Ansprechpartner

 Born Christina

Christina Born

Sachbearbeiterin

+ 49 69 8207–227

E-Mail schreiben Meine Kompetenzen sind

Gewerberecht, Jour fixe Immobilienwirtschaft, Finanzanlagenvermittler

Neue Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienverwalter und Makler zum 01.08.2018


Am 01.08.2018 ist das Gesetz zur Einführung einer Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienverwalter und Makler in Kraft getreten. Ziel der Neuregelung ist die Verbesserung der Dienstleistungen und die Stärkung des Verbraucherschutzes.

Eine wesentliche Neuerung betrifft die Wohnimmobilienverwalter. Unter Wohnimmobilienverwalter sind sowohl Wohnungseigentumsverwalter (WEG-Verwalter; auch für Dritte) als auch Mietwohnungsverwalter (für Dritte) erfasst. Bislang mussten Wohnimmobilienverwalter die Aufnahme ihre Tätigkeit lediglich  anzeigen. Das Gesetz führt jetzt erstmals eine Erlaubnispflicht in § 34c der Gewerbeordnung ein. Voraussetzung für die Ausübung der Tätigkeit ist fortan, dass der Verwalter seine Zuverlässigkeit, geordnete Vermögensverhältnisse sowie den Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung bei Beauftragung nachweisen kann. Die Mindestversicherungssumme beträgt 500.000 Euro für jeden Versicherungsfall und 1.000.000 Euro für alle Versicherungsfälle eines Jahres. Wer bereits als Verwalter tätig ist, hat ab Inkrafttreten noch einmal 6 Monate Zeit (bis zum 01.03.2019), eine Erlaubnis zu beantragen.

Zudem müssen Wohnimmobilienverwalter und Immobilienmakler sich künftig regelmäßig weiterbilden, und zwar in einem Umfang von mindestens  20 Stunden innerhalb von 3 Jahren. Wer dies nicht tut, muss mit der Auferlegung eines Bußgeldes rechnen. Die Weiterbildungsnachweise sind auf Nachfrage auf einem amtlichen Formular einzutragen und vorzulegen.

Auch unmittelbar bei der erlaubnispflichtigen Tätigkeit mitwirkende beschäftigte Personen müssen sich fortbilden. Kann der Betrieb nach den gewerblichen Grundsätzen eine juristische oder natürliche Person sein, so muss eine angemessene Zahl von vertretungsberechtigten Aufsichtspersonen an den Fortbildungen teilnehmen.

Auch soll über die beruflichen Qualifikationen und absolvierten Weiterbildungsmaßnahmen des Gewerbetreibenden und den unmittelbar bei der erlaubnispflichten Tätigkeit beschäftigten Personen gegenüber dem Auftraggeber informiert werden. Der Auftraggeber soll sich somit ein eigenes Bild über die vorhandenen Qualifikationen machen können.

Wer einen staatlich anerkannten Aus- oder Fortbildungsabschluss nachweisen kann, z.B. den Immobilienkaufmann oder den Immobilienfachwirt, der soll in den ersten 3 Jahren nach Aufnahme der Tätigkeit von der Weiterbildungspflicht befreit sein.

Für Fragen wenden Sie sich bitte an die für Ihren Betriebssitz zuständige Erlaubnisbehörde. Dies ist entweder die Stadt Offenbach (Link öffnet sich) oder der Kreis Offenbach (Link öffnet sich).