Konjunktur derzeit stabil


[Offenbach am Main, 23. Januar 2020] Anfang 2020 sind die Unternehmen in der Region zuversichtlicher als im vergangenen Herbst. Der Konjunkturklimaindex der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main ist um 3,2 Punkte auf 108,3 Punkte gestiegen. Er liegt aber unter dem zehnjährigen Durchschnitt. Trotz verbesserter Zukunftsaussichten, wird weiterhin eine geringe Wachstumsdynamik erwartet.

„Die Mehrzahl der Unternehmen bewertet die eigene wirtschaftliche Situation wie auch die Zukunftsaussichten zufriedenstellend oder positiv. Vor allem Einzelhändler und Dienstleister profitieren offensichtlich noch von der positiven Verbraucherstimmung dank der guten gesamtwirtschaftlichen Beschäftigungslage. Trotzdem steigt die Zahl der Skeptiker. Vor allem Großhandel und Industrie fürchten, schwierigen Zeiten entgegenzusehen“, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner.

Die Befragungsergebnisse zeigen, dass viele Betriebe bezüglich ihrer Investitionen nach wie vor zurückhaltend sind. Personal wird weiterhin gesucht, wobei sich der Beschäftigungsaufbau verlangsamt. Die Irritationen im Welthandel dämpfen – wie schon 2019 – die Erwartungen an das Auslandsgeschäft.

Neben globalen und nationalen Wirtschaftsentwicklungen fordern 2020 insbesondere die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern, die Digitalisierung und der Klimaschutz die Unternehmen in der Region heraus. „Um diesen Herausforderungen zu begegnen, bedarf es einer zukunftsorientierten Infrastruktur“, sagt der IHK-Hauptgeschäftsführer und führt aus: „Fachkräfte müssen zeitgemäß gebildet und für neue Anforderungen geschult werden. Sie brauchen Wohnungen und müssen störungsfrei über leistungsfähige Straßen und einen gut ausgebauten Öffentlichen Personennahverkehr zur Arbeit gelangen. Zur Digitalisierung von Prozessen und Produktionen sind flächendeckende, moderne Mobilfunkstandards und eine wettbewerbsfähige Breitbandinfrastruktur von Nöten. Nicht zuletzt schultern Unternehmen über Energiekosten und Investitionen in nachhaltige Ausstattung und Technologien einen großen Beitrag zum Klimaschutz. Um eine hohe Versorgungssicherheit des Standortes zu erhalten und die Ziele der Energiewende zu erreichen, müssen der Netzausbau und die Windkraft schnellstmöglich vorangetrieben werden. Für eine Infrastruktur, die dem gerecht wird, braucht es Strategie, politischen Willen sowie schnelle Plan- und Genehmigungsverfahren. Dies ist umso mehr von Bedeutung für die wachsende Metropolregion FrankfurtRheinMain, in der es bereits heute an vielen Stellen zu empfindlichen Engpässen kommt.“

Alle IHK-Konjunkturumfrageergebnisse sind unter www.ihkof.de/konjunktur abrufbar.
***