Neue Leitlinien zur Bekämpfung von Corona


Ergebnis der Besprechung von Bundeskanzlerin Merkel mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder zum Coronavirus

In Abweichung zur Hessischen Verordnung vom 20. März 2020 gilt nun insbesondere folgende Regelung: 

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.

Mit der neuen Verordnung vom 22. März 2020 ist nunmehr klargestellt worden, dass Blumenläden geöffnet bleiben dürfen

Die in der Verordnung vom 20. März aufgeführten Beschränkungen gelten zudem nicht für:

  • Lebensmitteleinzelhandel,
  • Futtermittelhandel,
  • Wochenmärkte,
  • Direktverkauf vom Lebensmittelerzeuger,
  • Reformhäuser,
  • Feinkostgeschäfte,
  • Geschäfte des Lebensmittelhandwerks,
  • Getränkemärkte,
  • Banken und Sparkassen,
  • Abhol- und Lieferdienste,
  • Apotheken,
  • Drogerien,
  • Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker,
  • Poststellen,
  • Waschsalons,
  • Tankstellen und Tankstellenshops,
  • Reinigungen,
  • Kioske, Tabak und E-Zigarettenläden,
  • Zeitungsverkauf,
  • Blumenläden,
  • Tierbedarfsmärkte
  • die Bau- und Gartenbaumärkte

Entscheidend ist der Schwerpunkt im Sortiment. Die Beschränkungen gelten auch nicht für den Großhandel und den Online-Handel.

Bund und Länder verständigten sich am 22. März auf eine Erweiterung der am 12. März beschlossenen Leitlinien zur Beschränkung sozialer Kontakte:

1. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

2. In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den unter 1. genannten Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m einzuhalten.

3. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.

4. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben selbstverständlich weiter möglich.

5. Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Verstöße gegen die Kontakt-Beschränkungen sollen von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert werden.

6. Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

7. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.

8. In allen Betrieben und insbesondere solchen mit Publikumsverkehr ist es  wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umzusetzen.

Diese Maßnahmen sollen eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben. Hier gelangen Sie zur Pressemeldung der Bundesregierung. Die daraus resultierende Verordnung der Landesregierung enthält weitere detaillierte Informationen.