männer liegt mit 70 Prozent deutlich über dem Anteil der weiblichen Gründer.“

Die kulturelle Vielfalt der Region spiegle sich ebenfalls bei den Existenzgründungen wider. Mit 74 verschiedenen Staatsangehörigkeiten teilten sich die Gewerbeanmeldungen fast je zur Hälfte in ausländische (44 Prozent) und deutsche (56 Prozent) Gründungen auf. Insbesondere Mittel- und Südosteuropäer seien hier häufig vertreten.

„Es sind zwei Trends bei Existenzgründungen zu beobachten: Zum einen hält der Trend zu weniger Existenzgründungen an, auch wenn er sich im Gegensatz zum Vorjahr etwas abgeschwächt hat. Zum anderen sind Gründer, die sich bei der IHK beraten lassen, vielfach besser vorbereitet als in der Vergangenheit. Speziellere und konkret auf die Geschäftsidee abgestimmte Beratungen werden immer stärker nachgefragt“, so Weinbrenner abschließend.
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