„Jegliche Mobilität beginnt im Kopf“


[Offenbach am Main, 7. März 2018] Aus Science Fiction-Romanen Ideen für die Zukunft entwickeln: Der Festredner des Jahresempfangs der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main am 6. März 2018 im Campus Mainhausen Thomas Le Blanc, Zukunftsforscher und Vorstand der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar, zeigte am Beispiel Mobilität, wie das funktionieren kann.

Thomas Le Blanc, Zukunftsforscher und Vorstand der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar, sprach beim IHK-Jahresempfang zum Thema Mobilität in der Zukunft.

Gastredner Thomas Le Blanc (M.), Zukunftsforscher und Vorstand der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar, zusammen mit IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller (l.) und IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner (r.), beim Eintrag ins IHK-Gästebuch.

[Offenbach] Vor 500 Gästen sprach er zum Thema „Wie mobil ist unsere Zukunft?“ Le Blanc erklärte: „Was vor wenigen Jahren noch in einem Science-Fiction-Roman stand und von manchen als Spinnerei belächelt wurde, ist heute längst Alltag geworden: das Smartphone als unverzichtbarer täglicher Begleiter, das autonome Fahrzeug, der Roboter, den wir an unserem Arbeitsplatz als Kollegen begrüßen, sowie ein weltumspannendes Internet, das uns mit jedem Punkt dieser Erde kommunizieren lässt. Der Individualverkehr wird jedoch als Teil unserer persönlichen Freiheit bleiben. Wir werden auch in zehn oder 20 Jahren noch Auto fahren, doch das Auto wird einen Elektroantrieb haben, es wird von einem Roboter gesteuert werden und es wird nicht mehr uns gehören.“

IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller sagte: „Jegliche Mobilität beginnt im Kopf. Sie ist die Voraussetzung für alles. Was uns als Unternehmen antreibt, das ist unsere Vision. Wir alle wollen etwas gestalten, verändern und erreichen. Deswegen sind wir Unternehmerinnen und Unternehmer. Hierfür brauchen wir immer wieder frische Ideen und Inspirationen.“

Sie beklagte, dass gerade in der Politik, bei Entscheidungen über die Zukunft immer mehr auf Sicht gefahren werde und der Mut fehle, die wirklich wichtigen Themen zukunftsorientiert anzupacken. Die Themen, die jedoch nach einer Entscheidung riefen lägen in unsere Region vor der Tür:

Ein achtspuriger Ausbau der A3 zwischen Offenbach und Hanau, einen attraktiven öffentlichen Personennahverkehr, insbesondere die Schienenprojekte Regionaltangente West und Südtangente sowie eine intelligente Verzahnung aller Verkehrsträger. Damit es nicht zum Verkehrskollaps in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main komme, seien kurze Planungszeiten und schnelle Genehmigungsverfahren nötig. „Wir brauchen eine funktionierende Mobilität“, so Schoder-Steinmüller.
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